Editorial WILLKOMMEN IN DER NEUEN ROSE! >> Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo’s hingeht. Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht. <<
Alles glänzt so schön neu! Und im Frühling sieht man vor lauter Blumen den Mirabellgarten nicht mehr. Wir dürfen euch hingegen diesen Monat mit einer ganz besonderen Art von // MIGGI SEIFERT STELLVERTRETEND Blume den Uni-Alltag verschönern. FÜR DEN VSSTÖ Wenn du das hier liest, hältst du sie bereits in deinen Händen - die neue Rose! Wir haben lange nachgedacht und getüftelt, wie wir unsere bisherige Zeitschrift in ein frisches Magazin umwandeln können. Es sollte sich von allem anderem abheben, was sonst in der Uni aufliegt & vor allem auffallen. Es sollte jeden Lesebedarf abdecken und trotzdem politische Themen beinhalten. Hochambitionierte Ziele also. Und um es genau zu sagen wir sind intern schon fast daran gescheitert. Wir haben viel gestritten, mussten uns gegenseitig immer wieder motivieren, doch noch weiter zu machen und waren alle kurz vor der Resignation. Umso schöner ist es für uns, euch diese Ausgabe vorlegen zu können. Ich wünsche allen Studierenden im Namen des ganzen VSStÖ Salzburg viel Spaß beim Lesen!
INTERESSANTE INFORMATIONEN //
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• Um das Musical “The Sound of Music” mehr als 5 Mal am Tag ausstrahlen zu können, schnitt ein Kinobetreiber aus Seoul (Südkorea) einfach alle Musikeinlagen raus. • “Leck mich im Arsch” ist ein sechstimmiger Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart. • In Österreich werden an schwer zugänglichen Stellen Rinder gesprengt.
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Gewohnheiten
Terminkalender* Kultur.Uni.Party.Kritisches. 18. - 21.04 - langes Wochenende ;) 30.04. - Kino1, Unipark + anschließend Stammtisch 25.05. - Europawahl 28.05. - Kino1, Unipark + anschließend Stammtisch Ende Mai/Anfang Juni Club1: „Wie bürgerlich sind die Linken?“
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Anfang/Mitte Juni - „Lass es raus“-Open Air *Die Termine stellen nur eine kleine Übersicht dar & können sich kurzfristig ändern, deshalb bitte auch immer unsere Facebookseite und/oder Homepage im Auge behalten.
Gassi gehen Ein Dialog Um mit dem Lernen nicht bis zum Ende zu warten, hilft es mir, die Gefühle zu akzeptieren, die mich zum aufschieben bringen: Langeweile. All das ist nich leicht. Und es geht auch nicht von heute auf morgen. Patentrezepte gibt es nicht, allerdings ein paar hilfreiche Maßnahmen. Eine kurze Liste zum Abschluss:
Ein Dialog. A: Guten Morgen. B: Nicht du schon wieder. A: Du weißt, ich bin immer da. B: Hau ab, ich muss heute wirklich meine Seminararbeit fertig schreiben. Morgen ist Abgabetermin. A: Ich weiß, ich weiß. Hey, warst du heute schon auf Facebook. Ich wette, du hast eine Einladung zu einer neuen Party. B: Nein, ich muss jetzt wirklich arbeiten.
So laufen die meisten Dialoge leider nicht ab. Eher so. A: Guten Morgen. Geh auf Facebook. Seminararbeit ist unwichtig. B: Okay. Doch kann ich diesen inneren Schweinehund überhaupt besiegen? Oder muss ich ihn nur füttern, um ihn abzulenken? Hier soll dafür plädiert werden, dass du mit Gassi gehst. Mit dem inneren Schweinehund Gassi gehen heißt für Raucher, zu überlegen, warum man überhaupt raucht. Um damit aufzuhören, zu akzeptieren, dass Rauchen Lustgefühle bereitet. Ähnliches gilt für lange Schlafzeiten. Am besten stehe ich auf, wenn ich mir überlege, wie wundervoll es ist, hier zu liegen.
