Bergische Zeitung - BauenWohnenLeben 3/18

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und Anregungen Mit vielen Tipps s Zuhause für ein schönere

Planen | Finanzieren | Modernisieren | Gestalten | Genießen

September/Oktober 2018 | Jahrgang 1

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Foto: Heider Verlag

Sommerfest im Vürfels 38 in Refrath. Großer Andrang und viel Lob. Seite 8

Die Liebe zu Fachwerkhäusern. Ein Sammler mit Visionen. Seite 7

Leseraktion: Machen Sie mit! Leserbeitrag – ALT wird NEU 80er-Jahre Küche schafft den Sprung ins neue Jahrtausend. Seite 14

Fachwerkhäuser – modernes Wohnen in traditionellem Gewand

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Meine Region. Meine Messe. Meine Bautage!

Schwarze Schieferfassaden, weiße Fensterlaibungen, grüne Schlagläden: Immer mehr Menschen möchten in historischen bergischen Fachwerkhäusern wohnen. Der Trend geht in Richtung Leben in einem traditionellen Umfeld. Umgebaut bieten Fachwerkhäuser die perfekte Mischung aus modernem Wohnen und rustikalem Charme. Bei der Sanierung und Modernisierung ist jedoch einiges zu beachten. Fachwerkhäuser haben eine lange Tradition im Bergischen Land. Sie sind in der Region als Bergische Häuser bekannt und vor allem in den historischen Ortskernen zu finden. Wer in einem solchen Haus wohnt, lebt meist mit mehreren Jahrhunderten Geschichte unter einem Dach. Viele Menschen schätzen das klassische rustikale Äußere und den individuellen Charme der Gebäude. Technisch aktualisiert und zeitgenössisch eingerichtet, erlauben Fachwerkhäuser ein modernes Wohnen in traditionellem Gewand.

Aufwendige Sanierung Die Anpassung eines alten Fachwerkhauses an heutige baurechtliche und energetische Anforderungen ist häufig mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Die Sanierung bedeutet einen erheblichen Eingriff in die grundlege Konstruktion der Häuser, da das Fachwerk zunächst freigelegt werden muss, damit mögliche Schäden an der Substanz begutachtet und behoben werden können. Bei der Begutachtung müssen zahlreiche Aspekte kontrolliert werden,

zum Beispiel die Standfestigkeit der Wände, offene Fugen und Risse, Schäden durch Feuchte sowie Befall durch Schädlinge und Pilze. Gerade bei lange vernachlässigten Fachwerkhäusern kann der Sanierungsaufwand sehr hoch sein. Versteckte Schäden, die erst später entdeckt werden, können die Kosten deutlich in die Höhe treiben. Wichtig für eine nachhaltige Sanierung ist der vorsichtige Umgang mit der Bausubstanz der Fachwerkhäuser. Um diese so weit wie möglich zu erhalten, Weiter auf Seite 2 Anzeige


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Fortsetzung von Seite 1 gilt es, neue Baustoffe mit Bedacht und Zurückhaltung in die Konstruktion zu integrieren. Energetischer Umbau Einer der heikelsten Punkte bei der Sanierung ist die Wärmeisolierung. Hier sind die Möglichkeiten häufig begrenzt. Denn eine Außendämmung von denkmalgeschützten Häusern ist in der Regel nicht möglich, da sie das Aus­ sehen der Gebäude nachhaltig ver­ ändern würde. Oft bleibt daher nur die Innendämmung. Besonders gut eignen sich n ­ atürliche Dämmstoffe, die sich nahtlos in die Konstruktion der Fachwerkhäuser eingliedern lassen, zum Beispiel in Lehm eingebettete Holz­faserplatten. Die Lehm-

bettung nimmt Feuchtigkeit auf und hält sie vom Holz ab, sodass die Dämmwirkung des Materials nicht verloren geht. Weniger empfehlenswert sind hingegen Stoffe wie Mineralwolle oder Styropor, da diese diffusionsdicht sind und daher sehr viel schlechter austrocknen, was wiederum zu Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung führen kann. Denkmalschutz – Beschränkung und Chance Der Denkmalschutz ist beim Kauf und Umbau eines Fachwerkhauses Fluch und Segen zugleich. Eigentümer von geschützten Häusern sind zum Erhalt ihres Denkmals verpflichtet. Dies bedeutet, dass jegliche Umbau- und Sanierungsarbeiten durch rechtliche ­

Vorgaben begrenzt werden und daher mit den Behörden abgesprochen werden müssen. Dies betrifft dies vor allem die zu erhaltende Außenfassade eines Fachwerkhauses. Die Anforderungen können unter Umständen erhebliche Kosten mit sich bringen. Gleichzeitig wird Denkmalschutz wiederum behördlich gefördert. Sowohl der Kauf als auch die Sanierung eines Fachwerkhauses können steuerlich ­abgeschrieben werden. Es ist lohnenswert, sich im Vorfeld bei der Denk­ malschutzbehörde zu informieren und beraten zu lassen, da für viele Baumaßnahmen, die dem Erhalt des Gebäudes dienen, Zuschüsse beantragt werden können. Es bietet sich an, die Hilfe eines auf Denkmalschutz spezialisierten Architekten in Anspruch zu nehmen, ­ um alle Fallstricke zu vermeiden und Förderungen zu nutzen.

Warum es sich lohnt Der Besitz eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses ist in der Regel mit erheblichem Aufwand verbunden. Es ist aber ein Aufwand, der sich in mehrfacher Hinsicht lohnt: Zum einen bringen die Modernisierung und Sanierung einer Immobilie immer eine Wert­ steigerung des Objektes mit sich. Es handelt sich also um eine Investition in die Zukunft. Zum anderen bieten Fachwerkhäuser die Möglichkeit zu einem Wohnen mit individuellem Charme. Sie sind in ihren architektonischen und historischen Besonderheiten einzigartig und daher ideal für Menschen mit Hang zum Außer­ gewöhnlichen. Wer ein Fachwerkhaus pflegt und instand hält, bewahrt ein einzigartiges Stück Geschichte vor dem Verfall. (BK)

Gutes Handwerk hat einen guten Plan Wie finde ich einen guten Handwerker? Das ist eine Frage, mit der jeder Hausbesitzer und jeder Bauherr zu kämpfen hat. Wir haben Willi Reitz, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, und Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, getroffen und nachgefragt.

Daher: Nur ein vernünftig organisierter Betrieb ist ein guter Betrieb. Unsere Mitglieder zeichnen sich alle durch gute Organisation aus und stehen für hohe Qualität in der Umsetzung.

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Wie stellen Sie die Qualität Ihrer Mitgliedsunternehmen sicher?

Willi Reitz, Kreishandwerksmeister, und Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishand­ werkerschaft im Gespräch mit unseren Redakteuren Elke Strothmann und Benjamin Kuthning.

Herr Otto, Herr Reitz, wie findet man gute Handwerker im Bergischen? Otto: Zuverlässige Handwerker sind Mitglieder in den Innungen. Auf der Website der Kreishandwerkerschaft sind diese einsehbar. Wenn ein Betrieb nicht in der Innung organisiert ist, sollte man skeptisch werden. Reitz: Es macht auch Sinn, sich die Websites der lokalen Unternehmen anzuschauen und dort zu recherchieren. Vor allem im privaten Auftragssegment findet man gute und zuverlässige Handwerker meist auch über Empfehlungen von Nachbarn und Bekannten. Hier kommen viele Aufträge über Mund-zuMund-Propaganda zustande. Allerdings sollte man hierbei beachten: Was für den einen Kunden das Richtige ist, kann für den anderen falsch sein. Wie meinen Sie das? Reitz: Grundsätzlich haben wir in Deutschland die besten Handwerker

der Welt. Woran es meist hapert, ist die Kommunikation, die fehlende Zeit für Beratung und Absprachen zwischen Auftraggeber und Handwerker – und daran ist keine Seite schuld. Die Auf­ träge der Handwerker sind sehr unterschiedlich, die Auftraggeber haben vielfältige Ansprüche, daher kann man die Aufträge nicht alle über den gleichen Kamm scheren. Der private Kunde ist mit dem öffentlichen Träger oder dem gewerblichen Auftraggeber nicht vergleichbar. Das Ziel sollte daher immer sein, gut zu kommunizieren, sodass kundenspezifische Wünsche perfekt umgesetzt werden können. Was macht einen guten Handwerksbetrieb aus? Otto: Organisation, Ablauf, Planung – darauf kommt es an. Wenn ein Handwerker im Vorfeld gut plant, setzt er den Auftrag in der verabredeten Zeit und zu den verabredeten Kosten um. Wer schlecht plant, verliert Zeit und Geld.

Otto: Alle Betriebe, die Mitglied der Kreishandwerkerschaft sind, bekommen von uns die neuesten Informationen über aktuelle Urteile, über DINNormen und technische Entwicklungen. Sie sind immer up to date in ihrem Handwerk und werden von uns mit dem besten Material versorgt. Reitz: Hinzu kommt, dass die Innungen das Privileg haben, die Prüfungen der Auszubildenden abzunehmen. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb wir auf dem neuesten Stand sind. Zudem haben wir die „Unternehmer Akademie Bergisches Land“ gegründet, die Schulungen und Weiterbildungen anbietet. So wollen wir auch in Zukunft unsere hohen Qualitätsstandards sichern. Wir ver­ suchen, unsere Betriebe in allen Belangen zu unterstützen. Das ist gut zu wissen. Mit welchen Herausforderungen haben denn Handwerker im Bergischen Land zu kämpfen? Otto: Die Bereitstellung von Gewerbegebieten ist ein großes Thema in der Region. Wo finden Handwerker noch Platz im Bergischen? Zum einen sind die Handwerksbetriebe mit durchschnittlich sieben Mitarbeitern heut­ zutage größer als früher. Die Betriebe werden auch zukünftig weiter wachsen, weil das Bergische ein beliebtes Zuzugsgebiet ist. Das freut uns natürlich, aber irgendwo müssen auch die Unternehmen Platz finden. Reitz: Ein weiteres Problem ist die Fachkräftesicherung. Es fehlt den Betrieben an Nachwuchs. Damit steht das Handwerk nicht alleine da, auch wir

