myheimat Garbsen IX

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2. Jahrgang

Garbsen

Oktober 2009

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www.myheimat.de/Garbsen: Das Magazin zum Mitmachen.

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Foto: Hartmut Sprotte

Stärke gefragt Foto: Petra Pschunder

Foto: Susanne Krajewski

In Szene gesetzt

Garbsen im Nebel

Das Puppenmuseum

Nachwuchsregisseur Tobias Bentlage im Interview

Wo es in diesen Wochen besonders schön ist

Wie sich eine Garbsener Familie ihren Traum erfüllt

Foto: Petra Pschunder

Foto: Tobias Bentlage

Historische Kartoffelernte in Osterwald

Überlebenstipp

So wird eine Kaktusfeige richtig zubereitet


Garbsen

Überblick

Garbsener Momente

Garbsener Hobbyautoren berichten. Wo finde ich meinen Beitrag? Hans-Werner Blume >> 2, 8, 11 Kurt Gleick >> 2 Thorsten Lange >> 3 Christa Tuerk >> 3 Gabriele Rinkleff >> 3 Stefan Wiegand >> 3 Giuliano Micheli >> 5 Susanne Krajewski >> 6, 7 Hartmut Sprotte >> 8, 9 Elisabeth Patzal >> 11, 12, 14 Gertraude König >> 13 Jürgen Zempel >> 14 Darius Pilarski >> 15

Impressum

Lernen leicht gemacht: Bei der Ideen-Expo auf dem hannoverschen Messegelände im September sind Schülerinnen und Schüler der IGS Garbsen mittendrin. Hans-Werner Blume zeigt weitere Fotos auf www.myheimat. de/themen/ideenexpo.

Auflage: 11.000 Exemplare Nächste Ausgabe: 2. Dezember 2009

Robin Jantos 05032/96 43 56 Redaktion

myheimat@heimatzeitungen.de www.myheimat.de/profil/5409

Annika Kamißek 05032/96 43 54 Redaktion

Anzeigen

myheimat@heimatzeitungen.de www.myheimat.de/profil/22881

Gisela Arneke 05137/55 19 gisela.arneke@mhniedersachsen.de

Verlag: MH Niedersachsen GmbH & Co. KG, Am Wallhof 1, 31535 Neustadt am Rübenberge (zugleich auch ladungsfähige Anschrift sämtlicher im Impressum genannter Personen); Verantwortliche Redakteure: Peter Taubald, Clemens Wlokas; Gestaltung: Siegfried Borgaes; Verantwortlich für den Anzeigenteil: Holger Hadeler; Druck: Buchdruckerei P. Dobler GmbH & Co. KG, Ravenstraße 45, 31061 Alfeld/L.

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Die Kaffeepause haben sich Radler des Garbsener Radsport-Clubs 78 verdient: „Zuerst hielten wir in Hagenburg bei der Fischfabrik, dann ging es über den Rundweg Steinhuder Meer bis Moorhütte. Am Ende wartete in Liehte im Scheunenkaffee eine Riesentorte auf uns“, schreibt Kurt Gleick auf www.myheimat.de/beitrag/173020.


Garbsen

Dieser Schnappschuss vom Juniorinnen-Ballwurf der Vereinsmeisterschaft des SV Wacker Osterwald gelang Thorsten Lange. Er berichtet ausführlich auf www.myheimat.de/beitrag/173709.

Ihr Jahresausflug führte die Meyenfelder Heimatbundgruppe ins Künstlerdorf Fischerhude. Nach der Führung entstand vor dem Modersohn-Museum dieser Schnappschuss von Christa Tuerk (www.myheimat.de/beitrag/168955).

Dem Verein für Werken und Gestalten in Meyenfeld ist es gelungen, die hannoversche Künstlerin Anne Brömme für einen Workshop zum Thema „Köpfe töpfern“ zu gewinnen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, schreibt Gabriele Rinkleff auf www. myheimat.de/beitrag/173704.

Zum zweiten Mal haben Ingrid Herwig (Garbsener SC/IC Hannover) und Stefan Weigang (Tri-Team Neustadt/IC Hannover) beim Berlin-Marathon einen doppelten Doppelstart absolviert. Beide sind am ersten Turniertag geskatet und am zweiten gelaufen. Stefan Wiegand berichtet auf www.myheimat.de/beitrag/172374.

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Interview

Nachwuchsregisseur Tobias Bentlage: Jugendliche chillen lieber, als eine Aufgabe im Verein zu übernehmen Die Premiere Ihres Kurzfilms „Der Neue“ über Mobbing an Schulen liegt jetzt fast ein Jahr zurück. Wie bewerten Sie das Projekt im Rückblick?

bereit sind, sich zu engagieren. Hier müssen sich die Vereine jedoch um diese Jugendliche bemühen, auf sie zugehen, ihnen Hilfestellungen anbieten.

Insgesamt schaue ich auf ein interessantes Projekt mit einem überzeugenden Ergebnis zurück. Neben der für mich bereichernden Erfahrung, ein so großes Projekt durchgeführt zu haben, konnten wir einen Film auf die Leinwand bringen, der die Menschen berührt hat und der eine wichtige Botschaft weitergegeben hat. An Schulen wird der Film zur Diskussion zum Thema Mobbing gezeigt, das war eines meiner Ziele.

Was motiviert Sie, ehrenamtlich tätig zu sein?

Haben Sie schon ein neues Projekt, an dem Sie arbeiten?

Grundsätzlich ist es der Spaß an der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und die Liebe zum Handballsport. Beim Blick auf die vergangenen Jahre ist zudem für mich erkennbar, dass das Ehrenamt für meine eigene Persönlichkeitsbildung eine wichtige Rolle gespielt hat. Unter anderem aus diesem Grund absolviere ich seit Juli ein Freiwilliges Soziales Jahr beim TSV Anderten, um mich in diesem Bereich noch weiter zu Film hat die entwickeln.

„Der Menschen berührt.“

Es gibt ein neues Projekt, das momentan in der Entwicklungsphase ist. Nach dem Kurzfilm arbeite ich nun an einem abendfüllenden Spielfilm. Das Jugenddrama erzählt die Geschichte von vier völlig verschiedenen Familien. Inhaltlich verrate ich nur vier Schlagworte: Alkoholismus, Gewalt, Armut, Trauer. Es ist ein Film voller Konflikte und großer Gefühle. Ein absolut aktueller und realistischer Film. Da ich momentan erst am Drehbuch sitze, steht das Projekt erst ganz am Anfang. Sie engagieren sich ehrenamtlich bei der Handballspielgemeinschaft Garbsen. Was zeichnet die HSG aus?

Als Breitensportverein ist es schon mal klasse, dass wir im männlichen Bereich für Jugendliche jeden Alters die Möglichkeit bieten, Handball zu spielen. Außerdem ist das Engagement der Jugendlichen im Verein hervorzuheben. Im Mini-Bereich und der E-Jugend engagieren sich A- und B-Jugendspieler als Übungsleiter. Allein im letzten Jahr wurden fünf Jugendspieler als Schiedsrichter ausgebildet. Und wo zwickt es?

Insgesamt glaube ich, dass der Verein nicht sein volles Potenzial ausschöpft. Meine Vorstellung eines Vereins als „zweite Familie“ ist verbunden mit noch mehr Engagement und Arbeit, was für viele beruflich nicht einzurichten ist und extreme Verbundenheit zum Verein sowie Begeisterung erfordert. Um uns sportlich weiter zu verbessern, müssen wir unsere Trainer, besonders die engagierten jungen, aus- und fortbilden, um möglichst in jeder Altersklasse einen lizenzierten Übungsleiter statt eines handballerfahrenen Vaters in der Halle zu haben. Viele Vereine beklagen das fehlende Engagement des Nachwuchses. Haben Sie auch den Eindruck, dass Jugendliche sich zu wenig ehrenamtlich engagieren?

