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Einleitung
SONNE TANKEN Dieses Familienhaus erzeugt seinen Strom selbst mithilfe einer umweltfreundlichen PhotovoltaikAnlage. Danhaus
Eigenheim baldLuxus?
Vor angehenden Häuslebauern stehen aktuell viele Fragenzeichen, was die Zukunft ihres Hausbautraumes angeht. Eines davon betrifft die politische Förderung des privaten Eigenheims nach der Bundestagswahl im Herbst. Je nach Zusammensetzung der neuen Regierung ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte. Wir werfen daher einen Blick in die Wahlprogramme der Parteien für die Bundestagswahl 2021 und listen auf, was die Hausbauinteressenten erwartet.
Eine immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich, explodierende Bau-, Immobilien- und Grundstückspreise, Naturkatastrophen im eigenen Land, Pandemien, Rohstoffknappheit, Klimakrise – wer nicht auf sich Acht gibt, kann bei den aktuellen Problemen durchaus Weltschmerz bekommen. Zumindest muss man sich fragen, wie die künftige Regierung ihren Beitrag dazu leisten will, um dieser Probleme Herr zu werden. Wohnen und Leben, ein Dach über dem Kopf, ist dabei ein essenzielles Grundbedürfnis, das uns mit jeder Corona-Welle und jeder verheerenden Flut wieder deutlich bewusst wird. Doch während Löhne stagnieren, kostet Wohnen und Wohnraum erwerben seit Jahren immer mehr, sodass es heute sogar Bürgern mit mittlerem Einkommen in vielen Regionen verwehrt bleibt, in ihrer eigenen Heimat ein Zuhause zu erwerben. Dabei wird dies als Altersvorsorge immer interessanter: „Immerhin gehört mir dann im Alter mein Haus, aus dem mich niemand rauswerfen kann“, sagen viele Häuslebauer. Grundstücke aber sind rar und teuer, sogar in ländlichen, infrastrukturell schwachen Gegenden, die sich lediglich dadurch auszeichnen, dass sie in der Nähe eines Autobahnzubringers zur nächsten Großstadt liegen. Weil es oft nur dort einen interessanten Arbeitsplatz gibt, auch wenn dies über eine Stunde pendeln bedeutet, und (vor Corona) Home immer teurer, weil Unternehmen mit Immobilien spekulieren und den Preis künstlich in die Höhe treiben. Und da wir immer während Förderungen nur langsam angepasst werden. Um das Pariser Klimaabkommen erfüllen zu können, sind natür ressourcenschonenderes Bauen notwendig, ebenso wie der Ausbau erneuerbarer Energien. Dies muss aber sozialpolitisch sinnvoll umgesetzt werden, sodass die Last gerecht verteilt wird. Haben die Parteien hierfür einen Plan?
Wie geht es weiter?
Gleichzeitig treffen uns aktuell die Nachwehen der Coronawellen 2020 und 2021. Rohstoffe und Bauteile sind knapp, es kommt derzeit in allen Branchen zu Lieferverzögerungen. Gerade der Holzpreis – Holz, unerlässlich als Baustoff für klimagerechte Neubauten – ist immens angestiegen, da deutsches Holz von nordamerikanischen und chinesischen Firmen zu horrenden Preisen aufgekauft wird und es kaum Regelungen gibt, um deutsche Herstellerinteressen zu schützen. Welche Antwort
