S端dwest
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Jahresr端ckblick 2016 2016 Annual Review Berlinale-Premieren Berlinale Premieres MFG Goes Green MFG establishes Green Shooting Fr端hling im S端dwesten Spring in the Southwest
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Inhalt Contents
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Close Up
Der Jahresrückblick: VFX-Standort wächst, zahlreiche Auszeichnungen für MFG-geförderte Projekte, »Green Shooting«-Initiative etabliert, Film Commission-Netzwerk ausgebaut u.v.m. The year in review: VFX sector growing, countless awards for MFG-funded films, green shooting initiative established, film commissions network expanded, and more.
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In Production
Vier MFG-geförderte Produktionen im Programm der Berlinale: »Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei«, »Die beste aller Welten«, »Mein wunderbares West-Berlin« und »Back for Good«. Four MFG funded productions premiering at the Berlinale: “The Rabbit School —Guardians of the Golden Egg”, “Die beste aller Welten,” “My Wonderful West Berlin,” and “Back for Good.”
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Regional Film Commissions
Die acht Film Commissions im Südwesten bieten besondere Motive und unterstützen auf vielfältige Weise die Dreharbeiten in den Regionen. The southwest’s eight film commissions offer special settings and support filming in the regions in a multitude of ways.
Inhalt Contents 04
Close Up Jahresrückblick 2016 2016 Annual Review
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In Production Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei The Rabbit School—Guardians of the Golden Egg
Impressum Imprint FilmFacts Südwest Februar 2017 February 2017 Herausgeber Publisher MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH Bereich Filmförderung Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart film.mfg.de Geschäftsführung CEO Prof. Carl Bergengruen
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Myanmarket Die beste aller Welten Mein wunderbares West-Berlin Back for Good
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Regional Film Commissions
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MFG News
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Förderentscheide 2016
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Short Cuts
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Kino News
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Hot Spots
My Wonderful West Berlin
Funded Projects 2016
Redaktion Editorial Team Uwe Rosentreter (V.i.S.d.P.), Rebecca Pfister Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Ausgabe Editorial Staff for this Issue Michael Ackermann, Dirk Beinhold, Jessica Böhm, Nils Dünker, Anja Glässing, Maria Gomez, Christina Hasenmüller, Rüdiger Heinze, Jochen Hick, Reiner Hoff, Ulla Lehmann, Heike Rechkemmer, Simone Schmidt, Hannah Steiert, Ewa Szurogajlo, Maren Witthoeft Übersetzung Translation Gabriele Glang Gestaltung und Lektorat Graphic Design and Copy Editing Atelier Sternstein, Stuttgart manufactur m | Maren Witthoeft, Stuttgart
Druck Printing Übelmesser Druck Eberhardt Poth, Stuttgart
LOGO FSC alt Print Kompentsation kommt von Übelmesser mit Datenabgabe Bildnachweis Photo Credits Die Fotos der MFG-geförderten Filme stellen uns freundlicherweise die Produzenten, Verleiher und Filmemacher zur Verfügung. Photos of MFG-funded films were kindly provided by producers, distributors, and filmmakers.
Editorial
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MFG News
MFG in Berlin: Vier Weltpremieren und Verleihung des Thomas Strittmatter Preises. Außerdem: MFG etabliert ihre Initiative für Green Shooting. MFG in Berlin: Four world premieres, Thomas Strittmatter Award presentation. And more: MFG establishes green shooting initiative.
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Kino News
Im Gespräch mit Hansdieter Gehres vom Central Kino in Ketsch, das dank Bürgerinitiative einzig verbliebene Kino am Ort. Außerdem: Verleihförderpreis und Kinostarts. Talking with Hansdieter Gehres from Central Kino, Ketsch’s only cinema, saved by a citizen’s action group. Plus: distributor award and cinema releases.
Editorial Liebe Leserinnen und Leser, das alte Jahr ist längst Vergangenheit, aber der Rückblick bietet viel Erfreuliches. Von uns unterstützte Filme konnten 2016 bei den Oscars, Emmy Awards, Lolas und vielen weiteren Festivals Auszeichnungen gewinnen. Außerdem konnte Baden-Württemberg seine Stellung als Top-Standort für Animation und visuelle Effekte nach dem Wachstumsschub in 2015 auch in 2016 noch einmal ausbauen. Fünf neue Partner, darunter Lavalabs, Scanline und Seru, sind dem hiesigen Animation Media Cluster in 2016 beigetreten. Auch bei der Betreuung von Filmproduktionen in BadenWürttemberg sind wir einen guten Schritt vorangekommen. Zusammen mit unseren Partnern vor Ort haben wir im Jahr
Dear Reader, By now, the past year is already “history”—but looking back, 2016’s vintage proved to be outstanding. The films we funded took home Oscars, Emmy awards, Lolas, and many other festival prizes. In addition, Baden-Württemberg further improved its position as a hub for the animation and visual effects sector following the growth spurt in 2015. Five new partners—including Lavalabs, Scanline, and Seru—joined the Animation Media Cluster. We have also made good progress with respect to providing support for film productions in Baden-Württemberg. In cooperation with our regional partners, we were able to fill the gaps in our net-
Übrige Fotos (Seite) Other photos (page) © 2016 herbX film / Warner Bros. (2 l., 6 r.), Nico Westermann (2 r., Detail), Haus des Dokumentarfilms (3 r.), GALERIA ALASKA © Wilfried Laule (16, 17), ausgenommen except: © Klaus-Schumann (16 l.), © Schwules Museum* (17, oben 2. v. l. top 2nd from left), Peter Hedenström (17, oben 1. u. 2. v. r., top 1st and 2nd from right; 24 r.), Touristikgemeinschaft Hohenlohe e. V. (20 l., 21 r.), Georg Kliebhan (21 r.), Alex Wunsch (23 l.), Volker Derlath (25 r.), Museum zur Geschichte von Christen und Juden Laupheim (30 oben top), Haus der Geschichte Baden-Württemberg/Daniel Stauch (30 unten bottom), Central Kino Ketsch (32 oben top)
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Hot Spots
Frühling im Südwesten: ein Überblick über die wichtigsten Festivals und Branchenevents – für die Jungen und Junggebliebenen. Spring in the southwest: an overview of the most important festivals and industry events—for the young and the young-at-heart.
2016 die bisherigen Lücken im Netz der Film Commissions in Baden-Württemberg geschlossen. Ab 2017 werden alle Regionen unseres Bundeslandes flächendeckend von regionalen Film Commissions betreut werden, vorher fehlte etwa ein Drittel des Landesgebiets. In unserer Initiative »Green Shooting« unterstützen wir Produzenten, die klima- und umweltschonender produzieren möchten. Wir werden demnächst für geförderte Filmprojekte eine kostenlose Beratung anbieten und einen CO2-Rechner sowie einen Handlungsleitfaden zur Verfügung stellen. Ich freue mich auf neue spannende Filmprojekte aus BadenWürttemberg und anregende Gespräche mit Ihnen, zum Beispiel auf der Berlinale. Herzlich grüßt Sie
Ihr Carl Bergengruen
work of Film Commissions: as of 2017, all of the state’s districts will be staffed by regional Film Commissions. Our green shooting initiative supports filmmakers choosing environmentally friendly production methods. For funded projects, we will offer consultation and provide a CO2 emissions calculator and guidelines. I look forward to exciting new film projects made in BadenWürttemberg and to stimulating conversations with you—for example at the Berlinale. Yours sincerely,
Titel Mia Spenglers »Back for Good« (Produktion: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion, Co-Produktion: Filmakademie Ludwigsburg) eröffnet auf der 67. Berlinale die Sektion Perspektive Deutsches Kino. »Back for Good« erzählt die Ge schichte von Angie, einem ehemaligen Trash-TV-Starlet (Kim Riedle), ihrer verhassten Mutter ( Juliane Köhler) und ihrer pubertierenden Schwester (Leonie Wesselow). Herrlich überdreht und sehr witzig! Premiere: 10. Februar, 19.30 Uhr im CinemaxX 3.
Carl Bergengruen
Cover Mia Spengler’s “Back for Good” (Production: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion, Copro duc tion: Filmakademie Ludwigsburg) opens this year’s Berlinale section Perspektive Deutsches Kino. “Back for Good” tells the wonderfully wacky and funny story of Angie, a former reality-tv starlet (Kim Riedle), her hated mother ( Juliane Köhler), and adolescent sister (Leonie Wesselow). Premiere: February 10, 7:30 pm at CinemaxX 3.
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Jahresrückblick 2016
Die MFG Filmförderung kann auf ein sehr gutes Jahr 2016 für den Filmstandort Baden-Württemberg zurückblicken: Zusammen mit der neuen Clustermanagerin Stefanie Larson hat die MFG die Entwicklung zum Top-Standort für Animation und VFX weiter vorangetrieben. MFGgeförderte Projekte gewannen den begehrten Oscar, zehn Emmy Awards und viele weitere Auszeichnungen. Die Förderung ressourcenschonender Filmproduktion wird ausgebaut. Das Netz der Film Commissions erstreckt sich jetzt über alle Landesteile Baden-Württembergs.
∂ Erste Zahlen
Postproduktion, Verleih/Vertrieb, Digital Content Funding und sonstige Vorhaben wurden insgesamt ca. weitere 100 Projekte mit 2,3 Mio. Euro gefördert. Dass es sich dabei einerseits um eine kulturelle Förderung, andererseits aber auch um die Unterstützung eines maßgeblichen Wirtschaftsfaktors handelt, wird bei der Betrachtung der erzielten Effekte in Baden-Württemberg deutlich: Dem Fördervolumen für Produktionsförderung von rund 10 Mio. Euro stehen geplante Projektkosten von etwa 25 Mio. Euro gegenüber, die von den Antragstellern im Land investiert werden. Der sogenannte Baden-WürttembergEffekt beträgt damit tatsächlich etwa 250 Prozent, während die Vergabeordnung der MFG Filmförderung lediglich 120 Prozent fordert. Bei den Projekten im Bereich Line Producer-Förderung liegt der Baden-Württemberg-Effekt bei bis zu 1.000 Prozent (siehe unten).
2016 hat der Bereich Filmförderung der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg Projekte von der Drehbuchentwicklung über die Produktion bis hin zur Distribution der Filme unterstützt. Die Kinos im Südwesten wurden gefördert und zudem Mittel für sonstige Maßnahmen wie Standortpräsentationen, Preisvergaben, Professionalisierungsmaßnahmen, Vernetzung und Fachtagungen, Markterschließung oder begleitende Vermarktungsmaßnahmen bewilligt. (Die Förderentscheidungen im Einzelnen finden Sie ab S. 27 in diesem Heft). Insgesamt stand dem Bereich Filmförderung für seine Tätigkeit im Jahr 2016 ein Budget von rund 15 Mio. Euro zur Verfügung. Damit konnten im Kernbereich Produktionsförderung etwa 60 Filmprojekte mit Fördergeldern in Höhe von insgesamt rund 10 Mio. Euro unterstützt werden. In den Bereichen Drehbuch, Produktionsvorbereitung,
Rund eine halbe Million Euro floßen in die Entwicklung qualitätsvoller Medienapplikationen mit interaktiven filmrelevanten Bewegtbildinhalten, nämlich in zehn Projekte, die mit dem vor fünf Jahren neu aufgelegten Sonderprogramm DCF Digital Content Funding (wieder) gefördert werden.
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ences, market development, and other promotional measures (see p. 27 for a list of funded projects). A budget totaling 15 million euros for film funding was available in 2016, of which roughly 10 million euros went to nearly 60 film projects in the core area of production funding. Another 100 projects were subsidized with a total of 2.3 million euros in the areas of script development, preproduction, postproduction, distribution/sales, digital content funding, and other projects. The fact that these subsidies represent a form of cultural promotion on the one hand and a significant economic factor on the other becomes obvious in light of the Baden-Württemberg effect: a total of 10 million euros in production subsidies are offset by estimated project expenses of approximately 25 million euros, to be invested by applicants in the state. The so-called BadenWürttemberg effect thus amounts to 250 percent, far exceeding the MFG Filmfunding regulations stipulating 120 percent. For projects involving line producer funding, the Baden-Württemberg effect amounts to 1000 percent (see below).
Annual Review 2016
The MFG Filmförderung looks back on an outstanding year for Baden-Württemberg’s film industry. Together with new Cluster manager Stefanie Larson, the MFG continued to promote the animation and VFX industry’s development. MFG-funded projects took home the coveted Oscar, ten Emmy Awards, and many other prizes. Funding for ecologically efficient filmmaking will be increased. Baden-Württemberg’s network of Film Commissions is now comprehensive, covering all districts. ∂ Initial Figures
In 2016, the MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg subsidized projects in all stages, from script development to production and distribution. Cinemas in the southwest received appropriations for various measures, including location marketing presentations, vocational training, networking and confer-
In Kooperation mit der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) setzte die MFG im Jahr 2016 ein Fördervolumen von knapp 470.000 Euro für rund 30 Projekte ein, die überwiegend im medienpädagogischen Bereich angesiedelt sind. Darunter finden sich kontinuierlich unterstützte Projekte wie die »SchulKinoWoche«, »Festival-TV Tübingen«, »Freiburger SchülerFilmForum«, Kinder- und Jugendprogramm des Filmwinters, »Girls Go Movie« oder der Wettbewerb um den Jugendfilmpreis im Rahmen der Filmschau Baden-
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VFX aus Baden-
Württemberg – aber auch neue, wie die »Filmwerkstatt mit geflüchteten Jugendlichen« oder die Medienworkshops beim Cinema Exil in Freiburg. Mit der Gewährung von Kinoinnovationsdarlehen im Gesamtvolumen von ca. 360.000 Euro für 20 Projekte soll die lebendige Vielfalt der baden-württembergischen Kinolandschaft unterstützt werden. Die Kinobetreiber von 54 gewerblichen Spielstätten durften sich über Preisgelder von insgesamt knapp 200.000 Euro für ihr anspruchsvolles Programm im Jahr 2015 freuen.
∂ Top-Standort für Animation und visuelle Effekte
Der Animations- und VFX-Standort Baden-Württemberg gewinnt national und international weiter an Bedeutung. Hier angesiedelte Unternehmen realisieren visuelle Effekte (VFX) und Animationen erfolgreicher Kino- und TV-Produktionen. Sie waren beispielsweise an Projekten wie »A Cure for
About half a million euros were committed to developing highquality media applications with interactive film-related content: ten projects funded through DCF, the special digital content funding program launched five years ago. In cooperation with the Landesanstalt für Kommunikation, the MFG last year approved subsidies totaling nearly 470,000 euros for about 30 mainly media education projects. This includes projects receiving ongoing funding, such as “Schulkinowochen,” “Festival-TV Tübingen,” “Freiburger SchülerFilmForum,” the youth programm of the Filmwinter, “Girls Go Movie,” and the Filmschau Baden-Württemberg’s competition for best young filmmaker, as well as new projects, e.g., film workshop with young refugees and the media workshops at Cinema Exil in Freiburg. A total of approximately 360,000 euros in cinema innovation loans were granted for 20 projects to foster the diversity of the cinema scene in Baden-Württemberg. Fifty-four commercial cinema operators received awards totaling nearly 200,000 euros for high-quality film programming in 2015.
Wellness«, »Ritter Rost 2«, »Pettersson & Findus 2 – Das schönste Weihnachten überhaupt«, »Game of Thrones«, »Gotthard« oder »The Coldest City« beteiligt. An der letztgenannten Produktion hat die im Jahr 2016 in Mannheim neugegründete Niederlassung von Chimney Deutschland maßgeblich mitgewirkt. Im Jahr 2016 sind die Unternehmen Lavalabs Moving Images, ScanlineVFX, Seru Film Produktion, FFL Film- und Fernseh-Labor sowie die Film- und Medienfestival GmbH dem von der MFG initiierten AMCRS Animation Media Cluster Region Stuttgart beigetreten. Das AMCRS ist damit auf 23 Unternehmen angewachsen. Die VFX-Unternehmen können auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken, in dem auch weitere Stellen geschaffen werden konnten. Überproportional profitiert hat davon auch der Interactive-Bereich in diesen Unternehmen. Für 2017 werden aufgrund der aktuellen, überwiegend sehr guten Auftragslage deutliche Umsatzsteigerungen für möglich gehalten.
Württemberg: »A Cure for Wellness« von Gore Verbinski
∂ Top Location for Animation and VFX
VFX made in Baden-Württemberg: “A Cure for Wellness” by Gore Verbinski
Baden-Württemberg’s animation and VFX industry continues to gain national and international importance. Companies located here are involved in creating the visual effects (VFX) and animation for such successful movie and television productions as “A Cure for Wellness,” “Knight Rusty 2,” “Petterson and Findus 2,” “Game of Thrones,” “Gotthard,” and “The Coldest City.” The recently established subsidiary of Chimney Deutschland, based in Mannheim, contributed significantly to the last-named production. In 2016, Lavalabs Moving Images, ScanlineVFX, Seru Film Produktion, FFL Film- und Fernseh-Labor, and the Film- und Medienfestival GmbH joined the MFG-initiated AMCRS Animation Media Cluster Region Stuttgart. The AMCRS currently boasts 23 member companies. VFX companies can look back on a successful business year in part because more new jobs were created. Companies involved in the interactive market benefited particularly.
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VFX aus BadenWürttemberg: »Independence Day 2« (Roland Emmerich) und »Bullyparade – Der Film« (Michael »Bully« Herbig)
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∂ Line Producer-Förderung hoch effektiv
Mit der sogenannten »Line Producer-Förderung« ermöglicht es die MFG, dass auch direkt die für die visuellen Effekte verantwortlichen Firmen unterstützt werden können. In einem vereinfachten Eilverfahren gab die MFG unter anderem Zuschüsse zur siebten Staffel des TV-Epos »Game of Thrones«, zu »Independence Day 2« oder zu »Bullyparade – Der Film«, bei denen im AMCRS gebündelte Firmen aus Baden-Württemberg für die Realisierung der visuellen Effekte verantwortlich zeichneten. Der wirtschaftliche Effekt des eingesetzten Fördervolumens lag 2016 im Bereich Produktionsförderung etwa beim 2,5fachen. Im Teilbereich Line Producer-Förderung war dieser Baden-Württemberg-Effekt deutlich höher; bei einem Fördervolumen dieser Projekte von insgesamt 800.000 Euro lag er durchschnittlich bei 600 Prozent. Der Top-Effekt der Line Producer betrug im Jahr 2016 indes rund 1.000 Prozent.
∂ Erfolge für MFG-geförderte Filme
Von der MFG geförderte Filme konnten sich auch 2016 über eine ganze Reihe an hochkarätigen Auszeichnungen freuen.
VFX from BadenWürttemberg: “Independence Day 2” (Roland Emmerich) and “Bullyparade” (Michael “Bully” Herbig)
Considering the current positive order situation, significant increases in revenues are expected in 2017. ∂ Effective Line Producer Funding
With its so-called line producer funding, the MFG can directly subsidize those companies responsible for visual effects. Thanks to a simplified, expedited submission process, the MFG approved funding to Baden-Württemberg-based AMCRS member companies who were responsible for creating visual effects, e.g., for the seventh season of the tv series “Game of Thrones,” “Independence Day 2,” and “Bullyparade.” In 2016 the economic effect of the subsidies granted for production funding amounted to roughly 2.5 times the approved funds. With respect to line producer funding, the Baden-Württemberg effect was considerably higher; with a total of 800,000 euros in subsidies spent on this sector, the average effect was 600 percent, with the top result at 1000 percent.
