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Nr. 47
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Gröbming, am 22. November 2019
114. Jahrgang
Feriendomizile sind weiter ein Zankapfel
Das Ende des Dorfwirts Wirtshaussterben auch im Bezirk kaum zu bremsen Die Gastronomie befindet sich im Wandel. Wirtshäuser sperren zu und die Gasthauskultur schwindet. Eine von der WKO Steiermark in Auftrag gegebene Untersuchung aus dem letzten Jahr hat ergeben, dass die traditionellen Betriebsarten Gasthaus und Gasthof in den letzten 20 Jahren fast um die Hälfte geschrumpft sind. Allein seit dem Jahr 2000 gibt erheblich gestiegen. Nicht nur in es um 26 Prozent weniger Gast- den Städten, auch im ländlichen häuser und Gasthöfe. Parallel Bereich, haben Einkaufszentren, dazu sind die Betriebsarten Re- Tankstellen, Pubs (als sogenannstaurant (+42 Prozent) und Café te „Ein-Mann-Betriebe“ geführt) (+22 Prozent) im selben Zeitraum Fortsetzung Seite 2
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Die Tourismusregion Schladming-Dachstein präsentierte dieser Tage ihren eigenen TV-Sender (v.l.): Elisa Royer, Hans-Peter Steiner, Mathias Schattleitner, Markus Zeiringer, Bettina Vettori, Philipp Walcher, Peter Wieser und Sabrina Nagl (Bericht Seite 30). Foto: Carolin Lang
Staatseigentum schafft Korruption Die Casino-Affäre scheint ein ewig junges Thema in Österreich endlich in den Mittelpunkt zu rücken, nämlich den Postenschacher. Immerhin wird seit dem Zweiten Weltkrieg jedes Amt in staatsnahen Unternehmen, in der staatlichen Verwaltung selbst, in den Sozialversicherungen und hunderten anderen staatsnahen Organisationen fast ausschließlich nach Parteibuch und Freunderlwirtschaft vergeben. Das ist ungerecht und wirtschaftlich schädlich und gehört eigentlich seit jeher abgeschafft. Fast fünfzig Jahre hat sich kaum jemand um das Thema gekümmert, in Zeiten der zwei Großparteien war das ganze Land paritätisch geteilt, unter kräftiger Beteiligung von Nebenorganisationen wie Kammern oder Gewerkschaften. Die Regierung konnte oft nur umsetzen, was von den Günstlingen im System gewollt war. Zudem haben sich diese „Würdenträger“ über die Jahrzehnte unglaubliche Privilegien geschaffen, die von den einfachen Bürgern bezahlt werden müssen. Der Anlass für das heuchlerische
Geschrei der Gegenwart ist relativ einfach: Während die FPÖ als Regierungspartei an den Futtertrögen nachrückte, musste die SPÖ viele Positionen räumen. Die Zeit wäre daher reif, eine ehrliche Veränderung anzustreben. Die richtigen Mittel im staatlichen Bereich wären wirklich neutrale Ausschreibungen und Headhunter, die auch Entscheidungen treffen können. Und bei allen Unternehmen ist das Wundermittel gegen Korruption und Misswirtschaft ohnehin bekannt. Es lautet schlicht radikale Privatisierung. Franz Wallig
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Grabungsarbeiten beim Projekt „Winter“ in der Augasse Auch wenn der Schladminger Gemeinderat Mitte Oktober gegen den Dienstbarkeitsantrag der EP Bauträger GmbH stimmte, war klar, dass damit keine Ruhe in der Augasse einkehren wird. Trotzdem waren die Anrainer am vergangenen Freitag einigermaßen überrascht, als ein Bagger im Auftrag der Baufirma beim Projekt „Winter“ zu graben begann. „Geld frisst die Natur“, meinte ein Passant am Rande der Aktion, bei der auch einige Aggressionen zu Tage traten. Der Passant hatte