Schladming: Gemeinderat blockiert Augassen-Projekt

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114. Jahrgang

Gröbming, am 18. Oktober 2019

Schladming: Gemeinderat blockiert Augassen-Projekt

VS Stainach feierlich übergeben

AHA

Grundschule um 4,7 Mio Euro erweitert und saniert Nach 14-monatiger Bauzeit wurde das neue Volksschulzentrum von Stainach-Pürgg am vergangenen Samstag feierlich eingeweiht. Durch die Generalsanierung eines bestehenden Gebäudes und die deutliche Erweiterung mit einem Zubau, steht nun über 100 Kindern eine hochmoderne Grundschule zur Verfügung. Mit Kosten von rund 4,7 Mio. meinsam mit Direktor Gerhard Euro stellt dieses Bildungsprojekt Pliem die Historie der Bauten für die größte und umfassendste In- die Grundschulbildung im nun zur vestition in der ersten Gemeinde- Gemeinde Stainach-Pürgg gewachratsperiode von Stainach-Pürgg senen Gemeinwesen Revue passiedar, wie Bürgermeister Roland ren. Seine Grüße galten zuvorderst Raninger bei der Eröffnungsfei- den vielen zur Feier gekommenen er mit Stolz berichtete. Er ließ ge- Eltern und Mitbürgern. Als Ehrengäste durfte Raninger NAbg. Juliane Bogner-Strauß, die Vorsitzende der Bildungsregion Liezen, Waltraud Huber-Köberl sowie die beiden Pfarrherren Dr. Peter Schleicher und Mag. Meinhard Beermann A.B., die das Bauwerk segneten, willkommen heißen. n ia Seine freundlichen Grüße galten d In r auch den Lehrerinnen e m Sumf dem natürlich und Betreuerinnen. au ken Bei solchen Festlichkeiten sind Stoderzin immer auch die Schüler sehr akJetzt buchen: zipline.at Fortsetzung Seite 2

Der große Besucherandrang machte deutlich, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung gegen die Geschäftemacherei privater Investoren mit Zustimmung von führenden ehemaligen und amtierenden Regionalpolitikern ist. Foto: Ennstaler

Spirale nach unten Immer wieder wurde im Vorfeld der Nationalratswahl vor unverantwortlichen Geldgeschenken im freien Spiel der Kräfte gewarnt. Jetzt haben wir das Ergebnis der Wählerbestechung amtlich, nächstes Jahr wird Österreich wieder ein Budgetdefizit ausweisen. Nach nur zwei Jahren wird Österreich somit wieder neue Schulden machen, die minimalen Verbesserungen der vergangenen Regierung werden durch starke strukturelle Verschlechterungen des Nationalrates mehr als wettgemacht. Und das leider dauerhaft. Seit Jahren ist bekannt, dass unser Pensionssystem unter massiven finanziellen Problemen leidet. Wenn man die hohen Pensionen und die gerade noch vertretbaren Beiträge auch nur annähernd halten will, gibt es zwei Hauptstoßrichtungen: Erstens ein Anheben des Regelpensionsalters analog zur Lebenserwartung und zweitens, als absolute Minimalforderung, das Heranführen des tatsächlichen Pensionsalters an das gesetzliche. Passiert ist im Wahn des Wahl-

kampfes genau das Gegenteil: Durch die Wiedereinführung der Regelpension mit 45 Dienstjahren arbeiten die Menschen einige Jahre weniger bei voller Pensionshöhe. Und die zusätzlichen Pensionserhöhungen kosten nicht nur heuer viel Geld, sondern bilden ja auch in Zukunft die Basis. Alles in allem werden allein die Pensionsbeschlüsse in den nächsten Jahren mehrere Milliarden kosten, die Spirale nach unten beschleunigen und ein ungerechtes Pensionssystem zu Lasten der Jungen noch ungerechter machen. Franz Wallig Bezahlte Anzeige

