Eine Schweizer PRIVATSAMMLUNG
3. April 2025 Basel



3. April 2025 Basel
3. April 2025 – ab 13 Uhr
Schwarzwaldallee 171 4058 Basel
Altmeister / Silber
Los 300 bis 376
Moderne Kunst
Los 377 bis 413
Helvetica
Los 414 bis 575
Auktion Nr. 32
VORBESICHTIGUNG
Basel von Donnerstag, 27. März bis Sonntag, 30. März täglich 10 – 17 Uhr
VORBESICHTIGUNG AUSGEWÄHLTER WERKE
Genf
Dienstag, 18. März 11 – 18 Uhr
Mittwoch, 19. März 11 – 18 Uhr
Zürich
Freitag, 21. März 15 – 19 Uhr
Samstag, 22. März 11 – 16 Uhr
3. April 2025 – ab 13 Uhr Eine Schweizer Privatsammlung Los Nr. 300–575
2. April 2025 – ab 13 Uhr
Schweizer Kunst Los Nr. 1–122
2. April 2025 – ab 15 Uhr Internationale Kunst bis 1900 Los Nr. 200–268
Informationen & Online-Katalog www.bbw-auktionen.com
Basel
Schwarzwaldallee 171, 4058 Basel
Tel.: +41 61 312 32 00
Fax.: +41 61 312 32 03 info@bbw-auktionen.com
St. Gallen
Unterstrasse 11, 9001 St. Gallen
Tel.: +41 71 227 68 68
Fax.: +41 71 227 68 60 info@bbw-auktionen.com
Zürich
Kirchgasse 33, 8001 Zürich
Tel.: +41 43 343 90 33
Fax.: +41 43 343 90 34 info@bbw-auktionen.com
Genf
28, rue de Saint-Léger, 1204 Genf info@bbw-auktionen.com
Verfolgen Sie die Auktion live unter: Suivez la vente en direct sur: The auction will be streamed live at: www.bbw-auktionen.com
Artcurial Beurret Bailly Widmer ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzpreis von mind. CHF 1 500 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Art Loss Register abgeglichen.
Hans MIELICH
1515–1573, zugeschrieben
Männerbildnis, Handschuh haltend – 1536
Öl auf Holz
oben in der Mitte datiert und bezeichnet
MDXXXVI AETATIS.SVAE.XXV.III
46 × 35 cm
15 000 – 20 000 CHF
Dieses elegante Porträt ist im engen Umfeld von Hans Mielich zu sehen, einem bayerischen Maler, Zeichner und Miniaturisten, der Mitte des 16. Jahrhunderts tätig war. Während eines kurzen Aufenthalts in Regensburg um 1536 wurde er zunächst von der Kunst Albrecht Altdorfers geprägt, entdeckte dann aber die Werke ultramontaner Künstler und insbesondere Michelangelos, als er einige Jahre später, um 1540, eine Reise nach Italien unternahm. Nach seiner Rückkehr nach München, wahrscheinlich um 1542, wurde er 1543 Meister der Malerzunft und später Hofmaler von Herzog Albrecht V. von Bayern, den er 1545 porträtierte. In seiner neuen Funktion stellte er mehrere wichtige Persönlichkeiten des Hofes und des Adels dar.
Es gibt mehrere Elemente, die dafür sprechen das Werk diesem Umfeld zuzuordnen. Die Verwendung von Lindenholz ist ein erster Hinweis auf den deutschen Ursprung des Gemäldes. Ebenso finden sich stilistische Verwandschaften mit Werken von Albrecht Dürer, Lucas Cranach oder Hans Holbein. Der monochrome Hintergrund sowie das hieratische Profil des gemalten jungen Mannes erlauben es uns, dieses Porträt dem Korpus von Hans Mielich zuzuordnen. Von ihm sind mehrere Porträts von Herren im Dreiviertelformat mit gelockten Bärten, die zwei unterschiedliche Strähnen bilden, bekannt. 1
1 – Siehe z. B. das Porträt eines Mitglieds der Familie Fröschl (1539–1540) in der National Gallery of Art in Washington.
Cet élégant portrait est à rapprocher de l’œuvre d’Hans Mielich, peintre, dessinateur et miniaturiste bavarois actif au milieu du XVI e siècle. D’abord marqué par l’art d’Albrecht Altdorfer lors d’un court séjour à Ratisbonne autour de 1536, il découvre ensuite les œuvres des artistes ultramontains et notamment celles de Michel-Ange lorsqu’il entreprend un voyage en Italie quelques années plus tard, vers 1540. De retour à Munich, probablement vers 1542, il devient maître de la guilde des peintres en 1543 puis peintre de cour auprès du duc Albert V de Bavière dont il réalise le portrait en 1545. Dans le cadre de ses nouvelles fonctions, il représente plusieurs grandes figures de la cour et de la noblesse. Plusieurs éléments nous invitent à rattacher cette œuvre au foyer allemand. L’emploi du bois de tilleul
est un premier indice de l’origine germanique du tableau. En outre, les rapprochements stylistiques que l’on peut établir avec plusieurs peintres allemands du XVI e siècle comme Albrecht Dürer, Lucas Cranach ou encore Hans Holbein, le fond monochrome ainsi que le profil hiératique du jeune homme peint nous permettent d’associer ce portrait au corpus d’Hans Mielich dont plusieurs portraits de gentilhommes de trois quarts aux barbes mousseuses formant deux mèches distinctes nous sont connus 1 1 – Voir par exemple le portrait d’un membre de la famille Fröschl (1539–1540) conservé à la National Gallery of Art de Washington.
Der Meister des Heiligen Blutes, der nur durch wenige Studien bekannt ist, bleibt eine relativ mysteriöse Persönlichkeit. Der in den ersten beiden Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts in Brügge tätige Maler erhielt seinen Konventionsnamen nach einem Triptychon, das der Bruderschaft des Heiligen Blutes in Brügge gehörte. Seit dem Mittelalter waren die Mitglieder dieser einflussreichen Gruppe dafür verantwortlich, über die wundertätige Reliquie des Heiligen Blutes zu wachen, die noch heute in einer Kapelle neben dem Rathaus von Brügge verehrt wird. Das Œuvre dieses anonymen Malers, das von Georges Hulin de Loo und später von Max J. Friedländer auf der Grundlage stilistischer Annäherungen zusammengestellt wurde, umfasst etwa 30 Œuvre. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen wurde er von den Werken Antwerpener Maler wie Quentin Massys oder dem Frankfurter Meister geprägt. Alles deutet darauf hin, dass er in Antwerpen ausgebildet wurde, wie wahrscheinlich auch Gerard David und Jan Provoost, und dann von Brügge aus enge Verbindungen zur wichtigsten Handelsmetropole der damaligen burgundischen Niederlande unterhielt.
Zu seinen Hauptwerken gehören ein Triptychon der Verherrlichung der Jungfrau Maria in der St.Jakobskirche in Brügge, eine Heilige Verwandtschaft im Städel Museum in Frankfurt mit einem Porträt des zukünftigen Kaisers Maximilian und ein Ecce Homo, ebenfalls in Form eines Triptychons, im Prado in Madrid.
Darüber hinaus schuf er mehrere Andachtsbilder, die verschiedene Inspirationsquellen von Zeitgenossen und Vorgängern wie Hans Memling, Gerard David, Jan Provoost, Ambrosius Benson und Adriaen Isenbrant widerspiegeln. Für den Tod der Lucretia, den er in mehreren Versionen behandelt, scheint er sich die Arbeit von Joos van Cleve angesehen zu haben. Aus dem Korpus des Meisters des Heiligen Blutes lassen sich einige Merkmale herauslesen, wie eine Vorliebe für Brokate, die man auf dem Baldachin hinter der Jungfrau auf unserem Gemälde beobachten kann. Die kleinen musizierenden Engel sind auch auf anderen Werken des Meisters zu sehen, wie auf der Heiligen Familie in der Hamburger Kunsthalle (Inv.Nr. 7). Besonders bemerkenswert ist der kleine Engel, der eine Leier hält und dem Jesuskind auf der linken Seite eine Frucht reicht, der auf einem anderen Gemälde des Malers im Koninklijk Museum voor Schone Kunsten (Inv.Nr. 535) in Antwerpen, zu sehen ist.
Einige physiognomische Merkmale sind charakteristisch für den Meister: So weist das Jesuskind häufig markante Rippen auf, die sich in einem runden Bäuchlein fortsetzen. Dies gilt auch für den Jesus auf einem Gemälde in der Hamburger Kunsthalle. Die Landschaften des Meisters des Heiligen Blutes sind von typischen Motiven der Brügger Schule inspiriert. Die Felsformationen im Hintergrund unseres Gemäldes finden sich auch in den Werken von Adriaen Isenbrant.
Connu par quelques études seulement, le Maître du Saint-Sang reste une personnalité relativement mystérieuse. Actif à Bruges dans les deux premières décennies du XVI e siècle, ce peintre tire son nom de convention d’un triptyque appartenant à la Confrérie du Saint-Sang à Bruges. Dès le Moyen Âge, les membres de ce groupe influent étaient chargés de veiller sur la relique miraculeuse du Saint-Sang, aujourd’hui encore vénérée dans une chapelle située à côté de l’hôtel de ville de Bruges. L’œuvre de ce peintre anonyme compilé par Georges Hulin de Loo puis par Max J. Friedländer à partir de rapprochements stylistiques, comprend une trentaine d’œuvres. Contrairement à ses contemporains, il est marqué par les travaux des peintres anversois comme ceux de Quentin Metsys ou du Maître de Francfort. Tout porte à croire qu’il fut formé à Anvers comme le furent également probablement Gérard David et Jan Provoost puis qu’il entretint des liens étroits depuis Bruges avec la métropole commerciale la plus importante des Pays-Bas bourguignons de cette époque. Les principales œuvres du Maître comprennent un triptyque de la glorification de la Vierge qui se trouve dans l’église Sint-Jakobskerk de Bruges, une sainte parenté conservée au Städel Museum de Francfort figurant un portrait du futur empereur Maximilien ou encore un Ecce Homo, sous forme de triptyque également, se trouvant au musée du Prado à Madrid. Le Maître du Saint-Sang réalise en outre plusieurs tableaux de dévotion témoignant de sources d’inspiration diverses issues de ses contemporains et de ses prédécesseurs tels qu’ Hans Memling,
Gerard David, Jan Provoost, Ambrosius Benson et Adriaen Isenbrant. Pour La mort de Lucrèce qu’il décline en plusieurs versions, il semble avoir regardé la production de Joos de Cleve. Du corpus du Maître du Saint-Sang se dégagent certaines caractéristiques comme un goût pour les brocards que l’on observe sur le dais derrière la Vierge de notre tableau. Les petits anges musiciens sont également visibles sur d’autres œuvres du Maître comme sur La Sainte Famille conservée à la Kunsthalle de Hambourg (n° d’inv. 7). Remarquons en particulier le petit ange tenant une lyre et tendant un fruit à l’Enfant Jésus sur la gauche qui figure sur un autre tableau du peintre conservé à Anvers, Koninklijk Museum voor Schone Kunsten (n° d’inv. 535). Certains traits physionomiques sont caractéristiques du Maître : ainsi l’Enfant Jésus présente souvent des côtes saillantes qui se poursuivent par un ventre gonflé. Il en va ainsi également du Jésus figurant sur un tableau conservé à la Kunsthalle d’Hambourg. Enfin, les paysages du Maître du SaintSang s’inspirent de motifs typiques de l’école de Bruges. Ainsi les formations rocheuses développées en arrièreplan de notre panneau s’observent également dans l’œuvre d’ Adriaen Isenbrant.
301
Meister des Heiligen Blutes
zugeschrieben, Anfang 16. Jh. tätig
Madonna mit Christuskind, Stifterbildnis und musizierenden Engeln
Öl auf Holz 68,5 × 54,5 cm
Provenienz:
Sammlung Paul Meyerheim, Berlin
Auktion Rudolph Lepke Kunsthaus, Berlin, 14.– 15.3.1916, Los 93
Sammlung Chillingworth, Nürnberg
Auktion Grand Hôtel National, Luzern, 5.9.1922, Los 13
Literatur: Max Friedländer, Early netherlandish painting, Vol. IXb, New York, 1973, S. 119, Nr. 207, Tafel 203.
60 000 – 80 000 CHF
Meister des Saint Gilles
um 1500 tätig, erkannt als Gauthier de Campes
Heiliger Christophorus und ein heiliger Bischof
Öl auf Holz, Triptychonflügel
48 × 15,5 cm (2)
Provenienz:
Privatsammlung, Graz
Sammlung L. de Laborderie, Paris (dort mit zentraler Tafel mit Jungfrau Maria und Kind, umgeben von musizierenden Engeln)
Auktion Theodor Fischer (in Kooperation mit A. Mak, Amsterdam), Luzern, 27.7.1926, Los 38
Sammlung Abegg, Zug (1937)
Literatur:
Léopold Delisle, Le Cabinet des Manuscrits de la Bibliothèque Nationale, Vol. I, Paris, Imprimerie impériale, 1868–1881, S. CLXXIII, Nr. 55, S. 257 und Nr. 969, Vol. II, S. 277, Nr. 1122, Vol. III, S. 191, Nr. 261.
Jules Guiffrey, Inventaires de Jean, duc de Berry (1401–1416), Vol. I, Paris, E. Leroux, 1894–1896, S. C. Julius Held, Zwei Ansichten von Paris beim Meister des Heiligen Aegidius, in: Jahrbuch der preussischen Kunstsammlungen, Vol. LIII, 1932, S. 13.
Max J. Friedländer, Le Maître de Saint-Gilles, in: Gazette des BeauxArts, Ser. 6, Vol. XVII, 79e année, 1er semestre, 1937, S. 223, Nr. 8 (S. 222, Fig. 2, mit Abb. sowie S. 223, Fig. 3, mit Abb.).
Grete Ring, A century of french painting 1400–1500, London, Phaidon Press, 1949, S. 232, Nr. 244.
Hans Vollmer (Hrsg.), begründet von Ulrich Thieme und Félix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 37, Leipzig, E. A. Seemann, 1950, S. 7.
Friedrich Winkler, Das Werk des Hugo van der Goes, Berlin, Walter de Gruyter & Co., 1964, S. 233 sowie S. 235, Fig. 187. Charles Sterling, La peinture médiévale à Paris 1300–1500, Vol. II, Paris, Fondation Wildenstein, 1990, S. 250–253, Nr. 22, Fig. 228 und Fig. 229.
Guy-Michel Leproux, La peinture à Paris sous le règne de François Ier, Paris, Sorbonne, 2001, S. 104 sowie S. 108, Fig. 106.
12 000 – 16 000 CHF
Le Maître de Saint Gilles fut ainsi nommé en 1893 par Hugo van Tschudi d’après les deux panneaux illustrant la légende de ce saint conservés à la National Gallery de Londres (Saint Gilles et le cerf et La Messe de saint Gilles) 1 Quelques décennies plus tard, Max J. Friedländer s’empare à son tour du sujet et parvient à réunir un corpus d’œuvres peintes homogène en s’appuyant sur des analogies d’ordre stylistique autour de cette personnalité qu’il considère de formation néerlandaise. On donne à présent au peintre dix-neuf tableaux sur bois formés de panneaux indépendants et de volets de retable.2
La notice de Friedländer publiée dans la Gazette des BeauxArts nous apprend que nos panneaux avaient été mis en rapport avec la Sainte Anne Trinitaire autrefois conservée à Joigny en raison d’analogies stylistiques et de leurs dimensions comparables. Si cette hypothèse est aujourd’hui écartée en raison des lignes d’horizon qui ne peuvent se prolonger d’une œuvre à l’autre, on sait que nos panneaux ont autrefois accompagné une Vierge aux anges figurée dans une abside, copie d’un célèbre modèle de Robert Campin, qui se trouve aujourd’hui dans la collection Johnson du musée de Philadelphie (inv. 458). Ce triptyque a été démembré avant 1916, date de l’acquisition de la Vierge par John
G. Johnson. Selon Jacques Sterling, qui publie en 1990 un ouvrage sur la peinture médiévale à Paris, le Maître de Saint Gilles emploie pour la réalisation des deux volets un poncif disponible dans les ateliers flamands de la fin du XV e siècle. Julius Held et Friedrich Winkler mettent quant à eux en lien le panneau du saint Christophe avec la version qu’en donne le Maître au feuillage en broderie (Dresde, Gemäldegalerie Alte Meister, n° 802). D’un point de vue chronologique, Sterling situe nos deux œuvres au début de la période française par rapprochement avec l’Arrestation du Christ (Bruxelles, musées royaux des Beaux-Arts) dans laquelle il voit des analogies dans l’exécution des visages.
Dans son ouvrage sur la peinture à Paris sous le règne de François Ier, Guy-Michel Leproux propose d’identifier le Maître de Saint Gilles au peintre Gauthier de Campes, né vers 1468 probablement dans la ville de Tournai puis actif dans l’atelier de Jan Fabiaen en 1480 à Bruges où il devient Maître de la guilde en 1490. Il s’emploie à montrer que le Maître de Saint Gilles exerce dans d’autres domaines que celui de la peinture sur panneau en rapprochant son activité de celles d’autres peintres encore mal identifiés portant également des noms de convention tels que le Maître des Privilèges de Tournai et le Maître de Montmorency.
Grand pourvoyeur de modèles pour le vitrail et la tapisserie, Gauthier de Campes apparaît comme l’un des cartonniers les plus féconds de la scène parisienne sous les règnes de Louis XII et de François I er. L’historienne de la tapisserie du XVI e siècle, Audrey Nassieu-Maupas, a réuni autour de cette figure les cartons de quatre tentures de chœur du premier quart du XVI e siècle, la Vie de saint Martin de la cathédrale d’ Angers, la Nativité et la Présentation au Temple de Saint-Bertrand-de-Comminges ainsi que deux suites conservées à Reims, la Vie de la Vierge et la Vie de saint Rémi. D’autres cartons de tapisserie peuvent lui être donnés comme la tenture de l’histoire de saint Etienne à la cathédrale d’ Auxerre dont les patrons servirent également à la tenture pour la cathédrale de Sens contant la même histoire. Il fournit également les cartons pour des vitraux dont la plupart sont exécutés par le verrier Jean Chastellain. Gauthier de Campes est ainsi responsable, entre autres travaux, des décors de la baie axiale de l’ église Saint-GervaisSaint-Protais à Paris et des vitraux de l’église Saint-Martin de Montmorency. Il est documenté à Paris vers 1500, date à laquelle il est chargé de dessiner le projet du nouveau pont Notre-Dame et semble encore vivant en 1530. Établi sur le pont Saint-Michel, il meurt entre novembre 1530 et la fin de l’année 1534.
Ces deux panneaux sont publiés par Charles Sterling en 1990, qui ne les connaissait que par une photographie en noir et blanc. Il les donnait, comme Friedländer, au Maître de saint Gilles et l’attribution n’a pas été remise en cause depuis. Elle est acceptée par Guy-Michel Leproux en 2001.
1 – N° d’inv. NG 1419 et NG 4681. Deux autres œuvres devaient compléter ce large polyptyque. Elles se trouvent à la National Gallery of Art de Washington : Le baptême de Clovis (n° d’inv. 1952.2.15) et un épisode de la vie d’un saint évêque (peut-être saint Rémi de Reims ou saint Leu alias Loup de Sens) (n° 1952.2.14).
2 – Charles Sterling divisait sa production en trois périodes : la période flamande qui débute vers 1495, puis le séjour parisien qui s’étend de 1499 à 1505 environ et enfin un retour dans les Pays-Bas méridionaux avec son Saint Jérôme conservé à Berlin qu’il rapproche du Baptême du Christ du Gérard David.
Der Meister des Saint Gilles wurde 1893 von Hugo van Tschudi nach den beiden in der National Gallery in London aufbewahrten Tafelbildern der Legende dieses Heiligen (Saint Gilles et le cerf und La Messe de saint Gilles) benannt.1 Einige Jahrzehnte später nahm sich Max J. Friedländer des Themas an und konnte aufgrund stilistischer Analogien einen einheitlichen Korpus von Gemälden dieser Persönlichkeit zuordnen, die er als niederländisch ansah. Dem Maler werden nun neunzehn Gemälde auf Holz zugeschrieben, die aus unabhängigen Tafeln und Altarflügeln bestehen.2 Aus Friedländers Aufsatz in der Gazette des Beaux-Arts geht hervor, dass unsere Tafeln aufgrund stilistischer Analogien und vergleichbarer Abmessungen mit der Dreifaltigen Heiligen Anna in Verbindung gebracht wurden, die früher in Joigny aufbewahrt wurde. Zwar ist diese Hypothese heute aufgrund der Horizontlinien, die sich nicht von einem Werk zum anderen fortsetzen lassen, nicht mehr gegeben, doch ist bekannt, dass unsere Tafeln einst eine in einer Apsis dargestellte Madonna mit Engeln begleiteten, eine Kopie eines berühmten Modells von Robert Campin, das sich heute in der Johnson Collection des Museums von Philadelphia befindet (Inv. 458). Dieses Triptychon war vor 1916, als John G. Johnson die Madonna erwarb, bereits aufgeteilt. Laut
Jacques Sterling, der 1990 ein Buch über die mittelalterliche Malerei in Paris veröffentlichte, verwendete der Meister des Saint Gilles für die beiden Flügel ein Modell, das in den flämischen Werkstätten des späten 15. Jahrhunderts verfügbar war. Julius Held und Friedrich Winkler bringen die ChristophorusTafel mit der Version des Meisters mit dem gestickten Laubwerk in Verbindung (Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Nr. 802). In chronologischer Hinsicht ordnet Sterling unsere beiden Werke in die frühe französische Periode ein, indem er sie mit der Verhaftung Christi (Brüssel, Königliche Museen für Schöne Künste) in Verbindung bringt, in der er Analogien in der Ausführung der Gesichter sieht.
In seinem Buch über die Malerei in Paris unter der Herrschaft von Franz I. schlägt GuyMichel Leproux vor, den Meister des Saint Gilles mit dem Maler Gauthier de Campes zu identifizieren, der um 1468 vermutlich in der Stadt Tournai geboren wurde und ab 1480 in der Werkstatt von Jan Fabiaen in Brügge tätig war, wo er 1490 Meister der Gilde wurde. Er versucht zu zeigen, dass der Meister des Saint Gilles auch in anderen Bereichen als der Tafelmalerei arbeitete, indem er seine Tätigkeit mit derjenigen von anderen, noch nicht eindeutig identifizierter Maler, die ebenfalls Konventionsnamen trugen, wie dem Meister der Privilegien von Tournai und dem
Meister von Montmorency, in Verbindung bringt.
Diese beiden Tafeln wurden 1990 von Charles Sterling veröffentlicht, der sie nur von einer SchwarzWeissFotografie kannte. Er ordnete sie, wie Friedländer, dem Meister des Saint Gilles zu und die Zuschreibung wurde seitdem nicht mehr in Frage gestellt. Sie wurde 2001 von GuyMichel Leproux übernommen.
1 – Inv.-Nr. NG 1419 und NG 4681. Zwei weitere Werke sollten dieses grosse Polyptychon vervollständigen. Sie befinden sich in der National Gallery of Art in Washington: Die Taufe von Chlodwig (Inv.-Nr. 1952.2.15) und eine Episode aus dem Leben eines heiligen Bischofs (vielleicht der heilige Remigius von Reims oder der heilige Leu alias Loup de Sens) (Inv.-Nr. 1952.2.14).
2 – Charles Sterling teilte seine Produktion in drei Perioden ein: die flämische Periode, die um 1495 begann, dann den Aufenthalt in Paris, der von 1499 bis etwa 1505 dauerte, und schliesslich eine Rückkehr in die südlichen Niederlande mit seinem in Berlin aufbewahrten Heiligen Hieronymus, den er mit der Taufe Christi von Gerard David in Verbindung brachte.
Gauthier de Campes, ein grosser Autor von Vorlagen für Glasmalerei und Wandteppiche, gilt als einer der produktivsten Lieferanten von Entwürfen in der Pariser Szene unter der Regentschaft von Ludwig XII. und Franz I. Audrey NassieuMaupas hat ihm die Kartons für vier Chorbehänge aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts zugeordnet: das Leben des Heiligen Martin in der Kathedrale von Angers, die Geburt Christi und die Darstellung im Tempel in SaintBertrand-de-Comminges sowie zwei Suiten in Reims, das Leben der Jungfrau Maria und das Leben des Heiligen Remigius. Er lieferte auch die Kartons für Glasfenster, von denen die meisten von dem Glasmacher Jean Chastellain ausgeführt wurden. So war Gauthier de Campes neben anderen Arbeiten für die Dekoration der axialen Bucht der Kirche Saint GervaisSaintProtais in Paris und für die Glasfenster der Kirche SaintMartin in Montmorency verantwortlich. Andere Tapisseriekartons können ihm zugeschrieben werden, wie der Wandbehang mit der Geschichte des heiligen Stephanus in der Kathedrale von Auxerre, dessen Muster auch für den Wandbehang für die Kathedrale von Sens verwendet wurde, der dieselbe Geschichte erzählt. Der Künstler ist in Paris um 1500 dokumentiert, als er mit der Zeichnung des Entwurfs für die neue Brücke Notre Dame beauftragt wurde, und scheint 1530 noch am Leben gewesen zu sein. Er liess sich auf dem Pont SaintMichel nieder und starb zwischen November 1530 und dem Ende des Jahres 1534.
Lucas CRANACH der Ältere 1472–1553
Maria mit Kind und einem Engel – 1525–30
Öl auf Holz
links unterhalb der Mitte Schlangen–Signet 57,5 × 38,5 cm
Provenienz: um 1920 erworben durch Erbfolge an die heutigen Besitzer
Das Werk ist in den Cranach Digital Archives als Arbeit von Lucas Cranach dem Älteren, unter der Nummer PRIVATE_ NONE-422, aufgeführt.
Wir danken Professor Gunnar Heydenreich für die Bestätigung der Echtheit des Gemäldes, die er am 18.7.2024 bei einer Augenscheinprüfung vorgenommen hat (Bericht verfügbar).
Nous remercions le professeur Gunnar Heydenreich de nous avoir aimablement confirmé l’authenticité de cette œuvre d’après un examen de visu réalisé le 18.7.2024 (rapport en langue allemande disponible).
400 000 – 600 000 CHF
Das auf Buchenholz ausgeführte
Gemälde zeigt die Jungfrau Maria und das Christuskind, das mit einem Fuss auf einem grünen Samtkissen steht. Im Hintergrund beobachtet ein geflügelter Engel, der einen grünen Vorhang hält, die Szene. Diese Komposition unterstreicht auf sanfte Weise die innige Beziehung zwischen der Jungfrau und dem Kind. Das Werk zeigt unten links das Zeichen der gelben Schlange mit aufgerichteten Flügeln.
Das Thema der Jungfrau Maria, die Christus am Vorhang hält, wurde in der Werkstatt Cranachs in zahlreichen Variationen dargestellt.1 Unser Werk wurde 1978 zwar nicht von Max Friedländer und Jakob Rosenberg katalogisiert, befand sich jedoch im Archiv von Dieter Koepplin und wurde 2020 in die Datenbank des Cranach Digital Archive aufgenommen (Ref. PRIVATE_NONE-P422).
Während die Platte wohl um einige Millimeter dünner geworden ist, ist der aus zwei Brettern gefertigte Träger im Laufe der Zeit in seinen Abmessungen nicht verändert worden. Die wahrscheinlich mit schwarzer Kreide gezeichnete Komposition wurde auf einer weissen Grundierung ausgeführt. Die genaue Untersuchung der zugrunde liegenden Zeichnung und der Malschicht durch Professor Gunnar Heydenreich zeigt, dass es keine wesentlichen Veränderungen der Malmasse oder Übermalungen gegeben hat.
Verschiedene Elemente bestätigen, dass es sich um ein Werk von Lucas Cranach dem Älteren handelt.
Zunächst einmal lässt sich das Gemälde aus formaler Sicht leicht mit anderen Kompositionen aus der Hand des Meisters vergleichen. Ausserdem stimmen die verwendeten Materialien und Farbtechniken gut mit denen überein, die in Cranachs Werkstatt in Wittenberg verwendet wurden. Im Vergleich zu anderen Madonnen mit Kind, die von Cranach und seiner Werkstatt um 1520–1530 geschaffen wurden, ist der Zustand unseres Gemäldes besonders bemerkenswert. Die Qualität der Detailausführung ist sowohl bei der Darstellung der Hauttöne als auch bei der Ausarbeitung der Kleidung und der Haare ganz aussergewöhnlich. Laut Gunnar Heydenreich gehört unser Gemälde, das auf die Jahre 1525–1530 datiert werden kann, zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Werken von Lucas Cranach dem Älteren.
1 – Dieses Motiv findet sich zum Beispiel auf der Madonna mit Kind und dem kleinen Johannes dem Täufer, die der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren geschenkt wurde und sich in Privatbesitz befindet (Cranach Digital Archive Base unter der Nummer NONE-P081). Der grüne Vorhang, der von kleinen geflügelten Engeln über Maria und dem Kind gehalten wird, ist auch auf einem Werk von Cranach dem Älteren aus dem Mauritshuis in Den Haag zu sehen (Nr. 917).
Zwei Tafeln des Meisters stehen unserer Komposition besonders nahe: eine im Städel Museum in Frankfurt (Nr. 847), die andere in Leipzig, im Museum der Bildenden Künste (Nr. 1849).
Cette peinture exécutée sur bois de hêtre représente la Vierge et le Christ enfant se tenant debout, un pied posé sur un coussin de velours vert. A l’arrière-plan, un ange ailé tenant un pan de rideau vert observe la scène. Cette mise en page souligne avec douceur la relation intime qui unit la Vierge et l’Enfant. L’œuvre présente en bas à gauche le signe du serpent aux ailes dressées peint en jaune.
Ce thème de la Vierge Marie tenant le Christ au rideau fait l’objet de nombreuses variations au sein de l’atelier de Cranach 1. Si l’œuvre n’a pas été cataloguée par Max Friedländer et Jakob Rosenberg en 1978, elle se trouvait dans les archives de Dieter Koepplin et fut versée dans la base de données Cranach Digital Archive en 2020 (ref. PRIVATE_ NONE-P422).
Si le panneau a sans doute été aminci de quelques millimètres, le support réalisé à partir de deux planches n’a lui été atteint dans ses dimensions au cours du temps. La composition dessinée sans doute à la craie noire a été réalisée sur un apprêt blanc. L’étude précise du dessin sous-jacent et de la couche picturale menée par le professeur Gunnar Heydenreich montre qu’il n’y a eu aucune modification importante de la matière picturale.
En effet notre tableau se présente dans un merveilleux état de conservation, malgré quelques petites fentes apparentes dues au parquetage ancien apposé au revers du panneau, et quelques infimes retouches visibles à la lampe UV.
Plusieurs éléments nous permettent de confirmer qu’il s’agit bien d’une œuvre de Lucas Cranach l’ Ancien. D’un point de vue formel tout
d’abord, le tableau peut aisément être comparé avec d’autres compositions de la main du Maître. En outre, les matériaux et les techniques d’application des couleurs utilisés correspondent bien à ceux employés dans l’atelier de Cranach à Wittenberg. En comparaison avec d’autres Vierges à l’Enfant réalisées par Cranach et son atelier vers 1520–1530, l’état de notre tableau est particulièrement remarquable. La qualité d’exécution des détails est tout à fait exceptionnelle tant dans la réalisation des carnations que dans l’élaboration des vêtements et des cheveux. Selon Gunnar Heydenreich, notre tableau, que l’on peut dater des années 1525–1530, se situe parmi les œuvres les plus importantes et les mieux conservées de Lucas Cranach l’Ancien.
1 – Ce motif s’observe par exemple sur la Vierge et l’Enfant accompagné du petit saint Jean-Baptiste donné à l’atelier de Lucas Cranach l’Ancien et conservé en mains privées (base Cranach Digital Archive sous le numéro NONE-P081). Le rideau vert tenu par de petits anges ailés audessus de la Vierge et l’Enfant est également présent sur une œuvre de Cranach l’Ancien du Mauritshuis de La Haye (n° 917). Deux panneaux du Maître sont particulièrement proches de notre composition : l’un conservé au Städel Museum à Francfort (n° 847), l’autre à Leipzig, Museum der bildenden Künste (n° 1849).
Samuel HOFMANN 1591–1648
Bildnis von Hans Balthasar Bodmer – 1619
Öl auf Holz unten bezeichnet, datiert und monogrammiert Herr Hans Balthasar Bodmer Schützen houptman über der statt Zürich fändly ANNO 1619 SH [sic] 53 × 47 cm
Provenienz:
Sammlung Antistes Veith, Schaffhausen (1835)
Auktion Critisches [sic] Verzeichniss [sic] der Kunstsammlung des sel. Herrn Antistes und Dekan Veith zu Schaffhausen in der Schweiz, Schaffhausen, 31.8.1835, Los 44
Sammlung Dr. Annie Bodmer-Abegg, Zürich (um 1980)
Ausstellung:
Zürcher Bildnisse aus fünf Jahrhunderten, Zürich, Helmhaus, 8.9.– 28.10.1951, Nr. 45.
Literatur:
Historisch-biographisches Lexikon der Schweiz, Vol. II, Neuchâtel, 1924, S. 286. Fritz Stucki, Geschichte der Familie Bodmer von Zürich, 1543–1643, Zürich, Buchdruckerei J. Rüegg Söhne, 1942, S. 403, mit Abb.
Marcel Fischer et al., Zürcher Bildnisse aus fünf Jahrhunderten, Zürich, Atlantis, 1953, S. 43, Abb.–Nr. 41.
Istvàn Schlégl, Samuel Hofmann, ein Schweizer Maler in den Niederlanden, in: Bulletin van het Rijksmuseum, Vol. 15, 1967, Heft 1, S. 5, Fig. 1.
Istvàn Schlégl, Samuel Hofman (um 1595–1649), Zürich, SIK-ISEA, 1980, S. 24, S. 46–47 sowie S. 84, Nr. 1.
15 000 – 20 000 CHF
Samuel Hofmann liess sich zwischen 1617 und 1622 in Amsterdam ausbilden und entdeckte die Meister der vorherigen Generation wie Aert Pietersz. Die Maler der Niederlande inspirierten ihn zutiefst. Besonders beeindruckt war er von den Porträts der niederländischen Zunftoffiziere, deren Posen er übernahm. Anschliessend war er von 1622 bis 1643 in Zürich tätig, dann in Basel, wo er nur ein Jahr blieb, und schliesslich von 1644 bis 1649 in Frankfurt. Hofmann war noch ein junger Maler, als er Hans Balthasar Bodmer (1572–1634) porträtierte, der von 1618 bis 1622 Statthalter von Kyburg und Zunftmeister der Schmiede war, 1639 Hauptmann der Füsiliere der Stadt Zürich wurde und die Wälder von Zürich und Adlisberg verwaltete. Er trägt ein schwarzes Seidengewand
und eine weisse Fräse und ist im Profil dargestellt, den Kopf dem Betrachter zugewandt, die rechte Hand in die Hüfte gestemmt, während seine linke Hand auf dem Knauf seines Schwertes ruht. Sein Wappen ist in der oberen rechten Ecke abgebildet. Das Datum scheint nachträglich hinzugefügt worden zu sein. Bodmers Pose erinnert zwar an holländische Porträts, aber die Machart ist eher mit der deutscher Maler wie Lucas Cranach oder Hans Leu dem Jüngeren vergleichbar. Wenn Samuel Hofmann zu dieser Zeit in den Niederlanden ansässig war, musste er sich 1619 nach Kyburg bei Winterthur begeben haben, um Bodmers Porträt nach dem Leben zu malen. 1622 porträtierte er ebenfalls Bodmers Nachfolger Hans Heinrich Müller (Sammlung Schloss Kyburg).
Samuel Hofmann se forme à Amsterdam entre 1617 et 1622 et découvre les Maîtres de la génération précédente comme Aert Pietersz. Les peintres des Pays-Bas l’inspirent profondément. Il est tout particulièrement marqué par les portraits des officiers des guildes néerlandais dont il reprend les poses. Il est ensuite actif à Zürich de 1622 à 1643, puis à Bâle où il ne demeure qu’une année et enfin à Francfort de 1644 à 1649. Hofmann n’est encore qu’un jeune peintre lorsqu’il réalise le portrait de Hans Balthasar Bodmer (1572–1634), gouverneur de Kybourg et Maître de la guilde des Forgerons de 1618 à 1622, puis capitaine des fusiliers de la ville de Zurich en 1639 et gestionnaire des forêts de Zurich et Adlisberg. Vêtu d’un vêtement de soie noire et d’une fraise blanche, il est représenté de profil, la tête
tournée vers le spectateur, la main droite appuyée sur la hanche, tandis que sa main gauche est placée sur le pommeau de son épée. Ses armes sont représentées en haut à droite. La date semble quant à elle avoir été ajoutée postérieurement. Si la pose de Bodmer rappelle les portraits hollandais, la facture se rapproche plutôt de celle des peintres allemands comme Lucas Cranach ou Hans Leu le Jeune. S’il était établi aux Pays-Bas à cette époque-là, Samuel Hofmann dut se rendre à Kybourg près de Winterthour, en 1619, pour exécuter le portrait de Bodmer sur le vif. En 1622, il réalise le portrait du successeur de Bodmer, Hans Heinrich Müller (collection du château de Kybourg)
Pokal in der Form eines Schiffs (Nef) von Esaias zur Linden Nürnberg, um 1620–1629
Silber, vergoldet. Bestückt mit einem Mast, hoch oben ein geblähtes Segel, darüber ein lanzenförmiger Stab mit Wimpel, vier Krieger auf dem Achterdeck wie auch zwei schwere Geschütze, auf hochgewölbtem Fuss, getrieben mit Delfinen im Wasser. Die Unterseite graviert mit kyrillischen Inschriften, Beschau (1609–1629) und Meistermarke wie auch Tremolierstich auf dem Schiff, Meistermarke am Fuss. Auf dem Wimpel eine Kontrollmarke.
