Stadtzeitung, Ausgabe 13, 2011

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In dieser Woche Leihräder Call a bike ist wieder da: Kaum hat sich in der Region radlerfreundliches Wetter durchgesetzt, da stehen die Leihfahrräder schon wieder an Kreuzungen und Plätzen bereit. Seite II

Neugestaltung

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Zirkuswelt

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So bunt wie eine Zirkuswelt ist die Ausstellung des Badischen Landesmuseums, die unter dem Titel „HeRRReinspaziert!“ Sammlungen vom 13. bis 21. Jahrhundert zeigt. Seite V

Stadt Zeitung D FI

Bei einer Bürgerinformation zum Bebauungsplan für Alt-Neureut stellte das Stadtplanungsamt jetzt Möglichkeiten zur Neugestaltung des historischen Ortskerns vor. Seite IV

Amtsblatt der Stadt Karlsruhe 65. Jahrgang · Nr. 13

1. April 2011

Zoo: Ausstellung zu Menschenaffen „Menschenaffen – unsere wilde Verwandtschaft“ heißt die Ausstellung, die der Zoo vom 6. April bis 30. September im Raubtierhaus zeigt. Damit beteiligt sich der Zoo an der diesjährigen Kampagne des europäischen Zooverbands (EAZA – European Association of Zoo and Aquaria), der 2011 einen nachhaltigen Beitrag zum Überleben der Schimpansen, Orang-Utans, Gorillas und Gibbons leisten möchte. Der Verlust des Lebensraums ist ein Hauptgrund für die weltweite Bedrohung der Menschenaffen. Tropische Wälder werden für landwirtschaftliche Nutzflächen, Städtebau und zur Holzgewinnung zerstört. Lokale Katastrophen in verbleibenden Waldresten wie Krankheiten und Brände verschärfen die Situation für Primaten.

Der Stadtjugendausschuss besteht seit 60 Jahren:

Sprachrohr für Kinder und Jugend Expertendiskussion im Anne-Frank-Haus als Auftakt zum Jubiläum Als der Stadtjugendausschuss im Jahre 1951 an den Start ging, war dessen Gründungsvater Bürgermeister Walter Wäldele seiner Zeit weit voraus. Denn einige Jahre später delegierte die Stadt ihre gesamte Jugendarbeit an den Dachverband von heute 41 Karlsruher Jugendorganisationen und führte damit

professionelle und ehrenamtliche Strukturen zusammen. Das Konzept wurde zum Erfolgsmodell und ist auch 60 Jahre später noch aktuell. Mit Fachvortrag und anschließender Diskussion im Anne-Frank-Haus startete der Stadtjugendausschuss am Donnerstag vergangener Woche ins Jubiläumsjahr.

Die Jugendfreizeit- und Bildungsstätte im lothringischen Baerenthal gehört ebenso zum Verband wie die Mobile Spielaktion oder das 1982 eröffnete Jugend- und Begegnungszentrum „Jubez”. Sechs Jahre später fiel der Startschuss für die Karlsruher Aktivspielplätze, bis 2009 war der Stadtjugendausschuss Veranstalter des Open-air-Spektakels „Das Fest”. Der Verein leistet professionelle Jugendarbeit in über 30 Einrichtungen, beispielsweise in den Kinder- und Jugendtreffs. Der Vorsitzende des Stadtjugendausschusses, Christian Klinger, bezeichnete seine Organisation als „Sprachrohr der Karlsruher Kinder und Jugendlichen und ihrer Bedürfnisse”. Er lobte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „die mit begrenzten finanziellen Mitteln tolle Arbeit leisten”. Bürgermeister Martin Lenz, dessen berufliche Laufbahn einst beim Stadtjugendausschuss begann, bezeichnete die Übernahme der kommunalen Jugendarbeit als „einmaligen, modellhaften Weg”. Auch künftig sei beim Stadtjugendausschuss „der Wandel Programm”. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag von Dr. Mike Seckinger vom Deutschen Jugendinstitut München zum Thema „Jugendarbeit als Bildungsoase!?”. Jugendarbeit habe „schon immer einen Bildungsauftrag gehabt”, so Seckinger, der die Distanz zur Schule mit unterschiedlichen Bildungsbegriffen er-

AKTIV: Die Mobile Spielaktion ist seit langem ein fester Bestandteil in der Arbeit des Stadtjugendausschusses.

Chance für die Jugendarbeit, alltagsnahe Bildungsangebote in Ergänzung zur schulischen und betrieblichen Ausbildung anzubieten”. Er forderte die Jugendverbände auf, auch von Schulen und Betrieben deren Beitrag einzufordern. In der anschließenden Diskussion sah Elisabeth Groß, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Karlsruhe, in der Bildung „eine Oase, an der sich die Menschen in kultureller Vielfalt austauschten”. „Bildungspatenschaften auf Augenhöhe” mahnte dagegen Virginia Reising, Sozialpädagogin beim Stadtjugendausschuss, an. IHK-Vertreter Josef Stößer hielt die „Vermittlung einer positiven Lebenseinstellung, von Interesse und Schlüsselkompetenzen” für wichtig. Der Erfolg von Jugendarbeit werde fälschlich „an berufsrelevanten Fähigkeiten gemessen”, kritisierte Henning Kahlert von den Karlsruher Pfadfindern. Als „originäre Stärke der Jugendarbeit” bezeichnete der Vertreter der Katholischen Jugend, Tim Bender, die individuelle Förderung. Der Abend war Auftakt für weitere Geburtstagsveranstaltungen in diesem Jahr. Für den Sommer lädt der Stadtjugendausschuss zum Festakt ins Zirkuszelt und stellt ein Buch zu 60 Jahren Jugendarbeit in Karlsruhe vor. Mit „60 Aktionen, 60 Orte” bietet er in den Tagen vom 14. bis 16. April im ganzen Stadtgebiet Aktivitäten für Kinder und Jugendliche an. -mü-

Forum Ehrenamt tagt im Haus Solms

Pflegekinderdienst sucht Verstärkung

Durlach lädt zum Seniorennachmittag

Lichtblicke für die Albkapelle

Das im vergangenen Jahr neu besetzte „Forum Ehrenamt“ kommt am Mittwoch, 6. April, um 18 Uhr im Haus Solms in der Bismarckstraße 24 zur insgesamt 13. öffentlichen Sitzung des Gremiums zusammen. Bei der ersten Zusammenkunft in der neuen Wahlperiode beraten die 38 Mitglieder aus sämtlichen Bereichen des bürgerschaftlichen Engagements unter Vorsitz von Bürgermeister Wolfram Jäger Themen zur Unterstützung von Vereinen und Initiativen, von engagierten Bürgern und zur Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements. Darüber hinaus stehen eine Rückschau auf die bisherigen Initiativen des Forums und ein Ausblick auf die vom Aktivbüro für dieses Jahr geplanten Aktivitäten auf der Tagesordnung. Diejenigen, die die Sitzung mitverfolgen wollen, sollten sich aus organisatorischen Gründen beim Aktivbüro anmelden. Das Aktivbüro im Rathaus am Marktplatz (Eingang Turmhof Hebelstraße) ist unter Telefon 133-12 12 zu erreichen. E-Mail: aktivbuero@afsta.karlsruhe.de.

Die Nachfrage nach liebevollen und qualifizierten Tagespflegeeltern in Karlsruhe bleibt groß. Der städtische Pflegekinderdienst sucht deshalb Frauen und Männer, die Freude am Umgang mit Kindern haben. Aktuell werden rund 500 Mädchen und Jungen von Tagesmüttern betreut. Wer Kinder tageweise bei sich aufnimmt, den bereitet der städtische Pflegekinderdienst auf seine Aufgabe vor. Ab 11. April beginnt bei der Volkshochschule ein neuer Qualifizierungskurs mit 160 Unterrichtseinheiten. Die Termine sind immer montags und mittwochs von 19 bis 21.30 Uhr und – alle zwei Wochen – samstags von 9.30 bis 15.30 Uhr. Nach den ersten 30 Einheiten kann bereits ein Tageskind aufgenommen werden. Noch gibt es in dem Kurs freie Plätze für Neueinsteiger, die in Vorgesprächen mit dem Pflegekinderdienst (Telefonnummern 133-51 15 bis 133-51 21) als geeignet eingeschätzt werden. Für ihr Engagement erhalten Tagespflegeeltern ein Pflegegeld von 3,90 Euro pro Kind und Stunde.

Auf einen unterhaltsamen Nachmittag können sich Durlacher Seniorinnen und Senioren freuen. Das Stadtamt Durlach lädt alle interessierten älteren Mitbürger für Samstag, 9. April, um 14.30 Uhr zu Musik, Tanz und Gymnastik in die Weiherhofhalle ein. Am Programm beteiligen sich lokale Vereine und Gruppierungen, darunter die Seniorengymnastikgruppe der TG Aue, die Harmonika-Vereinigung sowie die Kinder vom Zirkus Maccaroni. Für das leibliche Wohl sorgt der ASV Durlach. Der Eintritt ist frei. Wer Leistungen der Grundsicherung bekommt, ist zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Gutscheine können bis 8. April gegen einen entsprechenden Nachweis im Seniorenbüro in der Markgrafenstraße 14 oder am 9. April eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn in der Weiherhofhalle bei den Büro-Mitarbeiterinnen abgeholt werden. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte sich aus organisatorischen Gründen unter der Telefonnummer 133-50 86 für den Nachmittag anmelden.

Ein Knopfdruck durch Bürgermeister Michael Obert – die Albkapelle leuchtete am Dienstag in neuem nächtlichem Glanz. Zur Premiere dieses Projektes aus dem Lichtplan Karlsruhe waren auch Karlheinz Schmidt, Vorsitzender des Bürgervereins Grünwinkel, und weitere Vereinsmitglieder zur kleinen Kapelle an der Alb gekommen. Sie verschafften sich vor Ort einen eigenen Eindruck von der sanierten Beleuchtung des Stadtteil-Wahrzeichens und ließen sich von Lichtplaner Matthias Friedrich (Luna Lichtarchitektur, Karlsruhe) das Konzept erläutern. Statt ineffizienter 125-Watt-Quecksilberdampfstrahler wurde eine LED-Technik gewählt, die nachtaktive Tiere möglichst wenig stört. Weitere LED-Bodenstrahler modellieren die Sockelmauer und „erden“ so die Kapelle im Dunkeln. Und auf dem Dach der Kapelle markiert eine einzelne Lampe gegen den Nachthimmel den Abschluss des Gebäudes. Täglich ab der Dämmerung bis gegen 23 Uhr zeigt die Albkapelle nun ihr neues Nachtgesicht. -rie-

klärte. Auch kollidiere der Erfolgsdruck der Schulen mit typischen Prinzipien der Jugendarbeit. Seckinger nannte die Diskussion um Kooperationen „eine große

STIMMUNGSHOCH IN DER SCHWARZWALDHALLE und letzte Gelegenheit für ein kompaktes Promifoto. Nach dem furiosen Finale auf der Showbühne ging es beim Regenbogen-Award zur After-Show-Party in die Gartenhalle. Fotos (3): Fränkle

Ebbe, Maya und Eibe ist das Areal beim Raubtierhaus schon ein wenig vertraut – durften die drei Mini-Shetlandponys ihr Auslauf-Gehege doch schon seit einiger Zeit nutzen. Nur die Stallungen waren neu für sie – und auch ihre drei winzigen Nachbarn im Interims-Streichelzoo, Endo, Elton und Eric, die schwarzen Quessant-Schafe. Denn die als kleinste Schafe der Welt geltenden bretonischen Zwergschafe sind erst Dienstagabend aus St. Johann nach Karlsruhe gereist. Und während die Ponys am Mittwoch ungestüm bei der

Ebbe und Endo begeistern die Kinder Vorstellung der neuen Anlage im Gehege herumrannten (unser Bild) , hielten die Böcke Herdendisziplin und zupften ein paar Grashalme. „Stallgebäude und Gehege wurden ausschließlich durch Firmen mit Spenden sowie freiwilligen Arbeitsleistungen ermöglicht“, dankte Bürgermeister Michael Obert allen Unterstützern, die mit einem Schild am Zaun gewürdigt werden. Im April beginnt der Bau

des großen Streichelzoos südlich der Schwarzwaldhalle. Insgesamt 1,5 Millionen Euro kostet die Anlage einschließlich Infrastruktur. Bislang haben Privatleute sowie Firmen und Organisationen über 700 0000 Euro für den Wiederaufbau des im November abgebrannten Streichelzoos gespendet. Bis zu den Sommerferien soll die Anlage fertig gestellt sein, dann werden Ponys und Schafe erneut auf „fremde“ Mitbewohner treffen. Denn zu ihnen gesellen sich Esel und Ziegen, auch Meerschweinchen haben auf dem Areal Platz. -rie-

