Südwest
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2015 – Erste Zahlen 2015— Initial Figures Morris aus Amerika Sundance Awards MFG auf der Berlinale MFG at the Berlinale Frühling im Südwesten Spring in the Southwest
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Contents
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Close Up
Rückblick auf ein erfolgreiches Filmjahr 2015: Erhöhung der Fördermittel, Standort für Animation und VFX wächst, Oscars und Emmys. Review of a successful year 2015: increase in subsidies, growth of animation and VFX sector, Oscars and Emmys.
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In Production
Einblick in MFG-geförderte Produktionen, die sich mit Humor und Tiefe historischen wie gesellschaftlich brisanten Themen widmen. A look at MFG-funded productions, both profound and humorous, devoted to historically and socially controversial issues.
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Regional Film Commissions
Drehs in Baden-Württemberg und Branchenveranstaltungen der regionalen Filmcommissions. Filming in Baden-Württemberg and film commissions’ industry events.
Inhalt Contents 04
Close Up 2015 – Erste Zahlen Erfolgreiches Jahr für die Filmförderung im Südwesten 2015—Initial Figures A Successful Year for Film Funding in the Southwest
Impressum Imprint FilmFacts Südwest Februar 2016 February 2016
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In Production Die Blumen von gestern Jonathan Das Tagebuch der Anne Frank The Diary of Anne Frank Die Gabe (AT) Morris aus Amerika Morris from America
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Regional Film Commissions
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MFG News
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Short Cuts
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Kino News
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Hot Spots
Redaktion Editorial Team Uwe Rosentreter (V.i.S.d.P.), Maren Witthoeft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Ausgabe Editorial Staff for this Issue Michael Ackermann, Anika Baumhauer, Maria Gomez, Valérie Hasenmayer, Tina Müller, Holger Reile, Pamela Schmidt, Lena Wiese
Herausgeber Publisher MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH Bereich Filmförderung Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart film.mfg.de
Lektorat Copy Editing manufactur m, Maren Witthoeft
Geschäftsführung CEO Prof. Carl Bergengruen
Übersetzung Translation Gabriele Glang
Gestaltung Graphic Design Atelier Sternstein, Stuttgart manufactur m, Stuttgart Druck Printing Offizin Scheufele Druck und Medien GmbH + Co. KG
Editorial
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MFG News
MFG-geförderte Filme auf der Berlinale 2016 und ein Überblick über alle gefördeten Projekte in 2015. MFG-funded films at the Berlinale and an overview of all subsidized projects in 2015.
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Interview mit Leopold Winterhalder, Verleihförderpreis für »Le goût des merveilles« – und Ende einer Ära: Scala-Kino in Konstanz vor dem Aus. Interview with Leopold Winterhalder, distributor award for “Le goût des merveilles”— and the end of an era: Scala cinema in Konstanz to close.
Liebe Leserin, lieber Leser, hinter uns liegt ein erfolgreiches Jahr 2015. Nicht nur freuen wir uns über Oscars, Emmys, den Deutschen Regiepreis und viele weitere Auszeichnungen für MFG-geförderte Filme. Baden-Württemberg wächst auch als Filmstandort, und zwar im Bereich Animation und visuelle Effekte (VFX). 2015 wurde die MFG zum Vorreiter der deutschen Förderlandschaft: Mit der neuen, sogenannten Line Producer-Förderung waren wir die Ersten, die jetzt neben der üblichen Förderung von Produzenten auch ganz direkt VFX-Artists unterstützen können. Mit diesem attraktiven Förderprogramm trugen wir
Dear Reader, We are delighted to report that 2015 was a very successful year. Proof of the pudding lies not only in the Oscars, Emmys, the German Directors Award, and many other awards for MFGfunded films. In addition, Baden-Württemberg’s prominence in the film industry continues to grow, in particular in the animation and visual effects (VFX) sector. In 2015 the MFG became a pioneer among German funding boards: we were the first to introduce a new funding program for line producers, through which VFX artists may be subsidized directly, in addition to the customary producer funding. This attractive program also con-
Übrige Fotos (Seite) Other photos (page) Friederike Hentschel (2 r., 21), Reiner Pfisterer (3 r.), Felix Meinhardt (6), © 2015 Zeitsprung Pictures, AVE & Universal Pictures Productions (S. 14f.), Pia Schweißer (20 oben top), Martina Dach (22).
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Kino News
Editorial
Bildnachweis Photo Credits Die Fotos der MFG-geförderten Filme stellen uns freundlicherweise die Produzenten, Verleiher und Filmemacher zur Verfügung. Photos of MFG-funded films were kindly provided by producers, distributors, and filmmakers.
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Hot Spots
Frühling im Südwesten: ein Überblick über die wichtigsten Festivals und Branchenevents – für reale und virtuelle Erlebnisse. Spring in the southwest: an overview of festivals and industry events—for both real and virtual adventures.
dazu bei, dass große Firmen in Baden-Württemberg Niederlassungen gegründet haben. Und nicht nur das: Mit erhöhten Fördermitteln konnten wir insgesamt die Unterstützung von Dokumentar- und Spielfilmen ausbauen. Dabei liegt uns die Förderung des Nachwuchses sehr am Herzen. Deshalb freut uns der gute Start ins Jahr 2016: Erneut war eine ganze Reihe von uns unterstützter Filme im Programm des Nachwuchs-Festivals Max Ophüls Preis – und zwei Dokumentarfilme kamen mit Preisen aus Saarbrücken zurück. So kann das Jahr gerne weitergehen. Herzlich grüßt Sie Ihr Carl Bergengruen
tributed to large firms’ establishing new subsidiaries in BadenWürttemberg. Furthermore, an increase in annual appropriations allowed us to further develop the support for documentaries and feature films. Promoting young talents continues to be a particular priority for us. For this reason, we are especially pleased to note 2016 has gotten off to an excellent start: once again a series of MFGfunded films took home awards from Saarbrücken’s newcomer festival Max Ophüls Preis. May the year continue at this pace! Yours sincerely, Carl Bergengruen
Titel Schon die Teilnahme am US-Hauptwettbewerb des Sundance Film Festivals war ein Novum für eine majoritär deutsche Produktion. Jetzt räumte der von der Stuttgarter INDI Film zusammen mit Lichtblick und amerikanischen Partnern hauptsächlich in Heidelberg und von der MFG geförderte Film »Morris aus Amerika« gleich zwei Hauptpreise ab. Drehbuchautor und Regisseur Chad Hartigan gewann den Waldo Salt Screenwriting Award und Darsteller Craig Robinson wurde mit dem U.S. Dramatic Special Jury Award for Individual Performance geehrt. Ab Spätsommer in den deutschen Kinos.
Cover Even just participating in the Sundance Film Festival’s US main competition was a novelty for a mostly German production. But now the MFG-funded movie “Morris from America”, which was produced by Stuttgart-based INDI Film, Lichtblick, and American partners and filmed mainly in Heidelberg, has taken home two main awards. Screenwriter and director Chad Hartigan won the Waldo Salt Screenwriting Award and actor Craig Robinson received the US Dramatic Special Jury Award for Individual Performance. To be released in late summer in German cinemas.
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Fulminanter Start ins Jahr 2016: sechs OscarNominierungen für Steven Spielbergs »Bridge of Spies – Der Unterhändler« 2016 is off to a flying start: six Oscar nominations for Steven Spielberg’s “Bridge of Spies”
∂ Vielfältige Fördermaßnahmen Im Bereich der Projektförderung – für Drehbuch, Produktionsvorbereitung, Produktion, Postproduktion, Verleih/ Vertrieb und Kino – hat die MFG im vergangenen Jahr rund 250 Projekte mit rund 13,6 Mio. Euro unterstützt. Daneben förderte die MFG zahlreiche weitere Maßnahmen – beispielsweise Vermarktungsaktivitäten, Preisvergaben, Professionalisierungsmaßnahmen, Preisvergaben und Vernetzungsaktivitäten. Die Förderentscheidungen im Einzelnen finden Sie auf Seite 27–29.
Als erste Förderinstitution Deutschlands hat die MFG Baden-Württemberg ihr Förderspektrum auf sogenannte Line Producer erweitert und konnte erstmals Unternehmen direkt fördern, die visuelle Effekte für Projekte mit hohem VFX-Anteil realisieren. Die Förderung von stark animations- und VFX-geprägten Projekten hat BadenWürttemberg als Top-Standort mit internationaler Anerkennung weiter gestärkt. National hat das von der MFG initiierte Modellprojekt »Green Shooting« große Aufmerksamkeit erzielt, das bei der Herstellung des Freiburger Tatort-Specials mit Heike Makatsch umgesetzt wurde. Weltweit renommierte Regisseure arbeiteten an MFG-geförderten Filmen. Steven Spielbergs »Bridge of Spies – Der Unterhändler« kam in die Kinos, »Elser« lief auf der Berlinale und vier MFG-geförderte Projekte erhielten sechs Oscars und zwölf Emmy Awards.
Im Kernbereich Produktionsförderung stehen den auf rund 10,4 Mio. Euro erhöhten Fördermitteln in Baden-Württemberg geplante Projektkosten in Höhe von etwa 23 Mio. Euro (= 230 Prozent) gegenüber. Damit konnte der für Produktionsförderungen in der Vergabeordnung festgelegte Baden-Württemberg-Effekt von mindestens 120 Prozent der Fördermittel im Jahr 2015 erneut deutlich übertroffen werden. Die MFG-Juroren entschieden sich für 42 Projekte – 16 Dokumentar- und 26 Spielfilme: Darunter die Brüder Anthony und Joe Russo, sie inszenieren die Marvel-Verfilmung »Captain America: Civil War«, Luc Besson produziert und schrieb das Drehbuch für »The Lake« von Steven Quale und Gore Verbinski inszenierte den Thriller »A Cure for Wellness« auf Burg Hohenzollern. Für die drei genannten Projekte, die 2016 in die Kinos kommen, werden die Visuellen Effekte in Baden-Württemberg realisiert. Auch Dany Levy hat seinen neuen Film »Der kleine Diktator« im Südwesten gedreht. Die Mannheimer Dokumentaristin Agnes Lisa Wegner zeichnet den Weg eines US-Gangmitglieds nach, und Oscar-Preisträger Pepe Danquart realisiert mit der 3D-Internet-Saga »YouTalent« erneut ein außergewöhnliches Dokumentarfilmprojekt.
CU
2015—Initial Figures
∂ Funding Diversity
A Successful Year for Film Funding in the Southwest
In 2015 the MFG film funding division (screenplay, preproduction, production, postproduction, distribution/sales and cinema) subsidized 250 projects with approx. 13.6 € million. Other funded measures included marketing activities, awards, vocational training, and networking activities. Individual awardees are noted on pp. 27–29.
CU
2015 – Erste Zahlen Erfolgreiches Jahr für die Filmförderung im Südwesten
Last year the MFG Baden-Württemberg was Germany’s first funding board to grant subsidies to line producers: two VFX companies were granted funds for projects involving a high portion of visual effects. Subsidizing animation and VFX projects in Baden-Württemberg has contributed to the regional film industry’s international renown. National recognition was achieved through the MFG-initiated “Green Shooting” pilot project, implemented with the Freiburg Tatort special starring Heike Makatsch. Well-known directors produced MFG-funded films: Steven Spielberg’s “Bridge of Spies” was released, “Elser” was screened at the Berlinale, and four MFG-funded films received a total of six Oscars and 12 Emmys.
In the core area of production funding, subsidies totaling approx. 10.4 € million were offset by planned project costs in BadenWürttemberg totaling approx. 23 € million (= 230 %). The BadenWürttemberg effect, stipulated by funding regulations to exceed 120 %, was once again clearly surpassed. The MFG jurors selected 42 projects—16 documentaries and 26 feature films—for production subsidies. Among these are Anthony and Joe Russo’s Marvel comic movie “Captain America: Civil War”; writer-producer Luc Besson’s “The Lake,” directed by Steven Quale; and Gore Verbinski’s thriller “A Cure for Wellness,” which was shot at
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Auch dank VFX aus Baden-Württemberg: vier Oscars für Wes Andersons »Grand Budapest Hotel« Wes Anderson’s “Grand Budapest Hotel” garnered four Oscars, in part thanks to VFX created in BadenWürttemberg
∂ Novum: Line Producer-Förderung
Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg wurde 2015 zum Vorreiter der deutschen Förderlandschaft: Sie erweiterte ihre Produktionsförderung auf sogenannte Line Producer, wodurch erstmals direkt die für die visuellen Effekte verantwortlichen Firmen Fördermittel erhalten können. Bislang waren – wie bundesweit üblich – ausschließlich Produzentinnen und Produzenten berechtigt, Fördermittel für die Herstellung von Filmen zu beantragen. In einem vereinfachten Eilverfahren wurden Serienprojekte wie »Game of Thrones« und »Shannara Chronicles« gefördert, bei denen die VFX-Artists von Mackevision und Pixomondo maßgeblich für die Realisierung der visuellen Effekte verantwortlich zeichnen. Der Ländereffekt dieser beiden Projekte liegt bei weit über 500 Prozent. Insgesamt wurden für Projekte im Bereich Animation und visuelle Effekte 2015 insgesamt 4,38 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) an Fördermitteln vergeben.
Hohenzollern Castle. For all three projects, to be released in 2016, VFX were created in Baden-Württemberg. Dany Levy’s new film “Der kleine Dikator” was also shot in the southwest. Mannheimbased documentary filmmaker Agnes Lisa Wegner traces a US gang member’s development and Oscar-winner Pepe Danquart has realized an exceptional documentary project with his 3D internet saga “YouTalent.” ∂ A First: Funding for Line Producers Last year, the MFG Filmförderung Baden-Württemberg set a precedent in German film funding: line producers are now eligible for subsidies. Production companies creating visual effects can thus qualify to receive funds directly. To date, only producers were eligible to apply for production subsidies from federal and state funding institutions. Among those benefiting from an expedited approval procedure were Pixomondo and Mackevision’s VFX artists, who were largely responsible for creating the visual effects for the “Game of Thrones” and “Shannara
∂ Sechs Oscars, zwölf Emmy Awards und weitere
Auszeichnungen für MFG-geförderte Filme Von der MFG geförderte Filme konnten sich 2015 über eine ganze Reihe an hochkarätigen Auszeichnungen freuen. Die Arbeit der VFX-Artists in der Region hatte erneut großen internationalen Erfolg und trug wesentlich dazu bei, den Ruf Baden-Württembergs als führender VFX- und Animationsstandort in Deutschland zu festigen. So erhielt Wes Andersons »Grand Budapest Hotel« vier Oscars, die verleihgeförderten Filme »Ida« und »Citizenfour« je einen Oscar, und zwölf Emmy Awards gingen an die Serie »Game of Thrones«. Zu den zahlreichen weiteren Auszeichnungen im Jahr 2015 gehören ein César für das Drehbuch von Volker Schlöndorffs »Diplomatie«, der Deutsche Regiepreis für »Elser – Er hätte die Welt verändert«, der Bayerische Filmpreis für »Die Biene Maja – Der Spielfilm« und der Deutsche Filmpreis (Bester Spielfilm Silber) für den verleihgeförderten Film »Jack«.
Chronicles” series. The Baden-Württemberg effect for these two projects alone exceeds 500 percent. A total of 4.38 € million (2014: 3.5 € million) subsidized projects in the animation and VFX sector. ∂ Six Oscars, 12 Emmys, and More for MFG-funded Films
In 2015 MFG-funded films garnered a row of prestigious awards, in large measure thanks to the region’s VFX artists. Their work once again contributed to Baden-Württemberg’s international reputation as a leader in the animation industry. Wes Anderson’s “Grand Budapest Hotel” won four Oscars; “Ida” and “Citizenfour” each went home with an Oscar; and 12 Emmy Awards went to “Game of Thrones.” The numerous other awards won in 2015 include a César for Volker Schlöndorff’s “Diplomacy,” the German Award for Best Director for “13 Minutes,” the Bavarian Film Award for “Maya the Bee,” and the German Film Award (Best Fiction Feature, Silver) for the distributor-funded film “Jack.”
Line ProducerFörderung für »Game of Thrones« Line producer funding for “Game of Thrones”
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Modellprojekt Green Shooting: »Fünf Minuten Himmel« mit Heike Makatsch (Mitte) Green shooting model project “Fünf Minuten Himmel,” starring Heike Makatsch (middle)
Das Location Office Region Freiburg organisierte Fahrräder für die Filmcrew, Reisen des Teams wurden nicht wie üblich mit dem Flugzeug, sondern mit der Bahn absolviert, der Caterer bezog die Nahrungsmittel aus regionalen Quellen – die Initiative Green Shooting trug so dazu bei, Bewusstsein für eine nachhaltige Vorgehensweise in der Filmbranche zu schaffen.
∂ MFG initiiert Green Shooting
Das von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg im Januar 2015 initiierte Pilotprojekt Green Shooting zur Etablierung einer ressourcenschonenden Produktionsweise wurde inzwischen umgesetzt: Ziegler Film Baden-Baden produzierte im Auftrag von SWR und ARD Degeto das Tatort-Special »Fünf Minuten Himmel« mit Heike Makatsch in der Hauptrolle. Katrin Gebbe inszenierte den Krimi im September und Oktober 2015 in Freiburg i. Br. Die MFG finanziert neben dem Coaching und den etwaigen Produktionsmehrkosten die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts, die von der Hochschule der Medien betreut wird. MFG-Geschäftsführer Prof. Carl Bergengruen: »Mit Green Shooting erstellen wir die nötige Expertise und unterstützen eine umweltbewusstere Produktionsweise. Wir fördern damit Produzenten, die sich einer ganzheitlichen unternehmerischen Verantwortung verpflichtet sehen. Die Initiative soll die Filmbranche im Land sensibilisieren.«
∂ MFG Launches Green Shooting In January 2015, the MFG Filmförderung Baden-Württemberg initiated a green shooting pilot project to encourage ecological production methods. The project has since been implemented: on behalf of SWR and ARD Degeto, Ziegler Film Baden-Baden produced the Tatort special “Fünf Minuten Himmel,” starring Heike Makatsch. Katrin Gebbe directed the crime story in fall 2015 in Freiburg i. Br. The MFG financed the training and additional production costs incurred as a result of the Hochschule der Medien’s scientific supervision of the pilot project. MFG CEO Prof. Carl Bergengruen: “With Green Shooting, we’re developing the necessary expertise for a more ecological mode of production, thus supporting producers committed to a holistic way of doing business. The initiative is intended to increase awareness within the state’s film industry.” The Location Office Region Freiburg organized bicycles, the team traveled by train, and the caterer purchased regional foods. Thus the initiative contributed to raising awareness of sustainable procedures in the film industry.
∂ Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart und FMX Im Rahmen des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart (ITFS) im Mai 2015 vergab die MFG Filmförderung zum sechsten Mal den Lotte Reiniger Förderpreis für Animationsfilm. Zudem finanzierte sie den Animated Com AwardHauptpreis und stiftete gemeinsam mit der LfK – Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg den Young Animation-Preis für den besten Studentenfilm. Zudem unterstützte die MFG die gemeinsame Businessplattform von ITFS und FMX, den Animation Production Day APD. Der mit 10.000 Euro dotierte Lotte Reiniger Preis ging an die Britin Daisy Jacobs für »The Bigger Picture«. In ihrer Arbeit verbindet sie Stoptrick, Malerei, Sachtrick und Mischtechnik zu einer schwarzhumorigen Geschichte. Auf der FMX war das von der MFG getragene AMCRS – Animation Media Cluster Region Stuttgart – zum zweiten Mal mit einem eigenen Stand vertreten. Das AMCRS informierte über Zielsetzungen und aktuelle Projekte der im Clusterverbund zusammengeschlossenen VFX- und Animationsspezialisten aus der Region.
