CITICON 42 - November / Dezember 2014

Page 1



an So

n

ss a d , h ac m e fte t ä t i h b c , s t Ge iben! ot G e i r d e n b Lie eiertage ssen ble F lo h d c n s u e g n

Geschäftsmann Thomas Deiser, 1. Vorsitzender von IN-City und CSU Stadtrat in Ingolstadt, hat eine heiße Diskussion entfacht und sich durchgesetzt: am 3. Oktober 2015, also dem Tag der Deutschen Einheit, dürfen nachmittags die Geschäfte öffnen – zumindest in den nächsten zwei Jahren, dann wird neu abgestimmt. Ausnahmsweise scheinen in dieser Sache (verkaufsoffene Sonn- und Feiertage) „Don Camillo und Peppone“ Seite an Seite zu kämpfen, was etliche Leserbriefschreiber zum Anlass für leidenschaftliche Attacken nahmen und sich als Speerspitze des Christentums outeten. Denn es sei nun in Gefahr, das gesamte christliche Abendland – und dieses gilt es zu verteidigen – gegen „gottlose Sklaventreiber und Vaterlandsverräter“, die die Sonntags- und Feiertagsarbeit einführen wollen. Und weil die meisten dieser Tage ja christlich motiviert sind, ist jeder einzelne verkaufsoffene Sonn- oder Feiertag ein Angriff auf die christliche Tradition. Sonntags sollst du ruhen, steht schon in der Bibel und damit scheint bewiesen: Wer an Sonn- und christlichen Feiertagen rüttelt, ist gottlos. Gewerkschaften schützen zwar nicht unbedingt den Sonn- und Feiertag, an dem praktizierende Christen ihre Religion ausüben, hier geht es wohl eher um mühsam erkämpfte Arbeitnehmerrechte, beispielsweise die 5-Tage und 40-Stunden Woche, versehen mit der zusätzlichen Anordnung, dass Sonn- und Feiertagsarbeit mit 150 Prozent zu vergüten sind. Der Don Camillo-Aspekt vermischt mit dem Peppone-Gedankengut ergibt dramatische Leserbriefe und einen Wurstsalat im Kopf. Frage: Wird das christliche Abendland untergehen, wenn es möglicherweise dazu käme, dass die Shopping-Branche grundsätzlich auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet haben dürfte? Krankenschwestern, Altenpfleger, Busfahrer, Polizisten, Klinikpersonal, Fußballspieler, Radiomoderatoren, Taxifahrer, Bäckereien und Filialmitarbeiter, Angestellte in Freizeitunternehmen wie dem Wonnemar und zu guter Letzt alle Menschen, die in der Gastronomie arbeiten, haben doch auch nicht automatisch frei, wenn die Kirchenglocken läuten! Und um es noch deutlicher zu formulieren – meiner Meinung nach befindet sich das christliche Abendland längst im freien Fall, weil es immer weniger von diesen praktizierenden Christen gibt. Die berühmten christlichen Feiertage sind doch schon weitestgehend losgelöst von ihrer religiösen Notwendigkeit. Wenn dem nicht so wäre, müssten die Kirchen an Sonn- und Feiertagen aus allen Nähten platzen – so wie alle Jahre wieder an Weihnachten. Aber schon am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag stehen die Pfarrer und Pfarrerinnen wieder vor deutlich lichteren Bänken. So und jetzt kommt´s: Ich fände es absolut schrecklich, wenn man grundsätzlich sonntags zum Shoppen gehen könnte. Warum? Ich hasse shoppen und müsste dann an noch einem Wochentag mehr versuchen, mich davor zu drücken. Allerdings, wenn ich an die Adventssonntage denke und an die beiden Weihnachtsmärkte in Ingolstadt, dann fänd´ ich es schon schick, wenn ich auch durch geöffnete Geschäfte schlendern könnte, um meine Weihnachtseinkäufe zu erledigen… Ich freue mich jedenfalls schon darauf – Glühwein, Bratwurst, Sauerkraut, Eislauffläche, Erhard-Hütte und Weihnachtsdüdelüüüh an allen Ecken und Enden. Fast hat es dieses Jahr geschafft und ich wünsche uns allen einen melodischen Ausklang. Einfach locker bleiben und in urchristlichem Sinne seinen Nächsten lieben, auch wenn er Ideen hat, dass es der „alten Sau graust“! Alles Neue ist schwer zu ertragen, aber am schwersten ist es, Dinge auseinanderzudividieren, die zu-

sammenhalten, aber nicht wirklich, beziehungsweise eher zufällig zusammenhängen. Und dem christlichen Abendland wünsche wieder etwas mehr glühende Anhänger, die sich auf christliche Tugenden verstehen, die da wären Glaube, Hoffnung und Liebe. „Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe. Wenn dies alles bei euch vorhanden ist und wächst, dann nimmt es euch die Trägheit und Unfruchtbarkeit, sodass ihr Jesus Christus, unseren Herrn, immer tiefer erkennt.“ (2. Petr 1,5 – 8) Wer noch eine Schippe draufpacken möchte, strebt auch noch die antiken platonischen Kardinalstugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung an.

w w w. m a n g a t a . d e

Text: St

ten effi Kür

3

Das Licht, wonach wir uns so sehnen – wo ist es denn? Es ist in uns. Es ist nichts, was wir suchen müssten, es ist bereits da – in uns selbst. Wir müssen es nur wiederentdecken. Wie? Indem wir UNS SELBST vertrauen, an UNS glauben, an UNSERE eigene Kraft und Liebe. GOTT finden wir, indem wir UNS finden. UNS finden wir, indem wir GOTT finden. Und niemand verspricht, dass das einfach ist.


4

L

iebe Leser, Sie halten gerade unsere liebevoll zusammengestellte Weihnachtsausgabe in Händen. Nicht nur unser Weihnachtskalender schenkt Ihnen bestimmt so manche Inspiration für den nahenden Advent. Wir haben für Sie unanständig viele Highlights gefunden, die meisten Weihnachtsmärkte starten übrigens schon vor dem 1. Dezember, beispielsweise das große „Winterzauber“-Spektakel in Ingolstadt. Wie wäre es mit einer Bergweihnacht in Bad Gögging (Specialgast Siegfried Rauch, am 7. Dezember), mit Schloss Guteneck in der Oberpfalz und seinem historisch romantischen Flair, der Neuburger Weihnacht in der oberen Altstadt, den Adventstreffen auf Schloss Hohenkammer (immer sonntags ab 17 Uhr), dem Adventsmarkt in Eichstätt oder auch der Lesung mit Hardy Krüger jr. am 6. Dezember im Ingolstadt Village? Alleine das vor der Haustür liegende fränkische Seenland hat so viele Veranstaltungen zu bieten (Infos www.fraenkisches-seenland. de/weihnachtsmaerkte)… Tut uns wirklich leid, diese Qual der Wahl! Ich wünsche Ihnen trotzdem eine ruhige Vorweihnachtszeit.

citicon

Nov. / Dezember 2014

03

SONNTAGS SHOPPEN? Lieber Gott, wer denkt sich denn sowas aus?

06

48

08

52

WUSSTEN SIE EIGENTLICH,… dass die Firma Brandl in Eitensheim den EK Passion Star bekommen hat? DER NEUE Ruben Gazarian ist jetzt Künstlerischer Leiter des GKO

12 17

NOVEMBERSTRESS Mutti chillt erst im neuen Jahr HIGHLIGHT BEI PIANO BARTHEL DSDS-Star Susan Albers singt in Ingolstadt

50 JAHRE ERCI Die Aussichten für die Zukunft sind prima, die Weichen gestellt

DESIGNKLASSIKER COD: 9091, der schicke Wasserkessel von Alessi

60

IDEEN, DIE AUCH SIE BEGEISTERN! Außergewöhnliche Geschenkideen, nicht nur für Technikfans

20

66

22

72

DIE SCHULSPEISUNG DER 700 EDEKA spendiert Frühstück für Schulen am Brückenkopf TRÈS CHIC Mit festlicher Mode kann Weihnachten kommen!

SOFAHELDEN Neue Filme, Spiele und DVDs

28

WIKO BEI DEN STAMMTISCHBRÜDERN „Du konnst di hihocka, wenn´s di lassn. Wos andas is net frei!“

PETERS KOLUMNE Helfen sollte einfach einfach sein – ist aber nicht so!

32

DIE 6. CHARITY GALA WINTERZAUBER Gott segne Geber und Gaben! Spendenergebnis: 101.597 €

42

INGOLSTÄDTER SPEZIALITÄTEN Ein Besuch in der Bäckerei Sengl

Ihre Ute Appel

Impressum:

CITICON – Das Trendmagazin für Ingolstadt CITICON, das Trendmagazin für die Region Ingolstadt, ist ein Produkt der Publicity Designworks GmbH, Wacholderweg 3, 85049 Ingolstadt |

Herausgeberin u. Geschäftsführerin (V.i.S.d.P.): Ute Appel (APP) | Chefredaktion: Stephanie Kürten (SK) | stellvertretende Chefredaktion: Irmi Maar (IM) Redaktion: Georg W. Appel (GAP) | Stephan Kurzeder (APO) | Silke Pusch (PS) | Petra Volkwein (VOL) | Peter Niedner | Christine Olma | Katja KämpfStetschnig (KSK) | Manuela Klemz | Otto Lampert | Vertriebsleitung: Ute Appel 0177 / 30 15 000 | Lektorat: Sonja Hein | Chefgrafikerin: Katja Reinhardt | Foto: Nina Knely (PORTRAITshoot) | Andre Pöhlmann (PORTRAITshoot) | shutterstock (STOCKfotos) | Druck: die Rotationsdrucker Esslingen |

Kontakt:

info@citicon-online.de | Tel.: 0841 / 970 570 56 | Fax: 0841 / 88197575 | www.citicon-online.de | www.publicity-designworks.com

Trotz sorgfältiger Prüfung liegt die inhaltliche Verantwortung für Kommentare, Texte und Artikel beim jeweiligen Autor. Alle Angebote und Preisangaben sind freibleibend und unverbindlich. Für Druckfehler kann von CITICON keine Haftung übernommen werden. CITICON geht davon aus, dass die Copyrightrechte der zugesandten und übergebenen Texte und Fotos beim Einsender liegen oder eine Erlaubnis zur Verwendung gegeben ist. CITICON haftet nicht für Verstöße der Einsender gegen das Urheberrecht und prüft im Zweifelsfall die Rechtmäßigkeit der Zusendung.


citicon

5

team

stellvertretende Chefredaktion: Irmi Maar (IM)

Chefredaktion: Stephanie Kürten (SK)

Redaktion: Peter Niedner

Redaktion: Otto Lampert

Vertrieb: Petra Lampert 0163 / 33 07 141

Geschäftsführung & Vertrieb: Ute M. Appel (UA) 0177 / 30 15 000

Redaktion & Vertrieb: Katja Kämpf-Stetschnig (KSK)

Vertrieb: Britta Weihs 0173 / 3 78 79 69

Redaktion & Vertrieb: Silke Pusch (PS) 0160 / 71 71 208

Vertrieb: Monika Wieters-Böhme 0176 / 45 50 66 53

Redaktion ERCI: Dr. Manfred Schuhmann

Grafik: Katja Reinhardt

Redaktion: Paul Schönhuber

Redaktion Petra Volkwein (VOL)

Redaktion: Georg W. Appel (GAP)

Redaktion: Manuela Klemz

Redaktion: Stephan Kurzeder (APO)

Redaktion: Melissa Ortiz-Gomez

Redaktion Sofahelden: Marcel J. Gaßen

Redaktion Best Agers: Mathilde Greil

Redaktion & Lektorat: Sonja Hein

Redaktion & Fotos: Christine Olma


E

des Stiftungskapitals verteilt werden, entscheidet der Stiftungsrat in einer jährlichen Sitzung. Lehmann hat gerade den Stiftungsvorstand an seinen Nachfolger Christian Lösel übergeben. By the way, es machen sich ja alle immer lustig über Lehmanns RankingLiebe, aber es bleibt seinem Wirtschaftshändchen geschuldet, das 2004 ein Stiftungskapital von satten 1,6 Millionen Euro zusammenkam – schwupps war in Ingolstadt eine der 10 kapitalschwersten BS in Deutschland aufgelegt!

wie romantisch unter Garantie auch die 10. Pappenheimer Burgweihnacht am 29. / 30. November und 6. / 7. Dezember werden wird? In den letzten Jahren hat sich dieser Burgweihnachtsmarkt durch sein unverwechselbares Ambiente, die romantische Beleuchtung und das Flair der ganzen Veranstaltung einen Namen gemacht und wurde unter die 100 schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands gewählt. Geöffnet jeweils: Samstag 16 – 21 Uhr und Sonntag 14 – 20 Uhr.

dass die AOK Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ bayernweit wieder 50.000 Menschen bewegt hat – davon über 3000 Beschäftige aus 275 verschiedenen Betrieben der Region Ingolstadt? Den regionalen Hauptpreis – ein Fahrrad – gewann Johann Götz aus der Gemeinde Königsmoos. Der Preis wurde vom Willner Fahrradzentrum in Ingolstadt gestiftet.

EinknickEn odEr kantE zEigEn? diE kunst dEr Faltung

EINKNICKEN ODER KANTE ZEIGEN?

Museum für konkrete kunst ingolstadt

09. 11. 2014  bis 22. 02. 2015

In der ungegenständlichen Kunst war die Faltung von Beginn an ein wichtiges Thema und gefaltet wird bis heute, nicht nur mit Papier oder Textilien, sondern auch mit Metall, Plastik und Keramik – bis hin zur Leinwand. Auch in Film und Fotografie spielt der reproduzierte Knick als illusionistische Täuschung eine große Rolle. In der Ausstellung „Einknicken oder Kante zeigen? Die Kunst der Faltung“ stehen vor allem zeitgenössische Positionen im Zentrum, die Faltungen verschiedenster Art zum Thema des Werks machen. Bislang gab es noch keine Museumsschau, die so umfänglich die jüngsten Entwicklungen zu diesem Thema darstellte. Über 40 internationale Künstler sind mit Malerei, Skulptur, Video und Fotografie im Museum für Konkrete Kunst vertreten – und zeigen überraschende, sinnliche, technische oder auch komische Aspekte der Faltung. Eigens für die Ausstellung wird Katja Strunz eine große Wandinstallation entwerfen, und Terry Haggerty realisiert ein neues Wandgemälde von mehr als zwanzig Metern Länge. Ab März 2015 wird die Ausstellung in leicht veränderter Form im Kunstraum Alexander Bürkle in Freiburg zu sehen sein. Ein reich bebilderter Katalog mit mehreren Essays und vielen Künstlerstatements erscheint im Kehrer Verlag.

tränktorstraße 6 – 8 · ingolstadt · di. bis so. 10:00 – 17:00 uhr tel. +49 (0) 841 / 305 18 71 · www.mkk-ingolstadt.de

Foto: Rainer Stegmayr

Fotos: Stadt Ingolstadt / Bernd Betz

Tex t: SK

, ...

IG EN TLIC H

WUSSTE

IE S N

dass die Bürgerstiftung Ingolstadt seit ihrer Gründung vor zehn Jahren durch AltOberbürgermeister Alfred Lehmann schon 660.000 Euro in den Bereichen Bildung, Kunst, Kultur, Naturschutz, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitspflege, Wissenschaft und Forschung für das Gemeinwohl vergeben hat? Wie die Erträge

6


7

dass es weitergeht mit dem KUNSTkaufHAUS Ingolstadt? Diesmal zu finden direkt hinter dem Herzogkasten und der Stadtbücherei in einem Ladenlokal am Carraraplatz in der Reitschulgasse. Vertreten sind wieder bekannte Künstlerinnen und Künstler aus der Region Ingolstadt und dem Berufsverband Bildender Künstler. Die Teilnehmer organisieren selber die Aufsichten, was eine gute Gelegenheit ist ins Gespräch zu kommen. KUNSTkaufHAUS: Fotografien, Originaldrucke, Objekte, Plastik und Skulpturen sowie Malerei auf Papier, Holz und Leinwand. Geöffnet: montags bis samstags von 11 Uhr bis 18 Uhr.

dass die Brandl GmbH & Co. KG in Eitensheim mit dem EK Passion Star 2014 für „Leidenschaft durch Perfektion“ ausgezeichnet worden ist?

Leidenschaftliches Handeln sei im Einzelhandel eine wichtige Voraussetzung für den Geschäftserfolg. Aus diesem Grund prämiert die EK/servicegroup die Unternehmen, die sich durch ein besonderes Maß an Leidenschaft hervortun. Eine unabhängige Jury bewertet dabei Aspekte wie emotionale Wirkung, Nachhaltigkeit, Qualität, Unternehmenskultur, Einzigartigkeit, Glaubwürdigkeit und Lebensart. Herzlichen Glückwunsch nach Eitensheim!

dass das „ART-vent“ im KUNSTimSTALL von Hanni Goldhardt (Gaimersheim / Rackertshofen Hof 2 a) in einem denkmalgeschützten, umgebauten Jurastall stattfindet? Zur Weihnachtsausstellung „Art-vent“ vom 21. (Vernissage um 19.15 Uhr) bis 30. November hat sie wieder Kunstschaffende aus der Region eingeladen – das professionelle Bildhauer-Ehepaar Richard Gruber und Annemarie Mießl aus Schrobenhausen (Skulpturen und Objekte aus Stein und Bronze), Axel Schmitt aus Wettstetten (abstrakte Landschaften mit Strukturen aus Collagematerial, Pigmenten und Acryl), Carmen Wagner aus Kösching, Dozentin für Filzkunst an der VHS Ingolstadt (reizvolle gefilzte Objekte und Accessoires), Gerhard Hoffmann aus Großmehring (selbstgegossene Bronzefiguren). Eintritt frei! Schulklassen bitte mit Voranmeldung unter 0160-4391367. Geöffnet ist mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 14 – 18 Uhr, sonntags von 11-18 Uhr.


8

DER N EUE: VORGEST ELLT

FOTO: Markus Banai

Ruben Gazarian ist der neue Künstlerische Leiter des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt

Und so stellt sich der Neue im aktuellen Programmheft des GKO selbst vor: „Als ich das Georgische Kammerorchester Ingolstadt noch vor gar nicht langer Zeit zum ersten Mal dirigierte, lernte ich dabei ein sensibles und zugleich leidenschaftlich musizierendes Ensemble kennen. Bereits während dieser Begegnung spürten wir, dass in diesen wenigen Tagen zwischen uns nicht nur eine starke musikalische, sondern genauso intensive menschliche gegenseitige Sympathie entstanden war. Die zwei weiteren gemeinsamen Auftritte haben dies bestätigt und vertieft. Und nun habe ich die Freude, Sie alle in meiner Eigenschaft als neuer Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orchesters zur Saison 2015 herzlich willkommen zu heißen. Auch wenn es in Vorworten dieser Art inzwischen fast überall zur Tradition geworden ist, die Programme mitsamt Solisten- und Komponistennamen aufzuzählen, verzichte ich bewusst darauf: Ich möchte nicht vorgreifen und Ihnen dabei die Neugier des Entdeckens der neuen Saison auf den folgenden Seiten nehmen. Ein Novum allerdings sei hier erwähnt: Von jetzt an wird das GKO jedes Jahr eine herausragende Solistenpersönlichkeit dem Ingolstädter Publikum als „Artist in Residence“ vorstellen. Diese in der Musikwelt zu Recht verbreitete Institution ermöglicht dem Zuhörer, verschiedene Facetten des gleichen Künstlers innerhalb einer Spielzeit zu erleben. Auf der anderen Seite gibt sie einem Orchester den perfekten Rahmen, sich mit einer Persönlichkeit besonders intensiv auseinanderzusetzen. Wir sind stolz darauf, dass es gelang, für das Jahr 2015 niemand geringeres als den großartigen und weltweit gefragten Geiger Julian Rachlin als „Artist in Residence“ zu gewinnen. Sie werden ihn zweimal in der Aboreihe erleben, dabei wird er nicht nur der Solist mehrerer Violinkonzerte sein, sondern auch das Orchester leiten. Ich wünsche uns allen gemeinsam eine Saison voller unvergesslicher musikalischer Augenblicke und freue mich auf unsere künftigen Begegnungen. Herzlichst, Ihr Ruben Gazarian“.


9

INGOLSTADT LÄDT ZUM WINTERZAUBER 2014 Mit dem Begriff „Winterzauber“ meint man in Ingolstadt inzwischen vieles. Zum Ingolstädter Winterzauber – es gibt einen eigenen Flyer – gehören ein Bummel über einen der ältesten Christkindlmärkte Deutschlands vor dem mittelalterlichen Herzogskasten, ein Spaziergang auf dem Ingolstädter Krippenweg, verbunden mit einem Besuch der großen Krippenausstellung in der Spitalkirche, ein Glühwein an einem der Stände in der weihnachtlich geschmückten Fußgängerzone. Winterzauber verbreiten natürlich auch die Echt-Eislauffläche auf dem Paradeplatz vor der Kulisse des Neuen Schlosses, daneben das Punsch-Stüberl, WinzerGlühwein und die große Weihnachtshütte mit urigem Alpenflair (Die Hütte ist bereits ab 19.11.2014 geöffnet, Reservierungen unter Telefon 08 41/37 92 830 oder rose.bussner@erhard-in.de ), die Winter-Lounge in den Arkaden des alten Rathauses, die einmalige Media Markt Eisgala (Concert on Ice am 14. Dezember), die CHARITY GALA WINTERZAUBER (Ergebnis siehe Seite 34), die ADVENTSFÜHRUNGEN „KUMM, GEH MA KRIPPERL SCHAUN...“ (06.12. / 13.12. und 20.12.2014) und der Weihnachtsweg vom Christkindlmarkt zum Winterzauber am Paradeplatz – dort finden Sie in zahlreichen Schaufenstern der Geschäfte an der Mauthund Ludwigstraße die Ingolstädter Weihnachtsgeschichten. Ingolstädter, ob Jung oder Alt, haben ihre „Weihnachtsgeschichte“ niedergeschrieben. Lassen Sie sich verzaubern von der Advents-Stimmung in einer altbayerischen Stadt, genießen Sie vorweihnachtliches Flair oder stöbern Sie nach Weihnachtsgeschenken. Wo? In Ingolstadt!

Weitere Infos unter: www.ingolstadt-tourismus.de

NEUES VON...

auf Seite 9 K u lt u r z e n t r u m

BEWERBT EUCH BIS 28. NOVEMBER 2014 i n g o l s ta dt FÜR EINEN AUFTRITT IN DER NEUN!

Mit dem ersten Konzert der neuen Veranstaltungsreihe „Local & Established“ wurde ein neues Format ins Leben gerufen, das in Ingolstadt und Umgebung ansässigen Bands die Bühne bietet, um als Vorgruppe einer bereits etablierten Musikgruppe aufzutreten und sich so einem größeren Publikum zu präsentieren. Die Konzerte werden sowohl im Kulturzentrum neun als auch in der eventhalle stattfinden. In Kooperation mit „in2music“ findet Anfang eines jeden Jahres ein LokalmusikFestival mit ausgewählten Bands aus der Region statt. Die Bewerbungsunterlagen inklusive Auflistung bisheriger Konzerte, Beschreibung der Musikrichtung, Vorstellung der MusikerInnen, Foto und Hörbeispiel sind bis 28. November 2014 an das Kulturzentrum neun, Elisabethstraße 9a, 85051 Ingolstadt zu schicken. MEHR INFOS AUF WWW.NEUN-INGOLSTADT.DE


TEIL 1 (Fortsetzung in CITICON 43)

ADVENTS-

10

KALENDER VOM 1. BIS ZUM 15. DEZEMBER

1.

DEZEMBER  DEZEMBER-AKTIONEN: HOUSE OF TEA (S. 3) 1.– 31. Dezember

verlost* 10 x 2 Karten für den Weihnachtsmarkt auf Schloß Guteneck (S. 33). Einfach Postkarte** mit Stichwort „Guteneck“ an CITICON schicken!

BEA LA MODA (S. 27) 1.– 31. Dezember OBERE APOTHEKE (S. 36) 24. Nov. – 6. Dezember 1.201

4

CAFÈ 59 (S. 43) 1.– 24. Dezember

**

s deschlu Einsen

s: 28.1

EICHSTÄTT kocht... (S. 35) 28. Nov. – 21. Dezember

2 3

4.

DEZEMBER  ADVENTSMARKT BEI BELEZZA (S. 24)

5.

DEZEMBER  NIKOLAUS-AKTION: BEA LA MODA (S. 23) 5.+ 6. Dezember  ADVENTSMARKT IN EICHSTÄTT (S. 35) 5.– 7. Dezember

AUF DIE GEWÜRZE KOMMT ES AN! Lebkuchen: Schon die alten Römer kannten diesen Kuchen, beliebt vor allem wegen seiner langen Haltbarkeit. Es gibt inzwischen tausende verschiedene Rezepte, entweder für gebackene Lebkuchen oder Desserts unter Verwendung dieser Zutat. In Ingolstadt hat vor allem Wolfgang Erhard (Conditorei Bäckerei Confiserie) sich diesem Gebäck verschrieben und ist zum echten Lebkuchenspezialisten geworden. Die atemberaubende Lebkuchen-Geschmackspalette wird jährlich erweitert. Alle Mischungen aufzuzählen macht nicht viel Sinn, informieren Sie sich lieber im Internet unter www.lebkuchen-erhard.de/de/lebkuchen und dann einfach durchprobieren! Früher aß man übrigens Lebkuchen auch zu Ostern und anderen hohen Feiertagen, heute ist der Lebkuchen ein klares Weihnachtsgebäck. Die Briten kennen Lebkuchen unter Gingerbread (Ingwerbrot), die Franzosen sagen Pain d‘épices (Gewürzbrot), beides meint Kuchen mit orientalischen Gewürzen: Zimt, Nelken, Anis, Koriander, Kardamom, Ingwer…


. –

2

59

ec 4.12.20 14 co gratis!