Auch wenn es in der HSG Garbsen einige engagierte Jugendliche gibt, denke ich trotzdem, dass sich insgesamt zu wenig ehrenamtlich engagieren. Für viele ist es einfach nicht attraktiv, Verantwortung für eine Mannschaft zu übernehmen, zu Spielen am Wochenende früh aufzustehen. Viele „chillen“ lieber, wenn sie aus der Schule kommen, anstatt am Abend eine Aufgabe im Verein zu übernehmen. Es gibt also wenige, die grundsätzlich

4 I myheimat Interview

Mal abgesehen von Film und Handball: Was macht Garbsen lebenswert?

Da mag ich besonders die zwei unterschiedlichen Seiten von Garbsen, die so nah beieinander liegen. Auf der einen Seite Kino, Shopping-Plaza, Stadtbahnanschluss, Autobahnauffahrt, Wasserskistrecke am Blauen See und auf der anderen Seite die ruhigen Ecken wie den Berenbosteler oder den Schwarzen See, die Garbsener Schweiz oder insgesamt den Stadtpark. Man wohnt ruhig, ohne abgeschnitten zu sein von der Außenwelt. Sehr gut gefällt mir auch die Lage innerhalb Deutschlands. Ob an die Ostsee oder Nordsee, nach Berlin oder Dortmund, alles ist in wenigen Stunden erreichbar. Und was sollte in Garbsen besser werden?

Es sollte endlich Klarheit über die Entstehung eines neuen oder die Modernisierung des alten Einkaufzentrums herrschen. Es ist schade, dass man für viele Dinge extra nach Hannover fahren muss. Als Beispiel nenne ich hier Elektroartikel. Ich hoffe, dass es bald eine Entscheidung bezüglich der Einkaufszentren gibt. Mir persönlich ist es egal, ob ich neben dem Kino oder im Planetencenter einkaufe, solange es dort interessante Geschäfte gibt. Die Hauptsache ist: Bald.

von: Annika Kamißek

mehr unter: www.myheimat.de/beitrag/175225


Garbsen

Die Kaktusfeige.

Pflücken mit dem Bambusrohr.

Feine Stacheln abfegen.

So wird eine Kaktusfeiger zubereitet Auf myheimat.de veröffentlicht von:

Giuliano Micheli

Beitragsgruppe: Attraktivität

Über Kakteen wurde auf myheimat schon viel berichtet, auch über die Kaktusfeige. Aber viele wissen nicht, wie Kaktusfeigen

Spitzen werden abgeschnitten.

gepflückt, aufgemacht und gegessen werden. Die Feige mit bloßen Händen anzufassen, verursacht einen unangenehmen Schmerz. Also werde ich Euch zeigen, wie man es machen kann. Man sucht sich, wenn möglich, ein Bambusrohr und spaltet dies an der Spitze. Die gepflückten Feigen werden mit einen

Es folgt ein Mittelschnitt.

Strauch abgefegt. Auf diese Weise werden die feinen Stacheln entfernt. Danach werden sie mit dem Messer aufgeschnitten und gegessen. Giuliano Micheli ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/13965/

Kaktusfeige aufmachen und essen.

Ganz schön „egelig“ Wer glaubt, Egel seien bloß blutrünstige Parasiten, der täuscht. Als medizinische Wunderwaffe sind sie seit mehr als 2000 Jahren für ihre Heilkraft berühmt: Schon Ägypter, Griechen und Römer setzten Egel. „Die Tiere sind wandelnde Apotheken, deren Speichel vielerlei hilfreiche Substanzen enthält“, weiß Heilpraktikerin Stefanie Hellbernd: „Enzyme wie Hirudin und Calin hemmen die Blutgerinnung, weiten die Blutgefäße und wirken Entzündungen und Schmerzen entgegen. Das Gewebe wird gereinigt und von frischem Blut durchströmt.“

werden sie nur an ausgewiesene Therapeuten geliefert. Denn jeder Egel darf nur unter fachlicher Aufsicht und nur ein einziges Mal zum Einsatz am Menschen kommen.

Hochwertige Arzneimittel Heute sind Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) anerkannte Arzneimittel: Unter strengen Auflagen für den Einsatz am Menschen gezüchtet,

Wie „arbeiten“ Egel? Eine Behandlung dauert 60 bis 90 Minuten: Egel werden gezielt angesetzt, „ritzen“ ein sternförmiges Mal in die Haut und saugen sich fest. Beim

Einsatzgebiete Beste Dienste leisten sie erfahrungsgemäß in der plastischen Chirurgie, bei Blutgerinnseln, Blutergüssen, Krampfadern, Venenentzündungen, Gefäßverkalkungen, Rheuma und Gelenkabnutzungen (wie Arthrosen), Muskelkrämpfen, Zerrungen und Verstauchungen, Rücken- und Kopfschmerzen sowie Ohrgeräuschen.

Blutsaugen gibt der Egel gleichzeitig seine wertvollen Substanzen ab. Wenn er genug hat (etwa 15 ml), löst er sich. Schön schaurig: ein „satter“ Egel. Anschließend wird ein saugfähiger Verband angelegt, denn die Bisswunden können bis zu 12 Stunden nachbluten. Nach ein paar Tagen ist die Wunde verheilt, während die positive Wirkung noch lange anhält. Besonders wichtig beim Einsatz der Egel: die genaue Kenntnis Egel im Einsatz, hier: Am Knie. der Indikationen und Gegenanzeigen. Die Festlegung der Anzahl der kleinen Helfer (bis zu zehn gleichzeitig) erfordert umfassende Fachkenntnis. Zu finden sind die kleinen Beißer in der Naturheilpraxis mit Schwerpunkt Blutegeltherapie und Klassische Homöopathie (zertifiziert), Königsberger Straße 7 30826 Garbsen (OT Horst) Telefon 05131 - 453 953

Stefanie Hellbernd, Heilpraktikerin

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Garbsen

Johannes und Gertrud Müllmann.

Kaufmannladen um 1920.

Mit dieser Puppe fing alles an.

Gertrud und Johannes Müllmann: So ist das in einem kleinen Familienbetrieb Auf myheimat.de veröffentlicht von:

Susanne Krajewski Beitragsgruppe: Menschen

Wer kennt es nicht, das alte, echte Holzspielzeug, die Käthe-Kruse-Puppen und die antiken Puppenhäuser? Auf der Suche nach meinem nächsten Porträt traf ich auf Gertrud und Johannes Müllmann, Inhaber des Puppen- und Spielzeugmuseums in Garbsen. Zwei Stunden führte mich das nette Paar persönlich durch das gemütliche kleine Museum. Die Vielfalt und die Details der verschiedenen Ausstellungsstücke haben mich nachhaltig beeindruckt. 1936 wurde Johannes Müllmann nahe Osnabrück geboren. Ein Jahr darauf erblickte auch Ehefrau Gertrud das Licht der Welt. Beide wuchsen nicht weit voneinander entfernt auf. Im Jugendchor lernten sie sich Anfang der fünfziger Jahre kennen. Seit dem 18. April 1955 sind sie ein Paar. Gertrud Müllmann besuchte die Realschule und schloss eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin ab. 1957 folgte sie ihrem Mann, der mittlerweile beim Grenzschutz tätig war, nach Hannover. Zuvor hatte er einen handwerklichen Beruf erlernt. Nach sieben Jahren im technischen Büro folgten einige Jahre als Geschäftsführer im Einzelhandel. Anfang der sechziger Jahre beschlossen beide, eine Familie zu gründen. 1961 wur-

