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Kinderbetreuung
qin den besten händen Krippe, Oma oder Tagesmutter? Der Alltag mit Baby kehrt ein und macht vielleicht eine Betreuungsmöglichkeit nötig. Keine leichte Entscheidung: In welche Hände gebe ich meinen
Liebling, wenn ich außer Haus bin? Es gibt verschiedene Modelle, die angepasst an die individuelle Situation zur Anwendung kommen. Wir stellen die
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Modelle vor, bei denen Kinder ab einem Alter von wenigen Wochen betreut werden können.
Großeltern
Für viele die erste Wahl ist die Oma. Zahlreiche Kinder werden regelmäßig den Großeltern anvertraut, um Eltern flexibler zu machen. Bestens geeignet ist diese Möglichkeit der Betreuung für alle, deren Eltern in der Nähe wohnen und natürlich die entsprechende Zeit haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Kleinen fühlen sich bei Oma und Opa meist pudelwohl und die Zeiten können flexibel vereinbart werden. Wichtig sind jedoch klare Absprachen beispielsweise über den Erziehungsstil, über Süßigkeitenkonsum, Mittagsschlaf und Freizeitgestaltung. Die Betreuungskosten können vom Jugendamt übernommen werden, wenn die Großeltern die gleichen Voraussetzungen erfüllen wie eine Tagesmutter. Weitere Informationen gibt es beim Kinderschutzbund Ludwigshafen.
Leihoma
Leben die Großeltern nicht in der Nähe, können Sie versuchen, eine Ersatzoma für die Betreuung der Kinder zu finden. Vielleicht gibt es im Umfeld eine Frau, die sich nach dem Eintritt ins Rentenalter freut, kleine Kinder zu betreuen. Im besten Fall wird die Leihoma zu einem echten Familienmitglied. Das Nachfragen bei Vermittlungsstellen für Tagesmütter und Babysitter lohnt sich, vielleicht wird man auch durch eine Anzeige in der Lokalzeitung fündig. Der Preis für die Betreuung gestaltet sich nach Absprache.
Privates netzwerk
Eltern können sich auch zusammenschließen und die Betreuung ihrer Kinder gegenseitig übernehmen. Hierfür ist ein hohes Maß an Organisation und Absprache nötig. Gleichgesinnte findet man in Facebookgruppen, über private Kleinanzeigen, eventuell auch übers Jugendamt, die Kirchengemeinden oder einen Aushang im Laden um die Ecke.
Kindertagespflege
halt der Tagesmutter/des Tagesvaters, im Haushalt der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen. Die Kinderbetreuung kann ganztags oder in Teilzeit erfolgen. Die Tageskinder sind über die Unfallkasse RLP unfallversichert.
Jede Person, die fremde Kinder in ihrem Haushalt mehr als 15 Stunden in der Woche gegen Entgelt länger als drei Monate betreut, braucht eine amtliche Pflegeerlaubnis.
Kindertagespflegepersonen unterliegen ebenso wie die Erzieherinnen dem Bildungs- und Förderauftrag. Tageskinder lernen in kleinen Gruppen, wie ein soziales Miteinander funktioniert. Die Gruppengröße beträgt maximal fünf Tageskinder. In Ludwigshafen gibt es ca. 270 Plätze bei Tagesmüttern und -vätern.
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen des Büro Flexible Kinderbetreuung sind bei der Vermittlung und während des gesamten Betreuungsverhältnisses Ihre Ansprechpartnerinnen. Dort erhalten Sie auch Auskunft zu Qualifikation der Tagesmütter und -väter, Betreuungszeiten, Ernährung, Anzahl der Plätze, Alter der betreuten Kinder und vielem mehr. Außerdem bekommen Sie von dort Infomaterial und die Anträge für die Stadt Ludwigshafen, die für die Berechnung der Elternbeiträge zuständig ist. Kindertagespflege ist in Ludwigshafen nicht teurer als die Betreuung in Krippen, ausserdem entfällt ab dem zweiten Geburtstag der Elternbeitrag. Der Service vom Büro Flexible Kinderbetreuung ist kostenfrei.
