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Lüftungs- und Klimaanlagen

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Sicherheit

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ALLESKÖNNER

Das Klimagerät „Pinguino PAC EX” kann bis zu 48 Quadratmeter große Räume herunterkühlen. Außerdem zeigt es die Luftqualität an und hilft mit der „UV-C Technologie”, die Belastung an Bakterien und Viren zu reduzieren. De´Longhi

COOLBleiben Bleiben

Draußen ist es heiß und stickig – drinnen kämpfen Lüftungs- und Klimaanlage dagegen an. Sie sorgen dafür, dass wir angenehm entspannt auf dem Sofa liegen und der Mittagshitze ein Schnippchen schlagen können.

SMART

Bewohner können ihre Lüftungsanlage künftig per Sprachassistent bedienen. Auch individuelle Szenarien wie „Home-Offi ce” oder „Fitness-Training” lassen sich festlegen. Zehnder W er an das Energiesparen denkt – und daran denken wir alle dieser Tage – ist in einem Neubau gut aufgehoben. Hier bleiben die Energiekosten auf einem geringen Level und trotzdem besteht ein angenehmes Raumklima. Dahinter steckt intelligente Technik, die dafür sorgt, dass es trotz sommerlicher Hitze angenehm bleibt. Eine Möglichkeit: die Kühlung mit einer Wärmepumpe. Das Heizgerät brauchen Sie sowieso, um durch den Winter zu kommen. Manche Wärmepumpen können ihren Heizkreislauf umkehren. Dann erzeugt das Gerät statt Wärme Kälte. Dieses Umkehren nennt man aktive Kühlung. Bei der Erd-Wärmepumpe gibt es außerdem die Möglichkeit passiv zu kühlen. Dabei wird die Wärme aus den Räumen in das Erdreich geleitet. Das nimmt die Wärmeenergie auf und der Prozess wird wiederholt. Die passive Kühlung ist weniger energieintensiv als die aktive, bringt aber auch einen geringeren Temperaturunterschied. Was, wenn Sie gar nicht mit einer Wärmepumpe heizen? Oder Ihre Wärmepumpe keine Kühlfunktion hat? Dann lohnt es sich, auf Klimaanlagen zu setzen. Die verbrauchen deutlich weniger Strom als noch vor einigen Jahren und lassen sich mit Hilfe von Photovoltaik klimafreundlich betrieben.

Passend temperiert

Es gibt zentrale Klimaanlagen, Split-Systeme und Monoblock-Geräte. Bei ersteren handelt es sich um fest installierte Systeme, die beim Bau direkt mitgeplant werden müssen und die gekühlte Luft über Rohrleitungen verteilen. Split-Klimaanlagen haben ein Außengerät und eine oder mehrere Innenanlagen. Der Wärmetauscher im Inneren des Raumes nimmt die Wärmeenergie auf. Über ein Kältemittel wird sie nach draußen transportiert, wo ein Kompressor das Mittel wieder herunterkühlt. Dann wird es erneut zum Wärmetauscher gepumpt, welcher wieder Wärmeenergie aufnimmt. Der Kreislauf beginnt von vorn. Wenn es nur ein Raum ist, der sich im Sommer besonders aufheizt, oder es nur an wenigen Tagen eine Kühlung braucht, dann lohnt sich vielleicht eine Mo-

noblock-Klimaanlage. Dabei handelt es sich – wie der Name schon sagt – um einen Block, der die Funktionen des Innen- und Außengerätes einer Split-Klimaanlage vereint. Die Geräte überzeugen durch die vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten und die Mobilität. Allerdings haben sie einen hohen Energieverbrauch.

Betriebskosten beachten

Sowohl Klimaanlage, als auch Wärmepumpe brauchen viel Strom. Deshalb ist es sinnvoll, die Geräte mit einer Photovoltaik-Anlage zu kombinieren und dadurch die Betriebskosten zu verringern. Die Anlagen produzieren genau dann am meisten Strom, wenn Klimaanlage und Wärmepumpe mit Kühlfunktion am dringendsten benötigt werden. Wenn Sie sich ein Gerät zur Kühlung des Eigenheims zulegen, sollten Sie dennoch ein energie sich, dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Die Zusatzkosten holen Sie wieder rein, da die Stromkosten deutlich geringer sind. Schließlich müssen Sie wahrscheinlich trotz Photovoltaik-

TIPP

4 Tipps um das Haus im Sommer kühl zu halten

1. Wenn Sie nur morgens und abends lüften, lassen Sie kalte

Luft ins Haus. Mittags sollten Sie die Fenster geschlossen halten. 2. Wenn Sie am Vormittag die

Glasfl ächen in Ihrem Zuhause abdunkeln, bleibt die Mittagshitze draußen.

3. Elektrogeräte geben Abwärme von sich, wenn sie laufen. Schalten Sie alle nicht notwendigen

Geräte aus.

