Vom Umgang mit RA
rung über Pflegeleistungen bis hin zur Invalidenversicherung (IV). Er wird jährlich aktualisiert und ist kostenlos abrufbar unter www.rheumaliga-shop.ch (D 9009).
Rheumatoide Arthritis und Kinderwunsch Bei Kinderwunsch beschäftigen RA-Betroffene viele Fragen: Ist es wahrscheinlich, dass die Erkrankung vererbt wird? Kann ich schwanger werden? Welchen Einfluss haben meine Medikamente? Sind die körperlichen Einschrän kungen zu stark, als dass ein freudvoller und unbeschwerter Umgang mit dem Kind denkbar wäre?
Das Risiko für Vererbung ist gering Die RA ist zwar mit verschiedenen Genen verknüpft und kommt gehäuft in den gleichen Familien vor. Trotzdem ist das Risiko, dass ein Elternteil mit einer RA diese auf die Kinder überträgt so gering, dass man nicht im strengen Sinn von Vererbbarkeit sprechen kann. Bei den meisten RA-Betrof fenen tritt die Erkrankung spontan, also ohne vererbt worden zu sein, auf. Frauen mit rheumatoider Arthritis können bei gut kontrollierter RA in der Regel damit rechnen, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.
Trotz RA Eltern werden Auch RA-Betroffene können also eine Familie gründen. Betroffene sollten eine Schwangerschaft aber in jedem Fall planen und mit ihrer Rheumatologin oder ihrem Rheuma tologen im Vorfeld darüber sprechen. Das Wissen um den Kinderwunsch wird die Wahl der Medikamente beeinflussen. Manche Wirkstoffe können die weibliche oder männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen, den Eisprung verhindern oder zu Fehlbildungen am Embryo führen. Andere Substanzen sind in dieser Hinsicht unkritisch.
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