2010
1. Jahrgang
Deister-Spaß wege.ziele.tipps.termine
Redakteure stellen die besten Ausflugsziele vor
Deisteraner geben Insidertipps für Besucher
Foto: Wisentgehege
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Ihre Heimatzeitung täglich in HAZ und NP
Wir sehen uns!
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22.02.2010 16:44:15 Uhr
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Deister-Spaß: Einstieg
Liebe Leser,
Clemens Wlokas, stellvertretender Chefredakteur der Madsack Heimatzeitungen
was macht für Sie den Deister besonders? Für mich ist der Deister längst zur zweiten Heimat geworden: ein zauberhafter Flecken Erde, beruhigend und belebend zugleich, unspektakulär und dennoch facettenreich. Geprägt hat mich der Naturpark Obere Donau an der Südseite der Schwäbischen Alb. Ohne die bewaldeten Höhen des Deisters, die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Leine und Weser und die der Hektik Hannovers entrückte Sonnenseite der Springer Bucht hätte ich in der Tiefebene Norddeutschlands niemals Wurzeln geschlagen. Sie wollen den Deister für sich entdecken? Oder Sie wohnen sogar am Rande des Höhenzugs und wollen Ihre Heimat besser kennenlernen? Die Redakteure der Madsack Heimatzeitungen sind täglich für ihre Leser in
Impressum Der Deister-Spaß ist ein Projekt der Calenberger Zeitung, des Deister-Anzeigers und der Schaumburger Nachrichten. Verlag: MH Niedersachsen GmbH & Co. KG, Am Wallhof 1, 31535 Neustadt am Rübenberge (zugleich auch ladungsfähige Anschrift sämtlicher im Impressum genannten Personen) Verantwortliche Redakteure: Peter Taubald, Clemens Wlokas Projektleitung: Annett Wagenknecht Redaktion: Robin Jantos, Esther Kathmann Autoren: Andreas Kannegießer, Michael Hemme, Andreas Zimmer (siehe Seite 64) Produktion und Gestaltung: Siegfried Borgaes, Robin Jantos Dokumentation: Geesche Fandel, Frederic Henze, Melanie Hoenke, Marie Kewel Verantwortlich für den Anzeigenteil: Michael Willems Anzeigenberatung: Sina Engelking, Rolf Kupgisch, Annett Wagenknecht Druck: braunschweig-druck GmbH, Ernst-Böhme-Straße 20, 38112 Braunschweig Internetseite: www.deister-spass.de Für Anregungen und Hinweise erreichen Sie die Redaktion unter Telefon (0 50 32) 96 43 57, redaktion@deister-spass.de
der Deisterregion unterwegs. Sie haben für Sie die besten Tipps, die wichtigsten Wege und Ziele zusammengetragen und beschreiben, was einen Besuch lohnt. Für unsere Zeitungen ist uns die Beteiligung der Leser besonders wichtig. Deshalb unterstützen wir das Mitmachportal myheimat.de. Und natürlich gibt es auch beim Deister-Spaß eine Mitmachkomponente: Deisteraner verraten ihre Geheimtipps und sagen, was ihnen an ihrer Heimat besonders gefällt. Damit bin ich wieder bei der Frage vom Anfang: Was macht für Sie den Deister besonders? Schreiben Sie uns, was Sie Deisterbesuchern raten. Die besten Tipps drucken wir in der nächsten Ausgabe des Deister-Spaßes, pünktlich zum Saisonstart 2011. Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen – und wundervolle Momente im Deister.
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Der Deister
4 Deister-Spaß: Übersicht Richtung Wunstorf
Lüdersfeld
Hohnhorst B 442
A2
Bad Nenndorf
Waltringhausen Wichtringhausen
B 65
Bantorf
Großgolte
K
L 392
Ecke
Winninghausen
Algesdorf B 442
Hohenbostel
Rodenberg
Uhlenbruch
L 391
Barsinghausen Kirchdorf
Egestor
L 391
Apelen
Feggendorf
B 442
Richtung Obernkirchen
Lauenau
A2
Rodenberg
B 442
Blumenhagen
Nordmannsturm
Altenhagen II
Wennig
L 401
Nienstedt
Messenkamp
Anna
Waltershagen Richtung Bakede
Bad Nenndorf
Eimbeckhausen Luttringhausen
B 442
Bakede
Burgen und Schlösser, Steinkohleförderung, Heimatmuseen, Brauerei, Mineralbad und Kultur.
Schwefelquelle, Moor und Sole, Vogelpark am Krater, Nordic Walking, Therme und Kurpromenade.
Seiten 53 bis 57
Seiten 25 bis 31
Grafik: Siegfried Borgaes
Bad Münder
B 442
L 441
B 217
Richtung Hessisch Oldendorf
Deister-Spaß: Übersicht
Barsinghausen
Wennigsen Richtung Hannover B 65
Göxe
B 65
ern
erde
h
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Springe
B 217
K 240
Leveste
Bergbautradition und Besucherbergwerk, Kloster, L 401 Fußball, L 391Freilichtbühne, Kunst und Rittergüter.
Erlebnisweg Ronnenberg und SPDGeschichte, Wasserräder, Kloster, Sonnenuhr, Laves und Knigge. K 230
Redderse Seiten 32 bis 43
rf
Seiten 58 bis 63
Degersen
Wennigsen
L 391
gser Mark
Lemmie
Evestorf Waldkater
Wisentgehege und Jagdschloss, Altstadt, historische Kirchen, Bildung und Hochseilvergnügen.
K 228
Sorsum
L 389
Holtensen
L 390
Argestorf
Bredenbeck
Lüdersen
aturm Steinkrug
K 227
L 402
Bennigsen
B 217 L 450
Völksen
Springe K 212
K 212
Alvesrode
Seiten 44 bis 52
K 227
Richtung Hildesheim
Bad Münder Gestorf
K 216
Mittelrode Bockerode
K 213
Wisentgehege L 422 L 451
Altenhagen I
Heilquellen, historische Altstadt, Söltjer, Süntelbuchen, Spaziergänge und Nordic Walking.
Eldagsen
Seiten 17 bis 23
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6 Deister-Spaß: Ein Tag im Deister
Ein Tag im
Für Autofahrer
Das empfehlen die Redakt
Foto: Horst Schmiedchen (myheimat.de)
Von Andreas Kannegießer, Calenberger Zeitung Die Tour beginnt im Barsinghäuser Ortsteil Stemmen, der 1996 zum schönsten Dorf im Landkreis Hannover gekürt wurde. Wer am Rittergut parkt und ein paar Schritte den Stemmer Berg hinaufläuft, genießt eine fantastische Aussicht auf den westlichen Teil des Deisters. Über Göxe, Leveste und Langreder fahren wir auf den Deister zu. In Egestorf biegen wir in Richtung Nienstedt ab und fahren auf den Nienstedter Pass (Seite 23). Auf der Passhöhe bietet sich ein Abstecher zu Fuß zum Nordmannsturm (40) an – hin und zurück jeweils eine halbe Stunde. Weiter geht’s durch Nienstedt und auf gewundener Straße in Richtung Eimbeckhausen. Wir rollen in Richtung Egestorf am Süntel und weiter nach Bakede. Der Blick aus dem Sünteltal von Süden auf den Deister ist atemberaubend. Über Beber, Schmarrie, Hülsede und Pohle fahren wir nach Lauenau, wo sich in der Gaststätte Felsenkeller eine Mittagsrast anbietet. Über die L 420 führt die Tour nun zur Rodenberger Mühle an der Windmühlenstraße (53). Der Rückweg nach Stemmen führt über die Bundesstraßen 442 und 65.
Hessisch Oldendorf - Langenfeld Öffnungs zeiten: Sa., So., Feiertag (ganzjährig) 10 - 17 Uhr Mi. (nur April - Oktober)
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Für Wanderer Von Andreas Zimmer, Deister-Anzeiger Die 25-Kilometer-Tour beginnt am Bennigser Bahnhof. Durch die Feldmark und an der alten Glashütte vorbei ergibt sich im Hotel Steinkrug die erste Einkehrmöglichkeit. Auf dem Schwarzen Weg vorbei am Taternpfahl und auf dem Kammweg geht es weiter. Hartgesottene machen einen Abstecher zu den Wasserrädern (Seite 59), die anderen steuern den Annaturm (49) an. Auch der nächste Halt hinter dem Nienstedter Pass ist ein Turm: der Nordmannsturm (40). Frisch gestärkt bietet die Route dann die Reste der Heisterburg (56). Nach ihr ist der Weg Richtung Bantorf benannt. Wer dort nicht in die S-Bahn zurück steigen möchte, nähert sich Bad Nenndorf und geht auf den Aussichtsturm am Strutzberg (34). Für die meisten aber dürfte jetzt das Ausflugslokal Mooshütte attraktiver sein.
Tropfsteinhöhle im Weserbergland
Deister-Spaß: Ein Tag im Deister
m Deister
teure der Tageszeitungen
Für Radfahrer Von Michael Hemme, Calenberger Zeitung Auf rund 100 Kilometern ausgeschilderter Wege können Radfahrer das Land mit anderen Augen sehen. Buchenwälder, grüne Wiesen, weite Felder und verwunschene Wege: Der Deisterkreisel verbindet alle Anrainerorte. Sehenswürdigkeiten vom Wisentgehege (Seite 44) bis zum Wasserschloss in Hülsede (17) liegen auf der Rundstrecke. In Bredenbeck führt der Weg sogar mitten durch eine Scheune – wo gibt’s denn so was? Hartgesottene können den Kreisel an einem Tag schaffen. Jeder kann so weit fahren, wie er mag: Die Strecke ist in vier Abschnitte eingeteilt. Bei den Tourist-Informationen in Bad Münder und Bad Nenndorf können Übernachtungen und Gepäcktransfers in allen Streckenbereichen gebucht werden. Wichtig: Rücksicht auf Spaziergänger und die Natur nehmen.
Für Bahnfahrer Von Nina Lutz, Deister-Anzeiger Bad Nenndorf liegt malerisch zwischen den Gebirgszügen Deister und Bückeberge. Die Tour beginnt am Bahnhof des Kurortes. Von dort kann man mit den S-BahnLinien 1 und 2 einmal rund um den Deister fahren. In Bad Nenndorf lohnen sich ein Spaziergang im Kurpark (Seite 26) oder einige Stunden in der Landgrafentherme (27). Beides ist gut zu Fuß zu erreichen. Nur drei Stationen von Bad Nenndorf entfernt, liegt Barsinghausen mit seinem Kloster (35). Wennigsen heißt die nächste Deisterkommune. Wer sich für kunsthandwerkliche Arbeiten interessiert, ist dort im Spritzenhaus an der Hirtenstraße richtig (60). Über Weetzen, wo Bahnfahrer in die Linie 5 in Richtung Bad Münder umsteigen müssen, erreicht man Springe. Dort gelangt man über die Bahnhofstraße in die Innenstadt. Vor der schönen Fachwerkkulisse gibt es eine Stärkung in einem der Cafés am Marktplatz (45). Die Tour endet in Bad Münder. Dort liegt der Bahnhof außerhalb, Busse fahren in die Stadt. Die Fahrt lohnt sich, da die Kurstadt eine schöne Innenstadt zu bieten hat (18).
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8 Deister-Spaß: Der Deister
Über den Deister gehen Von Nord nach Süd ist er 21 Kilometer lang und an seiner höchsten Stelle 405 Meter hoch: der Deister. Aus der norddeutschen Tiefebene steigt der Höhenzug in Höhen, über die Alpinisten vielleicht nur schmunzeln. Für Hannoveraner ist der Große Deister aber der Hausberg und bei klarer Sicht schon von der Stadt aus zu sehen. Der südliche Fortsatz bei Springe ist mehr als nur ein kleiner Bruder. Mit Saupark und Wisentgehege ist der Kleine Deister bei den Besucherzahlen ganz groß. Wasser verbindet
Um den Deister herum liegen wie auf einer Halskette aufgereiht kleine Landstädtchen und verträumte Dörfer. Sie alle verbindet ein geschlossenes Waldgebiet mit kilometerlangen Wanderwegen und fantastischen Ausblicken in alle Himmelsrichtungen. Ein verbindendes Element ist aber auch das Wasser. Überall sprudelt und quellt es aus dem Deister heraus. Aus dem Schiefer des Galenbergs entspringen die Schwefelquellen Bad Nenndorfs, aus dem Mergel bei Bad Münder dessen Sole-, Eisen-, Bitterwasserund Schwefelquellen. Das Wappen der Stadt Springe Bad Münder
zeigt drei Quellen, die an der Deisterpforte zu Tage treten. In Bredenbeck und Wennigsen trieben die Bäche über viele Jahrhunderte die Wassermühlen an. Die Wennigser Wasserräder sind eine Miniaturausgabe davon und locken jedes Jahr Tausende Besucher zur Feldbergquelle. Kohle und Steine
Um den Deister kennenzulernen, lohnt ein Blick zurück: Vor 140 Millionen Jahren ist das heutige Niedersachsen größtenteils von Wasser bedeckt. Das Binnenmeer liegt in einem Becken und dümpelt irgendwo in den Tropen. Baumfarne und riesige Schachtelhalmgewächse lagern sich an den küstennahen Sümpfen ab. Die absterbenden Pflanzen bilden Torfschichten, die sich in Millionen von Jahren zu Steinkohle verfestigen. An den Wänden der Kohlegruben im Deister sind
heute Reste von Seeigeln und Muscheln zu sehen. Die ufernahen Sandflächen sind ebenfalls zu Stein geworden. Die Dinosaurierspuren aus den Rehburger Bergen am Steinhuder Meer stammen aus dieser Zeit. In den Steinbrüchen oberhalb Bredenbecks gibt es abseits des Hauptweges einige frei liegende Sandsteine, auf denen noch der Wellenschlag zu sehen ist, der vor Urzeiten über den Strand gestrichen ist. Mit den Sandsteinen von Deister, Süntel und Bückebergen wurden die kunstvollen Bauten der Weserrenaissance und die monumentalen Gebäude der Gründerzeit errichtet. Das Neue Rathaus in Hannover und der Reichstag in Berlin sind aus diesem Stein gebaut. Am Landheim der Leibnizschule Hannover in Nienstedt befinden sich am Parkplatz mehrere Felsblöcke. Infota-
Von Bad Münder nach Wennigsen: Der Deister im Querschnitt
Deister-Spaß: Der Deister
9
Foto: Michael Hemme
Blick vom Annaturm
feln geben einen guten Überblick über die Gesteinsbildung des Deisters und erläutern, was es dabei mit geologischen Namen wie Kimmeridge und Wealden auf sich hat.
350 m
300 m
250 m
200 m
Von Buchen und Frühblühern
Der fast horizontale Kamm des Deisters und die Ausläufer bei Springe und Bad Münder sind fast ausschließlich mit Rotbuchen bewachsen. Hier und da gibt es Fichten. Außerdem lockern Ahorn, Eiche und Lärche das Bild auf. Die Fichtenbestände sind bei dem Sturm Kyrill 2007 heftig zerzaust worden. Große Flächen wurden seitdem wieder aufgeforstet. Die Buchen bilden im Sommer ein dichtes Blätterdach. Dann fällt nur noch wenig Licht auf den Waldboden. Einige Pflanzen haben sich darauf eingestellt. Als Frühblüher recken sie sich zeitig im Jahr nach dem Licht, bevor Anfang Mai das Blätterdach über ihnen geschlossen wird.
Die Märzenbecherblüte gibt das Startsignal für die Frühjahrswanderungen. Ganze Teppiche der weißen Blüten ziehen die Wanderer auf den Kammweg. Leberblümchen und Lerchensporn sind weitere Frühjahrsboten. Der Deister ist ein Dorado für Botaniker. Sie können am Wegesrand seltene Pflanzen wie Seidelbast und Aaronstab sowie Orchideen wie Frauenschuh und Knabenkraut entdecken. Naturfreunde wissen, dass sie die Pflanzen weder abpflücken noch ausgraben dürfen. Einzige Ausnahme: Im Herbst locken die Pilze viele Wanderer in den Deister. Wer sich nicht auskennt, sollte sich einer geführten Pilztour mit erfahrenen Experten anschließen.
150 m Wennigsen
0,5 km 100 m
1 km
1,5 km
2 km
10 Deister-Spaß: Der Deister Alte Taufe
Wie auf einer Insel leben etwa 120 Stück Rotwild im Deister. Das größte frei lebende Säugetier in Deutschland muss sich seinen Platz gegen Spaziergänger und Radfahrer, Forstarbeiter und Jäger behaupten. Das Staatliche Forstamt Saupark hat einige Flächen zu Wildruhezonen erklärt und bittet Waldbesucher, diese zu respektieren. In freier Wildbahn sind die scheuen und vorsichtigen Hirsche nur selten zu Gesicht zu bekommen. Heimische Wildtiere lassen sich am besten im Wisentgehege am Kleinen Deister in Springe beobachten. Das Wolfstal bei Springe und die Ausflugsgaststätte Bärenhöhle in Barsinghausen-Egestorf erinnern nur noch dem Namen nach daran, dass auch große Raubtiere im Deister lebten, bevor der Mensch sie ausgerottet hat. Zumindest der Wolf ist aber wieder auf dem Vormarsch und hat schon die Lüneburger Heide und das südliche Weserbergland erreicht.
Foto: Michael Hemme
Hirsche brauchen Ruhe
Schaurige Geschichten
Auf dem Berg glaubte der Mensch früher, seinen Göttern näher zu sein. Auch für den Deister sind einige alte Kultplätze belegt. Sie liegen im Bereich des eigentlichen Deisters um die Alte Taufe. Der Name könnte von einem Gott Tuisto der heidnischen Germanen abgeleitet sein und wurde dann auf den gesamten Höhenzug übertragen. Die Alte Taufe ist ein Steinquader vier Kilometer nördlich
des Nienstedter Passes zwischen dem Nordmannsturm und dem Fernsehturm am Kammweg. Schaurige Geschichten ranken sich um den brusthohen Felsblock. In der runden Vertiefung auf dem Stein steht immer Wasser, selbst im trockensten Sommer. Nach einer Schlacht gegen die Franken im Süntel 782 sollen gefangene Franken auf diesem Stein geopfert worden sein. Der Sage nach ließ sich einer der siegreichen Sachsen mit Namen Lutter an dem Opferstein christ-
Foto: Michael Hemme
Märzenbecherblüte
Deister-Spaß: Der Deister 11 Auf dem Weg E 1
turm auf halbem Weg zum Parkplatz und zu der Passstraße an.
Foto: Michael Hemme
Der Berg als Grenze
lich taufen. Dennoch wurde das Gebiet regelrecht verteufelt. Für die wie hingeworfen wirkenden Steine rund um die Alte Taufe hat sich der Name Teufelskammer erhalten. Doch keine Angst: Die Alte Taufe ist ein lohnendes Ausflugsziel, das zu Fuß sowohl von Barsinghausen als auch vom Nienstedter Pass zu erreichen ist. Vier Kilometer müssen für eine Strecke aber eingerechnet werden. Zum Ausruhen bietet sich die Wegeschänke am Nordmanns-
Der Deister ist auch altes Grenzland. Auf dem Kamm fallen links und rechts des Weges immer wieder alte Grenzsteine mit verwitterten Wappen und Inschriften auf. Einige stammen aus dem 17. Jahrhundert. Wo heute die Region Hannover sowie die Landkreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont aneinanderstoßen, grenzten früher Fürstentümer und Grafschaften aneinander. Heimatforscher sehen darin auch einen Ursprung der Redensart „Über den Deister gehen“. Wer über den Deister ging, der war erst einmal weg – und kehrte vielleicht auch nicht wieder. Der Deister als Schicksalsgrenze ist in den allgemeinen Sprachgebrauch als Redewendung eingegangen. Über den Deister führen heute drei feste Straßen: Die Autobahn 2 mit den Abfahrten Bad Nenn-
Der Fernsehturm Für einen guten Fernsehempfang rund um den Deister sorgt der Fernsehturm auf dem Großen Hals oberhalb Barsinghausens. Die oberste Antenne des weithin sichtbaren Turms ragt 151 Meter über die Kammhöhe des Deisters. Zwischen Nienstedter Pass und Annaturm liegt die Radarstation der Deutschen Flugsicherung. Die Antennenanlage hilft bei der Kontrolle des Flugverkehrs über Deutschland.
dorf und Lauenau im Norden, die Landesstraße 401 zwischen Nienstedt und Egestorf sowie die Bundesstraße 217 nach Springe und Bad Münder. Die S-BahnLinien 1, 2 und 5 bieten verschiedene Möglichkeiten, den Deister von den Bahnhöfen aus zu erkunden. Wer bis Wennigsen fährt, kann beispielsweise über den Annaturm nach Springe wandern und dort wieder in die S-Bahn steigen. Darüber hinaus
Schicksale und Schmunzeleien: Die Gedenksteine im Deister Der Junker Christofer von Wettberg fand im Januar des Jahres 1583 einen unschönen Tod. Auf dem Taubenberg im Deister wurde der adelige Waldbesitzer von einem seiner eigenen Bäume erschlagen. Und noch immer erzählt die Inschrift des Junkersteins, der vor mehr als 400 Jahren am Unglücksort oberhalb Nettelredes aufgestellt wurde, von dem tragischen Unfall. Mehr als 100 solcher Gedenksteine gibt es im Deister. Sie halten die Erinnerung an Schicksale wach und geben auch zum Schmunzeln
Anlass. Im Springer Stadtforst erinnert ein kleines Monument an den verstorbenen Dackel eines Stadtförsters aus dem Jahre 1866. Auf dem höchsten Punkt des Deisters wurde im Dienst der Wissenschaft der Gauß-Stein aufgestellt. Der berühmte Mathematiker Carl Friedrich Gauß (1777 bis 1855) nahm von solchen Punkten aus die Landvermessung vor. Ein Jagdstein von 1841 zwischen Köllnischfeld und dem Ebersberg bescheinigt, dass an dieser Stelle der hannoversche König Ernst-August bei einer Jagd 32 Tiere erlegt hat.
Alle Gedenksteine im Deister hat der Hemminger Günther Klapproth erwandert und 2003 in seinem Buch „Gedenksteine im Deister“ (Landbuchverlag, Hannover) zusammengefasst.
12 Deister-Spaß: Der Deister den Umgang mit dem fahrenden Volk. Die Tetarn oder Zigeuner mussten dort so lange warten, bis sie die Erlaubnis von der Stadt Springe zum Weiterziehen bekamen. Vom Annaturm auf dem Bröhn erscheinen die Wanderer ganz klein, die auf dem Passweg zur Ausflugsgaststätte auf dem höchsten Punkt des Deisters unterwegs sind. Der Blick über den Baumwipfeln reicht nach Hannover und an manchen Tagen sogar bis zum Harz. Dort oben fühlt sich der Ausflügler frei. Grenzen spielen heute für die Waldbesucher keine Rolle mehr. Wer weiß schon, dass Turm und Toilette auf Springer Stadtgebiet stehen, die Gaststätte jedoch in Wennigsen. Die Anrainerkommunen Bad Münder, Bad Nenndorf, Barsinghausen, Rodenberg und Wennigsen ziehen immer
Steinkrüger Glasofen
Foto: Horst Schmiedchen (myheimat.de)
werden der Nienstedter Pass und weitere Ziele auch mit dem Linienbus angefahren. Im Deister gibt es unzählige Wanderrouten. Viele verlaufen auf alten Pfaden. Das Salz aus Bad Münder wurde früher in Kiepen auf dem Solpfad über Nienstedt nach Barsinghausen getragen. Die Münder Heerstraße führte zum Köllnischfeld, vom Parkplatz Laube hinunter nach Wennigsen und weiter nach Hannover. Mit dem Kohlebergbau kam ein Abzweig zum Steinkrug dazu. Der Schwarze Weg hat wegen der schwarzen Kohle diesen Namen. Am Steinkrug war die heutige B 217 die älteste befestigte Chaussee im Königreich Hannover. Die älteste und kürzeste Verbindung über den Deister führte aber von Argestorf nach Springe. Auf der Passhöhe erinnert noch der Taternpfahl an
mehr an einem Strang und treten bei der Tourismuswerbung geschlossen auf. In Planung ist bereits ein Panoramaweg, bei dem es nicht über, sondern um den Deister herum geht. Text: Michael Hemme, Calenberger Zeitung
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Deister-Spaß: Wandern 13
Zu Fuß über den Deister: Die schönsten Wege
Der Kansteinweg
In Hannover-Badenstedt beginnt der Kansteinweg. Er führt über Gehrden nach Wennigsen, von dort aus über den Deister und endet nach 87 Kilometern in Alfeld an der Leine. In drei bis vier Tagesetappen können Wanderer auf dem Kansteinweg die schönsten Seiten des WeserLeine-Berglands erkunden. Wer will, kann auch den mit einem „K“ markierten Weg von Wennigsen nach Springe laufen. Der mit einem Dreieck gekennzeichnete Weg taucht am Waldkater in den Wald ein und führt erst
langsam und dann doch recht steil zur Wöltjebuche. Auf der Springer Seite geht es dann auf der Jägerallee in die Stadt und auf der anderen Seite im Kleinen Deister weiter durch den Wald. Calenberger Weg
Wer Kultur und Geschichte sucht, der ist auf dem Calenberger Weg richtig. Dieser führt von Bad Nenndorf immer am Deisterrand entlang und berührt einige Sehenswürdigkeiten. Die Klöster Barsinghausen und Wennigsen liegen ebenso auf seinem Weg wie das königliche Forsthaus Georgsplatz an der Wennigser Mark. Am Wennigser Waldkater kreuzt der mit einem auf dem Kopf stehenden „T“ markierte Calenberger den Kansteinweg. Bei Argestorf führt der Calenberger Weg in den Deister und zweigt am Taternpfahl nach Völksen ab. Er endet an der Marienburg bei Pattensen.