DIE BELEUCHTUNGSSTÄRKE FÜR DIE ALBKAPELLE ist so gewählt, dass die differenzierte Dunkelheit des Naturraums wahrnehmbar bleibt. Foto: Müller-Gmelin

Gala bunt wie ein Regenbogen

Jazz und Soul im Infopavillon „K.“

„Im Flieger hatte ich meine Flip-Flops an, hier waren sie dann wirklich angebracht.“ Ex-Banditos Sängerin und Laudatorin Fernanda Brandao genoss sichtlich den frühlingshaften Abend in Karlsruhe, kam aber selbstverständlich nicht in Badelatschen zur Medienpreisverleihung in die Schwarzwaldhalle. In neckischem, elegantem, schickem oder originellem Outfit defilierte das Publikum zur Verleihung von insgesamt elf Awards, die Radio Regenbogen am vergangenen Freitag in der Schwarzwaldhalle an Künstler und Persönlichkeiten verlieh. Küsschen hier, Küsschen da, strahlende Sieger und bewegende Momente bestimmten das gesellschaftliche Großereignis am Festplatz, zu dem sich wieder 1 200 Gäste ein Stelldichein gaben. Alle Jahre wieder inszeniert der Regionalsender die Gala der Stars, lässt die Fächerstadt zur Showbühne Baden-Württembergs werden. Neben so illustren Gästen wie Schmusesänger James Blunt, Schauspieler Götz Otto oder die „gräfische“ Popformation „Unheilig“ wurde mit Ulrich Gebhard in diesem Jahr auch ein „Held von nebenan“ gewürdigt (siehe Beitrag Seite V). -Lä-

Im Informationspavillon „K.“ am Ettlinger Tor gibt es nicht nur Veranstaltungen und Auskünfte zur Kombilösung, sondern auch ein Kulturprogramm. So kommt der Sänger und Entertainer Tony Nesbitt zu gleich zwei Konzerten in den „K.“. Das erste Mal ist dort die „Stimme des Soul“ am Mittwoch, 6. April, um 20 Uhr zu hören. Zum zweiten Auftritt kommt Nesbitt, der in Gospelchören begann und in seiner über 30-jährigen Karriere auch den ersten Preis des All European Star Search in der Kategorie Solo-Sänger in Deutschland gewann, am Mittwoch, 4. Mai, ebenfalls um 20 Uhr, in den „K.“. Jazzige Rhythmen und Klänge beherrschen am Freitag, 8. April, im Pavillon am Ettlinger Tor die Szenerie. Dann tritt Gernot Ziegler mit seiner Formation Mobile Home um 20 Uhr vor das Publikum und geht mit seinen beiden Mitstreitern auf Streifzug durch die Welt des Jazz. Der Eintritt zu allen drei Konzerten kostet jeweils fünf Euro. Bei freiem Eintritt können Spaziergänger am Sonntag, 3. April, Zwischenstation im „K.“ machen. Dort spielt dann um 17 Uhr der 15-jährige Marvin Geißer bekannte Melodien auf dem Flügel. -trö-

Karlsruhe wählte im Landestrend Hohe Wahlbeteiligung, die Grünen als strahlende Gewinner, die CDU trotz Einbußen stärkste Kraft, Verluste für die SPD, herber Rückschlag für die FDP: Das Ergebnis der Wahlen zum 15. Landtag von Baden-Württemberg lässt sich mit einigen Abweichungen auch in den beiden Karlsruher Wahlkreisen ablesen. Im Wahlkreis Ost verteidigte Manfred Groh (CDU) sein Direktmandat mit 30,8 Prozent (2006: 36,4 Prozent) knapp vor Dr. Gisela Splett (GRÜNE), die auf 30,2 Prozent kam. Dies war ein Plus von 14 Prozent gegenüber der Wahl 2006. Im Wahlkreis West ging es noch enger zu. Da holte Katrin Schütz (CDU) mit 30,6 Prozent das Direktmandat vor Alexander Salomon (GRÜNE), der ihr mit 30,3 Prozent hart auf den Fersen war. Die SPD landete in beiden Wahlkreisen mit knapp über 25 Prozent auf Platz drei. Die FDP sackte auf 5,3 Prozent (Wahlkreis Ost) und 4,8 Prozent (West). Wahl in Karlsruhe auf Seite III. -trö-


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StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 13 · 1. April 2011

Vom Container ins Hofgut

Call a Bike:

Pauschale für Vielfahrer

Kita „Wiesenwichtel” jetzt an neuem Ort eröffnet Bei frühlingshaftem Wetter wurde vergangene Woche die neue Kindertagesstätte „Wiesenwichtel” in Hohenwettersbach offiziell eröffnet. Und die hat eine Vorgeschichte: Aufgrund hoher Nachfrage errichtete die Stadt bereits 2004 einen Container-Kindergarten bei der Schule. Im Behelfsbau wurden jedoch 2005 Schad­ stoffbelastungen festgestellt, so dass die Kinder ins Rathaus ziehen mussten. 2007 kehrten sie in die sanierten Container zurück. Die neue Kindertagesstätte im historischen Gebäude auf dem Gutshof bezog der Kindergarten im November letzten Jahres. Zuvor war der Bau für die 45 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren grundlegend umgebaut worden. Ortsvorsteherin Elke Ernemann freute sich jetzt darüber, dass die Kinder und ihre Erzieherinnen „nach langer Odyssee eine Heimat gefunden” hätten. Endlich ziehe wieder „Leben in die alten Gemäuer”, betonte die Stadträtin. Sie wünschte den kleinen Bewohnern und ihren Erzieherinnen „viel Freude” in den neuen Räu-

men. Als Geschenk von Ortschaftsrat und Verwaltung brachte Ernemann den Kindern zwei Gummi-Esel als neue Spielgefährten mit. Bürgermeister Martin Lenz bekam von den Kindern zur Begrüßung ein Ständchen gesungen, gemeinsam mit den Erzieherinnen und Besuchern revanchierte sich dieser mit einem Geburtstagslied für den sechsjährigen Leo. Der Umbau sei durch eine „Partnerschaft mit dem Denkmalschutz“ gelungen, betonte Lenz. „Wir können nun zusätzliche Betreuungsplätze anbieten”. Mit dieser „flexiblen Lösung” sei die Stadt den „richtigen Weg gegangen”, war sich der Kinder- und Jugenddezernent sicher, der sich bereitwillig von den Kindern durch die drei Stockwerke des Gebäudes führen ließ. „Richtig gemütlich!”, war hinterher sein Eindruck. Architekt Tristan Lequime betonte, man habe die komplette Haustechnik erneuert und teilweise den Grundriss geändert, sei dabei aber dennoch „behutsam mit der historischen Bausubstanz umgegangen”. -mü-

NEUES HEIM IN HISTORISCHEM BAU: In Hohenwettersbach eröffneten Bürgermeister Martin Lenz (Mitte) und Ortsvorsteherin Elke Ernemann (rechts) vor kurzem offiziell die neue Kindertagesstätte „Wiesenwichtel“ in einem Gebäude des Hofguts.

Erste Frau im Feuerwehr-Einsatz

Wie Katastrophen Kindern erklären?

Antrag für Rheinbrücke

Kinder haben besondere Schwierigkeiten, Ereignisse wie Kriege, Terroranschläge, Katastrophen oder Gewaltdelikte zu verarbeiten. Ängste und ein Gefühl von Hilflosigkeit können dabei auch ausgelöst werden, wenn die Ereignisse – wie derzeit in Japan – nur indirekt erlebt werden. Kinder reagieren gefühlsmäßig, sind verunsichert, suchen nach Erklärungen, wollen das Unbegreifliche begreifen. Sie sollten deshalb mit ihren Ängsten nicht alleine gelassen werden. Eine Hilfestellung für Eltern bietet ein Faltblatt des städtischen Kinderbüros. Er erläutert, worauf Erwachsene achten müssen, wenn sie mit Kindern über solche Erlebnisse reden, wie sie herausfinden können, welche Unterstützung ihr Kind braucht, oder auch, ob Kinder immer Nachrichten sehen dürfen. Das Faltblatt ist erhältlich beim Kinderbüro der Stadt Karlsruhe, Kaiserstraße 99, 76133 Karlsruhe, Telefon 133-51 11, E-Mail: kinder­buero@karlsruhe.de, oder direkt im Internet unter www.karlsru­he. de/fb4/ein­richtun­gen/kin­derbuero. -red-

Das Planfeststellungsverfahren hat nun begonnen

MEIKE RIDDERBUSCH mit Dr. Goertz (links) und Bürgermeister Stapf.

„Für die Branddirektion war es ein besonderer Tag“ freute sich Feuerwehrchef Dr. Roland Goertz. Zum ersten Mal konnte er mit der Mikrobiologin Meike Ridderbusch eine Frau in den Einsatzdienst einstellen. Als Abteilungsleiterin für den Bevölkerungsschutz ist sie künftig für die Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz verantwortlich. Fachlich äußerst kompetent, habe sie die Konkurrenz klar hinter sich gelassen, bestätigte Bürgermeister Klaus Stapf. Meike Ridderbusch war vor ihrem Studium in Göttingen aktives Mitglied der Freiwilligen Jugend- und Feuerwehr ihrer Heimatstadt Lemgo. Ihr Brandreferendariat führte sie nach Stuttgart, Kassel und München. Sie freut sich sehr, die Stelle bekommen zu haben: „Taktische Fragestellungen in Gefahrenabwehr und Bevölkerungsschutz interessieren mich sehr. Als Biologin bin ich hier gut positioniert, etwa bei der Pandemieplanung.“ Meike Ridderbusch fährt gerne Fahrrad, nimmt an Volksläufen teil und ist langjährige DLRG-Schwimmerin. -cal-

Nach Rappenwört jetzt Sommerfahrplan

Im Winter Salz optimiert streuen

Mit Beginn der Sommerzeit hat sich der Fahrplan der Tramlinie 6 von und nach Rappenwört geändert. Die Bahnen fahren jetzt montags bis freitags zwischen 8.29 und 18.29 Uhr sowie zwischen 18.39 und 19.39 Uhr alle 20 Minuten vom Hauptbahnhofsvorplatz nach Rappenwört. Von dort verkehren die Bahnen in Richtung Innenstadt zwischen 9.07 und 19.07 Uhr sowie zwischen 19.19 und 20.19 Uhr ebenfalls im 20-Minuten-Takt. Samstags finden vom Hauptbahnhofsvorplatz zwischen 8.29 und 17.09 Uhr, 17.19 und 18.19 Uhr sowie 18.29 und 19.29 Uhr alle 20 Minuten Fahrten statt. In Rappenwört startet die Tram 6 um 9.19, 9.39 und 9.57 Uhr. Zwischen 10.07 und 17.47 Uhr sowie zwischen 17.59 und 20.19 Uhr wird wieder ein 20-Minuten-Takt ab Rappenwört angeboten. Sonn- und feiertags fahren die Bahnen am Hauptbahnhofsvorplatz um 8.29 und 8.59 Uhr ab, zwischen 9.29 und 19.29 Uhr alle 20 Minuten. In Rappenwört starten die Bahnen zwischen 9.19 und 20.19 Uhr auch alle 20 Minuten.

