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Nuki Smart Lock 2.0: Öffne dich

ÜBER WLAN Dank der Bridge (rechts im Bild) kann ich von unterwegs aus die Tür öff nen und schließen.

ÖFFNE DICH!

Ist das „Smart Lock“ von Nuki wirklich so einfach zu installieren, wie es der Hersteller verspricht? Das haben wir getestet und festgestellt, warum wir vorab den Instal lations-Check hätten machen sollen.

Fotos: Monika Läufl e

Versicherungen und Smart Locks

Schlüssel verloren? Gegen Folgeschäden können Sie sich versichern. Doch was, wenn Sie ein smartes Schließsystem nachrüsten? Verlieren Sie dann den Versicherungsschutz?

Wir haben bei den Versicherungsprofi s von CosmosDirekt nachgefragt. Sie sagen: „Wird das eigene Schließsystem smart nachgerüstet, gilt folgendes: In diesem Fall wäre ein Schlüsselverlust nicht über eine Privathaftpfl icht gedeckt – egal, welches Schließsystem es ist. Denn hierbei handelt es sich um einen Eigenschaden. In Betracht kommt bei dem geschilderten Fall die Gefahr des Einbruchdiebstahls, was im Rahmen einer Hausratversicherung abgedeckt wäre. Bei der Nachrüstung eines smarten Schließsystems ist in jedem Fall der Versicherer zu informieren (ggf. wegen Gefahrerhöhung). Wichtig ist, dass es sich bei dem digitalen Schloss um eine VDS/VDE-anerkannte Marke handelt und die Installation von einer Fachfi rma durchgeführt wird.“

Fragen Sie deshalb in jedem Einzelfall bei Ihrer Versicherung nach. Vor allem, wenn Sie das Schloss selbst nachrüsten und installieren.

Quelle: CosmosDirekt W ir im Verlag machen es falsch. Wir suchen uns ein Testgerät aus und überlegen erst dann, wo wir es installieren. Diese Reihenfolge ist im „richtigen Leben“ Unfug. Denn da weiß man von vornherein: An diese Tür soll es hin! An dieser Stelle wäre ich – so halb zumindest – gescheitert, weil mein Türzylinder über keine Gefahrenfunktion verfügt. Damit kann ich die Tür von außen aufsperren, selbst wenn innen bereits ein Schlüssel steckt. Zwar kann ich das Smart Lock trotzdem anbringen, doch der Hersteller rät davon ab. Da der Innenschlüssel dauerhaft im Smart Lock „steckt“, könnte ich die Tür im Not dieses kleinen Dämpfers zu Beginn macht die weitere Einrichtung Spaß. Die ist so unkompliziert und schnell, wie der Hersteller verspricht (s. rechts).

Tür auf, Tür zu

Paul Simon sang: „50 Ways to leave your lover“. An dieses Lied musste ich beim Test denken. Denn: Es gibt zig Möglichkeiten, die Tür mit dem Smart Lock zu versperren. Zunächst geht das über die App. Ich kann auf das Display tippen, und die Tür verriegelt sich. Oder ich wische auf dem Display nach links oder rechts und sperre die Tür damit auf oder zu. Auch direkt am Smart Lock kann ich die Tür verriegeln. Drücke ich den Button des Gerätes einmal, sperrt die Tür auf oder zu. Drücke ich zweimal, ist das „Lock’n’Go“ aktiviert. Dann verriegelt sich die Tür nach einigen Sekunden. Hier kann ich Zeiträume zwischen fünf und 60 Sekunden einstellen. Diese das Haus verlasse. Zudem kann ich den Knauf des Locks ganz altmodisch händisch bedienen und drehe damit den Schlüssel im Inneren des Smart Locks.

NIMM ZWEI In der „Combo-Box“ sind die „Smart Lock 2.0“, die Bridge und zwei Adapter enthalten.

Automatisch verschließen

Bequem ist, dass sich das Schloss automatisch verriegelt. Dazu habe ich in der App verschiedene Möglichkeiten. Wenn ich will, dass sich die Tür jedes Mal von

So gehts…

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2 WebTipp!

ZUGRIFFE VERTEILEN Die Putzkraft kommt immer mittwochs von 14 bis 16 Uhr? Das kann ich einstellen. Dann öff net sich das Smart Lock dem Smartphone des Gastes. Aber nur zu den eingestellten Zeiten.

Installations-Check

Bei allen smarten Geräten gilt: Informieren Sie sich vor Kauf, ob die Gegebenheiten bei Ihnen zuhause optimal für das smarte Produkt sind. Gerade bei Schließsystemen gibt es einiges zu bedenken. Vorbildlich: Nuki hat einen einfachen und übersichtlichen Installations-Check entwickelt, um zu überprüfen, ob das Smart Lock an die gewünschte Tür montiert werden kann. Weitere Infos: www.nuki.io

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1 | Wenn nötig, den Rahmen des

Schließzylinders abschrauben.

Das geht bei mir ohne Schraubenzieher.

2 | Abmessen, welche Montageplatte ich brauche.

3 | Es gibt eine zum Kleben und eine zum Anschrauben, je nach Höhe des Zylinders.

4 | Da der Zylinder mehr als drei

Millimeter herausragt, brauche ich Platte A, die ich mit dem beiliegenden Inbus anbringe.

5 | Schlüssel einstecken…

6 | … und das Smart Lock darüberstülpen. Es rastet ein. Fertig.

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selbst verriegelt, sobald sie ins Schloss fällt, kann ich das via „Auto Lock“ einstellen. Ich kann wählen, dass sich das Schloss sofort oder erst nach einigen Sekunden absperrt. Zudem kann ich programmieren, dass sich die Tür automatisch verriegelt, wenn sie eine gewis Inaktivität dauert dabei zwischen 30 Sekunden und 30 Minuten. Auch einen Nachtmodus gibt es. Im Test stelle ich ein, dass sich die Tür zwischen 22 und 5 Uhr verriegelt. Das alles funktioniert einwandfrei. Da im Paket eine Bridge dabei ist, kann ich sogar von unter Ebenso kann ich Zutrittsberechtigungen vergeben. Nur vom Geofencing bin ich nicht überzeugt. Damit kann sobald ich in der Nähe bin. Es funktioniert, aber die Mindestgröße von 100 Metern ist mir einfach zu viel. So ist die Tür schon einige Sekunden, bevor ich an in einem Haus mit mehreren Parteien angebracht, wäre mir das zu unsicher. Vor allem, weil von außen gut hörbar ist, (mla)

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