H 37,5 cm; 440 g
Ein sehr ähnlicher Pokal befindet sich in der Sammlung der Rüstkammer des Kremls in Moskau. Beschrieben und abgebildet unter der Nr. 41 von G. A. Markova, Deutsche Silberkunst des XVI.– XVIII. Jahrhunderts, 1975.
40 000 – 60 000 CHF
Büttenmann von Marx Mueller
Zürich, um 1630–1640
Fruchtholz oder Buchsbaum, geschnitzt. Der Kopf nach links gewendet, bekrönt mit Lorbeer, die Silberbütte gemarkt mit Beschau für Zürich, Meistermarke ein Mühlrad, innen vergoldet, der Stock aus Silber zerbrochen. Das Gehänge ergänzt. H 29 cm; 800 g
Vergleichsliteratur:
Eva-Maria Lösel, Zürcher Goldschmiedekunst, Zürich, Orell Füssli, 1983, S. 169, Nr. 89b.
10 000 – 15 000 CHF
Meister CB (?), wohl Regensburg, Anfang 17. Jh.
Silber, vergoldet. Geschweifte Wandung getrieben mit Hund, Ziege und Wolf in Landschaft am Wasser, auf Vasenschaft (repariert) und gewölbtem Fuss. Auf dem Deckel ein Landknecht mit Hellebarde und Allianzmedaillon DGPZP und BGGS (vielleicht ergänzt), Fussrand. Lippe und Deckel markiert.
H 31,5 cm; 380 g
8 000 – 12 000 CHF
Augsburg, spätes 16. Jh.
Silber, vergoldet. Die Wandung getrieben mit drei Medaillons, einem Hasen und zwei Hunden. Der Hase auf dem Deckel ergänzt. Tremolierstich auf der Unterseite des Deckels. Fussrand mit Beschau und Meistermarke (vielleicht für Ulrich II Meringer). Niederländische Kontrollmarke an der Lippe.
H 23,5 cm; 280 g
5 000 – 7 000 CHF
Traubenpokal von Hans Caspar Gyger
Zürich, 2. Drittel 17. Jh.
Silber, vergoldet. Mit Baumstrunkschaft und hochgewölbtem Fuss, ein Bub obenauf mit einer Fahne (ergänzt). Graviert mit Wappen Bodmer. Meistermarke und Beschau am Fussrand sowie französische Kontrollmarke.
H 29 cm; 320 g
Literatur: Eva-Maria Lösel, Zürcher Goldschmiedekunst, Zürich, Orell Füssli, 1983, S. 204, Nr. 202c.
5 000 – 8 000 CHF
Schweiz, spätes 16. / frühes 17. Jh.
Silber, vergoldet. Geschweifte Wandung mit drei Medaillons, getrieben mit Gerbern an der Arbeit, auf Vasenschaft und Noppenfuss. Unterseite zweimal graviert 6651 und Z75. Wohl neu vergoldet. Nicht punziert.
H 23,5 cm; 320 g
4 000 – 6 000 CHF
Augsburg, datiert 1624
Silber, vergoldet. Getrieben und graviert mit rollendem Blattwerk und Früchten, Reste von Email zeugen von einer ursprünglich farbigen Fassung. Der Deckel innen mit einem Wappen und Flug, darüber ein Einhorn, flankiert von den Initialen A B und datiert 1624, umrahmt von Lorbeerzweigen. Vielleicht das Wappen der Familie Baldung. Deckel und Unterseite mit Beschau für Augsburg und Meistermarke HK
H 14 cm; 395 g
4 000 – 6 000 CHF
312
Trinkkelch
Süddeutschland, spätes 15. Jh. Maserholz. Rosenblütenförmiger Fuss, die Handhabe mit Schnörkel geschnitzt und in Silber beschlagen. Silberner Fussrand.
H 20 cm; 425 g
Provenienz: Pfyffer von Altishofen (1914)
Vergleichsliteratur:
Alain Gruber, Weltliches Silber, Katalog der Sammlung des Schweizerischen Landesmuseum Zürich, Zürich, Verlag Berichthaus, 1977, S. 52, Nr. 53, mit Abb.
7 000 – 10 000 CHF
Zug, datiert 1593
Holz, mit vergoldeten Silberbeschlägen. Der Schraubdeckel graviert mit einem Fuchs und Baum, mit Resten von transluzidem Email. Der Nabel mit Silber graviertem, geteiltem Wappen. Darauf Brand mit vier Flammen auf Dreiberg und schräg sechsmal geteilt. Umschrieben HOVPTMAN.MARTY.BRANDENBERG.1593.
Umrankt mit Eichenlaub aus Silber. H 23,5 cm; 865 g
Wohl Martin Brandenberg, Hauptmann, Zuger Obervogt und Ratsherr.
7 000 – 10 000 CHF
314
Renaissance Bisambüchse (Tisch Pomander)
Deutschland, spätes 16. Jh. Silber, vergoldet. Der Deckel getrieben und graviert mit vier Ansichten von Städtebauten am Wasser, umrahmt von Kartuschen, die Handhabe in der Form eines Vogel Greifs. Innen appliziert mit einem gevierten Wappen, ein steigender Wolf auf Dreiberg und steigender Adler mit Schwert auf Dreiberg, darüber die Initialen MW. Die Wandung durchbrochen gegossen, mit Bandelwerk belebt von geflügelten Löwen.
Innen eingepasst vier Behälter, deren Aussenseite graviert mit Vögeln inmitten von rollendem Blattwerk. Das Ganze getragen von drei Füssen in der Form von Pferdebüsten, welche aus Schneckengehäusen wachsen. Die Unterseite zweimal mit derselben Meistermarke. Initialen der späteren Eigentümer.
H 10,5 cm; 478 g
12 000 – 18 000 CHF
Ein paar Himmels- und Erdgloben von Gerard Valk
1651/52–1726 und Sohn Leonard Valk sowie in Zusammenarbeit mit Lothar Zumbach von Koesfeld (1661–1727) Amsterdam, um 1700
Pappmasse, ausserordentlich fein bemalt und beschriftet. Das Gestell aus Nussbaum, Birne und Eiche profiliert und teils ebonisiert. In fein graviertem Messing (Vertikalring) und Birnbaum (Horizontalring) gefasster Globus auf 4 profilierten Säulen, verbunden durch reliefierte Platte mit Kugelfüssen.
Auf dem Meridianring nummeriert 31 respektive 32 Ø 31 cm bzw. 45 cm; H 47,5 cm bzw. 48,5 cm
Literatur: Gisela Bungarten und Museumslandschaft Hessen Kassel (Hrsg.), Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa, Petersberg, Michael Imhof Verlag, 2018, S. 585 f., mit Abb., Nr. X. 232 (ähnliches Exemplar).
Die Himmels- und Erdgloben von Valk gehören um 1700 zu den Globen mit dem jeweils aktuellsten Kartenbild. Der Himmelsglobus ist nach den Sternkarten des polnischen Astronomen Johannes Hevelius (1611–1687) gefertigt worden. Die Skalen auf dem Meridianring des Himmelsglobus wurden vom Kasseler Astronomen Lothar Zumbach von Koesfeld berechnet und an Valk weitergeleitet.
10 000 – 15 000 CHF
Der aus Leiden stammende Jan van Goyen, ein Pionier auf dem Gebiet der naturalistischen Landschaftsmalerei im Holland des frühen 17. Jahrhunderts, liess sich zwischen 1617 und 1618 in Haarlem bei Esaias van de Velde ausbilden. Anschliessend liess er sich 1631 in Den Haag nieder, wo er bis zu seinem Tod hauptsächlich wohnte. Als eifriger Zeichner hinterliess er zahlreiche Papierzeugnisse von seinen Wanderungen durch Holland, die er in seinen Gemälden verwendete.
Auf diesem Werk der Reifezeit stellt Jan van Goyen die Silhouette der Stadt Leiden aus nördlicher Richtung dar. Man sieht die beiden grossen Kirchen der Stadt: die Hooglandse Kerk und die St. Pieterskerk sowie den Turm des Rathauses und die Kuppel der Marekerk. Van Goyen zeichnete die Silhouette der Stadt bereits 1624 und griff das Thema dann in den acht Ansichten der Stadt Leiden auf, die er zwischen 1643 und 1653 1 anfertigte. Der Maler pflegte eine gewisse Verbundenheit mit der Stadt, in der er geboren wurde und in der er aufgewachsen war. Diese Vertrautheit mit der Stadt Leiden ist in seinem Skizzenbuch von 1650–1651 2 zu erkennen, das er im Laufe seiner langen Reise entlang des Rheins bis in die Stadt Kleve vervollständigte (siehe u. a. Paris, Fondation Custodia, Inv. Nr. I 2297D (Vorderseite), Abb. 1). Trotz der vielen Menschen auf den Booten bleibt die Atmosphäre dank des weiten Himmels, der ruhigen Wellen des Wassers unter den flussaufwärts fahrenden Booten und der geduldigen Kühe, die zum Fluss kommen, um ihren Durst zu
stillen, sanft und heiter. Auf dem Meer oder auf den Wasserwegen in den wenig hügeligen Gebieten der Niederlande scheint der Horizont immer niedrig zu sein und folglich dominiert der Himmel. Auf diesem Werk, wie auch auf vielen anderen Tafeln Van Goyens, stellen die Wolken dramatische Elemente dar, die in den niederländischen Landschaften mit ständig wechselndem Wetter eine zentrale Rolle einnehmen. Mit Ausnahme einiger hellblauer Pinselstriche verwendet der Maler Grau und Brauntöne, um die sich aufblähenden Wolken anzudeuten. Die Windmühle sowie die dunklen Reflexionen auf dem Wasser im Vordergrund sind ebenfalls in gräulichen – aber leuchtenden –Grün, Ocker und Gelb sowie Brauntönen dargestellt. Inventare des 17. und 18. Jahrhunderts zeigen die grosse Beliebtheit des Malers, der einer der wenigen Künstler war, die regelmässig namentlich erwähnt wurden. Als Reaktion auf diese Nachfrage war Jan van Goyen ein produktiver Künstler, dessen Produktion durch eine schnelle Arbeitsweise und eine minimalistische Palette erleichtert wurde. Der Durchschnittspreis für seine Werke lag bei 18 Gulden und bei 38 Gulden, wenn sie in einer Handelslotterie verkauft wurden.
1 – Hans-Ulrich Beck, Jan van Goyen 1596–1656. II. Katalog der Gemälde, Amsterdam, 1973, Vol. II, S. 164–168, Nr. 333–341.
2 – Das Skizzenbuch wurde von dem Kunsthändler Karl Lilienfeld erworben, der die Blätter ab 1957 verstreute.
Abb. 1 / Fig. 1: recto
Pionnier dans le domaine du paysage naturaliste dans la Hollande du début du XVII e siècle, le leydois Jan van Goyen se forme à Haarlem auprès d’Esaias van de Velde entre 1617 et 1618. Il s’installe ensuite à La Haye en 1631, où il réside principalement jusqu’à sa mort. Avide dessinateur, il laisse de nombreux témoignages sur papier de ses pérégrinations en Hollande dont il se sert dans ses peintures.
Sur cette œuvre de maturité, Jan van Goyen représente la silhouette de la ville de Leyde vue du Nord. On observe les deux grandes églises de la ville : la Hooglandse Kerk et la St. Pieterskerk ainsi que la tour de l’hôtel de ville, et le dôme de la Marekerk. Van Goyen dessine le profil de la ville dès 1624 puis reprend le sujet dans les huit vues de la ville de Leyde qu’il exécute entre 1643 et 1653 1. Le peintre entretenait un certain attachement avec la ville qui l’avait vu naître et dans laquelle il avait grandi. Cette familiarité avec la ville de Leyde est visible dans son carnet de croquis de 1650–1651 2 qu’il compléta au fur et à mesure du long voyage qu’il entreprit le long du Rhin jusqu’ à la ville de Clèves (voir notamment Paris, Fondation Custodia, inv. No I 2297D (recto), fig. 1). Malgré les nombreux personnages figurés sur les embarcations, l’atmosphère demeure douce et sereine grâce au vaste ciel, à l’ondulation tranquille de l’eau sous les barques qui remontent le fleuve et aux vaches patientes qui viennent se désaltérer à la rivière. En mer ou sur les voies navigables des contrées peu vallonnées des Pays-Bas, l’horizon semble toujours bas et par conséquent, le ciel domine. Sur cette œuvre, comme sur de nombreux panneaux de Van
Goyen, les nuages constituent des éléments dramatiques qui occupent une place centrale dans les paysages hollandais au temps constamment changeant. A l’exception de quelques touches de bleu clair, le peintre utilise des nuances de gris et de bruns pour évoquer les nuages qui se gonflent. Le moulin à vent, ainsi que les reflets sombres sur l’eau au premier plan, sont également représentés dans des tons grisâtres – mais lumineux – de vert, d’ocre et de jaune et de brun. Les inventaires après décès du XVII e siècle révèlent l’importante popularité du peintre, qui était alors l’un des rares artistes à être régulièrement mentionné dans les archives. En réponse à cette demande, Jan van Goyen fut un artiste prolifique dont la production fut facilitée par une méthode de travail rapide et une palette minimaliste. La présence des œuvres de Van Goyen dans de nombreux foyers hollandais s’ expliquent également par les sommes relativement modiques qu’ atteignent ses peintures, ainsi capables de contenter de nombreuses bourses : le prix moyen de ses œuvres était de 18 florins et de 38 florins lorsque la vente se déroulait lors de loteries marchandes.
1 – Hans-Ulrich Beck, Jan van Goyen 1596–1656. II. Katalog der Gemälde, Amsterdam, 1973, vol. II, p. 164–168, no 333–341.
2 – Le carnet de croquis fut acquis par le marchand Karl Lilienfeld qui en dispersa les feuilles à partir de 1957.
316
Jan van GOYEN
1596–1656
Ansicht von Leiden – 1653
Öl auf Holz
unten links monogrammiert und datiert VG 1653
68,5 × 98,5 cm
Provenienz:
Sammlung Charles Robert, Graf van Nesselrode, Moskau
Auktion Muller & Cie, Amsterdam, 27.4.1909, Los 14
Ausstellung:
Ausländische Kunst in Zürich, Zürich, Kunsthaus, 25.7.– 26.9.1943, S. 18, Nr. 171.
Literatur:
Cornelis Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts, Vol. VIII, Esslingen, Paul Neff Verlag/Paris, F. Kleinberger, 1923, S. 41, Nr. 150.
Anna Dobrzycka, Jan van Goyen 1596–1656, Posen, Pan´stwowe Wydawnictwo Naukowe, 1966, Nr. 229.
Hans-Ulrich Beck, Jan van Goyen 1596–1656, Katalog der Gemälde, Vol. II, Amsterdam, van Gendt, 1973, S. 168, Nr. 341.
100 000 – 150 000 CHF
Willem van de Velde der Jüngere wurde in Leiden als Sohn des Malers Willem van de Velde des Älteren geboren. Er war für seine monochromen Schiffsdarstellungen bekannt, für die er Skizzen anfertigte, die er später in Tuschemalereien auf Leinwand oder Paneelen umsetzte, die zuvor mit einer weissen Grundierung vorbereitet worden waren. Er lernte die Grundlagen seiner Kunst zunächst in der väterlichen Werkstatt, wurde aber von 1648 bis 1651 auch von Simon de Vlieger, einem Verwandten der Familie, unterrichtet. Van de Veldes Familie hatte sich in Amsterdam niedergelassen. Dort arbeitete der Künstler bis ins Jahr 1672, welches von den Niederländern als rampjaar (Unglücksjahr) bezeichnet wird. Viele Künstler bekamen den durch die französische Invasion verursachten wirtschaftlichen Zusammenbruch mit voller Wucht zu spüren und wurden ins Exil getrieben. Willem van de Velde war gezwungen, sich in England niederzulassen, um seinen Lebensunterhalt dort zu verdienen. Im Jahr 1674 trat er zusammen mit seinem Vater in die Dienste von König Karl II. Um Talente vom Kontinent anzuziehen, bot der englische Herrscher den Neuankömmlingen zahlreiche Vorteile wie Religionsfreiheit oder Steuerbefreiungen. Nach seiner Ankunft in London erhielt Van de Velde eine jährliche Pension und ein Atelier im Queen’s House in Greenwich. 1691 zog er nach Westminster um.
Während dieser englischen Periode entstand unser Gemälde, was nicht zuletzt durch die kantige Schrift der Signatur bestätigt wird, die typisch für Willem van de Veldes Tätigkeit jenseits des Ärmelkanals ist. Im Vordergrund hat ein Boot,
das sowohl von Segeln als auch von Rudern angetrieben wird, das Festland erreicht. Anhand der Flagge können wir ein englisches Schiff identifizieren. Rotweiss gestreift und mit dem Kreuz des Heiligen Georgs versehen, scheint es sich um die Flagge der Britischen OstindienKompanie (British East India Company) zu handeln, die 1600 von Königin Elisabeth I. von England gegründet wurde. Das schwindende Licht am Ende des Tages verleiht dem Bild eine heitere Atmosphäre, die von Van de Veldes Kunden offenbar gesucht wurde. Aus dem von Michael Strang Robinson erstellten Catalogue raisonné der Werke von Vater und Sohn Van de Velde geht hervor, dass Willem van de Velde regelmässig Schiffsdarstellungen bei ruhigem Wetter produzierte. Der Maler schuf jedoch auch unruhigere Seelandschaften, in denen die Schiffe einer stürmischen See gegenüberstehen und die ein anderes Publikum ansprechen sollten. Diese Schiffsansichten und Seelandschaften führten zu zahlreichen Varianten, die von Willem van de Velde und seinem Atelier tatkräftig produziert wurden. Letzteres bestand unter anderem aus verschiedenen Familienmitgliedern wie seinem jungen Sohn Cornelis van de Velde oder seinem Schwager Johan van der Hagen.
Willem van de Velde spielte eine führende Rolle bei der Entwicklung der Marinemalerei im 17. Jahrhundert, zunächst in der Republik der Vereinigten Niederlande, wo dieses Genre in den Jahren 1610–1620 entstand, und dann in England in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Seine Werke waren zu seinen Lebzeiten ein grosser Erfolg und prägten die englische Malerschule nachhaltig.
Né à Leyde, Willem van de Velde le Jeune est le fils du peintre Willem van de Velde l’Ancien, connu pour ses représentations de vaisseaux monochromes dont il réalisait des esquisses sur le vif qu’il réemployait par la suite pour produire des peintures à l’encre sur un support, toile ou panneau, préalablement préparé à l’aide d’un apprêt blanc. S’il apprend d’abord les rudiments de son art dans l’atelier paternel, il reçoit également l’enseignement d’un proche de la famille, Simon de Vlieger, de 1648 à 1651. Van de Velde travaille à Amsterdam, où la famille s’est installée, jusqu’en 1672, appelée rampjaar (l’année désastreuse) par les Néerlandais. De nombreux artistes subissent de plein fouet l’effondrement économique provoqué par l’invasion française et sont poussés à l’exil. Willem van de Velde est contraint de s’établir en Angleterre pour gagner sa vie. En 1674, il entre avec son père au service du roi Charles II. Dans l’optique d’attirer des talents venus du continent, le souverain anglais offre de nombreux bénéfices aux nouveaux venus comme la liberté de culte ou encore des exemptions fiscales. A son arrivée à Londres, Van de Velde dispose quant à lui d’une pension annuelle ainsi que d’un atelier dans la Maison de la Reine (Queen’s house) à Greenwich, puis s’installe à Westminster en 1691.
C’est au cours de cette période anglaise qu’il réalise notre tableau, datation confirmée par l’écriture anguleuse de la signature qui se rapporte à l’activité de Willem van de Velde outre-manche. Au premier plan, une embarcation propulsée à la fois par des voiles et par des rames a rejoint la terre ferme. Le drapeau nous permet d’identifier un navire anglais. Rayé rouge et blanc et portant la croix de Saint Georges, il semble s’agir du drapeau de la Compagnie britannique des Indes orientales
(British East India Company), créée en 1600 par la reine Élisabeth Ière d’Angleterre. La lumière déclinante de fin de journée confère à l’image une atmosphère sereine qui semble avoir été recherchée par la clientèle de Van de Velde. Le catalogue raisonné de l’œuvre des Van de Velde père et fils dressé par Michael Strang Robinson montre que les représentations de bateaux figurés par temps calme furent régulièrement produites par Willem van de Velde. Mais le peintre réalise également des paysages maritimes plus troublés dans lesquels les navires font face à une mer déchaînée et qui visent à satisfaire un autre public. Ces vues de vaisseaux et paysages maritimes donnèrent lieu à de multiples variantes produites avec vigueur par Willem van de Velde et son atelier. Ce dernier était notamment composé de divers membres de sa famille comme son jeune fils, Cornelis van de Velde, ou son beau-frère, Johan van der Hagen. Willem van de Velde joua un rôle de premier plan dans le développement de la peinture de marines au XVII e siècle d’abord dans les Provinces-Unies, qui voit l’apparition de ce genre pictural au cours des années 1610–1620, puis en Angleterre dans la seconde moitié du siècle. Ses œuvres connaissent un important succès de son vivant et marquent durablement l’école de peinture anglaise.
317
Willem van de VELDE
1633–1707
Küstenlandschaft mit Schiffen – 1678
Öl auf Leinwand unten rechts signiert und datiert
W.V.Velde 167(8)
51,5 × 64,5 cm
Provenienz:
Frau E. T.
Auktion Hôtel Drouot, Paris, 20.3.1912, Los 7
Sammlung Emil Glückstadt
Auktion Winkel & Magnussen, Kopenhagen, 2.– 5.6.1924, Los 694
Literatur:
Michael Strang Robinson, Van de Velde, A catalogue of the paintings of the elder and the younger Willem van de Velde, Vol. II, Greenwich, National Maritime Museum, 1990, S. 694, Nr. 439.
Wir danken Dr. Remmelt Daalder für die Bestätigung der Authentizität des Werkes nach einer Fotografie, am 11.4.2024, sowie für seine Hilfe bei der Verfassung des Textes.
Nous remercions Dr. Remmelt Daalder de nous avoir confirmé l’authenticité de cette œuvre d’après photographie le 11.4.2024 ainsi que pour son aide à la rédaction de cette notice.
40 000 – 60 000 CHF
318
Willem van MIERIS
1662–1747
Katzendressur
Öl auf Holz
40 × 31 cm
Provenienz:
Bourchier–Cleeve, London
Sammlung Sir George Yonge, Baronet von Escot House, Devon (durch Erbschaft)
Auktion Mr. White, London, 24.– 25.3.1806, Los 76 (als Frans van Mieris)
Sammlung Robert Biscoe (1829)
Sammlung W. E. Biscoe
Auktion Christie, Manson & Wood, London, 20.6.1896, Los 10 (als P. van Slingelandt)
Sammlung Sir George Dashwood, Baronet von Kirtlington Park, Oxford
Auktion Christie, Manson & Wood, London, 14.12.1907, Los 73 (als Frans van Mieris)
Auktion Christie, Manson & Wood, London, 14.7.1911, Los 11 (als Frans van Mieris)
Willem van Mieris war einer der beiden Söhne des berühmten Leidener Künstlers Frans van Mieris d. Ä., welche beide die Malerei erlernten. Wie sein Vater, gehörte er zu einer Gruppe niederländischer Künstler in Leiden, die aufgrund ihrer Liebe zum Detail und der sorgfältigen Wiedergabe von Objekten als fijnschilders (wörtlich: «kostbare Maler») bezeichnet wurden. Mithilfe einer Technik, die darauf abzielte, eine völlig glatte Malfläche ohne sichtbare Pinselstriche zu erzeugen, versuchten sie, jedes Sujet so realistisch wie möglich darzustellen. Seide, Samt oder auch das Fell einer Katze sind hier allesamt Elemente, die der Maler für den Betrachter greifbar zu machen versuchte. Willem van Mieris verdankte seinen Wohlstand als Maler der Popularität seiner Innenansichten durch ihre gleichbleibende Komposition
Literatur:
John Smith, A catalogue raisonné of the most eminent Dutch, Flemish and French painters, Vol. I, London, 1829, S. 78, Nr. 62 sowie Vol. IX, London, 1842, S. 45, Nr. 35 (als Frans van Mieris). Cornelis Hofstede de Groot, Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten holländischen Maler des XVII. Jahrhunderts, Bd. X, Stuttgart/Paris, 1928, S. 57, Nr. 218 (Aufgeführt als Frans van Mieris. Junge mit Weidenkorb wird als Träger einer roten Samtmütze beschrieben, während die Blumen in dem links im Bild abgebildeten Tontopf als Butterblumen identifiziert werden.).
100 000 – 150 000 CHF
von Bogenfenster, Flachrelief und Genreszene. Dieser Aufbau war bereits bei seinem Vater Frans van Mieris zu beobachten, der sich wiederum am Beispiel seines Lehrers Gerrit Dou orientierte, der sich Mitte des 17. Jahrhunderts mit der Herstellung von Alltagsszenen in Trompe l’œilNischen einen Namen geschaffen hatte.
Die Flachreliefs von Willem van Mieris gehen oft auf Skulpturen des Flamen François Duquesnoy (1597–1643) zurück, wie wir zum Beispiel bei dem Gemälde
Die Seifenblasen im Louvre (INV 1550) sehen können. Unser Gemälde bietet eine für die Kunst von Willem van Mieris typische Inszenierung und zeigt zwei kleine Kinder, die eine Katze dressieren. Das Motiv der Katzen, die von lachenden Kindern schikaniert werden, ist ein Thema, das von holländischen Malern
seit dem frühen 17. immer wieder aufgegriffen wurde. So findet sich das Thema in den 1630er Jahren bei Judith Leyster und Jan Miense Molenaer und später bei Domenicus van Tol, wie auf dem Gemälde im Rijksmuseum, das ein Kind zeigt, welches mit einer Hand eine Mausefalle hält, während es mit der anderen eine Katze daran hindert, sich dieser zu nähern (SK-A-417). Diese Künstler liessen sich wahrscheinlich von Redewendungen inspirieren, die bestimmte menschliche Verhaltensweisen hervorheben sollten, die als grausam oder bösartig angesehen wurden, während sie gleichzeitig durch die Darstellung eines angenehmen oder sogar heiteren Themas für Unterhaltung sorgten. Es ist jedoch nicht immer einfach, die Werke aus den Werkstätten der beiden Söhne von Frans van
Mieris dem Älteren, Willem und Jan, und seines Enkels Frans II zuzuordnen, da sie zahlreiche Nachahmungen von Prototypen von Frans dem Älteren anfertigten und alle drei einen ähnlichen Stil pflegten. Allerdings scheint Willem van Mieris hier der Urheber des Entwurfs für die Komposition unseres Gemäldes zu sein. Da es weder ein Datum noch eine Signatur trägt, was in Willems Korpus relativ selten vorkommt, könnte unser Gemälde von der Hand seines Sohnes Frans II. stammen. Die Wahl und der Auftrag der Farben sind jedoch typisch für Willems Schaffen. Auch die durchaus bemerkenswerte Wiedergabe der Stoffe scheint auf dem Niveau des Malers zu liegen. Das Werk könnte in der Spätphase der Karriere von Willem van Mieris (1662–1747) entstanden sein, möglicherweise mit der Hilfe seines Sohnes Frans II (1689–1763).
Willem van Mieris est l’un des deux fils du célèbre artiste leydois Frans van Mieris l’Ancien à embrasser la carrière de peintre. Il appartient, à l’instar de son père avant lui, à un groupe d’artistes néerlandais installés à Leyde, que l’on classe sous le nom de fijnschilders (littéralement « peintres précieux ») en raison de l’attention qu’ils portaient aux détails et aux rendus minutieux des objets. Ils s’employaient, par une technique qui visait à produire une surface picturale complètement lisse et dépourvue de tout coup de pinceau apparent, à représenter chaque matière de la façon la plus réaliste possible. La soie, le velours ou encore le pelage du chat sont ici autant d’éléments que le peintre s’évertue à rendre tangible pour le spectateur. Willem van Mieris doit la prospérité de son activité de peintre à sa production de vues
d’intérieurs dont le statut de scènes de genre est élevé par leur mise en scène constituée d’une fenêtre cintrée ornée en partie inférieure d’un bas-relief classique. Cette mise en page s’observe déjà chez son père Frans van Mieris qui s’inspirait lui-même de l’exemple de son Maître Gerrit Dou qui s’était illustré, au milieu du XVII e siècle, dans la production de scènes de la vie quotidienne placées dans des niches en trompe-l’œil.
Les bas-reliefs figurés par Willem van Mieris procèdent souvent de sculptures réalisées par le Flamand François Duquesnoy (1597–1643) comme nous l’observons par exemple sur Les Bulles de savon du musée du Louvre (INV 1550).
Offrant ici une mise en scène tout à fait caractéristique de l’art de Willem van Mieris, notre tableau représente deux jeunes enfants dressant un chat.
Le motif des chats subissant les brimades de jeunes enfants hilares constitue un sujet largement exploré par les peintres hollandais dès le début du XVII e siècle. On retrouve ainsi cette thématique dans les années 1630 chez Judith Leyster et Jan Miense Molenaer puis plus tard chez Domenicus van Tol comme dans le tableau du Rijksmuseum figurant un enfant tenant une souricière d’une main tandis qu’il empêche un chat de s’en approcher de l’autre (SK-A-417).
Ces artistes s’inspiraient probablement de maximes visant à souligner certains comportements humains jugés cruels ou malfaisants tout en proposant un divertissement à travers la représentation d’un sujet plaisant voire comique. Il n’est toutefois pas toujours aisé de parvenir à attribuer les œuvres qui proviennent des ateliers des deux fils
de Frans van Mieris l’Ancien, Willem et Jan, et de son petit-fils Frans II, dans la mesure où ils réalisent de nombreuses reprises de prototypes issus de Frans l’Ancien et adoptent tous trois un style analogue. Ne portant ni date ni signature, ce qui est relativement rare au sein du corpus de Willem, notre tableau pourrait être de la main de son fils Frans II. Willem van Mieris semble ici être à l’origine de la conception de la composition de notre tableau. Le choix et l’application des couleurs sont typiques de la production de Willem. Le rendu des tissus, tout à fait remarquable, semble également être du niveau du peintre. L’œuvre pourrait avoir été réalisée lors de la fin de la carrière de Willem van Mieris (1662–1747), peut-être avec l’aide de son fils Frans II (1689–1763).
Thomas Fox und George Fox
England, Mitte 19. Jh.
Silber. Abnehmbarer Kopf, die Augen aus Glas, der Stand auf der Unterseite mit Meistermarke, Lion Passant und Victoriakopf und Jahrbuchstabe für 1857.
H 24,5 cm; 670 g
1 000 – 1 500 CHF
320
Thomas Fox und George Fox
England, 1917
Silber. Abnehmbarer Kopf, feinst durchbrochen zur Verwendung als Streuer, die Augen aus Glas, der Stand auf der Unterseite mit Meistermarke, Lion Passant und Victoriakopf.
H 22,5 cm; 600 g
1 000 – 1 500 CHF
Figur einer Eule 20. Jh.
Silber. Augen aus Glas, gemarkt unter der rechten Kralle Feingehalt 800 und Meistermarke.
H 16,5 cm; 600 g
800 – 1 200 CHF
Trinkgefäss in Form einer Eule von Thomas Stör der Jüngere Nürnberg, 2. Drittel 17. Jh.
Vergoldet. Beschau, Meistermarke und Tremolierstich am Kragen. Auf einem Ast stehend, gearbeitet als Pfeife, der Fuss gegossen mit einer Jagd auf Grosswild, Beschau und Meistermarke. Fuss wohl eine Ergänzung. Reparatur an den Beinen.
H 19,5 cm; 340 g
25 000 – 35 000 CHF
323
Renaissance Hostienbehälter Deutschland, datiert 1591
Bronze, vergoldet. Trommelförmig, die Wandung graviert mit einem Kelch, dem Lamm Gottes und der Kreuzigung, jeweils in kreisförmigen Kartuschen. Der Deckel innen graviert mit dem Monogramm vom heiligen Bernhard und einem Herz mit den Nägeln der Passion, zuoberst ein Deckel scharniert über Behälter für Weihrauch. Die Unterseite des Bodens graviert mit den Wappen Fugger von der Lilie und Ilsung von Tratzberg, darüber die Initialen IAF und AF, darunter das Jahr 1591 und die Letter K. H 18 cm
2 500 – 3 500 CHF
324
Kelch mit Teller (Ciborium und Patene)
wohl Schweiz, 15. und 17. Jh.
Silber, vergoldet. Der Fuss wohl später appliziert mit einer Kreuzigungsszene, gravierter Schaft und mit gotischem Masswerk, getriebener Nodus, die Patene mit graviertem Kreuz und Meistermarke HIZ, Beschau wohl ein steigender Steinbock für Chur.
H 16,5 cm; 425 g
3 000 – 5 000 CHF
325
Spätgotischer Messekelch
wohl Ungarn, wohl 16. Jh.
Silber, vergoldet. Sechspassfuss appliziert mit dichtem Filigran, der Nodus mit sechsblättrigen Rosen, die Fassung der Schale mit Filigran und Lilien.
H 21,3 cm; 858 g
1 500 – 2 500 CHF
326
Bergkristall Trinkschale auf Fuss im Stil frühes 17. Jh.
Silber, vergoldet. Lippenfassung graviert mit Blattwerk, der Schaft in der Form eines betagten Wanderers, die Fassung des hexagonalen Fusses getrieben, Meistermarke MB [?] und Beschau.
H 16 cm; 645 g
2 000 – 3 000 CHF
327
Ein Paar grosse Becher von Christoph Erhart Augsburg, um 1590
Silber, vergoldet. Die Wandung geätzt mit Bandelwerk. Auf hohem Fussrand. Beschau, Meistermarke und Tremolierstich auf der Unterseite. Wohl neu vergoldet. CW PK 1745 eingeritzt.
H 18,5 cm; 400 g und 430 g
8 000 – 12 000 CHF
328
Fussbecher mit Deckel von Wolff Richel
Nürnberg, um 1540/48
Silber, vergoldet. Die Wandung und der Deckel mit getriebenen Noppen, graviert mit zwei Frauenköpfen und dem eines Mannes, dazwischen Blattranken. Beschau und Meistermarke IR, letztere auf Deckel, Lippe und Fuss. Auf der Unterseite ein Wappen graviert, schräg gespalten, ein Bogenschütze und ein Wolf, darüber die Initialen M.R. Ausserdem zweimal graviert 19 lot. H 17,5 cm; 335 g
10 000 – 15 000 CHF
wohl Süddeutschland, 1. Hälfte 16. Jh.
Maserholz. Silberbeschläge, vergoldet, durchbrochen mit Blattranken, Weinlaub mit Trauben, Fussrand mit Lilienblüten und getragen von drei Schildhalterlöwen. Jeweils graviert mit demselben Wappen. Innen appliziert mit einem Silbermedaillon, graviert IHTS
H 10 cm; 425 g
5 000 – 7 000 CHF
Schweiz oder Süddeutschland, 1. Hälfte 16. Jh.
Maserholz. Die Lippe, Handhabe und Fussrand aus Silber, ziseliert mit blühenden Ranken. Nicht gemarkt.
H 7,5 cm; 229 g
4 000 – 6 000 CHF
Büttenmann
wohl Zürich, 17. Jh. und später
Fruchtholz, bemalt. Bütte und Stock aus Silber, der Stand getrieben mit barocken Blumen, die Figur wohl später. Nicht gemarkt.
H 29,5 cm; 565 g
Vergleichsliteratur:
Eva-Maria Lösel, Zürcher Goldschmiedekunst, Zürich, Orell Füssli, 1983, S. 289, Nr. 500a.
3 000 – 5 000 CHF
332
Johann Kaspar FÜSSLI
1706–1782
Bildnis Caspar Bodmer – 1746
Öl auf Leinwand rückseitig bezeichnet und datiert
Der Caspar Bodmer. ward gebohren
A. 1691. zwölfter a. 1722. des Raths a. 1729. Joh: Caspar Fuessli, pinxit 1746. 92,5 × 72,5 cm
2 000 – 3 000 CHF
Büttenmann mit Hund
Schweiz, im Stil 17. Jh., wohl um 1900 Nussbaum. Silberner Fuss und Büttenrand, graviert mit blühenden Ranken, belebt von Vögeln, behangen mit acht Münzen. Innen vergoldet, der Stock aus Silber.
H 30 cm; 850 g
Vergleichsliteratur:
Hanspeter Lanz, Weltliches Silber, 2. Katalog der Sammlung des Schweizer Landesmuseum Zürich, Zürich, Schweizerisches Landesmuseum, 2001, S. 355, Nr. 941, mit Abb.
