DIE IDEE – Zeitung zum ADC Festival 2022

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DIE IDEE Z E I T U N G Z U M A D C - F E S T I VA L 2 0 2 2

ky laetitia

Sie lässt kunstvolle Kreationen aus ihrem Kopf wachsen: Laetitia Ky kämpft für Frauenpower – mit ihren Haaren. Die 25-jährige Aktivistin von der Elfenbeinküste kommt am 19. Mai 2022 an die Elbe. Und spricht auf dem ADC-Kongress. Frei nach dem Motto: Ideas Create Reality.

EINE KOOPERATION VON

PARTNER


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Die Zeitung zum ADC Festival 2022

Endlich wieder live: Das ADC-Festival geht ganz real in Hamburg über die Bühne. Hier die Fakten zur größten Kreativ-Show im deutschsprachigen Raum

DIE STADT Vom 17. bis zum 20. Mai bietet

die Freie und Hansestadt Hamburg erneut die Bühne für das ADC-Festival – endlich wieder live. Aber auch online gibt es Angebote für alle Interessierten aus Werbung und Design, Szenographie und Fotografie, Architektur, Illustration, den digitalen Medien, der kreativen Kommunikation. Mehr Infos unter: www.adc.de/festival/ DER VERANSTALTER Der Art Directors

Club für Deutschland (ADC) versteht sich als Verbund der besten kreativen Köpfe in der Kommunikationsbranche, mit dem Ziel, exzellente kreative Kommunikation zu forcieren, auszuzeichnen, zu präsentieren und zu erklären – und den kreativen Nachwuchs zu fördern. Er richtet einmal jährlich das größte und bedeutendste Kreativfestival im deutschsprachigen Raum aus.

19. Mai startet das öffentliche Programm mit dem ADC-Kongress, Live Insights und vielen Möglichkeiten zum Treffen und Networken mit namhaften Vertretern der Kreativbranche im Open Space. Der Höhepunkt ist die ADC Award Show am 20. Mai, ab 17 Uhr in der Hamburger Bucht.

DIE AWARD SHOW Der feierliche Höhe-

punkt des Festivals ist die Verleihung der ADC-Nägel in Gold, Silber und Bronze sowie der Grands Prix am 20. Mai. Interessierte können die Show beim Public Viewing in der Hamburger Bucht verfolgen. DIE AUSSTELLUNG Die Ausstellung sämtlicher Wettbewerbsarbeiten findet in diesem Jahr ausschließlich digital statt. Alle Einreichungen zum ADC-Wettbewerb können in der ADC-App eingesehen werden. Unter „Choices“ werden außerdem einige Tage nach dem ADC-Festival und der Bekanntgabe der Gewinner des ADC-Wettbewerbs ausgewählte Arbeiten durch ADC-Mitglieder präsentiert. www.adc.de/app/

DER KONGRESS Am 19. Mai sprechen Vi-

sionäre, Vordenker und Gestalter aller Disziplinen zum Motto des diesjährigen ADCFestivals „Ideas create reality“. Denn Ideen, davon ist der ADC überzeugt, müssen im Wortsinn radikal sein, um echten Fortschritt für Kommunikation, Wirtschaft und Gesellschaft hervorzubringen. DIE INSIGHTS X In Workshops geben Inhaber und Mitarbeiter von Unternehmen und Agenturen praktische Einblicke und stellen sich den Fragen der Teilnehmer.

DIE PLATTFORMEN Das ADC-Festival

DER WETTBEWERB In diesem Jahr beur-

2022 findet sowohl live in Hamburg in der Hamburger Bucht (Hafencity) wie auch online auf Youtube statt; die digitalen Insights werden via Zoom angeboten.

teilen 435 Top-Kreative in 29 Jurys an zwei Tagen mehrere Tausend Einreichungen.

DIE PREISE Tickets für die Teilnahme am

DER RAHMEN Das Festival geht live über

die Bühne. Und zwar in der Hamburger Bucht, Grandeswerderstraße 5 (Hafencity); viele Programmpunkte werden auch über Youtube gestreamt – beispielsweise die ADC Award Shows und die Panels mit Partnern aus der Kreativbranche wie TikTok und Monotype. Am 17. und 18. Mai treffen sich die ADC-Jurys im Volksparkstadion, um die besten Arbeiten im ADC-Wettbewerb 2022 und ADC Talent Award 2022 zu küren. Am

ADC Kongress, den ADC Insights und Open Space können für 359 Euro (ermäßigt 149 Euro) erworben werden. Das Public Viewing für die Talent Award Show kostet 19 Euros, für die Award Show 49 Euro. Die Online-Angebote sind kostenlos – für die Insights braucht es eine Anmeldung.

DIE TALENT AWARD SHOW Im Rahmen

der Verleihung der ADC-Nägel am 19. Mai werden die herausragenden Arbeiten junger Talente gezeigt. Interessierte haben Gelegenheit, beim anschließenden Get-together zu networken und sich auszutauschen.