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de Sohn Götz geboren. Gertrud Müllmann arbeitete zunächst stundenweise freiberuflich als Steuerfachgehilfin. Ein Schicksalsschlag 1965 trug dazu bei, dass sie neue Herausforderungen suchte. Im Oktober 1966 startete sie einen Neubeginn bei der Caritas in Hannover. Fast 30 Jahre blieb sie der Caritas treu. Als Verwaltungsleiterin, zuständig für Finanzen und Personal, wurde sie 1994 in den Ruhestand verabschiedet. Zwischenzeitlich nahm Johannes Müllmann als 35-Jähriger an der Fachhochschule Hannover sein Studium zum Diplom-Sozialarbeiter auf. Nach erfolgreichem Abschluss führten die Wege der Eheleute nun auch beruflich zusammen: Johannes Müllmann begann bei der Caritas in Hannover, zunächst als Referatsleiter und Fachberater für Kindergärten. Neben verschiedenen Tätigkeiten übernahm er von 1981 bis 1984 die Leitung des Altenzentrums Godehardistift in Hannover-Linden. Ab Oktober 1961 war er Geschäftsführer des Caritasverbandes Hannover. 1999 ging er in den Ruhestand mit dem Vorhaben, ein Buch über die 100-jährige Caritasgeschichte von Hannover zu schreiben, was er auch in die Tat umsetzte. Zwischenzeitlich machte er seiner Frau zu ihrem 44. Geburtstag ein ganz spezielles Geschenk: Sie bekam ihre erste Käthe-Kruse-Puppe. Ohne es zu ahnen, tat er hiermit den ersten Schritt für etwas ganz Beson-

deres. Man könnte es auch als die Geburt des späteren Puppen- und Spielzeugmuseums in Garbsen sehen. Natürlich fing alles ganz langsam an: Gertrud Müllmann sammelte, wie auch ihr Mann, verschiedene Dinge wie Krippen, Adventskalender und Schmuckdöschen. Sie entdeckte ihre Liebe zu altem Spielzeug. Als Kriegs- und Nachkriegskind musste sie auf vieles verzichten. Im Lauf der Jahre sammelten beide verschiedenes Spielzeug im In- und Ausland. Sie suchten auf Flohmärkten und in abgelegenen kleinen Läden und fanden oft wahre Schätze. Rund 50 Prozent des gesamten Museumsbestands bekamen sie im Lauf der Jahre geschenkt. Auch heute noch fühlen sich viele Museumsbesucher inspiriert, ihre Dachböden und Keller nach altem Spielzeug zu durchstöbern, welches sie dann gern an das Ehepaar abgeben. Mittlerweile haben die Mülmanns mehr als 700 Puppen gesammelt. 2003 öffnete das Puppen- und Spielzeugmuseum unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Wolfgang Galler die Tore. Die Sammlung, die beide in ihren privaten Räumlichkeiten zeigen, ist mittlerweile so umfangreich geworden, dass die Stadt Garbsen zwei Magazinräume im Alten Rathaus zwecks Lagerung zur Verfügung stellt. „Wir profitieren auch von der guten Kooperation mit dem Heimatmuseum Garbsen


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und dem Heimatmuseum Seelze, mit denen wir uns jeweils zu den Sonderausstellungen gegenseitig austauschen“, erzählt Johannes Müllmann. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit eröffnet das Ehepaar die siebte Sonderausstellung. Motto: Es war einmal – Die bunte Welt der Märchen in der Welt unserer Kinder. Vom 1. bis zum 22. November ist sie sonntags von 11 bis 17 Uhr Im Talkamp 19 zu sehen. Weitere Besichtigungstermine können telefonisch unter (0 51 37) 12 62 84 vereinbart werden.

Obwohl das sympathische Ehepaar, das im Februar 2010 Goldene Hochzeit feiert, mittlerweile im Rentenalter ist, dürfte an Ruhe nicht zu denken sein. Die Vorbereitungen für die Ausstellung laufen auf Hochtouren. Johannes Müllmann gestaltet vieles der Dekoration selbst. Während Ehefrau Gertrud in liebevoller Kleinarbeit und mit viel Liebe fürs Detail näht, zusammenstellt, zurechtrückt und dekoriert. „So ist das in einem so kleinen Privatbetrieb“, sagen beide wie aus einem Mund. „Wir sind alles in einer Person: Museumsdirektoren,

Organisatoren, Kuratoren, Pressestelle, Putzkolonne und noch vieles mehr!“ Auf keinen Fall sollte man diese Reise in die Vergangenheit verpassen. Für die Zukunft hoffen beide, dass das Puppen-und Spielzeugmuseum weiterhin in der Familie bleibt – ein Verkauf käme für sie niemals infrage. Weitere Informationen gibt es unter www.spielzeugmuseum-garbsen.de. Susanne Krajewski ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/8253/

Im Nebel

Diese Bilder gelangen Petra Pschunder aus Frielingen an einem Morgen im September. Auf www.myheimat. de/beitrag/171489 finden Sie weitere stimmungsvolle Fotos aus der derzeit herbstlich anmutenden Region.

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Garbsen

Kürbisfest in Osterwald Weitere Bilder finden Sie auf

www.myheimat.de/themen/kürbisfest-osterwald

Garbsen feiert den Herbst

Foto: Hans-Werner Blume

„Das Kürbisfest in Osterwald ist das Herbstereignis“, schreibt Hans-Werner Blume. Beim Kürbisschnitzwettbewerb der Osterwalder Kinder sind Kreativität, Fantasie und handwerkliches Können gefragt. Und die Erwachsenen? Bei denen steht das Wiegen der Riesenkürbisse im Mittelpunkt. Der Gewinnerkürbis des Heitlingers Ralf Lachmann brachte 240 Kilogramm auf die Waage. Für Kinder nicht weniger attraktiv war die historische Kartoffelernte des Heimatvereins Osterwald. Bei bestem Herbstwetter vergnügten sie sich Ende September mit Eltern und Großeltern in der Osterwalder Feldmark. Die Fotos stammen von:

Foto: Hartmut Sprotte

Hans-Werner Blume

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hans-Werner Blume

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Wennigsen

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Foto: Hartmut Sprotte

Historische Kartoffelernte Weitere Bilder finden Sie auf

www.myheimat.de/beitrag/173436

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Foto: Hartmut Sprotte

Garbsen Laatzen

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Foto: Hartmut Sprotte

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Das myheimat-Rätsel

1 Behältnis zum Transportieren von Gegenständen (6) - 4 Gegenstand, der Scheinwerferlicht besonders stark zurĂźckwirft (9) -  10 Material fĂźr den MĂśbelbau (9) - 11 Kraftstoff, mit dem vor allem Lastwagen fahren (6) - 12 Partei, die mit zwei Sitzen im Garbsener Rat vertreten ist - 13 derjenige, der im Auftrag des Befrachters die Anlieferung der GĂźter zum Schiff Ăźbernimmt (7) - 14 GewĂźrzpflanze, die häufig Spirituosen beigemischt wird (4) -  15 TheaterstĂźck mit lauter Gitarrenmusik (8) - 18 Stierkämpfer (6) 21 Fachbegriff: etwas ist teurer als geplant (16) - 23 Zärtlichkeiten austauschen (9) - 25 Sänger eines Liedes (9) - 27 Maschine zur Erzeugung von Antriebskraft (7) - 28 Fläche auf Flughäfen (8) -  32 männlich und von Adel (8) - 33 Vorratsund Wirtschaftsgebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens (7) - 35 Stadteil von Garbsen (11) - 38 nicht trocken (4) - 39 Fahrbahn fĂźr Schienenfahrzeuge (5) - 40 alle Handlungen und Vorgänge in einem urbanen Bereich (10) - 41 jährliche Veranstaltung auf dem ExpoGelände (9) - 42 Volksgruppe in der ehemaligen Sowjetunion (6) - 43 ehemaliger Trainer des TSV Havelse: Volker ... (5) - 44 Person, die von der sozialen Norm abweicht (10)

Senkrecht 1 Vom Regen in die ... (6) - 2 Eishockeymannschaft aus Hannover (9) - 3 FuĂ&#x;ballverein aus Rostock (5) - 5 umgangssprachlich fĂźr Ganglagerstätte (7) - 6 Behältnis aus Tierhaut (9) - 7 griechische Insel (5) - 8 Medizin: einen Eingriff vornehmen (9) - 9 regelwidriges Verhalten im Sport (4) - 16 umgangssprachlich fĂźr Unbedeutenes (11) - 17 1870 bis 1914 Ziegelei in Garbsen (5) - 19 segeltragender

Bestandteil der Takelage eines Segelschiffs (3) - 20 ein HahnenfuĂ&#x;gewächs (6) - 22 Nachbarstadt von Garbsen (8) - 24 sich auf etwas freuen (15) - 26 Gegenteil von schweigen (5) - 27 Taktik in der Bombardierung (11) -  29 Begriff aus der Fotografie (11) -  30 Heilpflanze, deren BerĂźhrung aber ziemlich schmerzt (11) - 31 beleidigend, verletzend, bĂśsartig (11) - 34 bekommen (8) - 36 Wasservogel mit auffälligem, kontrastreichen Gefieder (7) - 37 betreut Gäste u.a. bei GroĂ&#x;veranstaltungen (Kongresse, Messen) (7)

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Garbsen

Handarbeit Der Besuch auf einem Handwerkermarkt nimmt die Menschen mit auf eine kleine Zeitreise. Hans-Werner Blume schaute den Ausstellern des Garbsener Markts auf die Finger. Weitere Eindrücke zeigt Blume auf www.myheimat.de/ beitrag/170598.

