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KOCHEN MIT KINDERN


Was für ein Spaß! Wir kochen gemeinsam und achten dabei darauf, dass alles frisch zubereitet wird und zudem gesund und abwechslungsreich ist.




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KREATIVITÄT


Wie herrlich! Wir lernen unterschiedliche Materialien kennen und gleichzeitig können wir uns dabei gemeinsam so richtig austoben und lustig sein.






SELBSTSTÄNDIGKEIT:
ICH KANN DAS SCHON ALLEINE!
Die Selbstständigkeit von Kindern sollten Eltern fördern. Auch wenn es nicht leicht fällt, den Kindern mehr Freiheit zu geben, so ist es doch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung Ihres Kindes. Wie können Eltern die Selbstständigkeit bei Kindern fördern?
VON SEBASTIAN BRÖDER
Auch wenn es uns nicht immer bewusst ist: Eines der wichtigsten Ziele unserer Erziehung ist die Selbstständigkeit unserer Kinder. Schließlich müssen sie eines Tages für sich die alleinige Verantwortung übernehmen, sich selbst und die nächste Generation schützen und versorgen. „Das ist ja noch so lange hin“, wenden Sie vielleicht ein. Stimmt. Aber Selbstständigkeit stellt sich nicht in einem bestimmten Alter automatisch ein. Sie ist vielmehr das Ergebnis eines langen Lernprozesses, der in der frühesten Kindheit einsetzt.

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Dieser Prozess besteht aus unzähligen kleinen Schritten und hat bereits begonnen, wenn Ihr Kind zum ersten Mal bewusst das Wort „Ich“ benutzt und damit erkannt hat, dass es eine eigene Person ist.
Selbstständigkeit bedeutet Unabhängigkeit. Das heißt auch, dass wir unsere Kinder loslassen müssen. Natürlich geschieht das nicht abrupt und auch nicht im Sinne von fallen lassen, sondern allmählich und im Sinne von Freiraum gewähren. Die Erziehung zur Selbstständigkeit ist eine Gratwanderung: Es gilt, die Mitte zu finden zwischen überbehütendem Festhalten und plötzlichem Wegstoßen.
Je kleiner ein Kind ist, desto wichtiger ist es, dass es sehr viel körperliche Nähe erfährt, die ihm Geborgenheit und Schutz vermittelt. Obwohl ein Säugling ganz und gar abhängig ist, legen Eltern bereits bei ihm den Grundstein für spätere Selbstständigkeit. Denn durch die Fürsorge, die sie ihm angedeihen lassen, entwickelt ein Kind Urvertrauen zu seinen Eltern. Dieses Gefühl des Rückhalts und der Sicherheit ist die beste Voraussetzung dafür, dass der lange Weg des gegenseitigen Loslassens funktioniert.

Eigeninitiative fördern
Kinder wollen selbstständig sein, das gehört zu ihrem „Bauplan“. Damit wäre eigentlich alles recht einfach, doch der Alltag sieht oft ganz anders aus. So möchte der dreijährige Tom sich selbst die Schuhe zubinden, bevor seine Mutter ihn morgens in den Kindergarten bringt. Allerdings dauern seine Versuche jedes Mal eine halbe Ewigkeit. Also nimmt seine Mutter ihm die Arbeit ab, natürlich unter Toms lautstarkem Protest. Der Junge ist frustriert, denn sein Bedürfnis nach Unabhängigkeit bekommt einen empfindlichen Dämpfer. Eines Tages gibt er auf und lässt sich wieder ohne zu murren die Schnürsenkel binden. Das Beispiel zeigt, wie schnell sich Kinder entmutigen lassen. Um das zu verhindern, könnten Toms Eltern mit ihrem Sohn das Zubinden üben, und zwar ohne Zeitdruck am Nachmittag. Kinder, denen alles abgenommen wird, können nicht selbstständig werden. Dass Kiga-Kinder gern im Haushalt helfen möchten, ist ein weiteres
Zeichen für das Streben nach Selbstständigkeit. Auch hier gilt: Wenn es eben geht, sollten Sie Ihr Kind nicht bremsen. Finden Sie einen Kompromiss, mit dem Sie und Ihr Kind zufrieden sind. Möchte es zum Beispiel Frühstück machen? Dann schlagen Sie ihm vor, es zusammen zu tun. Sie übernehmen die gefährlichen Arbeiten am Herd, während Ihr Kind den Tisch deckt.
Loben und Vertrauen
Bei all seinen großen und kleinen Versuchen braucht Ihr Kind viel Bekräftigung: Sparen Sie nicht mit Lob, wenn die Schnürsenkel sitzen oder der Tisch gedeckt ist. Auch wenn nicht alles perfekt ist, lässt sich immer ein Teilerfolg ausmachen. Und geht beim Tischdecken ein Teller zu Bruch, erinnern Sie sich an Ihre erste Fahrstunde und versuchen Sie, Ihr Kind nicht zu entmutigen, sondern zeigen Sie ihm, wie es besser klappen kann.
Problematische Schritte in Richtung Selbstständigkeit der Kinder sind für Eltern oft solche, bei denen ihr Beschützerinstinkt ins Spiel kommt: Soll Lisas Mutter ihrer fünfjährigen Tochter erlauben, allein zum Spielplatz zu gehen? Soll Kais Vaters seinem Sohn den Umgang mit seinen neuen Freunden untersagen, weil sie - wie er glaubt - einen schlechten Einfluss auf ihn haben? Und wie steht es mit Sophies Taschengeld: Sollte man die Siebenjährige daran hindern, ihre gesamten Ersparnisse für Diddl-Blöcke auszugeben?
Es gibt keinen Merksatz, der erklärt, ab welchem Alter Kinder etwas allein bestimmen oder tun dürfen. Die Entscheidung ist vom Entwicklungsstand des Kindes abhängig und vom Vertrauensverhältnis zwischen ihm und seinen Eltern. Fest steht: Kinder brauchen einen gewissen Freiraum, um Selbstständigkeit zu entwickeln. Gewähren Sie diese Freiräume, wo Sie es verantworten können. Bevor Sie „Nein“ sagen, gehen Sie in sich: Ist Ihr Kind wirklich zu klein für sein Vorhaben? Bedenken Sie, dass etwas Herzklopfen meist dazu gehört. Das liegt in der Natur der Sache: Loslassen ist manchmal recht schmerzhaft. Doch wenn Ihr Kind das erste Mal allein vom Spielplatz zurückkommt, werden Sie mit ihm zusammen froh und stolz sein.