Zwei Agentur-Chefinnen wachen über 29 ADC-Jurys ROSIE BARDALES UND BETTY SCHIMMELPFENNIG sind Chairwomen beim ADC-Wettbewerb 2022. Als oberste Jurorinnen werden sie über die Arbeit von 29 Fachjurys wachen. Es gilt, stets präsent zu sein, um gegebenenfalls Streit zu schlichten. Zudem obliegt den beiden profilierten Agenturchefinnen die neutrale Vermittlung in den Jurysitzungen. Daumen hoch für großartige Arbeiten, ist die Devise, Daumen runter für Mogelpackungen. Rosie Bardales, die oberste Kreative und Partnerin des britischen Büros der französischen Agentur BETC in London, verfügt über viel Wettbewerbserfahrung und saß bereits in den Jurys maßgeblicher internationaler Wettbe- Rosie Bardales ist Chefin werbe. Die in Texas geborene Kreative ist von BETC London

Kosmopolitin. Sie hat in New York gearbeitet, dann in Amsterdam bei Wieden+Kennedy, wo sie den Launch für Levi’s Global leitete. Auch Betty Schimmelpfennig wird mögliche Missverständnisse ausräumen – beim ADC Talent Award. Als Professorin für „Crossmediale Gestaltung“ an der Hochschule Wiesbaden ist sie geübte Vermittlerin. Zudem leitet sie als Managing Partner ihre eigene Agentur: Elastique in Köln, eine viel prämierte Kreativagentur für Markenkommunikation. Die Essenz einer Marke hat sie stets im Blick. Und dabei stehen „Klarheit, Detail, Eleganz und Präsenz“ obenan. Ziel ist, das „richtige Wenig“ herauszuarbeiten. „Genauso viel, um nicht kalt zu wirken, Betty Schimmelpfennig sondern emotional zu berühren.“ leitet Elastique in Köln FOTO: ELASTIQUE

EVA-MARIA SCHMIDT, CHEFREDAKTEURIN HORIZONT

Ideenfieber

FOTO: BETC LONDON

Noch knapp zwei Wochen, dann ist es so weit: In Hamburg geht das Festival des Art Directors Club für Deutschland (ADC) nach zwei langen Corona-Jahren wieder live über die Bühne. Zum zweiten Mal unter der Ägide einer Präsidentin, Dörte Spengler-Ahrens, hauptberuflich Geschäftsführerin der Agentur Jung von Matt/Saga. Und zum zweiten Mal mussten die ADC-Chefin und ihr Team das Festival neu organisieren. Denn während der Pandemie blieb nichts übrig, als Live-Begegnungen abzusagen und ins Virtuelle zu verlegen und nun haben die Organisator:innen das Konzept an die aktuelle Phase dieser sonderbaren Zeit mit dem Virus angepasst: Erstmals beherbergt die Hamburger Bucht in der Hafencity Kongress und Award Show. Ein großer OutdoorBereich soll dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen ohne CoronaAngst zusammenkommen können. Bei denen, die sich dort in der Jury und auf dem Podium treffen, hat der ADC einen Riesenschritt nach vorn gemacht: Nachdem der Kreativclub 2021 bereits bei seinen weiblichen Mitgliedern für einen ordentlichen Anstieg (plus 46) gesorgt hat, hat sich ihre Zahl in den 29 Fachjurys nun zwar nicht verdoppelt, sie ist aber von 18 auf 33 Prozent gestiegen – und wie bereits im Vorjahr stehen zwei Chairwomen dem Hauptund Nachwuchswettbewerb vor. Der Blick auf das bis Redaktionsschluss bestätigte Line-up lässt schmunzeln: Statt – wie bei vielen Kongressen üblich – die ein oder andere Frau im Programm zu finden, tummelt sich in diesem Jahr der ein oder andere Mann unter den hochkarätigen Frauen. Das bei ihrem Amtsantritt gegebene Versprechen, Frauen zu unterstützen und zu fördern, hat Dörte Spengler-Ahrens eingelöst. Offenbar hat der ADC aber die ins Home-Office gezwungene Arbeitszeit nicht nur als Chance zum Wandel zu mehr Diversität genutzt, sondern auch um ein Motto für das Festival zu finden, das Potenzial hat, auch über die vier Festival-Tage im Mai hinaus zu wirken: „Ideas create reality“. So wie die Agenturen jahrelang über Fragen diskutiert haben, ob sie nun auch Unternehmensberater seien oder nicht, sollten sich die Kreativen ernsthaft mit der Kraft von Ideen auseinandersetzen. Das ist in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen. Dabei sind gute Ideen das Einzige, was hilft, in unserer informationsüberfluteten Zeit durchzudringen – und sie sollten das sein, was Agenturen einzigartig macht.

ILLUSTRATION: BELLY STUDIOS / ADC

Chance genutzt


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Die Zeitung zum ADC Festival 2022 FOTO: ANATOL KOTTE / JUNG VON MATT

„Luftschlösser bauen andere“ Welche Macht haben Ideen? Für Dörte Spengler-Ahrens sind gute Ideen das Movens jeder Veränderung. Hier spricht die ADC-Präsidentin über harte Realitäten, Traumwelten und das ADC-Festival in Hamburg. Was zeichnet eine gute Idee aus? Eine

gute Idee schafft etwas Besonderes – ein besonderes Momentum. Kreative Kommunikation hat die Kraft, Menschen und ihre Wahrnehmung zu verändern. Was macht das ADC-Festival-Motto „Ideas create reality.“ relevant? Jede

Realität war mal eine Idee. Eine Idee ist stets ein Sieg über das Erwartete, die Voraussetzung für jede Form von Innovation. Eine Idee muss mitunter radikal sein, um Fortschritt hervorzubringen und Realitäten zu ändern, Neues zu kreieren. Wir Kreative erschaffen kraft unserer Ideen diese Realitäten und beeinflussen gesellschaftliche, soziale und politische Zustände. Viele denken, in Zeiten des Krieges gelte allein die Macht des Faktischen, die Macht der Kanonen und Panzer, nicht aber die Kraft der Ideen. Was erwidern Sie? Natürlich beeinflussen äu-

