75 Jahre FFW Suttorf
Foto: Thomas Lunitz
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75 Jahre im Einsatz Suttorfs Feuerwehr feiert Jubiläum
Klaus Knappert (Privat: Im Aller 14, OT Suttorf )
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Editorial
Überblick
In dieser Ausgabe
Suttorfer schreiben über ihre Feuerwehr.
Liebe Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, liebe Leserinnen und Leser, in der Hand haltet Ihr das myheimat-Sonderheft zum Jubiläum der Ortsfeuerwehr Suttorf. 75 Jahre ehrenamtlicher Dienst am Nächsten liegen hinter uns. 75 Jahre haben Suttorfer Bürger in ihrer Freizeit, neben beruflichen und privaten Verpflichtungen Brände bekämpft, technische Hilfe geleistet, in Not geratenen Mitmenschen geholfen, Gefahr für Leib und Leben abgewendet und Werte geschützt. Eine ehrenvolle Aufgabe, die für uns Feuerwehrleute mehr war und ist als nur ein Hobby.
Sie schreiben und fotografieren für dieses Magazin (oben, von links): Thimo Grube, Thorsten Wrona, André Gerberding, Ingelore Grube. (Mitte, von links) Waltraud Scharnhorst, Andrea Köhne, Thomas Lunitz, Kerstin Strünkel. (unten, von links) Marc Willbrandt, Torsten Dannenbring. Wilhelm Wesemann
Impressum myheimat-Sonderausgabe zum 75-jährigen Bestehen der Suttorfer Ortsfeuerwehr. Erschienen im August 2009. myheimat.de ist das Mitmachportal der Leine-Zeitung – Ihrer Heimatzeitung täglich in HAZ und NP.
Robin Jantos 05032/96 43 56 Redaktion
myheimat@heimatzeitungen.de www.myheimat.de/profil/5409
Frederic Henze 05032/96 43 54 Redaktion
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Die im Laufe der Zeit immer anspruchsvoller gewordenen Aufgaben lassen sich nur von einer gut funktionierenden Gemeinschaft erfolgreich bewältigen. Eine solche Gemeinschaft ist die Feuerwehr Suttorf immer gewesen und wird es auch in Zukunft sein. Garant hierfür ist unsere gute Jugendarbeit, die es uns ermöglicht, genügend Nachwuchs für die Einsatzabteilung auszubilden und zu integrieren. Seit Gründung unserer Jugendfeuerwehr im Jahr 1977 gelingt uns das sehr gut. Die Tatsache, dass von den zurzeit 44 aktiven Kameradinnen und Kameraden 40 aus der eigenen Jugendfeuerwehr stammen, untermauert dieses sehr deutlich. Aber es kommt nicht nur auf das Personal an, auch eine gute Ausrüstung ist wichtig. Als 30 Suttorfer am 9. Oktober 1934 unsere Freiwillige Feuerwehr gründeten, standen ihnen lediglich eine Handdruckspritze, einige Schläuche und Uniformen zur Verfügung. Nicht vergleichbar mit unserer heutigen Ausrüstung. Ich hoffe, dass wir auch zukünftig den gestiegenen Anforderungen bestens ausgerüstet begegnen können. Jetzt sind die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen, und es kann endlich losgehen. Ich möchte Euch, liebe Leserinnen und Leser, einladen, mit uns gemeinsam unser Jubiläum zu feiern. Ein Programm und vieles mehr findet Ihr in diesem Sonderheft. Viel Spaß beim Lesen. Die Beiträge gibt es übrigens auch noch ausführlicher im Internet zu lesen. Im Mitmachportal der Leine-Zeitung findet Ihr auf www.myheimat.de/suttorf eine sehr aktive Berichterstattung über unseren Ort und unsere Feuerwehr.
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Verlag: MH Niedersachsen GmbH & Co. KG, Am Wallhof 1, 31535 Neustadt am Rübenberge (zugleich auch ladungsfähige Anschrift sämtlicher im Impressum genannter Personen); Verantwortliche Redakteure: Peter Taubald, Clemens Wlokas; Gestaltung: Siegfried Borgaes; Verantwortlich für den Anzeigenteil: Holger Hadeler; Druck: Werbeagentur D´facto, Rundeel 7, 31535 Neustadt
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Zum Abschluss möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Kameradinnen und Kameraden, allen Freunden, Gönnern und Sponsoren sowie den vielen fleißigen Helfern für die großartige Unterstützung bedanken, dank der wir dieses Sonderheft und die Festorganisation erst verwirklichen konnten. Gut Wehr! Heiko Degering, Ortsbrandmeister
Zahlen und Fakten
Freiwillige Feuerwehr Suttorf: Zahlen und Fakten
Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr, beziehungsweise der Ortsfeuerwehr Suttorf:
1934 – 1943 1943 – 1955 1955 – 1960 1960 – 1974 1974 – 1995 1995 – 1999 1999 – 2005 seit 2005
Heinrich Hahn sen. Heinrich Block Fritz Benne sen. Wilhelm Wesemann sen. Werner Thielking jun. Wilhelm Wesemann jun. Christoph Stolle Heiko Degering
Foto: André Gerberding
Gegründet am 9. Oktober 1934, 30 Gründungsmitglieder, von denen heute niemand mehr lebt.