∂ Festival of Animated Film Stuttgart and FMX
At the international Festival of Animated Film Stuttgart (ITFS) in May 2015, the MFG awarded the sixth Lotte Reiniger Award, financed the Animated Com Award (Main Prize), and cosponsored the Young Animation Award for best student film jointly with the Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. The ITFS and FMX business platform, Animation Production Day, was also sponsored by the MFG. The 10,000 € Lotte Reiniger Award went to Daisy Jacobs for “The Bigger Picture.” Her darkly comic work combines stop-motion animation, fine art painting, live animation, and mixed media. For the second time, the MFG-supported Animation Media Cluster Region Stuttgart, a consortium of regional VFX and animation specialists, was represented at the FMX with its own booth. ∂ Intensifying the German-French Partnership The MFG Filmförderung was again represented at Cannes last year, under the label “FOCUS Germany” at the German Pavilion,
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Deutscher Dokumentar filmpreis 2015 an Michael Obert für »Song from the Forest« The German Documentary Award 2015 went to Michael Obert for “Song from the Forest”
∂ Zusammenarbeit mit Frankreich ausgebaut Die MFG Filmförderung war 2015 zum wiederholten Mal unter dem Label FOCUS Germany im Deutschen Pavillon beim Festival in Cannes vertreten, um die internationale Präsenz der regionalen Förderer zu stärken. Im Rahmen des weltweit größten Animationsfilmfestivals in Annecy im Juni hat sich die auf Einladung der MFG initiierte Begegnung des internationalen Fachpublikums zu einem gesamtdeutschen Empfang entwickelt, an dem sich neben dem ITFS die AG Kurzfilm und das Goethe-Institut Lyon beteiligten. Alljährlich führt die MEDIA-Antenne Straßburg ein grenzüberschreitendes Koproduktionstreffen durch. Die Veranstaltung wird in Partnerschaft mit ARTE G.E.I.E., EURIMAGES und der MFG Baden-Württemberg sowie in Zusammenarbeit mit den MEDIA Desks Luxemburg und Schweiz organisiert. Sie richtet sich an Träger von Kino- und Fernsehprojekten in der Entwicklung sowie an jene, die als Partner dieser Projekte in Frage kommen, etwa Koproduzenten, Sender, institutionelle oder private Investoren. Die Filmförderungen des Elsass und Baden-Württembergs haben im Sommer 2015 eine noch engere Zusammenarbeit vereinbart. Künftig werden in den jeweiligen Productionund Location-Guides die beiden Regionen zweisprachig beworben. Eine Studie wird zudem die Bedingungen länderübergreifender Filmprojekte herausarbeiten, wobei einerseits Defizite logistischer, finanzieller oder regulatorischer Natur ausgemacht und andererseits die jeweiligen Stärken der Regionen dokumentiert werden, aus denen sich entsprechende, die Kooperation stärkende Maßnahmen ableiten lassen.
to promote regional funding institutions internationally. The MFG-initiated meeting of international professionals at the world’s largest animation festival in June in Annecy has turned into a pan-German reception; the international Festival of Animated Film Stuttgart, the AG Kurzfilm (German Short Film Association), and the Goethe Institute in Lyon also took part. MEDIA-Antenne Straßburg annually organizes a transnational coproduction meeting in cooperation with ARTE G.E.I.E., EURIMAGES, the MFG Baden-Württemberg, and the MEDIA Desks Luxembourg and Switzerland. The meeting is directed at sponsors of projects in development (cinema and tv), as well as potential partners (coproducers, broadcasters, institutional or private investors). Last summer, the Alsatian and Baden-Württemberg funding boards agreed to closer collaboration. In future, each region’s production and location guides will be published bilingually. In addition, a study will examine current conditions for transnational film production. Logistical and regulatory deficits, as well
∂ Deutscher Dokumentarfilmpreis 2015
Der Südwestrundfunk und die MFG Filmförderung vergaben den Deutschen Dokumentarfilmpreis zum vierten Mal. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an den Autor und Regisseur Michael Obert für »Song from the Forest«. Der Film porträtiert den US-Amerikaner Louis Sarno, der vor Jahrzehnten zu den Bayakam – Waldmenschen in Zentralafrika – übersiedelte und begleitet ihn in seinem Alltag und auf einer gemeinsamen Reise mit seinem Sohn Samedi in die USA, nach New York. Der Film greift zentrale Themen des 21. Jahrhunderts auf: Heimat, Identität, Entfremdung, Interkulturalität, Globalisierung – und auch die Liebe. In der Begründung der Jury heißt es: »›Song from the Forest‹ porträtiert mit entschlossenem Feingefühl die Suche nach dem Einssein mit einer menschlichen Gemeinschaft und mit der Natur. Bilder der Geborgenheit stellt er aber neben Zeugnisse des Entschwindens und Zerbrechens. Allmählich wird klar, dass die Welt, die Sarno einst in Bann geschlagen hat, nur noch in Resten existiert.«
as the respective regional strengths, will be documented in order to develop appropriate measures for future collaborations. ∂ German Documentary Award 2015 Südwestrundfunk and the MFG Filmförderung presented the German Documentary Award for the fourth time. The 20,000 € award went to writer-director Michael Obert for his documentary “Song from the Forest.” The film portrays Louis Sarno, an American who moved to central Africa to live with the forest people of the Bayakam decades ago. Obert accompanied Sarno on his daily routines and during a trip to New York with his son Samedi. The documentary touches on today’s pivotal themes: home, identity, alienation, interculturalism, globalization— and love. The jury wrote: “‘Song from the Forest’ portrays the search for oneness with community and nature with extraordinary sensitivity. But he juxtaposes images of safety and security with evidence of dissolution and disintegration. Clearly, the world that once captivated Sarno now exists only in remnants.”
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»Trash Detective« lief auf der Filmschau und wird vom Camino Filmverleih ab 18. Februar in die deutschen Kinos gebracht “Trash Detective” premiered at the Filmschau and will be released in German cinemas by Camino Filmverleih on February 18
ohne Kinos mit Kinokultur versorgt, wurde mit 154.000 Euro gefördert. Für ihre kulturell anspruchsvolle Programmgestaltung wurden im Jahr 2015 insgesamt 55 baden-württembergische Filmtheater ausgezeichnet und mit Prämien in Höhe von insgesamt 190.000 Euro bedacht. Der Spitzenpreis für ein herausragendes Jahresfilmprogramm 2014 – verbunden mit einer Prämie in Höhe von 15.000 Euro – ging an das von Leopold Winterhalder geführte Krone-Theater in TitiseeNeustadt (s. Interview S. 31).
∂ Wachsende Kinolandschaft dank hoher Förderung
Gegen alle Erwartungen ist Baden-Württembergs Kinolandschaft im ersten Halbjahr 2015 gewachsen, und das so stark wie in keinem anderen Bundesland (die Zahlen der Filmförderungsanstalt FFA für das zweite Halbjahr 2015 liegen derzeit noch nicht vor). In den ersten sechs Monaten stieg die Anzahl der Orte mit Kinos um vier, die Anzahl der Spielstätten um sieben und insgesamt gibt es gegenüber dem Vergleichszeitraum Januar bis Juni 2014 vierzehn Kinosäle mehr im Südwesten. Die stabile und dichte Kinolandschaft Baden-Württembergs ist nicht zuletzt das Ergebnis der zielorientierten Förderpolitik des Landes. Das Förderbudget für Kinoinnovationsdarlehen wurde 2015 von 250.000 Euro auf 500.000 Euro erhöht. Insgesamt 25 gewerbliche Kinos konnten im vergangenen Jahr mithilfe von MFG-Fördermitteln in die Verbesserung ihrer Technik und Service-Einrichtungen investieren oder sonstige Umbaumaßnahmen realisieren. Für 25 kommunale Kinos konnten rund 590.000 Euro an institutioneller Förderung gewährt werden. Auch das Kinomobil, das Orte
∂ Higher Subsidies Yield Thriving Cinemas Against all expectations, Baden-Württemberg’s cinema industry grew during the first half of 2015—stronger than in any other federal state. (The Filmförderanstalt FFA’s figures for the second half of the year were not available as of this writing.) During the first six months, the number of locations with cinemas increased by four, the total of venues increased by seven, and compared to the figures from January to June 2014, the number of movie theaters overall increased by a total of 14.
The density and stability of Baden-Württemberg’s cinema scene is largely due to the state’s policy of targeted subsidies. The funding budget for cinema innovation loans was increased in 2015 from 250,000 € to 500,000 €. A total of 25 commercial cinemas received MFG subsidies to improve technology and service facilities or undertake other renovations. A total of 25 municipal theaters were granted subsidies totaling roughly 590,000 €. The Kinomobil, which provides movies to areas lacking cinemas, was
∂ MFG Star und Filmschau Baden-Württemberg Der Autor und Regisseur Marc Brummund gewann für »Freistatt« den Regie-Nachwuchspreis MFG Star, der im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals in Baden-Baden im November bereits zum 16. Mal vergeben wurde. Mit dem Preis verbunden ist ein Stipendium für einen sechswöchigen Aufenthalt in der Villa Aurora in Pacific Palisades, Los Angeles. Das MFG-geförderte und von der Ludwigsburger Zum Goldenen Lamm Filmproduktion realisierte Drama ist im Sommer 1968 angesiedelt. Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Kleinstadt-Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater. Er wird von seiner Familie in die abgelegene kirchliche Fürsorgeanstalt Freistatt abgeschoben und findet sich in einer Welt mit vergitterten Fenstern wieder, geprägt von militärischem Drill und täglichen Arbeitseinsätzen in den Mooren der Umgebung. Für Wolfgang ist eines klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.
Zum Jahresabschluss bot die Filmschau Baden-Württemberg in Stuttgart ihren alljährlichen repräsentativen Querschnitt des Filmschaffens im Südwesten. Im Programm fanden sich
granted 154,000 €. Fifty-five Baden-Württemberg cinemas featuring quality film programming were awarded a total of 190,000 € in 2015. The top prize for excellence in annual film programming in 2014 went to the Krone-Theater in Titsee-Neustadt. ∂ MFG Star and Filmschau Baden-Württemberg
Writer-director Marc Brummund won the MFG Star, a newcomer award for best director, for “Freistatt.” Presented in November 2015 at the Baden-Baden Fernsehfilmfestival, the award entitles the winner to a six-week residency at the Villa Aurora in Pacific Palisades, Los Angeles. Brummund’s MFG-funded drama, produced by Ludwigsburg-based Zum Goldenen Lamm Filmproduktion, portrays 14-year-old Wolfgang in the summer of 1968. His natural rebelliousness—toward small-town life, his mother, and especially his stepfather—spells disaster: his family institutionalizes him in a children’s home. Freistatt is a world of barred windows and daily labor in the surrounding marshes. But Wolfgang refuses to bury his dream of freedom in the marshes.
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»Democracy – Im Rausch der Daten« von David Bernet – ein dokumentarisches Meisterstück “Democracy—Im Rausch der Daten,” by David Bernet—a documentary masterpiece
auch in diesem Jahr eine ganze Reihe Filme, die bereits von den Juroren der MFG als förderwürdig ausgewählt worden waren: »Trash Detective« von Maximilian Buck, »Im Spinnwebhaus« von Mara Eibl-Eibesfeldt, »Streuner« von Christoph Horch, »Blacktape« von Sékou Neblett, »Above and Below« von Nicolas Steiner, »Remake, Remix, Rip-Off« von Cem Kaya oder »Polder – Tokyo Heidi« von Samuel Schwarz und Julian M. Grünthal (siehe FilmFacts 1/2015).
ist die führende deutsche Länderförderung bei diesem Projekt, für das die VFX-Artists von Pixomondo die visuellen Effekte maßgeblich erstellt haben und so die Zeit des Kalten Krieges wieder aufleben ließen. Fünf MFG-geförderte Produktionen, drei Spiel- und zwei Dokumentarfilme, haben es in die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2016 geschafft und gehen ins Rennen um die Lolas: »California City«, Regie: Bastian Günther, Produktion: INDI Film; »Coconut Hero«, Regie: Florian Cossen, Produktion: UFA Fiction (siehe FilmFacts 2/2015); »Das Tagebuch der Anne Frank«, Regie: Hans Steinbichler, Produktion: Zeitsprung Pictures, Spektrum Pictures (siehe S. 14f.); »Above and Below«, Regie: Nicolas Steiner, Produktion: Flying Moon Filmproduktion (siehe Filmfacts 2/2013) und »Democracy – Im Rausch der Daten«, Regie: David Bernet, Produktion: INDI Film (siehe FilmFacts 2/2015). Auch für die letztgenannte Stuttgarter Produktionsfirma startete das Jahr mit einem außergewöhnlichen Erfolg: »Morris aus Amerika« gewann zwei Hauptpreise beim Sundance Film Festival in Park City/Utah. Autor und Regisseur Chad Hartigan wurde für das Beste Drehbuch, Darsteller Craig Robinson für seine schauspielerische Leistung ausgezeichnet (S. 18).
∂ Gute Aussichten auf das Filmjahr 2016 Das Programm Digital Content Funding zur Förderung innovativer audiovisueller Inhalte wird um 100.000 Euro auf 600.000 Euro erhöht. Mit diesem Förderprogramm unterstützen die MFG Filmförderung und die MFG Medien- und Kreativwirtschaft bereichsübergreifend die Entwicklung von mobilen Applikationen und Mobile Games. Das sichere Gespür der MFG Filmförderung und ihrer Auswahlgremien für Projekte mit großem Potenzial belegen nicht zuletzt die sechs Oscar-Nominierungen für Steven Spielbergs »Bridge of Spies – Der Unterhändler«. Die MFG
At year’s end, the annual Filmschau Baden-Württemberg in Stuttgart once again celebrated films made in the southwest. As in previous years, the program offered a multitude of MFG-funded films: “Trash Detective” by Maximilian Buck; “Im Spinnwebhaus” by Mara Eibl-Eibesfeldt; “Streuner” by Christoph Horch; “Blacktape,” by Sékou Neblett; “Above and Below,” by Nico las Steiner; “Remake, Remix, Rip-Off,” by Cem Kaya; and “Polder— Tokyo Heidi,” by Samuel Schwarz and Julian M. Grünthal. ∂ Bright Prospects for 2016 Subsidies for the digital content funding program to promote innovative audiovisual contents was increased by 100,000 €, for a total of 600,000 €. With this funding program, the MFG Film Funding and the MFG Innovation Agency are investing in the development of mobile apps and mobile games. The MFG Film Funding selection commissions’ unerring instinct for promising projects is demonstrated not least by the six Oscar nominations for Steven Spielberg’s “Bridge of Spies.” The MFG
is the leading sponsor among German state funding institutions for this project, for which Pixomondo’s VFX artists created most of the visual effects. Competing for the Lolas: five MFG-funded productions—three features and two documentaries—were nominated for the German Film Award 2016: “California City,” director: Bastian Günther, production: INDI Film; “Coconut Hero,” director: Florian Cossen, production: UFA Fiction; “The Diary of Anne Frank,” director: Hans Steinbichler, production: Zeitsprung Pictures, Spektrum Pictures (see p. 14); “Above and Below,” director: Nicolas Steiner, production: Flying Moon Filmproduktion; and “Democracy—Im Rausch der Daten,” director: David Bernet; production: INDI Film. For the latter Stuttgart-based production company, the year began with exceptional success: “Morris from America” won two main awards at the Sundance Film Festival in Park City, UT. Writerdirector Chad Hartigan and actor Craig Robinson took home awards for screenwriting and performance, respectively (p. 18).
Im Wettbewerb um die Lolas 2016: »Coconut Hero« von Florian Cossen Competing for Lolas in 2016: “Coconut Hero” by Florian Cossen
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Szenen aus Scenes from »Die Blumen von gestern«: Adèle Haenel, Lars Eidinger
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Die Blumen von gestern
»Die Blumen von gestern« ist als Koproduktion der Four Minutes Filmproduktion (Berlin) und der Dor Film Produktionsgesellschaft (München, Wien) im Sommer 2015 mit starker Baden-Württemberg-Unterstützung entstanden. »Gemeinsam mit Regisseur und Autor Chris Kraus wollten wir einmal eine Romantic Comedy produzieren, die in einem unerwarteten Milieu spielt: unter Holocaustforschern,« erklärt Dor Film-Geschäftsführer Danny Krausz seine Entscheidung für diese neuerliche Zusammenarbeit mit Chris Kraus, der gemeinsam mit Kathrin Lemme die Four Minutes Filmproduktion leitet. Chris Kraus verfolgte die Idee, dem verminten Gelände der Gedenkkultur mit den Mitteln von Ironie, Absurdität und Emotion auf die Spur zu kommen, schon seit geraumer Zeit. Der studierte Historiker hat über die Geschichte seiner Familie lange geforscht, nicht zuletzt in der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg. Hier entstand auch die ursprüngliche Idee, an diesem
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Die Blumen von gestern
“Die Blumen von gestern,” a coproduction of Four Minutes Filmproduktion (Berlin) and Dor Film Produktionsgesellschaft (Munich, Vienna, Wien), began production in the summer of 2015 with strong support from Baden-Württemberg. “Together with director and writer Chris Kraus, we wanted to produce a romantic comedy set in an unexpected milieu: among Holocaust researchers,” Dor Film manager Danny Krausz explains his decision to collaborate with Chris Kraus, who founded Four Minutes Filmproduktion together with Kathrin Lemme. Educated as a historian, Chris Kraus has always been interested in tracking the difficult terrain of memorialization with the help of irony, absurdity, and emotions. Research on his own family history led him to the Central Office for the Investigation of National Socialist Crimes in Ludwigsburg. Here he conceived
Ort die Liebesgeschichte zweier vielfach verwundeter Seelen zu erzählen – und zwar mit leichter Hand, trotz des politisch und zeithistorisch verminten Geländes. Auch war von Anfang an klar, dass das Projekt allein wegen des Hauptortes der Handlung stark mit Baden-Württemberg verbunden sein würde. Neben der MFG, die mit einem klaren Bekenntnis den Startschuss der Förderzusagen gab, war auch der SWR als Senderpartner federführend dabei. Leider gelang es am Ende nicht, in der Originallocation in Ludwigsburg zu drehen. So musste die Zentrale Stelle in Berlin als aufwendiger Studiobau entstehen, wobei vor allem die Konstruktion einer Bibliothek im Stil der 60er-Jahre mit über 100.000 Büchern eine Herausforderung darstellte. Wien, Riga und New York waren weitere Stationen dieser Produktion. In Stuttgart und Umgebung wurden an 14 Drehtagen zahlreiche Außen- und Originalmotive gedreht – u. a. im Lapidarium, im Staatstheater, am und im Flughafen, im Gefängnis Stammheim –, zudem auf der Schwäbischen Alb, in den ehemaligen Ludwigsburger Kasernen und in Nürtingen. Hauptdrehort in Baden-Württemberg war eine Flachdach-
the idea of setting a love story about two deeply wounded souls— albeit with a light touch, despite the politically and historically difficult terrain. From the start, it was clear the project would be linked to Baden-Württemberg on account of the main setting. The MFG’s clear initial commitment launched funding approvals, followed by the SWR as a leading partner. Ultimately, it wasn’t possible to shoot at the original location in Ludwigsburg, so the complex Central Office set had to be constructed in Berlin. The biggest challenge was building a 1960sstyle library with over 100,000 books. Other shooting locations included Vienna, Riga, and New York. Shooting took place in a two-week period in and around Stuttgart (including the municipal lapidarium, the Staatstheater, the airport, and Stammheim prison), on the Swabian Alb, at the former army barracks in Ludwigsburg, and in Nürtingen. The principle
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villa aus den 70er-Jahren in Wendlingen bei Stuttgart, in der ein einheimisches Schaf eine denkwürdige Rolle spielt. Eine elementare Bedeutung als Geburtshelfer dieses nicht unumstrittenen Projektes kam dem Thomas Strittmatter Preis der MFG zu, der als renommierte regionale DrehbuchAuszeichnung auch bundesweit eine große Strahlkraft hat und viele Zaudernde überzeugen konnte. Die Jury urteilte zur Verleihung der Auszeichnung auf der 63. Berlinale 2013: »Das Drehbuch zeigt das Menschliche, Allzumenschliche und Unmenschliche unseres Daseins in einer witzigen, in solcher Konsequenz wohl selten erzählten Weise.« Produzentin Kathrin Lemme fügt rückblickend hinzu: »Genau in dieser sowohl irritierenden als auch begeisternden Geschichte lag unserer Meinung nach der Reiz dieses außergewöhnlichen Kinofilms. Außerdem kam ein von uns allen geteilter politischer Anspruch hinzu.« Von den Abgründen, Absurditäten und Schmerzen der Vergangenheitsbewältigung, die für die Protagonisten vor allem auch eine Gegenwartsbewältigung wird, erzählt »Die Blumen von gestern«. Der Holocaustforscher Toto Blumen (Lars Eidinger), den nationalsozialistischen Verbrechen seiner Familie auf der Spur, trifft mitten in privaten und beruflichen Katastrophen die französische Kollegin Zazie Lindau (Adèle Haenel), deren Großmutter im Holocaust ermordet wurde. Diese in ihren Verletzungen sehr kompli-
shooting location, which involves a sheep in a curious role, in Baden-Württemberg was a 1970s-style flat-roofed villa in Wendlingen near Stuttgart. Of particular importance in getting this project launched was receiving the MFG’s renowned Thomas Strittmatter Award for the screenplay, which ultimately persuaded the many ditherers. On presenting the award at the 63rd Berlinale in 2013, the jury commented: “With wit and a rarely seen consistency of narrative, the screenplay unveils the human, the all too human, and the inhuman aspects of life.” Producer Kathrin Lemme adds in retrospect: “What attracted us was precisely the both irritating and enthralling qualities this unusual story offered. Also, we all shared the desire to make a political statement.”
