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Sicherheit
SMART, SICHER,
KOMFORTABEL
Urlaubszeit ist Einbruchszeit – leider nutzen Diebe die Gelegenheit, in zeitweise unbewohnte Häuser einzudringen. Mit der passenden smarten Sicherheitstechnik bleibt Ihr Zuhause geschützt.
Das Zuhause für zwei Wochen Richtung Sonne verlassen – dann fällt es uns ein. Sind alle Fenster geschlossen? Habe ich die Tür wirklich verriegelt? Ist der Herd ausgeschaltet? Was, wenn jemand in das Haus einbricht und den Schmuck mitnimmt? Und was ist, wenn ein Feuer entsteht? Grübeleien über diese Fragen können einem den Urlaub verderben. Smarte Sicherheitstechnik hilft. Ob alle Fenster geschlossen sind, wissen Fenstersensoren. Die kleinen Geräte werden am Fensterrahmen angebracht oder sind bereits in diesen integriert. Sie melden den Zustand des Fensters an das SmartHome-System. Das wiederum gibt die Information an Ihr Smartphone weiter. Sie können beruhigt im Auto sitzen bleiben und brauchen nicht grundlos zurückfahren, um das zu überprüfen. Der Schutz der Fenster funktioniert auch über smarte Fenstergriffe. Die können ebenfalls den Status des Fensters mitteilen und erkennen. Wenn der Griff eine Erschütterung registriert, ertönt eine Sirene, die Einbrecher in die Flucht schlägt.
Den Zutritt regeln
Schön und gut. Die Fenster sind gesichert, aber was ist mit der Haustür? Den Wachhund, der gerne mal gemütlich in der Sonne liegt, ersetzen smarte Videotürklingeln. Die versenden eine PushNachricht, wenn sich vor dem Haus etwas bewegt. Gleichzeitig sammelt die eingebaute Kamera Beweismaterial, sollte es sich um einen unbefugten Zutrittsversuch handeln. Das hat nicht nur mit Blick auf die Sicherheit Vorteile. Wenn es Postboten sind, die klingeln, erfahren Sie das ebenfalls dank des digitalen Helfers. Über Lautsprecher und ein Mikrofon können Sie sich mit dem Postboten unterhalten und genau sagen, wo das Paket abgelegt werden muss. Ähnlich wie die smarte Türklingel vereint das smarte Türschloss Sicherheits- und Komfortas-
VEREINFACHT
Der Rauchmelder ist an das Mobilfunknetz angebunden und kommuniziert Alarme in Echtzeit an das Smartphone. Alle 24 bis 48 Stunden testet der Rauchmelder seine Funktion. So ist der Anwender immer sicher. Lupus
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MULTIFUNKTIONAL
Wenn das Smart-HomeSystem weiß, dass Sie zuhause sind, schaltet der Bewegungsmelder das Licht ein, sobald er ausgelöst wird. Sind Sie nicht der Auslösende, ertönt die Sirene. Rademacher / Axel Breuer BESCHÜTZER Smarte Rollläden lassen sich in eine Anwesenheitssimulation einbinden. Dadurch sieht das Eigenheim bewohnt aus und eventuelle Einbrecher versuchen es gar nicht erst. Jung
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ALLES IM BLICK
Wir haben die smarte Türklingel von Arlo getestet. Das Gerät ersetzt die alte Klingel und kann Pakete und Bewegungen erkennen. Wir erklären, wie die Türklingel funktioniert und was es bei der Installation zu beachten gibt. Das Video gibt es in der Mediathek auf www.hurra-wir-bauen.de
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pekte. Bei einem smarten Schloss handelt es sich um einen Aufsatz, der an der Innenseite über den Schließzylinder gestülpt wird. Den Aufsatz können Sie per Smartphone ansteuern. Dabei dreht dieser den Schlüssel und die Tür öffnet sich. Die smarte Funktion kann auch direkt im Schließzylinder verbaut sein. Dann Die Digitalisierung des Schlosses bringt eine Menge Vorteile mit sich. Beispielsweise können Sie – sollte wirklich noch ein Fenster offenstehen – schnell der Nachbarin Bescheid sagen und ihr, vom Standkorb aus, die Haustür öffnen. Sie können außerdem Zugangsberechtigungen erstellen und den Zugang zeitlich begrenzen sowie ganz auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Das klappt über Taster, Finger-
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SIMULANT Smartes Licht kann sich von selbst aus- und wieder einschalten. Das erlaubt es Hausbesitzern, eine Anwesenheitssimulation einzustellen und so Diebe zu verscheuchen. Hager
IMMER BEREIT
Ein Rollladen schützt nicht nur die Innenräume vor zu viel Sonneneinstrahlung. Er dient auch als zusätzliche Barriere, die es Dieben erschwert, ins Haus zu kommen. Becker Antriebe
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abdrucksensoren oder die Eingabe eines Codes. Außerdem wissen Sie mit einem Blick auf das Smartphone, ob die Tür gerade geschlossen, verriegelt oder geöffnet ist. Das bringt weitere Sicherheit, da ein nicht-autorisierter Zugriff angezeigt wird. Außerdem löst ein solcher bei vielen digitalen Schlössern einen Alarm aus.
