Portfolio Mario Reischer_2016 2017

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MARIO REISCHER A R C H I T E K T U R P O R T F O L I O 2 0 1 6 - 2 0 1 7


INHALTSVERZEICHNIS

1. LEBENSLAUF

2. BAUGRUPPENPROJEKT DIAMOND HOUSE

3. HOME 45+

SEITE 4 - 5

SEITE 8 - 21

SEITE 24 - 43


SEITE 46 - 51

4. WORKINGDESK MR002

SEITE 54 - 67

5. MOBILES ZENTRUM FÃœR ARCHITEKTURVERMITTLUNG GREEN4LIFE DER LEBENSZYKLUSPAVILLION

SEITE 70 - 83

6. SANIERUNG UND AUSBAU WIENER WOHNEN


KONTAKT

Mario Reischer

https://issuu.com/marioreischer

SKILLS Revit Rhino Vray Grasshopper T-Splines SketchUP

4

Autocad 2D Autocad 3D Archicad Photoshop Illustrator

InDesign Unreal Engine Windows Microsoft Office Mac OSX

SPRACHEN Deutsch

Englisch

AUSBILDUNG 2016 sept

Master of Science in Engineering: Architektur Green Building - berufsbegleitend Department: Bauen und Gestalten FH Campus Wien, Österreich (Wien)

2013 - 2016

Bachelor of Science in Engineering: Green Building Department: Bauen und Gestalten FH Campus Wien, Österreich (Wien) Sponsion September 2016 Bachelorarbeit: Ökologisch, nachhaltiges, gesundes und barrierefrei umrüstbares Haus für die Generation 45+

2007 - 2012

HTL Mödling: Innenarchitektur HTL Mödling, Österreich (Mödling) Reife und Diplomprüfung Juli 2012

2003 - 2007

Hauptschule Pernitz Hauptschule Pernitz, Österreich (Pernitz)


HOBBYS UND INTERESSEN

Essen

Filme

Freunde

Musik

Natur

Reisen

Ski

Vollyb.

BERUFSERFAHRUNG 2013-laufend sept - laufend

Planung, 3D - Artist - Freier Dienstnehmer Tischlerei Semo + Semo Immo, 2763 Pernitz, Österreich Erstellung von Renderings, Grundrisslösungen von Wohnungsumbauten, Verkaufs- mappen

2016

Planer - technischer Zeichner - Freier Dienstnehmer Weissglut Architektur, 1070 Wien, Österreich Planen von Grundrisslösungen sowie Ansichten von Neu-, Zu und Umbauten von Einfamilienhäuser, Erstellen von Präsentationsmappen

2014-2015

Technischer Zeichner - Angestellter Architekturbüro ATM, 1030 Wien, Österreich Päne ausheben, Einreichpläne, Mitwirkung bei einem Wettbewerb einer Mittel schule

märz - aug

aug - sept

2013

3D - Artist - Freier Dienstnehmer Gina Zarski individuelles Raumdesign, Böheimgasse 3, 2700 Wiener Neustadt, Österreich Erstellung von Renderings

2013

Grundwehrdiener - Gefreiter - Angestellter Theresianische Militärakademie, Burgplatz 1, 2700 Wiener Neustadt, Österreich Koch

2012

Planer - Freier Dienstnehmer Architekturbüro Mallner, 1090 Wien, Österreich Planen, entwerfen und einrichten von Wohnungen

2012

Planer - Freier Dienstnehmer Planungsbüro Aichinger, Österreich Grundrisskonzepte von Shops entwerfen und planen; Einreich-Betriebsanlagenpläne erstellen; Portale entwerfen; Bauzeitpläne erstellen; Vorort Grundrisse ausmessen; Anwesenheit bei Verkaufsgesprächen, Baubesprechungen und Baugenehmigungen für Baueinreichungen beim jeweiligen Magistrat, Entwerfen von Präsentationsmappen

aug

jan - jul

okt - dez

jul - okt

2009-2011

2 Monate als Tischler- und Planungspraktikant in 3 versch. Betrieben gearbeitet Tischlerei Semo, 2763 Pernitz, Österreich Tischlerei Gschaider, 2763 Pernitz, Österreich Planungsbüro ATB, 2734 Puchberg, Österreich

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BAUGRUPPENP R O J E K T DIAMOND HOUSE WIEN-ÖSTERREICH F R Ü H J A H R 2 0 1 6 MARIO REISCHER DANIEL KERNEGGER


BAUGRUPPENPROJEKT - DIAMOND HOUSE ORT Reumannplatz, Wien, Österreich DATUM Februar 2016 - Juni 2016 TYPUS Wohnbau PROJEKTTEAM Daniel Kernegger Mario Reischer MENTOR Ana - Maria Simionvici

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BESCHREIBUNG In diesem Projekt wurde sich mit den Themen Verdichtung und Partizipation auseinander gesetzt. Es soll ein Gründerzeitgebäude am Reumannplatz für eine Baugruppe adaptiert und erweitert werden. Es konnte zwischen 3 verschiedenen Nutzungsprofilen (Start up, Family Fit und Luxus) gewählt werden. Wir entschieden uns für die Nutzergruppe Luxus. Aus dieser heraus folgt auf den nächsten Seiten die Form- und Namensgebung des Diamond Houses. Die Anforderung am Entwurf: Nutzerpartizipation, Flexibilität, hohe Vorfertigung, Nachhaltigkeit und sorgsamer Umgang mit dem Bestand. Grobes Nutzerprofil Sebastian 220 m² Ralf und Oldtimer 220 m²

Lara 100 m²

Hans und Nathalie 140 m² Kollegen

Herrenrunde

alte Freunde

Josef und Luisa 145 m² Karl, Kamila, Klaus, Kristine 200 m²

Harald 90 m²

Lounge 40m² Waschküche 20m² Tiefgarage 150m² Wellnessbereich 200m² Keller 100m²

Jan 190 m²

Franz 80 m² kennen sich durch Segeltörn


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KONZEPT Wir wollen in unserem Projekt die Charakteristik eines Baugruppen Projektes wiederspiegeln. Nach Außen soll das Gebäude eine Einheit und Gemeinschaft repräsentieren und nach Innen in den Grundrissen die Individualität der einzelnen Nutzer hervorheben. Ein weiteres Thema ist das wir mit unserem Gebäude eine unverwechselbare Architektur schaffen wollen. Das Gebäude soll eine Unique Identiy besitzen und als Eyecatcher fungieren. Die Standortabhängige Belichtungssituation soll ebenso ein Thema in der Architektur werden. Um Platz zu sparen und streit über den besten Platz im Haus zu vermeiden wurden 4 mietbare Gästewohnungen in das Dachgeschoss geplant. Von denen 2 Einheiten wie alle anderen Wohnungen direkt mit dem Lift erschlossen werden können.

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AUFTRITT NACH AUSSEN - ALS GEMEINSCHAFT - EINHEIT Wie die Baugruppe soll auch die Fassade nach Außen als Einheit und Gemeinschaft auftreten.

INNEN - INDIVIDUALITÄT Im Innenraum soll sich die Individualität der einzelnen Personen der Baugruppe in den Grundrissen wiederspiegeln. Um die Wünsche von jeder Partei zu erfüllen musste ein Kompromiss erstellt werden. Es wurden die Gästewohnungen von jeder Patrei zusammengelegt und in das Dachgeschoss verlegt. Mit dieser Maßnahme bekommen die Gäste den besten Platz im Haus und Streiteren um den besten Platz im Haus werden vermieden. Somit wurden 4 selbstständige Apartments zum mieten eingeplant.


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UNIQUE IDENTITY

TAGESLICHT OPTIMIERUNG

Die für einen Wohnbau typische Fensterrasterung soll durchbrochen werden und eine skulpturale einheitliche Fassade geschaffen werden.

Durch das Amailienbad im Süden wird das Gebäude wesentlich verschattet. Mit der richtigen Planung gilt es entgegen zu wirken. Unser Ansatz: Oberflächenvergrößerung an der Südseite.