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zierten, vielschichtigen, auch stadtneurotischen Hauptcharaktere werden im Leading Cast von Jan Josef Liefers und Hannah Herzsprung (»Vier Minuten«) flankiert. In weiteren Rollen sind u. a. Rolf Hoppe, Sigrid Marquardt, Eva Löbau, Hans-Jochen Wagner, Cornelius Schwalm und Irene Rindje zu sehen. Piffl Medien wird den Film voraussichtlich im Herbst 2016 in die deutschen Kinos bringen. Kathrin Lemme, Produzentin Buch und Regie Script and Direction: Chris Kraus Casting Casting: Nina Haun Kamera Cinematography: Sonja Rom Szenenbild Scenography: Silke Buhr Schnitt Editing: Brigitta Tauchner Ton Sound: André Zacher Musik Music: Annette Focks Kostümbildnerin Costume Designer: Gioia Raspé Produzenten Producers: Danny Krausz, Kathrin Lemme, Chris Kraus, Gerd Huber Produktion Production: Dor Film West (München), Four Minutes Filmproduktion, Dor Film Produktionsgesellschaft (Wien) Koproduktion Coproduction: SWR, ARD Degeto, NDR, ORF, BR, HR Filmförderung Funding: MFG, EURIMAGES, MBB, FFA, DFFF, Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien, Filmstandort Austria www.fourminutes-film.com
“Die Blumen von gestern” tells of the abysses, absurdities, and anguish of coping with the past, and how the latter forces the protagonists to cope with the present. In the midst of personal and professional crises, Holocaust researcher Toto Blumen (Lars Eidinger), who is investigating the Nazi crimes perpetrated by his family members, meets French colleague Zazie Lindau (Adèle Haenel), whose grandmother was murdered during the Holocaust. These two complex and complicated urban neurotics are flanked by Jan Josef Liefers and Hannah Herzsprung (“Four Minutes”). The cast also includes Rolf Hoppe, Sigrid Marquardt, Eva Löbau, Hans-Jochen Wagner, Cornelius Schwalm, and Irene Rindje. Piffl Medien’s German cinema release is scheduled for fall 2016. Kathrin Lemme, producer
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Von links from the left: Martina Zöllner (SWR), Prof. Carl Bergengruen (MFG), Hannah Herzsprung, Chris Kraus, Lars Eidinger, Danny Krausz, Kathrin Lemme
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Jannis Niewöhner in der Titelrolle von »Jonathan« Jannis Niewöhner as the lead in “Jonathan”
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Jonathan
Nichts für Feiglinge! Das befand die Jury, die »Jonathan« 2014 mit dem Emdener Drehbuchpreis auszeichnete, im Hinblick auf die anstehende Inszenierung. Regisseur Piotr J. Lewandowski wagte es und widmet sich in seinem Langfilmdebüt schonungslos den großen Themen des Lebens. In kraftvollen Bildern erzählt er von einem jungen Mann, der über die Pflege seines todkranken Vaters seine eigenen Träume vergisst. Belohnt wurde das kompromisslose Buch auch mit dem Hessischen Filmpreis 2013 und einer Nominierung für den Thomas Strittmatter Preis 2014. Der 23-jährige Jonathan pflegt seit Jahren seinen Vater Burghardt und bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Tante Martha den Bauernhof der Familie. Jonathan spürt, dass etwas zwischen ihm und seinem Vater steht, kann diese Mauer aber nicht durchdringen. Da sich Burghardts Zustand verschlechtert, stellt Martha die Pflegerin Anka ein. Jonathan ist fasziniert von der Leichtigkeit, mit der Anka dem von
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Jonathan
Not for the faint of heart, so deemed the jury of the 2014 Emden Screenplay Award winner, “Jonathan,” in view of its forthcoming production. Undeterred, director Piotr J. Lewandowski nonetheless devotes his feature film debut to life’s big themes. Powerful images tell the story of a young man who loses touch with his own dreams while caring for his terminally ill father. The uncompromising script won the Hessischer Filmpreis in 2013 and was nominated for the Thomas Strittmatter Award in 2014. For years, Jonathan has been caring for his father, Burghardt, while running the family farm with his aunt, Martha. Aware of an invisible wall between himself and his father, Jonathan is nevertheless unable to penetrate it. When Burghardt’s health deteriorates, Martha hires a nurse, Anka. Fascinated by her ease in dealing with death, which he has long suppressed, Jonathan falls in love with her.
ihm lange verdrängten Thema Tod begegnet, und verliebt sich Hals über Kopf. Als Burghardts verschollen geglaubter Jugendfreund Ron auftaucht, blüht Jonathans Vater regelrecht auf. Ein lang verborgenes Familiengeheimnis stellt das Vater-Sohn-Verhältnis vor eine Zerreißprobe. Langsam versteht Jonathan, dass er seinen eigenen Weg finden muss – und Lieben auch bedeutet, loslassen zu können. Produziert wurde Piotr J. Lewandowskis erster Langfilm von Alexandra und Meike Kordes, deren 2003 in Berlin gegründete Firma Kordes & Kordes Film sich mit Produktionen wie »Vier Minuten« und »Poll« (beide von Regisseur Chris Kraus) sowie »Ich fühl mich Disco« (Axel Ranisch) einen Namen machte und deren Projekte inzwischen mit mehr als 100 Auszeichnungen prämiert wurden. Seit Piotr J. Lewandowskis preisgekröntem Kurzfilm »Fliegen« war den Produzentinnen bewusst, dass eine Zusammenarbeit mit dem vielversprechenden Regisseur nur eine Frage der Zeit sein konnte. Am 6. Juli 2015 begannen schließlich die
When Burghardt’s long-lost boyhood friend Ron turns up, Jonathan’s father perks right up. A family secret puts the father-son relationship to the test. It slowly dawns on Jonathan that he must find his own path through life—and that love means letting go. Lewandowski’s first full-length feature film was produced by Alexandra and Meike Kordes, whose Berlin-based company Kordes & Kordes Film has made a name for itself with such movies as “Four Minutes,” “Poll Diaries” (both by director Chris Kraus), and “Ich fühl mich Disco” (directed by Axel Ranisch), garnering more than 100 awards. Lewandowski’s award-winning short film “Fliegen” convinced the two producers that working with this promising director would only be a matter of time. Principal photography for “Jonathan” began on July 6, 2015. Baden-Württemberg locations included Gengenbach-Reichenbach, as well as Schenkenzell-Kaltbrunn and Forbach, followed by settings in Hessen and on the North Sea coast.
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André M. Hennicke, Thomas Sarbacher
Dreharbeiten zu »Jonathan«. Für den ersten Schauplatz ging es nach Gengenbach-Reichenbach sowie nach SchenkenzellKaltbrunn und Forbach in Baden-Württemberg. Es folgten Sets in Hessen und an der Nordsee. Jannis Niewöhner (»Rubinrot«, »Saphirblau«, »Ostwind 2«) spielt den sensiblen jungen Mann Jonathan. Als schwerkranker Vater Burghardt konnte André M. Hennicke (»Victoria«, »Antikörper«) gewonnen werden. Die Rolle der Pflegerin Anka übernahm Julia Koschitz (»Hin und weg«, »Gespensterjäger«). Burghardts heimliche Liebe Ron ist mit Thomas Sarbacher (»Zoe und Julie«, »Die Welle«) besetzt. Burghardts Schwester Martha wird verkörpert von Barbara Auer (»Das Ende einer Nacht«). In weiteren Rollen sind u. a. Max Mauff, Leon Seidel, Ella-Maria Gollmer und Robert Alexander Baer zu sehen. Der Film feiert in der Sektion Panorama auf der 66. Berlinale seine Premiere und wird im Frühjahr 2016 durch Farbfilm Verleih in die deutschen Kinos gebracht.
Buch und Regie Script and Direction: Piotr J. Lewandowski
Julia Terrey, Junior Producer
www.kordesfilm.de
Kamera Cinematography: Jeremy Rouse Ton Sound: Petra Gregorzewski | Musik Music: Leonardo Mockridge Schnitt Editing: Dan Olteanu Szenenbild Scenography: Erwin Prib Kostümbild Costume Designer: Patricia Walczak Maskenbild Make-Up: Dörte Dobkowitz, Sonja Fischer Zeyen Junior Producer: Julia Terrey Produktionsleitung Production Manager: Darko Lovrinic Produzentinnen Producers: Alexandra Kordes, Meike Kordes Koproduzenten Coproducers: P. J. Lewandowski, Carsten Strauch Koproduktion Coproduction: SWR (Stefanie Groß), WDR (Barbara Buhl), Arte (Georg Steinert), HR (Lili Kobbe); Producerin WDR: Christina Voss-Michalke In Zusammenarbeit mit In Cooperation with CinePostproduction, FunDeMental Studios Filmförderung Funding: MFG, HFF und Land Hessen, DFFF, FFA
Jannis Niewöhner (“Ruby Red,” “Sapphire Blue,” “Windstorm 2”) stars as the sensitive young man, Jonathan. André M. Hennicke (“Victoria,” “Antibodies”) plays the terminally ill father. Julia Koschitz (“Tour de Force,” “Ghosthunters”) portrays Anka. Thomas Sarbacher (“Zoe und Julie,” “The Wave”) plays Burghardt’s secret love Ron. Burghardt’s sister Martha is portrayed by Barbara Auer (“Das Ende einer Nacht”). The cast includes Max Mauff, Leon Seidel, Ella-Maria Gollmer, and Robert Alexander Baer. The movie will premiere in the Panorama section at the 66th Berlinale. The German theater release by Farbfilm Verleih is scheduled for spring 2016. Julia Terrey, Junior Producer
Eine undurchdringbare Mauer trennt Vater und Sohn: André M. Hen nicke und Jannis Niewöh ner An impenetrable wall separates father and son: André M. Hennicke and Jannis Niewöhner
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Das Tagebuch der Anne Frank
Der Spielfilm »Das Tagebuch der Anne Frank« erzählt anhand der berühmten literarischen Vorlage die Geschichte des jüdischen Mädchens Anne. 1934 aus Deutschland in die Niederlande emigriert, musste sie sich ab 1942 im Alter von 13 Jahren mit ihrer Familie vor der Verfolgung der Nationalsozialisten in einem Amsterdamer Hinterhaus verstecken. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren bis zum Verrat der Untergetauchten am 4. August 1944 beobachtete und beschrieb sie eindrucksvoll, klug und trotz der widrigen Umstände mit Humor ihr Leben und den Alltag ihrer Familie im Hinterhaus. Die Gedanken, die Anne Frank ihrem Tagebuch anvertraute, vermitteln tiefe Einblicke in die Welt eines jungen Mädchens an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Trotz ihrer ausweglosen Situation bleibt sie mutig und optimistisch – bis zur Deportation der Familie über das Lager Westerbork in die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen, wo Anne Frank starb. Ihr Tagebuch ist eines der persönlichsten und bewegendsten Dokumente dieser Zeit. In 70 Sprachen übersetzt, erschien es weltweit in millionenfacher Auflage.
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The Diary of Anne Frank
“The Diary of Anne Frank” tells the story of the Jewish girl Anne, based on the famous literary source. After emigrating to the Netherlands from Germany in 1934, the 13-year-old and her family were forced to hide from the Nazis from 1942 on in an annex in Amsterdam. Until August 4, 1944, when the family was betrayed, Anne Frank kept an impressive, intelligent, and—despite adverse circumstances—humorous record of her thoughts and observations on daily life. Her diary conveys an intimate glimpse of a young girl on the verge of adulthood. Despite her hopeless situation, she remained brave and optimistic—until she and her family were deported via Westerbork transit camp to the concentration camps in Auschwitz and Bergen-Belsen, where Anne Frank died. Her diary, one of the most moving personal documents of the time, has been translated into 70 languages and published over a million times.
Für »Das Tagebuch der Anne Frank« öffnete der von Annes Vater Otto Heinrich Frank 1963 gegründete Anne Frank Fonds in Basel (AFF) seine Archive. Die karitative Stiftung ist Universalerbe der Dokumente, Objekte und Fotos der Familie Frank und weltweiter Herausgeber der Tagebücher. Der AFF gewährte den Filmemachern Zugang zum gesamten Material der Familie Frank und damit einen ganzheitlichen Blick auf deren Geschichte. Die Titelrolle spielt Lea van Acken. Sie feierte ihr Kinodebüt in dem MFG-geförderten Film »Kreuzweg« (Regie: Dietrich Brüggemann), der auf der Berlinale 2014 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. An ihrer Seite spielen Martina Gedeck als Annes Mutter Edith Holländer-Frank, Ulrich Noethen als Vater Otto und Stella Kunkat als Annes Schwester Margot. In den Rollen der weiteren Bewohner des Amsterdamer Hinterhauses werden André Jung als Hans van Daan, Margarita Broich als Petronella van Daan, Leonard Carow als Peter van Daan und Arthur Klemt als Albert Dussel zu sehen sein. Regie führte Hans Steinbichler, der mit Filmen wie »Hierankl«, »Winterreise« oder »Das Blaue vom Himmel« sein sensibles Gespür für den Kern seiner Geschichten und einen persönlichen, authentischen Blick auf seine Protagonisten mehrfach eindrucksvoll bewiesen hat. »Das Ziel der filmischen Umsetzung ist es, nicht in Ehrfurcht vor den
The Anne Frank Fonds in Basel, founded by her father Otto Heinrich Frank in 1963, gave the filmmakers access to its archives. The charitable foundation is sole heir to the Frank family’s documents, objects, and photographs, as well as sole publisher of the diaries. Thus the filmmakers were able to draw on a wealth of material and gain a comprehensive perspective of the family’s history. Anne Frank is portrayed by Lea van Acken, who celebrated her screen debut in the MFG-funded “Stations of the Cross” (directed by Dietrich Brüggemann), which won a Silver Bear at the 2014 Berlinale. Martina Gedeck plays Anne’s mother, Edith HolländerFrank; Ulrich Noethen is Anne’s father, Otto. Stella Kunkat portrays her sister, Margot. The cast includes André Jung as Hans van Daan, Margarita Broich as Petronella van Daan, Leonard Carow as Peter van Daan, and Arthur Klemt as Albert Dussel.
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Quellen zu erstarren, stattdessen wollen wir Annes Geschichte sehr subjektiv erzählen: aus Sicht eines frechen, ungemein klugen Mädchens in der Pubertät, das unter aberwitzigen Bedingungen aufwachsen muss«, so Hans Steinbichler über »Das Tagebuch der Anne Frank«. Produziert wird der Film von Michael Souvignier, Produzent und Geschäftsführer und Gesellschafter der Zeitsprung Pictures GmbH, und Walid Nakschbandi, Produzent und Geschäftsführer von Spektrum Pictures. Die Produzenten haben die Filmrechte exklusiv erworben und produzieren den Film in Koproduktion mit Universal Pictures International Germany. »Wir wollen die Geschichte für die heutige Jugend greifbar machen und den Zuschauern 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Geschichte so vermitteln, dass die Relevanz für die Gegenwart greifbar wird«, so Michael Souvignier. Das Drehbuch verfasste der oscarnominierte Autor Fred Breinersdorfer. Von ihm stammen u. a. die Drehbücher für »Sophie Scholl – Die letzten Tage« und für den MFGgeförderten Film »Elser – Er hätte die Welt verändert«. Kamerafrau Bella Halben drehte bis Ende März 2015 in den MMC-Studios in Köln, Bayern, Berlin-Brandenburg und Amsterdam. Die Verantwortung für die VFX-Arbeiten lagen in den Händen der Stuttgarter Unternehmen Mackevision Medien Design und LAVAlabs Moving Images.
Director Hans Steinbichler, who has repeatedly demonstrated his instinct for getting to the heart of his stories and protagonists in such films as “Hierankl,” “Winterreise,” or “Das Blaue vom Himmel,” says: “The aim of making this film was not to be awestruck by its source. Instead, we wanted to tell Anne’s story subjectively: from the point of view of a cheeky, exceptionally intelligent adolescent girl growing up under crazy circumstances.” Producers Michael Souvignier (Zeitsprung Pictures GmbH) and Walid Nakschbandi (Spektrum Pictures) have acquired exclusive film rights; Universal Pictures International Germany is coproducer. “We want to make this story and its historical context accessible to today’s youth in a meaningful and relevant way,” says Michael Souvignier.