Mitgliederzahlen aktuell: Aktive: Altersabteilung: Jugend: Fördernde:
44, 23 27, 156
davon weiblich: 5 davon weiblich: 4
Einsätze jährlich im Durchschnitt: 7 bis 10
Foto: Thimo Grube
Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Suttorf bedankt sich bei den Sponsoren des Jubiläumsfests NCS Holzkontor, Niki Schmidt; LOGi Technik, Olli Gilke; Sportcenter Neustadt; Dachdecker Uwe Krüger; Hausmeisterservice Franz Thiele; Glaserei Gewetzki; Schaal Bauelemente; Elprotech, Wolfgang Schindel; Blumenpavillon Kaspar; Gasthaus Zur Krone, Jutta Gerberding; Mobiler Dienstleister Rainer Gerberding; Fernau Container GmbH; Stadtwerke Neustadt GmbH; Goerlich Sanitär- und Heizungsbau; Brandsicherheit Matthias Rabe; Commerz Real, Torgen Hinke; Containerdienst Wagner; Weinkontor Rothärmel; Getränkehandel Hermann Wecken; McDonald`s Neustadt; Holiday Heinz; Fleischerei Backhaus; ATU Neustadt; Alte Leipziger Versicherungen; Welcker Sanitärgroßhandel; Späther; HJA Textildesign; Neubert Werbung; Café Havanna; FM Fahrrad Müller.
31535 Neustadt · Mittelstraße 17 Fon 05032/ 90 77 93 Wir gratulieren Euch zu Eurem Jubiläum und wünschen Euch viel Spaß bei Eurem Fest!
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myheimat FFW Suttorf I 3
FFW Suttorf
Ortsbrandmeister Heiko Degering: Wir blicken mit Genugtuung auf die von uns geschaffenen Werte Heiko Degering ist Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Suttorf. Heiko, wie lange bist Du in der FFW Suttorf aktiv? Und seit wann in einer führenden Position? Im April 1981 bin ich der Jugendfeuerwehr beigetreten und wurde 1987 in die aktive Feuerwehr übernommen. Seit zehn Jahren bin ich in einer führenden Position als Stellvertreter bzw. seit April 2005 als Ortsbrandmeister tätig. Was zeichnet die FFW Suttorf aus?
Arbeitsleistungen ein Geräteschuppen gebaut und bezahlt. Ich bin des Weiteren froh, dass die Jugendarbeit so gut fortgesetzt wird und die Personalstärke erhöht wurde. Wir erleben jedes Jahr einen massiven Zulauf, den wir kaum bewältigen können. Zwei Feuerwehrkameraden bewahren ihre Einsatzkleidung inzwischen zu Hause auf, da es im Feuerwehrgerätehaus 42 Plätze und Haken gibt, jedoch 44 Männer und Frauen in der FFW aktiv sind.
Zum einen ist der Zusammenhalt und die Kameradschaft in der Gruppe stark, und das Gefüge von Jung und Alt funktioniert sehr gut. Es gelingt immer wieder, eine Gruppe aus unterschiedlichen Altersstufen und Charakteren zu einer funktionierenden Einheit zusammenzubringen. Zum anderen gibt es ein breites Spektrum an Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, die bereit sind, Verantwortung zu tragen, sodass diese auf viele Schultern verteilt werden kann. Ich habe einen guten Stellvertreter, und wir haben wichtige Schlüsselpositionen im Ortskommando (z. B. Jugendwart, Gruppenführer, Gerätewart, Sicherheitsbeauftragter, Schriftführer und Beisitzer) gut besetzt. Außerdem ist das Ansehen der FFW im Ort sehr hoch. Hier sprechen die hohen Mitgliederzahlen für sich. Derzeit umfassen die Jugendfeuerwehr 27, die aktive Wehr 44, die Altersabteilung 23 und der Förderverein 156(!) Mitglieder!
Apropos: Frauen in der FFW – Fluch oder Segen?
Und wo hakt es?
Die FFW Suttorf feiert vom 21. bis 23. August das 75-jährige Bestehen. Was erwartet die Besucher?
Das sind nur Kleinigkeiten, eigentlich nur Abstimmungen und kommunikative Mängel. Wie ist es um den Nachwuchs bestellt? Kann die FFW auch Jugendliche begeistern? Ja. Seit Jahren ist unsere Jugendfeuerwehr die mitgliederstärkste oder zweitstärkste im Stadtgebiet Neustadt. Seit Jahren zählt die Jugendfeuerwehr nicht weniger als 25 Mitglieder. Seit ihrer Gründung 1977 hatte die Jugendfeuerwehr immer gute und engagierte Jugendwarte und Betreuer, die mit ihren abwechslungsreichen und interessanten Diensten stets Jugendliche begeistern konnten und können. Ein Jugendlicher fragt Dich, ob er in die FFW eintreten soll. Mit welchem Argumenten würdest Du ihn überzeugen?
Beides. Ich sehe das etwas gespalten. Manche Aufgaben, wie z. B. das Tragen von Atemschutzgeräten beurteile ich für Frauen als körperlich zu schwer. Jedoch sind Frauen den Kameraden bei anderen Aufgaben überlegen, z. B. bei der Organisation bei einem Einsatz. Man muss klar anerkennen, dass Frauen in der FFW zur Homogenisierung beitragen, Aufgaben übernehmen und sich positiv auf den Gruppenzusammenhalt auswirken. Die Feuerwehrfrauen der FFW Suttorf sind sehr engagiert! Bezeichnend ist allein die Tatsache, dass zwei Feuerwehrkameradinnen nicht in Suttorf wohnen, jedoch hier und nicht in ihrem Wohnort Mitglied der FFW sind.
Ich hoffe, drei großartige Festtage. Am Freitag wird es eine große Zeltparty mit Superstimmung geben, wie sie schon lange nicht mehr in Suttorf stattgefunden hat. Am Sonntag beteiligen sich sehr viele Feuerwehren aus dem Umkreis und befreundete Vereine am Umzug, und man sieht, wie viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren. Ich hoffe, dass sehr viele Zuschauer kommen werden, die sich den Festumzug ansehen. Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Was sind die nächsten Höhepunkte, auf die sich die Leser schon freuen können? 2011 die Neubeschaffung des Löschfahrzeugs, welches hoffentlich nach unseren Vorstellungen beschafft wird. Wo siehst Du die FFW Suttorf in zehn Jahren?