FORMFINDUNG Was ist die Definition von Luxus? In unseren Augen ist der größte Luxus die eigene Individualität wahren zu können. Da Baugruppenprojekte und das Nutzerprofil „Luxury“ etwas besonderes sind, wollen wir, dass sich die Architektur klar von den anderen Häusern hervorhebt und auf sich aufmerksam macht. Die Nutzergruppe Luxury spiegelt am besten einen Diamanten wieder! Er strahlt etwas besonderes aus, vermittelt Reichtum und zeigt sich nach Außen als Ganzes. Die Gemeinschaft besteht im Inneren aus kleinen Einheiten, welche aneinander gereiht sind. Vom geschliffenen Diamanten wurde die Dreiecksform der einzelnen Segmente übernommen und somit eine homogene dreidimensionale Fassade geschaffen, welche als Einheit fungiert und die herkömmlichen Fensterraster der Nebengebäude unterbricht. Durch die Oberflächenvergrößerung an der Südseite ist es möglich mehr Licht in das Gebäude zu bekommen

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+ BAUÖRPER

= DREIECKSSEGMENT

SEGMENTANORDNUNG AM BAUKÖRPER


= AUFSCHNITT DER FASSADE

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FASSADE GESCHNITTEN - OPTIMIERTE SONNENFLÄCHE


FASSADE

Diamant Molekularstruktur

Fassadenstruktur

+

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Große Glasflächen

= Vorgesetzte Fassade

Vorteile des Licht-, Sonnen-, und Schallschutzes

35°C 21°C

25°C

35°C 21°C

25°C 21°C

35°C 25°C

35°C 21°C

25°C 21°C

35°C 25°C

35°C 21°C

25°C 21°C

35°C 25°C

35°C 21°C

25°C 21°C

25°C

35°C 21°C

Schallschutz

Querlüftung

Wärmepuffer

25°C

35°C


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SCHWARZPLAN

Amalienbad Reumannplatz

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FUNKTION ERDGESCHOSS private Wohnung

Freiraum als ruhiger Rückzugsbereich

private Wohnung

Wege

Frequenz

Fahrrad

Auto

Sichtbeziehungen

Fußgänger


GRUNDRISSE - GEMEINSCHAFTSFLÄCHEN Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gemeinschaft. Gemeinschaftsräume sollten geschaffen werden ohne diese „aufzuzwingen“. Ziel war Gemeinschaft mit Individualität zu vereinen. Dies wurde gelöst, indem sich die Gemeinschaftsbereich im Keller und Erdgeschoß sowie auf dem Dach befinden. Um die Privatsphäre zu erhöhen und dem Luxussegment rechnung zu tragen fährt der Lift die Wohnungen auch direkt an. 1 Fernwärme 2 Einlagerungsräume 3 Waschküche 4 Fitnessraum

- 3,03

6

5 Welness mit Indoorpool

5

6 Montagegrube 7 Fahrräder 8 Müll 9 Podestlift

7

8 -2,33

-3,08

-0,95

4

9

- 3,03

2

3

Erschließung

1 2

Gemeinschaftsbereiche Grundriss Kellergeschoss 1 1 Top 1 - Lara 2 Top 2 - Ralph 3 Lobby & Chill-out-Area 4 Gemeinschaftsterrasse

2

5 Erschließung 6 Podestlift

2 3 4 5

Fernwärme Einlagerungsräume Waschküche Fitnessraum Welness und Indoorpool

17 6 7 8 9

Montgegrube Fahrräder Müll Podestlift

-0,15

1 Outdoor-Dach-Pool

-3,08

2 Liegebereich 3 Gemeinschaftsterrasse 4 überdachter Essbereich

4

-0,30

6

3 -0,30

5 2 1 3

± 0,00

1

Grundriss Erdgeschoss 1 2 3 4

Top 1 - Lara Top 2 - Ralph - Oldtimersamml. Lobby & Chill-out-Area Gemeinschaftsterrasse

Grundriss Dachterrasse 5 6

Erschließung Podestlift

1 2 3 4

Outdoor-Dachpool Liegebereich Gemeinschaftsterrasse überdachter Essbereich

4


SCHNITTE 2.DG

1.DG

4.OG

3.OG

2.DG

1.DG

4.OG

3.OG

2.OG

1.OG

EG

KG

2.OG

1.OG

EG

KG

BELICHTUNG Im unten angefĂźhrten Beispiel wurde eine Wohnung des Diaomond Hauses herangezogen und anhand dieser die verbesserte Lichtsituation dargestellt.

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Belichtung im Bestand

Belichtung mit neuer Planung

Belichtung mit herkĂśmmlichen Erker


FREIRAUMKONZEPT Das Konzept der Fassadengestaltung setzt sich im Freiraum des Hofes fort. Es wird sozusagen die Hülle, welche die Gemeinschaft nach ausßen spiegelt und auch über die Hoffassaden gezogen wird. Zwischen Haupt- und Hofhaus entsteht ein geräumiger, gemeinschaftlicher Platz der mehrere Nutzungen beinhaltet. In pragmatischer Hinsicht erfolgt der Zugang zum Indoor-Wellnessbereich im Keller bzw. über den Innenhof und die Zufahrt zu Ralfs Oldtimer ebenso über den Innenhof. Des weiteren ist über den Podestlift ein Raum für Fahrräder und Müll zu erreichen. Die wichtigste Aufgabe des Hofes ist jedoch die gemeinschaftliche Terrasse zur Interaktion und Entspannung.

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INNENHOFDETEILS


VISUALISIERUNG INNENHOF

20


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H O M E

4 5 +

F R Ü H J A H R 2 0 1 6 MARIO REISCHER


HOME 45+ ORT Österreich DATUM Februar 2015 - Juni 2015 TYPUS Wohnbau - Einfamilienhaus PROJEKTTEAM Mario Reischer MENTOR Antonio Leonte BESCHREIBUNG Für den ersten Teil meiner Bachelorprüfung habe ich mich mit dem Thema: ökologisch, nachhaltiges, gesundes und barrierefrei umrüstbares Haus für die Generation 45+ auseinander gesetzt. Dabei habe ich ökologisches, nachhaltiges und gesundes Bauen untersucht und verschiedene Grundrisslösungen für verschiedene Standorte erarbeitet.

24


25


KONZEPT In diesem Projekt wurde versucht auf die Bedürfnisse der Generation des Babybooms in de 1960er Jahren einzugehen. Indem die unten angeführten Konzeptpunkte umgesetzt wurden. Auf die Zielgruppe und derer Bedürfnisse wird auf der Seite 54 näher eingegangen.

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ÖFFENTLICH - PRIVAT

RÜCKBAUBARKEIT

FLEXIBILITÄT

Es soll eine klare Trennung zwischen öffentlichen und privaten Bereich geben.

Die Konstruktion soll aus natürlichen, nachwachsenden, ökologischen, recyklingfähigen Materialien bestehen und so ausgeführt werden, damit eine leichte Trennung möglich ist.

Der Grundriss soll auf jeden Standort und auf eine barrierefreie Planung flexibel reagieren.


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PLANEN MIT DER SONNE

GRENZENLOS

Es wird eine passive Sonnennutzng miteingeplant.

Grenzen zwischen Innen und Außen sollen verschwinden

M² SENKEN - LEBENSQUALITÄT STEIGERN Im bezug auf Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsaufwand in der Nutzungsphase ist es unabdingbar m² zu senken. Dabei kann eine hohe Lebensqualität nur durch eine optimierte Grundrissnutzung erfolgen.


PROBLEMSTELLUNG Wir leben in einer Zeit, in der die Grundstückspreise sowie die Kosten, um ein Haus zu errichten, ständig höher werden. Immer weniger junge Familien können es sich leisten, ein Grundstück zu kaufen, um dann ein Haus darauf zu bauen. Das beruht auch auf der Tatsache, dass immer mehr junge Menschen durch ihren Bildungsstand später in das Berufsleben einsteigen und somit weniger Bargeld für ein Bauvorhaben angespart haben. Somit fehlt es an Finanzen sowie an Raumangebot um eine Familie zu gründen. Daher ist der Grundgedanke vom Haus 45+ folgender: Eltern deren Nachkommen jetzt zirka 30 Jahre alt sind, sind meistens um die 50 Jahre, leben in einem viel zu großen Haus, das meist über 2 Stockwerke verfügt. Da ihre Kinder meist schon ausgezogen sind, oder aber demnächst selber eine Familie gründen möchten, wird das geräumige Eigenheim in den meisten Fällen einfach dem Gebraucher nicht mehr gerecht. Sei es wegen der 2 Etagen oder nur wegen dem erheblichen Erhaltungsaufwand des Hauses. Das Klientel des Hause 45 Plus ist somit eine Zielgruppe mittleren Alters, die in ihrem Haus zu zweit wohnen, etwas besser situiert ist, und genau weiß, welche Annehmlichkeiten sie sich für ihren Lebensabend erwarten. Diese Anwärter können mit dem Projekt konfrontiert werden, wenn sie vor der Entscheidung stehen, ihr altes Wohnheim mit enormem Aufwand für ihre jetzigen Bedürfnisse umbauen zu lassen. Die Vorteile, sich für eine neues Haus 45 Plus zu entscheiden sind: 1) Ihre Kinder können, ohne das alte Haus umzubauen und ohne große Investitionen im Elternhaus auf 2 Etagen mit den für sie notwendigen Räumlichkeiten ( 2 Kinderzimmer usw. ) sofort das Haus beziehen. 2) Die Generation 45 Plus kann ihr neues Haus auf einer Etage mit niedrigen Betriebskosten von Plan bestellen. Die Erhaltungskosten sind auch gering, da alle Wände mit lackierten Oberflächen oder Dekorbelägen ausgestattet sind, und es bedarf in keiner Weise laufender Sanierungsarbeiten. Alle Wandelemente sind demontierbar bzw mit Möblierung gestaltet, sodass eine eventuelle Nachverkabelung kein Problem darstellt. Mit dem von ihnen angesparten Vermögen können sie sich ein Eigenheim errichten lassen, welches weniger Arbeit verursacht und keine Stockwerke zu überwinden sind.