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»Das Tagebuch der Anne Frank« feiert seine Weltpremiere auf der Berlinale im Rahmen einer Sondervorführung in der Sektion Generation und wird am 3. März 2016 im Verleih von Universal Pictures International Germany in die deutschen Kinos kommen. Till Derenbach, Producer/Line Producer
Buch Script: Fred Breinersdorfer Regie Direction: Hans Steinbichler Kamera Cinematography: Bella Halben Szenenbild Scenography: Volker Schaefer Schnitt Editing: Wolfgang Weigel Musik Music: Sebastian Pille Ton Sound: Eric Seiffert Kostümbild Costume Design: Katharina Ost Maskenbild Make-up: Anette Kaiser Licht Lighting: Horst Mann Produktion Production: Zeitsprung Pictures GmbH/Michael Souvignier; Spektrum Pictures/Walid Nakschbandi Koproduktion Coproduction: Universal Pictures International Germany GmbH Filmförderung Funding: MFG, Film- und Medienstiftung NRW, FFF Bayern, MBB, FFA, DFFF, Kulturförderung Kanton Graubünden Unterstützt durch den Supported by Anne Frank Fonds
The screenplay was written by Oscar-nominee Fred Breinersdorfer, who also wrote the screenplay for “Sophie Scholl—the Final Days,” and the MFG-funded “13 Minutes,” about Hitler’s would-be assassin Georg Elser. Shooting was completed in late March 2015 at the MMC-Studios in Cologne, Bavaria, Berlin-Brandenburg, and Amsterdam. Stuttgart-based Mackevision Medien Design and LAVAlabs Moving Images were responsible for VFX. “The Diary of Anne Frank” will celebrate its world premiere at the Berlinale during a special presentation in the Generation section. Universal Pictures International Germany’s cinema release is scheduled for March 3. Till Derenbach, Producer/Line Producer
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Szenen aus »Das Tagebuch der Anne Frank« Scenes from “The Diary of Anne Frank”
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Die Gabe (AT)
Alles begann mit einem Bauern, der seinen Kühen die Knochen einrenkte und sich dann dachte, er könne doch seine gewonnenen Erkenntnisse auch beim Menschen anwenden. Heute wird die Dorn-Methode von den Krankenkassen als wirkungsvolle Therapie anerkannt. Sie stammt von dem medizinischen Autodidakten Dieter Dorn aus dem Allgäu. Vor zehn Jahren drehte Regisseur Andreas Geiger mit ihm eine Reportage. Im Laufe der Filmarbeiten entstand die Idee, über Menschen mit einer besonderen Gabe einen KinoDokumentarfilm zu machen – und nun ist es soweit. Dieter Dorn wäre einer unserer Protagonisten geworden. Er ist 2011 verstorben. Ihm widmen wir unseren Film. Im Oktober 2015 begannen die Dreharbeiten mit fünf Heilern, die eine Fähigkeit haben, Menschen auf manchmal wundersame Weise zu helfen. Meist als Ergänzung zur Schulmedizin nutzen sie ihre Heilmittel: Sie beten, verbinden sich mit dem Göttlichen, nutzen ihr altes kräutermedizinisches Wissen oder ihre Sensibilität und können auf diese Weise Menschen helfen, die von der Schulmedizin keine Hilfe mehr zu erwarten haben. Sie werden Hellseher, Kräuterhexen und Wunderheiler genannt. Oftmals sind ihre Methoden skurril: Sie beten Warzen bei abnehmendem Mond weg oder klopfen mit geweihten Kräuterbüscheln den Viehstall aus – archaische Rituale, gepaart mit Aberglauben und Volksmedizin. Zugang zu ihren Patienten finden unsere traditionellen Geist-Heiler durch eine Mischung aus Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und Empathie – was nicht mit Esoterik und Scharlatanerie verwechselt werden sollte, auch wenn wir am ersten Drehtag bei einem österreichischen Bauern gleich einem Exor-
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Die Gabe (WT)
It all began with a farmer who manually set his cows’ bones and who believed he could apply his knowledge to human beings. Today health insurance companies recognize the Dorn method, developed by self-taught Dieter Dorn. Ten years ago, when director Andreas Geiger shot a reportage about Dorn, the idea of making a feature about people with a special gift was born. “Die Gabe” is that film. Dieter Dorn would have been our protagonist, but he died in 2011. We dedicate this film to him. Since October 2015 we have been filming five gifted healers. Their methods supplement traditional medicine: they pray, draw on divine powers, use ancient herbal remedies, or apply special sensitivities to help patients who have given up on traditional medicine.
zismus beiwohnen konnten. Doch hatte der weniger mit Szenen aus William Friedkins »Der Exorzist« zu tun, vielmehr war es ein Eintauchen in das mystisch-katholische Weltbild des 75-jährigen Bergbauern, für den eine Dämonenaustreibung zum ganz normalen Repertoire gehört. Letztlich vollzog unser Protagonist ein Ritual, das man aus einem Gottesdienst kennt: Er versprengte Weihwasser, breitete den Rosenkranz und Heiligenbildchen auf dem Küchentisch aus, der Patient hielt eine Marienfigur in den Händen und rief diverse Heilige an. Nun standen wir vor der Frage: Wie filmt man etwas, das unsichtbar zwischen zwei Menschen geschieht? Die ersten 25 Drehtage nutzten wir, um elementare Szenen und Bilder einzufangen und das Vertrauen der Heiler zu gewinnen. An den folgenden 25 Drehtagen konzentrierten wir uns auf die Folgebehandlungen und vor allem darauf, den fünf Laienmedizinern näherzukommen. Denn letztlich wird unser Film keine Sammlung außergewöhnlicher Krankheitsgeschichten dokumentieren, viel faszinierender – und das Geheimnis der Heilung ›offenbarender‹ – sind für uns die Menschen hinter den Heilern: starke, emphatische Persönlichkeiten mit übersinnlichen Kräften und einem guten Humor. Auch Heiler hören Heavy Metal, richten sich gern mit Designer-
They’re called psychics, herbal witches, faith healers. Their methods are often bizarre. They make warts disappear by praying during the waning moon or purify stables with consecrated herb bundles— archaic rituals coupled with superstition and folk medicine. Our protagonists are traditional faith healers who use a mixture of plain horse sense, wisdom, and empathy to treat their patients, and should not be confused with esoterics or quackery— although we did witness an exorcism on an Austrian farm on our first day of shooting. That exorcism, however, bore no resemblance to scenes from William Friedkins “The Exorcist.” It had to do rather with the mystical-Catholic world view of the 75-yearold mountain farmer who considers casting out demons to be a perfectly normal part of his repertoire. In fact, he was carrying out a familiar church ritual: he sprinkled holy water, placed a rosary and holy medallions on a kitchen table, while the patient held a statuette of the madonna and invoked various saints.
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möbeln ein, müssen einen neuen Drucker unten im Tal kaufen oder spielen Karten beim Frühschoppen. Lernt man sie näher kennen, sind viele dieser sogenannten Wunderheiler ganz normale Menschen, die eng mit der christlichen Tradition und ihrer regionalen Kultur verbunden sind. Unser filmischer Blick bleibt dabei zwar grundsätzlich positiv neugierig, zugleich jedoch stets kritisch. In Lebensstil und Herangehensweise sind unsere Protagonisten extrem unterschiedlich. Etwa Birthe, eine bodenständige Hausfrau aus Hamburg: Mit einem Pastor verheiratet, besucht sie gern die Fußballspiele von St. Pauli und hat die Gabe, mit ihren Händen, die sie über den Körper des Klienten streicht, Krankheiten – sie nennt sie Energiestörungen – zu erspüren. Oder Köbi, der Alm-Öhi mit langem weißen Bart, den die jahrelange Abgeschiedenheit hoch in den Schweizer Bergen seine Erkenntnisse gewinnen ließ. Heute hört er sich Leidensgeschichten von Menschen an und macht Rückführungen zu Ur-Erlebnissen – für ihn frühere Leben seiner Patienten. Er versteht die Menschen, obwohl er während 30 Jahren so gut wie niemanden zu Gesicht bekam. Im Herbst 2016 werden wir einen 90-minütigen Kinofilm präsentieren, der in eine faszinierende und irritierende Welt
vordringt, die eigentlich schon immer da war, aber in letzter Zeit etwas in Verruf geraten ist. Der Film eröffnet tiefe und unverstellte Einblicke in einen Kosmos, der in unserer digitalen und technisierten Welt befremdend und zugleich verführerisch wirkt. Der Film entsteht ohne TV-Beteiligung – und das ist auch gut so. Christian Drewing, federführender Produzent der EIKON Südwest, und Koproduzent Frank Scheuffele von Grünbachfilm Nord haben den Film mit Unterstützung der MFG, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und dem DFFF finanziert. Inhaltliche Entscheidungen und sämtliche Filmrechte verbleiben in der Verantwortung der Macher. Camino Filmverleih wird den Film in die Kinos bringen.
The challenge: how do you film something that happens invisibly between two people? We spent the first 25 shooting days gathering basic scenes and images, and gaining the healers’ trust. During the following 25 shooting days, we concentrated on filming follow-up treatments, and especially on getting to know the lay doctors. Our film is not a documentation about unusual medical histories; rather, our subject is the healers themselves: strong, empathetic people with extrasensory powers and a sense of humor. Some like heavy metal music; some like to furnish their homes with designer furniture; others need to buy a new printer down in the valley, or play cards over a morning beer. Once you get to know them, these faith healers are perfectly normal folks, deeply connected to their Christian heritage and local culture.
by running her hands over a client’s body. Or the grandfatherly Köbi, whose astonishing wisdom and deep understanding of human nature has grown out of 30 years of living in the seclusion of the Swiss Alps. Today he listens to his patients’ tales of suffering and performs past-life regressions. This 90-minute feature film penetrates a fascinating and irritating world— a world that has always been there, but one that has lately and often been discredited. In our digital, mechanized world, “Die Gabe” offers insights into a disconcerting yet seductive cosmos. The film is being made without broadcaster participation. Christian Drewing, head producer of EIKON Südwest, and coproducer Frank Scheuffele, Grünbachfilm Nord, financed the film with funding from the MFG, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, and DFFF. Content and film rights remain property of the filmmakers.
Our protagonists’ lifestyles and approaches are extremely diverse. Birthe, for instance, married to a pastor, is a down-to-earth housewife from Hamburg and an avid St. Pauli soccer fan. She has the gift of sensing illnesses— which she calls energy disturbances—
Andreas Geiger, Regisseur und Christian Drewing, Produzent
Regie Direction: Andreas Geiger Kamera Cinematography: David Finn Schnitt Editing: Jens Greuner Produktion Production: EIKON Südwest/Christian Drewing Koproduktion Coproduction: Grünbachfilm Nord/ Frank Scheuffele Filmförderung Funding: MFG, FFHSH, DFFF www.eikon-suedwest.de
Camino Filmverleih will release the film in German cinemas. Andreas Geiger (director) and Christian Drewing (producer)
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Andreas Geigers Kinofilm nähert sich Menschen, denen wundersame Kräfte zu eigen sind Andreas Geiger’s cinema film takes a closer look at people who possess miraculous powers
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Filmdebüts für Markees Christmas in der Titel-
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In Production
Morris aus Amerika
rolle und Lina Keller Screen debuts for Markees Christmas in the lead and Lina Keller
Als majoritär deutsche Filmproduktion war schon die Teilnahme am US-Hauptwettbewerb des Sundance Film Festivals ein Novum für »Morris in Amerika«. Jetzt räumte der von der Stuttgarter INDI Film zusammen mit Lichtblick und amerikanischen Partnern realisierte und von der MFG geförderte Film gleich zwei Hauptpreise ab: Drehbuchautor und Regisseur Chad Hartigan gewann den Waldo Salt Screenwriting Award und Darsteller Craig Robinson wurde mit dem U.S. Dramatic Special Jury Award for Individual Performance geehrt. Mit »Morris aus Amerika« hat Drehbuchautor und Regisseur Chad Hartigan eine berührende, in Deutschland angesiedelte Coming-of-Age-Geschichte geschrieben. Geboren in Zypern, wollte Hartigan zurück zu seinen europäischen
IP
Morris from America
Wurzeln. Nach einer ausführlichen Location-Tour durch Baden-Württemberg fiel die Wahl auf Heidelberg als Drehort. Durch seine geografische Lage und die pittoreske Altstadt bietet die Stadt den größtmöglichen Kontrast zur Heimat des US-amerikanischen Titelhelden. Während der Berlinale 2014 konnten wir den SWR als Senderpartner gewinnen, und nachdem sich Hartigan in Heidelberg verliebt hatte, war der Weg nach Baden-Württemberg vorgezeichnet. Neben Heidelberg als Hauptdrehort wurde der Film in Frankfurt a. M. und Berlin realisiert. »Morris aus Amerika« handelt von einem afro-amerikanischen Jungen. Er ist schwarz, übergewichtig und 13. Doch sein größtes Problem ist: Er lebt seit kurzem in Heidelberg, hier fällt er auf, und unter den Jugendlichen Freunde zu finden, ist gar nicht so einfach – vor allem, wenn man ein großer Rapper wie The Notorious B.I.G. werden möchte.
country. During the Berlinale in 2014, Hartigan gained the SWR as a partner and, after falling in love with Heidelberg, the path to Baden-Württemberg was clear. Other shooting locations included Frankfurt am Main and Berlin.
For “Morris in America,” a mostly German production, even just participating in the US main competition of the Sundance Film Festival was unprecedented. Now the movie, produced by Stuttgart-based INDI Film and Lichtblick together with American partners and subsidized by the MFG, has won two main awards: writer-director Chad Hartigan won the Waldo Salt Screenwriting Award and actor Craig Robinson took home the US Dramatic Special Jury Award for Individual Performance.
Morris is from America. He is black, fat and 13 years old. His biggest problem: he just recently moved to Heidelberg. Making friends is not an easy thing—especially when you want to be a big rap star like the The Notorious B.I.G. But then Morris meets her, the beautiful rebel Katrin!
With “Morris from America,” screenwriter-director Chad Hartigan has written a touching coming-of-age story set in Germany. Born in Cyprus, Hartigan yearned to get back to his European roots. After an extensive location tour through Baden-Württemberg, he chose Heidelberg as the film’s setting because the town’s geographical location and picturesque historical center offered the greatest possible contrast to the eponymous hero’s home
Los Angeles native Markees Christmas portrays Morris, a promising screen debut for which he has already garnered Verge Magazine’s “Breakthrough Actors of 2016” award. US star Craig Robinson (“This Is the End”) plays his father. Visiting Heidelberg was a premiere for both actors, who thoroughly enjoyed working with the German crew. Actress Lina Keller plays Katrin, another promising movie debut.
In Production
Morris’ Deutschlehrerin (Carla Juri) sorgt dafür, dass er seine Freizeit im Jugendzentrum verbringt, wo er sich Hals über Kopf in die schöne und rebellische Katrin verliebt. Titelheld Morris wird verkörpert von Markees Christmas aus Los Angeles, der zum ersten Mal vor der Kamera stand. Von ihm werden wir noch viel hören, bereits mit seiner ersten Rolle wurde er vom Verge Magazine als einer der Breakthrough Actors of 2016 ausgezeichnet. Die Rolle des Vaters spielt der US-Star Craig Robinson (»This Is the End«). Für beide Schauspieler war es der erste Aufenthalt in Heidelberg, sie genossen die Dreharbeiten mit einem deutschen Team sehr. Lina Keller als Katrin debütiert ebenfalls als Schauspielerin in einem Spielfilm. Chad Hartigan über die Geschichte: »›Morris aus Amerika‹ ist eine Fish-out-of-water-Geschichte, aber in erster Linie geht es um die Liebe. Es geht darum, für sich selbst einzustehen und das eigene Potenzial zu entdecken. Es geht eher um die Frage, was uns näher bringt als was uns voneinander trennt – obwohl Rassismus, Mobbing und Fremdenfeindlichkeit im Film gleichermaßen thematisiert werden.« Die Produktionsfirmen Lichtblick Media und INDI Film verbindet seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis, so lag eine Koproduktion nahe. »Morris aus Amerika« war die erste Zusammenarbeit, die mit der Verfilmung des Romans »Räuberhände« von Finn-Ole Heinrich unter der Regie des Oscar-Preisträgers Ilker Çatak fortgesetzt werden soll. Als Senderpartner ist auch hier wieder der SWR geplant, gedreht werden soll in der Umgebung von Stuttgart. An der Produktion beteiligt waren neben dem SWR die Rotor Film Postproduktion, Babelsberg, und auf US-amerikanischer Seite die Produktionsfirma Beachside, die bereits mit »Little Miss Sunshine« Erfolge feiern konnte. Den Weltvertrieb übernimmt die in New York ansässige Firma Visit-
Hartigan says, “‘Morris from America’ is a fish-out-of-water story. But primarily it’s about love. Standing up for yourself and discovering your own potential. It’s about what brings us closer together than what separates us—although the movie also deals with racism, bullying, and xenophobia.” Given the long and amicable friendship between Lichtblick Media and INDI Film, a coproduction seemed natural. “Morris from America” is their first coproduction, soon to be followed by another: a movie based on Finn-Ole Heinrich’s novel “Räuberhände” (robber hands), to be directed by Oscar award-winner Ilker Çatak. The SWR is again committed to partnering the project. Principal photography will be in the Stuttgart area.
