Verhindern …. um jeden Preis! Die Geschichte eines gescheiterten Bauvorhabens einer heimischen Unternehmerfamilie Karl & Margreth Danklmaier März 2021 Während unsere Nachbargemeinden wie Aich und Gröbming fast wöchentlich Hiobsbotschaften über neue Betriebsansiedelungen oder Arbeitsplätze verkünden, wird in Schladming lustig verhindert! Alles! Und um jeden Preis!! Als im Wahlkampf die Liste Schladming NEU mit ihrem Bürgermeister Hermann Trinker versprach, Großprojekte von auswärtigen Investoren verhindern zu wollen, die das schnelle Geld mit „Buy to let“ Modellen oder Zweitwohnsitzen machen, ahnten wir nicht, dass dies auch - durch ihr eigenes Unvermögen - einheimische Familienbetriebe zerstören wird. Wir sind eine Unternehmerfamilie, die ALLES selbst aufgebaut hat, wir haben 3 Firmen gegründet, beschäftigen ganzjährig ca. 20 Mitarbeiter und haben es mit viel Einsatz und Mut geschafft, uns unter anderen die Immobilie von Fritz Stocker vor 11 Jahren zu kaufen, der zu diesem Zeitpunkt massive finanzielle Probleme hatte. Weil unsere Tochter Stephanie, damals 22 Jahre jung unbedingt ihre Laufbahn touristisch gestalten wollte, haben wir im ersten Umbauschritt das Restaurant „die tischlerei“ errichtet, welches Stephanie sehr erfolgreich führt. Der touristische Umbau sollte nun fortgesetzt werden und ist seit 3 Jahren in intensiver Planung. Wir haben mit der Agentur „Kohl & Partner“ ein Hotelkonzept erstellt, das Schladming bisher fehlte, einen sogenannten Leuchtturmbetrieb für unseren Ort. Es sollte ein kleines gediegenes, aber sehr hochwertiges Haus für Erwachsene werden, mit großzügigen Suiten, jedes Zimmer mit einem anderen Thema und in unterschiedlichen Designs, von Wellnesssuiten bis Sportsuiten, Terrassen mit Outdoorkitchen zum Selbergrillen oder Suiten mit Galerien, es wäre ein 300 m² großer Wellnessbereich mit Ruhezonen (Richtung Nachbarn) im 3. OG geplant.
Das Bauvorhaben umfasst eine Investitionssumme von 6 Mio Euro, die in die heimische Bauwirtschaft geflossen wäre, die Finanzierung konnte trotz dieser schwierigen Zeit aufgestellt werden, eine halbe Million Euro wurden bereits investiert. Da unser Fokus auf Qualität und Genuss liegt, zerbrechen wir uns seit Jahren den Kopf, wie wir unser Restaurant am besten für unsere Hotelgäste anbieten können, ohne unseren viel geliebten heimischen Stammgast zu verlieren, es gäbe perfekte Lösungen dafür! Im naiven Glauben, dass diese Stadtregierung das Lebenswerk einer 32 jährigen einheimischen Jungunternehmerin fair behandeln wird (von Unterstützung reden wir gar nicht), haben wir bereits sehr viel Geld investiert. Hermann kennt unser Vorhaben ganz genau, es gab viele Gespräche und er hat uns ja immer wieder versichert, dieses Projekt unterstützen zu wollen, wohl wissend, dass er jede Zusage nach Rücksprache mit seinen Leuten und nach einer gewissen Verzögerungszeit wieder revidieren wird. Es ist diese unfaire Behandlung, diese Unzuverlässigkeit, dieses Ausgeliefert sein….., das uns letztendlich ans Ende unserer Kräfte bringt. Hier sind wir nun an dem Punkt, wo diese Politik völlig versagt. Es gibt kein Konzept, es gibt keine Richtlinien oder gar Ideologien, diese Vorgehensweisen sind dilettantisch, geprägt von Neid und Missgunst und da der Mut zu klaren Bekenntnissen fehlt, ist verhindern oft das Einzige was bleibt!! In Zeiten wie diesen, wo die Wirtschaft sowieso schon stottert, ist es einfach zuwenig, sich ausschließlich dem sozialem Wohnbau zu widmen, diese Menschen brauchen auch Arbeit und die kann nur eine florierende Wirtschaft liefern, die von der Politik die nötige Unterstützung erhält. Schladming schafft es aus vielerlei Gründen kaum, Gewerbe außerhalb des Tourismus anzusiedeln, daher müsste eine Unterstützung in Qualitätstourismus – abseits des Massentourismus – eigentlich eine logische Konsequenz sein. Bei politischen Voraussetzungen wie wir sie zurzeit in Schladming haben, wird das Unternehmersein schwer, Unternehmen brauchen aber ein klares und ehrliches Bekenntnis von Seiten der Politik!! Hätte man uns von Anfang an gesagt, dass so ein Projekt in Schladming nicht gewünscht ist, hätten wir gut leben können damit, wir haben immer einen Plan B! Jetzt aber sind die Investitionen so weit fortgeschritten, der Bürgermeister ist immer noch in seiner Hinhalte- und Verhinderungsschleife, aber uns geht die Luft aus! Sollte dieses Projekt, so wie es geplant und baurechtlich eigentlich genehmigt ist, von Seiten der Politik scheitern, sind wir gezwungen, es an einen Investor abzugeben!