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Die Idee wäre, dass die Eltern das große Familienhaus ihren Kindern weitergeben und sich ein neues kleines Bungalowhaus bauen. Ein Haus das Ihren Bedürfnissen entspricht und auch Luxus und Lebensqualität bietet.

BEVÖLKERUNGSSTATISTIK Der gelbe Balken Zeigt das Zielpublikum an - die Babyboom Generation der 1960er Jahre.

2000

ter

Alter

Alter

90

90

90

80

80

70

2015

2030

Alter

Alter

Alter

90

90

90

90

80

80

80

80

80

70

70

70

70

70

70

60

60

60

60

60

60

60

50

50

50

50

50

50

50

40

40

40

40

40

40

40

30

30

30

30

30

30

30

20

20

20

20

20

20

20

10

10

10

10

10

10

10

40 000

20 000

40 000 6060 000 000 40 000

Frauen

20 000

Männer

40 00040 000 20 00020 000 40 000 60 000 Frauen Männer

60 40000 000

20 000

Alter

40 000 60 00060 000 40 000

Frauen

20 000

Männer

40 000

20 000

40 000 6060 000 40 000 000

Frauen

000 20 000 60 000 40 000 40 00020 000 20 00040 000 4060 000 20 000

Männer

MännerFrauen

40 000 60 00060 000 40 000

Frauen

20 000

Männer

40 000

20 0


ARCHITEKTUR Um möglichst wenig in die Natur und deren Ressourcen einzugreifen, sollte auch mit der Architektur darauf reagiert werden. Erhalt stofflicher Ressourcen Mit stofflichen Ressourcen (Wasser, mineralische Stoffe, fossile Energieträger), sollte schonend umgegangen werden. Durch bewusste Beschränkung auf das Notwendige, umweltschonend hergestellte Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und der Optimierung der Konstruktionen (optimierte Auslastung der Materialien und Minimierung der Erneuerungszyklen) lässt sich der stoffliche Erhalt der Ressourcen besser umsetzen. Erhalt und Rückgewinnung von Flächen und Böden Die Versiegelung von Flächen sollte minimiert werden. Eine kompakte beziehungsweise verdichtete Bauweise ist anzustreben. Weiters sollte es eine hohe Versickerung von Regenwasser am eigenen Grundstück geben, welche durch Gründächer, Versickerungsmulden sowie durchlässige Böden im Außenbereich erreicht wird. Dadurch wird der natürliche Wasserhaushalt nicht gestört und es verbessert das lokale Mikroklima. Erhalt und Stärkung der Biosphäre Bei der Planung sollte Rücksicht auf örtliche Gegebenheiten, wie natürliche Biotope und biologische Kreisläufe (Wasserkreisläufe) genommen werden. Förderung der Anthroposphäre Nicht genützte Abfälle führen zu Verlusten und schwächen die Anthroposphäre. Konstruktionen sollten leicht in kreislauffähige Stoffe zerlegbar sein, um so diese Verluste zu dämpfen. Diese Rückbaustrategien müssen schon in der Planung berücksichtigt werden. Form follows Funktion Die Form des Gebäudes ergibt sich aus den Bedürfnissen der Nutzer, aus den energetischen Gründen sowie aus lokalen Gegebenheiten vor Ort. 29 Zielgruppe Die Zielgruppe sind ältere Menschen mit Wunsch auf barrierefreie Umrüstungsmöglichkeiten, welche mit möglichst wenig Aufwand herstellbar sind. Somit ergibt sich ein Bungalowhaustypus, der ohne Höhenniveaus erschlossen werden kann. Dadurch ist der Nutzer in seiner Wohnebene bewegungsuneingeschränkt. Größe Die Größe wurde für einen Zweipersonenhaushalt entwickelt, welche somit sehr kompakt ist und Kosten spart. Trotzdem wirken die Räume nicht erdrückend und es musste auf keine Bequemlichkeit oder Luxus verzichtet werden. Um kleinere Räume größer wirken zu lassen, wurde mit einer Raumhöhe von 2,80m geplant. Die NNF des Gebäudes beträgt ca. 100m². Form Es wurde eine möglichst kompakte und schlichte Formgebung angestrebt. Einerseits aus wirtschaftlichen Gründen um Kosten zu senken, andererseits aus energetischen Gründen um ein gutes A/V Verhältnis zu erzielen und letztens um eine möglichst hohe Flexibilität zu schaffen. Ein geringes A/V Verhältnis wird besonders in unseren Breiten angestrebt.


Vordach Über dem Kubus ist ein großes, auskragendes Flachdach gespannt, welches Schutz vor sämtlichen Witterungseinflüssen bietet. Durch dieses Vordach lässt sich der Wohnraum bis auf das Doppelte vergrößern. Im Vordach integriert ist auch ein Carport, um den Weg in das Gebäude nahezu witterungsunbeeinflusst ermöglichen zu können. Passive Sonnennutzung Das Vordach schirmt die steil einfallende Sommersonne ab und bietet somit Schutz vor sommerlicher Überhitzung. Es lässt aber die flach einfallende Wintersonne tief ins Gebäude eindringen und erwärmt somit passiv den Innenraum des Gebäudes im Winter. Zur Beschattung dienen Textilien (horizontal und vertikal), welche bei Bedarf ausgefahren werden können. Für Sommersonnenbeschattung -> horizontale Verschattungstextilien und für Wintersonnenbeschattung -> vertikale Verschattungstextilien. Die folgenden Systemschnitte zeigen das Haus bei Hanglage mit Carport unter der Terrasse.

Wien Sommersonne 65° am 21.06

Wien Wintersonne 18° am 21.12

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Sonnen - Sichtschutz An den Dach- und Terrassenkanten wird ein horizontaler Sichtschutz angebracht, welcher nach Belieben verstellt werden kann.

Schutz vor Regen Durch den überdachten Bereich kann die Terrasse auch bei strömenden Regen genutzt werden. Die wasserabweisenden Textilien schützen auch vor Regen. Micro Klima Um die bebaute Fläche zu reduzieren, sollte optional ein Gründach erhältlich sein. Somit wird der Wasserhaushalt deutlich verbessert, es bildet sich ein Microklima, welches die Behaglichkeit im Sommer positiv beeinflusst und ein eventueller Gartenmangel durch ein kleines Grundstück wettgemacht werden kann. Somit gewinnt man eine weitere Fläche auf seinem Grundstück. Erreichbar ist das Gründach mittels barrierefreiem Lift.


Querlüftung Um die Kühlenergie immens zu senken ist eine Querlüftung/Nachtlüftung vorgesehen. Die Speichermasse (Lehmbauplatten mit Latentwärmespeicher) wird somit in der Nacht bzw. wärend des Querlüftens wieder „aufgeladen“ um wieder zu kühlen. Somit werden Temperaturspitzen abgefangen.

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Öffnungen Durch die großen Öffnungen, verschmilzt der Innenraum mit dem Außenraum und die Natur rückt in den Wohnbereich. Weiters werden ein guter Ausblick sowie lichtdurchflutete Räume erreicht.