Raumplaner Herfried Peyker wird mit Jahresende abberufen Mit zwei doch völlig überraschenden Beschlüssen setzte der Schladminger Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend ein deutliches Zeichen gegen spekulative Ferien-Anlagen. Zuerst wurde der Antrag auf Dienstbarkeit, eingebracht von der EP Bauträger GmbH für ein 420-Betten-Projekt in der Augasse, einstimmig abgelehnt. Mehrheitlich beschlossen wurde dann auch die Abberufung von Raumplaner DI Herfried Peyker mit Jahresende. Dass die große Mehrheit der Be- Haus im Ennstal kamen zur Sitvölkerung mit dem bisher doch zung des Gemeinderates in den sehr lockeren Umgang der Stadt- örtlichen Congress, wo sie nach gemeinde Schladming mit Speku- der Eröffnung durch Bürgermeislationsprojekten verschiedener terin Elisabeth Krammel gleich die Bauträger, aus denen meist Zweit- erste Überraschung erlebten: Herwohnsitze wurden, nicht mehr mann Trinker brachte für die Liste einverstanden ist, wurde am Mitt- „Schladming Neu“ den Antrag ein, wochabend deutlich untermau- Raumplaner Herfried Peyker mit ert. Knapp 150 Zuhöhrer aus der sofortiger Wirkung abzuberufen. Fortsetzung Seite 5 WM-Stadt und dem benachbarten

in der Bildungsregion Liezen für Jugendliche und ihre Eltern Freitag, 18. Oktober 2019 Wirtschaftskammer Gröbming Unternehmen, Schulen und Institutionen informieren praxisnah über Lehre, Jobs, Karriere, Schule und Weiterbildung im Bezirk Liezen. www.buk.li


REGIONALES

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VS Stainach feierlich übergebe tiv. Auch hier zeigten die 6- bis 10-Jährigen, dass sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften nicht wenig an Probenarbeit hinter sich haben: Sie boten ein klangvolles Bild. In seiner Festansprache dank-

Bauwerk geschaffen haben. Das Gemeindeoberhaupt bezeichnete die 4,7 Mio. Euro Baukosten als „Investment für die Jugend der Gemeinde. Bereits in der Volksschule werden wichtige Weichen

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boards, einer Lüftungsanlage, die den genauen Sauerstoffanteil in den Klassen misst, einem mit Kletterwand ausgestatteten Turnsaal sowie einem großzügigen Bereich für die Ganztagesschule bietet die neue Volksschule Stainach-Pürgg die besten Voraussetzungen für den Einstieg in die Schulausbildung der Kinder. Juliane Bogner-Strauß unterstrich in ihrer Festrede das unbedingte Muss, bereits bei geplanten Bauten im Bildungsbereich eng mit den Planern zu kooperieren. So könne man rechtzeitig Notwendigkeiten erkennen, die im Nachhinein kostspielig würden. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Trachtenmusikkapelle Pürgg, der Musikkapelle Stainach sowie einem Bläserensemble, bestehend aus dem Architekturbüro Rodlauer + Greimeister und der Marktgemeinde Stainach-Pürgg. Im Anschluss waren alle Besucher dazu eingeladen, die neu errichtete Volksschule zu besichtigen. Danach ging es zum Hauptplatz, wo das Marktfest mit Musik, Kulinarik und dem Maibaumumschneiden diesen Feiertag abrundete.

SPRUCH der Woche Nichts hält das Gemeinwesen besser zusammen als die Verlässlichkeit. Cicero