Der Gemeinderat hat jetzt im Offenlageverfahren beschlossen, 31 so genannte Thermomaten anzuschaffen. Er reagiert damit auf die Erfahrungen mit der Salzknappheit im zurückliegenden Winter. Die Geräte werden von der Werkstatt des Amtes für Abfallwirtschaft an die Winterdienstfahrzeuge der Stadt Karlsruhe montiert. Ihre Infrarotsensoren ermitteln den aktuellen Salzbedarf anhand der im jeweiligen Augenblick gemessenen Bodentemperatur und dosieren den notwendigen Salzeinsatz. Damit kann der Einsatz von Streusalz optimiert werden. Abhängig von der jeweiligen Bodentemperatur ist es so möglich, den Salzverbrauch um 20 bis 30 Prozent zu reduzieren. Geht man von den durchschnittlichen Kosten für die Salzbeschaffung der letzten beiden Winter aus, werden sich die jetzt entstehenden Aufwendungen von rund 260 000 Euro innerhalb von fünf Jahren amortisieren. Dies hängt aber von der Witterung und dem daraus resultierenden tatsächlichen Salzverbrauch ab. -erg-

Das Genehmigungsverfahren für eine zweite Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe hat begonnen. Die Straßenbauverwaltung des Landes hat die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den rechtsrheinischen Teilabschnitt zwischen der Landesgrenze mit Rheinland-Pfalz und dem Anschluss B 10/Raffineriestraße bei der Planfeststellungsbehörde des Regierungspräsidiums Karlsruhe beantragt. Für den linksrheinischen Abschnitt ist der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz als Planfeststellungsbehörde zuständig. Die Pläne für das gesamte Vorhaben werden in Kürze in den betroffenen Kommunen parallel ausgelegt. Die von der Planung Betroffenen können dann Anregungen oder Einwendungen vorbringen. Auch die Träger öffentlicher Belange und die Umweltverbände werden angehört. Die Planung sieht den Bau einer Straßenbrücke rund 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Rheinbrücke mit An-

Terminkalender · Terminkalender Auch zum Kellerduell in der Zweiten Liga zwischen dem Karlsruher SC und dem VfL Osnabrück am heutigen Freitag, 1. April, bieten die Verkehrsbetriebe Fußballfreunden einen besonderen Service. Von 16 Uhr bis zum Spielbeginn um 18 Uhr bringen Sonderbusse ab Durlacher und Mühlburger Tor alle zehn Minuten Zuschauerinnen und Zuschauer zum Wildparkstadion. Für den Individualverkehr ist der Adenauerring ab 16 Uhr gesperrt. Zu Brunnen zwischen Marktplatz und Festplatz führt Uwe Faulhaber von der Europäischen Brunnengesellschaft Interessierte am Sonntag, 3. April. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Marktplatzbrunnen. Die Ausstellung über den OB der Nachkriegszeit, Günther Klotz, ist vom 5. April bis 28. Mai in der Erinnerungsstätte Ständehaus, Ständehausstraße 2, zu sehen. Der Durlacher Ostermarkt öffnet von Dienstag, 5., bis Donnerstag, 7. April, im Gewölbe des Durlacher Rathauses in der Pfinztalstraße seine Pforten. An den drei Tagen zeigen Kunsthandwerker aus der

Region jeweils von 10 bis 18.30 Uhr Besuchern und Kunden ihre Ideen zum Frühling und zum bevorstehenden Osterfest. Zur biologischen Vielfalt von Wäldern spricht Dr. Hubert Höfer vom Naturkundemuseum am Dienstag, 5. April, um 16.30 Uhr im Waldklassenzimmer und nimmt anschließend die Teilnehmer auf eine Exkursion in den Hardtwald mit. Zum Thema Recherche bietet die Badische Landesbibliothek Schülern ab der zehnten Klasse jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr eine Fragestunde. Interessierte sollten sich bis jeweils mittwochs mit ihren Fragen unter der Telefonnummer 175-22 21 anmelden oder per E-Mail: informationszentrum@blb-karlsruhe.de. Tropische Sommernachtsflair herrscht am Freitag, 8. April, im Durlacher Weiher­ hofbad. Von 20 Uhr bis 0.30 Uhr erwarten die Besucherinnen und Besucher in der Sauna entspannende Aufgüsse, exotische Fruchtspieße und Cocktails. Bis Mitternacht darf im beleuchteten Becken geschwommen werden, ab 22 Uhr textilfrei.

schluss an die linksrheinische B 9 und die rechtsrheinische B 10 vor. Auf badenwürttembergischer Seite verläuft die neue Trasse zunächst südlich parallel zur DeaScholven-Straße in östliche Richtung, schwenkt dann nach Süden, überquert das Industriegleis zur Raffinerie sowie die Alb, folgt anschließend dem Verlauf der Raffineriestraße und schließt unter weitgehender Nutzung der bestehenden Anschlussstelle Raffineriestraße an die Südtangente an. „Die zweite Rheinbrücke wird zur Bewältigung der anhaltenden Verkehrszuwächse und zur Entflechtung der Verkehre schnellstmöglich benötigt“, hält Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner die zweite Rheinbrücke zudem „als Entlastungs- und Umleitungsstrecke für die in absehbarer Zeit anstehende Generalsanierung des vorhandenen Bauwerks notwendig“. Die Gesamtkosten sollen sich auf rund 107 Millionen Euro belaufen und vom Bund übernommen werden. -red-

Wettbewerb zu Call a Bike Einen Fotowettbewerb hat die Stadt in diesem Jahr erstmals für Call-a-BikeRadler initiiert. Umsonst kann danach derjenige in die Pedale eines Call-a-BikeRades treten, der beim Fotowettbewerb „Ich und mein Call a Bike in Karlsruhe“ einen Jahrespauschaltarif gewonnen hat. Außerdem können Einkaufsgutscheine bei Karlsruher Fahrradhändlern neben weiteren Preisen gewonnen werden. Wer mitmachen will, schickt ein Foto von sich mit seinem Call a Bike per EMail an das Stadtplanungsamt unter der Adresse stpla@karlsruhe.de. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen neben ihrer Anschrift auch mitteilen, dass sie mit einer Veröffentlichung ihres Fotos mit Namen auf www.karlsruhe.de/radverkehr einverstanden sind. Auf dem Foto muss erkennbar sein, dass es in Karlsruhe aufgenommen wurde. Mit Preisen bedacht werden die kreativsten Fotos. Eine Jury wählt diese aus allen veröffentlichten Fotos aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss: 31. Mai. -rie-

Dem Abschied Zeit und Raum geben Trauerbegleitung in Karlsruhe: Neue Angebote für Angehörige und Kinder

Sammlung des Schadstoffmobils

Das Schadstoffmobil des Amts für Abfallwirtschaft (AfA) ist auch in der nächsten Woche auf Tour durch Karlsruher Stadteile. Der erste Halt dabei ist am Dienstag, 5. April, von 15 bis 16 Uhr in der Bergwaldsiedlung. Dann holt das Afa-Mobil in der ElsaBrandström-Straße beim Altglascontainer Schadstoffe aus Haushalten ab. Anschließend halten die Experten des AfA von 17 bis 18 Uhr in Rintheim bei der TSV-Sporthalle in der Mannheimer Straße. In Grünwinkel nimmt das Schadstoffmobil am Donnerstag, 7. April, von 15 bis 16 Uhr Problemstoffe auf dem Friedhofsparkplatz entgegen. In

Neureut können am selben Tag die Bürgerinnen und Bürger von 17 bis 18 Uhr Schadstoffe auf dem Festplatz (Teutschneureuterstraße/Unterfeldstraße) abgeben. Das städtische Schadstoffmobil entsorgt unter anderem Farben, Lacke, Kleber, Pflanzenschutzmittel, Kosmetika, Medikamente oder Löseund Holzschutzmittel aus privaten Haushalten und Hobbykellern. Nicht angenommen werden Altreifen und alte Elektrogeräte. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter der Karlsruher Rufnummer 133-70 41 oder im Internet unter der Adresse www. karlsruhe.de/abfall. -red-

„Tränchen“ heißen die Plüschfiguren, die für Kinder Leben und Tod verbinden. Eine können sie behalten, die andere legen sie dem geliebten Menschen in den Sarg. Ob Puppe, Zettelchen oder gemaltes Bild – Rituale helfen Mädchen und Jungen, ihren Schmerz zu bewältigen und das Unfassbare zu begreifen. In einem eigens in der großen Kapelle des Karlsruher Hauptfriedhofs dafür eingerichteten Zimmer begleitet die Sozialpädagogin Barbara Kieferle-Stotz auf Wunsch seit kurzem Trauernde, insbesondere auch Kinder während der Beerdigung ihrer Lieben. Der Prozess des Abschiednehmens dürfe für Kinder „nicht unvollendet bleiben“, betonte Bürgermeister Klaus Stapf Anfang der Woche bei der öffentlichen Vorstellung neuer Angebote, die dem Abschied von Verstorbenen mehr Zeit und Raum geben. Kinder dürften nicht aus falsch verstandener Rücksichtnahme vom Geschehen ausgeschlossen werden, war er sich mit Barbara KieferleStotz einig, dass schrittweise und kindgerechte Annäherung an das Thema keine Ängste schüre, sondern diese nehme. „Wir wollen den Bedürfnissen der Trauernden so nahe wie möglich kommen“ betonte Stapf. Deshalb gibt es neben dem vor vier Jahren eingerichteten „Raum der Stille“ nun für Angehörige noch eine weitere Möglichkeit, mit ihren Verstorbenen vor der Beisetzungsfeier ungestört allein zu sein. Für Minuten oder Stunden. Und das in würdigem Rahmen. Was früher wegen zeitlicher Probleme beim dichten Bestattungstakt lediglich als „Wartezimmer“ für „Leidtragende“ vor ihrem Einzug in

die Kapelle fungierte, wurde nun zum Abschiedsraum umfunktioniert. In Alt­ rosa-Tönen gehalten, dezent beleuchtet, mit stilvollen Bildern an den Wänden und mit dem Blick nach draußen in die Friedhofsalleen hat er nichts Bedrückendes mehr. „Die Menschen dürfen sich trauen,

Call a Bike ist wieder da: Kaum hat sich in der Region „radelfreundliches“ Wetter durchgesetzt, stehen die Leihfahrräder wieder an Karlsruhes Straßenkreuzungen und Plätzen bereit. Am Montag wurden sie an den Standorten im erweiterten Kerngebiet aufgestellt. Wie in den Vorjahren kann man das Rad überall im Verbreitungsgebiet nach Ende der Fahrt abstellen. Neu ist, dass der bisher notwendige Abmeldeanruf entfällt. Denn das DBRent-System wartet mit einer Neuerung auf, welche die Nutzung noch attraktiver machen soll. Alle Räder wurden mit automatischem Abmeldesystem ausgestattet – ein Knopfdruck genügt, und das Rad meldet sich mit einem Signal selbst ab und teilt seinen Standort mit. Karlsruhe ist damit weltweit die erste Stadt, bei der dieses Verfahren bei einem flexiblen Leihfahrradsystem angewendet wird. Für alle Vielfahrer bietet sich zudem ein neues Pauschalangebot an: Für 36 Euro pro Jahr können diese bundesweit jedes Calla-Bike-Rad in den ersten 30 Minuten kostenfrei nutzen. Dieses Angebot rechnet sich beispielsweise für Pendlerinnen und Pendler, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht direkt ihr Ziel erreichen oder keinen Parkplatz in der Nähe ihres Arbeitsplatzes finden können. Um in Zukunft Neukunden eine Spon­ tan­fahrt mit Call a Bike schneller zu ermöglichen, wird es in Karlsruhe ab Mai an ausgewählten Standorten solarbetriebene Anmeldeterminals geben, welche die Anmeldung erleichtern. Momentan müssen sich Neukunden noch vor ihrer ersten Fahrt im Internet registrieren. Im vergangenen Jahr hatte der Hauptausschuss zunächst beschlossen, das im August 2007 in Karlsruhe eingeführte Leihfahrrad-System aus Kostengründen nicht weiterzuführen, hatte sich dann aber im Dezember 2010 entschieden, Call a Bike doch fortzusetzen. Ausschlaggebend war, dass das System mit den Registrierungsterminals aufgewertet und mit neuen innovativen Elementen ergänzt wird. Die Stadt beteiligt sich jährlich mit 90 000 Euro am Leihradsystem. Infos zu Call a Bike gibt es im Internet unter der Adresse: www.callabike-interaktiv.de. -rie-

zu trauern“ umschrieb der Leiter des Friedhofs- und Bestattungsamts, Matthäus Vogel, die neue Philosophie der Trauerbegleitung, denn vor nicht allzu langer Zeit sei es noch „undenkbar“ gewesen, „außerhalb des funktionalen Rahmens Leistungen anzubieten.“ -maf-

DEN NEU GESTALTETEN ABSCHIEDSRAUM in der großen Kapelle stellten Barbara Kieferle-Stotz, Matthäus­Vogel und BM Klaus Stapf vor (von links). Fotos (4): Fränkle

Call a Bike ist wieder da: Die Leihfahrräder stehen in der Stadt bereit.