FLEXIBILITÄT Um das Gebäude auf verschiedene lokale Einflüsse und Bauherrn reagieren lassen zu können, wurde eine schlichte und kompakte Architektur bevorzugt. Denn je komplexer eine Konstruktion geplant und ausgeführt wird, umso mehr leidet die Flexibilität, welche für dieses Projekt unabdingbar ist. Je nach örtlichen Gegebenheiten kann der Grundriss samt der Vordächer und des Carports adaptiert werden, da keine tragenden Wände vorhanden sind. Örtliche Einflussfaktoren sind: - Geologie (flach, eben) - Grundstück - Bebauungsbestimmungen - Nachbarn - Lärm - Aussicht - Grundstücksausrichtung-Lage am Grundstück - Erschließung - Windrichtung Grafische Flexibilität – Funktionsschema Der Grundriss kann auf verschiedene lokale Einflüsse und Bauherrn zugeschnitten werden. Ausgangsposition ist immer ein Kubus mit den Innenmaßen von 13,60m x 7,60m x 2,80m (l/b/h) was eine NNF von 103m²


7,60

ergibt. Er ergab sich aus den gewünschten Räumen und der Deckenspannweite. Die zuvor genannten Einflüsse können danach unterschiedlich berücksichtigt werden. Die Position der Öffnungen (Fenster und Türen) sind die wichtigsten Anpassungskriterien. Bei jeder Variante ist das Haus immer in einem öffentlichen Wohnbereich und einem privaten Rückzugsbereich (Schlafen/Sanitär) getrennt. Dies ist wichtig, um

13,60 13,60

Basiskörper 3D

Subtraktion

7,60

Basiskörper 2D

13,60 13,60

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Grundrisskonzept 2D

Grundrisskonzept 3D

Additon

es dem Nutzer stets ermöglichen zu können, sich auch bei Anwesenheit von Gästen in einen abgeschotteten Ruhebereich zu begeben. Es wurden in jeder Variante ein WC im öffentlichen Wohnbereich, sowie ein WC im privaten Ruheberich geplant. Somit kommen Gäste nie in den privaten Ruhebereich und der Weg vom Schlafzimmer zum WC im Ruhebereich hält sich kurz. Durch die hohe Raumhöhe von 2,80m, zusammengelegte Räume (Wohnküche, Wohnbad) und der großen, meist raumhohen Fensterflächen, welche viel Tageslicht im Gebäude ermöglichen, wirken die kompakt gehaltenen Räume größer und erzeugen keine Einengung. Die bündig in die Wand integrierten Kastenwände bieten viel Stauraum. Um Gäste unterzubringen, oder um arbeiten zu können, wurde in jeder Variante ein kleines Büro/Gästezimmer miteingeplant. Räumlichkeiten auf einen Blick: - Vorraum - WC öffentlich - Technikraum - Wohnküche - Büro/Gästezimmer - Begehbarer Schrankraum - WC privat - Schlafzimmer - Wohnbad mit Dusche, Badewanne und Sauna

LEGENDE Wohnen

Nebenräume/Sanitär

Öffentlich

Terrasse

Schlafen

Privat


GRUNDRISS VARIANTEN

Ö

P

Variante 1 33

Variante 1 Der Standard Variante liegt einer Nord-Südausrichtung zu Grunde. Um mehr Abendlicht in das Gebäude zu bekommen, kann auch eine SSW Ausrichtung angestrebt werden. Erschlossen wird das Haus von Norden. Die Zufahrt erfolgt je nach Gegebenheiten von Westen, Norden oder Osten. Wenn es sich um ein Hanggrundstück handelt, kann die Zufahrt auch von Süden erfolgen und eine Garage unter dem Haus vorgesehen werden. Die Wohn- und Aufenthaltsbereiche sind Richtung Süden und Westen orientiert (Mittags- und Abendsonne) und die Schlaf-und Sanitärräume Richtung Süden und Osten (Morgens- und Mittagssonne). Die Terrasse erstreckt sich in Richtung Süden. Die Küche sitzt im südwestlichen Teil des Hauses, um von dort aus den Wohnbereich und die Südterrasse zentral zu versorgen. Diese Variante sieht die Nutzung der Südterrasse im Vordergrund.

Variante 1 Barrierefrei


Variante 2 Diese Variante wurde für eine Ost-West Ausrichtung mit oder ohne gekoppelter Bauweise konzipiert. In diesem konkreten Beispiel ist eine Ankopplung nach Süden dargestellt. Die im Westen befindliche Wohneinheit mit Küche im Süden und Wohnzimmer im Norden. Bei keiner gekoppelten Bauweise kann ein Fenster in der Südwand eingeplant werden. Schlafzimmer und Sanitärräumlichkeiten sind nach Osten ausgerichtet. Im Büro/Gästezimmer ist zur Belichtung eine Lichtkuppel geplant. Die Erschließung erfolgt im Norden.

Ö

P

34

Variante 3 Wurde ähnlich der Kriterien der Variante 1 geplant, aber es wurde sich im Wohnraum für eine andere Wohnsituation entschieden. Es wird durch eine andere Situierung des WCs und des Technikraumes die Einsicht vom Eingang in den Wohnbereich eingeschränkt. Weiters sitzt die Küche im nordwestlichen Teil des Hauses mit Zugang zur Westterrasse. Sie versorgt nun mit kurzen Wegen den Wohn und Essbereich sowie die Westterrasse.

Ö

P


Variante 4 Die Grundstückerschließung erfolgt aus Süden oder Osten und die Gebäudeerschließung erfolgt von Osten. Die Bereiche öffentlich und privat wurden in NordSüd aufgeteilt. Im Süden befindet sich der öffentliche Wohnbereich und im Norden der private Rückzugsbereich. Im Nordosten ist das Schlafzimmer, um Morgensonne zu gewinnen und im Nordwesten der Sanitärbereich, um bei Sonnenuntergang ein Bad zu nehmen. Die Trennung des privaten Bereiches und des Wohnbereiches wurde auch Außen durch weitergeführte Mauern erhalten, um für das Schlafzimmer und das Badezimmer einen Sichtschutz vor der öffentlichen Terrasse zu erzeugen. Dadurch bilden sich auf beiden Seiten kleine Hofformen mit Sitzgelegenheiten die zum Verweilen einladen. P Ö 35

Variante 5 Die Variante 5 kann gewählt werden, wenn im Westen und, oder im Norden eine laut befahrene Straße oder ein Nachbar in gekoppelte Bauweise ist. Der nördliche Innenhof dient als Puffer und Rückzugsort. Durch die Wand im Norden wird die Einsicht in das Haus vermieden und somit kommen 2 verglaste Fronten zum Einsatz.

Ö

P


Variante 6 Wie Variante 1 nur mit einem WC um Kosten zu senken und einem abgetrennten Vorraum.

Ö

P

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MATERIALIEN Grundsätzlich werden gesunde Materialen, ohne schädlichen Emissionsausstoß mit einer guten Ökobilanz, bevorzugt. Gesundheitsschutz durch richtige Materialwahl und Ausführung: Biologische Innenraumbelastung - Schimmel- Hefepilze, und Bakterien müssen vermieden werden, durch Senkung der Luftfeuchte unter 80%, durch aufnahmefähige Materialien (Lehm) und ausreichenden Luftwechsel, sowie durch Vermeidung von Wärmebrücken. Chemische Innenraumbelastung - Reduzierung von Schadstoffen durch Vermeidung von humantoxischer und ökotoxischer Schadstoffe, durch Verwendung von natürlichen Materialien. Eine komplette Vermeidung gewisser Schadstoffe ist nach dem heutigen Stand der Technik nicht möglich. Um die Raumluftqualität zu verbessern ist ein ein regelmäßiger Luftwechsel von hoher Bedeutung. Physikalische Innenraumbelastung - Reduzierung niederfrequenter elektrischer und magnetischer Wechselfelder durch: Abschirmung von Kabeln, Kompensationsmaßnahmen (z.B. Phasentausch), Abschaltung von Geräten sowie Stromkreisen, getrennte Erdung und Nullleiter (z.B. TNS Installation), eine sternförmige Verlegung anstatt einer ringförmigen und erhöhter Abstand zu den Emissionsverursachern. - Reduzierung hochfrequenter, elektromagnetische Felder durch Anwendung großflächiger Abschirmung, durch spezielle Platten oder durch Lehmplatten. - Reduzierung der Radonbelastung durch Feuchteabschirmung, Verwendung von Glasschaumdämmplatten zur Bodendämmung und durch ausreichende Lüftung.


KONSTRUKTION/AUFBAUTEN Die Konstruktionen und Aufbauten sind so zu wählen, dass für die Entsorgung leicht trennbare Materialgruppen entstehen. Es sind kraftschlüssige Verbindungen, formschlüssigen vorzuziehen, welche somit leichter voneinander trennbar sind. Somit können die einzelnen Materialien wiederverwertet und recycelt werden. Das Haus wurde in einer Holzständerkonstruktion geplant. Für diese Konstuktion sprechen niedrigere Kosten im gegensatz zu einer massiven Holzbauweise und ein schlankerer Wandaufbau bei gleichem U-Wert da die Dämmung großteils in der Konstruktionsebene implimentiert wird.