Fast alle Wege führen zum Deister: Die Fernwanderwege Am Deister treffen mehrere Fernwanderwege zusammen. Betreut werden die Routen vom Hannoverschen Wander- und Gebirgsverein. Das Wegenetz reicht von der Südheide bis nach Hameln und von Nienburg bis an den Harz heran. Ein neues Projekt trägt den Namen „330 Sehmeilen“. Der Weg, mit dem Symbol „H“ gekennzeichnet, führt einmal um die Region Hannover herum. Hinzu kommen 800 Kilometer Fernwanderwege, die von dem seit 125 Jahren bestehenden Wan-
Wanderziele Foto: Michael Hemme
Wandern liegt voll im Trend: Der Deister bietet ideale Voraussetzungen für den Naturgenuss auf zwei Beinen. Viele der gut ausgeschilderten Routen und Ziele sind frei kombinierbar. Wenig bekannt sind die Fernwanderwege, die über den Deister führen.
derverein betreut werden. Die Markierungen an Pfählen und Bäumen werden regelmäßig erneuert. Jeder Weg ist an einem eigenen Symbol zu erkennen. Der Hannoversche Wander- und Gebirgsverein bietet regelmäßig Wanderungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden an. Über das Programm gibt die Internetseite der Wanderer Auskunft, die unter www.wandernhannover.de zu erreichen ist. Über Fernwanderwege wird auch unter www. wanderbares-deutschland.de informiert.
Längs über den Deister
Von Bennigsen nach Lauenau führt ein Weg, der einmal längs über den Deister ausgeschildert ist und der zunächst vom Steinkrug bis zur Wöltjebuche führt. Er wechselt dann auf die Westseite des Deisters über Köllnischfeld nach Nienstedt. Der Weg mit den zwei weißen Querbalken wird auch als Hügelgräberweg bezeichnet. Mehr als 90 bronzezeitliche Grabhügel sind allein zwischen Bennigsen und Nien-
14 Deister-Spaß: Wandern stedt bekannt. Eines dieser Gräber liegt an der Münder Heerstraße am Köllnischfeld und ist mit einem Holzschild markiert. Der Fernwanderweg E1
Der längste zusammenhängende Wanderweg in Europa ist der Fernwanderweg E1. Zwischen Bad Nenndorf und Springe folgt er dem Deister in voller Länge auf dem Hauptkamm. Der Europa-Fernwanderweg ist von Flensburg bis nach Genua voll ausgeschildert und soll später einmal vom Nordkap bis nach Sizilien verlaufen. Die Streckenführung im hohen Norden befindet sich derzeit noch im Aufbau. Erst an der dänisch-deutschen Grenze beginnt die Stammstrecke des E 1, deren Verlauf bereits 1929 geplant wurde. Der Weg ist in Deutschland mit dem Andreaskreuz, einem weißen „X“ auf schwarzem Grund, gekennzeichnet. In der Region Hannover erreicht der E 1 von Celle kommend Fuhrberg und führt weiter durch die
Wedemark. Über die Leine geht es mit einem Schlenker weiter zum Steinhuder Meer, von dort nach Bad Nenndorf und an der Cäcilienhöhe in den Deister. Dort beginnt die Drei-TürmeRoute: Den Anfang macht der Nordmannsturm bei Nienstedt (382 Meter). Das nächste Etappenziel auf dem Kammweg ist der Annaturm auf dem höchsten Punkt des Deisters (405 Meter). Am ehemaligen Forsthaus Köllnischfeld geht es weiter zum Springer Ebersberg. Der E 1 macht an der Deisterpforte einen weiten Bogen nach Bad Münder. Auf der gegenüberliegenden Seite werden beide Deister-Türme vom Süntelturm (437 Meter) getoppt, der vom Parkplatz Bergschmiede zu erwandern ist. Vom Süntel geht es über den Schweineberg vorbei nach Hameln. Europäischer Fernwanderweg E 1, Kompass Wanderführer, Deutscher Wanderverlag. „E 1 – Das Buch zum Weg. Zu Fuß von Flensburg zum Bodensee“, Karin Baseda-Maass, Verlag Bucher her, Hamburg.
Der Roswithaweg
Auf der Sonnenseite des Deisters verläuft der mit „R“ gekennzeichnete Roswithaweg. Er verbindet die Weserstadt Nienburg mit Bad Gandersheim. Auf dem Pilgerweg der „Hrotsvitha“, die um 938 geboren wurde, können Wanderer zwischen Nienstedt und Bad Münder vom Deisterrand ins Deister-Süntel-Tal schauen. Besonders geeignet ist die Ausflugsgaststätte Ziegenbuche mit Autoparkplatz in Bad Münder (An der Ziegenbuche 6) für einen kurzen Abstecher auf dem Roswithaweg. Von dort stößt der aus Richtung Nettelrede kommende Pilgerweg mit dem Europäischen Fernwanderweg 1 zusammen, der vom Köllnischfeld und Ebersberg nach Bad Münder führt. Oberhalb der Deisterpforte ist dieser schmale Fußweg besonders romantisch. In Höhe der Deisterpforte, am Großen Graben, weist das „R“ über die Brücke auf die andere Seite der Bundesstraße 217. Im Kleinen Deister führt der Roswithaweg zur Wolfsbuche und
Naturentdeckertouren: Lyrik mit dem Förster
Foto: Tourismus-Service Wennigsen
Mit seinen Naturentdeckertouren hat der Tourismus-Service in Wennigsen eine Nische besetzt, die bereits in anderen Kommunen Nachahmer findet. Die geführten Touren sind auf jeweils 25 Teilnehmer begrenzt. Allen gemein ist, dass sie in Kooperation mit einem Partner angeboten werden. Die Vogelstimmentour am 27. April wird am Kunsthandwerkerzentrum im Wennigser Spritzenhaus enden. Der Betriebsleiter der Kniggeschen Forstverwaltung in Bredenbeck, Ralf Schickhaus,
nimmt Wanderer am 5. Juni auf einen literarischen Waldspaziergang mit. Die lyrischen Texte stellt die Wennigserin Barbara Kies zusammen. Die Spuren des Wildes erläutert am 12. Juni Revierförster Thomas Seel-Schwarze. Beide Touren klingen mit einem Picknick im Wald aus. Angeboten werden auch Naturentdeckertouren zu den Themen Pilze und Beeren. Informationen gibt es im Internet auf www.reisebuero-cruising.de und telefonisch unter (0 51 03) 70 05 60.
Deister-Spaß: Wandern 15 Wanderwege im Deister
Bad Nenndorf
Göxe
Bantorf
Großgoltern K 240
L 392
Eckerde
Winninghausen B 442
Hohenbostel
Leveste
R
Uhlenbruch L 401
Rodenberg
Barsinghausen
Calenberger Weg
Langreder K 230
Redderse
Kirchdorf Feggendorf
Gehrden
L 391
L 391
A2
Kansteinweg
B 65
Waltringhausen Wichtringhausen
Egestorf
L 391
B 442
Degersen
Wennigsen
Sorsum
Lauenau L 401
B 442
L 391
L 389
Evestorf
Wennigser Mark
Blumenhagen
Nordmannsturm
Holtens
L 390
Argestorf
Altenhagen II Nienstedt
Messenkamp
Annaturm
Waltershagen
Kansteinweg
Bredenbeck
Steinkr
Roswithaweg E1 Fernwanderweg
Eimbeckhausen
Calenberger Weg
B 217
Nettelrede Völksen
Grafik: Siegfried Borgaes
Springe B 442 K 212
K 212
Alvesrode
Bad Münder L 441
Roswithaweg
E1 Fernwanderweg B 442
zum Ausflugslokal Salzburg bei Coppenbrügge. Marienau und der Ith-Kamm sind weitere Stationen auf dem Weg in Richtung Bad Gandersheim. Der Weg zur Alten Taufe
Der Parkplatz am Nienstedter Pass ist idealer Ausgangspunkt für große und kleine Wanderungen. Der Vorteil: Auf der Passhöhe in
K 213
B 217
277 Metern Höhe ist schon ein gutes Stück des Weges nach ganz oben geschafft. Auf dem Kammweg geht es in beide Richtungen noch einmal 100 Meter bergauf. Sowohl der Nordmannsturm als auch der Annaturm liegen rund zwei Kilometer vom Nienstedter Pass entfernt. Der Weg zur Wallmannhütte (offiziell SeelzerThurmer-Weg) ermöglicht einen abwechslungsreichen Rundweg über rund zehn Kilometer. Dazu
Wisentgehege L 451
folgt der Wanderer zunächst der Straße in Richtung Nienstedt. Nach rund 100 Metern liegt rechts ein kleinerer Parkplatz, von dem der Waldweg abzweigt. Hinter der Wallmannhütte taucht nach insgesamt drei Kilometern eine Felswand auf, zu der ein Pfad hinaufführt. Von oben gibt der Wald den Blick auf das verträumte Nienstedt frei. Auf dieser Route folgen Wanderer nun den Hinweisschildern zum
M
16 Deister-Spaß: Wandern
Der Söltjerweg
In Bad Münder ist ein Rundweg ausgeschildert, der (fast) genau der Grenze zu den Nachbarkommunen folgt. Der Rundweg ist insgesamt 56 Kilometer lang und trägt das SöltjerSymbol der Stadt. Der Einstieg in den Söltjerweg, der Deister und Süntel gleichermaßen berührt, ist von jedem Punkt aus möglich. Zwei Tipps für kleine Abstecher: von der Ziegenbuche am Deister über den Panoramaweg in den Talgrund. Am Ende des Tals führt links der Schäfersteig wieder hinauf. Der Forststraße in Richtung Ziegenbuche
Walterbachtal
Foto: Michael Hemme
Kammweg und zur Alten Taufe. Die alte germanische Opferstätte liegt etwa 30 Meter abseits des Weges. Von dort geht es auf dem Kammweg zurück zum Ausgangspunkt. Eine Stärkung gibt es auf halber Strecke in der Wegschänke am Nordmannsturm. Der Turm bietet ebenfalls eine tolle Aussicht, die für den langen Marsch mehr als entschädigt.
folgen, wo sich der Kreis nach etwa sechs Kilometern wieder schließt. Wer will, kann die Strecke auch verkürzen und nur den Panoramaweg laufen. Tipp 2: Durch das schönste Tal im Deister fließt der Walterbach. Von Nienstedt folgen Wanderer dem „S“ des Söltjerweges in das als Naturschutzgebiet ausgewiesene Tal, vorbei an grünen Wiesen und dem schaurig-schönen Hexenteich. Vor Eimbeckhausen zweigt ein Weg ab, der
Bärlauch Ob Kartoffel-Bärlauch-Gratin, Fettuccine mit Zucchini-Bärlauch-Soße oder einfaches Bärlauch-Pesto – die Rezeptvielfalt mit der bekannten Gemüse- und Gewürzpflanze wird immer größer. Im Deister zieht die Bärlauchsaison in jedem Jahr mehr Feinschmecker an. Waldbesucher dürfen ein Handsträußchen pflücken. Das Ausgraben der Knollen oder das großflächige Abschneiden der Blätter ist aber streng verboten. Ganze Teppiche des Waldknob-
lauchs stehen links und rechts der Jägerallee in Springe. Das Bärlauchfest im Energie- und Umweltzentrum lockt in jedem Jahr Hunderte Besucher ins Elmschebruch am Kleinen Deister. Von Pasta bis Puffer: Am 25. April 2010 dreht sich im Umweltzentrum alles um den Bärlauch. Der wilde Knoblauch kann bereits im Februar und März seine Blätter zeigen. Dann liegt mitunter eine Knoblauchwolke über dem Deister. Mit dem Beginn der Blüte im Mai endet auch die Erntezeit.
mit „W2“ ausgeschildert ist. Er führt am Schlepperdenkmal mit herrlicher Talsicht vorbei und über den Hasselberg nach etwa acht Kilometern zurück nach Nienstedt. Wanderhilfen
Einen Überblick über alle Wanderwege im Deister können sich Wanderer mit der Karte „Wandern im Deister“ der LGNNiedersachsen verschaffen. Das Amt für Landvermessung und Geobasisinformation hat eine Karte im Maßstab 1:25 000 herausgegeben. Einem Zentimeter auf der Karte entsprechen 250 Meter. Die Karte ist in den Touristinformationen der Deisteranrainer und im Buchhandel erhältlich. Über den Söltjerweg in Bad Münder informieren Heft und Karte, die beim TourismusService Bad Münder, Telefon (0 50 42) 92 98 04, erhältlich sind. Text: Michael Hemme, Calenberger Zeitung
Deister-Spaß: Bad Münder 17
Bad Münder liegt vielleicht hinter dem Deister – aber nicht hinter dem Mond. Die Kurstadt im Deister-Süntel-Tal ist umgeben von einer der schönsten Landschaften Niedersachsens. Einzigartig in Norddeutschland: Im Kurpark sprudeln gleich vier unterschiedliche Heilwasser aus den Quellen. Bad Münder besteht aus 16 Ortsteilen und zählt rund 19 000 Einwohner. Der Kur- und Landschaftspark
Die ersten Kurgäste kamen schon im Mittelalter. Am Fuße des Deisters sprudelte eine Heilquelle. Pilger strömten von weit her und beteten in der St.-Annen-Kirche für ihr Seelenheil. Die Kirche gibt es heute nicht mehr, Gäste kommen aber immer noch und besuchen den Kurpark und die historische Altstadt. Die Söltjer genannten Salzsieder mussten früher die schweren Salzsäcke über den
Deister schleppen. Heute sind die Kapuzenmänner das touristische Markenzeichen Bad Münders. Salz wird am Deister schon seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts nicht mehr gewonnen. Im Kur- und Landschaftspark können Besucher aber eine Prise Salz schnuppern. Am Gradierwerk rieselt die salzhaltige Sole über Schwarzdornzweige. Das Einatmen der salzhaltigen Luft tut den Bronchien gut. In der Wassertretstelle können Besucher im Kurpark die Abwehrkräfte weiter stärken. Müde Knochen werden im Kurmittelhaus wieder munter. In der Wandelhalle wird täglich Heilwasser zur Trinkkur ausgegeben. Sole, Schwefel, Bitterwasser (Magnesium) und Eisen stehen zur Auswahl. Im Kurmittelhaus befinden sich auch das Physikalische Therapie-Center (PTC) und das kleine Solebewegungsbad. Der Kurpark selbst ist 1997 um den 7,5 Hektar großen Landschaftspark mit mehr als 50 000 Bäumen und Sträuchern nach den Plänen eines Schweizer
Brunnen im Kurpark
Foto: Michael Hemme
Bad Münder
Landschaftsarchitekten erweitert worden. Am Kurparksee rekelt sich ein Drache am Ufer, das mit Tuffsteinen modelliert wurde. Kurpark Bad Münder, ganzjährig geöffnet, Kurmittelhaus mit Trinkbrunnen: montags bis freitags 9 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags 10 bis 12 Uhr, sonn- und feiertags 15 bis 17 Uhr (Mai bis Oktober); Eintritt frei. GeTour Touristinformation, Telefon (0 50 42) 92 98 04.
Ein bisschen Florenz am Deister spiegeln die Bauten der Weserrenaissance wider. Keine andere Region in Deutschland weist heute so viele Renaissancebauten auf wie das Weserbergland. Zwischen 1520 und 1620 entstanden in einer wirtschaftlichen Blütezeit Schlösser, Rathäuser, Gehöfte und andere Steinbauten, die mit ihren schmucken Renaissancefassaden noch heute begeistern. Die Straße der Weserrenaissance führt über 400 Kilometer zwischen Hannoversch Münden und Bremen zu unzähligen Bauten dieses Stils.
Von Hameln auf der Bundesstraße 217 kommend, gibt das Schloss Hasperde einen Eindruck von der Aufbruchstimmung, die nach dem düsteren Mittelalter geherrscht haben muss. Im Deister-Süntel-Tal folgt die Strecke dann der Bundesstraße 442. In Bad Münder lohnt ein Gang durch die historische Altstadt (Seite 18). In Lauenau wird Schloss Schwedesdorf in diese Epoche gerechnet (54). Zu den schönsten Wasserschlössern Norddeutschlands zählt das Schloss Hülsede. Der Ort am Süntel gehört wie Lauenau zu Rodenberg.
Foto: Michael Hemme
Die Straße der Weserrenaissance
18 Deister-Spaß: Bad Münder
Foto: Tourist-Information GeTour, Bad Münder
Durchatmen am Gradierwerk
Historische Altstadt und Kornhus
Die historische Altstadt von Bad Münder ist ein Juwel aus Fachwerk und Sandstein. An der engsten Stelle zwischen Deister und Süntel ist die Salzsiederstadt auf dem Rücken einer kleinen Erhebung im Tal errichtet worden. Nach mehrjähriger Renovierung erstrahlt der die Stadt überragende Turm der PetriPauli-Kirche wieder in neuem Glanz. Drumherum: malerische Gassen, der Hoppenmarkt und die Marktstraße mit dem Söltjerbrunnen. Die Kirche wird bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Der Kirchturm wurde 1529 errichtet, Teile des Fundaments sind noch
Deisteraner empfehlen Ich schlage vor, donnerstagvormittags in die Innenstadt von Bad Münder zu gehen: Dann ist Markt. Die historische Kulisse der alten Fachwerkhäuser gibt dem Treiben eine ganz besondere Atmosphäre. Anika John, Bad Münder
viel älter. Sein barockes Dach hat er erst gut 200 Jahre später erhalten. Die im klassizistischen Stil erbaute Kirche stammt aus dem Jahr 1839. Eines der bedeutendsten Gebäude der Stadt ist das Steinerne Haus, heute Kornhus. Es diente früher als Kornmagazin des Steinhofs, einem der noch verbliebenen Burghöfe Bad Münders. Das Kornhus wurde um 1560 als Wehrbau im Weserrenaissancestil errichtet. Zwischen dem Steinhof, dem Sitz der Verwaltung, und dem Büsingschen Adelshof können noch Reste der alten Stadtmauer bewundert werden. Typisch für Bad Münder sind die Ackerbürgerhäuser. Ihre Bewohner hatten zumeist eine kleine Landwirtschaft und betrieben ein Handwerk. Die Nachkommen dieser Reihebürger verfügen noch heute über den größten privaten Waldbesitz in Niedersachsen. Bad Münder, Altstadt, Fußgängerzone und verkehrsberuhigte Zonen.
Die Kellerstraße ist eine Museumsstraße
Eine Reise in die Vergangenheit der Stadt ist an der Kellerstraße
möglich, die vom Alten Rathaus abzweigt. An der Rückseite des Rathauses befindet sich das älteste Fachwerkhaus der Stadt von 1647. In dem Haus werden heute spanische Spezialitäten zubereitet. Gleich um die Ecke liegt der Wettbergsche Adelshof, in dem eines der vielschichtigsten Museen im Weser-LeineBergland untergebracht ist. Der örtliche Heimatbund informiert über die 1000-jährige Salzgeschichte ebenso wie über den Stuhlbau und die Glasfertigung im Deister-Süntel-Tal. Zudem gibt es immer wieder Sonderausstellungen, vom 11. April bis 12. November zum Thema Jugendstil. Vor zehn Jahren konnte der Heimatbund ebenfalls an der Kellerstraße ein altes Ackerbürgerhaus vor dem Verfall retten. In dem liebevoll restaurierten Fachwerkhaus lassen sich heute die Lebensgewohnheiten einer Handwerkerfamilie des 19. Jahrhunderts nachempfinden. An der Kellerstraße befinden sich außerdem die alten Arrestzellen der Stadt. Durch ein Fenster können Passanten in das Innere der Zelle schauen, die an der Rückseite des alten Rathauses liegen. Museum im Wettbergschen Adelshof,
Deister-Spaß: Bad Münder 19
Foto: Tourist-Information GeTour, Bad Münder
Söltjerbrunnen
Kellerstraße 13, sonntags von 15 bis 18 Uhr (April bis November), Eintritt frei. Sonderführungen auf Anfrage, Telefon (0 50 42) 5 22 76, Internet www.museum-bad-muender.de
Stadtführungen mit dem Söltjer und dem Süntelgeist
Bei den Stadtführungen hat der Besucher die freie Auswahl: Vom Kurpark aus werden abends Touren mit einer Nachtwächterin angeboten, die ihre Gäste mit Horn und Hellebarde stilecht empfängt. Geführte Rundgänge gibt es auch mit den Söltjern und dem Süntelgeist, einer schelmischen Sagenfigur. Geleitet von dem Söltjersymbol und unterstützt von Informationstafeln kann die Stadt auch allein oder mit Gästeführern erkundet werden. Nach der Renovierungspause steht jetzt auch wieder der Kirchturm bei den Führungen mit auf dem Programm. Stadtführungen klassisch: an jedem
Deisteraner empfehlen In unserem Ort lässt es sich gut entspannen. Als Relikt der Salzabbauzeit gibt es in Bad Münder vier Heilquellen. Wer hier ins Schwimmbad geht, badet immer im Heilwasser. Klaus Kork, Bad Münder ersten Sonnabend im Monat, 10 Uhr. Mit Nachtwächter: an jedem ersten Mittwoch im Monat, 20 Uhr. Mit Süntelgeistern: von März bis Oktober an jedem zweiten Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr. Geologischer Rundgang von März bis Oktober: an jedem zweiten Sonnabend im Monat. Jeweils ab Kurmittelhaus, Osterstraße 39. Informationen bei der GeTour Touristinformation im Kurmittelhaus, Telefon (0 50 42) 92 98 04, www.bad-muender.de
Aus Quellen schöpfen. Fünf Veranstaltungen mit „erfrischendem“ Programm Sonntag 25. – Freitag 30. April Glasfestival I Sonntag 2. Mai Quellenfest: Gesundheit und Wellness Samstag 3. Juli Quellen für Spiel und Spaß Samstag 11. / Sonntag 12. September Glasfestival II Samstag 25. / Sonntag 26. September Quellen für Gaumen und Genuß Gesamtprogramm: www.ab-in-die-mitte-2010.bad-muender.de
Seien Sie neugierig!
20 Deister-Spaß: Bad Münder
Ich leite Pilzexkursionen im Deister und die Vielfalt ist wirklich beeindruckend: Mehr als 1000 Arten wurden hier nachgewiesen, darunter auch einige von der Roten Liste. Michael Exner, Bad Münder Golfplatz
Zwischen Deister und Osterberg erstreckt sich eine sanftwellige Landschaft. Der Golfclub am Deister betreibt in diesem reizvollen Ambiente seine 18-Loch-Anlage. Drei kleine Resthöfe lockern den 70 Hektar großen Golfplatz auf. Häufig begleiten Schafe die Golfer und kommentieren mähend die Schläge. Von den Golfbahnen bietet sich ein weiter Panoramablick auf den Deister und die Stadt Bad Münder mit dem dahinter liegenden Süntel. Das idyllische Klubhaus Waldschlösschen ist auch für Nichtmitglieder geöffnet. Bad Münder, Zufahrt zum Waldschlöss-
Rohmelbad
chen von der Landesstraße 241, www. golfclub-deister.de
Minigolfanlage
Beim Minigolf ist alles etwas kleiner, aber nicht weniger faszinierend als beim Golf. Auf der Anlage des Deutschen MinigolfSport-Verbands am Kurpark in Bad Münder sind sogar schon Weltmeisterschaften ausgerichtet worden. Gespielt wird auf Eternit- und Filzbahnen. Der Sportclub (SC) Bad Münder verfügt über eine eigene Minigolfsparte. Im Bistro können Schläger ausgeliehen werden. Am Kurpark 5, Öffnungszeiten: Mai bis Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr und von November bis März täglich von 14 bis 18 Uhr.