Die wesentlichen Argumente sind meines Erachtens der Zusammenhalt in der Gruppe und dass die Jugendlichen Teamfähigkeit erfahren und lernen in Verbindung mit der ehrenvollen Aufgabe, Menschen helfen zu können. Außerdem bietet die FFW den Jugendlichen ein tolles und breites Angebot von Wettbewerben, sportlichen Aktivitäten bis hin zum alljährlichen Zeltlager. Auf welche Errungenschaften aus Deiner Amtszeit bist Du besonders stolz? Dass wir trotz Widerständen und langer Wartezeit einen Manschaftstransportwagen (MTW) beschaffen, und diesen in Eigenleistung und mit eigenen finanziellen Mitteln zum Feuerwehrauto umbauen konnten. Zudem wurde aus Eigenmitteln und mit eigenen
4 I myheimat Interview
Personell weiterhin so gut aufgestellt wie jetzt. Die Aufgaben werden vielschichtiger, und die Anzahl der Einsätze wird sich erhöhen. Ist für Dich ein Leben ohne Feuerwehr überhaupt vorstellbar? Absolut nicht! Es ist für mich nicht vorstellbar, da ich vor allem momentan einen Großteil meiner Freizeit mit der Organisation unseres Jubiläums verbringe. Außerdem ist es auch sonst nicht denkbar aufgrund der langjährigen Zugehörigkeit, Verbundenheit und der langjährigen Verantwortung.
von: Andrea Köhne
mehr unter: www.myheimat.de/beitrag/113380
FFW Suttorf
Einige Anekdoten aus 75 Jahren Suttorfer Feuerwehrgeschichte Moorbrand 1959: Die Polizei versuchte, die Feuerwehrleute aus Suttorf zum Moorbrand abzuholen. Doch diese hatten Besuch aus Hermsdorf, und der Ortsbrandmeister verweigerte, selbst in Anwesenheit der Polizei, den Einsatz, da keiner mehr nüchtern war. Am nächsten Morgen mussten die Suttorfer aber dann ins Moor. Die alten Leinenschläuche, die geknickt im Regal lagerten, wodurch Brüche im Material entstanden. So kam es dann schon mal vor, dass bei den Wettbewerben ein Schlauch platzte und sich die Kammeraden auf diesen schmissen in der Hoffnung, noch etwas zu retten. 1974, das erste Osterfeuer nach vielen Jahren, welches bei Gewetzki im Meyers Ende abgebrannt wurde. Zumindest wurde es versucht. Aber auch mit Öl und Reifen bekam man es nicht angesteckt. So brannten die Suttorfer ihr Osterfeuer dann acht Tage später ab. Die alte DKW Pumpe, die so hart zurückschlug, dass man aufpassen musste, sich nicht die Finger zu brechen. Der Wein, der beim Moorbrand vor den Flammen gerettet wurde, indem er durch die Feuerwehrleute leergetrunken wurde. Willi Kahle, der sich nach dem Dienst zu Hause hinlegte und die Sirenen hörte. Er nahm diese aber nicht ernst. Als er am Nachmittag zu Völker ging, saßen die ganzen Kameraden wieder am Tisch und berichteten ihm, dass es bei Langreder gebrannt hatte. Werner Thielking, der beim Feuer von Poppe den Mähdrescher aus der Scheune fuhr, diesen aber nicht mehr abstellen konnte und als Einsatzleiter erstmal auf dem Drescher festhing. Selbst das laufende Mähwerk in den Sand zu setzen half nicht. Erhard Krause, der beim Einparken eine Beule in das neue Feuerwehrauto fuhr und den Schaden dann aus eigener Tasche beglich. Helmut Völker-Brand und Scheeper, die mit Fahrrad und Feuerhörnern zum Einsatz riefen. Der Aal, der nach Wettbewerben in Mardorf bei Völker liegen gelassen wurde. Als Scheeper seinen Aal abholen wollte, hatten seine Kameraden das ganze Fleisch verdrückt und durch einen abgebrochenen Besenstiel ersetzt.
Die Altersabteilung schwelgt in Erinnerungen Das bevorstehende 75-jährige Feuerwehrjubiläum vom 21. bis 23. August nahm die Altersabteilung der Feuerwehr Suttorf zum Anlass, sich in gemütlicher Runde im Geräteshaus zu treffen. Frei nach dem Motto: „75 Jahre FFS - 75 Anekdoten“ wurden alte Fotos ausgetauscht und viele interessante Begebenheiten aus der aktiven Dienstzeit aufgefrischt. Die Kameraden der Altersabteilung mit ihrem Ehrenbrandmeister Werner Thielking waren sich jedenfalls einig, dass es eine schöne Zeit war. Und spätestens am Jubiläumswochenende im August trifft man sich zum Klönschnack im großen Festzelt wieder.
von: Thorsten Wrona
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Werner Thielking
Die Rettung einer kleinen Katze aus der Güllegrube von Lübbert. Alle Versuche, die Katze mit einer Schlinge oder Ähnlichem herauszuziehen, scheiterten. So wurde zum Gerätehaus gefahren, um andere Gerätschaften zu besorgen. Als man wieder an der Güllegrube ankam, trauten die Feuerwehrkameraden ihren Augen nicht. Heiko Grube, der zurückgeblieben war, hatte das kleine Kätzchen auf dem Arm. Die Katze war von selbst auf einen heruntergeworfenen Leinenbeutel geklettert und hielt sich eisern daran fest. So konnte diese gerettet und zu einem Tierarzt nach Klein Heidorn gebracht werden.
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Ein Feuer in einem Schuppen an der Suttorfer Straße war schnell gelöscht, allerdings besudelten sich einige Feuerwehrleute von oben bis unten mit weißer Farbe, da beim Heraustragen von Farbeimern die Kunststoffeimer angeschmolzen waren.