Ist Fernsehen deine Schwäche: schmeiß den Fernseher raus! Willst du mehr lernen: geh in die Bibliothek! Willst du keine Schokolade mehr kaufen: geh nicht hungrig einkaufen! ce
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Jeden morgen stehen wir auf. Trinken Kaffee. Duschen. Zähneputzen. Rauchen. All das sind Gewohnheiten. All das bestimmt unseren Tag. Vieles davon ist uns nicht bewusst. Manches wollen wir ändern. Meistens zu Silvester. Diese Vorsätze halten dann circa 3 Tage. Weil sie der innere Schweinehund aufgefressen hat.
• Suche dir einen Partner in Crime! • Erzähle jeder Person, die du kennst, dass du deine Gewohnheit ändern wirst! (dann würdest du echt lächerlich aussehen, wenn du es nicht schaffst) • Setz dir Zwischenziele! • Mach dir eine To Do-Liste! • Schreib dir Erinnerungen an jeden möglichen Ort! • Erinnere dich an Odysseus: Der hat sich an einen Schiffsmast fesseln lassen, um den Sirenenrufen zu widerstehen!
Macht Als schlechte Gewohnheit
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Eine kleine Wohnung im Universitätsviertel von Tripolis: Wohnzimmer, Schlafzimmer, OP Saal. Macht er ein bestimmtes Zeichen mit den Händen, wissen seine ihm ergebenen Amazonen1, dass diese Person im Tanz und in den Umgangsformen für den großen Tag vorzubereiten ist. In der kleinen Wohnung wird die Auserwählte von ihm vergewaltigt. Auch viele Studentinnen waren angeblich darunter. Im angeschlossenen OP-Saal stehen ukrainische Krankenschwestern für eine Abtreibung in Fall des Falles für später bereit. Nein, wir sprechen hier nicht von der Gewohnheit eines Charakters eines Horrorfilmes, sondern vom bis vor kurzem reichsten Mann der jüngeren Gegenwart2: Muhamed Al Gaddafi.
die schnöden Mammon unterordnet, führt zu einer Allmacht des Geldes und den dahinterstehenden Kapitalisten. Die Gewohnheit der Mächtigen beruht auf der Trägheit der Ohnmächtigen sich unterzuordnen und den Schergen der Macht- den Beitragstäter_innen, die wie die Blockwärte in den Konzentrationslagern ihre Mithäftlinge unterdrücken nur um ein größeres Stück Brot zu bekommen.
Wenn die Macht, derjenigen ganz gewöhnlich von allen hinterfragt wird, die sich in Gewohnheit absoluter Macht wähnen, zerfällt diese Macht zur Macht des Volkes. Aber leider halten sich Grundhaltungen über Jahrzehnte. Den alten Mächtigen wachsen neue nach; Den alten Untertanen neue Untertanen, die aus Eine wichtige Ursache: 40 Jahre absolute politische Gewohnheit gehorchen. Während immer mehr Macht als Gewohnheit.3 Ländern des arabischen Raums oder auch in der Ukraine die Illusion der Macht zerfällt, haben sich Aber auch im Kleinen neigt, wer sich seiner Macht viele österreichischen Untertan_innen sich mit der zulange sicher ist zur Arroganz sich über die Ge- Situation arrangiert, ja manche sind sogar Beisetze, die für alle Bürger_innen gelten einfach hin- tragstäter_innen einer ungerechten globalen Weltwegzusetzen. Die Mächtigen dieser Welt schaffen ordnung geworden. sich ihr eigenes faktisches Gewohnheitsrecht der Willkür. Ihr Kapital fließt frei durch alle Länder Nachdem Gaddafis Konvoi von NATO-Flugzeugen und versklavt mit dem fortschreitenden Sieg des heftig beschossen wurde und er in der Betonröhre