Sirenen für Sicherheit
Apropos Alarm – der sorgt für Aufmerksamkeit und die wollen Einbrecher vermeiden. Der Alarm braucht Mitspieler, um unrechtmäßigen Besuch zu erkennen. Bei diesen handelt es sich zumeist um Sensoren, die eine Unregelmäßigkeit bemerken und die Information weitergeben. Dabei können Sensoren mehr als nur eine Aufgabe haben. Der Bewegungssensor sorgt dafür, dass im
Alarmmodus niemand unbemerkt durch die Haustür eintreten kann.
Wenn aber das Smart Home weiß, dass Sie auf dem Weg nach Hause sind, geht beim Auslösen des Bewegungsmelders nicht der Alarm, sondern das Licht an. Der analoge Rauchmelder kann so laut vor dem Feuer warnen, wie er nur möchte. Wenn Sie im Keller sind, kann es gut sein, dass Sie nichts mitbekommen. Anders ist das beim digitalen Gerät. Hier gehen auch die anderen Rauchmelder im Haus an und Sie erhalten eine Push-Nachricht auf das Smartphone. Flammen entstehen, wenn wir vergessen, den Herd auszumachen. Vielleicht liegt noch ein hölzerner Messergriff auf der Herdplatte, vielleicht sind es ist das Geschirrtuch. Wenn es im Haus zu brennen beginnt, wird es gefährlich. Ein Herdwächter misst Temperatur, Stromverbrauch und registriert gleichzeitig Bewegungen. Sollte bei einem dieser Parameter etwas ungewöhnlich sein, schaltet das Gerät den Herd ab. Das Gegenstück zum Feuer – Wasser – kann ebenfalls fürchterliche Schäden anrichten. Der Albtraum eines jeden Hausbesitzers ist dabei die auslaufende Waschmaschine. Im digitalen Zuhause gibt es einen Wassersensor auf dem Boden, der das Problem schnell registriert und die Hausbewohner via Sirene oder Push-Benachrichtigung aufmerksam macht.
Augen und Ohren…
… dort, wo Sie Ihre nicht ständig haben können – damit überzeugen Überwachungskameras. Deren Welt ist vielfältig und für jedes nur mögliche Nutzungsszenario angepasst. Die meisten Kame-
ZUGRIFF REGELN
Egal, ob über einen Fingerscanner, ein Keypad oder einen Transponder – der Zutritt in das Zuhause lässt sich digital regeln. Damit haben Sie immer im Blick, wer gerade ins Haus kommt und können Gastzugänge vergeben. Siegenia
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ras haben gemeinsam, dass Sie ihr Bild live auf das Smartphone des Anwenders übertragen. Außerdem sind sie oftmals mit einem Bewegungsmelder ausgestattet. Sobald sich etwas rührt, starten die Geräte die Aufnahme. Lautsprecher und Mikrofon sind ebenfalls eingebaut und helfen beim Festhalten der Tat. Kameras gibt es für den Innen- und Außenbereich, wobei Innenkameras oftmals zur Kontrolle von Kleinkindern oder Haustieren eingesetzt werden. Wenn Sie sich für eine Smart-Home-Kamera interessieren, sollten Sie den gewünschten Anwendungsbereich genau kennen. Außerdem lohnt sich ein Blick auf Para Neigetechnik, Übertragungsweg und Speicherung der Daten. Auch stellt sich die Frage, ob und in welchem Umfang Sie eine Nachtsichtfunktion benötigen.
Licht und Schatten
Neben den offensichtlichen Sicherheitsgadgets erhöhen auch smarte Rollläden, Lampen und Fernseher die Sicherheit im Haus. Die Idee heißt Anwesenheitssimulation. Einbrecher suchen sich gerne meistens genau die Häuser aus, die für kurze Zeit unbewohnt sind. Wenn aber die Rollläden nach oben gehen, das Licht eingeschaltet wird und der Fernseher läuft, sieht auch ein eigentlich unbewohntes Haus bewohnt aus. Findige Diebe bemerken, wenn das Licht immer zur gleichen Zeit angeht und die Rollläden sich immer zur selben Uhrzeit schließen. Deshalb gibt es die Möglichkeit, zufällige Zeitslots einzustellen. Damit eine Anwesenheitssimulation Erfolg hat, sollten Sie außerdem folgendes beachten: Besorgen Sie einen großen Briefkasten oder bitten Sie einen Nachbarn, diesen regelmäßig zu leeren. Stellen Sie eine Rufumleitung auf Ihr Smartphone ein. Sorgen Sie dafür, dass die Gegensprechanlage beantwortet wird. Überfüllte Briefkästen, nicht beantwortete Gegensprechanlagen oder Telefonanrufe können eine Anwesenheitssimulation schnell nutzlos machen. Smarte Rollläden und Lampen haben noch weitere Sicherheitsfunktionen. Wenn das Smart Home eine Notsituation erkennt, kann es das Licht einschalten und die Fluchtwege freimachen. Das hilft, weil die Hausbesitzer dazu vielleicht nicht mehr in der Lage sind. (alj)
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ALLES
IN EINEM Kameras, Sirenen, Fenster-Tür-Kontakte – alles fi ndet im Smart-Home-System zusammen und sorgt für mehr Sicherheit und Komfort. Dabei hilft beispielsweise die Steuerung über die „Magenta Zuhause”-App. Telekom
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