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Das Filmteam
films. Die Nordamerikanischen Rechte werden von United Talent Agency (UTA) vertrieben. Farbfilm Verleih bringt den Film voraussichtlich im Spätsommer 2016 in die deutschen Kinos. Gabriele Simon, Produzentin Buch und Regie Script and Direction: Chad Hartigan Kamera Cinematography: Sean McElwee Szenenbild Scenography: Babett Klimmeck Schnitt Editing: Anne Fabini Musik Music: Keegan DeWitt | Ton Sound: Tobias Scherer Licht Lighting: Mirko Fricke Kostümbild Costume Design: Nana Kolbinger Produktion Production: Lichtblick Media Produzenten Producer: Martin Heisler, Gabriele Simon, Adele Romanski, Sara Murphy Koproduktion Coproduction: INDI Film/Arek Gielnik, Beachside/ Michael B. Clark, Alex Turtletaub und Rotor Film Babelsberg Filmförderung Funding: MFG, MBB, HFF und Land Hessen, DFFF www.lichtblick-media.com
In addition to the SWR, partners included Rotor Film Postproduktion in Babelsberg and the US-based production company Beachside Films, which celebrated a major success with “Little Miss Sunshine.” New York-based Visitfilms will distribute the movie internationally; United Talent Agency has North American distribution rights. Farbfilm Verleih has scheduled the German cinema release in late summer 2016. Gabriele Simon, producer
beim Dreh in Heidelberg The film crew shooting in Heidelberg
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Regional Film Commissions
Aus der neuen Postkartenserie: einst von einem Buchdrucker gegründetes Kino From the new postcard series: a cinema originally founded by a book printer
∂ Filmleuchten 2015 – Filmfestivals der Region Stuttgart
Aus den Regionen FC
Film Commission Region Stuttgart
∂ Neues Postkartenset
Ein Exposé aus Ideen für Filmplots und den passenden Locations hat die Film Commission Region Stuttgart mit ihrer aktuellen Postkartenserie vorgelegt. Drehorte mit literarischem Bezug waren das Thema: von der Kirche, in der einst Mörike predigte, über ein altes Kino, das von einem Buchdrucker gegründet wurde, bis hin zum Stuttgarter Künstlerhaus, wo der Typograph und Buchgestalter Kurt Weidemann als Vorstand wirkte. Von der Stuttgarter Fotografin Pia Schweißer in minimalistischer Zentralperspektive aufgenommen, ist eine Fotoserie von Filmlocations entstanden, die mit ihren ungewöhnlichen Geschichten zugleich Ideen für einen ebensolchen Plot mitliefern. Kostenlos zu bestellen über: www.wrs.region-stuttgart.de
am bundesweiten Kurzfilmtag Im Rahmen des bundesweiten Kurzfilmtages Filmleuchten 2015 am 21. Dezember – dem kürzesten Tag des Jahres – haben elf Filmfestivals der Region Stuttgart ins Jugendhaus Mitte eingeladen. Auf fünf Leinwänden präsentierten die Festivals Kurzfilme aller Genres und Richtungen – von Serbisch bis Indisch, von Nord- bis Lateinamerikanisch, von Türkisch bis Schwäbisch, experimentell, unterhaltsam, dokumentarisch. Mit dabei waren u. a. SiNEMA – DeutschTürkische Filmtage Stuttgart, die Serbischen Filmtage Filmanak, Filmschau Baden-Württemberg, Französische Filmtage, Klappe! JugendVideoFestival, NaturVision Filmfestival und der Stuttgarter Filmwinter. www.kurzfilmtag.com – Don’t Believe the Hype«, einer der spannendsten»CRO Drehs, die im vergangenen Jahr in der Region stattfan∂ Produktionen in der Region Stuttgart
den (Mr. Brown Entertainment, Chimperator Films, Warner Bros. Film Productions). Der Kinofilm um und mit dem
Dreh am Flughafen Stuttgart für »Die Blumen von gestern« mit Lars Eidinger und Jan Josef Liefers Shooting at Stuttgart Airport for “Die Blumen von gestern,” with Lars Eidinger and Jan Josef Liefers
Regional Film Commissions FC
Film Commission Region Stuttgart
∂ New Postcard Set
The FC Region Stuttgart’s latest postcard set features film locations with a literary theme—a veritable exposé of plot ideas. Subjects include the church in which Mörike preached, an old cinema founded by a book printer, a Stuttgart artist’s residency where typographer and book designer Kurt Weidemann served on the board. Characterized by a minimalist central perspective, Stuttgart photographer Pia Schweißer’s images of locations with unusual histories suggest equally unusual plots. To order a free set, contact www.wrs.region-stuttgart.de
“CRO—Don’t Believe the Hype” was one of the most exciting ∂ Productions in the Region Stuttgart
shoots of the past year in the region (Mr. Brown Enter tainment, Chimperator Films, and Warner Bros. Film Productions). The movie
about rapper CRO was shot in his Swabian home country, among others. Til Schweiger was involved with this production. Four Minutes Filmproduktion Berlin spent two weeks in the region filming “Die Blumen von gestern” (director: Chris Kraus) (see Production Reports, p. 10). Locations included Stuttgart, the Swabian Alb, Ludwigsburg, Nürtingen, and Wendlingen. UFA Fiction shot “Cinderella 2.0” in the region, a call-girl variation on the well-known fairytale. The regional series line-up, which includes “SOKO” and “Dr. Klein,” has been expanded with “Pälzisch im Abgang” (Teamwerk GmbH). 2015 was a successful year for regional VFX companies. After winning an Emmy in 2014 for visual effects in the US series “Game of Thrones,” Stuttgart-based Mackevision contributed to the VFX for the series’ latest season. Pixomondo created the Cold-War look for Steven Spielberg’s “Bridge of Spies.” Luxx Studios created special effects for Roland Emmerich’s “Independence Day: Resurgence,” coming to German cinemas this year.
www.film.region-stuttgart.de
Regional Film Commissions
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Writer’s Room des DAI mit Produzent Ingolf Gabold Writer’s Room at the DAI with producer Ingolf Gabold
Rapper CRO spielt u. a. in seiner schwäbischen Heimat. Als Schauspieler wirkt u. a. Til Schweiger mit. Die Four Minutes Filmproduktion Berlin war für ihren Film »Die Blumen von gestern« (Regie: Chris Kraus) an 14 Drehtagen in der Region unterwegs (siehe Produktionsbericht S. 10f.), u. a. im Lapidarium, im Staatstheater, am Flughafen, in Stammheim und auf der Schwäbischen Alb, in Ludwigsburg, Nürtingen und Wendlingen. Die UFA Fiction drehte »Cinderella 2.0«, eine CallgirlVariante des Märchens »Aschenputtel«. Die Serienriege der Region, die bereits »SOKO« und »Dr. Klein« umfasst, wurde um »Pälzisch im Abgang« erweitert (Teamwerk GmbH). Für die regionalen VFX-Firmen war 2015 ein erfolgreiches Jahr: Die Stuttgarter Firma Mackevision wirkte in der neuesten Staffel von »Game of Thrones« mit. Bereits 2014 bekam sie einen Emmy für die Effekte in der US-Serie verliehen; Pixomondo kreierte in Steven Spielbergs »Bridge of Spies – Der Unterhändler« den Look der Zeit des Kalten Krieges; die Luxx Studios sorgten für die Effekte in Roland Emmerichs »Independence Day: Resurgence« – ab Juni 2016 im Kino.
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FilmCommission Metropolregion Rhein-Neckar
∂ Kurzfilmfestival Zum goldenen Hirsch: ab März Das Kurzfilmfestival Zum goldenen Hirsch startet im März mit der ersten Veranstaltung im Heidelberger Karlstorkino. Regionale Filmemacher können ihre Filme einreichen unter: www.endhirsch.de
∂ Kurzfilmfestival Girls Go Movie: Einreichfrist im April
Das 12. Kurzfilmfestival bietet Mädchen und Frauen zwischen 12 und 27 Jahren die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung und mit kostenfrei zur Verfügung gestelltem Equipment eigene Projekte zu realisieren. Die Einreichfrist endet im April. Gefördert wird Girls Go Movie u. a. von der MFG Baden-Württemberg. www.girlsgomovie.de
∂ Präsentation des Writer’s Room im DAI: 25. Februar
Unter der Leitung von Keith Cunningham fand der erste Writer’s Room des Deutsch-Amerikanischen Instituts (DAI) in Heidelberg statt. Am 25. Februar präsentieren die Autoren ihre Ergebnisse aus mehr als einem Jahr intensiver Arbeit an der Entwicklung von Serienkonzepten. Der dänische Produzent Ingolf Gabold, einer der Coaches, zieht anschließend Resümee und stellt sich der Diskussion.
∂ Fernsehforum für Musik: 21.–24. April Das Fernsehforum für Musik – The Look of Sound tagt erstmals in Mannheim. Das Forum konzentriert sich auf die visuelle Darstellung von Musik in allen Medien. Das internationale Forum versammelt ein Netzwerk von Musikern, Regisseuren, Produzenten und Redaktionen.
FC
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Film Commission Metropolitan Region Rhine-Neckar
∂ Writer’s Room at the DAI: February 25 On February 25, participants of the first Writer’s Room at the Deutsch-Amerikanisches Institute in Heidelberg, under the direction of Keith Cunningham, will present the results of over a year’s intensive work developing series concepts. Danish producer Ingolf Gabold, one of the coaches, will summarize the project and invite discussion afterward. ∂ Television Forum for Musik: April 21–24 The international television forum for music “The Look of Sound” will take place on April 21–24 in Mannheim. The forum promotes the visual representation of music in all media, and offers a network for musicians, directors, producers, and editorial departments.
www.fernsehforum-musik.de
FilmCommission Bodensee
Since its founding in April 15, the FilmCommission Bodensee has successfully established itself as a new regional contact point for film professionals, offering a variety of free services and an extensive network. In addition to a Facebook page, the commission’s website presents a list of shooting locations and contacts in the transnational region bordering Lake Constance. As the first four-country film commission, the FC Bodensee draws on an exciting diversity from Germany, Switzerland, Austria, and Liechtenstein. The region, characterized by picturesque hills, distinctive shorelines, and a glorious alpine panorama surrounding Lake Constance, offers a very special backdrop. Nowhere else do tradition and modernity, regionality and internationality harmonize so well. For the coming year, the film commission will focus on implementing and establishing its events program. www.filmcommission-bodensee.de
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Regional Film Commissions
1. Ulmer Filmstern: Oliver Haffner (»Ein Geschenk der Götter«) 1st Ulmer Filmstern: Oliver Haffner (“Ein Geschenk der Götter”)
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FilmCommission Bodensee
Die FilmCommission Bodensee blickt auf ihr erstes Jahr zurück. Die Monate seit ihrer Gründung im April 2015 hat die neue regionale Anlaufstelle für Filmschaffende erfolgreich genutzt, um auf sich und ihr kostenloses Angebot aufmerksam zu machen und ein dichtes Kontaktnetzwerk zu knüpfen. Neben einer Facebook-Seite präsentiert sie auf einer eigenen Website Drehorte und Kontakte in der Vierländerregion Bodensee. Als erste vier Länder übergreifende Einrichtung ihrer Art kann die FC Bodensee dabei aus der Vielfalt der Teilregionen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein schöpfen. Geprägt durch den Bodensee mit seinem malerischen, hügeligen Umland, unverwechselbaren Uferlandschaften und einem grandiosen Alpenpanorama bildet die Region eine Kulisse der ganz besonderen Art. Tradition und Moderne, Regionalität und Internationalität stehen hier wie in kaum einer anderen Gegend im positiven Einklang. In zweiten Jahr wird ein Schwerpunkt der Arbeit der FilmCommission auf der Durchführung und Etablierung von Veranstaltungen liegen. www.filmcommission-bodensee.de
FC
stern ist Regisseur Oliver Haffner. Er wurde für seine in Ulm gedrehte Komödie »Ein Geschenk der Götter« ausgezeichnet. Im April wird zum dritten Mal das Natur Vision-Schulfilmprogramm in der Lichtburg Ulm angeboten. Schulklassen können aus einem breiten Programm an Dokumentarfilmen über Natur- und Nachhaltigkeitsthemen auswählen. Informationen und Anmeldung: willmann@natur-vision.de. Ein Branchentreffen zum Thema Markenrecht, Titelschutz, Namens- und Werberecht ist im April in Henry’s Coffee World in Ulm geplant. Die Reihe »7 × 7« wird fortgesetzt: Am 14. Juni präsentieren sich 7 Kreativunternehmen in je 7 Minuten dem Publikum. Mit dabei der Filmschaffende Cornelius Bierer. Zum Thema »Film und Tourismus« wird die Film Commission Ulm im Sommer eine Veranstaltung anbieten. Für den September planen wir eine Locationtour, dieses Mal durch den Landkreis Biberach – eine Möglichkeit, neue Locations und Geschichten zu entdecken. Die genauen Termine und weitere Informationen auf:
Rahmen der Oscar-Nacht am 28. Februar wird in der LichtImburg Ulm, vor der Liveübertragung der Oscarverlei-
hung aus Los Angeles, die zweite »Marlene« vergeben. Preisträgerin und damit 2. Ulmer Filmstern wird die Dokumentarfilmerin Sibylle Tiedemann sein. Der 1. Ulmer Film-
www.film.regionulm.de | www.facebook.com/filmcommissionregionulm
Film Commission Region Ulm
∂ Veranstaltungen Februar bis September 2016
FC
Film Commission Region Ulm
∂ Events from February to September 2016
On “Oscar night,” February 28, Ulm’s Lichtburg cinema will host the presentation of the second “Marlene” award during a live broadcast of the Academy Awards. Documentary filmmaker Sibylle Tiedemann is this year’s award winner. In 2015, director Oliver Haffner received the first “Marlene” for his comedy “Ein Geschenk der Götter,” was shot in Ulm. In April, the FC Ulm will host an industry meeting on trademark law, title protection, naming rights, and adver tising law. During the “7 × 7” pitching event on June 14, seven creative companies each have seven minutes to pitch their services to a broad audience. Film professional Cornelius Bierer will attend. A location tour in Biberach county is scheduled for September, a great opportunity to discover new locations and stories. For exact dates, locations, and more information, contact
www.film.regionulm.de | www.facebook.com/filmcommissionregionulm
FC
Location Office Region Freiburg
The city and region of Freiburg were much in demand as a film location in the fall of 2015. Concluding the sixth season of the series “Tiere bis unters Dach,” Polyphon Südwest spent three weeks in the Glottertal valley. Principal photography took place for “Heart of Stone” (Johannes Naber) in the southern Black Forest. The movie is being produced by Schmitz Katze and Studio Babelsberg. Deutsche Welle produced reports on travel tips and green city tourism in Freiburg. Which brings us to the subject of green film shooting—and the climax of Freiburg’s film year: production of the Tatort special “Fünf Minuten Himmel,” under the direction of Katrin Gebbe. The crime story was selected as a pilot project for the MFG’s green shooting initiative (see p. 6). The production featured both the Black Forest’s capital city, as well as numerous other protagonists from around the region. Principal photography was actively supported by the Location Office. The tv movie, starring Heike Makatsch as chief inspector, will be aired March 28.
Regional Film Commissions
FC
Location Office Region Freiburg
∂ Drehort Freiburg
Als Drehort mehrmals gefragt waren Stadt und Region Freiburg auch im Herbst des vergangenen Jahres. Zum Abschluss der mittlerweile sechsten Staffel der Serie »Tiere bis unters Dach« weilte die Polyphon Südwest runde drei Wochen im Glottertal. Im südlichen Schwarzwald, in der Nähe von St. Blasien, fanden Dreharbeiten zu »Das kalte Herz« statt. Produziert wird der Kinofilm (Regie: Johannes Naber) von den Produktionsfirmen Schmitz Katze und Studio Babelsberg (siehe FilmFacts 3/2015). Nach dem Langfilm »Hohenthal« drehte die Freiburger Gruppe Blackwood Films im Herbst den Kurzfilm »Zwei Alte Herren«, der nun auf Festivals eingereicht werden soll. Für 2016 hat sich die vor 10 Jahren gegründete, überwiegend aus Schülern und Studenten bestehende Gruppe junger Freiburger Filmschaffender einiges vorgenommen. Auftakt hierfür wird der Kurzfilm »Freiburg.Liebe« sein.
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Im Oktober und November weilte die Deutsche Welle aus Berlin in der Breisgaumetropole. Sie produzierte Beiträge zu den Themen »Reisetipps« und »Green City Tourismus«. Mit dem Stichwort »Green« wären wir beim Höhepunkt des Freiburger Filmjahrs, den Dreharbeiten im September/ Oktober zum Tatort-Special »Fünf Minuten Himmel«, unter der Regie von Katrin Gebbe. Die Dreharbeiten für den Krimi wurde als Pilotprojekt der von der MFG Filmförderung ins Leben gerufenen Initiative Green Shooting zur Etablierung einer ressourcenschonenden Produktionsweise ausgewählt (s. S. 6). Neben der Schwarzwaldhauptstadt als Schauplatz spielten zahlreiche weitere Akteure aus Stadt und Region eine Rolle – vor und hinter der Kamera, u. a. Szenenbildner Jan L. Hartmann und die am Theater Freiburg tätigen Schauspieler Holger Kunkel und André Benndorf. Die Dreharbeiten für »Fünf Minuten Himmel« wurden wie alle anderen Produktionen in der Region vom Location Office Region Freiburg von den Vorbereitung bis zum letzten Drehtag aktiv unterstützt. Ausgestrahlt wird der Tatort mit Heike Makatsch als Hauptkommissarin am 28. März 2016.
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»Above and Below« von by Nicolas Steiner
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MFG auf der Berlinale Sechs MFG-geförderte Filme im Programm der 66. Berlinale
»Jonathan« von Piotr J. Lewandowski (s. S. 12f.) feiert seine Weltpremiere in der Sektion Panorama. Autor und Regisseur Piotr J. Lewandowski war mit dem Drehbuch 2014 für den Thomas Strittmatter Preis nominiert. In der Kinder- und Jugendsektion Generation hat »Das Tagebuch der Anne Frank« ebenfalls Weltpremiere (s. S. 14f.). Das auf einem Drehbuch von Fred Breinersdorfer basierende Drama wird auch in der Reihe LOLA at Berlinale präsentiert. Dort sind vier weitere MFG-geförderte Produktionen zu sehen, die es für die Nominierungen um den Deutschen Filmpreis in die Vorauswahl geschafft haben: Die beiden Spielfilme »California City« von Bastian Günther und »Coconut Hero« von Florian Cossen sowie die Dokumentarfilme »Above and Below« von Nicolas Steiner und »Democracy – Im Rausch der Daten« von David Bernet.
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MFG at the Berlinale Six MFG-funded Films at the 66th Berlinale
Piotr J. Lewandowski’s “Jonathan” will celebrate its world premiere in the Panorama section (see pp. 12f.). Writer-director Lewandowski won the Thomas Strittmatter Award in 2014 for his screenplay. The children and youth section Generation will present the world premiere of “The Diary of Anne Frank” (p. 14). Based on the screenplay by Fred Breinersdorfer, the drama will also be presented in the section LOLA at Berlinale. Four other MFG-funded productions were selected to run for the German Film Award: the two feature films “California City” by Bastian Günther and “Coconut Hero” by Florian Cos-
MFG News
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Thomas Strittmatter Preis 2016
Am 17. Februar 2016 vergibt die MFG Filmförderung Baden-Württemberg zum 18. Mal ihren Thomas Strittmatter Preis für Drehbuchautoren während der Berlinale. Unter dem Juryvorsitz von Regisseurin und Autorin Sherry Hormann (u. a. »3096 Tage« und »Wüstenblume«) haben die diesjährigen Juroren Heide Schwochow (Drehbuchautorin, u. a. »Bornholmer Straße« und »Novemberkind«), Benedikt Röskau (Drehbuchautor, u. a. »Nordwand« und »Romy«) und David Wnendt (Autor und Regisseur, zuletzt »Er ist wieder da« und »Feuchtgebiete«) in ihrer Sitzung aus 26 Einreichungen drei Drehbücher ausgewählt, die mit der Nominierung bereits ein Preisgeld von 2.500 Euro erhalten. Die Nominierten sind: ∂ Stefanie Fies und Oliver Kracht für »Albkind«: 10. Jahrhundert – in einem abgelegenen Dorf kämpfen die Bewohner Nacht für Nacht gegen grauenhafte Albträume. Einzige Hilfe ist das Albkind, ein ausgestoßenes Mädchen, das der Legende nach von einem Nachtdämon gezeugt und mit der Gabe ausgestattet wurde, Albträume zu lindern. ∂ York-Fabian Raabe für »Borga«: Als Borga bezeichnet man im Ausland lebende Ghanaer, die einen reichen, exzessiven Lebensstil führen. Kojo möchte Borga werden. Dafür nimmt er eine Odyssee über den afrikanischen Kontinent mit vielen Rückschlägen in Kauf.
∂ Katinka Kulens-Feistl für »Irmas wildes Herz«: Sie hat ihr Leben lang alles getan, um Berührungen zu verhindern – doch mit 62 Jahren tritt die scheue Irma mit dem raubeinigen, sexbesessenen LKW-Fahrer Dillon eine Fahrt nach Irland an, die mitten ins Herz ihrer eigenen traumatischen Vergangenheit führt. Im Rahmen der Preisverleihung in Berlin wird erstmals Bildmaterial aus »Die Blumen von gestern« zu sehen sein, wofür Chris Kraus 2013 den Thomas Strittmatter Preis erhalten hat (s. S. 10f.).
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MFG Star an Marc Brummund
Der Regie-Nachwuchspreis der MFG wurde im November 2015 bereits zum 16. Mal vergeben. Der diesjährige Preis geht an Marc Brummund für »Freistatt«. Das Drama ist im Sommer 1968 angesiedelt und nimmt Bezug auf eines der schlimmsten westdeutschen Erziehungsheime dieser Zeit im niedersächsischen Freistatt, Außenstelle der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in
Der MFG Star 2015 ging an Regisseur Marc Brummund für »Freistatt« Director Marc Brummund won the MFG Star in 2015 for “Freistatt”
sen, as well as the documentaries “Above and Below” by Nicolas Steiner and “Democracy— Im Rausch der Daten” by David Bernet.
