ME2BE HIERGEBLIEBEN SH Süd

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HIERGEBLIEBEN AUSBILDUNG & STUDIUM IN SCHLESWIG-HOLSTEIN – SÜD

DIE SCHÖNSTEN SEITEN DEINER REGION COMPANIES, SCHULE, LEUTE & SPOTS

OSTHOL STEIN

BAD SEGEBERG

LÜBECK

KALTENKIRCHEN

BAD OLDESLOE

RATZEBURG QUICKBORN

NORDERSTEDT

LAND SCHLESWIG-HOLSTEIN / LANDESBETRIEB STRASSENBAU UND VERKEHR SCHLESWIG-HOLSTEIN / ARLA FOODS / STEUERBERATERKAMMER DES LANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN / KÜHNE + NAGEL / KARL-MAY-SPIELE BAD SEGEBERG / EUROIMMUN / DIE BRÜCKE / BIZ / WKK – WESTKÜSTENKLINIKUM HEIDE


STEUER DEINE

KARRIERE

AUSBILDUNG ZUM FINANZWIRT/ ZUR FINANZWIRTIN

DUALES STUDIUM ZUM DIPLOM-FINANZWIRT/ ZUR DIPLOM-FINANZWIRTIN

AUSBILDUNGSDAUER: 2 Jahre NÄCHSTER EINSTELLUNGSTERMIN : 15. August 2015 BEWERBUNGSENDE : 15. September 2014

AUSBILDUNGSDAUER: 3 JAHRE NÄCHSTER EINSTELLUNGSTERMIN : 1. September 2015 BEWERBUNGSENDE : 15. September 2014

EINSTELLUNGSVORAUSSETZUNGEN : • Realschulabschluss • EU-Staatsangehörigkeit

EINSTELLUNGSVORAUSSETZUNGEN : • Abitur oder Fachhochschulreife • EU-Staatsangehörigkeit

BILDUNGSZENTRUM DER STEUERVERWALTUNG DES LANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN

Die Bewerbung geht an das zuständige Finanzamt für deinen Wohnort.

WWW.BIZSTEUER.SCHLESWIG-HOLSTEIN.DE

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EDITORIAL Alle mal Hiergeblieben Malstunde: Kramt mal euren inneren Bleistift hervor und zeichnet ein Bild vom Ausbildungsleiter einer Stadtverwaltung, wie ihr ihn euch vorstellt. Fertig? Gut, dann schnappt euch jetzt ein großes Radiergummi und fangt noch mal ganz von vorne an. Mussten wir auch tun! Eine Ausbildung beim Land Schleswig-Holstein, in der Verwaltung oder beim Landesbetrieb Straßenbau ist heute ganz anders, als man so denkt. Wir haben uns überall umgeschaut. Auch in der Gemeinschaftsschule am Seminarweg in Bad Segeberg. Haben Azubis gefragt, auch im Berufsbildungszentrum. Schnarchige Beamte haben wir nirgendwo getroffen. Schaut mal selbst. In und um Bad Segeberg haben wir die interessantesten Arbeitgeber und Ausbilder unter die Lupe genommen. Hier haben Unternehmen wie Arla Foods oder Die Karl-May-Spiele ihren Sitz. Enorm, was hier für die Fachkräfte und morgen getan wird. Sie alle wollen euch, wenn ihr wollt. Also, Hiergeblieben. Im spannenden Süden von SchleswigHolstein gibt es viel Neues zu entdecken. Herzlich Euer ME2BE-Team und Josh, Chefredakteur


Hiergeblieben 06

Der Schatz am Kalkberg Bad Segeberg: Klinikstadt, Fledermausstadt, Möbelstadt, Winnetou-Stadt, Pferdestadt

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Mit dem Bürgermeister auf ‘ne Portion Pommes Interview Dieter Schönfeld

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Die Azubis vom Bürgermeister So kannst du andere Menschen glücklich machen

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Detlev Buck Regisseur, Drehbuchautor und Produzent

Schule 18 Ich hab da mal `ne Frage... Schüler der Gemeinschaftsschule am Seminarweg in Bad Segeberg erzählen, was sie am liebsten in der Schule essen würden

20 Schule in Bewegung Die Gemeinschaftsschule am Seminarweg

24 Berufsbildungszentrum Bad Segeberg Straßen entstehen beim Gehen

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Editorial

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Impressum


Inhalt

Companies 34

Modern, praxisnah und sicher Gespräch mit Thorsten Albig über die Vorzüge einer Ausbildung im öffentlichen Dienst

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Neue Wege, neue Ziele

Azubi-Portraits

Deine Ausbildung beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

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Hansa-Milch heisst jetzt Arla Foods

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Top für Technologen mit Milchbart

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Fachlagerist, Kaufmann/-frau für Speditionsund Logistikdienstleistungen, Fachkraft für Lagerlogistik, Duales Studium

Zahlen mit Gefühl bei der Steuerberaterkammer

Größer, weiter, länger

Kühne + Nagel

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EUROIMMUN Biologielaborantin

Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel wächst mit

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„Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“

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Die Karl-May-Spiele Bad Segeberg suchen Komparsen

DIE BRÜCKE Freiwilliges Soziales Jahr

Hiergeblieben 58

Die Jugend lässt die Degen blitzen Nachwuchssportler der Fechtgemeinschaft Segeberg messen sich mit den Besten in Deutschland

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Hotspots Bad Segeberg

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HIERGEBLIEBEN IN BA D SEGE BERG

I:

16.592

EIN W OHNER

KFZ

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BADSEG W W W. BA D-SEGE BERG.DE

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PL Z

: 23781– 23795


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SCHULE

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DER SCHATZ AM KALKBERG Bad Segeberg: Klinikstadt, Fledermausstadt, Möbelstadt, Winnetou-Stadt, Pferdestadt – mit toller Altstadt und einem grandiosen See

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0.000 Fledermäuse, Erol Sander, Wayne Carpendale und Tennis-Star Mona Barthel können nicht irren: Sie gehören zu Bad Segeberg wie die Karl-May-Spiele, Möbel Kraft und die Kalkberg-Höhlen. Die Stadt punktet nicht nur mit dem Charme ihrer Altstadt, der Einkaufsmeile und der herrlichen Natur mitten in der City: Auch wirtschaftlich ist die Kreisstadt überaus gesund. Die Unternehmen bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze für viele Tausend Menschen in der gesamten Region.

Die wichtigste Nachricht zuerst: Die Blutsbrüder Wayne Carpendale und Jan Sosniak reiten 2014 weiter durch den Kalkberg! Schon jetzt freuen sich Hunderttausende Karl-May-Fans aus ganz Deutschland auf den Start von „Unter Geiern“ in der Kalkberg-Arena am 28. Juni. Winnetou und Old Shatterhand werden in 72 Vorstellungen neue Abenteuer erleben – und die bis zu 7.500 Zuschauer pro Show erfahren, wie es nach dem großen Showdown aus „Winnetou I“ weitergeht. Seit 1952 pilgern die unverbesserlichen Fans ins Mekka des Wilden Westens: Sie sitzen mitten in einem Indianerüberfall, zwischen knallenden Colts, galoppierenden Rothäuten, Dynamit-Explosionen und packenden Zweikämpfen. In der Kalkberg-Arena, die die Liebhaber der Show als schönstes Freilichttheater Deutschlands hochleben lassen, bieten die rasanten Inszenierungen Spannung, Stunts und Feuerzauber, aber auch Romantik und – na, klar – Blutsbrüderschaft. Inzwischen sind sie Legende – die Auftritte der Kalkberg-Stars Pierre Brice, Gojko Mitic und Erol Sander. Gut zu wissen, dass die Segeberger Luft trotz aller Detonationen und Schießereien der Gesundheit überaus zuträglich ist: Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und kann mit seinen medizinischen Angeboten ebenso punkten wie mit der hügeligen Wald-, Knickund Seenlandschaft – sie lädt zu Bike-Touren, Geocaching und Wandertouren geradezu ein.

GEBERG 7


HIERGEBLIEBEN IN B A D SE GE B E R G

Den großen Überblick gibt’s auf dem Wahrzeichen der Stadt: Vom 91 Meter hohen Kalkberg direkt neben der Karl-May-Arena haben Besucher einen herrlichen Rundblick und die Gewissheit: Im Herzen des Berges mit seinen verwinkelten Höhlengängen wird’s nie einsam: 20.000 Fledermäuse – so viel wie nirgendwo sonst in Deutschland – überwintern tief unten bei konstant acht Grad. Im Hochsommer bieten die geführten Höhlentouren eine willkommene Abkühlung. Nebenan in der Fledermauswelt Noctalis erfahren Neugierige alles über das geheimnisumwitterte Leben von Brillenblattnase, Flughund, Vampir und Co. Um Wohnlandschaften und Küchenträume geht es bei einer anderen Segeberger Institution: Möbel Kraft. Das größte Einrichtungshaus Norddeutschlands in den markanten Farben rot-orange hat längst Kultstatus erreicht und lockt Kunden aus dem ganzen Norden auf das weitläufige Firmengelände. Hier gibt’s nicht

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nur Public-Viewing-Events, sondern auch eine Chance fürs Berufsleben: Viele hundert Menschen finden bei Möbel Kraft Arbeit, und jedes Jahr stellt das Unternehmen Azubis in diesen Berufen ein: Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer, Kaufleute zur Bürokommunikation, Gestalter für visuelles Marketing, Fachkräfte für Lagerlogistik, Holzmechaniker und Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. Wer ganz nach oben in die Chefetage will, sollte sich das duale Studium Handel bei Möbel Kraft näher anschauen. Natürlich lebt der 1924 anerkannte Luftkurort Segeberg von seinen „heilenden Kräften“ – fast 3.000 Fachleute in der Gesundheitswirtschaft beschäftigen die Segeberger Kliniken und die vielen Therapie- und Laboreinrichtungen in der Stadt. Von der Allgemeinen Klinik mit allen Fachbereichen über das Herzzentrum und die Geburtsklinik bis zur Rehaklinik kann die Unternehmensgruppe mit über 1.700 Mitar-


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beitern ihre Patienten ganzheitlich betreuen. Auch die Ausbildung wird hier groß geschrieben: Die hauseigene, staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegeschule bietet 75 Ausbildungsplätze. Jedes Jahr im April beginnen dort 25 Auszubildende ihre dreijährige Ausbildung in der Krankenpflege. Außerdem bieten die Segeberger Kliniken ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen: von Bürokaufleuten, Köchen und Fachinformatikern über Medizinische Fachangestellte und Operationstechnische Angestellte bis zu Textilreinigern und Kaufleuten im Gesundheitswesen. Wer gesund ist, es bleiben oder werden will, darf sich das bunte Segeberger Kulturleben nicht entgehen lassen. Während des Sommers prägen Konzerte von Klassik bis zum Jazz, Kunstausstellungen, Kindertheater und vieles mehr das Leben in der Stadt. Kulturelle Höhepunkte bieten die „Kult am Kalkberg“ -Konzerte mit 10.000 Zuschauern und die Klassik-Highlights des Schleswig-Holstein Musik-Festivals. Wer das Glück der Erde sucht, um gesund zu bleiben, kommt am Pferderücken nicht vorbei. Gut, dass sich Segeberg als Landesreiterstadt weithin einen Namen gemacht hat. Ein sportliches Highlight für Reiter und Zuschauer ist das Landesturnier – Ehrensache für die Sportler aus dem Land, hier um den begehrten Titel zu (st)reiten. Und beim beliebten Landesbreitensportturnier wird die ganze Vielfalt des Reitvergnügens sichtbar: vom Damensattel- und Westernreiten über Islandpferdeprüfungen, Voltigieren und Mounted Games bis hin – ja, das gibt es auch – zum Pferdefußball!

SCHULE

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KURIOSES Kraft-Arena Zu den Fußball-Welt- und Europameisterschaften 2006, 2008 und 2010 richtete das norddeutsche Möbelhaus auf dem Parkplatz die „Kraft-Arena“ ein. Tausende Zuschauer konnten auf großen Leinwänden Public Viewing genießen und bei den Live übertragenen Spielen mitfiebern.

Ein Käfer für Segeberg Der Segeberger Höhlenkäfer mag nur die Höhlen des Kalkberges, weshalb er hier die territorialen Ansprüche erhebt. Das kleine Kerlchen ist kupferbraun, misst fünf Millimeter und ernährt sich von den Hinterlassenschaften der Fledermäuse. Na dann, Guten Appetit.

Fledermaus stoppt Autobahn Was Fledermäuse so alles schaffen: Der weitere Ausbau der A 20 aufgrund der Gefährdung des Lebensraumes der possierlichen Tierchen wurde nach Einreichung der Klage von BUND und NABU höchstrichterlich gestoppt.

Foxi ist der Star Das Fledermaus-Erlebniszentrum Noctalis bietet Spannendes und Wissenswertes in Hülle und Fülle über die kleinen Nachtschwärmer: Eine besondere Attraktion ist Foxi, das zahme Riesenflughundweibchen. Es führt Kletterkünste vor, brilliert in akrobatischen Flügen und zeigt uns, wie lecker ihre Lieblingsfrucht, die Banane schmeckt.