Rezept: Mexikanischer Schichtsalat Die Zutaten: 1 Eisbergsalat, 4 große Tomaten (gewürfelt), 600 Gramm Hackfleisch, 1 Zwiebel, 1 Flasche Sauce (Salsa), 1 Dose Mais, 1 Dose Kidneybohnen, 2 Becher saure Sahne, 200 Gramm Gouda (gerieben), 1 Tüte Tortillachips, Salz und Pfeffer, Knoblauch (wer mag). Die Zubereitung: Den Salat klein schneiden und in eine große Schüssel geben. Am schönsten sieht hierbei eine Glasschüssel aus. Darauf dann die gewürfelten Tomaten anrichten. Das Hackfleisch mit den Zwiebeln und etwas Salz und Pfeffer anbraten. Ich mache meistens noch etwas Knoblauch dran. Darüber dann eine Flasche Salsa schütten. Nicht durchrühren. Darüber eine Dose Mais und eine Dose Kidneybohnen. Die abschließende Schicht besteht aus den zwei Bechern saure Sahne und dem geriebenen Käse. Dies kann man schon am Vortag vorbereiten, damit über Nacht alles schön durchziehen kann. Vor dem Servieren die Tüte Tortillas nehmen, zerbröckeln und darüber streuen. Die Zubereitungszeit beträgt etwa 20 Minuten.

Informatives über Ihren Garten - monatsaktuell - auf:

von: Elisabeth Patzal

mehr unter: www.myheimat.de/beitrag/127673

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Garbsen

Wallfahrt nach Bergen-Belsen stimmt nachdenklich Auf myheimat.de veröffentlicht von:

Elisabeth Patzal Beitragsgruppe: keine

Mitglieder der katholischen Großgemeinde St. Raphael besuchten im September die Gedenkstätte Bergen-Belsen. Bergen-Belsen war seit 1941 ein Gefangenenlager für russische Soldaten, die dort einfach eingezäunt wurden und ohne Dach über dem Kopf und mit nur wenig Nahrung nach und nach starben. Von den 20 000 dort eingelieferten Soldaten starben im Winter 1941/42 bereits 14 000 Männer. Menschen, die in der Umgebung wohnten und das alles sahen, reagierten sehr unterschiedlich. Besonders betroffen machte mich die Aussage eines Mannes, der erzählte: Wir haben das alles unseren Kindern gezeigt und ihnen erklärt, sie sollen sich genau ansehen, was ihnen blühen würde, wenn die Sowjets an die Macht kämen. Dafür sahen sie die Soldaten sterben.

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1943 wurde Bergen-Belsen zum Konzentrationslager, in dem viele Tausend Menschen umkamen. Es wurde zynisch als „Erholungslager“ bezeichnet, weil dort kranke Häftlinge aus anderen KZs untergebracht wurden. Heute sind dort nur noch Massengräber zu sehen und Mauerreste, die Jugendliche während eines Feriencamps ausgegraben haben. Wenn man nicht wüsste, was sich dort abgespielt hat, könnte man froh durch die Natur spazieren. So allerdings geht man nachdenklich, unfassbar und oft stumm über die Wege. Wir besichtigten zunächst das neue Dokumentationszentrum, das bei jedem Menschen tiefe Eindrücke hinterlässt. Es wird dort ein Film gezeigt, in dem Häftlinge des Konzentrationslagers ihre Lebensgeschichte erzählen. So begleiten sie die Besucher quasi durch die Dauerausstellung. Dokumente der in Bergen-Belsen inhaftierten russischen Kriegsgefangenen füllen eine lange Wand. Fast alle Soldaten sind

durch Krankheit und Schwäche gestorben. Einige wurden hingerichtet. Man kann das auf den Karteikarten nachlesen. Gleichzeitig mit uns waren einige Überlebende des Konzentrationslagers vor Ort. Mit ihnen begingen wir eine jüdische Feierstunde für die vielen ermordeten Juden am Denkmal des Lagers. Eine Gruppe polnischer Pilger war auch unterwegs und mit dieser nahmen wir an einer Kranzniederlegung am großen Kreuz teil. Das Kreuz wurde an der Stelle errichtet, an der polnische Frauen am Tag ihrer Befreiung aus Birkenstämmen ein einfaches Kreuz aufgestellt hatten. Wenn ich diesen Tag beschreiben sollte, kann ich nur sagen, dass er mich sehr berührt und mit meinem eigenen Schicksal versöhnt hat. Was habe ich zu klagen im Angesicht so viel Leids? Elisabeth Patzal ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/8206/


Garbsen

Empfehlenswert: Ein Besuch auf Garbsens Windhundrennbahn

ein erstes Rennen nach Hannover zu holen. In Eigenarbeit entwickelten die Mitglieder die Vorrichtung für den Schlepphasen und ein eigenes Logo in den Farben blau und gelb. Auch die Endlosanlage, entwickelt Anfang der achtziger Jahre von Walter Winkler, installierten sie selbst. Nach 25 Jahren am Basselthof musste ein neuer Standort gesucht werden und so zo-

Foto: Elisabeth Patzal

Foto: Beate Shumate

Foto: Franz Patzal

Im Jahr 1966 gründete sich der Windhundrennverein Hannover, der zunächst sein wöchentliches Training in HannoverBadenstedt absolvierte. Nach verschiedenen Trainingsorten wurde ab 1971 25 Jahre lang auf dem Basselthof in Altwarmbüchen trainiert. Die Besitzer reisten damals zu verschiedenen Rennen. Erst 1977 gelang es den Verantwortlichen,

gen sie nach Garbsen. Die Eröffnung der Rennbahn war 1999. In diesem Jahr feiert der Verein seinen 40. Geburtstag. Ein Besuch auf dem Gelände lohnt sich!

Text: Gertraude König, Fotos: Beate Shumate, Franz Patzal, Elisabeth Patzal – Mehr unter: www.myheimat.de/themen/windhundtraining

Alles rund ums Rad Seit 35 Jahren bietet Fahrrad Meinhold seinen Kunden direkt vor Ort kompetenten Service rund ums Rad. Geschäftsführer Tim Helke legt dabei besonderen Wert darauf, dass für jeden etwas dabei ist: „Jeder Kunde wird individuell und ausführlich beraten, um das für ihn jeweils beste Rad zu finden.“ Das Angebot: • von Moutainbikes, über Cross Trekking bis hin zu Rennrädern höchster Qualität • Elektroräder, für die, die sich nicht mehr so fit fühlen • Kinderanhänger der Firma Croozer • von 300 bis 2000 Euro ist für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei • Marken: Bulls, KTM Conway, Focus, Shimano, Schwalbe, SRAM, etc. • Zubehör von Reisenthel, ABUS, Lazer, Klickfix usw.