HALLE. Nach dem rechtsextremen Anschlag auf eine Synagoge im ostdeutschen Sachsen-Anhalt steht die Bevölkerung unter Schock. Der Angreifer, ein 27-Jähriger Rechtsradikaler wollte ein „Massaker“ anrichten, scheiterte jedoch an der Tür. ● STOCKHOLM. Der aus Kärnten Bürgermeister Roland Raninger (3.v.r.) mit NAbg. Juliane Bognerstammende und bei Paris lebenStrauß (Mi.), Bildungsdirektorin Waltraud Huber-Köberl (3.v.l.), Archide Peter Handke erhielt den Notektin Rodlauer (2.v.r.) sowie Vizebgm. Johann Gasteiner (re.) und Gebelpreis für Literatur 2019. Seine meinderäten bei der Eröffnung. Foto: Reini Kern Kollegin Olga Tokarczuk für 2018. ● te der Bürgermeister allen am Bau für die Zukunft gestellt“. Das „albeteiligten Unternehmen und na- te“ Volksschulgebäude wurde den ANKARA. Die türkische Operatitürlich dem planenden Architek- Bedürfnissen eines modernen und on im Bürgerkriegsland läuft laut tenteam Rodlauer + Greimeister, funktionellen Zentrums entsprePräsident Erdoğan „planmäßig“. die nicht nur ein gefälliges son- chend um- und ausgebaut. EingeDie Kritik der EU geißelt er und dern auch überaus zweckmäßiges richtet mit interaktiven Whitedroht mit einer Flüchtlingswelle. Der Vorwurf, die türkische Operation stärke den IS, wird immer lauter. Auch das Assad-Regime sendet Truppen in die Kriegsregion. ● VORARLBERG. Bei den Landtagswahlen in Vorarlberg legten ÖVP, Grüne und Neos zu, auch die SPÖ gewinnt leicht, bleibt aber einstellig. Die FPÖ stürzt ab. Die Wahlbeteiligung betrug nur 60,6 %. ● WARSCHAU. Die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Jaroslaw Kaczyński Begeistert zeigten sich die Festgäste nicht nur vom neuen Schulzentrum, sondern auch den den Darbietungen errang bei der Parlamentswahl in der Schüler. Foto: Reini Kern Polen einen klaren Sieg.