nicht unrecht, ne 11.189 Quadratmeter große denn beim grassierenden Luxus- Liegenschaft zunächst um 5 Milimmobilienboom geht es vorwie- lionen Euro an die EP Bauträger gend nur um Geld – um viel Geld. GmbH mit Geschäftsführer SiegBestes (Negativ-)Beispiel dafür fried Pfuner, der darauf eine Hoist das Projekt „Winter“ in der tel- und Apartmentanlage mit Schladminger Augasse. Wie be- 420 Betten errichten will. Die richtet, verkaufte Jürgen Winter, dafür notwendige Umwidmung Altbürgermeister der WM-Stadt, von Freiland in „AufschließungsFortsetzung Seite 5 dort am 30. Dezember 2015 sei-
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REGIONALES
Das Ende des Dorfwirts
und kleine Bäckereien ihr Angebot mehr erwirtschaftet werden. Dazu hat die WKO darum ein Siebenerweitert und punkten mit länge- kommt aus sozialer Sicht, dass die Punkte-Programm erarbeitet, das ren Öffnungszeiten. Die Anforde- „Kinder zu kurz kommen“, woraus von einer Reduktion der überrungen an das Wirtshaus haben sich wiederum ein Nachfolgepro- bordenden Prüfpflichten bis hin sich schon seit Jahren völlig ge- blem ergibt, da es sich die jüngere zur Realisierung eines Förderprowandelt. Die Leute haben Freizeit- Generation nicht mehr antun wol- gramms für die finanzielle Unstress, die Angebotspalette mit le, bei geringen Verdienstmöglich- terstützung von qualitätsverbesHeim- und Fernsehkino ist immer keiten wesentlich längere Arbeits- sernden Maßnahmen reicht. Zur breiter geworden, gegessen wer- zeiten in Kauf nehmen zu müssen Initiative sind auch Erleichterunden Fertiggerichte und Schnell- als in anderen Berufen. Aus perso- gen bei der Betriebsübergabe und imbisse. Eine Stunde warten auf nalmäßiger Sicht gibt es ebenfalls bei Betriebsneugründungen bis zu die Speise ist passé. Dazu kommt, zwei Problembereiche. Zum einen 30 Betten zu zählen. Zwei gezieldass „Sattwerden“ allein nicht reichen die Kontingente für die te Fördermaßnahmen mit einer mehr ausreicht. „Essen gehen“ ist Anstellung ausländischer – wenn Bestückung von rund 15 Milliomittlerweile zu einem sozialen auch aus EU-Staaten kommen- nen Euro sind vom Land SteierEvent geworden, bei dem nicht nur der – Arbeitskräfte nicht aus, In- mark vorgesehen: Mit der „Überdie Qualität der Speisen, sondern länder fürchten die Arbeitszeiten nehmer-Offensive 2019“ wird die auch die Lage, die Serviceleistung und sind auch mit den Verdienst- Übergabe mit Einmalzuschüssen und das Ambiente überzeugen möglichkeiten nicht immer zufrie- unterstützt. Das Projekt „Fördemüssen. Wirtshäuser werden er- den. Dazu kommt, dass die Zahl rungen für die Mitarbeiterinnen setzt durch koreanische und indi- der Lehrlinge laut Helmut Blaser und Mitarbeiter“ fördert Projekte sche Restaurants, japanische Su- drastisch gesunken ist. Hier „rit- im Rahmen von 100.000 bis drei tern andere Lehrberufe und vor Millionen Euro. Dazu zählen auch shi-Lokale sind „in“. Diese Entwicklung hat natür- allem die Schulen wie AHS und Investitionen zur Verbesserung lich auch vor dem Bezirk Liezen HTS um die Jugendlichen.