spüren den demografischen Wandel und den Drang der Jugend zum Studium. Selbstverständlich ist das Handwerk modern, innovativ und nutzt den digitalen Wandel, aber unsere Arbeit kann vielfach nicht gänzlich durch Automatisierung und Digitalisierung ersetzt werden. Bei uns fallen keine Arbeitsplätze durch Computer weg. Das Handwerk braucht Menschen. Können Sie uns noch ein wenig mehr zur Ausbildungssituation im Handwerk erzählen? Otto: Im letzten Jahr hatten wir im Bergischen acht Prozent mehr Auszubildende als im Vorjahr. Das ist schon sehr gut, aber um den Bedarf zu decken, bräuchten wir eigentlich ein Plus von 20 Prozent. Bei Abiturquoten von 60 bis 65 Prozent pro Jahrgang entscheiden sich zu wenige junge Menschen für eine Ausbildung. Wir müssen neue Wege finden, um junge Menschen anzusprechen und für das Handwerk zu begeistern. Aus diesem Grund bietet die Kreis­ handwerkerschaft Bergisches Land eine eigene App an, über die Handwerksberufe vorgestellt sowie Tipps für Bewerbungen und offene Stellen in der Region angeboten werden. Reitz: Es gibt immer noch zu viele Vorurteile gegenüber Handwerksberufen – zum Beispiel, was die Verdienstmöglichkeiten betrifft. Dabei verdient man gutes Geld im Handwerk. Hinzu kommt außerdem, dass sich die Betriebe gut um ihre Mitarbeiter kümmern. Wir haben Beispiele in der Kreishandwerkerschaft, bei denen Mitarbeiter ihr gesamtes Arbeitsleben in einem Betrieb verbracht haben – von der Ausbildung bis zur Rente. Das Handwerk bietet jungen Menschen ein konstantes Lohn­ niveau und sichere Arbeitsplätze im Bergischen Land. (ES/BK) Herr Otto, Herr Reitz, wir danken für das Gespräch!


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Vorsicht, auch intelligente Häuser bergen Risiken Das intelligente Zuhause wird immer beliebter. Doch die Rundumüberwachung bringt nicht nur Vorteile, sondern birgt auch ­Gefahren. BauenWohnenLeben hat sich diesbezüglich mit Kriminalhauptkommissarin Claudia Kammann unterhalten.

Smarthome bedeutet wörtlich cleve­ res oder intelligentes Zuhause und meint letztendlich das Zusammenspiel verschiedener Systeme und Kompo­ nenten, die mein Zuhause miteinander vernetzen. Smarthome dient insbeson­ dere dem persönlichen Komfort, aber auch der Energiekontrolle und unter Umständen dem Einbruchschutz. Im Prinzip lässt sich jede Steckdose, jeder Lichtschalter, das Telefon, der Fern­ seher bis hin zu Fenstern und Türen, die mit Sensoren ausgestattet sind, miteinander vernetzen und aus der ­Ferne steuern. Wie viele im Rheinisch-Bergischen Kreis haben denn bereits so ein intelligentes Zuhause? Dazu gibt es keine Zahlen. Die Kom­ ponenten sind frei verkäuflich, da wird keine Erhebung durchgeführt. Sie haben eben gesagt, dass Smarthome unter Umständen auch dem Einbruchschutz dienen kann. Wie kann ich mir das vorstellen? Ein Smarthome-System kann eine gute Ergänzung sein. Wenn die Fenster mit Glasbruch- oder Erschütterungssenso­ ren ausgestattet sind, kann das System Auffälligkeiten erkennen und diese dem Bewohner melden. Smarthome kann in solchen Fällen auch die Videokamera einschalten oder das Licht anmachen und die Rollläden herunterfahren. Hier­ durch könnten Täter in die Flucht ge­ schlagen werden. Das System ist auch in der Lage, ständig wechselnde Schalt­ muster zu erstellen. So gehen nicht im­ mer zur gleichen Zeit die Rollläden

hoch oder das Licht an. Dadurch wird – viel besser als bisher – die Anwesen­ heit des Bewohners simuliert, wodurch potenzielle Einbrecher abgehalten wer­ den können. Der mechanische Grund­ schutz an Fenstern und Türen muss aber aus polizeilicher Sicht zwingend vorhanden sein, denn nur er erschwert zumindest das Eindringen in das Objekt. Foto: Polizei Bergisch Gladbach

Frau Kammann, Smarthome ist in ­ller Munde. Jeder hat den Begriff a schon einmal gehört, aber so richtig etwas damit anfangen können die wenigsten. Was ist SmartHome ge­ nau?

Claudia Kammann

Das hört sich ja alles ziemlich positiv an. Aber mit einem vernetzten Zu­ hause sind bestimmt auch eine ganze Menge Risiken verbunden, oder? Absolut. Ähnlich wie bei Computern besteht auch bei vernetzten SmarthomeKomponenten die Gefahr, gehackt zu werden. Auch Störsender (manchmal reicht ein einfaches Funkgerät) oder ein simpler Stromausfall können das Sys­ tem lahmlegen. So reicht es beispiels­ weise nicht, die Steuereinheit eines ­solchen Systems nur in eine Steckdose einzustöpseln, wo sie jeder Einbrecher herausziehen und das System damit stilllegen kann. Zudem muss man sich vor Augen halten, dass die Innova­ tionszyklen solcher Technologien im­ mer kürzer werden. Diese permanente ­Weiterentwicklung verlangt auch vom Nutzer ein ständiges Nachjustieren und

Nachbessern, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wie kann man sich denn vor den ­Gefahren schützen? Man sollte am besten auf zertifizierte Technik zurückgreifen und ein großes Augenmerk auf sichere Passwörter ­legen. Das Werkspasswort muss zwin­ gend sofort geändert werden und auch danach sollte das Passwort regelmäßig ausgetauscht werden. Außerdem soll­ ten die Software-Updates des Herstel­ lers kontinuierlich durchgeführt wer­ den. Zudem sollte man sich über die unterschiedlichen Systeme erkundigen. Hier kann man das Gefahrenrisiko mini­ mieren, indem man ein geschlossenes System wählt, das ausschließlich über den Herstellerserver kommuniziert. Im Bergischen existieren noch immer Be­ reiche, in denen es schlechten Internet­ empfang gibt. Wenn ich dort unterwegs bin, sollte ich verschiedene Endgeräte in mein Smarthome-System eingebun­ den haben. Das heißt, wenn ich gerade keinen Internetempfang habe, sollte die Info, dass beispielsweise gerade bei mir eingebrochen wird, auch auf dem Smartphone meines Partners angezeigt werden, der „online“ ist und rechtzeitig reagieren kann. Sind Ihnen Fälle im Kreis bekannt, bei denen trotz Smarthome ein Einbruch stattgefunden hat oder ein Einbruch Dank Smarthome verhindert werden konnte? Bei uns im Kreis haben wir noch keine Einbrüche festgestellt, bei denen der Täter ausschließlich ein SmarthomeSystem überwunden hat. Aus Köln ist uns aber schon ein Fall bekannt, in dem Smarthome eine Rolle gespielt hat: Der Mann ist morgens zur Arbeit gefahren und bekam mittags eine Nachricht auf sein Smartphone, dass das Küchen­ fenster offen ist. Er hat daraufhin die

Videokamera eingeschaltet, den Ein­ brecher gesehen und die Polizei ver­ ständigt. Der Täter war zwar weg, als die Polizei eintraf, konnte aber Dank der Videoaufzeichnung ermittelt werden. Seine DNA wurde sichergestellt und konnte 43 weiteren Tatorten zugeord­ net werden. In dem Fall hat Smart­home also bei der Aufklärung zahlreicher Einbrüche geholfen. Dürfen denn Videoaufnahmen, die mit einem Smarthome-System aufgenommen werden, vor Gericht verwendet werden? Das ist ein heikles Thema wegen des Datenschutzes. Grundsätzlich darf die Polizei im Strafverfahren alles, was ein Beweismittel sein kann, mitnehmen. Der Richter entscheidet dann, ob es als Beweismittel zugelassen wird oder nicht. Wenn ich mich für Smarthome als Einbruchschutz entscheide, ist das dann teurer als die klassischen Alarmanlagen und Präventionsmaßnahmen oder kann man mit Smarthome sogar noch Geld sparen? Versicherungen erkennen die Smart­ home-Systeme noch nicht als gleich­ wertig an und fordern daher bei be­ stimmten Objekten noch die klassische Alarmanlage und den mechanischen Grundschutz. Wer die Verpflichtung nicht hat, für den ist es eine gute Alter­ native. Zumal die Technik schon recht günstig zu bekommen ist. Insbeson­dere jüngere Leute haben da weniger Be­ rührungsängste. Für sie ist Smarthome praktisch, komfortabel, spart Energie und damit Geld und kann im Extremfall einen Einbruch verhindern oder aber zumindest bei der Entdeckung und Identifizierung des Täters helfen. Das war ein sehr informatives Gespräch. Vielen Dank für das Interview. (BK)

EDITORIAL

kennen Sie auch diese Situation: Die Toilettenspülung ist undicht, klarer Handlungsbedarf, denn Wasser läuft permanent in einem schmalen Rinn­ sal aus. Gebraucht wird – am besten sofort – der Sanitärfachmann, aber immer häufiger kann dieser für Baga­ tellen mangels Personal nicht mehr zu Ihnen kommen. Alltag und traurige ­Realität in Deutschland, die das ganze Dilemma des Fachkräftemangels im Handwerk aufzeigt. Viele Betriebe stehen zudem vor dem Aus, weil Handwerksmeister keinen Nach­ wuchs mehr finden, der den Betrieb

fortführen kann und will. Warum ist das Hand­ werk bei jungen Men­ schen nicht attraktiv? Da ist zunächst mal festzustellen, dass vie­ le Eltern von ihrem Nachwuchs unbedingt das Abitur erwarten – und zwar egal wie –, was dazu führt, dass Haupt- und Real­ schulen zu Auslaufmodellen degene­ rieren und das Ausbildungsniveau der Gymnasien zunehmend fällt. Ist das Abitur dann geschafft, erübrigt sich beim Nachwuchs oft das Thema Aus­ Foto: Thomas Geisel

Liebe Leserin, lieber Leser,

bildung, denn wofür hat man schließlich A bitur gemacht, wenn ­ man jetzt nicht auch studiert? Das Ende vom Lied: eine überborden­ de Anzahl an Akademi­ kern, die mangels Be­ darf keine adäquate Arbeit finden und auf der anderen Seite des Arbeitsmarkts die Misere im Hand­ werk, weil Ausbildungsberufe unbe­ liebt sind. Früher hieß es oft, das Handwerk habe „goldenen Boden“. Gilt das heute nicht mehr denn je? Denn gute Hand­

werker sind überall gefragt und wer­ den obendrein gut bezahlt. Als hand­ werklich bestenfalls durchschnittlich begabter Mensch kann ich mich für die gute Arbeit meiner Handwerker immer wieder begeistern und habe höchsten Respekt vor ihrer Arbeit. Wenn sich also aktuell oder dem­ nächst bei Ihnen in der Familie die Frage nach einer beruflichen Pers­ pektive für die Kinder stellt, schließen Sie eine Ausbildung im Handwerk nicht gleich aus. Der Bedarf war nie größer und die Perspektive nie besser! Ihr Hans-Martin Heider