ßere Faktoren unmittelbar das, was wir Kreative machen. Der Krieg in der Ukraine verrückt den Fokus und die Einschätzung. Die Frage ist: Was kann kreative Kommunikation momentan leisten und wann ist sie vollkommen unangebracht? Haben Sie eine Antwort? Die Bilder und Nachrichten aus der Ukraine bewegen und machen uns fassungslos, nicht aber sprach- und hilflos. Ich bin fest davon überzeugt, dass es unser Wissen und En-

gagement jetzt braucht – in der Kommunikation, aber auch in der tatkräftigen Unterstützung der Flüchtlingshilfe beispielsweise. Die ADC-Mitglieder zeigen das auf eindrucksvolle Weise: Allein aus unserem Kreis gibt es knapp 20 Initiativen, die den Menschen direkt in der Ukraine helfen, Kreativen aus der Ukraine eine Perspektive bieten oder Flüchtlinge unterstützen. Für das Motiv der ADC-Festival-Kampagne haben Kreative die Entwicklung von Ideen metaphorisch mit der Entwicklung des Lebens verglichen und einen „Ideenstock“ kreiert. „Seid fruchtbar!“, lautet die Devise. Lässt sich der Ort, an dem Ideen entstehen, so ohne weiteres lokalisieren? Die Ide-

enstöcke sind eine starke Metapher für den kreativen Prozess und die schöpferische Kraft der Idee. Wir hätten auch Kopf und Bauch nehmen können. Wir stellen die Ideenstöcke als sympathische, witzige Figuren dar, um ihnen eine humorvolle Leichtigkeit zu verleihen. Und sie sind divers illustriert, denn kreativ zu sein ist letztlich absolut keine Frage des Geschlechts. Ideen kommen bekanntlich keinesfalls aus dem Nichts. Sind sie Resultat von Denkprozessen? Oder braucht es Intuition? Unser Kopf ist tatsächlich der

fruchtbarste Ort der Welt! Hier ist jede noch so kleine und auch die großartigste Idee entstanden. Kreativität ist etwas, das in jedem Menschen steckt – mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Die Persönlichkeit – und die übernimmt man ja in Teilen von der Umgebung – ist auf jeden Fall ein wichtiger Faktor. Die Offenheit für Erfahrungen und Neues, Optimismus, Mut und Leidenschaft sind Eigenschaften, die Kreative ausmachen. Wir sind intrinsisch motiviert,

wir suchen Reize, schalten nie oder nur selten ab. Außerdem sind wir Getriebene und zeichnen uns durch ein hohes emotionales Engagement und eine starke Identifikation mit dem, was wir machen, aus. Machen Ideen Arbeit? Kann man Kreativität erzwingen? Kreativität ist

harte, manchmal erschöpfende Arbeit – das wird leider nicht immer gesehen und honoriert. Beim kreativen Schaffensprozess geht es nicht um Selbstverwirklichung oder Selbstzweck. Stets kreativ zu sein, ist anstrengend. Und kommt eine kommunikative Idee, eine Kampagne richtig gut an, hat der Kunde – und man selbst natürlich auch – den Anspruch, dass die nächste Story noch besser wird. Erzwingen kann man nichts, aber es gibt bewährte Methoden auch unter Druck, die Ideen sprudeln zu lassen. Dazu braucht es Talent, Training und Erfahrung. Ein bisschen Talent, Training und Erfahrung und schon lassen wir die harte Welt der Tatsachen hinter uns und flüchten ins Reich der Ideen – geht das so einfach? Das klingt nach dem Bau von

Traumschlössern, nach fantastischen Welten. Wer Kreativität zu seinem Job macht, sich der Kreativität professionell verschreibt, der befasst sich täglich mit der harten Wirklichkeit, der will etwas daran ändern, der möchte Lösungen schaffen für Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft und einen Beitrag leisten, diese Welt besser zu machen. Ja – klingt nach einer Floskel, aber um es noch einmal mit unserem Motto „Ideas create reality“ zu sagen: Nur mit Kreativität und herausragenden Ideen schaffen wir neue Realitäten. Die Luftschlösser überlassen wir anderen. INTERVIEW: FABIAN WURM

Im Art Directors Club für Deutschland (ADC) haben sich über 750 profilierte Köpfe der kreativen Kommunikation zusammengeschlossen. Dörte SpenglerAhrens, Geschäftsführerin Kreation bei Jung von Matt/Saga, ist seit 2020 ADCPräsidentin.

2016 brachte Dörte Spengler-Ahrens mit Stephan Giest Jung von Matt/Saga an den Start. Die Agentur versteht sich als interdisziplinärer kreativer Hotshop mit Fokus auf Storytelling. Zu den Agenturkunden zählen Adidas, BVG, Netto, Otto und Verivox.


Die Zeitung zum ADC Festival 2022

Ein Hoch auf die

Idee Kreieren Ideen unsere Wirklichkeit? Die Journalistin Bärbel Unckrich ist sich sicher: Kreative Kampagnen haben die Kraft, den öffentlichen Diskurs nachhaltig zu bestimmen.

Die Geburt einer Idee ist zuweilen mit einem schmerzhaften Prozess verbunden. Oft braucht es mehr als eine kräftige Wehe, um sie auf die Welt zu pressen. Nicht selten ist eine Reihe von Geburtshelfern vonnöten, um ihr den entscheidenden Schubs zu geben. Modernste Technik und Diagnostik können den Entwicklungsprozess der Idee zwar begleiten und geben ihren Müttern und Vätern eine gewisse Sicherheit, aber die Keimzelle der Idee hat wenig mit Medizin und Technik zu tun, viel aber mit Emotionen und Leidenschaft. Genau darum soll es dieses Jahr beim Festival des Art Directors Club für Deutschland (ADC) gehen: die Entstehung von Ideen. Der Kreativclub hat dafür eine visuelle Metapher gefunden, die durchaus polarisiert, von einigen sogar als gruselig empfunden wird: ein stilisierter Hybrid aus Gehirn und Eierstock, genannt Ideenstock. Die damit verbundene indirekte Huldigung der weiblichen Fruchtbarkeit passt zu dem Kurs, den die Organisation vor anderthalb Jahren eingeschlagen hat: Sie will Frauen stärker ins Rampenlicht rücken. Waren es in der Vergangenheit vor allem „Gebärväter“, die sich und ihre Ideen feierten, dreht sich jetzt vieles im Club um Kreativität aus weiblicher oder zumindest aus gleichberechtigter Perspektive.