die Politik auf diese Schwierigkeiten geben will, schauen wir uns im Folgenden an. Wir fassen für Sie die baupolitisch interessantesten Aussagen der Parteien aus den aktuellen Wahlprogrammen zusammen. Den wesentlichen Unterschied macht darin vor allem die Auseinandersetzung mit dem steigenden Boden- und Kaufpreis aus. Während CDU und FDP vor allem auf attraktive Abschreibungsmodelle für Bauunternehmen setzen, streben SPD und Grüne eine gezielte staatliche Grund Preispolitik, um Personen vor unternehmerischer Spekulation zu schützen. Die Linke legt ihren Fokus gänzlich auf Mietverhältnisse. Beim Klimawandel, dem Ausbau erneuerbarer Ener weniger einig, dass Handeln notwendig ist, und unterscheiden sich vor allem im wie dies zu erreichen ist oder was dafür geschehen muss. Auch Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung steht bei allen Parteien auf der Agenda mit mehr oder weniger konkreten Ideen und Zielen. Wertvolles Holz als Baustoff und FDP. Auf www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme können Sie danach tiefer in die Materie einsteigen (es lohnt sich!) In unserem Finanzartikel ab Seite 40 erläutern wir Ihnen darüber hinaus die aktuellsten Änderungen bei der KfWFörderung. Doch bei allem Unmut lassen Sie uns hoffnungsvoll bleiben, denn noch ist nichts entschieden, es bleibt spannend. Damit Sie in all dem motiviert bleiben, sich Ihren Haustraum zu erfüllen, präsentieren wir Ihnen ab Seite 16 unsere Best of 2021: Diese Häuser haben uns in den vergangenen 12 Monaten
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EXPONENTIELL
Seit der Finanzkrise steigen die Häuserpreise unermüdlich und rasant an, ohne von Förderungen und steigenden Löhnen ausgeglichen zu werden – Allein seit 2015 um durchschnittlich zirka 38 Prozent. von sich überzeugt, sei es durch ihre familienfreundliche Ar miges Gesamtkonzept – mit diesen tollen Häusern machen Sie (sei)
Die Wahlprogramme
CDU/CSU
• Europäischen, preislich einheitlichen Emissionshandel etablieren, gezielte Entlastungen für die Bereiche Wohnen/Mobilität; Europäische Lösungen für das Erreichen der Ziele des • Ausbau erneuerbarer Energien (Energiemix); Photovoltaik weitung der Windkraft • Kreislaufwirtschaft fördern: Rohstoffe vermehrt im eigenen Land herstellen/durch Recycling gewinnen (Rohstoffsiche abfallarmer Produkte fördern • Digitalisierung von Planungsprozessen zur Beschleunigung • Neuer Wohnraum vorwiegend durch Bauprojekte, kein re • Förderung von Holz, Recyclingmaterial und heimischen Stoffen für Baubranche; Rohstoff Holz international schützen; • Unterstützung von Investitionen in barrierefreien und altersgerechten Umbau sowie Sanierungen (via KfW-Programme); Mieterstrom fördern • Einfamilienhaus: Erhöhung der KfW-Förderungen und kom für Familien, gestaffelt nach Kinderanzahl; Etablierung von Mietkaufmodellen für junge Menschen;
FDP
• Emissionshandel auf alle Sektoren ausweiten, Anreize schaffen für klimafreundlichere/innovative Unternehmen; Anpassen des Co2-Preises im Zuge neuer technologischer Entwicklungen; Hinarbeiten auf globale Lösung; Förderung von klimagerechten Projekten im Ausland • Etablierung von Stromspeichern als eigenständige Säule des tionen der Erneuerbare-Energien-Industrien; Energiewende renz • Europäisch vernetztes Gesamtsystem „Energieversorgung“ für Wärme/Kälte und Strom • Mehr Wohnraum durch mehr Bauprojekte, keine staatliche Intervention durch Mietendeckel oder Sanktionen gegen Preiswucher; Einrichtung eines Freibetrags bei der Grunder investoren am Ausnutzen dessen hindern
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WOHIN MIT DEM NETTOGEHALT?
Auch die seit Jahren deutlich steigenden Mieten und Nebenkosten sind ein Grund, warum sich viele dazu entscheiden, ihr hart verdientes Einkommen lieber ins Eigenheim zu investieren. Niedrige Bauzinsen locken nach wie vor.