Wellenbrecher im Wildparkstadion Ausschließlich Vergaben standen auf der Tagesordnung bei der jüngsten öffentlichen Sitzung des Bauausschusses. Der dickste Brocken war dabei der Bauabschnitt eins bei der Ertüchtigung der so genannten Wellenbrecher in den Blocks A 1 und E 4 des Wildparkstadions. Nachdem Bürgermeister Michael Obert auf Nachfrage von Stadtrat Friedemann KAlmbach (GfK) geklärt hatte, dass es nicht möglich sei, einen Block zu sperren, stimmte der Ausschuss einstimmig der Vergabe zu und beauftragte eine Firma aus Bingen, die Arbeiten für eine Summer von 936 729 Euro auszuführen. Sie wird die Aufgabe in der spielfreien Zeit von Mitte Mai bis Ende Juli erledigen. Bereits unmittelbar nach Beschlussfassung konnten die Arbeiten an der Kreuzung von Ottostraße und Wolfartsweierer Straße beginnen. Eine Firma aus Renningen erhielt einstimmig den Zuschlag, sie für 349 883 Euro auszuführen. Auf Nachfrage von Johannes Honné (GRÜNE) hatte der stellvertretende Tiefbauamts-Chef Gerhard Schönbeck zugesichert, dass dafür keine Mittel aus dem Radwegetopf angefasst würden. 442 000 Euro kostet die Erneuerung der Klärschlammverbrennungslinie zwei im Klärwerk, 254 447 Euro Pflasterarbeiten in der Helmholtzstraße, 322 747 Euro der Bauabschnitt eins beim Tiefbauteil der Erschließung im neu zu errichtenden Knielinger Sportpark Bruchwegäcker. -erg-


StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 13 · 1. April 2011

Bei Landtagswahl 2011 lag CDU in Karlsruhe hauchdünn vorne:

Amtliches Endergebnis der Landtagswahl vom 27. März 2011

Die Grünen erzielten Rekordergebnis Beide Direktmandate für Union / Verluste für CDU, SPD und FDP / Hohe Wahlbeteiligung Grün-rot statt schwarz-gelb heißt nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg die neue Farbenlehre im Stuttgarter Landtag, im Mai wird das Parlament einen neuen Ministerpräsidenten wählen. Auch in Karlsruhe durften sich die Grünen mit Zuwächsen von fast 14 Prozent über ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl freuen. Stärkste Partei in der Fächerstadt blieb trotz Verlusten die CDU, die in beiden KarlsVon einem historischen Machtwechsel sprachen am Sonntagabend auch im Karlsruher Rathaus die einen, von einem Desaster die anderen. Über die Parteigrenzen hinweg wichtig für Karlsruhe: Auch im 15. Landtag stellt die Fächerstadt mindestens fünf Abgeordnete. Am Mittwoch bestätigte der Kreiswahlausschuss unter Vorsitz von Oberbürgermeister Heinz Fenrich das vorläufige Endergebnis des Wahlsonntags in Karlsruhe mit geringen Abweichungen. Demnach erreichte die CDU in der Fächerstadt umgerechnet auf die beiden Wahlkreise 30,7 Prozent und verlor damit gegenüber der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren 6,6 Prozent. Große Gewinner waren die Grünen, die ihren Stimmenanteil in der Fächerstadt um 13,9 Prozent auf 30,2 Prozent steigerten und somit ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl bejubeln durften. Die SPD, in Stuttgart ab Mai wohl als Junior-Partner der Grünen auf der Regierungsbank, sackte nach dem schlechten Wahlergebnis von 2006 um weiManfred Groh (CDU) tere 3,6 Prozent ab und erreichte als drittstärkste Kraft nur 25,1 Prozent. Sogar mehr als halbiert hat sich das Wahlergebnis der FDP. Kamen die Liberalen 2006 in Karlsruhe noch auf 10,3 Prozent, so landeten sie diesmal bei 5,1 Prozent. Nicht über die Fünf-ProzentMarke hinaus kamen die Linke und die

GEBANNTE BLICKE: Zahlreiche Karlsruherinnen und Karlsruher verfolgten die Auszählung der Landtagswahl am Sonntagabend im Bürgersaal des Rathauses. Piraten-Partei, die erstmals bei einer Landtagswahl in Baden-Württemberg angetreten war. Sie verbuchten jeweils 3,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die übrigen Parteien sammelten zusammen 2 706 Stimmen und kamen auf 2,0 Prozent.

nen in den Wahlkreisen 27 (Ost) und 28 (West) verfolgen. Im Wahlkreis Ost sicherte sich Manfred Groh (CDU) das Direktmandat mit 20 453 Stimmen und einem Anteil von 30,8 Prozent mit knappem Vorsprung vor Dr. Gisela Splett (GRÜNE), die mit 30,2 Prozent über das Zweitmandat wieder in den Landtag einzog. Dort sitzt künftig auch wie bisher SPD-Kandidat Johannes Stober, der 25,2 Prozent der Stimmen erhielt und es damit ebenfalls über das Zweimandat schaffte. Noch knapper ging es im Wahlkreis West zu, hier behauptete Katrin Schütz (CDU) mit 30,6 Prozent einen hauchdünnen Vorsprung von 0,3 Prozentpunkten gegenüber Alexander Salomon (Grüne). Am Ende trennten die Landtagsabgeord-

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen Bevor Oberbürgermeister Fenrich am Sonntagabend um 19.51 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis der Wahl in Karlsruhe verkündete, konnten Interessierte ab 18 Uhr auf einer Großbildleinwand im Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz ein spannendes Kopf-anKopf-Rennen zwischen Union und Grü-

WK 27 (Ost) 2011 im Vergleich zu 2006 70

ruher Wahlkreisen das Direktmandat verteidigte. Bei der SPD hielt der Abwärtstrend weiter an. Deutliche Verluste musste die FDP in Karlsruhe einstecken, die Linke und die erstmals bei der Landtagswahl angetretene Piraten-Partei kamen jeweils nicht über 3,4 Prozent hinaus. Wie im Landestrend lag die Wahlbeteiligung in Karlsruhe mit 63,8 Prozent deutlich über dem historischen Tiefstand der Wahl von 2006.

WK 28 (West) 2011 im Vergleich zu 2006 70

66,0 2011

60

2011

61,5 60

52,5

2006

2006

50

50

36,4

40

38,2

40

30,8 30

47,7

28,2

30,6

30,2

20

29,2

30

25,2

16,4

20

16,2

30,3

25,1

11,8 10

5,3

3,0

3,9

5,6

3,5

0

8,7

10

4,8

3,8 4,2

5,5

3,4

0 Wahlbeteiligung

CDU

SPD

GRÜNE

FDP

LINKE

Sonstige

Wahlbeteiligung

CDU

SPD

GRÜNE

FDP

LINKE

Sonstige

nete und den Wahl-Novizen lediglich 191 Stimmen. Der 24-jährige Student schaffte jedoch wie seine Parteikollegin Gisela Splett über das Zweitmandat ebenfalls den Sprung in das Landesparlament. Diesen schien SPD-Bewerberin Regina Schmidt-Kühner nach dem vorläufigen Ergebnis am Sonntagabend knapp verpasst zu haben. Sie musste da ihrem Ettlinger Parteifreund Frank Men­trup, der nur eine Stimme mehr erhalten hatte, den Vortritt in Sachen Zweitmandat lassen. Weil Schmidt-Kühner nach der Verkündung des endgültigen Wahlergebnisses für Karlsruhe am Mitt­w och­ jedoch zwei zu- Dr. Gisela Splett (GRÜNE) sätzliche gültige Stimmen auf ihrem Konto verbuchen konnte, muss jetzt die Landeswahlleitung über ihren vielleicht doch noch möglichen Einzug in den Landtag befinden.

Wahlfreudige Bergdörfer Wie das Land verzeichnete auch Karlsruhe dieses Mal eine hohe Wahlbeteiligung. Hier gaben 63,8 Prozent der 202 713 Wahlberechtigten ihre Stimme ab, also 13,7 Prozent mehr als 2006, als nur jeder zweite Wahlberechtigte zur Urne gegangen war. Vor allem in den Höhenstadtteilen machten die Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch, Hohenwettersbach lieferte hier den Spitzenwert von 78,4 Prozent, gefolgt von Palmbach (75,4) und Grünwettersbach (75,0). Johannes Stober (SPD) Auch in Rüppurr (74,0), Weiherfeld-Dammerstock (72,7) und in Grötzingen (71,2) war die Wahlbeteiligung ebenfalls überdurchschnittlich hoch. In den Wahlbezirken der Innenstadt la-

Durch Murgtal führt Frühlingswanderung

Neue aus alten Shirts

Morgen Putzaktion in zwei Stadtteilen

Von Gernsbach nach Hilpertsau führt eine Stadtbahnwanderung, die der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) mit der Ortsgruppe Gernsbach des Schwarzwaldvereins am kommenden Donnerstag, 7. April, veranstaltet. Die Tour beginnt um 10.05 Uhr am Haltepunkt Gernsbach-Mitte. In rund fünf Stunden führt die 16 Kilometer lange, mittelschwere Wanderung (etwa 300 Höhenmeter im Auf- und Abstieg) durch das Waldbachtal zum Müllenbild. Der Rückweg erfolgt über Amandaschau und Antoniuskapelle. Feste Wanderschuhe sind erforderlich. Eine Einkehr ist laut KVV am Ende der Wanderung geplant. Die Anreise erfolgt mit der Stadtbahn S41, die um 9.04 Uhr den Karlsruher Marktplatz verlässt. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos, eine Anmeldung dazu nicht erforderlich.

Schau „regeNÄHriert – Abfallvermeidung mit Chic“

Die „Dreck-weg-Wochen“ des Amts für Abfallwirtschaft finden nun schon im fünften Jahr statt. Auch Bürgerinnen und Bürger aus Wettersbach und Wolfartsweier sind zu der groß angelegten Putzaktion eingeladen, um ihre Stadtteile gründlich sauber zu machen. Dabei werden sie von Ortschaftsräten, Vereinen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und weiteren Gruppen unterstützt. Die Müllsammlung in Wettersbach beginnt am Samstag, 2. April, um 10 Uhr beim Feuerwehrgerätehaus, Wiesenstraße 28. Ortsvorsteher Rainer Frank schwärmt anschließend mit den Helferinnen und Helfern in die Teilorte Grünwettersbach und Palmbach zum Sammeln aus. Zur gleichen Zeit startet Ortsvorsteher Jürgen Morlock die Putzete in Wolfartsweier. Freiwillige treffen sich im Rathaushof in der Rathausstraße 2.

Gut angezogen sein, trotzdem den Kleiderschrank nicht zum Bersten bringen und dabei auch noch Abfall vermeiden. Wie das geht, zeigt die städtische Abfallwirtschaftsberatung vom 7. bis 29. April mit ihrer Ausstellung „regeNÄHriert – Abfallvermeidung mit Chic“. Im Regierungspräsidium am Rondellplatz präsentieren rund 60 Designerinnen, Schneiderinnen, Hobby-Näherinnen und andere Menschen, die Spaß am kreativen Umgang mit Stoff haben, ihre Ideen. Sie haben aus alten T-Shirts 100 neue genäht, gefilzt, gestrickt, gehäkelt, geknotet oder bemalt. Jedes sieht anders aus. Außerdem schufen die Gestalterinnen rund 30 Objekte, teilweise ebenfalls aus T-Shirts oder auch Taschen aus aus-

gedienten Werbebahnen. Wer Anregungen sucht, wie getragene Kleidung verändert und aufgewertet werden kann, findet sie hier. Die Abfallwirtschaftsberatung beweist so, dass es neben dem klassischen Stoffbeutel zum Einkaufen, Vesperdose oder Mehrwegflasche viele Möglichkeiten gibt, Abfall zu vermeiden. Alles, was nicht hergestellt werden muss, produziert auch keinen Abfall. Es gibt viele Wege für die Menschen, ihren Teil dazu beizutragen, die Lebensgrundlagen zu erhalten. So ist jedes „regeNÄHrierte“ T-Shirt ein Beitrag zur Ressourcenschonung und damit zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt täglich von 11 bis 18 Uhr (außer von Karfreitag bis Ostermontag) geöffnet.

Wahlberechtigte Wähler Wahlbeteiligung

Wahlkreis 27 (Ost) Absolut Prozent

Wahlkreis 28 (West) Absolut Prozent

101 962

100 751

67 256

Ungültige Stimmen Gültige Stimmen

802 66 454

CDU SPD GRÜNE FDP BIG DIE LINKE REP NPD ödp PIRATEN

20 453 16 714 20 040 3 510 134 2 000 328 465 407 2 403

gen die Südweststadt (70,1), Weststadt (65,4) und Oststadt (64,0) vorne. Die niedrigste Wahlbeteiligung notierten die Statistiker in Oberreut, das mit 41,5 Prozent deutlich abfiel und gemeinsam mit den Stadtteilen Mühlburg (55,8), Daxlanden (58,6) und Knielingen (59,7) dazu beitrug, dass die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 28 (West) mit 61,5 Prozent klar unter der im Wahlkreis 27 (Ost) von 66 Prozent lag.