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Thomas Strittmatter Award 2016
On February 17, the MFG Filmförderung BadenWürttemberg will award its Thomas Strittmatter Award for screenwriters for the 18th time at the Berlinale. Of the 26 submissions, the jury— headed by writer-director Sherry Hormann (“3096 Tage,” “Desert Flower”) and including screenwriter Heide Schwochow (“Bornholmer Straße,” “November Child”), screenwriter Benedikt Röskau (“North Face,” “Romy”), and writer-director David Wnendt (most recently
“Look Who’s Back,” “Wetlands”)—nominated three screenplays. The nominees each receive 2,500 €. Nominees: ∂ Stefanie Fies and Oliver Kracht for “Albkind”: In an isolated village in the 10th century, the villagers suffer from horrible nightmares every night. The only help is the Alp girl, a pariah who, legend has it, was conceived by a demon of the night and endowed with the ability to alleviate nightmares. ∂ York-Fabian Raabe for “Borga”: Borga are expatriate Ghanaians who lead an extravagant lifestyle. Kojo wants to become Borga. To that end, he’s willing to undertake an odyssee clear across the African continent that’s full of setbacks.
MFG News
FilmFactsSüdwest
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»Bridge of Spies – Der Unterhändler«
der Zuständigkeit der Diakonie (s. auch S. 8). Der alleinige Juror Rosa von Praunheim betonte bei der Preisverleihung, dass »Freistatt« ein ungeheuer emotionaler, dichter Film sei: »Es gibt wenige deutsche Filme, die solche Kraft haben, die Unterdrückung von Menschen zu zeigen. Obwohl es ein historisches Thema ist, erinnert es mich an die politische Situation von heute, in der wir wegsehen von der Verzweiflung von Fremden und von den Diktaturen der Welt.« Neben dem Preisträger waren Sonia Heiss für »Hedi Schneider steckt fest«, Sebastian Ko für »Wir Monster« und Thomas Stuber für »Herbert« nominiert.
visuellen Effekte verantwortlich. Das international aufgestellte Stuttgarter Unternehmen war mit einem Team von rund 50 Spezialisten über einen Zeitraum von sieben Monaten in die Produktion des Thrillers involviert. An etwa 200 Einstellungen wurden Effekte erstellt, die die Zeit des Kalten Krieges aufleben ließen. Pixomondo ist ein wichtiger Partner im von der MFG initiierten Animation Media Cluster Region Stuttgart. Das AMCRS ist auf den Bereich VFX /Animation in der Region Stuttgart ausgerichtet und besteht aus derzeit 13 VFX-Dienstleistern und Animationsstudios.
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Oscar 2016
Beim wichtigsten Festival für den deutschsprachigen Nachwuchs gewann Monika Grassl mit ihrem MFG-geförderten Film
∂ Katinka Kulens-Feistl for “Irmas wildes
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At the awards ceremony, images from Chris Kraus’ “Die Blumen von gestern” will be shown for the first time (see p. 10). Chris Kraus received the Strittmatter award in 2013 for the eponymous script.
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Jour Fixe Termine 1. Halbjahr 2016
Die baden-württembergische Filmszene trifft sich jeden 2. Montag des Monats auf Einladung der MFG zum Austausch und Knüpfen neuer Kontakte. Auch Senderver-
Festival Max Ophüls Preis
Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg ist regionaler Hauptförderer des sechsfach – u. a. in der Kategorie Bester Film – für den Oscar nominierten Spielfilms »Bridge of Spies – Der Unterhändler« von Steven Spielberg. Die VFX-Artists von Pixomondo waren maßgeblich für die Realisierung der
Herz” (Irma’s wild heart): She’s spent her life avoiding being touched; but at age 62, shy Irma embarks on a road trip to Ireland with the rough-and-ready, sex-crazy trucker Dillon—and ends up smack in the middle of her traumatic past.
»Girls Don’t Fly« den Dokumentarfilmpreis: Zehn afrikanische Mädchen träumen davon, Pilotinnen zu werden. Die Juroren begründeten die Auszeichnung damit, dass es der Filmemacherin in ihrem großartigen Debütfilm gelinge, einen eleganten Bogen von der berührenden Geschichte der afrikanischen Mädchen zu den großen Themen der Gegenwart zu schlagen. Mit »Passion for Planet« wurde ein weiterer MFG-geförderter Dokumentarfilm mit dem Filmmusikpreis ausgezeichnet. Außerdem waren vier MFG-geförderte Spielfilme im Programm: »Die Akte General« von Stephan Wagner, »Dolores« von Michael Rösel, »Offline« von Florian Schnell und »Polder – Tokyo Heidi« von Samuel Schwarz und Julian Grünthal.
Dokumentarfilmpreis für »Girls Don’t Fly« von Monika Grassl Documentary award for “Girls Don’t Fly” by Monika Grassl
Oscars 2016
The MFG Filmförderung Baden-Württemberg is the main regional sponsor for Steven Spielberg’s thriller and six-time award-winner “Bridge of Spies,” including an Oscar nomination for best motion picture. Pixomondo’s VFX artists were largely responsible for the visual effects. About 50 specialists working for the internationally established Stuttgart-based company spent roughly seven months on the production. About 200 camera settings required visual effects to recreate the Cold War. Pixomondo is an important partner in the MFG-initiated Animation Media Cluster Region Stuttgart. Currently comprising 13 VFX service providers and animation studios, the cluster is geared toward VFX/animation in the Stuttgart region.
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Festival Max Ophüls Award
At the most important festival for Germanspeaking new talents, Monika Grassl won the documentary award for the MFG-funded “Girls Don’t Fly,” which portrays ten African girls who dream of becoming pilots. According to the jurors, the filmmaker’s excellent debut elegantly links the touching stories of these African girls and the big issues of the present. With “Passion for Planet” another MFG-funded documentary was distinguished by winning the film score award. The program further included four MFG-funded feature films: “Die Akte General” by Stephan Wagner, “Dolores” by Michael Rösel, “Offline” by Florian Schnell, and “Polder—Tokyo Heidi” by Samuel Schwarz and Julian Grünthal.
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MFG News
Kostenloser wöchentlicher MFG Newsletter | film.mfg.de/de/newsletter
treter sind immer wieder zu Gast. Diese Besuche werden im wöchentlichen Newsletter der MFG Filmförderung – film.mfg.de/de/ newsletter – und auf film.mfg.de frühzeitig angekündigt. Ort: Theater Rampe in Stuttgart. ∂ Termine 1. Halbjahr 2016, Beginn: 19 Uhr: 14. März | 11. April | 9. Mai | 13. Juni.
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Pre Fixe
Die MFG Filmförderung veranstaltet mit dem Pre Fixe eine Reihe mit Vorträgen zu aktuellen filmrelevanten Topics. Das Spektrum reicht von Urheberrechtsfragen, über Steuerthemen bis hin zur Vorstellung neuer Entwicklungen in der Kreativwirtschaft und Bewegtbildgestaltung. Die Reihe richtet sich in erster Linie an Kreative aus der Film-, TV-, Crossmedia- und Gamesbranche, aber auch Interessierte aus anderen Bereichen sind herzlich willkommen. Der Pre Fixe findet einmal im Quartal im Theater Rampe in Stuttgart statt, Beginn ist um 18 Uhr, vor dem monatlichen Jour Fixe. Termin und Thema werden im wöchentlichen Newsletter der MFG frühzeitig angekündigt.
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Montagsseminare 2016
Die monatliche Veranstaltungsreihe von MFG Filmförderung und Film Commission Region Stuttgart wird fortgesetzt. Die Seminare mit praxisnahen Themen finden jeweils von 18 bis 21 Uhr in den Räumen der Film Commission statt: Breitscheidstr. 4, BoschAreal, 70174 Stuttgart. Anmeldungen sind bis jeweils eine Woche vor dem jeweiligen Termin erbeten: film@region-stuttgart.de.
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Submissions Deadlines 2016
Termine 1. Halbjahr 2016: » 29. Februar: Integration von CGI in Realfilm, Referent: Christian Laskawi, LAVAlabs Moving Images » 21. März: Storytelling für Virtual Reality, Referent: Alexander Herrmann, nifu.tv » 25. April: Erlösverteilung bei Kinofilmen, Referentin: Jaqueline Röber, filmwerte » 30. Mai: Drehbucharbeit mit »The Human Factor«, Referenten: Roland Zag und Norbert Maas. ∂
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Einreichtermine 2016
Die MFG empfiehlt vor Antragseinreichung ein projektbezogenes Beratungsgespräch mit dem jeweils zuständigen Ansprechpartner. Insbesondere bei Erstanträgen und/oder komplexeren Sachverhalten – vor allem im Bereich Produktionsförderung – wird ein persönlicher Termin spätestens 14 Tage vor Ende der Einreichfrist als notwendig erachtet. ∂ Drehbuchförderung, Produktionsvorbereitung und Produktionsförderung: 1. März | 14. Juli | 10. November ∂ Kinoprogrammprämien: 15. Mai ∂ Verleih- und Vertriebsförderung: 1. Juni | 1. Oktober ∂ Kinoinnovationsdarlehen: 15. September ∂ Institutionelle Förderung Kommunaler Kinos: ganzjährig ∂ Postproduktion: ganzjährig Die Anträge müssen zu den genannten Terminen bei der MFG Filmförderung vorliegen. film.mfg.de
∂ Institutional funding for municipal theaters:
year-round The MFG recommends scheduling a consultation with the appropriate contact person before submitting a project. An appointment is deemed necessary in the case of first-time or complex submissions—in particular for production funding. ∂ Screenplay funding, preproduction, and pro-
duction funding: March 1 | July 14 | November 10 ∂ Cinema programming awards: May 15 ∂ Distribution and sales funding: June 1 | October 1 ∂ Cinema innovation loans: September 15
∂ Postproduction:
year-round Submissions must be in-house at the MFG Filmförderung no later than the stated deadlines. film.mfg.de
MFG News
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Förderentscheide 2015
Drehbuchförderung
» Die Traumlande | Spielfilm, Kino | Buch/ Antragsteller: Huan Vu, Ludwigsburg » Eine Handvoll Asche | Spielfilm, Kino | Antragsteller: Torsten Truscheit, Stuttgart » Jakob beschließt zu lieben | Spielfilm, Kino | Buch/Antragsteller: Yilmaz Arslan, Mannheim » Karl May | Spielfilm, Kino/TV | Buch/ Antragsteller: Ludger Pfanz, Ettlingen » Laible und Frisch – Do goht Dr Doig | Spielfilm, Kino | Produktion/Antragsteller: Schwabenlandfilm GmbH, Dettingen an der Erms » Marathon | Spielfilm, Kino/TV | Antragsteller: Kerstin-Sofie Laudascher, Berlin » Minus Drei | Kinder- und Familienserie, Animation | Produzenten/Antragsteller: M.A.R.K. 13 – Com GmbH & Co. KG, Stuttgart, TRIKK 17 – Animationstraum GmbH & Co. KG, Hamburg » Prinz und Rebell | Spielfilm, Kino | Buch/ Antragsteller: Jan Galli, Ludwigsburg » Roxy | Spielfilm, Kino | Produzent/Antragsteller: East End Film GmbH, Stuttgart » Schlupp vom grünen Stern | Spielfilm, Kino | Produzent/Antragsteller: Lieblingsfilm GmbH, München
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Produktionsvorbereitung
» Animanimals | Kinderserie, Animation | Buch/Regie: Julia Ocker | Produzent/ Antragsteller: Studio Film Bilder GmbH, Stuttgart » Die Reise des Elefanten Soliman | Animationsfilm, Kino | Buch: Matthias Drescher, Juliette Alfonsi | Regie: Sandor Jesse | Produzent/Antragsteller: Studio88 – Werbe- und Trickfilm GmbH, Baden Baden » Farewell Yellow Sea | Dokumentarfilm, Kino/ TV | Buch/Regie: Marita Stocker | Produzent/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart » Fußball. Das Weltspiel | DokumentarfilmReihe, TV | Buch: Hartmut Schwenk | Regie: tba | Produzent/Antragsteller: Schwenk Film GmbH, Stuttgart » Inverted | Spielfilm, Kino | Buch: Dirk Stoppe, Axel Melzener | Regie: tba | Produzent/Antragsteller: LUXX Film GmbH, Stuttgart
FilmFactsSüdwest
» Was wissen die Schultzes vom Namibier (AT) | Dokumentarfilm, Kino/ TV | Buch/ Regie: Bianca Bodau | Produzent/Antragsteller: Tiger TV Film und Fernsehproduktion GmbH, Bühl
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Produktionsförderung
» A Cure for Wellness | Spielfilm, Kino | Buch: Gore Verbinski, Justin Haythe | Regie: Gore Verbinski | Produzent/Antragsteller: Studio Babelsberg, Potsdam » Back for Good | Spielfilm, Kino/ TV | Buch: Stefanie Schmitz | Regie: Mia Spengler | Produzent/Antragsteller: Zum Goldenen Lamm GmbH & Co KG, Ludwigsburg » Beschützer der Diebe | Spielfilm, Kino/ TV | Buch: Nicola Schreiner | Regie: Franziska Buch | Produzent/Antragsteller: Zum Goldenen Lamm Filmproduktion GmbH & Co. KG, Ludwigsburg » Captain America: Civil War | Spielfilm, Kino | Buch: Christopher Markus, Stephen McFeely | Regie: Anthony und Joe Russo | Produzent/Antragsteller: Studio Babelsberg, Potsdam » CRO – Don’t Believe the Hype | Spielfilm, Kino | Buch: Arend Remmers | Regie: Martin Schreier | Produzent/Antragsteller: Mr. Brown Entertainment Film Production GmbH, Berlin » Das Tagebuch der Anne Frank | Spielfilm, Kino | Buch: Fred Breinersdorfer | Regie: Hans Steinbichler | Produzent/Antragsteller: Anne Frank GbR, Köln » Der General | Spielfilm, TV | Buch: Alexander Buresch | Regie: Stephan Wagner | Produzent/Antragsteller: UFA Fiction GmbH, Ludwigsburg » Der kleine Diktator | Spielfilm, Kino | Buch/ Regie: Dani Levy | Produzent/Antragsteller: X-Filme Creative Pool GmbH, Berlin » Die Gabe | Dokumentarfilm, Kino | Buch/Regie: Andreas Geiger | Produzent/Antragsteller: EIKON Südwest GmbH, Stuttgart » Die Häschenschule | Kinder-Animationsfilm, Kino | Buch: Katja Grübel, Dagmar Rehbinder | Regie: Ute von MünchowPohl | Produzent/Antragsteller: Akkord Film Produktion GmbH – Niederlassung Südwest, Waiblingen » Die Neuerfindung der Welt | Dokumentarfilm-Serie, TV | Buch/Regie: Wilfried Hauke | Produzent/Antragsteller: EIKON Südwest GmbH, Stuttgart
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» Die Reise des Elefanten Soliman | Spielfilm, Kino/TV | Buch: Matthias Drescher, Juliette Alfonsi | Regie: Sandor Jesse | Produzent/Antragsteller: Studio 88 – Werbe- und Trickfilm GmbH, Baden-Baden » Dolores | Spielfilm, TV | Buch: Sebastian Feld | Regie: Michael Rösel | Produzent/ Antragsteller: Schwabenlandfilm GmbH, Dettingen an der Ems » Es ist nicht schön, dass wir hier sind (AT) | Dokumentarfilm, Kino | Buch/Regie: Simon Quack, Marco Kugel | Produzent/Antragsteller: Sein+Hain Film GmbH, Stuttgart » Fly, Rocket, Fly! | Dokumentarfilm, Kino/ TV | Buch/Regie: Oliver Schwehm | Produzent/Antragsteller: Lunabeach TV und Media GmbH, Hamburg » Fremde Tochter | Spielfilm, Kino/TV | Buch: Karsten Dahlem, Stephan Lacant | Regie: Stephan Lacant | Produzent/ Antragsteller: kurhaus production Film & Medien GmbH, Baden-Baden » Gottes Fröhlicher Partisan | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Peter Reichenbach | Produzent/Antragsteller: EIKON Südwest GmbH, Stutgart » Gotthard | Spielfilm, TV | Buch: Stefan Dähnert | Regie: Urs Egger | Produzent/ Antragsteller: MMC Zodiac GmbH, Köln » Guardian | Kurzfilm, Kino | Buch: Peer Gopfrich | Regie: Amir Reichart | Produzent/Antragsteller: East End Film GmbH, Stuttgart » Iron Sky 2 – The Coming Race | Spielfilm, Kino | Buch: Dalan Musson, Timo Vuorensola | Regie: Timo Vuorensola | Produzent/Antragsteller: 27 Film Production FFM GmbH, Frankfurt a. M. » Landgericht | Spielfilm, TV | Buch: Heide Schwochow | Regie: Matthias Glasner | Produzent/Antragsteller: UFA Fiction GmbH, Potsdam » Latte Igel und der Wasserstein | KinderAnimationsfilm, Kino | Buch: Andrea Deppert, Martin Behnke | Regie: Andrea Deppert | Produzent/Antragsteller: Eagle Eye Filmproduktion UG i. G., Stuttgart » Meine Schmusedecke | Kinder-Animationsserie, TV | Buch: Angela Steffen, Andrea Deppert | Regie: Angela Steffen | Produzent/Antragsteller: Studio Film Bilder GmbH, Stuttgart » Metal Train (AT) | Spielfilm, Kino | Buch: Axel Melzener, Heiko Burkardsmeier | Regie: Dominik Kuhn (»Dodokay«) | Produzent/Antragsteller: Niama Film GmbH, Stuttgart
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» Morris aus Amerika | Spielfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Chad Hartigan | Produzent/ Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart » New Orleans – Ten Years After | Dokumentarfilm, TV | Buch: Colin Escott | Regie: Ray Müller | Produzent/Antragsteller: Kick Film GmbH, München » Pälzisch im Abgang | TV-Serie | Buch: Markus B. Altmeyer | Regie: Matthias Schmidt | Produzent/Antragsteller: Teamwerk. Die Filmproduktion GmbH, Stuttgart » Radio Zohra | Spielfilm, Kino | Buch/ Regie: Carsten Unger | Produzent/Antragsteller: Gifted Films, Ludwigsburg | Produzent/Antragsteller: Gifted Films, Ludwigsburg » Ritter Rost 2 | Kinder-Animationsfilm, Kino | Buch: Marc Slater, Gabriele M. Walther | Regie: Thomas Bodenstein | Produzent/Antragsteller: Caligari Film und Fernsehproduktion GmbH, München » Ronald Jr. | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch/Regie: Agnes Lisa Wegner | Produzent/Antragsteller: Father & Sun Jörg Kundinger, Nürnberg » Schneeblind | Spielfilm, Kino/TV | Buch: Silke Morgenroth | Regie: Arto Sebastian | Produzent/Antragsteller: kurhaus production Film & Medien GmbH, Baden-Baden » St. Just and Heringen | Dokumentarfilm, Kino | Buch/Regie: Patrick Alan Banfield | Produzent/Antragsteller: neuzeit.tv GbR, Waghäusel » Tellplatz – Ein Dorf spielt Theater | Dokumentarfilm, TV | Buch: Anno Wilhelm, Christoph Holthof | Regie: Harold Wötzel | Produzent/Antragsteller: kurhaus production GbR, Baden Baden » The Lake | Spielfilm, Kino | Buch: Luc Besson, Richard Wenk | Produzent/Antragsteller: Studio Babelsberg, Potsdam » The Show Must Go On | Dokumentarfilm, Kino/TV | Buch: Uli Gaulke, Marc Pitzke | Regie: Uli Gaulke, Agnes Lisa Wegner | Produzent/Antragsteller: Achtung Panda! Media GmbH, Berlin » Was uns nicht umbringt | Spielfilm, Kino | Buch/Regie: Sandra Nettelbeck | Produzent/Antragsteller: Sommerhaus Filmproduktion GmbH i.G., Ludwigsburg » YouTalent | 3D-Dokumentarfilm, Kino/ TV | Buch/Regie: Pepe Danquart | Produzent/Antragsteller: Neue Bioskop Film Produktions & Vertriebs GmbH, München
MFG News
Kostenloser wöchentlicher MFG Newsletter | film.mfg.de/de/newsletter
» Zu nah am Tier – Die Erforschung des Clementer Commorsicamur | AnimationsKurzfilm, Kino | Buch/Regie: Manuel Kolip | Produzent/Antragsteller: Manuel Kolip, Karlsruhe
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Produktionsförderung Junger Dokumentarfilm