“ Fol- der Wohnsituation für die Mitarnicht haltgemacht. Der „Ennsta- gen all dieser Gegebenheiten sind beiter. Denn gerade dieser Bereich ler“ sprach zu diesem Thema mit zum Beispiel auch, dass immer hat die am Arbeitsmarkt befindlizwei Experten: Mit Helmut Blaser, mehr Betriebe dazu übergehen, chen Leute teilweise abgehalten, dem Leiter der „WKO Steiermark für „auswärtige“ Gäste keine Spei- im Gastronomie- und HotellerieRegionalstelle Ennstal/Salzkam- sen mehr anzubieten, an zwei oder gewerbe zu arbeiten. Aber sowohl mergut“ und mit Franz Perhab, sogar mehr Tagen einen „Ruhetag“ Helmut Blaser als auch Franz Perdem Spartenobmann „Tourismus einzuführen und am Abend früher hab bestätigen, dass auf diesem Gebiet im Bezirk außerordentliche und Freizeitwirtschaft“ und selbst schließen. Bemühungen getroffen Besitzer des bekannten wurden. Dazu kommen – und immer noch „echandere Maßnahmen wie ten“ – Wirtshauses „BierRabattpakete, freie Befriedl“ in Pruggern. Beinützung von Freizeitanlade bestätigen, dass das gen im Ort und ähnliches, Wirtshaussterben und um Mitarbeiter zu gewindamit das Sterben der nen und „bei der Stange Gasthauskultur ein grozu halten“. Es könnte hier ßes Thema sei, vor allem eine ganze Reihe von Beim östlichen Teil des Betrieben aufgezählt werzirks. Allein im Gesäuse den, die besonders mitarsollen etwa zwölf Gasthäuser zum Verkauf an- Ein voller Stammtisch, bei dem musiziert, gesungen beiterfreundlich sind, als geboten werden. Aber und gepåscht wird, hat heutzutage schon Selten- Beispiel sei hier nur das Foto: Martin Huber Natur- und Wellnesshotel selbst im traditionsbe- heitswert. Ein weiteres Thema in die- Höflehner in Haus im Ennstal anwussten Salzkammergut, wo das Wirtshaus mit dem Stammtisch sem Zusammenhang ist das Ver- geführt, wo die Beträge für Mitals absolutes Kulturgut angesehen schwinden der „Stammtische“. arbeiterausbildung und -pflege eiwird, gibt es heute weniger der- Diese Entwicklung ist vor allem nen hohen Anteil an den Gesamtartige Institutionen als noch vor im ländlichen Raum eine bedau- betriebskosten ausmacht. Beide Experten sind sich auch wenigen Jahren. Die Gründe sind erliche. Denn gerade in strukturvielfältig. Als eine der Hauptursa- schwachen Regionen hätte das darin einig, dass man optimischen wird genannt, dass die wirt- klassische Wirtshaus eine zent- tisch in die Zukunft blicken kann, schaftliche Existenz nicht mehr rale Funktion. Der Wirt ist neben da die Innovationskraft auf prakgesichert werden kann. Die vie- der Kirche, der Schule und dem tisch allen Wirtschaftsgebieten len Regeln und Gesetze machen Gemeindeamt die tragende Säu- des Bezirks ungebrochen ist und es den Wirten in den Ortschaf- le des Gemeindelebens. Dort fin- auch die Wirtshäuser umfasst. Eiten sehr leicht, ihre Betriebe zu det Kommunikation, Geselligkeit nem weiteren „Sterben“ der Wirtsschließen. Insgesamt sind es 75 und Politdiskussion statt. Dazu häuser sollte vorgebeugt werPrüf- und Dokumentationspflich- kommt laut Blaser, dass gerade der den, es ist schon schlimm genug, ten, die den Wirten auferlegt sind, Stammtisch ein verlässlicher und dass in vielen Orten Greißler und angefangen von der Allergenver- regelmäßiger Umsatzbringer ist Handwerker ihre Pforten schließen müssen und die Schließung ordnung, der technischen Ausstat- beziehungsweise einmal war. Trotz allem möchte man in der von Polizeistationen, Postämtern, tung, der Registrierkassen-Pflicht bis hin zum Nichtraucherschutz. Steiermark die Institution „Gast- Bezirksgerichten und Bankfilialen Die damit verbundenen Kosten haus“ nicht aufgeben. Zum Erhalt zur schleichenden Ausdünnung sind enorm und können fast nicht der steirischen Wirtshauskultur des ländlichen Raumes führen.