Grüne in Innenstadt besonders stark Außen schwarz, innen grün – so könnte man das Wahlergebnis für Karlsruhe geographisch verorten. Während die CDU vor allem in den Bergdörfern traditionell am meisten Wähler mobilisieren konnte und in Stupferich mit 45,8 Prozent ihr bestes Ergebnis erzielte, wählten in der Südstadt nur 19,6 Prozent die Union. Dort und in den anderen InnenKatrin Schütz (CDU) stadtteilen sammelten vor allem die Grünen ihre Stimmen, hier lag ihr Wähleranteil durchweg über 32 Prozent. In der Südweststadt (42,3), Südstadt (41,3) und Weststadt (40,8) fuhren sie ihre besten Wahlergebnisse ein, am wenigsten Zustimmung gab es in Oberreut (17,5) und Daxlanden (20,6). Die SPD musste in nahezu allen Wahlbezirken Verluste hinnehmen, erreichte ihren besten Wert noch in Rintheim (30,7), das niedrigste Ergebnis erzielten die Sozialdemokraten in Stupferich (20,7), obwohl sie dort sogar um ein Prozent zulegen konnten. Hochburgen der FDP waren Neureut (6,7) sowie die Bergdörfer und die Waldstadt, wo sie immerhin meist über sechs Prozent holte. Auch bei den Briefwählern stimm-

61,5 794 61 207

30,8 25,2 30,2   5,3 0,2 3,0 0,5 0,7 0,6 3,6

18 719 15 344 18 528 2 968 167 2 310 343 463 399 1 966

30,6 25,1 30,3 4,8 0,3 3,8 0,6 0,8 0,7 3,2

ten überdurchschnittlich viele Wähler (6,5) für die Liberalen. Die wenigste Zustimmung für die FDP gab es in der Nordstadt (2,7), Oberreut (3,1), Rintheim (3,3) und der Südstadt (3,3). Die Linke punktete bei den Wählern in Oberreut (5,9) und in der Nordstadt (5,8), nur wenige votierten für sie in Palmbach (1,4) und Grünwettersbach (1,7). Die Piraten-Partei rekrutierte ihre Wähler vor allem in den Wahlbezirken Innenstadt-Ost (8,2) und Oststadt (6,8), in Grünwettersbach sympathisierten nur 1,2 Prozent mit den Piraten.

Dank für langjährige Wahlhelfer Rund 1 900 ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer unterstützten am Sonntag das Team des städtischen Wahlamts um Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig und sorgten so für einen reibungslosen Ablauf des Urnengangs und der Auszählung. Für ihr langjähriges Engagement ehrte die Stadt 24 Helfer, die an 30 oder mehr Wahlen teilgenommen haben, wie etwa Cornelia Meerli und Volker Hartmann, die zum vierzigsten Mal dabei waren. Einen besonderen Dank sprach OB Fenrich vor Ort den Wahlhelfern Heinz Axtmann in Rüppurr und Paul Schwingen in Grünwinkel aus. Sie kamen auf die stolze Zahl von 50 Einsätzen. „Ohne den Einsatz solcher Wahlhelfer wäre die Durchführung einer Wa h l n i c h t möglich“, sagte Fenrich und lobte die schnelle Auszählung der Alexander Salomon (GRÜNE) Stimmen am Wahlsonntag. Weitere Infos zur Landtagswahl und zu den Ergebnissen in Karlsruhe gibt es unter www.karlsruhe.de und unter www.landtagswahl-bw.de. -nil-

RÜCKGRAT DER LANDTAGSWAHLEN: OB Heinz Fenrich dankte den Wahlhelfern Heinz Axtmann (Foto links) und Paul Schwingen (Foto rechts) für ihren 50. Einsatz.

Becken am Staatstheater wird generalsaniert

DICHT GEMACHT wird derzeit das Wasserbecken vor dem Staatstheater. Im vergangenen Jahr wurde das Becken trockengelegt, nachdem­die Wasserverluste angestiegen waren. Die Bauarbeiten sollen noch im April abgeschlossen werden. Fotos (4): Fränkle

62 001 66,0

Warten auf das Wasser Über dreißig Jahre lang hielt das Wasserbecken beim Staatstheater dicht, ehe im letzten Jahr immer größere Mengen des kostbaren Nasses auf dunklen und ungeahnten Wegen in der Tiefe entschwanden. Das war das endgültige Signal, die bereits seit längerer Zeit angedachte Sanierung des 900 Quadratmeter großen Beckens nicht mehr auf die lange Bank zu schieben, sondern die Baumaßnahme in Angriff zu nehmen. „Bereits bei den ersten Untersuchungen zeigte sich, dass die Undichtigkeiten nicht allein mit einem neuen Folienbelag auf dem Beckenboden zu beheben sind“, erläutert Klaus Weindel, der stellvertretende Leiter des Gartenbauamts, die bereits seit Herbst laufenden Vorbereitungen für die Generalsanierung. Erst nachdem die Vorgehensweise und der Arbeitsumfang ermittelt waren, konnten die Arbeiten ausgeschrieben und in Auftrag gegeben

III

werden. Mit den Bauarbeiten wurde schließlich in dieser Woche begonnen. Zunächst wurden die Einfassungskanten abgebaut und die Schutzschicht entfernt. Es folgt nun die Sanierung des Betonbeckens selbst, Risse werden ausgeglichen und voraussichtlich noch vor Ostern die neue Abdichtung aufgebracht. Läuft alles nach Plan, kommen noch im April Einfassungssteine und Beckenumrandung wieder an ihren alten Platz. Anfang Mai könnte das gefüllte Becken, dann inmitten blühender Blumenpracht und grünen Bäumen wieder zum längeren Verweilen auf dem Platz zwischen dem Staatstheater und dem Infopavillion „K.“ einladen. Erfreulich gestaltet sich die finanzielle Seite: Die Generalsanierung soll 150 000 Euro kosten, und damit weit weniger als ursprünglich erwartet. Und für die Hälfte der Kosten besteht eine Übernahmepflicht durch das Land. -fis-

Mit Schlesiger durch das Jahr 1961 In der Reihe von Ausstellungen, die auf dem Nachlass des exzellenten Fotografen Horst Schlesiger und seiner Frau Lilo beruhen, ist jetzt das Jahr 1961 dran. „Vor 50 Jahren ...“, so der Titel der Serie, stachen kommunalpolitisch zwei Themen heraus: die Entscheidung für den Neubau des Staatstheaters am heutigen Platz und der Abriss der Ständehausruine. Diese Bilder sind im Foyer des Stadtarchivs, Markgrafenstraße 29, ebenso zu sehen wie Fotos vom damaligen Bundestagswahlkampf, in dem CDU und CSU ihre absolute Mehrheit verloren, und von Flüchtlingen. Sie kamen nach dem Bau der Berliner Mauer in der Gottesauer Kaserne unter. Studierende reagierten mit einem Schweigemarsch. Alltagseindrücke zeugen dagegen von der wieder eingekehrten Normalität des Lebens.


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StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 13 · 1. April 2011

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Stadt Karlsruhe · Öffentliche Ausschreibungen Gegenstand, Umfang der Arbeiten, Ort der Abholung bzw. Anforderung Ausschreibungsservice im Internet unter www.karlsruhe.de/ausschreibungen

Gartenbauamt Lammstraße 7 a, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-6714 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A ID: 11 13 67 01 Stadtgebiet Karlsruhe – Pflegearbeiten an Hecken und Gehölzflächen Formheckenrückschnitte Heckeschnitt Höhe 1,0 m 850 m Heckeschnitt Höhe 1,5 m 3 650 m Heckeschnitt Höhe 2,0 m 5 200 m Heckeschnitt Höhe 2,5 m 1 600 m Heckeschnitt Höhe 3,0 m 750 m Rückschnitt-Gehölzflächen an Straßenbahntrassen Bodendeckerrückschnitt Höhe 1,0 m 1 350 m² Rückschnitt Gehölzüberhang Höhe 3,0 m 390 m Ausführungszeit: 27. Juni bis 29. Juli 2011 Submission: 4. Mai 2011, 11 Uhr Ende Zuschlagsfrist: 3. Juni 2011 Unkostenbeitrag: 10 Euro bei Selbstabholung + 5 Euro Portozuschlag bei Postversand Jede Ausschreibung (Projekt) ist mit einem (1) separaten Verrechungsscheck anzufordern.

ORTSKERN: In Hinterhöfen in Alt-Neureut könnten nach Inkrafttreten des Bebauungsplans Wohngebäude entstehen. Foto: Knopf

Die Verdingungsunterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks (keine Barzahlung möglich) in der Zeit vom 1. April bis 8. April 2011 beim Gartenbauamt, Lammstraße 7 a, 1. OG, Zimmer E 124, abgegeben

Konflikte möglichst frühzeitig lösen

Öffentliche Sitzung Stadtplanungsamt informierte Öffentlichkeit über Bebauungsplan für Neureut des Hauptausschusses Rund zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger – zumeist Anwohner – informierten sich in der vergangenen Woche beim öffentlichen Termin des Stadtplanungsamts im Neureuter Rathaus über das Bebauungsplanverfahren „Baublock Mitteltor“. Dieses Areal umfasst das Gelände um die Alte Friedrich-, die Teutschneureuter- und die Pfarrer-Graebener-Straße. Innerhalb des alten Ortsteils sind noch zahlreiche ländliche Bebauungsstrukturen – oft mit einer Scheune im Hinterhof – erhalten. „Wir möchten mögliche Konflikte schon frühzeitig in den Griff bekommen, deshalb wollen wir die Bevölkerung frühzeitig informieren“, erklärte Heiner Baron, der stellvertretende Leiter des Stadtplanungsamts. Zweigeschossige Einzel- und Doppelhäuser könnten auf dem Gelände entstehen, sofern die Eigentümer dies vorhaben. Der angrenzende Nordfriedhof soll im Übrigen Ende des

Jahres 2014 aufgegeben und zum öffentlichen Grün werden. „Der Ortschaftsrat hat sich dafür ausgesprochen, dass aus dem Friedhof eine Parkanlage werden soll, wenn die Grabnutzungsrechte 2014 erloschen sind“, erklärte Neureuts Ortsvorsteher Jürgen Stober. „Wir benötigen eine zusammenhängende Grünanlage als Ausgleich. Für den Klimaschutz ist diese grüne Lunge ein echter Segen“, so Baron. Zudem könnte dort ein kleiner Spielplatz entstehen. Gemeinsam mit Stadtteil und Gartenbauamt könnte in Zukunft eine genaue Lösung definiert werden. Karin Lorenz vom Stadtplanungsamt informierte über die Details des Bebauungsplanverfahrens. Dabei sollen den Eigentümern entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten gegeben werden, ohne dass Nachbargrundstücke durch Verschattung beeinträchtigt werden. Ein Bürger wollte wissen, ob er zusätzlich zur

Scheune, für die Bestandsschutz herrscht, neu bauen könnte. Das ließe sich schlecht vereinbaren. „Es gibt im Grunde nur ein entweder oder“, betonte Baron. Auch über das weitere Procedere informierten die Experten von der Verwaltung. Die Bürger können für zwei Wochen nach der Eröffnung des Beteiligungsverfahrens auf der Internet-Seite des Stadtplanungsamts Äußerungen zur Planung hinterlassen. Der Bebauungsplanentwurf wird zu einem späteren Zeitpunkt nochmals für einen Monat öffentlich ausgelegt. Während dieser Zeit können nochmals Stellungnahmen abgegeben werden. Am Ende entscheidet der Gemeinderat darüber. Bereits nach der Sommerpause könnte – falls es keine Einsprüche gibt – der Bebauungsplan dann rechtskräftig werden. Infos im Internet: www.karlsruhe.de, unter „Bauen, Planen, Verkehr, Stadtentwicklung“, Telefon: 133-61 01. -voko-

Ideen in Hülle und Fülle für 2015

KVV-Handyticket für Android-Geräte

Workshops für mehr Führungskompetenz

389 eingereichte Ideen, das ist die stolze Bilanz des Ideenwettbewerbs „15 Ideen fü r KA 2015“ der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH zum 300-jährigen Stadtjubiläum. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, freut sich Geschäftsfü hrer Norbert Käthler. „Der Wettbewerb ist in Karlsruhe hervorragend angenommen worden. Zugleich hat er aber auch regionale und bundesweite Beachtung gefunden“. 330 Ideen wurden von Karlsruhern eingereicht, 43 kamen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz; zwölf haben nationale, zwei Absender sind aus dem Ausland. Neben Einzelpersonen ließen private Teams, Vereine, Unternehmen und Hochschulen Ideen sprudeln. Die jüngste Absenderin ist sieben Jahre alt, mehrere Teilnehmer knappe 90. Aus allen Einsendungen wählt eine Jury 30 Ideen aus. Ab 15. April kann die Bevölkerung unter www.karlsruhe2015.de über die Vergabe des Publikumspreises abstimmen. Dem Sieger und 14 von der Jury ausgewählten Gewinnern winkt die Umsetzung ihrer Idee im Festivalsommer.

