Benchmark Studie

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25. Juni 2013 von Ralf Grimminger auf ulm-news

IHK: Stadtmarketing besser verzahnen Neue Benchmark-Studie zum Vergleich des Stadtmarketing in Baden-Württemberg, Bayern und Österreich. IHKs und Handelsverband fordern mehr Professionalität und besseren Einbezug der Wirtschaft. In einer von den zwölf baden-württembergischen IHKs, dem Handelsverband Baden-Württemberg, dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg sowie dem Beratungsunternehmen CIMA herausgegebenen Benchmark-Studie über das Stadtmarketing werden sechs Thesen postuliert. Die genannten Institutionen fordern vom Stadtmarketing vor allem professionellere Strukturen, die insbesondere eine engere Verknüpfung des Stadt-, City- und Tourismusmarketing mit den Wirtschaftsfördereinrichtungen beinhalten, um so Synergieeffekte zu erzielen. Dies sollte gepaart sein mit klaren Konzepten und Businessplänen. In der Praxis ist gegenwärtig zu beklagen, dass nur bei der Hälfte der befragten Stadtmarketingeinrichtungen ein Strategie- oder Maßnahmenhandbuch vorliegt. Immerhin gut ein Viertel (28 Prozent) verfügen über ein zwangsweise sehr allgemein gehaltenes Leitbild als Grundlage ihrer Arbeit, bei jeder fünften Stadtmarketingorganisation ist jedoch gar kein Konzept vorhanden. Diese Defizite führen unter anderem dazu, dass durchaus viele Einzelaktivitäten, vor allem Events jeglicher Art, angeboten werden, jedoch ohne erkennbare Strategie und ohne die Möglichkeit von Nutzen- und Ergebnismessungen. Wichtig ist bei einem besser verzahnten Stadtmarketing, dass es eine klare Zielgruppen- und Aufgabendefinition gibt sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Akteuren. Die Studie zeigt, dass zur Zeit in der Realität nur äußerst bedingt Aufgaben- und Kompetenzabgrenzungen zwischen den einzelnen Organisationen bestehen und kaum ein Austausch stattfindet - mit der Folge von ineffizienten Doppelarbeiten. Die Autoren der von der Münchner Beratungsfirma CIMA bei 80 Stadtmarketingorganisationen in Baden-Württemberg durchgeführten Benchmark-Studie fordern aber auch, dass neben einer engeren Verzahnung und besseren Kommunikation der Hauptakteure auch die gewerbliche Wirtschaft bei Stadtmarketingprojekten mehr ins Boot geholt werden soll. Die Studie zeigt, dass nach wie vor die Stadtverwaltungen die Hauptinitiatoren und maßgeblichen Träger des Stadtmarketing sind (in 86,5 Prozent der Fälle ist dies so). Nur in etwas mehr als der Hälfte aller Organisationen (54,1 Prozent) ist die örtliche Wirtschaft am Stadtmarketing maßgeblich beteiligt. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und des Fachkräftemangels sowie der zunehmenden Bedeutung von attraktiven Arbeitgebern als Attraktionsfaktor für eine Kommune liegt es nahe, dass sich die Unternehmen verstärkt im Stadtmarketing engagieren - ideell, personell und/oder finanziell.


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