Deutscher Kinderschutzbund – Büro Flexible Kinderbetreuung
Bahnhofstraße 83 | 67069 LU | 0621/587 90 200 www.kinderschutzbund-ludwigshafen.de tagespflege@kinderschutzbund-ludwigshafen.de
Stadtjugendamt Ludwigshafen
Bereich Schulen und Kindertagesstätten
Westendstraße 17 | 67059 LU | 0621/504-3916
Mutter-/Vater-Kind-Kuren
vom Schwarzwald bis an die See
Persönliche Beratung Unterstützung beim Antrag Vorbereitung auf die Kur Professionelle Behandlung
Babysitter
Ein Abend zu zweit, eine Party bei Freunden oder ein gemütliches Abendessen im Restaurant – manchmal brauchen die Eltern jemanden, der den Nachwuchs für ein paar Stunden betreut. Da sind Babysitter genau die richtigen Ansprechpartner: Sie passen auf, spielen mit den Kleinen, trösten und bringen sie ins Bett. Der Kinderschutzbund in Ludwigshafen führt rund 40 zertifizierte Babysitter in seiner Kartei.
Diese sind im Alter zwischen 14 bis 18 Jahre alt und wurden über einen Kurs vom Kinderschutzbund qualifiziert. Viele haben auch schon zu Hause Erfahrung mit der Betreuung jüngerer Geschwister gesammelt. Die Kosten belaufen sich auf 8 - 10 Euro pro Stunde. Bei häufigem Betreuungsbedarf oder der Betreuung von mehreren Kindern kann auch eine Pauschale vereinbart werden. Die Beratung sowie die Vermittlung der Babysitter sind für die Eltern kostenfrei.
Deutscher Kinderschutzbund – Büro Flexible Kinderbetreuung
Bahnhofstraße 83 | 67069 LU 0621/587 90 200 www.kinderschutzbund-ludwigshafen.de tagespflege@kinderschutzbund-ludwigshafen.de
Au-pair
Um ein Au-pair-Mädchen oder -Jungen aufzunehmen, benötigt man ein freies Zimmer in der Wohnung. Die 17- bis 30-Jährigen sollen maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten und haben Anspruch auf einen bezahlten Sprachkurs, 260 Euro Taschengeld im Monat und eine Kranken- und Haftpflichtversicherung. Au-pairs werden über Agenturen vermittelt, auch die Landesarbeitsämter kennen Vermittlerkontakte.
Kinderkrippe
Kinderkrippen sind moderne Einrichtungen, die speziell auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen bis zu einem Alter von drei Jahren ausgerichtet sind. Freundliche Räume,
Mögliche Fragen für das Kindergartengespräch
Einige Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Kindergartens: > Ist die Einrichtung wohnortnah und fußläufig zu erreichen? > Welche Regeln und pädagogischen Ziele gibt es? > Wird der Personalschlüssel (2 Erzieher auf 25 Kinder) eingehalten? > Wie sind die Räumlichkeiten – hell, freundlich, kindgerecht, eventuell schallgedämpft? Gibt es abgegrenzte Themenbereiche? Wie sieht es mit einem Turnraum aus? Wieviele Gruppen und Kinder betreut die Einrichtung? Auch ein Blick in Waschraum und Toiletten ist aufschlussreich. > Raus ins Freie: Wie stellt sich der Außenspielbereich dar? Wie oft wird dieser genutzt? Achten die Erzieher auf angemessene Bekleidung (Regenhose, -stiefel bzw. Sonnenhut und -creme)? > Wie ist der tägliche Ablauf in den Gruppen? Wird Wert gelegt auf
Freispielzeiten? Wie stellt sich beim Schnupperbesuch der Umgang der Erzieher mit den Kindern dar? Und: Haben die Kleinen die Möglichkeit zum Mittagsschlaf oder Mittagsruhe? > Wie wird die Eingewöhnung unterstützt? > Wie sieht’s aus mit der Verpflegung? > Gibt es auch über die Kindergartenbetreuung hinausgehende Veranstaltungen? Können bzw. sollen sich die Eltern engagieren? > Wie sind die Betreuungszeiten? Und wann bzw. wie lange sind die
Ferien? Gibt es Wartelisten? > Was ist, wenn mein Kind noch nicht sauber ist? Was passiert im
Krankheitsfall?