W E

é Caf

verlost* 3 x 2 Tageskarten für die Therme Erding. Einfach Postkarte mit Stichwort „Erding“ bis zum 5.12. an CITICON schicken!

n io

11

ACHTS-A N kt IH

1 Vom

ro s 1 Glas P

* Teilnahme an den Gewinnspielen per Postkarte (mit jeweiligem Stichwort sowie Namen und Telefonnummer des Teilnehmers), adressiert an die CITICON-Redaktion: Wacholderweg 3, 85049 Ingolstadt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

6.

DEZEMBER  NIKOLAUS-AKTIONEN: ETTENHUBER (S. 22)

9 10 12. 8 11 7. 14. 13 15 DEZEMBER  ADVENTSMARKT IN EICHSTÄTT (S. 35) 12.– 14. Dezember

BEA LA MODA (S. 23) 5.+ 6. Dezember BODYSHOP (S. 26) ARS VIVENDI (S. 31) OBERE APOTHEKE (S. 36)  ADVENTSMARKT IN EICHSTÄTT (S. 35) 5.– 7. Dezember

 GLÜHWEIN-TREFFEEN AUF SCHLOSS HOHENKAMMER (S. 27)

Gedenktag für NIKOLAUS VON MYRA. Er ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Der 6. Dezember wird in zahlreichen Kirchen begangen und ist mit vielen Bräuchen verbunden.

 ADVENTSMARKT IN EICHSTÄTT (S. 35) 12.– 14. Dezember

DEZEMBER

DEZEMBER

 GLÜHWEINTREFFEEN AUF SCHLOSS HOHENKAMMER (S. 27)  ADVENTSMARKT IN EICHSTÄTT (S. 35) 5.– 7. Dezember

1. INTERNATIONALER WEIHNACHTSMARKT A U F D E R A U D I P I A Z Z A V O M 2 7 .  –  3 0 . 1 1 . 2 0 1 4 Frohes Fest, Feliz Navidad, Kellemes karácsonyi ünnepeket… Feiern Menschen außerhalb Deutschlands auch Weihnachten? Der 1. Internationale Weihnachtsmarkt des Audi Betriebsrats beantwortet nicht nur diese Frage sehr eindeutig! Vier Tage lang präsentieren Audianer von internationalen Audi-Standorten ihre Weihnachtsbräuche und verwöhnen die Besucher mit landestypischen Spezialitäten. Mit den Erlösen werden soziale Projekte in den jeweiligen Heimatländern unterstützt. Sozial, international und trotzdem traditionell – und so schmeckt Weihnachten auf dem Internationalen Weihnachtsmarkt: Für feurige Genießer gibt es am 27.11. eine ungarische Bratwurst in der Baguette-Semmel. Speedy Gonzales empfiehlt am 28.11. das mexikanische Schweinenackensteak mit Jalapeños. Ab in den Süden – zumindest kulinarisch – heißt es am 29.11. mit italienischer Pasta Conchiglie all’ arrabbiata mit frischem Parmesan und dazu spanischen Sangria. Natürlich ist auch für Naschkatzen etwas dabei – am 30.11. gibt es belgische Waffeln. Immer im Angebot das traditionelle Weihnachtsmenü: Käsekrainer, Curry- oder Rostbratwürstchen, Schweinenacken- oder Putensteak, Waffeln und Crêpes und für die Fleischlosen eine Kürbiscremesuppe.


DIE FAKºTEN-GALERIE IN DER VORWEIHNACHTSZEIT

Geöffnet immer montags bis freitags von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr, samtags im Nov. von 10.30 Uhr bis 13 Uhr und im Dez. von 10.30 bis 18 Uhr

Die Fak°ten-Galerie ist eine Produzentengalerie in der Moritzstraße 6 in Ingolstadt. Sie bietet KünstlerInnen und GestalterInnen die Möglichkeit, für eine begrenzte Zeit ihre Ateliers zu verlassen und sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Initiatorin des Projektes ist die Ingolstädter Keramikerin Susanna Smyczek-Schuhmann. Als Lehrbeauftragte für den Bereich Kunsterziehung an der Katholischen Universität EichstättIngolstadt gründete sie vor Jahren den Verein „Forum für angewandte Kunst in der Region 10“ (FAK°TEN) und stellt seither ihr kleines Ladengeschäft den Kreativen zur Verfügung. In der diesjährigen Vorweihnachtszeit bezieht sie zusammen mit ihrem BBK-Kollegen Markus Jordan und seinen Lichtobjekten den Kunst-Raum. < SUSANNA

SMYCZEK-SCHUHMANN beschäftigte sich in diesem Herbst mit dem Thema

„Engel“. Eine große Auswahl ihrer Arbeiten ist in der Fak°ten-Galerie ausgestellt. Vielleicht könnte ja eines der Lichtobjekte oder einer der Keramik-Engel zu einem besonderen Weihnachtsgeschenk werden? Schauen Sie doch einfach mal vorbei!

< Cendra Polsner, Kuratorin Lichtstrom Festival 2014, zu Markus Jordan: Als trefflicher Lichtalchemist ist der Künstler MARKUS

JORDAN

weit über seine Ingolstädter Heimat hinaus be-

Es werde Licht – sprach der Engel des Herrn das nicht?

kannt für seine sowohl großformatigen Installationen wie auch seine akribischen bildhauerischen Objekte. Sein Sinn für die Magie, aber eben auch für den Realismus im Umgang mit dem Medium Licht, lassen seine Werke als Spielflächen der Mathematik wirken, die den Betrachter in einen unwillkürlichen Bann ziehen. Stets konzentriert und substantiell schaffen es seine Installationen als Begegung von Wissenschaft und Kunst zu faszinieren und zu überzeugen, ohne ihren zauberhaften Charme zu verlieren.

12


13

XMAS IM INGOLSTADT VILLAGE WERDE TEIL EINES WEIHNACHTSMÄRCHENS… „DIE FLIEGENDEN BÜCHER DES MISTER MORRIS LESSMORE“

Besuchen Sie das Ingolstadt Village und genießen Sie in der Vorweihnachtszeit die verführerische Welt von Luxus und Genuss. Außergewöhnliche Angebote und Shopping-Erlebnisse zaubern Festtagsstimmung und weihnachtliche Vorfreude in die Gesichter der Gäste. In der Weihnachtskampagne „Step into the Story“ dreht sich alles um Bücher und Geschichten, beziehungsweise darum, wie man in den Chic Outlet Shopping Villages seine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte erleben kann. Neben einer außergewöhnlich stimmungsvollen Dekoration erwartet die Gäste, Kunden und Neugierigen eine wundervolle Charity-Idee, mit der in diesem Jahr die Unicef Kampagne „Schulen für Afrika“* unterstützt wird.

I N H A LT S A N G A B E : Mister Morris Lessmore liest und schreibt für sein Leben gern. Doch eines Tages wirbelt ein schwerer Sturm seinen geordneten Alltag gehörig durcheinander. Morris landet in einer seltsamen SchwarzWeiß-Welt, in der er einem äußerst freundlichen Wesen aus einem kleinen blauen Buch begegnet. Es weist ihm den Weg zu einem farbenfrohen Haus, das vor lebendigen Büchern nur so wimmelt. Morris beginnt, mit den Büchern zu leben. Er repariert sie, wenn sie fast auseinanderfallen, er befreit sie von lästigen Eselsohren und taucht in ihre Geschichten ein. Doch nachts, wenn alle Bücher im Regal stehen und schlafen, zieht er sich zurück, um an seiner eigenen Geschichte weiterzuschreiben. Die Jahre vergehen und Morris wird alt. Bis sein Buch eines Tages vollgeschrieben ist… EIN BUCH VON WILLIAM JOYCE, EMPFOHLEN AB 4 JAHREN, BOJE VERLAG, 14,99 EUR

In diesem Zusammenhang beginnt am 15. November eine Buch-Ausstellung in verschiedenen Boutiquen des Ingolstadt Village. Einige Prominente haben auf je einer Doppelseite in diesem Buch ihren ganz persönlichen Weihnachtsmoment, beziehungsweise ihre Weihnachtsgeschichte verewigt, aufgeschrieben, gemalt oder designt. Wenn Sie eines der Bücher gewinnen möchten, besuchen Sie einfach die Luxury Route Boutiquen oder die Tourist Information im Village, füllen Sie dort eine Gewinnspielkarte aus und und werfen Sie diese zusammen mit Ihrer Spende in die Box an der Kasse. Der Erlös kommt Unicef zugute. Als besonderes Highlight dieser Weihnachtsaktion liest am 6. Dezember im Ingolstadt Village Hardy Krüger jr. aus dem Buch „Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore“. Zu diesem Buch gibt es einen animierten Kurzfilm, der 2012 mit einem Oscar ausgezeichnet worden ist. Hardy Krüger jr. hat die Textvorlage von William Joyce ins Deutsche übersetzt. Das Kinderbuch handelt davon, dass die Welt ohne Bücher und Geschichten trist und grau ist. Erst, wenn man zu lesen beginnt und die eigene verlost 5 Plätze (je 1 Kind Vorstellungskraft bemüht, wird die Welt bunt und fröhlich. Das + erw. Begleitperson) zur zauberhafte Buch kann man in der Vorweihnachtszeit an der Lesung mit Hardy Krüger jr. Tourist Information des Ingolstadt Village käuflich erwerben, am 6. Dezember 2014. auch hier geht der Erlös an Unicef. Mitmachen und gewinnen! * HELFEN SIE UNICEF, AFRIKAS KINDERN DIE CHANCE AUF BILDUNG ZU GEBEN! Etwas lernen, dazugehören und sich aufs Erwachsensein freuen, das möchte jedes Kind auf der Welt. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara ist jedes dritte Kind ausgeschlossen, weil es nicht zur Schule gehen kann. Die Eltern sind arm, die Kinder müssen zum Lebensunterhalt beitragen. Viele Kinder können auch nicht lernen, weil auf dem Land Schulen fehlen oder der Unterricht schlecht ist. „Bildung ist der Zugang zu Freiheit, Demokratie und Entwicklung“, sagte Nelson Mandela beim Treffen mit Peter Krämer. Gemeinsam können wir das ändern! Schulen für Afrika, die gemeinsame Initiative von UNICEF, der NelsonMandela-Stiftung und der Peter-Krämer-Stiftung, beweist es: bisher war es schon möglich, über 1.000 Schulen neu zu bauen und mehr als 100.000 Lehrer in kindgerechtem Unterricht zu schulen. In den Programmländern erhalten jetzt schon 28,5 Millionen Kinder eine gute Grundbildung – und mit Hilfe Ihrer Spenden werden es täglich mehr. http://www.unicef.de

Wer Zeit und Lust hat, einfach bis zum 25. November 2014 eine Postkarte mit Namen, der Telefonnummer und dem STICHWORT: „Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore“ an die CITICON-Redaktion schicken: Wacholderweg 3, 85049 Ingolstadt. D ER R ECH TSWEG I ST AUSG ESCHLOSSEN!


14

MUTTI CHILLT ERST IM JANUAR! NOVEMBER FEELING – RESTLESS OR STRESSLESS? Macht Sie der November auch manchmal echt kirre? Mich schon. Da meint man, mit dem Novemberbeginn schaltet jeder einen Gang zurück, aber Pustekuchen! Das Gegenteil ist der Fall. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Genau jetzt gibt man nochmal so richtig Vollgas. Der Countdown läuft und wir rennen voraus, hinken hechelnd irgendwelchen Erledigungen hinterher oder drehen völlig am Rad, weil die Zeit schneller verstreicht als wir nach Luft schnappen können. Es grenzt an chronische Hektik. Jeden Tag ein bisschen schneller. Jeden Tag ein bisschen mehr. Abends fällt man todmüde ins Bett und in der Früh quält man sich dank der grauen Tristesse am Himmel unausgeschlafen aus den Federn. Und wer ist Schuld? Natürlich: Der November! Von wegen Ruhe, Stille und Besinnlichkeit. Eher die Ruhe vor dem Sturm. Stille? Kennt mein Handy nicht. Besinnung? Ich kann Ihnen sagen, auf was ich mich derzeit besinne: Mantel aus der Reinigung holen (saukalt draußen)! Die Stiefel kann ich nicht mehr tragen (hätt´ ich sie doch gleich nach dem letzten Winter neu besohlen lassen)! Plätzchen backen (sieh mal einer an – ab 22 Uhr steht mir sämtliche freie Zeit zur Verfügung)! Wo krieg´ ich einen schönen Adventskranz her (die Besten sind ja schon weg) und vor allem, wann soll ich den denn noch besorgen?! Alles natürlich neben dem ganz normalen WahnSINN. Job, Haushalt und Family. Ein Kinderspiel. Aber klaro, denn ich bin Superwoman, beame mich von Ort zu Ort und habe Superkräfte, die meine To-dos in nanosekundenschneller Lichtgeschwindigkeit ausführen. Hier ein Käufchen, da ein Schwätzchen, dort ein Terminchen. Alles ganz easy und ruck, zuck erledigt. Ach, Hüfte schwingen nicht vergessen, damit das ganze auch noch sexy aussieht. Niemand flüstert zärtlich: „Träum weiter, Liebling!“ MONTAGS & Nein, stattdessen muss ich mir auch noch die Zeit DIENSTAGS stehlen, um die Wohnung winterlich-weihnachtlich KÖNNEN SIE DIE aufzuhübschen. Wäre doch peinlich, wenn ich WINTER-LOUNGE jeden Tag wie aus dem Ei gepellt daherkomme, FÜR IHRE FEIER während mein Haus eher nach Adams Family ausEXCLUSIV sieht. Sorry, das geht ja mal gar nicht. Reicht schon, MIETEN. wenn ich das Hüfteschwingen vergesse! Früher dachte ich, der November sei der perfekte Zeitpunkt der


DAS KANN NUR

15

Entschleunigung, aber alles, was bei mir ankommt, ist SCHLEUNIGST. Derzeit schleudern mir in immer kürzer werdenden Abständen Wünsche, Bitten und Deadlines wie flirrendes Schneegestöber um die Ohren. Jeder will was, jeder braucht was. Sind wir hier bei „Wünsch-Dirwas“? Immer mit dem Schlusssatz: „Das muss auf jeden Fall bis Weihnachten noch über die Bühne gehen!“ Aha! Bitteschön. Dann spiel ich halt wieder Engelchen, zeige mein schönstes Lächeln und versuche, all dies noch bis zum Tag X (wie X-mas) zu erledigen. Engel sind schließlich schmerzfrei und können bekanntlich alles. Ob ich nach solchen Termin-Marathons platt bin? Iwo – Entschleunigen kann man auch zeitverzögert. Was früher mal der November für mich war, ist heute der Januar. Da heißt es dann nämlich bei mir „Auf ein Neues, Baby – und zwar ganz gemütlich!“ Gut, es gibt da dann keine Adventskerzenstimmung mehr, auch steht mein Wintermantel wieder kurz vor dem Reinigungstermin, aber restliche Weihnachtsplätzchen, Kaminfeuer und eine Couch zum Entspannen, die gibt es noch. Hhm, oder sollte ich doch jetzt schon die Füße stillhalten und mir ein Beispiel an den Kids von heute nehmen? Die sagen dann immer im Easygoing style so ganz relaxed: „Chill mal, Mutti!“

Ihre Katja

EIN WITZ SEIN ?! GENAU, DER DES MONATS VON DJ GANDI.

www. djga n di. de

In der Schule müssen die Kinder über den Beruf ihrer Väter erzählen... Josef: „Mein Vater arbeitet in einer Süßwarenfabrik und verdient im Monat 2000 Euro nur weil er Schokoküsse in die Schokolade taucht!“ Fritzchen: „Mein Papa arbeitet in einer großen Möbelfirma und verdient 3000 Euro nur weil er Türen in Farbe taucht!“ Maxl: „Mei Vadda is Finanzbeamter und verdient 4000 Euro und der taucht gar nix!!!“


16

WEIHNACHTEN IN DER CITY N A C H T A K T I V, D I E K U L T U R UND EINKAUFSNACHT LÄUTET X-MAS IN TOWN EIN! Am 28. November 2014 öffnen die Innenstadtgeschäfte ihre Pforten bis Mitternacht und bieten neben exklusiven Angeboten, Modenschauen und Rabattaktionen noch vieles mehr. Dazu verwandelt sich die malerische Altstadt in ein Meer aus weihnachtlicher Lichtdekoration und schimmernder Fassadenbeleuchtung. Die Innenstadt erstrahlt wieder im festlichen Glanz der Vorweihnachtszeit und verbreitet adventliche Stimmung. Neben den Weihnachtssternen in den Straßen wurden 80 Bäume mit Lichterketten ausgestattet. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die Sponsoren (einsehbar unter www.in-city.de). Nur durch das Engagement aller Beteiligten kann alle Jahre wieder so eine wunderschöne Weihnachtsbeleuchtung realisiert werden! Ein attraktives Rahmenprogramm mit Live-Musik, verschiedenen Shows und kulturellen Highlights versprechen einen abwechslungsreichen und launigen Abend. Abgerundet wird der Innenstadt-Besuch mit vielfältigen kulinarischen Angeboten der Innenstadt-Gastronomen, die zu diesem Event mit besonderen Gaumenfreuden aufwarten. Zu guter Letzt laden zeitgleich der Ingolstädter Christkindlmarkt und die Winterzauber Eisarena mit ihren speziellen Angeboten sowie Schlittschuhlaufen bei Mondschein zum Verweilen ein und haben auch bis Mitternacht geöffnet. Der 28. November ist ein ganz besonderes Highlight, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten!

w w w. n a c h t a k t i v - i n g o l s t a d t . d e


17

HIGHLIGHT-KONZERT BEI PIANO BARTHEL Die beiden Künstler Peter Baartmans und Susan Albers, die Sängerin mit „kleinem“ Promifaktor, begeisterten das Publikum bei Piano Barthel mit einer gefühlvollen Songauswahl (Lieder von Eva Cassidy, Johannes Oerding über West Side Story von Leonard Bernstein, bis hin zu Titelmelodien von James Bond), begleitet auf Digital Pianos von Yamaha. Als leidenschaftlicher Pianist ist und bleibt für Peter Baartmans das Klavier das schönste Instrument. Die nahezu unbegrenzten pianistischen, aber auch digitalen Möglichkeiten der Yamaha Disklavier-Reihe haben ihn völlig in ihren Bann gezogen. Durch die Kombination des rein akustischen Instrumentes mit der Welt der digitalen Herausforderung konnte Peter Baartmans seine ganze Vielseitigkeit virtuos, überzeugend und mit viel Sinn für Humor zum Ausdruck bringen. Sein musikalisches Repertoire umfasst Pop, Jazz, Balladen, Musical und Klassik. Starring: Peter Baartmans und Susan Albers hat seit nun mehr als DSDS-Teilnehmerin Susan Albers. 25 Jahren die Bühne zum festen Bestandteil ihres Lebens gemacht. Mit ihrer sagenhaften Stimme, die Gänsehaut-Feeling garantiert, überzeugt sie bei zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen aller Art mit ihrer Band und auch als Solokünstlerin am Piano. Zusammen mit dem Londoner Songwriter Geoff Holliss, der schon mit Whitney Houstons Hitproduzent Michael Narada Walden arbeitete, entstand auch ihre Debütsingle „Big Shot“ (2008). Im Januar 2011 wurde schließlich der Marktführer in der Herstellung von Musikinstrumenten, Yamaha Music Europe, auf Susan aufmerksam. Auf der Frankfurter Musikmesse im April 2011 präsentierte Susan exklusiv die neue ClavinovaSerie von Yamaha und bereist seitdem ganz Europa als deren Vorführerin. 2011 wurde Susan Albers bei der Verleihung des 29. Deutschen Rock und Pop Preises 2011 in Wiesbaden in den Kategorien „Beste Singer/Songwriter“, „Beste Popband“ und „Beste Popsängerin“ mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Das Album erlangte als „Bestes englischsprachiges Album“ Platz 2. Zur 10-jährigen Jubiläumsstaffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ 2012/2013 bewarb sich Susan als Kandidatin. Sie schaffte es nach dem Recall über den Auslandsaufenthalt auf der Karibikinsel Curaçao bis in die Liveshows 2013. In den 7 Liveshows, an denen sie teilgenommen hatte, zeigte sie eine außergewöhnliche musikalische Vielfalt sowie zahlreiche Facetten im Bereich Styling, Performance und Choreographie. Interpretationen von Songs wie „All by myself“ von Celine Dion, „Männer“ von Herbert Grönemeyer und „Halo“ von Beyonce waren im Showprogramm der Sängerin. Sie erreichte schließlich den 4. Platz der 10. Staffel von DSDS.

w w w . p i a n o - b a r t h e l . d e

Rainer Barthel und Simon Bullmann (Piano Barthel)


Coming home SCHUH MÜCKE IN INGOLSTADT – SCHÖNER DENN JE! Das Fachgeschäft „Schuh Mücke“ in Ingolstadt konnte sich nach einer längeren Umbauphase endlich wieder im ehemaligen Allkauf Gebäude in der Lena-Christ Straße häuslich niederlassen – allerdings nicht wie gewohnt im Erdgeschoss. Ab sofort breitet sich vor dem immer wieder entzückten Auge jeden Betrachters die unglaublich dichte Markenvielfalt und nach Farben sortierte Schuhpracht im ersten Stock aus. Angebotstechnisch bleibt es auf einer Verkaufsfläche von etwa 3.600 Quadratmetern natürlich bei Schuhmode für SIE und IHN plus einer großen Kinderabteilung. Neue Schuhmarken gibt es auch. Wer bislang vergeblich nach UGG, Primabase, Yellow Cab, Fly, Peperosa oder Jape in Ingolstadt gesucht hat, wird jetzt im neuen Schuh Mücke fündig. „Wir haben vor, zukünftig den Bereich Damen Oberbekleidung zu verstärken. Die Verkaufsfläche dafür ist geringfügig größer geworden, wirkt jetzt aber viel heller, stylischer und ansprechender mit coolen Lables wie Rich & Royal, Blonde Nr. 8, Monari, Please, Yaya, Opus und Barbara Becker. „Ich bin praktisch in einem Schuhkarton groß geworden“, sagt Geschäftsinhaber Thomas Mücke. Schuh Mücke wurde 1954 in Kulmbach von Werner und Else Mücke gegründet. Als Schuhhaus konnte man das Geschäft zunächst nicht bezeichnen: Verkauft wurde nämlich aus einem VW-Bus heraus, was damals durchaus üblich war. Mitte der sechziger Jahre wurde das Wohnhaus der Familie zum festen Verkaufsstandort, doch schon wenige Jahre später zog Schuh Mücke in einen eigenen, 800 Quadratmeter großen Neubau. Der stand nicht etwa mitten in der Stadt, sondern verkehrsgünstig gelegen etwas außerhalb, mit vielen Parkplätzen vor dem Haus. Ein Konzept, das in Deutschland noch recht neu war – und für Schuh Mücke zum Erfolg wurde. 1988 übernahm Thomas Mücke das Geschäft seiner Eltern und begann zu expandieren: Das Sortiment an Markenschuhen wurde ständig erweitert und schließlich kamen auch Accessoires und Textilien dazu. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 730 Mitarbeiter in insgesamt elf Filialen von Schuh Mücke in Bayern; die größte ist mit 6.000 Quadratmetern Fläche in Bamberg-Trosdorf. Das Sortiment umfasst 500 namhafte Marken, etwa 500.000 Paar Schuhe sind am Lager.

Die Geschäftsführung und Filialleitung mit den beiden Geschäftsführern Thomas Mücke und Frank Schuffelen.

18


www.demlundkrebs.de

W I L LK O M M EN I N UN S E R E N N E U G E S TA LT ET EN RÄU MEN. A N G E W O H N T ER S T E L L E . U N D S C H Ö N E R DENN JE.

I N GO L STADT · LENA-C H RI ST-STRA SSE 1 (Im ersten Obergeschoss) Mo - Fr 9.30 - 20 Uhr · Sa 9 -19 Uhr · www.schuhmuecke.de


Text: Petra Volkwein

DIE SUCHE NACH DEM GLÜCK ODER DIE (SCHUL)SPEISUNG DER 700 Früh um kurz nach 8 Uhr in der Schule sein? Für mich ein längst vergangener Alptraum. Aber heute ( dieses „heute“ war Mitte Oktober) geht es um etwas anderes. Die Klasse R 8 der Tilly Realschule in Ingolstadt bereitet für 700 Schülerinnen und Schüler der privaten Real- und der Wirtschaftsschule ein gesundes Frühstück… Vorgeschichte: „Suche nach dem Glück“ heißt das von der Lehrerin Elke Böcker erarbeitete Jahresmotto. Die Klasse hatte bereits so ihre Erfahrungen gesammelt, war mit einer Biologielehrerin auf dem Wochenmarkt, hatte dort eingekauft und das Erworbene zubereitet. Dieser gemeinsame Gang zum Markt und das anschließende gemeinsame Frühstück waren Teil des Unterrichtes und im Rahmen dieses Projekts wagten die Jugendlichen auch den nächsten Schritt. Stellvertretend für die R 8 bewarb sich Frau Böcker bei der Edeka Stiftung „Aus Liebe zum Nachwuchs“ um Unterstützung bei der Zubereitung eines gesunden Frühstücks für die gesamte Schule und bekam auch eine Zusage. Bislang war die Stiftung eher im Bereich der Kitas und Grundschulen tätig, dieses Mal rückte Frau Rill von der Edeka Stiftung mit ihrem Team in der Tilly

Realschule an. Stiegen mit Tomaten, Gurken, Radieschen, verschiedenfarbigen Paprika, gelben Rüben, Äpfeln, Birnen, Bananen, Ananas, Trauben, Pakete mit Vollkornbrot, Wraps, Haferflocken, Behälter mit Frischkäse, Schmand, Jogurt und anderen Lebensmitteln stapelten sich in dem zur Küche umgewandelten Klassenzimmer. Die Schülertruppe der R  8 putzte, schälte und schnippelte mit Feuereifer, strich den Frischkäse auf die Vollkornbrotscheiben und dekorierte mit Paprikastreifen. Es wurden auch Fruchtspieße produziert, ein Dip für Gemüse zusammengerührt, Jogurt an die Seite von Obstsalat drapiert, mit Quark, Schmand, Pfeffer und Salz bestrichene Wraps mit Gemüsestreifen gefüllt und zusammengerollt. „Volle Rolle“ hieß dieses Rezept. Die Zeit raste, schnell wurden die Speisen vor dem Klassenraum auf Tischen angerichtet und dann kam das Pausenzeichen! Etwa 700 Schüler zwischen 10 und 18 Jahren fielen über das Buffet her. Ich musste an einen Heuschreckenschwarm denken. Ratzekahl wurden die Platten geleert und höchst geduldig stellten sich etliche vor dem Klassenzimmer der R8 an, um noch an den Hit des Morgens, einen Wrap, zu kommen, der „just in time“ weiterproduziert wurde. Das Klingeln zum Ende der Pause tat gut, der Raum leerte sich. Und was frühstücken die Schüler und Schülerinnen sonst so? Die meisten Befragten der R 8 frühstücken, das ist schon mal gut – nur bei zu großer Hektik am Morgen bleibt das Frühstück bei einigen Mädchen auch mal auf der Strecke. Grundsätzlich scheint es daheim von Müsli, Jogurt mit Früchten, Toast, Milchbrötchen, Waffeln und Pfannkuchen am Wochenende wirklich alles zu geben! Das hört sich sehr vernüftig an. Danke der R 8 der Tilly Realschule und ihrer Lehrerin Frau Böcker für diese Initiative!