2 000 – 3 000 CHF
Büttenmädchen
Schweiz, 2. Hälfte 19. Jh. Fruchtholz. In ländlicher Tracht, silbervergoldeter Kessel auf dem Kopf. Silberner Fussring.
H 32,5 cm; 500 g
Vergleichsliteratur:
Hanspeter Lanz, Weltliches Silber, 2. Katalog der Sammlung des Schweizer Landesmuseum Zürich, Zürich, Schweizerisches Landesmuseum, 2001, S. 366, Nr. 955, mit Abb.
1 500 – 2 500 CHF
Schweiz, wohl 19. Jh. Holz. Die Bütte ausgekleidet mit Silber und vergoldet, der Stock mit Silbernägeln beschlagen. Silberner Fussring mit Akanthuslaub.
H 25,5 cm; 635 g
1 500 – 2 500 CHF
Kokosnusspokal
wohl Deutschland, um 1600
Silber, vergoldet. Meistermarke von Abraham Gessner. Die Lippe graviert mit den Initialen IK und VK und einem Mühlerad. Die Bänder scharniert an Muscheln. Auf dem Deckel ein Jagdknecht mit Spiess. Meistermarke am Deckel, Lippe und Fussrand. Österreichische Kontrollmarke.
H 26,5 cm; 325 g
8 000 – 12 000 CHF
Süddeutschland, Ende 16. Jh.
Silber, vergoldet. Der Fuss getrieben mit Früchten und zwei weiblichen und einem männlichen Kopf. Der Schaft in der Form einer Vase, die Bänder mit aufgezogenen Scheiben und Köpfen, ziseliert mit Bandelwerk und drei weiteren Köpfen. Auf dem Deckel eine weibliche Schildhalterin mit Pfeil. Die Unterseite graviert mit den Initialen H H. H 28 cm; 545 g
8 000 – 12 000 CHF
Kokosnusspokal
Süddeutschland, um 1600
Silber, vergoldet. Ziseliert mit Arabesken und erhabenen Köpfen am Fuss, vasenförmiger Schaft, Seraphimköpfe an den Bandscharnieren. Auf dem Deckel ein Eichhörnchen, Initialen HF, GV, M, wie auch Hauszeichen auf der Unterseite des Fusses.
H 26,5 cm; 555 g
5 000 – 7 000 CHF
339–343
Beckenschlägerschüssel
wohl Deutschland, 16. Jh.
339
Messing, getrieben. Spiegel mit Urnendekor. Umlaufend mit typografischem Ornament.
Ø 40 cm
200 – 300 CHF
340
Messing, getrieben. Spiegel mit Darstellung des Heiligen Georg mit Drachen. Umlauf mit typografischem Ornament.
Ø 39 cm
200 – 300 CHF
341
Messing, getrieben. Spiegel umgeben von vier stilisierten Gesichtern.
Ø 51,5 cm
300 – 400 CHF
342
Messing, getrieben. Spiegel mit Fischblasenmotiv mit zentralem EmailMedaillon, mit sich darauf befindenden feuerspeiendem Drachen. Umlaufend mit typografischem Ornament.
Ø 51,5 cm
400 – 600 CHF
343
Messing, getrieben. Fischblasenmedaillon. Umzogen von Schriftband.
Ø 49,5 cm
300 – 400 CHF
344
Los von 3 Fayence-Platten spanisch-maurisch, 16. Jh.
– Dekor mit Kupferglasur. Das Zentrum mit stilisiertem Blumendekor. Rand mit grossen Blättern in Relief und stilisiertem Blumenmotiv.
Ø 41 cm
– Dekor in Blau und Kupferglasur. Das Zentrum mit stilisiertem Blumen- und Blätterdekor. Der Rand mit einer Reihe von drei grossen stilisierten Blumen.
Ø 39,6 cm
– Dekor mit Kupferglasur. Das Zentrum mit symmetrischem Dekor aus zwei Kleeblättern und stilisierten Blumen. Der Rand mit grossen Blättern in Relief und stilisierten Blumenmotiven.
Ø 41 cm
1 500 – 2 000 CHF
wohl Schweiz, 19. Jh.
Silber, vergoldet. Spiralförmig getrieben mit Noppen, der Schaft in der Form einer Vase, hoch gewölbter Fuss. Die Unterseite graviert XXI und 216.2. Der Deckel innen appliziert mit einem Allianzwappen für Holzhalb und Meyer von Knonau, die Initialen LH und DMVK und 1601, letzteres ist sicher aus der angebenen Jahreszahl.
H 52 cm; 1030 g
Das Allianzwappen ist jenes von Leonhard Holzhalb (1553–1617) und dessen dritter Ehefrau Dorothea Meyer von Knonau. Leonhard Holzhalb ist im Historischen Lexikon beschrieben als Textilunternehmer zum Strohhof in Zürich. 1593–95 Zunftmeister zum Kämbel, 1604–09 Ratsherr, ab 1609 Bürgermeister. 1595–1601 Vogt von Kyburg. Über dreissigmal Tagsatzungsgesandter. In Opposition zu Johann Jakob Breitinger betrieb Holzhalb eine erfolgreiche, neutralitätsbestimmte Bündnispolitik. Sein Ziel war es, Zürich aus dem Krieg herauszuhalten.
4 000 – 6 000 CHF
Deutschland, 2. Hälfte 16. Jh
Silber, vergoldet. Die Fassung graviert mit einer Jagd auf Grosswild. Der Schaft in der Form eines Kriegers, gerüstet all’antica, gewölbter Fuss, getrieben mit Köpfen inmitten Bandelwerk. Fussrand markiert.
H 23 cm; 476 g
3 000 – 5 000 CHF
Drei Löffel mit weiblichen Hermen
Zürich, 17. und 18. Jh.
– Silber, vergoldet. Beschau für Zürich. Meistermarke für Hans Conrad I Locher.
L 17,3 cm; 36 g
– Silber, vergoldet. Die Unterseite der Laffe graviert mit Blattwerk. Beschau für Zürich. Meistermarke für Alexander II Kilchsperger.
L 17,3 cm; 36 g
– Silber. Die Unterseite der Laffe graviert mit Blattwerk und den Initialen H A, Beschau für Zürich. Meistermarke für Melchior I Wirth.
L 17,3 cm; 31 g
103 g (gesamt)
1 500 – 2 500 CHF
Nürnberg, 17. Jh.
Silber, vergoldet. Getrieben und ziseliert mit Medaillons, Büsten eines Cäsaren, eines Sultans und eines Zaren (?), dazwischen gerolltes Blattwerk.
Am Boden Beschau, Meistermarke und Tremolierstich. Zweimal graviert W321.
H 10 cm; 140 g
1 500 – 2 500 CHF
Schweiz, 17., 18. und 19. Jh.
– Silber, vergoldet. Apostel auf Finial, gebogener Schaft. Die Unterseite der Laffe graviert mit den Initialen HB, Lorbeerzweigen und Blumen. Beschau für Zürich. Meistermarke für Andreas Bräm.
L 16,8 cm; 32 g
– Silber und gegossen. Der Schaft in der Form einer Armbrust, darüber der Gekreuzigte inmitten eines Hirschgeweihs. Die Unterseite mit einem Wappen, wohl jenes der Capol.
L 18 cm; 71 g
– Silber. Die Unterseite der Laffe graviert mit Lilien, gebogener Schaft. Schild auf Finial, graviert mit den Initialen HRB. Beschau für Luzern, Meistermarke TLH (?).
L 15 cm; 36 g
139 g (gesamt)
1 500 – 2 500 CHF
Deutschland, frühes 18. Jh. Silber, vergoldet. Der grössere mit Kontrollmarke 12B an der Lippe. Die Unterseite gemarkt mit Beschau Q, Meistermarke ZP und klein AI. Der andere mit mattierter Wandung, wohl neu vergoldet. Unterseite mit Beschau für Augsburg, Meistermarke für Carl Schuch und Tremolierstich. H 9,7 cm sowie H 8,9 cm; 257 g (gesamt)
1 500 – 2 500 CHF
Schale mit zwei Henkeln wohl Neusohl, um 1680 Silber, vergoldet. Getrieben mit Blumen und Früchten. Lippe aussen mit Beschau und Meistermarke AK Wohl neu vergoldet. Ø 17 cm; 135 g
1 000 – 1 500 CHF
352
Golddose
Paris, 1782–89
Gold und tiefes, transluzides Email. Der Deckel eingelegt mit einem gemalten Miniaturbildnis einer jungen Dame, welche an einem Schreibtisch sitzt, die Arme verschränkt, eine runde Dose vor ihr und ein Buch. Die Lippe gemarkt unter anderem für Garantie (Widderkopf nach links) und Petite Garantie (Adlerkopf nach rechts).
6 × 7,2 × 1,8 cm; 122 g
3 000 – 4 000 CHF
wohl William South, London, um 1710
Silber. Der Deckel graviert mit einem Wappen und Flug, umrahmt von gerollten Blattkartuschen mit Raubvogelköpfen. Der Deckel wie auch der Boden gemarkt für Feinstgehalt (Lion’s head erased) und Meistermarke SO. Die Unterseite graviert Ex Dono Annae Barrett III. 9,5 × 8 × 2,5 cm; 153 g
Das grossanmutende Wappen beschrieben in englischer Sprache: Cross flory, four martlets, charged with ermine for a difference, the crest a martlet. Sehr ähnlich dem zugeschriebenen Wappen von Edward the Confessor und danach Westminster Abbey. Beigelegte Schriften schreiben diese Dose William South (1702) zu und schlagen als Träger dieses Wappens Sir William Player Brigstocke, of BrentEleigh, Lavenham in Suffolk vor.
2 500 – 3 500 CHF
354
Kleine Golddose
Österreich, um 1830
Gelb- und Rotgold. Rundum guillochiert. Der Deckel und der Boden undeutlich gemarkt. Wiener Kontrollmarke.
1,1 × 8 × 2,5 cm; 36 g
500 – 800 CHF
Paris, um 1785
Gold, guillochiert und emailliert. Der Deckel besetzt mit einer emaillierten Miniatur nach Jean Baptiste Greuze. Deckel und Boden innen gemarkt, geschlagene Nummer 2720 und appliziert mit einer Sammleretikette, nummeriert 45.
7,5 × 7,5 × 2,4 cm; 153 g
6 000 – 8 000 CHF
Grosser Anhänger im Renaissance Stil wohl 19. Jh.
Gold und Email. Mittig appliziert mit dem Heiligen Georg zu Pferd über einem Drachen, umrahmt von gedrehter Kordel. Die Fassung in Form einer quadratischen Raute. Reich besetzt mit geschliffenen Kristallen und emailliert.
7,8 × 7,5 × 2,8 cm; 63 g
5 000 – 7 000 CHF
357
Kleine Dose
Deutschland, wohl Celle, um 1730 Silber, vergoldet. Getrieben und appliziert mit acht römischen Köpfen in Profil. Die Unterseite gemarkt mit Beschau, Meistermarke ICS und Kontrollmarke, punzierte Initialen der Eigentümer J.B. und B.V.L. Gestützt von vier geschwungenen Füssen.
5,5 × 6 × 7,5 cm; 96 g
200 – 300 CHF
358
Los von drei Salzschalen von Abraham Schoenauer
Augsburg, 1570–1580
– Silber, vergoldet. Die Fahne feinst graviert mit rollendem Blattwerk, getragen von drei Seraphimfüssen, deren zwei ergänzt in Messing. Die Unterseite mit Augsburg Beschau, Meistermarke AS und Tremolierstich.
Ø 8 cm
– Silber, vergoldet. Nicht gemarkt. Ø 7,6 cm
– Silber, vergoldet. Nicht gemarkt. Ø 7,6 cm
164 g (gesamt)
1 500 – 2 500 CHF
nach Kupferstichen von Matthäus Merian (1593–1650) und Vorlage von Anton Sohn (1769–1841), Abformung 2. Hälfte 19. Jh.
Vollständige Serie.
Terrakotta, originale farbige Öl–Fassungen sowie mit Beschriftung jeweils auf Papierstreifen.
Insgesamt 43 Figuren, wobei der Tod mit Papst in zweifacher Ausführung vorhanden ist.
Unter anderem mit folgenden Figuren: Tod mit Herzogin, Prediger auf der Kanzel, Beinhaus, Tod mit Blindem, Tod mit Juden, Tod mit dem Heiden, Tod mit der Heidin, Tod mit Koch, Tod mit Bauer, Tod mit Edelmann, Tod mit Edelfrau, Tod mit Kaufmann, Tod mit Äbtissin, Tod mit Krüppel, Tod mit Waldbruder, Tod mit Jüngling,
Tod mit Wucherer, Tod mit Jungfrau, Tod mit Papst (2x), Tod mit Kaiser, Tod mit Kaiserin, Tod mit König, Tod mit Königin, Tod mit Kardinal, Tod mit Bischof, Tod mit Herzog, Tod mit Graf, Tod mit Abt, Tod mit Ritter, Tod mit Jurist, Tod mit Ratsherr, Tod mit Chorherr, Tod mit Doktor, Tod mit Kirbepfeifer, Tod mit Herold, Tod mit Schultheiss, Tod mit Blutvogt, Tod mit Narr, Tod mit Krämer, Adam und Eva, Tod und Maler, Tod und Malerin. max. H 15 cm
Vergleichsliteratur:
Wilfried Seipel, Das Weltbild der Zizenhausener Figuren, Konstanz, Verlag Friedr. Stadler, 1984, S. 58–88.
8 000 – 12 000 CHF
360
Platte mit Füssen wohl Genua, um 1770
Silber. Graviert mit dem Wappen der Escher vom Luchs und Motto In Spe, et Amore, darunter die Inschrift Juncker Hans Caspar Escher des grossen Raths Löblicher Statt Zuerich / und derzeit Landtvogt der Herrschaft Knonauw, und des Freienambts. 1743. Getragen von drei Löwentatzen. Gravur und Löwentatzen später.
30 × 30 × 4,7 cm; 700 g
200 – 300 CHF
361
Jagdbecher aus dem Atelier Bossard
Luzern, datiert 1890
Silber, vergoldet. Getrieben mit rollendem Blattwerk, belebt von Hubertus, Jägern und Grosswild. Die Lippe gemarkt mit Beschau, Meistermarke und Jahr.
4 × 14,5 × 6,5 cm; 69 g
Vergleichsliteratur: Eva-Maria Preiswerk-Lösel, Hanspeter Lanz und Jürg A. Meier, Bossard Luzern 1868–1997, Gold- und Silberschmiede, Kunsthändler, Ausstatter, Zürich, Schweizerisches Nationalmuseum, 2023, S. 431, Nr. 14, mit Abb.
800 – 1 200 CHF
362
Grosse Kaffeekanne
Nürnberg, um 1760
Silber, getrieben, godroniert und graviert. Der Deckel seitlich scharniert, der Knauf in der Form von Früchten. Handhabe aus ebenisiertem Holz. Fussrand mit Beschau, Meistermarke und Tremolierstich.
H 27,4 cm; 652 g
1 200 – 1 800 CHF
363
Schweizer Schule
19. Jh.
Los von zwei Miniaturen
Aquarell auf Papier
Ø 7,5 cm (oval)
Es handelt sich um Heinrich und Louise Bodmer zur Arch.
400 – 600 CHF
364
Los von 8 breiten Silbermedaillen Zürich, 1989
W. Mayer. Auf den 500. Todestag des Bürgermeisters Hans Waldmann. Herausgegeben vom Zentralkomitee der Zünfte Zürichs.
IN MEMORIAM – DIE ZÜRCHER ZÜNFTE –Hans Waldmann Bürgermeister von Zürich. Brustbild Waldmanns fast von vorne // Waldmann stehend von vorne mit Fahne neben behelmtem Wappen, zu den Seiten Wappen auf Podest zwischen aufsteigendem Lorbeer- und Eichenzweig.
Ø 6,9 cm (8); 1 220 g (gesamt)
700 – 900 CHF
365
Kleine heraldische Dose
Schweiz, 18. Jh.
Silber. Der Deckel und Boden fein graviert mit einem Wappen und Flug, ein Hauszeichen auf Dreiberg und begleitet von drei Sternen. Nicht gemarkt.
Ø 5,1 cm; 35 g
600 – 900 CHF
366
Zwei heraldische Becher mit Etui 19. Jh.
Glas. Die Wandung graviert mit dem Wappen Bodmer und Ott, der Fuss facettiert. Das Etui trägt die Initialen
JB und CEO
H 14 cm (2) (Becher); 15 × 17,7 × 9 cm (Etui)
200 – 300 CHF
367
Teller mit Sternzeichen aus dem Atelier Bossard Luzern, 20. Jh.
Silber. Fahne getrieben mit den zwölf Tierkreiszeichen. Unterseite gemarkt mit Meistermarke und 925 Ø 28,2 cm; 675 g
250 – 350 CHF
Serie von zwölf Setztellern aus dem Atelier Souche Laparra
Paris, um 1930
Silber. Die Fahne jeweils getrieben und ziseliert mit Vögeln. Meistermarke
SL, einen Baumstrunk flankierend, Qualitätsmarke.
Ø 28 cm (12); 7 800 g (gesamt)
8 000 – 12 000 CHF
369
Zwei Servierlöffel von Mikhail Fyodorovich Sokolov
St. Petersburg, datiert 1895 und 1896
Silber, vergoldet. Emailliert mit blühenden Pflanzen, gemarkt mit Meistermarke, Assay und Feingehalt. Zusätzlich fein gravierte Nummer, mit zugehöriger Schachtel, bezogen in Leder. Appliziert mit den Initialen EG in Silber, innen mit dem Stempel für Fabergé in Moskau und St. Petersburg.
L 18,5 cm (2); 108 g (gesamt)
2 500 – 3 500 CHF
370
Schöpflöffel aus der Werkstatt von Peter Carl Fabergé
Russland, Anfang 20. Jh.
Silber, vergoldet. Die Laffe aussen emailliert in Weiss und Rot mit einem stilisierten Blattfries. Elegante Handhabe gebogen. Meistermarke K.Faberge und Kokoshnik 88, leicht graviert 10401. Das Ende appliziert mit Cabochon Granat und emailliert.
L 26,5 cm; 204 g
1 500 – 2 500 CHF
371
Ei auf Stand um 1900
Gold emailliert. In hellem Gelb auf Guillochegrund, bemalt mit Rosen, Musikinstrumenten, Pfeilbogen und Künstlerpalette, von blauen Bändern hängend und umrahmt. Die vier erhabenen
Bänder eingelegt mit Diamanten und Saphiren. Innen gefüttert in Wildleder. Die Lippe markiert CIF. Qualitätsmarke 750 und EM. Der Stand auf drei Beinen en suite, ebenfalls gemarkt.
H 11,8 cm (gesamt); H 9,5 cm (Ei); 295 g
6 000 – 9 000 CHF
372
Frankreich / Schweiz 19. Jh.
Los von zwei Wappenschildern
– Familie von Berry und Dauphin von Frankreich Holz, geschnitzt und gefasst 51,5 × 37 cm (oval)
– Christoph Blarer von Wartensee (1542–1608), 1577 Fürstbischof von Basel Holz, geschnitzt und gefasst 56,5 × 47 cm (oval)
400–600 CHF
373
Schweizer Schule 19. Jh.
Los von zwei Porträts
- Bildnis der Agata Huber Öl auf Holz unten bezeichnet Agata Hueberin geborene Kreidenmann ihres alters 26 A: 1553. 21,5 × 15 cm
- Bildnis des Johannes Oswald Huber Öl auf Holz unten bezeichnet Johannes Oswald Huber, seines alters 33 Jahr. A. 1553. 21,5 × 15 cm
300 – 400 CHF
nach Jacques Callot 1592–1635
14 Figuren aus der Commedia dell’Arte
Aquarell und Tusche auf Papier
max. 30 × 21 cm (Lichtmass) (14)
400 – 600 CHF
375
Nicholas POCOK
1740–1821
Los von fünf Ansichten (wohl) Antigua
- Ansicht auf Windmühlen und Pferdegespann
Aquarell auf Papier unten rechts signiert und unleserlich datiert N Pocok
9 × 17,5 cm (Lichtmass)
- Landschaft mit zwei Feldarbeitern, 1809
Aquarell auf Papier unten rechts signiert und datiert N Pocok 1809
9 × 17,5 cm (Lichtmass)
- Meer mit Gebirge
Aquarell auf Papier unten rechts signiert und unleserlich datiert N Pocok 180? 10,2 × 17,6 cm (Lichtmass)
- Dorfansicht mit Maler im Vordergrund Aquarell auf Papier unten rechts monogrammiert NP 9 × 17,5 cm (Lichtmass)
- Weite bergige Landschaft Aquarell auf Papier 10,3 × 17,5 cm (Lichtmass)
1 000 – 1 500 CHF
Bedeutende Jardinière
«aux lions de Zurich» aus dem Atelier Bossard Luzern, 1892
Silber. Markant geschweifte Ovalform mit mehrfach profiliertem Rand und Henkeln in Form von Kohlköpfen, die Wandung mit Wappen der Familie Bodmer, umgeben von Zürcher Löwen, auf feinen, vegetativen Füssen, mit Meistermarke 26 × 57,5 × 33,8 cm; 6 263 g
Literatur:
Eva-Maria Preiswerk-Lösel, Hanspeter Lanz und Jürg A. Meier, Bossard Luzern 1868–1997. Gold- und Silberschmiede, Kunsthändler, Ausstatter, Zürich, Schweizerisches Nationalmuseum, 2023, S. 469, Nr. 67, mit Abb.
Die hier angebotene, hochbedeutende und die grossbürgerliche Repräsentationslust manifestierende Jardinière offenbart sowohl die Qualität und künstlerische Potenz des Gold- und Silberschmieds, Kunsthändlers und Ausstatters J.K. Bossard, als auch die eklektische Formensprache des Historismus; die Verbindung von Formen aus der Vergangenheit zu einem «neuen Ganzen». Bei der hier angebotenen Jardinière war eine Zeichnung des Pariser Goldschmieds P. E. Buron aus der Epoche von Louis XV und mit den Wappen der Braganza
Inspiration für diese Schöpfung, welche am 19. Januar 1893 an Elisabeth Henriette Bodmer-Pestalozzi geliefert und in deren Bestellbuch verzeichnet wurde. Die Füsse in der Form von Stangensellerie wurden nach dem Model von Edme-Pierre Balzacs berühmten Penthièvre-Orléans Silberservice geformt.
Im Ateliernachlass der Familie Bodmer befinden sich eine Entwurfszeichnung für die hier angebotene Jardinière (Inventar–Nr. SNM, LM 180828.40) sowie die Zeichnung einer grossen Deckelschüssel mit den Wappen der Familie Bodmer (Inventar–Nr. SNM, LM, 180835.28). Siehe hierzu der erwähnte Ausstellungskatalog, S. 469.
20 000 – 30 000 CHF
Henri de TOULOUSE-LAUTREC 1864–1901
La Passagère du 54 ou Promenade en Yacht – 1895
Lithografie unten links signiert, nummeriert und Monogramm-Stempel H TLautrec n° 29 61 × 44,7 cm (Stein)
Provenienz: Hans Fehr, Nehrensheimer
Werkverzeichnisse: Adriani, Nr. 137.II. Wittrock, Nr. P20.II. 20 000 – 30 000 CHF
Henri de TOULOUSE-LAUTREC
1864–1901
Mademoiselle Pois Vert – 1895
Lithografie unten rechts Monogramm–Stempel unten links im Stein monogrammiert 18,7 × 19 cm (Stein)
Provenienz: Hans Fehr, Nehrensheimer
Werkverzeichnisse: Adriani, Nr. 141. Wittrock, Nr. 122. 2 000 – 3 000 CHF
Henri de TOULOUSE-LAUTREC
1864–1901
Miss Ida Heath, danseuse anglaise – 1894
Lithografie
unten rechts Monogramm-Stempel oben links im Stein monogrammiert rückseitig bezeichnet Miss Ida Heath 36,4 × 26,4 cm (Stein)
Provenienz: Hans Fehr, Nehrensheimer Werkverzeichnisse: Adriani, Nr. 99. Wittrock, Nr. 64.
2 000 – 3 000 CHF
Pierre-Auguste RENOIR
1841–1919
Paysage de Cagnes – um 1895
Öl auf Leinwand unten links signiert Renoir. 22,9 × 32,7 cm
Provenienz:
Ambroise Vollard, Paris (vor 1919 direkt beim Künstler erworben)
Galerie Mouradian et Vallotton, Paris
Galerie Paul Vallotton, Lausanne (1939 bei obiger Galerie erworben, als Petit paysage de Cagnes)
Galerie Aktuaryus, Zürich (ab 1940) Privatsammlung Privatsammlung, Zürich (vermittelt durch die Galerie Fritz und Peter Nathan, Zürich)
Ausstellung:
Catalogue de l’Exposition d’Art Français, 28.1.– 28.2.1940, Nr. 51.
Literatur:
Ambroise Vollard, Tableaux, pastels et dessins de Pierre-Auguste Renoir, Vol. I, Paris, Ambroise Vollard, 1918, S. 104. Nr. 417, mit Abb (als Paysage).
Ambroise Vollard, Pierre-Auguste Renoir, Paintings, Pastels and Drawings, Tableaux, pastels et dessins, rev. Édition, Paris, Ambroise Vollard, 1918, San Francisco, Alan Wofsy Fine Arts, 1989, S. 104, Nr. 417, mit Abb. (als Paysage).
Guy Patrice Dauberville und Michel Dauberville, Renoir, Catalogue Raisonné des tableaux, pastels, dessins et aquarelles, 1882–1894, Paris, Édition Bernheim-Jeune, 2009, S. 47, Nr. 761 (als Paysage).
Elisabeth Eggimann Gerber, Jüdische Kunsthändler und Galeristen, Eine Kulturgeschichte des Schweizer Kunsthandels mit einem Porträt der Galerie Aktuaryus in Zürich, 1924–46, Köln, Böhlau Verlag, 2021, S. 282, Fig. 42.
Das Werk wird vom Wildenstein Plattner Institut, Paris, in das sich in Vorbereitung befindende digitale Werkverzeichnis der Werke von PierreAuguste Renoir aufgenommen. Eine Echtheitsbestätigung vom Wildenstein Plattner Institut, New York, vom 4.12.2024 liegt vor.
150 000 – 200 000 CHF
Auch wenn der Neoimpressionismus auf relativ rigiden Theorien beruht, entwickelte sich diese Kunstrichtung ab ihrer Gründung durch Seurat und Signac in den frühen 1880er Jahren durchaus auch weiter. Die beiden Ansichten von Antibes sind ein wunderbares Zeugnis davon und bieten einen besonderen Einblick in Signacs Schaffen: Nach dem Tod von Georges Seurat im Jahr 1891 führte dieser zunehmend eine gewisse malerische Freiheit in sein Werk ein. Sein Duktus wurde spontaner, seine Pinselstriche grösser. Gleichzeitig wandte er sich der Aquarelltechnik zu, was keine Rückkehr, aber eine erneute Auseinandersetzung mit dem Pleinairismus bedeutete. Unter diesem Gesichtspunkt sind unsere beiden Bilder zu betrachten. Die berühmte, klassische Ansicht von Antibes wird in mosaikartige Farbstrukturen aufgelöst. Der Standort des Malers befindet sich entweder in Richtung Cap d’Antibes, oder aber auf dem Meer, da der Künstler leidenschaftlicher Segler war und eine kleine Jacht besass, mit der er an den verschiedenen französischen Küsten entlangfuhr. Das Format spricht für die Theorie, dass die beiden Werke vor Ort, pleinair entstanden sind. Die Stimmung
und damit die Farbigkeit ändert sich vom milden Morgenlicht in sanften Blau, Violett und Rosatönen um «7h matin», zum Morgenrot um «8h Matin», welches die Mauern der Grimaldiburg gleissen lässt. Der Künstler wurde sicherlich von Claude Monet, einem seiner engen Freunde und dessen berühmten
Serien der Kathedrale von Rouen und den «Meules» dazu inspiriert, das Tageslicht auf diese Weise zu exerzieren. Die Tatsache, dass wir zwei Werke einer Serie anbieten können, kann mit einer kleinen Sensation gleichgesetzt werden.
Neben dem kunsthistorischen Stellenwert der Bilder, können wir diese aber auch als eine herrliche Hommage des Künstlers an Südfrankereich und dessen Licht sehen. 1892 hatte er St. Tropez entdeckt, wo er fünf Jahre später die Villa la Hune kaufte, welche zum Zentrum für eine nächste Generation von Künstlern wie Henri Matisse oder Maurice Denis werden sollte.
Die Provenienz mit Ludwig von Hoffmann, dem bekannten Künstler und Kunstpolitiker als erstem Besitzer der Gemälde ist ein schönes Beispiel für den Einzug der Moderne in Deutschland und ergänzt die Einzigartigkeit dieser Bilder.
Même si le néo-impressionnisme repose à l’origine sur des théories relativement strictes, ce mouvement artistique a évolué depuis sa création par Seurat et Signac au début des années 1880. Les deux vues d’ Antibes en sont un magnifique témoignage et offrent un aperçu particulier de l’œuvre de Signac. Après la mort de Georges Seurat en 1891, celui-ci fit progressivement preuve d’une plus grande liberté picturale. Sa touche devint plus spontanée, ses coups de pinceau plus larges. Parallèlement, il se tourne vers la technique de l’aquarelle, ce qui ne signifie pas un retour, mais une nouvelle confrontation avec le pleinairisme. C’est sous cet angle qu’il faut considérer nos deux tableaux. La vue de la ville d’ Antibes est dissoute dans des structures colorées en forme de mosaïque. L’emplacement du peintre se trouve soit vers le Cap d’ Antibes, soit en mer. On sait en effet que l’artiste était un passionné de voile et possédait un petit yacht avec lequel il longeait les différentes côtes françaises. Le format plaide en faveur de la théorie selon laquelle les deux œuvres ont été réalisées sur place, en plein air. L’atmosphère et les couleurs changent, passant d’une lumière matinale aux douces nuances de bleu, de violet et de rose vers 7h du matin, au lever du soleil vers 8h, qui fait scintiller les murs du château
Grimaldi. L’ artiste s’est certainement inspiré de Claude Monet, un de ses amis proches, et de ses célèbres séries de la cathédrale de Rouen et des Meules dans lesquelles il a étudié l’effet de la lumière de cette manière. Outre l’importance de ces tableaux pour l’histoire de l’art, nous pouvons également les considérer comme un magnifique hommage de l’artiste au sud de la France et à sa lumière. En 1892, il avait découvert Saint-Tropez, où il acheta cinq ans plus tard la Villa la Hune, qui allait devenir un lieu de réunion pour une nouvelle génération d’artistes comme Henri Matisse ou Maurice Denis.
Notons enfin, pour relever l’importance de ces deux tableaux, que nous avons la chance de les présenter dans une même vacation, qu’ils ont été acquis à l’origine par Ludwig von Hoffmann, artiste germanique de renom, et qu’ils témoignent de l’arrivée de l’art moderne français en Allemagne.
381
Paul SIGNAC
1863–1935
Antibes. 7 h. Matin – 1903 Öl auf Leinwand auf Karton unten rechts signiert und datiert P. Signac 03 25,5 × 34,5 cm
Provenienz:
Prof. Ludwig von Hofmann, Dresden Galerie Tannhauser, Berlin Privatbesitz, Schweiz Auktion Sotheby’s, New York, 18.4.1951, Los 234 (als Antibes 7 h) Otto Kallir, New York
Galerie Matthiesen, Genf Peter Nathan, Zürich
Ausstellungen:
Exposition Paul Signac, Paris, Galerie Druet, 13.– 31.12.1904, Nr. 21 (als Antibes. Belle journée de Février, 7 h matin).
Weimar, Museum, 1905, Nr. 72–77 (als Antibes, un joli jour en février).
Literatur: Paul Signac, Cahier manuscrit (Werkverzeichnis des Künstlers) (als Panneaux Antibes).
Gaston Lévy und Paul Signac, Pré-Catalogue, ca. 1929–32, Nr. 330bis (als Antibes 7 h Matin), mit Abb. Françoise Cachin, Signac, catalogue raisonné de l’œuvre peint, Paris, Éditions Gallimard, 2000, S. 260, Nr. 391, mit Abb. 80 000 – 120 000 CHF
Paul SIGNAC
1863–1935
Antibes. 8 h. Matin – 1903
Öl auf Leinwand auf Karton unten rechts signiert und datiert
P. Signac 03 25,5 × 34,5 cm
Provenienz:
Prof. Ludwig von Hofmann, Dresden Galerie Tannhauser, Berlin Privatbesitz, Schweiz
Auktion Sotheby’s, New York, 18.4.1951, Nr. 234 (fälschlicherweise als Antibes 7 h)
Galerie Matthiesen, Genf (1956)
Peter Nathan, Zürich
Ausstellungen:
Exposition Paul Signac, Paris, Galerie Druet, 13.– 31.12.1904, Nr. 21 (als Antibes. Belle journée de Février, 8 h matin).
Weimar, Museum, 1905, Nr. 72–77 (als Antibes, un joli jour en février).
Literatur:
Paul Signac, Cahier manuscrit (Werkverzeichnis des Künstlers) (als Panneaux Antibes).
Gaston Lévy und Paul Signac, Pré-Catalogue, ca. 1929–32, Nr. 330ter (als Antibes 8 h Matin), mit Abb. Françoise Cachin, Signac, catalogue raisonné de l’œuvre peint, Paris, Éditions Gallimard, 2000, S. 260, Nr. 392, mit Abb.
100 000 – 150 000 CHF
383
Pablo PICASSO 1881–1973
Au cirque – 1905/06
Kaltnadelradierung
22 × 14 cm (Platte)
Werkverzeichnisse:
Bloch, Nr. 9.
Baer, Nr. 11.
Aus der 14-teiligen La suite des Saltimbanques. Eines von 250 Exemplaren.
2 000 – 3 000 CHF
384
Pablo PICASSO 1881–1973
L’abreuvoir – 1905
Kaltnadelradierung
11,8 × 18,5 cm (Platte)
Werkverzeichnisse:
Baer, Nr. 10.
Bloch, Nr. 8.
Aus der 14-teiligen La suite des Saltimbanques. Eines von 250 Exemplaren.
1 000 – 1 500 CHF
Paul SIGNAC
1863–1935
Annecy – um 1920
Aquarell über Kohle auf Papier unten links signiert und bezeichnet
P. Signac Annecy 26 × 37,5 cm
Ein Zertifikat von Marina Ferretti vom 3.12.2024 liegt vor.
12 000 – 16 000 CHF
Egon SCHIELE
1890–1918
Rückenakt eines Knaben mit blauem Tuch – 1910
Aquarell und schwarzer Farbstift auf Papier rechts der Mitte monogrammiert und datiert S.10. 45,5 × 30,5 cm
Provenienz:
Helmut Weiss, Deutschland
Ausstellung:
Österreichische Aktzeichnungen von Klimt bis heute: Im Gedenken an Herbert Boeckl, Wien, Secession, 1969, Nr. 64.
Literatur:
Jane Kallir, Egon Schiele, The complete works, New York, Harry N. Abrams, 1990, S. 399, Nr. 447.
400 000 – 600 000 CHF
«Ich bin bis März den Weg von Klimt gegangen. Heute bin ich, glaube ich, sein Gegenteil»
Egon Schiele
Das 1910 entstandene Werk fällt in eine Zeit radikaler stilistischer Entwicklung in Schieles Schaffen: die komplette Befreiung von seinem Mentor Gustav Klimt hin zu einer eigenen, expressiven Bildsprache. Schiele selbst beschrieb diese Metamorphose in einem Brief aus demselben Jahr «Ich bin bis März den Weg von Klimt gegangen. Heute bin ich, glaube ich, sein Gegenteil».
Das vorliegende Werk, das den Höhepunkt dieser Experimente anzeigt, verbindet die intensive Beobachtung der menschlichen Figur mit der einzigartigen, ausdrucksstarken Form der Stilisierung des Künstlers zu einer dynamischen, im wahrsten Sinne unter die Haut gehenden Darstellung des Körpers. Obwohl der Künstler hier erst zwanzigjährig ist, beginnt an diesem Punkt seine Reifezeit. Rückenakt eines Knaben ist ein Werk von vollendeter Eigenständigkeit und auch wenn der Begriff des «Genies» mit grösster Vorsicht zu verwenden ist, bei Schiele ist er wohl angebracht. Was wir sehen, ist eine nie dagewesene Betonung der Ausdrucksmöglichkeiten von Kontur und Pinselführung. Schiele
füllt den Rahmen seiner fiebrigen Linien mit lasierenden Farben und setzt den Pinsel ein, um Masse, Textur und ein Gefühl von Lebendigkeit zu erzeugen, wobei er subtile Farbübergänge sowie NassinNassEffekte erzielt. Die Formen, besonders auffällig in der Wiedergabe des Stoffes und der Haut des jungen Menschen, werden durch die Bewegungen der Farbe definiert und verleihen eine pulsierende Lebendigkeit. Wie bei den meisten seiner Figuren entspricht der hagere und knochige Körper der Physiognomie des Künstlers selbst und ist Sinnbild für die Verletzlichkeit menschlichen Daseins. Schieles Akte und Halbakte stehen im Zentrum seiner Arbeit und sind Obsession und Elixier seiner kurzen Schaffenszeit. Jugendliche tauchen in Schieles Werk zwischen 1910 und 1911 immer wieder auf. Sie waren nicht nur bereit, für deutlich weniger Geld zu posieren als professionelle Künstler, sondern, was für Schiele vielleicht noch wichtiger war, sie hatten auch eine gewisse Lässigkeit und Ungezwungenheit, die es ihm ermöglichte, die menschliche Natur zu erforschen.