Text Joachim Welding Fotos Stadt Bad Segeberg, Karl-May-Spiele

FLE DER M AUSSTA DT


DER

BÜRGERMEISTER DIETER SCHÖNFELD


WIR HABEN UNS

MIT DEM BÜRGERMEISTER AUF ‘NE PORTION POMMES GETROFFEN UND ERFAHREN, WARUM BAD SEGEBERG KULTUR GROSS SCHREIBT

D

ie Presse geht immer vor! Diesem Credo hat sich Bürgermeister Dieter Schönfeld in seinem langen politischen Leben stets verschrieben. Deshalb scheint es ihm regelrecht Freude zu machen, sich mit dem ME2BE-Reporter auf eine Portion Pommes mit Currywurst in den „Bürgerstuben“ zu treffen, während das Tonband läuft. Und weil die Azubis auch zur Mannschaft gehören, hat der Rathauschef die jungen Leute gleich mit zum Mittagessen eingeladen. Der 61-jährige SPD-Politiker wurde 2008 zum Bürgermeister in Bad Segeberg gewählt, 2009 begann seine sechsjährige Amtsperiode. Zuvor steuerte der Diplom-Verwaltungswirt 18 Jahre lang als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Gettorf bei Kiel. Sein Motto im letzten Wahlkampf lautete: „Handeln mit Sachverstand und Augenmaß!“ ME2BE: Herr Bürgermeister Schönfeld, Sie sind seit 2009 im Amt. Was gefällt Ihnen an Ihrer Stadt am besten? DIETER SCHÖNFELD: Bad Segeberg ist für mich eine besonders schöne Stadt mit Plätzen, die sich lohnen zu besuchen. Ich wohne am Segeberger See, und wenn es Wetter und Zeit erlauben, umrunde ich den See gerne zu Fuß. Wie weit laufen Sie denn? Es sind von meiner Haustür immerhin neun Kilometer. Im Wanderschritt schaffe ich die Tour durch schönste Natur entspannt in gut 90 Minuten. Auch mit dem Rad bin ich hier gerne unterwegs. Segeberg hat mehr Kultur, als mancher ahnt. Was kann der Rathauschef empfehlen? Das Programm ist sehr vielfältig, Kultur und Kunst wird bei uns ganz groß geschrieben. Um über dieses Angebot eine Übersicht zu bekommen, helfen wir Besuchern mit einem monatlich erscheinenden Veranstaltungskalender. Zu den wichtigen Angeboten zählen beispielhaft die Kunsthalle Otto Flath, der Verein

für Jugend und Kultur, die Reihe mit klassischen Konzerten, die Open-Air-Events im Kalkberg-Stadion und als überregionales Highlight natürlich die Karl-May-Spiele. Die Veranstaltungen am Kalkberg bescheren der Stadt übrigens jedes Jahr über eine Million Euro Gewinn. Das Geld geben wir für soziale Aufgaben aus. Warum darf ich Bad Segeberg auf gar keinen Fall verpassen? Unsere Stadt eignet sich bestens für Städtereisen, die länger als einen Tag dauern. Drei Millionen Tagesgäste pro Jahr sprechen da für sich! Viele kommen, um das bekannte, große Möbelhaus zu erleben, ebenso wie die Veranstaltungsreihen vom Konzert bis zur Ausstellung. Vergessen darf man auch nicht die architektonischen Highlights und natürlich unser bundesweit erfolgreiches Aushängeschild, die Karl-May-Spiele am Kalkberg. Was viele nicht wissen: Segeberg kann auch Wissenschaft, Stichwort Fledermäuse. Ja, der Kalkberg begeistert die Besucher in doppelter Hinsicht. Draußen laufen im Sommer die Karl-May-Spiele mit bis zu 8.000 Zuschauern pro Vorstellung und die großen Konzerte mit vielen Stars. Innen in der Höhle überwintern 22.000 Fledermäuse. Es ist eines der größten Quartiere für die faszinierenden Tiere in Europa. Die Fledermauswelt Noctalis übernimmt neben ihren touristischen Aufgaben auch Forschung und Lehre in Zusammenarbeit mit Hochschulen in ganz Deutschland. Wer im Sommer kommt, sollte bei einer der beliebten Höhlenbesichtigungen übrigens bedenken, dass dort unten nur 8 Grad herrschen – also auch bei Hitze die Jacke nicht vergessen! Welche Rolle spielen die Unternehmen für die Stadt? Der Raum Bad Segeberg gehört zu den leistungsfähigsten Gesundheitsregionen Deutschlands. Die Segeberger Kliniken und die vielen medizinischen Therapie- und Dienstleistungs-

einrichtungen in ihrem Umfeld beschäftigen rund 2500 Mitarbeiter – das ist für die Stadt ein großer, unverzichtbarer Schatz, auch wenn die Stücke von Karl May die Stadt berühmt gemacht haben. Und wir wollen noch weiter wachsen. Das Areal der kürzlich geräumten Bundeswehr-Kaserne soll zu einem Gewerbegebiet, möglicherweise mit einem Dienstleistungszentrum, heranwachsen. Mit der A20 rückt Bad Segeberg näher an die großen Nachbarn Lübeck und Hamburg heran. Was versprechen Sie sich vom Weiterbau der Autobahn? Die große Belastung durch den Verkehr in der Stadt würde entzerrt, weil viele Autofahrer, die bisher hier durchfahren, künftig die Autobahn nehmen. Das ist ganz wichtig für die Lebensqualität in unserer Stadt. Und natürlich sollen die Besucher Bad Segeberg noch leichter erreichen können. Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten? Ich bin ein Vereinsmensch, in 50 Vereinen bin ich Mitglied – wenn auch meistens nur fördernd. Ehrenamtlich bin ich in der sozialen Arbeit aktiv, seit über 23 Jahren als Vorsteher und Aufsichtsrat eines Pflegeheims. Auch in Wohlfahrtsverbänden engagiere ich mich, um die Lebensbedingungen der Menschen verbessern zu helfen. Das liegt mir neben meinem Amt als Bürgermeister sehr am Herzen. Sorgen machen sich nicht nur ältere Leute, wie sie im Alter in Würde leben können, wenn sie hilfsoder pflegebedürftig werden. Weil die Familien das häufig nicht auffangen können, gilt es, andere tragfähige soziale Netzwerke vor Ort zu schaffen, die den Menschen helfen – etwa neue Formen des Wohnens und Zusammenlebens. Text & Fotos Joachim Welding

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M a re i k e We r z , 19 J a h re 1. Au s b i l d u n g s j a h r z u r K a u f f ra u f ü r To u r i s m u s und Freizeit der Stadt Bad Segeberg

„Schon immer habe ich mich für den Tourismus interessiert. Bad Segeberg ist ja bundesweit durch die Karl-May-Spiele bekannt und daher touristisch sehr bedeutsam. Deshalb bin ich von Nienborstel hierhergezogen, um meine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren. Es gefällt mir, dass der Beruf sehr vielseitig ist. Bereits im 1. Lehrjahr bin ich auf Messen in Hamburg oder Berlin gewesen. Der Umgang mit Menschen macht mir Freude, am Telefon informiere ich Gäste über die Region und vermittle Unterkünfte. Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben. Ich habe guten Kontakt zu den verschiedenen Abteilungen und den Azubis. Außerdem schätze ich unser harmonisches Betriebsklima. Ob ich später im Betrieb übernommen werden kann, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Ich empfehle jedem, der sich für diesen Beruf interessiert, ein Praktikum in einer Tourist-Information zu machen, um zu sehen, ob man gerne Kontakt mit Menschen hat und ob man in der Lage ist, in stressigen Situationen freundlich zu bleiben.“

C h r i s t i n a B a d d e , 21 J a h r e 1. Au s b i l d u n g s j a h r z u r B a u z e i c h n e r i n i m B a u a m t der Stadt Bad Segeberg

„Mit dem Abi eines Technischen Gymnasiums in der Tasche habe ich mich in vielen verschiedenen Orten beworben und bin nun froh, dass ich in Bad Segeberg meine Ausbildung zur Bauzeichnerin machen kann. Entscheidend für meine Berufswahl war, dass ich mich für Handwerkliches und Architektur interessiere. In dem Beruf geht es darum, die Aufträge von Architekten und Bauingenieuren zeichnerisch umzusetzen – beispielsweise Bestandspläne oder Rettungspläne für Gebäude. Team-Arbeit wird hier groß geschrieben, und das Betriebsklima im Bauamt ist klasse: Die Kollegen sind hilfsbereit und immer offen für Fragen. Meine Erwartungen an den Ausbildungsplatz haben sich positiv bestätigt: Hier kann ich in vielen verschiedenen Bereichen Berufserfahrung sammeln – von Hochbau, Tiefbau und städtischen Liegenschaften bis hin zur Stadtplanung. Gearbeitet wird übrigens überwiegend am Computer, das Zeichnen mit der Hand ist viel seltener, als viele denken. Wenn alles klappt, möchte ich nach meiner Ausbildung ein Bauingenieur-Studium anschließen. Zum Ausgleich zur täglichen Büroarbeit spiele ich Fußball im Verein.“

D i m i t r i j D o n n e r s t a g, 18 J a h re 1. L e h r j a h r a l s Ve r wa l t u n g s f a c h a n g e s t e l l t e r b e i d e r S t a d t B a d S e g e b e rg

„Bad Segeberg ist eine schöne Stadt, in der man gut leben und arbeiten kann. Weil auch Bekannte mir zu einer Ausbildung im Rathaus geraten haben, habe ich mich mit der Fachhochschulreife beworben und wurde nach einem dreigliedrigen Auswahlverfahren eingestellt – darüber war ich schon mal sehr stolz. Ich mag es, mit Bürgern in Kontakt zu sein, ihnen helfen zu können. Auch die Verwaltung als solche interessiert mich. Schon jetzt im 1. Lehrjahr erkenne ich, dass die Aufgaben in den verschiedenen Ämtern und Sachgebieten, die die Azubis durchlaufen, überaus vielfältig und interessant sind. Prima finde ich auch, dass es später Aufstiegsmöglichkeiten zum Diplom-Verwaltungswirt gibt. Nette Kollegen und ein hilfsbereites Umfeld prägen die praktische Ausbildung. Und nach dem Job kommt der Sport: Fußball, Fitness und Boxen. Und am Wochenende unternehme ich viel mit meinen Freunden.“

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HIERGEBLIEBEN

SCHULE

C O M PA N I E S

„SO K ANNST DU ANDERE ME NSCHE N GLÜCKLICH M ACHEN“ Al i n a O h l s , 16 J a h r e 1. Au s b i l d u n g s j a h r a l s Ve r wa l t u n g s f a c h a n g e s t e ll t e b e i d e r S t a d t B a d S e g e b e r g

A Z UBI PO RT RA I T S

DIE AZUBIS

VOM BÜRGERMEISTER

„Meine Tante hat bereits in der Verwaltung gearbeitet und mir von ihrem Beruf erzählt. Ab der 8. Klasse wusste ich: Das möchte ich auch machen! Mich reizt an der Arbeit im Rathaus, dass man Büroarbeit und den Kontakt zu Menschen kombinieren kann. Hier kann man den Bürgern in unterschiedlichsten Bereichen helfen – im Bauamt, Ordnungsamt, Standesamt und vielen anderen Abteilungen. Das Aufgabenspektrum ist sehr weit gefächert, und das macht die Arbeit im Rathaus gerade so interessant. Schon während der Ausbildung können wir Auszubildenden verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen – etwa die Stadtvertretung zu organisieren oder Arbeitsverträge zu entwerfen. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung werden die Azubis meist übernommen. Zwei Tipps für Schüler, die diesen Beruf anstreben: Ihr solltet kontaktfreudig sein und gute Deutschkenntnisse mitbringen. Um mich körperlich fit zu halten, gehe ich regelmäßig ins Fitness-Studio. Außerdem pauke ich gerade auf einem ganz anderen Feld: Ich mache meinen Führerschein.“

Ro b e r t F ra n k e , 29 J a h r e 2. Au s b i l d u n g s j a h r z u m Ve r wa l t u n g s f a c h angestellten bei der Stadt Bad Segeberg

„Ich habe mich für die Verwaltungsausbildung entschieden, da meine Eltern ebenfalls im öffentlichen Dienst tätig sind und mir ein sicherer Arbeitsplatz wichtig ist. Davor war ich acht Jahre als Soldat bei der Bundeswehr und war in ähnlichen Aufgabenbereichen tätig. Die Arbeit hatte mir hier bereits Spaß gemacht. Es gefällt mir, dass der Beruf zum Verwaltungsfachangestellten abwechslungsreich ist und ich Anträge von Bürgern nach gesetzlichen Grundlagen bearbeiten kann. Es gibt viele Möglichkeiten in diesem Beruf, zum Beispiel später auch Standesbeamter zu werden. Bereits jetzt bekomme ich teilweise verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Die Kollegialität untereinander und die Betreuung sind bei uns gut. Die Erwartungen, die ich an meine Ausbildung hatte, wurden durch die bisherigen Erfahrungen erfüllt. Um diesen Beruf zu ergreifen, sollte man als Voraussetzung gute Kenntnisse in Mathematik und Deutsch mitbringen, aber auch Verständnis für Gesetze haben. In meiner Freizeit halte ich mich fit mit Kraftsport, koche und angle und spiele mit meinem acht Monate alten Sohn.“ 13


DETLEV B U C K REGIS SEUR, DREH BUCHAUTOR UN D PRODUZE NT

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* 1. D e z e m b e r 1962 i n B a d S e g e b e rg

Das Leben ist kein Ponyhof!