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Smarthome fängt an der Haustür an Den Tür-Schließzylinder komfortabel mit dem Haussicherheitssystem vernetzen

Das fängt bereits mit dem Betreten des Eigenheims an: Das klassische Haustürschloss lässt sich heute durch einen elektronischen Schließzylinder ersetzen. Dieser regelt nicht nur den Zutritt, sondern kann sich direkt mit der Haus­ technik vernetzen. „So wird es mit einer einfachen Hand­ bewegung beim Öffnen möglich, gleichzeitig Beschattung, Licht, Audiosysteme oder die Alarmanlage im Haus zu steuern“, erklärt der Abus Sicherheitsexperte Florian Lauw: „Das Smarthome denkt sozusagen für seine Bewohner mit.“ Immer gut abgesichert Ein Beispiel für die vernetzte, intelligente Steuerung: Der Hausherr kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause, öffnet per App den elektronischen Türzylinder – und wird mit dem persönlichen Lichtambiente und der Lieblingsmusik empfangen, ohne dafür noch etwas tun zu müssen. Aber auch in Notsituationen sollen intelligente

Fotos: djd/Abus

Das Zuhause wird immer intelligenter: Smarthome-Anwendungen befinden sich auf dem Vormarsch. Gefragt sind Systeme, die sich auf die Bedürfnisse der Anwohner einstellen und möglichst einfach bedienbar sind.

Elektronische Schließsysteme mit attraktiven Zusatzfunktionen sind eine moderne Alternative zum konventionellen Schlüssel.

Systeme schnell schalten, um Leben zu retten: Bei einer Rauchentwicklung ­gehen automatisch die Lichter an und die Elektronikzylinder der Tür werden geöffnet, um Fluchtwege anzubieten. „Dieses reibungslose Ineinandergreifen aus Sicherheit und Komfort ist nur mithilfe integrierter Sicherheits­technik möglich“, erklärt Florian Lauw weiter. Das Zutrittskontrollsystem „wAppLoxx“ lässt sich zum umfassenden Sicher­ heitssystem ausbauen und direkt mit

einer Alarmanlage und Videoüberwachung vernetzen. Wenn die Bewohner das Haus verlassen, sind die Alarm­ anlage und ihre Komponenten – bis zu Bewegungsmeldern oder Kameras – bei Bedarf automatisch scharf gestellt. Das Eingeben eines Codes oder das Einstellen von Zeiten entfällt damit – und man vergisst niemals, die Alarmanlage zu aktivieren. Zusätzlich macht das Zutrittskon­ trollsystem den klassischen Hausschlüssel überflüssig. Schließrechte lassen sich einfach und nach Bedarf einrichten: So erhält beispielsweise die Reinigungskraft nur für einen bestimmten Zeitrahmen an einem bestimmten Wochentag Zutritt oder der Nachbar kommt während des eigenen Sommerurlaubs in die Wohnung, um die Pflanzen zu gießen. Und mit einer integrierten Videoüberwachung lässt sich auch von unterwegs kontrollieren, wer gerade klingelt – oder die Eltern können aus der Ferne das Schloss öffnen, wenn der Nachwuchs nach der Schule wartend vor der Haustür steht. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass sich in jedem Fall eine individuelle Beratung empfiehlt. Über die Fachhändlersuche auf www.abus.com findet man Ansprechpartner aus der Nähe. (djd)

Zweifelsfrei von unterwegs die Haustür öffnen, wenn die Familie davorsteht: Dies ist dank der Kombination des Schließzylinders mit Videokameras und der Alarmanlage im Eigenheim möglich.

Wer klingelt denn da? Die Verbindung aus elektronischem Haustür-Schließzylinder, Alarmanlage und Videoüberwachung sorgt dafür, dass die Bewohner auch von unterwegs alles im Blick behalten.

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EXPERTEN-TIPP: IMMOBILIEN Regional sehr unterschiedlicher Wohnungsmarkt im Bergischen Land erfordert Know-how vom Experten, wenn es um den Immobilienkauf oder -verkauf geht Der Wohnungsmarkt im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis stellt sich in fast allen Städten und Gemeinden der Kreise sehr positiv dar. Die Menschen wissen die Kombination aus idyllischer Landschaft und gleichzeitig guter Ver­kehrs­ anbindung zu schätzen. ­Immobilienexperten konstatieren jedoch deutliche Nachfrageunterschiede innerhalb des Bergischen Landes. Im Oberbergischen Kreis wurden im Jahr 2017 insgesamt 1.935 Immobilien verkauft, wobei hier ein deutlicher Unterschied zwischen Eigenheimen und Eigentumswohnungen festzustellen ist. 1.290 Eigenheimen stehen nur 645 Eigentumswohnungen gegenüber – ein deutliches Indiz dafür, dass es sich beim Oberbergischen Kreis um eine klassische „Häuslebauergegend“ handelt, wo der Erwerb ­eines Einfamilienhauses für

viele Familien finanziell noch attraktiv ist. Etwas anders verhält es sich im Rheinisch-Bergischen Kreis. Hier wurden im Jahr 2017 2.237 Immobilien veräußert, wobei in etwa gleich große Anteile auf Eigenheime (1.113 Stück) ­ und Eigentumswohnungen (1.124 Stück) entfallen. Dies liegt nicht zuletzt an der heterogenen Struktur des ­ Kreises. Einerseits zieht es auch hier viele Familien in den Kreis, der mit seinem vielseitigen Landschaftsbild und familienfreundlichen Naherholungsgebieten für viele (junge) Familien attraktiv ist – dementsprechend stark nachgefragt sind Eigenheime. Andererseits wird der Immobilienmarkt im Rheinisch-Bergischen Kreis auch sehr von der Großstadt Bergisch Gladbach geprägt. Hier findet man eine engere Bebauung mit dem Fokus auf Geschosswohnungsbau vor. Mit 551 verkauften Eigen-

Roland Havenith Leiter Immobilien­ vertrieb RheinischBergischer und Oberbergischer Kreis

tumswohnungen führt Ber­ gisch Gladbach die Statistik deutlich an – in keiner anderen Stadt des Kreises wurden mehr Wohnungen verkauft. Immobilieneigentümer, die ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen möchten, sowie Interessenten, die im Bergischen Land eine Immobilie erwerben möchten, sollten deshalb bei der Wahl des Immobilienmaklers darauf achten, dass es sich um einen erfahrenen Makler ­ handelt, der über langjäh­ rige Erfahrung verfügt und das Bergische Land sowie dessen einzelne Makro- und Mikrolagen gut kennt. Denn nur dann ist er in der Lage, Käufer und Verkäufer interessengerecht zu beraten und dadurch für jede Immobilie den passenden Käufer und für jeden Käufer die passende Immobilie zu finden. E-Mail: roland.havenith@ ksk-immobilien.de Tel. 02202 93734-34


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Eingangsstatements – wie Haustüren Design, Hightech und Sicherheit wirkungsvoll vereinen

Der Holzton von Fensterrahmen, Haustür und Außenbereich ist so perfekt aufeinander abgestimmt, dass innen und außen mit­ einander verschmelzen.

Haustüren sollen von solcher Qualität geschaffen sein, dass sie den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden gerecht werden. So liegen bei ihrer Herstellung besonders hohe Ansprüche auf Stabi­ lität, Sicherheit und Wärmedämmung – ebenfalls auf einer atemberaubenden Designvielfalt. Es gibt verschiedene ­Varianten aus edlem, behaglichem Holz, wahlweise innen und außen, oder mit beständigem Aluminium auf der Außen­ seite. Ebenfalls sind Modelle mit hoch­ wertigen Verbundwerkstoff-Platten er­ hältlich, die härter als Aluminium sind. Vollendetes Design und edle Holzober­ flächen verwandeln den Eingangsbe­ reich in einen Ort des Willkommens. Dabei kann man aus vielen Holzarten und Holzsortierungen wie ruhig, astig, wildastig, sägerau, Eiche Venedig und anderen persönlichen Favoriten wählen. Denn egal, in welcher Trendfarbe oder in welchem klassischen Farbton, ob hand­ geölt, geölt, lasiert oder lackiert – jede Haustür kann nach eigenen Vorstellun­

Fotos: HLC/Josko

Die Haustür ist die Visitenkarte des Hauses. Ein Blick sollte genügen, um von ihrem einzigartigen Design so überzeugt zu sein wie später auch die Gäste. Aber für eine Haustür reicht es nicht, bloß gut auszusehen. Die Ansprüche sind hoch und ­moderne Hersteller lassen heutzutage keine Gelegenheit aus, diese noch höherzuschrauben. Mit dem Ergebnis, dass in jedem ­Modell ein Gesamtpaket von Vorzügen steckt.