» Die Kunst des Loslassens | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Amon Barth | Produzent/Antragsteller: EIKON Südwest GmbH, Stuttgart » Herr Bürgermeister Leyla | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Asli Özarslan | Produzent/Antragsteller: Essence Film GmbH, Ludwigsburg » Nowa Amerika | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Kristof Kannegießer | Produzent/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart » Rain – Geschichten aus Myanmar | Dokumentarfilm, TV | Buch/Regie: Seng Mai | Produzent/Antragsteller: avindependens Film & TV GmbH, Ludwisburg
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Line Producer-Förderung
» Game of Thrones, Season 5 | TV-Serie | Buch/Regie: Diverse | Antragsteller: Mackevision Medien Design GmbH, Stuttgart » Shannara Chronicles | TV-Serie | Buch: Alfred Gough, Miles Millar | Regie: Jonathan Liebesman, James Marshall, Brad Turner, James Warn | Antragsteller: MTV NZ Ltd., Auckland, Neuseeland
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Postproduktionsförderung
» 183 Tage – Der Auschwitz-Prozess | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Janusch Kozminski | Produzent/Antragsteller: Verein für jüdische Medien und Kultur München e.V. » Bridge of Spies – Der Unterhändler | Spielfilm, Kino | Regie: Steven Spielberg | Produzent/Antragsteller: Studio Babelsberg, Potsdam » Democracy – Im Rausch der Daten | Dokumentarfilm, Kino | Regie: David Bernet | Produzent/Antragsteller: INDI Film GmbH, Stuttgart » Die Antrittsvorlesung | Doku-Fiction, Kino | Regie: Didi Danquart | Produzent/ Antragsteller: dd-filmproduktion GbR, Freiburg
» Eduard Zuckmayer – Ein Deutscher in der Türkei | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Barbara Trottnow | Produzent/Antragsteller: bt-medienproduktion Barbara Trottnow, Klein-Winterheim » Einsam. Dreisam. Gemeinsam (AT) | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Kerim Kortel | Produzent/Antragsteller: Artvid productions GbR, Konstanz » Elser – Er hätte die Welt verändert | Spielfilm, Kino | Regie: Oliver Hirschbiegel | Produzent/Antragsteller: Lucky Bird Pictures GmbH, München » Interference | Spielfilm, Kino | Regie: Christoph Lehmann | Produzent/Antragsteller: Zollernalb Film GmbH, Rosenfeld » Let the Wind Take Everything Away | Spielfilm, Kino | Regie: Sandra Bourdonnec | Produzent/Antragsteller: Cinezebra GmbH, Stuttgart » Little From The Fish Shop | Animationsfilm, Kino | Regie: Jan Balej | Produzent/ Antragsteller: Teamwerk. Die Filmproduktion GmbH, Stuttgart » Mannheim – Neurosen zwischen Rhein und Neckar | Spielfilm, Kino | Regie: Thomas Oberlies | Produzent/Antragsteller: Andrew Van Scoter und Daniel Morawek GbR, Mannheim » Mummenschanz | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Jutta Tränkle | Produzent/Antragsteller: traenklefilm – Jutta Tränkle, Bad Krozingen » Tripptychon | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Chris Schaal | Produzent/Antragsteller: Chris Schaal, Stuttgart » Umarmung. Tango im Schwarzwald (AT) | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Irene Schüller | Produzent/Antragsteller: Irene Schüller, Freiburg » Verfehlung | Spielfilm, Kino | Regie: Gerd Schneider | Produzent/Antragsteller: av medien penrose GmbH, Stuttgart
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Verleih- / Vertriebsförderung
» Baden-Württemberg von Oben | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Peter Bardehle | Antragsteller: Kinostar Filmverleih GmbH, Stuttgart » Blacktape | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Sékou Neblett | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » California City | Dokumentar-/Spielfilm, Kino | Regie: Bastian Günther | Antragsteller: Real Fiction Filmverleih e. K., Köln
MFG News
» Coconut Hero | Spielfilm, Kino | Regie: Florian Cossen | Antragsteller: Majestic Filmverleih GmbH, Berlin » Das Hotelzimmer | Spielfilm, Kino | Regie: Rudi Gaul | Antragsteller: kurhaus production Film & Medien GmbH, BadenBaden » Democracy – Im Rausch der Daten | Dokumentarfilm, Vertrieb | Regie: David Bernet | Antragsteller: farbfilm home entertainment GmbH & Co. KG, Berlin » Der Kleine Rabe Socke 2 – Das Große Rennen | Kinder-Animationsfilm, Kino | Regie: Sandor Jesse, Ute von MünchowPohl | Antragsteller: Universum Film GmbH, München » Elser – Er hätte die Welt verändert | Spielfilm, Kino | Regie: Oliver Hirschbiegel | Antragsteller: NFP marketing & distribution GmbH, Berlin » HalloHallo | Spielfilm, Kino | Regie: Maria Blom | Antragsteller: Kool Filmdistribution Amman & Isele GbR, Freiburg » Im Sommer wohnt er unten | Spielfilm, Kino | Regie: Tom Sommerlatte | Antragsteller: Kinostar Filmverleih GmbH, Stuttgart » Janis: Little Girl Blue | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Amy J. Berg | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Lilien im Winter – La Bohème am Kap | Spielfilm, Kino | Regie: Mark DornfordMay | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Much Loved | Spielfilm, Kino | Regie: Nabil Ayouch | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Mülheim-Texas – Helge Schneider hier und dort | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Andrea Roggon | Antragsteller: Piffl Medien GmbH, Berlin » Paraíso | Spielfilm, Kino | Regie: Mariana Chenillo | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Passion for Planet |Dokumentarfilm, Kino| Regie: Werner Schüssler | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » Polder – Tokyo Heidi | Spielfilm, Kino | Regie: Samuel Schwarz, Julian M. Grünthal | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Marcel Seehuber, Moritz Springer | Antragsteller: Drop-Out Cinema eG, Mannheim
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Delegationsreise des AMCRS zum American Film Market in Los Angeles AMCRS delegates to the American Film Market in Los Angeles
» Schmidts Katze | Spielfilm, Kino | Regie: Marc Schlegel | Antragsteller: MFA+ FilmDistribution Christian Meinke e. K., Regensburg » Song of my Mother – Klama Dayika Min | Spielfilm, Kino | Regie: Erol Mintas | Antragsteller: TAMAM Film Gurbet Erbulan, Mannheim » Stopping – Wie man die Welt anhält | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Bernhard Koch | Antragsteller: Bernhard Koch, Tübingen » Sture Böcke | Spielfilm, Kino | Regie: Grímur Hákonarson | Antragsteller: Arsenal Filmverleih GmbH, Tübingen » Täterätää! Die Kirche bleibt im Dorf 2 | Spielfilm, Kino | Regie: Ulrike Grote | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart » The Forecaster | Dokumentarfilm, Kino | Regie: Marcus Vetter, Karin Steinberger | Antragsteller: Farbfilm Verleih GmbH, Berlin » Trash Detective | Spielfilm, Kino | Regie: Maximilian Buck | Antragsteller: Camino Filmverleih GmbH, Stuttgart
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Weitere Maßnahmen (Auswahl)
Standortpräsentation Auftritte bzw. Unterstützungen Berlin | Cannes | Annecy | Lyon | Leipzig | Straßburg | Los Angeles| Solothurn | Locarno | Toulouse | Regionale Film Commissions | German Film Commissions | German Films | Landesfilmarchiv ∂
∂ Preisvergaben Thomas Strittmatter Preis während der Berlinale | Lotte Reiniger Förderpreis für Animationsfilm im Rahmen des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart | Siegfried Kracauer Preis für Filmkritik | Deutscher Dokumentarfilmpreis Ludwigsburg | MFG Star im Rahmen des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden | Kinoprogrammprämien | Verleihförderpreis im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen|Stuttgart
Professionalisierungsmaßnahmen Documentary Campus Masterschool | Drehbuchworkshop und weitere Maßnah∂
men (Studiopräsentationen, Work in Progress), Crazy Horse Session beim Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart | Drehbuchschulung »Sources« | éQuinoxe Germany Screenwriters’ Workshops | Stipendien Atelier Ludwigsburg-Paris | First Contact (Einstiegsberatung in die Filmbranche Baden-Württembergs) | Pre Fixe | Montagsseminare | Qualifizierungsmaßnahmen zur Begleitung der Schulkinowoche | Spotlight Forum | Qualifizierungsprogramm Moderation (HdM) | Festival-TV Tübingen | NaturVision Workshops Ludwigsburg Vernetzung, Fachtagungen Monatlicher Branchen-Jour Fixe | Dokville | Deutsch-Französisches Filmtreffen | Filmsymposium Mannheim | Initiativen der German Film Commissions | Cine-RegioTreffen | Animation Media Cluster Region Stuttgart | Kooperation mit Hessen | FMX | Netzwerk Kreativwirtschaft Baden-Württemberg | KINO-Kongress Baden-Baden | Mannheim Meeting Place | Film-Forum | Symposium »Quality Series« Ludwigsburg ∂
∂ Markterschließung »Marktplatz Drehbuch« beim Festival Max Ophüls Preis Saarbrücken | AFM Los Angeles | First Pitch | Rheinisches Koproduktionstreffen | Animation Production Day | Deutsche Oscar-Party Los Angeles ∂ Begleitende Vermarktungsmaßnahmen Verleihung Deutscher Kurzfilmpreis Ludwigsburg | Premieren | Präsentation MFGgeförderter Produktionen bei nationalen und internationalen Filmfestivals ∂ Sonstiges Forschungsprojekt »Remediate!« in Kooperation mit der LFK Baden-Württemberg, Akademie Schloss Solitude und Merz Akademie | Filmsammlung Baden-Württemberg
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FilmFactsSüdwest
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Short Cuts
zu 1 Mio. Euro beantragt werden. Einreichung bis 26. Mai, spätestens am ersten Drehtag.
EU-Fördergelder Antragsfristen 2016
Über 13 Mio. Euro Fördergelder hat die deutsche Film- und Gamesbranche 2015 aus dem EU-Programm Creative Europe MEDIA erhalten. Nun wurden zahlreiche neue Förderaufrufe veröffentlicht. ∂ Produzenten: bis 21. April bzw. 26. Mai Bis zum 21. April können Produzenten Projektentwicklungsförderung für Einzelprojekte beantragen. Sie wird als Pauschalbetrag gewährt: 25.000 Euro für Dokumentarfilme, 30.000 Euro bzw. 50.000 Euro für Spielfilme (Budget unter bzw. über 1,5 Mio. Euro, 60.000 Euro für Animationen. Drehbeginn darf frühestens acht Monate nach Antragstellung sein. Die TV-Produktionsförderung unterstützt jene Produktionen von TV-Filmen, Mehrteilern und Serien aller Genres, an denen mindestens drei Sender aus verschiedenen MEDIA-Mitgliedsländern per Vorverkauf oder Koproduktion beteiligt sind. Spiel- und Animationsfilme können bis zu 12,5 % des Produktionsbudgets erhalten (max. 500.000 Euro), Dokumentarfilme bis zu 20 % (max. 300.000 Euro). Für europäisch koproduzierte Serien mit Budgets ab 10 Mio. Euro kann bis
∂ Spieleentwicklung: bis 3. März Gamesentwickler können für die Entwicklung innovativer Spielekonzepte bis hin zum ersten spielbaren Prototyp zwischen 10.000 und 150.000 € (max. 50 % des Gesamtbudgets) beantragen. Eine narrative Erzählstruktur des Spiels ist unverzichtbar. Die erste spielbare Version darf frühestens acht Monate nach Antragstellung fertiggestellt werden. Einreichfrist: 3. März. ∂ Publikumsbildung: bis 3. März Die Förderlinie Audience Development unterstützt Initiativen, die europäische Filme breiten Publikumskreisen zugänglich machen. Sie umfasst die Aktionsbereiche Film Literacy (Projekte zur Verbesserung der Kooperation europäischer Filmvermittlungsinitiativen) und Audience Development (innovative Strategien zur Gewinnung neuen Kinopublikums für europäische Filme). Gefördert werden bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten. Einreichfrist: 3. März. ∂ Filmfestivals: bis 28. April Festivals mit Startdatum zwischen 1.11.2016 und 30.4.2017 können bis zum 28. April 2016
einen Förderantrag stellen. Mind. 70 % des Programms (alternativ 100 Lang- oder 400 Kurzfilme) muss aus Filmwerken aus mind. 15 MEDIA-Mitgliedsländern kommen. Filme aus dem eigenen Land dürfen max. 50 % des europäischen Programms ausmachen. Je nach Anzahl europäischer Filme werden 27.000 bis 75.000 Euro vergeben, für Kurzfilmfestivals 19.000 bis 33.000 Euro. ∂ Verleiher: bis 14. Juni Verleiher können »selektive Verleihförderung« für europäische, nicht-nationale Filme beantragen. Der Antrag muss eine vom Weltvertrieb koordinierte Gruppe von mind. sieben Verleihern aus verschiedenen MEDIALändern stellen. Die Förderung (2.800 bis 150.000 Euro) ist von der Anzahl der Kinos abhängig. Einreichfrist: 14. Juni. Weitere Infos: info@ced-muenchen.eu
Infotag auf der 66. Berlinale: 15. Februar Der Creative Europe MEDIA-Tag findet am 15. Februar im Ritz-Carlton/Berlin statt, im Fokus steht das Förderprogramm. Anschließen wird sich das European Film Forum zu aktuellen Film- und Medienthemen und ein Empfang der EU-Kommission anlässlich 25 Jahre MEDIA-Programm. www.creative-europe-desk.de
ANYTHING. ANYWHERE. ANY TIME.
A CLEAR VISION OF THE FUTURE Digital workflows have been standardized across our various facility sites and new synergies formed between different departments, with the benefits passed directly on to you – our customers. The declared aim of ARRI Media is to be a competent partner for filmmakers, creatively and technically in picture and sound postproduction services, as well as in production and worldwide distribution.
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Kino News
FilmFactsSüdwest
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Der Hauptpreis der Kinoprogrammprämien für das Kinojahr 2014 ging an das Krone-Theater – Preisverleihung im November 2015 mit Moderatorin Alexandra Staib, Prof. Carl Bergengruen, Preisträger Leopold Winterhalder und Staatssekretär Jürgen Walter
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Im Gespräch Leopold Winterhalder
Das Krone-Theater in Titisee-Neustadt, einer Stadt im Hochschwarzwald mit etwa 12.000 Einwohnern, wird seit 1999 von Leopold Winterhalder betrieben. Anfangs ein Kino mit einer Leinwand, wurde es 2003 um einen zweiten Saal erweitert. Mit der 2013 abgeschlossenen Digitalisierung beider Säle ist das Kino heute technisch auf dem neuesten Stand. Mit Preisen auf Bundes- und Landesebene für sein Programm ausgezeichnet – 2015 von der MFG Filmförderung mit dem Hauptpreis der Kinoprogrammprämien für das Kinojahr 2014 – gehört das Krone-Theater zu den profiliertesten Kinos im Südwesten. Wir haben mit Leopold Winterhalder gesprochen. FilmFacts Ihr Kino wurde kürzlich mit dem Hauptpreis für das beste Jahresfilmprogramm ausgezeichnet. Was unterscheidet das Krone-Theater von anderen Kinos? Leopold Winterhalder Wir sind kein PopcornKino von der Stange mit genormten Sälen und durchgestyltem Interieur. Uns zeichnet aus, dass wir ein vielfältiges Programm bieten: Wir zeigen Mainstream, meist zum Bundesstart, und schwerpunktmäßig europäische Filmkunst, wir zeigen sonntags OmUs, haben einen Kinderfilm des Monats im Programm und vieles mehr. Zudem laden wir einmal im Monat zum Frühstückskino ein. Ab und zu gibt es Stummfilmabende. Auch haben wir gern Filmemacher zu Gast im Krone-Theater. Wir gehen sehr flexibel auf Kundenwünsche ein, etwa können wir ein Schulkinoprogramm und Sondervorstellungen kurzfristig realisieren. Kurz: Uns zeichnet ein großes Filmangebot an aktuellen Filmen mit flexibler Programmgestaltung und Kundennähe aus.
Wie hat sich seit dem Start vor über 15 Jahren Ihre Arbeit als Kinobetreiber in einer Kleinstadt verändert? Winterhalder Anfangs als Nebenberuf geplant, hat sich mit der Erweiterung um einen zweite Saal – das Krönli – die Kinoarbeit bald zum Hauptberuf entwickelt. Der größte Einschnitt aber war die Digitalisierung. Wir erhalten Filme früher und können sie flexibler einsetzen. Negativ verändert hat sich das Umfeld: Leerstände in der Innenstadt und vor allem eine sinkende Zahl an gastronomischen Angeboten wirken sich negativ auf unsere Zuschauerzahlen aus. Leider lassen die räumlichen Gegebenheiten kein eigenes Angebot zu. FilmFacts
Was sind die Herausforderungen für ein Kino im ländlichen Raum? Winterhalder Der Einzugsbereich des KroneTheaters erstreckt sich zwar auf einen Umkreis von bis zu 40 Kilometern, die geringe Bevölkerungsdichte, wenig Ausbildungsund Arbeitsplätze für junge Menschen und wenig akademisch gebildete und damit filmkunstinteressierte Menschen führen aber dazu, dass die ins Programm genommene anspruchsvollere Filmkunst finanziell kaum mal ein Erfolg wird. Dazu kommt die hohe Mobilität der Menschen und die Anziehungskraft der größeren Städte. Mit nur zwei Sälen bin ich gezwungen, eine Auswahl zu treffen. Alles mal einsetzen und nach einer Woche absetzen, was nicht läuft, funktioniert in einem kleinen Kino auf dem Land nicht. Andererseits sitze ich sehr oft selbst an der Kinokasse, sodass ich im Gespräch mit meinem Publikum erfahre, was »angesagt« ist, und kann zugleich direkt die Aufmerksamkeit der Besucher auf die kommenden Filme unseres Programms lenken. FilmFacts
FilmFacts Sie erhalten jährlich Auszeichnungen für Ihr Filmprogramm. Wie wirken sich diese Anerkennungen aus … Winterhalder … die Außenwirkung ist enorm. Die Presse berichtet davon, man wird auf der Straße darauf angesprochen und unsere Besucher sind stolz auf »ihr« Kino. Sogar einen Kuchen bekam ich geschenkt …
… und wie werden Sie die Prämie, die mit dem Spitzenpreis der MFG verbunden ist, einsetzen? Winterhalder Die Prämie wurde in die Renovierung des Krone-Saals investiert, für jeden Besucher sichtbar. FilmFacts
FilmFacts Was wünschen Sie sich für Ihr Kino in den kommenden Jahren? Winterhalder Wenn man nichts ändert, bleibt nichts wie es ist – also, ich denke, dass ich wie in den vergangenen 15 Jahren auch in den nächsten Jahren das Programmangebot weiterentwickeln werde, um den Erlebnisort Kino in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Ein Rezeptbuch habe ich aber nicht …
Welche Maßnahmen planen Sie, um auch in Zukunft das Publikum für Ihr Kino zu begeistern? Winterhalder Es hat noch nie gereicht, montags Filme zu disponieren und dann zu hoffen, dass es jemand merkt. Besuche von Regisseuren, Filmreihen, Sonderveranstaltungen werden auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots sein. Neu entwickeln möchte ich den Einsatz von sogenanntem alternativem Content, der im Krone-Theater noch kaum vorhanden ist. Begeistern möchte ich meine Besucher aber nach wie vor mit guten Filmen, denn dafür kommen die Menschen ins Kino! FilmFacts
Herr Winterhalder, wir bedanken uns herzlich für den Einblick in Ihre Arbeit.