P.S.: Nicht verraten wird, wie Herr Tittes Paprika schneidet und dass Petra Volkwein ohne Frühstück zu diesem Termin geeilt war!

Marktkauf – feierliche Neueröffnung nach Umzug Nach 20 Jahren ist der Marktkauf in der Theodor-Heuss-Straße aus- und ein paar hundert Meter in der Lena-Christ-Straße ins Erdgeschoss eingezogen. Ängstliche Autofahrer atmen auf – das alte Parkhaus hatte so seine Tücken, praktisch denkende Shopper sind auch begeistert, denn nach einer Totalsanierung und einer Investitionssumme von über 8 Millionen Euro sieht das ehemalige Allkauf-Gebäude nicht nur schick aus, im ersten Stock ist auch Schuh Mücke eingezogen – man spart sich einen Weg! Neben Lottoannahmestelle, Bus-Ticket-Service, Post, „Do it yourself“-Ananasschneidemaschine und -Orangenpresse gibt ein vielfältiges Blumensortiment mit Bindetresen und einen großen Räucherofen. Als Tochterunternehmen setzt auch der Marktkauf auf „EDEKA mein Bayern“ in puncto Regionalität, zudem sind fast 200 Artikel aus der näheren Umgebung im Sortiment zu finden. Beispiele: Heiss Konserven (Ingolstadt), Kraus Wurstkonserven (Neuburg), Altmühltaler Nudeln (Thalmässing), Schellermühle (Pfaffenhofen). Weitere Lieferanten sind Jesuitenquelle, Nordbräu, Herrnbräu, Hofmühl und Brunnthaler. Lange Rede, kurzer Sinn: „Gehen´s einfach selber hin!“

20



GLAMOUR

22 REDAKTION: SILKE PUSCH

CHIC

SÜSSER DIE GLOCKEN NIE KLINGEN! Mit Weihnachten steht uns die schönste Zeit des Jahres bevor. Die Vorfreude das große Fest mit unseren Liebsten und das gemütliche Beisammensein zu Tisch setzen allerdings voraus, dass bestimmte Entscheidungen vorab getroffen werden müssen. Dabei stellt die Auswahl der Geschenke viele Frauen vor keine so große Herausforderung wie die Wahl des richtigen Outfits – denn das Weihnachtsfest ist nicht nur das Fest der Liebe, es ist auch der Laufsteg für

elegante Roben und Kleider sowie glamour ö se Accessoires, die

LEI N CA LVI NK AIN MARC C

SISLEY

es jetzt perfekt in Szene zu setzen gilt!


23 SET

MARC C

LUISA CERANO

S CLO

´ LILLY

AIN

GLANZSTÜCKCHEN Eine der beliebtesten Farbkombinationen für Weihnachten ist RotGold: Warme, glänzende Farben, die im Licht funkeln, werden am Christbaum durch schimmerndes Lametta oder Strohsterne ergänzt – herrlich romantisch, wenn es dazu noch schneit! Glam und Glitter sollten jetzt aber auch vor dem Outfit keinen Halt machen, denn wer neben dem Christbaum glänzen möchte, sollte sich jetzt richtig in Szene setzen. Beim gemütlichen Zusammensein mit der Familie muss es nicht allzu opulent und heiß hergehen wie zum Beispiel zur Cocktailstunde am Abend mit Freunden. Passend zur kalten Jahreszeit ist ein kuscheliger Fake Fur zu einer eleganten schwarzen Hose, gerne in Lederoptik mit kleinen Auffälligkeiten (ein goldener Reißverschluss oder Steppungen im Wadenbereich), kombiniert zu einer schlichten Bluse mit großzügiger Kette. Statt High Heels sind schöne Boots oder eine raffinierte Stiefelette ein gekonnter Blickfang und zugleich äußerst bequem.


BEAUTY-HEAVEN

Text: Katja Kämpf-Stetschnig

Jetzt ist die Zeit wieder reif für dieses gewisse Schimmern, Glitzern und Funkeln. Ob dezent am Tag oder glamourös für die festlichen Anlässe: Glitter begegnet uns momentan in allen Variationen. Engelsgleiche Düfte lassen uns innehalten, wobei man sich von den schimmernden Make-up-Highlights dieser Saison ganz federleicht beflügeln lassen kann. Diese Kreationen sind einfach himmlisch!

24

 FUNKELNDE SCHÄTZE: Lust auf sinnliche Eleganz mit majestätischer Attitude? Dann nichts wie ran an die perfekt aufeinander abgestimmten Farbtöne der neuen

HEIRLOOM & KEEPSAKES HOLIDAY COLLECTION von M·A·C. Diese edlen Farbkassetten beinhalten alles, was das

Beautyherz begehrt. Die limitierten Keepsakes Kits und Paletten erinnern an edle Schmuckschatullen aus der Vergangenheit und bieten alles für ein unwiderstehliches, winterliches Make-up. Erhältlich unter www.maccosmetics.de

IS COMING TO TOWN...  SPARKLING HANDS: Sehnsucht nach Sparkling Moments? Holen Sie sich doch ein bisschen „Glamour pur“ auf Ihre Fingernägel. WET N WILD brilliert mit drei Farb-Highlights der MEGA

ROCKS TM GLITTER NAIL COLOR Serie HOLLYWOOD GLAM. Funkelnde Glitzerpartikel schim-

mern in Silber, Gold und Violett um die Wette. Diese Nail Colors trocknen schnell und sorgen für einen makellosen, ebenen Auftrag. Ob Sie es solo verwenden oder als Top Coat auftragen – be glitter, be glam, be glamouros!

| Farb- & Stilberatung | Wimpernverlängerung

Gesehen bei wnwbeauty.de

| Accessoires

|

Wir verwenden Produkte von

 HIGHLIGHT OF SCOTCH: Seidig, federleicht und spiegelartig. Das ist der Perlenpuder der limitierten SCOTCH ON

THE ROCKS COLLECTION von BOBBI BROWN.

Der HIGHLIGHT POWDER schenkt Ihrer Haut einen subtilen, warmen Schimmer. Schließlich möchten Sie sich auch an tristen, grauen Novembertagen begehrenswert fühlen. Was machen da schon Wind und Kälte, wenn das Gesicht im Natural Look „von innen heraus“ strahlt?

Erhältlich unter www.bobbibrown.de


25

 STERNENMEER: Zwischen Novemberblues und Adventsgenuss liegen viele kleine Glücksmomente. Einer davon ist der luxuriöse, farblose MOONLIGHT DUST im Retro-Pumpflakon der ARTDECO GLAM, MOON & STARS Kollektion. Ein Glitzerpuder, der raffinierte Effekte auf Dekolleté, Arme und Haare setzt, mit einem Hauch sinnlich duftender Vanille. Mikrofeine Glitzerpuderpartikel verschmelzen perfekt mit dem Teint und lassen ihn wie kleine Diamanten im Mondlicht schimmern. Erhältlich bei Drogerie Müller.

 MILKY WAY: Sammlerherzen aufgepasst! Halb Engel, halb Teufel ist das aktuelle Objekt der Begierde. Das neue ANGEL GLAMORAMA von THIERRY MUGLER präsentiert sich jetzt von seiner mystischen Seite – wie ein Stern aus dem Herzen der Milchstraße. Der Flakon: Schwarz lackiert mit einem Touch blauer und silberner Glitzerpartikel. Widerstehen fällt hier verdammt schwer! Pluspunkt: Der Flakon der Glamorama Edition ist in der Parfümerie an der Mugler Source und zu Hause mit dem Nachfüllflakon wiederbefüllbar. Erhältlich bei Douglas-Westpark.

 AVANTGARDE: Zeig mir deine Nägel und ich sage dir, wer du bist! Mit den GOLDEN SHOCK Lacken aus dem Hause DIOR können sich Ihre Nägel sehen lassen. Sie bezaubern in Purpur, Gold, Silberweiß oder Nachtschwarz. Lust und Laune inbegriffen. Nicht nur gewagt avantgardistisch, sondern auch megaraffiniert. Ein besonderer Clou ist der neue Top Coat Golden Shock. Feinste Blattgoldpartikel sorgen hier definitiv für einen überraschenden Effekt. Ein Must-have in dieser vorweihnachtlichen Saison. Gesehen bei Parfümerie Hubrich.


26

INGOLSTÄDTER

Geschichten

Schau ma moi, dann seng mas scho... Spontanität will gut überlegt sein, heißt es so schön, doch wenn ich „Flohmarkt“ höre, werd´ ich ganz hibbelig. Als dann noch das Wetter passte, gab es kein Halten mehr. Alles war perfekt. Ich wurde abgeholt von zwei netten Mädels, eine südländisch aussehende Wettstettenerin und eine blonde bayrische Maid aus Ingolstadt. Letztere brachte für jeden einen frisch duftenden Kaffee und eine Butterbreze mit. Wer so auf einen Antikmarkt startet, der ahnt schon, dass da noch mehr „drin ist“. Allein die Fahrt nach Pfaffenhofen war schon sehr lustig. Jeder erzählte einen Schwank aus seinem Leben, die Sonne kam durch, die Vorfreude nahm zu und so gestaltete sich die Hinfahrt kurzweilig und unterhaltsam. In Pfaffenhofen angekommen ergatterten wir den allerletzten Parkplatz direkt vor den Händlern. Na, wenn das kein Omen ist? Es war 8.30 Uhr und schon ziemlich was los. Kurz entschlossen trennten wir uns, weil es so einfach besser ist, denn jeder Flohmarktgänger hat seine eigenen Rituale. Ich zum Beispiel gehe in den Gängen von einer Seite zur anderen. Praktisch Zickzack wie ein Hase. Rechts, links, rechts, links. Stände, die mich weniger interessieren, übergehe ich einfach. Da heißt es dann, rechts,

links, links, rechts, rechts, links... Sie verstehen? Ich erstand tatsächlich ein paar schöne Stücke, nach denen ich schon lange schielte, die aber preislich nicht meinen Vorstellungen entsprochen hatten. Diesmal hatte ich Glück, denn ich handelte sehr erfolgreich und war nach etwa dreieinhalb Stunden leicht erschöpft, hungrig, aber glücklich und zufrieden. Zufällig traf ich die Mädls wieder und wir verabredeten uns in einem urigen Dorfgasthof, der für sein gutes Essen und seinen spitzenmäßigen Kuchen bekannt ist. Ich eilte schon mal voraus, um uns einen guten Platz zu sichern. Aber der Gastraum war total überfüllt. Einheimische Stammtischler, Händler, Flohmarktbesucher, Kinder, Hunde – ein einziges Gewurle. Die Bedienung, die mich schon kannte, meinte nur lapidar: „Du konnst di zu de Stammtischla hihocka, wenns de lassn. Wos andas is net frei!“ Exakt vier leere Stühle am sogenannten Stammtisch entdeckte ich, fragte höflich, ob noch Platz wäre für drei Personen und als ich in die Gesichter der teilweise uralten Männer schaute, schob ich nach: „Es kommen noch zwei Mädls!“ Ein leichtes Aufleuchten in den Augen und schon hörte ich: „Hock de hi“! Ich ließ mich schnurstracks auf dem Stuhl nieder, den mir ein freundlicher älterer Zeitgenosse hinschob. Die Bedienung brachte die Speisekarte und ich bemerkte, dass ich meine Brille vergessen hatte. Mein interessiert dreinschauendes Gegenüber reichte mir wortlos seine, die ich mir schnell auf die Nase setzte. Alle am Tisch aßen Schweinebraten


27 mit Knödel und auf meine Frage, wie es denn schmecke, wollte mich ein Stammtischbruder doch tatsächlich von seinem Schweinsbraten probieren lassen. Und dann rauschten die Mädls herein. Alle am Tisch verstummten und vergaßen weiterzuessen. Ein Raunen ging durch den Raum, denn es handelte sich um zwei gutaussehende, junge Damen, die sich wie selbstverständlich am Stammtisch niederließen. Nun saß neben meinem freigebigen Schweinsbratenesser die Blondine und links davon ein etwa 120 Jahre alter Mann, mit einem schlecht sitzenden Gebiss. Er schien auch schlecht zu hören, denn er rückte immer noch näher an die Blondine heran. Ihm gegenüber saß die südländisch aussehende Schwarzhaarige. Wir aßen alle Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat und einem gemischten Salat. Dazu tranken wir ein Radler. Anschließend gabs noch Kaffee und Kuchen und weil uns plötzlich alle ein leichtes Völlegefühl überkam, genehmigten wir uns noch einen Obstler! Auf ex! Das war scheinbar die Höhe! Die alten Stammtischbrüder starrten uns an, als kämen wir von einem anderen Stern. Mein persönlicher Lieblingsstammtischbruder räusperte sich: „Eigentlich woit i scho längst dahoam sei, awa irgendwia gfoits ma bei eich!“ Der mit dem schrecklichen Gebiss schien mittlerweile ein bisschen zu tief ins Glas geschaut zu haben, denn er konnte seine Pommes nicht mehr richtig essen. Diese kleinen Teilchen ragten links und rechts aus seinem Mund und er rückte obendrein immer näher an die Blondine. Die wusste auch nicht mehr ein und aus und fühlte sich nicht gerade wohl. Mein Gegenüber musterte die schwarzhaarige Wettstettenerin ausgiebig und meinte dann ganz trocken: „Du bist net vo do. Stimmts? Bist a Ausländarin? Woher nachad?“ „Aus Wettstetten“, kam die prompte Antwort. „Wos, aus Wettstetten? Da bin i scho amoi durchgfahrn. Früher, vor zwanzg, dreissg Joar! Ich woit amoi so gern den gelben See seng, awa i hobn nia gfundn!“ „Was füa an gelben See?“ „Ja, wenn i nach Denkadorf gfahrn bin, hob i immer so a Schuidl gseng, da war Gelbelsee draufgstandn. Awa diesen Sch.... gelben See hob i gar nia net gfundn!“ Damit dem Träger des schlechtsitzenden Gebisses ja nichts entging, rückte er noch näher an die Blondine heran, tätschelte ihr den Arm und sah sie aus hellblauen Äuglein treuherzig an. Dazu redete er unverständliches Zeug und alle der anwesenden Stammtischbrüder lachten laut und herzhaft und der überzeugte Pommesesser lachte am allerlautesten. Keine Ahnung, was er da alles von sich gab. Wer weiß, für was es gut war. Die Wirkung des Biers war bei den Männern jetzt schon deutlich zu spüren, denn der hilfsbereite Mann von gegenüber, der mir erst seine Brille reichte und mich anschließend noch von seinem Schweinsbraten probieren lassen wollte, fing plötzlich an, keine stubenreinen Witze zu erzählen. Mich konnte er damit nicht schocken und die Mädls lachten höflich, obwohl sie die Witze alle kannten. „Wann kummtsn wieda?“ „In vier Wochen ist wieder Flohmarkt!“ „De Wirtschaft hod awa nächstn Sonntag a wieda auf. I bsetz eich an Platz!“ Plötzlich wurde der Mann mit dem schrecklichen Gebiss wieder munter: „Wer geht heit no zum Karusselfahrn?“ Irgendwas hatte er falsch verstanden, aber alle lachten herzhaft und wer weiß, ob sich bei diesem Stammtischbruder bereits schon alles drehte? Ach, war das ein lustiger Flohmarktbesuch! Unsere Stammtischbrüder, allesamt vielleicht 800 Jahre alt, waren glücklich und zufrieden! Wir übrigens auch. „Kummts wieda as nächste moi. Mia wartn auf eich!“ Schau mer moi, dann sengs mas scho.

Euer WIKO


st Bla clear 4 Nu © 201

28

TEXT: Otto Lampert

NIGHTWISH: GITARREN-MUCKE MIT KEYBOARD-THEATRALIK Für diese Ausgabe habe ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein Live-Album versprochen und wie gewohnt halte ich auch dieses Mal mein Versprechen... Ich persönlich bin ein großer Fan von Live-Alben, denn nicht selten klingt es wesentlich lebendiger im Vergleich zu einem StudioAlbum. Wer aber glaubt, eine Live-CD wäre die originale Aufnahme eines Konzertes, dem sei gesagt, das kann sein, muss aber nicht. Leider wird oft nach der Live-Aufnahme im Tonstudio intensiv nachbearbeitet. Da werden teilweise dann ganze Instrumente

RENNBAHN NEUBURG – EIN TRADITIONSHAUS ERSTRAHLT IN NEUEM GLANZ Vor etwas mehr als einem Jahr hat das ehemalige Traditionshaus Rennbahn direkt in der Innenstadt Neuburgs wieder seine Pforten geöffnet. Das ehemalige Hotelund Gastromieobjekt, in dem sich viele Jahre das gesamte gesellschaftliche Leben der Stadt abspielte, wurde aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Inzwischen erstrahlt die Rennbahn in neuem Glanz. Sie wurde mit viel Aufwand in eine spektakuläre Gastronomie, dessen Interieur das Thema Jugendstil aufgreift, umgebaut.

aber für bis zu 300 Personen bestuhlt werden. Zahlreiche Hochzeiten und Firmenfeiern wurden dort bereits ausgerichtet. Eine modere Bar, die mit original Filmplakaten und Projektoren aus dem früheren Neuburger Kino eingerichtet ist, kann nach Bedarf zusätzlich genutzt werden.

GRÖSSTER BRUNCH DER REGION – Neu in der Rennbahn ist ab dem ersten Advent das Brunchangebot in der Rennbahn. Jeweils sonntags von 10 – 14 Uhr wird beim größten Brunch der Region ein komplettes Frühstücksbuffet inklusive Getränken sowie drei warmen Gerichten und Dessertausswahl angeboten.

VIER GASTRONOMISCHE AREAS – Die Rennbahn wartet mit 4 gastro-

RENNBAHNKULTUR – Der Saal der Rennbahn wird aber nicht nur für Ver-

nomischen Areas auf. Den Hauptraum bildet ein Restaurant mit 120 Sitzplätzen im gehobenen Brauhausstil. Eine elegante Vinothek mit 40 Sitzplätzen, in der zahlreiche Spitzenweine angeboten werden, steht auch als Nebenraum für Feiern jeder Art zur Verfügung. Beide Areas sind Dienstag bis Sonntag ab 17 Uhr geöffnet. Der imposante Jugenstilfestsaal bietet Platz für Veranstaltungen ab 80 Gästen, kann

anstaltungen wie Hochzeiten oder Firmenfeiern genutzt, sondern war bereits im letzten Jahr Veranstaltungsort für zahlreiche Kulturveranstaltungen wie Jazz- und Chorkonzerte oder Cabaretaufführungen. In den kommenden Monaten wird es unter dem Titel „Rennbahnkultur“ weitere spannende Events geben. Die Karten für alle Veranstaltungen sind ab sofort in der Rennbahn und über den Donaukurier erhältlich.


29 komplett neu eingespielt, also sog. Overdubbing. Manche Bands garantieren aber auf dem Cover der Live-CD, keinerlei nachträgliche Veränderung vorgenommen zu haben. Vorstellen möchte die Band „Nightwish“ mit ihrem Album „The End of an Era“ aus dem Jahre 2005, die aus einem Land kommt, das man nicht unbedingt mit „Musik“ in Verbindung bringt, nämlich Finnland. Nightwish wird der Kategorie „Symphonic Metal“ zugeordnet, eine Mischung aus Metal und Elementen der klassischen Musik oder etwas flapsig ausgedrückt: Gitarrenmucke mit viel Keyboard-Theatralik. Bei Nightwish wirkte als zusätzliches stilistisches Element lange Zeit die Sängerin Tarja Turunen, welche über eine klassische Ausbildung als Opernsängerin verfügt. Dies gab der Band einen einzigartigen Sound mit einem hohen Wiedererkennungswert. Leider haben sich Nightwish und Turunen im Jahre 2005 unter sehr spektakulären Umständen getrennt. Nach dem letzten Konzert der Welttournee zum Album „Once“ übergaben die Mitglieder der Band Turunen einen gemeinsamen Brief, mit der Bitte, diesen erst am kommenden Morgen zu öffnen. Er enthielt den Rauswurf Turunens. Die Band stellte den Brief zeitgleich auch auf ihre Website und es folgte ein öffentlicher Streit zwischen Band und geschasster Sängerin. Umso überraschender, dass dann doch die Aufnahme des letzten Konzerts als CD und auch als DVD veröffentlicht wurde, sinnigerweise unter dem Titel „The End of an Era“. Insgesamt 20 Songs weist das Cover aus – ziehen wir Intro und Outro ab, bleiben 18 Stücke übrig, wovon vier nicht aus der Feder von Tuomas Holopainen stammen, dem Keyboarder und musikalischen Mastermind der Band. Die Auswahl dieser Coverversionen zeigen allerdings ganz plakativ die musikalische Spannweite von Nightwish, das haben wir dem sehr rockigen Titel von Gitarrenlegende Gary Moore, „Over the Hills and far away“, dem eher getragenen Song von Pink Floyd „High Hopes“ und als anderes Extrem dem Titelsong von Andrew Lloyd-Webber aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ zu verdanken. Was mich seit dem ersten, eher zufälligen Hören von Nightwish bis heute fasziniert, ist diese akustische Wucht. Da sind auf der einen Seite harte Gitarrenriffs, die ganz klar nach Metal klingen, sowie ein treibendes Schlagzeug und dann auf der anderen Seite schon fast symphonische Keyboard-Passagen mit dem opernhaften Gesang von Tarja Turunen. Alles zusammen ergibt dann eben den musikalischen Tornado „Nightwish“. Es fällt schwer, einzelne Titel besonders hervorzuheben, denn ein Konzert ist eigentlich mit einer Best of-Zusammenfassung gleichzusetzen, aber man hat eben doch seine Favoriten. Beginnen wir bei „Ever Dream“: Der balladenhafte Beginn betont die stimmlichen Qualitäten von Turunen, danach steigert sich der Song zu einem klanglichen Orkan. Interessanter Gegensatz zum eher feingliedrigen Gesang von Turunen die eher brachialen Gesangseinlagen ihrer männlichen Bandkollegen zu stellen. Wenngleich ich kein Musicalfan bin, so finde ich die CoverVersion des Titelsongs aus „Phantom der Oper“ absolute Klasse. Nightwish beweist, selbst eher schmalzige Musik wie aus der Feder von Andrew Lloyd-Webber kann in wohlklingende Rock-Musik transferiert werden. Natürlich dürfen auch gefühlvolle Balladen auf einem guten Live-Album nicht fehlen. Auch dieses Genre beherrschen die Finnen meisterhaft, bestes Beispiel ist „Sleeping Song“. Schließt man die Augen, sieht man das Meer aus brennenden Feueraugen förmlich vor sich. Weiterer Höhepunkt der Live-Show ist der Auftritt der Lakota-Indianer für „Stone People“ und „Creek Mary’s Blood“. Speziell dieses Stück erzeugt jedes Mal eine Gänsehaut bei mir. Zum Ende lässt es die Band nochmal richtig krachen, „Over the Hills and far away“ und der wohl bekannteste Song der Band, „Wish I had an Angel“, bilden den würdigen Abschluss eines tollen Live-Albums. Nur schade, dass die Band in dieser Zusammensetzung nicht mehr existiert. So bleibt eben nur die Konserve, die auch als Blue-Ray erhältlich ist. Für die kommende Ausgabe verspreche ich eine echte Rarität. Thema: Blues. Bis dahin, bleiben Sie mir gewogen

Ihr Otto Lampert


 Text und Fotos: Christine Olma, Ingolstädter Fotografin

STATT SCHNELLER, HÖHER, WEITER – BEDÄCHTIGER, TIEFER UND WENIGER! Bereits von Weitem sichtbar trohnt die eindrucksvolle Klosteranlage über dem Rhein-Main-Donau Kanal in der Ortschaft Plankstetten bei Berching. Vielleicht hat der liebe Gott im 12. Jahrhundert den tüchtigen Benediktinermönchen einen Wink gegeben, wo es einen besonders gesegneten Platz gibt, denn zu dieser Zeit entstand die Abteikirche. Erst im 17. Jahrhundert kam die barocke Klosteranlage dazu. Als ich den ruhigen Innenhof betrete, nicken mir freundliche Pater zu, während sie in schwarzer Ordenstracht würdevoll an mir vorbeirauschen. Mit einem unterhalte ich mich ein wenig über die Geschichte des Ortes und er meint scherzhaft, dass es die Gebäude schon so lange gibt, dass die Steine wohl schon mehrfach durchgebetet wurden. Überhaupt haben die Benediktiner von Anfang an ihre Verantwortung gegenüber der Schöpfung sehr ernst genommen und ihr Leben mit der Natur und auch den Menschen in den umliegenden Dörfern in Einklang gebracht. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Alle Produkte, die im Klosterladen oder der Klosterschenke angeboten werden, sind vor Ort ökologisch hergestellt und folgen den Vorgaben von „Bioland“ oder dem Prinzip von „Slow Food“. An meinem Ziel, der Klosterschenke, angekommen, finde ich schließlich auch genau das vor, was ich mir erhofft habe. In der einfach, aber gemütlich eingerichteten Gaststube freue ich mich über eine übersichtliche Speisekarte. Das Essen ist köstlich, einzig für Vegetarier könnte es mehr Auswahl geben. Beim Herausgehen entdecke ich in einem Regal fein säuberlich neben Ausflugstipps das aktuelle Seminarprogramm des Klosters. Neugierig blättere ich in dem Heftchen und bin positiv überrascht über die Vielfältigkeit der Themen. Neben spirituellen Angeboten zu Gesundheit und Lebensorientierung finde ich auch kreative Kurse wie Malerei, Buchdruck oder Kalligraphie. Was ich nicht finde ist Fotografie. Und das lässt mir keine Ruhe mehr... Gerade dieser Ort würde schon allein durch seine einmalige Atmosphäre einen Rahmen schaffen, der die nötige Ruhe und Achtsamkeit für die Fotografie auf die Teilnehmer überträgt. Keine noch so gute Technik kann fehlendes „Sehen“ und die Auseinandersetzung mit der Umgebung und dem Motiv kompensieren. Wo könnten praktische Übungen und Tipps mehr sensibilisieren als in einer so eindrucksvollen Umgebung? Kurzentschlossen frage ich bei Schwester Theresia, die das Kursangebot und Seminarhaus verantwortet, nach. „Ein Seminar über Fotografie und Wahrnehmung“ – sie ist sofort begeistert. „Damit laufen Sie bei mir offene Türen ein!“ Wunderbar! Und schon geht es los, von 4. bis 6. Januar 2015!