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Kindergemeinderat arbeitet in drei Regionen ne Stadt und erhalten die wichtige Kriterien, die demokratische RahErkenntnis, dass jede Gemeinde menbedingungen verlangen. Wer gewisser Eckpfeiler bedarf, um zu trotz betriebener Wahlwerbung florieren“, weiß die Projektverant- dieses Rennen nicht für sich entscheiden konnte, hat immer noch wortliche. Entwickeln und umsetzen Alle Kindergemeinderäte nehmen ihre Heimatgemeinde genau unter die Lupe. Welche Einrichtungen für Kinder gibt es bereits? Welche fehlen? Mit diesen Fragen setzen sich die Kinder in einem weiteren Workshop auseinander. „Dabei behandeln wir die Wünsche der Kinder, die sie an ihren Heimatort stellen und besprechen, Projekte selbst entwickeln: Die ob und wie Mitglieder des Kindergemeindeeine Umset- rates Rottenmann beim Anlegen zung möglich einer Blumenwiese zur Förderung ist“, beschreibt der Insektenvielfalt. Foto: o.K. Gudrun Müller-Gruber die die Chance, zum Stellvertreter, geleitete Pro- Themensprecher oder zum Redaktionsmitarbeiter ernannt zu werjektentwicklung im Kin- den. Betreuungsteam dergemeindeRund eineinhalb Jahre betreut rat. Durch dieDer Kinderbürgermeister und die Kinderbürgermeis- se spielerische Gudrun Müller-Gruber die Kinterin werden nach dem demokratischen Prinzip ge- Herangehens- dergemeinderäte im Bezirk. Dawählt. Foto: o.K. weise lernen nach sollen sie von engagierten folgt. Was es braucht, um einen die Kinder, eine Idee zu kreieren, Eltern oder erwachsenen GemeinKindergemeinderat installieren über deren Umsetzungen abzu- deräten weitergeführt werden. zu können, erklärt die Projekt- stimmen und ein Projekt zu pla- Um dem meist zweiköpfigen Betreuerteam die Arbeit zu erleichverantwortliche Gudrun Müller- nen und zu budgetieren. tern, hat die Mitarbeiterin der Die demokratische Wahl Gruber von der Landentwicklung Wer als Oberhaupt dem Kinder- Landentwicklung Steiermark eiSteiermark: „Der erste Schritt ist ein Beschluss im Gemeinderat der gemeinderat vorsitzt, entscheidet gens ein Handbuch mit allen nötiErwachsenen. Damit geben sie ein eine demokratische Wahl. Dabei gen Vorlagen, Informationen und klares Bekenntnis zur Förderung ist es wichtig, „dass es einen Bür- Checklisten entworfen. Es soll dagermeister und eine Bürgermeis- bei helfen, den Kindergemeinderat des Nachwuchs ab.“ Jeder Kindergemeinderat übt terin gibt. So fühlen sich Burschen aufrecht zu erhalten und so den sein Amt zwei Jahre lang aus. wie Mädchen gleichermaßen an- demokratischen Gedanken weiterAnschließend wird neu gewählt. gesprochen“, sagt Müller-Gruber. zutragen und den Nachwuchs auch „Dass alle Kindergemeinderäte Mit Wahlkabine, Urne und Kom- in Zukunft aktiv in die Stadtentüberparteilich arbeiten ist beson- mission erfüllte diese Wahl alle wicklung einzubinden. ders wichtig“, sagt Müller-Gruber. Das Konzept wurde für 8- bis 13-Jährige entwickelt und funktioniert allerorts gleich. Nach getroffenem Gemeinderatsbeschluss wird das Projekt in den örtlichen Schulen präsentiert. Alle anschließenden Workshops sind kindgerecht aufgebaut, weswegen Gudrun Müller-Gruber bei der Vermittlung der Inhalte auch das Ausdrucksspiel „Jeux Dramatique“ einfließen lässt. Welche Berufe, Einrichtungen, Betriebe, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten es in einer Gemeinde braucht, erfahren die Kinder durch dieses pädagogisch orientiere Theaterspiel. „Jeder hat freie Wahlmöglichkeit. Die Kinder entscheiden selbst, welche Rollen sie besetzen wollen. Das können Bauwerke genauso Gudrun Müller-Gruber, Vizebürgermeister Klaus Baumschlager, Gewie Berufe sein. Dadurch entwer- meinderätin Sigrid Ranner-Tilg und Bürgermeister Alfred Bernhard fen sie spielerisch ihre eigene klei- (v.l.) haben den Kindergemeinderat in Rottenmann aufgebaut. Foto: o.K. In Rottenmann hat sich der Kindergemeinderat bereits etabliert. In Ramsau am Dachstein stehen die NachwuchsGemeinderäte kurz vor der Angelobung und auch in Admont ist das Projekt am Starten. Demokratie, Verantwortung, Teamgeist und das Umsetzen eigener Ideen lernen Kinder durch ihre Teilnahme am Kindergemeinderat. Die bezirksweit erste Initiative wurde im Vorjahr in Rottenmann gestartet. Ramsau am Dachstein und Admont sind mittlerweile ge-