Angelsächsischen Kapitalismus zu Ungunsten eines Kanals Schutz gesucht hatte, wurde er von der Sozialen Marktwirtschaft den letzten freien Rebellen gefangen genommen , misshandelt und mitteleuropäische_n Erdenbürger_in. getötet. Der reichste Mann der Welt starb im Dreck. Die Mächtigen dieser Welt sind es gewohnt, dass ihre Kapitalerträge – entstanden durch das Blut Ändern wir unsere Gewohnheiten und bleiben wir der arbeitenden Menschen & kontinuierlich gestei- nicht länger Untertan_innen! Versuchen wir mit gert - kaum zu den Steuereinnahmen des Staates friedlichen Mitteln die absolute Macht des Geldes beitragen. und jener, die sich ihrer Macht zu sicher sind zu Sie sind gewohnt mittels pekuniärer Macht und brechen!mst routinierten Juristen jeden noch so aussichtslosen Strafprozess für sich zu entscheiden4. Der Schaden 1 Hierbei handelt es sich um die weibliche Leibgarde des für unsere Welt ist gespenstisch hoch wie uns die Protagonisten. 2 Viele Milliardäre scheinen gar nicht in den bekannten LisFinanzkrise zeigte. ten auf, weil sie Mittel und Wege finden nicht auf solche Listen zu Leider unterwerfen sich fast immer noch alle kommen; Bei Gaddafi hingegen wusste man nicht einmal, dass er Menschen mit gewohnter Trägheit den kriminell nachdem etwa 40 Jahre einen Gutteil der Erdöleinnahmen Libyens seine private Schatulle wirtschaftete schon länger der reichste aufgebauten faktischen Gewohnheitsrechten der in Mann der Erde war (Vermögen: 200Mrd $, Bill Gates: $60Mrd $). geballten politischen und finanziellen Macht. Die 3 Ein erschreckendes Buch eines Opfers: Annick Cojean: Vergötterung des Geldes und die immer weiter in Niemand hört mein Schreien: Gefangen im Palast Gadafis, 2013 Man denke etwa an Mensdorf-Poulliy der für eine Zahalle privaten Bereiche vordringende Unterwerfung 4 lung von 280 Mio. Pfund durch den britischen Rüstungskonzern und eine Nutzenmaxime, die alle anderen Werte BAE von Verfolgung frei gekauft wurden.
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Heast, warum gibt‘s in Salzburg so Jetzt ist schon wieder was passiert.
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Diesmal haben sie ernsthaft das Streetart am Zebrastreifen bei der Steingasse entfernt. Dabei hat uns das doch immer nett zugesprochen. „Heast, schaust du heit guad aus!“. Sowas hört beziehungsweise liest man doch gerne und gestört hat es auch keinen. Weder Autofahrer, noch die Rentner, die die Straße überqueren wollten. Die Stadt Salzburg argumentiert, dass es für sie womöglich rechtliche Folgen gehabt hätte und sie somit gezwungen waren den Spruch am Zebrastreifen zu entfernen. Aber die Schlösser am Makartsteg sind anscheinend OK.
Im Denkmal ist seit kurzem auch tote Hose. Nicht einmal die Jamsession am Montag darf noch in gewohnter Manier stattfinden. Nurnoch als Akustik-Variante. Zu laut, klagen die Anrainer. Die Lage ist natürlich suboptimal, aber in einer Stadt wie sie Salzburg ist, bieten sich dem Denkmal keine leistbaren Alternativen. Paradebeispiel für diese Situation stellt der Verein MARK dar. Auch sie waren vor Jahren mitten in der Stadt beheimatet, wurden aber nach einem langen hin und her schlussendlich aus dem Stadtzentrum verbannt.
