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Tourismusals Arbeitgeber und Ausbilder

Tourismus alsWirtschaftszweighat im Landkreisund der kreisfreienStadt Rosenheimeinegroße Bedeutung. Rund 12.300 Arbeitsplätzeinder Region stehen im Zusammenhang mitTourismus.Dazuzählen beispielsweisedie MitarbeiterInnenvon Hotels,Bergbahnen, Museen,Gastronomie, Tourist-Informationen,Schifffahrtund Thermen. Ebenso gibt es zahlreiche Betriebe, dieerst aufden zweitenBlick vomTourismus profitieren.Dazuzählen etwader Einzelhandel durch den Konsum der Touristenvor Ort,Schreinereien, dieneueMöbel fürHotelsfertigen,oder Druckereien, dieBroschürenund Kartenmaterial der Tourist-Informationen undTourismusverbände drucken.

DieBerufsfelderund AusbildungsangeboteimTourismussektor sind so vielfältig wie das FreizeitangebotunddieBranche ansich:von Koch/Köchin, HotelmanagerIn,über SchiffskapitänIn, Destinations-und MarketingmanagerIn, Fachkraftfür Gastronomie,Tourismuskaufleute,HotelfachleutebishinzuPhysiotherapeutIn –dieszeigt nureinen Teil der Möglichkeiten.Ob Ausbildung, duale Angeboteoder Studium–viele unterschiedlicheBildungsmöglichkeiteneröffnen denWeg in dieTourismusbranche.

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Mein Name istAxelLöffler.Ich bin59Jahrealt und geboren im schönenElbflorenz. MitmeinerVerlobten Christinebewohnenwir unserenländlichenRückzugsortinNöstlbach in der Gemeinde Pittenhart.Besondersgern verreisenwir miteigenem Wohnwagenoder weiter weg. Wirradeln,fotografieren,schwimmenimMeer, Seeoderinden Thermen. Auch bereitet mir der Umgangmit Tieren undden verschiedensten Menschen sehr großeFreude.

Welchen Berufübst Du aus?

Ichbin Schiffsführerbeider hiesigen Chiemsee-SchifffahrtLudwigFeßlerund das, so Gott will, biszur Renteundsehrgernauch länger.

WiewarDein Wegzum Schiffsführer?

Nach einersoliden zehnjährigen Schulbildunglernte icherst Baumaschinist und danach noch Kfz-Mechaniker fürPkw und Lkw. Nachder Wende bekamich beiPreussag PipelineBau meine Chance,die ichbis Anfang der2000er-Jahreauchnutzte. Danachginges michindenschönenChiemgau.

Nicht zuletzt durch mein großesInteresse anallem,wasfährt, zogesmichfastmagisch nachPrien zurChiemsee-Schifffahrt.Dort begannich vorfastzehnJahreninder Werft in der Malerei, später aufden Schiffenals Matrose. Anschließend qualifizierte ichmichals Kassierer undzuguterletztbildetemichHerr Feßler junior zumSchiffsführer aus,worauf ich sehr stolzbin.Dennesist nichtnurdasPapier wasman in der Hand hält,sondern auch die übertrageneVerantwortungund dasVertrauen desChefs.

Ichbin JonasAsalaus Rosenheim,gerade 18 Jahrealt geworden.Meine HobbiessindNähen, Zeichnen undKochen.Ichkoche wirklich immernoch sehr gern auch zu Hause.

Im Momentmache icheineAusbildung zum Kochim Hotelzur Post in Rohrdorf. Auf den Berufgekommenbin ichunteranderem durch meineOma.Mit ihrhabeich früher immervielgekocht undauchinderSchulehatte ichKochenals Wahlfach.Das Kochen hatmir immerschonviel Spaß gemacht –aberman muss daseinfach selbstausprobieren.

DasBesonderean meinem Berufist:Man kann sich kreativausleben undimmer wieder etwasNeuesausprobieren.Es isteinesehr abwechslungsreiche Tätigkeit.Vielleichtmacheich nachmeinerAusbildungeine Weiterbildungzum Küchenmeister oderichgehe aufein Schiff. Da gibt esja wirklich sehrviele Möglichkeiten.

Wenn es den Tourismusnichtgäbe, wäre meineArbeitsehreintönigund mir wäre vielleichtöfter langweiligbeider Arbeit.

WasmachtDeine Arbeitso besonders?