V

on den Norddeutschen heißt es, dass sie trocken und nüchtern sind, rau und herzlich. Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Detlev Buck ist ein typischer Norddeutscher. Er duzt jeden und möchte mit „Buck”, nicht etwa „Herr Buck”, angesprochen werden. „Buck” macht wenig Aufhebens um seine Person, dabei ist er einer der wichtigsten deutschen Filmemacher der letzten 20 Jahre. Geboren wurde Detlev Buck 1962 in Bad Segeberg und wuchs als Einzelkind auf dem elterlichen Bauernhof (25 Hektar, 30 Milchkühe, drei Trecker) in dem 450-Seelen-Dorf Nienwohld in Schleswig-Holstein auf. „Allein unter Schweinen“, wie er selbst sagt. Pflügen und Misten gehörten zu seiner Jugendzeit. Und das Geschichtenausdenken. Dafür hatte er jede Menge Zeit. Nach dem Abitur in Bargteheide und dem Zivildienst in Hamburg absolviert Detlev Buck eine Lehre als Landwirt. Eines Tages kommt er vom Jauchefahren, riecht entsprechend streng und nimmt drei gutbetuchte Anhalterinnen aus Hamburg mit, die in die Disco wollen. „Hast du Meerschweinchen?” fragen die Mädchen weltfremd. „Nee, das ist Landluft”, erklärt ihnen der 21-jährige Detlev Buck. Die Begegnung mit den reichen Hamburger Töchtern findet Buck so „putzig”, dass er daraus in nur 14 Drehtagen seinen ersten Film macht. Der 43 Minuten lange Film heißt „Erst die Arbeit und dann?“ und erzählt, wie sich ein Jungbauer aus Holstein (von Buck selbst gespielt) den Mercedes seines Vaters ausleiht, um in Hamburg einmal richtig „die Sau rauszulassen”. Das Publikum liebt die Geschichte von dem Landwirt in der Großstadt und schlägt sich begeistert auf die Schenkel, als Buck im Film breitbeinig die teure Szenekneipe im schicken Stadtteil Eppendorf betritt, an einen Tisch geht, in die Runde blickt, „Ich mach mal

so!“ ruft und danach dreimal mit der Hand laut auf die hölzerne Tischplatte klopft – ganz so wie zu Hause im Dorfkrug. Bucks erster richtiger Kinofilm spielt auch in Schleswig-Holstein auf dem platten Land. In „Karniggels“ wird ein junger Polizist von der Polizeischule in Eutin nicht, wie er hofft, in die große Stadt (nach Kiel oder Lübeck) versetzt, sondern aufs Kaff, nach Barmstedt, und muss

dort einen Kuhmörder fassen. Auch in diesem Film beleuchtet Buck mit viel Humor die norddeutsche Provinz, durch die er seinen tollpatschigen Antihelden unbeholfen stolpern lässt. Der typische Norddeutsche ist dabei gar nicht so distanziert und schmallippig, wie alle denken. Spontan, flexibel, offen und sogar tanzwütig sei er, meint Buck. Buck selbst redet auch gerne viel. Und wenn er mal schweigsam ist, dann hat das einen Grund: Dann ist ihm langweilig. Detlev Buck hat viele Filme gedreht: Knastkömodien („Männerpension“), Travestiekomödien („Rubbeldiekatz“), Geschichten über den Mauerfall und die Deutsche Wiedervereinigung („Sonnenallee“). Als Darsteller hat er Häftlinge („Hammer-Gerd“ in „Männerpension“), DDR-Polizisten („Obermeister Horkefeld“ in „Sonnenallee“), einen zwielichtigen Schuh-

verkäufer („Ignaz Springer“ in „Blue Moon“) und einen langhaarigen Kneipenwirt („Karl“ in „Herr Lehmann“) gespielt. Doch immer wieder zieht es Detlev Buck nach Norddeutschland. Unter der Woche arbeitet er in Berlin und Hamburg, die Wochenenden verbringt er aber mit seiner Familie zu Hause in Nienwohld. Das ländliche Leben liegt ihm am Herzen. Als er 2006 mal wieder Erholung von der Großstadt braucht, zieht er kurzerhand für einen Sommer aufs Land und dreht einen Film über ein kleines Dorf hinter Ratzeburg, das Widerstand gegen den Bau eines Einkaufszentrums leistet („Hände weg von Mississippi“). In dem Film ist Buck auch als dicklicher Dorfpolizist zu sehen. Vor zwei Jahren hat es ihn in die große weite Welt gezogen, nach Ecuador. Dort hat er an der Verfilmung des bekannten Buches von Daniel Kehlmann „Die Vermessung der Welt“ gearbeitet – und ist damit auf die Nase gefallen. Der Kinofilm fiel bei den Kritikern und an der Kinokasse durch. Kein Wunder, Ecuador ist ja nicht Norddeutschland und eine Doppelbiographie über das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Naturforscher und „Wissenschaftsfürst“ Alexander von Humboldt passt auch nicht so richtig zu Buck. Zur Belohung für die Strapazen im Ausland hat er im letzten Sommer in Loit, einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Schleswig, seinen neuesten Kinofilm „Bibi & Tina – der Film“ gedreht. In dem Film geht es um die Abenteuer der Hexe Bibi Blocksberg und ihrer Freundin Tina auf einem Reiterhof. Für Buck ist der Film eine Rückkehr zu seinen Anfängen: „Es ist, als ob wir Ferien machen würden. Ich werde hier auch wieder zum Jugendlichen“. Text Slaven Marinovic

www.bojebuck.de www.silbersee-film.de

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S

C H

U L E


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SCHULE 18

Sch端lerfrage

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Gemeinschaftsschule am Seminarweg

24

Berufsbildungszentrum Bad Segeberg


SCHÜL ERFR AGE

ICH HAB DA MAL ‘NE FRAGE... WA S WÜRDE S T DU AM L IEBS TEN IN DER SCHULE E S SEN? Da gibt es keine zwei Meinungen: Gute Ernährung ist für uns lebenswichtig! Der Körper braucht Energie, um sich zu entwickeln und gesund zu bleiben. Auch das Gehirn benötigt Kraftstoff, um auf Touren zu kommen und Leistung zu bringen. Vor allem dann, wenn wir lernen und nachdenken sollen – also vor allem in der Schule. Es stellt sich die Frage, was Schüler denn so in der Schule essen. Auf dem ersten Platz liegt da ganz weit vorn immer noch das gute alte Butterbrot.

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SCHULE

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L asse Best (12) Ich mag Käsebrötchen und Quark mit Knuspermüsli.

Bente-Ja n a Sim o n (12) Ich kaufe mir in der Schule dreimal pro Woche süße Reiswaffeln.

Caroline Zor n (15) Am liebsten esse ich Obst mit Joghurt. Das ist gesund und schmeckt mir sehr gut. Ich esse auch gerne belegte Brötchen und Müsli. Früher habe ich mir Essen immer von zu Hause mitgebracht. Weil die Sachen in der Schule aber so billig sind, bringe ich nichts mehr mit, sondern kaufe mein Essen hier.

Tobias M esenbrink (13) In den Pausen esse ich am liebsten Brötchen mit Salami und Gurke. Ich arbeite auch beim Schulkiosk mit. Das macht mir viel Spaß und ich lerne eine Menge dabei.

Pierre Ja ndt (12) Morgens esse ich häufig Müsli mit Früchten und zum Mittagessen gerne Nudeln mit Tomatensauce. Der Kiosk an unserer Schule ist toll ausgestattet, aber die Getränkeauswahl könnte ein bißchen größer sein. Rote Schorle und stilles Wasser wären prima.

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SCHULE IN BEWEGUNG Gemeinschaftsschule am Seminarweg

W

er nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. In der Gemeinschaftsschule am Seminarweg in Bad Segeberg wird dieser Spruch beherzigt. Die Lehrer und Eltern an dieser Schule haben sich einer umfassenden und modernen Erziehung verschrieben, welche die Kinder und Jugendlichen optimal auf ihre Zukunft vorbereiten soll.

Viele Schulkioske, an denen sich Schüler und Schülerinnen im Laufe eines langen Schultages etwas zu essen kaufen können, bieten Schokoriegel, Käsebretzeln und Knoblauchbrote an. Der Schulkiosk an der Gemeinschaftsschule im Seminarweg in Bad Segeberg ist da anders. Hier warten frisch belegte Vollkornbrötchen, Obstsalate, Quarkspeisen und Knuspermüslis in der Auslage auf die hungrigen Kindern. Alles Dinge, die nicht nur gesund sind, sondern auch gut schmecken. Betreut wird der Schulkiosk von engagierten Eltern, die jeden Tag die Einkäufe tätigen und die verschiedenen Speisen vorbereiten. Der Kiosk ist günstig. Ein Vollkornbrötchen mit Salat, Bio-Gouda, Salami oder Frischkäse kostet nur 1 Euro und eine kleine Schale mit Sour Cream und Paprika- und Gurkenstreifen 30 Cent. Äpfel und Möhren bekommen die Kinder und Jugendlichen am Kiosk gratis. 20 Prozent der Schüler und Schülerinnen am Seminarweg besuchen den Kiosk regelmäßig. Pro Tag gehen etwa 60 Brötchen und Dutzende Schalen mit Obst, Müsli und Yoghurt über die Ladentheke. Neulich kam sogar eine Mutter an den Stand und bestellte zwanzig Scheiben von dem “leckeren Käse”, den ihre Tochter so gerne isst.

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Schulleiterin der Gemeinschaftsschule am Seminarweg, Frau Barbara Koop-Lehmann


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Die Schule am Seminarweg war lange Zeit eine reine Realschule. Seit 2008 beherbergt das schöne, im Jahr 1911 gebaute Backsteingebäude eine Gemeinschaftsschule, an der man den Hauptschul- oder Realschulabschluss machen kann, aber auch etwas über Nachhaltigkeit, eine gesunde Ernährung und die globalisierte Welt lernt. In dem Wahlpflichtfach “Verbraucherbildung” bringen die Lehrer den Schülern und Schülerinnen zum Beispiel bei, wie man Müll trennt und wie man Inhaltsangaben auf Lebensmitteln im Supermarkt versteht. Die Kinder und Jugendlichen aus diesem Kurs helfen in den Pausen regelmäßig beim Schulkiosk mit und nehmen auch aktiv an der schulweiten Fairtrade-Woche teil, in der um es nachhaltige Produkte geht, die dem Menschen und dem Planeten nützen und ihm nicht schaden.

SCHULE

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Einmal pro Schuljahr veranstaltet die Gemeinschaftsschule am Seminarweg einen Gesundheitstag, an dem die Lehrer den Schülern zusammen mit externen Gästen - etwa Ärzten und Krankenkassenmitarbeitern - sportliche Übungen beibringen und erklären, wie eine gesunde Ernährung aussieht. Die Kinder und Jugendlichen lernen hier zum Beispiel den Unterschied zwischen industriell produzierten Nahrungsmitteln und Produkten aus ökologisch kontrolliertem Anbau. Jeder Schüler erhält an diesem Tag einen Gesundheitspass und kann in diesem eintragen, an welchen Übungen und Kursen er erfolgreich teilgenommen hat. Ein weiterer Schwerpunkt der Gemeinschaftsschule am Seminarweg ist die gezielte Vorbereitung der Schüler und Schülerinnen auf ihre berufliche Zukunft. Ein zweiwöchiges

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Betriebspraktikum steht dabei ebenso auf dem Lehrplan wie die Teilnahme an Berufsmessen, Betriebsbesichtigungen, Bewerbungstrainings und Berufsberatungen, bei denen die Jugendlichen lernen, sich selbst besser einzuschätzen und ihre individuellen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen. Ein zusätzlicher Berufswahlkompass hilft den Schülern und Schülerinnen bei der Wahl des Berufs, der am besten zu ihren Vorlieben und Talenten passt. In dem Ordner können sie nicht nur Schulzeugnisse und Informationen zu interessanten Berufen ablegen, sondern auch alle anderen Zertifikate und Kompetenznachweise. Für die Schulleiterin der Gemeinschaftsschule am Seminarweg, Frau Barbara Koop-Lehmann, ist der Berufswahlkompass eine Herzensangelegenheit: „Heute zählt nicht mehr bloß die reine Leistung. Fähigkeiten wie soziale Kompetenz, Empathie und Organisationsfähigkeit werden immer wichtiger, werden vom normalen Schulnotensystem aber nicht erfasst. Wir fördern diese Eigenschaften deshalb besonders an unserer Schule.” Text Slaven Marinovic Fotos Irene Osai-Poku

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Pro Tag gehen etwa 60 Brötchen und Dutzende Schalen mit Obst, Müsli und Yoghurt über die Ladentheke.


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Gemeinschaftsschule am Seminarweg Am Seminarweg 5 23795 Bad Segeberg Telefon: 04551 - 96190 Fax: 04551 - 961920 E-Mail: info@gemeinschaftsschule-am-seminarweg.de www.gemeinschaftsschule-am-seminarweg-bad-segeberg.de

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BERUFSSCHUL E

BERUFSBILDUNGSZENTRUM BAD SEGEBERG Straßen entstehen beim Gehen

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ebens- und Berufswege verlaufen nicht immer gerade, sondern gerne auch einmal im Zick-Zack-Kurs oder im Stop-and-Go-Modus. Ein Schritt, zwei zurück. Im Berufsbildungszentrum in Bad Segeberg können junge Menschen, die vorankommen wollen, eine Ausbildung machen oder ihren Realschulabschluss bzw. ihr Abitur nachholen. Und das in einer Umgebung, die an eine Jugendherberge erinnert. Das Haus des Berufsbildungszentrums sieht sympathisch aus. Es liegt an einem Hang in der Theodor-Storm-Straße und hat einen schönen grünen Vorplatz. Innen drin riecht es nach Essen, in den Fluren hängen Bilder und im Innenhof sitzen ein paar Schüler und genießen die Frühlingssonne.