The work, created in 1910, falls within a period of radical stylistic development in Schiele’s work: the complete liberation from his mentor Gustav Klimt towards his own expressive imagery. Schiele himself described this metamorphosis in a letter written that same year: “Until March, I followed Klimt’s path. Today, I believe I am his opposite.”
The present work, which marks the culmination of these experiments, combines intense observation of the human figure with the artist’s unique, expressive stylization into a dynamic, literally visceral representation of the body. Although the artist was only twenty years old at the time, this was the beginning of his maturity. The Back View of a Boy is a work of complete independence, and although the term “genius” should be used with great caution, it is certainly appropriate in Schiele’s case.
What we see is an unprecedented emphasis on the expressive possibilities of contour and brushwork. Schiele fills the frame with his feverish lines and glazing colors, using the brush to create mass, texture and a sense of vibrancy, achieving subtle color transitions and wet-on-wet effects. The forms,
particularly striking in the rendering of the young man’s fabric and skin, are defined by the movements of the paint and give a pulsating liveliness. As with most of his figures, the gaunt and bony body corresponds to the physiognomy of the artist himself and is emblematic of the vulnerability of human existence. Schiele’s nudes and semi-nudes are at the center of his work and are the obsession and elixir of his short career.
Adolescents appear repeatedly in Schiele’s work between 1910 and 1911. Not only were they willing to pose for considerably less money than professional artists, but perhaps more importantly for Schiele, they had a certain casualness and informality that allowed him to explore human nature.
Alexej von Jawlenskys 1910 gemalte rote Wolke beschreibt den Kulminationspunkt seines Schaffens. Er selbst hat dies in seinen Memoiren wie folgt festgehalten: «Es war in diesen Jahren, bis zum Ausbruch des Krieges 1914, dass ich meine bedeutendsten Werke gemalt habe …»
Jawlensky liess sich zu Beginn seiner künstlerischen Karriere –die zunächst mit einer klassischen Ausbildung bei Ilya Repin begann –von verschiedenen Gruppierungen wie den Nabis oder den Fauvisten inspirieren. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Marianne von Werefkin pflegte er seit 1897 eine enge Bekanntschaft zu Wassily Kandinsky. Mit ihm und Gabriele Münter verbrachte er in späteren Jahren auch einige Zeit in Murnau, wo mit grosser Wahrscheinlichkeit unser Gemälde entstanden ist.
Die rote Wolke gilt als Vorzeigebeispiel für die Landschaften, die er um 1910 kreiert hat: In überragender Weise und mit
reduzierten Mitteln ist es ihm gelungen, die Darstellung der Landschaft, der Berge und des Himmels auf den Träger zu bringen. Jawlensky übernahm die von der ihm nahestehenden Gruppierung der Blaue Reiter konzipierte Kunstauffassung, dass es in der Kunst weniger um die getreue Nachahmung der Natur geht, sondern vielmehr um die Darstellung des Inhalts und des Abstrakten. Übrig blieben Werke, die befreit von allen überflüssigen Formen waren und sich stattdessen auf das Nötigste fokussierten.
Die Wichtigkeit, die dieses Werk in Jawlenskys Œuvre einnimmt, zeigt sich an der Widmung auf der Rückseite an seine langjährige Freundin, Wegbegleiterin und am Ende auch Pflegerin, Lisa Kümmel. Da er sie erst 1927 kennenlernte, ist anzunehmen, dass sich das Werk bis mindestens zu diesem Zeitpunkt in seinem Besitz befand und er sich dann bewusst für die Weitergabe an Lisa Kümmel entschieden hat.
Alexej von Jawlensky’s Red Cloud painted in 1910 marks the culmination of his creative work. He himself described it in his memoirs as follows: “It was during these years, until the outbreak of the war in 1914, that I painted my most important works ...”
At the beginning of his artistic career, Jawlensky – who initially received a classical education under Ilya Repin – was inspired by various groups, such as the Nabis and the Fauves. Together with his partner Marianne von Werefkin, he had been close friends with Wassily Kandinsky since 1897. He also spent some time with him and Gabriele Münter in Murnau in later years, where our painting was most likely created.
The Red Cloud is considered a prime example of the landscapes he created around 1910: in an outstanding way and with reduced means, he succeeded in bringing the representation of the landscape, the mountains and the sky onto the canvas. Jawlensky adopted the artistic
concept of the Blaue Reiter group, which was close to him, that art is less about the faithful imitation of nature than about the representation of content and the abstract. What remained were works that were freed from all superfluous forms and instead focused on the bare essentials.
The importance of this work in Jawlensky’s œuvre is evident from the dedication on the back to his long-standing friend, companion and, in the end, carer, Lisa Kümmel. Since he only met her in 1927, it can be assumed that he had owned the work at least until that time and then consciously decided to give it to Lisa Kümmel.
Alexej von JAWLENSKY 1864–1941
Rote Wolke – 1910
Öl auf Karton unten links signiert A. Jawlensky rückseitig signiert, datiert und bezeichnet A. Jawlensky 1910. Eine rote Wolke für rote schöne Lisa A. Jawlensky. 33 × 42,5 cm
Provenienz:
Geschenk des Künstlers an Lisa Kümmel, Wiesbaden Privatbesitz, Deutschland (durch Erbschaft)
Auktion Christie’s London, 7.10.1999, Los 59
Literatur:
M. Jawlensky, L. Pieroni-Jawlensky und A. Jawlensky, Alexej von Jawlensky, Catalogue raisonné of the oil paintings, 1890–1914, Vol. I, London, 1991, S. 272, Nr. 348, mit Abb.
300 000 – 500 000 CHF
«Es war in diesen Jahren, bis zum Ausbruch des Krieges 1914, dass ich meine bedeutendsten Werke gemalt habe …»
Alexej von Jawlensky
388
Raoul DUFY 1877–1953
Le bouquet de chrysanthèmes – 1942
Aquarell auf Papier unten rechts signiert Raoul Dufy 49 × 64 cm
Provenienz:
Perls Galleries, New York Privatsammlung, Schweiz
Literatur: Fanny Guillon–Laffaille, Raoul Dufy, Catalogue raisonné des aquarelles, gouaches et pastels, Vol. II, Paris, Éditions Louis Carré & Cie, 1982, S. 108, Nr. 1353, mit Abb. 20 000 – 30 000 CHF
Emil Noldes Aquarelle, die er ab Beginn seiner Karriere malte, gehören heute zu den bekanntesten und beliebtesten Werken dieser Maltechnik. Es ist besonders interessant, dass bei Emil Nolde das Aquarell der Ölmalerei gleichranging, wenn nicht sogar wichtiger als diese war. Spannend ist das Aquarell als Medium, da es einerseits grosse Freiheit lässt, jedoch ebenfalls praktisch jegliche Möglichkeit der Korrektur verhindert.
Das wohl aus dem Jahr 1910 stammende Werk Schiffe an der Pier im Hamburger Hafen zeigt wunderbar die Symbiose von Meer und Himmel, die er auch noch wesentlich später immer wieder als Stilmittel eingesetzt hat. Die schwarzen Rauchfahnen der Dampfer verflüchtigen sich im Himmel und umgekehrt spiegeln sich die Boote und die Sonne in der Meeresoberfläche. Sie erinnern ausserdem an die japanische Tuschpinselmalerei, die er seit 1904 mit grossem Interesse kennengelernt hatte. Viele Elemente dieser Malerei hat er adaptiert und insbesondere in den Hamburger Hafenbildern angewandt.
Neben Noldes Auseinandersetzung mit dem Meer sind seine Blumenaquarelle ein bedeutender Bestandteil seiner Zuwendung zur Natur. Es ging dem Künstler bei seinen nicht nur um die rein bildliche Überlieferung, sondern ebenso um den schöpferischen Akt, den er beim Malen übertrug. Er versuchte das innere Wesen einer Landschaft, der Natur oder des Meeres wiederzugeben und bediente sich dabei der Farbe als Ausdrucksmittel. Sie sollte durch ihn als Maler auf dem Bildträger etwas erschaffen, gleich der Natur, die alles erschuf.
Die Blumenaquarelle haben immer einen ähnlichen Aufbau und lassen die Blumen aus Nahansicht einer Sorte zuordnen. Nolde schaffte es durch verschieden dicke Schichten der Aquarellfarbe, eine Tiefe im Bild zu erschaffen, die der Dreidimensionalität nahekommt. Er malte sehr nass und mischte Farben, indem er zuerst die eine Farbe auftrug und dann mit der anderen darüber malte. Diese Malweise verschafft Noldes Aquarellen eine ganz besondere und einzigartige Leichtigkeit und Leuchtkraft.
Emil Nolde’s watercolors, which he painted from the beginning of his career, are now among the most famous and popular works in this painting technique. It is particularly interesting that for Emil Nolde, watercolor painting was on a par with oil painting, if not more important than it. Watercolors are an exciting medium because, on the one hand, they allow great freedom but, on the other hand, practically eliminate any possibility of correction.
The work Ships at the Pier in the Port of Hamburg, probably from 1910, wonderfully shows the symbiosis of sea and sky that he used again and again as a stylistic device even much later. The black plumes of smoke from the steamers disappear into the sky and, conversely, the boats and the sun are reflected on the surface of the sea. They are also reminiscent of Japanese brush and ink painting, which he had become familiar with since 1904 and found very interesting. He adapted many elements of this style of painting and used them in particular in his Hamburg harbor scenes.
In addition to Nolde’s engagement with the sea, his watercolors of flowers are an important part of his
devotion to nature. The artist was not only concerned with purely pictorial tradition, but also with the creative act that he conveyed through painting. He tried to convey the inner essence of a landscape, nature or the sea, using color as a means of expression. Through him as a painter, it was to create something on the picture surface, like nature that created everything.
The flower watercolors always have a similar structure and allow the flowers to be identified from a closeup view. Nolde managed to create a sense of depth in the picture that comes close to three-dimensionality by using layers of watercolor paint of varying thicknesses. He painted very wet and mixed colors by first applying one color and then painting over it with the other. This painting technique gives Nolde’s watercolors a very special and unique lightness and luminosity.
Emil NOLDE
1867–1956
Schiffe an der Pier im Hamburger Hafen – 1910
Aquarell auf Japanpapier unten rechts signiert Nolde. 34,1 × 47,3 cm
Provenienz: Fetscherin, München
Eine Bestätigung der Nolde Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde vom 28.10.2024, dass das Werk in ein künftiges Werkverzeichnis der Aquarelle und Zeichnungen von Emil Nolde aufgenommen wird, liegt vor.
Das Werk ist in der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde unter der Nummer Reg.–Nr. Fr.A.3870 registriert.
80 000 – 120 000 CHF
1867–1956
Rote Amaryllis und gelbe Tulpen
Aquarell auf Japanpapier unten rechts der Mitte signiert Nolde. 33,6 × 47,2 cm
Provenienz:
Auktion Gutekunst & Klipstein, Bern, 5.– 7.6.1957, Los 549
Eine Bestätigung der Nolde Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde vom 28.10.2024, dass das Werk in ein künftiges Werkverzeichnis der Aquarelle und Zeichnungen von Emil Nolde aufgenommen wird, liegt vor.
Das Werk ist in der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde unter der Nummer Reg.–Nr. Fr.A.1075 registriert.
60 000 – 80 000 CHF
Emil NOLDE
1867–1956
Tulpen und Iris – nach 1945
Aquarell auf Japanpapier unten links signiert Nolde. rückseitig Sammlungs–Stempel m 16 34,1 × 47,3 cm
Provenienz: Fetscherin, München
Eine Bestätigung der Nolde Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde vom 28.10.2024, dass das Werk in ein künftiges Werkverzeichnis der Aquarelle und Zeichnungen von Emil Nolde aufgenommen wird, liegt vor.
Das Werk ist in der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde unter der Nummer Reg.–Nr. Fr.A.2038 registriert.
80 000 – 120 000 CHF
1898–1988
Paysage dans l’atlas saharien – 1951
Öl auf Leinwand unten rechts signiert und datiert
Lapicque 51 rückseitig signiert, bezeichnet und datiert Lapicque Paysage dans l’Atlas saharien 1951
65,5 × 91,5 cm
Provenienz:
Galerie Nathan, Zürich (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette)
Ausstellung:
Lapicque Rund um das Mittelmeer, Zürich, Galerie Nathan, 31.1.–31.5.1997, Nr. 1 (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette).
15 000 – 20 000 CHF
393
1904–2001
La cage blanche – 1947
Öl auf Leinwand unten links signiert Estève rückseitig bezeichnet und signiert la cage blanche Estève
46,5 × 33,5 cm
Provenienz:
Svensk Franska Konstgalleriet, Stockholm Galerie Nathan, Zürich
Literatur:
Robert Maillard, Maurice Estève, Catalogue raisonné de l’œuvre peint, Neuchâtel, Editions Ides & Calendes, 1995, S. 261, Nr. 299, mit Abb.
8 000 – 12 000 CHF
1898–1988
Le Guerrier – 1970
Acryl auf Leinwand unten links signiert und datiert Lapicque 70 48,5 × 31 cm (Lichtmass)
Provenienz: Neue Galerie, Zürich (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette)
1 500 – 2 000 CHF
1898–1988
Vue de Rome – 1957
Öl auf Papier auf Leinwand unten links signiert Lapicque unten in der Mitte datiert 57 35,5 × 25,5 cm
Provenienz: Neue Galerie, Zürich (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette)
3 000 – 5 000 CHF
1898–1988
Paysage Breton – 1951
Aquarell auf Papier unten links signiert und datiert
Lapicque 51 39 × 25 cm (Lichtmass)
Provenienz:
Fritz und Peter Nathan, Zürich (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette)
1 500 – 2 000 CHF
1898–1988
Etude de mer – 1950
Gouache auf Karton unten links signiert und datiert
Lapicque 50 64 × 99 cm
Provenienz:
Neue Galerie, Zürich (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette)
Ausstellung:
Vagues: Charles Lapicque et l’abstraction, Les Sables d’Olonne, Musée de l’Abbaye Sainte-Croix, Okt. 1992–Jan. 1993 (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette).
5 000 – 7 000 CHF
398
Gaston CHAISSAC
1910–1964
Formes imbriquées – 1941
Tusche auf Papier unten rechts signiert G.CHAISSAC 24,5 × 32 cm (Lichtmass)
Provenienz: Neue Galerie, Zürich (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette)
3 000 – 5 000 CHF
399
Gaston CHAISSAC
1910–1964
Personnage caché – 1939
Tusche auf Papier 29,5 × 21 cm (Lichtmass)
Provenienz: Neue Galerie, Zürich (gemäss rückseitiger Galerie-Etikette)
Ausstellung: Gaston Chaissac, Paris, Musée National d’Art Moderne, 12.5.– 27.8.1973, Nr. 6.
3 000 – 5 000 CHF
1910–1964
Trois personnages – 1947
Gouache auf Papier unten links signiert gaston chaissac
27 × 20,5 cm
Provenienz: Galerie Nathan, Zürich (rückseitig Galerie-Etikette)
5 000 – 7 000 CHF
401
Italo VALENTI
1912–1995
Archétypes – 1971–72
Collage auf Papier unten links signiert I. Valenti rückseitig signiert, datiert und bezeichnet I. VALENTI 1971 ARCHETYPES
100 × 103 cm
Provenienz:
Galerie Istvan Schlégl, Zürich
Literatur:
Sylvio Acatos, Italo Valenti, Lausanne/ Paris, Bibliothèque des Arts, 1987, S. 207, mit Abb.
Carlo Carena und Stefano Pult, Italo Valenti, Catalogo ragionato dei collage, Catalogue Raisonné of the collage, Mailand, Skira editore/Ascona, Archivio Valenti, 1998, S. 444, mit Abb., Nr. C498.
3 000 – 4 000 CHF
402
Italo VALENTI
1912–1995
Ohne Titel
Lithografie unten rechts signiert I. Valenti unten links nummeriert 89/150 94 × 72,5 cm (Blatt)
Beigegeben wird eine weitere dieser Lithografien mit der Nummerierung 148/150.
300 – 400 CHF
403
Tamás KONOK
1930–2020
Synthese – 1982
Acryl auf Leinwand rückseitig signiert, nummeriert, bezeichnet und datiert
Konok 82/35 Synthese 1982.
29 × 20 cm (Lichtmass)
1 000 – 1 500 CHF
404
Tamás KONOK
1930–2020
Collage – 1982
Acryl auf Leinwand auf Hartfaserplatte rückseitig signiert, nummeriert, datiert und bezeichnet
Konok 82/33 1982 COLLAGE
28 × 20 cm
1 000 – 1 500 CHF
405
Anonym 20. Jh.
Ohne Titel
Gips
37,5 × 21,5 × 4,5 cm
300 – 400 CHF
406
Anonym 20. Jh.
Ohne Titel
Zement
25 × 71,8 × 5,5 cm (mit Rahmen)
300 – 400 CHF
407
Europäische Schule 20. Jh.
Verre de Pernod, cuillier à absinthe avec du sucre, une pomme, sur table
Öl auf Leinwand unten links von fremder Hand signiert Picasso
22,5 × 16 cm
Provenienz:
Fritz und Peter Nathan, Zürich (1961)
2 000 – 3 000 CHF
1892–1966
Paon de l’avenir
Tapisserie unten rechts signiert jeans (agamennon) lurçat rückseitig auf Textil–Etikette bezeichnet PAON DE L’AVENIR CARTON de JEAN LURCAT ATELIER JANSEN édition originale A M 18 5A8
237 × 317 cm
4 000 – 6 000 CHF
Albert STEINER
1877–1965
Stimmung am Silsersee
Silbergelatineabzug
unten rechts signiert und bezeichnet
Albert Steiner. Stmoritz unten links bezeichnet
Stimmung am Silsersee. 22 × 29 cm
Werkverzeichnis:
Pfrunder-Stutzer, Nr. 157.
1 500 – 2 000 CHF
51,5 × 66 cm (Blatt) 409
410
Friedensreich HUNDERTWASSER
1928–2000
Los von zwei Grafiken – 1976
- Take care when you walk over the prairie Radierung und Aquatinta unten links nummeriert, datiert, signiert und bezeichnet 92/214 20. September 1976 Friedrich Hundertwasser 761
- The death of thousand windows (poem) Radierung unten rechts zwei japanische Stempel sowie Regentag–Stempel 51,5 × 66 cm (Blatt)
Werkverzeichnis:
Koschatzky, Nr. 68a und 68b.
1 200 – 1 800 CHF
20. Jh.
Los von 24 Landschaftsfotografien
Silbergelatineabzüge
18,5 × 24 cm (24)
200 – 300 CHF
412
Zwei Deckelterrinen mit Handhaben
Meissen, 1860–1924
Porzellan, Neu-Brandsteinrelief, farbig gemalte Blumenbuketts und Insekten, Goldränder, als Knauf Amorette mit Füllhorn und Früchten, Modellnummer Y22, unterglasurblaue Schwertermarke.
Ø 33,5 cm
600 – 800 CHF
413
Teile eines Flora Danica Service
Royal Copenhagen, 20. Jh.
Bemalt mit botanischen Spezies, rückseitig bezeichnet mit jeweiligen lateinischen Namen, gerippte Ränder vergoldet.
Bestehend aus 14 durchbrochenen Esstellern (Ø 27 cm), 6 durchbrochenen Speisetellern (Ø 25,5 cm),
2 durchbrochenen Beilagentellern (Ø 27 cm, oval) und 1 Schale (Ø 21 cm), Grüne Manufakturmarke Royal Copenhagen Denmark gestempelt, dreifache Wellensignatur in Unterglasurblau.
3 000 – 4 000 CHF
Einige Werke aus der Sammlung der Familie von Napoleon I. (mit über dem Los) sowie zwei Hauptwerke von Johann Heinrich Wüest
Johann Heinrich BLEULER
1787–1857
Ansicht von Zürich – 1815
Gouache und Aquarell auf Papier unten links bezeichnet aufgenom. & gemahlt von J. H. Bleuler Sohn 1815. unten in der Mitte bezeichnet Zürich
47 × 69,5 cm (Motiv)
1 000 – 1 500 CHF
Johann Heinrich WÜEST
1741–1821
Ansicht von Zürich – 1795
Öl auf Leinwand unten links signiert und datiert H. Wuest 1795. 67,5 × 90,5 cm
5 000 – 7 000 CHF
Johann Heinrich WÜEST
1741–1821
Ansicht von Zürich – 1795
Öl auf Leinwand unten in der Mitte signiert und datiert H. Wuest 1795 68 × 91,5 cm
5 000 – 7 000 CHF
417
Ludwig BYFUSS
1805–1850
Ansicht von Luzern – 1842
Öl auf Leinwand
unten rechts signiert und datiert
Ludwig Byfuss 1842 pinxit
48,5 × 77 cm
600 – 800 CHF
418
Schweizer Schule 19. Jh
Zürich von der Villa Schönau
Gouache und Aquarell auf Papier unten in der Mitte bezeichnet
Zürich von der Villa Schönau. 11 × 37,5 cm (Motiv)
400 – 600 CHF
Los von zwei Landschaften
– Landschaft mit Brücken Öl auf Leinwand unten in der Mitte signiert
L. Hess
39,5 × 51,5 cm
– Landschaft mit Hirtin, Schafen und Kuh, 1795 Öl auf Leinwand unten links signiert und datiert L. Hess 1795
41,5 × 51,5 cm
2 000 – 3 000 CHF
800 – 1 200 CHF 419
420
Christian Georg II.
1758–1823, Umkreis
Los von zwei Landschaften
- Landschaft mit tanzenden Figuren Öl auf Karton 21 × 29 cm
- Landschaft mit kämpfenden Figuren Öl auf Karton
20,5 × 28,5 cm
Johann Ludwig ABERLI 1723–1786
Collection de quelques vues dessinées en Suisse d’après nature. Bern, chez Rieter, 1800. Quer-4° (21 × 27 cm). 19 S. Mit 20 kolorierten Kupfertafeln. Neuer Halbmaroquinband. Vgl. Lonchamp 9 (für die Erstausgabe von 1782). – Nur vereinzelt stockfleckig.
1 000 – 1 500 CHF
422
Johann Ludwig ABERLI 1723–1786
Collection de quelques vues dessinées en Suisse d’après nature. Bern, chez Rieter, 1782. Quer-4° (18 × 26 cm). 19 S. Mit 20 kolorierten Radierungen. Halblederband der Zeit.
Lonchamp 9. – Erstausgabe. – Mit Ansichten vom Bieler– und Neuenburgersee, vom Lac de Joux, div. Ansichten vom Fluss Orbe, vom Kanton Bern, von der Westschweiz und eine Ansicht von Wädenswil. – Mit altem handschriftlichem Besitzereintrag auf dem festen Vorsatz. Das Papier zu Beginn blass wasserrandig. Der Einband etwas berieben, der Rücken restauriert.
1 800 – 2 500 CHF
423
Johann Ludwig ABERLI 1723–1786
Unterschiedliche Landschäftlein.
Gezeichnet von Johann Ludwig Aberli und herausgegeben v. Joh. Andr. Pfeffel dem Jüngern in Augsburg. Augsburg, Joh. Andr. Pfeffel, um 1750. Quer-8° (12,5 × 22 cm). Mit 56 Kupfertafeln. Neuer Halblederband.
Lonchamp 3058a (mit 42 Tafeln). – Das Papier mit den Kupfern in unterschiedlichen Grössen. – Die Tafeln stärker stockfleckig und gebräunt. – Sehr selten.
250 – 350 CHF
424
Samuel BIRMANN 1793–1847
(Sammlung von 46 Blatt mit Ansichten von Samuel Birmann). Basel, Birmann, um 1820. Quer-Kl.-4° (19,5 × 24 cm).
46 kolorierte Aquatinta-Tafeln vom S. Birmann. Halblederband der Zeit mit erneuertem Rücken und schlichter Deckelvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt.
Sehr schön kolorierte Tafeln (teilweise mit Eiweiss gehöht) mit Ansichten von Lauterbrunnen, Thun, Grindelwald, der Jungfrau, vom Schmadribach, vom Rheinfall, Lauffenburg, vom Ringgenberg, Brienz, Engelberg, Ranft, Lugano, der Rigi, Lauterbrunnen, Genf, Fribourg, Pfeffers, Lausanne, vom Lago Maggiore, Biel, Lauerz, Vevey, Beuggen, Basel u. a. – Papier nur vereinzelt stockfleckig. Der restaurierte Einband berieben und bestossen.
1 500 – 2 500 CHF
425
Samuel BIRMANN 1793–1847
Souvenir de la vallée de Chamonix. Basel, publiée par Birmann et fils, (1826). Gr.-Folio (44 × 29 cm). VIII, (15) Bl. Mit 14 (von 26) kolorierten Aquatinta-Tafeln und 1 gefaltetes Panorama von Breven nach S. Birmann. Roter Lederband der Zeit mit dreiseitigem Goldschnitt. Lonchamp 338. – Es fehlen 12 Tafeln. Der Einband neu aufgebunden, restauriert mit dem alten Material.
1 200 – 1 500 CHF
426
Samuel BIRMANN 1793–1847
Souvenirs de l’Oberland bernois. Basel, Birmann & fils, 1828–1829. Quer-4° (23,5 × 27,5 cm). Mit gestochenem Titelblatt und 25 kolorierten Aquatinta-Tafeln von Hegi, Himely und Salathé nach S. Birmann. Reich vergoldeter Halblederband der Zeit. Lonchamp 337. – Thieme/Becker IV, 52. – Der Einband berieben.
500 – 900 CHF
427
Peter BIRMANN 1758–1844
Voyage pittoresque de Basle à Bienne par les vallons de Mottiers-Grandval. Les planches dessinées par Pierre Birmann, accompagnées d’un texte par l’auteur de la course de Basle à Bienne. Basel, Pierre Birmann, 1802. Quer-Folio (32 × 46 cm). (2) Bl., (36) Bl. Mit 1 gestochenen Karte und 36 kolorierten Aquatinta-Tafeln von Franz Hegi und Chr. Haldenwang (6) und Joh. Jak. Strüdt (2) nach Zeichnungen von P. Birmann. Roter Halblederband der Zeit, neu aufgebunden und restauriert mit dem alten Material. Appenzeller Nr. 105–132. – Thieme/Becker 4, 52. – Der Einband berieben. Vereinzelte Tafeln im Rand stockfleckig.
3 000 – 4 500 CHF
428
Peter BIRMANN 1758–1844
Voyage pittoresque de Basle à Bienne par les vallons de Mottiers-Grandval. Les planches dessinées par Pierre Birmann, accompagnées d’un texte par l’auteur de la course de Basle à Bienne. Basel, Pierre Birmann, 1802. Quer-Folio (37 × 50 cm). (2) Bl., (36) Bl. Mit 1 gestochenen Karte und 36 AquatintaTafeln in Sepia von Franz Hegi und Christian Haldenwang (6) und Johann Jakob Strüdt (2) nach Zeichnungen von P. Birmann. Späterer Pappband mit montiertem Orig.-Deckeltitel. Lonchamp 453. – Appenzeller Nr. 105–132. – Das Papier angerändert, gebräunt und stockfleckig. Der Einband berieben.
600 – 1 000 CHF
429
Samuel BIRMANN 1793–1847
Vues de la solitude romantique d’Arlesheim près de Basle. Dédiée au propriétaire L. E. Monsieur le Baron d’AndlauBirseck. Ministre d’état de S. A. R. le grand Duc de Baden. Président de la cour justice de Fribourg en Brisgau, grand croix de l’Orbe de la fidélité. Basel, Birmann & Huber, 1814. 28 × 38 cm. Gestochenes Titelblatt und 8 Kupfertafeln von Emanuel Steiner nach S. Birmann. Lose Blattsammlung in Umschlag der Zeit mit montiertem Orig.-Titel.
Das Papier stockfleckig.
250 – 400 CHF
430
Johann Ludwig BLEULER 1792–1850
Au Château de Laufen près Schaffhouse. (Schaffhausen, um 1820). 34 × 50,5 cm. Gouache auf Karton.
800 – 1 500 CHF
431
Johann Ludwig BLEULER 1792–1850
Malerische Reise von Freiburg im Breisgau durch das Höllenthal und Donaueschingen nach Schaffhausen. – Album ou voyage pittoresque pris la route Freibourg par la Forêt Noir Donaueschingen jusqu’à Schaffhouse. Schaffhausen, Louis Bleuler, um 1830. Gr.-Folio (Mappe: 46 × 34 cm). Gestochenes Titelblatt. Mit 10 kolorierten Aquatinta-Tafeln (lose) u. a. von Friedrich Weber nach Aegidius Federle. Kartonierter Leinenumschlag der Zeit. Lonchamp 341. – Das Titelblatt stärker stockfleckig, die Tafeln im Rand teilweise gebräunt. Der Leinenbezug stärker berieben und teilweise beschädigt.
400 – 600 CHF
Johann Ludwig BLEULER 1792–1850
Alois Wilhelm SCHREIBER 1763–1841
Ouvrages représentant en 70 à 80 feuilles. – Les vues les plus pittoresques des bords du Rhin depuis ses sources à son embouchure dans la mer avec notes et des éclaircissements historiques par Alois Schriber. Gravé par F. Hegi et J. Hürlimann. Exécuté après la nature et publié par Louis Bleuler. Schaffhausen, Louis Bleuler, um 1830. Quer-Folio (32 × 46 cm). Gestochenes Titelblatt. Mit 20 Kupfertafeln mit Umrissen und 82 kolorierten Aquatinta-Tafeln (teilweise mit Eiweiss gehöht), gestochen u. a. von Falkeisen, Franz Hegi, Salathé und Hürlimann nach Zeichnungen von J. L. Bleuler. Roter Maroquinband der Zeit mit reicher Deckel– und Rückenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt. Lonchamp 2667. – Appenzeller Nr. 156 und 157. – Komplettes Exemplar mit Ansichten von den Rheinquellen bis Rotterdam, mit zwei zusätzlichen Tafeln des Rheinfalls (am Schluss eingebunden). – Das Titelblatt stärker, die Tafeln nur vereinzelt stockfleckig. Der Einband stärker berieben.
12 000 – 15 000 CHF
433
1758–1835
Zollikon au bord du Lac de Zurich, prise du côté de l’orient, dessine d’après la nature. Zürich, Johannes Hofmeister, 1794. 20 × 26 cm (beschnitten). Kolorierte Umrissradierung von H. Bruppacher.
800 – 1 500 CHF
434
Johann Balthasar BULLINGER 1713–1793
L. Landschaften. (fünfzig Landschaften) Zürich, im Verlag des Autoris, 1756. Kl.-4° (20,5 × 19 cm). (4) S. Text mit 2 gestochenen Vignetten, gestochenem Titelblatt mit Porträt und 50 Kupfertafeln von J. B. Bullinger. Halblederband der Zeit. Angebunden: Ders.: Hundert Schweizer Prospecte nach der Natur gezeichnet u. in Kupfer gebracht. Zürich, Joh. B. Bullinger, 1770. 51 Kupfertafeln (davon 12 mehrfach gefaltet mit mehreren Kupfern). Am Schluss noch die Kupfertafel für das Neujahrsblatt 1767 der Stadtbibliothek Zürich. –Das Papier durchgehend etwas stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen.
3 000 – 5 000 CHF
435
Johann Ulrich BURRI 1802–1870
8 Ansichten von Zürich. Um 1830. Quer-8°. Tafeln: 10 × 16 cm. 8 aquarellierte Radierungen (2 sign. «Burri fecit») von J. U. Burri. Lose in späterer Ledermappe. Alle Tafeln auf braunen Karton montiert. Grösse der Bildausschnitte: ca. 10 × 16 cm.
400 – 600 CHF
436
Cent vues suisses, remarquables par leur situation, ou par des faits historiques. Dessinées et gravées par Meyer, König, Hess, Hegui etc. Zürich, Orell Füssli u. Comp., 1817. Quer-8° (14,5 × 21 cm). (2) Bl. Mit 100 Kupfertafeln von Franz Hegi, Frank Niklaus König, Christian Hess u. a. Pappband der Zeit mit dreiseitigem Goldschnitt.
Lonchamp 3199. – Mit Ansichten von Zürich und Umgebung, vom Kanton Bern, der Innerschweiz, vom Kanton Glarus, von Basel, Freiburg, Solothurn, Schaffhausen, von der Ostschweiz bis Chur und Ansichten des Kantons, von Aarau, vom Tessin und der Westschweiz. – Das Papier durchgehend stockfleckig. Der Einband beschädigt.
300 – 500 CHF
437
Pierre-Luc-Charles CICÉRI 1782–1868
Album de M. Ciceri, premier peintre des théatres de la Cour, des fêtes et cérémonies. Suisse. Mulhouse, Paris, Londres, Engelmann, 1830. Quer-4° (26 × 31,5 cm). (1) Bl. Mit 40 kolorierten Lithografien von Godefroy Engelmann nach P.-L.-Ch. Ciceri. Halblederband der Zeit mit erneuertem Rücken. Mit goldgeprägter Krone und Monogramm der Kaiserin Marie-Louise (Gattin von Napoleon I.). – Das Titelblatt reproduziert. Die Tafeln zum Teil gebräunt oder stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen.
1 500 – 2 500 CHF
438
Pierre-Luc-Charles CICÉRI 1782–1868
Voyage en Suisse. 1828. Quer-4° (25 × 34 cm). Handschriftliches Titelblatt und 75 Aquarelle von Pierre-Luc-Charles Cicéri (1782–1868)? Blind– und goldgeprägter Lederband der Zeit mit vergoldetem Deckeltitel, signiert Alph. Giroux. Die Aquarelle nicht signiert, alle montiert. Das Papier vereinzelt leicht fleckig, die Tafeln sauber. Der Einband berieben.
3 000 – 4 000 CHF
439
Miniaturbuch. Cinquante vues de la Suisse. Schaffhausen, M. R. Toma, um 1810. 4 × 5,5 cm. Mit 50 Kupfertafeln. Pappband der Zeit mit dreiseitigem Goldschnitt. Das Papier vereinzelt stockfleckig, im Schnitt gebräunt. Der Einband fleckig.
100 – 150 CHF
440
Collection de vues remarquables des Alpes du Canton Berne. Sammlung von Aussichten des Berner-Oberlandes. Bern, C. D. Werner, 1825. Quer-4° (24 × 33 cm). 27 Kupfertafeln von div. Künstlern. Halblederband der Zeit. Lonchamp 680. – Zweite Ausgabe, erschien erstmals 1789. – Mit montiertem Titelblatt. Die Tafeln unterschiedlich stark stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen.
500 – 1 200 CHF
441
Collection des habitations rurales dans les XXII cantons de la Suisse. Dessinées d’après nature. Zürich, Keller & Füssli, um 1825. Quer-8° (15,5 × 20 cm). (2) Bl. Mit 24 kolorierten Kupfertafeln von Samuel Frey, Rudolf Heinrich Füssli, Johann Jakob Meyer, David Alois Schmid und Jakob Samuel Weibel. Pappband der Zeit.
Lonchamp 677. – Das Papier gebräunt und etwas stockfleckig. Der Einband beschädigt, berieben und mit Fehlstellen am Rücken.
700 – 1 200 CHF
442
Friedrich Wilhelm DELKESKAMP 1794–1872
Relief pittoresque du sol classique de la Suisse. Dessiné d’après nature et gravé à l’eau forte terminé à l’aquatinta par François Hegi et J. J. Sperli à Zurich. – Malerisches Relief des klassischen Bodens der Schweiz. Nach der Natur gezeichnet und radiert von Friedrich Wilhelm Delkeskamp; in Aquatinta vollendet von Franz Hegi und J. J. Sperli in Zürich. Frankfurt am Main, Friedrich Wilhelm Delkeskamp, 1830. Quer-Gr.-Folio (43 × 58 cm). (2) Bl. Mit 9 Reliefkarten (Vogelschau) in Aquatinta von Franz Hegi. Späterer Halblederband mit geprägten Leinendecken.
Breitrandiges Exemplar. Die Karten zeigen den Vierwaldstättersee mit den Urkantonen, den oberen Zürichsee mit einem Teil des Kantons St. Gallen, den Zürichsee mit einem Teil des Kantons Zürich und Teile der Kantone Luzern und Aargau. – Das Papier stockfleckig. Der Einband etwas berieben.
350 – 500 CHF
443
Relief pittoresque du sol classique de la Suisse. Dessiné d’après nature et gravé à l’eau forte terminé à l’aquatinta par François Hegi et J. J. Sperli à Zurich. – Malerisches Relief des klassischen Bodens der Schweiz. Nach der Natur gezeichnet und radiert von Friedrich Wilhelm Delkeskamp; in Aquatinta vollendet von Franz Hegi und J. J. Sperli in Zürich. Frankfurt am Main, Friedrich Wilhelm Delkeskamp, 1830. Karten: 33 × 43,5 cm. 1 gefaltetes Blatt mit Text. Mit 9 gefalteten Reliefkarten (Vogelschau) in Aquatinta. In kartoniertem Umschlag der Zeit.
