Der gläserne Patient
Digitalisierung IT-Konzerne, Versicherer und Pharmariesen gieren nach Gesundheitsdaten. Im Gegenzug versprechen sie eine bessere Medizin, maßgeschneidert für jeden Einzelnen. Aber wie hoch ist der Preis, den die Menschen dafür zahlen?
Peter Ohnemus ist überzeugt: Es wird passieren, und zwar bald. Der 50-jährige Unternehmensgründer referiert Anfang November auf dem „Mobile Health“-Kongress in Washington Zahlen von McKinsey und Goldman Sachs. Weniger als fünf Prozent des Gesundheitssektors seien digital, sagt Ohnemus. Er wette, dass sich das in fünf bis sieben Jahren massiv verändern werde. „Dann wird der größte Gesundheitsanbieter eine Softwarefirma sein.“