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SPRUCH der Woche Es gibt nichts so Grauenvolles wie die Fremdheit derer, die sich kennen. Gerhart Hauptmann
WIEN. Grüne und Neos unterstützen den Antrag der SPÖ auf eine Sondersitzung des Nationalrats zur Casino-Affäre samt Dringlicher Anfrage an Finanzminister Eduard Müller. Offen ist nach wie vor, ob es auch einen Untersuchungsausschuss rund um den vermuteten Postenschacher samt illegalen Gegengeschäften geben wird. Ex-Finanzminister Löger nimmt Sebastian Kurz in Schutz: Der Kanzler sei von ihm nicht informiert worden. ● KÄRNTEN/OSTTIROL. Lawinengefahr, Hochwasser, Straßensperren und Stromausfälle: Jenes Italien-Tief, das mit rekordverdächtigen Regenmengen auch Venedig unter Wasser setzte, bereitet Kärnten, Osttirol, Salzburg und der Steiermark massive Probleme. ● PRAG. Im Vorfeld des 30. Jahrestages der Samtenen Revolution kam es in Prag zu massiven Protesten gegen die Regierung. Demonstranten fordern Premier Babis zum Rücktritt auf. ● HONGKONG. In Hongkong ist es am Wochenende zu den gewalttätigsten Zusammenstößen der letzten fünf Monate gekommen. ● MOSKAU. Russland hat drei vor einem Jahr beschlagnahmte Kriegsschiffe an die Ukraine zurückgegeben. ● BRÜSSEL. Die gewählte EU-Kommissarin Ursula von der Leyen ist ihrem Amtsantritt am 1. Dezember einen großen Schritt näher gekommen, nachdem der designierte ungarische Kommissar Olivér Várhelyi die Zustimmung der Europaabgeordneten erhielt. Damit ist das Team komplett. ● ZAGREB. Der scheidende EURatspräsident Donald Tusk wurde beim EVP-Kongress in Zagreb zum neuen Präsidenten der Volksparteien gewählt. Er war der einzige Kandidat.
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Österreichisches Nationalparktreffen im Thayatal Mitarbeiter des Nationalparks Gesäuse fanden sich zum Erfahrungsaustausch mit anderen Nationalparks im Thayatal ein. Zum 15. Mal versammelten sich über 200 Mitarbeiter der sechs österreichischen Nationalparks, um Einblicke in laufende Projekte zu gewinnen und gemeinsam über aktuelle Herausforderungen zu diskutieren. Der grenzüberschreitende Nationalpark Thayatal-Podyjí in Niederösterreich diente dabei nicht nur als außergewöhnlicher Austragungsort, sondern auch als inspirierendes Beispiel
für den Erfolg der Nationalpark übergreifenden Zusammenarbeit. Alle zwei Jahre treffen sich Vertreter der österreichischen Nationalparks im Zuge des „Nationalparks Austria Mitarbeiter/innenTags“ zum Erfahrungsaustausch in einem der sechs österreichischen Nationalparks. Am diesjährigen Zusammenkommen waren auch 25 Mitarbeiter und Ranger des Nationalparks Gesäuse dabei. Der Schwerpunkt wurde heuer auf die Kommunikation der unberührten Natur gelegt. „Denn die großen Schutzgebiete nehmen als Bewahrer des österreichischen Naturer-
NEU IM TAUERN OUTLET
bes in der schnelllebigen Zeit eine Sonderrolle ein. Sie ermöglichen Besuchern ruhige und intensive Naturerlebnisse und fungieren somit als bewusster Gegenpol zu der hektischen Alltagswelt. Zugleich bringen neue Informationstechnologien und Entwicklungen auch viele Möglichkeiten und Herausforderungen mit sich, die das Verhältnis von Besuchern, Schutzgütern und den Nationalparkverwaltungen neu definieren“, heißt es von Seiten des Nationalparks Gesäuse. Wichtige Themen waren neben der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit auch Projekte aus