Die Karten zeigen den Vierwaldstättersee mit den Urkantonen, den oberen Zürichsee mit einem Teil des Kantons St. Gallen, den Zürichsee mit einem Teil des Kantons Zürich und Teile der Kantone Luzern und Aargau. Mit montiertem Übersichtsblatt auf der zweiten Umschlagseite und einer montierten Radierung (Rütlischwur) auf der dritten Umschlagseite.
400 – 700 CHF
Friedrich Wilhelm DELKESKAMP 1794–1872
Relief pittoresque du sol classique de la Suisse. Dessiné d’après nature et gravé à l’eau forte terminé à l’aquatinta par François Hegi et J. J. Sperli à Zurich. – Malerisches Relief des klassischen Bodens der Schweiz. Nach der Natur gezeichnet und radiert von Friedrich Wilhelm Delkeskamp; in Aquatinta vollendet von Franz Hegi und J. J. Sperli in Zürich. Frankfurt am Main, Friedrich Wilhelm Delkeskamp, 1830. Quer-Gr.-Folio (33,5 × 44,5 cm). (2) Bl. Mit 9 Reliefkarten (Vogelschau) in Aquatinta (drei montierte Panoramen) Halblederband der Zeit. Die Karten zeigen den Vierwaldstättersee mit den Urkantonen, den oberen Zürichsee mit einem Teil des Kantons St. Gallen, den Zürichsee mit einem Teil des Kantons Zürich und Teile der Kantone Luzern und Aargau. Mit montiertem Übersichtsblatt auf dem Vorsatz. – Das Papier stockfleckig. Der Einband etwas berieben.
400 – 700 CHF
445
Markus DINKEL 1762–1832
Christian MEICHELT 1776–um 1840
Recueil de portraits et costumes suisses les plus élégants usités dans 22 cantons accompagné d’un supplément. Le supplément exécutés par le célèbre peintre de destinateur Locher. Bern und Basel, J. P. Lamy, um 1817. 4° (32,5 × 26 cm). (32) Bl. Mit 30 kolorierten Aquatinta-Tafeln von Ch. Meichelt nach M. Dinkel. Späterer Halblederband im Stile der Zeit. Lipperheide GA 29. – Erstausgabe, mit den Brustbildern. Auf dem Deckeltitel und im Titel Locher zugeschrieben, jedoch sind sämtliche Kupfer mit Meichel und Dinkel in der Platte signiert. Am Schluss (8. Supplement-Tafel) mit Text für eine Engadinerin, jedoch eine Tessinerin dargestellt. – Die montierten Tafeln stark leimschattig und teilweise mit Einrissen. Die Bindung über einige Lagen gelockert.
400 – 600 CHF 444
446
Jean DUBOIS 1789–1849
Souvenir de la Suisse. 100 vues les plus remarquables et 44 costumes des XXII cantons. Genf, Briquet u. Dubois, um 1840. Quer-8° (12,5 × 17 cm). Mit 90 lithografischen Tafeln (davon 10 doppelseitig) und 11 kolorierten, lithografischen TrachtenTafeln mit total 44 Abb. Lederband der Zeit mit Deckel– und Rückenvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt.
Zu Beginn ein Panorama von Genf und zahlreiche Ansichten von Genf, weitere Ansichten von Ortschaften am Genfersee, ein Panorama vom Mont Blanc, Ansichten rund um Chamonix, der restlichen Westschweiz, von Bern und Umgebung, vom Berner Oberland, von der Innerschweiz, vom Tessin und von der Ostschweiz. – Das Papier unterschiedlich stark gebräunt und stockfleckig. Der Einband minim berieben.
450 – 700 CHF
Daniel
1720–1786
Vues suisses de diveres endroits. 1757. Quer-4° (20 × 27 cm). 36 Radierungen (inkl. Titelblatt). Lose in neuer Halbledermappe. Mit Ansichten von Aarburg, Arth, Erlach, Flülen, Giswil, Grindelwald, Gsteig, der Habsburg «am Luzernersee», des Haslitals, Heiterriedt, Küssnacht am Rigi, des Lauerzersees, Luzern, Rothenthurm, Sarnen, Schindellegi, Schönenwerd, Spiez, Stansstad, des Thunersees, Unterseen, Weissenau, des Schloss Wiflisburg, des Zugersees und Zweilütschinen. –Die Tafeln sauber.
200 – 400 CHF
Daniel DÜRINGER 1720–1786
Vues suisses de divers endroits. 1757. Quer-4° (21 × 34 cm).
44 Radierungen (inkl. Titelblatt). Späterer Halbleinenband. Vorgebunden ein montierter Kupferstich mit der Ansicht von Zürich aus der Vogelperspektive von Conrad Meyer (1618–1689). Angebunden: 13 montierte Holzschnitte der 13 alten Orte (um 1580) auf 7 Blatt. Als letztes Werk angebunden: Füssli, Johann Melchior: Prospect des Schlosses Wädenschweyl sambt zerschiedenen an dem Zürich-See ligenden Lust– und Wohnhäuser. 12 Kupfertafeln (inkl. Titelblatt, dieses montiert).
1 000 – 1 800 CHF
Balthasar Anton DUNKER ?1746–1807
19 Aquarelle von Schweizer Trachten. Ca. 1780. Bildgrösse: 19 × 12,5 cm. 19 Aquarelle (nicht signiert) von Dunker? Loseblattfolge in Umschlag und Kartonmappe der Zeit. Die Aquarelle montiert und handschriftlich beschriftet. Der Umschlag fleckig und die Mappe berieben und bestossen.
350 – 500 CHF
450
Balthasar Anton DUNKER 1746–1807
Samuel Jakob WEIBEL 1771–1846
Vierzehn Aussichten im Oberlande, jenseits Thun gewählt. Mit ihren kurzen historisch-topographischen Beschreibungen. Die Kupfer von S. Weibel. Beschreibung von B. A. Dunker. (Bern, Hortin, 1793–ca. 1796). Quer-4° (22 × 28 cm). (8) Bl., 39 S. Mit gestochenem Titel und 14 kolorierten Radierungen von J. S. Weibel. Lederband der Zeit mit kleinem handschriftlichem Deckelschild und schlichter Rückenvergoldung.
Lonchamp 872. – Mit Ansichten von Thun, Oberhofen, Spiez, Unterseen, Interlaken, Zweilütschinen, Grindelwald, Meiringen, Oberhasli-Tal, Brienz, vom Ringenberg und dem Roselaui-Gletscher u. a. – Der Text von B. A. Dunker. – Die Vorsätze leimschattig. Das Papier durchgehend stock– und fingerfleckig.
1 200 – 1 800 CHF
451
Martin ENGELBRECHT
Schweizerprospecte.
6 Hefte in 1 Band. Augsburg, in der Martin Engelbrechtischen Kunsthandlung, um 1860. Quer-4° (26 × 38 cm). (6) Bl. (Titelblätter mit erklärendem Text). Mit 36 kolorierten Kupferstichen von div. Künstlern. Lederband der Zeit. Die Kupfertafeln sauber. Der Einband berieben, der Rücken und die Kanten restauriert.
1 800 – 2 500 CHF
452
Franz FEYERABEND 1755–1800
(Costumes militaires des cantons de la Suisse. Die eidgenössischen Truppen). (Text auf der ersten Abb.:) Zu haben bey Franz Feyerabend, wohnhafft an der Uthen Gasse in der mindern Stadt Basel. Salomon Ruppert, Capitain von Zürich Aide Major sämmtlicher löbl: Eidsgenossischen Zuzüger in Basel. Die nachfolgenden Blätter sind Abbildungen von den ersten Zuzügern in Basel im Jahr 1792. Basel, (1793). Gr.-Folio (37 × 26,5 cm). 26 kolorierte Kupfertafeln. Neuer Halblederband mit schlichter Deckelvergoldung.
Lonchamp 1042. – Vorliegendes Exemplar ohne Titelblatt. Die Tafeln links unten: Franz Feyerabend fecit. Darunter der Name und der militärische Rang des Abgebildeten. In der Mitte jeweils das Kantonswappen. – Die Tafeln im Rand etwas gebräunt und vereinzelte Stockfleckchen.
2 000 – 3 000 CHF
453
Sigmund FREUDENBERGER 1745–1801
17 kolorierte Radierungen von S. Freudenberger. Erschienen zwischen 1770–1801. Blattgrösse: 27 × 20 cm und 29 × 32,5 cm. Die meisten Abbildungen zeigen Szenen aus dem Alltagsleben im Kanton Bern. Alle Tafeln auf der Rückseite an den Rändern verstärkt.
800 – 1 500 CHF
454
Johann Heinrich FÜSSLI 1741–1825
Merkwürdige Gegenden der Schweiz nach der Natur gezeichnet von Heinrich Füssli. Mit einer historischen Beschreibung begleitet von Herrn Rathsherrn H. H. Füssli. 2 Teile in 1 Band. Zürich, Heinrich & Johann Heinrich Füssli, um 1800. Quer-4° (22 × 28,5 cm). (3) Bl., 254 S. Mit 24 lavierten Umrissradierungen von div. Stechern nach Johann Heinrich Füssli. Pappband der Zeit mit rotem Rückenschild. Vgl. Lonchamp 1122 (mit abweichendem Titel). – Vermutlich die zweite Ausgabe. – Das Papier durchgehend stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen.
600 – 800 CHF
Verschiedene rare Berg– Prospect des Schweyzer Lands. Augsburg, Jeremias Wolf, um 1710. 4° (35 × 24,5 cm).
8 Kupfertafeln von Jeremias Wolf nach J. M. Füssli. Etwas späterer Halblederband. Die Vorsätze leimschattig und gebräunt. Die Tafeln wenig stockfleckig. Der Einband stärker berieben.
800 – 1 500 CHF
Genaue Beschreibung der Stadt St. Gallen und dero zughörigen Herschaft. Zürich, gedruckt bey David Gessner, zu finden in dem Herrlibergischen Kunstverlag, 1761. Kl.-4° (19 × 16 cm). (1) Bl., 24 S. Mit 5 Kupfertafeln (davon 4 doppelblattgross) von D. Herrliberger nach Jenrich. Neuer Pappband.
Erschien gleichzeitig in St. Gallen bei Heinrich Wegelin mit abweichendem Titel. Zeigt Ansichten der Stadt St. Gallen von allen vier Himmelsrichtungen und von Bürglen. – Sehr selten.
800 – 1 200 CHF
457
Manuskript. – Geschlechter Buch der Statt Zürich oder Beschreibung der meisten Geschlechteren allhier theils der alten aussgestorbenen, theils aber und fürnemlich aller annoch florierenden: woher die Bürger alhier worden, auch die vornemsten Ehren Personen, so das Regiment und andere Ehren Stellen bedient haben. Erstlich vor mehr als hundert Jahren beschriben, jetzt neulich aber fleissig nachgesetzt und mit gebräuchlichsten Ehren Waaven ausgezieret worden. Anno Christi 1745. 17.–18. Jahrhundert. Folio (35 × 24 cm). 2054 S. (einige Seiten leer). Das kolorierte Titelblatt von Johannes Meyer. Schweinslederband mit Roll– und Plattenstempelprägung auf Holzdeckeln mit zwei Metallschliessen.
Geschlechter der Stadt Zürich mit Einträgen von 1111 bis ins 18. Jahrhundert. Mit dem Eintrag «Wappenbuch von Conrad Meyer, Seite 1129». Die Geschlechter alphabetisch mit Register. – Das Papier etwas gebräunt. Der Einband berieben.
700 – 1 200 CHF
458
David HERRLIBERGER 1697–1777
6 Kupferstiche von Schweizer Ansichten. (Augsburg, Johann Andreas Pfeffel d. Ä.), um 1720. Quer-Folio (27 × 41 cm).
6 Kupfertafeln, gestochen von D. Herrliberger nach Johann Melchior Füssli. Broschur der Zeit.
Spiess-Schaad 2.1, Seiten 104 und 150. – Lonchamp 1462. – Sehr selten. –Die Ansichten mit deutsch-französischen Bildlegenden zeigen den Rheinfall mit dem Schloss Laufen, Herrliberg am Zürichsee, das Schloss Spiegelberg in Richtung Appenzell, die Gemeinde Tobel mit Affeltrangen und Hochwacht, das Schloss Kyburg sowie Rickenbach im Kanton Thurgau. – Die Tafeln im Rand zum Teil fleckig. Der Umschlag fleckig.
500 – 800 CHF
459
David HERRLIBERGER 1697–1777
Baslerische Ausruff-Bilder vorstellende diejenigen Personen, welche in Basel allerhand so wol verkäuffliche, als andere Sachen, mit der gewohnlichen Land– und Mund-Art ausruffen … O.O. (um 1860) Quer-8° (13,5 × 21 cm). (17) Bl. mit Titelbatt und 52 kolorierten Lithografien. Halbleinenband der Zeit. Die Tafeln vereinzelt stockfleckig. Der Einband berieben.
150 – 250 CHF
460
David HERRLIBERGER 1697–1777
Eigentliche Vorstellung der adelichen Schlösser im Zürich Gebieth. Zürich, David Herrliberger, 1743. Quer-4° (24 × 35,5 cm). (1) Bl. (gestochenes Titelblatt). Mit 15 (von 16) Kupfertafeln. Broschur der Zeit.
Spiess-Schaad 1.3.3. (Seite 138). Es fehlt, wie meist, das Einzelblatt Flach. – 2 Tafeln alt angerändert. Das Papier gebräunt und stockfleckig. Der Umschlag angestaubt und mit kleiner Fehlstelle.
300 – 600 CHF
461
David HERRLIBERGER 1697–1777
Sammelband. Representation des chateaux ou baillages du louable canton Zuric. Vorstellung loblichern Standts Zurich Schlösser, oder so genannte ausere Vogteyen. Zürich, David Herrliberger, 1740 Quer-4° (27 × 39 cm). 15 S. Mit 18 Kupfertafeln von D. Herrliberg. Halbpergament im Stile der Zeit.
Spiess-Schaad 1,3.1 (S. 137). – Vorgebunden: Rathaus Zürich mit Textblatt und zwei Ehrengedächtnis-Tafeln, 1 Blatt mit Ehrennamen der Stadt Zürich, 1 Tafel mit Ehrengedächtnis Isac Steiger und 1 Blatt mit Ehrennamen des Kantons Bern. – Angebunden: Vorstellung Loblichen Standts Zürich, so genante ausere Amtsheusser. Mit 6 (von 7) Kupfertafeln (es fehlt Tafel 3 mit Cappel). Zürich 1741. – Spiess-Schaad 1.3.2 (S. 137). – Angebunden: Eigentliche Vorstellung der adelichen Schlösser im Zürich-Gebieth. Mit 7 (von 16) Kupfertafeln. – Spiess-Schaad 1.3.3. (S. 138). – Am Schluss eingebunden: 2 Tafeln mit dem Berner Münster und der Spitalkirche. Das Papier durchgehend stockfleckig.
1 800 – 2 500 CHF
462
David HERRLIBERGER 1697–1777
Vorstellung Loblichen Standts Zürich so genante äussere Amtsheusser. (II:) Representation des chateaux ou baillages du louable canton Zuric. – Vorstellung loblichen Standts Zurich Schlösser, so genante äusere Vogteyen. (III:) Eigentliche Vorstellung der adelichen Schlösser im Zürich Gebieth. Zürich, David Herrliberger, 1740–1743. Quer-4° (25,5 × 37 cm). 3 gestochene Titelblätter und 40 (von 41) Kupfertafeln von David Herrliberger. Halbpergamentband der Zeit.
Spiess-Schaad 1.3.2. und 1.3 Seite 137 sowie 1.3.3. Seite 138. –Sammelband von drei Werken von David Herrliberger über die Stadt und Landschaft Zürich. Zwei Kupferstiche als Einzelblätter zu Ehren der beiden Zürcher Bürgermeister Johann Caspar Escher und Johann Fries sowie eine gestochene Tabelle mit Namen aller ehemaligen Bürgermeister der Stadt Zürich sind dazwischen miteingebunden. – Es fehlt, wie meist, die Ansicht von Flach, die als Einzelblatt erschien. Das Papier unterschiedlich stark stockfleckig. Das Titelblatt vom dritten Werk gebräunt. Die Tafel Eglisau im zweiten Werk mit grösserem hinterlegtem Einriss (Filmoplast). Der Einband mit Gebrauchsspuren, stärker berieben, bestossen und fleckig. Die Vorsätze leimschattig und gebräunt.
2 000 – 3 000 CHF
463
David HERRLIBERGER 1697–1777
Zürcherische Ausruff-Bilder, vorstellende diejenige Personen, welche in Zürich allerhand sowol verkäuffliche, als andere Sachen, mit der gewohnlichen Land– und Mund-Art ausruffen, in 52 sauber in Kupfer gestochenen Figuren, mit hochdeutschen Versen von verschiedenen Einfällen, nach der uralten Reimkunst begleitet. 3 Teile in 1 Band. Zürich, Bey David Herrliberger, 1748–1751. Quer-8° (14 × 20 cm). 3 Titelblätter. Mit 156 (recte 155) kolorierten in Kupfer gestochenen Darstellungen von David Herrliberger. Neuer Halblederband.
Spiess-Schaad S. 139. – Erstausgabe. – Das Papier stockfleckig. Einige Einrisse wurden mit Filmoblast hinterlegt.
500 – 700 CHF
464
David HERRLIBERGER 1697–1777
Zürcherische Ausruff-Bilder, vorstellende diejenige Personen, welche in Zürich allerhand sowol verkäuffliche, als andere Sachen, mit der gewohnlichen Land– und Mund-Art ausruffen, in 52 sauber in Kupfer gestochenen Figuren, mit hochdeutschen Versen von verschiedenen Einfällen, nach der uralten Reimkunst begleitet. 3 Teile in 1 Band. Zürich, Bey David Herrliberger, 1748–1751. Quer-8° (14 × 20 cm). 3 Titelblätter. Mit 156 (recte 155) kolorierten in Kupfer gestochenen Darstellungen von David Herrliberger. Neuer Halblederband.
Spiess-Schaad S. 139. – Erstausgabe. – Alle Tafeln inkl. der Titelblätter wurden montiert.
300 – 500 CHF
465
David HERRLIBERGER 1697–1777
Zürcherische Kleider-Trachten oder eigentliche Vorstellung der dieser Zeit in der Statt und Landschaft Zürich üblicher vornemster Kleidungen welche allhier in LII sauber in Kupfer gestochenen Abbildungen ihren deutschen und französischen Benennungen vorgestellt werden. – Les modes de Zurich ou réprestentation exacte des principales especes d’habillemens... Zürich, David Herrliberger, 1749. Quer-8° (14,5 × 24,5 cm). (18) Bl. mit 52 gest. Trachtendarstellungen. Etwas späterer Pappband mit vergoldetem roten Deckelschild. Lonchamp 1458. – Spiess-Schaad 1.4.5 (S. 140). – Lipperheide Ga 8. –Eher seltenes Werk von David Herrliberger. Die Legenden in französischdeutschem Paralleltext. – Sauberes Exemplar. Der Einband minim berieben.
400 – 600 CHF
466
Johannes HOFMEISTER 1721–1800
Le Lac de Zurich avec ses environs, du côté de l’orient … ou côté de l’occident. Zürich, Johannes Hofmeister, 1792. 32 × 126 cm. 3 kolorierte Kupferkarten, montiert und gefaltet, gezeichnet von Hofmeister und gestochen von Halder und Brupbacher. Späterer Halbpergamentband. Gefaltetes Panorama des rechten und linken Zürichseeufers. – Sehr selten. – Vereinzelte Stockfleckchen. Am unteren Rand mit schwachem Wasserrand.
500 – 900 CHF
467
C(aspar Ulrich) HUBER 1825–1882
Album von St. Moritz in Oberengadin Ct. Graubünden. Zürich, Henri Füssli & Comp., o.J. (um 1860). Quer.-Folio (30 × 41 cm). 16 S. Mit gest. Titel, 12 Ansichten in Aquatinta, gest. Vedute, 1 Tafel mit 3 Abb. und 1 gestochenen Karte. Orig.-Leinenband. Weber, Graubünden in alten Ansichten, 204. – Barth 20542. – Werk mit Ansichten vom Oberengadin, entworfen und gestochen vom Zürcher Maler und Stecher Kaspar Ulrich Huber. – Das Papier gebräunt und stockfleckig. Der Einband stärker berieben und bestossen.
500 – 800 CHF
468
C(aspar Ulrich) HUBER 1825–1882
Album von St. Moritz in Oberengadin Ct. Graubünden. Zürich, Henri Füssli & Comp., o.J. (um 1860). Quer.-Folio (28,5 × 40 cm). Mit gest. Titel, 12 Ansichten in Aquatinta. Orig.-Leinenband.
Weber, Graubünden in alten Ansichten, 204. – Barth 20542. – Werk mit Ansichten vom Oberengadin, entworfen und gestochen vom Zürcher Maler und Stecher Kaspar Ulrich Huber. – Das Papier gebräunt und stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen.
500 – 800 CHF
Album von St. Moritz in Oberengadin Ct. Graubünden. Zürich, Henri Füssli & Comp., o. J. (um 1860). Quer.-Folio (29 × 30 cm). 16 S. Mit gest. Titel, 12 Ansichten in Aquatinta, gest. Vedute, 1 Tafel mit 3 Abb. und 1 gestochenen Karte. Orig.-Leinenband. Weber, Graubünden in alten Ansichten, 204. – Barth 20542. – Werk mit Ansichten vom Oberengadin, entworfen und gestochen vom Zürcher Maler und Stecher Kaspar Ulrich Huber. – Das Papier gebräunt und stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen.
500 – 800 CHF
470
Johann Rudolph HUBER 1668–1748
Johann Rudolf SCHELLENBERG 1740–1806
Recueil de XXIV différens costumes de la ville et du canton de Basle, choisis dans divers états de la société sur la fin du XVIIè siècle. Gravés d’après les dessins de J. R. Huber par J. R. Schellenberg. Basel, Chr. Mechel, 1798. Gr.-8° 8 (26 × 18 cm). 24 Kupfertafeln von J. R. Schellenberg und Christian Mechel nach J. R. Huber und Hans Holbein.
Orig.-Broschur.
Lonchamp 2415. – Es ist nicht klar, ob Chr. Mechel auch als Stecher tätig war, da nur J. R. Schellenberg einige Kupfertafeln signiert hat «Schellenberg fec.». – Die Tafeln etwas stockfleckig. Der Umschlag stärker gebräunt und der Rücken mit Fehlstellen.
200 – 300 CHF
Hüttensee und Umgebung. Ankolorierte Umrisskupferkarte.
150 – 250 CHF
472
Johann Baptist ISENRING 1796–1860
Malerische Ansichten in Panorama’s der schönsten Stationsorte der Vereinigten Schweizerbahnen. St. Gallen, J. B. Isenring, 1859. Kl.-8° (17 × 12 cm). 1 Titelblatt. Mit 4 gefalteten Panoramen in Aquatinta (17 × 50 cm). Halbleinenband der Zeit. Wäspe S. 279 (Nr. 268–271). – Die vier Panoramen mit Ansichten vom Walensee mit Linthkanal, von Ragaz mit dem Hochgebirge, dem oberen Zürichsee und dem oberen Bodensee.– Das Papier am Rand leicht stockfleckig. Der Einband berieben.
400 – 600 CHF
Johann Baptist ISENRING 1796–1860
Sammlung malerischer Ansichten aufgenommen im Innern und in den Umgebungen der merkwürdigsten Städte und Flecken der Schweiz. – Recueil de vues pittoresques de l’interieur et des environs des villes et bourgs les plus remarquables de la Suisse. 1. Lieferung. St. Gallen, Selbstverlag, um 1830. Quer-Folio (47 × 60,5 cm). Mit 33 (von 38) Aquatinta-Tafeln. Halbleinenband der Zeit mit montiertem vorderen Orig.-Umschlag. Thieme/Becker 19, S. 248. – Mit Ansichten der Städte Altdorf, Appenzell, Aarau, Basel, Bellinzona, Bern, Brugg, Chur, Einsiedeln, Frauenfeld, Freiburg, Genf, Glarus, Herisau, Lachen, Lausanne, Lenzburg, 2 × Luzern, Neuchâtel, 2 × St. Gallen, Sarnen, Schaffhausen, Schwyz, Sion, Solothurn, 2 × Stans, Thun, Winterthur, Zug und Zürich. – Die Tafeln leicht stockfleckig. Der vordere Falz angebrochen. Die Bindung gelockert. Der Einband berieben.
2 500 – 4 500 CHF
Johann Baptist ISENRING 1796–1860
Sammlung malerischer Ansichten aufgenommen im Innern und in den Umgebungen der merkwürdigsten Städte und Flecken der Schweiz 2 (von 4) Lieferungen. St. Gallen, Selbstverlag, um 1830. Quer-Folio (48,5 × 63 cm). Mit 18 Aquatinta-Tafeln (davon 8 in Sepia). Grüne Leinenbände der Zeit mit dem verg. Deckeltitel «Schweizer Ansichten».
Thieme/Becker 19, S. 248. – Mit Ansichten der Städte Frauenfeld, Bern, Basel, Brugg, Lenzburg, Aarau, Solothurn, Schaffhausen, Baden, Einsiedeln, Altdorf, Thun, Zürich, Schwyz, Wil, St. Gallen, Appenzell und Luzern. – Der zweite Band ohne Titelblatt, die Tafeln montiert. Die Einbände wenig berieben.
1 800 – 3 000 CHF
475
Johann Baptist ISENRING 1796–1860
Thurgegenden. Eine Sammlung malerischer Landschaften an und in der Nähe der Thur. Mit naturhistorischen, geschichtlichen und geographischen Erklärungen und Bemerkungen. Lütisburg im Toggenburg, 1825. Quer-4° (24 × 32 cm). 24, 24 S. Mit gestochenem Titel (mit Vignette), 1 gestochenen Karte, 3 Kupfertafeln mit Umrissen, 20 kolorierte AquatintaTafeln. Späterer Halbleinenband mit montierter Vignette und Titelschriften des Originalumschlages. Lonchamp 1597. – Das Papier angestaubt und stockfleckig, die meisten Tafeln sauber. Der Einband berieben.
1 500 – 2 500 CHF
Kanton Graubünden. Sammlung von 20 Tafeln. (Ca. 1800–1840). Div. Formate. Wappentafel der Stadt Chur 1840 (Kupferstich), 5 kolorierte Trachtendarstellungen, kolorierte Kupfertafel vom Averserbach im Ferreratal, Aquarell von Thusis (Jospeh Strutt zugwiesen), 2 kolorierte Kupfertafeln von Thusis, 3 kolorierte Kupfertafeln mit Ansichten von Baltenstein, Felsberg und Trin, 6 Ansichten von Reichenau (Kupfer und Lithografien, zum Teil koloriert), 5 Kupfertafeln von G. Primavesi mit Ansichten von «Schloss Bovisia», Bonaduz, Ilanz und Tavanasa.
300 – 400 CHF
Heinrich KELLER 1778–1862
Aussicht der Alpenkette und des Bodensees gezeichnet auf Heiligenberg in Schwaben. Zürich, Füessli u. Comp. zur Meisen, 1821. 8°. Panorama: 14,7 × 320 cm. Kolorierte Radierung als gefaltetes Panorama. Pappband in Pappschuber. Der Schuber und der Umschlag etwas berieben.
500 – 800 CHF
Heinrich KELLER 1778–1862
Beschreibung des Rigibergs aller auf denselben führenden Wege und der berühmten Kulm-Aussicht. Von Heinrich Keller zur Erklärung seines Panoramas. Zürich, Füessli und Comp., 1823. 8° (20 × 11,5 cm). (1) Bl., 75, (3) S. Mit kolorierter Titelvignette, 20 (davon 1 gefaltet) kolorierte Tafeln, 2 kolorierte Karten und 1 koloriertes Panorama. Orig.-Pappband in Orig.-Schuber. Lonchamp 1672. – Das Papier durchgehend sauber. Der Rücken mit kleiner Fehlstelle. Der Schuber berieben.
400 – 600 CHF
479
Heinrich KELLER 1778–1862
Cinquante vues Suisses. – Fünfzig Ansichten der Schweiz und der Grenze von Italien, mit vorzüglicher Hinsicht auf Kenntniss des Landes. Zürich, bey Fuessli und Compagnie zur Meisen, 1821. Quer-8° (13,5 × 22 cm). (1) Bl. (1) Bl. lose mit Verlagsanzeigen. Mit 50 zum Teil ankolorierten und lavierten Tafeln (Lithografien und Aquatinta), davon 6 doppelbattgross. Pappband der Zeit.
Barth 17347. – Mit seltenen Ansichten aus dem Kanton Zürich, einem Panorama des Zürichsees, von Langnau, der Grimsel, Ansichten vom Kanton Uri, von Rothenthurm, mit Ansichten rund um den Vierwaldstättersee, Panoramen und Ansichten vom Sarner-, Ägeri– und Zugersee, div. Ansichten von den Kantonen Graubünden, Tessin und Wallis sowie einige Ansichten entlang der Simplonstrasse bis Mailand. – Der Einband minim berieben.
1 200 – 2 000 CHF
1778–1862
Mont Rigi par Henry Keller. Zürich, en comission chez Fuessli & Comp., 1822. 8° (20 × 12 cm). 17 kolorierte Kupfertafeln von H. Keller (davon 2 Karten, 1 Panorama und 1 Rundpanorama). Lose Blatt in Umschlag und Schuber der Zeit. Die Tafeln mit vereinzelten Stockfleckchen. Der Schuber fleckig und mit Einrissen.
250 – 450 CHF
481
Heinrich KELLER 1778–1862
Panorama vom Rigi Berg (Schubertitel). Beschreibung des Rigibergs, aller auf denselben führenden Wege und der berühmten Kulm-Aussicht. Von Heinrich Keller zur Erklärung seines Panoramas. Zürich, H. Keller, 1823. 19 × 297 cm (Papier) und 8° (Broschur). (1) Bl. 75, (3) S. Mit koloriertem Panorama (gestochen von J. J. Scheurman 1815), 1 gestochene Karte und 1 kolorierte Aquatinta-Tafel (Rigi-Kulm). Das gefaltete Panorama in etwas späterem Pappband, der Text in Broschur der Zeit, beides in Orig.-Pappschuber. Lonchamp 1672. – Das Panorama mit zwei ausklappbaren Erweiterungen, diese mit kleinen Beschädigungen. Der Schuber etwas berieben.
250 – 450 CHF
482
Heinrich KELLER 1778–1862
Planansichten der Stadt und Landschaft Zürich. Zürich, Heinrich Keller, (1830). 8°. Tafeln: 22 × 15 cm. 1 gestochene Kupfertafel (Zeichenerklärungen). Mit 25 kolorierten Kupfertafeln von Heinrich Keller. Lose in Papier– und Pappumschlag der Zeit.
Die Ansichten und Pläne zeigen den St. Peter, das Fraumünster, das Nidelbad, Ottenbach, Maschwanden, Knonau, Affoltern, Regensberg, Glatt, Eglisau, Berg, Goldenberg, Buch, Teufen, Weiach, Rafz, Bülach, Rheinau, Rüti, Grüningen, Illnau, Kyburg und Elgg. – Handschriftlicher Titel auf den Umschlagvorderseiten. – Die Tafeln unterschiedlich stockfleckig und gebräunt.
800 – 1 200 CHF
483
Franz Niklaus KÖNIG 1765–1832
Los von 2 kolorierten Aquatinten. Die Hochzeit in Oberhasli. – Die Kindstauffe im Canton Bern. Um 1820. Blattgrösse: 28 × 32 cm.
150 – 250 CHF
Franz Niklaus KÖNIG 1765–1832
Collection de costumes suisses. Tirés du cabinet de M. Meyer, d’Aarau par F. N. König. (Unterseen, Bern, chez l’auteur, Burgdorfer und Rätzer, 1804). Folio (Blattgrösse: 36 × 28 cm). Mit 24 kolorierten Kupfertafeln von F. N. König nach Gemälden von J. J. Reinhard. Späterer vergoldeter Lederband.
Lonchamp 1695. – Lipperheide GA 19. – Der sogenannte «grosse König». Ohne Titelblatt und Text. Alle Kupfertafeln aufgezogen und gebunden in einer Ledermappe.
300 – 500 CHF
485
Franz Niklaus KÖNIG 1765–1832
Collection de costumes suisses. Tirés du cabinet de M. Meyer, d’Aarau par F. N. König. Unterseen, Canton Berne, chez l’auteur. Bern, Burgdorfer und Rätzer, (1804). 8°. (17,5 × 12,5 cm). (5), (24) Bl. Mit 24 kolorierten AquatintaTafeln von F. N. König nach Gemälden von Joseph J. Reinhard. Etwas späterer Pappband mit dreiseitigem Goldschnitt in Schuber.
Lonchamp 1696. – Lipperheide GA 19. – Der sogenannte «kleine König» mit den verkleinerten Tafeln. – Papier leicht stockfleckig. Die Vorsätze stärker leimschattig.
200 – 300 CHF
486
Franz Niklaus KÖNIG 1765–1832
Collection de costumes suisses. Tirés du cabinet de M. Meyer, d’Aarau par F. N. König. Unterseen, Canton Berne, chez l’auteur. Bern, Burgdorfer und Rätzer, (1804). 8°. (17,5 × 12,5 cm). (5), (24) Bl. Mit 24 kolorierten Aquatinta-Tafeln von F. N. König nach Gemälden von Joseph J. Reinhard. Etwas späterer Pappband mit dreiseitigem Goldschnitt.
Lonchamp 1696. – Lipperheide GA 19. – Der sogenannte «kleine König» mit den verkleinerten Tafeln. – Mit alten handschriftlichen Einträgen auf den ersten zwei leeren Seiten. Papier leicht stockfleckig. Der Einband berieben.
200 – 300 CHF
487
Johann Jakob KOLLER 1757–1841
Schweizer Prospect nach der Natur gezeichnet. 2 Teile in 1 Band. Zürich, 1775. 4° (32 × 23,5 cm). 12 kolorierte Kupfertafeln. Halblederband der Zeit.
Lonchamp 1690. – Erste und zweite Ausgabe, mit unterschiedlichen Kupfertafeln. – Die Vorsätze leimschattig. Die Tafeln zum Teil leicht stockfleckig. Der Einband berieben.
200 – 300 CHF
Louis-Marie LANTÉ 1789–1871
Costumes de divers pays (Rückentitel). (Originaltitel: Costumes des femmes de divers pays). (Paris, Louis-Pascal Sétier, 1827). Gr.-4° (31 × 23,5 cm). Mit 50 (von 100) kolorierten Tafeln von Gatine nach M.-L. Lanté. Späterer Halblederband.
Ohne Text. Das Werk erschien mit total 100 Tafeln. – Die Tafeln vereinzelt stockfleckig.
500 – 700 CHF
489
Louis-Marie LANTÉ 1789–1871
Costumes des femmes de divers pays. Costumes de divers pays (Rückentitel). 2 Bände. (Paris, Louis-Pascal Sétier, 1827).
Gr.-4° (31 × 23,5 cm). Mit 69 (von 100) kolorierten Tafeln von Gatine nach L.-M. Lanté. Spätere Halblederbände.
Band I: Tafeln Nr. 1–34; Band II: Tafeln Nr. 35–69. – Ohne Text. Das Werk erschien mit total 100 Tafeln. – Das Papier vereinzelt stockfleckig.
1 000 – 1 500 CHF
490
Jacob LEUPOLD 1674–1727
Theatrum machinarum hydrotechnicarum. – Schauplatz der Wasser-Bau-Kunst, oder deutlicher Unterricht und Anweisung desjenigen, was bey dem Wasser-Bau, und absonderlich der Damm-Kunst, zu wissen wichtig ist. 2. Teil. Leipzig, Christoph Breitkopf, 1774. Folio (38 × 25 cm). (6) Bl., 184 S., (2) Bl. Mit 51 Kupfertafeln. Lederband der Zeit mit Rückenvergoldung. Vgl. Poggendorf I, 1438 (nur für den 2. Teil). – Erschien erstmals 1724. –Das Papier durchgehend gebräunt und stockfleckig. Der Einband berieben.
300 – 400 CHF
491
Hans Felix LEUTHOLD 1799–1859
Fünfzig malerische Haupt-Ansichten von der Schweiz in Miniatur-Format. – Cinquantes principales vues pittoresques en mignature de la Suisse, mit einer erläuternden Erklärung begleitet, gezeichnet nach der Natur, gestochen durch die geschicktesten Künstler. Zürich, H. F. Leuthold, um 1836. Quer8° (13 × 17 cm). (2) Bl., (49) Bl. (von 50). Mit 50 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Dunkelgrüner Orig.-Halblederband mit Rücken–und Deckelvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Lonchamp 1808. Ansichten von Zürich, dem Rheinfall, Reichenau, Splügen, Zug, Luzern, Rigi, Goldau, Schwyz, Brunnen, Flüelen, Amsteg, Hospental, Grindelwald, Gotthard, den Berner Alpen, Goldsweil, Brienz, Unterseen, Thun, Interlaken, Bern, Fribourg, Lausanne, Montreux, Vevey, Genf und weiteren Orten. – Es fehlt das Textblatt zur Tafel «Avenue de Schwyz». Der Einband berieben. Der Rücken mit altem Material restauriert.