 Kontakt: www.kloster-plankstetten.de

Vor ein paar Wochen habe ich mir bewusst ein Kloster als Ausflugsziel ausgesucht. Es sollte ein Ort der Stille sein, mit einer Atmosphäre, in der man sich aufgehoben und nicht eingeengt fühlt, möglichst eingebettet in die Natur und nicht zuletzt mit der Option (nach alter Tradition), dort etwas „Ehrliches“ zu Essen zu bekommen. Fündig geworden bin ich schnell- nur eine gute halbe Stunde von Ingolstadt entfernt. Im Kloster Plankstetten, genauer gesagt in der Benediktinerabtei Plankstetten.

30


31

Buchtipp:

WAIDWUND von Max Stadler

verlost 3 x „Waidwund“ von Max Stadler. Einfach eine Postkarte* mit Stichwort: „Waidwund“ an die CITICON-Redaktion schicken...

Der Kriminalroman „Waidwund“ ist im Ars vivendi Verlag für 18,90 Euro erschienen.

EIN BAYERISCHER NERVENAUFREIBENDER KRIMI, DER DIE GRENZEN DES REGIONALEN SPRENGT: ÜBER RACHE UND GERECHTIGKEITSSINN, NEID, SELBSTJUSTIZ, MITLÄUFERTUM UND WIDERSTAND, DIE OBERPFALZ UND DIE GANZE WELT! „Es dauerte einen Moment, bis die Synapsen in seinem Gehirn die richtigen Verknüpfungen herstellten. Vor ihm lag kein Reh, sondern etwas, das Klamotten anhatte. Vorsichtig, als wollte er es unbewusst vermeiden, auf verstreute Körperteile zu treten, umrundete er den rechten Flügel des Mähwerks. Mit der Hand stützte er sich auf der grünen Abdeckhaube ab, holte kurz Luft und blickte darunter. „Scheiße“, murmelte er…“ Ein ebenso wohlhabender wie einflussreicher und gewissenloser Großbauer stirbt, grausam. Sofort beginnt die Hatz auf dem Dorf – und der ein oder andere Schuldige scheint schnell gefunden, beziehungsweise wird von einer unkontrollierten Meute in die Enge getrieben. Parallel nimmt das Team um den ruppigen Polizisten Leitner die Jagd nach dem Täter auf. Lokale Seilschaften machen den Ermittlern das Leben schwer, aber

unter der Oberfläche brodelt es und bald kommt ein Skandal nach dem anderen ans Tageslicht. Und der Mörder? Der schlägt Haken und hat sein nächstes Opfer schon im Visier… MAX STADLER, Jahrgang 1981, studierte Sinologie, Geschichte und Skandinavistik in Berlin, Straßburg und Stockholm und arbeitet seit 2005 als literarischer Übersetzer. Er hat über 50 Bücher aus dem Englischen, Französischen und Schwedischen übertragen und veröffentlichte die gemeinsam mit Lucille Clauss verfassten Oberpfalzkrimis Monatsend (2008) und Waldverein (2010).

* Bis zum 25.11.2014 Postkarte mit Namen + Telefonnummer an CITICON schicken: Wacholderweg 3 in 85049 Ingolstadt. DER RECHTSWEG IST AUSGESCHLOSSEN!


32

Bad Gögging WEIHNACHTSWELLNESS FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE Bad Gögging kann nicht nur Kur- und Wellnessurlaub im Winter, Bad Gögging kann auch Weihnachten mit viel Musik, Spaß, Promifaktor und Nikolausmützen! Vom 5. bis 7. Dezember findet in diesem Jahr ein Weihnachtsmarkt mit ganz besonderem Konzept statt. Anstelle dem üblichem Buden- und Glühwein-Einerlei erwartet die Besucher ein stimmungsvoller Markt mit außergewöhnlichen Waren, Barock-Feuerwerk, Nikolausparty und Eisstock-Bahn. Der Veranstaltungsort ist im und um das Kurhaus Bad Gögging, das von einem

glitzernden Lichtervorhang mit 50.000 Lämpchen illuminiert wird. Besonders die Fläche am Kurhaus um die beleuchtete Skulptur „Wolkenliege“ mit Blick auf Kursee und Kurpark bietet die besten Voraussetzungen für gemütliche Stimmung. Am Freitagabend steigt ab 17.30 Uhr eine DJ-Nikolausparty mit Rock, Swing und Oldies. Diese Veranstaltung soll Kult werden, denn es ist ausdrücklich darum gebeten, im Nikolausgewand zu kommen – kleiner Anreiz: für Nikoläus(e)Innen gibt es einen Glühwein gratis! Coole Nummer. Das swinging Nikolaustreffen wird hoffentlich voller Erfolg. Am Samstagabend erleuchtet – und das ist auch sehr ungewöhnlich für einen Weihnachtsmarkt – ein Barockfeuerwerk die Szenerie. Am Sonntagabend steht dann die Besinnlichkeit im Vordergrund mit der „Bergweihnacht“ und dem Schauspieler Siegfried Rauch – bekannt aus den Serien „Der Bergdoktor“ und „Traumschiff“. Durchgefroren? Nach einem Besuch auf diesem Markt empfiehlt sich natürlich ein Besuch in der benachbarten Limes-Therme mit ihren bis zu 36 Grad warmen Thermalwasserbecken und der Römer-Sauna an. In der „staaden Zeit“ bietet es sich besonders an, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Thermalwasser, Schwefel- und Moorbäder entspannen die Muskeln und helfen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Neben der Limes-Therme laden natürlich auch zahlreiche Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Bad Gögging zu erholsamen und gesunden WellnessWintertagen ein. Weihnachtsmärkte in der näheren Umgebung von Bad Gögging: Die Nachbargemeinde Abensberg präsentiert auch heuer wieder zwei schön Märkte. Der Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Brauerei Kuchlbauer ist von 26. November bis 21. Dezember immer mittwochs bis sonntags geöffnet. „Kuchlbauer‘s Turmweihnacht“ trumpft auf mit schönen Buden und einen Kunsthandwerkermarkt rund um den berühmten Hundertwasserturm nach Plänen von Friedensreich Hundertwasser und das neue „KunstHaus“. Brauereiführungen finden auch während des Marktes statt. Im romantischen Schlossgarten Abensbergs gelegen findet vom 27. November bis 1. Dezember immer donnerstags bis sonntags der Niklasmarkt statt. Der Weltenburger Klosteradvent vom 28. bis 30. November bezaubert durch seine Lage im Innenhof des Klosters Weltenburg. Befreundete Klosterbetriebe aus Bayern und den Nachbarländern bieten ihre eigenen Produkte an. Täglich schaut der Nikolaus vorbei, es gibt Brauereiführungen, Glühbier und eine GlühweinSchifffahrt von Kelheim nach Weltenburg. In Regensburg gibt es gleich vier attraktive Weihnachtsmärkte. Der Klassiker mit seinen Glühwein- und Bratwurstständen ist der Christkindlmarkt am Neupfarrplatz. Ein kleiner Markt mit hochwertigem Kunsthandwerk ist der Lucrezia-Markt auf dem Haidplatz und dem Kohlenmarkt. Zauberhaft an der Steinernen Brücke gelegen ist der Adventsmarkt im Katharinenspital. Pompös und prächtig präsentiert sich der Romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis. Alle Regensburger Märkte beginnen am 27. November 2014.


Noch ein paar Wochen ist es hin, bis die Weihnachtsmärkte wieder ihre Buden öffnen und uns einmal mehr vor die Wahl stellen, welchen wir in diesem Jahr besuchen sollen. Weil die meisten aber doch sehr traditionell in ihrem von Glühwein, Punsch und Imbissbuden dominiertem Repertoire sind, wächst hin und wieder der Wunsch, einmal einen völlig neuen, völlig anderen Weihnachtsmarkt zu besuchen. So setzten wir uns ins Auto und besuchten in diesem Jahr Burkhard Graf Beissel, der in der Nähe von Nabburg auf den Hügeln oberhalb des Katzbachtals ein wunderschönes Schloss sein Eigen nennt. Selbst in ungeschmücktem Zustand geht ein Zauber von diesem Gemäuer aus, der seinesgleichen sucht. Wir werden herzlich begrüßt und es dauert nicht lange, bis er beginnt, mit leuchtenden Augen und ungeheurer Begeisterung von seinem Weihnachtsmarkt zu erzählen, von den vielen Ständen, den Lichterketten, die an Bäumen, Gemäuern, Hütten und Wegen leuchten. In den Abendstunden werden zudem Kerzen entzündet, um die ohnehin schon romantische Stimmung noch ein wenig zauberhafter zu machen. 120 Aussteller vereint Burkhard Graf Beissel auf seinem Markt – eine große Familie, die ein einziges Ziel vor Augen hat: Bei den Besuchern vorweihnachtliche Freude auszulösen… Wenn dann noch pudriger Schnee einen weißen Zuckermantel auf die Zweige zaubert und es überall nach Mandeln und Glühwein duftet, taucht man vollends ein in diesen faszinierenden Kosmos. Aus den verschiedenen Scheunen und aus dem Gutshaus ertönen weihnachtliche Klänge. Man schlendert durch den Innenhof des Schlosses, verweilt zum Aufwärmen im Ritterkeller oder zieht seine Kreise durch den winterlichen Wald. Dort, wo sich die Bäume tief ducken, kann man die lebende Krippe sehen, die Kinder können auf Kamelen reiten und so einen Abstecher in die mittelalterliche Vorweihnachtszeit machen. Auch die vielen Innenhöfe und Gebäudlichkeiten wecken mit ihrer romantischen Beleuchtung die Neugier der Besucher. Hier ein Stand mit alter Handwerkskunst, dort ein Krippenschnitzer, ein Fackelmacher oder ein Kerzenzieher… In diesem Ambiente macht man sich sicher gerne auf die Suche nach dem einen oder anderen Weihnachtsgeschenk. Graf Beissel erzählt so anschaulich, während er uns auf den über 30.000 Quadratmetern herumführt, die der romantischmittelalterliche Weihnachtsmarkt Schloss Guteneck einnehmen wird, dass ich persönlich dieses kommende Weihnachtserlebnis auf keinen Fall verpassen möchte. Burkhard Graf Beissel von Gymnich ist ein Eventmacher, der eigentlich aus einem anderen Metier – der Vermögensverwaltung – kommt, seine Veranstaltungen aber dennoch mit viel kreativem Esprit inszeniert. Er hat noch viel vor in seinem Schloss und man kann gut verstehen, was ihn antreibt. Er erzählt auch von einem Gesundheitszentrum, das in Planung ist. Sein Enthusiasmus und die Begeisterung für die „gute Sache“ stecken einfach an. Am liebsten möchte man spontan die Ärmel hochkrempeln und mitmachen bei den angedachten Entwicklungen für dieses traumhafte Schloss. Wir ziehen uns zurück; das Hämmern und Sägen in dem kleinen Wald hat aufgehört. Für heute. Noch ein paar Wochen wird es

dauern, bis der Weihnachtsmarkt im Lichterglanz erstrahlt und tausende von Menschen nach ihrem Besuch ihr Stückchen „Weihnachten“ mit nach Hause nehmen. Übrigens: Der romantischhistorische Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Wer auf der Suche nach einem besonderen vorweihnachtlichen Ausflug ist, der ist ganz sicher richtig aufgehoben in jenem Zauberschloss, in dem man spüren kann, dass Weihnachten schon sehr nahe ist. Infos auf www.schlossguteneck.de

Graf Beissel und Maria Leichtfuß (CITICON)

Weihnachtszauber auf Schloss Guteneck

T E X T: M A R I A L E I C H T F U S S


34

2014 Es ist vollbracht, mit der mittlerweile sechsten Winterzauber Charity Gala ist die magische Grenze von 500.000 Euro geknackt worden und weil sie es versprochen hatte und eine Brigitte Fuchs immer zu ihrem Wort steht, nagelten sie die Organisatoren Klaus Mittermaier und Michael Klarner an diesem Abend liebevoll fest: „Du, Brigitte, du hast doch gesagt, dass du den Don Kosaken Chor aus Moskau holst, wenn wir die halbe Million voll machen. Es ist gleich soweit…!“ Ja, gut, so auf die Schnelle ließ sich das Versprechen nun nicht mehr bewerkstelligen, aber Brigitte Fuchs ließ zumindest den Schanzer Kosaken-Chor aufmarschieren, was der Tatsache keinen Abbruch tut, dass anfänglich niemand damit gerechnet hätte, dass innerhalb von so kurzer Zeit mit nur sechs Charity Galas so viele Spenden zusammen kommen würden. Zu Recht gab es daher stehende Ovationen für Mittermaier und Klarner, die aber nun auch stehend k.o. waren: „Wir werden fürs erste eine Pause einlegen…“ und die haben sie sich redlich verdient. Man kann es wirklich keinem Menschen erklären, der noch nie an der Organisation von Großveranstaltungen beteiligt war, was so ein „Winterzauber“ mit enorm aufwendigem Programm nur als Event für eine Arbeit macht. Dazu kommt natürlich die ganzjährige Sponsoren- und Spendersuche, denn ohne das aktive Werben für die Spendengala wäre der gigantische Betrag von nun stolzen 561.597 gespendeten Euros nie und nimmer zustande gekommen. Viele Menschen haben einen Beitrag zum Gelingen des sechsten Winterzauber Abends geleistet – Künstler, Artisten, Bands, DJ Gandi, die aufmerksamen Servicekräfte, die „Tanzbären“ der Tanzschule Backhausen, die Gäste, die sich der tollen Stimmung hingaben und sich die Füße wund tanzten und die vielen, vielen Freigiebigen. Wie heißt es so schön: Gott segne Geber und Gaben und vergesse auch den Mittermeier und den Klarner nicht! Erholt euch, Jungs und wenn es geht, dann macht 2016 weiter. Schließlich ist es jetzt bis zur Million auch nicht mehr weit… Danke für alles!


35 Te x t : S t e f f i K ü r t e n • Fo t o s : F r a n z R i c h a r z

Den Advent entspannt genießen... Eichstätts GenussWirte verwöhnen Sie gerne und servieren Ihnen adventliche Leckereien! 28.11. – 21.12.2014 „Eichstätt kocht … zum Advent“

Die Spenderliste WINTERZAUBER 2014: AUDI AG & Belegschaft 40.000 € • Espresso Mediengruppe 6.000 € • Hollerhaus Tombola 5.800 € • Backhaus Hackner 5.000 € • Peter Jackwerth 5.000 € • Anonymer Spender 4.000 € • Conditorei, Bäckerei & Confiserie Erhard 3.500 € • Nordbräu 2.500 € • Sozialverband VDK, Kreisverband Ingolstadt-Eichstätt 2.500 € • KHZ Wohnbau GmbH Gaimersheim 2.000 € • Auto Sigl Spezialtransporte, Urs Klapka 2.000 € • FC Ingolstadt 04 1.500 € • Sparkasse Ingolstadt 1.500 € • Gebrüder Peters Gebäudetechnik 1.500 € • Rotary-Club IngolstadtKreuztor 1.500 € • Donat Group Ingolstadt 1.500 € • Sparda Bank Ingolstadt 1.500 € • Spenden Foyer 2013 1.114 € • Rita Wagner 1.000 € • Dr. med. Anton Böhm 1.000 € • Damenmannschaften ERC und FC 04 1.000 € • Bayernoil 1.000 € • Donau Classic, Peter Hallauer 750 € • Malerbetrieb Appel 750 € • Mitarbeiter der Commerzbank Ingolstadt 750 € • Spenden Foyer 2014 683 € • Anonymer Spender 550 € • Autorama West, Familie Zylka 500 € • Herrnbräu 500 € • Ingenieurbüro für Baustatik, Michael Heubl 500 € • Günther Wittmann Spenglerei-Schlosserei 500 € • Hörgeräte Langer 500 € • Edeka Fanderl 500 € • Friseur Spitzenwerk Kreuzstraße 300 € • Christa Wittmann Immobilienwelt 300 € • Markus Abel und Marlene Steidl 300 € • Pflanzen Lintl Gartenmarkt 250 € • Immobilien Obermeier 250 € • Göltnschmierer Hepberg 200 € • Members of Dance 200 € • Autohaus Reith 200 € • Petra und Wolfgang Lux 200 € • Eric und Iris Jensen 200 € • Christoph Holzmann und Constanze Hilgers 150 € • Marcel Ferreira 150 €

Spendenergebnis 2014: 101.597 € • Gesamtergebnis 561.597 €

Eichstätter Adventsmarkt Klein, aber fein: Vor dem Dom und in der Johanniskirche warten liebevoll geschmückte Buden und ein fröhlichfamiliäres Programm auf Sie. 28.11. – 30.11.2014 05.12. – 07.12.2014 12.12. – 14.12.2014 Mit verkaufsoffenem Sonntag am 30.11.2014!

Tourist-Information Eichstätt Domplatz 8 · 85072 Eichstätt Tel. +49 (0) 8421/6001-400 Fax +49 (0) 8421/6001-408 tourismus@eichstaett.de www.eichstaett.de


„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren!“

aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Tag der Menschenrechte Auma Obama, die Halbschwester des amtierenden US-Präsidenten, spricht in Ingolstadt

Der Tag der Menschenrechte wird jährlich am 10. Dezember begangen und ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International nehmen diesen Tag jedes Jahr zum Anlass, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu betrachten und auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen. Das Europäische Parlament verleiht im Dezember jährlich den Sacharow-Preis, die Organisation Reporter ohne Grenzen ihren Menschenrechtspreis und jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, wird in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. In Ingolstadt wird der Tag der Menschenrechte 2014 am 7. Dezember begangen, dazu haben die Regionalgruppen von Amnesty International Ingolstadt einen ganz besonderen Gast eingeladen, dem auch Ingolstadts Oberbürgermeister einen offiziellen Empfang bereiten wird, denn die Gastrednerin Dr. Auma Obama ist die Halbschwester des US-Präsidenten Barack Obama.

Die gebürtige Kenianerin verfolgt mit großem Engagement das Thema ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, speziell in Kenia. Sie arbeitet in mehreren Stiftungen zum Wohle von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, zum Beispiel Sauti Kuu. Auma Obama hat in Deutschland Germanistik studiert. Der „Tag der Menschenrechte” ist eine Matinee, die die Ortsgruppen von Amnesty International aus Ingolstadt, Pfaffenhofen und Eichstätt zusammen mit dem Kulturamt Ingolstadt und dem Stadttheater Ingolstadt organisieren.

Programm Tag der Menschenrechte (Rede / Musik / Informationsbörse / Film)

Sonntag, 7.12.2014, von 10.30 bis 13.30 Uhr Foyer des Stadttheaters Ingolstadt 11 Uhr Begrüßung: ai Ingolstadt • Grußwort: Kulturreferent Gabriel Engert 11.15 Uhr: „Zugehört und wahrgenommen – auch ein Menschenrecht!”, Rede von Dr. Auma Obama, Eintritt frei Eine Veranstaltung von Amnesty International Ingolstadt, Eichstätt und Pfaffenhofen mit dem Kulturamt der Stadt Ingolstadt und dem Stadttheater Ingolstadt In Zusammenarbeit mit: afa (Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evang.-Luth. Kirche Bayern, Kreis Ingolstadt) • Afrikaverein • Afroskop e.V. • Akademiya Tigris • Alevitisches Kulturzentrum Ingolstadt e.V. • A.M.P.O. • Arbeiter-Samariter-Bund • Regionalverband Ingolstadt e.V. • attac • Bahá´í • Bund Naturschutz Kreisgruppe Ingolstadt • DGB • Buchhandlung Stiebert • Evangelische Kirche Ingolstadt • Frauenkreis Permoserstraße • Friedensbewegung der Region 10 • Gleichstellungsstelle • Hans Büttner-Chaabwe Förderverein Deutschland e. V. – Wisekids • Jugendmigrationsdienst • Jugendrotkreuz • Katholische Stadtkirche Ingolstadt • kda (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, Regionalstelle Ingolstadt) • Kleinkunstbühne „Neue Welt“ • Kulturkanal Ingolstadt • Leben & Leben Lassen e.V. • lieblingstyle* fair fashion • Marieluise-Fleißer-Bücherei • Mediation Region 10 • Migrationsforum • PresseClub Ingolstadt • pro familia • Programmkino im Audi Forum • Siyabonga – Helfende Hände für Afrika e.V. • Soroptimist International Club Ingolstadt • Sozialdienst katholischer Frauen • Straßenambulanz St. Franziskus • Theaterrestaurant • UNICEF • Volkshochschule Ingolstadt •Welt Laden • Wirbelwind • ZONTA Club Ingolstadt Area

36


37

Wer ist diese Obama? Filmtipp: The Education of Auma Obama von Branwen Okpako – Kenya – 2011 „Die Geschichte der Auma Obama“ ist ein biographisches Portrait über Auma Obama, die ältere Schwester des US Präsidenten Barack Obama. Gemeinsam mit Auma Obama verbringt der Zuschauer die letzten Tage bis zur US-Präsidentschaftswahl 2008 in ihrem kenianischen Heimatdorf Kogelo. Während dieser Woche erzählt Auma von ihrem bewegten Leben und von der Geschichte der Obama-Familie bis hin zu dem historischen Moment der Wahl Barack Obamas zum ersten schwarzen Präsidenten der USA. Eine Koproduktion von Filmkantine, ZDF, Branwen Okpako, unterstützt von Rombach & Partner und PICTORION das werk • „Die Geschichte der Auma Obama“, R: Branwen Okpako, Deutschland 2011, 79 Min., OmU • www.trigon-film.org

„Prisoner of Conscience“ Amnesty International unterstützt Nikolai Statkevich, Präsidentschaftskandidat der Wahlen 2010 in Weißrussland. Er wurde in einem Willkürakt zu 6 Jahren Arbeitslager stalinistischen Zuschnitts verurteilt. „(…) Am 19. Dezember 2010 versammelten sich Zehntausende Menschen auf den Straßen der weißrussischen Hauptstadt. Nikolai Statkevich kam gerade vom Unabhängigkeitsplatz im Zentrum, wo er eine Rede an die protestierenden Menschen richtete, als maskierte Einheiten einer Spezialeinheit ihn anhielten, aus dem Auto zerrten, schlugen und fortschleppten. Über viele Wochen und Monate war nicht klar, wo sie ihn hingebracht hatten, wie es ihm geht und was ihm vorgeworfen wird. Weder Anwälte noch Ärzte oder Familienmitglieder bekamen Auskunft. Aus Protest gegen seine und die Festnahme hunderter Demonstranten trat er in einen Hungerstreik. Nach 24 Tagen wurde er zwangsernährt. (…)Im Mai 2011 wurde Nikolai Statkevich vor Gericht gebracht. Er war gezeichnet von den schlechten Bedingungen im Gefängnis und der Isolationshaft. Für seine Familie und seine Freunde war dies dennoch ein erstes hoffnungsvolles Lebenszeichen nach Monaten der Ungewissheit. Zusammen mit fünf weiteren Angeklagten saß der ehemalige Präsidentschaftskandidat wie ein Schwerverbrecher in einem Käfig im Gerichtssaal. Sein einziges „Verbrechen“, dessen er sich schuldig gemacht hatte, war sein Eintreten für freie demokratische Wahlen. Seit langem ist Nikolai Statkevich nun bereits inhaftiert. Ein Gnadengesuch und ein Schuldeingeständnis an Präsident Lukaschenko lehnt er dennoch ab. Auch als er nach einem Unfall schwere Verletzungen und Knochenbrüche davontrug, wollte er dem großen Druck des Regimes nicht nachgeben. Wenig später wurde er wegen einer Lappalie zu einer dreijährigen Haftverschärfung im Hochsicherheitsgefängnis Mogilew verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, Taschentücher, die er bei sich trug, nicht angegeben zu haben“, Auszug aus der Laudatio von Egon Bahr anlässlich der Verleihung des Sonderpreises für besonderen politischen Mut an Nikolai Statkevich 2012: „Wo die Freiheit nicht beizeiten verteidigt wird, ist sie nur um den Preis schrecklich großer Opfer zurückzugewinnen!“ www.amnesty-ingolstadt.de • www.amnesty-eichstaett.de www.amnesty-ku-eichstaett.de und www.amnesty-paf.de


38

EINE WELTWEITE STIMME FÜR FRAUEN SOROPTIMIST INTERNATIONAL – CLUB INGOLSTADT SI Ingolstadt engagiert sich seit seiner Gründung im Jahre 2010 für die Umsetzung der Ziele von SI International. Als Soroptimistin ist man aufgerufen, eine weltweite Stimme für Frauen zu sein, Probleme und Fragen unserer Zeit zu erkennen, aktiv anzugehen und nach Lösungswegen zu suchen. Der Club unterstützt Projekte, die Frauen, Mädchen und Kinder unterstützen und ermutigen, ihre Potenziale zu entdecken und gleichberechtigt zu entfalten. In Ingolstadt engagiert sich SI für das Caritas Frauenhaus mit Verbundenheit, finanzieller Unterstützung, Sachspenden und praxisnahen Workshops. In dieser Institution finden Frauen und Kinder Zuflucht vor häuslicher Gewalt. Frauen wird die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Alarmierende Zahlen der jüngsten Europastudie der FRA (März 2014) haben erneut die Aktualität des Problems beziffert: Jede 3. Frau erleidet in ihrem Leben häusliche Gewalt. Ingolstadt ist davon nicht ausgenommen. Gewalt passiert in allen Gesellschaftsschichten! Bei 60 Prozent der Frauen, die in einer gewaltbelasteten Beziehung gelebt haben, haben auch deren Kinder Gewalt miterlebt. Miterlebte häusliche Gewalt kann bei Kindern und Jugendlichen beiderlei Geschlechts gravierende Folgen auf ihre Entwicklung haben. Sie werden indirekt zu Opfern, seelische Narben bleiben meist unbehandelt. In etlichen Studien wurde ermittelt, dass miterlebte häusliche Gewalt in der Kindheit das Risiko erhöht, diese selbst auszuüben oder zu erdulden. „Besonders schockiert hat uns die Tendenz, dass immer mehr Frauen in zweiter Generation im Frauenhaus um Hilfe und Beistand bitten. Deshalb unterstützen wir seit 2013 schwerpunktmäßig das Projekt „PräGe“ (Prävention von häuslicher Gewalt)“, erklärt Bettina NeisenBellmann, SI Ingolstadt Pastpräsidentin 2012 – 2014. Mit diesem Schulungskonzept werden Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse an Ingolstädter Schulen durch zertifizierte Mitarbeiterinnen des Frauenhauses zum Thema häusliche Gewalt sensibilisiert, Präventionsmaßnahmen aufgezeigt und Hilfsangebote benannt. Es sei wichtig, junge Menschen in einer Lebensphase zu erreichen, in der sie erste Beziehungen eingehen und ihre Rolle als Frauen oder Männer in unserer Gesellschaft entwickeln.