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dem Forschungs- sowie Bildungsbereich, wie zum Beispiel die Bedeutung der Nationalparks zum Schutz der Tier- und Pflanzenarten Österreichs oder die Zusammenarbeit bei der Aus- und Weiterbildung der österreichischen Nationalparkranger im Rahmen der Nationalparks Austria Bildungsakademie. Auch Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek nahm an dem österreichweiten Treffen teil: „Als für Österreichs Nationalparks zuständige Ministerin ist mir der regelmäßige Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein großes Anliegen. Sie sind der Motor unserer Nationalparks. Dieses „Familientreffen“ ist die beste Gelegenheit für intensiEin österreichweites Treffen von Nationalparkmitarbeitern fand kürzlich im Thayatal statt. Mit dabei auch ven Austausch und enges VernetFoto: © Astrid Bartl zen untereinander“, so Patek. Vertreter aus dem Gesäuse.
UNSERER. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer
STVP.AT
„Die Erfahrung spricht ohnehin für ihn. Und der Vergleich erst recht.“ Am 24. 11. für Hermann Schützenhöfer.
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SPÖ
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REGIONALES
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Herbstkonzert der Musikkapelle „Almrausch“ Landl TEURE JACKE. Eine Strickjacke des verstorbenen „Nirvana“-Sängers Kurt Cobain wurde kürzlich in New York für 334.000 Dollar versteigert. Der Musiker hatte sie bei einer Aufnahme im November 1993 getragen. *** UMZUG. Kürzlich begann der Umzug eines Leuchtturms an der dänischen Westküste. Der Rubjerg Knude Fyr war 1899 bei Lonstrup in der Gemeinde Hjorring auf einer Wanderdüne errichtet worden. Aufgrund der Erosion der Küste drohte er nun ins Meer zu stürzen. Deshalb soll er rund 70 Meter von der Küste weggerückt werden. Das Spektakel lockte Tausende Schaulustige an. *** KOKAIN-STRAND. In Frankreich wird vor Kokain-Päckchen gewarnt, die an Strände der Atlantikküste gespült werden. Das in Plastik eingepackte Rauschgift sei extrem gefährlich, da es sehr rein sei, sagte der Staatsanwalt der westfranzösischen Stadt Rennes. Es dürfe auf keinen Fall konsumiert werden. Bisher wurden Päckchen mit dem Gesamtgewicht von mehr als 870 Kilogramm gefunden. Noch ist unklar, woher das Rauschgift stammt. Grund könnte eine Schiffshavarie sein. *** WELTREKORD. Extremsportler und Feuerwehrmann Andreas Michalitz hat kürzlich bei der Feuerwehrmesse in Oberwart einen Weltrekord aufgestellt: Der 51-jährige Niederösterreicher ging in voller Atemschutzmontur zwölf Stunden lang ohne Pause auf einem Laufband und legte dabei 70,9 Kilometer zurück. Für Michalitz ist es bereits der vierte Weltrekord. *** SOZIALGELD. Das Landgericht in Lübeck (Schleswig-Holstein) verurteilte kürzlich eine 49-Jährige zu acht Jahren Haft, weil sie ihren vier Kindern (zehn bis 18 Jahre alt) jahrelang mit Erfolg eingeredet hatte, sie seien schwer krank bzw. behindert, und sich mit den erfundenen Geschichten Sozialgelder in Höhe von rund 140.000 Euro erschwindelte. Ärzten und Spitälern legte sie gefälschte Arztberichte vor, um Untersuchungen und Behandlungen zu initiieren und selbst Geld für die Betreuung der angeblich Kranken zu lukrieren. Maike B. wurde wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen, Betrugs und Urkundenfälschung verurteilt.