Der Verein fristet sein Dasein mittlerweile in Salzburg Sam, weit ab vom Schuss. Somit ist das „Problem“ für die Stadt gelöst, das MARK muss dafür aber umso mehr kämpfen. Wer Freiraum sucht muss also außerhalb der Stadt suchen, oder mit erheblichen Problemen rechnen. Die eben genannten Beispiele sind leider bezeichnend für Salzburg. Freilich gibt es für Kunstschaffende Orte, an denen sie ihre Werke präsentieren können, aber von einer offenen Kulturstadt ist Salzburg leider immernoch weit entfernt.
o wenig Platz für mich? Im Gegenteil, der Effekt für die Stadt wäre bestimmt ein ausschließlich Positiver. Aber solange Streetart für die Stadt etwas Böses darstellt, wird so etwas nicht passieren. Wir können also nur weiter hoffen, dass sich die Künstler und Vereine der Stadt nicht unterkriegen lassen. In der Steingasse sind übrigens mittlerweile neue KunstwerСлушай, ты хорошо выглядеть ke aufgetaucht.ms сегодня. Das wäre dann „Heast, schaust du heit guad aus!“ auf Russisch. Noch ein paar Sprachen mehr auf die Zebrastreifen vor dem Festspielhaus und keiner würde sich beschweren.
EIN KLEINER SPRACHKURS // „Heast, schaust du heit guad aus!“ oder „Hör mal, du siehst heute gut aus!“ (für unsere Deutschen Mitdstudis) ist ein Ausspruch der dem Österreichischen Dialekt entspringt. Nachfolgend findet ihr das Ganze in weiteren Ausführungen. • English: „Damn, you look good!“ • Französisch: „Comme tu es belle!“ • Schwedisch: „Du ser bra ut!“ • Spanisch: „qué bien se te ve!“ • Chinesisch: „你看起来很好休 息“ • Elbisch: „Lle naa vanima!“
© MEERSAU LUMPENPACK Die Rose |9
Man fühlt sich als großer Gönner, wenn man einen Skatepark im Nonntal und eine Graffiti-Wand an der Salzach zur Verfügung stellt und was nebenher passiert, wird nicht geduldet. Ausreden sind genug vorhanden, außerdem ist man ja Festspielstadt und muss ein gewisses Bild für die Touristen wahren.
Mit Whisky und Der Nachteil Die aktive Langzeitstuist sein dentin Vorteil
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Ein Porträt. In der Literatur wird häufig unterschieden zwischen auditiver, visueller, kommunikativer und motorischer Lerntyp. Die größten Erfolge jedoch können erzielt werden, wenn beim Lernen möglichst alle Sinne angesprochen werden. Doch jeder Mensch lernt anders und so unterschieden sich auch unsere Salzburger Studenten und Studentinnen in ihrem Lernverhalten und ihren Lernroutinen. Wir haben vier von ihnen zu diesem Thema befragt:
Julius ist 22 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Bonn in Deutschland. Er studiert im Bachelor Politikwissenschaften an der Uni Salzburg und muss aufgrund seiner unleserlichen Handschrift alle Mitschriften ein bis zwei Tage nach den Vorlesungen auf dem PC abtippen, um dann davon zu lernen. Konstantes Lernen über mehrere Stunden hinweg fällt ihm schwer, weshalb er selten die Bibliothek der Universität in Anspruch nimmt. Ihm fällt es leichter zu Hause zu lernen, wo ein Wechsel zwischen intensiven 30-minütigen Lerneinheiten und (Kaffee-)Pausen einfacher möglich ist.
Ingrid studiert Geschichte – sie glaubt – im achten Semester, ist 26 Jahre alt und wohnt in einer WG in Salzburg. Sie kann relativ viel in sehr kurzer Zeit lernen und das dann auch erfolgreich bei einer Prüfung abrufen. Auf lange Zeit gesehen bleibt davon dann aber nicht mehr viel hängen. Wenn allerdings mal ein ansprechendes Thema in den Vorlesungen oder Seminaren behandelt wird, investiert sie gerne auch Zeit in zusätzliche Literatur. Ingrid beschreibt sich als aktiven Lerntyp: Sie spricht mit, geht in der Wohnung herum und kann nicht ruhig sitzen. Auch ihre Lernumgebung ist nicht ruhig gestaltet: Musik und ihre Katze sind dabei Pflichtprogramm.