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Das Berufsbildungszentrum ist deutlich größer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Das Gebäude wurde mehrmals ausgebaut und um Seitenflügel erweitert. Und ähnlich wie in dem Roman „Alice im Wunderland“ verbirgt sich hinter jeder noch so unscheinbaren Tür eine Überraschung. Man entdeckt Holzwerkstätten, voll ausgestattete Labore und Technikarbeitsplätze, hochmoderne Küchen, in denen junge Menschen kochen lernen, einen Klassenraum mit einer Backstube im hinteren Bereich und eine Kfz-Werkstatt mit zwei Treckern vor der Tür. In das Berufsbildungszentrum kommen Schüler aus der näheren Umgebung, aber auch von weiter weg, aus Plön, Norderstedt und Stormarn. Viele haben schon einen Schulabschluss gemacht oder gearbeitet und irgend-


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wann festgestellt, dass sie doch noch weiter zur Schule gehen oder einen neuen Beruf erlernen möchten. „Viele Schüler sind unzufrieden mit dem, was sie bisher gemacht haben und wollen sich verändern und etwas Neues ausprobieren“, erzählt der stellvertretende Schulleiter Gerd Jeguschke. Auf der Webseite des Berufsbildungszentrums berichtet der ehemalige Schüler Andy Janssen von seinem Lebensweg. Als Jugendlicher fand Andy Schule öde und wollte lieber mit seinen Freunden rumhängen. Er blieb in der Hauptschule dreimal sitzen und machte erst mit 18 Jahren seinen Abschluss. Die Erkenntnis, wie wichtig eine gute Schulbildung ist, kam Andy spät. Er bewarb sich bei mehreren Schulen, wurde aber von allen wegen seines schlechten Hauptschulabschlusses abgelehnt. Das Berufsbildungszentrum Bad Segeberg gab ihm eine zweite Chance und nahm ihn in die Berufsfachschule auf. Dort machte Andy seinen Realschulabschluss und besuchte im Anschluss auch noch die Fachoberschule im Zentrum und die Berufsoberschule in Lübeck. Heute studiert Andy Janssen, der ehemalige Sitzenbleiber und Hauptschüler, an der Universität Hamburg Erziehungswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften.

am frühen Nachmittag Feierabend zu haben. Nach drei Tagen Praktikum bei der Post wusste ich, dass sich meine kindliche Vorstellung kaum mit der Realität deckt. Ich bin dann noch einmal zur Schule gegangen, habe einen Abstecher in die Bankenwelt gemacht und bin schließlich Berufsschullehrer geworden.” Der Lehrerberuf ist für Gerd Jeguschke das Schönste, was ihm passieren konnte. „Ich habe selbst an dieser Schule mein Abitur gemacht und es ist toll, jungen Menschen zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden.”

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Regionales Berufsbildungszentrum des Kreises Segeberg in Bad Segeberg – Anstalt des öffentlichen Rechts – Theodor-Storm-Str. 9-11 23795 Bad Segeberg Telefon: 04551 - 9631 - 0 Fax: 04551 - 9631 - 59 E-Mail: info@bbz-se.de www.bbz-se.de

Text Slaven Marinovic

Menschen wie Andy findet man im Berufsbildungszentrum viele – unter den Schülern „und” den Lehrern. Die stellvertretende Schulleiterin Karin Pätzold hat nach ihrem Abitur in Bayern erst einmal Jura studiert. Nach zwei Semestern an der Rechtsfakultät hing sie in der Luft. Jura gefiel ihr nicht, sie wollte lieber Menschen helfen. Nach einem sechsmonatigen Praktikum im Krankenhaus entschloss sie sich, eine Ausbildung als Krankenschwester zu machen. Der Beruf gefiel ihr lange gut, doch irgendwann kam in ihr der Wunsch auf, als Lehrerin zu arbeiten. Sie zog in den hohen Norden und absolvierte in Hamburg ein Lehramtsstudium. Katrin Pätzold unterrichtet seit 1997 am Berufsbildungszentrum in Bad Segeberg und hat hier ihre Bestimmung gefunden. „Beruf ist das eine, Berufung ist etwas anderes”, sagt sie. Gerd Jeguschke ist auch über Umwege in das Berufsbildungszentrum gelangt: „Ich wollte als Kind Postbote werden und dachte, dass es toll sein muss, morgens Briefe auszutragen und

Foto Irene Osei-Poku

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Gülnat Cetin, 23 Jahre „Ich mache am BBZ eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin. Eigentlich wollte ich nach der Ausbildung nicht mehr studieren, aber nachdem ich gesehen habe, dass einer unserer Lehrer erst mit vierzig seinen Abschluss gemacht hat, habe ich mir gedacht, dass es nie zu spät ist, um zu studieren. Nach der Ausbildung will ich deshalb Zahnmedizin studieren. Ich habe viel Spaß daran, mit Menschen zu arbeiten. In meiner ersten Praxis durfte ich mir die Behandlung nur aus der Entfernung angucken. Ich habe die Praxis deshalb gewechselt und darf jetzt auch unmittelbar mithelfen. Man sollte dreimal am Tag die Zähne putzen. Mit einer weichen Zahnbürste.“

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ie Geschmäcker der Schüler am Berufsbildungszentrum in Bad Segeberg sind genauso vielfältig wie die Bildungsangebote an dieser Schule. Manche Schüler mögen handwerkliche Arbeiten, andere möchten mit Kindern arbeiten oder etwas mit Medien und Medizin machen.

Diplo Hermenigildo Olutayo Schneider, 17 „Ich bin am Berufsbildungszentrum, um meinen Realschulabschluss in dem Schwerpunkt „Gesundheit und Ernährung“ zu machen. Ich habe kein richtiges Lieblingsfach, aber ich weiß, was ich am wenigsten mag: Wirtschaft und Politik. Wir lernen viel über den menschlichen Körper und die Organe, wie man mit Stress richtig umgeht, was wichtig für den Körper ist und was man essen soll. Ich selbst esse sehr proteinreich, weil ich viel Fitness mache. Ansonsten mag ich Fastfood. Am liebsten klassische Burger, ohne Käse. Ich will später noch mein Abitur machen und dann in einem sozialen Beruf arbeiten. Am liebsten mit Kindern. Kinderpsychologie würde mich interessieren. Ich habe drei kleine Schwestern.“

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Marvin Hoffmann, 16 „Ich mache meinen Realschlussabschluss in der Fachrichtung „Metalltechnik“ und lerne dort verschiedene Metallarten kennen und wie man sie an Dreh- und Fräsmaschinen bearbeitet. Ich habe diese Fachrichtung aus der Not gewählt. Alle anderen Richtungen waren schon voll. Mein Lieblingsfach ist Wirtschaft und Politik, weil man hier lernt, was in der Welt so los ist und über aktuelle Entwicklungen diskutiert. Nach meinem Anschluss mache ich eine Ausbildung zum Klempner. Mein Vater arbeitet auch in diesem Beruf.“

Moritz Geritzen, 33 „Mein Weg ist ein wenig unkonventionell, bei mir hat sich alles eher zufällig ergeben. Ich habe vor langer Zeit einmal eine kaufmännische Ausbildung in einem Autohaus absolviert, dann aber festgestellt, dass man als Autoverkäufer bereit sein muss, einem Eskimo einen Kühlschrank zu verkaufen. Das fand ich nicht so toll. Danach bin ich fünf Jahre lang LKW gefahren. Das war eine abwechslungsreiche Zeit. An manchen Tagen musste man 800 bis 900 Kilometer am Stück hinterm Lenker sitzen und an anderen Tagen ist man von Ladestelle zu Ladestelle gefahren. Danach habe ich für ein großes Cateringunternehmen Tische, Stühle und Geschirr im norddeutschen Raum und auch teilweise in Dänemark transportiert. Zuletzt bin ich Tankwagen mit Milch gefahren. Jetzt mache ich eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker und glaube, dass ich den richtigen Beruf für mich gefunden habe. Ich habe eine große Affinität für Autos.“

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Tomke Eisenkrätzer, 19 „Ich mache am Berufsbildungszentrum mein Abitur in der Fachrichtung Wirtschaft und schreibe bald meine Abschlussprüfungen. Wirtschaft ist überall wichtig und man braucht in vielen Berufen Grundkenntnisse in diesem Bereich. Nach meinem Abitur möchte ich ein Praktikum bei einem Radiosender machen und anschließend mit einer Freundin nach Amerika oder Australien reisen. Ich komme aus Bad Segeberg und bin auch hier geboren, aber mein Vorname „Tomke“ kommt aus Nordfriesland. Meine Mutter hat den Namen in einem Buch mit seltenen Namen gefunden und fand ihn schön.“

Fots Irene Osei-Poku

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COMPANIES 34

Land Schleswig-Holstein

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Landesbetrieb StraĂ&#x;enbau und Verkehr Schleswig-Holstein

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Arla Foods

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Steuerberaterkammer des Landes Schleswig-Holstein

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KĂźhne + Nagel

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Karl-May-Spiele Bad Segeberg


MODERN, PRAXISNAH UND SICHER Gespräch mit dem dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Thorsten Albig, über die Vorzüge einer Ausbildung im öffentlichen Dienst Herr Albig, Sie haben Anfang Januar eine Ausbildungsoffensive zur Nachwuchsgewinnung in der öffentlichen Verwaltung gestartet. Gibt es in der Verwaltung in Schleswig-Holstein einen Mangel an Auszubildenden? Wir müssen uns ebenso wie andere Arbeitgeber darauf einstellen, dass es in unserem Land immer weniger junge Menschen gibt. Wir bieten eine attraktive Berufsperspektive, haben aber jetzt schon zum Beispiel weniger Bewerbungen für den Allgemeinen Verwaltungsdienst, die Steuerverwaltung und den technischen Bereich. Welche Maßnahmen sieht das von Ihrem Kabinett verabschiedete Konzept der Ausbildungsoffensive vor? Wir wollen uns anstrengen, um junge Menschen für eine Tätigkeit beim Land zu begeistern. Deshalb planen wir eine Informationsund Werbekampagne für die Arbeit und die Ausbildung beim Land Schleswig-Holstein und erweitern unsere Informationen zum Ausbildungsangebot im Internet. Wir werden künftig stärker neue Medien nutzen, um Jobs anzubieten. Aber wir sprechen die jungen Menschen auch direkt an, die einen Ausbildungsplatz suchen oder sich erst einmal Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen: bei Veranstaltungen in Schulen oder bei Jobmessen. Weswegen sollten sich junge Menschen für eine Verwaltungsausbildung entscheiden? Was sind die Vorteile eines Berufs im Öffentlichen Dienst? 34

Die Jobs beim Land sind modern, praxisnah und sicher. Verwaltung ist nicht langweilig und trocken – der Landesdienst ist abwechslungsreich! Man kann im Laufe seines Berufslebens ganz unterschiedliche Themen bearbeiten und dabei viele Menschen kennenlernen.

Polizistinnen und Polizisten sind im Einsatz für den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein. Justizfachangestellte organisieren in Gerichten und Staatsanwaltschaften den reibungslosen Ablauf. Bauzeichnerinnen erhalten Einblicke in Brückenbau oder Architektur. Wasserbauer und Tierpfleger kümmern sich um den Küsten- und Naturschutz. Und wer sich für


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Naturwissenschaften interessiert, findet interessante Ausbildungsplätze mit guten Perspektiven als Biologielaborant oder Chemielaborantin. Das Land bietet aber auch viele Ausbildungsplätze im technischen Bereich an: Vom Mechaniker für Landmaschinentechnik bis hin zur Gewerbeprüferin. Diese Vielfalt kann kein anderer Arbeitgeber so bieten. Und die Möglichkeiten, sich im Laufe des langen Berufslebens weiterzuentwickeln, sind groß. Niemand muss bei uns von der Ausbildung bis zur Rente die gleiche Tätigkeit ausüben. Ein weiterer großer Vorteil bei uns ist die besonders gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir wollen, dass Frauen und Männer die Zeit für Familie haben, die sie wünschen und brauchen – egal, ob sie jung oder alt sind. Es gibt also sehr viele gute Gründe, eine Ausbildung beim Land in Erwägung zu ziehen, wenn man seinen Beruf fürs Leben wählen soll. In welchen Verwaltungsberufen sucht das Land vornehmlich Bewerber? Ein Schwerpunkt liegt in der Allgemeinen Verwaltung und der Steuerverwaltung. Da gibt es besonders viele Plätze. Aber wir bilden in allen genannten Bereichen und noch einigen mehr aus. Das kann man alles im Internet unter www. karriere.schleswig-holstein.de nachlesen. Dort erfährt man, welche Ausbildungsplätze das Land in den kommenden Jahren besetzt, wann die Ausbildung beginnt, wie lange sie dauert und was man dabei verdient. Und natürlich auch, wo man sich bewirbt. Wir freuen uns über alle, die zu uns kommen wollen. Illustration Sarah Matuszewski

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NEUE WEGE, NEUE ZIELE Deine Ausbildung beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

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as alles auf einem Verkehrsweg passieren kann: Ein bisschen Abenteuer – wenn du den Bus verpasst hast und wartest. Tragödien, wenn du eine Panne hast oder dich mit deiner Freundin streitest und sie dich vor die (Auto-)Tür setzt. Kurzurlaube – wenn dich auf deinem Weg die Umgebung fasziniert und aus einer Fahrt eine Reise wird – das gehört zum echten Leben genauso wie die Arbeit rund um die Straßen und Wege Schleswig-Holsteins.

Zu diesen vielen Wegen und Möglichkeiten im Leben gehören: rund 8.300 Kilometer Straße, etwa 5.000 Kilometer Radwege und ca. 2.200 Brückenbauwerke, die in der Verantwortung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) liegen. 1.400 Mitarbeiter, verteilt an fünf Standorten und 26 Autobahn- und Straßenmeistereien, sind zur Erhaltung und zum Ausbau dieses Verkehrswegenetzes eingesetzt. Als moderner Dienstleister investiert der LBV-SH nicht nur in moderne Technik, sondern vor allem in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele junge Leute werden in Technik und Verwaltung ausgebildet.