So gewann Steven Spielbergs Spionage-Thriller »Bridge of Spies« einen Oscar. Die TV-Serie »Game of Thrones« wurde mit gleich neun Emmy Awards ausgezeichnet und auch der Dokumentarfilm »Krieg der Lügen – Curveball und der Irak-Krieg« von Matthias Bittner heimste einen Emmy ein. Ein weiterer Dokumentarfilm, Nicolas Steiners »Above and Below«, wurde mit zwei Lolas, dem Deutschen Filmpreis, als Bester Dokumentarfilm und mit dem Preis für Beste Kamera/Bildgestaltung geehrt. Die überwiegend in Baden-Württemberg abgedrehte deutsch-amerikanische Koproduktion »Morris aus Amerika« von Chad Hartigan erhielt beim Sundance Film Festival zwei Preise. Chris Kraus’ »Die Blumen von gestern« wurde beim Tokyo International Festival mit dem Hauptpreis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Die deutsch-irakische Koproduktion »Haus ohne Dach« von Soleen Yusef erhielt beim World Film Festival in Montréal den Special Grand Prix of the Jury sowie zwei Nachwuchspreise: beim Filmfest München den Preis für die beste Produktion und den First Steps Award. Mit »Passion for Planet« und »Girls Don’t Fly« wurden beim Festival Max Ophüls Preis zwei weitere Dokumentarfilme ausgezeichnet. An der Kinokasse waren die vorgenannten Animations- bzw. VFX-Projekte die erfolgreichsten, wobei »Independence
∂ MFG-funded Achievements
Last year, MFG-funded films took home a series of prestigious awards. Steven Spielberg’s thriller “Bridge of Spies” won an Oscar. The tv series “Game of Thrones” received nine Emmy awards. Matthias Bittner’s documentary “War of Lies” took home an Emmy. Nicolas Steiner’s “Above and Below,” won two German Film Awards: best documentary and best cinematography. Chad Hartigan’s German-American coproduction “Morris from America,” largely shot in Baden-Württemberg, garnered two awards at the Sundance Film Festival. At the Tokyo International Film Festival, Chris Kraus’ “The Bloom of Yesterday” won the Grand Prix and the audience award. Soleen Yusef’s German-Iraq coproduction “House without Roof” received the jury’s Special Grand Prix at the Montréal World Film Festival, along with two young talents awards: best production and First Steps at Filmfest München. The documentaries “Passio for Planet” and “Girls Don’t Cry” received recognition at Festival Max Ophüls Preis.
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Bedeutende Auszeichnungen für Nicolas Steiners »Above and Below« Important awards for “Above and Below” by Nicolas Steiner
Day 2« von Roland Emmerich mit 1,5 Millionen Besuchern die absolute Spitzenposition einnimmt. Die Kinolandschaft Baden-Württembergs ist im ersten Halbjahr 2016 um weitere vier Spielstätten angewachsen, womit der Südwesten im bundesweiten Vergleich auf Platz 2 liegt (die Zahlen der Filmförderungsanstalt FFA für das zweite Halbjahr 2016 liegen derzeit noch nicht vor).
Beziehung zum machohaften LKW-Fahrer Dillon überrascht, bezaubert und große emotionale (Kino-)Momente hat.« Den von der MFG finanzierten Lotte Reiniger Förderpreis für Animationsfilm gewann Seoro Oh für seine Arbeit »Afternoon Class«. Die 2D-Computeranimation entstand am Chung Chang College of Cultural Industries Seoul und schildert den Kampf eines Schülers gegen die Müdigkeit seines Körpers im Nachmittagsunterricht. Der mit 20.000 Euro dotierte, bei den Französischen Filmtagen Tübingen vom Publikum auserkorene Gewinner des Verleihförderpreises trägt den Titel »L’effet aquatique / Der Effekt des Wassers«. Den Spielfilm der früh verstorbenen Sólveig Anspach bringt der Tübinger Arsenal Filmverleih auf die deutschen Leinwände (siehe auch S. 33). Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und die Filmund Medienstiftung NRW zeichneten gemeinsam mit dem Verband der deutschen Filmkritik Ekkehard Knörer mit dem Siegfried Kracauer Preis 2016 für die beste Filmkritik
Emmy Award für »Krieg der Lügen – Curveball und der Irak-Krieg« von Matthias Bittner
∂ Auszeichnungen der MFG
Während der Berlinale 2016 wurde der mit 20.000 Euro dotierte Thomas Strittmatter Preis von MFG-Geschäftsführer Prof. Carl Bergengruen verliehen. Preisträgerin des Jahres 2016 ist die Autorin und Regisseurin Katinka Kulens Feistl, die sich mit »Irmas wildes Herz« gegen weitere 25 eingereichte Drehbücher durchgesetzt hat. Aus der Jurybegründung: »Die Jury erkennt den Thomas Strittmatter Preis 2016 mit großer Sympathie einem Drehbuch zu, das auf lebensbejahende, fast heitere Weise die Geschichte einer älteren Frau erzählt, die ein junges Mädchen geblieben ist, einer Frau, die keine Berührungen mag, obwohl sie sich danach sehnt. Katinka Kulens Feistl zeichnet ihre Irma mit einer Brüchigkeit, Verrücktheit und Wärme, die vor allem in der
At the box office, the above-mentioned animation/VFX projects were the most successful, with Roland Emmerich’s “Independence Day” in the leading position with 1.5 million viewers. The number of commercial cinemas in Baden-Württemberg increased by four during the first half of 2016, putting the state in second place nationally. (As of this writing, the German Federal Film Board FFA has not released figures for the second half of 2016.) ∂ MFG Awards
The 20,000-euro Thomas Strittmatter Award was presented by MFG CEO Prof. Carl Bergengruen at the Berlinale 2016. Writerdirector Katinka Kulens Feistl’s screenplay “Irma’s wildes Herz” was selected from among 25 submitted scripts. From the jury’s statement: “With great sympathy, the jury confers the Thomas Strittmatter Award 2016 on a script for the life-affirming, almost cheerful story of an older woman, still young at heart, who can’t stand to be touched but yearns for that very thing. Katinka
Kulens Feistl’s Irma—fragile, weird, warm—surprises and charms us, with great emotional (movie) moments, especially in her relations with the macho trucker Dillon.” For his work “Afternoon Class,” Seoro Oh won the MFG-funded Lotte Reiniger Promotional Award for Animation. The 2D computer animation was created at Chung Chang—College of Cultural Industries Seoul, and describes one student’s battle against tiredness during an afternoon school session. The 20,000-euro distributor award winner chosen by audiences of the Französischen Filmtagen Tübingen went to “L’effet aquatique” (the effect of water). The feature film by Sólveig Anspach, who died at age 54 in 2015, will be distributed in German cinemas by Tübingen’s Arsenal Filmverleih (see also p. 33). The MFG Filmförderung Baden-Württemberg, the Film- und Medienstiftung NRW, and the association of German film critics, Verband der deutschen Filmkritik, bestowed the Siegfried Kracauer Award 2016 for best film review on Ekkehard Knörer. The Siegfried Kracauer Grant went to Patrick Holzapfel. Two
Emmy Award for »Krieg der Lügen – Curveball und der Irak-Krieg« by Matthias Bittner
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Sundance Film Festival vergibt zwei Preise an »Morris aus Amerika« von Chad Hartigan Verleihung des Siegfried Kracauer Preises 2016 durch Carl Bergengruen (l.) und Petra Müller (r.)
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aus. Das Siegfried Kracauer Stipendium ging an Patrick Holzapfel. Zwei weitere Preise wurden zum Jahresende beim FernsehfilmFestival in Baden-Baden verliehen. Der Regienachwuchspreis MFG Star ging an den Autor und Regisseur Visar Morina für »Babai – Mein Vater«, der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik an Christoph M. Kaiser und Julian Maas für die Musik zu »Der Staat gegen Fritz Bauer«.
∂ Förderung ressourcenschonender Filmproduktion
Ein erstes Pilot-Projekt im Rahmen der »Green Shooting«Initiative der MFG war die »Tatort«-Produktion »Fünf Minuten Himmel« von Zieglerfilm Baden-Baden für die ARD, die im Herbst 2015 in Freiburg gedreht und im März 2016 ausgestrahlt wurde. Beim Dreh konnten rund 53,6 Tonnen CO2-Emmissionen (42 Prozent) eingespart werden. Ab dem 2. Quartal 2017 unterstützt die MFG bei geförderten Produktionen mit unterschiedlichen Maßnahmen die Umstellung auf eine ökologisch-nachhaltige Produktionsweise. Dazu zählen u. a. eine kostenlose Beratung vor und während der Dreharbeiten, ein auf der MFG-Internetseite abrufbarer
Chad Hartigan’s “Morris from America” wins two awards at Sundance Film Festival Carl Bergengruen (l.) and Petra Müller (r.) bestow Siegfried Kracauer Award 2016
other awards were conferred at the end of the year at BadenBaden’s FernsehfilmFestival. The MFG-Star, the young talent award for directing, went to writer/director Visar Morina for “Babai”; the Rolf-Hans Müller Award for film music went to Christoph M. Kaiser and Julian Maas for the score for “The People vs. Fritz Bauer.” ∂ Funding Climate-friendly Filmmaking
The first pilot project launched under the auspices of the MFG’s green shooting initiative was the “Tatort” crime series tv movie “Fünf Minuten Himmel” by Zieglerfilm Baden-Baden for ARD, shot in 2015 in Freiburg and airing March 28, 2016. The production saved roughly 53.6 tons of CO2 emissions (42 %). As of the second quarter of 2017, the MFG will support productions seeking to transition to ecologically sustainable production methods. Funding measures will include free consultation before and during shooting, guidelines posted on the MFG website, and a CO2
Handlungsleitfaden sowie ein kostenloser CO2-Emmissionsrechner. Damit können Produktionsfirmen ihren CO2-Ausstoß in allen Produktionsphasen erfassen und steuern.
∂ Netz der Film Commissions jetzt flächendeckend
Zusammen mit regionalen Partnern vor Ort hat die MFG im Jahr 2016 die bisherigen Lücken im Netz der Film Commissions in Baden-Württemberg schließen können. Ab 2017 werden alle Regionen unseres Bundeslandes flächendeckend von regionalen Film Commissions betreut werden. Sie bieten gezielte Beratung und umfassende Informationen über Drehorte und Drehgenehmigungen, künstlerische und technische Profis sowie junge Talente aus der Region. Sie vermitteln zwischen Filmschaffenden und regionalen Dienstleistern, Behörden und Experten aus allen Bereichen. Mit Unterstützung der MFG Filmförderung agieren jetzt acht Film Commissions in den Regionen Freiburg Schwarzwald, BadenBaden/Karlsruhe, Nordbaden, Stuttgart, Neckar-Alb, Ulm, Bodensee und Heilbronn-Franken/Ostalb (siehe S. 20–24). Uwe Rosentreter
emissions calculator with which production companies can record and control their CO2 emissions in every phase of production. ∂ Comprehensive Film Commissions Network
In 2016, the MFG was able to fill the gaps in the network of Film Commissions throughout the state by working with regional partners. From 2017 on, all of the state’s districts will be staffed by Film Commissions. They offer consultation and comprehensive information on shooting locations and permissions, artistic and technical professionals, as well as new talents from the respective regions. They liaise between film professionals and regional service providers, government agencies, and experts in all areas. A total of eight Film Commissions now operate in the state with support from the MFG Filmförderung: Freiburg Schwarzwald, Baden-Baden/Karlsruhe, Nordbaden, Stuttgart, Neckar-Alb, Ulm, Bodensee und Heilbronn-Franken/Ostalb (see also pp. 20–24).
Kino Postproduktion in Baden-Württemberg. Alles was Ihr Film braucht.
Große Dolby Atmos® Kino-Mischregie Große DCI Grading-Suite mit 13 m² Leinwand On-Set Datenwrangling Editing | Conforming | Grading Sounddesign | Mischung Untertitel | Audiodeskription DCP-Mastering | Deliverables
« Die Beste aller Welten » Berlinale-Premiere: Sa, 11.2., 19:30 Uhr, CinemaxX 3 Wiederholung 1: So, 12.2., 12 Uhr, Colosseum Wiederholung 2: So, 12.2., 20:30 Uhr, CinemaxX 1
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In Production
Max hebt unfreiwillig ab und landet in der Häschenschule Max accidentally winds up at rabbit school
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Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei Der Weg in die Häschenschule – vom Buch zum Film
Es war zu Ostern 1922, als der Dichter Albert Sixtus für seinen sechsjährigen Sohn die lustigen Verse über eine Häschenschule im Wald niederschrieb. In den vergangenen 95 Jahren avancierte die Geschichte zum Klassiker und kommt jetzt ins Kino – in einer erfrischend zeitgemäßen Interpretation, die dabei viel vom Geist und Charme des Originals bewahrt. Produzent Dirk Beinhold: »Ich fand die Vorstellung lustig, dass ein cooler Großstadthase, der auf einer Verkehrsinsel lebt, in die altmodische Häschenschule kommt.« Im Film landet Stadthase Max als unfreiwilliger Passagier eines außer Kontrolle geratenen Modellflugzeugs per Bruchlandung in der Häschenschule, die er bis dahin für ein Märchen hielt.
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Rabbit School—Guardians of the Golden Egg The Rabbit School Journey —From Book to Film
It was Easter 1922 when poet Albert Sixtus wrote the amusing rhymes about a rabbit school in the woods for his six-year-old son. A much-loved classic for nearly a century, the book has now been adapted for film—a refreshing contemporary interpretation that retains much of the spirit and charm of the original. Producer Dirk Beinhold: “I was tickled by the idea of a hip city rabbit, who lives on a traffic island, coming to the old-fashioned rabbit school.” In the movie, city rabbit Max crash-lands a model airplane into the rabbit school, a place he thought was just a fairy tale.
Zunächst stellte sich die Frage, welche Atmosphäre wir der Häschenschule als dem zentralen Handlungsschauplatz geben würden. Regisseurin Ute von Münchow-Pohl: »Dafür haben wir uns auf die Schüler und die Lehrer konzentriert und die Häschenschule zum Internat erklärt, das eine spezielle Osterhasenklasse ausbildet.« Im Buch heißt es: »Von dem alten Fuchs, dem bösen, wird erzählt und vorgelesen.« Im Film sind die Füchse weniger auf Hasenbraten aus, sondern neiden den Häschen ihre Rolle zu Ostern. Den Füchsen fehlt jedoch der Zusammenhalt der Häschen und deren Bereitschaft, füreinander einzustehen. Dirk Beinhold: »In der Gemeinschaft ist der Einzelne stark. Und das ist auch genau das, was der anfangs auf sich selbst bezogene Max lernt, der ja noch seinen Platz, seine wahre Heimat sucht.« Wie aber sollte die Häschenschule konkret aussehen? Im Buch ist sie lediglich ein Klassenzimmer unter freiem Himmel. In der Zusammenarbeit zwischen dem Hamburger Artdirector Heiko Henschel (u. a. »Ooops! Die Arche ist weg«) und Setdesigner Uwe Saegner aus Aidlingen-Deufringen entstand ein bäuerlich-ländliches Design unter Verwendung vieler natürlicher Baustoffe. Obgleich der Film komplett 3D-computeranimiert ist, sollten die Bilder niemals fotorealistisch wirken. »Wir haben versucht, den Look möglichst grafisch zu halten und der Vorlage angemessen Tribut zu zollen«, so Produzent Beinhold. Eine weitere zentrale Entscheidung war, den Lehrkörper um die Figur der Madame Hermine zu erweitern. Als weibliche Figur, die den Gegenpart zum altbackenen Frontalunterricht ihres Kollegen Eitelfritz übernimmt, hat sie »eine spirituelle Seite reingebracht, die für das Osterhasendasein unbedingt gebraucht wird«, sagt Ute von Münchow-Pohl. Stolz ist man, die Schauspiel-Ikone Senta Berger für die Rolle der Madame Hermine gewonnen zu haben. Für sie war die
Our first concern was the main setting’s atmosphere —the rabbit school. Director Ute von Münchow-Pohl: “We focused on the pupils and the teacher, and turned the rabbit school into a boarding school that specializes in training Easter bunnies.” In the book, the bad old fox covets rabbit roast; in the movie, the foxes begrudge the bunnies their role at Easter. What the foxes don’t have, however, is the rabbits’ solidarity and one-for-all commitment. Dirk Beinhold: “The individual is strong within the community. And that’s the lesson self-centered Max must learn in his quest to find his true home.” But how should the rabbit school look? In the book it is simply an outdoor classroom. Hamburg-based art director Heiko Henschel (“Ooops! Noah is Gone …”) and set designer Uwe Saegner from Aidlingen-Deufringen collaborated to create a bucolic rural design using many natural building materials. Although the movie is entirely in computer-animated 3D, photorealism was not the
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Max hat sich in Emma verguckt Max falls for Emma
Arbeit an dem Film eine Wiederbegegnung, mit der sie sehr persönliche Erinnerungen an ihre Kindheit in Wien verbindet: »Senta Berger erzählte mir in unserem ersten Gespräch, dass sie das Buch als kleines Kind immer im Luftschutzbunker dabei hatte – die Idylle aus dem Buch muss ein Trostspender gewesen sein«, meint der Produzent. Wie bereits für »Der kleine Rabe Socke« und »Der kleine Rabe Socke 2 – Das große Rennen« holte die Akkord Film für »Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei« u. a. mit Studio Rakete, Virgin Lands, Lavalabs und ibt-Studios eine Reihe von Firmen mit ins Boot, die auf ihrem Gebiet führend sind. Die Fäden für die komplexe Produktion liefen erneut bei der Waiblinger Firma SERU-Film zusammen, die neben der Arbeit am Design und der Animation auch mit der gesamten Produktionsdurchführung betraut war. Executive Producer Sebastian Runschke, Geschäftsführer von SERU-Film: »Unser erstes 3D-Feature mit tollen Partnern! Hier kamen uns die Erfahrungen aus den vorherigen Projekten und unserem Werbefilm-Bereich sehr zugute.«
Der Film feiert auf der Berlinale im Wettbewerb der Sektion Generation Kplus seine Welturaufführung. Am 16. März wird Universum Film »Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei« in über 400 deutsche Kinos bringen. Und zu Ostern startet der Familienfilm u. a. in Frankreich und Großbritannien. Dirk Beinhold, Produzent
Drehbuch Screenplay: Katja Grübel, Dagmar Rehbinder Regie Direction: Ute von Münchow-Pohl Art Director: Heiko Hentschel Schnitt Editing: Erik Stappenbeck | Musik Score: Alex Komlew Ton Sound: Stephan Colli | Sounddesign: Mirko Reinhard Produzent Producer: Dirk Beinhold Koproduzent Coproducer: Tobias Weingärtner Executive Producers: Sebastian Runschke, Valentin Greulich Produktion Production: Akkord Film Produktion GmbH Koproduktion Coproduction: Virgin Lands, NDR, SWR Filmförderung Funding: MFG, FFF Bayern, FF Hamburg SchleswigHolstein, Filmstiftung NRW, nordmedia, FFA, DFFF, MBB, MEDIA www.akkordfilm.com
aim. “We wanted a graphic look in order to pay adequate tribute to the original,” Beinhold explains. Another important decision was to expand the faculty: Madame Hermine provides a foil for her frumpy colleague Eitelfritz’s chalk-and-talk teaching method. The female character brings in “the spiritual quality necessary to be an Easter bunny,” says Ute von Münchow-Pohl. We are proud to have won Senta Berger for the role of Madame Hermine. For the renowned actress, working on this movie brought back very personal memories of her early childhood in Vienna: “In our first interview, Senta Berger told me she always had that book with her when she was in the air-raid shelter. The book’s idyll must have been a consolation,” says the producer.