Rohmelbad
Bad Münders Freibad ist ein echter Klassiker mit 50-Meter-Bahnen und einem FünfMeter-Sprungturm. Badegäste schwimmen in mineralhaltigem Quellwasser. Das großzügige Gelände in den Rohmelwiesen bietet im Sommer genügend Platz fürs Sonnenbaden, für
Foto: Stadt Bad Münder
Deisteraner empfehlen
Beachvolleyball und andere Freizeitvergnügen. Es gibt Extrabecken für Babys und Nichtschwimmer. Geöffnet ab Mitte Mai, Preise und Öffnungszeiten unter Telefon (0 50 42) 27 43.
Nordic-Walking-Strecken
Nordic Walking in Bad Münder bedeutet aktives Naturerleben auf vier verschiedenen Strecken. Stöcke können im Physikalischen Therapie-Center, Osterstraße 39, Telefon (0 50 42) 32 28 zum Preis von zwei Euro pro Tag ausgeliehen
Foto: Tourist-Information GeTour, Bad Münder
Golfclub am Deister
Deister-Spaß: Bad Münder 21
Foto: Deutsche Klinik
Deutsche Klinik
werden. Dort werden auch Kurse angeboten. Die Kliniken
In der Deutschen Klinik am Kurpark bekommen kinderlose Paare im Zentrum für Reproduktionsmedizin bei der Familienplanung weitergehende Unterstützung. Zwei weitere Kliniken der Stadt befinden sich am Deisterhang. Die Deister-WeserKlinik ist auf Verhaltensmedizin und Psychosomatik sowie auf Onkologie spezialisiert. Im Gesundheitszentrum Deisterallee der Arbeiterwohlfahrt befinden sich unter anderem eine Reha-
bilitationsklinik und ein Dialysezentrum. Sterben in Würde ermöglicht seit zwei Jahren das Hospiz der AWO-Gesundheitsdienste am Deister. Am DeisterBahnhof werden Unfallverletzte in der Rehabilitationsklinik des Friederikenstifts Hannover betreut. Informationen auf www.bad-muender.de
Wilhelm-GefellerBildungszentrum
Willy Brandt war schon da und auch Gerhard Schröder: Das Wilhelm-Gefeller-Bildungszentrum der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie,
Energie (IG BCE) schmiegt sich oberhalb der Kliniken an den Deisterhang. Dort befassen sich Betriebsräte, Vertrauensleute, Ortsgruppenfunktionäre und aktive Gewerkschaftsmitglieder mit der modernen Arbeitswelt. Neben Seminaren werden auch Tagungen, Konferenzen und Konzernseminare angeboten. Arbeitsschutz steht auf dem Lehrprogramm des Informationszentrums der Berufsgenossenschaften im Deisterhaus Weitblick. Der Baufinanzierer BHW unterhält am Panoramaweg ein Schulungsheim. Das Stuhlmuseum
Im Deister-Süntel-Tal hat es mehr als 100 große und kleine Stuhlfabriken gegeben. Übrig geblieben sind die heute weltweit tätigen Unternehmen Haworth in Bad Münder und Wilkhahn in Eimbeckhausen. In dem Stuhldorf, wie es heute noch genannt wird, hat sich ein Verein gegründet, in dem alte Handwerkskünste wie Drechseln, Flechten und Polstern vor dem Aussterben bewahrt und den Besuchern erläutert werden. Im Deutschen Stuhlmuseum
Es gibt sie noch - die guten Dinge:
Außergewöhnlicher Genuss und Qualität von kleinen Betrieben! Unser Angebot: Traditioneller Bauern- & Rohmilchkäse (Kuh-Ziege-Schaf), ausgesuchte Weine, Cidre, Champagner, Prosecco, schöne Öle, Balsamicos, Senfsorten, Konfitüren, Gebäck und Pasta. Außerdem bereiten wir Ihnen Käse-, Salami- oder Schinkenplatten für Ihre Feste. Unser besonderer Service: Gutscheine, Präsentkörbe und Käseseminare
Patrick Couvreur Lange Straße 15 • Bad Münder
Telefon 0 50 42 - 58 93 51
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22 Deister-Spaß: Bad Münder Stuhlmuseum
Deutsches Stuhlmuseum Eimbeckhausen, Fritz-Hahne-Straße 6, geöffnet jeweils am ersten Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 18 Uhr. Eintritt 2,50 Euro und acht Euro für Führung inklusive Kaffee und Kuchen. Außerhalb der Öffnungszeiten können Sonderführungen unter Telefon (0 50 42) 8 11 52 und 85 14 gebucht werden, www.stuhlmuseum.de
Auf dem Weg der Sinne
Der schönste Blick auf den Deister bietet sich von Bakede aus. Über einen Erlebnispfad geht es von der Siedlung Kessiehausen hoch zum Aussichtspunkt Benser Eichen. Von dort reicht der Blick von der Deisterpforte im Süden bis in Richtung Steinhuder Meer im Norden. Der Erlebnispfad ist in den Weg der Sinne integriert. Weitere Installationen, die die Sinne anregen, befinden sich im Ort selbst. Wege der Sinne, Bakede, ganzjährig geöffnet, Eintritt frei.
Foto: Stuhlmuseum
Eimbeckhausen werden Aufstieg und Fall der Holzindustrie in einem ehemaligen Fabrikgebäude dokumentiert.
Der Panoramaweg
Mese war an dieser Stelle von seinem Freund erschossen worden, weil dieser ihn versehentlich für ein Wildschwein hielt. „Hei grunzet as en Swin un is for en Swin erschaten“ heißt es dann auch auf der plattdeutschen Inschrift.
Auf die Sonnenseite des Deisters führt der Panoramaweg. Vom Gasthaus Ziegenbuche aus reicht der Blick bis ins Lipperland zum Kötherberg. Die beliebte Ausflugsgaststätte ist mit dem Auto über die Deisterallee zu erreichen. Von dort führt der Panoramaweg ohne große Höhenunterschiede am Waldrand entlang. Nach etwa zwei Kilometern taucht ein Stein auf, der an eine Tragödie erinnert. Curt
1000 Jahre ist das Dorf Nettelrede alt, und mitten in dem
Sie waren als Teufelsholz gebrandmarkt worden: Die Süntelbuchen (Fagus sylvatica suntalensis) – Baumwesen mit bizarrem Drehwuchs und Ästen, die Schleifen bilden. Die seltsam wirkende Form der Rotbuche kam früher auch im Deister vor. Die schönsten Exemplare stehen heute in Parks. Eine der prächtigsten Süntelbuchen steht vor dem Verwaltungsgebäude Steinhof in Bad Münder. Die größte und wohl auch älteste Süntelbuche ist im Volkspark in Lauenau, eine andere an der Wasserburg des Fleckens zu be-
staunen. In Bad Nenndorf besteht eine ganze Baumreihe oberhalb der Parkstraße aus Süntelbuchen. Frei wachsend gibt es im Deister nur wenige dieser Zick-Zack-Bäume, unter anderem auf dem zu Springe gehörenden Köllnischfeld und am Gasthaus Ziegenbuche in Bad Münder. Der Heimatbund Bad Münder betreut oberhalb von Nettelrede am Deister ein Süntelbuchenreservat mit knapp 100 Bäumen. Das eingezäunte Gelände kann nur bei Sonderführungen betreten werden.
Gasthaus Ziegenbuche, An der Ziegenbuche 6.
Die Hase-Kirchen
Foto: Karlheinz Schlüsche (myheimat.de)
Die Süntelbuchen
Deister-Spaß: Bad Münder 23
Foto: Michael Hemme
Am Panoramaweg
war mit seinem Bruder nach Amerika ausgewandert und hatte nach Jahren sein Heimatdorf am Deister wieder besucht. An die Auswandererfamilie erinnert auch der Tempsstein in der Verlängerung des Bergwegs oberhalb des Ortes. Vom Gedenkstein bietet sich ein Blick ins DeisterSüntel-Tal. Öffnungszeiten der Dionysiuskirche: meist nur zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen.
Ort am Deisterhang liegt die Sankt-Dionysius-Kirche. Von der mittelalterlichen Kirche steht nur noch der alte Wehrturm aus Natursteinen. In den Jahren 1862 bis 1864 ließ der bekannte hannoversche Baurat Conrad Wilhelm Hase das mittlerweile baufällige Gotteshaus abreißen. An seiner Stelle entstand eine neugotische Kirche. Von Hase stammt nicht nur die Marienburg bei Pattensen. Im DeisterSüntel-Tal sind die Volksschule in Bad Münder und die St.-Lukas-Kirche in Lauenau weitere Zeugnisse des Baumeisters. 1923 erhielt die Nettelreder Kirche eine neue Glocke. Bezahlt wurde sie von Gustav Temps. Er
Nienstedt: Die Perle im Deister
Umgeben von Wald liegt Nienstedt wie eine Perle im Deister. Durch den Ort führt die Landesstraße 401. Sie führt über den Nienstedter Pass auf 277 Metern Höhe über den Deister. Der Pass markiert auch die Grenze zwischen der Region Hannover und dem Landkreis Hameln-Pyrmont. Die Strecke ist bei Radsportlern sehr beliebt, weil es im Raum Hannover die längsten, höchsten und auch steilsten Strecken sind, die mit Rennrädern durchgängig befahrbar sind. Das gilt auch für Motorradfahrer, die sich am Parkplatz Nienstedter Pass treffen. Nach
Deisteraner empfehlen Sie ist ein sagenumwobener, mystischer Ort: die Teufelskammer in der Nähe des Nordmannturmes. Die Steinhöhle ist mit alten Schnitzereien verziert. Woher sie stammen, weiß keiner. Jochen Hemstedt, Bad Münder
Protesten der Anwohner ist jedoch die L 401 zwischen Nienstedt und Egestorf (Deister) an Sonn- und Feiertagen zwischen 6 und 22 Uhr für Motorräder gesperrt worden. Nienstedt gehört zwar politisch zu Bad Münder. Die Kapellengemeinde ist jedoch der Christuskirchengemeinde Egestorf auf der anderen Deister-Seite angegliedert. Die Leibnizschule Hannover unterhält in Nienstedt ein Schullandheim mit 65 Betten. Steil bergauf geht es aus dem Dorf hinauf zur Waldschänke Nordmannsturm (397 Meter). Durch das schönste Tal im Deister führt ein Weg am Walterbach entlang zum schaurig schönen Hexenteich. Text: Michael Hemme, Calenberger Zeitung
Hin und weg: Wichtige Fakten zu Bad Münder Einwohner: 18 360, davon 7733 in der Kernstadt. Wichtige Wirtschaftszweige: Gesundheitsstandort/Kliniken, Möbel- und Glasindustrie. Tourist-Information: GeTour GmbH, Hannoversche Straße 14a, 31848 Bad Münder, Telefon (0 50 42) 92 98 04, zu Fuß 15 Minuten vom Bahnhof. Anfahrt (Auto): über die Bundesstraße 217 (Hannover-Hameln) oder über die Autobahn 2 (Abfahrt Lauenau) und die Bundesstraße 442.
Zentrale Parkplätze: Kurmittelhaus am Kurpark (frei), Innenstadt: Parkplatz Wallstraße, Steinhof und Wermuth-Straße (Parkscheibe). Anfahrt (Bahn): S-Bahn 5. Ab Bahnhof fahren die Linien 10 und 15 des Nahverkehrs Hameln-Pyrmont. Zeiten erfragen unter Telefon (0 51 51) 78 89 88 oder auf www.oeffis.de Übernachtung: 236 000 jährlich Internetseite: www.bad-muender.de
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Deister-Spaß: Bad Nenndorf 25
Vom Badehaus zum Staatsbad: Schon seit mehr als 200 Jahren werden in Bad Nenndorf mit Moor, Sole und Schwefel beachtliche Heilerfolge erzielt. Am Galenberg, dem nördlichen Zipfel des Deisters, sprudelt eine der ergiebigsten Schwefelquellen in Europa.
Kurpromenade Foto: Kur- und Tourismusgesellschaft
Bad Nenndorf
Kurpromenade
Zwischen den Dörfern Groß und Klein Nenndorf trat der übelriechende Morast frei aus dem Boden. Der hessische Landgraf Wilhelm ließ 1772 als Erster den medizinischen Wert des sogenannten Teufelsdrecks untersuchen, denn das Dörfchen Nenndorf, in der Grafschaft Schaumburg gelegen, gehörte damals zu Hessen. Der beauftragte Brunnenmedikus aus Rinteln war begeistert und ließ ein Badehaus und das erste Logierhaus (heute Hotel Hannover) errichten. Der
Nenndorfer Gesundbrunnen zog schon bald prominente Gäste an den Deister. Der Berliner Hofarzt Dr. Christoph Wilhelm Hufeland sprach von Nenndorf „als einem der ersten Plätze unter den Heilquellen Deutschlands“. 1803 wurde aus dem Landgrafen Wilhelm ein Kurfürst. Standesgemäß ließ er sich ein Schlösschen errichten, das noch heute schnee-
Das Solewasser kommt aus 300 Metern Tiefe Die starke Thermal-SchwefelSole-Quelle wird aus etwa fünf Kilometern Entfernung über Rohrleitungen nach Bad Nenndorf geführt. Die Quelle wurde 1965 neu gebohrt, dicht neben der alten Solequelle, die ebenfalls nach Bad Nenndorf herübergeleitet wird. Die ThermalSchwefel-Sole-Quelle wird auch Neue Landgrafenquelle genannt und kommt aus einer Tiefe von rund 300 Metern. Es handelt sich um eine 21 Grad warme jod- und schwefelhaltige Thermalsole mit einem Schwefelgehalt von
etwa 140 Milligramm pro Liter und einem Solegehalt von 17 Prozent. Das Wasser kommt mit 21 Grad aus der Erde, daher gilt die Quelle als Thermalquelle. Sie zählt zu den stärksten Solen im europäischen Raum und zu den stärksten schwefelhaltigen Quellen in Mitteleuropa. Die Solequelle wird nur in verdünnter Form für Wannenbäder genutzt. Der Solegehalt ist so hoch, dass man in unverdünnter Form schlecht baden könnte, da der Körper nicht genug eintauchen würde.
weiß im Kurpark thront. Neben dem Schlösschen sind noch weitere Logierhäuser jener Epoche erhalten geblieben. Dazu zählen das Landgrafenhaus an der Kurpromenade und das Haus Kassel mit der Touristinformation und dem neuen Trinkbrunnen. 1866 wurde Nenndorf königlich-preußisches Heilbad. Beeindruckendes Zeugnis dieser Zeit ist das Große Badehaus von 1905/06. Kur- und Tourismusgesellschaft Bad Nenndorf, Touristinformation im Haus Kassel mit Trinkbrunnen, geöffnet montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie von Mai bis Oktober auch sonnabends von 9 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Telefon (0 57 23) 74 85 60.
König Lustik und die Moorbäder
Napoleons Bruder Jérome Bonaparte hatte von den Wunderdingen aus Nenndorf erfahren. Er war von seinem Bruder zum König von Westfalen ernannt worden, als er 1808 mit großem Gefolge an den Deister kam. Als „König Lustik“ blieb der sinnesfreudige Franzose den Nenn-
26 Deister-Spaß: Bad Nenndorf
Foto: Kur- und Tourismusgesellschaft
Süntelbuchen im Kurpark
dorfern in Erinnerung. Sein Verdienst liegt allerdings darin, dass er den heilsamen Dreiklang komplett machte. Der rheumakranke Herrscher führte zu Sole und Schwefel die Moorbäder ein, die er bei einem Ägyptenfeldzug kennengelernt hatte. In einem Brief an Napoleon schrieb er: „Wohlbehalten und vollständig genesen.“ Das Kürzel SMS steht demnach in Bad Nenndorf nicht für Kurzmitteilungen per Handy. SMS steht für Schwefel, Moor und Sole – die Heilschätze der Natur helfen bei Rheuma, Atemwegserkrankungen und Hautkrankheiten. Das Moor für die Bäder und Packungen stammt vom Steinhuder Meer und wird
Deisteraner empfehlen Egal, zu welcher Jahreszeit: Die Süntelbuchen sind einfach immer wunderschön. In der Süntelbuchenallee findet man circa 80 dieser verworren wachsenden Bäume. Renate Bredemeier, Rodenberg
zwischen Gartenkunst und offener Landschaft wandern. Schon 100 Jahre vorher hatte der Hessische Hofgärtner Georg Wilhelm Homburg den Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Er ließ 203 Gehölzarten und 33 verschiedene Rosen pflanzen. Kurpark, Bad Nenndorf, ganzjährig geöffnet, Eintritt frei.
Die Landgrafentherme
nach Geheimrezept mit Sole und Schwefel versetzt. Staatsbad Nenndorf, Informationen über Heilmittel, Kuren (auch für Selbstzahler) und Kliniken im Service-Center, Poststraße, Telefon (0 57 23) 70 26 39, www.staatsbadnenndorf.de
Der Märchengarten im Kurpark
Gleich an die Kurpromenade schließt sich der Kurpark am Fuße des Galenbergs an. Als historischer Garten besitzt das 35 Hektar große Gelände den Status eines Kulturdenkmals – und das zu Recht: Eine Allee mit rund 80 Süntelbuchen ist einzigartig in der Welt. Die wild verwachsenen Bäume geben dem Weg eine märchenhafte Aura. Kinder lieben die Kletterbäume wegen des Zick-Zack-Wuchses der Äste. Der preußische Brunnengärtner Carl Thon ließ diese Allee um 1890 anlegen, ebenso wie den Sonnengarten mit italienischem Flair. Er schuf auch ein grünes Band, mit dem der Kurpark über die Kugelahornallee mit dem Deister verbunden ist. Spaziergänger können auf diesem abwechslungsreichen Weg
Die Landgrafentherme ist ein echter Jungbrunnen. Im 33 Grad warmen Außenbecken lässt es sich selbst im Winter draußen gut aushalten – solange nur der Kopf aus dem warmen Wasser schaut. Der Wellnessbereich der Landgrafentherme kann sich sehen lassen. Geboten werden Hamam, Rhassoul und eine indianische LaStone-Massage. Das Pflegezeremoniell findet seinen Höhepunkt im aufgeheizten Dampfbad. Die Meersalzgrotte ist ein besonderes Kleinod. Für den Bau der Grotte wurden zwölf Tonnen Salz verwendet. Neu und einzigartig: In der Moorlounge werden Thermengäste von der Kraft der Erde verwöhnt. Saunagänger können beim Schwitzen Körper und Seele entspannen. Vier finnische Saunen, eine Galeriesauna, das römische Dampfbad und Bionarium bieten ausreichend Alternativen – stets eine Wohltat für Immunsystem, Kreislauf und Haut. Die beliebten Aufgüsse werden ab 9.15 Uhr nahezu zelebriert. Zusätzlich stehen Salzund Birkenreisig-Aufgüsse auf dem Programm. Landgrafentherme, Kurhausstraße 2, Öffnungszeiten Thermal-Solbad: montags bis sonntags von 7 bis 22 Uhr, Saunalandschaft 9 bis 22 Uhr, Erwachsene sieben Euro (Bad) bzw. bis 13,50 Euro (Sauna), Kinder bis 16 Jahre 4,50 bzw. 9,50 Euro.
Öffnungsz Mai - Sep eiten: tember tä Okt. - Apr glich 11 il Mittwoc 19 Uhr h bis Sonn tag: 14 19 Uhr
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28 Deister-Spaß: Bad Nenndorf
Foto: Kur- und Tourismusgesellschaft
Die hohe Mütze ist typisch für die Schaumburger Tracht
Agnes-Miegel-Haus
Die ostpreußische Schriftstellerin Agnes Miegel hat ihren Lebensabend in Bad Nenndorf verbracht. Das Agnes-MiegelHaus war von 1953 bis 1964 das Wohnhaus der wegen ihrer Nähe zu den Nationalsozialisten umstrittenen Dichterin. Heute befindet sich ein Literaturmuseum in dem Haus, das an Leben und Werk der Autorin erinnert. Nach ihrer Flucht aus Ostpreußen im Februar 1945
Die Nenndorfer Tracht ist zur Tracht des Jahres 2010 gekürt worden. Es handelt sich dabei um die Österten Tracht. Sie zeichnet sich durch die Beibehaltung alter Formen und Muster in den Stickereien und Schmuckbändern aus. Hauptmerkmal der Nenndorfer Tracht ist der rote Rock mit blauem Saumband. Auffällig sind auch die fast 15 Zentimeter hohe Mütze sowie die mit Perlen bestickten, beinahe bis zu den Kniekehlen hängenden Schleifenbänder.
Die Trachtengruppe Niendärsche Kaumelkers aus dem Ortsteil Horsten hält diese Tradition noch aufrecht. Eine ständige Ausstellung mit Trachten ist im Rodenberger Heimatmuseum zu sehen. In Bad Nenndorf werden regelmäßig verschiedene Führungen angeboten. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Stadtführung in traditioneller Schaumburger Tracht, die einmal monatlich sonnabends um 15 Uhr von der Touristinformation im Foyer der Wandelhalle aus startet.
kam sie zunächst auf Schloss Apelern bei der Familie von Münchhausen unter. 1948 zog sie nach Bad Nenndorf und wirkte dort bis zu ihrem Lebensende. Die Gemeinde, deren Ehrenbürgerin sie 1954 wurde, gewährte ihr ein lebenslanges Wohnrecht in dem Haus, das bald zum Anziehungspunkt für Freunde und Verehrer wurde. Zahlreiche Gedichte und Erzählungen entstanden dort. Nach ihrem Tod 1964 wurde das Haus von der 1969 gegründeten
Agnes-Miegel-Gesellschaft worben.
Foto: Landgrafentherme
Landgrafentherme
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Agnes-Miegel-Haus, Gedenkstätte und Museum, Agnes-MiegelPlatz 3, Telefon (0 57 23) 91 73 17, www.agnes-miegel-gesellschaft.de, geöffnet mittwochs 15 bis 17 Uhr, sonntags 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung. An jedem letzten Mittwoch im Monat ist ab 15.30 Uhr Lesestunde.
Vogelpark am Krater
Der Zoo am Bad Nenndorfer Krater ist nicht nur für Vogelliebhaber eine Attraktion. Viele einheimische Vögel sind dort zu bewundern. Der Bad Nenndorfer Werner Schulz erfüllte sich zusammen mit seiner Frau Lenchen einen Jugendtraum, als er 1967 das verwilderte Gelände an der Bundestraße 65 pachtete. Der Vogelpark ist ein privat betriebener und öffentlich zugänglicher, rund einen Hektar großer Park mit mehr als 500 Tieren. In etwa 50 Volieren werden heimische und exotische Vögel gezeigt. Einige zahme und zutrauliche Tiere bewegen sich frei auf dem Gelände. Dort leben Hühner, Enten, Reiher und Fasane.
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VERANSTALTUNGEN 2010 BAD NENNDORF 27. + 28. März „Gartenträume“ Ausstellung im Park und Moorwannenrennen
11. - 13. Juni „Fit is Fun“ Kurparklauf und Spiel & Spaß
27. - 29. August „Märchenhaftes Bad Nenndorf“ mit Lichterfest und Gourmetfestival
9. + 10. Oktober „Bauernmarkt“ Selbstgemachtes & Eingemachtes
9. - 12. Dezember „Weihnachtsmarkt Bad Nenndorf“
30 Deister-Spaß: Bad Nenndorf
Der Vogelpark ist täglich von 9 bis 18, im Winter bis 16 Uhr, geöffnet. Der Eintritt ist frei, Parkplätze und Toiletten sind vorhanden, Hunde werden nicht eingelassen.
Der Nenndorfer Krater
Der Krater am kleinen Vogelpark ist gar keiner. Das wusste schon Heimatdichter Hermann Löns. „Nicht Vulkan, sondern Neptun war sein Schöpfer“, notierte er nach einem Besuch. In dem wie aus Tuffsteinen gemauerten Ringwall trifft kalkgesättigtes Wasser auf eine undurchlässige Tonschicht. Seit Jahrtausenden dringt das aus dem Deister abfließende Wasser dort an die Oberfläche. Sobald das Wasser mit Luft in Berührung kommt, scheidet es den Kalk ab, der sich am Teichrand in Form eines Vulkankraters
Deisteraner empfehlen Als Wanderfan kann ich allen nur empfehlen, ihre Tour in Bad Nenndorf zu beginnen. Mich begeistert jedes mal wie liebevoll die Wanderpfade gepflegt sind. Marzena Scharmann, Gehrden
Kraterquelle
Foto: Kurverwaltung Bad Nenndorf
Besonders beliebt sind die Papageien und Beos, die mit den Besuchern „ins Gespräch“ kommen wollen. Auf dem Schornstein der früheren Moorgewinnungsanlage nisten seit 16 Jahren Störche, die auch im Winter nicht wegziehen. Kinder freuen sich über die Streicheltiere wie Ziegen, Schafe und Kaninchen. Seit 1993 wird die Arbeit durch den Förderverein Vogelpark am Krater Bad Nenndorf mit seinen rund 100 Mitgliedern unterstützt.
abgelagert hat. Diese einzigartige geologische Formation und ein benachbarter Quellbrunnen sind als Naturdenkmal seit vielen Jahrzehnten Anziehungspunkte für Wanderer und Kurgäste. Die konservierende Wirkung des sauerstoffarmen Kalkwassers brachte schon im 19. Jahrhundert Gäste auf die Idee, Blumengestecke im Quellbrunnen zu versenken, die ihr frisches Aussehen über Monate behielten. Generationen von Kurgästen haben Geldstücke in der Hoffnung auf baldige Genesung in den Brunnen geworfen. Krater, westlich von Bad Nenndorf und südlich der Bundesstraße 65, ganzjährig zu besuchen, kein Eintritt.
