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Neue Räume braucht das Land Die Auswahl an neuen Farben, Mustern und Texturen ist vielfältig und zuweilen überbordend.

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RAUMAUSSTATTUNG

NEUE RÄUME BRAUCHT DAS LAND

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Farrow & Ball x Liberty Teppichkollektion Hemp von Tanja Kirst für Massimo Copenhagen

Neue Räume braucht das Land

Ornamentale Opulenz an der Tapetenwand, ein transparentes Nichts vor dem Fenster, Lurex auf dem Boden, elegantes Violett und knalliges Gelb. Unser Trendbericht zu Tapeten, Teppichen und Textilien zeigt, dass die Auswahl an neuen Farben, Mustern und Texturen vielfältig und zuweilen überbordend ist.

Mal schnell einen Raum verändern? Das funktioniert besonders effektvoll mit einer neuen Wandfarbe, einem abgepassten Teppich oder einem gemustertem Vorhangstoff. Sie sind allesamt Ruckzuck-Raumverwandler, mit denen man auch private Räume wie Schlaf- und Badezimmer von (halb-)öffentlichen Zonen wie Wohnzimmer und Homeoffice voneinander abtrennen kann. So wird das eigene Zuhause zum multifunktionalen Ort, der Wohnen und Arbeiten miteinander verknüpft — was gerade in Pandemie-Zeiten gefragt ist. Klassiker in Schwarz-Weiß. Auch in der Raumausstattung gibt es Klassiker, die wir in jeder Saison wiedersehen. So beispielsweise der Kontrast von Schwarz und Weiß, der nicht nur zeitlos, sondern auch vielseitig einsetzbar ist, wie die Tapetenkollektion Sight von Wallpepper mit einem Muster aus abstrakten kubischen Häusern zeigt. Hier spiegelt sich ein weiterer Trend: geometrische Muster, die im SchwarzWeiß-Kontrast besonders einprägsam sind und Tiefe erzeugen. Dass man bei einem monochrom schwarzem Objekt das Weiß automatisch mitdenkt (und umgekehrt), damit spielt auch Bruno Tarsia bei seinem dreidimensional anmutenden Teppichentwurf Unlimited für Illulian.

Naturtöne versus Knallfarben. Gerade sehr gefragt sind Farben aus dem gedeckten Braun- und Beigespektrum, die ihren Ursprung im Scandi-Look haben und mit ihrer neutralen

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NEUE RÄUME BRAUCHT DAS LAND

Maßgefertige Teppiche von Bolon im Farbton Brass Polsterstoff Mizmaze von Sylvain Willenz für Kvadrat

Tapetenkollektion Sight von Wallpepper Tapetenkollektion Japonisme von Ornami

Anmutung zu vielen verschiedenen Interiordesigns passen. Auch weil sie eine neutrale Bühne für Möbel und Leuchten bieten und zugleich ziemlich elegant aussehen, wie die maßgefertigten Teppiche von Bolon im Farbton Brass und die subtile Tapetenkollektion Japonisme von Ornami zeigen. Außerdem spiegeln Braun- und Beigetöne die Natur — ein Thema, das im Wohnbereich immer wichtiger wird, sei es in Form von Farben oder natürlichen Materialien wie Holz, Naturstein und Leinen. Dazu gesellen sich in diesem Jahr Bezugsstoffe mit haptisch schönen Texturen wie Cord und Bouclé, die Wärme ins Interior bringen. Und wer dachte, Beige sei gleich Beige, liegt falsch. Little Greene hat seine Colours of England-Kollektion um zwei neue Farbkarten ergänzt, zu der auch Bassoon 336 gehört, ein ungewöhnliches Beige. Gelb in allen Nuancen ist omnipräsent in diesem Jahr — so beispielsweise beim Schweizer Textilhersteller Création Baumann mit dem akustisch wirksamen Vorhangstoff Acoustic Divider Vario mit Noiseblocker und bei cc-tapis mit dem abgepassten Teppich Nomade. Joa Studholme, Farbexpertin bei Farrow & Ball, sieht

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NEUE RÄUME BRAUCHT DAS LAND

Textilkollektion Ravenna von Armany Casa by Rubelli

ein Revival der unprätentiösen und wohlbekannten Farben, die jedoch in dieser Saison in überraschenden Kombinationen auftreten.

Alla italiana. Denkt man an Wohntextilien und Tapeten, dann spielt neben der Farbe immer auch die Haptik eine wichtige Rolle. Gerade flattern transparente Vorhangstoffe wie Filomena von Christian Fischbacher vor dem Fenster und bringen Leichtigkeit ins Interior, selbst wenn sie mit dramatischen Blumenprints bedruckt sind. Der feinen Transparenz auf der einen Seite stehen schwere Textilien mit oft üppigen Mustern entgegen, die luxuriöse Opulenz in die Einrichtung bringen. Es überrascht nicht, dass diese Textilien zumeist aus Italien kommen, so wie die Stoffe von Armani Casa by Rubelli mit matten Oberflächen und metallischen Reflexen. Ravenna beispielsweise setzt die schimmernde Anmutung von Perlmutt in Stoff um und erzeugt ein Wellenmuster — mit glänzenden Garnen aus Seide, Acetat und Viskose, die sich abwechseln mit matten Leinengarnen. Oder aber cc-tapis: Der abgepasste Teppich MDV des italienischen Modedesigners Marco de Vincenzo, der in Regenbogenfarben daherkommt, setzt mit seinen eingewebten Lurexfäden metallische Glanzpunkte.

Go green. Auch in der Raumausstattung wird der Aspekt der Nachhaltigkeit immer wichtiger, insbesondere was die Design- und Verarbeitungsqualität betrifft. So bringen Hersteller und Textilverlage immer mehr nachhaltige und umweltfreundliche Heimtextilien auf den Markt — aus recyceltem Polyester und fair produzierter Bio-Baumwolle beispielsweise. Und dass man Hanf nun nicht mehr nur raucht, zeigt Tanja Kirst. Sie hat für Massimo Copenhagen die handgewebte, mit Biofarben gefärbte Teppichkollektion Hemp entworfen — aus ressourcenschonenden Hanffasern.

Vorhangstoff Filomena von Christian Fischbacher

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