4. Hell gestrichene Wände absorbieren weniger Sonnenstrahlen und heizen sich dementsprechend nicht so sehr auf.

ALLROUNDER

Die Wärmepumpe „CHA Monoblock” erreicht im Neubau eine Jahresarbeitszahl von ungefähr 4,5. Das bedeutet: Sie kann mit einer Kilowattstunde Strom 4,5 Kilowattstunden Wärme oder Kälte herstellen. Wolf

WOHNGESUND

In modernen Split-Klimaanlagen sind Filter eingebaut. Dadurch wird die Luft von Allergenen, Bakterien und Gerüchen befreit. Die Filter verhindern außerdem, dass sich Schimmel in der Inneneinheit bildet. Vaillant

ALLES

IN EINEM Das „AquareaEcoFleX”System ist ein Kombigerät aus Luft-Wasser-Wärmepumpe, Klimaanlage und Luftreinigung. Das Gerät ist standardmäßig mit WIFI ausgestattet. Dadurch wird eine intelligente Steuerung über Smartphone oder Tablet möglich. Panasonic

Anlage noch Strom aus dem Netz beziehen. (Mehr zum Thema Photovoltaik gibt es in unserem aktuellen Heft-im-Heft „SolarHome“.)

Trotzdem Frischluft

Der Neubau ist luftdicht verschlossen und gut gedämmt. Das sind perfekte Voraussetzungen, wenn die Kälteenergie drinnen bleiben soll. Im Altbau war das anders. Durch Schlitze und Ritzen wurde die Luft dort kontinuierlich ausgewechselt. Das sorgte dafür, dass teure Kälteenergie aus dem Raum verschwand und es schnell heiß wurde. Eine Lüftungsanlage war deshalb nicht notwendig, dafür aber eine Menge zusätzliche Kühlung. Würden Sie in einem gut gedämmten Neubau nur mit dem Fenster lüften, müssten Sie übrigens mindestens alle zwei Stunden für 15 Minuten die Fenster aufmachen. So schnell ist die Luft „verbraucht“. Frische Luft bekommen Sie auch ohne, dass Sie ein Fenster aufmachen, wenn Sie eine der automatischen Lüftung und der SommerBypass-Klappe. Die ist sozusagen eine „Umgehungsstraße“ für kalte Sommernachtsluft. Wenn Sie die aktivieren, wird die kalte Nachtluft an der Wärmerückgewinnung vorbeigeführt. Außerdem macht es Sinn, das Lüftungsgerät zumindest während der sommerlichen Mittagshitze in möglichst geringem Maße zu betreiben.

Zentral oder dezentral

bau meist im Keller oder Haustechnikraum. Von dort ist die zentrale Anlage über Kanäle mit den Räumen des Hauses verbunden und versorgt diese über ein System aus Rohrleitungen mit der richtigen Menge Frischluft.Neben den zentralen Lüftungsanlagen gibt es dezentrale. Das sind deutlich kleinere Geräte, die entweder über ein Loch in der Wand oder ein Fenster im Raum integriert werden. Im Neubau entscheiden sich Bauherren meist beitet und leiser ist. Dezentrale Lüftungsanlagen können dennoch auch im neu gebauten Haus Sinn machen – entweder aus Kostengründen oder für Räume, die nicht unbedingt durch das System aus Rohrleitungen erreichbar sind, beispielsweise ein

Besonders hilfreich…

…ist eine Lüftungsanlage, wenn Sie an einer vielbefahrenen Straße wohnen. Jeder Hausbewohner schätzt es, wenn die frische Luft hereinkommt und der Lärm der Straße draußen bleibt. Dank eingebauter Filter schaffen es die Abgase und Schadstoffe nicht ins Haus. Besonders Allergiker freuen sich über diese, da sie auch Pollen abhalten. Wenn im Wohnzimmer eine Party im Gange ist, braucht es hier einen deutlich stärkeren Luftaustausch als im menschenleeren Schlafzimmer. Sensoren erkennen das und die Anlage passt ihre Leistung an. Ein Smart-Home-System erlaubt es, die Funktion der Lüftungsanlage zu erweitern. Sensoren können sogar Schadstoffe wie VOCs Durch Lacke, Farben, Klebstoffe und ähnliches kommen die gesundheitsschädlichen Stoffe in die Luft. Wenn zu viele VOCs in der Raumluft sind, bekommt die Lüftungsanlage den Auftrag, die Luft schneller auszutauschen. So haben Sie zu jeder Jahreszeit frische Luft im Haus. (alj)

ALLROUNDER

Das Klimagerät „Ururu Sarara” kann kühlen, lüften, die Luft be- und entfeuchten. Damit stellt das Gerät immer das perfekte Raumklima her. Daikin

EINE FÜR ALLE

Wärme im Winter, Abkühlung im Sommer. Wärmepumpen mit Kühlfunktion sorgen das ganze Jahr für die richtigen Temperaturen im Haus. Stiebel Eltron

PASST Die Luft-WasserWärmepumpe „Ecodan” wird auch zur Kühlung eingesetzt. Außerdem lässt sie sich via Smartphone, Tablet oder PC steuern und in Smart-Home-Szenarien einbinden. Mitsubishi Electric

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