Moderne Designs der Haustüren sind in unbegrenzter Vielfalt erhältlich.

gen und Bedürfnissen gefertigt und farblich harmonisch auf Fenster und Innentüren sowie Böden abgestimmt ­ werden. Für Tür und Tor gibt es unbe­ grenzt viele Kreationen, die unter­ schiedliche Werkstoffe, Farben und Produkte harmonisch in Einklang brin­ gen. Die Wahl­freiheit bezieht sich auf jedes Detail: Sockel, Anschlagrichtung,

verdeckte Bänder, reflektierendes Glas, starke Emailfarben, eleganter Black Shine Look oder trendige MetallicBeschichtungen. Die eigene Haustüre sollte auch mit besonders hoher und geprüfter Einbruchshemmung und inte­ griertem Lärm- und Wärmeschutz aus­ gestattet sein. (HLC)

SERVICE FÜR KREIS UND REGION

Günstige Darlehen für den Traum von den eigenen vier Wänden Rheinisch-Bergischer Kreis berät über vielfältige Fördermöglichkeiten der Region zu vielen Aspek­ ten. Zunächst gilt es zu klären, was denn alles zu ­ beachten ist, wenn ein Dar­ lehen durch die NRW.Bank beantragt werden soll. „Wir fördern Haushalte mit min­ destens einem Kind oder ­einer schwerbehinderten Per­ son ab e ­ inem Grad von 50“, umreißt Monika Dinkel­ mann die Zielgruppe. Wer das Darlehen nutzen möch­ te, muss sich allerdings ein wenig in Geduld üben, denn „vor Erteilung der Förder­ zusage darf mit dem Bau noch nicht begonnen wor­ den sein.“ Dies gilt ebenso für den notariellen Kauf­ vertrag zum Erwerb e ­iner Immobilie, der ebenfalls noch nicht unterzeichnet sein darf. Aus­ nahme ist, wenn in dem Kaufvertrag ein förderkonformes Rück­ trittsrecht enthalten ist. Der Kauf von Wohnungen in Hochhäusern ist dagegen nicht förderfähig. Im Rheinisch-Bergischen Kreis können die Bauherren oder Häuslekäufer eine Darlehensgrundpauschale in Höhe von 90.000 Euro

oder 110.000 Euro erhalten – je nach Ort der Immobilie. In Burscheid, Kürten und Wermelskirchen kann es, wenn die Voraussetzung er­ füllt sind, das Darlehen von

was bei einer Darlehens­ den Anbau einzelner Räume, summe von beispielsweise für die Verbesserung des 120.000 Euro 9.000 Euro aus­ Einbruchsschutzes oder für macht. „Aber natürlich muss den Einbau von intelligenter zur Finanzierung auch ein Gebäudetechnik aufnehmen. Eigenanteil eingebracht Dafür steht ein Maximaldar­ werden, der in der Regel lehen von 100.000 Euro je 15 Prozent des Gesamtvolu­ Wohnung oder Eigenheim zur mens beträgt“, macht Moni­ Verfügung, wovon 20 Prozent ka Dinkelmann deutlich. nicht zurückgezahlt werden Doch hier gibt es weitere müssen. „Es gibt vielfältige Unter­ Erleichterungen, da auch Teile des Förderdarlehens stützungsmöglichkeiten, als Eigenleistungsersatz wenn junge Familien in die anerkannt werden können. eigenen vier Wände inves­ Ein weiterer wichtiger As­ tieren möchten“, erklärt pekt der Förderung im Monika Dinkelmann vom Rheinisch-Bergischen Kreis Rheinisch-Bergischen Kreis, ist die Modernisierung. „wir beraten alle Interes­ Hierfür lassen sich bei­ senten sehr gerne. Dann ist spielsweise Darlehen der der Einstieg in die komplexe NRW.Bank für die energeti­ Thematik viel einfacher.“ Monika Dinkelmann (l.) bei der Beratung über die verschie­ sche Modernisierung, für Dafür sind die Türen des denen Fördermöglichkeiten. den Abbau von Barrieren, Bergisch Gladbacher Kreis­ sodass die Menschen auch hauses in Heidkamp täglich bis zu 90.000 Euro geben. expertin auf einen weiteren im Alter in ihrem gewohnten von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet. 110.000 Euro beträgt die Geldtopf hin. Der Bau oder Umfeld bleiben können, für (AS) maximale Unterstützung Erwerb eines barrierefreien per Darlehen in Bergisch Objekts wird mit einer © Internet: www.rbk-direkt.de Gladbach, Leichlingen, Darlehens­summe von wei­ Suchbegriff: Bau­förderung von Eigentum Odenthal, Overath und Rös­ teren 10.000 Euro unter­ Kontakt: Tel.: 0 22 02/13-24 36 rath. Den höheren Wert hat stützt. Der besondere Clou E-Mail: wohnungsbaufoerderung@rbk-online.de das Land fest­gelegt, da die der Förderung ist der Til­ Immobilienpreise in diesen gungsnachlass von 7,5 Pro­ Kommunen teurer sind. zent des Gesamtdarlehens,

Foto: Katharina Krause/RBK

Die eigenen vier Wände sind für viele Menschen ein großer Traum – egal ob im Grünen oder in der Stadt. Der Rheinisch-Bergische Kreis und die NRW.Bank helfen besonders jungen Familien mit kleinen und mittleren Einkommen da­ bei, dass aus dem Traum Wirklichkeit wird. Das Dar­ lehen dient als Ergänzung zu dem Kredit der Haus­ bank, um den Erwerb einer Immobilie überhaupt erst möglich zu machen. „Gefördert werden der Bau oder Kauf eines Hauses so­ wie einer Eigentumswoh­ nung“, weiß Monika Dinkel­ mann, Leiterin der Woh­ nungsbauförderung beim Rheinisch-Bergischen Kreis. „Dafür werden zinsgünstige und langfris­ tige Darlehen zur Verfügung gestellt, zu­ dem gibt es auch Tilgungs­ nachlässe.“ Durch diese Unterstützung lässt sich die Finanzierung durch die Hausbank ergänzen und das möglicherweise fehlende Eigenkapital kompensieren. Die Expertin berät dabei die Bürgerinnen und Bürger

„Darüber hinaus gibt es für jedes Kind oder jede schwerbehinderte Person den sogenannten Familien­ bonus in Höhe von 15.000 Euro“, weist die Förder­


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ARCHITEKTEN-TIPP:

Fachwerkhäuser waren über viele Jahrhunderte hinweg der vorherrschende Bautypus im Holzhausbau. In den 60er- und 70er-Jahren galten sie für viele Menschen als altbacken und unpraktisch. Diese Zeiten sind vorbei: Seit einigen Jahren erleben Holzhäuser eine wahre Renaissance. Mittlerweile werden nicht nur eingeschossige Einfamilienhäuser aus Holz errichtet, sondern auch mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser. Und das aus guten Gründen. Denn diese traditionsreiche Art des Wohnens bietet viele Vorteile und steht herkömmlichen Massivhäusern in nichts nach. Planung und Konstruktion Holzhäuser weisen eine hervor­ ragende Ökobilanz auf: Zum einen, da Holz ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff ist, zum anderen, weil moderne Holzhäuser energetisch ganz vorne mitspielen. Oft sind sie sogar besser wärmegedämmt als Massiv­ häuser und benötigen daher weniger Anzeige

Heizenergie. Wird die Wärmedämmung bei Massivhäusern meist vor der Trag­ ebene angeordnet, so befindet sich diese bei Holzhäusern meist zwischen der tragenden Holzkonstruktion. Daher können Außenwände von Holzhäusern bei gleicher Dämmqualität dünner ausgeführt werden als Wände von Massivhäusern. Dies schafft ein Mehr an Wohnraum bzw. vermietbarer Fläche. Durch das geringere Materialgewicht von Holz sind Holzhäuser leichter als Massivhäuser und ideal für Bodenverhältnisse mit geringerer Tragfähigkeit geeignet. Auch die Konstruktionszeit ist in der Regel deutlich geringer: Holzhäuser können relativ einfach vorgefertigt werden und die Phase der Bau­ trocknung ist deutlich kürzer als bei Massivhäusern, sodass die Bewohner in der Regel schneller einziehen können. Allerdings muss die Planung eines Holzhauses besonders sauber durchdacht sein und nimmt daher im Vorfeld mehr Zeit in Anspruch. Besonderes

Augenmerk liegt zum Beispiel auf der Leitungsführung: Diese muss bis ins Detail geplant sein, damit man nicht in der Bauphase tragende Bauteile durchstoßen muss. Da Holz atmet und arbeitet, müssen Toleranzen für Bewegungen des natürlichen Baustoffs einkalkuliert werden. Es ist wichtig, auf gute Holzqualität zu achten, um einen Befall mit Schädlingen oder Pilzen zu vermeiden. Ebenso wichtig ist es, dass das Holz während der Bau- und Gebrauchsphase nicht nass werden darf. Qualität hat natürlich seinen Preis: Durch die hohen Anforderungen an Planung und Material, entsprechen die Baukosten ungefähr denen eines herkömmlichen Massivhauses. Design und Wohnklima Holzhäuser müssen heute nicht mehr altbacken und rustikal aussehen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Konstruktions- und Gestaltungstypen – Ästhetik und Design

Foto: Yannick Kehler

Warm, modern, ökologisch: Holzhäuser sind im Trend Thomas Duda Architekt

sind kaum Grenzen gesetzt. Ein Holzhaus muss nicht einmal mehr nach Holz aussehen: Es kann je nach individuellem Geschmack sowohl innen als auch außen verputzt oder verklinkert werden. Und dennoch versuchen die meisten Holz-Liebhaber auch architektonisch zu zeigen, dass es sich um ein echtes Holzhaus handelt. Das eigentlich Besondere an Holzhäusern ist das einmalige Wohnklima. Der natürliche Baustoff Holz sorgt für eine warme und gesunde Raumqualität und verströmt einen angenehmen Geruch. Vor allem Allergiker profitieren davon, dass sich wenig Hausstaub bildet und dass Holz für ein Klima sorgt, das gut für Atemwege und Schleimhäute ist. Entscheidet man sich für ein Holzhaus, so entscheidet man sich für ein ganz besonderes Lebensgefühl: Für das Leben in einem Baustoff, der lebt. (TD)


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Die Liebe zu Fachwerkhäusern Ein Sammler mit Visionen

Diese besonderen schwarz-weißen Bauernhäuser fesseln ihn schon seit frühester Jugend, fand er doch kürzlich erst einen Teller wieder, den er als Kind mit eben diesem Motiv bemalt hatte. Aus der anfänglichen Schwärmerei wurde eine Leidenschaft, die ihn bis heute nicht mehr loslässt.

Hetzenegger baute dieses alte Haus in den Herbstferien 2007 mit gerade einmal sechs Sander Freunden ab. Von den alten Hohlziegeln auf dem Dach, über die Holzbalken bis hin zu wert­ vollen Steinfliesen – alle Materialien wurden sorgfältig gesichtet, jede einzelne Wand fotografiert und Pläne über die Balkenlagen erstellt.