Nordic-Walking-Strecken
Nordic Walking ist kein Zauberwort mehr, seit der Ausdauersport von Menschen jeden Alters betrieben wird. Die Rheuma-Klinik Bad Nenndorf hat in Kooperation mit der Skigemeinschaft Nordschaumburg neue sportliche Maßstäbe gesetzt. Das
von der Sporthochschule Köln zertifizierte Streckennetz in Kurpark und Deister bietet ideale Voraussetzungen für diesen Sport. In Anlehnung an die Klassifizierung von Alpin-Ski-Pisten sind die Nordic-Walking-Strecken in Bad Nenndorf in blau, rot und schwarz eingeteilt. Der Einsteigerparcours beginnt im Kurpark. Auf der Runde über die Nenndorfer Höhe sind innerhalb von 3,3 Kilometern immerhin 56 Meter Höhendifferenz zu bewältigen. Die rote Strecke beginnt an der Cäcilienhöhe und sieht eine 6,1 Kilometer lange Distanz und 131 Höhenmeter vor. Wer diese absolviert, kommt unter anderem an der Teufelsbrücke vorbei. Die schwarze Strecke führt von der Cäcilienhöhe zur Kreuzbuche und zurück. Die 189 Höhenmeter auf 9,6 Kilometern Länge erfordern auf jeden Fall eine gute Kondition. Informationen bei der Skigemeinschaft Nordschaumburg, Telefon (0 51 05) 8 01 26. Laufstöcke können im Reha- und Fitnesscenter MediFit des Staatsbades
Deister-Spaß: Bad Nenndorf 31
Foto: Sascha Priesemann (myheimat.de)
Vogelpark am Krater
Nenndorf, Bahnhofstraße 8a (gegen Hinterlegung des Personalausweises oder 70 Euro Pfand) ausgeliehen werden. Geöffnet montags bis freitags von 8 bis 20.45 Uhr, sonnabends von 10 bis 14.30 Uhr, sonntags von 10 bis 13 Uhr.
Sterneküche in Riepen
Einen Michelin-Stern, vier Aral-Schlemmerlöffel und 16 Punkte im Gault Millau: Die Brüder Gehrke im Ortsteil Riepen haben es in der Hitliste der besten Restaurants Deutschlands ganz nach oben gebracht. Bereits 1993 wurde ihr La forge
erstmals die neue Nummer eins in Niedersachsen und damit das erfolgreichste Restaurant in der Geschichte Schaumburgs. Serviert werden nicht nur Menüs à la carte, sondern auch deftige Hausmannskost. Seit 1650 betreibt die Familie Gehrke eine Huf- und Wagenschmiede. August Gehrke gliederte 1895 eine Gaststätte an, die heute weit über die Grenzen Bad Nenndorfs bekannt ist. Schmiedegasthaus Gehrke, Ortsteil Riepen, Riepener Straße 21, Telefon (0 57 25) 9 44 10, www.schmiedegasthaus.de
Hofcafé Bruns
Im Ortsteil Hohnhorst können Besucher des Hofcafés Bruns regelmäßig beim Brotbacken zuschauen. Vor vier Jahren wurde auf der idyllischen Hofanlage im Ortskern ein Backhaus aus dem Kreis Nienburg originalgetreu wieder aufgebaut. Das kleine Fachwerkhaus stammt aus dem Jahre 1766 und fügt sich ideal in das Hofensemble mit Obstwiese und Bauerngarten ein. Hoferbin Gudrun Bruns lässt sich immer sonnabends beim Backen über die Schulter schauen. Gruppen bis zehn Personen können sich auch einen eigenen Backtag reservieren lassen, unter Anleitung den Teig kneten und und in den Ofen schieben. Der Besuch des Hofes lässt sich gut mit einem Spaziergang vom Deister aus kombinieren. Zurück geht es dann mit der SBahn über Haste oder Bad Nenndorf. Hofcafé Bruns, Hauptstraße 25, Hohnhorst, Telefon (0 57 23) 85 30, geöffnet täglich von 11 bis 19 Uhr (bis April mittwochs bis sonntags 14 bis 19 Uhr). Text: Michael Hemme, Calenberger Zeitung
Hin und weg: Wichtige Fakten zu Bad Nenndorf Einwohner: 17 000 in der Samtgemeinde, davon 10 600 in der Stadt Bad Nenndorf. Wichtiger Wirtschaftszweig: Gesundheitstourismus. Tourist-Information: Hauptstraße 4, Telefon (0 57 23) 74 85 60, zu Fuß zehn Minuten vom Bahnhof. Anfahrt (Auto): Autobahn 2, Abfahrt Bad Nenndorf, Bundesstraße 65.
Zentrale Parkplätze: am Thermalbad (mit Parkscheibe), Agnes-Miegel-Platz, Buchenallee (frei). Anfahrt (Bahn): S-Bahn-Linie 1, Bad Nenndorf und Haste, Regionalexpress HannoverBielefeld. Übernachtung: 252 000 jährlich Internetseite: www.badnenndorf.de
32 Deister-Spaß: Barsinghausen Im Besucherbergwerk
Dichte Wälder, weite Felder: Barsinghausen punktet bei Besuchern mit seiner schönen Lage am Nordhang des Deisters und der guten Verkehrsanbindung über die Autobahn und die SBahn-Deisterstrecke. Keimzelle der Stadt ist das vor fast 820 Jahren erstmals erwähnte Kloster. Über Jahrhunderte hinweg lebten die Barsinghäuser erst von der Steinhauerei und später vom Steinkohleabbau im Deister. Heute leben mehr als 34 000 Menschen in den 18 Ortschaften, die 1974 zur heutigen Stadt Barsinghausen zusammengeschlossen worden sind. Unter den Deister geh’n: Das Besucherbergwerk
Im Jahr 1957 ist die Ära des Barsinghäuser Steinkohlebergbaus mit der Schließung aller Schachtanlagen zu Ende gegangen. Das heutige Besucherbergwerk ist das Ergebnis einer großartigen Gemeinschaftsleistung auf ehrenamtlicher Basis: 13 Jahre lang – von 1986 bis 1999 – hat eine kleine Gruppe Freiwilliger den rund 1470 Meter
Deisteraner empfehlen Der Aufstieg auf dem Otto-Korn-Weg in Egestorf hoch zur Starkstromtrasse lohnt sich. Er wird mit einem weiten Blick auf unser schönes Calenberger Land belohnt. Förster Frank Nüsser, Egestorf
Foto: Jessika Zimmermann (myheimat.de)
Barsinghausen
langen Klosterstollen wieder geöffnet und technisch aufwendig hergerichtet. Heute legen die Besucher die eineinhalb Kilometer vom Stolleneingang bis zum Kohleflöz mit einer Grubenbahn zurück. Rund um das Flöz führt ein mehr als 500 Meter langer Rundweg über mehrere Ebenen und an den ehemaligen Abbaustrecken vorbei. Bohrmaschinen und Abbauhammer sind ebenso in Funktion zu sehen wie unterschiedliche Förderanlagen und Wasserräder. Das Besucherbergwerk hat keine festen Öffnungszeiten. Gruppen, Familien und Einzelpersonen müssen Termine für die Befahrung telefonisch absprechen. Alte Zeche GmbH, Hinterkampstraße 6, Telefon (0 51 05) 51 41 87 (werktags von 10 bis 12 Uhr); www.klosterstollen.de
Das Deister-Bergbaumuseum
Direkt neben dem Klosterstollen steht das historische Gebäudeensemble mit dem 750 Quadratmeter großen Zechensaal und der angrenzenden Waschkaue. Während der Zechensaal und die Waschkaue II als Räume für Veranstaltungen genutzt werden, wird in der Waschkaue
I seit Herbst 2005 eine Sonderschau gezeigt: „Energiegeladen – Wege der Deisterkohle“ heißt die Ausstellung, die mit Hilfe zahlreicher Exponate den gesamten Weg nachzeichnet, den die Deisterkohle früher genommen hat: vom Abbau unter Tage bis zum Abtransport mit der Bahn oder der Straßenbahnlinie 10, die von 1899 bis 1952 zwischen Hannover und Barsinghausen verkehrte. Alte Zeche, Hinterkampstraße 6, geöffnet dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene drei Euro, Jugendliche (14 bis 18 Jahre) zwei Euro, Kinder ab sechs Jahren ein Euro.
Die Deister-Kohlepfade
Mehrere Dutzend historischer Relikte des Steinkohlebergbaus sind noch heute im Deister zwischen Wennigsen, Bantorf und Lauenau zu finden. Die Mitglieder des Fördervereins für das Besucherbergwerk wollen die Erinnerung daran wachhalten und haben mit Sponsorenhilfe bisher fünf Kohlepfade ausgeschildert. Die Rundwege führen zu alten Stollen und anderen Überresten teilweise jahrhundertealter Bergbaukultur. An allen prägnanten
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34 Deister-Spaß: Barsinghausen
Deisteraner empfehlen
Schauplätzen sind Tafeln mit ausführlichen Informationen, alten Fotos und Hinweisen auf technische Hintergründe aufgestellt. Der erste Deister-Kohlepfad – vor knapp fünf Jahren eröffnet – ist mit fünf Kilometern zugleich der längste. Er beginnt auf dem Zechengelände am Klosterstollen. Der Rundweg berührt unter anderem das Gilde-Sporthotel mit der früheren Kohlenhalde und der Bergstraße als Kohlenweg, das ehemalige Klosterbergwerk am Forellenteich im Deister und den sogenannten Sammannstollen. Weitere besonders attraktive Kohlepfade führen vom Naturfreundehaus aus ins Bullerbachtal und vom Parkplatz am westlichen Ortsrand der Wennigser Mark aus ins alte Egestorfer Revier.
Foto: Jens Bähre (myheimat.de)
Für mich ist der Strutzbergturm im Deisterberg einen Wanderausflug wert. Der Turm ist 160 Jahre alt und hat eine Aussichtsplattform, von der man bis zum Steinhuder Meer schauen kann. Ilse Saile, Barsinghausen
Klosterkirche
Der Förderverein hat eine Broschüre mit einer Karte zu den Kohlepfaden oberhalb von Alt-Barsinghausen aufgelegt. Informationen gibt die Alte Zeche GmbH, Telefon (0 51 05) 51 41 87.
Der Zechenpark
Zur Gartenregion 2009 ist das Zechengelände mit der weithin sichtbaren Bergenhalde deutlich aufgewertet worden. Mehrere Wege führen nun auf den Haldenkegel hinauf. Besonders charakteristisch ist die steilste und zugleich direkteste Wegeverbindung: der mit roter Asche präparierte Bremsbergweg, der sich vom Parkplatz des Besucherbergwerks aus Richtung Westen den Hang hinaufzieht. Oben auf dem Haldenkegel bietet sich ein
beeindruckender Blick über das gesamte Deistervorland bis zum Stadtrand von Hannover. Am sogenannten Calenberger Blick liegt ein gewaltiger Sandstein, in den die Richtung und die Entfernung zu verschiedenen typischen Landmarken eingraviert sind. Eine Besonderheit auf dem Haldenkegel ist das Wohnzimmer im Freien, ein Kunstprojekt, das die Kunstschule Noa Noa gemeinsam mit Barsinghäuser Schülern realisiert hat. Die mit bunten Mosaiken und Kacheln verzierten Möbel des Zimmers laden Spaziergänger zu einer Pause in idyllischer Umgebung ein. Ebenfalls zur Gartenregion angelegt worden ist die Himmelstreppe, die an der Ostseite des Halden-
Deister-Spaß: Barsinghausen 35
kegels auf direktem Weg wieder hinabführt. Ausgangspunkt: Parkplatz des Besucherbergwerks, Hinterkampstraße 6 (Zufahrt auch von der Egestorfer Straße über den Conrad-Bühre-Weg möglich). Vom Bahnhof aus knapp zehn Minuten Fußweg.
Die Keimzelle der Stadt: Das Kloster Barsinghausen
Das von Graf Wedekind von Schwalenberg gestiftete Kloster Barsinghausen ist 1193 erstmals urkundlich erwähnt worden. Es ist damit das älteste der fünf im ehemaligen Fürstentum Calenberg gelegenen Frauenklöster. Im 30-jährigen Krieg weitgehend zerstört, wurden die Klostergebäude um 1700 wieder aufgebaut. Heute leben die Schwestern der Evangelischen
Kommunität im Kloster, einige Wohnungen sind frei vermietet. Die Klosterkirche ist eine der ältesten dreischiffigen Hallenkirchen in Niedersachsen. Das trutzig wirkende Gotteshaus ist in der ersten Häfte des 13. Jahrhunderts aus gelbem DeisterSandstein erbaut worden. Zu den Sehenswürdigkeiten im Inneren zählen die Grabplatte des Propstes Bodo aus der Zeit um 1200, aber auch die farbigen Glasfenster, die der Barsinghäuser Künstler Kurt Sohns vor etwa 45 Jahren für die Klosterkirche gestaltet hat. Kloster Barsinghausen, Bergamtstraße 8, Telefon (0 51 05) 6 19 38; Klosterführungen mittwochs ab 15 Uhr (März bis Oktober) oder nach telefonischer Vereinbarung; Jeden Donnerstag ab 18 Uhr Abendmahlgottesdienst im Andachtsraum Beth-El.
Aller guten Dinge
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Deisteraner empfehlen Im Naturfreundehaus können Familien prima Urlaub machen. Es liegt wunderschön im Bullerbachtal, ist Ausgangspunkt für Wanderungen und auch bis in die Innenstadt sind es nur 15 Minuten. Hans-Joachim Tilgner, Hohenbostel Das Rathaus war früher die Berginspektion
Die Stadt Barsinghausen hat zwei Rathäuser, aber nur eines ist sehenswert: die ehemalige Berginspektion an der Bergamt straße, nur wenige Meter entfernt vom Barsinghäuser Kloster. Das heute denkmalgeschützte
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38 Deister-Spaß: Barsinghausen
Die ältesten Wohnhäuser an der Altenhofstraße
Der früher dörfliche Charakter von Barsinghausen ist in der Innenstadt noch an der Altenhofstraße erhalten geblieben. Ein historisches Gebäudeensemble aus mehreren Fachwerkhäusern steht an der Westseite der Altenhofstraße zwischen der Schwarzenknechtstraße und der Einmündung der Glockenstraße. Die im Kern ältesten Häuser Altenhofstraße 13 und 15 stammen aus den Jahren 1737 und 1742. Die anderen Fachwerkgebäude sind überwiegend in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet worden. Die Deister-Freilichtbühne
Die Deister-Freilichtbühne verdankt ihre Existenz der Hartnäckigkeit des früheren Barsinghäuser Rektors Otto Backhaus. Er sorgte 1928 dafür, dass die Klosterkammer das Gelände eines ehemaligen Steinbruchs am
Rathaus
Foto: Stadt Barsinghausen
Fachwerkgebäude ist im Jahr 1682 errichtet worden und diente zunächst als Wohn- und Arbeitshaus des Klosterverwalters. In den Jahren um 1885 zog dann die Königliche Berginspektion in das Haus ein. Nach der Stilllegung des Kohlebergbaus in Barsinghausen übernahm 1962 die damalige Gemeinde Barsinghausen das Gebäude. Seit 1969 dient es als Rathaus. Fotografen haben den besten Blick auf das historische Gebäude vom gegenüberliegenden Ziegenteich aus. Mit der Wasserfläche im Vordergrund wirkt das Haus besonders malerisch.
Deisterrand zur Nutzung als Freilichttheater zur Verfügung stellte. 1931 wurde die Bühne mit einer Inszenierung über das Leben des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer eröffnet. Heute ist die Freilichtbühne als rühriger Verein mit mehr als 700 Mitgliedern organisiert. Jedes Jahr inszenieren die Laienschauspieler ein Kindertheaterstück und ein Stück für ein eher erwachsenes Publikum. 2009 haben rund 17 600 Besucher die Aufführun-
gen der Freilichtbühne gesehen. 2010 stehen der Schwank „Mein Mann, der fährt zur See“ und das Kinderstück „Simba – König der Löwen“ auf dem Spielplan. Die Freilichtbühne mit ihren rund 1000 Sitzplätzen wird inzwischen auch von anderen Veranstaltern gern genutzt. Zur Tradition geworden ist schon die jährliche, stets ausverkaufte Musical-Nacht auf der Waldbühne. Deister-Freilichtbühne, oberhalb der Ludwig-Jahn-Straße, Premieren: 8. Mai und
Die Steinhauerei hat Barsinghausen geprägt Der zweite Wirtschaftszweig neben dem Kohlebergbau, der Barsinghausen über Jahrhunderte hinweg geprägt hat, ist die Steinhauerei. Schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts, als die Klosterkirche entstand, muss es Steinbrüche im Deister oberhalb von Barsinghausen gegeben haben. Aus Deistersandstein sind unter anderem das Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge (1588), das Leineschloss (1638) und die Waterloosäule (1832) in Hannover erbaut worden. Die Barsinghäuser Steinhauer waren in einer Gilde organisiert
und hatten die strengen Zunftregeln des sogenannten Ehrbaren Handwerks zu befolgen. Die größten Steinbrüche befanden sich im Bereich der Alten Schütten, dort, wo heute die Schützengesellschaft von 1905 ihren Schießstand hat. Für die Zeit um 1750 sind dort acht einzelne Steinbrüche nachgewiesen, die vom Klosteramt jeweils an einen Steinhauermeister verpachtet wurden. Um 1830 haben nach Aufzeichnungen der Steinhauergilde etwa 140 Männer in den Barsinghäuser Steinbrüchen gearbeitet.
Deister-Spaß: Barsinghausen 39 Deister-Freilichtbühne
Ich habe ihn KyrillRundweg getauft: Wer sich vor der Zufahrt zur Freilichtbühne nach links wendet, an den Sportplätzen vorbeigeht und die nächste Abzweigung links nimmt, erkennt, wo der Orkan gewütet hat. Waltraud Rudolf, Barsinghausen
Foto: Kurt Lattmann (myheimat.de)
23. Mai (Kinderstück); Tickets acht Euro, ermäßigt sechs Euro sowie sieben und vier Euro (Kinderstück); Informationen unter Telefon (0 51 05) 51 44 45.
Sportschule und Sporthotel des Fußballverbandes
Der Schwerpunkt des niedersächsischen Fußballsports liegt eindeutig in Barsinghausen. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) unterhält in der Stadt am Deister nicht nur seine Hauptverwaltung, sondern auch eine international renommierte Sportschule und das verbandseigene Sporthotel Fuchsbachtal. Fußballer aller Leistungsstufen beziehen am Deister ihre Trai-
Deisteraner empfehlen
ningslager oder lassen sich in Lehrgängen weiterbilden. 2006 war das Sporthotel während der Fußballweltmeisterschaft das Quartier der polnischen Nationalelf. Auch die deutsche Fußballnationalmannschaft gehört zu den regelmäßigen Gästen im idyllisch gelegenen Fuchsbachtal direkt am Waldrand. Ein Teil der Anlagen des Fußballverbandes ist auch öffentlich nutzbar – so etwa der 2009 fertiggestellte neue Fitness- und Wellnessbereich der Sportschule. NFV-Sportschule, Mozartweg 1, Telefon (0 51 05) 7 51 85; Sporthotel Fuchsbachtal, Bergstraße 54, Telefon (0 51 05) 77 60.
Wegzeichen und Kunstwerke in der Innenstadt
Besonders der Schaumburger Steinbildhauer Peter Lechelt hat in der Barsinghäuser Innenstadt seine künstlerischen Spuren hinterlassen. Lechelt hatte von 1992 an ein 18-monatiges Stipendium als Barsinghäuser Klosterkünstler. In dieser Zeit lebte er in einer Wohnung im Kloster und arbeitete in einem Atelier im Zechensaal. Sein Hauptwerk aus dieser Zeit sind die vier steinernen Wegzeichen, die den Weg vom Bahnhof über die Bahnhofstraße und die Deisterstraße zur Deister-Freilichtbühne markieren. Lechelt hat aus Sandstein die vier Figuren „Papageno“, „Papagena“, „Tra-
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Stadtsparkasse Barsinghausen
40 Deister-Spaß: Barsinghausen
Deisteraner empfehlen
gödie“ und „Tragikomödie“ gemeißelt. Weitere Lechelt-Plastiken markieren den westlichen Eingang der Fußgängerzone von der Rehrbrinkstraße aus. Mit seinen Arbeiten vielfältig präsent im Stadtbild ist auch der Barsinghäuser Eisenplastiker Hannes Meinhard. Seine Kreuzskulptur an der Klostermauer zwischen Kloster und Rathaus lädt Passanten zum Betrachten ein. Eine Stele von Meinhard steht an der Deisterstraße vor der Seitenfassade der Stadtsparkasse. Zwei Großplastiken des Künstlers stehen als Leihgaben vor den beiden städtischen
Foto: Stadt Barsinghausen
Lust auf eine Schnitzeljagd der etwas anderen Art? Da kann ich nur Geocaching empfehlen. Im Deister finden sich jede Menge Verstecke, die man mit einem GPS-Gerät aufspüren kann. Olaf Pfeiffer, Barsinghausen
Kreuzskulptur an der Klostermauer
Schulzentren: die „Pflugscharstele“ vor dem Schulzentrum Am Spalterhals und die „Zechengrubenbank“ vor der Goetheschule an der Goethestraße.
Im Barsinghäuser Stadtgebiet gibt es neun Rittergüter. Besucher sind beeindruckt von der jahrhundertealten Bausubstanz der stilistisch völlig unterschiedli-
chen Herrenhäuser. Einige Gutsbesitzer sind in den vergangenen Jahren dazu übergegangen, ihre Anwesen für die Öffentlichkeit zu öffnen. Auf dem Rittergut Großgoltern etwa ist eine große Veranstaltungshalle entstanden. Außerdem sind Kunsthandwerker und eine Kunstgalerie in die ehemaligen Wirtschaftsgebäude eingezogen. Auch das Rittergut Wichtringhausen verfügt über eine große Veranstaltungshalle, außerdem können Gäste in einer Weinprobierstube die Rheingau-
Der Nordmannsturm auf dem Deisterkamm ist von Barsinghausen aus eines der beliebtesten Ausflugsziele für Wanderer. Das markante Bauwerk wurde 1862 von dem Rintelner Maurer- und Steinhauermeister Constantin Nordmann errichtet, der selbst ein leidenschaftlicher Wanderer war. Der 19 Meter hohe Turm ist über 76 Stufen zu erklimmen. Von der Plattform aus werden Wanderer bei klarem Wetter mit einer weiten Aussicht belohnt. Formal befindet sich der Turm seit zehn Jahren im Eigentum der Stadt Bad Münder.
Ein Förderverein, in dem mehrere Deisterkommunen und Tourismusverbände zusammengeschlossen sind, sorgt für die Bauunterhaltung und für Investitionen. Die Gaststätte im Nordmannsturm ist an die Familie Steinhoff verpachtet. Die Gaststätte ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Von Kirchdorf (Am Spalterhals) aus dauert die Wanderung zum Nordmannsturm etwa eine Stunde, schneller geht’s vom Parkplatz am Nienstedter Pass aus.