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Würdigungspreis für Lambert Gahbauer FAHRERLOS. Ein Zug der fahrerlosen Linie 1 der Pariser Metro raste hinter dem Louvre-Museum los und durchfuhr drei Stationen, ohne anzuhalten. Die vollautomatische Metro sei regelrecht „durchgedreht“, erklärte eine Gewerkschaft, die Metro- und Busfahrer vertritt. Die Garnitur hielt erst eine Station vor dem Triumphbogen an. *** WEIHWASSER GEGEN TRUNKSUCHT. Im Kampf gegen Alkoholismus hat ein Priester in Russland zu einer ungewöhnlichen Methode gegriffen. Aus einem Kleinflugzeug heraus goss der russisch-orthodoxe Geistliche über die Stadt Twer nordwestlich von Moskau 70 Liter Weihwasser. Bei offener Luke habe der Geistliche das Wasser aus einem goldenen Kelch aus einer Höhe von bis zu 300 Metern über die Kleinstadt geschüttet. Das solle den betroffenen Bewohnern helfen, nüchtern zu werden und nicht mehr zur Flasche zu greifen. *** PLASTIKVERBOT. Am MountEverest-Massiv soll die Plastikflut eingedämmt werden. Eine neue Regelung besagt, dass ab 1. Jänner 2020 die meisten Plastikverpackungen und Plastikflaschen in der Region um den höchsten Berg der Welt nicht mehr benutzt werden dürfen. Das Verbot bezieht sich auf die Gemeinde Khumbu Lhamu. *** ALTER DEALER. Ein 82-jähriger Mann aus Ulm wollte nach eigenen Angaben im Alter etwas dazuverdienen. Die Münchner Polizei hatte den Verdächtigen mit Kokain im Wert von mehreren Tausend Euro erwischt. Die Drogen waren in Handschuhen versteckt, zudem fanden Polizisten bei dem Mann mehrere Hundert Euro Bargeld. Der 82-Jährige beteuerte, nie Drogen genommen zu haben, mit dem Verkauf wollte er lediglich seine bescheidene Lebenssituation aufbessern. *** GOLDZAHN FÜR TIGER. Dank eines Goldzahns kann Tigerdame Cara im pfälzischen Maßweiler wieder in voller Schönheit ihr Gebiss fletschen. Ein dänisches Ärzteteam setzte der Großkatze die Krone während einer etwa 80 Minuten langen Operation ein. Das 125 Kilogramm schwere Bengaltigerweibchen hatte sich die Kerbe im Zahn vermutlich beim Herumkauen auf Spielzeug zugezogen.

Der seit 2010 bestehende Verein „Denkmal-Steiermark“, der sich um gefährdete Denkmäler in Graz und der Steiermark kümmert, vergibt jährlich drei Würdigungspreise. Heuer ist der langjährige Stiftsbaumeister des Stiftes Admont, Dipl.-Ing. Lambert Gahbauer, unter den Preisträgern. Lambert Gahbauer war über 25 Jahre maßgeblich für die zahlreichen denkmalgeschützten Bauten innerhalb des Stiftes und in den insgesamt 27 inkorporierten Pfarren verantwortlich. Besonders zu erwähnen sind die nach einem Generalkonzept erfolgten Restaurierungsarbeiten im gesamten Stiftsareal mit den Museen, dem Stiftsarchiv und der Prunkbibliothek, die Sanierung des Stiftsgymnasiums und die Revitalisierung des wiedererhaltenen Weingutes mit dem Schloss Jarenina in Slowenien. Neben all diesen, zum Teil langfristigen Projekten, hat sich Stiftsbaumeister Gahbauer bei einem 20 Jahre dauernden Großprojekt am Frauenberg – der

Wallfahrtskirche mit Pfarrhof – bei Admont durch höchsten persönlichen Einsatz ausgezeichnet. Das Großprojekt Frauenberg und alle anderen Bauprojekte verdan-

DI Lambert Gahbauer (re.), langjähriger Stiftsbaumeister des Stiftes Admont, erhielt den Würdigungspreis 2018. Dieser wurde von Vereinspräsident Dr. Friedrich Bouvier übergeben. Foto: Horst Bergmann ken ihre glückliche Umsetzung nicht zuletzt seinem persönlichen Einsatz, der weit über die dienstliche Pflichterfüllung hinausreicht. Aus diesem Grund dankte der Verein „Denkmal-Steiermark“ Baumeister DI Lambert Gahbauer für

seinen über 25 Jahre währenden Einsatz zum Wohle der ihm anvertraut gewesenen Kulturgüter und seine Sensibilität im Umgang mit wertvoller denkmalgeschützter Substanz und überreichte ihm den Würdigungspreis. WILDALPEN 80. Geburtstag Die weit über Wildalpen hinaus bekannte und beliebte Gastwirtin und Chefin des Café-Restaurants Grabner in Wildalpen, Edeltraud Grabner, feierte am Donnerstag vergangener Woche ihren 80. Geburtstag. Die Musikkapelle Wildalpen gratulierte musikalisch, Bürgermeisterin Karin Gulas und Vizebürgermeister Hubert Failmayer überbrachten die Glückwünsche der Gemeinde und auch zahlreiche Vereine wünschten der Jubilarin zur ihrem Festtag alles Gute und viel Gesundheit. Den vielen weiteren Glück- und Gesundheitswünschen, die der Jubilarin zu ihrem 80er übermittelt wurden, schließt sich auch der „Ennstaler“ herzlich an.