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In Suttorf 17 · 31535 Neustadt
myheimat Anekdoten I 5
Die Feuerwehr im
FFW Suttorf
Foto: Thorsten Wrona
Nicht nur Retten, Löschen, Bergen und Schützen hat sich die Feuerwehr Suttorf zur Aufgabe gemacht. Auch für die Dorfgemeinschaft ist sie im Einsatz. Seit 1974 richtet die Feuerwehr das Osterfeuer aus. Der 1. Mai mit dem traditionellen Maibaumaufstellen wird seit dem Jahr 2000 auf dem Festplatz
Die Feuerwehr ist Ausrichter des Osterfeuers.
Foto: Thorsten Wrona
Osterfeuer
Foto: Thimo Grube
Foto: Andrea Köhne
Seit 20
Foto: Andrea Köhne
Foto: Thorsten Wrona
Grillabend.
Hochzeit von Ortsbrandmeister Heiko Degering und Christine Koch 2008.
6 I myheimat Dorfleben Die Touren
Wikinger und Kannibalen beim Erntefest 2008.
m Dorfleben
FFW Suttorf
Foto: Thorsten Wrona
gefeiert. Die Teilnahme am Erntefest, Boßelturnieren und dem Spiel ohne Grenzen im Ort gehört für die Feuerwehrmänner genauso dazu wie die Organisation der Fahrt ins Blaue und von Skat- und Kniffelturnieren. Ebenfalls sehr beliebt sind die Grillabende für Wehrleute und fördernde Mitglieder.
Schützenfest
Foto: Thorsten Wrona
Maifest
Foto: Thorsten Wrona
Ausmarsch beim Schützenfest.
Hydrantenkontrolle
000 stellt die Wehr regelmäßig zum Maifest den Maibaum auf.
Foto: Thorsten Wrona
Foto: Thorsten Wrona
Aktionen
Foto: Andrea Köhne
Foto: Thorsten Wrona
40. Geburtstag von Dirk Warnstorf.
Spiel ohne Grenzen 2006.
Die Feuerwehr rüstet Suttorf für den Winter.
myheimatmyheimat 100 Jahre Dorfleben MTV Eltze II 77
Die Feuerwehr im Einsatz
Foto: Oliver Seitz
FFW Suttorf
Foto: FFW Suttorf
2003: Hochwasser.
Foto: FFW Suttorf
Foto: FFW Suttorf
2009: Brand in der Hasenheide.
2006: Schornsteinbrand.
Foto: FFW Suttorf
1997: Schuppenbrand.
1997: Tierrettung.
2009: Moorbrand.
8 I myheimat Im DasEinsatz Heideturnfest
Foto: FFW Suttorf
Foto: FFW Suttorf
2003: Feuer an der Ahnsfรถrth Schule.
Vorne von links: Klaus Wrona, Heinrich Bertram, Karl Stolle, Dieter Bertram, Günter Höhne, Hans Höhne, Gerd Möller, Werner Thielking, Heinrich Kuhlmann, Hermann Köhne, Wilhelm Kahle, Erhard Krause, Hermann Schlüter, Karl Warnstorf, Egon Meyer, Marcel Bertram.
Mitte von links: Stephan Stolle, Hans-Martin Roitsch, Heiko Wesemann, Heinrich Seemann, Jens Ingwersen, Dustin Wilhelm, Peer-Hendrik Wesemann, Ralf Köhne, Andreas Rabe, Kai Kalinofski, Carsten Schendzilarz sen., Marc Willbrandt, Laura Willeke, Caroline Lohse, Greta Marten, Rainer Köhne, Yara-Lisa Gewetzki, Nico Tammen, Wilhelm Wesemann, Carsten Schendzilarz jun., Heiko Degering.
Hinten von links: Uwe Berg, Felix Brieskorn, Jörg Maske, Alexander Stolle, Jan-Niklas Maske, Frederik Maske, Carsten Witte, Christian Holste, Heiko Grube, Steven Willbrandt, Heiko Sassenberg, Andreas Bertram, Markus Gerberding, Andre Gerberding, Thimo Grube, Dirk Warnstorf, Carsten Begert, Pascal Bode, Sebastian Koch, Hendrik Lübbert.
Aktive und Altersabteilung
FFW Suttorf
Die Jugendfeuerwehr 2009.