Zigarette Der Nicht ohne philosophische süße Bulimie-Lerner Lernbegleitung Christina studiert an der pädagogischen Hochschule Salzburg Sonderpädagogik. Auch sie lernt vorzugsweise auf kurze Zeit, denn sie muss sich ihre Lernunterlagen nur zwei, dreimal durchlesen, um sich diese einzuprägen. Ob sie dabei eine eher ruhige oder laute Lernumgebung hat, ist ihr relativ egal, da sie alles um sich herum ausschalten kann. Bei Fächern, die sie sehr interessieren, muss sie fast gar nichts lernen, weil sie durch aufmerksames Verfolgen des Unterrichts schon das meiste behält. Wenn sie sich aber zum Lernen überreden kann, liegen Schokolade und andere ungesunde Lebensmittel, sowie Zigaretten immer in ihrer Reichweite.jw
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Simon, 21 Jahre alt, studiert im 3. Semester Soziologie an der Uni Salzburg und vergleicht seine Lerngewohnheiten mit seinen Vorstellungen von einem Schriftsteller. Er sitzt beim Lernen an seinem Schreibtisch und gönnt sich gerne ein Gläschen Whisky und eine Zigarette. Er verlässt sich auf sein Kurzzeitgedächtnis und ackert eine Nacht vor der Prüfung durch, wobei er im Fach Statistik bisher die einzige Ausnahme machte.
Der studierende Mensch hat Von der Gewohnheit zu glauben Der studierende Mensch hat eine eigenwillige Angewohnheit. Er glaubt, was man ihm sagt. Sie glaubt, was sie liest. Glauben ist das Fürwahrhalten eigener Wahrnehmungen, Überzeugungen und Schlussfolgerungen, die jedoch nicht zwingend logisch noch logisch zwingend sein müssen und oftmals einer objektiven Begründung entbehren. Zu Glauben ist aber einfacher als die Dinge kritisch zu hinterfragen. Kritik braucht Zeit. Und die haben wir nicht.
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Schon in der Schule hören wir, dass wir was Ordentliches Studieren müssen – Wirtschaft, Technik, Jus, Naturwissenschaften. Da wartet das große Geld. Wir glauben es. Schnell sollen wir Studieren – mit 24 bzw. 25 fällt die Familienbeihilfe weg, Studienbeihilfe gibt es nur gegen ECTS-Leistung und die Eltern sitzen einem im Nacken, wann man denn endlich fertig ist. Ein Absolvent Ende zwanzig?
Da wird es schwer mit dem Job. Wir glauben es. Und Praktika soll man auch machen – wegen der Berufserfahrung – und natürlich ins Ausland. Dann wird es was mit der Karriere. Wir glauben es und hängen uns rein. Die ersten beiden Jahre des Studiums ackern wir uns durch den Studienplan. 1,5 ECTS für 2 Stunden Pflichtabsitzen pro Woche, Mitarbeitskontrollen, Hausaufgaben, Abschlussprüfungen und dann auch noch die Seminararbeit schreiben. ECTS sind die Währung des Studierendenlebens. Ohne diese gibt es keine Beihilfen und kein Fortkommen im Studium. Irgendwann dann empfindet man die im Studienplan angegebene Mindeststudienzeit nur mehr als blanken Hohn. Nach bereits genannter Art gestaltete Pflichtveranstaltungen säumen die Studienpläne.
eine eigenwillige Angewohnheit
Gegen Ende des Studiums kommt sie dann langsam, die Frage nach dem „Danach“. Mit Berufserfahrung sieht es schlecht aus, unbezahlte Praktika bezahlen halt nicht die Miete. Offene Stellen für EinsteigerInnen? Die existieren, doch dann bemerken wir, dass da noch hunderte Andere diese Stellen wollen. Mit demselben Lebenslauf, denselben Berufserfahrungen und einem Auslandssemester.