Es müsste doch möglich sein, dieses historische Gut zu „retten“, indem man es sorgsam abbaut, fachmännisch restauriert und an anderer Stelle originalgetreu wieder aufbaut, um es für die Nachwelt zu erhalten. Abriss des Fachwerkhauses an der Romaneyer Straße in Hebborn Als er vor circa 15 Jahren von dem geplanten Abriss des Elternhauses von Ludwig Krämer erfuhr – ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1697 – stand für ihn fest, dieses Haus erhalten zu wollen. Obwohl das 300 Jahre alte Haus viele Jahre unter Denkmalschutz stand, war mittlerweile ein Abrissantrag gestellt worden, denn mehrere Gutachten hatten bewiesen, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr zumutbar sei. Da sah Markus Hetzenegger seine Chance und bot an, die Kosten des Abrisses – oder besser des Abbaus – komplett zu übernehmen. Zudem sicherte er Herrn Krämer senior vertraglich zu, dass er sein Elternhaus noch vor seinem 80. Geburtstag wieder bezugsfertig würde sehen können. Nachdem die Formalien mit Herrn Krämer senior – übrigens einem echten „Gladbacher Original“ – geklärt waren, wurde das 300 Jahre alte Haus in nur 14 Tagen feinsäuberlich zerlegt. Herr

berichtet Markus Hetzenegger, „wichtig ist, dass das Historische erhalten bleibt.“ Er legt besonderen Wert auf „das alte Holz“ und nimmt die Balken mit, die Türen, Treppen oder auch schon einmal alte Bodenfliesen oder Natursteinplatten. Jeder Baustoff wird nach Material getrennt und sorgfältig zwischengelagert oder fachgerecht entsorgt. Der Abbau geht demnach recht zügig vonstatten. „Es darf nur nicht regnen“, berichtet Herr Hetzenegger weiter, „der vorher mit Reisig und Stroh gehaltene Lehm, der aus den einzelnen Fachwerk-Gefachen entfernt wurde, verwandelt sich sonst in eine rutschige Angelegenheit.“ Nun fertigt ein Architekt nach den Fotos und Aufmaßen eine Reinzeich­ nung für den Bauantrag, die gleichzeitig auch als Werkplanung für den Wiederaufbau dient. Der Bauantrag muss in dem Fall „Wiederaufbau eines historischen Fachwerkhauses“ lauten. Auch dieser Wiederaufbau geschieht komplett in Eigenleistung – natürlich wieder mit Unterstützung einiger fachkundiger Helfer. Gegenüber der Berufs­ genossenschaft muss zum Beispiel auch die Anzahl der Beteiligten dokumentiert werden, um unter anderem auch den Unfallverhütungsvorschriften zu genügen. Wiederaufbau am Beispiel des ­„Krämer-Fachwerkhauses“ An der Ommerbornstraße in Bergisch Gladbach-Sand fügt sich das „KrämerFachwerkhaus“ heute harmonisch ein. Vom ursprünglichen historischen Mate­ rial – den alten Holzbalken – konnten hier 90 Prozent wiederverwendet werden. Um die geringe Raumhöhe, die bergische Fachwerkhäuser früher aufwiesen, zu überbrücken und die heute vorgeschriebene Mindest­raum­ höhe von 2,40 m zu erreichen, erhielt das Erdgeschoss Foto: Heider Verlag

Foto: Markus Hetzenegger

„Der Ablauf beim Abbau der alten Häuser ist immer ähnlich“,

Foto: Heider Verlag

Manche sammeln Briefmarken und andere vielleicht altes Geschirr, Markus Hetzenegger aus Herkenrath-Sand sammelt alte Fachwerkhäuser – im Original!

eine Bruchstein-Aufmauerung, die optisch dem früheren Kellerge­ ­ wölbe angeglichen wurde. Im Obergeschoss tolerierte auch das Bauamt die Unterschreitung dieser Raumhöhe, damit der Charakter des Hauses erhalten bleibt. Da die Dachpfannen dieser alten Fachwerkhäuser meist nicht mehr verwendbar sind, musste eine andere Lösung gefunden werden. Neue Ziegel würden, so Hetzenegger, nicht zum Stil des alten Fachwerks passen. So ist er unter anderem ständig auf der Suche nach alten Fachwerkhäusern, die abgerissen werden sollen und die noch mit Hohlraumziegeln gedeckt wurden. Nachdem er im näheren Umland kaum noch entsprechende Objekte finden kann, ist er nun im BraunkohletagebauGebiet fündig geworden und holt dort persönlich die Ziegel vom Dach. Sie werden bei den neu aufgebauten Fachwerkhäusern auf einer geschlossenen Verschalung mit diffusionsoffener Folie verlegt. Dabei fügen sie sich zwar nicht immer passgenau ineinander – doch das unterstützt gerade den Charakter des Alten. Lediglich die Fenster müssen gegen neue Sprossenfenster mit Wärmeschutzverglasung ausgetauscht werden, sind aber natürlich auch wieder aus Holz und haben Schlagläden. Sammlung von Fachwerkhäusern und ihrer Geschichten Mittlerweile hat Markus Hetzenegger schon sechs bis sieben Fachwerkhäuser in ihre Bestandteile zerlegt. Neben dem „Krämer-Haus“ waren das der Bauernhof Selbach vom Küchenberg, die alte Rembold-Scheune aus Oberborsbach, ein über 300 Jahre ­altes Bauerhaus der Familie Hamm aus Volbach und die Gaststätte Hachenberg aus Bechen. ­Einige dieser alten Häuser stehen bereits wieder, so auch das 2016 wiederaufgebaute „Keller 1“, in dem noch bis Mitte der 90er-Jahre die alte Bäuerin mit einer Kuh unter einem Dach lebte. Gerade diese alten Geschichten sind es, die Markus Hetzenegger nicht in Vergessenheit geraten lassen möchte. Jedes dieser Häuser hat auch seine Geschichte und daher sammelt er nicht nur die „alten Knochen“ der Häuser, sondern möchte auch so viel wie möglich von ihrer Vergangenheit erhalten.

Er sammelt alle Dokumente und Bilder, die er bekommen kann, und archiviert sie entsprechend. Senden Sie gerne Ihre Hinweise dazu an unsere Redaktion: Joh. Heider Verlag GmbH BauenWohnenLeben Paffrather Straße 102–116 51465 Bergisch Gladbach +49 2202 9540 485 info@heider-medien.de In einer der kommenden Ausgaben berichten wir über den geplanten Wiederaufbau der „gesammelten Werke“ – das Fachwerkdörfchen auf 4000 qm Fläche in Herkenrath-Sand. (BG/DK) Anzeige


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September/Oktober 2018

Fotos: H+P

Sommerfest zur Einweihung des Bauvorhabens „Vürfels 38“ in Bergisch Gladbach-Refrath

„An die Eigentümer/Bewohner/Nachbarn“ hieß es in der Einla­ dung von Jürgen Hecker, H+P Projekt. Über 100 Gäste erschie­ nen am Samstag, dem 28. Juli 2018, zum Sommerfest – der angekündigte Regen blieb auch an diesem Tage bis auf ein paar Tropfen aus. Die Bewohner freuten sich über die Gelegenheit, sich untereinander näher kennenzulernen und auch mit dem einen oder anderen der beteiligten Handwer­ ker und Ingenieure auf die gelungene Fertigstellung der Arbeiten anzustoßen. Das Bauvorhaben wurde 2016/2017 projektiert. Auf dem ehemaligen Ge­ lände der alteingesessenen Gärtnerei Müller entstanden sechs Mehrfami­ lienhäuser mit Eigentums- und Miet­ wohnungen zwischen 60 und 175 Qua­dratmetern. Alle komplett unterkellert und über eine Schleuse mit Tief­garagenEinstellplätzen verbunden. Im Frühjahr dieses Jahres waren die ersten Woh­ nungen bezugsfertig. Jürgen Hecker berichtete, dass sich die Planung sehr lange hingezogen hat. Erst durch einen Grundstückstausch und unter Mitwirkung der ehemaligen Eigentümer wurde die Voraussetzung zur Genehmigung geschaffen. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass von Seiten der Bauverwaltung sehr konstruktiv an der Realisierung mitge­ arbeitet wurde. H+P Projekt sah sich durch Leser­ briefe in der Kritik. Demnach ginge es nur darum, in einer Einheitsarchitektur

möglichst teure Immobilien für Inves­ toren aus Köln und Randgebieten der Stadt auf engstem Raum zu schaffen und damit wertvolles Grünland in Ref­ rath zu zerstören. Diese Auffassung kann Jürgen Hecker nicht nachvollziehen. Die moderne Architektur des Objektes entspricht dem Zeitgeist, wobei viel Wert auf die Ausstattung der Wohnungen und insbe­ sondere auch auf viel Grün in der An­lage gelegt wurde. Schließlich sei es auch den Vorbesitzern von vorn­herein darum gegangen, dass das Gelände möglichst sinnvoll genutzt und harmo­ nisch an die Umgebungsbebauung angepasst werde. Aufgrund der Zentrumsnähe und ­Infrastruktur sind sehr viele Orts­ ansässige junge und ­ältere Menschen unter den Käufern und Mietern der Im­ mobilie. Das fanden wir auch anlässlich dieses Festes von vielen Anwohnern bestätigt. Jürgen Hecker rief die Besucher augenzwinkernd dazu auf, doch viel­ leicht jetzt den einen oder anderen Leserbrief an die Presse zu richten, um darauf aufmerksam zu machen, wie wohl man sich in der neuen Um­ gebung fühle. (DK)

Sommerfeeling in neuem Ambiente und netter Nachbarschaft.

GA ST-BEITR AG

Begeisterte Anwohner: Lebensqualität stimmt! Man muss schon ein wenig suchen, um die Häuser Vürfels 38 a – f zu fin­ den. Ein Indiz dafür, dass diese neue Wohnanlage sich harmonisch und eher unauffällig in das bereits beste­ hende Wohnumfeld einfügt. Nach nur wenigen Schritten verlässt man das vertraute Straßenbild und befindet sich in einer modernen Wohnanlage. Die sechs Wohnhäuser sind einge­ bettet in eine Grünanlage, die auch eine optische Brücke zu dem an­ schließenden Wäldchen mit Kahn­ weiher und Tennisplatz bildet. Die Gesamtkonzeption, die sich mit ihrem Baustil in das Wechselspiel

von alten und neuen Häusern einfügt, bietet beste Voraussetzungen für ein gutes Miteinander. Die Mischung aus jüngeren und älteren Familien, Kin­ dern sowie Seniorinnen und Senioren spiegelt die Bevölkerungsstruktur des Stadtteils wieder. Auf einem ersten Fest zum Ken­ nenlernen trafen sich die Bewohner­ innen und Bewohner und waren sich schnell einig darin, eine aktive Nach­ barschaft zu entwickeln. Fazit: Ref­ rath wächst und gewinnt weiter an Lebensqualität. R. Miller (Bewohner)


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Advertorial

Foto: H+P

H+P Projekt GbR – Ihr Partner für Projektentwicklung

Fertiggestellt: Vürfels 38 a – f, Bergisch Gladbach-Refrath

Projektbeschreibung: Ausstattung • Neubauprojekt mit 36 Eigentums- und Mietwohnungen • 2-4-Zimmer-Wohnungen • Fenster mit 3-fach-Verglasung • Aufzug • EG-Wohnungen mit großen Terrassen, OG- und DGWohnungen mit großen Balkonen bzw. Dachterrassen • Elektrisch betriebene Rollläden

• Echtholzparkett in allen Wohn- und Schlafzimmern • Fußbodenheizung mit Einzelraumsteuerung • S anitärausstattung Duravit (Starck 3) oder gleichwertig • Bodengleiche Duschen • Videosprechanlagen in allen Wohnungen • Tiefgarage mit 61 Stellplätzen • Sorglospaket für Kapitalanleger

Erfahrung, ein feiner Ruf und Gesellschafter, die für das, was sie planen und bauen, noch persönlich haften. Projektentwickler gibt es viele – jedoch kaum einen, dessen Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften. Warum ist dies für unsere Käufer so interessant? Sie können sicher sein, dass wir sorgfältig und solide planen und bauen – und zudem alles unternehmen, damit Sie mit Ihrer Traum- oder KapitalanlageImmo­bilie rundum zufrieden sind: von der Möglichkeit zur individuellen Wohnungsausstattung bis zur Ausführung der vereinbarten hohen Qualität.