among others, to produce “Rabbit School.” Waiblingen-based SERU-Film was responsible for overall coordination of the complex project, as well as production design, animation, and implemention. Executive producer Sebastian Runschke, managing director of SERU-Film: “Our first 3D-feature with terrific partners! We were able to draw on experience gained from previous projects and from our commercial film work.” The movie will celebrate its world premiere at the Berlinale in the Generation Kplus section. On March 16, 2017, Universum Film will release “Rabbit School —Guardians of the Golden Egg” in over 400 German cinemas. At Easter, the family movie will be released in France and Great Britain, among others. Dirk Beinhold, producer
As with “Raven the Little Rascal ” and “Raven the Little Rascal 2 — The Big Race,” Akkord Film partnered with leading-edge companies Studio Rakete, Virgin Lands, Lavalabs, and ibt-Studios,
Staunen über den neuen Schüler: Stadthase Max Marvelling at the new kid on the block: city rabbit Max
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Blick auf Yangon – mit 7,3 Millionen Einwohnern wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes
View of Yangon— with a population of 7.3 million, an economic and cultural hub in Myanmar
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Zu Beginn unserer Produktion war Myanmar, das ehemalige Burma, für uns ein ebenso unerschlossenes wie geheimnisvolles Land. Bis vor wenigen Jahren eine Militärdiktatur, an die 50 Jahre abgeschottet vom Rest der Welt, galt Myanmar neben Nordkorea und Kuba als einer der letzten weißen Flecken auf der Landkarte der Globalisierung. Der aktuelle Demokratisierungsprozess führte auch zu einer wirtschaftlichen Öffnung. Auf einmal steht Myanmar im Fokus von Investoren und multinationalen Konzernen, die über 50 Millionen potenzielle neue Kunden für ihre Produkte wähnen. Regisseurin und Ethnologin Eva Knopf hatte die Idee, den tiefgreifenden Wandel in Myanmar filmisch einzufangen und der Frage nachzugehen, wie sich das Leben der Burmesen inmitten dieses Goldrausches gestaltet. Uns gefiel ihr Ansatz, den Film anhand von Marktforschern zu erzählen, die an die Haustüren der burmesischen Bevölkerung klopfen und die ganz normalen Menschen befragen, nach dem was
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Myanmarket
When we began our production, Myanmar, formerly known as Burma, was an unexplored and mysterious country to us. Up until a few years ago, Myanmar was a military dictatorship, isolated for close to 50 years from the rest of the world. Like North Korea and Cuba, Myanmar was considered uncharted territory on the map of globalization. The currently ongoing process of democratization also led to an economic liberalization. All at once, Myanmar is the focus of investors and multinationals, who perceive the population of 50 million as potential customers for their products. Director and ethnologist Eva Knopf conceived of a film investigating the profound transformation occurring in Myanmar by looking at how the Burmese live their lives in the midst of this gold fever. We liked her approach of telling the story from the point of view of market researchers going from door to door and querying ordinary Burmese people about what they eat and
sie essen und wie sie ihre Wäsche waschen, aber auch nach ihren Ängsten und Wünschen. All diese Informationen nutzen die Marktforscher, um ihre potenziellen Kunden kennenzulernen. Doch was würde es bedeuten, in Myanmar zu drehen? Würden die Menschen offen mit uns sprechen? Die mediale Zensur hatte sich seit der Diktatur gelockert und auch unser Kontakt zur normalen Bevölkerung gestaltete sich deutlich einfacher als jener zu den Marktforschern und Investoren. Trotzdem führten die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Myanmar zu mancher Verwirrung und bei uns zu einem schnellen Lernprozess. Da es zum Beispiel in Myanmar unhöflich ist, »Nein« zu sagen, wird oft »Ja« gesagt, ohne dass dies auch gemeint ist … Wir hatten das Glück, dass wir für den Dreh Filmemacher der Yangon Film School mit in unser Team nehmen konnten, die uns sprachlich, vor allem aber mit Kontakten und ihrer Perspektive auf unser Thema unterstützt und so das Projekt bereichert haben. Unsere burmesische Partnerin Hnin Ei
how they do their laundry, about their fears and dreams. The market researchers used the information given to get to know their potential customers. But how would filming in Myanmar be? Would people openly speak to us? Media censuring has been relaxed since the dictatorship, and contact with the general population turned out to be much easier than expected. Nonetheless, cultural differences between Germans and Burmese led to occasional confusion —and a fast learning curve on our part. For example, in Myanmar, the word no is considered impolite, so we learned that a yes did not always mean yes. Our team was fortunate to be able to hire filmmakers from Yangon Film School, who not only helped us with the language, but above all with their contacts and perspectives on our subject, thus enriching the project. Our Burmese partner Hnin Ei Hlaing (aka Snow) had even attended the Filmakademie Baden-Württem-
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Drei junge Burmesinnen am Yangon-Fluss Three young Burmese women at the Yangon River
Hlaing (aka Snow)hatte bereits ein Auslandssemester an der Filmakademie Baden-Württemberg absolviert, was das gegenseitige Verständnis stark vereinfachte. Auch das Goethe Institut Myanmar in Yangon war uns mit seiner logistischen Unterstützung eine große Hilfe. Als deutsch-burmesisches Team wurden wir von allen Protagonisten sehr offen, interessiert und freundlich empfangen. Ob in der Stadt oder auf dem Land – alle Menschen scheinen gleichermaßen nach vorn zu schauen. Die Militärdiktatur ist nur noch, so erschien es uns, ein dunkler Schatten der Vergangenheit. Obgleich noch viele ehemalige Militärs Machtpositionen in Politik und Wirtschaft innehaben, spürt man überall die Veränderung und eine große Erleichterung bei den Menschen. Aus unserer Sicht wirkten sie manchmal zu optimistisch, winkt ihnen doch ein Wirtschaftssystem, dessen Dysfunktionalität im Westen mindestens ebenso präsent ist wie seine Funktionalität. Das Grundprinzip »Konsumieren als Motor des Handelns und Arbeitens« ist vielen Burmesen noch vollkommen fremd. Einige, die wir trafen, flirten nun mit dem Konsum, andere wiederum schauen durchaus befremdet bis belustigt auf die Verheißungen der neuen Warenwelt und bevorzugen eine Orientierung an traditionellen Werten und dem Buddhismus. So klagen manche Firmen etwa über die Arbeitsmoral einiger Mitarbeiter: Wenn diese meinen, genug Geld verdient zu haben, erscheinen sie am nächsten Tag nicht mehr zur Arbeit. Erst wenn sie wieder Geld brauchen, suchen sie sich eine neue Stelle. Das veranlasste einen unserer Interviewpartner, den Chef einer Markforschungsagentur, zu der Aussage, dass er sich auf den Tag freue, an dem es in Myanmar endlich Kreditkarten und Baukredite gäbe. Wenn die Menschen Schulden hätten, wären sie nämlich gezwungen, jeden Tag zur Arbeit zu erscheinen.
berg for one semester, thereby considerably contributing to our mutual understanding. The Goethe Institut Myanmar in Yangon also proved very helpful in terms of logistical support. All the protagonists welcomed our German-Burmese team with kindness, openness, and interest. Whether urban or rural populations, the Burmese seem equally determined to look ahead. The military dictatorship is treated merely —so it seemed to us —as a dark shadow of the past. Although many former military officials remain in positions of power in politics and business, one senses the transformation everywhere, and a great relief among the population. In our view, people sometimes seemed almost too optimistic, considering the West’s beckoning economic system is at least as dysfunctional as it is functional. The basic principal “consumption as an engine of trade and operations” is still completely foreign to many Burmese. A few whom
Solche und andere Erlebnisse motivierten uns, immer wieder über vermeintliche Selbstverständlichkeiten bzw. unsere eigenen kulturellen Prinzipien und Werte nachzudenken. Der Dokumentarfilm wird im Herbst 2017 in der Reihe Junger Dokumentarfilm des SWR gezeigt, zudem ist eine vorherige Festival-Auswertung geplant. Ulla Lehmann, Produzentin Buch und Regie Script and Direction: Eva Knopf Co-Autorin Dreh Co-author shooting: Hnin Ei Hlaing (aka Snow) Kamera Cinematography: Stefan Sick Schnitt Editing: Ana Rocha Fernandes Musik Score: John Gürtler/Paradox Paradise Ton Sound: Markus Limberger, Eva Knopf Tongestaltung Sound design: Jonathan Schorr Produktion Production: AMA FILM / Ulla Lehmann, Andrea Roggon Koproduktion Coproduction: SWR (Red.: Gudrun Hanke-El Ghomri) Filmförderung Funding: MFG, HessenFilm und Medien, Bremer Dokumentarfilm Förderpreis des Filmbüro Bremen www.amafilm.de
we met are now engaged in flirting with consumerism; others regard the promises of the brave new world of merchandise with alienation or amusement, preferring to orient themselves to traditional values and Buddhism. Several companies even complain of some staff members’ work ethic: when these employees feel they’ve earned enough money, they don’t turn up for work the next day. Only when they need more money do they look for a new job. One of our interview partners, the director of a market research agency, said he was looking foward to the day Myanmar would offer credit cards and building loans: if people had debts, they would be forced to go to work every day. These and other experiences inspired us repeatedly to question our own supposedly self-evident cultural principles and values. After festival exploitation, the documentary will be aired in fall 2017 as part of the SWR’s series “Junger Dokumentarfilm.” Ulla Lehmann, producer
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Jeremy Miliker in der Rolle des 7-jährigen Adrian Lukas Miko verkörpert Günter Goiginger, Helgas Lebensgefährten
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Die beste aller Welten
Dem Regisseur und Drehbuchautor Adrian Goiginger gelingt es mit seinem Debüt-Kinofilm »Die beste aller Welten«, dem Zuschauer durch die Augen eines Kindes einen faszinierenden und empathischen Einblick in die Salzburger Junkie- und Dealerszene zu ermöglichen. Der Spielfilm basiert auf wahren Ereignissen rund um den Jahrtausendwechsel und erzählt die Geschichte des siebenjährigen Adrian, der vaterlos im Salzburger Drogenmilieu aufwächst. Er zeigt auch die tiefe Beziehung zu seiner heroinabhängigen Mutter – eine Liebesgeschichte. Für die Produktion dieses deutsch-österreichischen Spielfilms unterbrach Adrian Goiginger für zwei Semester sein Studium an der Filmakademie Ludwigsburg. »Die beste aller Welten« spielt – abseits von Salzburgs Glamour – im Drogenviertel Liefering. Dort leben Adrian und seine Mutter Helga Wachter in einer mit Tüchern verhangenen Erdgeschosswohnung, die von den Drogenfreunden nur über den Balkon betreten und wieder verlassen wird. Dealer und Kleinkriminelle bilden die soziale Bezugsgruppe des kleinen Jungen. Das Leben mit ihnen ist für Adrian Alltag. Während die Erwachsenen am Lagerfeuer ihre verschworene
Jeremy Miliker in the role of 7-year-old Adrian
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Lukas Miko portrays Günter Goiginger, Helga’s companion
In his debut feature film “Die beste aller Welten,” director and screenwriter Adrian Goiginger succeeds in conveying fascinating insights into Salzburg’s drug scene, as seen through the nonjudgmental eyes of a child. The movie, based on real events taking place around the new millennium, tells the story of seven-yearold Adrian, who grows up fatherless in Salzburg’s drug scene, and his profoundly deep relationship with his heroin-addicted mother. Goiginger interrupted his studies at the Filmakademie Ludwigsburg for two semesters to produce this German-Austrian feature film.
Die beste aller Welten The Best of all Worlds
“Die beste aller Welten” is set in the drug district Liefering, far from Salzburg’s glamor. Adrian and his mother Helga Wachter live in a ground-floor apartment curtained by sheets, accessed by Helga’s dealer and junkie friends only via the balcony. Dealers
Zusammengehörigkeit feiern und sich dem Rausch hingeben, fühlt sich der Junge frei und kann seine Abenteurerfantasien unbekümmert ausleben. Er ist glücklich – und das nicht zuletzt dank der festen Bindung zu seiner Mutter. Helga liebt ihren Sohn von ganzem Herzen und ihre größte Angst ist, dass sie eines Tages von ihm getrennt werden könnte. Nicht nur die dem Drogenkonsum geschuldeten Geldprobleme, auch das Jugendamt, das den Wachters unablässig Besuche abstattet, lassen diese Befürchtung real werden. Die Rolle der Helga wird von der renommierten Film- und Theaterschauspielerin Verena Altenberger verkörpert. Die Österreicherin, die derzeit in der Hauptrolle der RTL-Serie »Magda macht das schon« ihr komödiantisches Talent zeigt, war ein großer Glücksfall und Gewinn für das Filmprojekt. Um sich in die Lebenswelt der Helga Wachter einzufühlen, begab sie sich in Begleitung des Regisseurs in die Drogenszenen von Salzburg und München. Altenbergers virtuoses Spiel bringt uns das Dilemma, liebende Mutter und abhängige Junkie zu sein, zum Greifen nahe. An ihrer Seite feiert der achtjährige Jeremy Miliker in der Rolle des Adrian sein Debüt vor der Kamera. Er schafft es, den Zuschauer in die Welt eines Jungen eintauchen zu lassen, der seine Mutter bedingungslos liebt und sie vor einer Gefahr beschützen will, die er mit seinem kindlichen
and petty criminals are the young boy’s only social reference group; life with these people represents his normal daily life. While the adults celebrate their conspirative togetherness, blissfully tripping around the campfire, Adrian feels free to blithely live out his adventure fantasies. He’s happy, not least thanks to the close relationship with his mother. Helga adores her son. Her greatest fear is being separated from him one day. Not only her fragile financial situation on account of owing her dealers money, but also the child welfare officers, who unrelentingly check up on the Wachters, make this threat very real. The role of Helga is portrayed by renowned film and stage actress Verena Altenberger. The Austrian, who currently shows her comedic talents as the lead in RTL’s series “Magda macht das schon,” proved a stroke of luck for the project. To gain insight into Helga Wachter’s environment, the actress and the director visited Salzburg’s and Munich’s drug scenes. Altenberger’s masterful performance helps us grasp the character’s predicament,
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und zugleich sehr feinfühligen Verstand spüren kann. Lukas Miko verkörpert Günter Goiginger, Helgas Lebensgefährten. Michael Pink (»SOKO Kitzbühel«, »James Bond 007 – Skyfall«) ist »Der Grieche«, ein Dealer und einer der heroinabhängigen Dauergäste im Haus der Wachters. Pink steuerte zudem den Song »Fia Di« bei, der über dem Abspann läuft. Der Wunsch der Produzenten Wolfgang Ritzberger und Nils Dünker war es, einen großen Teil des Filmes an Originalschauplätzen im Brennpunktviertel Liefering zu drehen. Die Sequenz aus Tagträumen des kleinen Jungen, die sich um den furchtlosen Abenteurer Ronan ranken, der seiner finalen Schlacht mit dem Dämon entgegensteuert, inszenierte Adrian Goiginger in Baden-Württemberg, u. a. in den Stuttgarter SNAP-Studios und an realen Motiven, die in der Schertelshöhle bei Westerheim und der Falkensteiner Höhle in der Nähe von Grabenstetten liegen. Kameramann Yoshi Heimrath (»Wir sind jung, wir sind stark«, »Mitten in Deutschland – NSU«) entwickelte für jede der beiden Erzählebenen – die reale und harte Ebene des Drogenalltags und die Ebene der kindlichen Träume – eine eigenständige Bildsprache. Das biografische Drama wurde von RitzlFilm, Mödling und Lailaps Pictures als österreichisch-deutsche Produktion
that of being a loving mother as well as drug addict. In his debut movie role, 8-year-old Jeremy Miliker as Adrian lets audiences enter into the world of a boy who loves his mother unconditionally and who wants to protect her from the danger he senses, despite being a child. Lukas Miko portrays Günter Goiginger, Helga’s companion. Michael Pink (“SOKO Kitzbühel,” “James Bond 007—Skyfall”) plays the dealer, known as “the Greek,” one of the heroin addicts and a permanent guest in the Wachter’s apartment. Pink also contributed the song “Fia Di” during the closing credits. Producers Wolfgang Ritzberger and Nils Dünker wanted to shoot most of the movie at original locations in the troubled district Liefering. Adrian Goiginger staged the boy’s daydream sequence about the fearless adventurer Ronan heading into his final battle with the demon in Baden-Württemberg at Stuttgartbased SNAP-Studios, among others, and at real locations, e. g., the Schertelshöhle caves near Westerheim and the Falkensteiner
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hergestellt. Die Drehbuchentwicklung wurde initiiert und betreut von Brigitte Dithard, die das Projekt in einer frühen Drehbuchfassung für den SWR entdeckte und mit großem Engagement während der gesamten Produktionsphase redaktionell betreute. SWR und ORF sind Co-Produktionspartner. »Die beste aller Welten« feiert auf der Berlinale in der Sektion Perspektive Deutsches Kino seine Weltpremiere (s. MFG-News S. 24). Nils Dünker, Produzent Buch und Regie Script and Direction: Adrian Goiginger Kamera Cinematography: Yoshi Heimrath, Paul Sprinz Szenenbild Scenography: Veronika Merlin Schnitt Editing: Ingrid Koller Musik Score: Dominik Wallner, Manuel Scho negger, Michael Pink Ton Sound: Bertin Molz, Marvin H. Keil, Tobias Scherer Kostümbild Costume Design: Monika Gebauer Casting: Angelika Kropej Maskenbild Make-up: Tim Scheidig Produktion Production: RitzlFilm, Mödling, Lailaps Pictures Herstellungsleitung Executive Producer: Janina Dogs Koproduktion Coproduction: Brigitte Dithard (SWR), Susanne Spellitz (ORF) Filmförderung Funding: MFG, Stadt und Land Salzburg, Öster reichisches Filminstitut
cave near Grabenstetten. Cinematographer Yoshi Heimrath (“Wir sind jung, wir sind stark,” “Mitten in Deutschland—NSU”) developed a visual language for each narrative level—one for the harsh, narcotics-dominated reality and one for the child’s inner world of daydreams. The German-Austrian biographical drama was produced by RitzlFilm, Mödling, and Lailaps Pictures. Screenplay development was initiated and supervised by SWR’s Brigitte Dithard, who discovered the project in an early stage, subsequently investing a great deal of editorial commitment to the production. The SWR and ORF are coproduction partners. “Die beste aller Welten” celebrates its world premiere at the Berlinale in the section Perspektive Deutsches Kino (see MFGNews, p. 24). Nils Dünker, producer
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Verena Alten berger als drogenabhängige Mutter Helga Verena Alten berger as drugaddict mother Helga
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Klaus Schumann (r.), Modemacher in den späten 1950ern Klaus Schumann (right), fashion designer in the late 1950s
Wolfgang Theis (l.) Mitbegründer Schwules Museum*, Wilfried Laule (r.) Maler, beide ehemalige Mitglieder der HAW
Wolfgant Theis (left), cofounder of the Schwules Museum* (Queer Museum), and Wilfried Laule (right), artist, both former members of HAW
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Mein wunderbares West-Berlin
Wenn man sich mit dem schwulen West-Berlin beschäftigt, kommt man an Baden-Württemberg nicht vorbei. Sehr viele, auch bekannte Schwule kommen aus dem Südwesten, etwa: René Koch, Manfred Salzgeber, Martin Dannecker, Wieland Speck, Udo Walz. Nach dem Dokumentarfilm »Ich kenne keinen – Allein unter Heteros« aus dem Jahr 2003, der sich mit Schwulen in der schwäbischen und badischen Provinz beschäftigte, beschreibt »Mein wunderbares WestBerlin« das einschlägige Traumziel Berlin. Der Film geht dabei auch der Frage nach, inwiefern während der Mauerjahre die queere Subkultur eine Atmosphäre in Berlin erzeugt hat, die all jene suchen, die es heute noch dort hinzieht, die aber zusehends verschwindet.