Neue Kräfte im Hospizteam

Erich Mayer, Bgm. Karin Gulas und Vizebgm. Hubert Failmayer sowie MK-Obmann Heinz Baumann und Kapellmeister Leo Casari (v.l.) mit der Jubilarin Edeltraud Grabner. Foto: o.K.

Die Absolventinnen der Hospizausbildung mit Teamleiterin Paula Glaser (sitzend, 4.v.l.) nach der Überreichung der Urkunden. Foto: o.K. Insgesamt 15 Frauen aus kunden im festlichen Rahmen im dem Bezirk Liezen haben die Pfarrsaal in Irdning. Neben zahlHospizausbildung abgeschlos- reichen Bürgermeistern aus der sen. Ihnen wurden in Irdning Region konnte man Vertreter der Landesleitung sowie viele Freunde die Urkunden verliehen. Mehr als 900 Hospizmitarbei- und Angehörige begrüßen ter, vorwiegend Frauen, zählt das Hospiz Steiermark. Im Bezirk Lie- ADMONT zen sind es fünf Teams, die sich Todesfall ehrenamtlich um Menschen in Am Freitag, ihrer letzten Lebensphase küm- dem 27. Septemmern. Diese Teams haben kürz- ber verstarb im lich Zuwachs erfahren. 15 Frauen 72. Lebensjahr aus dem gesamten Bezirk haben Ferdinand Steinzahlreiche Wochenenden und Pra- berger Kraftfahxistage investiert, um eine Aus- rer i.R.. Er wird bildung zur Hospizbegleitung zu am Freitag, dem absolvieren. Vergangene Woche 18. Oktober im Familiengrab beierfolgte die Verleihung der Ur- gesetzt.

Bürgerversammlung Am Dienstag letzter Woche stellten sich Bürgermeisterin Karin Gulas und der gesamte Gemeinderat im Rahmen einer Bürgerversammlung den Fragen von rund 60 interessierten Gemeindebürgern. Aktuelle Themen wie Nahversorger, Tourismus, Kindergarten und Schule sowie ärztliche Versorgung waren nur einige Bereiche, die diskutiert und dazugehörige Fragen seitens der Gemeindevertreter beantwortet wurden. Zahlreiche Anregungen wurden entgegengenommen und eine Prüfung derselben zugesagt. Bürgermeisterin Karin Gulas bedankte sich für die rege Teilnahme und appellierte an das Miteinander, welches für eine positive Entwicklung gerade in einer kleinen Gemeinde sehr wichtig ist.


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Schladming: Gemeinderat blockiert Augassen-Projekt Oberflächenwasserkanal ab, sondern über ein Monsterprojekt, in dem horrende Summen im Spiel sind“. Der Mandatar ging in diesem Zusammenhang nicht auf den Kaufpreis von 3,5 Mio. Euro ein, sondern auf die Zusatzvereinbarung die zwischen ÖVP-Altbürgermeister Jürgen Winter und der EP Bauträger GmbH mit Geschäftsführer Siegfried Pfuner getroffen wurde, wonach bei einer Erhöhung der Bauplatzdichte je Zehntelpunkt 250.000 Euro fließen würden. „Es muss einfach Schluss sein mit dieser Geschäftemacherei“, so Pott, der auch darauf verwies, dass jeder Gemeinderat einen Brief von der Bauträger GmbH mit einer Klagandrohung erhalten habe. Die Antwort darauf war ein Zuruf aus den Zuhörerreihen: „Die sollen sich schämen“. Die Dimension, die dieses Projekt hätte, präsentierten Pott und sein Fraktionskollege Alexander Stocker anhand schematischer Darstellungen, die für Kopfschütteln im Publikum, aber auch unter vielen Gemeinderäten sorgten. Listen-Fraktionsführer Hermann Trinker ergänzte, dass Schladming diesen Regenwasserkanal nicht brauche: „Der Touris-