Den Service und Qualitätsgedanken hat auch Mitarbeiter Tommy Mahlke längst verinnerlicht. „Wir bieten unseren Kunden das Rundum-sorglosPaket, natürlich auch wenn das Rad nicht bei uns gekauft wurde. Gerade zum Jahreszeitenwechsel ist immer ein kompletter Fahrrad-Check ratsam.“ Stolz ist Herr Helke auch auf seine Fahrrad-Werkstatt: „Unser Werkstattpersonal bildet sich ständig weiter und hält sich auf dem neuesten technischen Stand – darauf lege ich im Interesse unsere Kunden großen Wert“. Egal also ob Sie sich für ein neues Fahrrad interessieren oder Ihr jetziges Fahrrad fit für den Herbst machen wollen, das Fahrrad Meinhold Team freut sich auf Ihren Besuch! Fahrrad Meinhold GmbH Kampweg 12 · 30823 Garbsen Tel/Fax.: 05137-72808 fahrrad@fahrrad-meinhold.de

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Wie gut kennen Sie Lüneburg? Auf myheimat.de veröffentlicht von:

Jürgen Zempel Beitragsgruppe: keine

Ich kenne Lüneburg! Dieser Meinung war ich bis zu einem Wochenende Ende August. Immerhin war ich in dieser Stadt nahezu zwei Jahre stationiert. Gut, ist schon mehr als 30 Jahre her. Damals hat die Stadt nicht viel hergegeben. Lüneburg hat seit der Entdeckung der Sole das Baltikum über den Hafen von Lübeck mit hochwertigem Salz versorgt. 1988 wurde die Salzsiede eingestellt. Dadurch wurden einige historische Teile der Stadt gerettet, der Bruch des Berges wurde ge-

stoppt. Die Hansestadt war früher sehr mächtig und reich. Alle Häuser sind aus Stein gebaut und mit örtlichem Gipsmörtel gefugt. Dieser Umstand führt zu sehr interessanten Verwerfungen an den Giebeln. Während einer Stadtführung erfuhren wir viel über das 111 Meter lange und in mehreren Epochen erweiterte Rathaus. Besonders erwähnenswert ist das Glockenspiel, das aus feinem Meissner Porzellan gefertigt wurde. Ein Muss ist der Besuch des Wasserturms mit seinem hervorragenden Blick über die gesamte Stadt. Sonntag stand dann auch noch das Deutsche Salzmuseum auf unserem Programm. Hier erfuhren wir, dass die Lüneburger Salzgewinnung die

Ursache für die heute unter Naturschutz stehende Lüneburger Heide ist. Der große zusammenhängende Wald wurde rigoros gerodet, um die Feuer der Salzsiede am Leben zu halten. In diesem Museum erfährt man viel über Salz, Salzgewinnung und Arbeitsbedingungen in diesem Umfeld. Ein Besuch lohnt sich. Ich muss sagen: jeder, der Lüneburg für langweilig hält, täuscht sich gewaltig und sollte sich die Zeit nehmen, diese Stadt ein wenig besser kennenzulernen.

Jürgen Zempel ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/13303/

Erlebnisreich: Ein Spaziergang im Wisentgehege in Springe Auf myheimat.de veröffentlicht von:

Elisabeth Patzal

Beitragsgruppe: 4 Jahreszeiten

Wir hatten die Qual der Bundestagswahl hinter uns und suchten nach einem Ausflugsziel, das dem sonnigen Herbstwetter angepasst ist. Das Wisentgehege in Springe war schnell als Ziel gefunden. Dort sind Tiere wie Wölfe und Bären, Luchse, Waschbären,

Wisente, Wildpferde und Wildschweine zu sehen. Mitten im Wald des Deisters trafen wir auf röhrende Hirsche, Elche, Rehe und allerlei Kleintiere, die hier heimisch sind. Ein erlebnisreicher Waldspaziergang, auf dem der Besucher vielfältig über Flora und Fauna informiert wird, ist lohnenswert. Familien sind hier ebenso anzutreffen, wie Senioren und Jugendliche. Kinder finden hier genügend Naturspielplätze, eine Streichelwiese mit Ziegen und viel zum Staunen

und Anfassen. Das Wisentgehege Springe hat ganzjährig täglich ab 8.30 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 9,50 Euro, Kinder bis 14 sechs, Kinder ab 15 Jahren 6,50 Euro. Mehr Informationen gibt es unter www.wisentgehege-springe. de. Elisabeth Patzal ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/8206/


Wichtige Garbsener Termine auf einen Blick Tragen Sie Ihre Termine für den nächsten Monat auf www.myheimat.de ein Freitag, 9. Oktober

Fotoausstellung

Engagiert in Garbsen – Ehrenamt hat viele Gesichter, Rathaushalle im Rathaus Garbsen Herbstferienprogramm

am Bauwagen, Märchenstraße, 13 bis 17 Uhr, Informationen unter Telefon (0 51 31) 70 75, auch am 12., 13. und 14. Oktober Sonntag, 11. Oktober

Flohmarkt

Parkplatz Centrum Kohake, Berenbosteler Straße 76, 11 Uhr

Raafati, Birkenweg 41b, 19 Uhr Donnerstag, 15. Oktober

Streethockey-Turnier

Jugendpflege der Stadt, Skate- und Hockeyfläche, Robert-KochStraße, 14 bis 18 Uhr, Informationen unter Telefon (0 51 31) 70 35 61, auch am 16. Oktober, Startgebühr: vier Euro pro Mannschaft Musik- und Wasserspaß

Hallenbad Berenbostel, Ludwigstraße 3, 16 bis 17 Uhr, Eintritt 1,50 bis drei Euro, auch am 27. Oktober, 15 Uhr Montag, 19. Oktober

Montag, 12. Oktober

Vortrag

Kleine Infekte mit einfachen Mitteln behandeln, Naturheilpraxis

Bürgersprechstunde

Stadtteilbüro mit dem Kontaktbeamten der Polizei Garbsen, Günther Hirche, 15 bis 17 Uhr,

auch am 22. Oktober, 2. November Donnerstag, 22. Oktober

Bilderbuchkino

Lotte und die Monster, Stadtbibliothek, Planetenring 9, Vorstellungen um 14 und um 15.30 Uhr, Eintritt frei Wasserball für Kids

Hallenbad Berenbostel, Ludwigstraße 3, der Eintritt kostet 1,50 bis drei Euro Freitag, 23. Oktober

Exkursion

für kleine und mittlere Unternehmen, Produktionstechnisches Zentrum Hannover, An der Universität 2, 14 bis 16.30 Uhr, Informationen unter Telefon (05 11) 7 62 24 40

Bürgerreporter-Tipp des Monats Darius Pilarski „Gestrandet“ von Mary Bakker-Schoon Aula, Schulzentrum I, Planetenring 7, ab 14. November empfiehlt:

Sonnabend, 24. Oktober

Bühnenshow

der Wölper Löwen: Ein Feuerwerk der Musik, Johannes-Kepler-Gymnasium, Planetenring 9, 18.30 Uhr, Karten gibt es für fünf bis acht Euro Sonntag, 25. Oktober

Flohmarkt

Parkplatz Nord-WestZentrum, Havelser Straße, 11 Uhr Ausstellung

Vom Flügeltelegrafen zum Bildtelefon, Heimatmuseum Garbsen, Hannoversche Straße 134, jeden 2. und 4. Sonntag, 14 bis 17 Uhr, Eintritt frei Freitag, 30. Oktober

Heitlinger Herbst

Aufwärts, Gut Heitlingen, Vor den Höfen, 20 Uhr, Eintritt zehn Euro, Informationen: (0 51 31) 70 76 50, auch am 20. November Donnerstag, 5. November

Musik-Wasser-Spaß

Hallenbad Berenbostel, Ludwigstraße 3, Eintritt 1,50 bis drei Euro Sonntag, 8. November