700 – 1 200 CHF
Johann Emanuel LOCHER 1769–1815 oder Gottfried LOCHER 1735–1795
Recueil de portraits et costumes suisses les plus élégants. Usité dans les 22 cantons, accompagné d’un supplément exécutés par le célèbre peintre de dessinateur Locher. Bern und Basel, J. P. Lamy, um 1820. 4° (32,5 × 25,5 cm). (2) Bl., 32 Bl. Mit 32 kolorierten Aquatinta-Tafeln, montiert auf festem Papier nach Johann Emanuel (oder Gottfried) Locher. Neuer Halblederband mit Deckelschild und Vergoldung. Lipperheide Ga 30 (mit 30 Tafeln). – Ausgabe mit den ganzseitigen Darstellungen der Personen. – Die Textseiten vereinzelt stockfleckig.
1 000 – 1 500 CHF
1784–1846
Friedrich Wilhelm MORITZ 1783–1855
Costumes Suisse. Dédiés a son Altesse Royale le Prince Royal de Prusse. Neuchâtel, C. H. Wolfrath, 1824. Gr.-4° (30 × 26 cm). (4) Bl., 1 gestochener Titel, 55 Bl. Mit 55 kolorierten Aquatinta-Tafeln (montiert). Halblederband der Zeit. Lonchamp 1861. – Jede Tafel mit erklärendem Text. Das Papier zu Beginn etwas gebräunt. Die Tafeln sauber. Die Textseiten mit kleinen Stockfleckchen. Die Vorsätze leimschattig, der vordere Falz gebrochen. Der Einband berieben.
600 – 800 CHF
Gabriel LORY DER JÜNGERE 1784–1846
Picturesque Tour from Geneva to Milan by Way of the Simplon. London, Ackermann, 1820. Gr.8° (28 × 20 cm). (4) Bl. 136 S., (1) Bl., (4) Bl. (Verlagsanzeigen). Mit 36 kolorierten Aquatinta-Tafeln nach G. Lory und 1 Kupferkarte. Halblederband der Zeit.
Mit Ansichten von Genf, Sion, Brig, Simplon, Arona, Mailand, Sesto, Villa, vom Lago Maggiore u. a. Der Text von Frederic Schoberl. – Das Papier zum Teil unaufgeschnitten, an den Rändern gebräunt. Der Einband stärker berieben und bestossen.
500 – 800 CHF
495
1784–1846
Picturesque Tour through the Oberland in the Canton of Bern in Switzerland. – Illustrated by seventeen coloured engravings, and a map showing the principal mountains and glaciers. London, R. Ackermann, 1823. Kl.-4° (29 × 20 cm).
VIII, 120 S. Mit 17 kolorierten Aquatinta-Tafeln und 1 gestochenen Karte. Halblederband der Zeit. Das Papier unaufgeschnitten. Unterschiedlich stark stockfleckig. Die meisten Tafeln sauber. Der Einband berieben und bestossen.
800 – 1 200 CHF
Gabriel LORY DER ÄLTERE
Recueil de paysages suisse. Dessinés d’après nature dans une course par la vallée d’Ober-Hasly et les cantons de Schweitz et d’Ury par Lory, Lafond et Zehender. Accompagné d’un texte pour servir d’ittinéraire aux artistes et aux amateurs de voyages pittoresques. Bern, chez les artistes associés, 1797. Folio (40 × 24,5 cm). 40 S., (4) Bl. Mit 1 Tafel mit 9 Umrissen und 13 kolorierte Kupfertafeln von G. Lory nach Simon Daniel Lafond und Karl Ludwig Zehender. Orig.-Umschlag in neuer Mappe. Lonchamp 2417. – Lose Lagen (Text) und Loseblattsammlung (Tafeln). –Das Papier unbeschnitten und zum Teil stockfleckig.
2 000 – 3 000 CHF
497
Gabriel LORY DER ÄLTERE 1763–1840
Gabriel LORY DER JÜNGERE 1784–1846
Sammlung von 27 Tafeln. «Vues de Suisse» (handschriftliche Titelblätter). I: Les canton primitifs (Uri, Schwyz, Unterwalde, Zoug). – II: Canton de Berne. l’Oberland bernois. –III: Les nouveaux cantons: Grisons, Vaud, Schaffhouse, Valais. Zürich, Keller und Füssli, Folio (37 × 28 cm). 27 (davon 18 kolorierte) Aquatinta-Tafeln von Lory Fils und Père, die letzte Tafel nach Maxi de Meuron, gestochen von Thales Fielding. Späterer, reich vergoldeter Maroquinband im Stile der Zeit mit Kopfgoldschnitt, signiert Hans Asper.
Mit drei handschriftlichen Titelblättern. Mit Exlibris auf dem Vorsatz. –
Die Einbandlederbezug mit weissen Flecken.
750 – 1 400 CHF
498
Gabriel LORY DER JÜNGERE 1784–1846
Sammlung von Schweizer Trachten. Um 1820. Kl.-4° (23 × 17 cm). 18 kolorierte Kupfertafeln. Etwas späterer Lederband mit Deckel-, Steh– und Innenkantenvergoldung sowie mit Marmorpapiervorsätzen.
Die Tafeln montiert, einige in der Tafel signiert.
450 – 600 CHF
1784–1846
Souvenir de la Suisse ou recueil de vues remarquables pour faire suite voyage pittoresque dans l’Oberland bernois. Neuchâtel, C.-H. Wolfrath, 1829. Gr.-Folio (56 × 40 cm). (43) Bl. Mit 37 kolorierten Aquatinta-Tafeln von Johann Hürlimann nach G. Lory und 6 Umriss-Kupfertafeln mit 29 Abb. Halbmaroquinband der Zeit mit reicher Rückenvergoldung. Lonchamp 1856. – Vorzugsausgabe auf grossem Papier mit fein kolorierten Kupfern mit Ansichten von Lausanne, Clarens, Rhonegletscher, Luzern, Engelberg, Neuchâtel, Flüelen u. a. – Mit goldgeprägter Krone und Monogramm der Kaiserin Marie-Louise (Gattin von Napoleon I.). –Zu Beginn das Papier leicht stockfleckig, im Schnitt gebräunt. Der Einband berieben.
10 000 – 15 000 CHF
Souvenirs de la Suisse ou recueil de vues remarquables de ce pays. 6 Lieferungen Neuchâtel, Imprimerie de C.-H. Wolfrath, 1829. Gr.-Folio (48 × 34 cm). (4) Bl. Mit 34 (von 37) Aquatinta-Tafeln mit erklärenden Textseiten. Lieferungen in Orig.-Umschlägen.
Lonchamp 1856. – Lose Blattsammlung. Die Blätter zum Teil angerändert, angestaubt, im Rand gebräunt und leicht stockfleckig.
600 – 1 200 CHF
1784–1846
Viaggio pittorico fatto da Ginevra a Milano per la strada del Sempione. Traduzione dal Francese col testo originale dicontro … opera di Paolo Fumagalli. Milano, dalla Tipografia Giulio Ferrario, 1820. Gr.-Folio (42 × 29 cm). (9) Bl. Mit 4 kolorierten Aquatinta-Tafeln nach G. Lory, gestochen von P. Fumagalli. Roter Maroquinband der Zeit mit reicher Vergoldung und grünen Seidenvorsätzen.
Mit italienisch-französischem Paralleltext. – Das Papier im Schnitt minim gebräunt.
400 – 600 CHF
Gabriel LORY DER ÄLTERE 1763–1840
Gabriel Lory der JÜNGERE 1784–1846
Voyage pittoresque aux glaciers de Chamouni. Paris, P. Didot l’ainé, 1815. Gr.-Folio (56 × 40 cm). 14 S., (8) Bl. (erklärender Text). Mit 7 kolorierten Aquatinta-Tafeln u. a. von Franz Hegi nach G. Lory (Père und Fils). Etwas späterer Halblederband.
Lonchamp 1859. – Das Papier stockfleckig und im Schnitt gebräunt. Der Einband berieben und bestossen.
6 000 – 8 000 CHF
1784–1846
Voyage pittoresque de Genève à Milan par le Simplon. Paris, Didot l’ainé, 1811. Folio (41 × 28 cm). (3) Bl., 5 S., (5) Bl., 9 S., (4) Bl., 4 S., (17) Bl., 2 S., (6) Bl. Mit 35 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Lederband der Zeit mit reicher Rückenvergoldung.
Lonchamp 1858. – Breitrandiges Exemplar. – Das Papier, zu Beginn stärker stockfleckig, die Tafeln sauber. Der Einband berieben und bestossen, die Gelenke restauriert und angeplatzt.
3 000 – 5 000 CHF
504
1784–1846
Voyage pittoresque de Genève à Milan par le Simplon. Seconde édition. Basel, Guillaume Haas, 1819. Folio (43 × 29 cm). (2) Bl., 4 S., (5) Bl., 7 S., (4) Bl., 4 S., (17) Bl., 2 S., (6) Bl. Mit 35 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Roter Lederband der Zeit mit reicher Vergoldung.
Lonchamp 1858. – Zweite Ausgabe. –Breitrandiges Exemplar. – Das Papier durchgehend leicht stockfleckig, die Tafeln sauber. Der Einband minim berieben.
3 000 – 5 000 CHF
505
Federico LOSE 1776–1833
Viaggio pittorico e storico al Monte Spluga … Milano, um 1830. Quer-Folio (31 × 39 cm). (18) Bl. Mit gestochenem Titelblatt und 16 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Blattgrösse: 27 × 35 cm. Vergoldeter grüner Lederband der Zeit mit Marmorpapiervorsätzen.
Die Tafeln kleiner als die Textseiten. Mit Ansichten von Chiavenna über den Splügen bis Chur.– Das Papier etwas stockfleckig. Die Tafeln sauber.
1 200 – 1 800 CHF
Karl Franz LUSSER 1790–1859
Zwölf Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse. (II:) Fünfzehn Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse. Vom St. Gotthards-Hospiz bis Lugano. 2 in 1 Band. Zürich, bey Heinrich Füessli und Comp., 1830 und 1833. Quer-4° (23 × 30 cm). (2) Bl., 72 S.; (2) Bl., 72 S. Mit 1 Kupfer-Karte (mit Grenzkolorit) und 18 Aquatinta-Tafeln von M. Kälin, J. Suter u. a. Späterer Leinenband. Lonchamp 1870. – Barth 18064. – Der zweite Band vorgebunden. – Das Papier durchgehend etwas stockfleckig. Der Leinenband fleckig und berieben.
250 – 400 CHF
507
Karl Franz LUSSER 1790–1859
Zwölf Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse. (II:) Fünfzehn Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse. Vom St. Gotthard-Hospiz bis Lugano. 2 Bände. Zürich, bey Heinrich Füessli und Comp., 1830 und 1833. Quer-4° (23 × 30 cm). (2) Bl., 72 S.; (2) Bl., 72 S., (1) Bl. (Errata, handschriftlich). Mit 18 kolorierten Aquatinta-Tafeln von J. Suter und Meinrad Kälin. Orig.-Broschur in Halblederumschlag der Zeit.
Lonchamp 1870. – Barth 18064. – Das Kolorit mit Eiweiss gehöht. Es fehlt die Kupferkarte. Das Papier durchgehend etwas stockfleckig. Der Halblederumschlag berieben und bestossen. Der Lederrücken angeplatzt.
300 – 500 CHF
508
Charles MALO
Le Simplon. Promenade pittoresque de Genève à Milan. Paris, Louis Janet, (1824). Kl.-8° (13,5 × 9 cm). (8), 207 S. Mit gestochenem Titel und 12 kolorierten Kupfertafeln. Vergoldeter Lederband der Zeit mit dreiseitigem Goldschnitt. Das Papier durchgehend etwas stockfleckig. Die Tafeln nur mit vereinzelten Stockfleckchen.
150 – 250 CHF
Voyage pittoresque autour du Lac de Genève. Paris, Librairie de Gide fils, 1823. Folio (39 × 26,5 cm). (2) (von 3) Bl., 58 (von 62) S. Mit 11 Lithografien von Godefroy Engelmann nach Jakob Samuel Weibel. Broschur der Zeit mit MarmorpapierUmschlag.
Lonchamp 3186. – Es fehlen die Seiten 45–48 und das Blatt mit «Avertissment» und «Avis pour le placement des cartes». – Das Papier vereinzelt stockfleckig. Der Umschlag mit Gebrauchsspuren.
300 – 500 CHF
510
Christian VON MECHEL 1737–1817
Recueil de XII costumes suisses, civils et militaires, hommes et femmes, du seizième siècle. Gravés d’après les dessins originaux du célèbre Jean Holbein, qui se trouve à la bibliotheque publique de la ville de Basle. Basel, Chrétien de Mechel, 1790. Mappe: Gr.-Folio (46 × 34 cm). 1 koloriertes Titelblatt und 12 kolorierte Kupfertafeln. Neue Halbledermappe mit Schliessbändern.
Lonchamp 2414. – Die 12 Tafeln und das Titelblatt montiert auf festem Karton, nummeriert 1–6 (männliche Kostüme) und 1–6 (weibliche Kostüme).
400 – 600 CHF
Christian VON MECHEL 1737–1817
Recueil de XII costumes suisses, civils et militaires, hommes et femmes, du seizième siècle. Gravés d’après les dessins originaux du célèbre Jean Holbein, qui se trouve à la bibliothèque publique de la ville de Basle. Basel, Chrétien de Mechel, 1790. Mappe: Gr.-Folio (46 × 34 cm). 1 koloriertes Titelblatt und 12 kolorierte Kupfertafeln. Lederband der Zeit. Lonchamp 2414. – Die 12 Tafeln nummeriert 1–6 (männliche Kostüme) und 1–6 (weibliche Kostüme). – Das erste leere Blatt stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen. Der Rücken mit Fehlstelle und die Gelenke angeplatzt.
400 – 600 CHF
512
Christian VON MECHEL 1737–1817
Suite de différens costumes de paysans et paysannes de la Suisse. Basel, C. Mechel, 1791. Gr.-8° (25,5 × 18,5 cm). Mit 26 kolorierten Radierungen von C. Mechel. Orig.-Broschur. Lonchamp 1958. – Zweite Ausgabe, erschien erstmals 1791. – Die Tafeln zum Teil stockfleckig. Der Umschlag stärker stockfleckig, gebräunt und mit kleineren Einrissen.
600 – 900 CHF
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Bündner Ansichten. Zürich, J. J. Meyer, um 1820. Bildgrösse: ca. 8 × 12 cm. 19 kolorierte Aquatinta-Tafeln. In blauer Kartonmappe der Zeit.
Die breitrandigen Tafeln zeigen Ansichten von Cazis, Thusis in Richtung Piz Beverin, Andeer (zwei Ansichten), einem Wasserfall bei Avers, Splügen, San Bernardino, einer Ruine im Misox, Cardinello/Isola (alte Passstraße), einer Herberge auf dem Splügenpass, dem Splügenpass, Thusis in Richtung Domleschg, einer Kirche in der Nähe von Chiavenna, der Herberge Weissenstein beim Albulapass, Bever, St. Moritz, Sils, einer Straße in der Nähe von Isola sowie einer Straße bei Chiavenna.
200 – 350 CHF
Felix MEYER
Costumes Suisses en mignature. Dessinés d’après nature avec texte explicatif par F. Meyer. Zürich, H. F. Leuthold, 1837. 8° (16,5 × 14 cm). 144 (recte 142) S. Mit 1 kolorierten Frontispiz, 1 Titel mit kolorierter Vignette und 23 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Halblederband der Zeit mit neuen Vorsätzen. Lonchamp 2053 (mit 25 Tafeln). – Der Einband neu aufgebunden. Der Rücken berieben. – Dazu ein Exemplar in Broschur und Pappmappe. Die Tafeln nicht koloriert.
250 – 500 CHF
515
Johann Heinrich MEYER 1760–1832
Der Rigiberg in Zeichnungen nach der Natur von Heinrich Fuessli und Heinrich Keller. Mit einer Beschreibung begleitet von I. Heinrich Meyer. Zürich, Fuessli und Comp., 1807. Gr.Folio (50 × 41 cm). 12 S. Mit gestochenem Titel mit AquatintaVignette (Sepia), Aquatinta-Anfangsvignette (Sepia), 2 Tafeln mit Umrisskupfern und 12 kolorierten Tafeln (radiert und in Aquatinta) sowie 1 kolorierte Kupferkarte. Pappband der Zeit mit montiertem Deckeltitel.
Lonchamp 2059. – Französisch-deutsche Parallelausgabe. – Das Papier durchgehend gebräunt, stockfleckig und zum Teil knitterfaltig. Am Schluss mit Filmoplast hinterlegtem Einriss.
1 500 – 2 500 CHF
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Johann Gottfried EBEL 1764–1830
Die Bergstrassen durch den Canton Graubündten nach dem Langen– und Comer-See. Von J. Jakob Meyer, begleitet mit einer Einleitung u. mit Erklärungen von Herrn Doctor J. G. Ebel. Verfasser der Anleitung die Schweiz zu bereisen. Nebst einer Wegkarte von H. Keller. Zürich, bey J. Jakob Meyer, Mahler, (1826). Quer-4° (21,5 × 29,5 cm). (1) Bl., 166 S. Mit gestochenem Titel (mit kolorierter Vignette), 32 kolorierte Aquatinta-Tafeln (mit Eiweiss gehöht), 6 Umrisskupfer-Tafeln (davon 1 klein und montiert) und 1 gefalteten Karte von Heinrich Keller. Etwas späterer, reich vergoldeter Lederband mit dreiseitigem Goldschnitt. Lonchamp 892. – Die Ansichten von Johann Jakob Meyer gezeichnet, gestochen von R. Bodmer, Franz Hegi, Christian Meichelt und C. Rordorf. – Das Papier des Textes durchgehend etwas stockfleckig. Der Einband minim berieben. Der vordere Falz angeplatzt.
1 500 – 2 000 CHF
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Johann Gottfried EBEL 1764–1830
Die Bergstrassen durch den Canton Graubündten nach dem Langen– und Comer-See. Von J. Jakob Meyer, begleitet mit einer Einleitung u. mit Erklärungen von Herrn Doctor J. G. Ebel. Verfasser der Anleitung die Schweiz zu bereisen. Nebst einer Wegkarte von H. Keller. Zürich, bey J. Jakob Meyer, Mahler, (1826). Quer-4° (21,5 × 29,5 cm). (1) Bl., 166 S. Mit gestochenem Titel (mit kolorierter Vignette), 32 AquatintaTafeln, 6 Umrisskupfer-Tafeln und 1 gefalteten Karte von Heinrich Keller. Späterer Halblederband. Lonchamp 892 und 897. – Hier das typografische Titelblatt der ersten Ausgabe von 1825 miteingebunden, jedoch der gestochene Titel von 1826. Ebenfalls das Subscribenten-Verzeichnis mit einer Mitteilung des Verlags miteingebunden. Die Ansichten von Johann Jakob Meyer gezeichnet, gestochen von R. Bodmer, Franz Hegi, Christian Meichelt und C. Rordorf. –Das Papier des Textes durchgehend etwas stockfleckig.
1 200 – 1 800 CHF 516
518
Johann Heinrich MEYER 1760–1832
Die Gegend von Goldau, vor und nach dem Bergfal, am 2ten September 1806. Zürich, Orell Füssli und Compagnie, 1807. Quer4° (22 × 31 cm). Titelblatt (als Umschlag), 7 S. Mit gestochener Umrisstafel und 2 kolorierten Kupfertafeln von J. H. Meyer. Halblederband der Zeit, der Orig.-Umschlag miteingebunden. Lonchamp 2055. – Meyer schuf die erste Ansicht 1805 bis 1806 und die zweite am 6. September, vier Tage nach dem Bergsturz. – Sauberes Exemplar. Der Einband nur minim berieben.
500 – 800 CHF
519
Johann Heinrich MEYER 1760–1832
Die Ruinen von Unterwalden. In zwölf geäzten Blaettern und einer Charte nach der Natur gezeichnet im Julius 1800 von J. H. Meyer. Zürich, 1801. Quer-8° (20 × 23 cm). Gestochenes Titelblatt mit Vignette, 18 S. Mit 12 Radierungen und 1 gestochenen Karte. Broschur der Zeit.
Das Papier stockfleckig. Der Umschlag angestaubt und knitterfaltig.
150 – 250 CHF
520
Johann Heinrich MEYER 1760–1832
Die Ruinen von Unterwalden. In zwölf geäzten Blaettern und einer Charte nach der Natur gezeichnet im Julius 1800 von J. H. Meyer. Zürich, 1801. Quer-8° (20 × 23 cm). Gestochenes Titelblatt mit Vignette, 18 S. Mit 12 Radierungen und 1 gestochenen Karte. Broschur der Zeit.
Der Umschlag und das Papier gebräunt und stockfleckig.
150 – 250 CHF
521
Johann Heinrich MEYER 1760–1832
Landschäftgen nach Schweizermalern radiert von Heinrich Meyer. Zürich, 1788. Quer-8° (17 × 22 cm). 12 kolorierte Kupfertafeln. Lose Tafeln in Umschlag.
Die Tafeln mit den Legenden: An der Thur; Im Veltlin; Im Toggenburg; Wasserfall in Oberhasle; Im Glarnerland; Gegend in der Italianischen Schweitz; Bey Winterthur; Im Wallis; An der Limat; Bey Andelfingen; Im Sihlwald.
200 – 400 CHF
522
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Johann Gottfried EBEL 1764–1830
Les nouvelles routes par le pays des Grisons jusqu’aux lacs Majeur et de Como. En 36 vues par J. J. Meyer accompagnés de texte par Mr. le Docteur J. G. Ebel. Zürich, chez J. J. Meyer peintre, 1827. Quer-Kl.-4° (18 × 25 cm). Mit Kolorierter Titelvignette, 35 (von 36) kolorierten Aquatinta-Tafeln von J. J. Meyer und 1 gefalteten Karte mit Grenzkolorit von H. Keller. Halblederband der Zeit in neuem Schuber.
Seltenes Exemplar der sogenannten kleinen Ausgabe. – Es fehlt die Tafel Nr. 12 mit der dritten Viamalabrücke. – Mit Ansichten von Chur nach Thusis über den San Bernardino bis ins Tessin. Das Papier leicht stockfleckig, die Tafeln sauber. Der Einbandrücken, das Deckelschild und die Vorsätze erneuert. Die Kanten und Ecken wenig berieben.
1 000 – 1 400 CHF
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Mahlerische Reise auf der neuen Kunst-Strasse aus dem Etschthal im Tirol über das Stilfser-Joch durch das Veltlin längs dem Comersee nach Mayland. Nebst einer Wegkarte von H. Keller. Zürich, bey J. J. Meyer, Mahler, 1831. Quer-4° (22,5 × 30 cm). Mit gestochenem Titel (mit Vignette), 36 Aquatinta-Tafeln von Rudolf Bodmer und Franz Hegi nach Johann Jakob Meyer sowie 2 sich wiederholenden Karten (1 davon mit Grenzkolorit) von Heinrich Keller. Späterer Halblederband mit Rücken– und Deckelvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Lonchamp 2064. – Ansichten von Schluderns, Stilfs, Trafoi, des MadatschGletschers, des Wirtshaus im Bödelein, der Galerie am Stilfser-Joch, der Galerie al Rio di Peder, Worms, des Adda-Tals, Tirano, Sondrio, Morbegno, der Festungsruine Fuentes, des Seehafens von Colico-piano, des Comersees, Corenno und Gravedona, Bellano, Varenna, des Milchbach, Lecco, der Addabrücke, Malgrate, Como und des Palastes Raimondi. Die Tafeln mit deutschen und französischen Bezeichnungen. – Das Papier vereinzelt stockfleckig.
800 – 1 200 CHF
524
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Mahlerische Reise auf der neuen Kunst-Strasse aus dem Etschthal im Tirol über das Stilfser-Joch durch das Veltlin längs dem Comersee nach Mayland. Nebst einer Wegkarte von H. Keller. Zürich, bey J. J. Meyer, Mahler, 1831. Quer-4° (22,5 × 30 cm). Mit gestochenem Titel (mit kolorierter Vignette), 36 kolorierte Aquatinta-Tafeln von Rudolf Bodmer und Franz Hegi nach Johann Jakob Meyer sowie 1 Kupferkarte mit Grenzkolorit von Heinrich Keller. Halblederband der Zeit. Lonchamp 2064. – Mit Ansichten von Schluderns, Stilfs, Trafoi, des Madatsch-Gletscher, des Wirtshaus im Bödelein, der Gallerie am StilfserJoch, der Gallerie al Rio di Peder, Worms, des Adda-Tals, Tirano, Sondrio, Morbegno, der Festungsruine Fuentes, des Seehafens von Colico-piano, des Comer See, Corenno und Gravedona, Bellano, Varenna, Milchbach, Lecco, der Adda Brücke, Malgrate, Como und des Palastes Raimondi. Die Tafeln mit deutschen und französischen Bezeichnungen. – Das Papier vereinzelt stockfleckig oder gebräunt. Der Einband berieben.
1 500 – 2 500 CHF
525
Johann Heinrich MEYER 1760–1832
Mahlerische Reise in die italienische Schweiz mit geäzten Blättern. Zurich, bey Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, 1793. Quer-4° (18 × 21 cm). (1) Bl., 75 S. Mit gestochenem Titel, 12 Kupfertafeln. und 1 gestochenen Schlussvignette von Johann Heinrich Meyer nach Meyer und Ludwig Hess. Lederband der Zeit mit Rücken– und Deckelvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt.
Lonchamp 2058. – Erstausgabe. – Sauberes Exemplar.
500 – 700 CHF
Mahlerische Reise in die italienische Schweiz mit geäzten Blättern. Zurich, bey Orell, Gessner, Füssli und Compagnie, 1793. Quer-4° (17,5 × 22 cm). (1) Bl., 75 S. Mit gestochenem Titel, 12 Kupfertafeln und 1 gestochener Schlussvignette von Johann Heinrich Meyer nach Meyer und Ludwig Hess. Broschur der Zeit.
Lonchamp 2058. – Erstausgabe. – Durchgehend, zu Beginn stärker stockfleckig. Die Broschur fleckig und der Rücken beschädigt.
400 – 600 CHF
527
Souvenirs de Saint Maurice et de ses environs dans le haute Engadine Canton des Grisons en 12 vues déssinées d’après nature. Publiées par J. J. Meyer peintre à Zurich. Zürich, Füssli, 1834. Quer-8° (16,5 × 22 cm). Mit 13 kolorierten Aquatinta-Tafeln (lose), gestochen von Franz Hegi, Bodmer und Sperli nach J. J. Meyer. Pappmappe der Zeit mit montiertem Umschlagtitel und mit Schliessbändern.
Lonchamp 2066. – Ansichten von St. Moritz, Sils, Pontresina, Champfer, Silvaplana, Bevers, St. Moritz-Bad, Samedan, Cresta, Celerina u. a. Auf den Vorsatz montiert ein Blatt mit Kunstanzeigen. – Die Mappe berieben und bestossen.
1 200 – 1 800 CHF
528
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Johann Gottfried EBEL 1764–1830
Voyage pittoresque dans le canton des Grisons en Suisse. Vers le Lac Majeur et le Lac de Come sur les grandes routes nouvellement construites à travers les cols de Splugen et de Bernhardin, en 32 planches … Avec une carte routière de H. Keller. Zurich, chez J. J. Meyer, 1827. Quer-4° (21 × 29 cm). (1) Bl., 169 S. Mit gestochenem Titel (mit kolorierter Vignette), 32 kolorierten Aquatinta-Tafeln und 1 gefalteten Kupferkarte mit Grenzkolorit sowie 6 (davon 1 kleine) Umrisskupfer-Tafeln. Pappband der Zeit in Schuber. Lonchamp 2069. – Die Tafeln gezeichnet von Johann Jakob Meyer, gestochen von R. Bodmer, C. Rordorf, Christian Meichelt, J. Meyer und Franz Hegi. Mit montierter Verlagsanzeige auf dem festen Vorsatz. Mit einem montieren Katalogeintrag und einem Exlibris sowie ein handschriftlicher Besitzereintrag auf dem fliegenden Vorsatz. – Das Papier durchgehend etwas stockfleckig. Der Einband und der Schuber berieben.
2 000 – 3 000 CHF
529
Johann Jakob MEYER 1787–1858
Vue prise près de l’auberge du Corbeau à Zurich. Kolorierte Umrissradierung. Zürich, Fuessli & Comp. 1810. Bild: 33 × 45,5 cm.
Ansicht auf das Haus zum Raben mit Grendeltor.
300 – 600 CHF
530
Neujahrsblätter der Stadtbibliothek Zürich auf die Jahre 1645–1758. Zürich, ab der Burgerlichen Bibliothec, 1645–1758. Quer-Folio (37,5 × 50 cm). Grossformatige bis kleinformatige Einblattkupferdrucke, alle montiert. Halblederband des 19. Jh. Rohr S. 2–3. Bis auf ein Blatt (1682) vollständige Sammlung der ersten Zürcher Neujahrsblätter der «Burgerlichen Bibliothec». Begründet von Conrad Meyer – von ihm stammen die Blätter bis 1684, die sein Sohn Johannes Meyer bis 1711 weiterführte. Danach waren verschiedene Künstler beteiligt, unter anderen David Scheuchzer, David Herrliberger, J. B. Bullinger und Joh. Rud. Füssli. Die Blätter von 1658 und 1687 sind in zwei Versionen vorhanden. – Papier vereinzelt stockfleckig. Der Einband berieben und bestossen. Der Rücken mit grösserer Fehlstelle.
1 000 – 1 500 CHF
531
Johann Andreas PFEFFEL 1674–1748
Schweitzerisches Trachten-Cabinet oder allerhand Kleidungen, wie man solche in dem löblichen Schweitzer-Canton Zürich zutragen pflegt. – Le Cabinet de toutes les modes d’habits, les quels on porte dans le louable canton de Suisse, qui s’appelle Zurich. Augsburg, Johann Andreas Pfeffel, um 1745. 4° (33 × 22,5 cm).
1 gestochener Titel. Mit 20 Kupfertafeln. Broschiert. Lonchamp 2307. – Sehr seltenes und frühes Werk über Zürcher Trachten und Kleidung mit Ansichten verschiedener Strassen und Gebäude von Zürich. Mit französisch-deutschem Paralleltext. – Das Papier gebräunt und fleckig.
600 – 800 CHF
532
Promenade par les lieux les plus interessants de la Suisse. Zürich, Keller & Füssli, (1830). Quer-4°. (24 × 32 cm). Gestochenes Titelblatt. Mit 50 kolorierten Aquatinta-Tafeln u. a. von R. Bodmer, J. Sperli, Weber und Hausheer u. a. nach S. Corrodi, W. Burri und Oppermann. Halblederband der Zeit. Lonchamp 1675. – Mit Ansichten von Zürich, Luzern, Zug, Wasen, vom Wallis, der Westschweiz, Bern u. a. – Einige Tafeln mit Einrissen und Beschädigungen (vermutlich von Kinderhand). Der Einband berieben und bestossen.
1 500 – 2 000 CHF
533
Promenade pittoresque par les lieux les plus intéressants de la Suisse. Zürich, Keller und Fussli, (1829). Quer-4° (23,5 × 30,5). (1) Bl. Mit 50 Aquatinta-Tafeln von C. Bodmer, S. Corrodi, Weber u. a. nach Oppermann, R. Bodmer, S. Corrodi u. a. Moderner Pappband. Lonchamp 2361. – Ohne Text mit Ansichten von Altdorf, Bern, Fribourg, Genf, Reichenau, Andermatt, Glarus, Interlaken, Lausanne, der Insel Mainau, Montreux, Luzern, Sion, Thun, Vevey, Wesen, Zürich u. a. – Die Tafeln sauber.
800 – 1 200 CHF
534
Joseph REINHARD 1749–1824
Collection de costumes suisse des XXII cantons, peints par J. Reinhard de Lucerne. Basel, Birmann & Huber, 1819. 4° (28,5 × 22 cm). (4) Bl., (46) Bl. Mit 46 kolorierten Kupfertafeln. Roter, goldgeprägter Maroquinband des 20. Jh. mit dreiseitigem Goldschnitt.
Lonchamp 668. – Zweite Ausgabe, erschien erstmals 1810 mit 44 Tafeln (vgl. Lipperheide GA 22). – Die Vorsätze leimschattig. Das Papier teilweise leicht stockfleckig. Die Tafeln sauber. Der Einband mit schwach weissen Flecken.
800 – 1 200 CHF
535
Lorenz Justin RITZ 1796–1870
Vues du Valais. Genf, um 1835. Quer-Gr.-4° (27 × 35 cm). 37 Lithografien von div. Künstlern nach L. J. Ritz. Halblederband der Zeit.
Lonchamp 2493. – Ohne Titelblatt. Wenige Tafeln gebräunt. Die Vorsätze leimschattig. Der Einband berieben.
800 – 1500 CHF
536
Sammelalbum von Schweizer Trachten – Costumes suisse. Bern und Basel, J. P. Lamy, um 1820. Folio (37 × 28,5 cm). 22 kolorierte Kupfertafeln (beschnitten montiert). Halblederband der Zeit. Jeweils ein Trachtenpaar abgebildet mit sehr schönem Kolorit. Im unteren Rand jeweils mit dem Kantonswappen und der Bezeichnung. – Der Einband berieben.
600 – 800 CHF
537
Sammlung von 24 Schweizer Ansichten. Gebunden. Zürich, chez H. Fuessli & Cie., um 1824. Kl.-4° (24 × 20 cm). Mit 24 kolorierten Aquatinta-Tafeln, gestochen von Bodmer, Kälin, Suter u. a. nach Scheuchzer, J. Meyer, M. Kälin und J. Suter. Späterer Halbmaroquinband.
Ohne Titelblatt. Fein kolorierte Tafeln mit Ansichten entlang der Gotthard-Route von Flüelen bis Lugano. – Sauberes Exemplar.
500 – 800 CHF
538
Sammlung von diversen Ansichten der Schweiz. Zürich, F. Sal. Fussly, succ. de Keller et Fussly, chez H. F. Leuthold und Paris, chez Rittner, um 1830. 35 × 27 cm. 28 kolorierte Kupfertafeln, gestochen von Weber nach Bury, Straub, Burkhard, Luttrinshausen, Wezel, Frey u. a. Tafeln lose in Mappe der Zeit. Die Tafeln zum Teil stockfleckig und gebräunt. Die Mappe berieben.
300 – 500 CHF
539
Jean–Baptiste SAUVAN
Le Valais. 1. (von 2) Band. (Paris, J. F. Ostervald éd., 1829). 4° (30 × 24 cm). (21) Bl., 49 S. Mit 18 kolorierten Tafeln. Halblederband der Zeit mit erneuerten Vorsätzen. Band 1 von «Le Rhône» (description historique et pittoresque de son cours, depuis sa source jusqu’à la mer). – Die Tafeln stärker gebräunt. Das Papier über 20 Seiten mit einem durchgehenden Wasserfleck in der oberen Ecke.
200 – 350 CHF
540
Johann Rudolf SCHELLENBERG 1740–1806
Schweizer-Trachten Zürichgebiets. Winterthur, Schellenberg, 1784. 8° (19 × 12,5 cm). Mit 1 Titelblatt und 11 Radierungen von J. R. Schellenberg. Lose Blattsammlung in späterer Mappe. Lonchamp 2627. – Sehr selten. – Mit einer zusätzlichen Tafel. –Die erste Tafel leicht stockfleckig.
150 – 250 CHF
541
Johann Rudolf SCHELLENBERG 1740–1806
Schweizer-Trachten Zürichgebiets. Winterthur, Schellenberg, 1784. 8° (19 × 14 cm). Mit 1 gestochenen Titelblatt und 10 Radierungen von J. R. Schellenberg. Späterer Halblederband. Lonchamp 2627. Sehr selten. – Die Vorsätze und das Titelblatt stärker, die ersten Tafeln leicht stockfleckig.
200 – 300 CHF
Les vingt-deux chef-lieux de la Suisse. Dessinés par F. A. Schmid, gravés et coloriés par J. Meyer. Zürich, chez Fuessli et Comp., um 1820. 27,5 × 21,5 cm. (2) Bl. Mit 22 kolorierten Aquatinta-Tafeln von J. Meyer nach F. A. Schmid. Lose in Pappmappe der Zeit. Bibliografisch nicht nachweisbar. – Sehr selten. – Die Mappe berieben.
900 – 1 600 CHF
543
Alois Wilhelm SCHREIBER 1761–1841
Ouvrage représentant en 70 à 80 feuilles le vues les plus pittoresques des bords du Rhin avec des notes et des éclaircissements historiques. Par Alois Schreiber, exécuté d’après nature et publié par Louis Bleuler, gravé par F. Hegi (et al.). Schaffhausen, ohne Verlag, um 1845. Quer-Gr.-Folio (44 × 58 cm). Mit 44 (von 80) kolorierten Aquatinta-Tafeln und 11 Tafeln mit je 4 Umrisskupfern. Neuer Halblederband (im Stile der Zeit) mit goldgeprägten Leinendecken.
Lonchamp 2667. – Die ersten 11 (von total 20) Lieferungen. Die Tafeln mit Ansichten von Ortschaften entlang des Rheins von den Rheinquellen bis Basel.
3 000 – 6 000 CHF
Soixante Vues de la Suisse. Zürich, Henry Fuessli & Co. um 1810. Quer-4° (25 × 33 cm). 60 kolorierte Aquatinta-Tafeln von div. Künstlern. Goldgeprägter Halblederband der Zeit mit dreiseitigem Goldschnitt. Der Einband berieben.