mus und vor allem die Bevölkerung lehnen dieses Projekt ab“. Dies wurde dann auch bei der Abstimmung deutlich, denn als die Mandatare den Antrag einstimmig ablehnten, quittierten dies die Zuhörer mit Jubel und großem Beifall. Heftiger diskutiert wurde dann der Antrag der Liste Schladming Neu auf sofortige Absetzung von Raumplaner DI Herfried Peyker. Als Begründung führte Hermann Trinker an, dass es aus seiner Sicht kein Vertrauen mehr zum Raumplaner gebe, da seine Tätigkeiten für private Investoren nicht mit den Bedürfnissen der Stadtgemeinde vereinbar wären. Für Hans-Moritz Pott (Foto rechts) ist es „unerträglich, dass Peyker gemeinsam mit der Baubehörde in Haus im Ennstal (Erste Bauinstanz ist Bgm. Gerhard Schütter, Anm.) ein Monsterprojekt in Schladming hat entstehen lassen. Dazu muss man wissen, dass Herfried Peyker auch als Raumplaner der Nachbargemeinde tätig ist. Nach zahlreichen Wortmeldungen und einer Änderung des Antrages stimmte die Mehrheit des Gemeinderates für eine Abberufung

von Herfied Peyker mit Ende des Jahres. Mit beiden Beschlüssen machte der Gemeinderat deutlich, dass es in Zukunft wohl nicht mehr so einfach werden wird, Spekulationsprojekte in Schladming zu verwirklichen. Das Augassen-Projekt

ist zumindest einmal blockiert, doch es liegt auf Hauser Gemeindegebiet. Es könnte also durchaus sein, dass Altbürgermeister Jürgen Winter, der ja viel Geld verlieren würde, Bürgermeister Gerhard Schütter, Raumplaner Herfried Peyker und die EP Bauträger GmbH nach einer Lösung suchen, um die Ferien-Anlage doch noch zu verwirklichen. Der „Ennstaler“ wird das weitere Geschehen jedenfalls aufmerksam verfolgen. Entgeltliche Einschaltung des Landes Steiermark. Fotos: iStockphoto.com

Bevor jedoch dieser Antrag zur Abstimmung kam, wurde ein wesentlich umstrittener Punkt, weil schon zweimal vertagt, behandelt. Es ging dabei um das 420-BettenProjekt, welches die EP Bauträger GmbH mit Sitz in Zell am See auf jenem Grundstück errichten will, das sie vom ehemaligen Bürgermeister Jürgen Winter um rund 3,5 Mio. Euro erworben hat. Wie in unserer letzten Ausgabe berichtet, liegt das 11.189 Quadratmeter große Grundstück in der Augasse auf Gemeindegebiet von Haus im Ennstal, wo es vom dortigen Gemeinderat unter Bürgermeister Gerhard Schütter von Freiland in „Aufschließungsgebiet Wohnen“ umgewidmet wurde. Um jedoch die Vorgaben des steirischen Baugesetzes, und hier vor allem Paragraph 5 „Bauplatzeignung“, erfüllen zu können, benötigt das Unternehmen für die Errichtung eines Regenwasserkanals die Dienstbarkeit der Stadtgemeinde Schladming. Bevor der Antrag zur Abstimmung gebracht wurde, ergriff Dr. Hans-Moritz Pott (UN/ FPÖ) das Wort und ging im Detail auf das Vorhaben ein. Pott: „Wir stimmen heute nicht über einen

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FORTSCHRITT IST STEIRISCH. DIE STEIERMARK IST EUROPAMEISTER. Mit über 5 Prozent Forschungsund Entwicklungsquote führt die Steiermark das Ranking der Bundesländer an. Rund 18.000 Forscherinnen und Forscher machen die Steiermark zum Europameister.

facebook.com/steiermark twitter.com/land_steiermark instagram.com/land_steiermark Noch mehr Steiermark gibt es auf www.steiermark.at | www.steiermark.com


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