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My Wonderful West Berlin
When considering the queer scene in West Berlin, there’s no getting around Baden-Württemberg. Many well-known gays came from the southwest, for example René Koch, Manfred Salzgeber, Martin Dannecker, Wieland Speck, Udo Walz. After my 2003 documentary “Talk Straight—The World of Rural Queers,” about four gay men living in rural Swabia, “My Wonderful West Berlin” turns to gays’ dream destination Berlin. The film also explores the question of how much of Berlin’s atmosphere was directly influenced by the queer subculture—an atmosphere that even today draws people, but which in fact is disappearing. Making this film involved years of extensive research because the relevant archives possess little if any material from the 1950s and 1960s. For the following two decades, as well, existing sources yield relatively little. Homosexuals as a part of society
Hinter mir liegt eine jahrelange, sehr aufwendige Archivmaterialrecherche, denn die Sender haben in ihren Archiven fast gar nichts über schwules Leben der 1950er- und -60er. Und auch für die beiden Jahrzehnte danach ist die Quellenlage nicht besonders ergiebig. Homosexuelle wurden als ein Teil der Gesellschaft auch visuell ausgeblendet. Zudem schwebte über der Szene das Damoklesschwert des seit 1872 geltenden Paragraphen 175 StGB, der Homosexualität als sittenwidrig brandmarkte und unter Strafe stellte. Das Gesetz fand bis 1969 in der von den Nazis verschärften Fassung Anwendung, wurde wiederholt modifiziert und erst 1994 ganz abgeschafft. So ist es nicht verwunderlich, dass wenig Bildmaterial und zum Beispiel fast keine Innenaufnahmen von Lokalen und anderen Orten existieren. Umso größer war unsere Freude, als wir bislang unveröffentlichtes Super-8-Material aus Privatbesitz fanden – darunter auch Filmaufnahmen der ersten schwulen Demonstration 1973 in West-Berlin. Wir haben uns in dem Film nicht auf Interviews beschränkt, sondern wollten ein Spannungsfeld zwischen dem heutigen Berlin und den 45 Westberliner Jahren aufzeigen. So wie wir uns wie Jäger und Sammler auf die Suche nach Material aus den zurückliegenden Jahrzehnten machten, so haben wir uns auch der heutigen Zeit genähert und Events, situative Momente, spontane Unterhaltungen etc. mit der Kamera eingefangen – was sich im Schnitt erstaunlich gut mit den Archivaufnahmen zusammenfügte und ein gutes Tempo vorlegt. Am Ende lag eine beträchtliche Anzahl von Drehtagen hinter uns. Alexander Gheorghiu hat einen Großteil der
were ignored visually, as well. In addition, the queer scene suffered under the damocles sword of Paragraph 175 StGB, dating from 1872, which made homosexual acts between men a crime. The paragraph was applied in its strictest form, as implemented by the Nazis, until 1969. It was repeatedly modified and finally abolished in 1994. This explains the lack of images, for example, interior shots of bars and other places. Thus we were delighted to discover privately owned, unpublished Super 8 film material—including footage of the first gay rally in 1973 in West Berlin. We did not limit ourselves to interviews, but wanted to juxtapose today’s Berlin and the 45 years it was West Berlin. As hunters and gatherers on the lookout for material from the past decades, so too we approached the present, capturing events, situational
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Kameraarbeit übernommen, teilweise habe auch ich gedreht, hin und wieder waren wir gleichzeitig hinter der Kamera, die immer leicht beweglich war und nie auf dem Stativ. Dies gibt dem Film eine von uns angestrebte große Lebendigkeit. Wir haben während der Drehzeit immer wieder Teile geschnitten und ausprobiert, wie sich die verschiedenen Protagonisten in den Film integrieren lassen und unseren Drehplan entsprechend modifiziert. Den Schnitt übernahm wie bereits für den Dokumentarfilm »Out in Ost-Berlin« (2013) Thomas Keller. Einen Film über die bewegte jugendliche Zeit heute älterer Menschen zu drehen, birgt seine besonderen Herausforderungen – insbesondere, wenn dabei Sexualität eine nicht unwichtige Rolle spielt. Wir haben uns entschieden, das Thema Altern offensiv anzugehen und den Rückblick auf die wilden Zeiten unserer Protagonisten und deren Narration als ein Thema in unseren Film aufzunehmen.
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Der Film ist nach »Out in Ost-Berlin« der zweite Teil einer Berlin-Trilogie, deren letzter Teil die Zeit vom Mauerfall bis heute erzählen wird. Mehrfach stand unser Projekt finanziell vor dem Aus. Es kommt fast einem Wunder gleich, dass wir es geschafft haben und nach vielen sehr positiven und konstruktiven Testscreenings den Film nun auf der Berlinale erstmals zeigen werden (s. MFG News, S. 24). »The joy of independent filmmaking« besteht ja auch in einer Überdosis an Arbeit. Und so freue ich mich, nach vielen Monaten mit langen Arbeitstagen nun ein wieder etwas entspannteres Leben führen zu können. Jochen Hick, Regisseur und Produzent Buch und Regie Script and Direction: Jochen Hick Kamera Cinematography: Alexander Gheorghiu, Jochen Hick Schnitt Editing: Thomas Keller Musik Score: Karol Obara | Ton Sound: André Zacher, Jörg Theil Tonmischung Rerecording: Michael Kaczmarek Produzenten Producers: Hermann Hick, Ursula Scheid Produktion Production: Galeria Alaska Productions Koproduktion Coproduction: Rundfunk Berlin-Brandenburg Filmförderung Funding: MFG, Medienboard Berlin-Brandenburg, DFFF, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein Verleih Distribution: Salzgeber Medien GmbH www.galeria-alaska.de
René Koch, Deutschlands bekanntester Visagist, kam 1962 nach Berlin René Koch, Germany’s most popular make-up artist, came to Berlin in 1962
moments, spontaneous conversations, etc., with the camera. In the editing phase, the latter components melded with the historial material surprisingly well, setting a good pace. Ultimately, we spent a considerable number of days shooting. Alexander Gheorghiu took on the bulk of the cinematography, I shot some footage, and occasionally we were simultaneously behind the moveable camera. We never used a tripod. This gives our film the desired liveliness. During the long shooting period, we repeatedly cut footage, experimenting with integrating the various protagonists into the film, necessarily modifiying our shooting schedule to accommodate our needs. Thomas Keller, who edited “Out in East Berlin” (2013), was again responsible for the editing.
Making a film about the turbulent pasts of today’s older queers poses challenges. Especially when the issue of sexuality plays such a big role. We decided to tackle the subject of aging headon, weaving our protagonists’ recollections of their wild years into the film’s narrative. The film is the second in a Berlin trilogy, following “Out in East Berlin.” The final part will cover the period from the fall of the Wall to the present. Several times our project was on the brink of collapse financially. Miraculously, we’ve succeeded and—after many positive and constructive test screenings—are pleased to premiere the film at the Berlinale (see MFG News, p. 24). Of course, the joy of independent filmmaking lies in overdosing on work. Nonetheless, after many months of long days, I am now looking forward to a more relaxed pace. Jochen Hick, director and producer
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Demonstration und Straßenaktionen der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW), 1973 Rallies and street campaigns by the Homosexuelle Aktion Westberlin (HAW), 1973
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Ausnahmsweise mal gut eingepackt: Kim Riedle als Angie Properly dressed for the cold, for a change: Kim Riedle as Angie
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Back for Good
Hitzig sollte es werden in diesen kalten Dezembertagen, denn es standen uns noch ein paar größere Massenszenen bevor. Doch die Regisseurin meisterte auch diese Herausforderung souverän. Überhaupt war ich sehr überrascht, wie professionell Mia Spengler ihren Diplomfilm umsetzt. Denn ein Diplomfilm ist in der Regel finanziell nicht gerade üppig ausgestattet. Da half es, dass wir mit Stefanie Groß eine Redakteurin dabei hatten, die bereits in einem frühen Produktionsstadium ihre volle Unterstützung zusagte und uns somit Planungssicherheit gab. Auch die MFG und die Filmakademie gaben alles, damit dieser Film realisiert werden konnte, und nicht zuletzt das gesamte Team, gut durchmischt mit Profis, Newcomern und Studenten. Anders wäre so ein
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Back for Good
The cold December days were about to heat up—we had a few big crowd scenes left to shoot. But the director confidently met this challenge, too. In fact, I was pleasantly surprised by Mia Spengler’s professionality in producing her diploma film—which, as a rule, tend to be low-budget. Having an editor like Stefanie Groß helped: she had given us full backing early on in the production phase, thus ensuring planning security. The MFG and Ludwigsburg Filmakademie gave their best to help make this film, along with the entire team, a good mix of professionals, newcomers, and students. Such a film would not have been possible without the parties involved—after all, we all wanted to be home by Christmas. We had calculated 31 shooting days; thus, everyone’s time sheets reflected the tight schedule. We had begun shooting in mild au-
Film nicht zu stemmen – denn Weihnachten wollten wir ja schließlich zuhause sein. Einunddreißig Drehtage hatten wir veranschlagt und so stand für alle ein straffes Programm auf dem Stundenzettel. Mit den Dreharbeiten begonnen hatten wir im milden Herbst und fanden uns nun im eisigen Winter wieder. Unsere Hauptdarstellerin Kim Riedle in der Rolle der Angie hatte wohl am meisten mit den frostigen Temperaturen zu kämpfen, schließlich spielt sie eine C-Prominente, die unbedingt wieder ins Rampenlicht rücken will und bei diesem Vorhaben nicht mit ihren weiblichen Reizen geizt. So stakst sie auf High Heels im Paillettenkleidchen durch unseren Film. Herrlich überdreht und sehr witzig – und im Zusammenspiel mit dem gewohnt professionellen Spiel von Juliane Köhler in der Rolle der Mutter eine Augenweide, den beiden bei ihrer Arbeit zu zuzusehen.
tumn, and now found ourselves in frigid winter. Our lead actress, Kim Riedle, in the role of Angie, probably had to fight the cold more than anybody: she plays a reality-tv starlet who doesn’t stint on her feminine wiles in a desperate bid to return to the limelight. The lovable-screwball teeters through our film in a short spangled dress and high heels. Together with Juliane Köhler, who as usual delivers highly professional acting in the role of the mother, they are a feast for the eyes and a joy to watch. Now that we’re celebrating our world premiere at the 67th Berlinale in cold February—and opening the section Perspektive Deutsches Kino, to boot—freezing is irrelevant. And if in future the temperatures during shooting are an indication of the weather during a premiere, then we plan to shoot our next film in spring! After all, Cannes takes place in May. ... Rüdiger Heinze, producer
In Production
FilmFacts Südwest
Frostige Mienen: Angie mit ihrer
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… und ihrer pubertierenden Schwester … and her adolescent sister (Leonie
verhassten Mutter … Frosty expressions: Angie with her
Wesselow)
hated mother …
Dass wir nun im kalten Februar auf der 67. Berlinale unsere Weltpremiere feiern und sogar die Sektion Perspektive Deutsches Kino eröffnen dürfen (siehe auch S. 24), ist eine wunderbare Belohnung für das Frieren. Und wenn auch zukünftig die Temperaturen während der Drehzeit eine Prognose auf den Premierentag werfen, dann drehen wir unseren nächsten Film im Frühjahr, denn im Mai ist ja bekanntlich Cannes! Rüdiger Heinze, Produzent
Kamera Cinematography: Falko Lachmund Szenenbild Scenography: Uli Friedrichs Schnitt Editing: Linda Bosch, Gregory Schuchmann Musik Score: Marc Fragstein | Ton Sound: Julian Aichholz Kostümbild Costume Design: Tina Eckhoff Maskenbild Make-up: Anna Katharina Michel Besetzung Casting: Lisa Stutzky Produktion Production: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion Koproduktion Coproduction: Filmakademie, SWR
Buch Script: Stefanie Schmitz, Mia Spengler
Filmförderung Funding: MFG
Regie Direction: Mia Spengler
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Film Commission Nordbaden
Mannheim
Film Commission Heilbronn-Franken/Ostalb Heilbronn
Film Commission Baden-Baden/Karlsruhe
Stuttgart
Baden-Baden
Film Commission Region Stuttgart
Reutlingen Ulm
Film Commission Region Neckar-Alb
Film Commission Freiburg Schwarzwald
Vielfältige Locations: Schloss Neuenstein Manifold settings: Neuenstein Castle
Film Commission Region Ulm
Aus den Regionen FC
Freiburg Film Commission Bodensee
Film Commission Heilbronn-Franken/Ostalb
Filmstandort Baden-Württemberg – die Film Commissions Die acht Film Commissions im Südwesten bieten der Filmwirtschaft als kostenlosen Service kompetente Beratung und Informationen über Drehorte und -genehmigungen, über künstlerische und technische Profis sowie Talente aus den Regionen. Sie vermitteln zwischen Filmschaffenden und regionalen Dienstleistern, Behörden und Experten aus allen Bereichen. Mit Unterstützung der MFG Filmförderung agieren die im vergangenen Jahr teils neu strukturierten Film Commissions in den Regionen Freiburg Schwarzwald, Baden-Baden/Karlsruhe, Nordbaden, Stuttgart, Neckar-Alb, Ulm, Bodensee und HeilbronnFranken/ Ostalb. In den FilmFacts berichten sie regelmäßig über Aktuelles aus ihren Regionen.
Ab 2017 werden Film- und Medienschaffende auch in der Region Heilbronn-Franken/Ostalb herzlich willkommen geheißen und professionell mit Informationen rund um die Themen Drehortsuche, behördliche Genehmigungen, Equipmentbeschaffung oder Expertenvermittlung versorgt. Ansprechpartnerin bei der neu gegründeten Film Commission Heilbronn-Franken/Ostalb ist Heike Rechkemmer. Die ausgebildete Eventmanagerin ist bereits sechs Jahre für das Standortmarketing der Region zuständig, kennt sich also bestens aus. Die Film Commission ist unter dem Dach der seit 1999 bestehenden Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) angesiedelt. Filmschaffende können so vom Netzwerk der Wirtschaftsfördergesellschaft profitieren: Die WHF arbeitet eng mit der Wirtschaft, den Tourismusgesellschaften, mit Städten und Gemeinden, Verbänden und Institutionen zusammen. Auf diese Strukturen kann auch im Ostalbkreis zurückgegriffen werden. Aber das sind nicht die einzigen Vorteile der Region: Unverbrauchte Filmkulissen warten darauf, entdeckt zu werden! Die Region im Nordosten Baden-Württembergs ist histo-
Location Southwest—Our Film Commissions
FC
Konstanz
Our film commissions offer free access to regional expertise throughout Baden-Württemberg, facilitating contacts with existing networks and industry-specific know-how. The film commissions provide targeted consulting, as well as comprehensive information on shooting locations and permits, artistic and technical professionals, in addition to budding film talents based in the region. The commissions assist film professionals in negotiating with regional service providers, government agencies, and experts in all relevant areas. Currently, Baden-Württemberg boasts eight regional commissions under the auspices of the MFG Filmförderung: Freiburg Black Forest, Baden-Baden/Karlsruhe, Nordbaden, Stuttgart, Neckar-Alb, Ulm, Bodensee, and Heilbronn-Franken/Ostalb.
Film Commission Heilbronn-Franken/Ostalb
Beginning in 2017, the newly formed Film Commission HeilbronnFranken/Ostalb will offer services to film and media professionals in the region, including assistance for scouting out film locations, procuring equipment, and recruiting specialists. Contact person Heike Rechkemmer, a qualified event manager in charge of the region’s site marketing for six years, knows the region inside and out. The film commission operates under the auspices of the Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF), which agency was launched in 1999. Film professionals will profit from the agency’s network in the Ostalb and Heilbronn regions: WHF works together closely with regional businesses, tourist agencies, cities and communities, associations and institutions. And the region has more assets: fresh film settings wait to be discovered! The northeast of Baden-Württemberg is marked by
Regional Film Commissions
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Kurzfilmbiber 2016 an Christian Wittmoser (Mitte) Best short film “Biber 2016” goes to Christian Wittmoser (center) Kohlekraftwerk am Neckar Coal-fired power plant along the Neckar
risch und industriell geprägt. Neben ausgedehnten Wäldern, Acker- und Weidelandschaften sowie Weinbau findet man alte und neue Industrieanlagen direkt neben Sehenswürdigkeiten wie Schlösser oder mittelalterliche Klosteranlagen. Auf www.heilbronn-franken.com und via facebook.de/ whfheilbronn sind erste Einblicke abrufbar, bevor im Frühjahr die offizielle Homepage der Film Commission an den Start gehen wird.
bisherige und neue Leiter der Film Commission Michael Ackermann neben der Förderung der Filmwirtschaft und Festivallandschaft thematische Schwerpunkte zu setzen. In Anlehnung an die Auszeichnungen der Städte Mannheim und Heidelberg als UNESCO Creative Cities wird man die Themen Film und Musik in Mannheim bzw. Film und Literatur in Heidelberg besonders fördern.
Kontakt: Heike Rechkemmer | Telefon 07131 7669-860 h.rechkemmer@heilbronn-franken.com
Kontakt: Michael Ackermann | Telefon 0621 15028139 C-HUB | Hafenstraße 25–27 | 68159 Mannheim ackermann@filmcommission-nordbaden.de
FC
FC
Film Commission Nordbaden
Film Commission Bodensee
Die neue Film Commisson Nordbaden ging am 1. Januar an den Start und beerbt die FilmCommission MRN, aus der sich der Trägerverein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar Mitte 2016 zurückgezogen hatte. Die Film Commission Nordbaden wird sich auf den baden-württembergischen Teil der Metropolregion konzentrieren, also auf die Städte Mannheim und Heidelberg sowie die Landkreise NeckarOdenwald, Rhein-Neckar und Main-Tauber. Neue Heimat ist die Creative Commission der Startup Mannheim GmbH, die auch die Mannheimer Gründer- und Kreativwirtschaftszentren betreibt. In enger Abstimmung mit Creative Commmissioner Frank Zumbruch plant der
Die Vierländerregion Bodensee bietet eine Kulisse der ganz besonderen Art und gerät wieder zunehmend ins Visier auch größerer Filmproduktionen. Schon jetzt konnte die Film Commission Bodensee zahlreichen Filmteams bei der Locationsuche sowie der Kontaktvermittlung behilflich sein. Sie planen einen Dreh in der Vierländerregion Bodensee? Gern stehen wir Ihnen unterstützend zur Seite – und das über die Ländergrenzen rund um den Bodensee hinweg. Für das neue Jahr plant die Film Commission Bodensee die Etablierung eines seeumfassenden Branchentreffs für Filmschaffende – als Plattform zum Kennenlernen und Austausch. www.filmcommission-bodensee.de
historical and industrial developments, offering not only extensive forests, farmland, and viticultural landscapes, but also old and new industrial plants in close proximity to tourist attractions such as castles and medieval monasteries. For a first impression, visit www.heilbronn-franken.com or facebook.de/whfheilbronn. The new film commission’s website will be launched officially in the spring.
on Baden-Württemberg’s metropolitan regions Mannheim and Heidelberg, as well as the counties Neckar-Odenwald, RheinNeckar, and Main-Tauber. The commission’s offices are now located at the Creative Commission of Mannheim GmbH, a startup enterprise that also runs Mannheim’s start-up and creative economies centers. Working in close cooperation with Creative Commmissioner Frank Zumbruch, previous and current film commissioner Michael Ackermann will focus on thematic priorities, along with film funding and the festival scene. Recently accepted in the UNESCO Creative Cities Network, Mannheim and Heidelberg will especially be promoting film and music, and film and literature, respectively.