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Detail: Wand-Boden-Terrasse


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Detail: Wand-Dach-Vordach


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TECHNIK Wärmepumpe Standardmäßig erfolgt die Heizung sowie die Warmwasseraufbereitung mittels Luft-Wasser-WP, da die Kosten und der Arbeitsaufwand relativ gering sind und durch die gute Gebäudehülle keine leistungsstärkere WP nötig ist. Sollten besondere lokale Einflussfaktoren vorherrschen kann auch eine andere WP-Art eingebaut werden. Die Wärmeabgabe an den Raum erfolgt durch eine Wand- und Bodenheizung mit getrennten Schaltkreisläufen für die jeweiligen Räume. Aufgeteilt wird dabei in Wohnküche, Schlafzimmer, Wohnbad und Gäste/Bürozimmer. PV-Anlage Es wird eine PV-Anlage von 3kWp installiert, um den Jahresstromverbrauch zu decken. Dabei werden CIS (Kupfer-Indium-Selen) Dünnschichtmodule verwendet, deren Wirkungsgrad bei 8-12% liegt. Im Vergleich zu anderen PV-Modul Arten haben sie einen höheren Erntefaktor*, womit sie global gesehen einen deutlich höheren Gewinn an Energie bringen als beispielsweise Monokristalline Siliziummodule. Weiters haben Dünnschichtmodule im Vergleich zu kristallenen Modulen einen höheren Ertrag bei diffusen Lichtverhältnissen. Die PV-Anlage kommt auf das Carportdach, welches genügend Platz bietet. Die Kosten der Anlage würden überschlagsmäßig bei 4500€ liegen. Die Größe der 3kWp Anlage mit Dünnschichtmodulen und einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 10% würde ca. 30m² betragen. *Erntefaktor: Gibt an wie oft das PV Modul die bei der Herstellung verwendete Energie wieder produziert. Dabei wird eine Lebensdauer von 30 Jahren angenommen. Lüftung Da eine Lüftungsanlage eine reine komfortbedingte Investition ist und nicht von der breiten Masse gewünscht wird, ist die Lüftungsanlage optional gegen Aufpreis zu erwerben. Gegen sommerliche Überhitzung dient eine Querlüftung.

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Sonstige Technik Die Steuerung der Haustechnik erfolgt standartmäßig über BUS-Systeme. Da somit der interne und externe Elektrosmog weitgehend abgeschirmt werden kann. Optional sollte aber eine über das Smartphone oder Tablet gesteuerte, drahtlose Anlage angeboten werden. Durch die Abschirmung von externem Elektrosmog, ist man dann „nur“ dem internen Elektrosmog ausgesetzt, welcher aber nach Belieben (in der Nacht) ausgeschaltet werden kann. Durch diese Option wird der Bedienkomfort gesteigert. LED-Leuchten zeichnen sich durch ihre energetisch guten Werte (10x besser gegenüber herkömmlichen Glühlampen), ihre Langlebigkeit, der Farbtemperaturvielfalt, guter Dimmbarkeit ohne Farb- und Wirkungsgradverluste und ihre Kälteresistenz aus. Darum werden nur LED-Leuchten verwendet. Sonstige elektrisch betriebene Geräte sollten energiesparend sein. DESIGN Formsprache Es wurde eine klare gerade kubische Form gewählt. Welche durch ihre Kompaktheit sich auch positiv auf den Wärmeenergieverbrauch auswirkt. Vordach Das weit auskragende Vordach ermöglicht eine witterungsgeschützte Terrassennutzung, sorgt gleichzeitig für eine Leichtigkeit und einer filigranen Wirkung. Glasflächen Die großen Glasflächen im Süden wirken einladend und verbinden barrierefrei Innen mit Außen. Möblierung Bündige Kastenfronten und klare Linien verleihen der Möblierung eine Geradlinigkeit und Sauberkeit. Die großen Kästen bieten viel Stauraum und ermöglichen ein schnelles Verstauen von Sachen.


CONCLUSIO Ergebnis Das Ergebnis dieser Bachelorarbeit ergibt: Grundsätzlich gibt es ein großes Zielpublikum und großes Interesse an ökologisch nachhaltigen und gesunden Bauten. Nur müssten sich die Kosten für dieses Projekt im Rahmen halten. Wirtschaftlich gesehen ist es von Vorteil, sein altes Haus den Kindern zu übergeben, anstatt in teure Sanierungs- und Umbaumaßnahmen zu investieren, da die Immobilie nur geringfügig an Wert gewinnt. Stattdessen ist es besser, ein neues Haus zu bauen, bei dem der Wert gleich den Wert der Errichtung entspricht. Weiters ist der Markt an ökologischen, nachhaltigen und gesunden Bauten noch sehr klein, bei dem man sich mit innovativen Überlegungen und Qualitäten gut etablieren kann. Die größte Etablierungshürde wird der Preis sein, da diese ökologische Bauweise im Vergleich sehr kostspielig sein wird. Dadurch wird ein großer Teil der Interessenten wegfallen. Trotzdem ist es für die die, es sich leisten wollen, eine gute Alternative zu anderen Bauten. Vorteile gegenüber herkömmlicher Häuser Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Häusern, ergeben sich aufgrund der Nachhaltigkeit, Gesundheit, Recycelbarkeit, Ökologie und Flexibilität. Ein Nachteil wird aufgrund des hohen Gebäudestandards eine höhere Anfangsinvestition sein.

BAUFOTOS

41


42


43



WORKINGDESK MR002 F R Ü H J A H R 2 0 1 6 MARIO REISCHER


WORKING DESK MR002 ORT Österreich DATUM Jänner 2016 - Februar 2016 TYPUS Möbel PROJEKTTEAM Mario Reischer BESCHREIBUNG Entwurf eines Schreibtisches

46


47


KONZEPT Der Workingdesk MR002 soll durch seine Abmessungen hervorragende Arbeitsbedingeungen und Platz schaffen. Notebooks können bei bedarf nach hinten geschoben werden und im vorderen Bereich kann händisch skizziert bzw. geschrieben werden. Durch die Klappen links und rechts ist ein großer Staubereich immer griffbereit. Eine große Lade in der Mitte des Tisches sorgt für Ordnung.

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ANPASSBAR AN LINKS UND RECHTSHÄNDER Die eingefräste Skizzentafel zum klappen ist mit der klappbaren Magnettafel von links nach rechts zum Wechseln und kann somit auf die Nutzer reagieren.

NOTIZBEREICH

KLAPPEN

Auf einer eingefrästen Skizzentafel können mit einen wiederentfernbaren Stift Notizen und Skizzen angefertigt werden.

Aufklappbare Bereiche am Tisch sorgen neben einer Lade für Stauraum und bieten versteckten Platz für Netzteile und Stromanschlüsse.


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MAGNETTAFEL

OPTIMIERT

STROMANSCHLUSS

Die aufklappbare Magnettafel ermöglicht es angenehm Texte zu lesen oder Fotos und Notizen aufzuhängen.

Die Laden und Klappen sowie die Größe des Schreibtisches wurden so gewählt um ein optimales Arbeiten zu gewährleisten.

Um Laptop und Handy zu Laden gibt es auch einen Stromanschloss sowie eine Induktionladestation.


ANSICHTEN

70

70

83

14

38

38 38

175 175 99 99

38 38

38 38

175 175 99 99

38 38

Klappbare Magnettafel und aufklappbareer Skizzierbereich zum auswechseln (Links-Rechtshänder

Stiftablage Arbeitsbereich Lade

7070

5555

1515

7070

50

8383

1414

38

Klappbares Staufach fĂźr Netzteile unklusive Stromanschluss mit 3 Steckdosen


VISUALISIERUNGEN

51



MOBILES ZENTRUM FÜR ARCHITEKTURVERMITTLUNG T E M P O R Ä R , W E LT W E I T H E R B S T 2 0 1 6 MARIO REISCHER DANIEL KERNEGGER


MOBILES ZENTRUM FÜR ARCHITEKTURVERMITTLUNG. GREEN4LIVE - DER LEBENSZYKLUSPAVILLION ORT Flexibel, Weltweit DATUM September 2016 - Jänner 2017 TYPUS Ausstellung PROJEKTTEAM Mario Reischer, Daniel Kernegger MENTOR Andrea Bodvay BESCHREIBUNG Es wurde ein mobiles Zentrum für Architekturvermittlung zum Thema „nachhaltige Architektur“ inkl. Ausstellungskonzept entworfen.