Komm mit ins Kino und tu’ Gutes dabei! SI Ingolstadt zeigt am 27. November 2014 das Film-Debüt von Ritesh Batra. Ein charmanter Film mit einer Prise zauberhafter Wirklichkeit. Ila möchte mit ihren Kochkünsten ihren Mann zurückgewinnen, die Hausfrau in der indischen Millionenstadt Mumbai fühlt sich seit geraumer Zeit vernachlässigt. Doch die Lunchbox, die sie ihm für die Mittagspause vorbereitet, gerät irrtümlich zu Saajan, der genau wie Ila eine einsame Großstadtseele ist. Als ihr Mann nicht reagiert, legt Ila eine Nachricht in die nächste Lunchbox – und erhält eine Antwort von Saajan…

www.clubingolstadt.soroptimist.de Die amtierende Präsidentin Regine Kudritzki und Bettina Neisen-Bellmann

Programmkino im Audi Forum Vorstellungen: 17.30 Uhr und 20 Uhr Eintritt: 7 € Tickets / Reservierung: 0800 283 4444 www.audi.de/programmkino Der Reinerlös der Vorstellungen fließt in die sozialen Projekte von SI Ingolstadt.


39

Die Ingolstadt-Schloss Tutzing-Connection

PROTESTANTISCH DENKEN – EIN BEKENNTNIS ZUR „TOLERANZ UND WELTOFFENHEIT“ TEXT: Paul Schönhuber

AUSZUG AUS DEM ENORM VIELFÄLTIGEN PROGRAMM DER AKADEMIE TUTZING:

Es liegt ein eigentümlicher Zauber über alten Schlössern, dem sich auch die Besucher der Evangelischen Akademie Tutzing nicht entziehen können: Wilder Wein und üppig wuchernder Efeu ranken sich im Sommer an den gelben Fassaden empor, Wappenschilder zieren den Torbogen und alte schmiedeeiserne Fenster im Parterre, verwitterte Taufbecken sowie spätrömische Steinsarkophage geben dem Park und der Schlossanlage das besondere Flair. Eines überdauerte die Jahrhunderte: Schloss Tutzing blieb bis heute eine Stätte der Begegnung. Rund 12.000 Besucher nehmen Jahr für Jahr an den ca. 100 Tagungen der Evangelischen Akademie Tutzing teil, denen seit 1947 die Räume des Schlosses als Tagungsstätte dienen. Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing fördert die Arbeit der Akademie seit 1949 und trägt ihre Gedanken in alle Regionen Bayerns. In vielen Städten des Freistaates hat sich ein örtlicher Freundeskreis etabliert (auch in Ingolstadt), der seine Mitglieder zu Vortragsabenden, kulturellen Veranstaltungen und Studienreisen in die weite Welt einlädt. Der Freundeskreis setzt sich für Offenheit und Toleranz im gesellschaftlichen Diskurs ein. Er bringt Menschen zusammen, die einen Standpunkt haben und neugierig auf die Standpunkte anderer Menschen sind. Der Ingolstädter Freundeskreis wurde 1987 gegründet von Hildegard Schmutz, Dr. Theodor Straub und dem damaligen Oberbürgermeister Ingolstadts, Peter Schnell, der auch heute noch gern teilnimmt. Seit 1999 hat das Ehepaar Dr. Brigitte König und Prof. Dr. Hans-Joachim König die örtliche Leitung übernommen. Die Veranstaltungen des Freundeskreises erfreuen sich dank höchsten Niveaus großer Beliebtheit nicht nur bei den Mitgliedern. Der Veranstaltungsort Schloss Tutzing gehört auch für mich zu den schönsten Plätzen der Welt. Es ist ein Glück, in dieser Atmosphäre humanistisch denkender, alles andere als bigotter Menschen dabei sein zu dürfen – in Ingolstadt und Tutzing. Infos unter http://web.ev-akademie-tutzing.de

21. - 23.11.2014: BLUE NOTE - 75 JAHRE JAZZ-LABEL Alfred Lion und Francis Wolff liebten Jazz. 1938 nach New York geflohen, gründeten die zwei Berliner Juden 1939 das berühmte Label blue note - den Großen des Jazz eine Heimat. Im legendären Studio gilt blue note’s Losung fürs Leben: „It must schwing!“ 10. - 11.12.2014: IN RUHE STERBEN – GEHT DAS? Es wird unruhig am Sterbebett: rührige Begleiter, professionelle Palliativfachleute, wohlwollende Ratgeber und tüchtige Agenturen mischen mit. Ein Thema für die Tutzinger Hospizgespräche. 12. - 14.12.2014: WÜRDE IST ES WERT Ein großes Wort in Verfassungen und Menschenrechtserklärungen, aber im Alltag? Wir treten in einen Dialog über alltägliche Erfahrungen von Missachtung und Schutz der Würde und üben uns in der Kommunikation der Anerkennung. 30.12. - 1.1.2015: „DU LIEBEN DEN DEUTSCHEN SPRACH?“ Experimentelle Lyrik, Dada, Rap und Liedkunst – die sprachakrobatischen Grenzgänge des 20. Jahrhunderts – ein totaler Bruch mit lyrischer Konvention? Oder wichtiger Impuls für Vertonung und kreativ musikalische Auseinandersetzung mit Sprache? Im Schloss, am See – ein Jahreswechsel.


e, Text: Heike Herrl n Li o Gu r fü Lehrerin ng Go i Q es Neu

Frau H. schreibt über das große K

Stell dir vor, du bist ein stolzer Kapitän oder eine erfahrene erfolgreiche Kapitänin und segelst mit deinem prachtvollen Schiff auf allen Weltmeeren. Nun aber gerätst du in stürmische See. Ein Unwetter zieht auf, wie du es noch nie erlebt hast. Du kämpfst um dein Schiff und deine Crew und weißt nicht, wie lange diese bedrohliche Situation noch dauern wird. Dein Heimathafen ist nicht mehr weit und dein suchender Blick ersehnt sich eine Möglichkeit zum Ankern, damit das Unwetter vorüber ziehen kann. Ein Leuchtturm an der nahen Küste und eine Einfahrt, die direkt daneben ist. Mit letzter Kraft schaffst du es. Ein Naturhafen tut sich auf und du erkennst andere Schiffe, die hier ebenfalls vor Anker gegangen sind. Einige haben sich offensichtlich so wie du gerade erst retten können. Andere liegen schon länger hier, manche sehen frisch und erholt aus, andere haben einen Ehrenplatz auf dem Schiffsfriedhof. Wo bist du denn da angelandet? Die anderen Kapitäne begrüßen dich und erklären dir alles, helfen bei der Organisation der Reparaturen, informieren über die Möglichkeiten, die das Hinterland bietet. Oh, da ist ja eine Stadt mit seinen Bewohnern und mit bester Infrastruktur, die zu deiner Unterstützung bereits auf dich warten. Alle Kapitäne – so unterschiedlich sie auch sind, so verschieden ihre Schiffe und ihre momentanen Schwierigkeiten auch aussehen – haben gemeinsam ein Ziel: Aus der ganzen Situation das Beste machen! Dir fällt der respektvolle Umgangston, die ungezwungenen Begegnungen, der Zusammenhalt, der Wille zum us Matthias Claudi Weitersegeln und das ansteckende Lachen auf. Welch ein Glück, dass du diesen Hafen gefunden hast! Als das Wetter schließlich wieder ruhiger wird, setzt du deine Fahrt fort mit der Gewissheit, einen sicheren Ort, wirkliche Hilfe und treue Weggefährten fürs Leben gefunden zu haben. Man verabredet sich mit

„Etwas Festes muss der Mensch haben, daran er zu Anker liege, etwas, das nicht , von ihm abhängt sondern davon er abhängt.“

40

dir nun regelmäßig zum Austausch und feiert jährlich mit allen Gästen ein großes Fest mit buntem Programm zur Hafengründung… Ein Märchen? Nein, ein Gleichnis, das für die insgesamt 42 „Kapitäne“ der „Selbsthilfegruppe für Menschen mit Krebs und nach Krebserkrankung“ in Neuburg steht. Sie feierten gerade ihre 3. Neuburger Krebswoche mit herzlichen Grußworten von Neuburgs Oberbürgermeister Dr. Gmehling und vom Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft Markus Besseler. Während der Ökumenischen Andacht wurden Erinnerungs- und DankEdelsteine an alle verteilt. Der Gospel-Sunshine-Chor zauberte jedem ein sonniges Lächeln ins Gesicht und Drehorgelmusik untermalte die rege Unterhaltung der Gäste. Vorträge über „Pflegegutachten“ von Ingrid Böhm (MDK Bayern) und über „Neues zur Therapie von Leukämie, Plasmazytom“ von Dr. Angelika Dürr (Fachärztin für Internistische Onkologie/Neuburg) interessierten viele Besucher, die vielfältigen Informationsstände zum Thema Krebs natürlich auch. Kaffee, Begrüßungsgetränke und selbstgebackener Kuchen versüßten die Auftaktveranstaltung am 8. November im Bürgerhaus Ostend in Neuburg. Dazu wurden in der folgenden Woche Vorträge angeboten: „Möglichkeiten und Grenzen der Palliativmedizin bei fortgeschrittener Krebserkrankung“ von Dr. Michael Ried, „Leben mit einer künstlichen Blase“ von Dr. Andreas Manseck, „Krebs, was nun?“ Informationen von Jennifer Pfeiffer (VdK Neuburg-Schrobenhausen) und Ulrike Adlkofer (Bayerische Krebsgesellschaft e.  V.), „Unerfüllte Kommunikationsbedürfnisse von Krebspatienten“ mit Dr. Alexander Wünsch (TU München) und eine Mitmach-Stunde „Krebs, entspannen auf den 4 Leitbahnen“ mit Heike Herrle (GuoLinQi Gong-Lehrerin), das bin ich. Jeden 3. Donnerstag im Monat treffen sich die Mitglieder der Gruppe im Bürgerhaus Ostend in Neuburg. Sie setzen Segel, sie setzen Zeichen und sind Symbol für Lebensfreude, Zusammenhalt und Zukunftsorientierung. Diese Gruppe ist ein Leuchtturm und ein sicherer Hafen für alle Menschen mit und nach Krebs in unserer Region. Danke, dass es euch gibt.

Kontakt K-Selbsthilfegruppe in Neuburg: Roman Schiele, Telefon 0 84 31 / 60 50 63 oder per E-Mail: rschiele2@aol.com


41

DEMENZ –

JEDER KANN ETWAS TUN

Vom 23. bis 25. Oktober fand in Gütersloh der 8. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft statt. Auch ich nahm daran teil. Als ehemals pflegende Angehörige widme ich mich diesem Thema mit Leidenschaft. Ich versuche, die Verhältnisse auch in unserer Region im Umgang mit verwirrten Menschen zu verbessern und dabei ist mir die Aussage des Kongresses, dass jeder etwas tun kann, als Kernaussage so richtig entgegengekommen. Jeder kann etwas tun – jeder muss etwas tun, damit Demenz kein Fremdwort bleibt. Durch die inzwischen relativ hohe und immer noch steigende durchschnittliche Lebenserwartung und der damit verbundenen Wahrscheinlichkeit, einmal selber an Demenz zu erkranken, beziehungsweise als Angehöriger oder Freund von dieser Diagnose betroffen zu sein, scheint es mir unerlässlich zu sein. Wegschauen ist nicht die richtige Art der Reaktion auf die Erkrankung eines Mitmenschen, auch wenn es oft schwerfällt, auf die veränderte Persönlichkeit einzugehen. Alzheimer Kranke sind ganz normale Menschen mit ein paar Besonderheiten, auf die man Rücksicht nehmen kann! Auf dem Kongress beeindruckte mich vor allem der Referent des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der darlegte, wie intensiv man sich dort mit der Thematik auseinandergesetzt hat, was dazu führte, dass es jetzt ein neues Pflegegesetz gibt, in dem die Krankheit Demenz nun eine Rolle spielt und der Entlastung der pflegenden Angehörigen endlich Rechnung getragen wird. „Unser“ Beitrag, d.  h. der Vortrag von Dr. Winfried Teschauer, dem wissenschaftlichen Leiter der INGENIUM Stiftung, zum Thema „Demenz im

Franz Müntefering, Mathilde Greil und Heike von Lützau-Hohlbein

Krankenhaus“ hatte einen großen Zuhörerzulauf, denn in allen Krankenhäusern nehmen die Patienten über 65 Jahre enorm zu und dadurch ist in allen Abteilungen einer Klinik der Umgang mit verwirrten Menschen zu einer großen Herausforderung geworden. Die INGENIUM Stiftung hat seit mehreren Jahren im Auftrag der Bayerischen Alzheimer Gesellschaft Krankenhäuser in ganz Bayern auf diese Aufgabe vorbereitet und wird dies auch weiterhin tun, denn der Umgang mit an Demenz Erkrankten spielt als Zweitdiagnose eine große Rolle. Das Pflegepersonal und auch die Ärzte sind per se nicht ausreichend gerüstet für den Umgang mit demenzbedingt herausforderndem Verhalten. Auch sehr beeindruckend war am letzten Kongresstag die Rede des ehemaligen Bundesministers für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, der das Thema „Senioren und die demographische Entwicklung“ mit überraschend großem Engagement ausbreitete. Er hat für sich wohl erkannt, dass durch die aktuellen Entwicklungen ganz neue Aufgaben auf uns als Gesellschaft zukommen, die wir möglichst schnell meistern müssen, d. h. die Politik muss darauf reagieren und die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Müntefering übernahm dann auch die Ehrung von mehreren Personen, die beim Aufbau ihrer Alzheimer Gesellschaft vor Ort ein besonders großes Engagement gezeigt haben. Ich hatte die Ehre, zu diesem Personenkreis zu gehören, und habe mich sehr darüber gefreut, auch wenn ich nur als sogenanntes „Leihgesicht“ (treffende Bezeichnung von Jürgen Fliege, dem ehemaligen Schirmherrn der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, für die Stellvertreterrolle, die einer für viele Schultern und helfende Hände übernimmt) diese Auszeichnung entgegennahm. Ohne Helfer und Helferinnen kann man eigentlich nichts bewirken, auch wenn man noch so gute Ideen hat.

WENN ICH EINMAL DEMENT WERDE... kann ich vielleicht nicht mehr mit Messer und Gabel essen, aber bestimmt sehr gut mit den Fingern. Wenn ich einmal dement werde, bin ich leicht zu beruhigen – nicht mit Worten, sondern indem du ganz ruhig neben mir sitzt und meine Hand hältst. Wenn ich einmal dement werde, denke daran, dass ich nicht alles verstehe. Aber mein Herz fühlt. Und vergiss nicht: mein Herz wird nie dement. Die Kurzfassung dieses Gedichtes ist 2012, im „EU-Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität der Generationen“, im österreichischen St. Pölten im Rahmen des „Symposium Kostbares Alter 2012“ entstanden.


PETRA VOLKWEIN AUF DER JAGD NACH

INGOLSTÄDTER SPEZIALITÄTEN!

PETRA VOLKWEIN IM GESPRÄCH MIT RUDOLF SENGL Rudolf Sengl ist einer der letzten „privaten“ Bäcker in der Altstadt. Petra Volkwein, die gleich um´s Eck wohnt, kennt, liebt und genießt das Angebot dieses Bäckers regelmäßig, dass sich in jedem Fall abhebt. Echte Ingolstädter Handarbeit kann man eben erkennen. Da lohnt es noch, sich ein Brot oder einen Windbeutel auszusuchen, weil man es lieber dunkler, größer oder mit mehr Zuckerguss mag… Wer hat´s gebacken? Der Sengl Rudolf und vieles, was man in seiner Ladentheke oder im Schaufenster entdeckt, läuft ganz klar unter „Ingolstädter Spezialitäten“. Erzählen`s doch mal, Herr Sengl, was ist denn zum Beispiel ein Zeltl? Ja, das ist eine schöne Spezialität. Zeltl sind wie Kücherl oder Auszogene. Sie werden aus Semmelteig aus´zogen und obendrauf kommt dann nach dem Backen eine Salz-Mehlmischung. Das ist recht herzhaft und es gibt auch nicht mehr allzu viele Bäcker in Ingolstadt, die Zeltl herstellen. Ist reine Handarbeit, das kann eine Maschine schlecht machen. Bei uns haben Zeltl aber Tradition, die gibt’s schon immer hier und die werden wir auch in Zukunft weiter machen. Das Gleiche gibt’s noch in Brezenform. Eigentlich ganz normale Brezeln, die aber nicht in die Lauge kommen, sondern nach dem Backen auch in die Salz-Mehlmischung. Seit der Spitzweg Ausstellung im deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt vor einigen Jahren, seit dieser Zeit gibt es bei Ihnen den Spitzweck, der ist auch recht beliebt?

Frau Professor Dr. Habrich, mit der ich schon öfters zusammengearbeitet hatte, kam auf mich zu und fragte, ob mir zu der Spitzwegausstellung nicht etwas einfallen würd´! Der Spitzweg war ein begnadeter Künstler, unter anderem hat er aber auch Kochbücher geschrieben und illustriert – ich habe gehört, für seine Nichte. Jedenfalls hat er auf all seinen Gemälden unten an der Seite eine Raute gezeichnet. Diese Raute haben wir aufgefasst und dann ein Salzgebäck entwickelt, das mit Butter touriert ist. Das sind Butter-Teigschichten, die immer wieder ausgewalkt werden und oben sind grobes Salz und Kümmel darauf. Sie haben auch eine ganz besondere Verbindung mit einem der beliebtesten Biergärten der Schanzer, dem Mooshäus´l. Sie backen eine spezielle Brotsorte: Mooshäuslbrot, das Nonplusultra für die leckeren Brotzeiten dort. Werden sie auch die neuen Pächter mit diesen riesigen Brotlaiben beliefern? So wie es ausschaut, geht es weiter mit diesem Produkt. Der Nachfolger hat Interesse daran signalisiert. Seit fast 40 Jahren beliefern wir jetzt das Moos-

42


43

TE

E :P XT

TR

A

L VO

KW

EIN

häus´l, die Leute mögen´s wohl. Viele der Gäste jammern, wenn wir mal Urlaub haben und das Brot von jemand anderem kommt. Unser Mooshäuslbrot ist eine Roggenmischung, ziemlich gut durchgebacken, oben drauf kommt eine Gewürzmischung, die wir selber machen, im Teig ist das gleiche Gewürz fein vermahlen. Das ergibt einen besonders herzhaften Geschmack. Besonders, wenn die Korianderkörner zwischen den Zähnen knacken! Wunderbar! Dieser Tage war Allerheiligen, auch da gibt es ganz besondere Spezialitäten bei Ihnen, wie ich gesehen habe. Das sind die süßen Allerheiligenspitz – die sind oval und laufen an den Enden spitz zu. Ein feiner Biskuitteig wird mit Creme und Konfitüre gefüllt, dann mit Zuckerglasur überzogen und dann mit Schokolade ausgarniert und mit festlichen Ornamenten verziert. Früher war es so, dass an Allerheiligen das Patenkind dem Paten immer etwas geschenkt hat und das war eben solch ein Spitz. Es gibt auch den salzigen Spitz, bei uns Kümmelspitz, ein Flechtgebäck und als süße Variante gibt es dann die süßen Allerheiligenspitz, das kommt jetzt wieder sehr in Mode. Bei Ihnen gibt es auch noch andere Dinge, zum Beispiel den Aniszwieback, es gibt Löffelbiskuits und es gibt meine Lieblinge, die Mandelblätter. Ich bin ziemlich viel rumgekommen während meiner Ausbildung und in jedem Betrieb sieht man irgendetwas Interessantes, das man dann selber auch herstellen möchte. Das war gerade bei den Mandelblättern so – eine Masse aus Mandeln, Butter, Zucker, Eiweiß, die ganz dünn auf ein Blech aufgestrichen wird, nach dem Backen sofort in runde Formen gesetzt wird, damit es die Wölbung gibt, im Geschmack in Richtung Marzipan. Da ist noch so ein ganz spezielles Gewürz drin, das heißt: ich kann nicht aufhören, die zu essen! Was gibt es noch, was mögen sie besonders gern? Ich? Apfelstrudel, der wird jeden Tag frisch gemacht. Ich war heute Vormittag schon im Garten und habe Äpfel geholt, die werden dann frisch geschnipselt und verarbeitet und das schmeckt man. Einfach gut, so wie ich selber es haben will! Also, meine Lieben, man findet sie, die Spezialitäten in Ingolstadt. Dieses Mal war die Ausbeute in der Bäckerei Sengl richtig groß! Da wären dann noch riesige Windbeutel, niedliche Igel aus Baisermasse, meine heißgeliebten Bamberger Hörnchen, als Alternative zu Croissants zu nennen. Gott sei Dank gab es zum Zeitpunkt des Interviews noch keine Stollen oder Platzerl, sonst hätten wir kein Ende gefunden. Am besten hingehen und durchprobieren. Bäckerei Sengl, Harderstraße 15!


w w w. e x t r a p r i m a g o o d . d e

Ein Bericht aus dem Weblog extra prima good Fotos & Text: Michael Olma, Rechtsanwalt in Ingolstadt

AUF DIE HAND Es geht nicht um das große Besteck. Dieses bleibt heute sogar ganz in der Schublade. Es geht aber natürlich – wie immer – um gutes Essen. Das gerne „fast“ sein darf. Schnell zubereitet. Schnell nach der Bestellung da. Dabei soll es aber immer auch „slow“ sein. Langsam gewachsen, gehalten, gereift, veredelt. Auf diesem Feld tummelt sich das Rückgrat unseres Essens – ganz egal ob klassisch, vegetarisch oder vegan: Brotzeit, Burger, Sandwich, Fish & Chips, Bratwurst, Toast, Tramezzini, Hot Dog, Abendbrot, Curry Wurst, Pizza… Oft ist das auch und gerade Nahrung für die Seele. Gut gemacht kann es einen ganzen Tag retten!