DasBesondere andiesem Beruffinde ichist,das jahrelang angesehene undaufgesaugteWissen vereintmit dergeprüften Theorie selbstindie Tatumzusetzenund nicht zuletzt unserenFahrgästen mitdemeigenen Können wunderschöne Stundenaufdem Chiemseezubescheren.

Besondere Freudebereitetmir der Umgang mitunserenFahrgästen, Auskünfte geben, Vermittlung vonAnnehmlichkeitenaufden Inseln.MitRat undTat zurSeite stehen,wenn eszu lösende Fragen gibt bishin zurErstversorgungvon Notfällenoder verarztenvon kleinenWundensowie Empfehlungen auch für touristische Unternehmungen im oder außerhalbdes Chiemgausauchbei schlechtem Wetter.Das „Vielen Dank“oder „Wir kommen gernwieder“freut michimmer besonders.

Wäre Dein Arbeitsalltagohne Tourismuseinanderer?

Ohne Tourismusglaube ichwäre mein Arbeitsalltag(sau-)fad. Wenn man gern mit Menschen arbeitet undgernfür Menschen da ist,sollmanes auch unbedingttun,denndas eigeneAuftretenkommt immer zurück und macht einenselberglücklich.Außerhalbder Heimat sindwiralle Touristenund möchten dochauch zuvorkommend behandelt werden.

WirsindSepp undYvonneTremml aus Oberaudorfundlebenund arbeiten am füruns derzeit schönstenPlatz der Welt –aufdemBrünnsteinhaus.

Welchen Berufübt Ihraus?

Wirsindseit fünfJahrenHüttenwirtsleute aufdemBrünnsteinhaus,einer Alpenvereinshütteoberhalbvon Oberaudorfauf 1360m Höhe.Wirarbeiten am füruns derzeit schönstenPlatz der Welt.Essindviele Bereiche, diein unsereArbeit mitreinspielen. Gutist es,wenn du folgende Sachen beherrschstund gerne machst: Freude am Kochen undBacken, Organisationstalent, handwerkliches Geschick,Flexibilität, Freundlichkeit, Gelassenheit, Begeisterung fürdie Arbeitmit Menschen, Belastbarkeit, technischesVerständnis,Teamfähigkeit,Stressresistenz,Fitness sowieein Gespür fürdie vielen kleinenDinge,die auch gemacht gehören.

Wieseid Ihraufden Berufgekommen?

Wirhaben beide in unsererJugendschon unserHerzandie Bergeverloren.Nachlangjährigen TätigkeitenimTalam Bauhof undin derTourist-Informationwardie Zeit füreinen Wechselgekommen.Momentan könnenwir unsnichtsSchöneres vorstellen, alsmittenin denBergen zu lebenund zu arbeiten.

WasmachtEuch besondersvielSpaß?

DasBesondereund gleichzeitig Herausfordernde ist, dass kein Tagwieder andereist–jeden TaggibtesandereGäste, anderesWetter, andereAufgaben –und auch wenn sichim

YVONNEUNDSEPPTREMML HÜTTENWIRTSLEUTEVOM BRÜNNSTEINHAUS

LaufederJahre vieles wiederholtundeinspielt, wirdesnielangweilig. ZudemgibtesvielFreiraum füreigeneIdeen. Es isteineFreude,Gäste glücklichzumachen, ihnen dieMöglichkeit zu bieten,abschalten zu können undeineschöne undentspannteZeitaufeinerHütte in den Bergen zu verbringen.Jelängerman hier aufdem Berg ist, destomehrrückendie Probleme und Sorgenaus demTalin weiteFerne.Esscheint manchmal so,als würdeder Blickaus der Höhe denFreiraumgeben,seinLebenwirklich leben zu können.Das Lebenkannsoschönsein–nur gehtdas Wissen darum im Alltagslebenleider oftverloren.Indem Wissen,dassnichts fürdie Unendlichkeit istund auchunsereHüttenzeit irgendwann vorbeiseinwird,genießenwir jeden Tagund freuen unsaufdennächsten–der sicher wieder vieleschöne undspannende Sachen füruns bereithält.

Wiesähe Euer Arbeitsalltagaus, wennesden Tourismusnichtgäbe?

Ohne den Tourismus wärenwirnichtauf demBrünnsteinhaus.

Ausder Region,inder Region undfür dieRegion.Seit1909versorgen und verwöhnenwir,die Konditorei Bäckerei Miedl, Einheimische undGäste in unseren20Fachgeschäften mitnaturbelassenenBackwaren. Tagfür Tagstehen wirfür Reinheit,Qualität undUrsprung unseresHandwerks.