Konzert

Kellerbühne bereitet neues Stück vor Die Vorbereitungen für das neue Stück „Gestrandet“ von Mary Baker-Schoon laufen auf Hochtouren. Seit Mai wird kräftig geprobt. Ein Probenwochenende in Dassel läutete Ende September den Endspurt ein. Die Kellerbühne fand sich dort auf einem Bauernhof ein, um Landluft zu schnuppern und sich vom Gülle-Ambiente inspirieren zu lassen. Zum Inhalt: Bauer Gerhardt und seine Kumpanen Raoul und Metz (gespielt von Darius Pilarski, Jörg Brindöpke und Heiko Doß) heizen den vier Freundinnen (Stefanie Kropp, Silke Fütterer, Tanja Janning und Birgit Scholand) mächtig ein. Eigentlich wollten die Vier ja nur zu den Chippendales, jedoch machte ihnen eine Autopanne einen Strich durch die Rechnung. Ob alle vier Damen das Ende des Stücks überleben und zu ihren Familien zurückkehren können, wird sich im November zeigen. Trotz aller Spannung, die dieses Stück mitbringt, kommen auch Anhänger von Komödien und Romantiker auf ihre Kosten. Die Premiere am 14. November ist ausverkauft. Für die weiteren Aufführungen am 15., 21. und 22. November (Beginn 19.30 Uhr) gibt es noch Restkarten für neun und ermäßigt sechs Euro bei den bekannten Vorverkaufsstellen. Weitere Informationen gibt es unter www.kellerbuehne.de im Internet.

Volker Michaelis und Konsorten, Unterhaltsame Musik für Bläser von Mozart bis Mancini, Evangelisch-lutherische Kirche in Osterwald/ Heitlingen, Hauptstraße 234, 17 Uhr, Eintritt frei

Sonnabend, 14. November

Musikschulfest

mit Instrumenteninformation, Osterbergschule, Jahnstraße 1, 15 bis 17.30 Uhr Sonntag, 15. November

Bläserkonzert

Musikschule Garbsen, Aula Schulzentrum I, Panetenring 7, 17 Uhr Sonntag, 15. November

Sonntag, 22. November

Streicherkonzert

Musikschule Garbsen, Barockkirche Osterwald, Hauptstraße 238, 17 Uhr Sonntag, 29. November

Konzertarien

und Kammermusik von Mozart und Haydn mit der Sopranistin Heidrun Klava, Ev. Kirche Osterwald, Hauptstraße 234, 17 Uhr

Bläserkonzert

Musikschule Garbsen, Aula Schulzentrum I, Panetenring 7, 17 Uhr

Lösung des Rätsels von Seite 10. 7 $ 6 & + ( & $ 5 $ + 2 5 1 + 5 6 8 ) ' 3 $ % , ( 5 2 & . 2 1 / $ . 2 6 7 ( 1 & ( / , ( % . 2 ( 1 ( , 1 7 ( 5 3 * . 7 5 ( 7 5 $ * $ , ( ' ( / 0 $ 1 ) $ 8 ) ' ( 5 , , 1 * / ( , 6 % ( 5 , ' ( ( 1 : 5 7 ) ) , 1 . (

Behandlung von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen

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myheimat-Magazine:

Jetzt auch für Vereine. Musikcorps Langenforth

Der etwas andere Musikverein Das MCL-Jahr 2008 in Bildern

Im Frühjahr Impressionen 1 I myheimat Karneval

Im Sommer

Im Herbst

Schützenfest

Laternenumzug

Am Ende

Die große Party

Juni 2009

MTV Eltze

Ihr Verein feiert sein Jubiläum? Sie planen eine große Veranstaltung? Sie hätten gern ein ganz besonderes Erinnerungsstück für Ihre Mitglieder? Dann könnte das für Sie interessant sein: Die myheimat-Redaktion gibt nicht nur die regelmäßigen myheimat-Magazine heraus, sondern auch Spezialausgaben. Drei hochwertige Ausgaben sind bereits erschienen: Das Jahresheft: Mitglieder des Musikcorps Langenforth haben auf myheimat.de über die Aktionen und Auftritte Ihres Vereins im Jahr 2008 berichtet. Daraus ist ein buntes Heft mit vielen Fotos entstanden – eine schöne Erinnerung, die man sich zur Seite legt und immer wieder hervorkramt. Und natürlich auch der Renner auf der Jahresversammlung. Auf www.myheimat.de/beitrag/73715 können Sie sich das Magazin anschauen. Das Jubiläumsheft: 100 Jahre MTV Eltze – die Mitglieder stellten auf myheimat.de ihren Verein, seine Sparten und Traditionen vor und schrieben auch eine kleine Chronik. Das Magazin dazu war pünktlich zur großen Jubiläumsveranstaltung fertig. Auf www.myheimat.de/ beitrag/103623 bekommen Sie einen Eindruck, wie es aussieht. Das Festheft: Das Schützenfest wird in Neustadt schon seit mehr als 500 Jahren gefeiert. Wie entstanden die Traditionen, die bis heute fortleben? Wer ist alles dabei? Und was muss man als Besucher gesehen haben? Basierend auf den Texten und Fotos der Mitglieder entstand ein 20 Seiten starkes Programmheft, das im Vorfeld und bei der Veranstaltung selbst Werbung für die Schützengesellschaft machte. Auf www.myheimat.de/beitrag/103366 können Sie online darin blättern.

100 Jahre jung Der MTV Eltze feiert Jubiläum

Spaß beim Heideturnfest und Schauturnen

Die Geschichte Der MTV bewegt die Eltzer

Schützenfest

2009

Freitag, 12. Juni

5/2009 Juni 2009

Neustadt

IMPRESSUM Neustädter Schützen schreiben über ihr Fest. myheimat.de ist das Mitmachportal der Leine-Zeitung. Jeder kann dort kostenlos über die Themen schreiben, die ihn bewegen. Mehr als 600 Neustädter sind schon dabei. Eine Auswahl der besten Beiträge drucken wir in der Zeitung ab – und jetzt erstmals für Neustadt auch in einem farbigen Magazin. Dafür haben Mitglieder der Neustädter Schützengesellschaft über Geschichte und Gegenwart des traditionsreichen Fests geschrieben. Auf www.myheimat.de/ gruppe/2145 finden Sie sämtliche Texte und Fotos zum Thema.

Andrea Grams

Andreas Knigge

Andreas Rabe

Andreas Tanke

Anke Olm

Axel Fenske

Christian Hencke

Dietmar Fienemann

Dunja Blümel

Florian Krippner

Frank Nößler

Fred Gottwald

Harald Baumann

Harald Ladwig

Harry Lohmann

Herbert Feuerkiesel

Jens Blümel

Jörg Baumann

Jörg Eckert

Jörg Hasse

Kim Jasmin Kraus

Lars Köster

Lisa Baumann

Magdalena Rozanska

Marco Behrmann

Michael Mparsakidis

Mustafa Erkan

Olaf Horl

Robert Kemmerich

Sabine Kayka

Silvia Blümel

Stefan Rode

Susanne Hibbe

Swen Kuno

Frank Nößler

Thomas Schendel

Thomas Woller

Udo Feist

Ulf Hasselbring-Hibbe

Volker vom Hofe

myheimat@heimatzeitungen.de www.myheimat.de/profil/5409

4 Uhr Wecken durch Neustädter Spiel- und Musikzüge unter der Leitung des Tambourmajors Matthias Clausing; Antreten der Kompanien bei ihren Hauptleuten: 6.15 Uhr 1. Kompanie Hauptmann T. Fehlig, Ludwig-Kaufholz-Weg 14 6.45 Uhr 2. Kompanie Hauptmann H. Plinke, Marktstraße 31 6.45 Uhr 3. Kompanie Hauptmann H.-E. Hergt, Landwehr 29 6.45 Uhr 4. Kompanie Kommandeur H.-U. Gewetzki, Landwehr 28 a 6.00 Uhr Jägercorps Jägerhauptmann Höhn, Humboldtweg 6 6.45 Uhr Antreten des Turn- und Sportvereins, Clubheim Lindenstraße 50 8.15 Uhr Abmarsch des Bataillons von der Lindenstraße 9.30 Uhr Beisammensein der Kompanien im VZ Leinepark, der Turnerinnen und Turner im Festzelt 14 Uhr Herrenessen im Bürgersaal 18 Uhr Einmarsch vom Rondell/Festplatz 21 Uhr „Schützenfest-Party“ im Festzelt