Gut ist es sehr oft, wenn handwerklich hergestellt. Das höchste an Verbindlichkeit ist für viele immer noch der Handschlag. Und dieses Essen kommt auf die Hand! Der von mir hoch geschätzte Stevan Paul hat sich diesem Thema jetzt mit einem wunderbaren Buch angenommen. Ich mag den Typen. Sein Blog NutriCulinary ist der Hammer und er kann wirklich Schreiben: „Schlaraffenland”, ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst, ein Linsengericht zu kochen, und die Unwägbarkeiten der Liebe. Er vertritt Deutschland in Katharina Seisers köstlicher „...vegetarisch”-Reihe. Dem Buch hat der Brandstätter-Verlag sogar einen eigenen Blog spendiert. Neulich war Buch-Präsentation in München. Endlich konnte ich ihm einmal die Hand schütteln. In der Kochgarage von Graciela Cucchiara (www. diekochgarage.com). Toller Laden! Seitenblicke: Sehr schönen Apéritif entdeckt: Mondino – Amaro Bavarese. Bio-Qualität aus Traunstein. Und auch unter den Gästen: Theo Hartl – Chef der Senfmanufaktur Münchner Kindl. Ich hatte ihn dieses Frühjahr auf der Biofach in Nürnberg getroffen. Ein Besuch 2015 von Slow Food Ingolstadt in seinem Betrieb ist so gut wie in trockenen Tüchern. Und dann der Höhepunkt des Abends: Natürlich auf die Hand!

NA, ERKANNT? Das ist Graciela, bekannt aus der ersten Staffel von „The Taste“.

Stevan Paul

Sandwiches, Burger & Toasts, AUF DIE HAND Fingerfood & Abendbrote 34,90 € • Format 19 x 24 cm

AUF DIE HAND feiert das neue Lebensgefühl der Straßenmärkte und Foodtrucks, die sich von Straßensnacks längst zu „Artisan Hand-Held Foods“ weiterentwickelt haben. Man muss einfach reinbeißen in dieses geschmacksintensive Essen! Stevan Paul gelingt mit dem ersten umfassenden Kochbuch zum Megatrend einer neuen Brotkultur ein großer Wurf. Von Klassikern wie Croque Monsieur oder Clubsandwich zum neuen urbanen Streetfood mit Lachs-Bagel und Bánh mì entführt er uns auf eine GeschmacksWeltreise und zeigt uns, wie man es unkompliziert selber machen kann. Gesundes „Fastfood deluxe“ für zu Hause. Stevans Blog: www.nutriculinary.com Stevans Website: www.stevanpaul.de

44



Bioland NEUES AUS DEM

VOLLER EINSATZ AM HERD – BIO IST EINFACH LECKER! Die besten Bio-Köche des Jahres stehen fest. Beim Finale des „Bio-Toque 2014“-Wettbewerbs gewann Mitte Oktober das Kochteam Maria Jäger und Timo Mäurer vom Hotel Dormero Brandenburger Hof aus Berlin. Den „Bio-Toque Veggie 2014“ gewann das Kochteam Michael Niedermeier und Ludwig Hörger vom BIOHOTEL Hörger in Kranzberg (Oberbayern). HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Bereits zum dritten Mal lud Bioland Profiköchinnen und Profiköche ein, um den „Bio-Toque 2014“-Pokal zu wetteifern. Erstmals dieses Jahr wurde zudem der „Bio-Toque Veggie 2014“ verliehen. Aus regionalen und saisonalen Lebensmitteln in BiolandQualität sollte ein 3-Gänge-Menü aus einem vorgegebenen Warenkorb gezaubert werden. Bioland will mit dem Wettbewerb Profiköche zur Verarbeitung ganzer Tiere in der Gastronomie „from nose to tail“ und zur Verwendung von ursprünglichen, regionalen und saisonalen Bio-Zutaten anregen. Für das fleischhaltige Menü bestand der Warenkorb aus Topinambur, Quitten, Kürbis, Champignons, Wirsing, Blattschulter vom Rind, Maisgrieß und -mehl, sowie Schafskäse und Schafsquark. Auch für das komplett vegetarische DreiGänge-Menü war Kreativität gefragt. Der Warenkorb hierfür bestand aus Topinambur, Quitten, Rosenkohl, Kürbis, Champignons, Wirsing, Perl-Dinkel („Dinkelino“) und Alblinsen. Die Zutaten für die Vorspeise stellten Radicchio, Lauch, Kartoffeln und Ziegenfrischkäse dar. Ebenso gleich für alle Finalisten sollte das Dessert aus Äpfeln, Haselnuss-Mousse und Edelkastanienhonig zubereitet werden.

Na, hätten Sie mit diesen Zutaten auch Ideen für eine Menüzusammenstellung? Steht ja alles da, einfach mal daheim ausprobieren! „Schwierige“ Zutaten bekommt man im Zweifelsfall im Bioladen!

46

Andrea Ponschab, Beckerwirtin Böhmfeld

Das Siegermenü beim Bio-Toque 2014 von Maria Jäger und Timo Mäurer: Glasierter Radiccio, geschmorter Lauch, sousvide gegarte Frühkartoffeln und Ziegenfrischkäsemousse • Rinderschulterblatt gefüllt mit Champignons und Wirsing ummantelt, gerührte Polenta, Kürbis eingelegt und als Püree, gegrillte Quitte und Ragout, frittierter Topinambur und karamellisierter Schafskäse • Gebratener Apfel und Gel, Haselnussmousse, Lindenhonigeis Das Siegermenü beim Bio-Toque Veggie 2014 von Michael Niedermeier und Ludwig Hörger: Kartoffel-Ziegenkäsepraline, lauwarmer Radicchio, Lauch • Wirsing-Perldinkelroulade, Linsenragout, Topinamburschaum, Kürbiscreme, Ingwer-Quitte, Rosenkohl-Champignongemüse • Haselnussmousse, Lindenblütenhonigeis, Apfel-Zitronenragout

Bewertet wurden die Handwerkskünste der Köchinnen und Köche mit Kriterien wie Arbeitstechnik, Sauberkeit, Materialverwendung, Energieeinsatz und Zeiteinteilung sowie die ansprechende und kreative Präsentation der Bioland-Menüs, und natürlich nach Geschmack und Genusswert der Kreationen.


G A S T S P I E L S TA D T T H E AT E R B R N O

FLASHDANCE

MUSICAL VON TOM HEDLEY/ROBBIE ROTH/ ROBERT CARY/JOE ESZTERHAS MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN

Mit dem weltweit gefeierten Musical „Flashdance“ ist das Stadttheater Brno (Brünn) nach den erfolgreichen Gastspielen „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ und „Die Päpstin“ bereits zum dritten Mal in Ingolstadt zu erleben. Der berühmte amerikanische Musikfilm aus dem Jahr 1983 des Regisseurs Adrian Lyne wurde in seiner Zeit zu einem wirklichen Zuschauer-Hit, brachte an den Kinokassen mehr als hundert Millionen Dollar ein und während der ersten zwei Wochen wurden mehr als 700.000 Platten des Soundtracks verkauft. Kein Wunder, denn zu diesem gehören Welthits wie „Maniac“, „Manhunt“, „Gloria“ und allen voran der Kulttitel „What a Feeling“, der mit dem Oscar, dem Golden Globe Award und dem Emmy Award prämiert wurde. Kein Wunder, dass sich der englische Theaterproduzent David Ian 2008 entschied, diese romantische Geschichte mit 80er Jahre-Flair auf die Bühne zu übertragen. Tom Hedley und Robert Cary schrieben diese Geschichte voll von Liebe, Sehnsucht und unerfüllten Träumen nach dem Filmdrehbuch. Die achtzehnjährige Alex Owens arbeitet tagsüber als Schweißerin und nachts als Tänzerin in einer Bar. Doch eigentlich hat sie den Traum, als professionelle Tänzerin die Bühnen der Welt zu erobern. Dafür trainiert sie wie verbissen, doch aufgrund fehlender schulischer Ausbildung scheint ihr Traum unerreichbar. Aber dann verliebt sich der Leiter des Stahlwerks, Nick Hurley, in Alex. Durch ihn lernt sie die Bedeutung echter Liebe kennen. Nick lässt seine Beziehungen spielen und organisiert für Alex einen Casting-Termin an der renommierten Ballett Akademie – die einmalige Gelegenheit, ihren Traum zu verwirklichen.

Nach der europäischen Premiere in Tschechien präsentiert das Stadttheater Brno dieses energievolle Musical mit atemberaubenden Choreografien zum Jahresende im Stadttheater Ingolstadt.

TERMINE:  Sonntag, 28. Dez. 2014 19 Uhr, Großes Haus  Mo./Di., 29. + 30. Dez. 2014 19.30 Uhr, Großes Haus


Dr. Manfred Schuhmann, Ehrenpräsident des ERCI im Gespräch mit dem ERCI-Sportdirektor Jiri Ehrenberger

GUTE AUSSICHTEN FÜR DEN EISHOCKEYSPORT IN INGOLSTADT 50 JAHRE ERCI: VEREINSLEBEN SCHAFFT MEHR ALS MANCHE SOZIALPOLITISCHE UNTERWEISUNG Zu Beginn unseres Gesprächs stellt Jiri Ehrenberger, Sportdirektor des ERC Ingolstadt auf meine Nachfrage fest, dass er und seine Familie sich in Ingolstadt sehr wohl fühlen... Eigentlich sollte er ja erst zu Beginn der neuen Saison nach Ingolstadt kommen, aber die schwierige Lage beim ERCI erforderte seinen Dienstantritt schon im Februar, wobei Jiri darauf hinweist, dass Landshut, wo er ja Trainer und Sportdirektor war, mitgeholfen hat. „Ein seltener Schaden, wo kein Nutzen dabei ist.“ So konnte er die damals eher unvorstellbare Erringung des Meistertitels miterleben, die Mannschaft und das Umfeld kennenlernen und die Weichen für die jetzige Saison stellen. Dass Erfolgscoach Larry Huras (viermal die Französische und dreimal die Schweizer Meisterschaft gewonnen) erstmals in die DEL, beziehungsweise gerade nach Ingolstadt geholt worden ist und dazu noch Co-Trainer Emanuel Viveiros (immerhin auch schon Teamchef der Österreichischen Nationalmannschaft), war schon ein auch in Fachkreisen bestaunter Coup. Und dass als Torwarttrainer das Idol Peppi Heiß und als Fitnesstrainerin Maritta Becker (Teilnehmerin an 10 Welt- und Europameisterschaften sowie drei Olympischen Spielen, zuletzt als Spielerin für den ERCI in Sotchi) gewonnen werden konnte, kann man schon als kleine Sensation bezeichnen. Zu den neuen, jungen Spielern stellt Jiri öffentlich fest: „Die lernen schnell…!“ Auf meine Frage nach dem Saisonziel bleibt er eher bescheiden: „Das Traumziel ist die direkte play-off Teilnahme.“ Er weist in diesem Zusammenhang auf die absolut enge Situation und Leistungsdichte zwischen den ersten sechs Mannschaften hin und auf die Gefahr von Verletzungen, die ja den ERCI heuer schon hart getroffen haben. Dennoch könne man mit der Tabellensituation sehr zufrieden sein und nach der „Galavorstellung“ des 6:0 gegen Nürnberg herrscht auch bei den Medien nahezu Euphorie. „Es gibt keinen Druck, die freie Lizenzstelle schnellstmöglich zu besetzen – Marktbeobachtung ja – Schnellschuss nein.“ Schon bemerkenswert, als Originalzitate eines erfahrenen Eishockeyfachmannes folgende Sätze in einem lockeren Interview mitschreiben zu können: „Den jungen Leuten muss man die Hand geben und ihnen Vertrauen entgegenbringen.“ (Das sagte er im Hinblick auf Neuverpflichtungen) und in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Probleme: „Sport, vor allem Vereinssport ist der beste Weg für das gute Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft. Vereinsleben schafft mehr als manche sozialpolitische Unterweisung. Sport verlangt Respekt.“ Ehrenberger setzt auf die getroffenen Entscheidungen der Zusammenarbeit von Profi- und Amateursport und sieht z.B. in dem von der GmbH angestellten hauptamtlichen Jugendtrainer und Nachwuchskoordinator Petr Bares einen wichtigen Impuls für die Zukunft. Bei der Gelegenheit muss natürlich erwähnt werden, dass im Nachwuchsbereich mit Thomas Gayerhoss, Richard Neubauer, Franz Köstner, Terry Campbell und Markus Hätinen auch noch andere frühere Spieler bzw. Trainer tätig sind. Der ERCI ist inzwischen gut aufgestellt, wenn es um den eigenen Nachwuchs geht. Hätinens Sohn Liam spielt zum Beispiel in der ERCI Schülermannschaft, die vorige Saison in die Bundesliga aufgestiegen ist und aktuell den zweiten Tabellenplatz einnimmt – sensationell (immerhin Augsburg und vorige Woche Mannheim auswärts besiegt!).

Saison 2014/2015 – von links Torwarttrainer Joseph Heiß, Sportdirektor Jiri Ehrenberger, Co-Trainer Emanuel Viveiros / Foto: Bösl

Auch die anderen sechs Nachwuchsmannschaften sind richtig erfolgreich. Alle sind in den höchsten bayerischen Ligen vertreten. Und nun kommt ja noch eine Neuerung hinzu, die wohl deutschlandweit einmalig ist: Der FC 04 (Fußball) und der ERC Ingolstadt (Eishockey) betreiben sportartübergreifend gemeinsam ein Nachwuchsleistungszentrum im Audi Sportpark. Petr Bares ist voller Vorfreude auf die Aussichten, „wenn wir die Jungs in unsere Teams integriert haben“. Schön, dass sich das Schulzentrum Südwest und die Ingolstädter Agentur für Arbeit mit für die Ausbildung und Beratung engagieren. Wie mir gesagt wurde, sind u. a. zwei junge Finnen nach Ingolstadt gekommen, um unter professionellen Bedingungen ihr Talent fördern zu lassen. Zusätzlich kooperiert der ERC zur Stärkung der eigenen Jugend mit Landshut und Regensburg. Last but not least: Die Frauen des ERCI und FC 04 haben auch eine einzigartige Kooperation geschaffen und einen gemeinsamen FanSchal mit dem Motto „Tradition verbindet“ für einen guten Zweck entwickelt – nämlich: Jugendlichen zu helfen, die wegen einer Behinderung keinen aktiven Sport treiben können. Ein optimistischer Blick nach vorne ist durchaus angebracht, zumal der ERCI mit seinen kreativen Fans aus der ganzen Region – man denke an die großartige Choreographie beim Jubiläumsspiel – super Unterstützung erlebt. Allerdings muss auch die Infrastruktur mitwachsen. „Eine weitere Eislauffläche ist unabdingbar, zumal ja die Saturn-Arena wegen Veranstaltungen oft nicht zur Verfügung steht.“ Werner Froschmaier, der Abteilungsleiter Eishockey sieht jetzt schon große Probleme wegen mangelnder Eiszeiten, denn neben den Profis gibt es 9 (!) Mannschaften plus die Eiskunstlauf- und Eistanzabteilung sowie die Stockschützen, die ihre Eiszeit sowieso mit vielen Moarschaften anderer Vereine teilen. Als einer, der aus Erfahrung weiß, dass mangelnde Trainingszeit auch Talente verlieren lässt, appelliere ich an die Verantwortlichen, rasch zu handeln, um eine Weiterentwicklung des Eissports zu ermöglichen. Auf dass der Wunsch des früheren Oberbürgermeisters Peter Schnell erfüllt werden kann, der in seinem Grußwort zum 20-jährigen Bestehen schrieb: „Ich wünsche dem ERCI auch für die Zukunft viel sportlichen Erfolg und hoffe, dass er weiterhin Ingolstadts Namen im Eissport hochhält.“ (Text: M. Schuhmann)

48



FOTO: St. Bösl

50

Das WIR gewinnt und bekommt einen Fanshop in der Ingolstädter Innenstadt

Aktuell belegt die Profimannschaft des FC Ingolstadt den 1. Platz der zweiten Bundesliga. Ein Erfolg, der ohne den Rückhalt und die Unterstützung der leidenschaftlichen Anhänger nicht möglich wäre. Zuletzt feuerten über 9.000 Fans die Schanzer beim 1:0-Sieg gegen Heidenheim an. „Wir sind stolz, dass immer mehr Fans aus der Region uns auch im Stadion unterstützen“, machte Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem Spiel deutlich. „Ein ums andere Mal haben wir gemerkt, wie gut es uns tut, den Support von außen zu haben. Gewonnene Einwürfe und geblockte Bälle werden wie Tore gefeiert. Das ist unglaublich, die Stimmung begeistert uns und wir genießen diese Situation.“

SCHANZER HISSEN LANDKREISFAHNEN


51

Seine regionale Verbundenheit unterstreicht der FC Ingolstadt künftig mit dem Hissen der Landkreisflaggen von Ingolstadt, Pfaffenhofen, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Donau-Ries und Kelheim. Franz Spitzauer, Geschäftsführer Finanzen und Marketing: „Wir spüren in den letzten Monaten immer mehr den Rückhalt der Menschen aus der Region. Und darauf sind wir stolz. Gemeinsam können wir hier etwas Einzigartiges schaffen. Wir wollen mit der Region weiter wachsen und das WIR-Gefühl vorantreiben.“ Das Hissen der Flagge symbolisiert: Der Audi Sportpark als Fußballstadion der Schanzer wird immer mehr zur Begegnungsstätte des Sports für alle Fußballfans der Region. Und damit zur Festung der Schanzer. Die „Regionalität“ ist als eine von vier Säulen im Leitbild verankert. Marketingleiter Thorsten Brieger: „Die Atmosphäre im Stadion hat sich in der letzten Zeit überaus positiv entwickelt. Die Fans auf der Südtribüne haben es durch ihren andauernden Support geschafft, die Stimmung auch auf die Gegengerade und den Rest des Stadions zu übertragen. Auch außerhalb des Stadions wollen wir noch näher an den Fans dran sein. Deshalb eröffnen wir am 15.11. einen Fanshop im Herzen von Ingolstadt. Weitere Aktionen für die Region sind bereits in Planung.“

Der 12. Mann 52 Fanstories und 52 Fußball-Cartoons, außenrum ein Deckel aus Fußballrasen, und fertig war das Buch „DER 12. MANN“. Vorab riefen die Macher (die Agentur 2und50) zum Autorenwettbewerb, der mit der beeindruckenden Resonanz von 737 Beiträgen überraschte. Alles dabei: Geschichten und Gedichte, Erlebtes, Ausgedachtes und Geträumtes, Lustiges, Schräges, Mitreißendes und Anrührendes. Viel Lesestoff für die Jury, die neben je einem Vertreter des jeweiligen Vereins aus absolutem Fußballsachverstand bestand: Fredi Bobič (Vorstand Sport des VfB Stuttgart, ehemaliger Nationalspieler), Axel Kruse (Fußballexperte Sky Sport News HD, ehemaliger Bundesligaspieler), Theo Weiss (erster Fanbeauftragter der Welt) und Frank Willmann (Schriftsteller, Autor diverser Fußballbücher, Fußballkolumnist (Der Tagesspiegel, 11 Freunde), Spieler der Autoren-Nationalmannschaft). Für den FC Ingolstadt 04 wurde der knappe, aber „zuschnappende“ Beitrag von Melanie Arzenheimer (espresso Mediengruppe) „Elf Meter“ abgedruckt.

Erschienen im Verlag SPIELMACHER, 19 Euro • Weitere Informationen und Bestellung unter www.2und50.com


COD: 9091 52

DESIGNER: RICHARD SAPPER

DesignKLASSIKER WASSERKESSEL VON ALESSI Der Wasserkocher 9091 ist einer der ersten Design-Wasserkocher von Alessi und stand am Anfang einer auch für viele andere Küchenartikelhersteller erfolgreichen Serie von Wasserkocher-Projekten. Das zentrale Element dieses Objekts ist die Flöte aus Kupfer in den Tonlagen „e“ und „h“, aus der beim Austreten des Dampfes eine nette kleine Melodie ertönt. Designer Richard Sapper wollte das unangenehme Pfeifen herkömmlicher Wasserkocher vermeiden und hat mit dieser Lösung rein poetischer Natur wohl das erste Alessi-Objekt für mehrere Sinne geschaffen.

RICHARD SAPPER (* 30. MAI 1932 IN MÜNCHEN) IST EIN IN MAILAND, ITALIEN, LEBENDER DEUTSCHER INDUSTRIEDESIGNER. ER GILT ALS EINER DER WICHTIGSTEN DESIGNER SEINER GENERATION. SEINE PRODUKTE ZEICHNEN SICH DURCH DIE KOMBINATION VON TECHNISCHER INNOVATION UND FORMKLARHEIT AUS UND ENTHALTEN OFT EIN ELEMENT VON HUMOR UND ÜBERRASCHUNG. SAPPER BEGANN SEINE KARRIERE ALS DESIGNER IN DER STYLING-ABTEILUNG VON MERCEDES-BENZ UND IST MIT ZAHLREICHEN INTERNATIONALEN AUSZEICHNUNGEN GEEHRT WORDEN, UNTER ANDEREM ERHIELT ER ZEHN MAL DEN RENOMMIERTEN COMPASSO D‘ORO UND DEN LUCKY STRIKE AWARD DER RAYMOND LOEWY FOUNDATION. SEINE PRODUKTE SIND IN DEN PERMANENTEN SAMMLUNGEN

VIELER

MUSEEN

WELTWEIT VERTRETEN, INKLUSIVE DES MUSEUM

OF

MODERN

ART

(MOMA) IN NEW YORK UND

DES

LONDONER

VICTORIA AND ALBERT MUSEUM.

BESUCHEN SIE UNSEREN WEIHNACHTSMARKT Erhard Brandl GmbH & Co. KG

am Freitag, 21.11 & Samstag 22.11.2014, von 9:00 – 18:00 Uhr. An diesen beiden Tagen wollen wir auch den Gewinn des Passion Star 2014 mit Ihnen feiern und halten daher für jeden Kunden eine kleine süße Überraschung bereit. Erhard Brandl GmbH & Co. KG · Eichstätter Straße 16 · 85117 Eitensheim Telefon: 08458/3913-0 · www.brandl-eitensheim.de

2014

Auszeichnung für Leidenschaft durch Perfektion

PASSION STAR



CANDLE-LIGHT-SHOPPING IN INGOLSTADTS WOHNIDEENHAUS

Durch die liebevoll weihnachtlich dekorierte Verkaufssaustellung bei Schuster Home Company schlenderten Ende Oktober viele interessierte Stamm- und Neukunden und suchten beim illustren Candle-Light-Shopping neue Anregungen für ihr Heim. Bei Kerzenlicht erwarteten die Gäste kleine Gaumenfreuden, anspruchsvolle Kochvorführungen und die neusten Trends für die Weihnachtsdekoration. Das CandleLight-Shopping krönte das 10-jährige Jubiläum von Schuster Home Company. Kulinarische Highlights: Vollmundige Weine von Weinschmecker, süße Kunstwerke von Mundgerecht, einzigartige Miniaturlebkuchen und andere Unikate von Bäckerei Erhard und herzhafte Vielfalt, vorgeführt von Klaus Dichtl (Firma NEFF, Deutschlands Einbaugeräte-Spezialist und traditioneller Pionier der Hausgerätebranche). Schuster Home Company, das Wohnideenhaus in Ingolstadt, präsentiert auf über 3.500 Quadratmetern die neusten Einrichtungs- und Küchentrends.

54


55

ACCESSOIRES & ZUBEHÖR NEUER ONLINE-SHOP DER HW GRUPPE INGOLSTADT. Fans der Marken BMW und MINI erhalten im neuen Online-Shop der Hofmann & Wittmann Gruppe alles rund um die Premiumfahrzeuge: von „A“ wie Accessoires bis hin zu „Z“ wie Zubehör. Stöbern Sie einfach in den verschieden Kategorien und bestellen Sie bequem von zu Hause oder unterwegs mit Smartphone oder Tablet. „Immer mehr Einkäufe werden online getätigt. Diesem Trend möchten wir uns nicht verschließen und haben daher den neuen Online-Shop www.hofmann-shop24.de auf die Beine gestellt. So können unsere Kunden alle Artikel, von denen wir viele auch in unseren Autohäusern anbieten, bequem daheim anschauen und bestellen“, erklärt Walter Hofmann, Geschäftsführer Hofmann & Wittmann Gruppe. Im Online-Shop finden sich nur Original-Artikel von BMW und MINI. Das Shop-Team im Hintergrund arbeitet mit Hochdruck daran, dass Bestellungen meist am nächsten Werktag in den Versand gehen. Dies ist durch die große Lagerkapazität zu bewerkstelligen, da wir viele Original BMW und MINI Artikel vor Ort zur Verfügung stehen. Besondere Aufmerksamkeit verdient das regelmäßig wechselnde Angebot des Monats – Schnäppchen, die im Preis-Leistungsverhältnis einfach unschlagbar sind. Der Oktober steht beispielsweise noch unter dem Motto „Lichtstark in der dunklen Jahreszeit“, denn die Tage werden wieder kürzer und Nebel und Niederschlag verschlechtern die Sicht. Einwandfreie Lichtlösungen gibt es mit BMW Chrom Lampen oder sogar BMW Halogenlampen im Zweier-Set. Darüber hinaus gibt es im Online-Shop hochwertige Pflegeprodukte für das Interieur und Exterieur der Fahrzeuge, wie Glas- oder Polsterreiniger, die speziell auf die Bedürfnisse Ihres BMWs oder MINIs abgestimmt sind. Das umfangreiche BMW und MINI Zubehör, das im Shop angeboten wird, bietet maximalen Komfort, sieht gut aus und unterstreicht den Charakter des Fahrzeugs. Besonders gefragt in der nasskalten Jahreszeit sind zum Beispiel die Allwetter Fußmatten für die unterschiedlichen Modelle. Wer schon jetzt ein Geschenk zu Weihnachten für einen BMW oder MINI Fan sucht, der wird im Hofmann-Shop24 unter Lifestyle & Accessoires fündig. Unterteilt in die verschiedenen Kollektionen finden sich hier nicht nur attraktive Modehighlights wie Shirts oder Caps, sondern auch edle Uhren, hochwertige Geldbörsen oder coole Schlüsselanhänger und Handyhüllen. Auch die kleinsten Markenfans kommen nicht zu kurz: Für Kinder gibt es Rutschautos im Design der echten Fahrzeuge und Fahrräder – am besten einfach mal reinschauen unter www.hofmann-shop24.de!