Alle Wohnungen verfügen über große Balkone oder Terrassen und sind modern und nachhaltig ausgestattet. Die Bewohner gelangen von der Tiefgarage mit dem Aufzug direkt in ihre Wohnungen. Die Mehrfamilienhäuser wurden zweieinhalbgeschossig errichtet – mit Erdgeschoss, Obergeschoss und einem versetzten Staffelgeschoss. Es gibt eine zusätzliche Fußverbindung zur Straße „In der Taufe“. Durch seine zentrale, infrastrukturell hervorragend angebundene und trotzdem absolut ruhige Lage zählt es zu den „Filetstücken“ von Refrath.

Mitten in Refrath

Hohe Qualität – attraktiver Preis

„Vürfels 38“ ist ein neues autofreies Wohnquartier, das vom Architekten Theo Steinmetz aus Rösrath als zeit­­ge­ ­ mäße Architektur geplant wurde. Sechs Mehrfamilienhäuser entstanden mit Eigentums- und Mietwohnungen zwischen 60 m2 und 175 m2 Wohnfläche.

Wir beauftragen keine Generalunternehmer, sondern einzelne Handwerksbetriebe. So stellen wir nicht nur die für uns typische hohe Qualität zum angemessenen Preis sicher, sondern auch die Möglichkeit, die Ausführung der Gewerke weitreichend zu beeinflussen.

Foto: Tobias Kehring

Jürgen Hecker, Firma H+P, über sein Projekt und seine Firma:

Oktober2016

Dieses Rezept hat sich auch beim inzwischen fertiggestellten Projekt ­ „Vürfels 38“ bestätigt. Bei allen beteiligten Handwerkern und Ingenieuren, insbesondere bei der Bauleitung möchten wir uns ausdrücklich für ihre hervorragende Leistung und Mitarbeit bedanken. Die Qualität des an die Eigentümer und Mieter übergebenen Projektes ist wieder allen Anforderungen gerecht geworden. In den kommenden Ausgaben der Ber­gischen Zeitung BauenWohnenLeben werden wir weitere Projekte, vorwiegend aus Refrath vorstellen. (H+P)

Am Projekt beteiligte Handwerker:

H+P Projekt – Firmensitz Hürth Vogelsanger Weg 8 50354 Hürth T: 0 22 33/6 40 38 F: 0 22 33/6 62 26 info@hecker-partner.de H+P Projekt – Verkaufsbüro Refrath Steinbrecher Weg 8a 51427 Bergisch Gladbach T: 0 22 04/9 68 94 77 F: 0 22 04/9 68 94 78 anfragen@hecker-partner.de H&R Immobilien-Verwaltungs-GmbH Steinbrecher Weg 8 a 51427 BGl-Refrath T: 0 22 04 / 9 68 94 77 F: 0 22 04 / 9 68 94 78 anfragen@hecker-partner.de


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September/Oktober 2018

Meine Region. Meine Messe. Meine Bautage! Sie sind auf der Suche nach Ihrem Traumhaus? Sie planen die Modernisierung oder Renovierung Ihrer Immobilie? Sie brauchen einen kompetenten Handwerker? Sie wollen einfach mal neue Ideen oder Anregungen haben? Auf den Bergischen Bautagen sind Sie gut aufgehoben und f­ inden Antworten! Der Eintritt ist frei! Die Bergischen Bautage sind die größte Baumesse im Rheinisch-Bergischen-Kreis und das bekannte Messe­ highlight des Jahres. Auch in diesem Jahr findet die Baumesse mit dem ­Credo „Alles rund ums Haus“ wieder auf dem Konrad-Adenauer-Platz mitten in der City von Bergisch Gladbach statt. Am Samstag, dem 6. und Sonntag, dem 7. Oktober, täglich von 10 bis 17 Uhr, finden Messebesucher hier eine Vielzahl von Ideen und Anregungen zu den Themen Bauen, Renovieren und Modernisieren. Regionale und überregionale Aus­ steller präsentieren live aktuelle Produkte, Trends und Dienstleistungen für Haus und Garten. Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt von Mensch zu Mensch schafft die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bei zukünftigen Projekten. Zum zweiten Mal präsentiert sich der Fachbereich Immobilien in einem Sonderzelt kompakt zusammen. Durch das weiterhin extrem günstige Zinsniveau, ist der Traum vom Eigenheim für viele

erfüllbarer und eine gute individuelle Beratung unersetzbar. Besucher finden hier: Banken, Finanzierer, Immobilienunternehmen, Makler, Fertig- und Massivhausanbieter, Bauträger, Architekten u. v. m. Auch den verschiedenen Facetten des Älterwerdens widmen sich viele Betriebe auf den Bergischen Bautagen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Themen wie „Altersgerechtes Wohnen“ ­sowie „Leben im Alter“ und die dafür sinnvollen und notwendigen Umbaumaßnahmen werden hier bedient. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Messe sind die Vorträge im Fachforum. Experten referieren zu aktuellen Themen und vermitteln ihr Profiwissen an die interessierten Zuhörer. Das Vortragsprogramm wird vor Messebeginn auf der Homepage des Veranstalters www.bautage.de veröffentlicht. Ein Messebesuch lohnt sich für Jung und Alt, für Mieter und Eigentümer, für Bauwillige und Modernisierer. Es warten Neuigkeiten und Überraschungen auf jeden Messebesucher. (NF) Anzeige

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Spezialisiert auf Abdichtungen von Gebäuden und Sanierungen bei Schimmel- und Feuchteschäden Als Sachverständige für Feuchte- und Schimmelschäden suchen wir als erstes nach der Ursache des Schadens. Wir sind herstellerunabhängig und können deshalb nach erfolgreicher Schadenfeststellung für jedes Feuchte- und Schimmelproblem eine zuverlässige Lösung anbieten. SchimmelPeter-Stramm GmbH Tel. 0 22 61/7 90 95 50 · www.schimmelpeter.de t.stramm@schimmelpeter.gmbh


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Schicker dreifach-Schutz: Glaswände schaffen intime Rückzugsorte mit Stil

Glasschutzwände sind im Kommen – und das aus gutem Grund! Im Gegensatz zu Holz sind sie ausgesprochen flexibel und bieten immer genau das, was benötigt wird: vom blickdichten

Eine Glasschutzwand ist gleich dreifach funktional: Sie kann für Sicht- und Windschutz sorgen und dämpft als Lärmschutz auch störende Straßen- oder Schienen­ geräusche.

Sichtschutz bis zum glasklaren Windschutz. Ob satiniertes, gemustertes oder klares Glas, die Lichtreflexion lässt Terrasse und Balkon hell und freundlich wirken, ohne zu verdunkeln. Auch der Pflegeaufwand ist im Vergleich zu Hecken oder Holzwänden ­minimal. In pulverbeschichtete Alurahmen eingepasste Glaselemente sind vollkommen wartungsfrei – kein Streichen, kein Nachbessern, kein Ver­ wittern. Erfolgt die Befestigung des Einscheiben-Sicherheitsglases zudem lückenlos ohne Klemmbacken, Klemmprofile und sichtbare Verschraubungen, entstehen auch nach Jahren keine schwer zugänglichen, verschmutzten Ecken. Die Glaswände wirken dauerhaft schön und wie neu. Satiniert oder eingefärbt schützen sie im Garten, auf

der Terrasse oder als Balkonbrüstung vor fremden Blicken und verbergen selbst Regen- und Mülltonnen auf elegante Art. Als Windschutz sorgen sie effektiv für geschützte Sitzplätze und eine verlängerte Freiluftsaison. Auch als dezenter Lärmschutz können sie Straßen- oder Schienenlärm dämpfen und zudem gesundheitsschädigende Autoabgase fernhalten. Egal ob mit kombinierten Glasvarianten, frei wähl-

baren Profilabständen, ins Mauerwerk integriert oder ergänzt von Türen und Toren, Treppen- und Balkongeländern – jedes Modell kann individuell auf Maß gefertigt werden. Damit sind Glasschutzwände weit mehr als eine funk­ tionale Notwendigkeit. Vielmehr setzen sie als hochwertige und stilvolle Gestaltungselemente Akzente, die Ansprüche an Design und Funktionalität gleichermaßen erfüllen. (HLC)

Fotos: HLC/ZAUNZAR

Wenn Garten, Terrasse und Balkon im Sommer zum ­erweiterten Wohnzimmer werden, ist Outdoor-Entspannung angesagt. Doch was, wenn der heimische Lieblingsplatz leicht einsehbar, zugig oder gar laut ist? Dann helfen moderne Wind-, Sicht- und Lärmschutzwände aus Glas, die sich leicht und ­ästhetisch in jede Architektur einfügen. Die Multitalente schützen nicht nur vor fremden Blicken, Windböen oder Straßenlärm, sondern wirken auch leichter, moderner und heller als ihr Pendant aus Holz.

Egal ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon: Glasschutzwände machen überall eine gute Figur.