Das Neustädter Schützenfest: Tradition im modernen Outfit Auf myheimat.de veröffentlicht von:

Jens Blümel

Frederic Henze 05032/96 43 54 Redaktion

Beitragsgruppe: Schützenfest Neustadt

myheimat@heimatzeitungen.de www.myheimat.de/profil/6140

Kim Jasmin Kraus 05032/96 43 53 Anzeigen

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8.45 Uhr Stellung des Bataillons in der Lindenstraße 9 Uhr Abmarsch des Bataillons, anschließend Kompanie-Biertrinken 11.15 Uhr Veranstaltung der Show- und Musikzüge im Bürgersaal 11.30 Uhr Festessen mit Damen im Festzelt ( Einlass 11:00 Uhr ) 13 Uhr Bekanntgabe des Schützenkönigs im Festzelt 13.30 Uhr Bärenmusik bringt den Schützenkönig nach Hause 16.15 Uhr Treffen der Kranzdamen am Alten Rathaus, Ratsherren-Saal 17 Uhr Proklamation des Schützenkönigs und Verteilung der Gewinne, anschließend Festumzug mit den Kranzdamen durch die Stadt und zurück zum Festplatz 21 Uhr „Schlagernacht“ im Festzelt

www.myheimat.de/profil/17151

frase@madsack.de

Verlag: MH Niedersachsen GmbH & Co. KG, Am Wallhof 1, 31535 Neustadt am Rübenberge (zugleich auch ladungsfähige Anschrift sämtlicher im Impressum genannter Personen); Verantwortliche Redakteure: Peter Taubald, Clemens Wlokas; Gestaltung: Siegfried Borgaes; Verantwortlich für den Anzeigenteil: Holger Hadeler; Druck: Werbeagentur D´facto, Michael Mparsakidis, Rundeel 15, 31535 Neustadt

Das Neustädter Schützenfest ist mehr als der sportliche Wettkampf mit dem Kleinkalibergewehr auf der 100-Meter-Schießbahn. Kein Vereinsklüngel, keine regelmäßigen Terminbindungen, keine finanziellen Verpflichtungen. Einzigartig in seiner Struktur wird das größte Volksfest im Neustädter Land getragen von der Begeisterung der mitwirkenden Bürgerinnen und Bürger. Einmal im Jahr lebt die Neustädter Bürgerschaft die fünfte Jahreszeit ihrer Heimatstadt. Von Mai bis Mitte Juni befindet sich Neustadt am Rübenberge „Im Scheiten . Lange bevor die Schießbahnen an der Suttorfer Straße in Betrieb genommen werden,

Sonntag, 14. Juni

service@mhniedersachsen.de

Jörg Frase 05032/96 43 40

Schützenfest Diskussion

Interview Tradition

Das Programm für das xxx. Schützenfest

Sonnabend, 13. Juni

Robin Jantos 05032/96 43 56 Redaktion

7.15 Uhr Einladung durch die Bärenmusik zum Schützenfest 16 Uhr Weckruf an der „Alten Wache“ und Abmarsch der Kinder zum Kinderschützenfest mit Spielmannszug 16 Uhr Festplatz Kinderschützenfest (Freibad) 22 Uhr Zapfenstreich an der „Alten Wache” Zapfenstreichparty im Festzelt

Wir vertreten das Neustädter Schützenfest auf myheimat.

Foto: Köster

Die Feste

Foto: Köster

Die Menschen

Sie machen den Verein sympathisch

Foto: Köster

Der Verein

1 I myheimat Impressionen Ansprechpartner und Sparten im Überblick

Wäre das vielleicht auch etwas für Ihren Verein? Dann sprechen Sie uns doch mal an. Für Vereine entsteht kein finanzielles Risiko. Sie erreichen uns telefonisch unter (0 50 32) 96 43 53 und per E-Mail an die Adresse service@mhniedersachsen.de.

ist den Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt die Spannung und Vorfreude auf die bevorstehende Schützenfestzeit deutlich anzumerken. Gespräche über die kommenden Ereignisse, wechselseitige Neckereien zwischen den Angehörigen verschiedener Kompanien und das ein oder andere Kompanielied sind in den Lokalitäten zu vernehmen. Man ist stolz auf dieses traditionsreiche Fest, dessen Wurzeln sich bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. Zur damaligen Zeit oblag die Verteidigung ihrer Heimatstadt den Bürgern selbst. Aus diesem Grund wurden die wehrfähigen Männer von Zeit zu Zeit durch die Obrigkeit zu Waffenübungen einberufen. Wettkämpfe, das sogenannte Scheibenschießen, wurden durchgeführt. Aus diesen Waffenübungen entwickelte sich das bereits im 15. Jahrhundert sehr beliebte Schützenwesen.

Das Schützenfest, welches immer noch traditionell gefeiert wird, entstand. Heute wie vor 500 Jahren wetteifern die Schützen um den von Herzog Erich I. gestifteten silbernen Schützenvogel. Das Neustädter Schützenfest überdauert schon fünf bewegte Jahrhunderte, gerade weil die traditionellen Strukturen gewahrt bleiben, zugleich aber den kulturellen Entwicklungen moderner Zeiten Rechnung ge-

tragen wird. Heute haben Frauen, Männer und Kinder gleichsam die Möglichkeit, sich in die vielschichtigen Facetten des Festes einzubringen, um historischen Traditionen erfolgreich modernes Leben zu geben. An den vier Wochenenden vor dem Fest werden der Schießstand und das Schützenhaus zum Treffpunkt für Jung und Alt. Jede der vier Bürgerkompanien, das Jägercorps, sowie die „V. Kompanie , bestehend aus den Mitgliedern des TSV Neustadt, veranstalten jeweils ihren Übungstag am Schützenhaus. Offen für alle Interessierten, steht weniger die Schießkunst im Vordergrund als die Geselligkeit zwischen Bürgerschaft, sprich Familien, Freunden und Bekannten: Freundschaften werden vertieft und neue Kontakte und Bekanntschaften gewonnen. Dies alles unter der historischen Prämisse: „Ohne Ansehen der Person!

Wenn schließlich am Freitagvormittag auf dem Neustädter Wochenmarkt die Bärenmusik ihre Trommeln und Hörner erklingen lässt und der Ausrufer mit den Worten: Hört Bürger hört...! zum bevorstehenden Fest läd, ist es endlich soweit: Neustadts fünfte Jahreszeit strebt ihrem Höhepunkt entgegen. Das Festwochenende ist eingeläutet. Bereits 16 Uhr treffen sich die Kinder zu ihrem Nachmittag auf dem Kirchplatz. Unter klingendem Spiel marschieren die jüngsten Bürgerinnen und Bürger zum Festplatz. Kaffee, Kuchen, Eiscreme und andere Leckereien stimmen nun auch Mama, Papa, Oma und Opa endgültig auf das beginnende Fest ein. Während die Bärenmusik scheinbar unermüdlich durch die Stadt zieht, drehen sich die Fahrgeschäfte auf dem Festplatz

an diesem Nachmittag zum halben Preis. Pünktlich um 22 Uhr bläst die Bärenmusik vor der Alten Wache auf dem Kirchplatz, unter begeistertem Jubel Hunderter Bürgerinnen und Bürgern den traditionellen Zapfenstreich. Damit ist das Festwochenende offiziell eröffnet. Schon an diesem Freitgabend füllt sich das Festzelt auf dem Schützenplatz mit gut gelaunten Besuchern und die Musik endet erst weit nach Mitternacht. Neustadt feiert sein einzigartiges Schützenfest.