Die Jugendfeuerwehr: Das Suttorfer Modell Der ehemalige Ortsbrandmeister Wilhelm Wesemann berichtet über die Gründung der Jugendfeuerwehr: „Ich, Wilhelm Wesemann, hatte am 10. Februar 1973 endlich mein lang ersehntes Ziel erreicht, war 16 Jahre alt und konnte Feuerwehrmannanwärter in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Suttorf werden. Von den 48 Feuerwehrkameraden waren 26 aktive Mitglieder bei der Versammlung. Aber der jüngste Kamerad nach mir war 20 Jahre älter als ich. Es fehlte also eine komplette Generation. Bei der Jahresdienstversammlung 1975 schlug ich die Gründung einer Jugendfeuerwehr vor. Die Begeisterung der Versammlung hielt sich jedoch in Grenzen. Kommentare wie „Wozu braucht man denn eine Jugendfeuerwehr?“ oder „Wir sind eine Feuerwehr und kein Verein“ waren die Reaktionen. Der Vorschlag wurde nicht einmal im Protokoll notiert. Ich besorgte mir trotzdem die notwendigen Informationen zur Gründung einer Jugendfeuerwehr vom damaligen Stadtjugendfeuerwehrwart, Kamerad Hans-Jürgen Grigat. Bis November 1976 hatte ich dann 23 Un-
terschriften von Jungen im Alter von 12 bis 15, die Mitglied der Jugendfeuerwehr Suttorf werden wollten. Mit Unterstützung des Ortsbrandmeisters Werner Thielking stellte ich bei der Jahresdienstversammlung am 5. Februar 1977 den Antrag auf Gründung der Jugendfeuerwehr. Es bestand die Anforderung, dass mindestens ein Erwachsener dabei sein muss. Kamerad Hermann Schlüter stellte sich als stellvertretender Jugendwart zur Verfügung. Der Gründung stand nichts mehr im Weg. Es gab genug Jugendliche, die mitmachen wollten, und es gab Räumlichkeiten. So führte am 11. Februar 1977 die Freiwillige Feuerwehr Suttorf den ersten Jugendfeuerwehrdienst durch. Im Gründungsjahr hatte die Jugendfeuerwehr 31 Mitglieder. Wir hatten kein Geld und keine Ausstattung. Wir starteten also die Gründung der Jugendfeuerwehr mit einer monatlichen Umlage bei den Eltern der Jungen in Höhe von einer DM. Alle halfen mit. Ab Gründung war die Unterstützung der Jugendfeuerwehr durch alle aktiven Kameraden und viele Ehefrauen unglaublich stark. Ob es der Bau der Hindernisstrecke war oder
die Begleitung und Ausrichtung von Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr, es gab immer ausreichend helfende Hände und eine enge Freundschaft mit der Jugendarbeit des Schützenvereins. Schon im Gründungsjahr waren wir Ausrichter für den gesamten Brandabschnitt für die Abnahme der Leistungsspange (Jugendleistungsabzeichen). Wir sind mit zwei Gruppen gestartet und haben mit beiden Gruppen weit über der erforderlichen Punktzahl gelegen. Von 18 Jugendlichen haben 17 die Leistungsspange erhalten. Der 18. hat sie damals nicht bekommen, weil er für die Teilnahme noch zu jung war. Bereits nach einem Jahr, zur Jahresdienstversammlung am 2. Februar 1978, wurden zehn Jugendliche in die aktive Wehr übernommen. Einer dieser übernommenen Jugendlichen war Jörg Maske, der am 4. Januar 1982 in der Funktion des Jugendfeuerwehrwartes meine Nachfolge angetreten hat.“ In späteren Jahren haben wir das Eintrittsalter von zwölf auf zehn Jahre geändert. In der Jugendwartezeit von Stephan Stolle,
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FFW Suttorf
der die Verantwortung für die Jugendfeuerwehr am 30. Januar 1988 übernommen hat, konnten auch Mädchen in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden. Am 7. Februar 1998 erklärte Stefan Stolle, dass er für die Funktion des Jugendfeuerwehrwarts nicht mehr zur Verfügung stehen könne. Niemand wollte das Amt übernehmen. So entschloss man sich, die Jugendfeuerwehr mit einem Betreuerstab zu leiten. Dieser bestand anfangs aus fünf gleichberechtigten Betreuern, von denen einer als Ansprechpartner und Postadresse fungierte. Anfänglich war dies Andreas Rabe. Neben ihm gehörten noch Rainer Köhne, Carsten Witte, Uwe Berg und Heiko Degering zum Betreuerstab. Kurze Zeit später stieß noch Heiko Grube dazu. Nach einem Jahr übernahm Heiko Degering die Funktion des Sprechers. Die Art dieses Führungsstils wurde dann schnell als „Suttorfer Modell“ in der Stadt Neustadt und in der Region Hannover bekannt. Das „Suttorfer Modell“ fand aber auch Ablehner in der Stadtfeuerwehrführung. Trotzdem hat es sich bis heute bewährt, eine größere Gruppe von Betreuern zur Verfügung zu haben. Außerdem fanden sich Nachahmer in den Jugendfeuerwehren in Stadt und Region. Akut wurde die Situation, als Christoph Stolle als Ortsbrandmeister abdankte und Heiko Degering als einziger Kandidat zur Wahl stand. Da eine Doppelbelastung als Jugendwart und Ortsbrandmeister zu groß wäre, musste nun ein neuer Jugendwart gefunden werden. So erklärte ich, Thimo Grube, mich bereit, 2005 das Amt des Jugendwarts zu übernehmen. Allerdings erst nach einigen Diskussionen mit meinen Eltern und der Bedingung, dass mir die „Sieben Zwerge“ inklusive Schneewittchen und zwei erfahrenen Betreuern zur Seite stehen. Das Suttorfer Modell sollte nun also Anwendung in Perfektion finden. Die „Sieben Zwerge“ waren André Gerber-