Advertorial

Die stetige Versiegelung großer Flächen durch den Bau von Immobilien, Straßen und Parkplätzen ist nicht nur optisch wenig erfreulich, sondern vor allem aus ökologischen Gründen eine bedenkliche Entwicklung. Denn Boden, der durch Pflastersteine oder Beton „dichtgemacht“ wird, steht dem natürlichen Wasserkreislauf nicht mehr zur Verfügung. Um die Kosten für die Folgen der Versiegelung aufzufangen, erheben viele Kommunen Gebühren für versiegelte Böden. Diese lassen sich zwar nicht vermeiden, aber jeder Immobilienbesitzer kann seinen Teil zum Umweltschutz beitragen und zugleich Abgaben einsparen. Wer zum Beispiel Hofeinfahrten, Wege oder Stellplätze auf umweltfreundliche Art befestigen möchte, ist mit Rasengittern bestens beraten. Sie bestehen aus recyceltem Polyethylen, sind UV-stabil, wetterfest sowie wärme- und frostbeständig. Ihre offene Konstruktion lässt Regen ungehindert versickern und ermöglicht eine gute Verwurzelung des Rasens mit dem Boden. Damit entsteht eine dauerhaft sattgrüne und stabile Nutzfläche, die Halt und Sicherheit bei hoher Ver­ sickerungsfähigkeit bietet. Ein weiterer Plus­ punkt: Hobbyhandwerker können Rasengitter leicht in Eigenregie ver­ legen. (HLC)

Fotos: HLC/Gutta

Flächen natürlich befestigen – Rasengitter überzeugen ökologisch und optisch

Das Verlegen von Rasengittern ist simpel und dank Bodenankern sogar an Gefällen oder Uferzonen möglich.

Mehr Grün vor dem Haus sieht nicht nur schöner aus, sondern ist auch ökologisch wertvoller als eine mit Pflaster oder Beton versiegelte Fläche.


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Kleine Veränderung – große Wirkung: Sonnensegel mit patentierter Aufrolltechnik

r­evolutionären Schritt im Bedienkomfort. So lässt sich das Segel durch das Spannen eines Seils über eine Winsch öffnen und ohne Kraftaufwand automatisch wieder einrollen, indem das Seil einfach gelöst wird – kinderleichte Handhabe, ohne dass das Segel dabei den Boden berührt! Ein Minimum an Aufwand führt zu maximaler Funk­tionalität, und das in Segelgrößen bis zu 45 Quadratmetern. Doch nicht nur Besitzer eines freistehenden Sonnen­ segels sollen in den Genuss des neuen Komforts kommen. Ausgestattet mit der 1-Punkt-Bedienung kann das Segel nun auch manuell von der Hauswand weg über einen Auszug von sechs Metern Sonnensegel sind eine stylische Lösung für Garten und Terund einer Fläche bis zu rasse und bieten zunehmend mehr Annehmlichkeiten. 36 Quadrat­metern aufge-

Neben der puristischen Formgebung stehen bei einem neuen Sonnensegel auch Innovationen in Technik und ­Design im Vordergrund. Ein spezielles Patent, das mittels Federsystem und selbstaufrollbarer Welle funktioniert, wird nun bei semi-aufrollbaren Sonnensegeln eingesetzt und bewirkt einen

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Fotos: HLC/Soliday

Sonnensegel sind nicht nur eine stylische Lösung für Garten und Terrasse. Sie bieten auch zunehmend mehr Komfort. So lassen sich heute zum Beispiel viele vollautomatisierte Modelle bequem per Knopfdruck bedienen oder der persönliche Schattenbedarf kann mittels App exakt geplant werden. Smart und funktional gehen hier Hand in Hand.

Nicht nur Besitzer eines freistehenden Sonnensegels kommen in den Genuss des neuen ­Komforts. Ausgestattet mit der 1-Punkt-Bedienung kann das Sonnensegel nun auch manuell von der Hauswand weg über einen Auszug von sechs Metern und einer Fläche bis zu 36 Quadratmeter aufgespannt werden.

spannt werden. Aufgrund der Höhenverstellung lässt es sich nicht nur leicht in die optimale Neigung bringen, um den bestmöglichen Schatten zu spenden, vielmehr ist es zugleich auch ein vollwertiger Regenschutz. Das Sonnensegel hat zudem eine neue, ­ausgeklügelte Verspannungstechnik, so­ dass die Masten außerhalb des Blick-

feldes und somit auch außerhalb der Segelecken gesetzt werden. Dadurch hat man „freie Sicht“ nach vorne und kann diese ungetrübt genießen. Und das, was ein Sonnensegel eigentlich ausmacht, bleibt erhalten: Leichtigkeit in der Form und ein architektonischer Akzent in puncto Design. Der Sommer kann also noch etwas bleiben. (HLC)


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Mit dem Alter werden wir weiser durch die Erfahrungen, die wir über die Zeit gesammelt haben. Aber auch körperlich machen sich die Jahre irgendwann bemerkbar. Dinge, die immer einfach zu bewältigen waren, wie die Schuhe zuzubinden oder in die Wanne zu steigen, fallen auf einmal doch recht schwer. Wer möglichst lange selbstbestimmt in seinen eigenen vier Wänden leben möchte, sollte früh genug über einen alters­gerechten Umbau nachdenken. Schön, wenn es dafür Produkte gibt, die sich durch ihr zeitloses, puristisches Design perfekt ins moderne Ambiente einfügen.

Dank ihres zeitlosen Designs bleiben die Halte- und Stützgriffe wunderbar im Hintergrund.

Der erste Schritt zum altersgerechten Wohnen ist das Zugeständnis, dass man im Alltag Unterstützung braucht. Ist das geschafft, geht es auf die Suche nach der richtigen Ausstattung. Nur, weil man nun im Bad einen Haltegriff oder einen Duschsitz braucht, heißt das nicht, dass man in einem sterilen Krankenhausambiente wohnen möch­ te. ­Moderne Bäder verlangen auch nach modernen Designs, so wie sie eine neue Serie bietet. Von Halte- und Stützgriffen über Duschsitze bis hin zu formschönen Badaccessoires: Alles ist hochglanz­ poliert und eloxiert sowie zeitlos-puristisch gestaltet und dadurch in der zeitgemäßen Badezimmerlandschaft quasi unsichtbar. So bleiben sie diskret im Hintergrund und helfen dann, wenn sie gebraucht werden. Dank ihres modularen Aufbaus sind die Halte­systeme so flexibel, dass sie überall h ­ ineinpassen. Denn sie sind so kons­truiert, dass sie sich je nach Bedarf mittels Rohr, Verbinder und Anschlussstück verlängern oder auch verkürzen lassen. Da vor ­allem Bäder häufig als kleine, funktionale Räume ausgelegt sind und zum Beispiel die Größen der Duschnischen variieren, kommt das gerade recht. Ob der Griff dabei rechts, links oder durchgehend montiert werden soll, spielt keine Rolle. Auch die Stützgriffe am WC haben ein zusätz­liches Plus: Sie lassen

Fotos: epr/Erlau AG

Puristisches, zeitloses Design im Bad

Der Konsolgriff gibt den nötigen Halt und dient gleichzeitig als praktische Ablage.

sich jederzeit nach oben wegklappen, sodass sie b ­esonders platzsparend sind. Zudem kann man sie, wie alle anderen geraden Haltegriffe, als Handtuchhalter verwenden. Auch der patentierte Konsolgriff ist multifunktional. Er hilft einerseits beim Aufstehen und dient andererseits als Ablage für Pflegeprodukte. (HLC)

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ALT

U E N w ir

d

Leseraktion: Machen Sie mit!.

80er-Jahre Küche schafft den Sprung ins neue Jahrtausend AKTION: ALT WIRD NEU!

modernen verbindet und neu in Szene setzt. Sehr schnell konnten wir unseren langjährigen Möbelschreiner von unserer Idee begeistern, die er kompetent und kreativ plante und umsetzte. Die Korpusse blieben teilweise erhalten und bekamen weißlackierte Fronten ohne Griffe. Die Unterschränke wurden durch große Schubladen ersetzt über deren Inhalt man immer den Überblick hat. Der neue Backofen wurde auf Augen­ höhe eingebaut, mit darunterliegender Wärmeschublade. Unser alter Herd fand wie der alte Backofen in einer

Schule ein neues Wirkungsfeld und wurde durch ein großes Induktionskochfeld ersetzt. Darüber sorgt jetzt eine leistungsstarke Kopffreihaube für saubere Luft in unserer offenen Küche. Zu einem ganz besonderen Highlight in der neuen Küche wurde die alte Arbeitsplatte, die abgeschliffen und geölt einen gelungenen Kontrast zu den weiß lackierten Möbeln bildet und sich wunderbar anfühlt. Edel und zudem hygienisch und pflegeleicht macht sich dazu die weiße Keramikspüle. Insgesamt ein gelungenes Projekt! (RG)

TEILNEHMEN LOHNT SICH! Jeder Einsender erhält als Dank ein Buch aus unserem Verlag. Die interessantesten Projekte wählt unsere Redaktion aus und veröffentlicht diese in den nächsten Ausgaben. Wir sind gespannt!

Fotos:Roswitha Heider

Nach über 25 Jahren war unsere ­Markeneinbauküche immer noch gut in Schuss, entsprach aber nicht mehr ­unserem Geschmack und Ansprüchen. Schon länger hegte ich als Hobby-Köchin den Wunsch nach einer hellen modernen Küche mit ergonomisch eingebauten Hightech-Küchengeräten. Doch ­radikal trennen wollten wir uns von der alten aber qualitativ hochwertigen und bewährten Küche nicht. Insbesondere die Arbeitsplatte aus massivem Buchenholz musste unbedingt erhalten bleiben. Eine individuelle Lösung musste her, die erhaltenswerte alte Elemente mit

Foto: Roswitha Gräwe

Schicken Sie uns eine E-Mail (heider@heider-medien.de) oder einen Brief unter dem Stichwort „ALT wird NEU“ an die Redaktion (Joh. Heider Verlag GmbH, Paffrather Str. 102–116, 51465 Bergisch Gladbach) mit Ihren Umbaufotos und, wenn Sie mögen, einem kurzen Text dazu.

Foto: fotolia.com/drubig-photo

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Online lesen: BauenWohnenLeben bit.ly/bauen-wohnen-leben Unter dieser URL finden Sie die Online-Ausgabe der BauenWohnenLeben.


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Aus der Europalette wird ein Paletten-Couchtisch

Moderner Upcycling-Trend: Europaletten-Möbel zum Selbermachen sind sehr beliebt und ­zaubern einen neuen Look ins Wohnzimmer – schnell und günstig.

