Jahrgang 43 Mittwoch, 6. Juni 2018 Auflage: 34.000 Stück
Nr.
22
DIE Wochenzeitung für die Städte Brilon, Olsberg, Willingen, Winterberg, Medebach und Hallenberg
Bike- und Lifestyle Festival und Streetfood Event finden zusammen statt Für Familien mit Kindern gibt es viele Möglichkeiten zum Ausprobieren und Mitmachen Brilon. (rt) Am 9. und 10. Juni findet zum dritten Mal das Bike- und Lifestyle Festival am Trailground in Brilon statt. Eingeweiht wird an diesem Wochenende auch der neue „Pumptracktrail“. Schon einen Tag früher werden an gleicher Stelle die Streetfood-Profis von Cheatday in ihren Foodtrucks die Öfen anwerfen und für leckeres Essen sorgen. Veranstalter des Lifestyle Festival ist Dominic Neumann, Geschäftsführer von liquid-life, dem Online-
Shop von Fahrrad Neumann. Er hat nicht nur die Vision von einem „etwas anderen Fahrradspektakel“ sondern er richtet es einfach aus. Für ihn sind es die günstigen Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass in Brilon ein ganz neues Konzept für die Region angeboten werden kann: „Das Sauerland hat sich in den letzten JahDas vielfältige Angebot wird auf dem Bike- und Lifestyle Festival und Streetfood Event bei ren zum Eldorado für schönem Wetter einen neuen Besucherrekord garantieren – davon sind die Veranstalter und Radfahrer entwickelt. ihre Unterstützer überzeugt. Foto: privat Diese Kulisse nutzen wir, um gerade für Familien mit Kindern ein umfassendes Mitmachangebot rund um das Thema „Rad“ zu platzieren.
Stichwort der Woche Jetzt wird es der Verpackungsindustrie aber mulmig. Mit dem geplanten Verbot von Plastik-Einwegartikeln macht die EU ihr so richtig Angst. Dabei wäre gerade mal ein Promille der gesamten Kunststoffanwendungen von dieser Regelung betroffen. Bestimmt handelt die EU-Kommission hierbei in guter Absicht. Es ist sicher allerhöchste Zeit, dieses Problem auch weltweit in Angriff zu nehmen. Seit einigen Jahren wissen wir von der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll, ohne dass es bisher irgendeine Konsequenz hatte. Somit ist jeder noch so kleine Lösungsansatz ein Schritt in die richtige Richtung. Aber reicht es, Einweggeschirr, Strohhalme und Wattestäbchen durch biologisch schneller abbaubare Materialien zu ersetzen? Natürlich nicht, denn um die globale Verschmutzung in den Griff zu bekommen, müsste die Menschheit ihr derzeitiges Konsumverhalten von Grund auf ändern, also den exzessiven Einsatz von Verpackungsmaterialien quasi auf null zurückfahren. Geht das? Vor über 50 Jahren wurde auch
Plastik regiert die Welt!
hier in Deutschland nur ein Bruchteil des heute anfallenden Plastikmülls verursacht. Der Grund hierfür waren nahezu komplett andere Lebensverhältnisse. Die „Produktion“ von Nahrungsmitteln erfolgte fast noch komplett in den Haushalten. Diesen Vorgang nannte man „kochen“. Dazu wurden diverse Grundnahrungsmittel, wie Kartoffeln und Mehl noch in den Haushalten eingelagert. Gemüse und Obst kam noch häufig aus dem heimischen Garten oder wurde von Erzeugern aus der Region gekauft. Auch in dieser Zeit musste hier keiner hungern. Und ob sich die Lebensqualität durch seither immense Konsumsteigerungen erhöht hat, bleibt dahingestellt. Seitdem hat sich ohnehin viel verändert. Die Zahl der ZweiPersonen- und Singlehaushalte hat sich vervielfacht. Unsere vielgerühmte Vollbeschäftigung hat dazu geführt, dass für die Erzeugung und Zubereitung von Nahrung vielfach auch keine Zeit mehr vorhanden ist. In diese Bresche ist dann die Lebensmittelindustrie gesprungen und die braucht für ihre Erzeugnisse aus Transport-, Hygiene-, vor allen Dingen aber
auch aus Marketinggründen jede Mit Bürgermeister Dr. Christof Menge Verpackung. Laut dem Er- Bartsch, selbst passionierter Radnährungsreport 2017 hat der Anteil von Fertigprodukten allein im vergangenen Jahr schon wieder stark zugelegt. Die Haupteinkaufsquelle der Deutschen ist der Supermarkt, der Einkauf auf Wochenmärkten und in Bio- oder Hofläden ist stark rückläufig. Wenn das Ganze ein rein europäisches Problem wäre, wäre das sicher schon schlimm genug. Da Industrien aber im Kapitalismus wachsen (oder weichen) müssen, erschließt die Lebensmittelindustrie nun schon seit Jahren die Märkte in den Entwicklungsländern. Auch da hat der Verpackungsmüll inzwischen unglaubliche Ausmaße angenommen. Ich glaube, dass Verbote oder höhere Steuern diese Entwicklung nicht aufhalten können. Die einzige Lösung wäre eine komplette Umstellung unseres Konsumverhaltens, ja sogar eine komplette Änderung unserer Einstellung zum Leben. Das wird aber vermutlich erst dann der Fall sein, wenn mehr Tonnen Plastikmüll als Fische in den Weltmeeren schwimmen. Norbert Schnellen
In dieser Ausgabe
BRILON: Vorstellung des neuen Sprinter von Mercedes ..15
MEDEBACH: Straßenmalerfest...........20
WINTERBERG: Durch den Sommer mit dem Gewerbeverein Siedlinghausen................9
SCHÜTZENFEST IN: Messinghausen .............24 Olsberg ........................18
ler, erfährt die Veranstaltung besondere Unterstützung. Bartsch lädt am ersten Tag mit dem Rad anreisende Besucher zum BikerFrühstück ein. Lesen Sie weiter auf Seite 3.
Der nächste BRILONER ANZEIGER erscheint am: Mittwoch, 13. Juni 2018 – Redaktions- und Anzeigenannahmeschluss: Donnerstag, 7. Juni 2018, 10 Uhr Kontakt: Obere Mauer 1 · 59929 Brilon · Tel. 02961 9776-24 · Fax 02961 9776-30 · redaktion@briloner-anzeiger.de · www.brilon-totallokal.de Erscheint kostenlos