„Ideas create reality“ lautet das Motto des diesjährigen ADC-Festivals. Ideen schaffen Realität. Mit diesem Credo will sich der Club endgültig vom Image des elitären Werberclubs befreien, der Kampagnen feiert, die meilenweit an der Realität vorbeigehen und oft nur für ein ganz bestimmtes Publikum realisiert worden sind: die Jurys von Kreativwettbewerben. Die 435 ADCJuroren entscheiden zwar weiterhin ganz unabhängig von dem Festivalmotto, welche Art von Arbeiten einen Platz auf dem Siegerpodest verdienen, idealerweise sollten es aber Ideen sein, die gesellschaftliche, soziale und politische Zustände beeinflussen und damit neue Realitäten schaffen. Sollte das gelingen, wären Festivalmotto, Kongressprogramm und Kreativwettbewerb in Einklang gebracht. MARKEN MISCHEN MIT Spannend dürfte in diesem Kontext die Frage sein, welche Realitäten dieses Jahr besonders im Fokus stehen. Seit einigen Jahren spricht die Branche von der Bedeutung sogenannter Haltungskampagnen. Konsumenten wünschen sich Marken, die sich einmischen. Marken sollten möglichst gesellschaftlich relevante Botschaften transportieren und für Themen und Werte einstehen. So weit die Theorie. In der Praxis sind es vor allem NGOs, die sich besonders gut auf solche Haltungsthemen verstehen – so gingen im vergangenen Jahr die meisten ADC-Nägel an Reporter ohne Grenzen und den WWF. Entsprechend groß war die anschließende Diskussion rund um die Relevanz von So-

cial-Kampagnen. Die einen sagen, die Branche sollte ihre gesamte kreative Energie lieber auf zahlende Wirtschaftskunden verwenden, die anderen finden, dass NGOKampagnen durchaus Vorbildcharakter haben, zeigten sie doch, wozu die Werbebranche grundsätzlich fähig sei. KREATIVE SETZEN SIGNALE Um ihre

Schöpfungskraft im Kontext für den guten Zweck unter Beweis zu stellen, haben sich Deutschlands Kreativagenturen in den vergangenen Jahren um fast jedes Anliegen gekümmert, das in irgendeiner Weise von gesellschaftlicher und sozialer Relevanz ist – von Female Empowerment, Inklusion und LGBTQ-Themen über Chancengleichheit und die Seenotrettung bis hin zum Thema Umweltschutz in all seinen Facetten. Nur bei einem zentralen Thema herrschte lange Zeit kollektive Ideenlosigkeit: die Corona-Impfung. An dieses Thema traute sich zunächst niemand heran, bis die Agentur Antoni Ende 2021 auf beispiellose Weise demonstriert hat, wie moderne Impfkommunikation funktioniert. Die Kampagne „#ZusammenGegenCorona“, bei der zahlreiche Marken ihre Claims in Impfaufrufe geändert haben, dürfte dieses Jahr zu den heißesten Nagel-Anwärtern beim ADC-Wettbewerb zählen. Auch und gerade weil der Absender hier keine NGO ist, sondern Hunderte großer Marken. Antoni hat hier zusammen mit zahlreichen Partnern eindrucksvoll bewiesen, dass Werbung wirklich die Kraft hat, einen gesellschaftlichen Diskurs auszulösen, Denk-

anstöße zu geben und Haltungen zu verändern. Ein besseres Beispiel für die Kraft von Ideen und das Credo „Ideas create reality“ hat es schon lange nicht mehr gegeben – im Grunde ist es die beste Werbung für die Werbebranche. Der Schöpfer des Claims, Matthias Schmidt von Antoni, wird die Entstehungsgeschichte der Kampagne auf dem ADC-Kongress erläutern. Die pure Reduktion auf die Kraft der Idee wirft die Frage auf, welche Rolle in diesem Kontext die großen Trendthemen spielen, über die in Fachmedien und auch darüber hinaus debattiert wird: soziale Medien, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, datengetriebenes sowie Content Marketing, Podcasts, NFTs, das Internet der Dinge, das Metaversum et cetera pp. Fakt ist: Ohne Ideen ist das alles nur Blabla. Das gilt vor allem dann, wenn diese Themen ein breiteres Publikum erreichen. Die erste Markenkampagne auf TikTok war sicherlich noch aufregend, genauso wie das erste verkaufte NFT. Aber irgendwann wird auch der neueste Trend zum Mainstream und spätestens dann kommt es wieder auf die Idee an. Und wenn die richtig gut ist, kann eine klassische Print- oder TV-Kampagne locker ein virtuelles Markenerlebnis im Metaverse schlagen. Bärbel Unckrich ist Leitende Redakteurin Kreation bei der Zeitung HORIZONT. Zudem war sie von 2007 bis 2011 Co-Chefredakteurin von beef, dem Kreativmagazin von HORIZONT und dem Art Directors Club (ADC).

Illustration: Belly Studios / ADC

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Idealismus neu denken: Kreative Köpfe aus der ganzen Welt sprechen auf dem ADC-Kongress über die Macht der Ideen.