Fit in den Winter

DEN PERFEKTEN AUSGLEICH ZWISCHEN WINTERSCHLAF UND MUSKELERHALT FINDEN!

WIR STÄRKEN IHNEN DEN RÜCKEN!

Endlich sind sie da, die kurzen Tage und langen Nächte! Sich in eine Kuscheldecke einmummeln, die weltbesten Ingolstädter Lebkuchen knabbern, ein Glas Tee oder ein Glas Wein genießen, ein Buch in die Hand nehmen oder in Gedanken den Sommer Revue passieren lassen. Es tut einfach gut, einen Gang zurückzuschalten. Mit den ersten kühlen Herbstnächten verändern wir auch unsere Schlafgewohnheiten. Die leichte Sommerdecke wird gegen eine warme Winterdecke ausgetauscht, der Rückenschläfer entwickelt sich eher zum Seitenschläfer (die Wärme am Körper halten) und falls möglich, stellt Mann/Frau seine Ruhestätte auf weich und warm ein. Gerne bleiben wir auch noch ein bißchen länger in der warmen Höhle liegen... es ist ja eh schon oder noch dunkel draußen! Oft tauchen aber in solchen Übergangsphasen ganz plötzlich und scheinbar aus heiterem Himmel Probleme mit dem Schlafsystem auf. Folge: unruhiger Schlaf, zu heißes oder kaltes Bettklima, lästige Rückenschmerzen! So, wie wir unserem geliebten Auto schicke Winterreifen, Frostschutzmittel und frosttauglichen Sprit verpassen, so sollten wir auch unserer Schlafstatt ein „Wintertuning“ gönnen. Wann haben Sie zuletzt Ihre Matratze oder Ihr Kopfkissen ausgetauscht? Die schwitzige Daunendecke durch eine angenehm leichte und trotzdem wärmende Naturhaardecke ersetzt? Im Naturschlaf Zentrum bei Ridder2 ist jetzt die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes günstig! Den ganzen November hindurch gibt es Sonderangebote für Matratzen, Lattenroste, Naturhaardecken und Kopfkissen. Vereinbaren Sie mit den (Winter-)Schlafprofis von Ridder2 einen Testplatz-Termin und machen Sie Ihr Bett winterfest! Aber es ist genauso an der Zeit, Ihren Körper winterfest zu machen. Durch das nasskalte Wetter nimmt in der Regel die Lust auf sportliche Aktivität ab. Und die verführerischen Einladungen zum Abendessen verlocken zusätzlich, im wohlig Warmen zu bleiben. Schnell hat sich ein kleiner Winterspeck angesetzt, noch schneller macht die Muskulatur bei Bewegungsarmut schlapp. Adieu, du Bikinioder Badehosenfigur (ciao bis nächstes Jahr!). Das muss aber nicht sein! Stärken Sie Ihren Körper, um gut und kraftvoll durch den Winter zu kommen. Zwei bis drei Mal in der Woche eine halbe Stunde Krafttraining stärkt den Körper und die Seele! KIESERTraining ist dabei der ideale Trainingspartner. Dabei wird das Trainingsprogramm auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Spezielle Ski- oder Snowboardprogramme helfen, die Lust am Wintersport zu steigern und die Verletzungsgefahr zu senken. Ziel des Trainings ist es, den Körper zu stärken und dauerhaft stark zu halten. Genau das, was wir in den langen Wintermonaten dringend brauchen... Starten Sie jetzt und profitieren Sie von unserer Herbstaktion gleich doppelt. Jetzt 3 Monate lang 50% sparen und langfristig Körper, Geist und Seele fit halten. Schenken Sie sich Zeit für sich selbst! Ihr Körper dankt es Ihnen mit einem ganz neuen Lebensgefühl.

56



Uns fehlt es an nichts – außer an kräftiger Muskulatur Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigen eine starke Entwicklung von Übergewicht. Viel gefährlicher als Übergewicht ist aber zu wenig Bewegung. Bewegungsmangel führt auch ohne zuviel Speck auf den Rippen zu erhöhten Blutfetten, zu Störungen der Blutzuckerregulation sowie zu Gelenksarthrosen und Bandscheibenproblemen. Wenn Muskeln nicht mehr richtig gebraucht werden, werden sie schmächtig und verletzungsanfällig, die Muskelkraft nimmt massiv ab. Wenn die Muskeln nicht mehr stark sind, dann können sie auch die Wirbelsäule nicht mehr aufrichten oder stützen und es entstehen Bandscheibenprobleme. Wenn die Muskeln zu schwach sind, um den Gelenkkopf exakt im Zentrum der Gelenkpfanne zu halten, droht den Gelenken Arthrose, Knochen werden spröde, das Herz wird träge und faul und letztendlich krank. Der Gesundheitstag bei Kieser Training Ingolstadt zeigte, wie Sie sich mit wenig Zeitaufwand gesund und fit halten können. Ohne Schnickschnack gibt es hier hocheffizientes Training. Am Gesundheitstag demonstrierte Herr Christoph Oechsner das Training an der neuen Beckenbodenmaschine – hier kann jeder seinen Beckenboden effektiv kräftigen. Ob Sie nach einer Schwangerschaft oder operativ bedingt Ihren Beckenboden stärken sollen, hier werden

Sie von einem kompetenten, ausgebildeten Team sowie einer Trainingsmaschine unterstützt, die nach Ihren Bedürfnissen den Widerstand anpasst. Am Gesundheitstag gab es viele interessante Vorträge, von „Beckenbodentraining“ über „Anti-Aging“ sowie „Gesundheit – ein Stück Lebensqualität“ – es war für jeden etwas dabei. Darüber hinaus konnte sich jeder Besucher informieren, Fragen stellen und sich mit Kaffee verwöhnen lassen.

Starten Sie jetzt Ihre Muskelmotoren! Mühelos und ganz ohne sich abzuplagen geht es nicht immer. Wo ist das anders im Leben, wenn Sie Erfolg haben möchten? Wenn es manchmal mühselig wird und wenn die Zeit nirgends hinreicht, sind ökonomische, kurzdauernde Trainingseinheiten empfehlenswert – durchdacht organisiert und effizient absolviert. Bereits nach kurzer Zeit wird die Wirkung spürbar werden und als Konsequenz des Erfolges lässt auch die Freude nicht auf sich warten. Ein besonderes Highlight war die Verlosung eines 3-Monatsabo an alle, die sich an diesem Tag für mehr Gesundheit entschieden haben. Außerdem beeindruckten die vielen Gesundheitsaspekte, die Kieser Training zu bieten hat. So ist Kieser Training zwar auf das Notwendige reduziert – hier erlebt dennoch jeder, wie gut sich der Körper nach dem Training anfühlt und dies ganz ohne zusätzliche Wellnessanwendung. Sie haben einen entscheidenden Vorteil von einem konsequenten langfristigen Training: Training bedeutet Steigerung und Erhalt der Leistungsfähigkeit mit unterschiedlichen auf den einzelnen zugeschnittenen Gewichten und Intervallen. Wenn Sie das Training konsequent durchführen und Ihre Muskulatur erhalten, haben Sie eine gute Chance, gesund, aufrecht und weitgehend ohne Pflegebedürftigkeit ins Alter zu gehen und gesund zu bleiben. Schon im Jahr 1907 sagte J. P. Müller, einer der Vordenker des gezielten Krafttrainings: „Wer keine Zeit hat, seinen Körper zu üben, hat früher oder später Zeit, krank zu sein.“



Re dakt ion Te chnik : G e org A p p e l

I D E E N , DIE AUCH SIE BEGEISTERN WERDEN! DAS 3D SELFIE – Eine ungewöhnliche Idee aus Bayern verdient unsere volle Aufmerksamkeit. Ob Stahl, Gips, Kunststoff, Holz, Bronze, Silber oder auch Gold. Fast alle Materialien lassen sich drucken. In München kann man ein Rundum-Selfie von sich selbst machen lassen, das im 3D-Drucker dann z.B. zu einer Gipsfigur wird – ganz real, nur eben kleiner. Sie vereinbaren einfach einen Termin zum Scan mit „youlittle“, dann werden Sie mittels modernster MultiKamera-Technik aus 112 Blickwinkeln gescannt und in ein dreidimensionales digitales Modell verwandelt. Dies geschieht in Sekundenschnelle und ist gesundheitstechnisch vollkommen unbedenklich. Das Objekt wird während des Prozesses automatisch eingefärbt, gehärtet und anschließend mit Infiltrat nachbehandelt. Das Ergebnis ist eine lebensechte Figur im Miniaturformat von bis zu 35 Zentimetern Höhe (999 Euro). Spätestens nach 4 Wochen ist das kleine Ebenbild fertig und kann versandt oder auch abgeholt werden.

Details unter www.youlittle.com


61

SMARTHOME PRODUKTE – Diese sogenannten Smarthome Produkte eröffnen den mobilen Zugang zur Steuerung fast aller im eigenen Haus vorhandenen Geräte. Zusätzlich können auch Überwachungsgeräte (Bewegungs-, Rauch- oder Wassermelder), Einbruchsdetektoren oder Raumtemperaturregler am Heizkörper angeschlossen werden. Jede Komponente wird über ein zentrales Steuerungselement verwaltet und kann dann auch von unterwegs aus gesteuert oder abgefragt werden. Überwachungsmeldungen, z. B. vom Rauch- oder Wassermelder, werden auch mobil verfügbar gemacht und erscheinen auf der Smartphone App – eben Smarthome. Wen dieses sehr umfangreiche Thema näher interessiert, dem empfehle ich einen Besuch im gerade umgebauten Saturn-Markt im Westpark. Dort findet man nicht nur diesbezügliche Angebote der Telekom, die mit den Produkten des Herstellers QIVICON punktet, sondern auch eine Vielzahl von Beispielen anderer Hersteller.

LEBENSMITTEL DRUCKEN. Nur so eine Idee: Der 3D-Drucker für molekulare Lebensmittel! Oben legt der Nutzer eine Kapselverpackung mit kleinsten Partikeln ins Gerät ein, dann drückt er Start und der 3D-Drucker baut auf dem Teller Schicht um Schicht z. B. ein Dessert auf. Das Konzept für den sogenannten „Moléculaire“ entwarf der Kölner Design-Student Nico Kläber im Rahmen des Designwettbewerbs „Electrolux Design Lab“ bereits 2009 und war damals davon überzeugt, dass seine Idee gar nicht so unrealistisch sei. Leider gibt es das Produkt bis heute nur als Konzept.


62

DAS KABELLOSE LADEGERÄT – Einfacher geht es kaum. Sie legen Ihr Smartphone auf die Ablage und schon wird es geladen, funktioniert durch Induktion. Hierfür musste früher das Smartphone in eine Schutzhülle aus Gummi gekleidet werden, diese Schutzhülle entielt die Ladetechnik. Das „PowerPad“ gab es nur im GEAR4-Online-Shop für stolze 80 Englische Pfund zu haben. Inzwischen heißen noch innovativere Produkte „QiPack“ oder „LuguLak“ und unterstützen iPhone 6, 5S, 4S, Google Nexus, Galaxy S5, S4 oder Lumia 920, 820 Smartphones. Interessant dabei ist, dass diese Geräte meist über Amazon in Canada, den USA oder andere Shops zu haben sind. Der Preis liegt bei ca. 150 US$. Sie sollten aber in jedem Fall Zeit einplanen, um sich im Internet zum für Sie passenden Produkt schlau zu machen – es lohnt sich! Infos z. B. auf www.qipack.co

RUNTASTIC FÜR DEN SPORTBEGEISTERTEN – Training kann so einfach sein. Ab jetzt steht Ihrem Sportvergnügen auch in technischer Hinsicht nichts mehr im Wege! Mit dem Fitness Equipment von Runtastic zeichnen Sie Ihre Trainingserfolge auf, synchronisieren die Daten über Ihr iPhone und, wenn Sie möchten, vergleichen Sie Ihre Fortschritte in der OnlineCommunity mit Gleichgesinnten. Von der Bluetooth Personenwaage, über Halterungen für Ihr iPhone, bis hin zur Herzfrequenzkontrolle – die innovativen Produkte von Runtastic heben Ihr Training auf den nächsten Level! Infos unter www.runtastic.com

DIE TASTENBILDSCHIRME – Eine Entwicklung aus dem russischen Labor „Art. Lebedev Studio“, die man inzwischen sogar in der 2. Generation kaufen kann. Es handelt sich um eine Computertastatur, auf deren Tasten kleinste OLED-Bildschirme die hinterlegte Funktion der Taste anzeigen. Die Symbole können am PC beliebig gestaltet werden und haben damit die volle Vielfalt, der auf einem OLED-Bildschirm darstellbaren Symbole, Grafiken, Bilder, Ziffern und mehr. Je nach Anwendung kann die Belegung des Tastaturbildes wechseln, also eine Tastatur, die sich an jede Anwendung, an jede Applikation dynamisch anpasst. Die Idee ist nicht mehr ganz neu und man setzt auf die aktuell verfügbaren neuen Fähigkeiten von Bauteilen – allerdings zu einem sehr teuren Preis. „Optimus Popularis“, so der Produktname, kostet 1500 US$. Infos unter www.artlebedev.com

PERSONALISIERBARES LADEGERÄT im Kreditkarten-Format – morgens noch den Akku voll aufgeladen und trotzdem am Nachmittag keinen Saft mehr? Hilfe naht! Nur 40 Gramm wiegt die ultradünne 1500 mAh Credit Card Charger Backup-Batterie und macht ihrem Namen alle Ehre. Die Höhe misst tatsächlich nur 8 mm, somit passt der portable Akku in jeden Geldbeutel und ist ab sofort immer griffbereit. Mit dem mitgelieferten Micro-USB-Kabel lässt sich der Akku an jedem Laptop oder PC aufladen – ein stylischer Begleiter für unterwegs, der Ihrem Smartphone jederzeit neues Leben einhaucht. Informationen dazu unter www.design-3000.de

KITCHENAID – Für den Mann in der Küche. Der moderne Mann findet sich ja immer öfter auch in der Küche wieder. Er kocht gerne und ausgiebig für Partner und Freunde, auch gerne aufwendig und am liebsten mit KitchenAid – Technik für jede Art von größerem oder auch kleinerem Küchengerät in robuster, funktioneller, aber auch durchaus stylischer Aufmachung. Ein Fachgeschäft verspricht Hilfe bei der Qual der Wahl, denn hier findet „Mann“ dann auch Beratung und den notwendigen Service. Aber bitte, meinen Herren, Küchenhilfen eignen sich, zumindest aus meiner Sicht, nicht unbedingt als Geschenk für die Frau. Da findet sich sicherlich noch etwas wesentlich Ansprechenderes!


.11. 2 2 : t i m e i S n r Feie mart Händler b e i I h re m s

>> Ein neuer Maßstab mal zwei. Es ist so weit: Die neuen smart fortwo und smart forfour treten an, die Stadt zu erobern. In den gewohnt kompakten Maßen, aber voller neuer Ideen. Feiern Sie mit uns die Autopremiere des Jahres – am 22.11. bei Ihrem smart center Ingolstadt. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Partner vor Ort: Peter Praunsmändtl GmbH & Co. KG smart center Ingolstadt smart Verkauf, Schillerstraße 33, 85055 Ingolstadt Tel. 08 41.50 4-300, Fax 08 41.50 4-309 www.ingolstadt.smart-center.com smart – eine Marke der Daimler AG Die Verbrauchswerte sind vorläufig und beziehen sich auf die zur Verkaufsfreigabe (17.11.2014) verfügbaren Motoren (45 kW, 52 kW, 66 kW). Kraftstoffverbrauch: 5,8–4,8 l/100 km (innerorts), 4,0–3,7 l/100 km (außerorts), 4,7–4,1 l/100 km (kombiniert), CO 2-Emissionen (kombiniert): 108–93 g/km. Anbieter: Peter Praunsmändtl GmbH & Co. KG, Goethestraße 14, 85055 Ingolstadt


64

INNOVATIONSOFFENSIVE BEI SATURN Der Elektrofachhändler zeigt, was Multichannel heute kann und interpretiert Kundenservice neu

WAS IST NEU? Der Saturn in Ingolstadt wurde komplett neu gestaltet. Neben Fußböden in veränderter Optik wurde auch das Lichtkonzept überarbeitet. Die gesamte Beleuchtung ist auf umweltfreundliche LEDs umgestellt worden, die die Produkte punktuell betonen können und nicht mehr einfach nur die Fläche und den Raum ausleuchten. Neu konzipiert wurde auch der komplette Eingangsbereich. Wo früher eine ganze Batterie an Kassen den Blick verstellte, finden Kunden heute im Entree die neuesten Trendprodukte, rechts eine Lounge-Ecke und die Info-Theke, an der man seine Online-Bestellung abholen, via Tablets im Internet surfen und die kostenlosen Lademöglichkeiten für Mobiltelefone nutzen kann. Mit einem Zeitmanagementsystem werden hier auch die Wartezeiten reduziert und organisiert. Wer sich an dem Terminal anmeldet, bekommt den nächsten Beratungstermin zugewiesen. Wer möchte, kann sich auch direkt per SMS über sein Mobiltelefon informieren lassen, sobald ein Service-Mitarbeiter frei ist,

und die Zwischenzeit nutzen, um im Markt zu stöbern. In den einzelnen Abteilungen sind Tablets installiert, die im Sinne einer virtuellen Regalverlängerung den Zugriff auf das komplette Online-Angebot ermöglichen, beziehungsweise Produktmerkmale digital vergleichbar machen. Zusätzlich gibt es im Markt mehrere große Terminals, an denen die Kunden ihr Wunschprodukt auf saturn.de suchen, anschließend mit ihrem Smartphone über einen QR-Code einscannen und den Einkauf mobil abschließen können. Herzstück des modernisierten Marktes ist die so genannte „Vernetzte Welt“. Hier zeigt Saturn das komplette Mobilfunk- und Tablet-Sortiment sowie Zubehör. Außerdem werden hier smarte Trendprodukte wie Wearables oder Appcessories vorführbereit ausgestellt. Zu entdecken gibt es neben Sofort-Reparatur von Smartphones unter anderem den 3D-Drucker für individualisierte Handy- und Tablet-Schutzhüllen. Das Highlight vor dem Markt ist natürlich die neue 24-Stunden-Ab-

W E S T P A R K 7 |  8 5 0 5 7 I N G O L S T A D T |   T E L . 0 8   4 1 / 4 9   1 5 - 0


Was heißt da eigentlich Multichannel? EIN KOMMENTAR VON STEFFI KÜRTEN Pressekonferenz im neuen Saturn Mark in Ingolstadt, der nach einer sechsmonatigen Umbaumaßnahme einfach nur begeistert. Nachdem der smarte Tech-Nick als Werbeträger schon längst in meinem Kopf angekommen ist und mir Begriffe wie „Multichannel“ und „digitalisierte Welt“ auch in anderen Zusammenhängen immer wieder begegnen, fühlte ich mich gewappnet. In einem Vorab-Gespräch mit Markt-Geschäftsführer Carsten Geilert während des Umbaus hatte ich noch nicht ganz verstanden, in welche Epoche wir gerade im Begriff sind aufzubrechen. Ich konnte es nicht fühlen, hatte keine passenden Bilder dazu. Multichannel? Man hat halt einfach einen Online-Shop, kann die Kun-den aber auch stationär beraten und ihnen Produkte an die Hand geben. Für jemanden wie mich, der kein Smartphone besitzt, sind natürlich Apps und irgendwelche Codes zum Einscannen witzlos. Einen Flachbild-TV gibt es erst, wenn die „Röhre“ den Geist aufgegeben hat, die Kamera funktioniert, bei Großgeräten gönne ich mir nichts außer einer möglichst langen Garantie. Und warum bin ich denn dann zwei Stunden mit großen Augen durch den Saturn gelaufen? Warum galoppieren meine holstation. Saturn-Mitarbeiter hinterlegen das Produkt dort nach Ladenschluss in einem Fach. Wer seine Bestellung nicht innerhalb der Öffnungszeiten abgeholt hat, wird per SMS oder E-Mail informiert und erhält einen individuellen Code, mit dem er das Fach öffnen kann. Gibt ein Kunde seine Bestellung bis 19.30 Uhr auf, kann er sie bei Verfügbarkeit der Ware noch am selben Tag bzw. in der Nacht abholen – völlig unabhängig davon, wann der Saturn-Markt öffnet oder schließt.

WEITERE PLUSPUNKTE:  Der neue Saturn in Ingolstadt hat den

einzigen Apple-Shop der Stadt.  In der Küchenwelt können Kunden via Live-Chat

mit einem Küchenplanungs-Experten ihre individuelle Küche online planen und bestellen.  Die Beautywelt ist in einem eigenen Design gestaltet und fasst entsprechende Produkte für die vorwiegend weibliche Zielgruppe zusammen.  Die interaktive Video-Wand mit Verlinkung auf den Saturn-Onlineshop, gesteuert per Gestensteuerung.  Kostenlose E-Tankstelle für Elektroautos und Drive-In an der Rückseite des Gebäudes.

Geschäftsführender Gesellschafter und Ideengeber für den frischen Wind bei SATURN in Ingolstadt: CARSTEN GEILERT mit der kaufmännischen Geschäftsführerin GERTRAUD HASLAUER

Gedanken jetzt durch die Gegend? Carsten Geilert hat Recht, die Welt verändert sich gerade wieder massiv und ich stehe mittendrin, obwohl ich ganz klar nicht mehr zur Generation „Multichannel“ gehöre. Während sich Erwachsene oft ziemlich dämlich mit den verschiedenen Fernbedienungen anstellen, die auf dem Wohnzimmertisch liegen, nimmt die Generation Multichannel die Dinger in die Hand, drückt hier und dann da und macht Mutti den Smart-Fernseher an. Bingo! Ich denke an die alte Dame, die völlig verzweifelt vor dem Fahrkartenautomaten stand – lange her. Sie wollte eigentlich am Schalter ein Ticket lösen, aber den gab es nicht mehr. Die Telefonzelle, von der aus sie ihren Sohn zur Hilfe hätte rufen können, auch nicht. Heute bestellt man seine Fahrkarten per Mouseklick und die No-Internet-Generation wird irgendwann ganz ausgestorben sein, mit ihr möglicherweise die Fahrkartenautomaten. Vielleicht auch Bargeld, man zahlt überall mit Plastikkarten oder gleich mit dem Smartphone – gibt es heute schon. Saturn arbeitet gerade an völlig abgefahrenen Systemen, die sich so fremd anhören, dass sie wohl wahr werden. Wer sich beispielsweise die neue Saturn-App herunterlädt, kann schon bald via Handykamera den neuen Prospekt „einlesen“. Im Foto erscheint ein Balken mit Preis und dem Zeichen „Warenkorb“. Zack, rein damit und auf „kaufen“ drücken. Wenn ich möchte, kann ich über mein Smartphone mit der ganzen vernetzten Saturn-Welt kommunizieren. Ich werde möglicherweise persönlich begrüßt, wenn ich den Markt betrete und mein Handy könnte mir dann auch sagen, in welchem Regal ich genau die Angebote finde, die für mich interessant sind…


Sehenswerte Blu-ray Neuerscheinungen der letzten Wochen: A MILLION WAYS TO DIE IN THE WEST: Der Schafzüch-

Sunset Overdrive Open-World-Spiele sind seit Jahren sehr beliebt, weil man als Spieler große Freiheit in der erfundenen Welt genießt. Auch im neuen Exklusivtitel Sunset Overdrive auf der Xbox One hat man sehr viele Möglichkeiten und kann sich wie der Held im Erdbeerfeld fühlen. Die EnergydrinkZombies sprießen hier nämlich auch wie kleine, schmackhafte Früchtchen aus dem Boden… Sunset Overdrive ist herrlich abgedreht und unrealistisch. Das Spiel schafft es sogar, Saint Row 3 und 4 zu übertrumpfen, was Spaß und Unterhaltung angehen. Auch in Sachen Action gibt es kaum ein Spiel aus diesem Bereich, welches so viel vom Spieler fordert. Hüpfen, an der Wand laufen, Waffen wechseln, Gegner dezimieren, Style sammeln und grinden, und das in einem Zug – da kommt man leicht ins Schwitzen. Dafür ist die Steuerung aber hervorragend umgesetzt und mit ein wenig Übung schafft man auch die schwierigsten Herausforderungen. Tipp: Werft auch einen Blick in den sehr witzigen Mehrspielermodus. Unser Fazit: 9 von 10 Punkten Sunset Overdrive erschien am 30.10.2014 exklusiv für die XBOX One

ter Albert ist ein Feigling mit losem Mundwerk und somit für die Bewohner der Wild-West Stadt „Old Stump” ein unverbesserlicher Außenseiter. Er lehnt gewalttätige Auseinandersetzungen ab und hat noch nie einen Colt abgefeuert. Auch seine enttäuschte Freundin ist längst in die Arme eines weniger ängstlichen Cowboys geflüchtet. Doch eines Tages kommt eine bildschöne Fremde, Anna, in die Stadt und weckt in Albert tief verborgene Lebensgeister – vor allem aber jenen Mut, ohne den man sich dem Kugelhagel und sonstigem Wahnsinn auf der Meile zwischen Sheriffsbüro und Saloon niemals aussetzen sollte...