Baustoffprüfer/-in Die Ausbildung zur Baustoffprüferin bzw. zum Baustoffprüfer findet in Kiel vor allem im geotechnischen Labor des LBV-SH statt. Später arbeitet die ausgebildete Baustoffprüferin bzw. der Baustoffprüfer im Labor sowie auf den Baustellen des LBV-SH. So wird z. B. die Tragfähigkeit des Baugrundes ermittelt oder die Qualität der eingebauten Straßenbaustoffe kontrolliert. Voraussetzungen: mindestens Hauptschulabschluss, körperliche Belastbarkeit, handwerkliches Geschick. Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Straßenwärter/-in Die Ausbildung zur Straßenwärterin bzw. zum Straßenwärter findet hauptsächlich in einer der 26 Autobahn- und Straßenmeistereien des LBV-SH statt. Die spätere Tätigkeit ist im Wesentlichen im Bereich der Straßenunterhaltung zu sehen, wobei neben Instandhaltungsarbeiten an den Straßen unter anderem auch Grün- und Gehölzpflege, Reinigungsarbeiten an Entwässerungseinrichtungen sowie Einsätze im Winterdienst durchzuführen sind. Voraussetzungen: mindestens Hauptschulabschluss, körperliche Belastbarkeit, handwerkliches Geschick. Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Bauzeichner/-in Die Ausbildung zur Bauzeichnerin bzw. zum Bauzeichner findet in einer der vier Niederlassungen des LBV-SH (Flensburg, Rends-burg, Itzehoe, Lübeck) statt. In der eigentlichen späteren Tätigkeit sind vor allem Planunterlagen am PC mit CAD-Programmen zu erstellen, die für die Umsetzung einer Baumaßnahme erforderlich sind. Neben der Fertigung von Bauzeichnungen sind auch fachspezifische Berechnungen, wie z. B. Mengenund Massenermittlungen, durchzuführen. Voraussetzungen: Realschulabschluss oder überdurchschnittlicher Hauptschulabschluss, ausgeprägtes technisches Verständnis, großes Interesse an der Arbeit mit DV-Programmen. Ausbildungsdauer: 3 Jahre

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Duales Bauingenieurstudium Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein geht in der Nachwuchskräfteausbildung neue Wege. Duales Bauingenieurstudium mit integrierter Straßenwärter-Ausbildung (StudiLe). Der LBV-SH bietet erstmals zum 01. 07.2014 ein Duales Studium an. Innerhalb einer 4 ½ jährigen Ausbildung werden zwei qualifizierte Abschlüsse erworben: nach 3 Jahren wird die Straßenwärterprüfung abgelegt und nach 4 ½ Jahren wird die Ausbildung mit der Bachelorprüfung an der FH Lübeck im Fachbereich Bauwesen als Bauingenieurin / Bauingenieur abgelegt.


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Die 14 monatige betriebliche Ausbildung umfasst praktische Mitarbeit in einer Straßenmeisterei. Darüber hinaus wird im überbetrieblichen Ausbildungszentrum des Bauindustrieverbandes in Ahrensbök und der DEULA in Rendsburg, dem Berufsbildungszentrum Rendsburg und der Verwaltungsakademie Bordesholm ausgebildet. Anschließend wird das Studium an der FH Lübeck aufgenommen und die betriebliche Ausbildung parallel zum Studium fortgesetzt. Text & Fotos LBV-SH BILDUNGSI

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Weiterhin sucht der LBV-SH fertige Bauingenieure mit Fachhochschulabschluss oder als Bachelor of Engieneering zur Ausbildung zum Beamten im Gehobenen Dienst als Regierungsoberbauinspektorenanwärterin oder –anwärter (Ausbildungsdauer: 1½ Jahre) sowie fertige Bauingenieure mit Universitätsabschluss (Master) zur Ausbildung zur Beamtin bzw. zum Beamten im Höheren Dienst als Regierungsbaureferendarin oder –referendar (Ausbildungsdauer: 2 Jahre mit Großer Staatsprüfung). Hast du Interesse an einem unserer Ausbildungsberufe, dann wende dich bitte an die Personalverantwortlichen der Niederlassungen in: LBV-SH Niederlassung Flensburg Schleswiger Straße 55 24941 Flensburg Telefon 0461- 90309-0

LBV-SH Niederlassung Lübeck Jerusalemsberg 9 23568 Lübeck Telefon 0451-371-0

LBV-SH Niederlassung Rendsburg Kieler Straße 19 24768 Rendsburg Telefon 04331-784-0

LBV-SH Betriebssitz Mercatorstraße 9 24106 Kiel Telefon 0431 383 - 0 Telefax 0431 383 - 27 54

LBV-SH Niederlassung Itzehoe Breitenburger Straße 37 25524 Itzehoe Telefon 04821-66-0

www.lbv-sh.de

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HANSA-MILCH HEISST JETZT ARLA FOODS Top für Technologen mit Milchbart

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m Jahr 1900 wurde die Hansa-Milch in Lübeck gegründet. Die Molkerei bestand dort 95 Jahre lang. Nach dem Zusammenschluss mit weiteren Meiereien und Milchzentralen, eröffnete die Hansa-Milch 1995 ihr neues, modernes Milchwerk in Upahl im Kreis Nordwestmecklenburg. 2003 wurde der Molkereibetrieb ausgegliedert und auf die Hansa-Milch AG als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Genossenschaft übertragen – Genossenschaft deshalb, weil die Milchbauern selbst die Eigentümer sind. 2005 kam es zu einem Zusammenschluss mit der Molkerei Karstädt, im Januar 2010 zu einer Kooperation mit der Meierei Trittau und Anfang 2011 zu einer Fusion mit dem schwedisch-dänischen Molkereiunternehmen Arla Foods Amba. Seitdem gehört die Hansa-Milch AG zu einem großen, international tätigen Unternehmen. Die Marke Hansano existiert seit 1970. Die Produkte werden nur in Norddeutschland verkauft, denn kurze Transportwege gehören ebenso wie schonende Verarbeitungsverfahren und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen zu den Grundsätzen des Unternehmens.

ME2BE: Herr Kuhr, nach der Fusion mit dem schwedisch-dänischen Molkereiunternehmen Arla Foods Amba gehört die Hansa-Milch AG nun zu einem international tätigen Unternehmen. Was heißt das für die Ausbildung in der Region? Ulfert Kuhr: Eigentlich ist der einzige Unterschied, dass die Hansa-Milch AG jetzt ArlaFoods Deutschland GmbH Niederlassung Upahl heißt. Wir führen die Ausbildung unverändert auf regionaler Basis fort. Neben dem regionalen Programm gibt es auch eine überbetriebliche Ausbildung im Rahmen der Berufsschule in Oranienburg, wo die Azubis auch untergebracht sind. Zudem haben wir eine Kooperation mit einer Käserei, weil wir dieses Wissen in unserem Unternehmen nicht vermitteln, es für einen Milchtechnologen aber dazu gehört. Was spricht für eine Ausbildung bei der Arla Foods Deutschland GmbH? Arla Foods Deutschland ist ein modernes Molkereiunternehmen mit einem vielseitigen Produktionsprogramm. Wir bieten eine breite Palette von Frischprodukten, die vom Frühstücken, Backen und Kochen bekannt sind: Milch, Butter, Sahne, Quark, Joghurt, Milchmischgetränke, Desserts, Kondensmilch, Milchpulver und Milchkonzentrat. Wir machen alles außer Schnittkäse. Und hier rennt keiner mit einer Milchkanne herum. Es geht darum, große Anlagen zu steuern, zu überwachen und die Abläufe unter Kontrolle zu haben. Dazu muss man natürlich wissen, wie das Handwerk funktioniert. Somit sind die Ausbildung und auch der spätere Beruf keine reine körperliche Tätigkeit, sondern vor allem Arbeiten am PC, an der Maschine und die Reinigung, denn in einem Lebensmittelunternehmen ist Hygiene natürlich besonders wichtig. Außerdem sind die Berufsperspektiven hervorragend – bei Arla Foods, aber auch bundesweit. Bringt die Fusion mit Arla Foods interessante Aufstiegschancen für Auszubildende und im weiteren Verlauf? Ja. Wir sind in Deutschland mit drei produzierenden Betriebsstätten gut aufgestellt. Im Arla Foods-Konzern gibt es zudem auch internationale Stellen. Das südliche Afrika, Nordamerika, Dubai, China, Dänemark, Schweden, Holland und England stehen dabei zur Auswahl. Für viele Jugendliche eine tolle Chance. Heute streben Jugendliche an, Popstar oder Chef zu werden. Eine Ausbildung zum Milchtechnologen oder Milchwirtschaftlichen

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Laboranten finden die meisten von ihnen sicher uncool. Was tun Sie dagegen? Wir informieren auf Berufsmessen, versuchen Schüler über Praktika und Schnuppertage einen Einblick in den Betrieb zu geben. Schließlich weiß kaum jemand, wie es in einer modernen Molkerei wirklich aussieht. Ist es dort laut, leise, dunkel, hell und wie riecht es dort? Diese Fragen können Jugendliche dann für sich beantworten und auch klären, ob dieser Job etwas für sie wäre. Man bekommt einfach ein besseres Gefühl für den Beruf, wenn man mal hier gewesen ist. Und das schätzen die Jugendlichen auch. Welche Bewerbungsmappe landet bei Ihnen sofort im „Müll“ und welche nicht? Grundsätzlich landet keine im Müll. Alle werden angesehen und bewertet. Voraussetzung für einen guten ersten Eindruck ist natürlich das äußere Erscheinungsbild. Dann sollten keine Rechtschreibfehler drin sein und die Bewerbung sollte auch uns gelten. Da hatten wir schon die dollsten Dinger. Die Schulnoten – gerade in Mathe, Biologie, Physik und Chemie sollten gut sein. Ich sag immer, das Singen und Religion auch eine 4 sein kann. Wenn das soweit alles passt, ist auch das Gespräch sehr wichtig. Wir müssen merken, dass es einen Grund gibt, warum der- oder diejenige bei uns eine Ausbildung machen möchte, und dass er Interesse zeigt. Im besten Fall gibt es dann ein Praktikum oder zwei Schnuppertage, einen Ausbildungsvertrag und 40 Jahre Betriebszugehörigkeit. Was muss ein künftiger Bewerber noch alles mitbringen, um bei Ihnen in die engere Auswahl zu kommen? Ein Auto, um zum Standort in Upahl zu kommen? Ein Auto muss nicht sein. Lust auf die Ausbildung ist uns wichtig. Wir haben in Upahl drei Appartements, wo wir pro Jahrgang zwei bis drei Azubis unterbringen können. Außerdem ist Upahl in der Nähe von Grevesmühlen. Bis zu uns sind das etwa vier Kilometer mit dem Rad. Das ist zu schaffen.

Ulfert Kuhr Personalleiter Arla Foods Deutschland GmbH

Mit welchem Hansano-Produkt kann man Sie nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit heute noch hinterm Ofen hervorlocken? Mit der Weidemilch. Das ist einfach ein gutes und regionales Produkt mit Weidehaltung der Tiere. Das schmeckt man. Auch der Buttermilchquark kommt bei mir regelmäßig auf den Tisch. Text Kim Julia Schöffler

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Christian Brandt (20) hat eine Ausbildung als Milchtechnologe bei der Arla Foods Deutschland GmbH gemacht. Jetzt wird er als Fachkraft weiter beschäftigt.

700 LANDWIRTE sind Lieferanten

49.000 KÜHE

werden für Arla Foods Deutschland GmbH gemolken

725 MIO KILO MILCH

Manuel Berka, Ausbildungsleiter Milchtechnologie bei der Arla Foods Deutschland GmbH in Upahl.

wurden 2012 bei Arla Foods Deutschland GmbH verarbeitet

50 PRODUKTE

vertreibt die Marke Hansano

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HEUTE GEHT ALLES OHNE LÖFFEL UND KANNE

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ilchtechnologen arbeiten mit hocheffizienten Maschinen und kontrollieren Prozesse für beste Produkte.

Wenn man Milchtechnologe wie Christian Brandt (20) und Hannes Felten (23) bei der Arla Foods Deutschland GmbH werden möchte, besteht die Hauptaufgabe darin, aus Rohmilch leckere Hansano-Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Buttermilch oder Sahne zu machen. Klingt eigentlich ganz einfach, doch dazu gehört neben viel Wissen auch die Lust auf Technik – denn echte landwirtschaftliche Handarbeit gibt es hier schon lange nicht mehr. Große Maschinen mit Metalloberflächen sind im Inneren der geräumigen Produktionshallen zu sehen, lange Rohrleitungen und dazwischen elektronische Bedienpulte und Computerstationen, von denen aus die verschiedenen Produktionsanlagen gesteuert werden. Und damit die Hygienevorschriften für einen Betrieb in der Lebensmittelbranche eingehalten werden, muss jeder einen weißen Kittel und ein schickes Häubchen tragen. Hygiene muss eben sein. „Das ist Pflicht und gehört einfach dazu. Bei mir war die Haube gedanklich schon nach einer Woche nicht mehr da“, sagt Christian. Er hat seit Sommer 2009 eine Ausbildung zum Milchtechnologen bei der Arla Foods Deutschland GmbH in Upahl gemacht, wo er jetzt als Fachkraft weiterbeschäftigt wird. Die Arbeit macht ihm Spaß, in dem Betrieb fühlt er sich sichtlich wohl und zuhause. Christians künftiger Arbeitsplatz ist der Betriebsraum, wo die frische Rohmilch von den Lieferanten angenommen und in eine der vier Annahmelinien eingeleitet wird. Danach wird sie erhitzt und weiterverarbeitet. „Milch fahren“ nennt der Fachmann den Prozess, bei dem ganz zuletzt ein ganz bestimmtes Produkt herauskommt, das dann beim Frühstück auf den Tisch kommt. Und damit das genauso wird, wie es sein soll, müssen vom Fettgehalt bis zur Temperatur viele Faktoren gemessen, berechnet und eingestellt werden, denn gleich schmecken sollten die Produkte schon. Ein Job für den Milchtechnologen, ebenso wie die Qualitätskontrolle, die Steuerung der Verpackung, die richtige Lagerung der Produkte und vieles mehr. Lachend erzählt Christian, wie eine Freundin ihn mal darauf ansprach, ob er bei der Arbeit mit einem großen Löffel in der Milch herumrühren würde. Für den Fachmann eine ziemlich lustige Vorstellung, die mit der Wirklichkeit rein gar nichts zu tun hat. Denn die gesamte Produktion ist in einem Werk wie dem

der Arla Foods Deutschland GmbH hoch automatisiert und technisiert. Die Milch befindet sich in abgeschlossenen Produktionssystemen. „Da rührt keiner herum“, sagt er und kann sich ein Schmunzeln nicht mehr verkneifen.