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• Erhaltung/Förderung von Waldökosystemen und Mooren • Barrierearmes/altersgerechtes Wohnen und Bauen fördern • Kostenverursachende Bauvorschriften mittels unnötigen Posten schützen länderübergreifend vereinheitlichen Förderung für Aufstockungen, Dachausbau, etc. • Aufbau einer europäischen Kreislaufwirtschaft mit Blick auf Wiederverwertung • Erörterungsanspruch der Arbeitnehmer*innen auf mobiles Arbeiten
Bündnis 90/Die Grünen
• Stoff- und Energieverbrauch bei Herstellung, Betrieb und Recycling für alle Gebäude berücksichtigen (Gebäude- Ressourcen-Gesetz) • Holzbau fördern, Rohstoff Holz international schützen • Digitalisierung der Bauplanung • Nachverdichtung gegen Flächenverbrauch (kommunale Förderprogramme) • Strategische, öffentliche Bodenpolitik gegen Preiswucher: fonds); Erbpacht stellt Sozialwohnungen sicher • Wohneigentum erleichtern: Ma klercourtage von max. 2 % werbssteuer anpassen (Senkung für Privatkäufe, Erhöhung für Unternehmen) • Baustandards verankern: Neubau KfW 40, Bestandsgebäude • Kreislaufwirtschaft: gesetzliche Grundlage schaffen für Haltbarkeit, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Recyclebarkeit beitsplätzen in europäischer Reparatur- und Recycle-Indus brauchertransparenz) • Photovoltaik soll neuer Standard werden, Förderung im Bestand, z.B. durch Leasingmodelle und vereinfachte Mieter lardächer binnen 4 Jahren Anspruch auf Arbeitsplatz im Betrieb im Grundgesetz verankern; intelligente Steuergesetzgebung, 2 einbarkeit mit dem Abkommen gemessen werden; 2 2-Preis so entwickeln, dass die Ziele 2030 erreicht werden; Einnahmen aus dem nationalen 2-Preis gehen als Energiegeld an die Bürger pro Kopf zurück
SPD
• Öffentliche Hand als Bauherr von Straßen und Gebäuden soll ab 2030 ausschließlich klimaneutrale Baumaterialien beschaffen; Ausrichtung der öffentlichen Materialbeschaffung soll dadurch Innovationsimpulse setzen, die den Zielen eines sozial-ökologischen Wandels entsprechen (Innovation, Nachhaltigkeit) • Strategische, öffentliche Bodenpolitik gegen Preiswucher: stückseigentum (Bodenfonds) für gemeinwohlorientiertes nungsbau nur via Erbpacht; • Erleichterung des Erwerbs von Wohneigentum vor allem für junge Familien in angespannten Regionen über vereinfachten Erwerb von Genossenschaftsanteilen, Mietkaufmodelle, Programm „Jung-Kauft-Alt“ für Bestandsimmobilien (Ziel: 2 2-Preis (zu
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Investitionen und Modernisierungen motivieren); bis 2030 ausstatten • Absicht: Umbau zur Kreislaufwirtschaft, Abfall reduzieren; umweltfreundliche Produktionen gewährleisten • Erneuerbare Stromerzeugung (z.B. Photovoltaik) fördern und strategische Energiepartnerschaften aufbauen Einhaltung der Arbeitsschutzregeln mit Recht auf Nichterreichbarkeitszeiten; Mitbestimmungsrecht und Freiwilligkeit bei/zur mobilen Arbeit für Arbeitnehmer*innen
Die Linke
• Wohnungsknappheit und Preise: bundesweiter Mietendeckel, Wohnungen zurück in öffentliches Eigentum bringen, sozialen Wohnungsbau fördern, Immobilienwirtschaft gemeinnützig machen; einen klimaneutralen Gebäudebestand durch Sanierungspläne mit entsprechender Förderung erreichen • Neubau mindestens Passivhausstandard; Beseitigung von Hindernissen für ökologische Baumaterialien • Bodenpreise deckeln und Privatisierung öffentlicher Grund Immobilien unterbinden, Gewinne aus Immobilienverkäufen stärker besteuern • Sozial-ökologischer Um- und Wiederaufbau von Innenstädten und Dorfkernen zur Belebung auf dem Land mit entsprechender (digitaler) Infrastruktur rechte Projekte und Innovationen mit gleichzeitigem Aufbau einer energiesparenden, sozialen Infrastruktur; Investition in klimagerechte Entwicklungen im Globalen Süden Souveränität für Kleinbetreiber und Kommunen, Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze; Energiewende in öffentlicher, und Bürgerhand statt der von Großkonzernen Ressourcenverbrauch von Produkten, verbessertes Abfallsystem in öffentlicher Hand vertrag regeln; Arbeitsschutz und Pausen regelungen gelten auch hier • Klimaschutz als Erweiterung in die Grundrechte der
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