SHARKNADO 2: Heiliger Hai! Sie sind wieder da! Ein Jahr nach den Ereignissen des weltweit ersten „Sharknados” sitzt Fin Shepard, der Held aus L.A., zusammen mit seiner Frau April im Flugzeug nach New York. Doch statt eines entspannten Ausflugs in Fins Heimatstadt, geht von Anfang an alles schief: Das Flugzeug wird von Haien attackiert, die der armen April gleich mal die Hand abbeißen. Und auch New York ist kurz davor im Chaos zu versinken. Gleich drei Sharknados rasen auf Manhattan zu und bringen tonnenweise Killerhaie mit sich! Einmal mehr liegt es nun an Fin, den Tag zu retten und New York vor der Katastrophe zu bewahren. EDGE OF TOMORROW: Major Bill Cage verfügt über keinerlei Kampferfahrung, als er ohne Vorwarnung zu einem Einsatz abgerufen wird, den man nur als Selbstmordkommando bezeichnen kann. Cage wird innerhalb weniger Minuten getötet, landet aber unbegreiflicherweise in einer Zeitschleife, die ihn dazu verdammt, dasselbe grausige Gefecht ständig aufs Neue zu durchleben.

SEX-UP YOUR MAN: Marty und Paul sind witzig, erfolgreich und verheiratet. Doch so gern sie ihre Ehefrauen auch haben, in puncto Leidenschaft ist das Eheleben über die Jahre hinweg ganz schön eingerostet. Hilfe muss her. Da kommt ihnen ihr Freund Mike gerade recht. Der ausgewachsene Playboy weiß, was Frauen wollen und bietet Marty und Paul an, ihnen zu zeigen, wie sie wieder Feuer in ihre eingeschlafenen Beziehungen bringen können…

66


67

Disney infinity 2.0 Welcher Erwachsene fand Disney Infinity damals nicht süß? Aber sind wir ehrlich, uns Männern fehlte doch etwas der Kick. Jetzt betreten die Superhelden endlich die Bühne und es darf geschossen, geprügelt und durch New York geflogen werden... Auch wenn die Figuren immer noch etwas comicartig aussehen, geht es im zweiten Teil wesentlich mehr zur Sache. Natürlich ist das Spielprinzip immer noch das Gleiche, aber die zahlreichen deutschen Original-Synchronstimmen sorgen für die richtige Atmosphäre. Außerdem ist es schon verdammt cool, mit Iron Man in seiner Rüstung durch die Hochhäuser zu düsen oder auf der Freiheitsstatue zu stehen und dann die gesamte New Yorker Skyline bewundern zu können. Das neue Fähigkeitensystem für die Charaktere bringt endlich einen Sinn in das Leveln der einzelnen Charaktere und die Wiederverwendbarkeit von zahlreichen Figuren und Münzen aus dem ersten Teil bringt Spielspaß. Leider gibt es immer noch kein Online-Koop, sodass hier nur die Option Splitscreen bleibt. Nicht schön, ist die Reduzierung auf ein einziges Playset im Starterpaket. Die beiden als Ersatz gelieferten Toybox-Spiele sind zwar amüsant, aber nicht erfüllend. Es bleibt der unangenehme Beigeschmack einer DLC-Strategie. Insgesamt gesehen ist Disney Infinity 2.0 dank seiner Superhelden aber trotzdem nun ein vollwertiger Spaß für Groß und Klein. Unser Fazit: 8 von 10 Punkten Disney Infinity 2.0 erschien am 18.09.2014 für XBOX One, XBOX 360, Playstation 4, Playstation 3 und Nintendo Wii

Skylanders Trap Team Alle Jahre wieder kommt Kaos aus seinem Loch und macht es den Skylandern und den Fans aus aller Welt schwer. Dieses Jahr kann der Spieler nicht nur viele neue Figuren, sondern auch Fallen kaufen, in denen besiegte Bösewichte eingesperrt und anschließend gespielt werden können. Ob das neue und mittlerweile vierte Konzept von Activision aufgeht? Eines schon mal vorweg, auch der vierte Teil zieht den Spieler in den Bann und kann leicht spielsüchtig machen. Die Geldbörse wird erneut bis auf den letzten Cent geschröpft, aber das tut dem Spaßfaktor keinen Abbruch – kurzum, der Verkaufsstart war wieder ein großer Erfolg! Wer die anderen drei Teile gespielt hat, kommt an Trap Team definitiv nicht vorbei, alleine schon wegen diverser Neuerungen. Aber es soll ja wirklich noch Menschen auf unserem Planeten geben, an denen der Hype der Sammelfiguren in Kombination mit einem Videospiel gänzlich vorbeigegangen ist. Neu an Trap Team sind, wie der Name schon sagt, die Fallen. Pro Level können Zwischen- und Endgegner nach dem Sieg in eine Falle eingesaugt werden (die Ghostbusters lassen grüssen), insofern der Spieler die Falle zum dazugehörigen Element besitzt. Insgesamt gibt es 38 verschiedene Gegner (darunter auch altbekannte wie Kaos oder den Chompy-Magier), welche in die Fallen verbannt werden können. Insgesamt gesehen ist der vierte Teil von Skylanders wieder einmal ein verdammt gutes Spiel geworden. Die Level sind abwechslungsreich gestaltet worden, die Grafik ist sehr bunt und ansehnlich, der Sound ist überragend und die Figuren sehen wieder sehr schön aus – was will man als Fan denn mehr? Unser Fazit: 8 von 10 Punkten Skylanders Trap Team erschien am 18.9.14 für XBOX One, XBOX 360, Playstation 4, Playstation 3 und Nintendo Wii


68

PRIVATER SPENDENAUFRUF Eine Familie aus der Region bittet um Unterstützung Wir wenden uns heute mit einer großen persönlichen Bitte an die Leser der CITICON! Wir sind Eltern von drei Kindern, 17, 14 und 5 Jahre, unser 14-jähriger Sohn Jeremy ist schwerstbehindert und seit einem Jahr auf einen Rollstuhl angewiesen. Unser jetziges Familienauto wird es wohl nicht mehr durch den Tüv schaffen und der Rolli passt auch nur mit viel Fantasie hinein. Derzeit sind wir finanziell nicht in der Lage, uns ein behindertengerechtes Fahrzeug zuzulegen. Ein Ingolstädter Autohaus hat uns bereits 30 Prozent Rabatt auf ein behindertengerechtes Auto eingeräumt. Die Gesamtsumme übersteigt unser Budget aber deutlich! Unser Jeremy wurde am 20. November 1999 geboren. Nach einer problemlosen Schwangerschaft, in der es immer hieß, es wäre alles in Ordnung, kam Jerry mit dem Down Syndrom und mehreren sehr schweren Herzfehlern zur Welt. Leider konnte nicht alles dauerhaft korrigiert werden. Die Fehlstellung der Beine, beziehungsweise beide Knie müssten eigentlich dringend operiert werden, was aber wegen der Herzfehler zurzeit nicht möglich ist. Er bleibt auf den Rollstuhl angewiesen. Auch seine Schlafstörung – Jerry schläft täglich nicht länger als 3 bis 4 Stunden – kann wegen der Herzerkrankung nicht mit Medikamentengabe reguliert werden, hinzu kommt ein Weglaufsyndrom. Er braucht rund um die Uhr Betreuung. Wir machen viele Therapien mit Jerry, die ihm helfen und sein Leben erleichtern. Die ersten sichtbaren Erfolge gaben uns wieder Mut, die Behandlungen konsequent durchzuziehen. Einen guten Teil der Therapiekosten muss man selber übernehmen, sie werden nicht von der Krankenkasse gezahlt. So oder so muss Jerry aber zu allen Therapeuten oder Ärzten mit dem Auto gefahren werden, was momentan eben ohne finanzielle Unterstützung schon sehr bald gar nicht mehr möglich sein wird.

ANMERKUNG DER REDAKTION: Es ist nicht leicht, um Hilfe zu bitten, aber wir haben das Anliegen geprüft und uns für eine Veröffentlichung entschieden! Hier das Spendenkonto: ICH-International children help e. V. Zweck: Spende Auto Jeremy Durnas • Bank: Sparkasse Schaumburg • IBAN: DE39 2555 1480 0470 0519 88 • SWIFTBIC: NOLADE21SHG (Einzahlungsbelege bis 200 Euro kann man beim Finanzamt vorlegen, ab 200 Euro erhält man auf Wunsch eine Spendenquittung.)


69

SPIELEREZENSION von Matthias Palmer

Raumstation Theseus „Ein unwirtlicher Ort, an den wir da uns begeben haben. Tonnen kalten Stahls trennen uns vom Universum. Beeindruckend, wie sich eine Station verändert, wenn sie verlassen ist. Verdammt eng hier! Ich habe das Gefühl, die Wände kommen auf uns zu, wollen uns erdrücken. Aber was hätten wir machen sollen?! Eine führerlose Station in die Tiefen des Alls treiben lassen? Nein, sie wird uns noch ihren wahren Wert offenbaren, wir wären ja schön... Was war das? Habt ihr...? Da ist doch jemand! Was...? Verdammt!“ Raumstation Theseus ist ein kampfbetontes Strategiespiel, in dem jeder Spieler als eine von vier verschiedenen Fraktionen die Station in ihre Hände bekommen möchte. So läuft man im Kreis und betritt nacheinander die Räume der verschiedenen Sektoren. Dort muss oder kann man eine dem jeweiligen Raum zugewiesene Aktion durchführen. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass man einen Kampf gegen Gegner auslöst oder eine beliebige Aktion eines anderen Raumes blockiert. Anschließend darf man eine eigene Karte in einen beliebigen Sektor legen. Wann immer ein Spieler fortan einen Raum eines Sektors mit eigenen Karten betritt, kann er weitere Aktionen durchführen. Diese verschaffen dem Spieler Vorteile oder sind direkt gegen Gegner gerichtet. Richtig pfiffig an dem Spiel ist, dass es asymmetrische Bedingungen liefert. Jede Fraktion hat eigene Fähigkeiten und Siegbedingungen. Daher ist es immer wichtig, nicht nur den eigenen Erfolg sondern auch den

 FÜR 2-4 RAUMFAHRER AB 10, PEGASUS SPIELE Fortschritt der Gegner im Blick zu halten. Die Regeln des Spiels sind schnell klar, doch sind die Abläufe zunächst fremd. Man spielt erst einmal los, ohne wirklich zu wissen, was zu tun ist. Das stellt zwar zunächst eine Hürde dar, die lässt sich aber im wahrsten Sinne spielend überwinden. Raumstation Theseus hebt sich erfrischend vom Einheitsbrei ab und funktioniert blendend als ein taktisches Duell für zwei, macht aber auch mit bis zu vier Spielern Spaß und ist ein richtig geniales Teamspiel. Unbedingt ausprobieren!


KARRIEREBERATUNG DER BUNDESWEHR AUF DER JOBTOTAL 2014 IN INGOLSTADT

KARRIERE MIT ZUKUNFT „Wir wenden uns mit der Messe aber auch an Arbeits- und Ausbildungssuchende, Wiedereinsteiger, Fort- und Weiterbildungswillige sowie an alle am Geschehen Interessierten. Wenn nicht jetzt für mehr Fachkräfte sorgen, wann dann?“, erklärt Organisator Sven Neuenfeldt die Bedeutung der Messe. Jobmessen nutzen Firmen und potentielle Arbeitgeber, um Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte für die nahe Zukunft zu finden und natürlich, um erste Kontakte zu knüpfen. Mit der JOBtotal am 14. Oktober in der Saturn-Arena bot die Agentur für Arbeit Ingolstadt bereits zum dritten Mal eine Messeplattform, die den Besuchern jede Menge Berufs- und Karrieremöglichkeiten aufzeigt. Mit insgesamt knapp 100 Arbeitgebern von A wie AUDI bis Z wie verschiedene Zeitarbeitsfirmen präsentierten sich die größten Arbeitgeber der Region, darunter auch die Karriereberatung der Bundeswehr. Fragen über Fragen gingen am Stand 50 über den Tresen: „Kann ich mit meinem Schulabschluss Feldwebel werden? Was sind Teilstreitkräfte? Habe ich die Möglichkeit, in meinem erlernten Beruf eingesetzt zu werden?“ Als erste Orientierung gilt: Voraussetzung für eine Einstellung in die Bundeswehr ist die deutsche Staatsbürgerschaft. Für die Laufbahn der Mannschaften die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht, und für die anderen Laufbahnen besser Mittlere Reife oder eine Berufsausbildung. Hochmoderne Streitkräfte benötigen gut ausgebildete Spezialisten. In der Laufbahn der Unteroffiziere wird unterschieden zwischen der Fachunteroffizier- und der Feldwebellaufbahn. Der Fachunteroffizier ist äquivalent zum Gesellen, währenddessen der Feldwebel der Meisterebene entspricht. Ein vorhandener Berufsabschluss, der für die vorgesehene militärische Verwendung verwertbar ist, bedeutet für geeignete Bewerberinnen und

70

Bewerber den Einstieg in die militärische Laufbahn mit einem höheren Dienstgrad und damit mit einer besseren Eingangsbesoldung. Wer keinen geeigneten Beruf mitbringt, kann im Rahmen einer Ausbildung einen Beruf bei der Bundeswehr erlernen. Das Angebot ist dabei sehr vielschichtig und umfasst zurzeit ca. 60 Berufe. Diese werden ständig um neue, qualitativ hochwertige Berufsbilder wie z. B. IT-System-Elektroniker/in erweitert. Für Absolventen mit allgemeiner und fachgebundener Hochschulreife bietet die Offizierslaufbahn interessante und vielfältige Karrierechancen.

DAS UNTERNEHMEN BUNDESWEHR: DIE AUFGABEN DER BUNDESWEHR WACHSEN INTERNATIONAL. DABEI IST DIE BUNDESWEHR EINER DER GRÖSSTEN ARBEITGEBER DEUTSCHLANDS UND MIT IHREN ZIVILEN UND MILITÄRISCHEN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN DEUTSCHLANDWEIT IN VIELEN GEMEINDEN STATIONIERT. Die Bundeswehr ist dabei sicher kein Arbeitgeber wie jeder andere. Sie bietet ihren Soldatinnen und Soldaten ebenso wie ihren zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vielfältige Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung, erwartet von ihren Angehörigen aber auch Engagement und Initiative.

 KONTAKT: Weitergehende Informationsmöglichkeiten findet man zum einen im Internet unter www.bundeswehr-karriere.de und zum anderen bei der Karriereberatung Ingolstadt unter Telefon 0841/88660-6800.



72

S

ervus, was mir gerade so durch den Kopf geht: Der „Goldene Oktober“ ist rum! Irgendwie ist das „Gold“ an mir vorbeigerutscht, und nun haben wir den nebligen November. All die „Totengedenktage“ und nasskaltes Wetter. Also, Ofen oder Kamin an, gemütlich in eine Decke gewickelt, Zeit zum Lesen und Nachdenken. Der November ist der Monat, in dem viele Autofahrer wieder mit dem Licht in Konflikt geraten. Jedes Jahr das Gleiche, aber bitte, ich erkläre es gerne, ist eigentlich sehr einfach: Wer ein Auto in „Tarnfarbe“ fährt, z. B. Grau, Silber etc., macht das Abblendlicht FRÜH an. Dann sieht zwar ER nicht besser, wird aber von den anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen! Die Nebelschlussleuchte darf NUR bei Sichtweiten von unter 50 Metern angeschaltet werden (das ist die Entfernung bis zum nächsten „Leuchtmännchen“ am Fahrbahnrand!). Alles andere blendet ganz unangenehm! 2014. Was für ein Jahr neigt sich da dem Ende zu! Privat ereignisreich für jeden, den ich kenne, und aufregend in der gesamtpolitischen Lage. Ukraine und die Krim. Handelsembargo gegen Russland. Und dann Kobane, die Stadt, die in der Welt vor dem IS Angriff niemand kannte. Gibt es die eigentlich noch? Viel ist sicher nicht übrig geblieben. Herr Erdogan hat sich, mit Hilfe des Terrors, eines Teiles seines Kurdenproblems entledigt. Die Rolle der Türkei in diesem Drama finde ich beschämend! Aber, um der Wahrheit die Ehre zu geben, der Rest der Welt hat sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Die Vereinten Nationen haben hier genauso kläglich versagt wie in Srebrenica, Uganda, dem Sudan und wer weiß, wo sonst nicht noch alles in den vergangenen 60 Jahren. Die Weltgemeinschaft lernt nichts dazu. Und wir? Lernen wir dazu? Durch den IS Terror hat die Welt schätzungsweise 10 Millionen Flüchtlinge zu betreuen. Ein großer Teil davon kommt auch bis zu uns durch, nach Europa und natürlich auch nach Deutschland und Bayern, Ingolstadt. Was machen wir mit denen? Wie gehen wir damit um, oder besser, wie behandeln wir diese Menschen? Unstrittig ist doch wohl, dass DIESE Flüchtlinge keine „billigen“ Wirtschaftsflüchtlinge sind. Viele sind sehr wohl gut gebildet, beziehungsweise ausgebildet – Sie wissen schon, was ich damit sagen möchte! Erschreckend fand ich die Bilder und Berichte von Menschen, die im Freien übernachten mussten, weil es keine Schlafplätze in geschlossenen Räumen für sie gab. Mit diesem Ansturm konnte vielleicht niemand rechnen, aber peinlich fand ich es doch. Kein schnell aufgebautes Zelt der Bundeswehr oder des THW oder des BRK war da zu organisieren? Gehört nach meinem Empfinden auch unter die Überschrift „Katastrophenschutz“ und müsste von dort aus geregelt werde. Ich wette, DAS war wieder ein Problem der Zuständigkeit. Das THW darf wahrscheinlich keine Zeltstangen anfassen, die der Bundeswehr gehören und die Malteser sind nicht versichert, wenn sie dem BRK helfen, und ein Feldbett vom Angelclub darf auf dem Gelände einer Kaserne nicht aufgestellt werden, wenn die Gemeinde nicht ein Zufahrtsrecht genehmigt hat und der spendende Anglerclub sich, notariell beglaubigt, bereit erklärt, die Arztkosten zu übernehmen, falls ein Flüchtling sich an dem Bett den Finger klemmt.


73

In der letzten Oktoberwoche hab´ ich im Autoradio SWR 3 Nachrichten gehört und eine Meldung hat mich fast von der Straße geschossen. Irgendwo im Saarland oder in Rheinland Pfalz haben Menschen im Freien schlafen müssen. OBWOHL Wohncontainer vor dem entsprechenden Gelände standen, sind die Kinder am Morgen völlig unterkühlt aufgewacht! Warum im Freien und nicht im Wohncontainer? BRANDSCHUTZVORSCHRIFTEN! Ist das irre! Setzt in jeden Container einen von der freiwilligen Feuerwehr mit einem Handlöscher und holt die Menschen aus der Kälte! Rauchen und Kerzenschein lässt sich in so einem Riesenteil gut kontrollieren! Frech und unüberlegt erscheint mir auch der Beitrag eines Münchner Politikers. Er griff die, seiner Meinung nach zögerliche, Staatsregierung mit der Begründung an, dass nach dem zweiten Weltkrieg in Bayern und Deutschland ja auch Millionen Flüchtlinge (Vertriebene) aufgenommen und untergebracht worden konnten! Das ist richtig. Nur unter welchen Umständen? Damals war klar, es handelt sich um Deutsche, die kein Asylverfahren oder Ähnliches zu absolvieren hatten. Die durften vom ersten Tag an bei jedem Bauern, der sie einstellte, arbeiten! Wenn jemand in München sagte, er habe Verwandtschaft in Hamburg oder Dortmund, durfte er da SOFORT hin und war bei der Verwandtschaft untergebracht. Auch gerne mal Eltern mit 4 Kindern in einem Zimmer unter dem Dach. Das Plumpsklo war auf dem Hof und warmes Wasser wurde im Topf erhitzt. Jeder Platz im Heu oder Stroh, jede Kammer im Stall wurde genutzt UND WAR FÜR DEN MOMENT GUT GENUG! Wie sieht das heute aus? Die Kriegsflüchtlinge haben einen anderen Hintergrund. Kulturell, sprachlich und religiös. DAS ist schon mal ein Riesenproblem. Es wird für alles ein Dolmetscher gebraucht. Zur Verpflegung: 1945 wurde gegessen, was da war! Heute drehen doch alle völlig am Rad und es muss auf die persönlichen Belange und Bedürfnisse eingegangen werden. Rind, Lamm und Huhn dürfen nicht auf den gleichen Grill wie die Bratwürstchen. Bei Kinderspielzeug muss darauf geachtet werden, dass Gefühle nicht verletzt werden. Erinnern sie sich? Lego hat 2013 den Bausatz des Palastes von Jabba the Hutt, einem berüchtigten Schurken vom Wüstenplaneten Tatooine, bekannt aus den „Star Wars“-Kultfilmen von George Lucas, aus dem Programm genommen. Wegen des runden Kuppeldachs könnte der Palast für eine Moschee gehalten werden. In Eichstädt hat die Katholische Kirche ein altes Schulgebäude für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. SUPER! Das ist gelebte Nächstenliebe. Aber ich möchte wetten, da ist erst mal ein besorgter Würdenträger durchgegangen und hat geschaut, ob nicht noch irgendwo ein „verletzendes“ Kreuz hängt oder gar ein Rosenkranz rumliegt. Ob das den Flüchtlingen in ihrer Situation nicht doch egal ist und wir wieder zu einem etwas normaleren GEBEN UND NEHMEN, BITTEN UND DANKEN zurück finden sollten?

Wir als Gemeinschaft sind in der Pflicht zu helfen! Wir müssen dafür sorgen, dass niemand friert oder hungert. Wir müssen uns um die Gesundheit der Menschen und um die Bildung der Kinder kümmern! JAAAA!!!! Wir müssen ABER auch darüber nachdenken, WIE! Kritik ist wichtig und richtig, aber sie muss wohl überlegt sein und nicht einfach nur polemisches „Haudrauf“ praktizieren.

Denk mal darüber nach!


Manuela Klemz Mein Hundehotel

74

im Hundezentrum Reichertshofen Stockau 12 • 85084 Reichertshofen Tel. (0 84 53) 33 46 34 • Fax (0 84 53) 33 46 92 post@hundezentrum-reichertshofen.de www.hundezentrum-reichertshofen.de

+ + + Neu: Unser Online-Shop unter www.mein-hundehotel-shop.de

+++

WENN DER HUND SO GAR NICHT HÖRT... Kürzlich hatten wir wieder einmal einen komplett tauben Hund zu Gast im Hundehotel. Durch unsere Gruppenhaltung muss ich immer besonders sorgfältig abwägen, ob ich es verantworten kann, einen Hund mit körperlichen Einschränkungen bei uns aufzunehmen: Schließlich geht es in der Natur auch nicht immer ganz „politically correct“ zu und schwache Tiere laufen Gefahr, ausgestoßen oder gemobbt zu werden. Obwohl taube Hunde beispielsweise das Bellen oder Knurren eines Artgenossen nicht hören und dadurch Reaktionen ausbleiben, die vom anderen Hund erwartet werden, konnte ich bisher solche Tiere problemlos in die Gruppe integrieren. Oft sind ja andere Sinne dafür umso deutlicher ausgeprägt und die akustischen Eindrücke werden anderweitig kompensiert. Hier gibt es aber natürlich große Unterschiede, es spielt eine Rolle, seit wann und warum Hunde taub sind. Wie schon die anderen gehörlosen Hunde hat mich auch der eingangs erwähnte Pensionsgast wieder ganz besonders berührt: Eine grundlegend fröhliche Dalmatiner-Mix-Dame, sehr interessiert an Menschen und anderen Hunden, sehr lebhaft, mit dem lustigen Tippel-Gang. Wie gesagt, sehr lebhaft, und damit übertraf sie teilweise auch die Kondition ihrer Mitbewohner. Wenn sie aber schlief, dann so tief, wie ich es bisher nur bei tauben Hunden beobachten konnte. Ich habe mich schon oft gefragt, ob von Geburt an taube Hunde ihre Behinderung überhaupt als solche empfinden? Meine Freundin und Trainerkollegin Isabella hat dazu eine ganz klare Meinung: „Handicapped? Pah! Maximal anderweitig begabt!“ Sie muss es wissen, schließlich sind zwei ihrer drei eigenen Hunde gehörlos. Für sie gibt es keinen vernünftigen Grund, warum ein hörbehinderter Hund kein normales und glückliches Leben führen oder kein toller Begleiter sein könnte – wobei sie auch für hörbehinderte Hunde Erziehung unerlässlich findet. Wichtig sei nur, dass die Methoden passen. Oft wird die Taubheit eines Hundes zunächst gar nicht erkannt, und nach der Diagnose sind die Halter erst einmal geschockt bis verzweifelt. Tiere mit weißem Fell sollen öfter von Taubheit betroffen sein, bei bestimmten Hunderassen tritt Gehörlosigkeit gehäuft auf. Zu den am häufigsten betroffenen Rassen gehören Dalmatiner, Australian Shepherd und Jack Russell Terrier. Es ist anzumerken, dass gerade die Dalmatiner-Clubs ihrer züchterischen Verantwortung nachkommen und versuchen, die Vererbung einzudämmen. Vor allem wird hier das Phänomen nicht totgeschwiegen. Salopp gesagt ist eine Hörbehinderung beim Hund kein Beinbruch und schon gar kein Grund, von einem solchen Tier Abstand zu nehmen. Allerdings wird mir immer ganz mulmig, wenn ich mir vorstelle, wie viele hörbehinderte Hunde wohl mit harten Erziehungsversuchen traktiert werden, weil ihre Behinderung nicht erkannt wird und der Zweibeiner (oder auch sachunkundige Trainer) meint, dass der Hund „doch endlich mal hören“ müsse. Ich kann für mich persönlich sagen, dass ich mit gehörlosen Hunden bisher ganz tolle Erfahrungen gemacht habe, die Verbindung zu ihnen immer als besonders intensiv erlebe und sie als eine große Bereicherung empfinde! Sollten Sie selbst einen hörbehinderten Hund besitzen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir über Ihre Erfahrungen berichten. Schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail an post@hundezentrum-reichertshofen.de!




Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Issuu converts static files into: digital portfolios, online yearbooks, online catalogs, digital photo albums and more. Sign up and create your flipbook.