Basis fürs Studium Auch Hannes Felten (23) hat sein Zertifikat als Milchtechnologe nach drei Jahren Ausbildung inklusive zwölf Wochen Berufsschule pro Jahr schon in der Tasche. Anders als sein Kollege möchte er sich jetzt aber noch weiterbilden: „Ich werde wahrscheinlich Lebensmitteltechnologie studieren.“ Seine Ausbildung bietet ihm dafür einfach eine solide Basis, um in drei Jahren an einer Hochschule einen Bachelor-Abschluss zu bekommen und in weiteren 18 Monaten den Master in der Tasche zu haben. Begehrte Fachkräfte sind die Milchtechnologen allerdings schon jetzt.

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Text Kim Julia Schöffler

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ZAHLEN MIT GEFÜHL G raue Mäuse, Erbsenzähler, Ärmelschoner… sind nur einige Begriffe, die dem steuerberatenden Beruf fehlerhaft zugewiesen werden. Zugegeben, mit Zahlen hantieren sollte man können, denn Schwerpunkte der Ausbildung sind Steuer- und Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht. Ebenso wichtig ist aber auch Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit und Freude am Umgang mit Menschen. Die qualifizierte Ausbildung zum/ zur Steuerfachangestellten bietet die optimale Kombination aus spannender und vielseitiger Büroarbeit und interessanter Mandantenbetreuung. Lese dazu einen Erfahrungsbericht von Assal Tajalli, angehende Steuerfachangestellte im Trialen Modell bei der SHBB Steuerberatungsgesellschaft mbH. „Nach meinem Abitur hatte ich genaue Vorstellungen von meinem Berufswunsch. Es sollte ein Bürojob sein, aber zugleich auch einen Ausgleich dadurch bieten, dass ich viel mit Menschen zu tun habe. Nach einigen Recherchen habe ich mich für den steuerberatenden Beruf entschieden, da ich mir eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit versprochen habe, die wirklich allen meinen Vorstellungen gerecht wird. Und da habe ich mir nicht zu viel versprochen, denn obwohl ich erst in der Ausbildung bin, merke ich jetzt schon alle Vorteile, die mit diesem Beruf einhergehen. Ich habe einen modernen Arbeitsplatz, der mir durch die vielseitigen Aufgaben wie der Buchhaltung, den Jahresabschlüssen und den Steuererklärungen eine Vielzahl an Abwechslung bietet. Die Arbeit mit Gesetzen und das Anwenden an realen Beispielen ist zwar anspruchsvoll, macht aber trotzdem oder gerade deswegen viel Spaß. Zudem steht man den Mandanten, die man betreut, sehr nahe. Um sie optimal beraten zu können, benötigen wir viele Informationen von ihnen und ihrem Beruf. Teilweise besuchen wir sie in den Betrieben, um so mehr über ihre Arbeit zu erfahren. Nach der Ausbildung hat man in der steuerberatenden Branche diverse Weiterbildungsmöglichkeiten, mit deren Hilfe, man seine berufliche Position enorm verbessern kann. 42

Ich hatte von Anfang an das Ziel, Steuerberaterin zu werden. Deswegen habe ich mich für eine besondere Form der Ausbildung entschieden, das Triale Modell. In nur vier Jahren kann man hierbei sowohl die Ausbildung zum/r Steuerfachangestellten als auch im Betriebswirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt Steuerlehre den Bachelor of Arts Betriebswirtschaft erwerben. Um dann zur Steuerberaterprüfung zugelassen zu werden, braucht man nur noch zwei Jahre Berufserfahrung, statt der nach einem Bachelorstudium üblichen drei Jahre. Im Allgemeinen erfährt man hier eine hochwertige Ausbildung und wird zu einer qualifizierten Fachkraft ausgebildet. Vor allem die „Trialer“ sind in vielen Betrieben gern gesehen, wodurch man nach der Ausbildung super Chancen hat, entweder vom eigenen Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden oder auch in anderen Firmen Fuß zu fassen. Eine tolle Möglichkeit, in kurzer Zeit viel zu erreichen. Aber auch nach der „klassischen“ Ausbildung sind die Möglichkeiten noch nicht zu Ende. Man kann eine Weiterbildung zum Steuerfachwirt machen, die Steuerberaterprüfung ablegen oder auch Wirtschaftsprüfer werden. Dieser Beruf bietet die besten Aufstiegschancen um eine Führungsposition zu erreichen. Und das „Triale Modell“ bietet dafür einen wundervollen Einstieg.“ Weitere Informationen zum Beruf sowie eine bundesweite Ausbildungsplatzbörse findest du unter www.mehr-als-dudenkst.de oder bei der Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein.

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STUDIUM? AUSBILDUNG? MACH BEIDES! Eine spannende Alternative zur regulären Ausbildung für ehrgeizige Schulabgänger/ innen ist das Triale Modell Betriebswirtschaft, das die Fachhochschule Westküste in Heide in Kooperation mit Ausbildungsbetrieben und der Berufsschule Heide anbietet. In nur vier Jahren kann man sowohl die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten als auch im Betriebswirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt Steuerlehre den Bachelor of Arts Betriebswirtschaft erwerben. Ausbildungsdauer und Studienzeit sind bei diesem Studiengang, übrigens einzigartig in Schleswig-Holstein, somit um je ein Jahr verkürzt. Neben der Ausbildungsvergütung in den ersten zwei Jahren ergeben sich während des nachfolgenden Studiums oft lukrative Teilzeitbeschäftigungen in den Semesterferien, sodass man nicht wie viele andere Studenten zum Tablett oder zur Schürze greifen muss. Nach einer praktischen Tätigkeit von zwei Jahren kann die Prüfung zum/r Steuerberater/in abgelegt werden. In der bundesweiten Ausbildungsplatzbörse unter www.mehr-als-du-denkst.de findest du zahlreiche freie Ausbildungsplätze. Bitte schicke deine vollständigen Bewerbungsunterlagen an die dort aufgeführten Steuerkanzleien. Text & Foto Steuerberaterkammer Schleswig-Holtstein

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Assal Tajalli, SHBB Steuerberatungsgesellschaft mbH, Auszubildende im Trialen Modell

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Bei weiteren Fragen rund um die Ausbildung und das Studium steht dir zur Verfügung: Julia Mazurovskaja Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein Telefon: 0431 570 49 0 E-Mail: ausbildung@stbk-sh.de www.stbk-sh.de

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GRÖSSER, LÄNGER, WEITER Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel wächst mit

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ährend die Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik durch den technologischen Fortschritt und die Entwicklung immer weiter schrumpft, Bildschirme immer flacher und Spielekonsolen immer kompakter werden, wachsen die Transportmittel, die unter anderem dafür sorgen, dass der Nachschub ebendieser Geräte nie versiegt, in die andere Dimension. Immer größer und effizienter werden sie, die riesigen Frachtflugzeuge, Mega-Containerschiffe oder Lang-LKW. Die Antonow An-225, das größte Flugzeug der Welt, kann bei voller Auslastung bis zu 250 Tonnen Material transportieren, das größte Containerschiff, die „Maersk Mc-Kinney Møller“, fasst 18.300 Standardcontainer. Auch beim Landverkehr setzt die Branche mit den Giga-Linern auf größeres Fassungsvermögen ihrer Fahrzeuge. Denn das spart nicht nur Zeit und Geld, auch werden wichtige Rohstoffe geschont und damit unsere Umwelt. Transport soll umweltfreundlicher und rentabler werden. Das möchte auch das Logistikunternehmen Kühne + Nagel und testet in Kooperation mit einem großen Kaffeeröster seit Februar 2013 einen solchen Lang-LKW. Ziel des Feldversuchs ist es, die logistischen Abläufe und die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Einsatzes von Lang-LKWs zu untersuchen sowie seine Alltagstauglichkeit unter Beweis zu stellen. Im 24-StundenBetrieb, in drei Rundläufen täglich, fährt der Lang-LKW des Logistik-Unternehmens von Gallin in Mecklenburg-Vorpommern bis ins Bremer Güterverkehrszentrum und wieder zurück. So legt er beim Transport der Rösterei-Waren jeden Tag eine Strecke von 1.068 km zurück. Der Feldversuch ist bis Ende 2016 angesetzt, doch das Zwischenfazit fällt sehr positiv aus. Durch den Einsatz des Giga-Liners werden rund 39.000 Liter Diesel pro Jahr eingespart. Im Vergleich zu einem konventionellen LKW, der normalerweise für diese Strecke eingesetzt wird, konnten in einem Jahr bereits über 550 Fahrten, für die gleiche Menge an Gütern, ein-

gespart werden. Damit einher geht natürlich auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen um fast 100 Tonnen. Der Feldversuch ist der erste Schritt zum regelmäßigen Einsatz von Lang-LKW in Deutschland. Weitere Strecken sollen für das Befahren der Super-Brummis freigegeben werden. Für Kühne + Nagel, das mit rund 63.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 1.000 Standorten in über 100 Ländern zu den füh-

delspartner. Das richtige Equipment wurde bei MAN (BDF Motorwagen) gefunden, der mit einer Krone-Dolly-Achse und einem Krone-Trailer ausgerüstet wurde. Die Manpower aber kam aus eigenem Hause. Das Führen des Lang-LKW bedarf nämlich besonders erfahrener Fahrer. Speziell das Kurvenfahren mit dem 25,25 Meter langen Fahrzeug will geübt sein. Die besten Fahrer von Kühne + Nagel am Standort Hamburg-Oberge-

Verkehrsleiter Holger von der Heide, Fachkraft für Lagerlogistik Mark, Auszubildende Dave und Freya, Ausbildungsleiter Christian Preis und Auszubildender Marvin (v.l.n.r.)

renden Logistikunternehmen weltweit gehört, ist es auch ein Schritt in Richtung Zukunft. Denn in Zeiten zunehmender Globalisierung, komplexerer Logistikprozesse und stetig steigender Anforderungen sind innovative und umweltschonendere Lösungen unabdingbar.

Ein besonderer Arbeitsplatz Bei der Realisierung des Projekts bekamen die Logistikexperten am Standort Hamburg-Obergeorgswerder Unterstützung von ihrem Han-

orgswerder absolvierten ein spezielles Training vom Hersteller Krone in Kooperation mit dem TÜV. Aber auch der Nachwuchs des Logistikriesen wird bestens ausgebildet. Die Auszubildenden zum Berufskraftfahrer oder zur Berufskraftfahrerin dürfen in ihrer Lehrzeit zwar noch nicht hinter das Steuer des Giga-Liners, sie erlernen aber ihr Rüstzeug in den Fahrerkabinen der zahlreichen Fahrzeuge von Kühne + Nagel. In der dreijährigen Ausbildung lernen die Fahrer und Fahrerinnen das zuverlässige und termintreue Abholen und Ausliefern der 45


Dave macht die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen

Ware. Sie sind das Bindeglied zwischen der Disposition und dem Kunden, weshalb sie einen ständigen Menschenkontakt nicht scheuen dürfen. Abwechslung ist in diesem Beruf garantiert, denn ihr Arbeitsplatz ist mobil und die Aussicht aus dem Fenster ändert sich nach jeder Kurve. Gute Fahrer brauchen neben fahrerischem Können, einem Faible für Technik, Computer und Englisch auch starke Nerven. Jeden Tag tragen sie große Verantwortung und müssen selbst bei großem Verkehrsaufkommen Ruhe bewahren. Weitere Qualifikationen sind ein Mindestalter von 17 Jahren, ein Führerschein Klasse B sowie ein Haupt- oder Realschulabschluss.

von Übersee nach Hamburg kommen, an ihrem richtigen Bestimmungsort im Raum München gelangen. Das erfordert sorgfältige Planung und genaue Koordination.“ Auch Freya regelt in ihrem Dualen Studium den Versand, den Güterumschlag und die Lagerung für die Kunden. Sie macht den Hamburger Logistik-Bachelor. Diese triqualifizierende Ausbildung verbindet die betriebliche Ausbildung der Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen mit einem betriebswirtschaftlichen Studiengang an einer Hochschule. Die junge Studentin ist im zweiten von insgesamt vier Jahren und konnte in der Zeit viel vom Unternehmen sehen. „Meine Aufgaben variieren mit der Abteilung, in der ich gerade bin. In der Ausbildung lernen wir alle Bereiche des Unternehmens kennen sowie alle Verkehrsträger. Alle 6 Monate wird daher die Abteilung gewechselt“, weiß Freya. „Wir sind die Vermittler, so kann man unseren Beruf am einfachsten beschreiben. Wir sind die Stelle, wo sprichwörtlich alle Fäden zusammenlaufen. Kunden schicken uns einen Auftrag und wir erledigen alles Weitere. Wir sorgen dafür, dass alles zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zusammenkommt.“ Wer sich für diese Ausbildung oder das Duale Studium interessiert, sollte sich für Geografie, Fremdsprachen und betriebswirtschaftliche

werder, direkt am Autobahnkreuz Süd, ist ein modernes Logistikzentrum, das über 45.000 qm Lager- und Umschlagsfläche verfügt. Die rund 500 Mitarbeiter sind auf die Bereiche See- und Luftfracht, Kontraktlogistik und Landverkehre mit klarer Ausrichtung auf wertschöpfungsintensive Bereiche wie informatikgestützte integrierte Logistik-Angebote spezialisiert. Ein Garant für den Erfolg des börsennotierten Unternehmens ist die Qualifikation seiner Mitarbeiter. Sie spielen eine maßgebliche Rolle bei dem immer wichtiger und komplexer werdenden Bereich der Logistik.