Jens Blümel ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/19862/

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Schützenfest Neustadt I 3

Schützenfest Neustadt I 5

4 I Schützenfest Neustadt

2 I Schützenfest Neustadt Kompanien

Kompanien

Erinnerungen

Erinnerungen

III. Kompanie

I. Kompanie

gelbe Fliege, gelbe Rose:

weiße Fliege, weiße Nelke:

rote Fliege, rote Rose (diesjährige Kommandeurskompanie):

blau/weiße Fliege, weiße Margerite/blaue Kornblume:

Foto: Köster

1. Hauptmann Hans-Ullrich Gewetzki (diesjähriger Kommandeur), 2. Stabshauptmann Olaf Horl, 3. Leutnant Dirk Wilhelm Rahlfs, 4. Kompanievertreter Carsten Görlich, 5. Kompanievertreter Günter Kutynok, 6. Fahnenbegleiter Rainer Kurtz, 7. Fahnenträger Udo Feist, 8. Fahnenbegleiter Christian Protze. Ehrenhauptmänner: Herward Ladewig, Jochen Bruns, Hans-Jürgen Gläser, Werner Voß.

1. Hauptmann Heiner Plinke, 2. Premierleutnant Klaus Hibbe, 3. Leutnant Gunnar Körber, 4. Kompanievertreter Ingo Babst, 5. Kompanievertreter Michael Pullwitt, 6. Fahnenbegleiter Lars Köster, 7. Fahnenträger Alexander Zache, 8. Fahnenbegleiter Holger Pöschke. Ehrenhauptmänner: Dankwart Müller, Ulrich Temps.

Foto: Köster

Foto: Köster

IV. Kompanie

II. Kompanie

Meine Gedanken zum Schützenfest Neustadt Auf myheimat.de veröffentlicht von:

Jörg Baumann

10 I Schützenfest Neustadt

Foto: Köster

Beitragsgruppe: Schützenfest Neustadt

Schützenfest Neustadt I 11

Das Schützenfest Neustadt ist sicher nicht nur für mich das größte kulturelle Ereignis in Neustadt am Rübenberge. 2009 ist das 30., das ich miterlebe. Angefangen hat es im zarten Alter von zehn Jahren. Damals, als frisch Zugezogener aus dem Ruhrpott (Duisburg), war das ja zunächst „gor nüscht . Denn wenn man die Kirmes in Duisburg kennt, dann sind die paar Fahrgeschäfte im beschaulichen Neustadt für so einen kleinen Knirps, wie

ich damals gewesen bin, ein kleiner Pups. Das sollte sich aber gut acht Jahre später ändern. Ich war damals gerade knapp ein Jahr Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt und von der Feuerwache an der Lindenstraße aus starten bekanntermaßen sonnabends und sonntags die Ausmärsche. Die Atmosphäre kann man kaum beschreiben. Es ist auf jeden Fall beeindruckend, dieses Akustikgemisch aus Gesprächen, Gesängen, Trommeln, Pauken und Trompeten, und das schöne Bild der befrackten Kompaniemitglieder, der uniformierten Offiziere der Kompanien und der Kostüme der Musikgruppen. Etwas unangenehm war zum damaligen

Zeitpunkt (1978) der lange Ausmarsch, der über die Landwehr führte. Im Gegensatz dazu könnte man die heutigen Ausmärsche sicher auf einem Bein hüpfenderweise mit links durchziehen. Scherz beiseite. Aber warum denn? Schließlich macht das Schützenfest Neustadt doch auch Spaß und es gibt immer was zum Lachen oder auch zum Nachdenken. Ich erinnere mich noch an zwei Neustädter Originale, die sicher nicht jeder kannte. Die Rede ist von Puter und von Oma Drehdich. Puter, das war sein Spitzname. Ich kannte ihn nicht anders. Er war höchstens 1,60 Meter groß, von schmächtiger Statur, mit proportional gesehen viel zu großen Ohren

Foto: Köster

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Neustadt feiert seine fünfte Jahreszeit

Foto: Köster

Foto: Köster

Hört, Bürger, hört...! +++ Die besten Beiträge aus dem Mitmachportal der Leine-Zeitung +++

und zu großer Nase. Dazu säumten sein Gebiss maximal 15 Zähne, von denen auch noch einige von „barocker Natur waren, um nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Weiterhin hatte er ein Triefauge, so ungefähr wie Karl Dall. Puter lief während der Woche stets mit einem Cordhut und einem viel zu engen und zu kurzen, sehr verschlissenen Sakko durch die Innenstadt. Mit der einen Hand zog er einen kleinen Handwagen, in der anderen Hand hielt er einen Besen. Begleitet wurde er immer von einem schwarzweiß-gescheckten Hund, der sicher ein paar mehr Rassen als üblich in seinen Genen vereinte, aber sehr süß war. Immer, wenn sich die Ausmärsche zum Neustädter Schützenfest in Gang setzten, war Puter dabei. Und zwar immer vorneweg, mit einem zum Dirigentenstab umgestalteten, dünnen Ast einer Birke, die als Hausschmuck an vielen Hauseingängen in Neustadt zum Schützenfest zu finden sind. Da fühlte sich

Puter immer in seinem Element. Man sah es ihm an, dass er in solchen Augenblicken glücklich war. Über Oma Drehdich kann ich nicht so viel berichten. Denn diese alte Dame, die heute, genau wie Puter, nicht mehr unter uns weilt, tauchte immer nur und mit aller Pünktlichkeit zum Neustädter Schützenfest auf. Manchmal marschierten sie und Puter zusammen vorneweg. Sie tanzte immer sehr beschwingt und drehte sich dabei stets mit einem Lächeln im Gesicht. Ich glaube, auch sie war in solchen Augenblicken einfach nur glücklich. Warum erzähle ich gerade die Geschichten von solch scheinbar unbedeutenden Menschen? Nun, ganz einfach: Sie sind nur Randerscheinungen, aber auch diese machen das Neustädter Schützenfest aus. Wurden sowohl Puter als auch Oma Drehdich oft nur belächelt und verspottet, so haben sie mich doch eines gelehrt, nämlich

dass es egal ist, wer oder was man ist, solange man das Glück auch nur für wenige Augenblicke einfangen kann. Und sei es „nur beim Neustädter Schützenfest. Zurück zum Schützenfest der Gegenwart: Den jungen oder jung gebliebenen Führungskräften der Schützengesellschaft ist es gelungen, mit vielen positiven Maßnahmen das Neustädter Schützenfest wieder sehr weit nach oben auf die Beliebtheitsskala der Neustädter Bürger zu bringen. Ich kann nur sagen: Schützenfest Neustadt macht Spaß! Diesen Satz verstehe ich sogar als eine Art Werbeslogan. Ich will sagen: Es lohnt sich auf jeden Fall, das Neustädter Schützenfest zu besuchen. Egal wie jung oder alt man ist. Jörg Baumann ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/20456/

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Wir wünschen Euch viel Spaß beim Schützenfest!

16 I Schützenfest Neustadt

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Foto: Köster

1. Hauptmann Hans-Erich Hergt, 2. Leutnant Ulf Hasselbring-Hibbe, 3. Leutnant Marco Behrmann, 4. Kompanievertreter Werner Hesse, 5. Kompanievertreter Helmut Horl, 6. Fahnenbegleiter Jan Florian Krippner, 7. Fahnenträger Ricco Rex, 8. Fahnenbegleiter Michael Mparsakidis. Ehrenhauptmänner: Waldemar Duda, Heinz-Ulrich Hetebrügge.

1. Hauptmann Thomas Fehlig, 2. Fähnrich Jens Blümel, 3. Leutnant Lars Hetebrügge, 4. Kompanievertreter Thomas Schendel, 5. Kompanievertreter Volker vom Hofe, 6. Fahnenbegleiter Dirk Schneemann, 7. Fahnenträger Michael Weist, 8. Fahnenbegleiter Andreas Hillenberg. Ehrenhauptmann Günter Rahlfs.

Schützenfest Neustadt I 17


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