Anziehungspunkt: Die Barsinghäuser Rittergüter
Foto: Tourist-Information GeTour, Bad Münder
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42 Deister-Spaß: Barsinghausen
Deisteraner empfehlen
Geocaching
Wer wandert, braucht ein Ziel – und die Lokale sind dafür bestens geeignet. Egal, ob Teufelsbrücke, Mooshütte, Waldapotheke oder Bärenhöhle: einfach urig, und das Essen schmeckt. Brigitte Friedrich, Hohenbostel
Eine neue Trendsportart hat auch im Deisterraum schon viele Freunde gewonnen: das Geocaching. Ideal ist das Geocachen für Menschen, die gern draußen unterwegs sind und die Lust an der Natur mit Interesse an moderner Technik verbinden. Beim Geocachen geht es darum, mit Hilfe von GPS-Geräten geheime, kleine Lager zu finden, die oft im Wald oder an markanten Bauwerken versteckt sind. Viele Geocaches sind wasserfeste Behälter mit einem Logbuch und gegebenenfalls einem kleinen Objekt zum Tauschen darin. Die
Weinprobierstube Wichtringhausen, Rittergut 1; Telefon (0 51 05) 93 32; Rittergut Großgoltern, Gutsstraße 8, Telefon (0 51 05) 6 64 95 65; Hotel-Pension Zu den zwei Windhunden, Kapellenstraße 2, Langreder, Telefon (0 51 05) 5 89 90. Informationen zur Offenen Pforte auf www.hannover.de Text: Andreas Kannegießer, Calenberger Zeitung
Rittergut Eckerde
Foto: Jens Bähre (myheimat.de)
Weine genießen, die die Familie Langwerth von Simmern in ihrem Weingut in Eltville erzeugt. Teile des Rittergutes Langreder hat die Familie von Ilten zu einer stilvollen Pension ausgebaut. Der Park des Langreder Gutes und der Gutspark der Familie von Heimburg in Eckerde sind in den Sommermonaten im Rahmen der Aktion „Offene Pforte“ an verschiedenen Tagen zu besichtigen.
Koordinaten aller Caches sind auf Internetplattformen veröffentlicht. Wer kein GPS-Gerät hat, kann sich zum Ausprobieren ein solches Gerät ausleihen, etwa bei der Barsinghäuser Firma Cache Zone, Bahnhofstraße 17. Gemeinsam mit anderen Freunden des Geocaching haben die Experten von Cache Zone im Deister einen Lehrpfad für Geocacher mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angelegt. Nähere Informationen gibt es auf www.cachezone.de im Internet.
Hin und weg: Wichtige Fakten zu Barsinghausen
Einwohner: 34 000, davon 14 000 in der Kernstadt. Wichtige Wirtschaftszweige: Süßwarenindustrie, Motorenteilefertigung, Entwicklung elektronischer Bauteile, Logistik, Stahlhandel. Anfahrt (Auto): Über die Autobahn 2, Anschlussstellen Bad Nenndorf oder Wunstorf-Kolenfeld. Oder über die Bundesstraße 65 aus Richtung Hannover oder Stadthagen. Anfahrt (Bahn): Mit den S-Bahnlinien 1 oder 2 von Hannover-Hauptbahnhof über Weetzen nach Bar-
singhausen, Egestorf, Kirchdorf, Winninghausen oder Bantorf. Zentrale Parkplätze: Breite Straße/Volkers Hof (kostenlos; zeitlich begrenzt). Tourist-Information: Deisterplatz 2 im Rathaus II, Telefon (0 51 05) 77 42 63, zu Fuß 40 Meter vom Bahnhof. Übernachtung: 48 000 jährlich in 40 Betrieben (inklusive Privatzimmer). Internetseite: www.barsinghausen.de
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44 Deister-Spaß: Springe Wisentgehege
Wer nach Springe kommt, sollte tief durchatmen. Die Luft tut gut. Wen wundert’s? Knapp ein Drittel der Stadt ist Wald. 30 000 Einwohner leben auf geschichtsträchtigem Boden. 2004 feierte die Stadt ihr 750-jähriges Bestehen. Dass sie modern denkt, stellte sie 2007 unter Beweis. Sie erhielt einen Preis als familienfreundliche Kommune, unter anderem für ihr in Niedersachsen in dieser Struktur einmaliges Familienbüro in der Innenstadt sowie für unterschiedliche Angebote zur Kinderbetreuung und wegen der familienfreundlichen Umgestaltung des Hallenbads. Springe ist übrigens nicht gleich Springe: Die ganze Stadt mit ihren zwölf Stadtteilen heißt so, aber auch ihr größter Stadtteil. Wisentgehege
Ganz schön wild: Im Wisentgehege treffen Besucher nicht nur auf Bären, Wölfe und Elche. Auf dem Falkenhof fliegen Adler & Co. bei spektakulären Vorführungen dicht über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Wer den
Deisteraner empfehlen Unser Steinbruch in Springe ist etwas Besonderes: 120 Millionen Jahre alte Steinschichten zeigen, dass hier früher tiefes Meer war. Noch heute findet man Fossilien und kann sie auch selbst herausarbeiten. Hans-Heinrich Seedorf, Springe
Foto: Wisentgehege
Springe
kompletten sechs Kilometer langen Rundweg zwischen knorrigen Eichen und mächtigen Buchen geht, sollte dafür einen ganzen Tag einplanen – mit Teilnahme an den öffentlichen Fütterungen und Rast im Café Wild. In der Gehegeschule wird die Fantasie und Entdeckerlust gefördert, beispielsweise durch Tierbeobachtungen sowie Projekt- und Erlebnistage.
Hannover umbaute. Der Kaisersaal wird unter anderem für Konzerte genutzt. Im Stockwerk über den Ausstellungen werden Lehrgänge für angehende Jungjäger angeboten. Empfehlenswert für die Rücktour ins Stadtzentrum von Springe ist der Weg durch die von Kastanien gesäumte Kaiserallee, die ehemalige Zufahrt vom Bahnhof Kaiserrampe zum Jagdschloss.
Zum Saupark, Alvesrode, ganzjährig geöffnet, täglich ab 8.30 Uhr, Kassenschluss je nach Jahreszeit, Eintrittspreise Sommersaison: Erwachsene 9,50 Euro; Kinder drei bis 14 Jahre sechs Euro; Kinder ab 15 Jahren 6,50 Euro, Familientagesticket (zwei Erwachsene mit zwei eigenen Kindern bis 14 Jahre) 27 Euro (jedes weitere Kind bis 14 Jahre zusätzlich drei Euro), geringere Eintrittspreise in der Wintersaison, www.wisentgehege-springe.de
Eldagsener Straße, Springe, von April bis Oktober 10 bis 17 Uhr und von November bis März 10 bis 16 Uhr, Erwachsene 3 Euro, Kinder von 3 bis 14 Jahren 1,50 Euro, www.jagdschloss-springe.de
Jagdschloss
Wo einst Kaiser und Könige jagten: Mehr darüber erfahren Besucher im Museum für Natur, Jagd und Kultur im Jagdschloss, errichtet in den Jahren 1836 bis 1842. Der Lavessaal mit prachtvoller klassizistischer Ausstattung erinnert an den Baumeister Georg Ludwig Friedrich Laves, der auch das Leineschloss in
Saupark
Der Saupark ist nicht das Wisentgehege. Dieses liegt aber im Saupark, einem Waldgebiet, das von einer 16,3 Kilometer langen und zwei Meter hohen Mauer umgeben ist. Ein prima Jagdgebiet – das fanden auch schon die hannoverschen Könige und der Kaiser. Es wimmelte nur so von wilden Schweinen, sodass die Mauer zum Schutz der landwirtschaftlichen Felder errichtet wurde. Der Saupark bietet herrliche Wege zum Spazierengehen und Wandern.
Deister-Spaß: Springe 45
Foto: Kerstin Roscher
Jagdschloss
Springe, ganzjährig geöffnet, Eintritt frei, www.saupark-springe.de
Gezeigt werden Einzelstücke und Gebrauchskeramik von Porzellan bis zur Gartenkeramik. Die Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Bundesländern. Ein weiteres Markenzeichen des Museums ist ,Sonntags um elf ’. So heißt die beliebte Vortragsreihe zu heimathistorischen Themen, aber auch zu Zielen in fernen Ländern. Auf dem Burghof 1a, Springe, dienstags bis donnerstags 10.30 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr, freitags 10.30 bis 13 Uhr, sonntags 10.30 bis 16 Uhr, Erwachsene 2 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei, Schüler 1 Euro (Sechs- bis 14-Jährige aus Springe haben freien Eintritt), www.museum-springe.de
Marktplatz
Von wegen Heimatmuseum: Das Museum auf dem Burghof ist so groß, dass etliche der mehr als 12 000 Exponate in der gegenüberliegenden Remise zu sehen sind. Die neueste Abteilung dort widmet sich dem Thema Wald. Das Gelände der ehemaligen Wasserburg der Grafen von Hallermunt füllt sich besonders schnell bei Museumsfesten mit wechselnden Mottos und beim Töpfermarkt. Der zieht im Juni weit über die Region Hannover hinaus Tausende von Besuchern an.
Eines der beliebtesten Fotomotive steht am Marktplatz: das Haus Peters, im Stil der Weserrenaissance erbaut und mit Schnitzwerk reicht verziert. Es ist das älteste Bürgerhaus Springes. Besucher lassen sich gern im Café oder in der Kneipe am Marktplatz nieder, genießen ein Eis am Marienbrunnen, einer schmiedeeisernen Arbeit im Jugendstil, oder versorgen sich mit den neuesten Informationen aus dem Deister-Anzeiger. Die Redaktion der Heimatzei-
Honigkuchen Senf-Fest 2010
Das Eldagsener Familienfest Nr. 1
Sa 29.Mai 15.00 - 22.00 Uhr So 30.Mai 11.00 - 18.00 Uhr
IM ZENTRUM DER STADT ELDAGSEN AM DEISTER
Warum soll ich extra nach Nordamerika reisen? Wir haben doch den schönsten Indian Summer hier im Deister. Morgens einen Blick auf den Deister werfen, und aller Stress ist vergessen. Angelin Kleuker, Alferde
tung befindet sich in einem der schmucken Fachwerkhäuser. Am Markt, Springe. Das Haus Peters kann nicht besichtigt werden.
Obern- und Niederntor
Museum auf dem Burghof
10.
Deisteraner empfehlen
Hübsche Fachwerkhäuser säumen die beiden Einkaufsstraßen. Markante Gebäude am Oberntor sind der Ratskeller mit historischem Festsaal mit Kinovorführungen. Gegenüber befindet sich ein spätbarockes Herrenhaus, das heutige Amtsgericht. Am Oberntor gibt es nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch auf die Ohren: Melodien zur Jahreszeit erklingen vom Glockenturm täglich fünf Minuten vor 9, 12, 15 und 18 Uhr. Der Bummel am Niederntor beginnt am Alten Rathaus, einst Poststation mit Pferdestallungen und
Waldgaststätte Annaturm Di. - So. von 10 - 18 Uhr (Küche bis 17 Uhr) Montags Ruhetag Telefon 0 5103 / 32 42 www.annaturm-deister.de
Direkt am Kammweg Der höchste Punkt des Deisters Turmhöhe 28 m Herrlicher Rundblick auf 433 m über NN Gutbürgerliche Küche Ganzjährig geöffnet
46 Deister-Spaß: Springe Hubertusjagd am Kloster Wülfinghausen Foto: Andreas Zimmer
Foto: Petra Pschunder (myheimat)
Herberge. Heute befindet sich dort unter anderem die TouristInformation und das städtische Seniorenzentrum. Vor dem Alten Rathaus steht der Wegweiser des Ratsnachtwächters Heinrich. Der Gang schließt mit dem Hallerbrunnen ab, ein sprudelndes Kunstwerk des Springers Andreas Rimkus. Zum Oberntor, Zum Niederntor, Springe. Das Kinoprogramm kann unter Telefon (0 50 45) 14 57 erfragt werden, www.ratskeller-springe.de
Alte Mühle
Heinrich Göbel Zu seinen Ehren wurde auf einer Aussichtsplattform am Ebersberg eine überdimensionale Glühbirne errichtet, die nachts leuchtet, auch wenn vielen Springern mittlerweile ein Licht aufgegangen ist: Der gebürtige Springer Heinrich Göbel, der nach Amerika auswanderte, war allenfalls Miterfinder der Glühlampe. Ganztägig brennt eine
Glühbirne in einer Gedenktafel am Fachwerkhaus Zum Oberntor 30. Am Amtsgericht steht ein weiteres Göbel-Denkmal. Die Büste wurde von dem Springer Heiko Prolik-Olbrich gestaltet. Vom Gericht sind es nur wenige Schritte bis zum St.-AndreasKirchhof, an dem die ehemalige Knabenschule steht, die Göbel besucht hat. Zum Ebersberg und Zum Oberntor, Springe.
Foto: Friedhelm Lüdersen
Pack die Badehose ein: Springes Schwimmbäder Eine Abkühlung bei heißem Wetter gefällig? Wie wäre es mit dem erfrischenden Nass im Waldbad Altenhagen I? Oder lieber in Bennigsen oder Eldagsen planschen? In der Stadt Springe gibt es gleich drei Freibäder. Sie werden von Vereinen oder einer gemeinnützigen GmbH betrieben. Das Waldbad Altenhagen I in Hanglage bietet eine beeindruckende Aussicht über Deister und Süntel und hat sogar eine fest installierte Bühne für Musikgruppen. Das Bad in Bennigsen ist als einziges beheizt. Es hat auch ein Planschbecken. Besucher können unter anderem Beachvolleyball, Fuß-
ball, Schach und Dart spielen. In Eldagsen sind die Spielmöglichkeiten ebenfalls groß. Dort gibt es beispielsweise einen Spielplatz mit Schaukel, Klettergerüsten und einen mit Sonnensegel überdachten Sandkasten. Kleine Gäste zieht nicht nur das Babybecken an, sie lieben auch die Bobbycars. Das Freibad Eldagsen ist das einzige mit Sprungtürmen. Sie sind einen und drei Meter hoch. Nicht nur bei schlechtem Wetter ist das Springer Hallenbad mit drei Becken einen Besuch wert. Es verfügt immerhin über einen 30 000 Quadratmeter großen Sommergarten zum Sonnenbaden.
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48 Deister-Spaß: Springe Annaturm
Hermannshof
Der weitläufige Park ist Spielfeld und Laboratorium für Künstler zugleich. Das schützende Dach für Kunst und Begegnung bietet das Haus im Park. Ob große Installation, multimediale Inszenierung oder verstörendes Theaterspiel: Auf dem Hermannshof muss man mit allem rechnen. Ob das alles Kunst ist, wird leidenschaftlich in kleiner Runde am Teepavillon diskutiert. Der Hermannshof ist auch Adresse für den zu-Klampen-Verlag. Röse 33, Völksen, Öffnungszeiten und Eintritt je nach Veranstaltung, www.hermannshof.de
Alte Mühle Bennigsen
Flügel hat sie nicht, dennoch ist die Alte Mühle in Bennigsen die am besten erhaltene im Stadtgebiet. Errichtet wurde sie 1884, seit 1954 ist sie nicht mehr in Betrieb. Bei Veranstaltungen in und an der Holländermühle ist stets auch das Café geöffnet. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt befindet sich das Rittergut Bennigsen, das jedoch nur bei Konzerten und Führungen in der
Foto: Touristinformation Springe, Kerstin Roscher
Foto: Stadtmarketing Springe, Anike Fritz
Fußballmuseum
Reihe Calenberger Landsommer besichtigt werden kann. Dann bieten ortskundige Gästeführer Touren zu unterschiedlichen Themen an. Hainhopenweg 3 und Am Gut, Bennigsen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise je nach Veranstaltung, www.alte-muehle-ev-bennigsen.de
Kloster Wülfinghausen
Ein herzliches „Grüß Gott“ klingt in diesen Breitengraden ungewohnt. Im Kloster Wülfinghausen ist es jedoch alltäglich. Schwestern der Communität Christusbruderschaft aus dem fränkischen Selbitz haben dem alten Gemäuer im Jahr 1994 neues Leben eingehaucht. Wer das Kloster betritt, befindet sich an einem Ort mit mehr als 750-jähriger Geschichte. 1236 als Augustinerinnenkloster gegründet, wurde es in der Reformation als evangelisch-lutherisches Damenstift weitergeführt. Die Communität lädt unter anderem zu Seminaren und Einkehrtagen ein, bietet aber auch Führungen durch Gebäude und Garten an. Klostergut 7, Wülfinghausen, die Klosterkirche ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Klosterführungen nach Vereinba-
rung unter Telefon (0 50 44) 8 81 60, www.kloster-wuelfinghausen.de
Fußballmuseum
Zahlreiche Spuren der Fußballweltmeisterschaft 2006 lassen sich in Springe finden. Eines der Autobahnschilder, die auf das Großereignis hingewiesen haben, steht auf dem Sportgelände an der Harmsmühlenstraße. Zudem hat der Verein Sportsammlung Saloga dem Thema viel Platz in seinem Fußballmuseum gewidmet. Eine Vitrine ist dem Werdegang von Nationalspieler Per Mertesacker gewidmet. Die Dauerausstellung stammt von dem Springer Peter Saloga, der seit vier Jahrzehnten unter anderem Trikots, Fahnen, Eintrittskarten und Zeitungsberichte gesammelt hat. Hinter der Burg 1, Springe, geöffnet jeden Freitag von 15 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon (0 50 41) 55 60, Eintritt frei, Spende erbeten, www.fussballmuseum-springe.de
Kirchen
Bei Rundgängen in den Stadtteilen sollte ein Besuch in manchem Gotteshaus eingeplant sein. Das Innenleben ist besonders
Deister-Spaß: Springe 49
interessant. In der Springer Andreaskirche ist es unter anderem die Orgel, die jeden Sonnabend ab 18 Uhr bei unterschiedlichen Veranstaltungen zu hören ist. Der hölzerne Taufengel, der in der Marienkirche Lüdersen von seinem Deckenplatz herabschwebt, ist einer von nur noch etwa 100 in Niedersachsen. Ein spätgotischer Flügelaltar schmückt die St.-Alexandri-Kirche in Eldagsen. Öffnungszeiten: meist nur während Gottesdiensten und Veranstaltungen.
Annaturm
Lust, nicht nur den höchsten natürlichen Punkt im Deister, sondern auch den in der Region Hannover zu erklimmen? Dann die Wanderstiefel geschnürt und auf zum Annaturm. Entweder
auf dem Kammweg, dem Fernwanderweg E1 oder in etwa 30 Minuten vom Wanderparkplatz Köllnischfeld. Ab dort geht es nur noch zu Fuß weiter. Der Weg ist jedoch kurzweilig, führt er doch über einen Waldlehrpfad mit einprägsamen Informationstafeln. Die Themen reichen vom Leben im Waldboden über den Wald als Wasserspeicher bis hin zum Waldsterben. Der Annaturm aus Beton ist schmucklos, die Plattform auf 25 Metern Höhe aber bietet bei guter Sicht den Blick bis zum Steinhuder Meer, ins Weserbergland und nach Hannover. Doch Vorsicht: Zu schnell sollte keiner die 117 Stufen der engen Wendeltreppe emporsteigen, sonst macht sich der Drehwurm bemerkbar. Neben dem Annaturm lädt ein Ausflugslokal mit
Deisteraner empfehlen Im Deister kann man super mountainbiken. Es gibt viele gute, mittelschwere Strecken. Natürlich muss man respektvoll mit der Natur umgehen und auf den Wegen bleiben. Kristof Schreiber, Springe
100 Außen- und 50 Innenplätzen zur Rast ein. Warum der Turm den Namen Anna trägt? Benannt wurde er nach Anna Brauns, der Ehefrau des mit dem Bau beauftragten Maurermeisters. Der Annaturm ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt wird nicht erhoben. Der Waldlehrpfad ist ganzjährig geöffnet. Der Eintritt ist frei.
50 Deister-Spaß: Springe
Es muss nicht unbedingt kalt sein, damit sich ein Besuch der Skipiste in Springe lohnt. Ab April blüht dort eine wilde Orchidee , das Knabenkraut. Es steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Peter Becker, Springe Hallerquelle
Aus Hallerspring wurde Springe: Die Stadt Springe hat ihren Namen von der Hallerquelle. Für den Besuch bietet sich eine Tour mit dem Fahrrad an. Schautafeln informieren, was es mit dem Teufelsstein bei der Quelle auf sich hat. Ein kleiner Rastplatz lädt zum Verweilen ein. An einer Anlage des Wasserversorgers reicht ein Knopfdruck, um Hallerbrunnenwasser zu entnehmen. Im Waldstück des Kleinen Deisters in Höhe der Bundesstraße 217/Abzweigung nach Bad Münder, Eintritt frei.
Ein Kleinod, in dem große und kleine Besucher Schöpfung mit allen Sinnen erfahren können. Auf der Anlage der Kapellengemeinde Alvesrode gibt es Pflanzen, die in der Bibel erwähnt werden, in Liedzeilen des Gesangbuches vorkommen oder christliche Feiertage markieren. Der Garten besticht durch seine Blütenpracht und den Duft von Kräutern und Rosen. Es gibt sogar süße Früchte zu probieren. Der Garten ist ganzjährig geöffnet. Während im Frühling beispielsweise Osterglocken und im Sommer Salomonsiegel blühen, sind es im Herbst blaue Astern und im Winter Christrosen. Im Winkel, Alvesrode, ganzjährig geöffnet, Eintritt frei, www.johannesgemeinde-voelksen.de
Hochseilgarten
Wer hoch hinaus will, braucht nicht in den Deister. In Altenhagen I reicht es, von der Bundesstraße 217 abzufahren. Im Hoch-
S
ki und Rodel gut: Wintersport im Deister
Das nördlichste Skigebiet Niedersachsens liegt – im Harz? Nein, in Springe. In 50 Jahren hat es der Verein Ski-Club schrittweise ausgebaut. Die drei Skipisten im Großen Deister haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. An Fortgeschrittene richtet sich die 400 Meter lange Piste auf der ehemaligen Abraumhalde im stillgelegten Steinbruch mit Skilift. Ebenfalls für Fortgeschrittene wurde die 300-Meter-Waldpiste in der Verlängerung des Kurzen Gings angelegt. Für Anfänger gedacht ist die 250 Meter lange Wiesenpiste an der Straße Kurzer
Hochseilgarten
Schöpfungsgarten
Ging vor der Waldgaststätte Waldwinkel. Die drei Loipen von zwei, vier und sechs Kilometern Länge liegen zwischen Köllnischfeld und dem Ebersberg. Sie bieten Abwechslung und sind auch für Anfänger gut geeignet. Über seine Aktionen berichtet der Ski-Club am Schneetelefon, einem Ansagedienst unter Telefon (0 50 41) 6 18 81 und (0 50 41) 6 27 27 und auf www.skiclubspringe.de. Der Club hat auch die Trendsportart Nordic Walking in sein Programm aufgenommen. Zu den Touren ab Parkplatz Sophienhöhe sind auch Gäste willkommen.
Foto: Touristinformation Springe, Kerstin Roscher
Deisteraner empfehlen
seilgarten ist auf einer Höhe von zehn Metern ein Hindernisparcours aufgebaut. Wer es lieber bodenständig mag, kann auf der Bogenschießanlage seine Treffsicherheit unter Beweis stellen, Teambike fahren oder aufs Quad steigen, ein kleines Kraftfahrzeug mit vier Rädern. An der Weide 5, Altenhagen I, Anfragen zu aktuellen Angeboten unter Telefon (0 50 41) 6 40 00 36, www.hochseilgarten-springe.de
Deisterhütte
Das Fachwerkgebäude, es handelt sich um das Naturfreundehaus Springe, liegt idyllisch im Großen Deister. Mitglieder und Gäste übernachten in den Räumen an der Sophienhöhe. Der Spielplatz ist immer gut besucht. Die Deisterhütte ist ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Touren in freier Natur. Der Wanderweg Wildschwein beispielsweise führt zum Taternpfahl, zum Bielstein und zur Wöltjebuche. Der Trimm-Dich-Pfad, der immer noch in vielen Karten auftaucht und an der Deisterhütte vorbeiführt, wurde bereits vor
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Das Café Wild im Wisentgehege Springe wurde im Jahr 2008 neu erbaut und verfügt über 90 Sitzplätze, sowie eine große Freiterrasse mit ca. 200 Sitzplätzen. So sind wir in der Lage, fast alle Wünsche für Sie zu erfüllen. Firmen-, Privatfeiern oder sonstige Anlässe, wir
freuen uns auf Ihren Besuch - für unsere kleinen Gäste haben wir zwei Spielplätze am Cafe. Sollten Sie lieber in Ihren eigenen vier Wänden eine Feier planen, kein Problem. Unser Catering-Service beliefert Sie gerne.