Die Vermittler Im Team zum Ziel Kühne + Nagel bietet maßgeschneiderte, IT-basierte Transport- sowie umfassende integrierte Logistikdienstleistungen. Egal ob zu Wasser, in der Luft, über Land oder bei komplexen Aufgaben im Lager. Seit der Gründung 1890 findet das Familienunternehmen den besten Weg für die Waren seiner Kunden. Der 2009 eröffnete Standort des Logistikexperten in Obergeorgs46

Dave und Freya machen beide eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich bei Kühne + Nagel am Standort Hamburg. Dave hat am 1. Februar sein erstes Lehrjahr zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung begonnen. „Die erste Abteilung, die ich in meiner Ausbildung kennenlerne, ist die Importabteilung“, erzählt der 23-Jährige. „Ich bin für die Distribution für den Bereich München zuständig und trage dafür Sorge, dass alle Sendungen, die

Technische Geräte wie der Gabelstapler erleichtern die Arbeit im Lager sehr


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Abläufe interessieren. Ist bei der Ausbildung ein sehr guter Hauptschulabschluss, guter Realschulabschluss, das Fachabitur oder das Abitur Voraussetzung, müssen Duale Studenten das Abitur oder die (Fach-)Hochschulreife mitbringen.

Alles an seinem Platz Das Logistikzentrum von Kühne + Nagel im Süden Hamburgs bietet eine Lager- und Umschlagsfläche von insgesamt 45.000 Quadratmetern. Sie verfügt über 166 ampelgesteuerte Verladetore und ist auf einen schnellen und sicheren Warenumschlag ausgerichtet. Modernste Technik und computergestützte Systeme sind bei solch gigantischen Ausmaßen eine Notwendigkeit. Hier muss die Ware schnell gefunden werden, denn das Transportgeschäft ruht nie. Mark und Marvin arbeiten und lernen in den Lagerhallen des Großkonzerns. Jeden Tag entladen und sortieren sie die Waren, die aus der gesamten Welt in Hamburg zwischengelagert werden. Als Fachkraft für Lagerlogis-

tik und Fachlagerist müssen sie in jeder Lage den Überblick behalten. „Wir sorgen dafür, dass Kundenaufträge termingerecht erledigt werden“, berichtet Mark. Der 27-Jährige hat vor Kurzem seine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik abgeschlossen und wurde direkt in ein Angestelltenverhältnis übernommen. Zu Marks Aufgaben gehört außerdem das Be- und Entladen der LKW oder das Verpacken und Versenden der Waren. „Unterstützt werden wir durch viele technische Geräte. Gabelstapler oder Elektromeisen verringern die körperliche Belastung und die computergestützte Archivierung der Waren lässt uns jeden Artikel schneller finden.“ Ein Jahr kürzer geht die Ausbildung zum Fachlageristen, die Marvin am 1. Februar diesen Jahres begonnen hat. „In der Umschlaghalle, in der ich als erstes eingesetzt werde, entladen wir die Wechselbrücken. Dabei müssen alle Daten per EDV erfasst werden und eine fachgerechte Lagerung sichergestellt werden,“ berichtet Marvin. Für beide Ausbildungen braucht es einen guten Haupt- oder Realschulabschluss. Fehlen darf auch nicht der

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Spaß an körperlicher Betätigung, an Organisation und Kommunikation. Egal ob im Lager, im Büro oder in der Fahrerkabine, die Mitarbeiter müssen als Team funktionieren. Die Logistik kann ohne ein gutes Zusammenspiel der einzelnen Akteure nicht funktionieren. Da sind neben fachlichen Qualifikationen auch persönliche Kompetenzen gefragt. „Wir schauen uns den Menschen hinter der Bewerbung genau an“, sagt der Ausbildungsleiter der Zweigniederlassung Hamburg Christian Preis. „Wir möchten das Wissen und das Können, welches sich die Azubis in ihrer Ausbildung angeeignet haben, lange im Unternehmen behalten. Deswegen versuchen wir jedem, der die entsprechenden schulischen und betrieblichen Voraussetzungen erfüllt, eine Übernahme zuzusichern“, berichtet Christian Preis. Neben guten Übernahmechancen bietet Kühne + Nagel viele Gründe dafür, sich für einen Karriereeinstieg im Weltunternehmen zu entscheiden. So ist durch den halbjährigen Abteilungswechsel sichergestellt, dass die Auszubildenden die relevanten Unterneh47


mensbereiche kennenlernen. Bei den kaufmännischen Berufen wird neben den drei Pflichtmodulen Landverkehr, Seefrachtimport und –Export auch ein Wahlmodul angeboten. Hier haben die Azubis die freie Wahl, sich beispielsweise den Wirkungsbereich von Kühne + Nagel beim Zoll oder Flughafen näher anzuschauen oder beim Messeteam an der Außenwirkung des eigenen Unternehmens beteiligt zu sein. Angeboten wird beispielsweise auch Vorbereitungsunterricht für die Ausbildung, der von einem Berufsschullehrer abgehalten wird. Zur Ausbildungsvergütung, die übertariflich ist, bekommen die Azubis einen Lehrmittelzuschuss, gezahlt werden auch vermögenswirksame Leistungen und eine betriebliche Altersvorsorge. Ermäßigungen gibt es beim HVV-Ticket und in der firmeneigenen Kantine. „Der Grund, warum sich junge Menschen für eine Ausbildung im Bereich Logistik entscheiden sollten, ist einmal der, dass es Speditionen schon immer gab und im Normalfall auch immer geben wird und dass wir ein Unternehmen sind, dass seit 1890 besteht und seither alle Wirtschaftskrisen überstanden hat“, berichtet der Ausbildungsleiter. Wer also einen Beruf mit Zukunft in einem traditionsreichen Weltunternehmen sucht, der sollte sich einmal bei dem Logistikexperten umschauen. Text Katharina Grzeca Fotos Teresa Horstmann

Informationen rund um die Ausbildung bei Kühne + Nagel bekommst du bei Kühne + Nagel (AG & Co.) KG Christian Preis Ausbildungsleiter Zweigniederlassung Hamburg Beim Schröderschen Hof 7 21109 Hamburg

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Karl-May-Spiele Bad Segeberg suchen Komparsen für

„UNTER GEIERN – DER GEIST DES LLANO ESTACADO“

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ie Karl-May-Spiele suchen für ihre aktuelle Inszenierung „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado” Komparsen, die als Krieger und Squaws vom Stamme der Comanchen und Apachen sowie als Siedler und Saloonladies drei Monate lang zum Team der Karl-May-Spiele gehören möchten. Sie haben die Chance, neben Winnetou (Jan Sosniok) und Old Shatterhand (Wayne Carpendale) auf der Bühne des Freilichttheaters am Kalkberg einen spannenden und unvergesslichen Wild-West-Sommer zu erleben. Das Statisten-Casting findet am Sonnabend, 29. März, ab 14 Uhr, im Indian Village direkt neben dem Freilichttheater am Kalkberg in Bad Segeberg statt. Die Proben beginnen Ende Mai.

zeigen, worauf es in Kampfszenen ankommt. Tanzchoreograph Jean Marc Lebon ist ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild vom Rhythmusgefühl der Interessenten zu machen. „Die Bewerber müssen mindestens 16 Jahre alt und sportlich fit sein. Eine weitere Voraussetzung ist aber auch, dass sie genügend Zeit für die Probenarbeit und die 72 Vorstellungen bis zum 7. September mitbringen“, erklärt Ute Thienel, Geschäftsführerin der Kalkberg GmbH. Premiere von „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“ ist am 28. Juni, ab 20.30 Uhr im Freilichttheater am Kalkberg. Gespielt wird bis zum 7. September jeweils donnerstags, freitags und sonnabends ab 15 und 20 Uhr sowie sonntags ab 15 Uhr.

Interessenten können sich vorab unter der Telefonnummer 04551/952133 bei der Kalkberg GmbH anmelden oder am 29. März um 14.00 Uhr direkt ins Indian Village kommen. Dort werden sich Regisseur Norbert Schultze jr. und Produktionsleiter Stefan Tietgen einen persönlichen Eindruck von den Bewerbern verschaffen. Kampfszenen und „handfeste Schlägereien“ gehören zum Alltag im Wilden Westen. Stuntkoordinator Dr. Steve Szigeti wird die Karl-May-Bewerber unter die Lupe nehmen und

Text & Fotos Karl-May-Spiele

Kalkberg GmbH Bad Segeberg Karl-May-Platz 23795 Bad Segeberg 04551/952133 www.karl-may-spiele.de




M arvin Sch ul z, 17 Marvin ist im ersten Lehrjahr zum Fachlageristen bei Kühne + Nagel in Hamburg. „Meine Ausbildung habe ich am 1. Februar begonnen und lerne als ersten Bereich die Umschlaghalle kennen. Zu meinen Aufgaben gehört das Entladen der Wechselbrücken.Interessant und lehrreich fand ich vor allem die Gefahrgutschulung, die man zu Beginn der Ausbildung bekommt. Dort wurde uns gezeigt, wie man sich in gefährlichen Situationen zu verhalten hat. Sollte man zum Beispiel einen Kanister, der mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllt ist, mit der Gabel des Staplers beschädigen, darf man diese nicht gleich rausziehen. Es könnten Funken entstehen und ein richtiges Feuer entfachen. Man muss den Ort sichern und dann jemandem Bescheid geben. Sicherheit wird hier sehr groß geschrieben. Die Halle darf auch nicht ohne ausreichende Warnbekleidung und Sicherheitsschuhe betreten werden.“

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Fre ya Wittkugel, 22

Freya ist im zweiten Jahr ihres Dualen Studiums bei Kühne + Nagel in Hamburg. Nach vier Jahren hat sie sowohl die Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen als auch den Abschluss als Bachelor of Arts in BWL mit dem Schwerpunkt Logistik. „Nachdem ich mein Abitur an der Waldorfschule in Kaltenkirchen in der Tasche hatte, schaute ich mich nach einer passenden Studienrichtung um. Eine meiner größten Leidenschaften ist das Segeln und ich wollte das Maritime auch in meinem beruflichen Werdegang integrieren. Über das Stichwort Seeverkehr bin ich auf die Logistik gekommen und habe mich nach entsprechenden Studiengängen umgeschaut. Auf diese Art und Weise bin ich auf das Duale Studium bei Kühne + Nagel gekommen. Was mir von Anfang an sehr gut gefallen hat, ist die Abwechslung von Schul- und Unitagen mit der Arbeit im Unternehmen. Wir haben immer zwei Schul- und drei Arbeitstage. Am Wochenende schreiben wir auch mal die eine oder andere Klausur. Das Duale Studium ist sehr arbeits- und zeitintensiv. Aber es lohnt sich. Schnell lernt man, die Theorie in der Praxis einzusetzen und sieht seine persönlichen Forschritte.“

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Dave Wehd er, 23 Dave ist im ersten Lehrjahr zum Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen bei Kühne + Nagel in Hamburg. „Nachdem ich das Wirtschaftsgymnasium H19 in der Kieler Straße mit der Fachhochschulreife abgeschlossen habe, war ich ein Jahr in den USA. Dort habe ich bei Disney World in Orlando/Florida im Deutschen Pavillon gearbeitet. Das war eine willkommene Abwechslung zur der vorangegangen Schulzeit und ich konnte mein Englisch deutlich verbessern. Als ich zurückkam und mir einen Beruf ausgesucht habe, habe ich meine Stärken angeschaut und auch, welche Bereiche mich besonders interessieren. Berücksichtigt habe ich meine Interessen sowohl an Geografie und Englisch als auch am Organisieren und Koordinieren. Da lag es nahe, mir eine Ausbildung im Bereich von Speditions- und Logistikdienstleistungen zu suchen. Die Stelle bei Kühne + Nagel habe ich zum 1. Februar bekommen. Die Zeit davor konnte ich mit einem Praktikum, welches ich am 1. September anfing, hier im Unternehmen überbrücken. Das Praktikum hat mir sehr geholfen und ich würde es immer weiterempfehlen. Ich bekam ein gewisses Know-how für die Spedition und was alles drum herum passiert.“

M ark Ar a h avelias, 27

Mark ist frisch ausgelernte Fachkraft für Lagerlogistik bei Kühne + Nagel in Hamburg. „Ich komme aus einer richtigen Gastronomiefamilie und habe auch meine erste Ausbildung im Restaurantfach angefangen. Leider hat der Betrieb nicht zu mir gepasst und ich habe das Ausbildungsverhältnis vorzeitig abgebrochen. Nach drei Wochen und vielen unterschiedlichen Einsätzen bei einer Zeitarbeitsfirma wurde ich zu Kühne + Nagel geschickt. Schon am ersten Tag habe ich darum gebeten, wiederkommen zu dürfen. Ich durfte wiederkommen und auch bleiben. Dann wurde mir die Möglichkeit gegeben, hier angestellt zu werden oder eine Ausbildung zu beginnen. Das war schon ein gutes Gefühl. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte organisiert und teamfähig sein. Hier arbeitet man zusammen. Der eine macht den ersten Schritt und du machst den zweiten. Alles greift ineinander über. Außerdem sollte man mit der Schichtarbeit zurechtkommen. Je nach Einsatzgebiet gibt es unterschiedlich wechselnde Schichten.“