Ab sofort können im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) auch AndroidEndgerätenutzer ihre Fahrkarten mit dem Handy erwerben. Android-Endgerätenutzer? Hat der KVV jetzt auch Roboter als Kunden im Blick? Ausgeschlossen ist es nicht, allerdings ist ein Android nicht nur ein Roboter, der einem Menschen täuschend ähnlich sieht, sondern auch ein Betriebssystem für mobile Kommunikationsgeräte. Und genau dieses hat der KVV im Blick, wenn er mitteilt, dass die Anwendung „KVV-app“ jetzt kostenlos im „Android Market“ über das Handy oder im Internet unter https://market.android. com zu beziehen ist. Bedienungsanleitung für die Installation und Benutzerverwaltung finden sich im Internet unter www.kvv.de, „Tarife“ und dann „Handyticket“. Bezahlt werden die so gekauften Fahrkarten einmal monatlich über das vom Kunden angegebene Bankkonto oder per Kreditkarte. Wie der KVV mitteilt, nutzen über 5 500 Handybesitzerinnen und -besitzer die Möglichkeit, eine Fahrkarte per Mobiltelefon zu kaufen.

Die Kontaktstelle Frauen und Beruf möchte mit dem Programm „Führungskreis“ Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen fördern und bietet im Mai zwei Workshops zum Thema Führungskompetenzen an. Über die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern referiert zunächst die Sozial- und Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Nicolette Strauss am Samstag, 7. Mai. Hier erarbeiten sich die Teilnehmerinnen Ansatzpunkte, wie sie in ihrer Führungsposition Motivation und Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen können. Am Samstag, 28. Mai, erklärt Personalund Organisationsentwicklerin Claudia Wetzel im zweiten Workshop, wie wichtig emotionale Kompetenz für wirkungsvolles Handeln ist, etwa bei Verhandlungen. Die Workshops finden in der Zähringerstraße 65 a statt. Weitere Informationen und ein Anmeldeformular gibt es im Internet unter der Adresse www.frauundberuf-karlsruhe.de oder unter der Karlsruher Telefonnummer 133-73 31.

Fit durch Weiterbildung Die VWA startet mit neuem Kurs in den Frühling Die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden (VWA) bietet auch im April und Anfang Mai zahlreiche Seminare zur beruflichen Weiterbildung an. Neu im Programm ist ein fünftägiger Zertifikatslehrgang für Architekten und Ingenieure zur energetischen Bewertung von Nichtwohngebäuden. Der erste Teil des Seminars findet am Freitag und Samstag, 8. und 9. April, statt, die weiteren Unterrichtseinheiten sind von Donnerstag, 14. April, bis Samstag, 16. April. Um die Grundsicherung nach dem neuen SGB XII geht es am Dienstag, 19. April. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sozialämtern sowie Anlauf- und Beratungsstellen. Es stellt rechtliche Grundlagen für die Bewilligung der Grundsicherungsleistung und neueste Gesetzesänderungen vor. Mit der Pflegetransparenzvereinbarung beschäftigt sich ein Kurs am Montag, 2. Mai. Die Teilnehmer erfahren, welche Strukturen zu der Vorbereitung von Qualitätsprüfungen zu organisieren sind, wie die Prüfung selbst ausgeführt und dann auch nachbereitet wird. Fach- und Führungskräfte, die ihre Ressourcen besser

einsetzen möchten, um ihre Ziele zu erreichen und Überlastungen vorzubeugen, sind am Montag und Dienstag, 2. und 3. Mai, beim Work-Life-BalanceSeminar willkommen. Energieeffiziente Anlagetechnik und regenerative Energien stehen am Dienstag, 3. Mai, auf dem VWA-Programm. Das Seminar richtet sich an Architekten, Bauingenieure und Entscheidungsträger auf Bauherrenseite. Über die Grundlagen des Reisekostenrechts referiert an Dienstag, 3. Mai, Reinhard Wirth vom Landesfinanzministerium. Wie erfolgreiches Projektmanagement funktioniert, erfahren Führungskräfte aus Verwaltungen und Unternehmen in einem zweitägigen Kurs am Dienstag, 3., und Mittwoch, 4. Mai. Veranstaltungsort für alle Seminare ist das Studienhaus der VWA Baden, Kaiserallee 12e. Nähere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 985 50-16 oder -17 (Fax: 985 50-19) und per E-Mail an gabriele .reuter@vwa-baden.de und edith.schucker@vwa-baden.de. Auf diesen Wegen ist auch die Anmeldung zu den Seminaren möglich. Weitere Infos unter www.vwa-baden.de. -nil-

Standfestigkeit von Grabmalen prüfen Auch an Grabmalen können Frost und Eis Schäden verursachen. Dies führt immer wieder zu Unfällen, für deren Folgen die Nutzungsberechtigten haften. Die Friedhofsatzung schreibt vor, Grabmale dauerhaft zu gründen. Das Friedhofs- und Bestattungsamt ruft daher alle auf, die Nutzungsrechte an Karlsruher Grabstätten haben, die Standfestigkeit des Grabmals zu prüfen. Sowohl schräg stehende als auch mit Fundament oder Sockel nicht mehr fest verbundene Grabmale müssen aufgerichtet und standsicher befestigt werden. Das Amt empfiehlt, damit nur zugelassene Unternehmen zu beauftragen.

Im Hardtwald Seniorenfreizeit Der Caritasverband Karlsruhe veranstaltet vom 9. bis 20. Mai eine Tagesfreizeit für Senioren im Caritas-Waldheim. Unter dem Thema „Natur – ein Erlebnis mit allen Sinnen” werden Diskussionsrunden, Gymnastik, Gedächtnistraining oder Spiele sowie Verpflegung angeboten. Die Senioren werden täglich mit einem Bus von drei Haltestellen abgeholt und ab 17.30 Uhr zurückgefahren. Infos und Anmeldung unter Telefon 912 43 26 oder montags von 13.30 bis 16.30 Uhr im Caritashaus, Sophienstraße 33.

Zu ihrer nächsten öffentlichen Sitzung treffen sich die Mitglieder des gemeinderätlichen Hauptausschusses am Dienstag, 5. April, um 16.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Karlsruher Rathauses. Unter der Leitung von Oberbürgermeister Heinz Fenrich werden folgende Tagesordnungspunkte behandelt: 1. Annahme des Angebots von Zuwendungen 2. Bericht über die Weiterführung des Bürgerbüros Mitte und das Herstellen der Barrierefreiheit sowie die Einrichtung einer mobilen Serviceeinheit

In Durlach tagt der Ortschaftsrat Der Ortschaftsrat Durlach trifft sich zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung am kommenden Mittwoch, 6. April, um 17 Uhr im Bürgersaal des dortigen Rathauses. Unter Vorsitz des stellvertretenden Ortsvorstehers Hans Pfalzgraf beraten die Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräte folgende Tagesordnung: 1. Jährlicher Bericht des Polizeireviers Durlach; Kriminalstatistik 2010 2. Bebauungsplan Altstadt Durlach/Gestaltungssatzung Durlach; Vorgehensweise 3. Bedarfsprognose für den Rechtsanspruch zur Betreuung für unter Dreijährige ab 2013 (Antrag der SPD-OR-Fraktion) 4. Verbesserung der Raumsituation im Kindergarten Lußstraße (Antrag der SPD-OR-Fraktion) 5. Markt auf dem Marktplatz (Antrag der CDU-OR-Fraktion) 6. Landwirtschaftlicher Weg entlang der Schreberklause (Anfrage der CDU-ORFraktion) 7. Toiletten am Bahnhof Durlach (Anfrage der CDU-OR-Fraktion) 8. Mitteilungen des Stadtamtes Durlach 9. Mündliche Anfragen

Feststellung der UVP-Pflicht Bekanntgabe gemäß § 3 a Satz 2 UVPG des Ergebnisses der standortbezogenen Vorprüfung des Einzelfalls nach § 3 c Satz 2 UVPG Die Firma Erwin & Reinhard Müller Grundstücks GmbH & Co. KG, Ulm, hat die wasserrechtliche Erlaubnis im Zusammenhang mit dem Neubau eines Geschäftshauses in der Kaiserstraße 169/171 in Karlsruhe beantragt. Im Zuge der Baumaßnahme soll eine wasserdichte Baugrube mittels überschnittenen Bohrpfahlwänden und eine Dichtsohle (DSI-Injektionssohle) erstellt werden. Das Lenzwasser vom einmaligen Auspumpen der Baugrube sowie das danach anfallende Restwasser wird für einen Zeitraum von ca. 150 Tagen mit 30 000 m³ abgeschätzt. Da dieses Vorhaben in den Anwendungsbereich des UVPG fällt, wurde eine standortbezogene Vorprüfung gemäß § 3 c Satz 2 UVPG durchgeführt. Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass für das beantragte Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Das Vorhaben kann nach Einschätzung unserer Behörde aufgrund überschlägiger Prüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 2 UVPG aufgeführten Kriterien sowie landesspezifischer Standortgegebenheiten keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen haben, die nach § 12 UVPG zu berücksichtigen wären. Gemäß § 3 a Satz 3 UVPG ist diese Feststellung nicht selbstständig anfechtbar. Die der Beurteilung zugrunde liegenden Unterlagen sind der Öffentlichkeit nach den Bestimmungen des Umweltinformationsgesetzes bei der Stadt Karlsruhe, Zentraler Juristischer Dienst, Wasserbehörde, Rathaus Marktplatz, Zimmer C 318, zugänglich. Zur Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis nach den Vorschriften des § 108 Wassergesetz führt die Stadt Karlsruhe ein Anhörungsverfahren durch. Im Rahmen dieses Verfahrens liegt der Antrag vom 4. April 2011 bis 4. Mai 2011 während der Dienststunden beim Zentralen Juristischen Dienst der Stadt Karlsruhe, Rathaus am Marktplatz, 2. OG, Zimmer C 323, zur Einsicht aus. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis spätestens zwei Wochen nach dem Ende der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift beim Zentralen Juristischen Dienst der Stadt Karlsruhe – Wasserbehörde – Einwendungen erheben. Es wird darauf hingewiesen, dass a) Personen, die Einwendungen erhoben haben, von dem Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden können, sofern mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen sind, b) die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt

oder übersandt. Der Unkostenbeitrag wird nicht zurückerstattet. Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind auf Verlangen nachzuweisen. Der Zuschlag wird nach § 25 VOB/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte als das annehmbarste erscheint. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 bis 3, 76247 Karlsruhe.

Stadtwerke Karlsruhe GmbH Öffentliche Ausschreibung vergeben nach VOB Anfrage-Nr. 2011 – 0251 Erneuerung von Gas- und Wasserleitungen einschließlich Hausanschlüssen in der Fronstraße Karlsruhe Wasserleitung OD=180x16,4 PE-HD Rohr ca. 30 m Gasleitung OD=180x10,7 PE-HD Rohr ca. 30 m Wasserleitung OD=125x11,4 PE-HD Rohr ca. 425 m Gasleitung OD=125x11,4 PE-HD Rohr ca. 420 m Gasleitung DN 200 ST ca. 10 m Wasserleitung DN 200 GGG ca. 12 m Fassung Anschluss Wasser OD=50x4,6 PE-HD Rohr ca. 11 Stück Fassung Anschluss Gas OD=40x3,7 PE-HD Rohr ca. 3 Stück Erneuerung Anschluss Wasser OD=50x4,6 PE-HD Rohr ca. 25 Stück

Erneuerung Anschluss Gas OD=40x3,7 PE-HD Rohr Wasserschacht laut Bauplan Nr. 820+926 abbrechen

ca. 27 Stück ca.