Contact: Heike Rechkemmer | Telephone 07131 7669-860 h.rechkemmer@heilbronn-franken.com
FC
Film Commission Nordbaden Contact: Michael Ackermann | Telephone 0621 15028139
The new Film Commisson Nordbaden was launched January 1, 2017, as a successor to the FilmCommission MRN, which withdrew from the sponsoring agency Zukunft Metropolregion RheinNeckar in mid-2016. The Film Commission Nordbaden will focus
C-HUB Kreativwirtschaftszentrum Mannheim Hafenstraße 25–27 | 68159 Mannheim ackermann@filmcommission-nordbaden.de
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Regional Film Commissions
Dreh im Schloss Sommershausen: »Winterjagd« von Astrid Schult Filming in Sommershausen Castle: “Winterjagd” by Astrid Schult
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Film Commission Region Ulm
∂ Ein Biber für »Emily must wait«
Zumindest für Regisseur Christian Wittmoser hat sich das Warten ausgezahlt: Er wurde am Festivalsonntag der 38. Biberacher Filmfestspiele für seinen Kurzfilm »Emily must wait« mit dem Kurzfilmbiber, der von der Film Commission Region Ulm gestiftet wird, ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des Zwölfminüters steht eine kriegerische Auseinandersetzung; nicht in der Ferne, sondern direkt vor der Haustür. Wittmoser zeigt in seinem Werk, wie schnell der Überlebenskampf eskalieren kann. Die Kamera nimmt dabei eine starre Vogelperspektive ein. Was Draußen vor sich geht, vermittelt der Film durch Sound und Licht. Er kommt nahezu ohne Worte aus. »›Emily must wait‹ zeigt Klaustrophobie, Hilflosigkeit, Gewalt. Das ist verstörend, alarmierend und außerordentlich gut gemacht«, so die Jurymitglieder Harry Bär, Klaus-Peter Becker und Malte Lamprecht in ihrer Begründung. Die Biberacher Filmfestspiele – als Familientreffen deutscher Filmemacher – konnten 2016 mit 13.200 verkauften Tickets einen neuen Besucherrekord aufstellen. Gezeigt werden ausschließlich deutschsprachige Produktionen, von abendfüllenden Spielfilmen und Dokumentationen bis hin zu experimentellen Kurz- und Debütfilmen.
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Film Commission Region Ulm
∂ Biberach Biber for “Emily Must Wait”
At least for director Christian Wittmoser, the waiting has paid off. He was awarded the Film Commission Region Ulm-funded Biber for his short “Emily Must Wait” at the 38th Biberacher Filmfestspiele. The 12-minute film centers around an armed conflict— all too close for comfort. In his work, Wittmoser shows how quickly the battle for survival can escalate. The camera takes a rigid bird’s-eye view. Whatever happens outside is transmitted only via sound and light. The film has almost no dialogue. “‘Emily Must Wait’ portrays claustrophobia, powerlessness, violence. That is disturbing, alarming, and outstandingly well done,” the jury members explain their decision. The Biberacher Filmfestspiele achieved record attendance in 2016 with 13,200 tickets sold. The festival shows German-language productions, from full-length movies and documentaries to experimental shorts and debut films.
k Potenzieller Drehort: Werkstatt für Holzblasinstrumente Potential film set: a woodwind instrument maker’s workshop
∂ Dreharbeiten im Schloss Sommershausen Für den Psychothriller »Winterjagd« hat das ZDF im Oktober in Ochsenhausen gedreht. Schlossherr Manfred Radtke hat das dortige Schloss Sommershausen auf Vermittlung der Film Commission Region Ulm für den Dreh zur Verfügung gestellt. Regisseurin Astrid Schult erzählt in ihrem als Kammerspiel inszenierten Film die Geschichte dreier Menschen und Generationen auf der schwäbischen Alb. In den Hauptrollen spielen Carolyn Genskow, Michael Degen und Elisabeth Degen. Das Drehbuch wurde von Daniel Bickermann und Astrid Schult verfasst. »Winterjagd« ist Teil der Reihe »Stunde des Bösen« des ZDF/Das kleine Fernsehspiel, wobei die Filme der zweiten Sequenz ausschließlich von Regisseurinnen inszeniert werden. »Winterjagd« – eine Produktion der Venice Pictures GmbH in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel – wird u. a. gefördert von der MFG. Der Film wird voraussichtlich im Herbst 2017 im ZDF zu sehen sein. www.filmcommission-ulm.de
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Film Commission Region Stuttgart
∂ Dreharbeiten in der Region Stuttgart Die Film Commission Region Stuttgart hat im vergangenen Jahr für zahlreiche Filme Drehorte, Produktionsfirmen, Locationscouts und anderes mehr erfolgreich vermittelt. Im Herbst drehte UFA Fiction für SAT.1 eine romantische Komödie mit dem Arbeitstitel »Verbindungsfehler« mit Marc Benjamin und Jennifer Ulrich in den Hauptrollen. Als Drehorte wurden neben Schorndorf und Waiblingen das GAZIStadion in Degerloch und eine Rolltreppe unterhalb der Killesberghöhe in Stuttgart ausgewählt. In der Region wurde
∂ Shooting in Sommershausen Castle
ZDF shot the psychological thriller “Winterjagd” in Ochsenhausen last October. Owner Manfred Radtke agreed to permit filming in his Sommershausen castle, thanks to the Film Commission Region Ulm, who brokered the deal. Director Astrid Schult’s film is a chamber play about three protagonists and generations on the Swabian Alb. Carolyn Genskow, Michael Degen, and Elisabeth Degen portray the leads. Daniel Bickermann and Astrid Schult cowrote the script. “Winterjagd” is part of the series “Stunde des Bösen,” the ZDF’s rubric Das kleine Fernsehspiel. The second sequence of films is directed exclusively by women. “Winterjagd”—produced by Venice Pictures GmbH, coproduced by ZDF/Das kleine Fernsehspiel, funded by MFG Baden-Württemberg among others—is scheduled to be aired on ZDF in fall 2017.
Regional Film Commissions
zudem für »Dolores« gedreht, eine Koproduktion der Schwabenland Film mit dem SWR (Debüt im Dritten), gefördert von der MFG. Die Film Commission Region Stuttgart unterstützte die Produktion bei der Vermittlung von Drehgenehmigungen in historischen Gebäuden in Stuttgart, Schwäbisch Gmünd, Oppingen und Nürtingen. Gesendet wurde der für den Grimme Preis nominierte Film von Sebastian Feld (Drehbuch) und Michael Rösel (Regie) im November 2016. ∂ Das neue Postkartenset »Handwerkszeug«
Das neue Set zeigt zwölf Handwerksbetriebe, die das Potenzial zum Drehort haben und so zum Handwerkszeug für Filmschaffende werden, u. a. eine Kunstgießerei, ein Hutmacherbetrieb, ein Instrumentenbauer. Die Motive öffnen den Blick in Werkstätten, die ungewöhnliche Filmsets darstellen und zu neuen Ideen anregen. Das in Kooperation mit der Handwerkskammer Region Stuttgart entstandene Set kann bestellt werden: wrs.region-stuttgart.de/handwerkszeug
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Film Commission Neckar-Alb
Die neu gegründete Film Commission Neckar-Alb wird ab 1. März von Laura Müller geleitet. Kontakt: Laura Müller | Breitscheidstrasse 4 | 70174 Stuttgart film@region-stuttgart.de | Telefon +49 711 259443-0
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Film Commission Region Stuttgart
∂ Filming in Region Stuttgart Last year, the Film Commission Region Stuttgart successfully brokered film settings, production companies, location scouts, and much more for numerous film projects. In fall 2016, UFA Fiction shot a romantic comedy for SAT.1: “Verbindungsfehler” (WT), starring Marc Benjamin and Jennifer Ulrich. The region provided many settings for “Dolores,” a coproduction of Schwabenland Film and SWR (Debüt im Dritten), funded by the MFG. The movie, written by Sebastian Feld and directed by Michael Rösel, has been nominated for the Grimme Award. ∂ New postcard set “Handwerkszeug” The postcard set with tools of the trade published by the Film Commission Region Stuttgart features 12 tradespeople’s establishments that could potentially serve as film settings. The set may be ordered free of charge at: wrs.region-stuttgart.de/handwerkszeug
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FilmFacts Südwest
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Film Commission Baden-Baden/ Karlsruhe
Das ganze Jahr über bietet die Region Baden-Baden/Karlsruhe eine vielfältige Kulisse und interessante Locations für die Dreharbeiten in- und ausländischer Film- und Fernsehteams. Auch im Herbst waren wieder zahlreiche Filmschaffende zu Gast: Im Oktober entstand im Baden-Badener Atlantic Parkhotel eine Szene der neuen Serie »Nick Shades«, die um 1950 spielt. Produziert wird sie von Daniel Chadalakian Kurz und Junus Baker, die 2016 beim größten Kurzfilmwettbewerb der Welt den 99Fire-Films-Award für »Nick Shades: Entscheidung« (Regie: Florian Jahnel) gewinnen konnten. Die Film Commission Baden-Baden/ Karlsruhe konnte das Filmteam bei der Locationsuche unterstützen und während der Produktion beratend zur Seite stehen. Auch für mehrere SWR-Produktionen konnten Locations, Drehgenehmigungen und Protagonisten vermittelt werden. Unterstützend und beratend war die Film Commission des Weiteren bei zwei Projekten von Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen tätig: zum einen für das Filmprojekt »Was uns fehlen würde – das Potenzial der Migranten« und zum anderen für einen in Baden-Baden von Auszubildenden im Bereich Tourismus und Freizeit gedrehten Imagefilm. www.film.baden-baden.com
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Film Commission Baden-Baden/ Karlsruhe
Throughout the year, the Region Baden-Baden/Karlsruhe offers diverse settings and interesting locations both for national and international film and television teams. In October, a BadenBaden hotel provided the setting for a scene in the new series “Nick Shades,” produced by Daniel Chadalakian Kurz and Junus Baker. The Film Commission Baden-Baden/Karlsruhe provided location scouting for the film crew, as well as consulting services during production. The FC Baden-Baden/Karlsruhe also assisted several SWR productions with location scouting, obtaining film permissions, and casting. And last but not least, the film commission supported and advised two projects produced by young adults.
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Imposante Filmkulisse: BadenBadens Atlantic Parkhotel Impressive set: Baden-Baden’s Atlantic Parkhotel
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»Back for Good« von by Mia Spengler
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MFG auf der Berlinale Vier MFG-geförderte Filme im Programm der 67. Berlinale
Sektion Perspektive Deutsches Kino Mia Spenglers »Back for Good« (Produktion: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion, Co-Produktion: Filmakademie Ludwigsburg) eröffnet auf der Berlinale die Sektion Perspektive Deutsches Kino mit der Geschichte von Angie, einem ehemaligen TrashTV-Starlet (Kim Riedle), ihrer verhassten Mutter ( Juliane Köhler) und ihrer pubertierenden Schwester (Leonie Wesselow) (siehe Produktionsbericht S. 19 f.). Ebenfalls in dieser Sektion feiert »Die beste aller Welten« von Adrian Goiginger seine Weltpremiere. Der siebenjährige Adrian wächst bei seiner jungen Mutter Helga und ihrem 14 Jahre älteren Freund Günter in einem von Drogen beherrschten Umfeld auf. Helga versucht die in Armut lebende Familie mit ihrem Job in einer Pornovideothek über Wasser zu halten, doch auch das bisschen Geld, das sie dort verdient, wird sofort wieder für Drogen ausgegeben (siehe Produktionsbericht S. 14 f.).
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MFG at the Berlinale Four MFG-Funded Films to be Presented at the 67th Berlinale
∂ Perspektive Deutsches Kino Mia Spengler’s “Back for Good” (Production: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion, Coproduc tion: Filmakademie Ludwigsburg) opens this year’s Berlinale section Perspektive Deutsches Kino with the story of Angie, a former reality-tv starlet (Kim Riedle), her hated mother ( Juliane Köhler), and adolescent sister (Leonie Wesselow) (see Production Reports, p. 19.). In the same section, Adrian Goiginger’s “Die beste aller Welten” (the best of all worlds) celebrates its world premiere. Seven-year-old Adrian is raised by his young mother Helga and her much older boyfriend Günter in an environment
MFG News
Kostenloser wöchentlicher MFG Newsletter | film.mfg.de/de/newsletter
»Mein wunderbares West-Berlin« von Jochen Hick “My Wonderful West Berlin” by Jochen Hick
»Die beste aller Welten« von by Adrian Goiginger
Sektion Panorama Im Panorama läuft Jochen Hicks neuer Dokumentarfilm »Mein wunderbares WestBerlin«. Die Frontstadt des Kalten Krieges West-Berlin als schwules Eldorado: Sechs interagierende Protagonisten und noch nie gesehenes Archivmaterial rufen den Sehnsuchtsort der schwulen Utopien, Partys und Exzesse wach. Der Film geht dabei auch der Frage nach, was von all dem heute übrig geblieben ist (siehe Produktionsbericht S. 18 f.). Sektion Generation Kplus Der MFG-geförderte Animationsfilm »Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei« von Ute von Münchow-Pohl wird in der Sektion Generation Kplus präsentiert: Den abgebrühten Stadthasen Max verschlägt es nach einer Flugzeughavarie in die im Wald versteckte Osterhasenschule. Dort wird das legendäre goldene Ei bewacht, auf das es die fiesen Füchse abgesehen haben. Die Modernisierung des Oster-Klassikers wurde von der Akkord Film Produktion, Virgin Lands, NDR und SWR realisiert (siehe Produktionsbericht S. 12 f.).
dominated by drugs. Helga tries to stay afloat by working in a porn video shop. But her paltry earnings are immediately invested in drugs (see Production Reports, p. 14). ∂ Panorama Jochen Hicks’ new documentary “My Wonderful West Berlin” will be screened in the Panorama section. The Cold War frontline city West Berlin as gay paradise: six protagonists and never-before-seen archive material recall the nirvana of gay utopias, parties, and excesses. The film also considers what’s left of all this today (see Production Reports, p. 18). ∂ Generation Kplus The MFG-funded animation “The Rabbit School—Guardians of the Golden Egg” (Ute von Münchow-Pohl) will be presented in the section Generation Kplus. After a
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Thomas Strittmatter Preis 2017
Während der Berlinale, am 15. Februar vergibt die MFG Filmförderung zum 19. Mal ihren mit 20.000 Euro dotierten Thomas Strittmatter Preis für Drehbuchautoren. Unter Vorsitz von Maria Schrader (Regisseurin [u. a. »Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika«] und Schauspielerin, zuletzt »Hanni & Nanni«) haben die diesjährigen Juroren Julia Franck (Romanautorin, u. a. »Die Mittagsfrau«), Till Endemann (Regisseur, u. a. »Unter Anklage – der Fall Harry Wörz«) und Dirk Kummer (Drehbuchautor, Regisseur, aktuell »Zuckersand«) aus 40 Einreichungen drei Bücher ausgewählt, die mit ihrer Nominierung bereits ein Preisgeld von 2.500 Euro erhalten. Die Nominierten sind: Nora Fingscheidt für »Systemsprenger«: Benni ( 9) heißt eigentlich Bernadette – aber wehe, jemand nennt sie so! Sie ist das, was man auf dem Jugendamt einen »Systemsprenger« nennt. Viele Einrichtungen hat sie schon durch, dabei will Benni nur eins: wieder bei Mama wohnen – aber die will das nicht. ∂
plane wreck, hard-boiled city rabbit Max ends up at the Easter bunny school tucked into the woods. Here the legendary Golden Egg is guarded from the mean foxes who covet it. The children’s book classic was adapted by Akkord Film Produktion, Virgin Lands, NDR, and SWR (see Production Reports, p. 12).
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Thomas Strittmatter Award
On February 15th at the Berlinale, the MFG Filmförderung will award the 20,000-euro Thomas Strittmatter Award for screenwriters for the 19th time. This year’s jury—chaired by Maria Schrader (director of “Stefan Zweig: Farewell to Europe” and actress, most recently in “Hanni & Nanni”), and including Julia Franck (novelist,
MFG News
»Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen
Juliette Alfonsi und Matthias Drescher für »Die Reise des Elefanten Soliman«: Soliman ist auf der Flucht vor seiner eigenen Ausstopfung. Als einziger Elefant im Europa des 16. Jahrhunderts hat er alle Mühe, dem bösen Prinzen Cortez nicht in die Falle zu gehen. Er flieht quer durch Europa, doch das eigentliches Ziel ist seine Heimat Indien. ∂ Barbara Ott für »Kids Run«: eine Liebesgeschichte zwischen einem jähzornigen, aggressiven Prügelknaben in Geldnot und seinen drei Kindern, angesiedelt im Speckgürtel von Mannheim. Auf der steten Jagd nach Jobs, Kohle und seiner Ex-Freundin, findet er sich plötzlich mitten im Kampf um sein Recht, als Vater mit seinen Kinder zusammenleben zu dürfen.
Der Drehbuchpreis der MFG erinnert an den Autor The MFG screenplay award commemorates writer Thomas Strittmatter (1961–1995)
“The Blind Side of the Heart”), Till Endemann (director, “Unter Anklage—der Fall Harry Wörz”), and Dirk Kummer (screenwriter and director, most recently “Zuckersand”)—nominated three screenplays from a total of 40 submissions. The three nominees each receive 2,500 euros. The nominees include: ∂ Nora Fingscheidt, for “Systemsprenger”:
skinny wild-girl Benni (9), whose full name is Bernadette—but don’t you dare call her that!— is what the youth welfare office refers to as a system buster, “Systemsprenger.” She’s blown through more than 15 homes. All Benni wants is to live with her mom. But her mother refuses. ∂ Juliette Alfonsi and Matthias Drescher, for “The Journey of the Elephant Soliman”: Fearing taxidermy, Soliman is on the run. As the only
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MFG Star: Visar Morina
Der Ende 2016 verliehene Nachwuchspreis MFG Star ging an Regisseur Visar Morina für sein Langfilmdebüt »Babai – Mein Vater«. Der Film erzählt vom zehnjährigen Nori und seinem Vater, die sich im Vorkriegskosovo der 1990er mit dem Verkauf von Zigaretten über Wasser halten. Sein Vater will das Land verlassen – ohne Nori. Als er nach einem Unfall aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist sein Vater weg. Voller Wut und Entschlossenheit folgt Nori seinem Vater. Der alleinige Juror Matti Geschonneck entschied sich für den Gewinnerfilm aufgrund seiner bedrückenden Aktualität. »Er zeigt, wie sehr wir selbst – die wir blind in unserem Luxus gefangen sind – uns in Lebensgefahr befinden. Eindrucksvoll vermittelt der Film uns das Ohnmachtsgefühl, draußen vor der Tür zu stehen – und da stehen zu bleiben. Ein aus der Sicht eines Jungen erzählter, kluger Film über Schuld, Verrat, Vertrauen, Vertrauensbruch – aber auch über die Suche nach Geborgenheit, über die Sehnsucht nach Liebe.« Nominiert waren außerdem Piotr J. Lewandowski für »Jonathan«, Florian Schnell für »Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel« und Anne Zohra Berrached für »24 Wochen«.
elephant around in 16th-century Europe, Soliman must escape the traps evil Prince Cortez lays for him. He crisscrosses Europe in the process, but his true aim is his homeland, India. ∂ Barbara Ott, for “Kids Run”: a love story between an irascible, aggressive fall guy in need of money, and his three children, set in Mannheim’s suburbs. Constantly on the lookout for jobs, cash, and his ex-girlfriend, he suddenly finds himself battling for the right to live with his kids.