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Die Herausforderungen im Projekt waren: - temporäres Bauwerk - Möglichkeiten zur Aneignung u. Veränderbarkeit - demontierbar und wiederaufbaubar - Verpackungskonzept Raumprogramm: - Ausstellungsraum ~100-150 m² - Cafe - Lagerräume -flächen - Sanitär


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KONZEPT - FORMFINDUNG Für die Formfindung des Objektes wurde das zentrale Thema des Lebenszyklus mit der Unendlichkeit eines Green Buildings zu einem Möbius-Band vereinigt. Der Lebenszyklus von Gebäuden sollte weitreichender sein als nur ein Aufbau und Abbruch. Green Buildings oder Bauteile- bzw. Materialien davon können rückgebaut werden, recycelt oder wiederverwendet werden - somit stellt diese eine abstrahierte Unendlichkeit dar.

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LEBENSZYKLUS

UNENDLICHKEIT


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MÖBIUSBAND


KONZEPT - FASSADE Herkömmliche Gebäude stehen der Umwelt im Weg und wirken sich schlecht auf diese aus. Ein Green Building, hier veranschaulicht durch unseren Pavillion, braucht keinen Impact durch welchen Raubbau an unserem Planeten betrieben wird und stößt auch nichts schädliches aus. Somit ist er für die Umwelt unsichtbar - symbolisiert durch die verspiegelte Außenoberfläche. Die Spiegel weisen weiters darauf hin, wer etwas ändern kann an der jetzigen Situation - sein Spiegelbild, man selbst!

Fassaden Konzept - Impact auf die Umwelt

CO2

CO2

CO2

58

HERKÖMMLICHES GEBÄUDE

GREEN4LIFE PAVILLION

Herkömmliche Gebäude belasten die Umwelt. Sei des durch den Herstellungsprozess der MaJeder kann etwas bewirken terialien, des Standortes, des Impacts in der Betriebsphase oder durch den Rückbau.

Belastet die Umwelt nicht. Nachhaltige Materialien und recyclingfähige Materialien sowie die Verbingung mit der Regionalität machen diesen Pavillion nachhaltig.


Fassaden Konzept - Impact auf die Um

CO2

CO2

CO2

Jeder kann etwas bewirken

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PRAKTISCH UNSICHTBAR FÜR DIE UMWELT

WER KANN ETWAS DAZU BEITRAGEN - JEDER

Um seinen geringen Impact auf die Umwelt zu verbildlichen ist seine Außenfassade mit Spiegeln bekleidet.

Durch die Selbstpiegelung der Personen sollen sie auf sich aufmerksam gemacht werden. - Jeder kann etwas bewirken.


PAVILLION - AUSSTELLUNG - WEGEFÜHRUNG

Regionalität

Ausstellung

In der Bauwirtschaft ist es heutzutage üblich sich Materialien aus aller Welt liefern zu lassen und zu verbauen. Dass diese Materialien einen riesigen ökologischen Fußabdruck hinterlassen, wird nur wenig beachtet. Somit wird mit dem green4life Pavillion ein Zeichen gesetzt. In der Ausstellung, welche später genauer erläutert wird, stellen nur regionale Hersteller aus, damit die Besucher sehen, dass es auch anders geht, als es in der Praxis vorgelebt wird.

Dies ist das Kernstück des Pavillions. Thema: Lebenszyklus anhand eines Auf- und Rückbauvorgangs. Anfangs werden verschiedene Tragkonstruktionen vorgestellt danach Dämmmaterialien - Fassade - Innenausbau - Fassade - Dämmmaterialien a -Konstruktion. Es ensteht ein Rückb Lenenszyklus mit Abbau und Rückbau.

CO2

CO2 CO2

Zwischennutzung 60

Da das Gebäude über längere Zeiträume an einem Standort steht, wurden auch diverse Zwischennutzungen eingeplant. Beispielsweise kann man den green4life Pavillin auch für Reden (vom Hochpodest) aus nutzen oder für Vernissagen.

Verspiegelung stellt einen Bezug zur Umgebung her und zeigt auf, wer bezüglich Nachhaltigkeit etwas bewirken kann.


Café sorgt für die nötige Entspannung und Verweilung nach der Ausstellung

Aussichtspunkt

au

Am Hochpunkt der Rampe kann man sich Überblick über den Standort verschaffen und umliegende Sehenwürdigkeiten bestaunen.

61

u ba

f Au

Fahrradabstellplätze Zur Förderung nachhaltiger Transportmittel werden Fahrradabstellplätze zur Verfügung gestellt.

Sitzgelgenheiten Verweilmöglichkeiten im Inneren, eigens entwickeltes Möbius-Möbel im Äußeren. Anregung für Diskussionen


GRUNDRISS

Besichtigungsrampe

Café

15 m²

Pavillion 200 m²

Besichtigungsrampe

62

INTERAKTION MIT MÖGLICHEN STANDORTEN

Historisches Museum

Kaufhaus

Stephansdom

U-Bahn-Station

Stephansplatz, Wien (AUT)

Roter Platz, Moskau (RUS) 0

10

20

30

40

50 Meter

Basilius Katetrale


AUF- UND ABBAU

Längsausfachungen Tragring

Querausfachunge Arbeitsschritt I

Arbeitsschritt II

Arbeitsschritt III

Arbeitsschritt IV

Arbeitsschritt V

Arbeitsschritt VI

Einzelteile geschlichtet und in ISO Container 20‘ verpackt Einzelteile geschlichtet und in ISO Container 20‘ verpackt

Sitzgelgenheiten

Einzelteile geschlichtet und in ISO Container 20‘ verpackt Arbeitsschritt VII

Arbeitsschritt VII

Längsausfachungen Längsausfachungen Tragring

sfachungen

Tragring

Tragring Querausfachungen

KonstruktionsfußKonstruktionsfuß-ausfachungen (1) ausfachungen (1) Spiegeln

VERPACKUNGSKONZEPT Spiegeln

Querausfachungen Querausfachungen Konstruktionsfuß-

ausfachungen (1) Einzelteile geschlichtet und in ISO Container 20‘ verpackt

Längsausfachungen Tragring Konstruktionsfußausfachungen (1)

Querausfachungen Spiegeln

Konstruktionsfußausfachungen (2)

Einzelteile geschlichtet und in ISO Container 20‘ verpackt

Spiegeln

KonstruktionsfußKonstruktionsfußausfachungen (2) ausfachungen (2) Cafébar (1)

KonstruktionsfußCafébar (1) (1) ausfachungen

Spiegeln

Konstruktionsfuß

Cafébar (1)

Konstruktionsfuß

Konstruktionsfuß

VI ArbeitsschrittArbeitsschritt VI Konstruktionsfuß-

Konstruktionsfußausfachungen (2)

Cafébar (2) inkl. Sessel

Rampenplatten Rampenplatten ausfachungen (2) Cafébar (1) Geländer Geländer

Cafébar (1) Konstruktionsfuß

Rampenplatten

Konstruktionsfuß

Rampenträger Rampenträger

Geländer Rampenträger Arbeitsschritt VI

Sitzgelgenheiten Sitzgelgenheiten

Rampenplatten Geländer

Rampenplatten

Cafébar (2) inkl.Cafébar Sessel (2) inkl. Sessel

Sitzgelgenheiten

Geländer Rampenträger

Rampenträger

Cafébar (2) inkl. Sessel

Möbis-Sitzmöbel Möbis-Sitzmöbel Möbis-Sitzmöbel

Sitzgelgenheiten Cafébar (2) inkl. Sessel

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DETAILS Anschlussdetail M 1:10

Details Verbinungsmittel M 1:5

Anschlussdetail M 1:10

Details Verbinungsmittel M

Tragring 25/25

Tragring 25/25 ,06

Querträger 18/10

Tragring 25/25

Längsträger 24/12 ,04

Querträger 18/10

Tragring 25/25

,17 ,04

,25

,06

Querträger 24/12

Sherpa Verbindungstechnik M 40

Querträger 24/12

Spiege

Sherpa Verbindungstechnik M 4

2,00

Durchsicht

Besichtigungsrampe

1,00

Glasgeländer

5,95

,25

64

2,00

D

3,00

Besichtigungsrampe

1,00

Dekton Platten Glasgeländer OSB-Platten (weiß) Stahlwinkel

,25 Längsräger Vollholz 24/12 Fläche mit Stoff überspannt

Sitzgelegentheit

Dekton Platten OSB-Platten (weiß) Stahlwinkel

BSH 25/25 in Stahlschuh auf Neprenlager

Längsräger Vollholz 24/12 Fläche mit Stoff überspannt Sitzgelegentheit

BSH 25/25 in Stahlschuh auf Neprenla


Anschlussdetail Geländer M 1:10

A

Anschlussdetail Rampe M 1:10

M 1:5 ,06

,03

Längsträger 24/12 ,03

,03

,06

Glasgeländer

,03

,04

,24

,17

,17 ,04

,25

,04

,17

,24

,03

,04

,03

Dekton Platten OSB-Platten (weiß lackiert) Stahlwinkel

el

40

Stahlwinkel

Spiegel

Kopfplatte

Einklinkhake

Abstandhalter - Neopren

LED-Band

Stoßverbindung: Sherpa System

,25 Tragring Brettschichtholz 25/25 Querträger Vollholz 18/10 Stahlwinkel:

Spiegel

Längsräger Vollholz 24/12

65

,25

Durchsicht

Tragring Brettschichtholz 25/25

5,95

Querträger Vollholz 18/10

ssdetail Geländer M 1:10

Anschlussdetail Rampe M 1:10

Längsräger VollholzTragring 24/12M 1:5 Anschlussdetail

3,00

Glasgeländer

Dekton Platten n (weiß lackiert) Stahlwinkel

ager

Stahlwinkel

Spiegel

Kopfplatte

Einklinkhaken

Abstandhalter - Neopren

LED-Band

Stoßverbindung: Sherpa System

Längsrä

Q


VISUALISIERUNG EINGANG

66


67



S A N I E R U N G U N D A U S B A U WIENER WOHNEN WIEN, ÖSTERREICH H E R B S T 2 0 1 6 MARIO REISCHER DANIEL KERNEGGER


SANIERUNG UND AUSBAU, WIENER WOHNEN ORT Reichsapfelagsse 15 in 1150 Wien, Österreich DATUM Februar 2017 - Juni 2017 TYPUS Wohnbau PROJEKTTEAM Mario Reischer, Daniel Kernegger MENTOR Cristian Abrihan BESCHREIBUNG Aufbauend auf eine Ausschreibung von Wiener Wohnen wurden Sanierungsmaßnahmen und Um- und Ausbaupotentiale der Liegenschaft in der Reichsapfelgasse 15 Baujahr 1985 erarbeitet. Es wurden 3 Sanierungsvarianten aufgezeigt: 1) umfasst ausschließlich jene Maßnahmen, die für einen rechtssicheren Gebäudebetrieb erforderlich sind. 70

2) beinhaltet zusätzlich zu Variante 1 Maßnahmen zur hausseitigen Verbesserung, den momentanen gesetzlichen Mindeststandard von Bauteilen. -Thermische Sanierung. 3) beinhaltet zusätzlich zu Variante 1 Maßnahmen zur hausseitigen Verbesserung, vor allem auch unter der Voraussetzung der Förderbarkeit nach den aktuell gültigen Bestimmungen (Sanierungsverordnung 2008 in Verbindung mit dem WWFSG 1989 idgF) Danach wurden Aus- und Umbaupotentiale aufgezeigt. Ergenbis des Projektes ist unser Conclusio der Effizientesten Maßnahmen.


71


KONZEPT Unser Konzept ziehlt darauf ab den besten Kosten/Nutzenfaktor zu finden und umzusetzen.

HWB m² 72

HWB

M² GENERIEREN

Heizwärmebedarf senken, Behaglichkeit steigern sowie Heizkosten sparen.

Der Bauplatz war bis auf Erker, Gaupen und Balkonausbildungen ausgereizt. Es wurden nur an jenen Wohnungen Erker errichtet bei welche man einen optimalen Mehrwert schaffte. (wenn ein zusätzliches Zimmer generiert werden konnte.)

PRIVATE FREIRÄUME GENERIEREN Durch Balkonanbeiten bekam jede Wohnung einen privaten Freiraum.


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G E M E I N S C H A F TS F L Ä CHEN Es wurden Gemeinschaftflächen geschaffen oder in ihrer Qualität verbessert. (Kinderspielraum, Dachterrasse, Stiegenhäuser)

FÖRDERUNGEN

WEITBLICK

Die Sanierung wurde so ausgelegt um Förderungen zu bekommen.

Durch die Dachterasse wird ein Weitblick geschaffen.


EVALUIERUNG PROBLEMZONEN - SANIERUNG 1) Erneuerung des Außenputzes Laut Untersuchungsbericht über die Baustellenprüfung der Außenwand der MA 39 sind sämtliche Fassaden leicht sandend und kreidend, am schlimmsten ist die Südfassade betroffen. Beseifung wurde keine festgestellt. 2) Betonkosmetik Weiters sind im Bereich der Balkone Betonschäden festzustellen. 3) Ausch der Kellerfenster in Sicherheitsglas Laut der Glastypenbestimmung der MA39 sind die Kellerfenster nicht in Sicherheitsglas ausgeführt. Hier besteht Absturzgefahr. Die Fenster müssen getauscht werden. 4) Tausch weiterer Gläser Weiters müssen der Spiegel im Aufzug und das Glas der Infotafel im Allgemeinbereich der Liegenschaft getauscht werden. 5) Absturzsicherungen

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lt. Überprüfungsbericht ist die Absturzsicherung im Stiegenhaus sowie in Bereichen vor dem Haus nicht gemäß OIB-RL 4 ausgeführt und muss ergänzt werden. Bemängelt wird: - Das Geländer im Bereich der Stiegenspindel ist durch eine flächige Füllung ausgeführt - Im Geländer befinden sich wie gefordert keine Öffnungen größer 12cm - Das Geländer als Absturzsicherung entspricht nicht der Mindesthöhe von 1,00m - Ein Handlauf ist nur an der Außenseite vorhanden, jedoch beidseitig erforderlich - Die Handlaufhöhe liegt im geforderten Bereich zwischen 85cm und 110cm - Die Handläufe sind nicht wie gefordert am Treppenantritt und –austritt um 30cm über die Stufenkante bzw. um die Ecke geführt 6) Brandschutz Einige Türen im allgemeinen Bereiche entsprechen nicht den aktuellen Anforderungen bzw. sind schon soweit abgenutzt, dass ein Tausch auf EI2 30-C erforderlich ist. Die im Treppenhaus (Kellerniveau) verlaufenden Leitungen sowie Luftleitungen müssen EI90 verkleidet werden, Durchbrüche mittels Weichshot.


EVALUIERUNG PROBLEMZONEN - AUSBAU, UMBAU (OPTIMIERUNG) Durch die Geometrie des Gebäudes und vor allem der Tiefe enstehen sehr viele sogenannte Dunkelräume. Hier ist de facto kaum Tageslicht vorhanden, das die Lebensqualität um einigest verringert. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Vorräume. Abhilfe kann durch offenere Grundrisse bzw. Oberlichten geschaffen werden.

1-4 OBERGESCHOSS KONSTRUKTION In dieser Abbildung ist die Spannrichtung der Decken (Pfeile), die Tragstruktur (Wände), sowie die geschoßweise durchgehenden Ver- und Entsorgungsschächte dargestellt. Die sehr verwinkelte Tragstruktur erlaubt leider kaum eine großartige Umstrukturierung der Wohnungen. Es muss sich auf kleinere, jedoch sinnvolle Eingriffe begrenzt werden.

1-4 OBERGESCHOSS KONSTRUKTION

75


WOHNUNGSABORDNUNG In den (beinahe) Regelgeschoßen finden sich jeweils 5 Wohneinheiten, 2 Wohneinheiten sind im Dachgeschoß platziert. Die Wohnungen sind jeweils zwischen 50 und 100 m² groß und ergeben einen sehr sinnvollen Nutzungsmix bezogen auf die Größe. Dies ist v.a. wichtig um Segretation im Gemeindebau zu verhindern.

76

1-4 OBERGESCHOSS KONSTRUKTION Conclusio und Maßnahmenkatalog Grundrissoptimierung - Belichtung maximieren Um die dunklen Problemzonen im inneren Gebäudeteil zu entferenen, werden nichttragende Innenwände abgebrochen oder Oberlichten verbaut. Weiters wuden in den Erkern große Fenster eingeplant. Somit ist die Wohnung heller und großzügiger. - Gangflächen minimieren – Zimmer vergrößern Um den großen ungenutzten Gangflächen entgegenzuwirken werden werden Zimmer vergrößert und Gangflächen optimiert. - Verwinkelte Grundrisse optimieren Wird in Wechselwirkung mit dem Umsetzen der ersten beiden Varianten optimiert. - Optimaler Mehrwert für Wohnungsvergrößerungen Wohnungen werden nur dann mit Erkern vergrößert, wenn sich dadurch eine bessere Grundrisslösung verwirklichen lässt oder somit ein Zimmer mehr genereriert werden kann. - Angsträume entfernen Die Angsträume im Stiegenhaus und im öffentlichen Durchgang werden mit hellen Materialen aufgelockert und erhellt. Außerdem werden Fensterflächen im KG vergrößert um die Erschließungsflächen besser natürlich zu belichten. - Private Freiflächen maximieren Es werden die privaten Freiflächen bei jeder Wohnung maximiert.