Cool, clever, couragiert

FOTO: LAETITIA KY

FOTO: NIKLAS KAMP

Wie offen Frauen ohne Tabus über Sex rappen können, beweist das deutsche Newcomer-Duo BOUNTY & COCOA. „Slide ’n bisschen deeper, Baby“, heißt es in ihrem Erfolgssong „Wet“, der zum Valentinstag 2021 erschien. Sie demonstrieren Frauenpower. Das dynamische Duo definiert sich, laut Eigenauskunft, über seine „Attitüde, Empowerment und Realness“. Beide Rapperinnen waren auch Part vom The-Female-Collabo-Track „Wenn ich will“, der im Januar inklusive einer Doku auf Amazon erschienen ist. Auf dem ADC-Festival sind Bounty & Cocoa als Live Act angekündigt.

Sie formt ihre Haare zu Skulpturen: Die ivorische Künstlerin und Aktivistin LAETITIA KY, 25, begann nach ihrem BWL-Studium, sich mit Modedesign zu befassen. Inspiriert von Archivfotos afrikanischer Frauenfrisuren, fing sie an, Haarverlängerungen direkt mit ihrem eigenen natürlichen Haar zu verbinden und – mithilfe eines Spiegels – in ungewöhnliche Formen zu bringen. Das Besondere dabei: Mit ihren aufwendigen Flechtfrisuren setzt sie politische Botschaften: gegen Rassismus und für Feminismus. Und erinnert an verborgene Traditionen. „Als ich anfing, mein Haar zu lieben, begann ich, meine Haut zu lieben, und ich begann, die Tatsache zu lieben, dass ich schwarz bin“, sagt sie. In jener Zeit habe sie auch angefangen, die Tatsache zu lieben, dass sie eine Frau ist. Nun hat sie ein Buch geschrieben. „Love and Justice: A Journey of Empowerment, Activism, and Embracing Black Beauty“ heißt es und ist gerade im Verlag Princeton Architectural Press erschienen. Auf dem ADC-Kongress wird Laetitia Ky eine Keynote sprechen.


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FOTO: OUTSPOKEN LIMITED

Er begann seine Karriere bei NAIL, einer kleinen Agentur in Rhode Island, und baute dann sein Portfolio mit Arbeiten für Marken wie Mike and Ike Candies, Vibram Five Fingers, GoreTex und die Rhode Island Food Bank aus. Danach war LUCAS CRIGLER bei RPA in L.A. und wurde für seine Arbeit an Hondas „Paper“-Spot ausgezeichnet. Später arbeitete er für Mastercards „True Name“ bei McCann, New York. Seine Arbeit als Transgender-Aktivist brachte ihm auch die Ernennung zu einem der Pride Stars 2021 der Zeitung Adweek ein. Heute ist er Creative Director bei der Agentur SS+K New York und Mitglied des Board of Diversity and Inclusion für Ad Age.

Sie ist die weltweit erste Nachrichtensprecherin mit einem traditionellen Gesichtstattoo der Maori, dem sogenannten Moko Kauae. ORIINI KAIPARA ist eine neuseeländische Journalistin, die in den letzten zwei Jahrzehnten eine unkonventionelle Karriere in der Fernsehbranche und den Medien gemacht hat. Sie spricht fließend Maori und Englisch und wurde dank ihrer empathischen, aber furchtlosen Herangehensweise an Themen zur Diversitätskämpferin.

FOTO: TATJANA WENIG

FOTO: PATRICK STYRNOL

Sie ist halb Französin, halb Schottin und begann ihre Karriere in London, wo sie für Agenturen wie Mother, Droga 5 oder VCCP arbeitete. Heute ist ANNE-SOPHIE GUERIN Associate Creative Director bei McCann Paris und arbeitet für Kunden wie Nestlé Cereals, Spoticar und die libanesische Brustkrebsstiftung. Ihre jüngste Arbeit „The Bread Exam“ brachte ihr 2021 einen Platz unter den Top 10 der Werbetexter in Cannes ein. Der Case: Eine einfache Brotbackanleitung, die jenen Frauen, die sonst über das noch immer tabuisierte Thema Brustkrebs nicht sprechen wollen, vermittelt, wie sie selbst ihre Brust abtasten und so eine Erkrankung früher erkennen können.

FOTO: ROBERT WUNSCH

als Head of Sales and Marketing für die Außenwirkung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verantwortlich. Mit einer emotionalen Kampagne forderte die BVG die Bürger auf, sich impfen zu lassen: Das gelbe Herz der BVG wurde schwarz. Der Claim dazu: „Gelb sieht schwarz“. Wie sie die aufsehenerregende Kampagne #ZusammenGegenCorona mit auf die Beine stellte – darüber wird die Marketing-Spezialistin, die von 2004 bis 2020 bei Daimler arbeitete, auf dem ADC-Kongress im Panel mit weiteren Top-Kreativen sprechen.

FOTO: MCCANN PARIS

FOTO: ALEX ZYUZIKOV

FOTO: BVG

CHRISTINE WOLBURG

Sie ist eine Kulturjournalistin mit einem Faible für Hip-Hop, die es in die Werbung verschlug: LARA MUHN arbeitete als Strategin unter anderem für Vice Media, TLGG, C3, BBDO, Scholz & Friends und Thjnk. Vor ihrem Wechsel zur HipHop-Agentur The Ambition war sie zwei Jahre lang Strategy Director bei Saatchi & Saatchi. In dieser Zeit verantwortete sie die Kommunikationsstrategie für Marken wie Oreo, L’Oréal und Axa. Bereits in ihrem Studium ließ sie sich von ihrer Affinität zur Musik leiten: Sie arbeitete parallel beim Intro-Magazin. Heute kann sie all ihre Erfahrungen mit der Leidenschaft für Hip-Hop verbinden: The Ambition ist Deutschlands erste Unternehmensberatung für kulturelles Marketing in der Hip-Hop-Kultur. Und dort verantwortet Lara Muhn die Themen Marke und Strategie für Kunden aus den Kategorien Beauty, Alcoholic Beverages, Mobilfunk und Lifestyle.