Die Musikkapelle „Almrausch“ Landl lud zum Herbstkonzert und gestaltete gemeinsam mit dem Volksmusiktrio „A Guade Mischung“ aus Admont einen heiteren Blasmusikabend in der Schul- und Sportstätte Landl. Obmann Franz Ebner freute sich bei der Begrüßung über die große Zuhörerschaft und dankte seinen Musikerkollegen für die intensive Probezeit sowie allen Helfern für die Unterstützung der Veranstaltung. Durch das Programm führten die Musiker selbst
und stellten dabei das jeweilige Musikstück und den Komponist vor. Das eine oder andere Gedicht mit Lieblingswitz trug zur guten Unterhaltung bei. Marsch, Polka, Medleys und Mazurka wechselten mit flotten Volksmusikstücken, wobei der vom tschechischen Komponisten Karel Svoboda stammende und vom kürzlich verstorbenen Karel Gott gesungene Welthit „Biene Maja“ für großen Beifall sorgte. Der größte Applaus des Abends galt aber Patrick Mandl, dem Sieger des Steirischen Harmonikawettbewerbs 2019 und
„Frühlingserwachen“ im Geodorf Gams Alexander Maunz veranstaltete im Saal des Gasthofes Kirchenwirt in Gams eine Filmund Fotoreise unter dem Titel „Frühlingserwachen“. Der Vortragende nahm sein Publikum mit auf eine Reise durch die launenhafte Frühlingszeit mit zarten Grüntönen, ersten Frühjahrsboten im Garten und auf Wiesen, blühenden Obstbäumen, sprudelnden Bächen, Winterzwischenspiel mit Schneefall und bizarren Lichtspielereien am Himmel. Glückliche Zufälle und oft eine Portion Geduld braucht es, um Aufnahmen aus der Tierwelt mit Dachs, Enten und Hühnern, Spatz, Igel, Marienkäfer, Bienen und sogar einer Äskulapnatter im Hausgarten einzufangen. Imposante Landschaftsbilder, Berge und Baumwipfel aus der Vogelperspektive begeisterten die Zuschauer ebenso wie die kleinen, oft unscheinbaren Naturschönheiten im Geodorf Gams. Filmmitschnitte von Brauchtumsveranstaltungen,
wie Palmweihe, Wunschkonzert und Auftritte der Musikkapelle, Weihschwammweihe, Josefikirtag, Maibaumaufstellen, Mostverkostung in der Kraushöhle zur Saisoneröffnung, Osterfeuer bis zur Sonnenwende riefen manch schöne Erinnerungen hervor. Herbert Traisch vom Kulturund Tourismusverein Gams bedankte sich zum Abschluss bei
Alexander Maunz (Foto) für die vielen Stunden wertvoller Arbeit, die der Präsentation vorausgegangen sind und von der Motivsuche, Sammlung, Auswahl und Bearbeitung bis zur Musikauswahl reichen.