Bestand Bestand

OPTIMIERUNG

Süd-West

Süd- Ost

Bestand

Energieeffizienz und Behaglichkeit Energieeffizienz und Behaglichkeit

BESTAND

Energieeffizienz und Behaglichkeit

1. SCHRITT: ENERGIEEFFIZIENZ Die Bestandsloggien welche einen sehr große Wärmebrücke darstellen werden gedämmt und in den konditionierten Gebäudebereich integriert. A/V

Gemeinschaft Gemeinschaft HWB m²

Gemeinschaft

Ausbau Ausbau 2. SCHRITT: GEMEINSCHAFT

Ausbau

Deutliche Verbesserung der Raumqualitäten der Gemeinschaftsräume im Kellergeschoss durch Änderung der Raumaufteilungen, Vergrößerung von Fensterflächen und Schaffung eines Outdoor Kinderspielplatzes.

Generierung einer Gemeinschaftsdachterrasse zur Freizeitgestaltung.


Ausbau

3. SCHRITT: AUSBAU UND BARRIEREFREIHEIT Durch eine sinnvolle Anordnug der Erker, Gaupen und Balkone generierten die Wohnungen einen enormen Mehrwert. Jede Wohnung welche mit einem Erker oder einer Gaupe ergänzt wurde, erhielt ein weiteres Zimmer. Fast alle Wohnungen haben einen prvaten Freibereich. Durch die Rampengestaltung in der Reisapfelgasse ist es möglich das Gebäude Barrierefrei zu erschließen. verglaste Loggien

privater Freiraum

Erker, Gaupe

Entgegenwirkung durchd die Schaffung von mehr Grünzonen

öffentlicher Freiraum

Symbolik der immer ansteigenden Versiegungl

Muster - Symbolik

4. SCHRITT: KUNST AM BAU Das Muster soll das Wechselspiel zwischen Grünfläche und versiegelter Fläche darstellen. Dadurch soll es Bewustsein für mehr Grünflächen in der Stadt erzeugen. Das Muster wird mittels Moospanelen auf der Wand installiert und sorgt somit auch für ein Microklima.

An den Fenstern welche nach Süden und Südwesten orientiert sind wird dieses Muster auch auf die Fenster gedruckt um Überhitzung zu vermeiden. Die Glasbetruckung lässt weniger Son-

nenstrahlen ins Bauwerk eindringen und verhindert somit Überhitzung. Außerdem kann Geld für den Sonnenschutz eingespart werden.


Lichtvouten - Verb. künstl. Bel. Fenster Vergrößerung Augelockernde Beschriftung

Weiße Materialien für Wände, Decken und Böden

1.

UG

5. SCHRITT: ANGSTRÄUME ENTFERNEN

DETEILAUSBILDUNG KINDERSPIELRAUM

Bestand

Tageslichtfaktor Bestand

Nach Sanierung

Tageslichtfaktor nach Sanierung

Deutliche Verbesserung der Raumqualitäten des Kinderspielraumes. Der nicht genutzte Freiraum in der Reichsapfelgasse wird ausgehoben und somit ein Outdoorspielbereich für die Kinder geschaffen. Durch den Einbau größerer Glasflächen, verbessern sich auch die extrem schlechten Belichtungsverhältnisse im Raum.


DETEILAUSBILDUNG KINDERSPIELRAUM UND BARRIEREFREIHEIER ZUGANG Das Haus wurde mittels eines Rampensystems Barrierefrei erschlossen. Dies stellt einen immensen Mehr-

wert für das Wohnhaus dar.

ENERGIEEINSPARUNG Durch eine Thermische Sanierung konnten 2/3 des Energieverbrauches eingespart werden. Somit wurde das Gebäude auf niedrigstenergiestandard angehoben. 100,00kWh/m²a

Bestand: HWB 96,51 kWh/m²a Einsparung Nach Sanierung: HWB 29,64kWh/m²a Maßnahmen:

50,00kWh/m²a 30,00kWh/m²a

0,00kWh/m²a

- Wand gg. Außenluft U= 0,25 W/m²K -> 18 cm Hanf-Dämmung - Dach (Flachdächer) U= 0,20 W/m²K -> 20 cm XPS - Dach (Steildach) U= 0,20 W/m²K -> 16 cm Mineralwolle - Kellerdecke U= 0,35 0 W/m²K -> 10 cm Mineralwolle - Fenster U= 1,35 W/m²K -> Fenstertausch 2-Scheiben Isolierverglasung


M² GEWINNUNG Durch Erker, Gaupen, Balkone und der Gemeinschaftsdachterrasse konnten zusätzliche Nutz- und Freiflächen geschaffen werden. NUTZFLÄCHEN

FREIFLÄCHEN

3000,00m²

400,00m² 300,00m²

2000,00m²

200,00m² 1000,00m²

100,00m²

0,00m²

0,00m²

Vorher: Steigerung: Nachher:

Vorher: Steigerung: Nachher:

2597,45m² 339,95m² 2937,40m²

2597,45m² 339,95m² 2937,40m²

FÖRDERUNGEN UND KOSTEN Durch die Wiener Sanierungsverordnung wird die Sanierung mit 130€/m² nichtrückzuzahlender Betrag gefördet. Das ist dadruch möglich, dass der fGEE.max niedriger als 0,85 ist. Die Förderung für Kunst am Bau muss erst eingereicht werden. Ob und wie hoch die Förderung dann ist wird einen erst nach Prüfung der Unterlagen mitgeteilt.

Kosten für neue Fläche Umbaukosten

1800,00 €/m² 600,00 €/m²

Gesamtfläche Umbaufläche Neubaufläche

2937,40 m² 2597,45 m² 339,95 m²

Schätzkosten Förderung gem. SanVO 2008 Gesamtkosten

Vorraussetzungen: Mittelere kosten pro m² 30% der Schätzkosten

130,00 €/m²

738,75 €/m² < 651.000,00 >

€ 1.558.000,00 € 612.000,00 € 2.170.000,00 € 382.000,00 € 1.788.000,00

1700,00 €/m² 382.000,00


ANSICHTEN OK + 24,90

FBOK + 19,39

W.N. 30,68 - 1,39 FBOK - 2,68

VOR DER SANIERUNG

Rampe 6%


CONCLUSIO FINALE SANIERUNGSVARIANTE Die finale Sanierungsvarianten mag auf dem ersten Blick nicht die wirtschaftlichste der anderer Varianten sein, doch wenn man den ganzheitlichen Lebenszyklus des Gebäudes und die Nachhaltigkeit betrachtet, ist die finale Sanierungsvariante den anderen in sämtlichen Belangen vorzuziehen. Folgende Vorteile weise die Variante auf: - Die Lebensqualität der Bewohner wird durch diverse Faktoren gesteigert. Hierzu zählen die Verbesserung der Behaglichkeit, die Schaffung von Freiräumen, die Verbesserung von Belichtungssituationen und die optimierung und zeitgerechte Adaptierung der Grundrisse. - Eine umfassende thermische Sanierung wurde durchgeführt. Energetisch befindet sich das Gebäude nun auf dem einem Energielevel, der den momentanen gesetzlichen Standard übersteigt und somit den Bewohnern und Betreiben Energiekosten spart. Durch diese Sanierung können auch die dargestellten Förderungen beantragt werden. - Es wurden bei der Sanierung nachhaltige Materialien verwendet. Im Gegensatz zu den anderen Varianten müssen die Dämmstoffe nicht nach ca. 25 Jahren am Sondermüll entsorgt werden. - Es wurde die Nutzfläche um ca. 13 % gesteigert, was einersseits eine nachhaltige Nachverdichtung bedeutet und andererseits eine Erhöhung der vermietbaren Fläche und somit der Einkünfte des Betreibers mit sich bringt.

VISUALISIERUNG NACH DER SANIERUNG


Wir als Designer sehen es als unsere Verantwortung, Dinge zu schaffen, die das Leben und die Zukunft aller verbessern R i c h a r d

S a p p e r


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