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FilmFactsSüdwest
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Schon wieder ein Traditionskino weniger Konstanzer Scala-Kino vor dem Aus?
Seit rund 60 Jahren steht das Scala-Kino mitten im Herzen der Stadt für ein engagiertes Programm. Mehrfach in den vergangenen Jahren wurde das kleine Kino mit seinen insgesamt 400 Sitzplätzen in drei Sälen für sein hochwertiges Programm von der MFG und vom BKM ausgezeichnet. Doch die Konkurrenz auf dem heimischen Kinomarkt ist groß, denn gegen das kommerzielle Filmangebot des nahegelegenen CineStar im Einkaufstempel Lago Shopping-Center kann das Scala wirtschaftlich auf Dauer nicht bestehen. Und so scheinen die Tage für das nicht nur bei Konstanzern beliebte Kino mit dem nostalgischen Charme der 50er-Jahre gezählt: Ende 2016 soll hier Schluss sein, denn die Besitzer der Immobilie wollen den Pachtvertrag mit dem Kinobetreiber nicht verlängern. Seitdem klar geworden ist, dass die Kulturstätte einem Drogeriemarkt – übrigens dem fünften in der Stadt – weichen soll, ist die Empörung groß. Die Kommerzialisierung der Konstanzer Innenstadt, so die allgemeine Kritik, schreite immer weiter voran und führe zu einer kulturellen Verödung in der größten Stadt am Bodensee. Das verurteilt auch der Konstanzer Theaterintendant Christoph Nix. Auf seine Initiative hin versammelten sich kürzlich viele ScalaFans zum Bürgergespräch. Man war sich einig: Gegen den kulturellen Kahlschlag müsse man auf die Barrikaden gehen, an-
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Kino News
sonsten verkomme das Konstanzer Stadtzentrum völlig zur Spielwiese profitorientierter Filialisten. Zwar stünde es um den Fortbestand des Scala nicht zum Besten, doch Nix gab dennoch die Devise aus: »Bevor die Baggerschaufeln nicht loslegen, ist es noch nicht zu spät, sich dagegen zu wehren.« Der gebürtige Konstanzer und Filmregisseur Douglas Wolfsperger sieht das ähnlich. Mit dem Scala verbinden ihn viele Jugenderinnerungen: »Oft großes Kino, eine Tüte Popcorn, ein Stück Heimat eben,« und etwas wehmütig schiebt er hinterher, »eine traurige Entwicklung, nicht nur in Konstanz.« Wolfsperger plant, die kommenden Monate im Scala dokumentarisch mit der Kamera zu begleiten – vermutlich bis zum allerletzten Vorhang. Holger Reile
KN
Haus für Film und Medien Stuttgart
Die Initiative für ein Haus für Film und Medien Stuttgart hat im Januar die 1. Planungsphase abgeschlossen und ausgewählte Vorzugsstandorte sowie mögliche Raumkonzepte, Best Practice-Modelle und Entwürfe einer Kommunikationsplattform gezeigt und erläutert. Die Standortsuche hat aus 62 untersuchten Orten sechs mit hoher Eignung hervorgebracht, die sich alle in der Innenstadt befinden. Vor Start der Phase 2 werden Kommunalpolitik und -verwaltung entscheiden, welche Standorte näher untersucht werden sollen. Nach Ende der Phase 3 soll voraussichtlich Mitte 2016 eine politische Grundsatzentscheidung über ein Filmund Medienhaus getroffen werden.
Kinostarts KN
18.02.2016 »Trash Detective«, Regie: Maximilian Buck 03.03.2016 »Das Tagebuch der Anne Frank«, Regie: Hans Steinbichler 10.03.2016 »Birnenkuchen mit Lavendel«, Regie: Eric Besnard | »No Land’s Song«, Regie: Ayat Najafi 24.03.2016 »Im Spinnwebhaus«, Regie: Mara Eibl-Eibesfeldt 05.05.2016 »Jonathan«, Regie: Piotr J. Lewandowski 02.06.2016 »Doktor Proktors Zeitbadewanne«, Regie: Arild Fröhlich 23. 06.2016 »Gott des Glücks«, Regie: Dito Tsintsadze
KINO 2016 19.–21. April – erstmals in Karlsruhe
Der nationale Filmtheaterkongress KINO vom 19. bis 21. April 2016 findet erstmals im Karlsruher Kongresszentrum statt. Das Programm steht unter dem thematischen Schwerpunkt Kino im Wandel der Zeit. Die Zukunft der Kinos hängt von verschiedenen Faktoren ab: Flexibilität der Branche, effiziente Ausnutzung der Besucherpotenziale und Profilierung der Kinos, aber auch der schnelle technische Wandel spielen eine große Rolle. Diese Faktoren werden die Diskussionen und Seminare bestimmen.
Verleihförderpreis: Vergine Efira in der Liebeskomödie »Le goût des merveilles« von Éric Besnard
Das Programm wird begleitet von einer Fachmesse, sie wird die gesamte Produktpalette rund ums Kino abdecken. Filmpräsentationen der Verleiher werden einen Ausblick auf kommende Filmstarts geben. www.forum-film.com/kino-2016.html
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Verleihförderpreis
Der Berliner Filmverleih Neue Visionen erhält den Verleihförderpreis für »Le goût des merveilles/Birnenkuchen mit Lavendel«. Éric Besnards Spielfilm bezauberte das Publikum der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart und wird ab 10. März in die deutschen Kinos kommen: Der sensible Eigenbrötler Pierre lebt in Louises Gegenwart auf, während sie alles versucht, ihn aus ihrem Leben herauszuhalten. Doch Pierre lässt sich nicht so einfach abschütteln … Der mit 20.000 Euro dotierte Verleihförderpreis – zu gleichen Teilen von UNIFRANCE und MFG Filmförderung Baden-Württemberg gestiftet – wurde bereits zum 17. Mal vergeben. Anliegen der Stifter ist es, dem französischen Film in Deutschland eine stärkere Präsenz zu ermöglichen.
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Kinoticker
Das ehrenamtlich betriebene Kino am
Kocher in Aalen feiert dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Sein 30-jähriges Jubiläum feierte das Kinderkino Gonzo! des Kommunalen Kinos in Esslingen. In Heidelberg wurde das 25-jährige Bestehen des Medienforums mit seinem Kommunalen Kino und seiner Kineskop Filmschule gefeiert.
Hot Spots
FilmFactsSüdwest
| 1–2016
| Februar February
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»Rettet Raffi!« – MFG fördert kreatives und wertvolles Kinderkino
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Festivals und Branchenevents im Südwesten
∂ 10. SchulKinoWoche
Baden-Württemberg | 10. bis 16. März Mit einer Auswahl pädagogisch wertvoller Filme leistet die SchulKinoWoche erneut einen herausragenden Beitrag zur Filmbildung. An zahlreichen Orten in BadenWürttemberg werden international bedeutsame Filmproduktionen unterschiedlichster Genres und Themen gezeigt. In Kooperation mit der LFK – Landesanstalt für Kommunikation unterstützt die MFG das filmpädagogische Begleitprogramm. MFG-geförderte Filme wie »Achtzehn – Wagnis Leben«, »Democracy – Im Rausch der Daten«, »Drachenmädchen«, »Elser – Er hätte die Welt verändert« (Foto), »Krabat«, »Pettersson und Findus: Kleiner Quälgeist – große Freundschaft« und »Rettet Raffi!« werden präsentiert und diskutiert. Online-Anmeldung und Begleitmaterial: http: // schulkinowoche-bw.de
∂ 23. Internationales KinderKinoFestival
Schwäbisch Gmünd | 17. bis 20. März Das KinderKinoFestival KiKiFe bietet ein anspruchsvolles Filmprogramm und ein medienpädagogisches Begleitprogramm: Aufführungen von Kinder- und Jugendfilmen aus dem In- und Ausland Produktion von Kurz- und Trickfilmen durch Kinder und Jugendliche unter Anleitung von Filmprofis und Medienpädagogen Begleitprogramm zu ausgewählten Filmen mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. KiKiFe wird maßgeblich gefördert von der LFK – Landesanstalt für Kommunikation und der MFG Baden-Württemberg. www.kikife.de ∂ Independent Days 16 | Film Festival
Karlsruhe | 30. März bis 3. April Knapp 1.200 Filmeinreichungen aus über 90 Ländern erreichten das Festivalbüro. Neben bekannten Filmnationen wie USA, Frankreich, UK und Deutschland sind u. a. auch Produktionen aus Ecuador, Bangladesch, Myanmar, Südafrika vertreten. www.independentdays.de
∂ 23. CineLatino | 13. CineEspañol
Tübingen/Stuttgart/Freiburg/Rottenburg | 13. bis 20. April In vier Städten werden besondere und aktuelle Filme anerkannter Regisseure als auch Arbeiten der jüngeren Generation Spaniens und Lateinamerikas zu sehen sein. Der traditionelle Länderschwerpunkt des Festivals widmet sich dem Filmland Mexiko, außer-
Im Programm der 10. SchulKinoWoche: »Elser – Er hätte die Welt verändert«
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Festivals and Industry Events in the Southwest
Spain and Latin America. The festival’s traditional country theme is dedicated to Mexican film, plus a thematic focus on human rights in Guatemala. www.filmtage-tuebingen.de/latino
∂ Independent Days 16|Film Festival
Karlsruhe | March 30 – April 3 The festival office received nearly 1200 submissions from over 90 countries, including the USA, France, the UK, and Germany, along with Ecuador, Bangladesch, Myanmar, and Südafrika. www.independentdays.de
∂ 23rd CineLatino | 13. CineEspañol
Tübingen/Stuttgart/Freiburg /Rottenburg April 13–20 The festival, spread out over four towns, features the latest films by renowned directors and the younger generation of filmmakers from
∂ 23rd International Festival of Animated Film
Stuttgart | April 26 – May 1 Visitors from around the world are expected in Stuttgart to attend one of the most important animated film events. The ITFS presents the gamut of the latest international animated moviemaking, with interfaces to architecture, art, design, and games. International directors, production studios, and distributors offer insights into their work. The focus of the festival is on artistic animation, innovative interactive, and transmedial works, as well as on promoting newcomers. Competitions offer prize monies
dem liegt ein thematischer Fokus auf der Menschenrechtslage in Guatemala. www.filmtage-tuebingen.de/latino
∂ 16. Freiburger SchülerFilmForum
Freiburg | 21. bis 23. April Einreichfrist: 20. Februar Das von einem Arbeitskreis junger Filmbegeisterter getragene SchülerFilmForum wartet mit zwei Neuerungen auf: Beim zum 7. Mal vergebenen Förderpreis Schulische Videoarbeiten werden die Einreichungen nach zwei Altersklassen bewertet, zudem werden erstmals bereits länger bestehende Schulprojekte und herausragende Filme ausgezeichnet. Mit Wettbewerb. Unterstützt wird das Nachwuchsfestival u. a. von der MFG. www.schuelerfilmforum.de
∂ 23. Internationales Trickfilm-Festival
Stuttgart | 26. April bis 1. Mai Besucher aus aller Welt werden zur weltweit bedeutenden Veranstaltung für Animationsfilm in Stuttgart erwartet. Das ITFS präsentiert die ganze Bandbreite des aktuellen internationalen Animationsfilmschaffens mit Schnittstellen zu Architektur, Kunst, Design und Games. International tätige Regisseure,
totaling 50,000 €. For the seventh time, the MFG will award the Lotte Reiniger Award to the best film school graduate film. Jointly with Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, the MFG endows the award for best student film. The MFG also funds the Local Hero Games Award. The games industry offers the region’s creative professionals a huge market potential; the award aims to promote the games scene in Baden-Württemberg and to develop innovative, quality games. This year the ITFS will focus on the Danish animation scene: filmmakers, studios, and film schools will be attending. The special program “Opera & Animation” will explore the relationships between these two art forms. www.itfs.de
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FilmFactsSüdwest
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| Februar February
Hot Spots
∂ FMX 2016 – Blending Realities
Lotte Reiniger Förderpreis für Animationsfilm 2015: »The Bigger Picture« The Lotte Reiniger Promotion Award for Animated Film 2015: “The Bigger Picture”
Produktionsstudios und Verleiher geben Einblick in ihre Arbeit. Im Zentrum des Festivals stehen der künstlerische Animationsfilm, innovative interaktive und transmediale Arbeiten sowie die Förderung junger Talente. In Wettbewerben werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro vergeben. Die MFG verleiht zum 7. Mal den Lotte Reiniger Förderpreis für den besten Abschlussfilm einer Filmschule sowie zusammen mit der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg den Preis für den besten Studentenfilm. Zudem stiftet die MFG den Local Hero Games Award. Der Spielemarkt bietet in der Kreativwirtschaft der Region große Potenziale – Ziel des Local Hero Games Award ist es, die Gamesszene in Baden-Württemberg weiter zu stärken und die Entwicklung qualitativ hochwertiger und innovativer Games zu fördern. Der diesjährige Länderfokus liegt auf Dänemarks Animationsszene. Filmemacher, Studios und Hochschulen werden zu Gast sein. Im Sonderprogramm Opera & Animation werden die Wechselbeziehungen dieser beiden Kunstformen ergründet.
Stuttgart | 26. bis 29. April Die FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Transmedia – ist ein internationaler Treffpunkt für ein konvergenzinteressiertes Fachpublikum, das sich in Präsentationen, Workshops, Diskussionen, im Ausstellerbereich, Recruiting und auf dem School Campus den aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Digital Entertainment widmet. Der Leitfaden der FMX 2016 ist das Thema Blending Realities – von VFX und Transmedia hin zu Augmented und Virtual Realities. Die von der Filmakademie Baden-Württemberg und dem Institut für Animation, Visuelle Effekte und Digitale Postproduktion organisierte Veranstaltung findet in Kooperation mit der Visual Effects Society, ACM Siggraph, Eurographics und dem World Building Institute statt. www.fmx.de
∂ 10. APD – Animation Production Day
Stuttgart | 28. und 29. April Der APD ist der bedeutendste auf Animationsprojekte spezialisierte Koproduktionsund Finanzierungsmarkt in Deutschland. Kern der Veranstaltung sind die individuell organisierten One-to-One-Meetings. Bei Producers for Co-Production am 28. April liegt der Fokus ganz auf der Herstellungsseite von Animation. Hier treffen sich Produzenten, Service-Produzenten, Gamesund Apps-Spezialisten u. a. Dienstleister, um Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Beim Finanzierungsmarkt am 29. April stellen Produzenten ihre ausgewählten Projekte Sendern, Vertrieben, Förderern und Investoren vor.
www.itfs.de
Die APD-Konferenz mit Vorträgen und Debatten zu aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche und verschiedene Networking-Veranstaltungen ergänzen das Programm. Eine zusätzliche Förderung erhält der APD u. a. auch durch die MFG Filmförderung, unter Beteiligung hiesiger Produzenten an internationalen Kooperationen, mit dem Ziel, die Region als Standort für die Animationsbranche zu stärken. Für die Teilnahme von Nachwuchsproduzenten bietet der APD spezielle Fördermöglichkeiten an. Bis zum 22. Februar können Projekte eingereicht werden. www.animationproductionday.de
∂ spotlight 2016
Stuttgart | 29. und 30. April Das Festival für Bewegtbildkommunikation beginnt traditionell mit der Bewertung der eingereichten Spots, am 2. Tag diskutieren im spotlight-Forum Top-Kreative der deutschen Werbebranche. Am Abschlussabend des Festivals mit Live-Publikumsabstimmung werden die Preise verliehen. Dem wachsenden Stellenwert der Animationsgenres und -techniken in der Werbung trägt die neue Wettbewerbskategorie Animated Com Rechnung. In der ebenfalls neuen Kategorie Trailer/Teaser/Trenner treten kreative Filme für TV-Sender und Kinofilme zum Wettbewerb an. www.spotlight-festival.de ∂ Dokville 2016
Ludwigsburg | 16. und 17. Juni Der vom Haus des Dokumentarfilms organisierte Branchentreff findet zum 12. Mal statt und richtet sich an Dokumentarfilmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. www.dokville.de Facebook.com/DokvilleBranchentreff
∂ FMX 2016—Blending Realities
∂ 10th APD—Animation Production Day
Stuttgart | April 26–29 The FMX—Conference on Animation, Effects, Games and Transmedia—is an international conference for professionals interested in convergence. The event features presentations, workshops, discussions, exhibitions, recruiting, trends and developments in digital entertainment. Motto of this year’s FMX is “Blending Realities—from VFX and Transmedia to Augmented and Virtual Realities.” The conference is organized by the Ludwigsburg-based Filmakademie Baden-Württemberg and the Institut für Animation, Visuelle Effekte und Digitale Postproduktion, in cooperation with the Visual Effects Society, ACM Siggraph, Eurographics, and the World Building Institute.
Stuttgart | April 28–29 APD is Germany’s most important conference on coproduction and financing for animation projects. At the core of this event are the individual one-on-one meetings. At Producers for Coproduction on April 28, the focus lies on the production side of animation. The event gathers producers, service producers, games and apps specialists, among other service providers, in order to explore potential opportunities for cooperation. At the financing market on April 29, producers introduce their projects to broadcasters, distributors, sponsors, and investors. The APD conference, featuring lectures and debates on current industry trends and challenges, along with various networking events supplement the main program. APD receives additional
www.fmx.de
funding through the MFG Filmförderung, with the participation of regional producers in international partnerships, with the goal of promoting the region’s animation industry. Young producers may apply for special funding opportunities through APD. Projects may be submitted by February 22. www.animationproductionday.de
∂ spotlight 2016
Stuttgart | April 29–30 The festival for moving pictures communication traditionally begins with the evaluation of submissions. On day 2, spotlight-FORUM hosts a panel discussion with top German advertising professionals. A live audience vote determines the winners at the final evening gala. www.spotlight-festival.de
www.ITFS.de