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Endlich eine Diagnose

Endlich eine Diagnose

Bis die Diagnose steht, kann es vor allem bei jungen Betroffenen vorkommen, dass sie als überempfindlich oder gar als Simulanten wahrgenommen werden. Eine Entzündung an einem Gelenk schaut oftmals wie eine Prellung oder eine Verstauchung aus. Im Unterschied dazu nimmt der Schmerz bei einer unbehandelten rheumatoiden Arthritis allerdings zu, nicht ab.

Typischer Gelenkentzündungsschmerz

Das Schmerzempfinden ist individuell unterschiedlich. Bei einer rheumatoiden Arthritis ist der Schmerz mit zunehmender Erfahrung als klarer Gelenkentzündungsschmerz erkennbar. Diese Unterscheidung von anderen Beschwerden ist wichtig, da der typische Gelenkentzündungsschmerz später auch einen Rückfall frühzeitig anzeigen kann.

Ich habe RA – und was jetzt?

Den Moment der Diagnose nehmen viele Betroffene als schweren Einschnitt in ihr Leben wahr. Ereignisse werden ab dann in eine Zeit vor und eine Zeit nach der Diagnose eingeordnet. Gerade als junger Mensch kann man versucht sein, die Diagnose RA und deren drohende Beeinträchtigung auf das Leben eine Weile zu verleugnen. Falls die Diagnose hingegen spät gestellt wurde, haben sich Betroffene möglicherweise bereits mit einer gewissen Einschränkung der Lebensqualität abgefunden. Sie sind vielleicht sogar erleichtert, dass die Beschwerden endlich klar benannt werden können. Doch gilt es nun zu akzeptieren, dass die Einschränkungen möglicherweise von Dauer sein werden.

“Bei der Diagnosestellung wusste ich nicht, was auf mich zukommt. ” Isabella Ferrara

Die RA akzeptieren und nicht resignieren

Die Phase der Erkenntnis bis zur Annahme der Diagnose ist individuell und kann unter Umständen sehr lange dauern. In dieser Zeit stürzt vieles auf einen ein. Man wird mit Informationen von Seiten des medizinischen Fachpersonals eingedeckt und erhält oft, auch unaufgefordert, Aufmerksamkeit durch das soziale Umfeld. Die persönliche Reaktion auf die Diagnose hängt vom individuellen Charakter ab, aber auch von der Stärke der Beschwerden und der Zeitdauer

von den ersten auffälligen Schmerzen bis hin zum Moment der Diagnose. Denken Sie daran: Die RA zu akzeptieren, bedeutet nicht, im Kampf dagegen zu resignieren. Im Gegenteil: Es bedeutet, dass Sie versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

Gemeinsam zur richtigen Medikation

Wichtig ist, dass Sie sich nach gesicherter Diagnose zusammen mit Ihrer Rheumatologin oder Ihrem Rheumatologen auf Ihre individuelle Situation konzentrieren. Auf medizinischer Ebene hat die Einstellung einer wirksamen und verträglichen medikamentösen Therapie Priorität. Alle direkt damit verbundenen Schritte sind sinnvoll, da diese Sie in absehbarer Zeit von den akuten Schmerzen befreien sollen.

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