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Bürgerversammlung Schladming | Wohnraumthematik ließ Emotionen hochgehen
Kleine Zeitung
Die illegalen Zweitwohnsitze und Appartementanlagen in Schladming waren bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Congress wieder das beherrschende Thema. Von Veronika Höflehner | 18.30 Uhr, 22. November 2019 Es war der Punkt „Allfälliges“, der die Emotionen bei der Bürgerversammlung im Schladminger Congress am Donnerstag hochgehen ließ. Mit Einwänden wie „Warum richtet sich keiner nach den Wünschen der Einwohner?“, „Warum bringt die Politik hier nichts zusammen?“, konfrontierte die Bevölkerung den Stadtrat zum beherrschenden Gemeindethema „illegale Zweitwohnsitze“.
„Warum wird auf unsere Wünsche keine Rücksicht genommen?“, war eine aufgebrachte Frage der rund 150 anwesenden Bürger im Congress © Veronika Höflehner
Bürgermeisterin Elisabeth Krammel hatte sich den auf Raumplanung spezialisierten Grazer Rechtsanwalt Georg Eisenberger an die Seite geholt. Er nahm die Gemeinde aus der Verantwortung: „Es ist schwierig, einen Beweis für einen illegalen Zweitwohnsitz zu schaffen. Da braucht es Nachbarn, die das anzeigen - dadurch wird die Stimmung dort aber nicht besser.“
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Bürgermeisterin Krammel: "Verkauft werden die Grundstücke noch immer von den Einheimischen selbst. Da können wir als Gemeinde nichts machen." Foto © Veronika Höflehner
Auch Krammel schlug in dieselbe Kerbe: „Verkauft werden die Grundstücke immer noch von den Einheimischen selbst. Viele wissen um die rechtlichen Möglichkeiten und nutzen diese aus – da können wir als Gemeinde nichts machen.“ Sie wolle sich Schladming nicht schlechtreden lassen: „Wir sollten uns darüber freuen, dass wir so eine beliebte Tourismusdestination sind.“
"Bürger vertreten und nicht Spekulanten" Die aufgeheizte Stimmung nutzen die Spitzen der anderen Parteien: „Wir sind gewählt, um die Bürger zu vertreten und nicht die Spekulanten. Wir müssen alle Register ziehen, die das Baugesetz zulässt, um Missbrauch abzustellen“, sagte Hermann Trinker, Obmann der Liste Schladming-Neu. FPÖ-Ortsparteichef Rainer Kroismayr forderte den Gemeinderat auf, „von Einflüsterern wegzugehen und eine Wohnraumpolitik für die Schladminger zu machen.“ Und Hans-Moritz Pott (UN) fügte hinzu: „Wenn wir nichts tun, wird sich nichts ändern.“ Auch die Abberufung des umstrittenen Raumplaners Herfried Peyker kam zur Sprache. Bis zur Gemeinderatssitzung am 11. Dezember werde es eine Neubesetzung geben, informierte Krammel.
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Veronika Höflehner
Redakteurin (mailto:veronika.hoeflehner@kleinezeitung.at) Mehr von Veronika Höflehner
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