Wisentgehege - Saupark, 31832 Springe, Öffnungszeiten: täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr Für Veranstaltungen gelten andere Öffnungszeiten. Telefon: 0 50 41 - 91 29 73 • Fax: 0 50 41 - 63 96 0 • Mail: info@cafewild-springe.de
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52 Deister-Spaß: Springe
Foto: Andreas Zimmer
Volkspark
Jahren aus Sicherheitsgründen geschlossen. Mummenbusch, Springe, Eintritt frei, Hüttentelefon (0 50 41) 51 88, www.deisterhuette.de
Volkspark
Klein, aber fein: Der Volkspark ist die grüne Oase in Springes Kernstadt. Bereits das vom Holzbildhauer Helmut Benna geschaffene Eingangstor ist sehr einladend. Am Ententeich lässt es sich wunderbar entspannen. Der Rundweg führt vorbei an der plätschernden Haller. Wer es aktiver mag, besucht die Minigolfanlage (eine weitere ist am
Hallenbad). Anziehungspunkt für Kinder ist der große Spielplatz inmitten schattiger Bäume. Der 1,8 Hektar große Volkspark, bis 1949 noch Domänenpark, ist Springes erste größere öffentliche Grünanlage im Stadtzentrum gewesen. Wegen der Auflösung der Domäne wurde das Gelände für die Öffentlichkeit freigegeben. Es trägt heute den Namen WalterLichtenberg-Park in Gedenken an den langjährigen Springer Bürgermeister und Landrat des Kreises Springe. Burgstraße, Springe, der Eintritt in den Park ist frei.
Historischer Rundweg
Man sieht nur, was man weiß: Entsprechend diesem Motto hat der Arbeitskreis Stadtgeschichte Eldagsen einen historischen Rundweg durch die sogenannte Ober- und die Unterstadt von Eldagsen ausgewiesen. Erläutert werden die historischen Besonderheiten und Schönheiten der Natur, aber auch Bauten, die längst aus dem Ortsbild verschwunden sind. Der Weg informiert unter anderem über den Stadtwall und die Senfmühle. Ab Lange Straße, Eldagsen, ganzjährig geöffnet, Eintritt frei, www.stadteldagsen.de Text: Andreas Zimmer, Deister-Anzeiger
Hin und weg: Wichtige Fakten zu Springe Einwohner: 29 500, davon 12 700 in der Kernstadt. Wichtige Wirtschaftszweige: Leuchten, Weiterbildung und Medizin. Tourist-Information: Altes Rathaus, Zum Niederntor 26, Telefon (0 50 41) 7 32 73, montags bis freitags von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, zu Fuß fünf Minuten vom Bahnhof. Anfahrt (Auto): von der A 2, Abfahrt Lauenau (25 Minuten), von Hannover (35 Minuten) bzw. Hameln (25 Minuten) über die B 217. Zentrale Parkplätze: Rathaus auf dem Burgdorf/
Museumshof, Nordwall, Heidstraße, An der alten Schule, Echternstraße, Bahnhofstraße, Feuerwehr (alle kostenlos). Anfahrt (Bahn): S-Bahn Linie 5, Bahnhof im Zentrum; weitere Stationen: Bennigsen und Völksen. Übernachtung: 137 000 jährlich in 17 Hotels, Gasthöfen und Pensionen sowie in 61 Ferienwohnungen und 34 Privatzimmern. Internetseite: www.springe.de
Deister-Spaß: Rodenberg 53
Foto: Samtgemeinde Rodenberg
Heimatmuseum
Burgen, Schlösser, Herrensitze – fast nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele Adelssitze wie zwischen Süntel, Bückebergen und Deister. Und mittendrin: der rote Berg, der der Stadt Rodenberg ihren Namen gab. Zur gleichnamigen Samtgemeinde im Kreis Schaumburg gehören sechs Gemeinden mit zusammen fast 16 000 Einwohnern. Windmühle
Rodenbergs Wahrzeichen ist schon von Weitem auf den Hügeln der Stadt sichtbar: die Windmühle. Sie wurde 1850 auf dem Alten Rodenberg erbaut, direkt über einer heidnischen Kult- und Opferstätte. Die Mühle ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Gegend. Wer auf den Rodenberg wandern möchte, der startet dort. Sehenswert sich auch die naturbelassenen Obstwiesen und der Bürgerpark ganz in der Nähe. Von der Anhöhe bietet sich ein fantastischer Blick auf den Nordwestzipfel des Deisters.
Geöffnet von April bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr, www.heimatbund-rodenberg.de
Heimatmuseum Rodenberg
Im ehemaligen Amt Rodenberg haben Frauen und Männer von jeher Tracht getragen. Die ältesten Stücke der sehenswerten Trachtenausstellung im Heimatmuseum stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Festtagstrachten wurden aus feinsten Leinen und aus mit Perlen bestickten Seidenstoffen gefertigt. Das Museum befindet sich im ehemaligen Ständehaus und wird vom Heimatbund Rodenberg und Umgebung liebevoll betrieben. Das Ständehaus ist das letzte Gebäude, das von der ehemaligen Wasserburg Rodenberg erhalten geblieben ist. Innerhalb der Burganlage befindet sich auch das Freilichtmuseum, das einen Blick auf die archäologischen Ausgrabungen der alten Wasserburg ermöglicht. Heimatmuseum Rodenberg, Öffnungszeiten sonnabends und sonntags von 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei, Spenden sind willkommen, www.heimatbundrodenberg.de
Wasserschloss
Das Plattdeutsche ist mit der englischen Sprache nahe verwandt, und Lauenau ist ein gutes Beispiel dafür. Die alte Gerichtsstätte an der Rodenberger Aue leitet ihren Namen von „law“ (englisch: Gericht) ab. Sogar ein von Hollywood verfilmtes Liebesdrama fand in Lauenau ein gerichtliches Nachspiel. 1694 und 1695 wurde Prinzessin Sophie Dorothee als Windmühle
Foto: Samtgemeinde Rodenberg
Rodenberg
54 Deister-Spaß: Rodenberg
Das Wasserschloss Lauenau, Am Amtsgraben 6, kann auf Nachfrage besichtigt werden. Anfragen unter Telefon (0 50 43) 79 81.
Rittergut von Meysenbug
Die Familie von Meysenbug hat eine lange Tradition: Bis ins Jahr 1499 lässt sich ihre Geschichte zurückverfolgen. Ursprünglich war das Rittergut eine Festung in der Aueniederung. Ein Großfeuer zwischen 1560 und 1570 zerstörte das Anwesen fast vollständig. Erst Jahrzehnte später, im Jahr 1610, wurde die Festung neu errichtet. 1858 schüttete man den Wassergraben, der um das Herrenhaus verlief, zu. Das Hochwasser der Aue und des Mühlenbachs hatten das Gutsgelände zu oft in Mitleidenschaft gezogen. Eine gründliche Renovierung mit Umbau im Stil der englischen Gotik (Tudorstil) folgte. Seit der Erweiterung 1897 ist
Feggendorfer Stollen
Foto: Samtgemeinde Rodenberg
Ehefrau von Georg Ludwig von Hannover drei Monate lang auf Schloss Lauenau festgehalten. In dieser Zeit fand der Scheidungsprozess wegen ihrer Affäre mit dem schwedischen Grafen Philipp Christoph von Königsmarck statt. Königsmarck wurde vermutlich in Hannover ermordet, seine Leiche ist nie gefunden worden. Die Prinzessin wurde zeitlebens auf das Schloss Ahlden an der Aller verbannt. Bis 1852 hatte das Amt Lauenau seinen Sitz im Schloss, danach wurde dieses als staatliche Domäne verpachtet. Um 1950 kam die wuchtige Anlage in Privatbesitz. Das Schloss ist heute vermietet. Einmal im Jahr treffen sich Mineralienfreunde zu einer Ausstellung im Innenhof der Anlage.
die Fassade des Ritterguts nicht mehr verändert worden. Der Eigentümer, Freiherr Carl Erdmann Rivalier von Meysenbug, ist in Fachkreisen für die Zucht von Araberpferden bekannt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der unter Denkmalschutz stehende Gutspark mit seinen hohen, alten Bäumen. Unter vielen anderen befindet sich darin ein etwa 250 Jahre alter schwarzer amerikanischer Walnussbaum. Rittergut, Lange Straße, Besichtigungen auf Nachfrage, Telefon (0 50 43) 16 77.
Schloss Schwedesdorf
Wer auf der Straße der Weserrenaissance (B 442) unterwegs ist, übersieht womöglich ein bauliches Juwel, das sich mitten in Lauenau versteckt. Nur wenige Meter vom Wasserschloss entfernt, hat der damalige Drost – so bezeichnete man den Verwaltungschef – Otto von Münchhausen sich im 17. Jahrhundert eine Wohnstatt geschaffen: Schloss Schwedesdorf. Mit Wein berankte Fassaden, rote Geranien auf den Simsen
Die Kleinzeche kann besichtigt werden 1738 an wurde oberhalb Feggendorfs im Deister Steinkohle nachgewiesen. Ab 1831 wurde der Feggendorfer Stollen in den Berg getrieben. Der Stollen war sogar mit dem auf der gegenüberliegenden Deisterseite in Hohenbostel verbunden. Zeitweise diente er nur noch als Luftzufuhr für die Bergleute, die unter Tage arbeiteten. Nach dem Ende der Förderung 1952 wurden das Mundloch verfüllt. Der Stollen wurde an zwei Stellen
gesprengt und damit verschlossen. Seit 2003 legen jedoch einige Idealisten die verschütteten Stollen wieder frei. Die Kleinzeche kann heute besichtigt werden. Von Anfang April bis Ende September werden sonntags sogar Führungen ab 11 Uhr und ab 14 Uhr in dem Besucherbergwerk angeboten. Autofahrer folgen der Deisterstraße am Bergmannsdenkmal vorbei zum Waldparkplatz. Danach geht es 800 Meter zu Fuß in den Wald.
Deister-Spaß: Rodenberg 55
Foto: Thomas Katz (myheimat.de)
Rupp-Brauerei
und der hoch aufragende Treppenturm: Die Zeit scheint dort still zu stehen. Wer sich für das Zeitalter der Renaissance interessiert, findet zahllose typische Verzierungen: rundbogige Bossenquader über dem Portal, ein von drei Säulen getragener Altan mit Wappen, Zwerchhäuser mit schlichten Giebeln. Annemarie Freifrau von Münchhausen verwaltet heute den seit seiner Erbauung in der Familie befindlichen Besitz. Rittergut von Münchhausen (Schloss Schwedesdorf ), Am Rundteil 9, Telefon (0 50 43) 22 17.
Heimatmuseum Lauenau
Seit 1536 ist Lauenau ein Flecken – und das nicht, weil es so klein ist: Als Marktflecken hatte der Ort am Nordrand des Deisters seitdem das Recht, dreimal im Jahr einen Markt abzuhalten, Recht zu sprechen und eigenes Bier zu brauen. Damit war der Flecken Lauenau den Städten praktisch gleichgestellt, wie der Heimatund Museumsverein erläutert. Das Heimatmuseum des Fleckens Lauenau im ehemaligen Amts- und Forsthaus von 1844 dokumentiert die verschiedenen Handwerkszünfte, die sich zur Bunten Gilde zusammenschlossen. Viele Originalgegenstände von Post, Eisenbahn und Deisterbergbau runden die Darstellung der Geschichte Lauenaus ab. Zu sehen ist auch die Uniform des letzten Steigers im Feggendorfer Stollen. Heimatmuseum Lauenau, Am Rundteil 11, Telefon (0 50 43) 18 44, geöffnet von März bis Oktober, jeweils am ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr, Eintritt frei. Zwei Gästeführerinnen bieten zudem Führungen in Lauenau an. Anmeldungen sind über das Lauenauer Reisebüro möglich, Telefon (0 50 43) 96 19 00.
Deisteraner empfehlen Am schönsten ist der Deister ganz früh morgens oder am späten Abend. Scheue Tiere wie zum Beispiel der Fuchs oder der Dachs kommen dann aus ihrem Versteck. Der Weg am Deisterrand ist dafür am besten geeignet. Heinrich Schaake, Rodenberg
Rupp-Brauerei
Im Nordwesten neigt sich die Sonne dem Abend entgegen. Auf der Terrasse des Felsenkellers lässt sich dieses Naturschauspiel mit einem frisch gezapften Doppelbock- oder Weizenbier aus der hauseigenen Brauerei genießen. Seit mehr als 450 Jahren wird in Lauenau Bier bereits gebraut, seit 1861 von der Familie Rupp. Der Diplombraumeister Thomas Rupp führt den Betrieb bereits in der fünften Generation. Rupp-Bräu, Felsenkeller, Feggendorfer Straße 10, täglich ab 10 Uhr geöffnet, Brauereiführungen auf Anfrage (ab acht Personen), Telefon (0 50 43) 22 75.
56 Deister-Spaß: Rodenberg
Foto: Kesselhaus
Kesselhaus Lauenau
Das Mineralbad
Auch in Lauenau sprudelt mineralhaltiges Wasser aus dem Boden. Seit mehr als 70 Jahren wird damit das Freibad gespeist, das in den Sommermonaten bei großen und kleinen Badegästen gleichermaßen beliebt ist. Sportlichen Schwimmern stehen sechs 50-Meter-Bahnen zur Verfügung. Kinder können im Nichtschwimmerbecken toben und sich von der großen Rutsche ins nasse Element stürzen. Die Solaranlage bringt
Die Heisterburg ist mehr als 1000 Jahre alt Die Heisterburg im Deister ist ein lohnendes Ausflugsziel. Die alte sächsische Wallburg liegt oberhalb von Feggendorf, am nordwestlichen Ende des Deisters. Die ehemalige Hauptburg ist noch als gewaltiges Viereck zu erkennen, in dessen Mitte sich eine tiefe Grube, die sogenannte Küche befand. Nachweislich hat es sich dabei aber um einen eingestürzten Brunnen gehandelt. Über das Alter der Burg gehen die Meinungen auseinander. Vermutlich stammt sie aus dem neunten oder zehnten Jahr-
das Quellwasser auf angenehme Temperaturen. Mineralbad Lauenau, Zum Mineralbad, Informationen über Öffnungszeiten und Preise auf www.rodenberg.de
Das Kesselhaus
Sicher hat der eine oder andere Leser seine Schulzeit auf Stühlen aus Lauenau zugebracht. In den Casala-Werken wurden über mehrere Generationen unter anderem Schulmöbel hergestellt. Nach der Stilllegung der Fabrik übernahmen 2004 die Künst-
hundert und hat in Notzeiten als Fluchtburg gedient. Zwischen 1887 und 1932 hat es mehrere archäologische Untersuchungen gegeben. Zwei aus Scherben restaurierte Kugeltöpfe sind im Museum in Rinteln ausgestellt. Nur etwa 600 Meter südlich der Heisterburg liegt, von zwei Bachläufen begrenzt, das Wallsystem der Wirkesburg. Die an der Heisterburg gelegene Waldgaststätte Teufelsbrücke lädt nach der Erkundung zu einer wohlverdienten Pause ein.
ler Thomas Ritter und Susann Karsthoff die Kraftzentrale des Werks. Sie sanierten das baufällige Kesselhaus, in dem heute ein Restaurant, Ladenlokale und ihre eigenen Ateliers untergebracht sind. Kerstin Hecking, Ehefrau des Fußballbundesligatrainers Dieter Hecking, betreibt in dem Backsteingebäude ihr Fitnessstudio. Kesselhaus, Informationen über Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen auf www.kesselhauslauenau.de Text: Michael Hemme, Calenberger Zeitung
Hin und weg: Wichtige Fakten zu Rodenberg Einwohner: 15 804 davon 6216 in Rodenberg und 4061 in Lauenau. Wichtige Wirtschaftszweige: Logistikunternehmen, Gewerbe in Autobahnnähe. Tourist-Information: Keine, Informationen im Rathaus, Amtsstraße 5, 31552 Rodenberg, Telefon (0 57 23) 70 50. Anfahrt (Auto): über die Autobahn 2, Abfahrten Bad Nenndorf oder Lauenau.
Zentrale Parkplätze: Deister-Parkplatz Rodenberg (kostenlos). Anfahrt (Bahn): S-Bahn-Linie 1 nach Bad Nenndorf, von dort mit dem Bus nach Rodenberg und Lauenau zum Großraumtarif, Informationen auf www.schaumburg.de Übernachtung: keine Angaben. Internetseite: www.rodenberg.de
58 Deister-Spaß: Wennigsen Das Wennigser Kloster
In Wennigsen pumpt eine grüne Lunge Sauerstoff in die Region. Fast die Hälfte des Gemeindegebiets ist Wald. Der Abbau der Rohstoffe wie Holz, Steinkohle und Sandstein aus dem Deister hat die Wennigser Ortsteile geprägt. Der Kohlebergbau nahm bereits im 16. Jahrhundert seinen Anfang. Der Bröhn im Deister ist mit 405 Metern die höchste Erhebung in der Region Hannover. In der Gemeinde leben rund 14 500 Menschen. Erlebnisweg Grüner Faden
Wennigsen blüht auf: Im Zuge des Gartenjahres 2009 der Region Hannover sind im Ortskern mehrere Hundert Hortensien gepflanzt worden. Wennigsen hat damit als Hortensien-Dorf ein neues Image gewonnen. Die meisten Ziersträucher stehen entlang des Grünen Fadens. Der Erlebnisweg führt vom S-Bahnhof bis zum Wasserpark an mehr als 30 Sehenswürdigkeiten vorbei – vom Alten Zollhaus bis zum Bergbaudenkmal Dicker Stein. Zu den sehenswerten Gebäuden
Deisteraner empfehlen Wennigsen lässt sich super mit dem Fahrrad erkunden. Die Grüne Kette ist eine Radroute, die an allen Sehenswürdigkeiten der Wennigser Ortschaften vorbeiführt. Ingo Laskowski, Bredenbeck
Foto: Petra Pschunder (myheimat)
Wennigsen
gehören auch das 1830 erbaute Alte Forstamt und das alte Amtgerichtsgebäude von 1860. An der Hauptstraße 16 steht ein von Baumeister Conrad Wilhelm Hase Ende des 19. Jahrhunderts in neugotischem Stil erbautes Wohn- und Geschäftshaus. Eine Oase inmitten des Dorfs ist der Mühlendammweg zwischen dem Kloster und dem Heimatmuseum in der Obermühle. Mühlteich und Weg sind nachts mit Strahlern beleuchtet. Am Mühlendammweg stehen Lindenbäume und knorrige Kopfweiden. Grüner Faden, ganzjährig geöffnet, kein Eintritt, eine Broschüre über den Erlebnisweg gibt es beim Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) und im Internet auf www.vvv-wennigsen.de
Im Bahnhofshotel wurde die SPD wiedergegründet
Gleich gegenüber dem SBahnhof Wennigsen erinnert ein kleines Denkmal an ein historisches Ereignis. Im Bahnhofshotel (heute Calenberger Hof ) wurde auf der sogenannten Reichskonferenz, die vom 5. bis 7. Oktober 1945 dauerte, die SPD in Westdeutschland wiedergegründet.
Bei dem Treffen nur wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Kurt Schumacher mit dem Wiederaufbau der SPD in den drei westlichen Besatzungszonen beauftragt. Eine Gedenkplakette befindet sich auch am Calenberger Hof. Kurt-Schumacher-Denkmal, Bahnhofsvorplatz; Calenberger Hof, Bahnhofstraße, ganzjährig zugänglich.
Das Kloster
Im Wennigser Kloster ist Ruhe Programm: Seminare und Meditationsangebote helfen Menschen dabei, die innere Mitte zu finden. Wennigsen ist eng mit der 800-jährigen Klostergeschichte verbunden. Bis 1932 hieß das ganze Dorf „Kloster Wennigsen“. Kloster und Kirche bilden eine bauliche Einheit und sind mit dem Jünglingsbrunnen im Vordergrund ein beliebtes Fotomotiv. Im Kloster befindet sich eine schwarze Mantelmadonna. Die Marienstatue war bis zur Reformation im 16. Jahrhundert das Ziel von Pilgern und ist erst vor 100 Jahren in einem Mauerspalt wiederentdeckt worden. Das schon vor 1200 als Stift
Deister-Spaß: Wennigsen 59
Eine bunte Miniaturwelt lockt im Deister in den Sommermonaten Tausende Besucher an. Die Wasserräder an der Feldbergquelle lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Auch Erwachsene bekommen große Augen, wenn sie die 20 Wasserräder in Modellbaugröße sehen. Auf einer Strecke von 100 Metern klappern und bewegen sich Räder, Figuren, sogar ganze Märchenszenen im Takt der Wasserkraft. Seit 50 Jahren lassen sich die Mitglieder der Bastlergemeinschaft Wennigsen
immer wieder neue Modelle einfallen. Die Saison beginnt am letzten Wochenende im April und dauert bis Ende September. Die Wasserräder können nur zu Fuß erreicht werden. Gute Startpunkte für die rund drei Kilometer lange Strecke sind die Waldparkplätze am Wennigser Waldkater in der Verlängerung der Hülsebrinkstraße und der Parkplatz am Waldfriedhof an der Wennigser Mark. Der Besuch der Wasserräder ist kostenfrei, der Verein ist aber für Spenden dankbar.
für Augustiner-Chorfrauen gegründete Kloster gehört wie die anderen Calenberger Klöster Barsinghausen, Mariensee, Marienwerder und Wülfinghausen zum Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds, betreut von der Klosterkammer Hannover. Die Klostergebäude aus der Barockzeit sind zwischen 1707 und 1725 entstanden. Vorgänger der Klosterkirche war eine romanische Kirche, von der noch das Bogenfeld einer Tür (Tympanon) erhalten ist. Neben dem Kloster steht das Johanniterhaus. Das frühere Haus des Klosteramtsmanns be-
herbergt heute ein Seminarhotel des Johanniterordens. Kloster und Kirche können bei monatlichen Führungen besichtigt werden. Teilnehmer zahlen drei Euro. Weitere Führungen können unter Telefon (0 51 03) 453 vereinbart werden. www.kloster-wennigsen.de
Sonnenuhr und Doppelhelix
Die Wennigser Sonnenuhr zeigt mehr als nur die Uhrzeit an. Das astronomische Zeitmonument auf dem Forges-lesEaux-Platz vor dem Gemeindezentrum (Rathaus) ist ein Geschenk des 2005 gestorbenen Wennigser Unternehmers und
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Atemberaubende Opernabende: La Cascina Musicale!
Foto: Alexander Maul (myheimat)
Anziehungspunkt für Spaziergänger: Die Wennigser Wasserräder
Erfinders Erich Pollähne. Der Schatten streicht wie ein Zeiger in west-östlicher Richtung über die Metallplatte der auf einem Sockel stehenden Uhr. Gemessen wird nicht nur der Stundenwinkel der Sonne. Auf der wie eine Raumkapsel wirkenden Sonnenuhr wird über Sternenbewegungen und astronomische Rätsel informiert, die die Menschheit seit Jahrtausenden beschäftigen. Nicht nur die Erde dreht sich um die Sonne: In den menschlichen Zellen sind die Erbinformationen in einer spiralförmigen Struktur gespeichert. Erich Pollähne inspirierte diese
Ihre Familie Deike und das Mitarbeiterteam freuen sich auf Ihren Besuch!
60 Deister-Spaß: Wennigsen
Erkenntnis zu einer mehr als vier Meter hohen Doppelhelix, die ebenfalls am Gemeindehaus steht. Die sich in sich selbst drehende Spirale symbolisiert an der Wennigser Hauptstraße den Lauf des Lebens. Zeitmonument und Doppelhelix, vor dem Gemeindezentrum, Forges-lesEaux-Platz und Hauptstraße, ganzjährig, kein Eintritt.
Junges Handwerk im alten Spritzenhaus
Löschpumpen, Schläuche und Leitern bewahrte die Freiwillige Feuerwehr früher im Spritzenhaus auf. Am Feuerwehrplatz an der Hirtenstraße hat ein Verein dieses historische Gerätehaus
Deisteraner empfehlen Mitten im Deister, auf dem Weg von Völksen Richtung Springe, liegt der Waldfriedhof der Freiherren Knigge. Alte Steine zwischen den mächtigen Bäumen wirken schon sehr geheimnisvoll. Geesche Fandel, Wennigsen
Wasserpark
Foto: Tourismus-Service Wennigsen
Foto: Christiane Wolff (myheimat)
Die Doppelhelix
und auch den Namen Spritzenhaus übernommen. Das Zentrum für kunsthandwerkliches Arbeiten zeigt in den Räumen das ganze Jahr über in wechselnden Ausstellungen eine breite Auswahl an Gewerken, Arbeitstechniken und Stilrichtungen des Kunsthandwerks. Daneben hält das pittoreske Backsteinhaus auch ein ständiges Programm aus den Bereichen Keramik, Glas, Papier, Holz, Leder und Metall bereit. Im Spritzenhaus gibt es eine offene Werkstatt. Derzeit ist eine Textildesignerin im Haus. Spritzenhaus, Zentrum für kunsthandwerkliches Arbeiten, Hirtenstraße 6, Telefon (0 51 03) 73 15, geöffnet dienstags bis sonnabends von 10 bis 13 Uhr sowie dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr.