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Julia Seeliger, 22 Im 3. Ausbildungsjahr zur Biologielaborantin bei EUROIMMUN in Lübeck. Nach dem Abitur wollte ich eigentlich Medizin studieren. Ich hatte auch schon ein Pflegepraktikum im Krankenhaus gemacht, ebenso eines in einer Arztpraxis und beim Blutspendedienst. Doch leider hat mein NC nicht ausgereicht. Deswegen habe ich mich nach einer Ausbildung im medizinisch-naturwissenschaftlichen Bereich umgeschaut. Der Berufsberater hat mich dann auf eine Ausbildung zum Biologielaboranten gebracht. Hier habe ich alles, was ich mit einem Beruf verbinde, beisammen: abwechslungsreiches Arbeiten, ich muss sorgfältig sein, ständig mit- und umdenken. Für EUROIMMUN habe ich mich entschieden, weil diese Firma nah an meinem Wohnort Lütjensee liegt, fast alle Azubis übernommen werden, der Betrieb einen ausgezeichneten Ruf hat und wegen der vielen Angebote, vor allem in punkto Familienfreundlichkeit. Mittlerweile werden mir auch verantwortungsvolle Aufgaben übertragen, etwa die Validierung von Tests als Beweis dafür, dass diese wirklich funktionieren. Auch nach der Ausbildung möchte ich weiter bei EUROIMMUN arbeiten. Mein Ziel ist es, später noch ein Studium im Bereich Molecular Life Science anzuhängen und danach zurück zur Firma zu gehen – oder auch schon während des Studiums bei EUROIMMUN zu arbeiten, wie das viele meiner Kollegen tun. 56


Wiebke macht ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der BRÜCKE in der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Lübeck. DIE BRÜCKE ist eine gemeinnützige therapeutische Einrichtung und bietet den Bürgerinnen und Bürgern Lübecks vielfältige Hilfen bei psychischen Erkrankungen und daraus entstehenden Lebens- und Arbeitsproblemen. „Nach meinem Abitur, welches ich in Flensburg abgeschlossen habe, fing ich mein FSJ in der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Lübeck an. Auf der Internetseite www.diebruecke-luebeck.de fand ich alle notwendigen Informationen. Ich habe mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschlossen, weil mich die menschliche Psyche sehr interessiert und ich etwas anderes erleben wollte, bevor ich ein Studium beginne. Einmal einen 8-Stunden-Alltag erleben, bevor es wieder auf die Schulbank geht. In der Tagesklinik wird immer warmes Mittagessen angeboten. Daher gehört auch das Einkaufen der Lebensmittel zu meinen Aufgaben im FSJ. Auch wenn kurzfristig etwas fehlt, springe ich ein und fahre noch mal zum nächsten Supermarkt. Generell habe ich viel Kontakt zu den Patienten. Ich begleite die Musik- und Sporttherapie sowie die wöchentlichen Außenaktivitäten. Genau diese Tätigkeiten gefallen mir am besten, weil ich durch sie die verschiedenen Krankheitsbilder kennenlerne.“

Wiebke Geiken, 20

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DIE JUGE N D L ÄS ST DIE DEGE N BLITZE N Nachwuchssportler der Fechtgemeinschaft Segeberg messen sich mit den Besten in Deutschland

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echten kann schon jedes Kind: Wer schon mal einen Holzstock vom Waldboden aufgehoben hat, beginnt unwillkürlich, sich mit dem Kumpel zu „duellieren“. Ziemlich cool machten das die Drei Musketiere im Fernsehen vor. Wie moderne Wettkämpfe aussehen, zeigen die Nachwuchssportler der Fechtgemeinschaft Segeberg (FGSE): Sie holen reihenweise Spitzenplätze „auf der Planche“. Überaus konzentriert agieren die beiden Fechter in ihrer typischen weißen Montur und der Drahtmaske auf der Planche – so heißt die 14 Meter lange Fechtbahn. Sie sind immer in Bewegung und ständig darauf bedacht, die Aktionen des Gegners zu erkennen und einen eigenen Treffer mit dem Degen oder dem Florett zu setzen. Es kommt auf Sekundenbruchteile an, und die elektronische Trefferanzeige ist unbestechlich. „An einem guten Tag fühlt sich ein Gefecht richtig erhebend an. Du weißt genau, was der Gegner plant und kannst darauf intuitiv reagieren. Es ist, als wenn die Zeit still steht“, beschreibt Arne Richter eine Wettkampfsituation. Der 20-jährige Segeberger weiß, wovon er spricht: Der Deutsche Junioren-Vizemeister am Degen steht auf der Fechtbahn, seit er acht Jahre alt ist. Der beste Sportler der FGSE gilt als große Hoffnung im deutschen Fechtsport und ist gerade dabei, sich für den Bundeskader zu empfehlen. „Dieser Sport ist faszinierend, weil Sieg und Niederlage immer dicht beieinander liegen. Wenn du nicht hundertprozentig trainiert und konzentriert bist, kannst du auch gegen einen schlechteren Gegner verlieren. Aber das motiviert dich gerade für deinen nächsten Kampf“, erzählt Arne. Weil er in Norddeutschland mit Abstand der beste Nachwuchsfechter ist und hier keinen ebenbürtigen Gegner mehr hat, ist er nach Karlsruhe gezogen, wo er kürzlich

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sein Maschinenbaustudium begonnen hat. Dem Segeberger Club allerdings bleibt er weiterhin treu. Wie man junge Leute für den Fechtsport begeistern kann, weiß die Fechtgemeinschaft Segeberg seit 22 Jahren: Sie ist 1992 gegründet worden und ehemalige Sportler aus dem Verein für Modernen Fünfkampf, die lieber vorrangig fechten wollten, haben sich sehr schnell dem damals neuen Verein angeschlossen. Mitgründer Armin Stadter leitet die FGSE mit rund 60 Mitgliedern. In dieser Zeit hat sich der Verein mit einer modernen Trainingsstätte als erste Adresse im Fechtsport des Nordens empfohlen: Seit Kurzem wird die Zweifeldhalle am Seminarweg in Segeberg offiziell als Nachwuchsleistungszentrum des Deutschen Fechterbundes geführt. Auf acht Planchen können hier Sportler aller Altersklassen – von Schülern bis Senioren – Fechtsport unter hervorragenden Bedingungen betreiben. „Wir legen großen Wert auf ein Zusammengehörigkeitsgefühl“, sagt der Vereinsvorsitzende, der mit neun Trainern eine Rundumbetreuung gewährleistet. „Angriff eins – Hepp! Angriff zwei – Hepp“, ruft Armin Stadter durch die Halle. So klingt es bei den Anfängerkursen für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren, die bei den Übungen ganz schön ins Schwitzen kommen. Die Newcomer lernen schon einiges über die Grundlagen der Fechtkunst, machen Aufwärmübungen und kleine Spiele. Auch die Ausrüstung und die Regeln des traditi-

onsreichen Sports sind Teil des Anfängerkurses. „Einige ließen sich durch Olympia im Fernsehen begeistern, aber auch bei Star Wars wird natürlich viel gefochten“, meint Nachwuchstrainerin Carolin Möck mit einem Augenzwinkern. Ob diese Motivation für lang anhaltende Begeisterung auf der Planche sorgen kann? Die Aktiven der FGSE geben ihr Bestes – dank eines freundschaftlichen Umgangs, der Freude an der Bewegung und dem Spaß am Zweikampf. Der besonders talentierte Nachwuchs bekommt in kleinen Gruppen oder im Einzelunterricht zusätzliche Trainingsimpulse. „Außerdem schulen wir die Eltern bei Interesse zu Kampfrichtern. So gewinnen wir die Erwachse-


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nen, die sich mit dem Sport ihrer Kinder voll identifizieren können“, sagt der FGSE-Chef. Große sportliche Erfolge geben dem kleinen Verein mit dem großen Engagement Recht: Der erste Landesmeistertitel ging bereits 1995 an die Mannschaft um Armin Stadter, Wolf-Gunter Richter, Axel Bieler und Heiner Jürgens. Landestitel holte die Degenhochburg Bad Segeberg seitdem serienweise. Stephanie Suhrbier stand 2008 als Deutsche A-Jugend-Meisterin ganz oben auf dem Treppchen, und Melanie Feistauer holte 2006 die Deutsche Vizemeisterschaft der Juniorinnen. Die Bronzemedaille gewann im Dezember 2013 das Segeberger Juniorenteam mit Kilian Stadter, Henning Kelpe, Arne Richter und Ersatzfechter Eric Wolter bei

den Deutschen Meisterschaften. Kilian Stadter stand 2012 im Finale des europäischen Kadettenranglistenturniers in Kopenhagen. Zu den besonders talentierten Degen-Mädchen gehört die 16-jährige Ann-Kathrein Müller Bergh, die bei internationalen Turnieren in Österreich, Schweden und Frankreich bereits hervorragend abschneidet. Wer es den Nachwuchsfechtern nachmachen will, sollte den Rat des Deutschen Vizemeisters Arne Richter beherzigen: „Ruhig auf den Fechtsport einlassen und dabei Spaß haben! Wenn dann noch der Erfolg dazukommen soll, heißt es: trainieren, trainieren, trainieren!“ Text Joachim Welding Fotos Christian Detloff

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Kino CinePlanet 5 Hier haben nicht Winnetou und Old Shatterhand ihren großen Auftritt, sondern Brad Pitt, Sandra Bullock und George Clooney. Das CinePlanet 5 gehörte zu den ersten Kinos in Schleswig-Holstein, die in allen Sälen Filme voll digital spielen und dazu noch ein modernes 3D-Erlebnis bieten. Das Ehepaar Ute und Frank Häfner betreiben schon in dritter Generation in Bad Segeberg ein Kino, das durch seine erstklassige Technik und ein Wohlfühlambiente viele junge Leute in die City lockt. Sechs Säle bieten 654 Sitzplätze mit großzügigem Reihenabstand und in Dolby Digitalton. Im Foyer darf geschlemmt werden, und natürlich gibt es DIE Kino-Spezialität immer frisch zubereitet: Popcorn. www.cp5.de

Karl-May-Spiele: Begehrte Jobs für Jugendliche

Jugendzentrum „Mühle“ Den städtischen Jugendtreff mit Billardtisch, Kicker und Sofaecke finden Besucher seit Kurzem in einer historischen Windmühle gegenüber von Möbel Kraft. Im offenen Bereich kann ausgiebig gekocht und gegessen werden, im offenen Café trifft man sich in gemütlicher Runde. Auch der Medienraum wurde erweitert, nun mit Beamer und Spielkonsolen. Cool finden viele die hauseigene Bewegungshalle mit Tischtennisplatten und Bällen. Auch draußen darf Fußball gespielt und gegrillt werden. Alle Angebote sind kostenlos. An der Trave 1 in Bad Segeberg, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14-19 Uhr.

Kriegerische Indianer, ein Treck, eine gefährliche Gangsterbande und eine Abteilung der Kavallerie – auf die Reiter und Kutscher wartet bei den KarlMay-Spielen Bad Segeberg in der neuen Saison ein volles Programm. Für die aktuelle Inszenierung „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“ sucht die Kalkberg GmbH daher erfahrene Reiterinnen und Reiter, die an der Seite der Blutsbrüder Winnetou (Jan Sosniok) und Old Shatterhand (Wayne Carpendale) im Freilichttheater am Kalkberg einen besonderen Sommer erleben möchten. Die Bewerber müssen mindestens 16 Jahre alt sein und bei rasanten Ritten, Schießereien und Explosionen sicher im Sattel sitzen. Außerdem wird für das actionreiche Stück noch ein erfahrener Kutscher gebraucht. www.karl-may-spiele.de, Tel. 04551/952134

Geocaching durch Bad Segeberg Auf Schatzsuche in der Karl-May-Stadt Segeberg geht’s mit den Geocaching-Rundgängen, bei denen die Teilnehmer spannende Rätsel lösen und schließlich einen geheimen Schatz („Cache“) bergen. Dieses Abenteuer ist mit Hilfe von GPS-Leihgeräten möglich, die es in der Touristinformation gibt. Indianerfans können in die aufregende Welt der Rothäute eintauchen und den Wilden Westen der Karl-May-Stadt kennenlernen. Häuptlingssohn „Rauschender Bach“ würde sich sicher sehr freuen, bei der Suche nach seiner verlorenen Glücksfeder tapfere Gefährten an seiner Seite zu haben! www. bad-segeberg.de 63


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Illustration Raphaelle Martin, Sarah Matuszewski

Schulbetreuung Kerrin Petersen kerrin.petersen@brandpublishers.de

Fotografie Teresa Horstmann, Jonas Wölk, Joachim Welding, Kim Schöffler, Tim Riediger, Michael Ruff, Tom Roeler, Irene Osei-Poku Titelbild Teresa Horstmann ME2BE NØRD TIMES und ME2BE HIERGEBLIEBEN erscheinen im Verlag brandpublishers GmbH Feldscheide 2, 24814 Sehestedt Telefon 04357 - 99 600 81 Fax 03212 - 138 95 67 Geschäftsführerin Marie Clasen Anzeigenleitung/Verlagsmanagement Axel von Kortzfleisch, Telefon 04841 - 66 83 992 anzeigen@brandpublishers.de

Vertrieb Kerrin Petersen kerrin.petersen@brandpublishers.de Druck westermann druck GmbH Georg-Westermann-Allee 66, 38104 Braunschweig Preis des Heftes: 2,90 EURO ME2BE Bestellservice, Telefon 04841-66 83 991 Telefax 03212-138 95 67 antje.kelz@brandpublishers.de Preis je Heft 2,90 EURO zzgl. Versandkosten © 2014 für alle Beiträge brandpublishers GmbH ME2BE HIERGEBLIEBEN und ME2BE NØRD TIMES werden kostenlos an Schulen verteilt. Nachdruck, Aufnahme in Onlinediensten und Internet und Vervielfältigung auf Datenträgern jeglicher Art – auch auszugsweise – nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages. Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Videos, und übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit der jeweiligen Anbieter. Anzeigenpreise auf Anfrage.

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Kontakt: Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen | Westküstenklinikum Heide Esmarchstraße 50 | D-25746 Heide | Telefon 0481 / 785-2900 | info@wkk-hei.de


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