Wir brechen mit unserer alten Gewohnheit und beginnen zu hinterfragen. Warum haben wir im Studium nicht mehr Zeit, um uns zu spezialisieren, in anderen Fachgebiete zu stöbern, mehr zu machen als die vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen, die sich streng am Kernfach orientieren und die Zusammenhänge ein bisschen besser verstehen lernen, das Studium ein wenig individueller gestalten und freiere Wahl und damit Zeit zu haben sich selbst und seine wahren Interessen zu finden? Warum bekommen wir schon in der Schule diese Mantren eingebläut, obwohl sie augenscheinlich nichts sind als Illusion? Weil wir sie glauben. Und nichts hinterfragen. Aber das können wir lernen. Wenn wir uns die Zeit nehmen, die uns gehört.ta
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Voraussetzungsketten erfüllen uns in der Zeit der Lehrveranstaltungsanmeldungen mit Angst. Kommt die zur Anmeldung benötigte Note noch rechtzeitig oder heißt es die eingeplante Lehrveranstaltung verschieben? Egal. Ein Semester Studiengebühren ohne Beihilfen drücken wir noch durch. Irgendwo gibt es schon noch ein Promotionjob. Wir wollen ja mal erfolgreich sein. Da muss man halt durch. Glauben wir. Ins Ausland sollten wir ja auch noch.
Wer sind wir?
Und was machen wir eigentlich?
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Jess Freiwica Walbe illig d rer abei!
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Julia Wegmayr, Politische Sekretärin Die Jüngste
Tobias Aigner Kann‘s einfach nicht lassen
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Alissa igner, FrauenA <- „I‘m swprecherin ith stup id“ Christian Icso Ideologe
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Marco Stadlberger Organisierter Chaot
Michaela Grubesa Die Neue
Daniel Winter, stv. ÖH Vorsitzender Ein echter New Yorker
Christian „Ennsi“ Ennsgraber Debattant
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Michael „Miggi“ Seifert Die Tolle sitzt
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Lass es raus! Sag uns was dich stört!
So manches in deinem Studium läuft nicht ganz optimal. Das liegt nicht nur an dir. Du bist auch nicht die einzige Person, der es so geht. Schreib uns was dich stört auf die Rückseite und schick uns das abfotografierte Rosenblatt elektronisch (lassesraus@ outlook.com oder auf Facebook).
Some things in your studies don‘t go as you wish. And it‘s not just you. You‘re not the only person, who feels like that. So write us what bugs you on the last page of this magazin and send us a photo of it (on facebook or to lassesraus@outlook.com)
Zuerst wollen wir von dir wissen, was dir an deinem Studium Bauchschmerzen bereitet. Dann, was dich an der Unistadt Salzburg ärgert. Und Zuguterletzt führen wir uns gerne auch zu Gemüte, welche Verbessserungsvorschläge du für diese Dinge hast.
First we want to know what concerns you the most in your studying. Then what you would like better in the city of Salzburg. And last but not least we would love to hear which proposals you have for improving these things.
Nimm deinen Stift zur Hand und schreib das auf. Jetzt. Ganz anonym.
Take a pen and write it on the paper on the backside. Now. Completely anonymous.
Weil wir nicht jedes Problem selber wahrnehmen können sind wir auf deine Anregungen angewiesen. Diese Anliegen versuchen wir dann in unsere Arbeit einfließen zu lassen um deine Probleme zu lindern.
We‘re dependet on your suggestions because we can‘t see every problem on our own. We want to combine your ideas with our work to solve your problems and make your life in Salzburg better.
Außerdem denken wir, dass andere Studierende wie du sehr gute Ideen haben. Viele dieser Ideen gehen unter, wenn sie nicht zu uns gelangen.
We think that other students like you have very good ideas and lots of them get lost in the shuffle if you don‘t bring them directly to us.
S E S S A L AUS! R
Dabei kannst du sogar noch gewinnen: And the best thing: You can win something! Jede Einsendung des Rosenblattes kann Every submission can win coupons for many Altstadtgutscheine gewinnen. of the shops near your university.
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Schreib also bitte auf das Rosenblatt und So please write on the backside of this page lass uns dieses dann zukommen. and send it to us.
S E S S A L AUS! R Ich wünsche mir von der Uni...
Mich stört an der Uni, dass...
Ich wünsche mir vom VSStÖ...
Die ÖH sollte...
/salzburgvsstoe