ding, Marcel Bertram, Christian Behrendt, Peer-Hendrik Wesemann, Heiko Sassenberg, Marc Willbrandt und ich. Wir waren eine Gruppe, die zusammen aus der Jugendfeuerwehr übernommen wurde und den Grundlehrgang besuchte. Unser Schneewittchen war Philipp Hamm, der schon ein Jahr vor uns übernommen wurde. Die zwei erfahrenen Betreuer waren Andreas Rabe und Heiko Grube. Wir hatten zwar eine kurze Schonzeit unter Heiko, aber einfach fiel es uns nicht, die Jugendfeuerwehr allein zu leiten. Seither halten wir den hohen Standard unserer Vorgänger und übergeben jährlich gut ausgebildeten Nachwuchs an die Einsatzabteilung. Seit 2005 veränderte sich der Betreuerstab stetig. So verließ uns Christian Behrendt und zu uns stießen Markus Gerberding, Steven Willbrandt, Nico Tammen, Dustin Wilhelm, Jan-Niklas Maske, Carsten Schendzilarz jun. und Caroline Lohse. So hat die Jugendfeuerwehr derzeit einen 15-köpfigen Betreuerstab. Aber auch die aktiven Kameraden gehen uns jederzeit zur Hand, wenn Not am Mann ist. So bieten wir jeden Freitag ein abwechs-
lungsreiches Programm von Sport, Feuerwehrtechnik und natürlich Teamgeist an und nehmen gelegentlich an Wettbewerben teil. Einer unserer größten Erfolge war es, die Jugendfeuerwehr 2007 zu den Landeswettbewerben der Jugendfeuerwehren zu führen. Derzeit sind 27 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Suttorf. Die Jugendfeuerwehr zählt seit der Leitung von Stephan Stolle zu der größten im Stadtgebiet. Und wenn man heute durch das Gerätehaus geht und sich umguckt, dann sieht man, dass bis auf drei Kameraden alle vorher in der eigenen Jugendfeuerwehr waren. Und nun soll noch mal einer fragen: „Wozu braucht man denn eine Jugendfeuerwehr?“ Dienst ist jeden Freitag (außer in den Ferien) ab 17 Uhr am Feuerwehrhaus Suttorf Jugendwart: Thimo Grube, Telefon (0 50 32) 57 20 Thimo Grube ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/14153/
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Chronik
75 Jahre Ortsfeuerwehr: Suttorfer sind für Teamarbeit bekannt Die Freiwillige Feuerwehr Suttorf wurde am 9. Oktober 1934 in Anwesenheit des Kreisfeuerwehrführers Fischhöfer gegründet. Zum Führer wurde der Bauer Heinrich Hahn, zum Stellvertreter Heinrich Block gewählt. Es traten an diesem Tag 30 Mitglieder bei. Die Freiwillige Feuerwehr Suttorf entwickelte sich zu einer straff geführten, jederzeit einsatzbereiten Gemeinschaft. Vorher hatte es eine Pflichtwehr gegeben, in der jeder Suttorfer im Alter von 16 bis 60 Jahren im Ernstfall Löschdienst leisten musste. Da die Dörfer nur zaghaft die neuen Wehren gründeten, inszenierte man im September 1934 eine Feuerschutzwoche bei der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt. Dort wurden zahlreiche Übungen durchgeführt und
schneider Gustav Kahle per Hand angefertigt), einer Hose, einem Schmalgurt und einem Schulterriemen. Durch die vielen Übungen kam die Wehr ziemlich schnell zu einem guten Ausbildungsstand. Wenn einmal nicht alle zu einer Übung am Spritzenhaus (heute die Bushalte stelle „Mitte“) erschienen, sagte Willi Seegers meist: „Lat üsch man na Völker gon, ik gewe ne Flasche Schluck uut!“ Während des Krieges demonstrierte der Dorfschmied Heinrich Block die alte Handdruckspritze, und die erste Motorpumpe wurde angeschafft. Die Löschwasserversorgung der Freiwilligen Feuerwehr Suttorf im Jahr 1953 war sehr schlecht. Aus der Leine musste über eine lange Strecke Wasser durch Schläuche gepumpt werden. Kleine Hilfen waren der Notbrunnen „Auf dem Or“ und eine Zisterne im Dorf. Löschwasserbrunnen, wie in anderen Orten, konnten nicht angelegt werden, da eine mächtige Tonschicht im Weg war. Im Ernstfall musste die Wehr sich auf die Nachbarschaftshilfe verlassen. Die Suttorfer Wehr nahm schon damals an Kreiswettkämpfen teil. Erhard beim Kraft tanken. Aber auch zu kleinen und größeren Einsätzen musste die Feuerwehr in den Dörfern Feuerschutzhefte verteilt. ausrücken. 1969 brannte der Schweinestall Die Ausrüstung bestand aus Schirmmüt- von Meyer, viele Tiere kamen um. Werner zen, einem blauem Uniformrock (vom Dorf- Thielking hatte damals die angebundenen Bullen zu kühlen und duschte zwischendurch auch noch den damaligen Stadtbrandmeister. Auch in das Neustädter Moor wurden die Suttorfer oft gerufen. Einmal steckte Egon Meyer bis zum Hals im Moor, weil er einen Graben übersah. Als die anderen kamen, schrie einer: „Guck mal da läuft ein Igel!“ Doch bei näherem Hinsehen erkannte Erhard Krause seinen Kameraden Schlüsselübergabe
12 I myheimat Chronik
Brand bei Meyer.
Egon mit seinem Bundeswehrhaarschnitt. Zu dieser Zeit gab es noch eine Kantine im Moor. Der Wirt vergrub seine Schweine, um sie vor den Flammen zu retten. Als 1965 ein Feuerwehrfahrzeug angeschafft wurde, reichte der Platz im Spritzenhaus bei Döpkes Kohlenschuppen nicht mehr aus. Bis 1972 musste gewartet werden, um ein neues Gerätehaus mit Abstellbox, Aufenthaltsraum und Duschen beziehen zu können. Nach der Gebietsreform 1974 wurde der Gemeindebrandmeister Wilhelm Wesemann senior zum Ortsbrandmeister und Ehrenbeamten der Stadt. 1974 feierte die Freiwillige Feuerwehr Suttorf das erste Jubiläumsfest. Drei Jahre später wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. 24 Jungen im Alter von zwölf bis 16 Jahren traten bei. Seit 1974 änderte sich viel in der Feuerwehr des Dorfes. Die Fahrzeuge wurden mit Funk ausgestattet, die Sirenen von Ronnenberg aus in Betrieb gesetzt, die Wehren teilte man in Schwer- und Stützpunktfeuerwehren ein, die Teilnahme an Lehrgängen wurde zur Pflicht und der Dienst wesentlich umfangreicher. 1984 feierte die Freiwillige Feuerwehr unter dem Motto „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ das 50-jährige Bestehen. 1985 erhielt die Feuerwehr Suttorf ihr neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). Das alte TSF war noch so gut erhalten, dass es nach Averhoy weitergegeben wurde. Das neue TSF kostete wegen der Übernahme der alten Gerätschaften 50 000 DM. Es fehlte dem Fahrzeug jedoch eine kleine Schraube. Wenige Tage nach der Übergabe brannte es an dem Feldweg nach Otternha-