MN
MFG Star for Visar Morina
In late November 2016 the MFG Star went to newcomer director Visar Morina for his feature-film debut “Babai.” The film tells the story of 10-year-old Nori and his father, who stay
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»Die Reste meines Lebens« von by Jens Wischnewski
Juror Matti Geschonneck (l.) mit Visar Morina Juror Matti Geschonneck (l.) with Visar Morina
Ei« von by Ute von Münchow-Pohl
∂
FilmFacts Südwest
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MFG beim 38. Festival Max Ophüls Preis
In der Kategorie Spielfilm stand »Die Reste meines Lebens« von Jens Wischnewski im Wettbewerb (ab 25. Mai im Kino) – und gewann den Preis der Jugendjury und den FritzRaff-Drehbuchpreis für »ein Drehbuch, das schon beim Lesen Kino ist«, so die Juroren. »Die beiden Autoren [ Julia C. Kaiser und Jens Wischnewski] reihen die größten vorstellbaren Schrecklichkeiten aneinander – und das mit Witz, Wärme und Mut zur Ratlosigkeit. Liebe, Trauer und Bert Kaempfert.« Als weitere MFG-geförderte Filme standen im Wettbewerb Mittellanger Film »Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler« von Paul Philipp und in der Kategorie Dokumentarfilm »Gaza Surf Club« von Philip Gnadt und Mickey Yamine sowie »Dil Leyla« von Asli Özarslan. In der Kinderfilmreihe wurde »Nellys Abenteuer« von Dominik Wesseley gezeigt. Anlässlich der Verleihung des Ehrenpreises an Peter Rommel präsentierte das Festival u. a. die von ihm produzierten und MFGgeförderten Filme »Lost Killers« von Dito Tsintsadze und »Sie haben Knut« von Stefan Krohmer.
afloat during the 1990s by selling cigarettes. But his father wants to leave Kosovo—without Nori. After a hospital stay, Nori discovers his dad’s left without him. Full of anger and determination, Nori decides to follow him. Sole juror Matti Geschonneck chose the winning film for its oppressive topicality: “The film shows how we—blindly trapped in our luxury— are in mortal danger. The film impressively conveys the powerlessness of being left outside— and remaining there. Told through the eyes of a boy, it is a wise film about guilt, betrayal, trust, and the breach of trust—but also about the search for security, the yearning for love.” Other award nominees included Piotr J. Lewan dowski for “Jonathan,” Florian Schnell for “Offline—Are You Ready for the Next Level?” and Anne Zohra Berrached for “24 Weeks.”
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MFG News
Monatlicher Jour Fixe im Theater Rampe in Stuttgart
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Green Shooting MFG-Initiative etabliert sich
Der Begriff »Green Shooting« bezeichnet die Anwendung ressourcenschonender Produktionsmethoden in der Filmherstellung. Mit geeigneten Maßnahmen soll so beispielsweise die bei Filmproduktionen verursachte große Menge an Treibhausgasemissionen reduziert werden. Ein erstes Pilotprojekt im Rahmen der »Green Shooting«-Initiative der MFG war die »Tatort«-Produktion »Fünf Minuten Himmel« von Zieglerfilm BadenBaden für die ARD. Beim Dreh konnten rund 53,6 Tonnen CO2-Emmissionen (42 Prozent) eingespart werden. Ab dem 2. Quartal 2017 unterstützt die MFG bei geförderten Produktionen mit unterschiedlichen Maßnahmen die Umstellung auf eine ökologisch nachhaltige Produktionsweise. Dazu gehören u. a. eine kostenlose Beratung vor und während der Dreharbeiten. Auf ihrer Internetseite stellt die MFG dann außerdem einen CO2-Emmissionsrechner bereit. Hier können Produktionsfirmen ihren CO2-Ausstoß in allen Produktionsphasen erfassen und steuern. Zudem wird ein Handlungsleitfaden angeboten, der praxisnahe Tipps zur ressourcenschonenden Produktion gibt.
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Pre Fixe
Die Vortragsreihe der MFG Filmförderung widmet sich Themen rund um den Film und richtet sich vor allem an Kreative aus der Film-, TV-, Crossmedia- und Gamesbranche, aber auch Interessierten aus anderen Berufsfeldern steht die Tür offen. Urheberrecht
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MFG at the 38th Festival Max Ophüls Preis
In the festival’s competition for feature film, Jens Wischnewski’s “Die Reste meines Lebens” took home the young jurors’ award, as well as the Fritz-Raff-Screenplay Award for “a script that conjures a movie while reading,” according to the jurors. “The authors [ Julia C. Kaiser and Jens Wischnewski] string together a series of the most awful things imaginable—with wit, warmth, and the courage of helplessness. …” Other MFG-funded films running in the midlength feature film competition included Paul Philipp’s “Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler”; in the category documentary, Philip Gnadt and Mickey Yamine’s “Gaza Surf
und Steuerfragen werden ebenso behandelt wie Trends in der Kreativwirtschaft und Bewegtbildgestaltung. Die Reihe deckt ein breites und interessantes Themenspektrum ab. ∂ Termine und Themen werden im wöchentlichen Newsletter der MFG frühzeitig angekündigt. Vortragsort ist das Theater Rampe, Beginn 18:00 Uhr. Im Anschluss an den Pre Fixe findet der Jour Fixe statt. film.mfg.de
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Jour Fixe 2017
Jeden zweiten Montag im Monat veranstaltet die MFG ihren Jour Fixe im Theater Rampe, Filderstraße 47 in Stuttgart. Beim Branchentreffen stehen der Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte im Vordergrund. Immer wieder sind Sendervertreter unter den Gästen. Ohne Anmeldung. Beginn: 19:00 Uhr. ∂ Termine: 13. März, 10. April, 8. Mai, 12. Juni, 10. Juli, 11. September, 9. Oktober, 13. November und 11. Dezember. film.mfg.de
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Einreichtermine 2017
Die MFG empfiehlt vor Antragseinreichung ein projektbezogenes Beratungsgespräch mit dem zuständigen Ansprechpartner. Insbesondere bei Erstanträgen und/oder komplexeren Sachverhalten – vor allem im Bereich Produktionsförderung – ist ein persönlicher Termin spätestens 14 Tage vor Ende der Einreichfrist angeraten. ∂ Drehbuch: 02. März | 06. Juli |
09. November ∂ Produktionsvorbereitung und MN
Montagsseminar
Die von der MFG Filmförderung und der Film Commission Region Stuttgart getragene Reihe findet einmal monatlich statt. In den Vorträgen namhafter Vertreter der Branche stehen insbesondere praxisnahe Themen im Fokus. Die Seminare finden jeweils von 18:00 bis 21:00 Uhr in den Räumen der Film Commission Region Stuttgart im Literaturhaus statt (Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart). Die Themen werden im Newsletter der MFG frühzeitig angekündigt. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Um eine Anmeldung bis jeweils eine Woche vor dem jeweiligen Termin wird gebeten: film@region-stuttgart.de
Club” and Asli Özarslan’s “Dil Leyla.” Dominik Wesseley’s “Nelly’s Adventure” was screened in the children’s film section. In honor of Peter Rommel’s honorary award, the festival screened two of his MFG-funded productions: “Lost Killers,” by Dito Tsintsadze, and “They’ve Got Knut,” by Stefan Krohmer.
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Green Shooting MFG Initiative Takes Root
The term “green shooting” refers to sustainable production methods in filmmaking. Appropriate measures can reduce the huge amounts of greenhouse gas emissions produced by film productions. The first pilot project to be launched under the auspices of the MFG’s Green Shooting
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Produktionsförderung: 06. Juli | 09. November 02. März für den Jungen Dokumentarfilm Postproduktion: ganzjährig Digital Content Funding: DCF.L : 31. August; DCF.S: ganzjährig Verleih- und Vertriebsförderung: 01. Juni | 04. Oktober Kinoinnovationsdarlehen: 15. September Kinopreise: 15. Mai Institutionelle Förderung Kommunaler Kinos: ganzjährig
Die Anträge müssen zu den genannten Terminen bei der MFG vorliegen. film.mfg.de
Initiative was Zieglerfilm Baden-Baden’s ”Tatort” thriller “Fünf Minuten Himmel,” produced for the ARD. Roughly 53.6 tons of carbon dioxide emissions (42 percent) were saved during production. As of the second quarter of 2017, MFG-funded productions can receive support to implement measures for the transition to environmentally sustainable production methods. This includes, for example, free consultation prior to and during shooting, as well as subsidies for a sustainability officer. The MFG website will also provide a CO2 calculator, where production companies can record and effectively manage their CO2 emissions throughout each stage of production. In addition, the MFG’s website will provide action guidelines for implementing resourceconserving production methods.
MFG News
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Förderentscheide 2016
∂ Drehbuchförderung » Butts on Ice | Kinder-/Familienfilm, Kino | Produktion/Antragsteller: M.A.R.K.13 – COM GmbH & Co. KG, Stuttgart » Lucy ist jetzt Gangster | Initiative »Der besondere Kinderfilm«, Kino | Produktion/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart » Marrying Grandma | Romantische Komödie, Kino | Produktion/Antragsteller: Fireglory Berlin (Einzelunternehmen), Christine Günther » Spurlos (AT) | Drama, Kino/TV | Produktion/Antragsteller: Lucky Bird Pictures GmbH, München » Vater & Sohn – Die Geschichte des Erich Ohser | Biopic/Tragikomödie, Kino/TV | Produzent/Antragsteller: Royal Film Company GmbH, Stuttgart ∂ Produktionsvorbereitung » A Small Small World | Abenteuer/Drama, Kino | Buch/Regie: Philip Haucke | Produzent/Antragsteller: Sommerhaus Filmproduktion GmbH, Ludwigsburg » Borga (AT) | Drama, Spielfilm, Kino/TV | Buch/Regie: York-Fabian Raabe | Produzent/Antragsteller: East End Film GmbH, Stuttgart » Die Missionarin | Historisches Drama, Kino/TV | Buch: Stefan Kolditz | Regie: Lars Gunnar Lotz | Produzent/Antragsteller: FFL Film- und Fernseh-Labor Ludwigsburg GmbH & Co. KG » Elli – Ungeheuer – Geheim | Animationsfilm, Kino | Buch/Regie: Piet de Rycker | Produzent/Antragsteller: Zooper Film GmbH, Ludwigsburg » Girls like me! (AT) | Dokumentarfilm, Kino | Buch/Regie: Evelyn Schels | Produzent/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart » Irmas wildes Herz | Roadmovie, Kino/TV | Buch/Regie: Katinka Kulens Feistl | Produzent/Antragsteller: Moviepool GmbH, München » Narren (AT) | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch: Wiltrud Baier, Sigrun Köhler | Regie: Sigrun Köhler | Produzent/Antragsteller: Böller und Brot GbR, Stuttgart » Perro (AT) | Dokumentarfilm, Kino | Buch/Regie: Lin Sternal | Produzent/ Antragsteller: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion GmbH & Co. KG, Ludwigsburg » Roxy (AT) | Spielfilm, Kino/TV | Buch/ Regie: Dito Tsintsadze | Produzent/Antragsteller: East End Film GmbH, Stuttgart
FilmFacts Südwest
» The House | Drama, Mini-Serie, TV | Buch: Nele Mueller-Stöfen, Edward Berger | Regie: Edward Berger | Produzent/Antragsteller: LUPA Film GmbH, Heidelberg ∂ Produktionsförderung » 18 – Krieg der Träume | Doku-Drama, Serie, TV | Buch: Jan Peter, Frederic Goupil, Camilla Ahlgren | Regie: Jan Peter, Frederic Goupil | Produzent/ Antragsteller: LOOKS Film & TV Produktionen GmbH, Leipzig » Altötting | Animationsliebesdrama, Kurzfilm, Kino | Buch/Regie: Andreas Hykade | Produzent/Antragsteller: Studio FILM BILDER GmbH, Stuttgart » Animanimals | Animations-Kinderserie, TV | Buch/Regie: Julia Ocker | Produzent/Antragsteller: Studio FILM BILDER GmbH, Stuttgart » Betrug | Dokumentarfilm, TV | Buch/ Regie: David Spaeth | Produzent/Antragsteller: EIKON Südwest GmbH, Stuttgart » Blutsschwestern | Familiendrama, Spielfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Felix Hassenfratz | Produzent/Antragsteller: Rat Pack South West GmbH, Ludwigsburg » Campus Galli – Wir bauen eine Klosterstadt | Langzeitdokumentation, Kino/TV | Buch/Regie: Reinhard Kungel | Produzent/Antragsteller: rk-film Reinhard Kungel, Hohenschäftlarn » Das Leben meiner Tochter | Drama, Spielfilm, Kino | Buch/Regie: Steffen Weinert | Produzent/Antragsteller: Oberon Film GmbH, Berlin » Das System Milch | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Andreas Pichler | Produzent/Antragsteller: EIKON Südwest GmbH, Stuttgart » Der Fuchs | Historisches Drama, Kino | Buch: Sebastian Bleyl | Regie: Matthias Luthardt | Produzent/Antragsteller: 27 Films Production, Oliver Damian, Berlin » Der Hauptmann | Kriegsfilm/Drama, Spielfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Robert Schwentke | Produzent/Antragsteller: Filmgalerie 451 GmbH & Co. KG, Berlin » Der kleine Drache Kokosnuss 2 | FamilyEntertainment, Animation, Kino/TV | Buch: Marc Slater, Gabriele M. Walther | Regie: Anthony Power | Produzent/ Antragsteller: Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH, München » Der kleine Rabe Socke – Die Suche nach dem verlorenen Schatz | Kinder-Abenteuerfilm, Animation, Kino/TV | Buch: Katja Grübel | Regie: Verena Fels, Sandor
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Jesse | Produzent/Antragsteller: Akkord Film Produktion GmbH, Waiblingen Der Krieg in uns | Dokumentarfilm, Kino/ TV | Buch/Regie: Sebastian Heinzel | Produzent/Antragsteller: Heinzelfilm GmbH, Loßburg Der Vulkan, der die Welt veränderte | Dokumentarfilm, TV | Buch: Florian Breier | Regie: Florian Breier, Elmar Bartlmae | Produzent/Antragsteller: Leonardo Film GmbH, Oldenburg Die beste aller Welten | Drama, Kino/ TV | Buch/Regie: Adrian Goiginger | Produzent/Antragsteller: Lailaps Pictures GmbH, München Die Biene Maja 2 – Der Kinofilm | Animation, Kino/TV | Buch: Christopher Weekes, Fin Edquist | Regie: Alexs Stadermann, Noel Cleary | Produzent/Antragsteller: Studio 100 Media GmbH, München Die Freibadclique | Historisches Drama, TV | Buch/Regie: Friedemann Fromm | Produzent/Antragsteller: Zieglerfilm Baden-Baden GmbH Die Rüden (AT) | Spielfilm, Kino/TV | Buch: Dorothee Schön, Connie Walther | Regie: Connie Walther | Produzent/ Antragsteller: zero one film GmbH, Berlin Dreigroschenfilm | Drama, Spielfilm, Kino | Buch/Regie: Joachim Lang | Produzent/Antragsteller: Zeitsprung Pictures GmbH, Köln Eberhard Weber – Crossing the Nile | Musikdokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Julian Benedikt | Produzent/Antragsteller: avindependents Film & TV Produktionsgesellschaft mbH, Ludwigsburg Eine sachliche Romanze | Komödie, Spielfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Laura Lackmann | Produzent/Antragsteller: Studio.TV Film GmbH, Berlin Farewell Yellow Sea (AT) | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Marita Stocker | Produzent/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart Fig Tree / Der Feigenbaum | Coming of Age/Drama/Liebesfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Alamork Marsha Davidian | Produzent/Antragsteller: AV Medien Penrose GmbH, Stuttgart Fritzi – Eine Wendewundergeschichte | Animation, Drama, Kino/TV | Buch: Beate Völcker | Regie: Ralf Kukula, Matthias Bruhn | Produzent/Antragsteller: Balance Film GmbH, Dresden Gladbeck | Drama, Spielfilm, TV | Buch: Holger Karsten Schmidt | Regie: Kilian Riedhof | Produzent/Antragsteller: Zieglerfilm Baden-Baden GmbH
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» Glanz und Elend deutscher Zarinnen | Doku-Drama, TV | Buch/Regie: Hannes Schuler | Produzent/Antragsteller: neue artfilm GmbH, Insel Mainau » Glaubenskämpfer | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Niko Apel | Produzent/Antragsteller: AMA Film GmbH, Stuttgart » Höhenflüge (AT) | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Lena Leonhardt | Produzent/Antragsteller: OnScreen Media, Peter Kuczinski, Fellbach » Hope | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/ Regie: Thomas Tielsch | Produzent/Antragsteller: Filmtank GmbH, Ludwigsburg » In den Gängen | Liebesfilm, Kino | Buch: Thomas Stuber, Clemens Meyer | Regie: Thomas Stuber | Produzent/Antragsteller: Sommerhaus Filmproduktion GmbH, Ludwigsburg » Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer | Abenteuer/Familienfilm, Kino | Buch: Dirk Ahner, Andrew Birkin | Regie: Dennis Gansel | Produzent/Antragsteller: Rat Pack Filmproduktion GmbH, München » Karte der Schönheit (AT) | Dokumentarfilm, Kino | Buch/Regie: Marco Kugel | Produzent/Antragsteller: Sein+Hain Film GmbH, Stuttgart » Kleine Germanen | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Mohammad Farokhmanesh | Produzent/Antragsteller: Little Dream Entertainment GmbH, Köln » Kopfplatzen | Drama, Kino | Buch/Regie: Savas Ceviz | Produzent/Antragsteller: kurhaus production Film & Medien GmbH, Baden-Baden » Laible und Frisch – Do goht dr Doig | Komödie, Kino/TV | Buch: Sebastian Feld | Regie: Gero Weinreuter | Produzent/ Antragsteller: Schwabenlandfilm GmbH, Dettingen an der Erms » Lift Like A Girl (AT) | Dokumentarfilm, Kino | Buch/Regie: Amrosh Badr, Mayye Zayed | Produzent/Antragsteller: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion GmbH & Co. KG, Ludwigsburg » Liliane Susewind – Mit Elefanten spricht man nicht | Family-Entertainment, Spielfilm, Kino | Buch: Matthias Dinter, Beate Fraunholz, Betty Platz | Regie: Gregor Schnitzler | Produzent/Antragsteller: Dreamtool Entertainment GmbH, München » Mata Hari et Mademoiselle Docteur (AT) | Dokufiction, TV | Buch: Heike und Jochen Brückner von Grumbkow | Regie: Kai Christiansen | Produzent/Antragsteller: Vincent TV GmbH, Berlin
MFG News
Kostenloser wöchentlicher MFG Newsletter | film.mfg.de/de/newsletter
» Metal Politics Taiwan | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Marco Wilms | Produzent/Antragsteller: Heldenfilm, Marco Wilms, Schwaigern » Pettersson und Findus 3 – Findus zieht um | Kinderfilm, Spielfilm, Kino/TV | Buch: Thomas Springer | Regie: Ali Samadi Ahadi | Produzent/Antragsteller: Tradewind Pictures GmbH, Köln » Revolution Revisited | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Andreas Hoessli | Produzent/Antragsteller: TM Film GmbH, Freiburg » Ronald Jr. | Kurzfilm, Kino | Buch/Regie: Agnes Lisa Wegner | Produzent/Antragsteller: kurhaus production Film und Medien GmbH, Baden-Baden » Roxy (AT) | Arthouse-Thriller, Kino | Buch/ Regie: Dito Tsintsadze | Produzent/ Antragsteller: East End Film GmbH, Stuttgart » Sharaf | Spielfilm, Drama, Kino/TV | Buch/Regie: Samir Nasr | Produzent/ Antragsteller: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion GmbH & Co. KG, Ludwigsburg » Sigmaringen – Die letzte Zuflucht | Dokumentarfilm, TV | Buch: Serge Moati, Aude Vassallo | Regie: Serge Moati | Produzent/Antragsteller: Filmtank GmbH, Ludwigsburg » Sympathisanten – Unser Deutscher Herbst | Dokumentarfilm, Kino | Buch/ Regie: Felix Moeller | Produzent/Antragsteller: Blueprint Film GmbH, Niederlassung Stuttgart » The Female Touch | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Barbara Miller | Produzent/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart » Warum ich hier bin | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Mieko Azuma, Susanne Mi-Son Quester | Produzent/ Antragsteller: Latteyer Film – Wolfgang Latteyer, Heidelberg » Weiße Stadt | Kurzfilm, Kino | Buch: Dani Gal, Esther Kinski | Regie: Dani Gal | Produzent/Antragsteller: pong film GmbH, Berlin » Winterjagd | Thriller, Spielfilm, Kino/TV | Buch: Daniel Bickermann, Astrid Schult | Regie: Astrid Schult | Produzent/Antragsteller: Venice Pictures GmbH, Ludwigsburg » Yamina | Kurzfilm, Kino | Buch/Regie: Tobias Mrosek | Produzent/Antragsteller: Tobias Mrosek | Schülke Filmproduktion GbR, Böblingen
