Eltern & Kind in Mannheim 2020

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Alltag mit Kindern / Kinderbetreuung

Mutter-/Vater-Kind-Kuren Sie fühlen sich erschöpft, ausgebrannt, gestresst? Manchmal ist das kein Wunder: Familie, Beruf, Haushalt und die eigene Gesundheit unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht so einfach. Kommen dann noch chronische Erkrankungen, psychische Konflikte oder gesundheitliche Belastungen hinzu, fällt es zuweilen schwer, alleine aus diesem Tief herauszukommen. Unterstützung und Hilfe leisten da Mutter-/Vater-Kind-Kuren. Sie sind medizinische Leistungen, die von den Krankenkassen finanziert werden, drei Wochen dauern und prall gefüllt sind mit Gruppen- und Einzelgesprächen, Bewegungsprogrammen, Ernährungsberatung, Entspannungsverfahren und vielem mehr. Ein Team aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Pädagogen, Ernährungsberatern und Erziehern kümmert sich um Sie und Ihre Kinder. Die häufigsten Erkrankungen, mit denen Frauen in Mutter-Kind-Kliniken aufgenommen werden, sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, psychosomatische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Burn-out, Anpassungsstörungen), Atemwegserkrankungen sowie Adipositas. Kinder können entweder als gesunde Begleitpersonen mit zur Kur (wenn sie zuhause nicht betreut werden können) oder sie werden mitbehandelt. Bei ihnen äußern sich häufig Krankheiten des Atmungssystems, Infektanfälligkeit, Verhaltensstörungen, Krankheiten der Haut und des Bewegungsapparates. Alle Frauen und Männer in Familienverantwortung haben Anspruch auf entsprechende stationäre Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation. Bei Ihrer Krankenkasse können Sie einen Antragsvordruck bestellen. Allerdings: Eine medizinische V ­ orsorgeoder Rehabilitationsmaßnahme ist kein Urlaub auf Krankenschein, sie bietet vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe mit unterstützenden Therapieangeboten. Deutsches Müttergenesungswerk Kurtelefon:  030/330029-29   www.muettergenesungswerk.de  info@muettergenesungswerk.de Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe e.V.  0800/932 11 11  www.ak-familienhilfe.de AWO Gesundheitsservice Kurberatung-Hotline  01803/34 47 23  www.awo-gesundheitsservice.de

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In den besten Händen

Krippe, Oma oder Tagesmutter? Der Alltag mit Baby kehrt ein und macht vielleicht eine Betreuungsmöglichkeit nötig. Keine leichte Entscheidung: In welche Hände gebe ich meinen Liebling, wenn ich außer Haus bin? Es gibt verschiedene Modelle, die angepasst an die individuelle Situation zur Anwendung kommen. Wir stellen die Modelle vor, bei denen Kinder ab einem Alter von wenigen Wochen betreut werden können.

Großeltern Für viele die erste Wahl sind Oma und Opa. Zahlreiche Kinder werden regelmäßig den Großeltern anvertraut, um Eltern flexibler zu machen. Bestens geeignet ist diese Möglichkeit der Betreuung für alle, deren Eltern in der Nähe wohnen und natürlich die entsprechende Zeit haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Kleinen fühlen sich bei Oma und Opa meist pudelwohl und die Zeiten können flexibel vereinbart werden. Wichtig sind jedoch klare Absprachen beispielsweise über den Erziehungsstil, Süßigkeitenkonsum, Mittagsschlaf und Freizeitgestaltung.

Leihoma Leben die Großeltern nicht in der Nähe, können Sie versuchen, eine Ersatz­ oma für die Betreuung der Kinder zu finden. Vielleicht gibt es im Umfeld eine Frau, die sich nach dem Eintritt ins Rentenalter freut, kleine Kinder zu betreuen. Im besten Fall wird die Leihoma zu einem echten Familienmitglied. Das Nachfragen bei Vermittlungsstellen für Tagesmütter und Babysitter lohnt sich, vielleicht wird man auch durch eine Anzeige in der Lokalzeitung fündig. Der Preis für die Betreuung gestaltet sich nach Absprache.

Familienpatenprojekt Der Caritasverband Mannheim vermittelt mit seinem Familienpatenprojekt ehrenamtliche Patinnen und Paten in Familien. Sie sollen den Familien eine Entlastung und Unterstützung im Alltag sein. Die Patin oder der Pate schenkt der Familie Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit. Die Patenschaft ist auf ein Jahr begrenzt. Vor Beginn der Patenschaft werden klare Vereinbarungen und Ziele zwischen Paten, Familien und Hauptamtlichen getroffen, die innerhalb eines Jahres erreicht werden können. Ehrenamtliche Familienpaten begleiten Familien ein Stück weit in ihrem Alltag, stehen den Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung und geben Anregungen zu Erziehungsfragen. Den Kindern bieten sie eine verlässliche Bezugsperson und tragen zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bei. Familienpaten-Projekt der Caritas Mannheim D7, 5 | 68159 MA |  0621/125 060


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