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Sicherheit
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Sicherheit für Kinder
Gefahren erkennen und vermeiden Sicherheit im Auto Kinder sind laut Statistik im Straßenverkehr beim Mitfahren im Auto besonders gefährdet. Jedes Jahr werden in Deutschland tausende Kinder im Auto verletzt oder getötet. Ursache hierfür ist oft eine unvorschriftsmäßige Installation des Kindersitzes oder die Sicherung der Kinder mit dem Gurt für Erwachsene. Nur 59 Prozent der Kinder werden korrekt mit Sitz und Gurt befördert. Gefährlich – denn das Verletzungsrisiko eines ungesicherten Kindes ist um ein Vielfaches größer als das eines korrekt angeschnallten. Eine Sicherung in geeigneten Kinder-Rückhaltesystemen ist für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,50 m gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Mitnahme eines ungesicherten Kindes drohen Bußgeld und Punkte im Flensburger Zentralregister. Die Sorge um die Gesundheit Ihrer Kinder sollte für Sie jedoch den Ausschlag geben, auch auf noch so kurzen Fahrten mit dem Auto Ihr Kind in einem geeigneten und amtlich zugelassenen Kindersitz sicher unterzubringen. Man kann aktuell zwischen Kindersitzen wählen, die eine Zulassung nach R 44/04 oder nach der neueren Richtlinie ECE R 129 (i-Size) haben. Die Sitze nach Prüfnorm 129 richten sich nach der Körpergröße und nicht nach dem Gewicht des Kindes. Es gibt keine Klasseneinteilung mehr, jeder Hersteller kann die jeweilige Minimal- und Maximalgröße selbst festlegen. Um in einem Kindersitz in Fahrtrichtung sitzen zu dürfen, muss der Nachwuchs mindestens 15 Monate alt sein. Vor dem Kauf ist zu klären, ob der Sitz für das eigene Fahrzeug freigegeben ist. Bei den Sitzen, die der Prüfnorm 44/04 entsprechen, ist in erster Linie das Gewicht des Kindes ausschlaggebend. Kindersitze sind in Gruppen eingeteilt, die den nachfolgend aufgeführten Körpergewichtsklassen entsprechen: Rückwärts gerichtete Sicherheit geht vor Babyschalen sichern Babys mit eiEin Aufprall mit 50 km/h ohne nem Gewicht bis zu 13 kg (bis ca. 15 Kindersitz kann einem Sturz aus Monate) in der Gruppe 0+ (in der 10 m Höhe entsprechen. Gruppe 0 nur bis 10 kg, bis ca. 1 Ohne Kindersitz kann schon ein Jahr). Befindet sich der Kopf des BaAufprall mit 15 km/h für ein Kind bys auf der Höhe des Schalenrandes tödlich sein. oder ragt er bereits heraus, dann ist Ein Sturz vom Fahrrad bei 30 es Zeit für den Wechsel in die nächskm/h entspricht einer Fallhöhe te Kindersitzgruppe. Kindersitze der von ca. 4 Metern Gruppen 0+ und 1 sind für Kleinkinder mit einem Gewicht bis 18 kg,
etwa 4 Jahre geeignet. Kindersitze der Gruppe 1 (Gewicht 9 bis 18 kg, ca. 1 bis 4 Jahre), Gruppe 1-2-3 (Gewicht 9 bis 36 kg, ca. 1 bis 12 Jahre) und Gruppe 2-3 (Gewicht 15 bis 36 kg, ca. 4 bis 12 Jahre) sichern die größeren Kinder. Abweichend von dieser Einteilung empfehlen verschiedene Institutionen den Transport von Kindern in rückwärts gerichteten Kindersitzen (sogenannte Reboarder-Sitze) bis zum Alter von vier Jahren, da die Hals- und Nackenmuskulatur eines Kindes die Wucht eines Aufpralls in einem Sitz in Fahrtrichtung nicht kompensieren kann. Beim Kauf eines Kindersitzes ist es ratsam, mit Kindersitz und Kind eine Einbau- und Sitzprobe im Fahrzeug durchzuführen, da nicht jeder Sitz in jedes Fahrzeug gleich gut passt. Der Besuch eines Fachgeschäftes sollte beim Kauf eines Kindersitzes selbstverständlich sein. Hier können Sie sich beraten lassen, verschiedene Sitze unter Anleitung ausprobieren und gegebenenfalls Tipps zum Einbau erhalten. Aufgrund der Vielzahl der Hersteller von Kindersitzen und damit einhergehend der Vielzahl der Kindersitzmodelle fällt die Wahl des „richtigen“ Modells nicht leicht. Orientieren Sie sich bei der Auswahl eines Kindersitzes am besten an Testurteilen und Tipps von Verbraucherorganisationen und Automobilclubs. Teilweise stellen die Tests dieser Institutionen hinsichtlich der Prüfkriterien Sicherheit, Bedienung, Komfort und Gebrauch höhere Anforderungen an die Kindersitze als die gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungstests. Umfassende Informationen zur Kindersicherheit in Kraftfahrzeugen bietet das Projekt „Sicher im Auto“, das vom ADAC organisiert wird. Bei
Ein Sturz vom Rad ist schnell passiert. Gut, wenn der Helm dann den Kopf schützt und so Schlimmeres verhindert wird.