800 – 1 200 CHF
545
Souvenir de Berne et ses environs. L’Oberland, Pont à Fribourg etc. Zürich, H. F. Leuthold, Quer-8° (13 × 16,5 cm). Mit 15 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Orig.-Broschur.
Mit Ansichten von Bern, Thun, Fribourg, Interlaken, Grindelwald, Brienz, der Wengeneralp u. a. – Die Broschur mit altem Material restauriert. Der Umschlag und der Schnitt gebräunt.
150 – 250 CHF
546
Souvenir de la Suisse. Zürich, Henri Fuessli, um 1820. Quer-8° (13,5 × 17,5 cm). (1) Bl. (1) Bl. (Verlagsanzeigen). Mit 50 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Reich vergoldeter Halblederband der Zeit mit dreiseitigem Goldschnitt. Vom Verlag zusammengestellte Sammlung von Schweizer Ansichten. –Mit vereinzelten Stockfleckchen.
500 – 800 CHF
547
Souvenir de l’Oberland bernois. Zürich, Henri Fuessli, um 1810. Quer-8° (15 × 10 cm). (1) Bl. Mit 21 kolorierten AquatintaTafeln. Goldgeprägter Lederband der Zeit. in Schuber. Mit Ansichten von Bern, Thun, der Jungfrau, Brienz, Meiringen, dem Wetterhorn, dem Schreckhorn, Kiesen u. a. – Das hintere Rückengelenk angeplatzt.
250 – 400 CHF
Theatrum der vornehmsten Staedte und Örther in der Schweiz. Die XIII Schweitzer Orthen oder Cantons … Augsburg, um 1740. Quer-4° (20 × 34 cm). 1 gestochener Titel und 22 Kupfertafeln (davon 4 gefaltet) von Gabriel Bodenehr. Broschur der Zeit. Lonchamp 357 und 2814. – Mit Ansichten von Zürich, Bern, Baden, Luzern, Altdorf, Schwyz, Glarus, Biel, St. Gallen u. a. – Das Papier wasserrandig und fleckig. Der Umschlag knitterfaltig.
250 – 450 CHF
549
Johann Jakob STRÜDT (STRÜTT) 1773–1807
Six vues du pays des Grisons dessinées et gravées par J. J. Strütt. Faisant suite aux douze vues de la Baviere par Warenberger et Mettenleitner. Mannheim, chez Dom Artaria, 1804. Blattgrösse: 45 × 57,5 cm. Bildausschnitt: 28 × 43,5 cm. 6 kolorierte Umrissradierungen. Thieme/Becker 32, 216. – Sehr seltene grossformatige Ansichten von Graubünden. Das gestochene Titelblatt und die Ansichten hinter Passepartout montiert, in Sammelmappe broschiert. Mit Ansichten von Luziensteig, Maienfeld, dem Schloss Reichenau, dem Schloss Rhäzüns, Andeer und Splügen.
3 000 – 6 000 CHF
Johannes STUMPF 1500–1577
Gemeiner loblicher Eydgnoschafft Stetten, Landen und Völckeren Chronick wirdiger Thaaten Beschreybung. Hierinn wirt auch die Gelegenheit der gantzen Europe. item ein kurtzvergriffne Chronica Germaniae oder Teütschlands, in sonders aber ein fleyssige Histori und ordentliche Beschreybung Gallie oder Franckrychs fürgestellt, darauff denn obgedachte der Eydgnoschafft Beschreybung volget … 2 Teile in 1 Band. Zürich, bey Christoffel Froschouer, 1548. Folio (40 × 28 cm). 1 Titelblatt, 4 Bl., 1 leeres Bl., 332 Bl., 9 Bl. (Register).; 1 leeres Bl., 467 Bl., (10) Bl. (Verbesserung und Register). Mit 5 doppelblattgrossen Karten, 8 ganzseitigen Karten im Text und zahlreichen Textholzschnitten. Schweinslederband auf Holzdeckeln der Zeit mit Roll– und Plattenstempelprägung sowie zwei Metallschliessen.
VD16 S 9864. – Vischer C 396. – Leemann-van Elck, Froschauer 106 f. und Zürcherische Buchillustr. 52 ff. – Haller IV, 396. – Erstausgabe der berühmten Schweizer Chronik mit der ersten umfassenden geschichtlichen Darstellung des Landes. Die Chronik beginnt mit einer Beschreibung Europas, Deutschlands und Frankreichs und schildert dann ausführlich die verschiedenen Gebiete der Schweiz in total 13 Büchern. – Das Papier zu Beginn etwas fingerfleckig. Die Vorsätze leimschattig. Im ersten Band zwei Blätter mit Einrissen und 4 Blätter mit Eckausrissen. Das Blatt 277 im zweiten Band braunfleckig. – Insgesamt jedoch ein sehr gut erhaltenes Exemplar.
2 500 – 4 000 CHF
Christoph Nicolas TASSIN um 1600–1660
Description de tous les cantons, villes, bourgs, villages et autres particularitez du pay des Suisses … Paris, Sebastien Cramoisy, 1635. Quer-8° (17,5 × 24 cm). 63 S., (1) Bl. Mit gestochenem Titel (Bd. II), 1 grossen gefalteten Kupferkarte und 35 Kupfertafeln. Pergamentband der Zeit. Barth 17194. – Abgebildet sind neben Kantonshauptorten auch die Städte Biel, Bremgarten, Baden, Kaiserstuhl, Rapperswil, Thun, Konstanz, Brugg, Zofingen, Burgdorf, Eglisau, Winterthur, Lindau u. a. – Die Vorsätze mit altem handschriftlichem Besitzereintrag, leimschattig und knitterfaltig. Das Papier und der Einband angestaubt. Der Pergamentbezug fleckig.
1 000 – 1 500 CHF
552
Christoph Nicolas TASSIN um 1600–1660
Description de tous les cantons, villes, bourgs, villages et autres particularitez du pay des Suisses … Paris, Sebastien Cramoisy, 1635. Quer-8° (17,5 × 23 cm). 63 (3) S. Mit gestochenem Titel (Bd. II), 1 grossen gefalteten Kupferkarte und 35 Kupfertafeln. Manuskriptbezug (Pergament) der Zeit mit Schliessbändern. Barth 17194. – Abgebildet sind neben Kantonshauptorten Biel, Bremgarten, Baden, Kaiserstuhl, Rapperswil, Thun, Konstanz, Brugg, Zofingen, Burgdorf, Eglisau, Winterthur, Lindau u. a. – Das Papier stockfleckig. Der Pergamentbezug gebräunt.
1 000 – 1 500 CHF
553
Hermann TRACHSLER
um 1800–1850
Recueil de vues et de costumes suisses. Zürich, um 1830. Quer8° (16 × 19 cm). Mit 22 kolorierten Aquatinta-Tafeln (Ansichten der Kantonshauptorten) und 23 (von 24) Aquatinta-Tafeln (Trachten der Kantone) von Hermann Trachsler. Halblederband der Zeit.
Mit Trachten und Ansichten von Zürich, Schwyz, Zug, Glarus, Fribourg, Solothurn, Basel, Schaffhausen, Appenzell, St. Gallen, Chur, Aarau, Frauenfeld, Lugano, Lausanne, Neuchâtel, Genf und Sion. – Ohne Titelblatt und Text. Es fehlt die Genfer Tracht. – Das Papier nur vereinzelt stockfleckig. Der Einband berieben.
300 – 500 CHF
554
Jules Louis Frédéric VILLENEUVE
Godefroy ENGELMANN 1788–1839
– Lettres sur la Suisse par M. M. Raoul Rochette et Engelmann, accompagnées de vues dessinées d’après la nature & lithographiées par M. Villeneuve.
– Troisième partie = Lac des quatre cantons.
– (Cinquième partie. Route du Simplon).
5 Bände. Paris Chez Engelmann, 1823–1832. Gr.-Folio (46,5 × 31 cm). 5 Titelblätter mit 5 lithografischen Vignetten, 84 S.; 45 S.; 61 S.; 89 S.; 39 S. Mit 112 lithografischen Tafeln und 28 lithografischen Schlussvignetten von G. Engelmann nach J. Villeneuve. Halblederbände der Zeit mit schlichter Rückenvergoldung (nicht uniform gebunden).
Barth 17641. – Erstausgabe. – Das Papier des Textes stärker und die Tafeln unterschiedlich stockfleckig In Band IV die Tafel 14 (Mont Blanc-Ansicht) stark gebräunt und stockfleckig. Die Einbände berieben und bestossen. Band II am Rücken mit Fehlstelle. Das hintere Einbandgelenk und der Rücken von Band IV zu Hälfte abgeplatzt.
700 – 1 200 CHF
555
Johann Georg VOLMAR 1770–1831
Nouvelle collection de costumes suisses, contenant 24 feuilles … Bern, J. L. Lang, 1819. Kl.-4° (27,5 × 21 cm). Titelblatt, (22) Bl. Mit 24 kolorierten Kupfertafeln von J. G. Volmar. Pappband der Zeit mit erneuertem Pergamentrücken. Lonchamp 3168. – Die Tafeln auf braunes Papier montiert. Mit Gebrauchsspuren. Das Papier teilweise fleckig, die Tafeln sauber. Der Einband berieben und bestossen.
600 – 800 CHF
Vues remarquables des Montagnes de la Suisse dessinées et colorées d’après la nature, avec leur description. Amsterdam, J. Yntema, 1785. Gr.-Folio (51 × 35 cm). (6) Bl., 12 S. Mit 1 gestochenen Anfangsvignette von J. Störklin nach A. Dunker, 1 gestochenen Titel und 42 kolorierten Kupfertafeln nach Caspar Wolf, Friedrich Rosenberg, gestochen von Charles Melchior Descourtis u. a. Lose in Orig.-Mappe (Halbpergament) in neuer schwarzer Maroquin-Box. Lonchamp 3197. – Cohen-Ricci 485. – Mit dem Vorwort von Albrecht von Haller, verfasst für die Première Partie, erschienen 1778 in Bern (vgl. Lonchamp 3198). Der übrige Text von Jacob Samuel Wyttenbach, herausgegeben von Rudolf Samuel Henzi. Prachtvolles Werk mit den Ansichten von Thun, dem Staubbachfall, der Drachenhöhle, Interlaken, dem Rinkenberg, der Breit-Lauwinen, dem Hospental, Grindelwald, dem Rosenlauigletscher, der Tellskapelle u. a. Die meisten Tafeln gezeichnet von Johann Caspar Wolf, 13 von Friedrich Rosenberg und die restlichen von Füssli, Patria und 2 von Clement. – Das Papier leicht stockfleckig. Die Mappe berieben und bestossen.
6 000 – 9 000 CHF
557
1759–1835
L’ile de Saint-Pierre ou l’ile de Rousseau, dans le Lac de Bienne. Bern, Lory und Rheiner, um 1815. 4° (25 × 19,5 cm). 56 S. Mit gestochenem Titel (mit Vignette), 2 gestochenen Karten und 10 kolorierten Kupfertafeln von G. Lory nach C. Rheiner. Späterer Halblederband.
Lonchamp 3218. – Das Papier zu Beginn leicht stockfleckig. Bindung gelockert.
200 – 300 CHF
558
Jakob Samuel WEIBEL 1771–1846
Voyage pittoresque dans l’Oberland bernois; en 20 vues. Bern, Basel, Zürich, Bourgdorfer, Falkeisen et Huber, Fuessli & Comp., um 1820. Quer-4° (22,5 × 29 cm). Gestochenes Titelblatt mit Vignette. Mit 20 kolorierten Aquatinta-Tafeln von Samuel Weibel. Halblederband der Zeit mit Deckel– und Rückenvergoldung.
Lonchamp 3187. – Sehr selten. – Mit Ansichten von Bern, Münsingen, Thun, Hilterfingen, Spiez, Unterseen, der Jungfrau, Lauterbrunnen, Grindelwald, des Roselaui-Gletschers, vom Haslital, der Reichenbachfälle, vom Brünig, Brienz, der Giesbachfälle, vom Ringgenberg u. a. – Sauberes Exemplar. Der Einband restauriert.
1 800 – 2 500 CHF
Johann Jakob WETZEL 1781–1834
– Voyage pittoresque au Lac de Come. – Voyage pittoresque au lacs majeur et de Lugano.
2 Bände in 1 Band. Zürich, Orell Fussli et Comp., 1819 (oder 1822) und 1823. Gr.-Folio (42,5 × 29 cm). (2) Bl., 32 S.; 42 S. (4 S. verbunden). Mit 30 kolorierten Aquatinta-Tafeln nach Johann Jakob Wetzel, gestochen von F. Rordorf, J. Hürlimann, Kälin und Franz Hegi. Halblederband der Zeit mit vergoldetem Rückentitel.
Lonchamp 3175 und 3179. – Zwei Werke in einem Band. Die zwei Titelblätter dazwischen gebunden. 15 Tafeln «Lago di Como», 10 Tafeln «Lago Maggiore» und 5 Tafeln «Lago Lugano». – Papier vereinzelt stockfleckig. Nach der ersten Lage die Bindung gelockert. Der Einband stärker berieben.
8 000 – 12 000 CHF
560
Johann Jakob WETZEL 1781–1834
Voyage pittoresque aux lacs de Thoune, Brienz, Lungern et Sarnen. Zürich, Orell Fussli, 1827. Folio (41 × 28 cm). (1) Bl., 52 S. Mit 12 kolorierten Aquatinta-Tafeln von Franz Hegi und C. Rordorf. Neuer Halblederband mit Rückenvergoldung dreiseitigem Goldschnitt.
Lonchamp 3181. – Appenzeller Nr. 239–244. – Mit sehr schön kolorierten Tafeln. Sauberes Exemplar.
800 – 1 200 CHF
561
Johann Jakob WETZEL 1781–1834
– Voyage pittoresque aux lacs de Zurich, Zoug, Lowerz, Egeri et Wallenstadt.
– Voyage pittoresque au Lac de Genève ou Léman.
2 Bände in 1 Band. Zürich, Orell, Fussli u. Comp., 1819. Gr.-Folio (43 × 28 cm). 48 S. Mit 10 kolorierten AquatintaTafeln nach Johann Jakob Wetzel, gestochen von Franz Hegi.; 44 S. Mit 10 kolorierten Aquatinta-Tafeln nach Johann Jakob Wetzel, gestochen von F. Hürlimann und Franz Hegi. Halblederband der Zeit.
Lonchamp 3184 und 3178. – Zwei Werke in einem Band mit sehr fein kolorierten Tafeln. – Sauberes Exemplar. Der Einband stark berieben. Das vordere Einbandgelenk geplatzt und das hintere angeplatzt.
2 000 – 3 000 CHF
562
A. YOSY
– Switzerland as Now Divided into Nineteen Cantons … – Picturesque Representations of the Dress and Manners of the Swiss.
2 Bände in 1 Band. London, Booth and Murray, 1815. 8° (25 × 16 cm). (2) Bl., VIII, 236 S.; (1) Bl., 212 S. Mit 50 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Halblederband der Zeit. Lipperheide Ga 26. – Die Trachtendarstellungen zum Teil Kopien nach Franz Niklaus König. – Das Papier leicht stockfleckig. Der Einband berieben.
200 – 300 CHF
– Tableaux topographiques, pittoresques, physiques, historiques, moraux, politiques, littéraires, de la Suisse.
– (Titel Tafelband:) Tableaux de la Suisse ou voyage pittoresque fait dans les XIII. cantons et etats allieés du corps helvétique.
2 Bände + Tafelband. Paris, Clousier, 1780–1786. Folio (50 × 34,5 cm). (3) Bl., LXXXIV (recte LXXIV) S., (1) Bl., 368 S., LXVI S., (3) Bl. (corrections u. additions).; (3) Bl., 578 S.; 7 S., 8 S., S. 3–7, (1) Bl. Mit gestochenem Titelblatt mit Vignette, gestochenem Frontispiz, 1 gestochenem Panorama, 1 gefaltetem Umrisskupfer, 377 Abb. auf 237 Kupfertafeln (davon 212 Ansichten, 1 Schlachtkupfer mit Legende, 1 Wappen– und Grabkupfer, 4 Tafeln mit Münzen, 3 gefaltete Karten, 1 doppelblattgrosse Karte, 11 Tafeln mit 71 Porträts, 1 gefalteter Plan mit Legende, 1 Tafel mit 2 Abb. von Antiquitäten). Marmorierte Lederbände der Zeit mit reicher Rückenvergoldung und handschriftlichem Bibliotheksrückenschild.
Cohen/de Ricci 1075. – Lonchamp 3362. – Fürstenberg 46, 101. – Ein bedeutendes enzyklopädisches Werk über die Schweiz und eine prachtvolle Monografie, die durch ihre reiche Bebilderung mit Ansichten und Karten vor allem die landschaftliche Schönheit der Schweiz hervorhebt – mit ihren Schlössern, Seen, Brücken, Tälern, Wasserfällen, Berggipfeln und Gletschern. Die Kupferstiche von Née, Masquelier, nach Vorlagen von Perignon, Le Barbier. – Mit montiertem Exlibris der «Aarg. Kantonsbibliothek». Das Papier vereinzelt wasserrandig, gebräunt und stockfleckig. Die Einbände restauriert. Rücken von Band eins am unteren Kapital mit grösserer Fehlstelle (vermutlich Mäusefrass). Der Rücken von Band zwei am oberen Kapital mit kleiner Fehlstelle. Die Kanten berieben.
9 000 – 14 000 CHF
564
1784–1846
Los von zwei Büchern.
– Voyage pittoresque de l’Oberland bernois. Publié par G. Lory fils. Paris, J. Didot l’ainé, 1822. Gr.-Folio (56 × 40 cm). (2) Bl., 4 S., (30) Bl., (5) Bl. (Erklärungen). Mit 30 kolorierten Aquatinta-Tafeln von Johann Hürlimann nach G. Lory und 4 Tafeln Umrissradierungen mit 18 Abb. Halbmaroquinband der Zeit.
Lonchamp 1860. – Vorzugsausgabe auf grossem Papier mit sehr fein kolorierten Kupfern mit Ansichten von Bern, Thun und Umgebung sowie Orte um den Thuner– und Brienzersee, Lauterbrunnen, Wengen u. a. –Mit goldgeprägter Krone und Monogramm der Kaiserin Marie-Louise (Gattin von Napoleon I.). – Das Papier leicht stockfleckig, im Schnitt gebräunt. Der Einband berieben.
– Voyage pittoresque de l’Oberland bernois. Publié par G. Lory fils. 5 Lieferungen. Paris, J. Didot l’ainé, 1822. Folio (49 × 35 cm). Mit 29 (von 30) Aquatinta-Tafeln, mit je 1–2 Seiten Text. Lose Lieferungen mit den Orig.-Umschlägen in Halbleinenmappe der Zeit.
Der Text von Philipp Albrecht Stapfer. – Es fehlt die Tafel 26. Die Tafeln zum Teil verblasst.
3 000 – 5 000 CHF
565
Los von drei Büchern.
– Isenring, Johann Baptist (1796–1860): Thurgegenden. Eine Sammlung malerischer Landschaften an und in der Nähe der Thur. Mit naturhistorischen, geschichtlichen und geographischen Erklärungen und Bemerkungen. – Erste Sammlung «Thurgegenden». Lütisburg im Toggenburg, 1825. Quer-4° (24 × 32 cm). Mit gestochenem Titel (mit Vignette) und 17 (von 20) Aquatinta-Tafeln. Lose Blätter in Orig.-Umschlag. Lonchamp 1597. – Ohne Text, es fehlen die Tafeln 3, 12 und 18. –Die Tafeln wenig stockfleckig.
– Gruner, Gottlieb Sigmund (1717–1778): Die Eisgebirge des Schweizerlandes. Bern, Verlag der neuen Buchhandlung, bey Abraham Wagner, Sohn, 1760. 4° (26 × 32 cm). Mit gestochenem Titelblatt und 18 Kupfertafeln von A. Zingg nach Johann Ludwig Aberli, Meyer, Huber u. a. Broschur der Zeit. Lonchamp 1321. – e-HLS. – Die Kupfertafeln zu Gruners Werk über die Schweizer Gletscher, breitrandig auf grossem Papier gedruckt. –Die Kupfertafeln etwas stock– und wasserfleckig, eine Tafel stärker gebräunt. Die Broschur mit beschädigtem Rücken. Der hintere Deckel mit Wasserrand und Wurmgängen.
– Schellenberg, Johann Rudolf (1740–1806): Ein duzend Schweizerprospecten nach der Natur gezeichnet und geäzt von J. Rod. Schellenberg. Winterthur, 1779. Quer-4° (22 × 30 cm). Mit 12 Radierungen von J. R. Schellenberg. Geheftet mit Umschlag der Zeit.
Lonchamp 2629. – Das Papier gebräunt, stockfleckig und unbeschnitten.
500 – 800 CHF
566
Johann Jakob WETZEL 1781–1834
Los von drei Büchern.
– Voyage pittoresque au Lac des Waldstettes ou des IV cantons. Zürich, Orell Fussli et Compagnie, 1820. Gr.-Folio (48 × 32 cm). 11 S., (14) Bl. Mit 10 kolorierten AquatintaTafeln von Franz Hegi nach J. J. Wetzel. Lose Blatt in Halbleinenmappe der Zeit mit Schliessbändern. Lonchamp 3183. – Appenzeller 214–223. – Zweite Ausgabe, erschien erstmals 1817. – Das Papier angerändert, etwas fleckig und gebräunt. Die Mappe angestaubt, berieben und bestossen.
– Voyage pittoresque au Lac de Constance. Zürich, Orell Fussli et Compagnie, 1830. Gr.-Folio (49 × 33 cm). (2) Bl., 48 S. Mit 12 (von 15) kolorierten Aquatinta-Tafeln von Jakob Suter und Franz Hegi nach J. J. Wetzel. Lose Blattsammlung in KartonMappe der Zeit mit Schliessbändern. Vgl. Lonchamp 3176 (für die Erstausgabe von 1820). Bei dieser zweiten Ausgabe fehlen die Tafeln «vue du port Constance, vue du Languenaguen und vue de Moersbourg». – Das Papier angerändert, stockfleckig und gebräunt. Die Mappe angestaubt, berieben und bestossen.
– La chute du Rhin près de Laufen. Zürich, Orell Fussli et Compagnie, 1819. Gr.-Folio (48 × 32 cm). (6) Bl. Mit 2 kolorierten Aquatinta-Tafeln von J. Hürlimann nach J. J. Wetzel. Lose Blatt in Halbleinenmappe der Zeit mit Schliessbändern.
Lonchamp 655. – Das Papier angerändert, gebräunt und stockfleckig. Die Mappe angestaubt und berieben.
1 800 – 2 500 CHF
Konvolut von 5 Trachten-Büchern.
– Trachsler, Martin: Sammlung von Schweizertrachten. Collection de costumes suisses. Zürich, Trachsler, um 1810. Quer-8° (13,5–17 cm). Gestochenes Titelblatt (del. Lips, sc. Trachsler) und 23 kolorierte Aquatinta-Tafeln (nicht signiert). Broschur der Zeit (restauriert).
Das Titelblatt montiert. Zu Beginn die Tafeln etwas stockfleckig und im Schnitt gebräunt. Der Marmorpapierumschlag berieben.
– Meyer, Felix (1653–1713): Collection de costumes les plus remarquables de la Suisse. Déssinée par F. Meyer et gravée. Basel, P. W. Schwarz, um 1820. Gr.-8° (24 × 19,5 cm). Titelblatt. Mit 22 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Pappband der Zeit mit schlichter Deckel– und Rückenvergoldung. Das Titelblatt stärker stockfleckig, die Tafeln mit vereinzelten Stockfleckchen. Der Einband berieben. Der Rücken mit Einrissen und kleinen Fehlstellen.
– (Trachten der Schweiz). O.O., um 1810. 12° (12 × 10 cm). 30 kolorierte Kupferstizche. Kartonierter Umschlag der Zeit in Schuber. Der Künstler unbekannt. – Alle Tafeln auf braunem Karton montiert mit handschriftlichen Legenden. – Durchgehend etwas stock– und fingerfleckig. Der Umschlag und der Schuber berieben.
– Suisse Jeux et Usages – Suisse costumes modernes. Genf, Briquet de DuBois, um 1825. Folio (34,5 × 27 cm). Lithogr. Titelblatt mit 23 kolorierten Wappen (Statistique de la Suisse). Mit 10 und 21 kolorierten Lithografien von Godefroy Engelmann nach Victor Adam (d’après croquis de M. Föhn).
Moderner Halblederband.
Es ist unklar, ob das Titelblatt ursprünglich zusammen mit den Lithografien publiziert wurde. – Durchgehend etwas stockfleckig.
– Bridgens, Richard (1785–1846): Sketches Illustrative of the Manners and Costumes of France, Switzerland, and Italy. London, Baldwin, Cradock, Joy u. a., 1821. 4° (29,5 × 24 cm). (1) Bl., (27) Bl. Mit 27 kolorierten Kupfertafeln (davon 1 doppelblattgross). Späterer Halblederband.
Das Papier etwas stockfleckig.
500 – 600 CHF
568
Konvolut von 4 Trachten-Büchern.
– König, Franz Niklaus (1765–1832): Nouvelle collection de costumes suisse. Bern, chez l’auteur et chez J. J. Burgdorfer, um 1811. Kl.-4° (19 × 15,5 cm). (26) Bl. Mit 24 kolorierten Kupfertafeln. Pappband der Zeit mit schlichter Rücken– und Deckelvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Lonchamp 1699. – Der Einband leicht verzogen und berieben.
– König, Franz Niklaus (1765–1832) La Suisse en miniature. 5 Hefte. 12° (13,5 × 9,5 cm). 80 S. Mit 40 kolorierten Kupfertafeln mit Trachtendarstellungen. Hefte mit Orig.-Umschlag in Kartonbox mit montiertem, verblasstem Titelblatt.
Das Papier unterschiedlich stark stockfleckig. Die Kartonbox berieben.
– Costumes Suisses dessinés d’après nature par J. Suter. Paris, Berlin, London, New York, Goupil & Cie., (1854). Gr.-Folio (45 × 31 cm). (1) Bl. Mit 23 kolorierten Lithografien. Halblederband der Zeit.
Der Einband stärker berieben und bestossen.
– Freudenberger, Sigmund (1745–1801) und Eichler, MatthiasGottfried (1748–1821): Premier Cahier de differens habillemens distinctifs de la ville de Berne. Dessinés d’après nature par S. Freudenberger et gravés par G. Eichler. Bern, chez S. Freudenberger et G. Eichler, 1785. 8° (23,5 × 16 cm). Gestochenes Titelblatt und 6 kolorierte Radierungen von G. Eichler nach S. Freudenberger. Lose in späterer Pappmappe mit Schliessbändern.
Das Titelblatt gebräunt die Tafeln nahezu sauber.
650 – 900 CHF
569
Konvolut von 4 Trachten-Büchern.
– Yosy, A.: Switzerland as Now Divided into Nineteen Cantons … Picturesque Representations of the Dress and Manners of the Swiss. 2 Bände. London, Booth and Murray, 1815. 8° (24 × 17 cm). VIII, 236 S.; (1) Bl., 212 S. Mit 50 kolorierten Aquatinta-Tafeln. Grüne Kalblederbände der Zeit mit Rücken– und Deckelvergoldung. Lipperheide Ga 26. – Die Trachtendarstellungen zum Teil Kopien nach Franz Niklaus König. – Das Papier leicht stockfleckig. Die Einbände berieben.
– König, Franz Niklaus (1765–1832): Neue Sammlung von Schweizertrachten – Nouvelle collection de costumes suisses, d’après les dessins de Koenig, Lory etc. – nach Zeichnungen von Koenig, Lory etc. Zürich, Orell Füssli und Comp., (1812). Kl.-8° (14 × 9,5 cm). 193 S. Mit gestochenem Titel und 50 kolorierten Kupfertafeln. Reich vergoldeter Maroquinband der Zeit.
Lonchamp 1698. – Deutsch-französische Parallelausgabe. Der sogenannte «kleine König». – Das Papier leicht stockfleckig. Zu Beginn 3 Tafeln gebräunt. Tafel 21 mit montierter Abb.
570
Konvolut von 4 Panoramen.
– Meyer, F(elix) (1653–1713): Costumes Suisses en mignature. Dessinés d’après nature avec texte explicatif par F. Meyer. Zürich, H. F. Leuthold, 1837. Kl.-4° (24,5 × 18,5 cm).
Mit 1 kolorierten Frontispiz, 1 Titel mit kolorierter Vignette und 25 kolorierte Aquatinta-Tafeln. Halblederband. Lonchamp 2053. Ohne Text. – Der Einband mit Gebrauchsspuren. Der Rücken mit grösserer Fehlstelle.
– König, Franz Niklaus (1765–1832): Neue Sammlung von Schweizertrachten aus den XXII Cantonen. Nach Zeichnungen von F. N. Koenig, Lory und Andern. – Nouvelle collection de costumes suisses … Zürich, Orell Füssli und Comp., um 1815. Kl.-8° (14 × 9,5 cm). 223 S. Mit 60 kolorierten Kupfertafeln. Pappband der Zeit mit dreiseitigem Goldschnitt in Schuber. Diese Ausgabe nicht bei Lonchamp. – Deutsch-französische Parallelausgabe. – Das Papier leicht stockfleckig. Der Einband berieben, der Rückenbezug mit kleiner Fehlstelle.
600 – 850 CHF
– Keller, Heinrich (1778–1862): Panorama von Zürich, gezeichnet auf der Katz–Schanze, 1810. Zürich, H. Keller, um 1830. 13,5 × 145 cm. Gefaltetes Panorama in Aquatinta. Halblederumschlag der Zeit.
Das aus mehreren Platten gefertigte und zusammengefügte Panorama hat sich an einer Stelle gelöst.
– Keller, Ferdinand (1800–1881): Das Panorama von Zürich. Schilderung der in Zürichs Umgebungen sichtbaren Gebirge, nebst Beschreibung der im Jahr 1837 ausgeführten Ersteigung des Tödiberges mit einem Plan und einer grossen von der Weid aus gezeichneten Alpenansicht. Zürich, Orell, Füssli und Comp., um 1840. 8°. Panorama: (16,5 × 88 cm). VIII, 135 S. Mit gefaltetem Panorama als kolorierte Lithografie. Orig.Pappband.
Das Papier vereinzelt stockfleckig.
– Keller, Heinrich (1778–1862): Canton Zürich. Zürich, H. Keller, 1828. 29 × 22,5 cm. Ankolorierte Kupferkarte, gestochen von Scheuermann nach H. Keller. Gefaltet in Schuber der Zeit. Die Karte neu auf Leinen aufgezogen.
– Keller, Heinrich (1778–1862): Panorama von Zürich. Gezeichnet auf der Katz-Schanze 1810 von H. Keller. Zürich, H. Keller, (1810). 15 × 143 cm. Koloriertes und gefaltetes Kupferpanorama. Halbleinenband der Zeit. Das Papier zum Teil fleckig und angestaubt. Der Einband berieben und bestossen. Der Leinenrücken angeplatzt.
400 – 750 CHF
Konvolut von 2 Panoramen.
– Keller, Heinrich (1778–1862): Panorama vom Rigi Berg. Gezeichnet und herausgegeben von Heinrich Keller. Zürich, Heinrich Keller, 1860. 8° (21 × 10 cm). Als Leporello gefaltetes Panorama, als Aquatinta gedruckt. Halbleinenband der Zeit. Panorama-Bildgrösse: 192 × 16 cm. Der Einband leicht berieben.
– Panorama du Rigi. Zürich, Henry Fuessli, Bildgrösse: 18,3 × 193 cm. Mehrfach gefaltetes Panorama von Henry Winkels nach Wilhelm Oppermann. In Orig.-Umschlag (Pappe). Das Papier stockfleckig und knitterfaltig. Der kartonierte Umschlag berieben und bestossen.
250 – 400 CHF
Konvolut von 3 Helvetica-Ansichten.
– Bleuler, Johann Heinrich (d. Ä.) (1758–1823): Neues Verzeichniss von Gemählden und colorirten Landschaften der Schweiz, welche selbst verfertiget und herausgegeben werden von Bleuler und Comp. Schaffhausen, Bleuler und Comp., 1807. 8° (14 × 10,5 cm). 28 (recte 27) S. Neuer Halbleinenband. Auflistung von 172 Werken aus dem Verlag und Atelier Bleuler. Das Papier durchgehend stockfleckig.
– VIII Ansichten aus der Gegend von Zürich. O.O. und Verlag, um 1800. Quer-8° (12,5 × 19 cm). Mit 8 kolorierten Kupfertafeln (inkl. Titelblatt). Lose Blattsammlung in Pappmappe der Zeit. Die Tafeln leicht stockfleckig. Die Mappe berieben.
– von Mechel, Christian (1737–1817): Recueil de XII vues de la Suisse. Prises pour la plupart aux environs des lacs de Zurich et de Zoug. Basel, Chret. de Mechel, 1795. Quer-4° (22 × 27 cm). Gestochener Titel und 12 Aquatinta-Tafeln in Sepia. Broschur der Zeit.
Mit Wurmgang über 7 Tafeln. Das Papier gebräunt und leicht stockfleckig.
350 – 500 CHF
573
Konvolut von 3 Helvetica-Ansichten.
– Sammlung von 50 kleinen Ansichten der Schweiz. O.O. und Verlag, um 1820. Quer-8°. 50 kolorierte Aquatinta-Tafeln. Weinroter Maroquinband mit reicher Blind– und Goldprägung sowie dreiseitigem Goldschnitt.
Tafeln sind montiert, ca. 7 × 10 cm. Ansichten von Zürich, Luzern, Lausanne, Bern, Interlaken, Thun, Einsiedeln, Gais, Zug, Lauerz, Meiringen, Brunnen, Sils, vom Rheinfall, von der Rigi, Airolo, Goldau, Amsteg, Leukerbad u. a.
– Haller von Hallerstein, Christoph Jacob (1771–1839): 6 vues de Suisse dessinées d’après nature et gravées à l’eau forte par C. J. W. C. J. Haller de Hallerstein. 1795 & 97. 12 ° (12,5 × 14,5 cm). 6 Radierungen (inkl. Titelblatt) von C. J. Haller von Hallerstein. Broschur der Zeit. ADB 10, S. 438 (für den Künstler).
Sehr seltene Folge von 6 Schweizer Ansichten (Rheinfall, Lauterbrunnen, Nidau, Altstetten und Meiringen) vom deutschen Künstler C. J. Haller von Hallerstein. – Das Papier etwas stockfleckig.
– Collection de maisons des paisans suisses. Dessinées d’après nature, publié à Lucerne au magazin de l’invalide vis a vis du monument. Luzern, um 1830. Quer-8° (14 × 20,5 cm). Mit 20 kolorierten Kupfertafeln. Halblederband, vorderer Orig.Umschlag miteingebunden, in Schuber. Künstler unbekannt. Hübsche Ansichten von 15 Schweizer Bauernhäusern. Zudem Darstellungen von der Tellskapelle (2), der Restaurants Rigi-Kulm und Rigi-Staffel sowie der Mühle Ingenbohl. – Das Papier zum Teil etwas stockfleckig. Der Einband berieben. Der Rücken erneuert.
500 – 700 CHF
Konvolut von 3 Helvetica-Ansichten.
– Hegi, Franz (1774–1850) und Maurer, Heinrich (1774–1822): Souvenir des Bains de Louaiche. Zürich, 1810. Quer-4° (25,5 × 31 cm). 6 kolorierte Aquatinta-Tafeln von Franz Hegi nach Heinrich Maurer. Tafeln lose in Orig.-Umschlag. Appenzeller Nr. 185–190. – Mit 2 Umrisstafeln auf der 2. Umschlagseite und erklärendem Text auf der 3. Umschlagseite. Beiliegend eine weitere Umrisstafel mit den Bergen um Leukerbad mit handschriftlicher Legende.
– Der Umschlag etwas fleckig.
– Meyer, Johann Heinrich (1760–1832): Landschäftgen nach Schweizermalern radiert von einem Kunstliebhaber. 2 Bände. Zürich, 1788. Quer-8° (17 × 22 cm). 12 radierte Tafeln (inkl. die 2 Titelblätter). Spätere Broschuren. Das Papier stockfleckig.
– Meyer, Johann Heinrich (1760–1832): (Mahlerische Reise in die italienische Schweiz). (Zürich, Orell Füssli, Gessner, 1793). Quer-8° (17,5 × 22 cm). Mit 15 Radierungen von und nach J. H. Meyer und zum Teil nach Ludwig Hess. Broschur der Zeit. Lonchamp 2058. – Ohne Text. Die Tafeln zu Beginn etwas stärker stockfleckig. Der Umschlag berieben.
300 – 500 CHF
575
Konvolut von 3 Helvetica-Ansichten.
– Birmann, Peter (1758–1844): Six Views of Switzerland. –Drawn on the spot by P. Birmann, engraved by Reinermann. Basel, James Decker, 1802. Quer-8° (18,5 × 24,5 cm). Titelblatt. Mit 6 Kupfertafeln. Broschur der Zeit. Das Papier angestaubt, stockfleckig und gebräunt.