Er begann seine Karriere als Banker, wurde dann Texter und übernahm schließlich die Leitung von Teams und Agenturen: MATTHIAS SCHMIDT ist Chief Creative Officer von Antoni. Diese Agentur mit Sitz in Berlin ist für ihre maßgeschneiderten Kampagnen bekannt. Antoni arbeitet für große Marken, vor allem für Mercedes-Benz. Ihre Kampagnen haben bei internationalen Wettbewerben zahlreiche Preise abgeräumt. 2021 initiierte Schmidt die Kampagne #ZusammenGegenCorona, als Booster der Impfkampagnen und mit Unterstützung vieler namhafter Unternehmen. Zu seinen früheren Arbeitgebern gehören die Agenturen Scholz & Friends und DDB. Er hat einen MBA in Creative Leadership und ist vielseitig interessiert: Innenarchitektur, Mode und Musik sind seine Themen.

Sie ist eine Filmemacherin, deren popkultureller Hintergrund ihren Stil prägt: TATJANA WENIG, geboren und aufgewachsen in München, arbeitete zunächst an zahlreichen TV-Produktionen, um schließlich den Weg an die Film-Hochschule zu finden und dort Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik zu studieren. Während des Studiums führte sie Regie sowohl bei Musikvideoproduktionen für Shirin David, Shindy, Luciano, Sido und anderen als auch bei Werbeproduktionen für Kunden wie Adidas, Mercedes-Benz und Highsnobiety. 2021 rief Tatjana Wenig das Kollektiv Female Force ins Leben, welches Frauen vor der Kamera inszeniert und auch die Positionen hinter der Kamera ausschließlich mit Frauen besetzt. Mit Erfolg. Bereits nach einem Jahr wurde Female Force dreimal für die HipHop.de Awards nominiert.

Auch dieses Jahr ist sie beim ADC-Festival dabei: DAGMAR JANKE, Global Director Communication Transformation und Agency Management bei Beiersdorf. Sie ist verantwortlich für den Aufbau der neuen Bespoke Agentur Publicis One Touch sowie die digitale Transformation im Unternehmen. Und sie meistert einen beeindruckenden Spagat zwischen Karriere, ihrer Rolle als Mutter sowie politischem und sozialem Engagement. Dagmar Janke setzt sich für Diversität und Inklusion ein. Vor allem ihr Engagement bei Beiersdorf schlägt immer wieder hohe Wellen. So hat sie in einer Video-Kampagne mit einer aufrüttelnden Story um Babys die Botschaft vermittelt, dass es noch immer zu wenig Frauen in den Führungsetagen gibt.

Sie sind zwei ehrgeizige Schwestern und wollen hoch hinaus. Sham ist 19, Jana erst 15 Jahre jung. Die beiden sind in Jordanien aufgewachsen und glauben daran, dass sie einiges am Bildungssystem ändern können. Mit diesem Ziel vor Augen haben SHAM UND JANA ALBDOUR vor fünf Jahren die Serious Gaming Company Sakura Games gegründet. Mit ihren Games wollen sie den Lehrplan von Schulen mit unterhaltsamen, einfach zu bedienenden EducationSpielen ins 21. Jahrhundert holen. Bei den Pocket Gamer Mobile Games Awards 2021 haben sie in der Kategorie „Rising Stars“ gewonnen.

FOTO: SHAM & JANA AL BDOUR

Ausgefallene Ideen hätten sie stets begeistert, sagt sie. Seit 2021 ist die Diplom-Betriebswirtin

FOTO: BEIERSDORF

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Nach ihrem JuraStudium und einer kurzen Station in einer internationalen Personalberatung gründete sie im Jahr 2010 ihr eigenes Unternehmen, die profilierte Personalberatung D-Level. Heute führt KATHARINA WOLFF ihre Hamburger Beratungsfirma als CEO. 2020 gründete sie parallel das erste Business-Magazin für Frauen: Strive. Es soll karriereorientierte Frauen inspirieren und als Kompass in den Bereichen Business, Karriere und Lifestyle dienen. Auch die Politik überlässt sie nicht den Männern: Wolff saß von 2011 bis 2015 für die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft und schrieb 2012 das Buch „Selbstverständlich Frau. Emanzipation war gestern, heute geht es um Selbstbestimmung“.

Nicht zuletzt durch die Eröffnung der Elbphilharmonie hat die Kulturstadt Hamburg große Aufmerksamkeit erfahren. Folglich steht der Politiker CARSTEN BROSDA, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt, häufig im Rampenlicht. Zuvor war der gebürtige Gelsenkirchener in Hamburg Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales sowie Bevollmächtigter des Senats für Medien. Brosda hat Journalistik und Politik an der Universität Dortmund studiert, bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) volontiert und zum Thema „Diskursiver Journalismus“ promoviert. Das ADC-Festival schaffe es jedes Jahr aufs Neue zu inspirieren, sagt Bosta. Für ihn sei es stets ein „Erlebnis, dabei zu sein“.

FOTO: KAREN GÓMEZ

Als Vorstand und CMO verantwortet sie seit November 2016 das Marketing bei McDonald’s Deutschland: die Betriebswirtschaftlerin SUSAN SCHRAMM. Begonnen hat sie ihre Karriere bei der Agentur Heye DDB. Nach weiteren Stationen bei renommierten Werbeagenturen führte sie der Weg in die globale Zentrale von McDonald’s nach Chicago. 2003 kehrte sie zurück nach Deutschland, wo sie erneut in unterschiedlichen Funktionen für die Fast-Food-Kette tätig war, zuletzt in der Position des Director Marketing. Es folgte eine Auszeit zur Familiengründung sowie ein weiterer Auslandsaufenthalt, bis Schramm dann die Gesamtverantwortung als Vorstand für den Marketingbereich bei McDonald’s Deutschland übernahm. In dieser Funktion ist sie zudem Mitglied des globalen Marketing Leadership Boards.