Das Heimatmuseum in der Obermühle
Auf nur wenigen Hundert Metern hat der Mühlenbach in Wennigsen drei Wassermühlen angetrieben. Noch vollständig erhalten ist die Obermühle, die heute das Heimatmuseum beherbergt. Auf drei Etagen sind Exponate zusammengestellt, die
bäuerliches Leben, Handwerk, Wohnkultur und auch die Mühlengeschichte unter einem Dach vereinen. Ein Raum für Ortsgeschichte und wechselnde Sonderausstellungen lohnen den Besuch. Hochzeitspaare können sich seit zwei Jahren in der Calenberger Stube das Jawort geben. Neben dem 300 Jahre alten Fachwerkhaus rauscht noch immer das Deisterwasser und treibt ein beeindruckendes Mühlrad an. Das Heimatmuseum an der Mühlenstraße öffnet von April bis November jeden Sonntag von 10 bis 12.30 Uhr.
Wasserpark
Wasser – davon hat Wennigsen beachtlich viel und kann deshalb auch etwas Besonderes bieten: Der Wasserpark ist ein Naturbad und kommt dank biologischer Wasseraufbereitung ohne Chlor aus. Das 2000 Quadratmeter große Badebecken wird aus einem Quellteich mit Wasser in Trinkqualität gespeist. Das Gelände des früheren Freibads hat eine große Liegewiese, ein Beachvolleyballfeld und Spielgeräte für die Kinder. Auf der Caféterrasse
Deister-Spaß: Wennigsen 61
Foto: Alexander Maul (myheimat.de)
Wasserräder
des Bistros Kaulquappe können Gäste den Urlaub vor der Haustür genießen. Wasserpark Wennigsen, am Ende des Brönwegs, Infos über Badezeiten unter Telefon (0 51 03) 556, Internet: www.wasserparkwennigsen.de
Deisteraner empfehlen
Vom Georgsplatz zu den Wasserrädern
Vom Georgsplatz an der Wennigser Mark lassen sich nicht nur Wanderungen zu den Wennigser Wasserrädern oder zum Annaturm unternehmen. Fünf Informationstafeln geben rund um das historische Forsthaus Aufschluss über Jagd, Forstwirtschaft, Kohlebergbau und Baugeschichte. Das Forsthaus Georgsplatz wurde 1845 im Auftrag von König Ernst August von Hannover nach den Plänen des Hofbaumeisters Georg Ludwig Laves erbaut. Das auffallend schlichte, doch formschöne Sandsteingebäude wurde nach dem erblindeten Kronprinzen Georg V. benannt. Gegenüber dem Jagdhaus steht der Toppius-
Mit bloßen Füßen die Natur ertasten, das klappt beim Naturerlebnispfad in Holtensen. Mein Tipp: Im Spielbach werden die Füße hinterher wieder sauber. Dagmar Siegmann, Holtensen
Stein. Er erinnert an den von Wilddieben in einem Handgemenge getöteten Hofjäger Toppius. Unter den hohen Buchen diente der Platz früher den Bergleuten als Festplatz. Im Mai wird er heute noch als Bühne für einen Jazzfrühschoppen genutzt. Georgsplatz mit Rundweg, Toppiusplatz, Wennigser Mark. Parkplätze am Wald-
In unseren beiden Läden in Wennigsen finden Sie alles, was Ihr Genießer-Herz begehrt!
Neben Wohnaccessoires, Landhausmöbeln und Lederwaren bieten wir Ihnen eine Auswahl an Weinen, Spirituosen, Feinkost, Kaffee- und Schokoladenspezialitäten. Unser besonderer Service: Liebevoll zusammengestellte Präsentkörbe, z.B. mit hochwertigen Gewürzen. Siegrid Paulmann www.paulmann-living.de
Hauptstr. 29 - 30974 Wennigsen Tel. (0 51 03) 70 57 56 Di.-Fr. 10-13, 15-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr
Hauptstr. 10B - 30974 Wennigsen Tel. (0 51 03) 7 04 59 91 Di., Do., Fr. 10-13, 15-18 Uhr, Mi. 10-13, Sa. 11-14 Uhr
62 Deister-Spaß: Wennigsen
Kräuter gibt es nicht nur im Supermarkt, sondern auch direkt vor unserer Haustür, im Deister. Es gibt tolle geführte Touren zur Wildkräutersuche. Die kann ich nur empfehlen. Matthias Gärtner, Wennigsen friedhof und am Bierweg, ganzjährig, kein Eintritt.
Die Kornbrennerei
Seit 1826 wird auf dem Hof Warnecke der Bredenbecker Korn nach überlieferten Rezepturen hergestellt und in alten Eichenholzfässern gelagert, wo er Reife, Milde, Farbe und Geschmack erhält. Aus Weizen und Wasser wird der Korn gebrannt. Vor Ort wird der Schnaps von Geertien Warnecke, einer gelernten Destillateurin, zu verschiedenen Likören verfeinert. Bekannt ist der Hof mit historischem Kornboden und der geräumigen Scheune auch als beliebter Veranstaltungsort im Herzen Bredenbecks. Vom Ostermarkt bis zur Kunstausstellung: Über das ganze Jahr gibt es auf dem Hof Warnecke etwas zu erleben. Der Bredenbecker Kulturverein Khoch-3 hat in diesem Jahr unter anderem eine irische Folkband und eine Gute-Laune-Kapelle aus Portugal auf dem Hofprogramm. Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Telefon (0 51 09) 62 32, Hofbesichtigungen auf Anfrage, www.kornbrennerei-warnecke.de. Über das Kulturprogramm wird auch auf www.k-hoch-3.info informiert.
Holtenser Doppel-8
Auf Laves Spuren durch Bredenbeck
Auf den Spuren des hannoverschen Hofbaumeisters Georg Ludwig Laves führen in Bredenbeck zwei ausgeschilderte Routen. Ab 1822 war Laves an der Umgestaltung Bredenbecks beteiligt. Ausgangspunkt der LavesRouten ist der von ihm als Dorfmittelpunkt geplante Lindenplatz mit dem später gebauten Kriegerdenkmal. Laves Handschrift trägt auch das Wegenetz entlang der Beeke im Ort. 1848 wurde nach seinen Plänen die alte Dorfschule gebaut. Für die Freiherren Knigge ist in den Jahren von 1846 bis 1860 das klassizistische Herrenhaus mit Wirtschaftsgebäuden und Stallungen neu gebaut worden. Nach Laves Plänen wurde auch die alte Poststation am Steinkrug umgebaut. Im Nachbarort Argestorf ist das Widdergut Vier Eichen ein besonderes Juwel seiner Baukunst. Rundwege in Bredenbeck, ganzjährig, kein Eintritt.
Foto: Dagmar Siegmann (myheimat.de)
Deisteraner empfehlen
Steinkrüger Glaskegel
Neben Kohle und Kalk eröffneten die Freiherren Knigge noch einen dritten Industriezweig: 1804 gründete Freiherr Wilhelm Carl Knigge am Steinkrug eine Glashütte. Aber bereits 1928 neigte sich die industrielle Ära wieder dem Ende zu, und die Glashütte wurde geschlossen. Der alte, kegelförmige Turmofen ist ein einzigartiges Industriebauwerk und steht unter Denkmalschutz. Bredenbeck war vor allem wegen seines blauen Glases
Bredenbecks berühmter Sohn: Adolph Knigge Seinen Namen kennt in Deutschland fast jeder: Freiherr Adolph Knigge, 1752 in Bredenbeck geboren, würde die Missdeutung seines Werkes aber vermutlich auf die Palme bringen. Sein Name steht heute stellvertretend, aber irrtümlich für Benimmratgeber, die mit Knigges eher soziologisch ausgerichtetem Werk „Über den Umgang mit Menschen“ nichts gemein haben. Er war der Spross einer alten, allerdings verarmten Adelsfamilie und trat mehrere Posten bei Fürs-
ten und Landesherren an. Das Dasein eines Höflings war dem Freigeist Knigge aber zuwider. Von 1790 an lebte er in Bremen, wo er aus Geldnot das Amt eines Oberhauptmanns übernahm. 1796 verstarb Knigge im Alter von 44 Jahren ohne männliche Nachkommen. Das Grab des Freiherrn befindet sich im Bremer Dom. Der Levester Familienzweig der Knigges wurde Lehnsnachfolger und übernahm den Gutsbetrieb in Bredenbeck.
Deister-Spaß: Wennigsen 63
Hin und weg: Wichtige Fakten zu Wennigsen Einwohner: 14 500, davon 7800 in der Kernstadt. Wichtige Wirtschaftszweige: Biokosmetik, Feinmechanik. Tourist-Information: Tourismus-Service Wennigsen, Reisebüro Cruising, Hauptstraße 8, Telefon (0 51 03) 70 05 67. Anfahrt (Auto): von Hannover über die B 217 oder die B 65. Zentrale Parkplätze: Hauptstraße, Hagemann-
berühmt. In der Heimatstube des Heimatbunds wird über die Geschichte der Glashütte detailreich informiert. Glashütte mit Rauchkegel, nur von außen einsehbar. Informationen zur Glasgeschichte in der Heimatstube Bredenbeck, Wennigser Straße 23, geöffnet jeden dritten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr.
straße, Argestorfer Straße (Parkscheibenregelung). Anfahrt (Bahn): S-Bahn Linie 1, Bahnhöfe Gehrden-Lemmie und Wennigsen, S-Bahn Linie 5, Bahnhof Holtensen-Linderte. Übernachtung: 27 000 jährlich in acht Übernachtungsstätten. Internetseite: www.wennigsen.de
Holtenser Doppel-8
Fußtastpfad, Vogeluhr und Klangorgel: 16 Stationen laden an dem 2009 entstandenen Naturerlebnispfad zum Mitmachen ein. Im Sommer gibt es zusätzlich ein Labyrinth und einen Spielbach. Ebenfalls sehenswert ist die
Sonnenuhr. Start und Ziel der wie zwei hintereinanderliegende Achten geformten Strecke ist die alte Kirche in der Ortsmitte, die sich nicht verfehlen lässt. Verein Dorfgemeinschaft Holtensen, Naturerlebnispfad, ganzjährig, kein Eintritt. Text: Michael Hemme, Calenberger Zeitung
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64 Deister-Spaß: Die Autoren
Heimatzeitungsredakteure sind Deisterfans Wer kennt den Deister besonders gut und hat den Überblick? Diejenigen, die jeden Tag neue Geschichten aus dem und für den Deister schreiben: die Redakteure der Heimatzeitungen. Sie arbeiten für den Deister-
Anzeiger und die Calenberger Zeitung, zwei der sechs Heimatzeitungen, die täglich in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und Neuen Presse zu finden sind. Der DeisterSpaß ist für sie eine Herzensangelegenheit.
Michael Hemme
Michael Hemme
Michael Hemme lebt seit 14 Jahren im Tal zwischen Deister und Süntel. Auf dem Weg zur Gehrdener Redaktion der Calenberger Zeitung muss er jeden Tag buchstäblich über den Deister und wieder zurück. Gern lässt er das Auto stehen und erkundet die Waldregion auf immer neuen Wegen. Als Redakteur für Wennigsen fühlt er sich besonders privilegiert: Calenberger Geschichte und die Schönheit des Deisters haben dort eine faszinierende Kulturlandschaft geschaffen. Am liebsten ist er jedoch auf der Bad Münderaner Seite des Deisters unterwegs. Von oberhalb Nettelredes aus kann er abends beim Sonnenuntergang träumen.
Andreas Kannegießer
Andreas Kannegießer ist Redaktionsleiter der Calenberger Zeitung, der Heimatzeitung für Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen. Er ist seit mehr als drei Jahrzehnten in Barsinghausen zu Hause. Dort, direkt am Marktplatz, ist auch der Sitz der Redaktion. Er genießt die Nähe zum Deister sehr. Bei Spaziergängen im Wald kann er nicht nur herrlich entspannen, sondern auch Ideen sammeln für so manchen Text über den Deister und dessen schöne Seiten. Als Freund hoher Berge schätzt er zudem die weiten Ausblicke ins Calenberger Land, die auch von den Hängen des Mittelgebirges an vielen Stellen möglich sind.
Andreas Kannegießer
Andreas Zimmer
Andreas Zimmer
Andreas Zimmer ist Koordinator des Deister-Anzeigers – der Heimatzeitung für Bad Münder und Springe. In den neunziger Jahren zog er nach Springe und kann Wohnen und Arbeiten an einem Ort verbinden. Zimmer schätzt die Atmosphäre einer kleinen Kommune mit guten Verkehrsverbindungen zur nächsten Großstadt. Besonders freut ihn, dass sich die Geschäftsstelle und Springer Redaktion des Deister-Anzeigers mittlerweile im Herzen der Stadt befinden: in einem 1767 erbauten Fachwerkhaus direkt am Marktplatz. An einem perfekten Nachmittag verbringt der Springer seine Kaffeepause gern mit Blick auf die Wennigser Wasserräder.
Deister-Spaß: Kalender 65
Deister 2010: Der Veranstaltungskalender Montag, 22. März
Ausstellung
„100 Jahre öffentliche Wasserversorgung“, Wandelhalle Kurmittelhaus, Bad Münder, bis 20. April Donnerstag, 25. März
Ausstellung
„Sich regen“, Malerei, Galerie per-seh, Gutsstraße 8, Rittergut Großgoltern (Barsinghausen), Donnerstag und Freitag jeweils von 16 bis 20 Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr, bis 30. Mai Sonnabend, 27. März
Gartenträume mit Moorwannenrennen
auch Sonntag, mit verkaufsoffenem Sonntag, neue Bepflanzung der Pflanz- und Hochbeete im Kurpark, Präsentation von Gartenbedarf, Moorwannenrennen um das Rondell am Haus Kassel, Innenstadt Bad Nenndorf Sonntag, 28. März
Ostermarkt
mit verkaufsoffenem Sonntag, Innenstadt Barsinghausen, 13 bis 18 Uhr
Saisoneröffnung
Wäsche zu Omas Zeiten, Heimatmuseum, Mühlenstraße 6, Wennigsen, 10 Uhr
Osterfeuer
Landjugend Holtensen, auf dem Wolfsberg bei Holtensen (Wennigsen), 18 Uhr Montag, 5. April
Kurmatinee
Nikolaj Schischigin (Klavier), Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 10.45 Uhr
Kurkonzert
Grießetaler Shanty-Chor, Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 15.30 Uhr
Ostereiersuche
Deisterhütte Springe, 14.30 bis 19 Uhr Donnerstag, 8. April
Musical-Mix-Tour
Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19.30 Uhr
ADFC-Radtour: Stemmer Berg
20 km, Wernhard Thielemann, Telefon (0 51 08) 92 10 06, Start: Sonnenuhr Wennigsen, 16 Uhr Sonnabend, 10. April
CVJM: Frühlingsmärchen für Kinder von vier bis sieben Jahren, Kinder- und Jugendhaus Meriba, Klosteramthof, Wennigsen, Eintritt frei, 15 bis 16.30 Uhr
Klosterführung
bis Montag, am Jagdschloss, Springe, 11 bis 19 Uhr
Eintritt: drei Euro Erwachsene, Kinder zwei Euro, Treffpunkt: Turm der Klosterkirche, Klosteramthof, Wennigsen, 13 Uhr, auch am 1. Mai, 8. Mai, 5. Juni, 26. Juli, 7. August, 9. Oktober, 4. Dezember
Sonntag. 4. April
Sonntag, 11. April
Sonnabend, 3. April
Ostermarkt
Kurmatinee
Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 10.45 Uhr
Ostereiersuche mit Musik
Kurpark, Bad Münder, 15 Uhr
Saisoneröffnung
Museum im Wettbergschen Adelshof und Bürgerhaus von 1752, Kellerstraße, Bad Münder, 15 bis 18 Uhr
Mittwoch, 14. April
Botanische Parkführung
Treffpunkt: Haus Kassel, Bad Nenndorf, 15 Uhr (auch 12. Mai, 9. Juni, 15. September und 3. Oktober) Donnerstag, 15. April
Ausbildungsmesse
40 Barsinghäuser Betriebe präsentieren sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten, Zechengelände, Hinterkampstraße 6, Barsinghausen, ab 9 Uhr
Operette sich wer kann
„Komm mit nach Varašdin“, Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, auch Freitag, jeweils 15 Uhr Freitag, 16. April
Vernissage
„Schattenfuge“, Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, 19 Uhr, bis 21. Mai Sonnabend, 17. April
Lesung
NDR-Redakteurin Annemarie Stoltenberg stellt neue Bücher vor, Karten: sieben Euro, Bücherhaus am Thie, Marktstraße 14, Barsinghausen, 15.30 Uhr
Vogelstimmenwanderung
mit fachkundigen Referenten, anschließend Frühstück, Eintritt: 13,50 Euro Erwachsene, 12,50 Euro Kinder, Kunsthandwerkzentrum Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen, Anmeldung unter Telefon (0 51 03) 70 05 67, 5.30 Uhr
Gewerbeschau
bis Sonntag, Sporthalle und Freifläche der KGS/SophieScholl-Schule, Wennigsen
Lesung
„Die heimliche Geliebte“, gelesen von Ilka Sokolowski, Kunsthandwerkzentrum Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen, 20 Uhr
Sonntag, 18. April
Auf den Spuren des Bergbaus
historischer Spaziergang, Parkplatz Wallmannsweg/ Nienstedter Straße, Barsinghausen-Egestorf, 9.30 bis 12.30 Uhr
Kinderfest
auf dem Naturerlebnispfad Holtenser Doppel-8 hinter der Kirche, 12 Uhr
Jazz-Frühshoppen
Kulturzentrum Barsinghausen, Egestorfer Straße 3, 11 Uhr Freitag, 23. April
Moonlight-Shopping
Innenstadt Bad Münder, mit Beginn der Dämmerung
Märchen im Kloster
„Dein Herz ruft nach mir...“, Eintritt: neun Euro, Konventsaal im Kloster, Klosteramthof 3, Wennigsen, 19.30 Uhr Sonnabend, 24. April
Wasserräder im Deister Eröffnungsfest, siehe Seite 59, 15 Uhr Sonntag, 25. April
Bärlauchfest
im und am Energie- und Umweltzentrum, Eldagsen, siehe Seite 16, 11 bis 17 Uhr
Glasfestival
Prunk und Gebrauchsglas des 18. Jahrhunderts, Sparkasse Weserbergland, Bad Münder, 16 Uhr
Wiener Glasharmonika-Duo
Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19 Uhr
Kultur in der Kapelle
Compagna Allegra, Musik der Renaissance und des Frühbarock, Corvinus-Kapelle, Egestorfer Straße, Wennigser Mark
66 Deister-Spaß: Kalender Maibaumaufstellen
Montag, 26. April
mit Maisingen der Dorfgemeinschaft Holtensen und des Männergesangvereins Concordia, rund um das Dorfgemeinschaftshaus, Querstraße, Holtensen (Wennigsen), 11 Uhr
Glasfestival
bis 30. April, Innenstadt Bad Münder Mittwoch, 28. April
Dämmerschoppen
mit Little Jazz, Bistro in der Wandelhalle, Bad Nenndorf, Eintritt frei, 19 Uhr, auch am 26. Mai, 28. Juli, 29. September und 27. Oktober Sonnabend, 1. Mai
Offene Pforte
Rittergut Eckerde I, Barsinghausen, historischer Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert, jeden 1. Sonnabend im Monat bis Oktober, Alte Dorfstraße 2, 12 bis 18 Uhr
Kapellengartenfest
Kapellengarten, Ende Glockenstraße, Degersen, ab 12 Uhr
D . 3
Sonntag, 2. Mai
Deistertag
Auftakt in die Wandersaison, historischer Dampfzug von Hannover nach Barsinghausen, Geocaching-Touren und andere Aktionen im und um den Deister
Tag der Vereine mit Maibaumfest
Marktplatz, Springe, 10 bis 17 Uhr
Aktionstag Quellen
Gesundheit und Wellness, mit verkaufsoffenem Sonntag, Kurpark/Martin-SchmidtKonzertsaal/Innenstadt, Bad Münder, ab 10.30 Uhr
Eröffnung der Saison im Naturbad Wasserpark Wennigsen, ab 11 Uhr
Dampfzugfest
Besucherbergwerk, Hinterkampstraße 6, Barsinghausen, 9 Uhr
Jazzfrühschoppen
Jazzmusik und Gegrilltes, Toppiusplatz/Georgsplatz, Wennigser Mark, 11 Uhr
Der Weg ist das Ziel auf Calenberger Pfaden von Kloster zu Kloster, geführte Wanderung (ca. vier Stunden), Picknick mitbringen, festes Schuhwerk, Start: Kloster Wennigsen, Klosteramthof, Wennigsen, 10.15 Uhr
ADFC-Radtour: Deisterkreisel
75 km, Martin Klein, Telefon (0 51 05) 8 44 83, Treffpunkt: Bahnhof, Wennigsen, 10.10 Uhr
Fit im Frühling
Wanderung (ca. 2,5 Stunden) mit dem Kneippverein zur Wassertretstelleneröffnung, Rucksack und Handtuch mitbringen, Treffpunkt: Bahnhof, Gleis 2 (Zugfahrt nach Egestorf), Wennigsen, 12.45 Uhr
Fotosafari im Deister
Naturschutzbund, Familienwanderung (ca. 2 Stunden), Fotoprämierung, Treffpunkt: Wanderparkplatz, Ende Lübecker Straße, Argestorf, 11 Uhr
Via-Cordis-Tag
Kloster Wennigsen e.V., Weggemeinschaft Via-Cordis, Kosten: 20 Euro, Anmeldung: Kloster Wennigsen, 10 bis 18 Uhr
Dienstag, 4. Mai
ADFC-Radtour: Riepen
35 km, Martin Klein, Telefon (0 51 05) 8 44 83, Start: Sonnenuhr Wennigsen, 16.30 Uhr
r ta g e t s ei
Bad Münder • Bad Nenndorf • Barsinghausen Springe • Rodenberg • Wennigsen Sonntag, 2. Mai 2010 ab 7.15 Uhr
Wanderungen, Radtouren, Konzerte, Besichtigungen, Ausstellungen, Führungen, Dampfzug, Quellenfest, Maibaumfest, verkaufsoffene Geschäfte... Besuchen Sie den Deister und seine Orte am 2. Mai und erleben Sie die ganze Schönheit und Vielfalt zum Saisonauftakt.