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Produktionsförderung Junger Dokumentarfilm Das Dorf der Vergesslichen | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Madeleine Dallmeyer | Produzent/Antragsteller: kurhaus production Film & Medien GmbH, Baden-Baden Die neuen Kinder von Golzow (AT ) | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Simone Catharina Gaul | Produzent/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart Double Income Kids | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Hendrik Schäfer | Produzent/Antragsteller: Essence Film GmbH, Ludwigsburg Helden der Krise | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Rebekka Kaufmann | Produzent/Antragsteller: AMA Film GmbH, Stuttgart
∂ Line Producer-Förderung » Bullyparade – Der Film | Spielfilm, Kino | Antragsteller: ScanlineVFX GmbH, Stuttgart » Game of Thrones, Season 7 | TV-Serie | Buch/Regie: Diverse | Antragsteller: Mackevision Medien Design GmbH, Stuttgart » Independence Day 2: Wiederkehr | Spielfilm, Kino | Regie: Roland Emmerich | Antragsteller: LUXX Studios Block Haas & Partner Dienstleister für Film und Medien, Stuttgart » Live By Night | Spielfilm, Kino | Regie: Ben Affleck | Antragsteller: PIXOMONDO Images GmbH & Co. KG, Stuttgart » The Coldest City | Spielfilm, Kino | Regie: David Leitch | Antragsteller: The Chimney Pot Sverige AB ∂ Postproduktionsförderung » Die Blumen von gestern | Spielfilm, Kino | Regie: Chris Kraus | Produzent/Antragsteller: Four Minutes Filmproduktion GmbH, Berlin » Gegen das Vergessen | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Christopher Bühler, Luigi Toscano | Produzent/Antragsteller: Luigi Toscano Production, Mannheim » Jonathan | Spielfilm, Kino | Regie: Piotr J. Lewandowski | Produzent/Antragsteller: Kordes & Kordes Film GmbH, Berlin » Morris aus Amerika | Spielfilm, Kino | Regie: Chad Hartigan | Produzent/Antragsteller: Lichtblick Media GmbH, Berlin » Nellys Abenteuer | Dokumentarfilm, Kino| Regie: Dominik Wessely | Produzent/ Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart
MFG News
» Thrust into heaven | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Jürgen Schaflechner | Produzent/Antragsteller: Being In The World Production, Jürgen Schaflechner, Heidelberg Verleih-/Vertriebsförderung » Another Forever – Die Stille um Alice | Drama | Regie: Juan Zapata | Antragsteller: Der Filmverleih GmbH, Stuttgart » Da Dog Show | Drama | Regie: Ralston Jover | Antragsteller: Phantasticas UG & Co. KG, Stuttgart » Das kalte Herz | Fantasy | Regie: Johannes Naber | Antragsteller: Weltkino Filmverleih GmbH, Feldafing » Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich | Dokumentarfilm | Regie: Marcus Vetter | Antragsteller: Farbfilm Verleih GmbH, Berlin » Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki | Biopic, Komödie | Regie: Juho Kuosmanen | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » Die Blumen von gestern | Tragikomödie | Regie: Chris Kraus | Antragsteller: Piffl Medien GmbH, Berlin » Die letzte Sau | Tragikomödie | Regie: Aron Lehmann | Antragsteller: dreifreunde Filmproduktions-und Verleihgesellschaft mbH & Co. KG, Rudersberg » Die Reste meines Lebens | Tragikomödie | Regie: Jens Wischnewski | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » Die Welt der Wunderlichs | Komödie | Regie: Dani Levy | Antragsteller: X Verleih AG, Berlin » Die Wildente | Drama, Literaturverfilmung | Regie: Simon Stone | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Enklave | Kinder-und Jugendfilm | Regie: Goran Radovanovic´ | Antragsteller: Eduard Barnsteiner, barnsteiner-film, Ascheffel » Heart of a dog | Dokumentation | Regie: Laurie Anderson | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Hedis Hochzeit | Drama | Regie: Mohamed Ben Attia | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Ich bin tot, macht was draus ! | Komödie | Regie: Guillaume und Stéphane Malandrin | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » Jonathan | Drama | Regie: Piotr J. Lewandowski | Antragsteller: Farbfilm Verleih GmbH, Berlin ∂
FilmFacts Südwest
» Kinder! Liebe! Zukunft! | Regie: Sigrid Faltin | Antragsteller: Behring Film & Klotz Media Ingo Behring und Mark Klotz GbR, Freiburg » Lou Andreas-Salomé | Drama/Biopic | Regie: Cordula Kablitz-Post | Antragsteller: Senator Film Verleih GmbH, Berlin » Mannheim – Neurosen zwischen Rhein und Neckar | Komödie | Regie: Thomas Oberlies | Antragsteller: Eduard Barnsteiner, barnsteiner-film, Ascheffel » Morris aus Amerika | Regie: Chad Hartigan | Antragsteller: Farbfilm Verleih GmbH, Berlin » Mein Praktikum in Kanada | Polit. Satire | Regie: Philippe Falardeau | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Nellys Abenteuer | Kinder- und Jugendfilm | Regie: Dominik Wessely | Antragsteller: Farbfilm Verleih GmbH, Berlin » Nicht ohne uns! | Dokumentarfilm | Regie: Sigrid Klausmann | Antragsteller: Farbfilm Verleih GmbH, Berlin » Power to change – Die Energierebellion | Dokumentarfilm | Regie: Carl A. Fechner | Antragsteller: Change Filmverleih, Fechner Media GmbH, Immendingen » Täterätää! – Die Kirche bleibt im Dorf 2 | Komödie | Regie: Ulrike Grote | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » Unsere Zeit ist jetzt | Komödie | Regie: Martin Schreier | Antragsteller: Warner Bros. Entertainment GmbH, Hamburg » Wer hat Angst vor Sibylle Berg | Dokumentarfilm | Regie: Sigrun Köhler, Wiltrud Baier | Antragsteller: Zorro Film GmbH, München
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preis im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen|Stuttgart ∂ Professionalisierungsmaßnahmen Documentary Campus Masterschool | Drehbuchworkshop und weitere Maßnahmen (Studiopräsentationen, Work in Progress), Drehbuchworkshops sowie Crazy Horse Session beim Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart | Sources 2 Script Development Workshop | eQuinoxe Europe International Screenwriter's Workshop & Masterclass Stuttgart | Stipendien u. a. Atelier Ludwigsburg-Paris | First Contact (Einstiegsberatung in die Filmbranche Baden-Württembergs) | Pre Fixe | Montagsseminare | Qualifizierungsmaßnahmen zur Begleitung der Schulkinowoche | spotlight Forum | Qualifizierungsprogramm Moderation (HdM) | Festival-TV Tübingen | NaturVision-Workshops, Ludwigsburg | Pitch-Training für Drehbuchautoren beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden
Vernetzung, Fachtagungen Monatlicher Branchen-Jour-Fixe | Dokville | Deutsch-Französisches Filmtreffen | Filmsymposium Mannheim | Initiativen der German Film Commissions | Cine-RegioTreffen | Animation Media Cluster Region Stuttgart | Kooperation mit Hessen | FMX | Netzwerk Kreativwirtschaft Baden-Württemberg | KINO-Kongress Baden-Baden | Mannheim Meeting Place | Film-Forum | Symposium »Quality Series« Ludwigsburg ∂
∂ Markterschließung Marktplatz Drehbuch beim Festival Max Ophüls Preis Saarbrücken | First Pitch | Animation Production Day | Deutsche Oscar-Party Los Angeles
Weitere Maßnahmen (Auswahl) Standortpräsentation Auftritte bzw. Unterstützungen Berlin | Cannes | Annecy | Lyon | Leipzig | Straßburg | Los Angeles | Solothurn | Locarno | Toulouse | Regionale Film Commissions | German Film Commissions | German Films | Landesfilmarchiv ∂
∂ Preisvergaben Thomas Strittmatter Preis während der Berlinale | Lotte Reiniger Förderpreis für Animationsfilm im Rahmen des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart | Siegfried Kracauer Preis für Filmkritik | MFG Star im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden | Kinopreise | Verleihförder-
∂ Begleitende Vermarktungsmaßnahmen Premieren | Präsentation MFG-geförderter Produktionen bei nationalen und internationalen Fimlfestivals
Sonstiges Forschungsprojekt »Remediate II« in Kooperation mit der LFK Baden-Württemberg, Akademie Schloss Solitude und Merz-Akademie | Filmsammlung Baden-Württemberg
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Short Cuts
Links: Carl Laemmle (r.) bekommt für »All Quiet on the Western Front« 1930 einen Oscar aus den Händen von Louis B. Mayer, Rechts: Filmplakate von 1930 und 1931 Unten: Blick in die Stuttgarter Ausstellung
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Carl Laemmle on Tour Begleitprogramm zur Ausstellung im Haus der Geschichte in Stuttgart
Die Ausstellung »Carl Laemmle presents – ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood« im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart (bis 31. Juli 2017) präsentiert zahlreiche, erstmals gezeigte Objekte aus Carl Laemmles Heimat Laupheim, aus den USA und anderen Ländern: www.carl-laemmle-ausstellung.de
Das filmische Begleitprogramm hat der LKK – Landesverband Kommunale Kinos Baden-Württemberg zusammengestellt, unterstützt von der MFG Filmförderung. In die Konzeption des LKK ist der Bundesverband Kommunale Filmarbeit e.V. einbezogen. SchulKinoWoche 2017 zeigt »Im Westen nichts Neues« Auf Anstoß des LKK wurde die LaemmleProduktion »Im Westen nichts Neues« (USA 1930) in Baden-Württemberg auf die Emp-
fehlungsliste für die SchulKinoWoche 2017 gesetzt (www.schulkinowoche-bw.de). Den acht Kinos in Baden-Württemberg, die diesen Film in der Woche vom 16. bis 22. März 2017 zeigen werden, können Referenten vermittelt werden. MFG fördert Carl-Laemmle-Hommage Einige Kommunale Kinos und Programmkinos in Baden-Württemberg zeigen über vier Monate eine von der MFG geförderte Carl-Laemmle-Hommage. Die Programm-Schwerpunkte umfassen:
Vorträge und Filmvorführungen zur Begründung des Horrorgenres durch die Universal Pictures mit »Dracula«, »Frankenstein« und »The Mummy« Werk- und Zensurgeschichte des oscargekrönten »All Quiet on the Western Front« von 1930 Vorträge/Filme: Carl Laemmles Werk – in Bezug gestellt zu Werken von Erich von Stroheim (»Blind Husbands«, 1919; »Foolish Wives«, 1922) und Luis Trenker (»Der Rebell«, 1932; »Der verlorene Sohn«, 1934).
Materialien für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die Filmvorstellungen vor Ort sowie reproduzierbare Exponate und Displays der Ausstellung und Auszüge aus dem Katalog werden zur Verfügung gestellt. Interessierte Kinos und Veranstalter wenden sich bitte an: LKK Baden-Württemberg Konradstraße 20 | 79100 Freiburg i. Br. Tel. 0761 7696384 | LKK-BaWue@email.de www.LKK-BaWue.de
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Filmvorführungen mit Einführungsvorträgen durch anreisende Kuratoren der Stuttgarter Ausstellung zu Leben, Werk und Bedeutung Carl Laemmles eine Dokumentation über die UniversalStudios und Carl Laemmle die Stummfilme »The Hunchback of Notre Dame« (1923) und »The Phantom of the Opera« (1925) mit Live-Musikbegleitung durch den renommierten Stummfilmmusiker Günter A. Buchwald
Reiner Hoff, LKK Baden-Württemberg
24. Internationales Kinderkinofestival Schwäbisch Gmünd
23. – 26. März 2017 Wettbewerb Internationaler Kinder- und Jugendfilm, Kurzfilmworkshop, Panorama, Pädagogisches Begleitprogramm, Drehbuchworkshop, Trickfilmworkshop, Preisverleihung, Sondervorstellungen mit Gästen und viele weitere Highlights.
Veranstalter:
gefördert von:
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EU-Förderung jetzt beantragen
Über 11,6 Mio. Euro flossen 2016 nach Deutschland aus dem Programm Creative Europe MEDIA. Nun sind neue Förderaufrufe offen, eine Auswahl: Film Projektentwicklungsförderung für Einzelprojekte für Kino, TV und Online kann bis zum 20.04.2017 beantragt werden. Sie wird als Pauschalbetrag gewährt: 25.000 Euro für Dokumentarfilme, 30.000 Euro bzw. 50.000 Euro für Spielfilme, 60.000 Euro für Animationen. TV-Produktionsförderung für Produktionen mit mindestens drei finanziell beteiligten Sendern aus verschiedenen MEDIA-Ländern: Spiel- und Animationsfilme erhalten bis zu 12,5 Prozent des Produktionsbudgets (bis 500.000 Euro), Dokumentarfilme bis zu 20 Prozent (bis 300.000 Euro). Europäisch koproduzierte Serien (Budgets ab 10 Mio. Euro) können bis zu 1 Mio. Euro beantragen. Die Einreichfrist endet am 1. Drehtag, spätestens aber am 30.05.2017. ∂
∂ Games Spieleentwickler können bis zum 02.03.2017 für die Entwicklung von innovativen, durchgehend narrativen Spielekonzepten zwischen 10.000 und 150.000 Euro (max. 50 Prozent vom Gesamtbudget) beantragen. ∂ Filmbildung Mit bis zu 60 Prozent der Kosten werden Projekte im Bereich Filmbildung gefördert, die von mehreren Filmvermittlungsinstitutionen und -initiativen gemeinsam durchgeführt werden. Mindestens drei Partner aus unterschiedlichen MEDIA-Ländern sind erforderlich. Einreichschluss ist am 02.03.2017.
Filmfestivals Festivals mit Startdatum 01.11.2016 bis 30.04.2017 können bis zum 28.04.2017 eine Förderung beantragen. Mindestens 70 Prozent des Programms (alternativ 100 lange oder 400 kurze Filme) müssen aus Filmen aus mindestens fünfzehn MEDIA-Ländern bestehen. Es werden 27.000 bis 75.000 Euro vergeben, für Kurzfilmfestivals 19.000 bis 33.000 Euro. ∂
Sämtliche Förderaufrufe finden sich auf: www.creative-europe-desk.de. Kontakt Creative Europe Desk München info@ced-muenchen.eu
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FilmFacts Südwest
MEDIA auf der Berlinale
Am 13. Februar von 9:30 bis 18:00 Uhr lädt die EU-Kommission zum Creative Europe MEDIA-Tag ins Hotel Ritz-Carlton. Am Vormittag beschäftigt sich das European Film Forum mit dem Thema »Big Data in der Filmbranche«. Am Nachmittag werden wegweisende, von MEDIA geförderte Projekte vorgestellt.
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Geschichten und Filme kennen [keine] Grenzen Untersuchung der Programmdiversivität der Internationalen Filmfestspiele Berlin 1980 bis 2016
In dem der FilmFacts-Redaktion zum Redaktionsschluss vorliegenden Auszug aus der Studie von Tanja C. Krainhöfer, Konrad Schreiber und Dr. Thomas Wiedemann geht es um die Vertetung der Filmemacherinnen und Filmemacher bezüglich bestimmter Kriterien im Programm der Berlinale: Inwieweit findet sich in den Programmen von 1980 bis 2016 ein ausgewogenes Verhältnis der mittels der programmierten Festivalbeiträge repräsentierten Filmemacher im Hinblick auf deren Geschlecht, deren Alter, deren Herkunft und deren Sozialisation in den neuen und den alten Bundesländern wieder? Die Forscherinnen und Forscher konstatieren: »Während der Anteil der von männlichen Regisseuren inszenierten Filmbeiträge seit den 1980er-Jahren bis heute mit rund 150 internationalen und durchschnittlich 50 nationalen Produktionen pro Festivalausgabe weitgehend konstant blieb, brauchten weibliche Regisseure im internationalen Programm über drei Jahrzehnte, um überhaupt mit 50 Festivalbeiträgen pro Jahr vertreten zu sein. Noch bemerkenswerter ist, dass sich dabei zwar im internationalen Programm ein langsamer, aber stetiger Aufwärtstrend für den Anteil von Filmen von Frauen belegen lässt (von 14,95 Prozent im Jahr 1980 auf 28,69 Prozent im Jahr 2016), wohingegen diese Entwicklung im deutschen Programm seit über 20 Jahren bei meistens unter 30 Prozent stagniert.«
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Kino News
Central Kino in Ketsch – das dank Bürgerinitiative einzig verbliebene Kino am Ort
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Im Gespräch Hansdieter Gehres
Als 2013 das gewerblich geführte Central Kino in Ketsch geschlossen wurde, gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger noch im selben Jahr einen Verein, um das einzig verbliebene Kino im Ort vor seiner endgültigen Schließung zu bewahren. Der Initiative gelang die Rettung des Kinos und über drei Jahre später zählt der Verein mehr als 200 Mitglieder. Wir haben mit dem Zweiten Vorsitzenden Hansdieter Gehres gesprochen. FilmFacts
Wie ist der Kinobetrieb organi-
siert? Als Vereinsstruktur haben wir die Form des gemeinnützigen Vereins gewählt. Als reiner Wirtschaftsbetrieb wäre eine finanzielle und politische Unterstützung des Kinobetriebs durch die Gemeinden, durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Sponsoren nur sehr schwer möglich gewesen. Außerdem wurde durch die Möglichkeit einer Mitgliedschaft eine breite Akzeptanz in der Bürgerschaft erreicht. Der Betrieb fußt auf nahezu ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit. Hansdieter Gehres
FilmFacts Wie verlief der Start des Kinos mit dem Verein als neuem Betreiber? Hansdieter Gehres Der Start verlief nicht reibungslos: Der Kassenstand betrug zu Beginn 0,00 Euro; die Filmverleiher wollten vorab eine Garantiezahlung; der vorherige Betreiber baute uns kurz vor Spielbeginn die Stühle aus, und last but not least zeichnete sich die Notwendigkeit der Umstellung auf die Digitalisierung ab. Die Mitglieder waren sehr enthusiastisch und engagiert, aber das Fachwissen über die Kinobranche und Kinotechnik fehlte. Da ich die Branche kenne,
konnte ich fachlichen Rat geben. Außerdem konnten wir ziemlich schnell etwa 180 Mitglieder für einen Jahresmitgliedsbeitrag von 30 Euro gewinnen. Die Stühle erhielten wir aus einem geschlossenen Kino im Nachbarort – zum symbolischen Preis von 1 Euro pro Stuhl. Die Digitalisierung wurde durch die Filmförderungsanstalt FFA gefördert. Einen neuen Vorhang und diverse Technik übernahmen wir aus den geschlossenen Innenstadtkinos in Heidelberg, aus dem Lux und dem Harmonie. Ist das ehrenamtliche Engagement eine verlässliche Personalquelle? Hansdieter Gehres Es hat sich mit der Zeit eine Gruppe von etwa 30 Mitgliedern herausgebildet, die sich für die anfallenden Arbeiten in eine Monatsliste eintragen. Man muss aber eine ausgewogene Balance zwischen den Nachfragen der Besucher nach mehr Vorstellungen und der ehrenamtlich zu erbringenden Leistung unserer Mitglieder finden.