Hubertusfeier in Liezen Am vergangenen Samstag feierten die Liezener Jäger ihre traditionelle Hubertusfeier zu Ehren ihres Schutzpatrons. In einem festlichen Fackelzug zogen die Jäger in den stimmungsvoll beleuchteten Kirchhof der Liezener Pfarrkirche ein. Nach den Grußworten von Obmann Gerhard Wöhry richtete Bürger-
meisterin Roswitha Glashüttner Worte an die Liezener Jägerschaft. Eine Jungjägerin konnte von Obmann Wöhry angelobt werden. Die Erntestrecke zu Ehren des Hl. Hubertus wurde diesmal von Mag. Günter Kanzler, Willi Pürcher und Familie Beck vorgelegt (Foto) und von Pater Georg geweiht. Feierlich zogen die Jäger in die Stadtpfarrkirche zur Heiligen Messe ein, die von den Liezener Jagdhornbläsern musikalisch umrahmt wurde. Zum Abschluss lud der Obmann alle Anwesenden zum Schüsseltrieb in das Gasthaus „Goldener Hirsch“ ein. Bei einem wunderbaren Wildgericht und gutem Wein fand der Abend einen geselligen Ausklang.
Mitglied der Musikkapelle Almrausch am Schlagzeug, der noch einmal sein Siegerstück „Olympiade Marsch“ aufspielte. Wolfgang Wagner, Obmann des Blasmusikbezirksverbandes Liezen, und Bgm. Bernhard Moser unterstrichen in ihren Grußworten die Bedeutung der Blasmusikkapellen für die Landgemeinden. Freuen durfte sich Jungmusikerin Elena Achleitner über die Aufnahme als Mitglied in die Musikkapelle sowie Manuela Mandl, Ernst Röck und Stefan Stangl über erfolgreiche Leistungsabzeichen und langjährige Mitgliedschaft. Kapellmeister Hans Mulzheim dankte vor allem den Eltern der vielen jungen Musiker für ihre Unterstützung und nannte stellvertretend die Familie Siegfried und Roswitha Mandl, wo mit Manuela, Patrick und Martin gleich dreifacher Musiknachwuchs in der Musikkapelle Almrausch spielt. Der das Leben mit Höhen und Tiefen beschreibende Marsch von Karl Pfortner „Berg auf, Berg ab“ war zwar als Schlussstück vorgesehen, einige geforderte Zugaben ließen den Konzertabend aber noch lange fröhlich weiterklingen. ADMONT-AIGEN Todesfall Am Montag, dem 18. November, verstarb nach langer, schwerer Krankheit im 93. Lebensjahr Anna Jurenia. Sie wird heute, Freitag, dem 22. November um 14 Uhr vom evangelischen Kirchplatz in die Kirche und nach dem Gottesdienst zur letzten Ruhe geleitet. ADMONT Todesfall Am Mittwoch, dem 13. November, verstarb im 85. Lebensjahr Josef Steiner, Kriegshaber Sepp. Die Urne des Verstorbenen wurde am Mittwoch, dem 20. November, im Familiengrab am Friedhof in Admont beigesetzt. LIEZEN Todesfall Am Donnerstag, dem 14. November, verstarb im 84. Lebensjahr Hans Ebner. Er wurde am Donnerstag, dem 21. November, zur Einäscherung überführt.
