BESSER BAUEN
HÄUSER
EIN- UND AUSBLICKE Der Wald dient nicht nur als inspirierende Umgebung, sondern als zentrales Gestaltungselement.
ECHTER
EIN HÄBERLI „ FÜR ALLE Die Bauherren wünschten sich ein freistehendes °ĺđıđÑūŜ ċůŗ øĕıø žĕøŗĦŃŔƧ Čø >ÑİĕĩĕøǍ
DATEN & FAKTEN Hausstil? freistehendes Designhaus Wohnfläche? 172 m² Haustyp? Einfamilienhaus Bauweise? Holztafelbau mit Großelementen Dachform? Satteldach Kontakt? www.baufritz.com
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COMFORT@HOME 1/2022
Das Haus am Hang zeigt, wie moderne Ästhetik plus Baubiologie harmonieren. Impulse gab die Wohnstudie rund um den Prototypen „Haussicht“ – ein Konzept von Designer Alfredo Häberli. Fotos: Baufritz
Dass wir neben Stühlen, Tellern und Weingläsern auch einmal ein von Alfredo Häberli entworfenes Haus unser Eigen nennen dürfen, hätten wir vor ein paar Jahren nicht gedacht“, erzählt schmunzelnd die Bauherren-Familie Washington und Abbühl. Aus der 2016 entwickelten Wohnstudie „Haussicht“ ist ihr neues Wohnhaus „Waldsicht“ im schweizerischen Köniz bei Bern entstanden – als erstes realisiertes Gebäude, das sich aus dem gemeinsam entwickelten Baukasten mit Design-Details speist. „Wir hatten Vorstellungen, welche Elemente umgesetzt werden sollten: Zwei Kinderzimmer, ein großzügiges Schlafzimmer, ein Arbeitsplatz mit Bibliothek und Gästenische, eine Terrasse in der Morgensonne und eine in der Abendsonne. Mit dem Zusatz, dass der Wald mit den Bäumen rund um unser Grundstück eine tragende Rolle spielen sollte“, so die Bewohner. Diese Anforderungen für das freistehende Einfamilienhaus wur-
den eins zu eins in ein Raumkonzept umgesetzt, in derselben gestalterischen Sprache wie auch bei „Haussicht“. Dagmar Fritz-Kramer von Baufritz über die Zusammenarbeit: „Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann aus der Vision ein Prototyp werden würde. Auch bei diesem Projekt hat mich das Zusammenspiel von Architektur und Design begeistert – mit dem Ergebnis, dass Waldsicht ein neues Familienmitglied mit einem ganz eigenen Charakter geworden ist.“ Das äußere Erscheinungsbild entsteht durch einen fein abgestimmten Kanon aus Materialien und Dimensionen – und dem Kontrast von organischen und geometrischen Details. Der fischgrätartig verlegte Klinkerboden zum Beispiel und das unregelmäßige Profil der Fassade, die spielerische Perforation der Schiebeläden, sowie die Silhouetten der Geländerteile, zusammen mit den gedrechselten Holzsäulen ergeben ein gestalterisches Spiel. Die beiden Terrassen sind in ihrer
Herstellerkontakte ab Seite 144