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SPIELE UND LIEDER

BELLO, BELLO, DEIN KNOCHEN IST WEG! MEIN RECHTER PLATZ IST LEER ...


Material: Alle Mitspieler sitzen im Stuhlkreis. Ein Bauklotz als Knochen Ein weiterer Stuhl steht zwischen den Stühlen der Mitspieler. Dieser ist leer. Spielanleitung: Ein Kind legt sich als schlafender Hund „Bello“ auf den Boden in der Kreismitte. Der Spieler links vom leeren Stuhl beginnt. Er legt seine Hand auf die Sitzfläche des leeren Stuhls und sagt: „Mein rechter, rechter Platz ist leer. Da wünsch ich mir Vor seinem Kopf liegt sein Knochen (Bauklotz o. Ä.). den/die … (z. B. Julia) her!“ Der Spielleiter deutet auf ein Kind. Dieser Mitspieler antwortet: „Als was soll ich kommen?“ Dieses schleicht leise zum Knochen, nimmt ihn an sich und Der erste Spieler nennt ein Tier: „Als Elefant!“ setzt sich wieder an seinen Platz zurück. Der ausgesuchte Spieler stellt pantomimisch einen Elefanten Alle Mitspieler nehmen die Hände auf den Rücken. dar, stampft zum leeren Stuhl und setzt sich. Dann rufen alle laut: „Bello, Bello, dein Knochen ist weg!“ Nun hat ein neuer Mitspieler einen leeren rechten Platz. Der Hund erwacht und geht zu einem Kind. Dieser sagt, während er auf die leere Sitzfläche klopft: Er bellt. Daraufhin zeigt das Kind seine Hände. „Mein rechter, rechter Platz ist leer. Da wünsch ich mir den/ Hat es den Knochen, wird es zum neuen „Bello“. die … (z. B. Tina) her!“ Sind seine Hände leer, geht der Hund zum nächsten Spieler und bellt. Der genannte Mitspieler antwortet: „Als was soll ich kommen?“ Er hat drei Versuche. Der Spieler nennt ein Tier und so weiter. Findet er dadurch nicht seinen Knochen wieder, zeigen alle ihre Hände und er kann sehen, wer den Knochen hat. Daraufhin wird ein neuer „Bello“ bestimmt. Das Spiel beginnt wieder von vorne. Das Spiel ist auch unter „Luchs, dein Knochen ist weg“ bekannt. SO EIN SCHÖNER TAG Ich lieg gern im Gras und schau zum Himmel rauf. Schauen die ganzen Wolken nicht lustig aus? Und fliegt´n Flieger vorbei, dann wink ich zu ihm rauf (hallo, Flieger). Und bist du auch noch dabei, dann bin ich super drauf. Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Flieger, bin so stark, stark, stark wie ein Tiger und so groß, groß, groß wie`ne Giraffe so hoch, whoa-oh-oh! Und ich spring‘, spring‘, spring‘ immer wieder Und ich schwimm, schwimm, schwimm zu dir rüber und ich nehm, nehm, nehm dich bei der Hand, weil ich dich mag. Und ich sag: Heut ist so ein schöner Tag, la la la la la! Heut ist so ein schöner Tag, la la la la la! Heut ist so ein schöner Tag, la la la la la! Heut ist so ein schöner Tag, la la la la la! Quelle: LyricFind