– König, Franz Niklaus (1765–1832): XXII radierte Blätter. Zürich, bey Trachsler, um 1820. Quer-8° (21 × 25 cm). Mit montiertem Titelblatt und 22 Kupfertafeln (Radierungen und Aquatinta). Neue Halbledermappe (Loseblattsammlung).
Mit Ansichten der Sankt Petersinsel, von Lys, Unterseen, Berner Bauernhäusern, Interlaken und Porträts u. a. – Die Tafeln unterschiedlich stark stockfleckig.
– Voyage pittoresque de la Suisse, déssiné et gravé par les meilleures artistes. Wetzel-Corrodi, Weber, Burri, Straub, Oppermann et Ruf. Zürich, H. F. Leuthold, um 1825. Quer-Kl.-4° (22 × 30 cm). (2) Bl. Mit 50 Aquatinta-Tafeln. Lederband der Zeit mit Deckelvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt.
Insgesamt erschienen in dieser Reihe 100 Kupfertafeln. – Die Tafeln leicht stockfleckig. Der Einband berieben.
450 – 650 CHF
CHAISSAC, Gaston – 398, 399, 400
CRANACH DER ÄLTERE, Lucas – 303
DUFY, Raoul – 388
ESTÈVE, Maurice – 393
FÜSSLI, Johann Kaspar – 332
GOYEN, Jan van – 316
HOFMANN, Samuel – 304
HUNDERTWASSER, Friedensreich – 410
ABERLI, Johann Ludwig – 421, 422, 423
BIRMANN, Peter – 427, 428
BIRMANN, Samuel – 424, 425, 426, 429
BLEULER, Johann Heinrich – 414
BLEULER, Johann Ludwig – 430, 431, 432
BRUPPACHER, Heinrich – 433
BULLINGER, Johann Balthasar – 434
BURRI, Johann Ulrich – 435
BYFUSS, Ludwig – 417 C
CICÉRI, Pierre-Luc-Charles – 437, 438
DELKESKAMP, Friedrich Wilhelm – 442, 443, 444
DINKEL, Markus – 445
DUBOIS, Jean – 446
DUNKER, Balthasar Anton – 449, 450
DÜRINGER, Daniel – 447, 448
ENGELBRECHT, Martin – 451
FEYERABEND, Franz – 452
FREUDENBERGER, Sigmund – 453
FÜSSLI, Johann Heinrich – 454
FÜSSLI, Johann Melchior – 455
JAWLENSKY, Alexej von – 387
KONOK, Tamás – 403, 404
LAPICQUE, Charles – 392, 394, 395, 396, 397
LURÇAT, Jean – 408
MEISTER des Heiligen Blutes – 301
MEISTER des Saint Gilles – 302
MIELICH, Hans – 300
MIERIS, Willem van – 318
NOLDE, Emil – 389, 390, 391
PICASSO, Pablo – 383, 384
POCOK, Nicholas – 375
HHERRLIBERGER, David – 458, 459, 460, 461, 462, 463, 464, 465
HESS, Ludwig – 419
HOFMEISTER, Johannes – 466
HUBER, (Caspar Ulrich) – 467, 468, 469
HUBER, Johann Rudolph – 470
IISENRING, Johann Baptist – 472, 473, 474, 475
KKELLER, Heinrich – 477, 478, 479, 480, 481, 482
KOLLER, Johann Jakob – 487
KÖNIG, Franz Niklaus – 483, 484, 485, 486
LLANTÉ, Louis-Marie – 488, 489
LEUPOLD, Jacob – 490
LEUTHOLD, Hans Felix – 491
LOCHER, Johann Emanuel – 492
LORY DER JÜNGERE, Gabriel – 493, 494, 495, 498, 499, 500, 501, 503, 504, 564
LORY DER ÄLTERE, Gabriel – 496, 497, 502
LOSE, Federico – 505
LUSSER, Karl Franz – 506, 507
MMALO, Charles – 508
MANGET, Jacques Louis – 509
MECHEL, Christian von – 510, 511, 512
MEYER, Felix – 514
MEYER, Johann Heinrich – 515, 518, 519, 520, 521, 525, 526
MEYER, Johann Jakob – 516, 517, 522, 523, 524, 527, 528, 529
RENOIR, Pierre-Auguste – 380
SCHIELE, Egon – 386
SIGNAC, Paul – 381, 382, 385
STEINER, Albert – 409
TOULOUSE-LAUTREC, Henri de – 377, 378, 379 V
VALENTI, Italo – 401, 402
VELDE, Willem van de – 317
PPFEFFEL, Johann Andreas – 531
RREINHARD, Joseph – 534
RITZ, Lorenz Justin – 535 S
SAUVAN, Jean-Baptiste – 539
SCHELLENBERG, Johann Rudolf – 540, 541
SCHMID, F. A. – 542
SCHREIBER, Alois Wilhelm – 543
SCHÜTZ, Christian Georg II. – 420
STRIDBECK DER JÜNGERE, Johann – 548
STRÜDT (STRÜTT), Johann Jakob – 549
STUMPF, Johannes – 550
TASSIN, Christoph Nicolas – 551, 552
TRACHSLER, Hermann – 553
VILLENEUVE, Jules Louis Frédéric – 554
VOLMAR, Johann Georg – 555
VON MECHEL, Christian – 510, 511, 512
VON WAGNER, Sigmund – 557
WAGNER, Sigmund von – 557
WEIBEL, Jakob Samuel – 558
WETZEL, Johann Jakob – 559, 560, 561, 566
WÜEST, Johann Heinrich – 415, 416
YOSY, A. – 562
ZURLAUBEN, Beat Fidel – 563
Caspar David FRIEDRICH Riesengebirgslandschaft, Juli 1810 braune und schwarze Feder, Bleistift, laviert auf Papier rückseitig bezeichnet Bild um 1811 in [der Nationalgalerie Berlin] (Wolfradt Abb. 32 (S. 104) v. Einem S.55 Abb. 43) 20 × 30,5 cm
Schätzpreis: 80.000 – 120.000 CHF *
Auktion in Basel: Mittwoch, 2. April 2025 – 13 Uhr
Schwarzwaldallee 171 4058 Basel
Kontakt:
+41 61 312 32 00 info@bbw-auktionen.com www.bbw-auktionen.com
Einlieferungen willkommen bis Mitte April
Auktion in Basel:
Mittwoch, 25. Juni 2025
Schwarzwaldallee 171 4058 Basel
Robert MOTHERWELL (1915–1991) Untitled, 1987 Acryl, Bleistift und Collage auf Leinwand auf Hartfaserplatte oben rechts monogrammiert und datiert RM 87 rückseitig signiert, datiert und bezeichnet R. Motherwell 1987 INV.# C87–3335 61,6 × 48,2 cm
Schätzpreis: 50.000 – 70.000 CHF
Kontakt: +41 61 312 32 00 info@bbw-auktionen.com www.bbw-auktionen.com
Moses KISLING (1891-1953)
Porträt eines Kindes - 1927 Öl auf Leinwand
Unten links signiert « Kisling » 55 × 38 cm
Provenienz:
Ehemalige Sammlung von Madame Fayet
Schätzpreis: 60.000 - 80.000 € Auktion am 5. Juni
Einlieferungen willkommen bis fünf Wochen vor den Auktionen
Auktionen in Paris und Monaco:
Dienstag, 8. April 2025
Donnerstag, 5. Juni 2025
Donnerstag, 17. Juli 2025 (Monaco Sculptures)
7 rond-point des Champs-Élysées Marcel Dassault
75008 Paris
Kontakt: Elodie Landais +33 (0)1 42 99 20 84 elandais@artcurial.com
www.artcurial.com
Pieter BRUEGHEL der Jüngere
Die Ernte, Allegorie des Sommers Öl auf Eichenholz
Unten links signiert « P.BREVGHEL. »
42 × 57 cm
Schätzpreis: 1.000.000 – 1.500.000 €
Auktion in Paris: Mittwoch, 30. April 2025 - 14:30 Uhr
7 rond-point des Champs-Élysées Marcel Dassault 75008 Paris
Kontakt: Matthieu Fournier +33 (0)1 42 99 20 26 mfournier@artcurial.com www.artcurial.com
1.) Die Objekte werden im Namen und für Rechnung Dritter verkauft. Die Versteigerung wird von der Beurret Bailly Widmer Auktionen AG (im Folgenden Artcurial Beurret Bailly Widmer) vorbereitet, durchgeführt und abgewickelt.
2.) Pro Versteigerungsobjekt zahlt der Käufer ein Aufgeld in Höhe von 25 % des Zuschlagspreises. Für erfolgreiche Internet-Livebieter erhöht sich das Aufgeld bei Käufen über die externe Plattform Drouot um 3% (zzgl. MWST).
3.) In jedem Fall wird eine Mehrwertsteuer in der Höhe von 8,1 % auf das Aufgeld fällig. Bei Objekten, welche im Katalog oder auf einem Ergänzungsblatt mit «*» bezeichnet sind (oder auf welche im Rahmen der Auktion entsprechend hingewiesen wird), wird die MWST auch auf dem Zuschlagspreis erhoben und überwälzt. Bei Ausfuhr dieser Objekte ins Ausland wird dem Käufer die MWST zurückerstattet, wenn er eine rechtsgültige Ausfuhrdeklaration mit Originalstempel des schweizerischen Zolls für das entsprechende Kaufobjekt beibringt.
4.) Jedes Versteigerungsobjekt wird mit allen Mängeln und Fehlern der Beschreibung verkauft. Das Auktionshaus lehnt sowohl für sich selbst als auch für den Verkäufer jegliche Verantwortung für Echtheit, Alter, Herkunft, Zustand und Qualität ab. Katalog beschreibungen und schriftliche oder mündliche Erklärungen verstehen sich als Meinungsäusserungen und nicht als Sachdarstellung. Es wird vorausgesetzt, dass sich die Käufer vor der Versteigerung oder während der Ausstellung selbst von Echtheit, Zustand usw. der Objekte überzeugen.
5.) Es liegt ausschliesslich im Ermessen des Auktionators, Objekte getrennt bzw. zwei oder mehrere Objekte zusammen anzubieten, Objekte zurückzuziehen, Gebote abzulehnen und grundsätzlich den Ablauf der Versteigerung zu bestimmen. Der Auktionator behält sich vor, zur Vertretung von Kaufaufträgen, eigenen Kaufabsichten und/oder Verkaufslimiten selber mitzubieten.
6.) Das höchste Gebot erhält den Zuschlag. Bei Streitigkeiten bietet der Auktionator das oder die Objekte sofort erneut an.
7.) Wenn der Limitpreis nicht erreicht wird, erfolgt beim Fall des Hammers kein Zuschlag und das Objekt wird übergangen.
8.) Die Zahlung ist auf das Bankkonto des Auktionshauses zu leisten.
9.) Gebote von Kunden, die dem Auktionshaus nicht persönlich bekannt sind, können abgelehnt werden, wenn der Kunde nicht zuvor eine ausreichende Kaution oder eine Bankreferenz beim Auktionshaus hinterlegt hat. Das Auktionshaus ist berechtigt, solche Gebote abzulehnen.
10.) Das Auktionshaus besteht darauf, dass alle Kaufinteressenten beim Bieten eine Nummer anstelle ihres Namens benutzen.
11.) Kaufinteressenten, die nicht persönlich an der Versteigerung teilnehmen, können ihre Gebote schriftlich beim Auktionshaus hinterlassen. Die auf den entsprechenden Versteigerungsformularen genannten Preise verstehen sich exkl. Aufgeld und sonstige Abgaben. Änderungen können nur schriftlich und bis spätestens am Vorabend der Versteigerung eingereicht werden.
12.) Gebote werden in der Regel anlässlich der Auktion persönlich und direkt durch deutliche Kundgabe an den Auktionator abgegeben. Gebote können auch schriftlich (per Brief, E-Mail/Scan, Fax oder über die Webseite von Artcurial Beurret Bailly Widmer) oder telefonisch
erfolgen. Auktionsaufträge (für den Fall, dass der Bietende nicht persönlich an der Auktion teilnehmen kann) müssen bis spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn abgegeben werden und nach dem Ermessen des Auktionshauses klar und vollständig sein. Zusätzliche Bedingungen, die durch den Bieter angebracht werden, sind ungültig. Bieten über das Internet (sog. Live-Bidding) ist über die von Artcurial Beurret Bailly Widmer per Webseite und App zur Verfügung gestellte Online-Plattform oder über die von Artcurial Beurret Bailly Widmer genehmigten externen OnlinePlattformen möglich. Für erfolgreiche Internet Livebieter über externe Plattformen erhöht sich das Aufgeld um 3 % (zzgl. MWST). Telefonische Bieter, welche nach Ermessen des Auktionshauses nur in einer beschränkten Zahl zugelassen werden, müssen ebenfalls bis spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn in schriftlicher Form dem Auktionshaus alle Details (Personalien, telefonische Erreichbarkeit, interessierende Nummern usw.) mitteilen. Die telefonischen Bieter erklären sich damit einverstanden, dass das Auktionshaus das telefonisch abgegebene Gebot bzw. das entsprechende Telefonat aufzeichnen darf. Jegliche Haftung des Auktionshauses sowohl für Auktionsaufträge als auch für telefonische Gebote und Online-Gebote wird wegbedungen.
13.) Das Eigentum sowie die Gefahr gehen mit dem Zuschlag an den Käufer über. Vor Beendigung der Versteigerung kann über die ersteigerten Objekte weder verfügt noch können diese abgeholt bzw. mitgenommen werden. Zahlung und Abholung erfolgt innerhalb von sieben Tagen auf Risiko des Käufers. Erfolgt die Zahlung nicht innerhalb von sieben Tagen nach Kauf, werden Verzugszinsen in der Höhe von 1 % pro Monat fällig. Für alle Objekte, die nicht abgeholt werden, übernimmt der Käufer das volle Risiko und zahlt nach zwei Wochen eine Lagergebühr von mindestens CHF 10.– pro Versteigerungsobjekt und Tag. Erfolgt die Abholung nicht über den Käufer persönlich, ist eine schriftliche Vollmacht erforderlich. Auf Wunsch beauftragt das Auktionshaus auch einen Spediteur und lässt die Objekte anliefern. Alle damit verbundenen Kosten für Verpackung, Transport, Zoll und Versicherung trägt der Käufer. 14.) Wird die Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig geleistet, kann der Versteigerer wahlweise die Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder jederzeit auch ohne weitere Fristansetzung den Zuschlag annullieren. Es wird vereinbart, dass das Auktionshaus bis zur vollständigen Bezahlung aller geschuldeten Beträge (aus welchem Geschäft auch immer, insbesondere von Zuschlagspreis, Aufgeld, MWST, Kosten und allfälligen Verzugszinsen) ein Retentions- und Faustpfandrecht an allen Vermögenswerten, die sich im Besitz des Auktionshauses oder eines mit diesem verbundenen Unternehmen befinden, hat. Eine Zahlung mittels Scheck gilt erst dann als erfolgt, wenn die Zahlung auf dem Konto des Auktionshauses erscheint.
15.) Jeder, der die Ausstellungs- und Versteigerungsräume betritt, tut dies auf eigene Gefahr. Das Auktionshaus kann für eventuelle Verletzungen oder Unfälle nicht haftbar gemacht werden.
16.) Jeder Besucher haftet für von ihm verursachte Schäden an Versteigerungsobjekten.
17.) Diese Bedingungen sind Bestandteil jedes einzelnen Gebots und des durch das Auktionshaus geschlossenen Kaufvertrags. Änderungen sind nur schriftlich gültig.
18.) Der Käufer anerkennt die Anwendbarkeit schweizerischen Rechts und die Wahl des Gerichtsstandes Basel-Stadt.
19.) Ausschliesslich die deutsche Fassung dieser Auktionsbedingungen ist massgebend.
20.) Verantwortliche Auktionatoren sind Reto Monticelli (Basel und St. Gallen), Nicolas Beurret (Basel), Emmanuel Bailly (Basel) und Markus Schoeb (St. Gallen).
21.) Auktionsleitung: Gantbeamtung Basel-Stadt (für die in Basel-Stadt stattfindenden Versteigerungen)
SPEZIELLE BEDINGUNGEN FÜR ONLINE-AUKTIONEN
22.) Die Online-Auktion wird über die von Artcurial Beurret Bailly Widmer per Webseite und App zur Verfügung gestellte Online-Plattform sowie über die externe Online-Plattform auf der Webseite www.invaluable.com abgewickelt. Pro Versteigerungsobjekt zahlt der Käufer ein Aufgeld in Höhe von 25% des Zuschlagspreises. Der Bieter bestätigt durch die Nutzung der von Artcurial Beurret Bailly Widmer zur Verfügung gestellten sowie genehmigten OnlinePlattformen die Versteigerungsbedingungen von Artcurial Beurret Bailly Widmer zu kennen und zu akzeptieren.
23.) Für Online-Auktionen gelten die gleichen Bedingungen wie für Live-Auktionen, siehe Paragrafen 1–21, mit den folgenden Besonderheiten:
24.) Bei Zahlung per Kreditkarte wird auf den Rechnungsbetrag eine Bearbeitungsgebühr zwischen 3 und 4 % erhoben, die ebenfalls der Kreditkarte belastet wird. Die Möglichkeit der Zahlung per Kreditkarte besteht nur im Rahmen von Online-Auktionen.
25.) Bei Online-Auktionen können Gebote ausschliesslich über die Online-Plattform nach vorhergehender Registrierung über www.bbw-auktionen.com, per App oder extern über www.invaluable.com abgegeben werden. Die Bieter können während der gesamten Gebotsfrist ihre Gebote auf die Objekte des Online-Auktionskatalogs abgeben, unter der Voraussetzung, dass sie über eine gültige Registrierung auf einer der genehmigten Online-Plattformen verfügen. Auktionsgebote, die in anderer Form abgegeben werden (bspw. direkt an das Auktionshaus übermittelt werden), können nicht berücksichtigt werden.
26.) Es liegt ausschliesslich im Ermessen von Artcurial Beurret Bailly Widmer, eine Anmeldung bzw. Registrierung abzulehnen oder einen Bieter zur Teilnahme an einer Online-Auktion auszuschliessen.
27.) Das höchste Gebot im Rahmen der Online-Auktion erhält den Zuschlag, wodurch ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht.
28.) Dem Bieter bzw. dem Käufer steht kein Widerrufsrecht zu, weder gegenüber dem Einlieferer noch gegenüber Artcurial Beurret Bailly Widmer.
29.) Der Server für Online- und LiveAuktionen über die Webseite oder App von Artcurial Beurret Bailly Widmer wird in den USA gehostet. Bei Vergabe von Gebotslimits und bei der Eröffnung eines Streitfalls werden die Daten nochmals gesondert vom Registrierungsvorgang an den externen Server übertragen.
30.) Die Datenschutzerklärung auf der Webseite ist bindender Teil dieser AGB.
31.) Artcurial Beurret Bailly Widmer haftet nicht für den Ausfall oder Fehlfunktionen der eigenen Webseite sowie der Online-Plattformen. Im Besonderen haftet Artcurial Beurret Bailly Widmer nicht für technische Probleme, aufgrund derer Gebote nicht, fehlerhaft oder verspätet übermittelt werden.
1.) Les objets sont vendus au nom et pour le compte de tiers. La vente aux enchères est préparée, réalisée et gérée par Beurret Bailly Widmer Auktionen AG (cidessous dénommée Artcurial Beurret Bailly Widmer).
2.) En plus du prix d’adjudication, l’acheteur devra s’acquitter de frais d’adjudication de 25 % hors taxes. Pour les acheteurs ayant misé par internet à travers la plate-forme externe Drouot une taxe supplémentaire de 3% sera facturée (plus TVA).
3.) Dans tous les cas, une TVA de 8,1 % s’appliquera aux frais d’adjudication. Les objets, qui au catalogue ou sur une fiche séparée sont accompagnés d’une étoile ou qui, au moment de la vente, font l’objet d’une annonce spéciale, sont soumis à la TVA également sur le prix d’adjudication. En cas d’exportation de ces objets à l’étranger, la TVA sera remboursée à l’acheteur s’il fournit une déclaration valide d’exportation portant le sceau original de la douane suisse.
4.) Les objets sont vendus dans l’état où ils se trouvent au moment de l’adjudication. La maison de vente et le vendeur déclinent toute responsabilité quant à l’authenticité, l’ancienneté, la provenance et l’état des objets décrits dans le catalogue. Les descriptions du catalogue, les explications écrites ou orales de toute nature données par la maison de vente ne sont que l’expression d’opinions et non l’affirmation d’un fait. Les acheteurs potentiels ont la possibilité d’examiner avant la vente chaque lot et de se faire leur propre opinion quant à l’authenticité, l’état, etc.
5.) Il est du ressort du commissairepriseur de séparer, de réunir ou de retirer des lots de la vente. Il décide du déroulement de la vente et peut également refuser de prendre en considération une enchère. Le commissaire-priseur a le droit de surenchérir lui-même pour exécuter des ordres d’achat ou lorsque le prix de réserve n’est pas atteint.
6.) Le dernier et le plus offrant enchérisseur deviendra l’acheteur. En cas de contestation au moment de l’adjudication, le lot sera immédiatement remis en vente.
7.) Lorsque le prix de réserve n’est pas atteint, il ne s’ensuit par la tombée du marteau aucune adjudication.
8.) Le payement est à effectuer sur le compte bancaire de la maison de vente.
9.) La maison de vente se réserve le droit de ne pas accepter une enchère ou un ordre d’achat, si le client n’a pas fourni auparavant une caution ou des références bancaires.
10.) La maison de vente insiste pour que tous les acheteurs potentiels s’enregistrent et utilisent pour miser un numéro à la place de leur nom.
11.) Les acheteurs potentiels qui ne peuvent assister personnellement à la vente peuvent laisser un ordre d’achat écrit à la maison de vente. Dans ce cas ils remplissent le formulaire d’ordre d’achat prévu à cet usage et le prix indiqué sur celui-ci exclut toujours la commission et autres taxes. Toute modification ne sera prise en compte que si elle est communiquée par écrit et intervient au plus tard la veille de la vente aux enchères.
12.) Les enchères sont en général communiquées directement et personnellement au commissaire-priseur lors de la vente. Les ordres d’achat peuvent également être transmis par écrit (par courrier, fax, email ou à travers
notre site internet) ou par téléphone. Ils doivent être clairs et complets et parvenir à la maison de vente par écrit au moins 24 heures avant le commencement de la vente. Les conditions supplémentaires apportées par l’enchérisseur ne sont pas valables. Il est également possible de miser par internet à travers la plateforme mise à disposition par Artcurial Beurret Bailly Widmer sur son site internet ou par les plates-formes externes habilitées à retransmettre la vente. Pour les acheteurs ayant misé par ces platesformes, une commission supplémentaire de 3 % (plus TVA) sera appliquée. Les ordres d’achat téléphoniques seront acceptés en nombre limité par la maison de vente et devront également parvenir par écrit au moins 24 heures avant le commencement de la vente. Ils devront contenir tous les détails (identité, numéro de téléphone où la personne intéressée peut être jointe, numéro de lot, etc.). Les enchérisseurs par téléphone autorisent la maison de vente à enregistrer la conversation téléphonique. La maison de vente décline toute responsabilité tant pour les ordres d’achat écrits que téléphoniques ou sur internet.
13.) La propriété sur les objets acquis lors de la vente ainsi que les risques sont transférés à l’acheteur dès le prononcé de l’adjudication. Les objets acquis ne peuvent être mis à disposition ou enlevés par l’acheteur avant la fin de la vente. Le payement doit être effectué sous la responsabilité de l’acheteur et doit intervenir dans un délai de 7 jours après l’adjudication. Si le payement n’est pas effectué dans ce délai de 7 jours, un intérêt de retard de 1% par mois sera perçu. Pour tous les objets qui ne sont pas enlevés après un délai de 2 semaines, l’acheteur payera une taxe d’au moins 10 CHF par objet et par jour. Les risques restent à la charge de l’acheteur. Si l’enlèvement n’est pas effectué personnellement par l’acheteur, une procuration écrite est nécessaire. La maison de vente peut, à la demande de l’acheteur, charger un transporteur de l’expédition des objets. Tous les coûts du transport comme l’emballage, l’expédition, les frais de douane sont à la charge de l’acheteur.
14.) Si le payement n’est pas effectué ou pas effectué à temps, le commissairepriseur peut, au choix, demander l’exécution du contrat ou annuler l’adjudication à tout moment et sans préavis. Il est convenu que la maison de vente conserve jusqu’au payement intégral de tous les montants dus (prix d’adjudication, frais de vente, TVA, autres frais éventuels) un droit de rétention et de gage conventionnel à l’encontre de l’acheteur ou d’une entreprise qui lui est liée sur toutes les valeurs patrimoniales et notamment l’objet vendu. Le payement au moyen d’un chèque est effectif lorsque le montant de ce chèque a effectivement été crédité au compte de la maison de vente.
15.) Toute personne qui visite l’exposition ou/et assiste à la vente le fait à ses propres risques. La maison de vente ne peut être tenue responsable pour des blessures ou des accidents éventuels.
16.) Tout visiteur sera tenu responsable pour les dommages et dégâts qu’il occasionne aux objets mis en vente.
17.) Les présentes conditions des ventes font partie intégrante de l’offre d’achat de chaque contrat de vente conclu par la maison de vente. Toute modification requiert la forme écrite.
18.) L’acheteur reconnaît que seul le droit suisse est applicable et que le lieu d’exécution, le seul for juridique, est Bâle Ville.
19.) Seule la version en allemand des présentes conditions fait foi.
20.) Commissaires-priseurs : Reto Monticelli (Bâle et St. Gall), Nicolas Beurret (Bâle), Emmanuel Bailly (Bâle) et Markus Schoeb (St. Gall).
21.) Direction de la vente : Gantbeamtung Basel-Stadt (pour les ventes aux enchères se déroulant à Basel-Stadt)
22.) La vente aux enchères qui se déroulera uniquement en ligne se fera par l’intermédiaire de la plate-forme mise à disposition sur le site internet (ou sur l’application) de la maison de ventes Artcurial Beurret Bailly Widmer ou par l’intermédiaire de la plate-forme externe d’Invaluable (www.invaluable.com). En plus du prix d’adjudication, l’acheteur devra s’acquitter de frais d’adjudication de 25% hors taxes. L’utilisation de ces plates-formes implique l’acceptation par l’enchérisseur des conditions générales d’enchères de Artcurial Beurret Bailly Widmer.
23.) Les conditions d’enchères en ligne sont identiques à celles pratiquées en salle, voir les paragraphes 1–21, avec les particularités suivantes :
24.) Si le paiement est effectué par carte de crédit, des frais supplémentaires de 3 à 4 % sont prélevés sur le montant total de la facture qui sera débité de la carte de crédit. Le paiement par carte de crédit n’est possible que dans le cadre des ventes aux enchères se déroulant uniquement en ligne.
25.) Pour les enchères en ligne, les ordres d’achat ne peuvent être soumis qu’après inscription préalable via www.bbw-auktionen.com, sur l’application, ou directement via invaluable.com. Les enchérisseurs peuvent soumettre leurs ordres d’achat sur les objets du catalogue de vente aux enchères en ligne pendant toute la période des enchères, à condition qu’ils disposent d’une inscription valide. Les ordres d’achat présentés sous une autre forme (par exemple transmis directement à la maison de vente) ne peuvent être pris en considération.
26.) Artcurial Beurret Bailly Widmer se réserve le droit de refuser une demande ou un enregistrement et d’exclure un enchérisseur de la participation à une enchère en ligne.
27.) L’enchérisseur qui place l’ordre le plus élevé remportera l’adjudication. Un contrat de vente irrévocable est ipso facto conclu entre le vendeur et l’acheteur.
28.) L’enchérisseur ou l’acheteur n’a aucun droit de révocation, ni envers le vendeur ni envers Artcurial Beurret Bailly Widmer.
29.) Le serveur pour les enchères en ligne est hébergé aux États-Unis. En cas de fixation d’une limite concernant un ordre d’achat ou l’ouverture d’un litige, les données seront à nouveau transmises au serveur externe séparément de la procédure d’enregistrement.
30.) La politique de confidentialité du site web fait partie intégrante des présentes conditions générales.
31.) Artcurial Beurret Bailly Widmer n’est pas responsable de la défaillance ou des dysfonctionnements de son site web ou des plates-formes d’enchères en ligne. En particulier, Artcurial Beurret Bailly Widmer n’est pas responsable des problèmes techniques en raison desquels les offres ne sont pas transmises ou le sont de manière incorrecte ou tardive.
1.) The items are sold on behalf and for the account of third parties. The sale will prepared, conducted and processed by Beurret Bailly Widmer Auktionen AG (hereafter referred to as Artcurial Beurret Bailly Widmer).
2.) The buyer shall pay a premium of 25 % on the hammer price per lot. For successful internet live bidders using the external bidding platform Drouot there is an additional fee of 3% (plus VAT) applicable.
3.) In each case, value-added tax amounting to 8,1 % shall be payable on the buyer’s premium. In the case of items which are indicated with “*” in the catalogue or on a supplementary sheet (or which are referred to accordingly during the auction), VAT shall also be charged on the hammer price. If these items are exported abroad, the buyer shall be refunded the VAT, if he produces a legally valid export declaration bearing the original stamp of the Swiss customs office for the relevant object of purchase.
4.) Each lot is sold with all the faults and imperfections set out in the description and the auction house declines any responsibility, both for itself and for the seller, for authenticity, age, origin, condition and quality. Catalogue descriptions and written or verbal statements are deemed to be statements of opinion and not a statement of facts. It is assumed that buyers shall satisfy themselves of the authenticity, condition, etc, of the items prior to the auction, when they are on display.
5.) It is solely up to the auctioneer’s discretion to offer items separately or to offer two or more items together, to withdraw items, to reject bids, and to basically determine the course of the auction. The auctioneer reserves the right to bid himself, in order to preserve buying orders, his own buying intentions and/or selling limits.
6.) The lot shall be won by the highest bidder. In the event of disputes, the auctioneer shall immediately offer the item or items again.
7.) If the reserve price is not reached, the lot shall not be knocked down to anybody on the fall of the hammer, and the item shall be passed over.
8.) The payment is to be made to the auction house’s bank account.
9.) Bids from customers who are not personally known to the auction house may be rejected, if the customer has not previously provided the auction house with an adequate deposit or a bank reference. The auction house is entitled to reject such bids.
10.) The auction house insists that all bidders use a number instead of their name when bidding.
11.) Bidders who do not attend the auction in person may leave their bids in writing with the auction house. The prices indicated on the relevant auction forms do not include the buyer’s premium and other charges. Amendments can only be submitted in writing and no later than the day before the auction.
12.) Bids are usually made during the auction in person and directly by means of a clear announcement to the auctioneer. Bidding is also possible in writing (absentee bid by postal letter, e-mail or fax) or live on the phone. Registration for such must be submitted at the latest 24 hours before the auction starts ad
is subject to the acceptance of the auction house. Any conditions added by the bidder shall be invalid. Live bdding / bidding in the internet is possible via the website of the auction house, via the corresponding app or via the external bidding platforms accepted by the auction house. Bidding via an external bidding platform will result in a 3 % increase of the buyer’s premium. Telephone bidders, only a limited number of which are permitted at the discretion of the auction house, shall also notify the auction house of all details in writing (personal particulars, accessibility by telephone, numbers of interest, etc.) no later than 24 hours prior to the start of the auction. The telephone bidders agree to the auction house being allowed to record the bid submitted by telephone and/ or the corresponding telephone call. Any liability of the auction house for both written bids as well as telephone bids and online bids is excluded.
13.) The title and the risk shall pass to the buyer on the fall of the hammer. The items bought at auction cannot either be disposed of, nor can they be collected or taken away, prior to the end of the auction. Payment and collection shall be effected within seven days at the buyer’s risk. If payment is not effected within seven days of the purchase, default interest of 1 % per month shall be payable. The buyer shall assume the entire risk for all items which are not collected, and shall pay a storage fee of at least CHF 10 per lot and day after two weeks. If the goods are not collected by the buyer in person, written authority shall be required. On request, the auction house shall also instruct a carrier and arrange delivery of the items. All of the associated costs for packaging, transportation, customs and insurance shall be borne by the buyer.
14.) If payment is not made or is not made on time, the auctioneer may either demand the fulfilment of the contract of sale or cancel the winning bid at any time without setting a further deadline. It is agreed that the auction house shall have a right of retention and pledge regarding all of the assets in the possession of the auction house or of a company affiliated with the latter, until payment of all the amounts due (arising from any transaction whatsoever, in particular the hammer price, buyer’s premium, VAT, costs and any default interest) has been made in full. Payment by cheque shall only be deemed to have been made when the payment has been credited to the auction house’s bank account.
15.) Everyone entering the showrooms and auction rooms does so at their own risk. The auction house cannot be held liable for any injuries or accidents.
16.) Each visitor is liable for any damage caused by him to the lots.
17.) These terms and conditions are part of each individual bid and the contract of sale concluded by the auction house. Amendments shall only be valid in writing.
18.) The seller accepts the applicability of Swiss law and the selection of jurisdiction in Basel-Stadt.
19.) Only the German version of these auction terms and conditions shall prevail.
20.) The auctioneers in charge are: Reto Monticelli (Basel and St. Gallen), Nicolas Beurret (Basel), Emmanuel Bailly (Basel) and Markus Schoeb (St. Gallen).
21.) Auction management: Gantbeamtung Base-Stadt (only for sales taking place in Basel-Stadt)
22.) The online auction will be conducted through the online platform and app of Artcurial Beurret Bailly Widmer as well as through www.invaluable. com. The buyer shall pay a premium of 25% on the hammer price per lot. By using this website or the Internet-based participation in auctions via the online auction platform and app of Artcurial Beurret Bailly Widmer the bidder confirms that they are aware of and accept the general terms and conditions of Artcurial Beurret Bailly Widmer.
23.) The same terms and conditions of live auctions also apply to online auctions, see paragraphs 1–21, with the following special features.
24.) For payments made by credit card, an additional fee of between 3 % and 4 % shall be charged to the total amount of the invoice (and will also be debited to the credit card). Crecit card payments are only accepted for purchases at online auctions.
25.) For online auctions, bids can only be submitted via the online auction platform after prior registration at www.bbw-auktionen.com, the corresponding app or externally via invaluable.com. Bidders may submit their bids for objects in the online auction catalogue during the entire bidding period providing they have a valid registration with any of the accpeted online auction platforms. Auction bids submitted in any other form (i.e. by e-mail, fax or postal service) cannot be considered.
26.) It is at the sole discretion of Artcurial Beurret Bailly Widmer to refuse an application or registration or to exclude a bidder from participation in an online auction.
27.) The highest bid in the online auction will be accepted, resulting in a binding contract of purchase between the seller and the buyer.
28.) Neither the bidder nor the buyer have any right of revocation, not towards the seller and not towards Artcurial Beurret Bailly Widmer.
29.) The server for online and live auctions of Artcurial Beurret Bailly Widmer is hosted in the USA. In case of bidding limits being set and in the event of a dispute being opened, the data will again be transmitted to the external server, separately from the registration proces.
30.) The privacy policy on the website is a binding part of these terms and conditions.
31.) Artcurial Beurret Bailly Widmer is not liable for the failure or malfunctions of it’s website or any of the involved online auction platforms. In particular, Artcurial Beurret Bailly Widmer shall not be liable for any technical problems resulting in the failure of transmissions, bids being transmitted incorrectly or bids being registered late.
Eine Schweizer Privatsammlung
Donnerstag, 3. April 2025 – 13 Uhr
Basel — Schwarzwaldallee 171
Gebot in Abwesenheit / Ordre d’achat / Absentee bid Telefongebot / Ligne téléphonique / Telephone
Telefon während der Auktion / Téléphone pendant la vente / Phone at the time of the sale:
Name / Nom / Last name:
Vorname / Prénom / First name:
Firma / Société / Company:
Adresse / Address:
Telefon / Téléphone / Phone:
Fax:
E-mail:
Los Nr. / Lot N° Beschreibung / Description du lot / Lot description
Der Auftraggeber erklärt sich mit den Auktionsbedingungen, wie sie im Katalog abgedruckt sind, einverstanden. Gebote von Kunden, die dem Auktionshaus nicht persönlich bekannt sind, können abgelehnt werden, wenn der Kunde nicht zuvor eine ausreichende Kaution oder eine Bankreferenz beim Auktionshaus hinterlegt hat. Gerichtstand ist Basel-Stadt.
Le signataire déclare avoir lu et accepté les conditions de vente imprimées dans le catalogue. Les ordres d’achat émanant de personnes qui ne sont pas connues de la maison de vente pourront être refusés si le client n’a pas préalablement fourni une garantie bancaire suffisante. Le for juridique est Bâle-Ville.
The bidder agrees to be bound by the conditions of sale as published in the catalogue. Bids from customers who are not known to the auction house can be rejected if the customer did not deposit an adequate security or a bank reference with the auction house prior to the auction. The place of jurisdiction is Basel.
Gebot in CHF * / Limite en CHF / Bid in
* exkl. Aufgeld und Abgaben / hors commission et TVA / excluding premium and tax
Datum und Unterschift / Date et signature obligatoires / Required dated signature
Bitte senden an / À renvoyer / Please mail to:
Artcurial Beurret Bailly Widmer Schwarzwaldallee 171, 4058 Basel Fax: +41 61 312 32 03 info@bbw-auktionen.com
3.