2 Stück

Qualifi kationskriterium / Nachweis der Fachkunde Zum Nachweis der Fachkunde verlangt der Auftraggeber vom auszuführenden Tief- und Rohrleitungsbauunternehmen den Besitz der Zertifi zierungsgruppe G3/W3 nach dem DVGW-Arbeitsblatt GW 301. Außerdem muss der AN im Besitz des Nachweises entsprechend DVGW Arbeitsblatt GW 129 sein. Der Bieter hat daher – falls nicht schon vorhanden – eine entsprechende gültige Zertifi zierung oder einen vergleichbaren Nachweis der Fachkunde mit dem Angebot beziehungsweise der Bewerbung vorzulegen. Baubeginn: 16. Mai 2011 Bauende: 30. März 2012 Angebotseröffnung: 3. Mai 2011, 10.30 Uhr Bindefrist: 3. Juni 2011 Unkosten: 50 Euro (einzureichen bei Bewerbung mittels Verrechnungsscheck) Die Leistungen werden nicht nach Fachlosen (Tief- und Rohrbau) getrennt. Bewerbungs-/Angebotsabgabestelle: Stadtwerke Karlsruhe GmbH Postfach, 76127 Karlsruhe Daxlander Straße 72, 76185 Karlsruhe Abt. K-MM Telefon 0721/599-1928 Telefax 0721/599-1919 volker.wendel@stadtwerke-karlsruhe.de

Die Stadt Karlsruhe stellt ein Das Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe sucht ab 6. Juni 2011

einen Erzieher/ eine Erzieherin in Teilzeit, 21,5 Stunden wöchentlich, nachmittags, befristet als Mutterschutzund Elternzeitvertretung, für die Betreuung von Grundschulkindern im Rahmen der Ganztagesschule. Sie arbeiten an der Marylandschule in Karlsruhe und unterstützen das Lehrkräfteteam einer Ganztagesklasse überwiegend in der Zeit von 12 bis 16 Uhr. Die staatliche Anerkennung als Erzieher/in oder eine anderweitige pädagogische Ausbildung setzen wir voraus. In den Schulferien ist keine Arbeitsleiswerden kann, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind, c) bei Ausbleiben eines Beteiligten in einem Erörterungstermin auch ohne ihn verhandelt werden kann, d) nach Ablauf der für Einwendungen bestimmten Frist wegen nachteiliger Wirkungen der Benutzung Auflagen nur verlangt werden können, wenn der Betroffene die nachteiligen Wirkungen während des Verfahrens nicht voraussehen konnte, e) nach Ablauf der für Einwendungen bestimmten Frist eingehende Anträge auf Erteilung einer Erlaubnis oder Bewilligung in demselben Verfahren nicht berücksichtigt werden, f) mit Ablauf der Einwendungsfrist alle Einwendungen ausgeschlossen sind, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. Zentraler Juristischer Dienst – Wasserbehörde –

Feststellung der UVP-Pflicht Bekanntgabe gemäß § 3 a Satz 2 UVPG des Ergebnisses der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls nach § 3 c Satz 1 UVPG Die Firma Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Eschborn, plant im Rahmen der Verkehrserschließung des Industriegebiets Wolfartsweierer Straße auch den Kanalumbau im Bereich der Wolfartsweierer Straße zwischen Ostring und Rangierbahnhof. Im Zuge der Baumaßnahme wird eine Grundwasserabsenkung erforderlich, bei der in den Abschnitten 3 – 10 zwischen 30 und 50 l/s, im Abschnitt 2 bis zu 74 l/s und im Abschnitt 1 bis zu 112 l/s Grundwasser entnommen werden. Die Gesamtentnahmemenge beträgt ca. 220 000 m³, das tiefste Absenkziel liegt bei 109,8 m + NN. Da dieses Vorhaben in den Anwendungsbereich des UVPG fällt, wurde eine allgemeine Vorprüfung gemäß § 3 c Satz 1 UVPG durchgeführt. Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass für das beantragte Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Das Vorhaben kann nach Einschätzung unserer Behörde aufgrund überschlägiger Prüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 2 UVPG aufgeführten Kriterien sowie landesspezifischer Standortgegebenheiten keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen haben, die nach § 12 UVPG zu berücksichtigen wären. Gemäß § 3 a Satz 3 UVPG ist diese Feststellung nicht selbstständig anfechtbar. Die der Beurteilung zugrunde liegenden Unterlagen sind der Öffentlichkeit nach den Bestimmungen des Umweltinformationsgesetzes bei der Stadt Karlsruhe, Zentraler Juristischer Dienst, Wasserbehörde, Rathaus Marktplatz, Zimmer C 318, zugänglich. Zur Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis nach den Vorschriften des § 108 Wassergesetz führt die Stadt Karlsruhe ein Anhörungsverfahren durch. Im Rahmen dieses Verfahrens liegt der Antrag vom 4. April 2011 bis 4. Mai 2011 während der Dienststunden beim Zentralen Juristischen Dienst der Stadt Karlsruhe, Rathaus am Marktplatz, 2. OG, Zimmer C 323, zur Einsicht aus. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis spätestens zwei Wochen nach dem

tung zu erbringen. Sie arbeiten während der Schulzeit ca. 26 Stunden/ Woche und erhalten eine gleich bleibende Bezahlung auf der Basis von 21,5 Stunden/Woche. Die Bezahlung richtet sich nach den Entgeltgruppen S04/S06 TVöD, je nach Qualifikation und Berufserfahrung. Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung unter Angabe der Kennziffer 11410092 bis spätestens 15. April 2011. Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Frau Herzog, Schul- und Sportamt, Telefon 0721/133-4114. Stadt Karlsruhe Schul- und Sportamt 76124 Karlsruhe Ende der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift beim Zentralen Juristischen Dienst der Stadt Karlsruhe – Wasserbehörde – Einwendungen erheben. Es wird darauf hingewiesen, dass a) Personen, die Einwendungen erhoben haben, von dem Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden können, sofern mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen sind, b) die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden kann, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind, c) bei Ausbleiben eines Beteiligten in einem Erörterungstermin auch ohne ihn verhandelt werden kann, d) nach Ablauf der für Einwendungen bestimmten Frist wegen nachteiliger Wirkungen der Benutzung Auflagen nur verlangt werden können, wenn der Betroffene die nachteiligen Wirkungen während des Verfahrens nicht voraussehen konnte, e) nach Ablauf der für Einwendungen bestimmten Frist eingehende Anträge auf Erteilung einer Erlaubnis oder Bewilligung in demselben Verfahren nicht berücksichtigt werden, f) mit Ablauf der Einwendungsfrist alle Einwendungen ausgeschlossen sind, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. Zentraler Juristischer Dienst – Wasserbehörde –

Feststellung der UVP-Pflicht Feststellung des Ergebnisses der Vorprüfung des Einzelfalls nach § 3c UVPG Die Firma Hatz-Moninger Brauhaus GmbH & Co. KG hat die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Änderung der bestehenden Brauerei auf dem Grundstück Zeppelinstraße 15, 76185 Karlsruhe, beantragt. Da dieses Vorhaben in den Anwendungsbereich des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) fällt, wurde eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 3 c UVPG durchgeführt. Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass für das beantragte Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Das Vorhaben kann nach Einschätzung unserer Behörde aufgrund überschlägiger Prüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 2 UVPG aufgeführten Kriterien keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen haben, die nach § 12 UVPG zu berücksichtigen wären. Gemäß § 3 a Satz 3 UVPG ist diese Feststellung nicht selbstständig anfechtbar. Die der Beurteilung zugrunde liegenden Unterlagen sind der Öffentlichkeit nach den Bestimmungen über den Zugang zu Umweltinformationen bei der Stadt Karlsruhe, Zentraler Juristischer Dienst, Immissionsschutzbehörde, Rathaus am Marktplatz, Zimmer C 324, zugänglich. Karlsruhe, 29. März 2011 Stadt Karlsruhe Zentraler Juristischer Dienst Immissionsschutzbehörde

StadtZeitung / Amtsblatt der Stadt Karlsruhe Herausgeber:

Presse- und Informationsamt der Stadt Karlsruhe Bernd Wnuck (-bw-) Helga Riedel (-rie-)

Leitung: Stellv. Leitung: Chef vom Dienst / Schlussredaktion: Mathias Tröndle (-trö-) Redaktion: Andrea C. Altenburg (-cal-) Rainer Fischer (-fis-) Manuela Fretz (-maf-) Rüdiger Homberg (-erg-) Manfred Lädtke (-Lä-) Regina Schneider (-res-) Volontariat: Nicolas Lutterbach (-nil-) Amtliche/Stellen: Ute De Clemente Nicole Völz

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Hannelore Walda Jasmin Niedermayer Bildstelle Stadt Karlsruhe Stadt Karlsruhe 76124 Karlsruhe 07 21/1 33-13 01 und -13 02 07 21/1 33-13 09 Badendruck GmbH Karlsruhe 140 000 Exemplare

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STADTKULTUR

StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 13 · 1. April 2011

V

Ausstellung über die Sammlungen:

So bunt wie eine Zirkuswelt Überraschende Entdeckungen in der Badischen Landesbibliothek „HeRRReinspaziert!“, die Sammlungen der Badischen Landesbibliothek (BLB) in der Erbprinzenstraße sind so bunt und vielfältig wie die Zirkuswelt. Keineswegs nur auf mittelalterliche Im Zelt versteckt sich das wie ein Zirkusvorhang auffaltbare Spielbilderbuch „Zirkus“ aus dem Stuffer Verlag, für das die Künstlerin Susanne Ehmke plakative, leuchtende Szenen schuf. Daneben findet sich die gesamte Produktion des Kinderund Jugendbuchverlags, der von Berlin

Handschriften beschränkt, umfassen sie den Zeitraum vom 13. bis 21. Jahrhundert. So liefert ein gelb-rotes Zelt den Hingucker für eine Schnupperschau, die bis 25. Juni zu sehen ist.

nach Baden-Baden verlagert worden war, um dem Einfluss der Nazis zu entkommen. „Geliebter Zirkus“ war aber auch ein Lieblingsthema des Buchillustrators und Pressezeichners Wilhelm M. Busch, der keinesfalls mit dem Schöpfer von Max und Moritz zu verwechseln ist. Die BLB

MUSIKALBEN für Damen vom Donaueschinger Hof zeigt beispielsweise die Schau „HerRRReinspaziert!“ in der Badischen Landesbibliothek. Fotos (2): Fränkle

besitzt eine Kollektion seiner expressiven Werke, ebenso wie von illustrierten Don Quijote-Ausgaben, zusammen getragen von Gerhard und Ruth Gutzschebauch oder die Sammlung Lütze VII. Letztere wartet mit bibliophilen Kostbarkeiten und Sekundärliteratur über die Nibelungen auf. Dass Buntes auch Schattenseiten haben kann, belegt Sammlungsleiterin Dr. Ute Obhof mit Exponaten aus den Nachlässen von Reinhold Schneider und dem nach dem Gesamtkunstwerk strebenden Keramiker, Maler und Architekten Max Laeuger. Der Schriftsteller Schneider sah sich als Sanitäter für die verwundeten Seelen der Menschen nach den beiden Weltkriegen. Obwohl mit Professuren und Auszeichnungen reichlich dekoriert, rieb sich Max Laeuger stets an den Auffassungen des nicht minder arrivierten Ministerialrates, Architekten und Denkmalpflegers Fritz Hirsch. Letzterem sind die in der Schau gezeigten Zeichnungen zum Bruchsaler Schloss zu verdanken. Sie wurden zur Grundlage des Wiederaufbaus. Exotisch wirkt dagegen ein Konvolut von Karten und Aufzeichnungen der Niederländisch-Ostindischen Kompanie, die Markgraf Hermann von Baden im 17. Jahrhundert erwarb. Zu den ältesten und wertvollsten Stücken zählen das Speyerer Evangelikar, von dem gerade ein rund 17 000 Euro teures Faksimile vorbereitet wird und der Erstdruck der Lutherbibel in niederländischer Sprache. -cal-

Gesprächsrunde Lesbisches Leben

Kauflust bei Modellen

Frauen aller Generationen, unabhängig davon, ob sie alleine, mit Partner oder Partnerin leben und für welche Lebensform sie sich auch immer entschieden haben, treffen sich am nächsten Mittwoch, 6. April, um 19 Uhr im Jubez am Kronenplatz zu einer Gesprächsrunde. Unter dem Titel „Lesbisches Leben in Karlsruhe“ diskutieren die Teilnehmerinnen im Rahmen des schwul-lesbischen Kulturfestivals „Schrill im April“ über Homosexualität und Diskriminierung und darüber, was seit der so genannten zweiten Welle der Frauenbewegung vor 40 Jahren erreicht wurde. Der Eintritt ist frei.

