Innsbruck informiert (Februar 2022)

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Mögliche Fluchtwege schon vorab zu kennen, gibt Sicherheit im Ernstfall.

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© B. GUTL

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste Brände vermeiden und potenzielle Gefahrenquellen für den Brandfall schon vorab erkennen und rechtzeitig beseitigen, hilft Leben zu retten. Dieser Gedanke steht hinter der Tiroler Feuerpolizeiordnung.

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iese Aufgabe liegt in Innsbruck bei der Bau- und Feuerpolizei als leitende Behörde. Feuerbeschau und feuerpolizeiliche Veranstaltungsüberwachung sollen helfen, Bränden vorzubeugen und Folgeschäden zu mindern. „Feuerpolizeiliche Kontrollen und Vorgaben sind keine Schikane. Sie dienen im Ernstfall unser aller Sicherheit“, betont der zuständige Amtsvorstand DI Christian Kugler: „Sicherheit sowohl für die vom Brand Betroffenen, als auch für unsere Einsatz- und Rettungskräfte. Ein Schuhkastl im Treppenhaus, ein achtlos abgestellter Kinderwagen kann zur gefährlichen Stolperfalle werden.“

Fluchtwege sind Rettungswege Das Vorhandensein und der Zustand der Fluchtwege, deren Beschilderung und Beleuchtung, stehen neben der Überprüfung von Feuerlöschern, Wasserhydranten und 10

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Brandschutztüren besonders im Fokus der Kontrollen, egal ob bei der Feuerbeschau von Gebäuden oder Veranstaltungsüberwachungen. Nur geschlossene Brandschutztüren können Brandüberschlag und Rauchverbreitung verhindern. Aufgekeilte Brandschutztüren erhöhen im Brandfall das Risiko für Opfer und Rettungskräfte. „Wir müssen das Bewusstsein in der Bevölkerung für solche Gefahrenquellen heben“, so der Amtsvorstand: „Angesichts enger Wohnverhältnisse mag so manche Unachtsamkeit im Alltag verständlich sein, im Ernstfall wird sie jedoch zum Problem. Eine Versicherung könnte aussteigen, das kann auch bei einem kleineren Brandschaden eine große finanzielle Belastung sein.“

Vorbeugen rettet Leben Prävention von lateinisch „praevenire“ („zuvorkommen“, „verhüten“) bezeichnet Maß-

nahmen, die darauf abzielen, Risiken zu verringern oder Folgeschäden abzuschwächen. Brandprävention soll dementsprechend Brände verhüten oder Brandfolgen vermindern. „Alles, was nicht passiert, ist schwer messbar, schwer einzuschätzen“, bringt es Kugler auf den Punkt. Paradoxerweise senken erfolgreiche Präventionsmaßnahmen das Gefahrenbewusstsein und damit die Bereitschaft, selbst Vorsorge zu treffen. „Die Installation und Wartung von Wohnungsrauchmeldern kann im Ernstfall Zeit sparen und in der Folge sogar Leben retten“, appelliert Kugler: „Die Feuerpolizei geht in ihrer Arbeit Hand in Hand mit der Feuerwehr vor, eine Hand hätten wir noch frei. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele diese ergreifen und durch risikobewusstes Verhalten mithelfen, Bränden und Brandfolgeschäden vorzubeugen.“ UI


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