FilmFacts Wie positionieren Sie Ihr Kino bei der Programmgestaltung, gerade im Hinblick auf gewerbliche Kinos in der Umgebung? Hansdieter Gehres Wir spielen die aktuellen anspruchsvollen Filme etwa fünf bis sechs Wochen nach Start, aber natürlich auch die Publikumsrenner wie »Honig im Kopf«, »Bond« oder »Star Wars«. Das versetzt uns in die Lage, auch Filme ins Programm zu nehmen wie »Blanca Nieves« von Pablo Berger oder aktuell den Dokumentarfilm »Where to, Miss?«. Die Auswahl der Filme findet in einem Gremium statt, in der Vorschläge zusammengetragen und diskutiert werden. Im Nachbarort Schwetzingen gibt es ein Kino, in dem die Blockbuster gleich zum Start gespielt werden. Dieses Kino ist für uns aber keine Konkurrenz. Aktuell zeigt sich dies bei »Willkommen bei den Hartmanns«, der Film läuft bei uns erst jetzt, wir hatten aber bereits drei ausverkaufte Vorstellungen und mussten noch weitere Zusatzvorstellungen einplanen.
Hansdieter Gehres, besten Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg für Ihre Kinoinitiative.
FilmFacts
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Was ist Ihr Rat für die Gründung einer solchen Kino-Initiative, wie sie auch anderswo denkbar wäre? Hansdieter Gehres Zuerst einmal sollte man sich klar machen, was es bedeutet, ein Kino zu betreiben. In der Anfangsphase ist unbedingt, falls nicht vorhanden, ein Fachmann oder eine Fachfrau einzubinden. Der Vorteil eines ehrenamtlich betriebenen Kinos ist, dass niemand vom Betrieb leben muss. Das heißt, der Gewinn kann investiert werden und die Eintrittspreise können entsprechend moderat gestaltet werden. FilmFacts
Christel Kauschwitz von den LöwenLichtspielen in Kenzingen nimmt den Spitzenpreis für ein herausragendes Jahresfilmprogramm 2015 entgegen
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Kinopreise
Christel Kauschwitz von den LöwenLichtspielen in Kenzingen wurde mit dem Spitzenpreis für ein herausragendes Jahresfilmprogramm 2015 ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den Worten: »Gegründet in der KinoGoldgräberzeit der 1920er-Jahre und in der Krise der 1970er in die Pleite gegangen, haben es einige kinobegeisterte Idealisten weiterbetrieben, als reines Arthaus-Kino und mit einem konsequent anspruchsvollen Programm. So hat sich dieses KleinstadtKino nicht nur behauptet, sondern zu einem der profiliertesten Programmkinos in unserem Bundesland entwickelt.«
Kino News
FilmFacts Südwest
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Florence Loiret Caille und Samir Guesmi in »L’effet aquatique«
dass er ihr etwas vorschwindelt. Enttäuscht fliegt sie nach Island zum Bademeisterkongress, um Abstand zu bekommen. Aber kein Problem für Samir: Spontan fliegt er ihr nach, denn Liebe kennt keine Grenzen.
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Verleihförderpreis an »L’effet aquatique« »Der Effekt des Wassers« von Sólveig Anspach
Der mit 20.000 Euro dotierte Verleihförderpreis hat dazu beigetragen, dass »L’effet aquatique« mit dem Tübinger Arsenal Filmverleih einen deutschen Verleiher gefunden hat, der das Drama im März 2017 hierzulande in die Kinos bringen wird. Das Publikum der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart wählt alljährlich den
Gewinnerfilm. Das Preisgeld wurde von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, von Unifrance und in diesem Jahr einmalig auch vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gestiftet. Das Drama der viel zu früh verstorbenen Sólveig Anspach erzählt von dem verträumten Kranfahrer Samir, der alles daran setzt, Agathes Herz zu erobern. Dabei kennt er sie noch nicht lang. Er findet heraus, dass sie Bademeisterin ist. »Ich könnte Schwimmstunden bei ihr nehmen«, denkt er sich – obwohl er eigentlich ein guter Schwimmer ist. Die unnahbare Agathe merkt jedoch schnell,
Kinostarts
16.02.2017 »Enklave«, Regie: Goran Radovanovi´ c 23.02.2017 »A Cure for Wellness«, Regie: Gore Verbinski »Die Gabe zu heilen«, Regie: Andreas Geiger »Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel«, Regie: Florian Schnell 16.03.2017 »Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei«, Regie: Ute von Münchow-Pohl 30.03.2017 »Gaza Surf Club«, Regie: Philip Gnadt »Der Effekt des Wassers«, Regie: Sólveig Anspach 25.05.2017 »Die Reste meines Lebens«, Regie: Jens Wischnewski
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FilmFacts Südwest
| 1–2017
| Februar February
Festivals und Branchenevents im Südwesten
∂ 17. Freiburger SchülerFilmForum
Freiburg | 11.–13. Mai Einreichfrist: 07. März Filme von Schülern und Jugendlichen stehen im Fokus des Freiburger SchülerFilmForums. Diesjähriges Thema des vom Regio-Verkehrsverbund Freiburg getragenen KurzFilmWettbewerbs ist »Das Netz«. Eine Neuerung: Der Förderpreis Videoarbeit steht ab diesem Jahr auch Jugendlichen bis 22 Jahren offen, die nicht schulisch unterstützt wurden. Die Einreichfrist für alle Filme endet am 7. März 2017. Veranstaltungsort ist das Kommunale Kino Freiburg. Gefördert wird das SFF u. a. von der MFG in Kooperation mit der LfK. schuelerfilmforum.de
Hot Spots
Der Unterhändler«, »Elser – Er hätte die Welt verändert«, »Luther«, »Nicht ohne uns!« und »Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel«, der mit Regisseur und Darsteller durch sechs Kinos touren wird. Anmeldung und Begleitmaterial: schulkinowoche-bw.de
∂ 24. Internationales KinderKinoFestival
Schwäbisch Gmünd | 23.– 26. März Das von der MFG maßgeblich geförderte KinderKinoFestival KiKiFe bietet ein anspruchsvolles Film- und medienpädagogisches Begleitprogramm. Neben den Kinderund Jugendfilmen gibt es Workshops, in denen unter Anleitung Kurz- und Trickfilme produziert werden. Studierende der PH Schwäbisch Gmünd beteiligen sich am Rahmenprogramm. Das Programm gibt es ab Mitte Februar unter: www.kikife.de
∂ 11. SchulKinoWoche BW
Baden-Württemberg | 16.–22. März Eine Woche im März tauschen zahlreiche Schulen das Klassenzimmer wieder gegen den Kinosaal. In Kooperation mit der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) unterstützt die MFG das filmpädagogische Begleitprogramm. Mehrere MFG-geförderte Filme laufen im Programm: »Achtzehn – Wagnis Leben«, »Das kalte Herz«, »Bridge of Spies –
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Festivals and Industry Events in the Southwest
∂ 13. GirlsGoMovie | Mannheim
Supportprogramm ab April 2017 GirlsGoMovie ist ein Filmfestival, das sich auf Kurzfilme von Mädchen und Frauen zwischen 12 und 27 Jahren konzentriert. Das Mentoring- und Supportprogramm bietet professionelle Unterstützung, besonders für jene, die noch keine Erfahrung in der Filmproduktion haben. Erfahrene Studentinnen unterstützen bei der Umsetzung von Projekten. Das Programm steht jungen Filmemacherinnen aus der Metropolregion Rhein-Neckar, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz offen. www.girlsgomovie.de
∂ Independent Days 17 |
International Filmfest (IDIF) Karlsruhe | 05.– 09. April Die Independent Days legen ihren Fokus auf unabhängige Filmproduktionen. Zu sehen gibt es sowohl Kurz- als auch Dokumentarund Spielfilme aus allen Genres. Mit dem Festival wurde eine Plattform geschaffen, die aufzeigt, was unabhängige Filmemacher mit geringen finanziellen Mitteln fern von großen Film- und TV-Studios produzieren. www.independentdays-filmfest.com
∂ 24. CineLatino | 14. CineEspañol
Tübingen/Stuttgart/Freiburg | 19.–26. April Das Festival für lateinamerikanische und spanische Filme findet jährlich im Frühling in Freiburg, Tübingen und Stuttgart zeitgleich statt. Präsentiert werden aktuelle Filme von anerkannten Regisseuren und Nachwuchstalenten aus Spanien und Lateinamerika. filmtage-tuebingen.de/latino
∂ 24. Internationales Trickfilm-Festival
»Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel« eröffnet die 11. SchulKinoWoche in Rastatt
Stuttgart | 02. – 07. Mai Das weltweit bedeutende Festival für den Animationsfilm ITFS präsentiert zum 24. Mal die ganze Bandbreite des aktuellen internationalen Animationsfilmschaffens. Im Fokus des Festivals steht neben innovativen transmedialen und interaktiven Werken auch die Förderung von Nachwuchstalenten. Die MFG wird im Rahmen des ITFS den bereits zum 8. Mal ausgelobten Lotte Reiniger Förderpreis für Animationsfilm verleihen. Ausgezeichnet wird der von einer Jury gewählte beste Abschlussfilm einer Filmschule. Gemeinsam mit der Landesanstalt für Kommunikation LfK wird die MFG zudem einen Preis für den besten Studentenfilm
the latest films by renowned directors and new talents from Spain and Latin America.
Award, which aims to promote high-quality, innovative games. www.itfs.de
filmtage-tuebingen.de/latino
∂ FMX 2017—Beyond the Screen ∂ Independent Days 17 | International Filmfest
∂ 24th Stuttgart Festival of Animated Film
(IDIF) | Karlsruhe | April 5– 9 The Independent Days International Filmfest focuses on independent filmmaking in all genres, from shorts to documentaries to feature films. The festival offers a platform for independent filmmakers working with small budgets.
(ITFS) | Stuttgart | May 2–7 The world’s most important festival for animated film, ITFS, will present the entire spectrum of current international animation for the 24th time. The festival focuses on innovative transmedial and interactive film, as well as promoting up-and-coming talents. During the festival, the MFG will present its jury-selected Lotte Reiniger Award to an animated diploma film. In cooperation with the Landesanstalt für Kommunikation (LfK), the MFG will present an award for best student film. The MFG also sponsors the Local Hero Games
www.independentdays-filmfest.com
∂ 24th CineLatino | 14th CineEspañol
Tübingen/Stuttgart/Freiburg | April 19–26 The annual festival for Latin American and Spanish films, which takes place simultaneously in Freiburg, Tübingen, Stuttgart, showcases
Stuttgart | May 2–5 Each year at the FMX —International Conference on Animation, Effects, VR, Games and Transmedia, international professionals have an opportunity to check out the latest trends and developments in digital entertainment. This year’s FMX theme, “Beyond the Screen,” focuses on the development of 2D to 3D, stationary entertainment, and virtual reality. The conference is organized by the Institute for Animation, Visual Effects, und Digitale Postproduction at the Filmakademie Baden-Württemberg. The MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg cosponsors the FMX. fmx.de
Hot Spots
vergeben. Auch der Local Hero Games Award wird von der MFG gestiftet. Ziel dieser Auszeichnung ist es, die Entwicklung qualitativ hochwertiger und innovativer Games zu fördern und die Gamesszene in Baden-Württemberg zu stärken. www.itfs.de
FilmFacts Südwest
und Vertriebe wie Förderern und Investoren vor. Spielfilm-, Serien-, Games- und Transmediaprojekte können bis zum 27. Februar eingereicht werden. Für die Teilnahme von Nachwuchsproduzenten bietet der APD spezielle Fördermöglichkeiten. www.animationproductionday.de
∂ FMX 2017 – Beyond the Screen
Stuttgart | 02.– 05. Mai Auf der FMX – International Conference on Animation, Effects, Virtual Reality, Games and Transmedia – trifft sich ein internationales Fachpublikum, um sich auf vielfältige Weise den aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Digital Entertainment zu widmen. »Beyond the Screen« – unter diesem Motto behandelt die FMX 2017 die Entwicklung von 2D zu 3D, standortgebundener Unterhaltung oder Virtual Reality. Die Veranstaltung wird vom Animationsinstitut an der Filmakademie Baden-Württemberg organisiert. Die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gehört zu den Förderern der FMX. fmx.de
Stuttgart | 04.– 06. Mai Das 20. Festival für Bewegtbildkommunikation spotlight findet zeitgleich mit dem ITFS und in Kooperation mit dem Animated Com Award statt. Das größte und bedeutendste Festival dieser Art im deutschsprachigen Raum widmet sich mit der Kombination von Kreativwettbewerb und Kongress den aktuellen Branchenentwicklungen und -trends. In zwei Wettbewerbssektionen – spotlight Professionals und spotlight Students – werden die Gewinnerfilme parallel von einer hochkarätig besetzten Fachjury und einer Publikumsjury gekürt.
∂ 11. APD – Animation Production Day
∂ KINO 2017
Stuttgart | 04.– 05. Mai Einreichfrist: 27. Februar 2017 Der APD ist der bedeutendste auf Animationsprojekte spezialisierte Koproduktionsund Finanzierungsmarkt in Deutschland. Branchenvertreter aus aller Welt verhandeln in gezielten Einzelgesprächen über neue Projekte. Am 04. Mai findet die Veranstaltung Producers for Co-Production statt. Produzenten, Service-Produzenten und weitere Dienstleister finden sich hier zum Wissensaustausch zusammen. Der Finanzierungsmarkt am 05. Mai gilt als Herzstück des APD. Hier stellen Produzenten ihre ausgewählten Projekte Vertretern der Sender
Karlsruhe | 09.– 11. Mai Der nationale Filmtheaterkongress KINO wird zum zweiten Mal im Karlsruher Kongresszentrum ausgerichtet. Zudem findet die Tradeshow der Verleiher erstmals im Filmpalast am ZKM statt. Mit ihren drei Schwerpunkten – Kongress, Messe und Filmpräsentationen – bietet die Veranstaltung ein breites Spektrum rund um das Thema Kino. www.forum-film.com/kino-2017.html
∂ 11th APD – Animation Production Day
∂ Spotlight 2017
Stuttgart | May 4–5 Submissions Deadline: February 27, 2017 The APD is Germany’s most important coproduction and financing market specializing in animation projects. International industry representatives discuss new projects in one-onone meetings. The Producers for Co-Production event will take place May 4, offering a platform for producers and service providers to exchange know-how. The financing marketplace on May 5 is considered the APD’s centerpiece, where producers present selected projects to broadcasting and distributor representatives, sponsors, and investors.
Stuttgart | May 4–6 The 20th festival for motion picture communication, spotlight, will be held simultaneously with the ITFS and in cooperation with the Animated Com Award. With its combination of creative competition and conference, the biggest and most important festival of its kind in the German-speaking regions is dedicated to current trends in the industry.
www.animationproductionday.de
∂ spotlight 2017
spotlight-festival.de
spotlight-festival.de
∂ Dokville 2017
Stuttgart | June 29–30 The Haus des Dokumentarfilm’s annual industry event Dokville will take place in Stuttgart for the first time. This year’s focus: productions using “footage” in creative and innovative ways.
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∂ Dokville 2017
Stuttgart | 29.–30. Juni Vom 29. bis 30. Juni 2017 findet Dokville erstmals in Stuttgart statt. Nach zwölf Ludwigsburger Jahren zieht die Konferenz in das Metropol Kino um. Der vom Haus des Dokumentarfilms veranstaltete Branchentreff hat dieses Jahr Produktionen im Fokus, die mit »Footage« kreativ, unkonventionell und innovativ erzählen. Sie erlauben einen neuen Blick auf unser filmisches Erbe und begeistern ihr Publikum. Zu »Footage« zählen auch Aufnahmen aus dem Netz, meist mit mobilen Telefonen gefilmt. Zunehmend werden dokumentarische Geschichten auch mit YouTube-Material erzählt. Parallel zu Dokville findet das neue SWR Doku Festival (bereits ab 28. Juni) statt sowie die Verleihung des Deutschen Dokumentarfilmpreises und des Förderpreises des Hauses des Dokumentarfilms. www.dokville.de
∂ 16. NaturVision
Ludwigsburg | 13.– 16. Juli Einreichfrist: 17. März 2017 NaturVision – Deutschlands größtes Filmfestival – widmet sich ganz den Themen Natur, Tier, Umwelt und Nachhaltigkeit und zeigt die ganze Vielfalt des Naturfilms. Zudem werden Preise in zwölf Kategorien verliehen. Eingereicht werden können Dokumentarfilme, die sich mit den Themen des Festivals beschäftigen und nach dem 1. Januar 2016 fertiggestellt wurden. Das Filmprogramm wird von Veranstaltungen wie etwa einer Kleidertauschbörse, einem Kinderprogramm und dem Science Slam umrahmt. festival.natur-vision.de
SWR’s Doku Festival will begin June 28. The award for best German documentary and the Haus des Dokumentarfilm promotional award will be presented at Dokville. www.dokville.de
∂ 16th NaturVision
Ludwigsburg | July 13–16 Submissions Deadline: March 17, 2017 NaturVision – Germany’s biggest and oldest film festival dedicated to nature, animals, environment, and sustainability – showcases the diversity of nature films. In addition, prizes are awarded in 12 categories, including a young talents film award. Documentaries primarily focusing on the festival’s themes that have completed production by January 1, 2016, qualify for submission. festival.natur-vision.de