Chronik gen. Beim Einlegen des Rückwärtsganges hatte Gerätewart Hermann Schlüter plötzlich nur den Schaltknüppel in der Hand. Die Wehr bestand damals schon zur Hälfte aus übernommenen Jugendfeuerwehrmitgliedern. 1985 kam es dann noch zu einem problematischen Einsatz in der Neuen Wiese. Der Schweinestall von Bruno Gruner brannte. Erschwert wurde der Einsatz durch einen zugefrorenen Hydranten. So konnte erst an einem 300 Meter entfernten Hydranten Wasser entnommen werden. Bei diesem Einsatz kamen zwei Ferkel ums Leben. Der Stall brannte komplett nieder. Anfang 1987 waren zahlreiche Straßen wegen des Hochwassers gesperrt, darunter die Suttorfer Straße und das Eschfeld. Als Einsatzzentrale diente Grubes Keller. Die Verpflegung bestand aus den Resten vom Silvesterabend. Es mussten in diesen Tagen mehrere Keller ausgepumpt und zahlreiche Sandsäcke gefüllt werden. Die Einsatzkräfte wurden mit heißen Getränken verpflegt. Landwirte unterstützen die Ortsfeuerwehr mit ihren Traktoren. 1988 brannte es im Haus von Charly Grote, der sich zu der Zeit im Urlaub befand. Die Inneneinrichtung wurde durch die starke Rauchentwicklung und Verrußung zerstört. Jedoch ging aus Sauerstoffmangel das Feuer von selbst aus. Sonst wäre der Schaden (circa 200 000 DM) vermutlich noch höher gewesen. Auf der Dienstversammlung forderte Ortsbrandmeister Thielking erneut einen größeren Schulungsraum, der seit der Gründung der Jugendfeuerwehr 1977 nötig war. Prüfungen des Dachbodens hatten ergeben, dass dieser nicht für einen Ausbau geeignet ist. Der Zustand der Hydranten zur Wasserversorgung war ein beständiges Problem. Probleme gab es auch bei der Alarmierung der Feuerwehr. So wurden teilweise Sirenen aufgrund der baulichen Veränderungen im Ort von den Kameraden nicht mehr ge-
Fahrzeugübergabe
hört. Allerdings traf man sich des Öfteren am Gerätehaus, weil die Sirenen aus den Nachbarorten als die eigenen empfunden wurden. 1989 begannen die Arbeiten zur Erweiterung des Gerätehauses. Nun gab es den lange geforderten größeren Schulungsraum. Das Richtfest feierte die Wehr in der TSF-Halle. Der größte Teil des Anbaus erfolgte in Eigenleistung. Es wurde selbst gemauert, betoniert, das Dach gedeckt, verputzt, gefliest, Kanäle verlegt und Malerarbeiten durchgeführt. Auch die Außenanlage wurde zum größten Teil selbst angelegt. Unterstützung gab es von den zahlreichen Suttorfer Handwerkern. Die Feuerwehrfrauen um Gisela Thielking unterstützten ihre Männer, wo sie nur konnten. Sie kümmerten sich um die Verpflegung, steuerten Gardinen bei und trieben so den Bau entscheidend voran. Drei Monate früher als geplant konnte die Erweiterung abgeschlossen werden. Im Jahr 1990 wurde das Gerätehaus mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Nun gab es eine Teeküche und sanitäre An-
lagen. Ortsbürgermeister Langreder sagte: Wenn sich Perspektiven böten, seien die Suttorfer zu ganz besonderen Leistungen imstande. Rund 3 000 Stunden wurden von den Aktiven geleistet. Der Gesamtwert des Gerätehauses belief sich auf 120 000 DM wovon 80 000 DM der Eigenleistung der Wehrmänner entsprachen. Im Jahr 1989 versagte die alte Suttorfer Pumpe vor der gesamten Feuerwehrführung bei den Abschnittswettkämpfen. Dies hatte zur Folge, dass die seit 1958 im Besitz der Suttorfer befindliche TS durch ein neues Modell ersetzt wurde. Ein unangenehmer Einsatz war die Bergung einer zwei bis drei Jahre alten Wasserleiche aus der Leine. 1990 suchte die Feuerwehr Suttorf Kontakte mit Feuerwehren der neuen Bundesländer. Der erste offizielle Kontakt wurde mit der Feuerwehr Hermsdorf aufgenommen, zu der schon einmal 1959 Kontakt bestand. Man übergab den alten Kameraden beim ersten Besuch die alte TS. In der Zeit von 1991 bis 1993 gab es ein Großfeuer auf dem ASB-Platz, einen Ver-
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Chronik
Die alte Fahrzeughalle mit Gerätewart Hermann Schlüter.
Anbau Hochwasser 1987
kehrsunfall bei Segelke im Ort und eine Großübung im Krankenhaus. 1993 prägten Unwetter mit Hochwasser das Einsatzbild. Die Wehr hatte einen langen Einsatz vor sich, und die Suttorfer waren ohne Strom. Es mussten Keller ausgepumpt werden. Unterstützung bekam die Ortsfeuerwehr von den Wehren aus Basse und Otternhagen. Die Suttorfer Landwirte kamen unter anderem mit Güllefässern den Brandschützern zu Hilfe. Der Stadtbrandmeister hob die Suttorfer 1994 als rühmliche Ausnahme in der Atemschutzstrecke hervor. Außerdem kam es in diesem Jahr zu zwei Bränden. Es brannten Bienenstöcke und der Pferdestall bei Freimooser. Ein Verkehrsunfall ereignete sich außerdem noch an der Brücke über die Beeke.