FOTO: MCDONALDS

Sie ist Top-Journalistin, vielgefragte Kolumnistin, profilierte Filmemacherin und Beraterin von Präsident Emmanuel Macron. Einem großen Publikum bekannt wurde LIS GOMIS durch die Dokumentarserie „Africa Riding“, mit der sie eine neue Afrikarezeption eingeleitet hat. Als Kolumnistin für die französische Rundfunkstation „Radio Nova“ und Mitglied des „Conseils présidentiel pour l’Afrique“, eines 2017 von Macron einberufenen Beratergremiums, zählt sie zu den bekannten Persönlichkeiten Frankreichs. Auf dem ADC-Kongress wird die studierte Kommunikationswissenschaftlerin eine Keynote halten.

FOTO: BERTOLD FABRICIUS / PRESSEBILD.DE

FOTO: STRIVE

FOTO: LIZ GOMIS

beitet. Zudem hat JENNIFER SARAH BOONE Medienmanagement und Medienjournalismus studiert und macht derzeit ihren Master in Wirtschaftspsychologie. Jennifer Sarah Boone glänzt als zweisprachige Moderatorin vor allem, wenn es um Digitalisierung, Technologie und künstliche Intelligenz geht. Boone ist – wie auch Dörte Spengler-Ahrens – Moderatorin des ADC-Kongresses.

Female Empowerment ist ihr großes Thema, weibliche Ansprüche und Macht: Die studierte Volkswirtin, geboren und aufgewachsen in Berlin, hat reiche Erfahrungen in der Musikbranche. Derzeit ist SEHRIBAN CIRIK bei der Universal Music Group / Chapter ONE Senior Label Managerin. Zu ihren Aufgaben gehören das Marketing, die Künstlerbetreuung und der Musik-Vertrieb. Außerdem hat sie die Leitung und Umsetzung des The-Female-Collabo-Projekts „Wenn ich will“ übernommen – ein Song, der nur drei Wochen nach Veröffentlichung eine Million Streams allein bei Spotify erreichte. Auch in ihrem Podcast „Femme Craft“ widmet Sehriban Cirik sich dem Lebensthema Female Empowerment.

Was das ADC-Motto „Ideas create reality.“ bedeutet, das hat sie mit ihrer Agentur eindrucksvoll gezeigt: kommerzielle Kommunikation, die stets neue Wirklichkeiten schafft. Die international erfolgreiche Werberin SUSAN CREDLE ist Global Partner und Chief Creative Officer weltweit bei der Interpublic-Tochter FCB. Mit ihrer Agentur hat sie die berühmten Cases „Contract for Change“, „Boards of Change“ und „The big issue online“ kreiert. Susan Credle begann ihre Karriere bei BBDO New York als Werbetexterin und Kreativdirektorin, wurde schnell zur Executive Creative-Direktorin. Sie erfand die kultigen M&M’s-Figuren neu, die weltweit geliebt werden. Auch die international bekannten Kampagnen für Pepsi und Fedex stammen maßgeblich von Susan Credle.

Sie ist eine junge mexikanische Regisseurin, die eine besondere Begabung zum Erzählen von Geschichten hat. Seit fast 20 Jahren arbeitet sie als Redakteurin in der Film- und Werbebranche ihres Landes. Als Regisseurin ist KAREN GÓMEZ verantwortlich für die Kampagne #StillSpeakingUp Deeptruth. Mit mehr als 120 Preisen weltweit hat diese Kampagne die meisten Auszeichnungen eingeheimst, die je für mexikanische Werbung vergeben wurden. So gewann sie beim D&AD den Yellow Pencil für Mexiko und bei den Cannes Lions einen Grand Prix For Good. Als Cutterin war Gómez an mehreren Filmen und Kurzfilmen beteiligt, die auf großen Festivals wie dem Morelia Film Festival, Shorts Mexico und dem Taiwan Queer Film Festival ausgezeichnet wurden.

Alles dreht sich um Culture und Community. Seit 2017 steht STEPH KARL vor der Kamera des Hip-Hop-Online-Magazins 16bars.de, entwickelte und moderierte Formate, interviewte sämtliche Größen der Szene – von US-Hip-Hop bis zu Deutschrap. Einerlei ob Wiz Khalifa, Headie One oder Ezhel: Selbst die härtesten Rapper werden bei dieser Musikjournalistin weich. Ihr großes Backgroundwissen gepaart mit gründlicher Recherche macht ihre Interviews zu Highlights. Auch die Industrie hat ihr Talent erkannt: Steph arbeitet auch als Managerin von Atlantic Records Germany.

FOTO: BENNY

Die Mutter stammt aus Trinidad, der Vater aus Großbritannien. Sie selbst hat ihr gesamtes Erwachsenenleben auf Bühnen, vor der Kamera oder am Mikrofon in Trinidad und Tobago, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Europa verbracht und als darstellende Künstlerin und Sprecherin gear-

FOTO: FCB GLOBAL

Die Zeitung zum ADC Festival 2022

FOTO: BESMIRE VILA

FOTO: 5 STERNE MODERATOREN

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Die Zeitung zum ADC Festival 2022

19. Mai 2022, live in der Hamburger Bucht – der ADC-Kongress

Ideas create reality. Ab ins Reich der Ideen: Unter dem Motto „Ideas create reality“ kommen beim ADC-KONGRESS internationale Speaker aus den Bereichen Werbung und Wirtschaft, Design und Kunst, Musik und Film zusammen

Donnerstag, 19. Mai 2022

DIE MACHER FOTO: OUTSPOKEN LIMITED

FOTO: STRIVE

FOTO: LAETITIA KY

FOTO: ALEX ZYUZIKOV

FOTO: BERTOLD FABRICIUS / PRESSEBILD.DE

FOTO: JUNG VON MATT

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Begrüßung Dörte SpenglerAhrens und Jennifer Sarah Boone