Informationen unter www.deister.de und 0 50 42 - 92 98 04
Deister-Spaß: Kalender 67 Donnerstag, 6. Mai
Lesung
Tilman Jens: „Vatermord“, Bürgerhaus am Thie, Marktstraße 14, Barsinghausen, 19. 30 Uhr Sonnabend, 8. Mai
„Mein Mann, der fährt zur See“
Schwank in drei Akten von Wilfried Wroost, DeisterFreilichtbühne, Ludwig-JahnStraße, Premiere, 16 Uhr
Sommerkreationen
Eintritt frei, bis 10. Juli, Kunsthandwerkzentrum Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen
CVJM-Märchenfest
Eintritt frei, Kinder- und Jugendhaus Meriba, Klosteramthof, Wennigsen, 15 bis 17.30 Uhr Sonntag, 9. Mai
Autoschau
mit verkaufsoffenem Sonntag, buntes Programm für Familien, Innenstadt Barsinghausen, 13 bis 18 Uhr
Meisterkonzert
Kammerkonzert, MartinSchmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19.30 Uhr
Wildkräutertour
mit anschließender Brotzeit, mit Expertin, Kosten: 14,50 Euro Erwachsene, 13,50 Euro Kinder, Bredenbeck, Anmeldung unter: (0 51 03) 70 05 67, 10 bis 12.30 Uhr
Kurtheater
„Die bösen Schwestern“, Kurtheater in der Wandelhalle, Bad Nenndorf, 15.30 Uhr Donnerstag, 13. Mai
Stollenfest
Feggendorfer Stollen, Flecken Lauenau
Himmelfahrtsfrühschoppen
Musik und Gegrilltes, Eintritt frei, Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, ab 11 Uhr
Kulturelle Landpartie im Wendland
ADFC-Radtour von Wennigsen nach Schnega, Anmeldung bei Nicole Ehnert, Telefon (0 51 03) 70 61 07, 16.05 Uhr Sonntag, 16. Mai
Öffnung des Klostergartens
Kloster Barsinghausen, Bergamtsstraße 8, 14.30 Uhr
Kurkonzerte
Kurpark/Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Mittwoch, 19. Mai
Operette sich wer kann
„Ich bin nur ein armer Wandergesell“, Martin-SchmidtKonzertsaal, Bad Münder, auch Donnerstag, 15 Uhr Sonnabend, 22. Mai
Kultur im Schaafstall „Szymanowski-Quartett“, Schaafstall, Bad MünderEgestorf, 17 Uhr Sonntag, 23. Mai
„Simba – König der Löwen“
Musical für die ganze Familie, Deister-Freilichtbühne, Premiere, 16 Uhr
Turmfest
Gottesdienst und Gemeindefest, Petri-Pauli-Kirche, Bad Münder, 10 Uhr
Kurkonzerte
Kurpark/Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Montag, 24. Mai
Kurkonzerte
Kurpark/Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Dienstag, 25. Mai
ADFC-Radtour: Bischofshol
25 km, Marlene Haacks,
Telefon (0 51 03) 15 34, Start: Sonnenuhr Wennigsen, 17 Uhr
Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils 11 bis 17 Uhr
Freitag, 28. Mai
Sonnabend, 5. Juni
Dorfkino Bredenbeck
Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck Sonnabend, 29. Mai
Unternehmensschau
rund 80 Aussteller, Einfahrt in das Besucherbergwerk Klosterstollen, Deister-Bergbaumuseum, Zechengelände Barsinghausen, Hinterkampstraße 6, auch Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr
Tiermärchenfest
bis Sonntag, Wisentgehege, Springe, 10 bis 17 Uhr
NDR Fernsehen: Landpartie-Fest
am Jagdschloss, Springe, 10 bis 20 Uhr, auch Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Honigkuchen-Senf-Fest
Klimaschutztag
mit Springer Firmen, Museumshof, Springe, 10 bis 15 Uhr
Spaziergang mit Deisterpicknick
mit Förster, Preis: 19,50 Euro, Anmeldung unter: (0 51 03) 70 05 67, Bredenbeck, 10 bis 12 Uhr
Irish Folk
Eintritt: 10 Euro, Galerie Kornboden der Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Zurück in die Zukunft
Calenberger Landsommer, Kosten: vier Euro zzgl. Kaffeepause fünf Euro, Restaurant Steinkrug, Lindenallee 26, Steinkrug, 14 Uhr Sonntag, 6. Juni
Innenstadt Eldagsen, 15 bis 22 Uhr, auch Sonntag, 10 bis 19 Uhr
Jazz-Frühschoppen
Concert & Big Band Springe
Tag der offenen Tür
Konzert, Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19 Uhr Sonntag, 30. Mai
Offene Pforte
Rittergut Langreder, Kapellenstraße 2, Barsinghausen, 13 bis 18 Uhr
Kurkonzerte
Kurpark/Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr
Duo Riul
Klarinette und Klavier, Kulturkreis Springe, Jagdschloss, 19.30 Uhr Donnerstag, 3. Juni
Ausstellung
„Über Kopf“, Malerei und Skulpturen, Galerie per-seh, Gutsstraße 8, Rittergut Großgoltern (Barsinghausen), bis 8. August, Donnerstag und Freitag jeweils von 16 bis 20
Rathauspark, Springe, 11 Uhr Octapharma, Ende Harmsmühlenstraße, Springe, 13 bis 17 Uhr
Fronleichnamsprozession
Kurpark, Bad Münder, vormittags
Kurkonzert
Kurpark, Bad Münder, 15.45 Uhr
ADFC-Radtour: Bad Nenndorf/Stadthagen
60 km, Bahnfahrkarte erforderlich, Hildegard Trierweiler, Telefon (0 51 03) 33 36, Start: Bahnhof Wennigsen, 9.45 Uhr Montag, 7. Juni
Ausstellung zum Thema Tagespflege bis 16. Juni, Wandelhalle Kurmittelhaus, Bad Münder
68 Deister-Spaß: Kalender Freitag, 11. Juni
Fit is fun
bis Sonntag, mit verkaufsoffenem Sonntag, Kurparklauf, Spiel & Spaß im Park, Kurpark Bad Nenndorf Sonnabend, 12. Juni
Töpfermarkt
auf dem Burghof, Springe, 13 bis 18 Uhr
Tag der Familie
Kur- und Landschaftspark Bad Münder, 14 bis 18 Uhr
Auf den Spuren des Wildes
Sonntag, 13. Juni
Verkaufsoffener Sonntag
Innenstadt Springe, 13 bis 18 Uhr
Töpfermarkt
auf dem Burghof, Springe, 11 bis 18 Uhr
Fleckenfest
Ausstellung zum Thema Weltreligion bis 23. Juni, Wandelhalle Kurmittelhaus, Bad Münder Freitag, 18. Juni
Schützenfest Springe bis Montag, Hallenbad/ Harmsmühlenstraße
Flecken Lauenau
Matinee-Konzert mit Picknick
Rittergut Großgoltern (Barsinghausen), 11.30 Uhr
Offener Klostertag
anschließend Picknick, mit Förster, Preis: 17,50 Euro, Anmeldung unter: (0 51 03) 70 05 67, 10 bis 12.30 Uhr
Donnerstag, 17. Juni
Kloster Barsinghausen, Bergamtsstraße 8, 14.30 Uhr Mittwoch, 16. Juni
Operette sich wer kann bis Donnerstag, „Der Vogelhändler bin ich ja“, MartinSchmidt-Konzertsaal, auch Donnerstag, jeweils 15 Uhr
Saison 2010
Deister-Freilicht-Bühne
Barsinghausen e.V. Geburtstagskinder gesucht! hält die
sem Jahr ühne Auch in die s reilicht-B Deister-F burtstagskind, da e Ge es ldet, ein jed r fü r Kasse meng bereit. de an h sic erraschu nt sich! Üb ine kle es loh Nur Mut,
Sommer in der Stadt
mit verkaufsoffenem Sonntag, Sport-, Spiel- und Musikfest, Samba-Kinderkarawane, exotische Leckereien und vieles mehr, Barsinghausen, ab 16.30 Uhr Sonnabend, 19. Juni
Mittsommernachtsfest Wisentgehege, Springe, ab 15 Uhr
Sommer in der Stadt
Barsinghausen, siehe 18. Juni, 10 bis 23 Uhr
Söltjerlauf Bad Münder
ab Bergschmiede, Bad Münder, 11 Uhr Sonntag, 20. Juni
Sommer in der Stadt
Barsinghausen, siehe 18. Juni, 10 bis 22 Uhr
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr
Flohmarkt am Heimatmuseum
Mühlenplatz am Heimatmuseum, Mühlenstraße 6, Wennigsen, 10 bis 17 Uhr
Open-Air-Gottesdienst
Kur- und Landschaftspark Bad Münder, 17 Uhr Freitag, 25. Juni
Mein Mann der fährt zur See
Simba König der Löwen
20 2010 20 010 10 10
Von Wilfried Wroost · Regie: Andreas Barz
TERMINE: Sa 08.05. 16:00 So 04.07. 16:00 Premiere Sa 10.07. 16:00 So 09.05. 16:00 So 01.08. 16:00 So 16.05. 16:00 Fr 06.08. 20:00 So 30.05. 16:00 Mi 11.08. 20:00 Sa 05.06. 16:00 Fr 13.08. 20:00 Sa 26.06. 16:00 Sa 14.08. 16:00 So 27.06. 16:00 So 22.08. 16:00 Mi 30.06. 20:00 Fr 03.09. 20:00 EINTRITTSPREISE 2010 Erwachsene Erwachsene € 8,– Schüler - Kinder € 6,–
Märchen Erwachsene Kinder
€ 7,– € 4,–
Gruppen ab 15 Personen erhalten pro Person € 0,50 Ermäßigung
ZUSATZVERANSTALTUNGEN
Außer Kontrolle
Textfassung: Robert Hesse · Regie: Herma Dreyer
Regie: Annabell Reymann & Timo Karasch
Mi 23.06. 20:00 Sa 24.07. 16:00 So 23.05. 16:00 So 25.07. 16:00 Pfingsten Premiere Mi 28.07. 20:00 Mo 24.05. 16:00 Fr 30.07. 20:00 Sa 29.05. 16:00 Sa 07.08. 20:00 So 06.06. 16:00 So 08.08. 16:00 Sa 12.06. 16:00 So 15.08. 16:00 So 13.06. 16:00 Fr 20.08. 20:00 Tag der Freilichtbühnen Sa 21.08. 20:00 Sa 19.06. 16:00 Sa 04.09. 16:00 AUSKUNFT + INFORMATION Elfi Tadje Telefon 0 51 05 / 93 08 Eva Peters Telefon 0 51 05 / 514445 www.deister-freilicht-buehne.de
TERMINE: Sa 17.07. 20 Uhr So 18.07. 20 Uhr · Fr 23.07. 20 Uhr
TERMINE:
Musical Night
ERMINE FFr 02 07 20 220:00 0 00 Uhr TERMINE: 02.07. VORVERKAUFSSTELLEN - KEINE TELEFONISCHE AUSKUNFT! -
büro&co. · Tel. 0 51 05 / 58 5110 Tourist Office im Bürgerbüro Telefon 0 51 05 / 77 42 63 Deister-Leine-Zeitung Bahnhofstraße 5 · Telefon 0 51 05 / 77 07 34 Computertechnik Barsinghauen Bergstraße 3 · Telefon 0 51 05 / 52180 Hannover Tourismus Telefon 0511 / 16 84 97 20
Schützenfest Eldagsen bis Montag, Schützenplatz Sonntag, 27. Juni
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr
Freitag, 2. Juli
Musical Night
Songs aus den bekanntesten Musicals, Deister-Freilichtbühne, 20 Uhr
Operette sich wer kann
„Da geh ich zu Maxim“, Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, auch Sonnabend, jeweils 15 Uhr Sonnabend, 3. Juli
15. Calenberger Trecker-Treffen
Gutshof von Ilten, Gestorf, 10 bis 18 Uhr
Quellen für Spiel und Spaß
Rohmelfreibad und Innenstadt, Bad Münder Sonntag, 4. Juli
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Sonnabend, 10. Juli
Bürgerschützenfest bis Montag, Rodenberg Sonntag, 11. Juli
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Montag, 12. Juli
Deutsche SeniorenMinigolfmeisterschaft
bis Sonntag, SC Bad Münder, Minigolfanlage am Kurpark, Bad Münder Sonnabend, 17. Juli
Carmina Burana
Orchester, Chor, Ballett, Lichtspektakel, Open Air, am Jagdschloss, Springe, 20 Uhr Sonntag, 18. Juli
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr, auch Sonntag, 25. Juli
Deister-Spaß: Kalender 69 Sonnabend, 24. Juli
Es klappert die Mühle
Calenberger Landsommer, Der Waldkater, Deister, Kohlebergbau, Wasserräder, Kosten: 3,50 Euro, Treffpunkt: Wanderparkplatz Waldkater, Wennigsen, 14 Uhr Sonnabend, 31. Juli
Kinderfest
bis Sonntag, Wisentgehege, Springe, 10 bis 17 Uhr
„Ein Sommer(nachts)traum in Windsor“
Open-Air-Oper, Auszüge aus „Ein Sommernachtstraum“ und „Die lustigen Weiber von Windsor“, Rittergut Eckerde, Alte Dorfstraße 2, Barsinghausen, 16 Uhr, auch Sonntag Sonntag, 1. August
Kurkonzert
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr
Buchbinder und -drucker Ausstellung, Heimatmuseum, Mühlenstraße 6, Wennigsen, 10 Uhr Sonnabend, 7. August
3. Radnacht
Jugend-, Senioren- und Juxrennen rund um den Dreieckskurs in der Innenstadt, Barsinghausen, 16 bis 22 Uhr
Ausstellung
„Zimmer des Meisters“, Rauminstallation, Eintritt frei, Raum für Kunst, Egestorfer Straße 36, Barsinghausen, jeweils freitags 16 bis 19 Uhr, sonnabends und sonntags jeweils von 13 bis 19 Uhr, bis 12. September
OqueStrada – Musik des Kultursommers
portugiesische Rhythmen, Eintritt: 14 Euro/11 Euro, Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr Sonntag, 8. August
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr
Sonnabend, 14. August
Sommerfest
mit der Gipsy Jazz Connexion, im Energie- und Umweltzentrum, Eldagsen, 19 Uhr
Treckerfest
bis Sonntag, am Dorfgemeinschaftshaus, Altenhagen I, Springe
Sommerfest
Hof Dittert, Springe-Bennigsen, Osterland 17, 14 bis 18 Uhr
Kultur im Schaafstall
Leslie Malton und Felix v. Manteuffel, Schaafstall, Bad Münder-Egestorf, 17 Uhr
Herbstschätze
Eintritt frei, bis zum 23. Oktober, Kunsthandwerkzentrum Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen
Führung im Ruheforst
Treffpunkt: Waldparkplatz Ruheforst, Ende Steinkrüger Weg, Bredenbeck, 11 Uhr, auch am 11. September, 9. Oktober, 6. November und 4. Dezember
Sonnabend, 21. August
Dienstag, 24. August
Kinkeldeyfest
Theater
auf dem Amtsplatz, Rodenberg
„Aufstieg und Fall der Calenberger Reformationsfürstin“, Eintritt frei, Spende erbeten, Reservierung: Telefon (0 51 03) 72 48 oder (0 51 03) 22 30, Klosterkirche, Wennigsen, 19.30 Uhr, auch 27. August
Exkursion nach Hülsede
Besichtigung Wasserschloss und Aegidienkirche, Treffpunkt: Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen, 10 bis 17 Uhr
Freitag, 27. August
Sonntag, 22. August
Stadtfest
bis Sonntag, vier große Bühnen, Bands aller Stilrichtungen, buntes Kinderprogramm, Innenstadt, Barsinghausen
Offener Klostergarten
Kloster Barsinghausen, Bergamtsstraße 8, 11 Uhr
Kurkonzert
Märchenhaftes Bad Nenndorf
Kurpark, Bad Münder, 10.45 Uhr
bis Sonntag, mit verkaufsoffenem Sonntag, Lichterfest, Gourmetfestival, Musik, Bad Nenndorf
Festumzug Kreisschützenfest
Innenstadt Bad Münder, 15 Uhr
Open-Air-Kino
„Willkommen bei den Sch‘tis“, Rittergut Knigge, Dorfkino Bredenbeck, ab 19.30 Uhr Sonntag, 15. August
Picknick-Konzert
Kulturkreis, Jagdschlosswiese, Springe, 17 Uhr
Kurkonzerte
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Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Freitag, 20. August
Nach den Erzählungen von Runer Jonsson von J. Göhlen (Texte) und C. Bruhn (Musik)
Burgfest
bis Sonntag, am Heimatmuseum in Rodenberg, 900 Jahre Schaumburg, Besuch des Fürsten Ernst zu HolsteinSchaumburg am Sonntag
Kreisschützenfest
bis Montag, Festplatz Lindenallee, Bad Münder
Zwetschenfest
bis Sonntag, großes Dorffest mit Festprogramm, Wennigser Mark
Ein Musical nach Bernhard Shaw
My Fair
Lady
Freilicht- und Waldbühne OsterWald e.V. An der Freilichtbühne 7 31020 Salzhemmendorf
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70 Deister-Spaß: Kalender Sonntag, 29. August
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Sonnabend, 4. September
Wirtschaftsschau
bis Sonntag, auf dem Burghof, Springe, 11 bis 18 Uhr
Barsinghausen läuft
Volkslauf, Musik, Massagen, Vorführungen und vieles mehr, Innenstadt/Zechenpark Barsinghausen
Theater und Satire
„30 km pro Sekunde“, satirisches Soloprogramm, Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen, 20 Uhr Sonntag, 5. September
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Mittwoch, 8. September
Potato Europe
bis Donnerstag, Fachausstellung, Gut Bockerode, Mittelrode Freitag, 10. September
Cachathon
bis Sonntag, GeocachingFestival, freies Cachen in Barsinghausen und am Deister, abends gemeinsames Treffen und Feiern am Klosterstollen
Jazz Colours
Bilder von Jürgen Born, Eintritt frei, bis 22. Oktober, Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, Vernisage: 19 Uhr Sonnabend 11. September
Oldtimertreffen
Auf dem Obergut, Eldagsen, 10 bis 20 Uhr, auch Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Glasfestival II
Einweihung Glas-Stelen, Innenstadt, Bad Münder
Sonntag, 12. September
23. Regionsentdeckertag mit Aktionen in der gesamten Region Museumshoffest
Museum auf dem Burghof, Springe, 11 bis 18 Uhr
Öffnung des Klostergartens
zum Tag des offenen Denkmals, Kloster Barsinghausen, 14.30 Uhr
Tag der Sicherheit
Innenstadt Bad Münder, ab 10 Uhr
Meisterkonzert
„Slowakische Symfonietta Zilina“, Martin-SchmidtKonzertsaal, Bad Münder, 19.30 Uhr
Museumstag
Handwerkliches und Kulinarisches, Heimatmuseum, Mühlenstraße 6, Wennigsen, 10 bis 17 Uhr
Wennigser Cruisinglauf Volkslauf, www.wennigsercruisinglauf.de, Start-/Zielbereich Reisebüro Cruising GmbH, Hauptstraße 8, Wennigsen, ab 8 Uhr
Glasfestival II
GlasBlasSing Quintett, Lichter leuchten, Kurpark Bad Münder Freitag, 17. September
Galeriekino
Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck Sonnabend, 18. September
Forellenteichfest
Forellenteich im Fuchsbachtal, Wanderparkplatz Bergstraße, 13 bis 20 Uhr
2. Wennigser Musikfestival: Jazznacht
Gasthaus zur Tenne, Degersen, Informationen: Telefon (0 51 09) 86 09
Herbstwiesenfest
beim Schmied in Eldagsen, Lange Straße 55, 15 bis 22 Uhr
Obstweinfest
rund um das Dorfgemeinschaftshaus Holtensen, Querstraße, Holtensen (Wennigsen), 13 Uhr Sonntag, 19. September
Rotwildwoche
Führungen zur Hirschbrunft, bis 26. September, Wisentgehege, Springe, täglich 17 Uhr
Kurkonzerte
Kurpark, Bad Münder, 10.45 und 15.45 Uhr Freitag, 24. September
Konzert
Shanty-Chor Frische Brise, Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19.30 Uhr Sonnabend, 25. September
Ausstellung
„Malereigerät“, Objektkunst, Eintritt frei, bis 30. Oktober, Raum für Kunst, Egestorfer Straße 36, Barsinghausen, Freitag jeweils 16 bis 19 Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils von 13 bis 19 Uhr
Kultur im Schaafstall
„Lipkind-Quartett“, Schaafstall, Egestorf, 17 Uhr
Offene Pforte
Besichtigung des großen Grasgartens, Rittergut Langreder (Barsinghausen), Kapellenstraße 2, 13 bis 18 Uhr
Quellen für Gaumen und Genuss
mit verkaufsoffenem Sonntag, Innenstadt Bad Münder, 13 Uhr
Bauernmarkt
Ländliches, Kunsthandwerk und Spaß für die ganze Familie, Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, 10 bis 18 Uhr Sonnabend 2. Oktober
Kürbis, Kunst und Kinderkram
bis Sonntag, Eldagsen, 11 bis 18 Uhr
2. Wennigser Musikfestival: Rocknacht Gasthaus zur Tenne, Degersen, Informationen: Telefon (0 51 09) 86 09
Basche Blues
3. Barsinghäuser Blues & Jazz Festival, Zechensaal Barsinghausen, 16 Uhr Sonntag, 3. Oktober
Quellen für Gaumen und Genuss
Kurkonzert
Scheunenfest
Konzert
Innenstadt Bad Münder
Jubiläum des Musikzuges, Hof Rogge, Neustadtstraße, Wennigsen
Zurück zu Lück
Preview auf die neue Comedyshow mit Ingolf Lück, Kulturzentrum, Egestorfer Straße 3, Barsinghausen, 20 Uhr Sonntag, 26. September
Altweibersommer
mit verkaufsoffenem Sonntag, Rodenberg
Herbstmarkt
mit verkaufsoffenem Sonntag, Erntekrone binden, Stadtflohmarkt, Kinderschminken, Innenstadt Barsinghausen
Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 15.45 Uhr Männergesangverein Concordia, evangelische Kirche, Holtensen (Wennigsen), 20 Uhr Mittwoch, 6. Oktober
Meisterkonzert
„Cappella Istropolitana“, Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19.30 Uhr Sonnabend, 9. Oktober
Bauernmarkt
auch Sonntag, mit verkaufsoffenem Sonntag, Aussteller mit land- und forstwirtschaftlichen Produkten, Livemusik, Streichelwiese, Oldtimer-Trecker-Parade und vieles mehr, rund um die Musikmuschel, Bad Nenndorf
Bauernmarkt
mit verkaufsoffenem Sonntag, Innenstadt Springe, 13 bis 18 Uhr
Kurkonzert
Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 15.45 Uhr
Kürbistag
Wisentgehege, Springe, 10 bis 17 Uhr Freitag, 15. Oktober
Moonlight-Shopping Innenstadt Bad Münder
Sonntag, 17. Oktober
Kurkonzert
Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 15.45 Uhr Dienstag, 19. Oktober
Operette sich wer kann
„Die verkaufte Braut“, MartinSchmidt-Konzertsaal, Bad Münder, auch Mittwoch, jeweils 15 Uhr Freitag, 22. Oktober
Lesung
Uwe Janssen und Imre Grimm, Glossen aus der HAZ, Eintritt: sechs Euro, Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, 20 Uhr Sonntag, 24. Oktober
Kurkonzert
Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 15.45 Uhr Freitag, 29. Oktober
Moonlight-Shopping mit Laternenumzug Innenstadt Bad Münder
Sonnabend, 30. Oktober
Hubertusfest
bis Sonntag, Wisentgehege, Springe, 10 bis 18 Uhr
Oboe trifft Gitarre
Stiftung Edelhof Ricklingen, Musik aus Barock und Roman-
tik, Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen, 20 Uhr
Donnerstag, 25. November
Weihnachtsmarkt am Kloster
Sonntag, 31. Oktober
bis Sonntag, Innenstadt Barsinghausen
Martinimarkt
mit verkaufsoffenem Sonntag, Rodenberg
Sonnabend, 27. November
Weihnachtsmarkt
Freitag, 5. November
bis Sonntag, auf dem Amtsplatz, Rodenberg
Late-Night-Shopping Innenstadt Eldagsen, bis 22 Uhr
Adventsmarkt
Kunsthandwerk, Kulinarisches, Hof der Kornbrennerei Warnecke, Deisterstraße 4, Bredenbeck, 14 bis 17 Uhr
Sonnabend, 6. November
Winterfreuden
Waldweihnachtsmarkt
Eintritt frei, bis 24. Dezember, Kunsthandwerkzentrum Spritzenhaus, Hirtenstraße 6, Wennigsen
Deisterhütte Springe, 15 bis 20 Uhr (auch Sonntag, 12 bis 20 Uhr) Freitag, 3. Dezember
Mittwoch, 10. November
Operette sich wer kann
Meisterkonzert
Freitag, 12. November
Herbstkino
Gasthaus Seidensticker, Bredenbeck, Informationen: Telefon (0 51 09) 56 52 06
Weihnachtsmarkt
Marktplatz Springe, 12 bis 22 Uhr (auch Sonntag, 12 bis 20 Uhr) Donnerstag, 9. Dezember
Weihnachtsmarkt
bis Sonntag, rund um die Musikmuschel, Bad Nenndorf Sonnabend, 11. Dezember
Weihnachtsmarkt
bis Sonntag, Flecken Lauenau
Weihnachtsmarkt
bis Sonntag, Innenstadt Bad Münder
Es geht weiter!
Konzert
Die nächste Ausgabe erscheint pünktlich zum Saisonstart 2011. Sie haben Tipps für die Rubrik „Deisteraner empfehlen“? Sie haben Vorschläge oder Hinweise an die Redaktion? Sie interessieren sich für eine Anzeige?
Concert & Big Band Springe. Martin-Schmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19 Uhr
Wennigser Musikfestival: Klassik und mehr Klostersaal, Klosteramthof, Wennigsen Mittwoch, 17. November
Operette sich wer kann
Schreiben Sie uns eine E-Mail an redaktion@deister-spass.de.
„Machen wir’s den Schwalben nach“, Martin-SchmidtKonzertsaal, Bad Münder, auch Donnerstag, jeweils 15 Uhr Sonnabend, 20. November
„In einer Perle gespiegelt“, Konzertprojekt mit Petra Woisetschläger, Schaafstall, Bad Münder-Egestorf, 17 Uhr
Sonnabend, 4. Dezember
Deister-Spaß
Sonnabend, 13. November
Kultur im Schaafstall
Weihnachtsgala, MartinSchmidt-Konzertsaal, Bad Münder, auch Sonnabend, jeweils 15 Uhr
„Fröhliche Weihnacht überall“,
„Filharmonia Kaliska“, MartinSchmidt-Konzertsaal, Bad Münder, 19.30 Uhr
Foto: Wisentgehege
Sonntag, 10. Oktober
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