1995 kam es zu einem weiteren großen Einsatz der Feuerwehr Suttorf. Es brannte das Lager der Firma Hibbe in Neustadt. Nach kurzer Zeit war der Brand des Gebäudes unter Kontrolle. Die Löscharbeiten zogen sich dennoch in die Länge. Vor Ort musste eine Suttorfer Kraft mit Eimern aus der Spielzeugabteilung versuchen, Abschnitte in Schach zu halten. Erstmals waren die zwei neuen Pressluftatmer im Einsatz. Sie wurden 14 Tage vor dem Brand beschafft und machten sich gleich bezahlt. Die Feuerwehr Suttorf wurde an diesem Tag ermahnt, da sie zu schnell mit ihren Privatautos in der Innenstadt fuhr, allerdings zählte sie auch zu den ersten Kräften vor Ort. Es entstand ein Schaden von 1 000 000 DM. Auch im Jahr 1998 verbesserte sich die Situation mit der Wasserversorgung und
den Sirenen nicht. Ein Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Suttorf ist die Gründung des Fördervereins. Von nun an waren die Suttorfer in ihrer Arbeit unabhängiger von der Stadt. Es gab nun auch mehr Möglichkeiten, die Jugendarbeit der Jugendfeuerwehr zu unterstützen. Im Gründungsjahr traten 96 Mitglieder dem Förderverein bei. Die aktuelle Zahl der fördernden Mitglieder beläuft sich auf 156. 2001 plante die Feuerwehr Suttorf, eine neue Garage zu bauen. Von der Stadt wurden hierfür keine Zuschüsse erwartet. So errichtete die Feuerwehr diese Halle komplett in Eigenleistung, der Förderverein bezahlte die Materialien. Lediglich den Bauantrag stellte die Stadt. In der neuen Halle brachte man ein Schwerlastregal für die Zelte und die Bierzeltgarnituren unter. Der
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Grundreinigung der Fahrzeughalle.
Alte Hasen.
restliche Stauraum war für diverses feuerwehrtechnisches Gerät vorgesehen. Seit der Fertigstellung hat die Jugendfeuerwehr in dieser Halle ihren festen Platz. 2002 kaufte Christoph Stolle für 1 DM den alten Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Hannover, einen Ford Transit. Dieser wurde in kompletter Eigenleistung zu einem Mannschaftstransportwagen umgebaut. Wegen der Sperrung der Leinebrücke 2003 gab es für die Feuerwehr Suttorf wieder ein neues Fahrzeug, wenn auch nur leihweise. Man freute sich über den alten Rundhauber, TLF 16/24, das Reservefahrzeug der Stadt Neustadt. Die Anzahl der Einsätze der Ortsfeuerwehr stieg an. Man wurde nun nach Frielingen und Bordenau gerufen. Auch nach Otternhagen und Neustadt fuhr man nun einmal mehr. Mancher Neustädter erschrak, als man mit drei Fahrzeugen und 21 Leuten anrückte. Leider musste das Fahrzeug nach der Fertigstellung der Leinebrücke wieder abgegeben werden. Seither warten die Suttorfer auf ihr eigenes wasserführendes Fahrzeug. 2005 wurde der MTW dann aus Verkehrsund Sicherheitsgründen abgewrackt und erst 2006 durch einen gebrauchten Fliesentransporter ersetzt. Größtenteils in Eigenleistung und mit Mitteln des Fördervereins baute man den Transporter zum Feuerwehrfahrzeug um. Der MTW
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war günstiger als geplant, sodass von dem restlichen Geld noch Helmlampen für die aktiven Kameraden beschafft werden konnten. Eine weitere Anschaffung war ein gebrauchter PKW-Anhänger, ebenfalls vom Förderverein finanziert. Der 2007 errichtete Geräteschuppen und Unterstellplatz für den Anhänger wurde vom Förderverein der Ortsfeuerwehr bezahlt, die Arbeiten wieder einmal in Eigenleistung durchgeführt. Heute ist die kleine Ortswehr für die ständige Ausbildung bekannt. So liegt der Ausbildungsstand der Kameraden deutlich über dem Durchschnitt. Besondere Ausbildungsdienste absolviert die Ortsfeuerwehr Suttorf mit befreundeten Wehren. Die Leistungsfähigkeit wird regelmäßig auf den Prüfstand gestellt. So nahm die Ortsfeuerwehr an Wettbewerben teil und qualifizierte sich auch des Öfteren bis hin zur Bezirksebene. Aber auch Ausrichten können die Suttorfer. So ist es nicht selten, dass die Stadt- oder Abschnittswett-
Ausbildungsdienst in Celle.
bewerbe in Suttorf ausgetragen werden. Hervorzuheben sind wiederholte Einsätze im Neustädter Moor. Der letzte war im Jahr 2009. Auch mehrere Blitzeinschläge bei Unwettern, vor allem im Moorhof, riefen immer wieder die Feuerwehrleute auf den Plan. Einige Probleme aus früheren Zeiten gibt es immer noch und so treffen sich die Mitglieder der Feuerwehr irrtümlich am Gerätehaus, da sie die Sirenen aus den Nachbarorten gehört hatten. Auch der Wunsch nach einem wasserführenden Fahrzeug ist weiterhin unerfüllt. Thimo Grube ist auf myheimat.de zu finden unter: www.myheimat.de/profil/14153/
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Freitag, 21. August 2009 Ab 20 Uhr
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Samstag, 22. August 2009
18 Uhr 18 Uhr 19 Uhr 21.30 Uhr
Kranzniederlegung am Ehrenmal (Suttorfer Vereine) Empfang der Gäste zum Kommersabend Begrüßung, gemeinsames Essen, Festrede, Grußworte, Beförderung und Ehrungen Öffentliche Feier mit Tanz
Sonntag, 23. August 2009 13 Uhr 14 Uhr 15 Uhr
Empfang der Feuerwehren, Musikzüge und Vereine Großer Festumzug durch Suttorf Musikdarbietungen der Musikzüge auf dem Festzelt
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