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Feriendomizile sind weiter ein Zankapfel gebiet Wohnen“ bewerkstelligte Nachbarbürgermeister Gerhard Schütter, da sich die Liegenschaft auf Gemeindegebiet von Haus im Ennstal befindet. Am 23. Juni 2016 wurde ein Nachtrag zum Kaufvertrag abgeschlossen. In diesem sind Winter und Pfuner übereingekommen, dass sich der Kaufpreis um 1,5 Millionen Euro vermindert und sich die für das vorgesehene Bauprojekt beabsichtigte Bruttogeschoßfläche von 8825 auf 6970 Quadratmeter verringert. Gleichzeitig wurde festgeschrieben, dass sich der Kaufpreis bei einer Erhöhung der Bebauungsdichte je Zehntelprozent um 250.000 Euro erhöht. Um für das Grundstück, das wie erwähnt auf Gemeindegebiet von Haus im Ennstal liegt, die Vorgaben des steirischen Baugesetzes, und hier vor allem Paragraph 5 „Bauplatzeignung“, erfüllen zu können, wandte sich die EP Bauträger GmbH mit einem Dienstbarkeitsantrag zur Errichtung eines Oberflächenwasserkanals an die Stadtgemeinde Schladming. Dieser Antrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom 16. Ok-
tober – auch auf Druck aus der Bevölkerung – einstimmig abgelehnt. Damit waren die Betreiber gezwungen, eine andere Möglichkeit zu suchen, um das Projekt realisieren zu können. Ohne die Stadtgemeinde Schladming darüber in Kenntnis zu setzen, fuhr am vergangenen Freitag eine Baufirma auf und begann mit Grabungsarbeiten für Versickerungsproben zur Oberflächenentwässerung (Foto). Die
überraschende Aktion führte zu Irritationen bei Anrainern und Passanten. Da die Bauarbeiter auf Nachfragen aggressiv wurden, rief man Gemeinderat Dr. Hans-Mo-
ritz Pott als Vertreter der Stadtgemeinde zu Hilfe, auch um die Sache aufzuklären und zu beruhigen. Doch genau das Gegenteil war der Fall – der Baggerfahrer fühlte sich sogar bemüßigt mit seinem Gefährt als Drohgebebärde auf den Rechtsanwalt zuzufahren. In der Folge waren auch die Polizei und der Hauser Bürgermeister Gerhard Schütter mit seinem Bausachverständigen Markus Erhardt vor Ort, da auch auf Privatgrundstücken und öffentlichem Gut ohne Genehmigung gearbeitet wurde. Schütter, der auch einen etwaigen Baubescheid unterschreiben müsste, gab dabei dem Vernehmen nach die Stellungnahme ab, dass das Projekt aktuell aus mehreren Gründen nicht genehmigungsfähig ist. Über 3000 Betten Von Anzeigen wurde von Anrainern und Dr. Hans-Moritz Pott zwar abgesehen, trotzdem hat die Vorgehensweise der Baufirma deutlich gemacht, dass Projektentwickler und Bauträger ihre Ferienanlagen, egal ob Apartments, Hotels oder Chalets, auf Biegen und Brechen umsetzen wollen.
SICHER für EUCH Wir haben uns um die steirischen Leistungsträger zu kümmern, die gerade im ländlichen Raum eine optimale Infrastruktur brauchen.
Ländliche Infrastruktur stärken Weitere Fachhochschulen in den Bezirken etablieren.
Klein- und Mittelbetriebe unterstützen Bürokratie beseitigen, Verfahren beschleunigen.
Ausnahmen vom Rauchverbot schaffen Steirische Wirtshaus-, Café- und Festkultur bewahren.
. h c i e f p m ä k r ü f a D Mario o Kunasek Kun nasek
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Allein in Schladming, Haus im Ennstal und Aich sind aktuell an die 25 solcher Anlagen mit weit über 3000 Betten in Planung. Gesetzlich verankerte Regelungen, die verhindern sollen, dass illegale Zweitwohnsitze überhand nehmen, werden dabei meist geschickt umgangen. Da es von der Landespolitik keine Anzeichen gibt, die Gesetze zu verschärfen, bleibt die einheimische Bevölkerung auf der Strecke, wobei über kurz oder lang alle Gesellschaftsschichten davon betroffen sein werden. Denn durch die stetig steigenden Immobilienpreise sind Grund und Boden de facto unleistbar geworden. Die Jungen wandern ab. Bürgerplattform Einige ambitionierte Menschen aus der Region haben sich in den letzten Tagen zu einer losen Bürgerplattform zusammengeschlossen, um Feriendomizile mit Zweitwohnsitzcharakter zu hinterfragen und gegebenenfalls auch mobil zu machen. Eingerichtet wurde auch eine E-Mail-Adresse, an die sich jeder mit Informationen zu laufenden Projekten, nicht nachvollziehbaren Vorgängen oder dergleichen wenden kann. Einfach eine Mail an lebenswerteregion@ gmx.at schicken.