Masernimpfpflicht für Kinder
Masern sind hoch ansteckend und können zu schwerwiegenden Komplikationen und Folgeerkrankungen wie Ohren-, Lungen- und Hirnhautentzündung führen. Deshalb sollen Schul- und Kindergartenkinder wirksam vor Masern geschützt werden. Das ist Ziel des Masernschutzgesetzes, das am 1. März 2020 in Kraft getreten ist. Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission (siehe auch Seite 18) empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen.
kleine Gruppengrößen und gut ausgebildetes Personal sorgen für den Wohlfühlfaktor. Der klar strukturierte Alltag bietet den Kindern Orientierung. Viele Anregungen und der Kontakt zu Gleichaltrigen sind klare Pluspunkte der Krippe. Allerdings können die Kleinen Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung und mit dem Finden ihres Platzes innerhalb der Gruppe haben. In der Regel sind die Krippen in den Räumen einer Kindertagesstätte untergebracht, es gibt aber auch Einrichtungen – zumeist von freien Trägern – die sich ganz auf die Allerkleinsten konzentrieren und keinem Kindergarten angeschlossen sind.
Vorbereitung auf den Kindergarten – Loslösegruppen
In manchen Kindertagesstätten oder unter der Organisation von Vereinen gibt es so genannte Loslösegruppen. Die Kinder werden beispielsweise an zwei Vormittagen in der Woche für zwei bis drei Stunden in kleinen Gruppen von ErzieherInnen betreut. So können sie erste Erfahrungen im Gruppenverband sammeln und erleben erste selbstständige Schritte.
Kindergarten/Kindertagesstätte
Der Besuch einer Kindertagesstätte ist ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung eines Kindes. Ein gutes Erziehungs- und Betreuungsangebot für Kinder bietet beste Entwicklungschancen für die Kleinen. Die Tagesbetreuung in den Kindertagesstätten der Stadt, der kirchlichen und der freien Träger beginnt bereits im Babyalter mit der Krippe und schafft mit flexiblen Betreuungsformen in Kindergarten und Hort für Kinder bis zwölf Jahren für die Eltern beste Voraussetzungen für die Vereinbarung von Familie und Beruf. Die Sprache, das Interesse an Naturwissenschaften und musische Neigungen werden gleichermaßen schon im Kleinkindalter gefördert.
Zur Verbesserung des Betreuungsangebotes hat die Stadt Ludwigshafen das Angebot in den Kindertagesstätten gemeinsam mit den Freien Trägern stadtweit ausgebaut. Gleichzeitig erweiterte die Stadt das Angebot für Kleinkinder unter zwei Jahren. Der Besuch des Kindergartens ist in Rheinland-Pfalz komplett beitragsfrei. Die Mehrzahl der Häuser sind kombinierte Einrichtungen, die neben dem Kindergarten oft auch Hort- und Krippengruppen haben. Weitere Infos erhalten Sie unter www.ludwigshafen.de oder www.kita.rlp.de
Familienpflege für den Fall der Fälle
Was passiert, wenn Sie krank werden, womöglich ins Krankenhaus müssen und das bestehende Netzwerk diese Lücke nicht schließen kann? In solchen Fällen können Sie sich helfen lassen. Grundsätzlich muss jede gesetzliche Krankenkasse eine Haushaltshilfe stellen, wenn Versicherte ihren Haushalt wegen einer Krankenhausbehandlung, einer stationären Reha- oder Vorsorgebehandlung nicht mehr führen können. Wenn mindestens ein Kind unter zwölf Jahren im Haushalt zu versorgen ist, kann sie einspringen. Ihr Arzt muss ein Attest ausstellen, damit Sie die Hilfe beantragen können. Die Krankenkasse nennt Ihnen dann Dienstleister samt Kontaktdaten.
Kindergarten oder Kindertagesstätte?
Kindergärten sind meist Einrichtungen, die sich auf die Betreuung der 3- bis 6-Jährigen beschränken. Kindergärten werden auch als Kindertagesstätten bezeichnet, wenn sie eine Ganztagsbetreuung anbieten. Kindertagesstätten betreuen oft alle drei Altersgruppen (Kinderkrippe für unter 3-Jährige, Gruppen für 3- bis 6-Jährige und Schüler im Hort).
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