Viele Mitmachangebote für das jüngere Publikum Zu Wasser, zu Lande und in der Luft ließen 372 Aussteller, Marktführer, Kleinserienhersteller aus zehn Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Ungarn) die Besucherherzen bei der „Faszination Modelbau“ höher schlagen und zeigten Produkte in den Bereichen Modellbahnen und Zubehör, Flugmodellbau, RC Car und Automodellbau, Truckmodellbau, Militärmodellbau, Schiffsmodellbau, Plastikmodellbau und Kartonmodellbau. Mit 52 000 Besuchern

aller Altersklassen konnten die Zahlen des Vorjahres annähernd erreicht werden. Zufrieden mit der Modellbaumesse waren sowohl Publikum als auch Aussteller, das zumindest ergab eine Umfrage. Danach haben 75 Prozent der Befragten etwas gekauft, 42 Prozent davon gaben zwischen 50 und 300 Euro aus. 30 Prozent waren zum ersten Mal da, 42 Prozent vergaben die Note „sehr gut“, 53 Prozent „gut“. Sie sind sicherlich bei der nächsten Faszination Modellbau vom 22. bis zum 25. März 2012 wieder dabei. -fis-

Führung durch die Stadtbibliothek Die Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus lädt für den kommenden Donnerstag, 7. April, zu ihrer nächsten Führung ein. Interessierte treffen sich ohne Anmeldung um 17.30 Uhr im Foyer der Bibliothek in der Ständehausstraße 2. Die Gäste können dort die Karlsruher Stadtbibliothek als zentralen Ort der Medien kennen lernen und erhalten wichtige Hinweise zu deren Nutzung. Zugleich können sie sich mit der internationalen Abteilung und der Computerbibliothek vertraut machen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek beantworten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Führung auch immer wieder gestellte Fragen wie „wo finde ich CD-ROMs, CDs, DVDs, Videos und Zeitschriften?“, „kann ich hier im Internet surfen?“ oder „wie finde ich einen Buchtitel im Onlinekatalog?“.

KURZ NOTIERT Die Paritätischen Sozialdienste im Hardtwaldzentrum im Kanalweg 40 bis 42 in der Nordstadt veranstalten am morgigen Samstag, 2. April, einen Infotag zum Thema Psychische Erkrankungen. Dabei zeigen Vertreter unterschiedlicher Selbsthilfegruppen von Betroffenen und Angehörigen Besuchern in der Zeit von 13 bis 16 Uhr Möglichkeiten zur Hilfe bei psychischer Erkrankung auf. ★★★ Wer Probleme hat, mit seinen Kindern nicht zu Recht kommt, in finanziellen Schwierigkeiten steckt oder von einer Mieträumungsklage bedroht ist, findet beim Sozialen Dienst vertrauensvolle Ansprechpartner. Eine zusätzliche Sprechstunde bietet die Bezirksgruppe West des „SoDi“ Mühlburgern ab April im Bürgerzentrum in der Hardtstraße 37 a (Bau 2) an. Immer freitags von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort und beantworten Fragen. ★★★ Wegen Straßenbauarbeiten in der Pionierstraße können Busse der Linie 74 die Haltestelle „Sudetenstraße“ bis zum 29. April, nicht anfahren. Die Busse der Verkehrsbetriebe fahren eine Umleitung. ★★★ In Palmbach finden bis einschließlich kommenden Montag, 4. April, im Kreuzungsbereich der Talstraße und der Grünwettersbacher Straße Bauarbeiten statt. Da der Verkehr mit einer Ampel geregelt wird, können die Busse der Linien 27, 47 und NL6 bis dahin an der Haltestelle „Palmbach Kirche“ nicht halten.

EINTRITT FREI für Schulklassen bietet die Faszination Modellbau am Projekttag. Rund tausend Schüler und Lehrkräfte nutzten in diesem Jahr das Angebot.

Fer Hiwwe wie Driwwe Viel Wissenswertes nicht nur für Amerikaner Jetzt müsste man ein Geschenk haben, das nicht nur informativ sondern auch von lang anhaltender Wirkung ist, dachte sich Volker Ihle, Professor für Marketing und Auslandsbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe, als er einmal mit einer Delegation in North Carolina unterwegs war. Zurück von der USA-Reise machte er sich zunächst vergeblich auf die Suche nach einem geeigneten Produkt und dabei reifte der Entschluss, selbst etwas zu produzieren. So entstand das zweisprachige Taschenbuch „Karlsruhe und die USA – Warum jeder (Amerikaner) die Region kennen sollte“, das nun in der zweiten Auflage erschienen ist. Gegenüber der Erstausgabe neu aufgenommen wurden die Bereiche Forschung und Kultur. Gleichzeitig hat Ihle den Inhalt vom Stadtgebiet auf die gesamte TechnologieRegion Karlsruhe erweitert. In 36 Beiträgen

und 300 Abbildungen werden historische, kulturelle, wissenschaftliche, aber auch originelle Bezüge zwischen den USA und der Region Karlsruhe vorgestellt. Oder wussten Sie, dass eine aus einem Pfälzer Dialekt entstandene Sprache neben Englisch und Spanisch die einzige europäische Sprache ist, die seit über 200 Jahren in den USA gesprochen wird. Immerhin 300 000 Amerikaner beherrschen heute noch das Pensilfaanisch Deitsch und seit 1997 gibt es sogar die Zeitung „Hiwwe wie Driwwe“, deren Titel als Hinweis auf den Kreis der Leserinnnen und Leser in den USA als auch in Deutschland zu verstehen ist. Dieser Titel könnte durchaus auch für Volker C. Ihles 180 Seiten starkes Büchlein stehen, das keinesfalls nur als Exportartikel Verwendung finden dürfte. „Karlsruhe und die USA“, ist im Info-Verlag Karlsruhe erschienen und kostet 14,90 Euro. -fis-

PARADE DER STARS UND STERNCHEN auf dem Festplatz. Wer kein Ticket zur Preisverleihung in der Schwarzwaldhalle ergattern konnte, verfolgte draußen vor der Halle das Defilee auf dem 70 Meter langen roten Teppich. Fotos (3): Fränkle

Jubelmeile für den Starkontakt Festplatz: Radio Regenbogen verleiht Medienpreise / „Held“ Ulrich Gebhard Ein bisschen irritiert, fast verschüchtert blickt Ulrich Gebhard in die johlende Menge, als er auf dem roten Teppich den Sternen des Radio Regenbogen Awards in die Schwarzwaldhalle folgt. Oben am Himmel und unten auf dem Karlsruher Festplatz funkeln Stars und Sternchen. Klick- und Profikameras haben die Himmelskörper des Musik- und Fernsehuniversums fest im Visier. An Ulrich Gebhard zielen die Objektive vorbei. Das ändert sich erst, als der „Held von nebenan“ auf die Showbühne gerufen wird. Ulrich Gebhard arbeitet seit elf Jahren bei dem auf schnelle Nothilfe spezialisierten Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Am vergangenen Freitagabend durfte der zweifache Familienvater den neu initiierten Sonderpreis von Radio Regenbogen entgegennehmen. Die Auszeichnung erhielt der Freiburger für seinen Einsatz im Erdbebengebiet von Haiti. Hörer des Senders hatten aus Vorschlägen den Mann vorgeschlagen, dem die Schauspielerin und Laudatorin Mariella Ahrens unter großem Beifall im Saal der Schwarzwaldhalle ihre Wertschätzung ausdrückte. Box-Legende René Weller meinte „alles was heute Abend da ist, finde ich gut und schön“. Während Schauspielerin Eva Habermann oder Model und „Sexiest Woman of the World“ Eva Padberg höchsten optischen Ansprüchen genügten, setzten der „Graf“ und dessen Popgruppe „Unheilig“ (Band national), Songwriter und Superstar James Blunt (Künstler international)

oder der mit Spannung erwartete Auftritt der manchmal gar nicht so harten Hardrocker „Scorpions“ (Lifetime Rock) akustische Akzente. Alle weiteren Preisträger und deren Laudatoren: Wolfgang Niedecken (Charity) – Alfred Biolek. Sylvia van der Vaart (Medienfrau) – Götz Otto. Wolf-

gang Joop (Medienmann) – Eva Padberg. Switch Reloaded (Comedy) – Thomas Hermanns. Aura Dione (Hörerpreis Radio Regenbogen) – Jan Sosniok. Kolor (Talent Award) – Fernanda Brandao. Revolverhelden featuring Marta Jandová (Duett des Jahres) – Eva Habermann. -Lä-

IN FEIERLAUNE: Karlsruhes Stadtoberhaupt Heinz Fenrich mit Gattin Gabriele.

BAP-FRONTMANN Wolfgang Niedecken erhielt den Award Charity 2010.

Nagel-Preis für Susanne Ackermann

Jazzkonzert im Staatstheater

Stadionsprecher in der Stadtkirche

Der Hanna-Nagel-Preis geht in diesem Jahr an Susanne Ackermann. Die in Karlsruhe lebende Malerin studierte an der Kunstakademie Karlsruhe bei Erwin Gross. Der Preis soll an Hanna Nagel als Vertreterin der „Neuen Sachlichkeit“ erinnern und Künstlerinnen im Regierungsbezirk Karlsruhe fördern. Die Preisverleihung ist am Samstag, 16. April, in der Städtischen Galerie an der Lorenzstraße.

Nach einem BaSta-Brass Benefizkonzert in Bigbandbesetzung tun sich fünf Blechbläser der Badischen Staatskapelle zum BaSta-Brass Quintett zusammen. Am Samstag, 2. April, präsentieren die Musiker ab 20 Uhr im Staatstheater ein jazziges Programm. Zu hören sind Stücke von einem der Urväter dieser Gattung, Viktor Ewald, über George Gershwin bis hin zu lateinamerikanischen Klängen.

Rockpoet Wolfgang Abendschön & Akzente setzen am Sonntag, 3. April, um 19 Uhr in der Kleinen Kirche ihre Ökumenische Reihe „Zwischenspiele für die Seele“ fort. Gast ist der Kabarettist, Schauspieler und KSC-Stadionsprecher Martin Wacker. Pfarrer Dr. Dieter Splinter ist Gastgeber des Programms mit neuen Aus- und Einsichten zwischen Himmel und Erde in Karlsruhes ältester Kirche. Eintritt frei.

KULTURKOMPAKT · KULTURKOMPAKT · KULTURKOMPAKT Im BBK Künstlerhaus (Am Künstlerhaus 47) stellen Hans Wetzl (Skulptur) und Michael N. Melchers (Malerei) noch bis zum 17. April ihre Werke aus. „Abgezockt! Im Kapi-Tal der Pleitegeier...“ ist am heutigen Freitag, 1., und morgigen Samstag, 2. April, ab 21 Uhr im Sandkorn-Theater zu sehen. In seiner Kabarett-Show schwimmt das Duo rastetter & wacker mit Finanzhaien im globalen Wirtschaftsteich. Frei nach dem Motto

„Kann denn Zocken Sünde sein?“ treiben die Komödianten Freddy Schmitt und Otto Schmid ihr Kreditunwesen. Zum letzten Mal findet am nächsten Mittwoch, 6. April, 20 Uhr, im Café des Insel-Theaters die „Literalounge“ statt. Die Abschiedszenen „The long Good bye“ moderiert der Kulturchef der Badischen Neuesten Nachrichten, Michael Hübl. Es lesen Mitglieder des Schauspielensembles des Badischen Staatstheaters.

FÜR DAS STÜCK „Von morgens bis mitternachts“ hat das Amateurtheater „Die Käuze“ einen Profiregisseur engagiert. Premiere ist am Samstag, 16. April. Foto: pr

Themen des Abends sind Gehen und Abschiede, Tod und Wiedergeburt. Der deutsche Südwesten gilt als Paradies für gastronomische Sterne-Gucker. Harald Schwiers hat für seine Hörstunde „Reing’schmeckt“ am kommenden Donnerstag, 7. April, die Deckel der Töpfe in Wirtshäusern und an heimischen Herden gelüftet, tief hineingeschnüffelt und genau beobachtet, ob mit dem Löffel linksoder rechtsdrehend gerührt wird. Die virtuelle „Riech-Lesung“ ist ab 20.30 Uhr in der „marotte“ in der Kaiserallee. „Ritter Rost & Das Gespenst“ kommen am Freitag, 8. April, in einem Musical für Kinder von 4 bis 94 ins Tollhaus. Beginn der Veranstaltung ist um 15 Uhr. „Das Gespenst von Canterville“ geistert für Kinder ab 6 Jahren über die Bühne im Insel-Theater. Premieren des Stücks nach der Erzählung von Oscar Wilde sind am 8. und 9. April jeweils um 16 Uhr. Weitere Vorstellungen vom 11. bis 13. April. Am Samstag, 9. April, im Badischen Landesmuseum ist „Julius Cäsar – Kopflos in Ägypten“. Die Comicoper mit den Philhomonikern und den Schrillmännern beginnt im Schloss um 19 Uhr. Das Theater „Die Käuze“ in der Waldstadt probt derzeit für das Stück von Georg Kaiser „Von morgens bis mitternachts“. Profiregisseur Pascal Paul-Harang inszeniert die Geschichte von einem einfachen Kassierer, der zum Bankräuber wird und erkennt, dass Glück nicht für Geld zu haben ist. Premiere des Stücks für Kinder ab 12 Jahren ist am Samstag, 16. April um 19.30 Uhr. -Lä-


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