Vortrag: Carsten Brosda (DE)

Keynote: Lucas Crigler (EN)

Keynote: Laetitia Ky (EN)

Digitale Keynote: Oriini Kaipara (EN)

Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg

Creative Director, SS+K New York & Mitglied des Board of Diversity and Inclusion, Ad Age

Künstlerin & Aktivistin

Doppel-Interview: Katharina Wolff & TBA (DE)

FOTO: FCB GLOBAL

FOTO: TATJANA WENIG

FOTO: NIKLAS KAMP

ILLUSTRATION: BELLY STUDIOS / ADC

FOTO: LIZ GOMIS

FOTO: SHAM & JANA AL BDOUR

www.horizont.net/adc2022

1 2:00 – 12:20

1 2:20 – 13:00

1 3:00 – 13:05

1 3:30 – 14:00

1 3:30 – 14:00

Keynote: Liz Gomis (EN)

Pause

Live Act: Bounty & Cocoa (DE)

Panel: Seriban Cirik, Tatjana Wenig, Lara Muhn & Steph Karl (DE)

Digitale Keynote: Susan Credle (EN)

Rapperinnen

FOTO: 5 STERNE MODERATOREN

ILLUSTRATION: BELLY STUDIOS / ADC

FOTO: ROBERT WUNSCH

FOTO: MCCANN PARIS

FOTO: KAREN GÓMEZ

1 4:20 – 14:40

1 4:40 – 15:00

1 5:00 – 15:20

1 5:20 – 15:25

Keynote: Karen Gómez (EN)

Keynote: Anne-Sophie Guerin (EN)

Panel: Matthias Schmidt, Christine Wolburg, Dagmar Janke & Susan Schramm (EN)

TBA

Verabschiedung ADC-Kongress Dörte SpenglerAhrens und Jennifer Sarah Boone

Associate Creative Director bei McCann Paris

Partner & CCO Worldwide, FCB Global

Feminismus & Rap

1 4:00 – 14:20

Filmregisseurin

Case: #ZusammenGegenCorona

Freitag, 20. Mai 2021, 13 Uhr Kick-off „ADC Future Diversity“

Freitag, 20. Mai 2022, 19 Uhr ADC Award Show

„Future Diversity“ ist die erste Eventreihe des Kreativclubs, mit dem Ziel, Themen wie Recruiting, Teamstrukturen oder Marketing für diverse Zielgruppen neu zu denken und damit aktiv neue Wege für mehr Vielfalt zu ebnen. Gemeinsam mit der Initiatorin Dörte Spengler-Ahrens, Präsidentin des ADC, und Initiator Pit Kho, ADC-Mitglied, geben zwei Top-Speaker, darunter Ralph Zimmerer (CEO & Co-Founder Generation Now Consulting), in diesem Slot exklusive Einblicke in das Programm. Weitere Infos: www.adc.de/festival/ future-diversity-kick-off

Nordsee ist Mordsee, deshalb bleiben wir in der Hamburger Bucht. Dort findet die Award Show statt, der feierliche Höhepunkt des ADCFestivals, im Rahmen dessen exzellente Kommunikation mit den ADC-Nägeln prämiert wird. Während die Kreativen, Agenturen und Kunden, die eingereicht haben, mitfiebern, sind auch alle anderen eingeladen, sich von den besten Arbeiten des Jahres 2022 inspirieren zu lassen – live in der Hamburger Bucht (Hafencity) beim Public Viewing oder auch online. Weitere Infos: www.adc.de/festival/ award-show

Ideas create real�ty.

Ausführliche Infos zum Programm Reportagen vom Festival

Keynote: Sham & Jana AlBdour (EN)

Journalistin, Filmemacherin, Kolumnistin & Beraterin von Emmanuel Macron

DER WEB GUIDE www.adc.de/festival/

11:40 – 12:00

Serious Game Entwicklerinnen & Gründerinnen, Sakura Games

HORIZONT ist die Zeitung für Marketing, Werbung und Medien und erscheint im Deutschen Fachverlag, Frankfurt am Main.

Journalistin & Diversitätskämpferin

Herausgeberin, STRIVE Magazine

Eine der besten Zeitungen der Welt und das Medium der Elite in Politik, Wirtschaft und Kultur

ADC Festival 2022

17. bis 20. Mai in Hamburg und online Infos: adc.de

DAS IMPRESSUM DIE IDEE Zeitung zum ADC-Festival 2022 Powered by beef – Magazin für kreative Kommunikation Die ADC-Festival-Zeitung erscheint als Beilage in der nationalen Gesamtauflage der FAZ sowie den Gesamtauflagen von HORIZONT, Lebensmittel Zeitung und TextilWirtschaft. Gesamtverantwortung: Markus Gotta Verlagsleitung: Peter Gerich Herausgeber: Dr. Uwe Vorkötter Chefredaktion und presserechtlich verantwortlich: Eva-Maria Schmidt Redaktion: Fabian Wurm (fw) Gestaltung: Andreas Liedtke Media Service: Timo Liebe, Tanja Jobst Verlag: Deutscher Fachverlag Mainzer Landstraße 251 60326 Frankfurt am Main Geschäftsführung: Peter Esser (Sprecher), Sönke Reimers (Sprecher), Thomas Berner, Markus Gotta Aufsichtsrat: Andreas Lorch, Catrin Lorch, Dr. Edith Baumann-Lorch, Peter Ruß Produktion: Printmedienservices dfv Druck: wvd – Westdeutsche Verlagsund Druckerei GmbH Kurhessenstraße 4–6 64546 Mörfelden-Walldorf



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