Wirfreuenuns,wennwirinunserer schönenUrlaubsregion alle Feinschmecker ausnahundfernmit unseren Leckereien begeisternkönnen.So kommenauchUrlauberineinigen Hotels undPensionen in den Genuss unserer bayerischenBackspezialitäten.

MATTHIASBÖSER

ABTEILUNGSLEITERTHERMENLANDSCHAFT, SAUNAWELTUNDWELLNESS, CHIEMGAUTHERMENBADENDORF

Ichbin 42 Jahrealt,gebürtiger Ammerseer, wohneseit23JahreninBad Endorfund gehe zu FußzurArbeit.Ich binein Familienmensch undverbringe meineFreizeit amliebsten mit meiner Frauundunseremeinjährigen Sohn Max. Sofern es meineZeiterlaubt,jogge ich gerne in unsererwunderschönenNaturund gehe in unserhauseigenes FitnessstudioPROMOVEO.

Seit 17 Jahrenbin ichAbteilungsleiterder Thermenlandschaft,Saunawelt unddes Wellnessbereichsinden ChiemgauThermen.1999 habe ichals Masseurimdamaligen Kurmittelhaus BadEndorfangefangen. Währendder Gesundheitsreformwurdemir schnellbewusst, dasstrotzder Einschnitteder großeBedarfan Gesundheits- undWohlfühlleistungen weiterhin gedecktwerden muss.Der Standort Bad

Endorfmit seinen heilkräftigen Quellen–einganzbesondererBodenschatz –und dertollenLandschaft istein Magnet für Erholungssuchende.Deshalb habeich mich2005auf den Wellnessmarkt fokussiertund habe in meiner Funktion als Abteilungsleiterdie Wohlfühlangebote derChiemgauThermen mitgestaltet. Ichliebe meinen Job, weil er mirdie Möglichkeit gibt,vieldirektenKontakt sowohl mit meinem Teamalsauchmit unserenGästenzuhaben.Ammeisten freutesmich, wennsich dieGäste nach einem perfektenWellnesstag miteinem zufriedenen, entspanntenLächelnverabschieden.Daich für dreiBereicheverantwortlich bin,ergibt sich eine Füllevon unterschiedlichen Aufgaben,die mich am EndedesTages mitgroßerZufriedenheit erfüllen.

Wenn wirinBad Endorfden GesundheitsundWellnesstourismusnichthätten, danngäbe es dieChiemgauThermen undunser ThermenhotelStröbingerHof nicht–und auch nichtdie anderen Hotels,Pensionen undGästehäuser. DieganzeInfrastruktur wäre wohl nichtso ausgebaut,wie sieesist –angefangen vonden Rad- undWanderwegen, überden Einzelhandel,dieCafésundRestaurants,die Ärzte- und Therapiedichte, denöffentlichenNahverkehr bishin zum Veranstaltungsangebot.Davon profitierennicht nurdie Urlauber,sondernauch wirEinheimische, unddas schafft Arbeitsplätze. Undich wärehier sicher nicht hängen gebliebennachmeinerAusbildung zumMasseur.

CHRISTINAPFAFFINGER GESCHÄFTSFÜHRUNGCHIEMSEEALPENLAND TOURISMUSGMBH &CO. KG

Tourismus isteineQuerschnittsbranche vongroßerwirtschaftlicher Bedeutung. Entsprechendvielfältigsindauchdie Berufsbilder im Tourismus:Angefangen vonAusbildungsberufenwie Fachkräfte fürGastgewerbe, HotelfachoderBäderbetriebeüberStudiengänge wieTourismusmanagement,Marketing, Kommunikation, Gesundheitstourismus oder Event-Managementbis zu Reiseleitungen, Fremdsprachenexpertinnen und -expertenoder Schifffahrtskapitänen. Arbeiten im Tourismus bedeutet, Teil einerzukunftsorientiertenBranche zu sein,dennTourismus zählt zueinem dergrößten Arbeitgeber weltweit. In unsererUrlaubsregion ChiemseeAlpenland bestreiten über 12000 Menschen ihrenLebensunterhaltdurch Tourismus.

Egal, ob beieiner Tourist-Info vor Ortoder im Hotelmanagement: Wer sich fürTourismus alsBeruf entscheidet, sollte gerne Kontaktmit Menschen haben undserviceorientiertdenken.

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