Jetzt tauchen sie wieder aus Keller und Garage auf, ­werden überarbeitet und erleben als Vintage-Schätze in Kombination mit zeitgenössischen Design-Accessoires eine fröhliche Renais­ sance. Die neue Lust am Selbermachen zaubert aus in die Jahre gekommenen Kommoden, nostalgischen Schränken oder auch nur aus alten Obstkisten individuelle Einrichtungs­gegenstände mit Persönlichkeit und Stil. Altes neu entdeckt Der Star unter den günstigen und nachhaltigen sogenannten UpcyclingMaterialien ist die Europalette. Der

funktionale Holz-Untersatz aus dem Transportwesen eignet sich dank sei­ ner Stabilität und der genormten Maße als Baustein für zahlreiche effektvolle Eigenkreationen – von der Theke über

Regale, Sofas und Sessel bis hin zum Tisch. Ganz nach Bedarf werden die ­Paletten dazu einfach gestapelt, zersägt oder miteinander verschraubt, in som­ merlichem Kalkweiß oder dezentem Anthrazit lasiert und mit Kissen, Trans­ portrollen und Glas-Tischplatten vere­ delt. Ein guter Einstieg in die eigene Möbelproduktion ist beispielsweise ein Paletten-Couchtisch. Dafür bearbeiten Hobbyhandwerker ein- bis dreigängige Euro-Paletten mit 80er- und 120erSchleifpapier, lasieren sie nach Wunsch, schrauben sie aufeinander und montie­ ren daran vier lenk- sowie bremsbare Transportrollen. Eine klare, satinierte oder gefärbte Glasplatte in Europalet­ ten-Maßen sorgt für den ungehinderten Blick auf das fertige Werk und passt den Tisch an das eigene Wohnkonzept an. Hochwertige, sichere und stabile Glas-Tischplatten stehen in verschie­ denen Designs, Qualitäten und Stärken zur Wahl. Millimetergenau, aufs Wunschmaß zugeschnitten, gibt es sie beispielsweise im Online-Shop unter www.fabelhaftes-glas.de.

gen bieten einen optimalen Schutz beim Versand für den zerbrechlichen Inhalt. Wer möchte, kann die Tischplatte noch mit einer passenden LED-Beleuchtung ergänzen, fertig ist der neue Blickfang im heimischen Wohnzimmer. Euro­ paletten gibt es im Übrigen auch schon fertig lasiert im Baumarkt. (djd)

Foto: djd/Fabelhaftes Glas DIY/ iStock.com/in4mal

Foto: djd/Fabelhaftes Glas DIY/ iStock.com/Anrodphoto

Upcycling: Mit den passenden Materialien Möbel mit Glas einfach selbst erstellen

Das Wunschglas online konfigurieren Per Mausklick können sich Heimwer­ ker hier individuell ihr Wunschglas on­ line konfigurieren und bestellen. Eigens entwickelte und getestete Verpackun­

Geschliffen, lasiert und mit individueller Glasplatte bestückt: Aus Europaletten lässt sich ein Couchtisch im Vintage-Look herstel­ len. Mit passender Glasplatte zum modernen Blickfang.

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In der nächsten Ausgabe lesen Sie: Foto: Fotolia.com/ Smole

• Kaminbau Offene Kamine • Bergische Wohnkultur Möbel und Stoffe • Heizungs- und Sanitärinstallateur Das Handwerk und der Ausbildungsberuf • Tipps zum Selbermachen Neue Serie

Erscheinungsdatum: 17. 11. 2018 IMPRESSUM Die Bergische Zeitung BauenWohnenLeben ist die regionale Zeitung mit aktuellen Nachrichten aus der Region sowie Verbraucherinformationen rund ums Haus.

E-Mail: bz-bauen-wohnenleben@heider-verlag.de www.heider-medien.de

Kostenlose Haushalts­ verteilung in den Kreisen Rhein-Berg (93.150 Exemplare) sowie Oberberg (55.000 Exemplare)

Grafik und Druck:

Weitere 3.500 Exemplare liegen in beiden Kreisgebieten aus. Verlag: Joh. Heider Verlag GmbH Paffrather Straße 102–116 51465 Bergisch Gladbach Telefon: 0 22 02 / 95 40 0 Telefax: 0 22 02 / 2 15 31

Geschäftsführung: Hans-Martin Heider (v. i. S. d. P.) Roberto Heider Heider Druck GmbH, Bergisch Gladbach Gestaltung: Markus Lehmler Mediaberatung: Dieter Koch Telefon: (0 22 02) 1 09 32 40 E-Mail: koch@heider-medien.de Birgit Stumm Telefon: 0 22 02 / 95 40-334 E-Mail: stumm@heider-medien.de Beilagenhinweis: Einem Teil dieser Auflage liegt eine Beilage vom Reise Service Deutschland, München, bei.

Regionale Redaktion: Agentur Strothmann GmbH, Bergisch Gladbach Elke Strothmann (ES) Benjamin Kuthning (BK) Weitere redaktionelle Mitarbeit: Alexander Schiele (AS) Beate Goldschmidt (BG) deutsche journalisten dienste (djd) Dieter Koch (DK) Highlights Communication (HLC) Nelli Fast (NF) Ralph Schneppensiefen (RS) Roswitha Gräwe (RG) Gerichtsstand: Bergisch Gladbach HRB 45525 www.heider-mediaservice.de/ bz-bauen-wohnen-leben


September/Oktober 2018

Als junger Mann begann ich mein Berufsleben mit einer Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur. Die Aussichten im Handwerk waren gut, der Beruf vielseitig und abwechslungsreich und man begegnete jeden Tag neuen interessanten Menschen. An dieser Stelle möchte ich von einem Kollegen berichten, der mir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist. Für uns Auszubildende war es immer eine willkommene Abwechslung bei der täglichen Arbeit, wenn ein Ersatzteil oder fehlendes Material zu besorgen war. Dann durfte, wer einen Führerschein besaß, im Transporter zur Firma Steinbüchel brausen und das Benötigte beschaffen, dabei verging schon mal gerne eine ganze Arbeitsstunde. Bei einem diese „Ausflüge“ stand an der Verkaufstheke, die wie immer gut besucht war, ein allseits bekannter Kollege, nennen wir ihn an dieser Stelle der Einfachheit ­halber einmal „P“, der immer mit großem Hallo, ausladenden Gesten und lauter Stimme raumfüllend präsent war. „P“ war ein Hüne von einem Mann mit Schultern so breit wie ein Kleiderschrank und er überragte meine 1,78 m Länge um mindestens einen ganzen Kopf. „P“ telefonierte gerade, unter Gebrauch des hauseigenen Telefons des Großhändlers, an Handys dachte zu

dieser Zeit noch niemand, mit seinem Chef. Wie jedermann im Raum mitbekommen konnte, hatte er wohl Fragen zur Platzierung diverser Sanitär­ gegenstände in einem Bad. Offensichtlich war sein Chef nicht begeistert über diese Störung und die Fragen seines Mitarbeiters und das Gespräch wurde immer lauter, bis „P“ schließlich wutschnaubend den Hörer auf die Gabel knallte und in den Raum rief: „wisst ihr wat dä für mich jesaat hät? Ich soll der Klopott doch unger de Deck schruuve! Waat aff, der kann mich kenne liere!“ „P“ verstaute seinen Einkauf und verließ mit ausladenden Schritten den Verkaufsraum. Die zurückbleibenden Gesellen schauten sich nur schulterzuckend an und setzten schmunzelnd ihr Tagwerk fort. Es dauerte nicht lange, da kursierten die wildesten Erzählungen: „Häste ald vom „P“ jehuurt? Da hät e komplett ­Badezimmer u ­ nger de Deck montiert!“ Ich weiß nicht, ob es wahr ist, aber damals habe ich mir gewünscht, es wäre so. Man hat sich diese Geschichte unter Kollegen noch lange Jahre immer wieder erzählt. Wenn ich heute daran denke, vermisse ich diese verrückten Typen, die früher ständig irgendwo für Aufsehen sorgten. Heute traut sich keiner mehr. (RS)

Bergisches Rezept: Apfelpfannkuchen mit Milchbohnensuppe Dieser Tage fragte meine fünfjährige Enkeltochter Lotta meine Frau: Oma, kennt Opa Mehl? Ja. Kennt er auch Eier? Ja. Und kennt er auch Milch? Ja. Oma, dann soll Opa mir kleine Eierpfannkuchen mit Äpfeln machen – da gehen drei Stück in die Pfanne. Mir fiel dazu ein altes Rezept meiner Oma ein:

ohnensuppe: Zutaten für Milchb 3/4 l Vollmilch schnit tene ose grüne ge 1 kl. D Boh nen Kar toffeln 350 g gekochte 1 Brühwür fel Pfef fer 1 TL Salz, 1 TL

Tschüss, wir sehen uns!

Liebe Leser, an dieser Stelle möchten wir ­regelmäßig Anek­doten aus dem Handwerk erzählen, die sich tatsächlich so oder ähnlich zugetragen haben. Schreiben Sie uns, wenn Sie selbst einen Handwerksbetrieb haben und Erlebnisse dieser Art erzählen können. Wir freuen uns auf Ihre Post. Anschrift der Redaktion: Joh. Heider Verlag GmbH, Paffrather Str. 102–116, 51465 Bergisch Gladbach E-Mail: heider@heider-medien.de

Foto: Fotolia.com/ TwilightArtPictures

ILLUSTRATION: Clara Pauly

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Zubereitung Milchbohnensuppe: Die Milch in einen großen Topf geben. Die gekochten Kartoffeln und die grünen, geschnittenen Bohnen hinzufügen. Köcheln lassen. Brühwürfel, Salz und Pfeffer hinzufügen.

pfannkuchen: Zutaten für Apfel t) 4 Eier (getrenn 250 g Mehl 250 ml Milch alwasser 250 ml Miner Prise Zucker 1 Prise Salz, 1 r 1 TL Backpulve r ke uc 1 TL Zimtz 2 Äpfel

Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und Pfannkuchen backen, bis sie auf beiden Seiten eine schöne Farbe haben. Mit Zimtzucker bestreut möglichst sofort servieren. (DK) Zubereitungszeit ca. 30–35 Minuten.

Zubereitung Apfelpfannkuchen: Die Äpfel schälen, Kernhaus entfernen und die Äpfel in kleine Stücke oder dünne Scheiben schneiden. Eigelb mit Salz, Zucker, Mehl, Backpulver, Milch und Mineralwasser mit dem Stabmixer verrühren (Vorsicht, spritzt etwas). Das Eiweiß steif schlagen und unterheben. Zum Schluss die Apfelstücke vorsichtig unterheben oder Scheiben einlegen.

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