Sommer 2006
Mit Wettbewerb!
EggishornFreiZeitung Tourismus-Magazin der Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn – grösste Zeitung der Schweiz
Ausgabe SOMMER 2006
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JUBILÄUM 40 JAHRE LUFTSEILBAHNEN FIESCH-EGGISHORN
Eine Bahn prägt die Entwicklung der Region Die touristischen Wurzeln von Fiesch liegen im 19. Jahrhundert. 1856 baute der Fiescher Alexander Wellig am Herrenweg auf der Alpe ein Nobelhotel von späterem Weltruf, das Hotel Jungfrau, welches Bergpioniere wie Eduard Whymper beherbergte. Der Reiz dieses Gasthauses und des Eggishorns sowie die drohende Abwanderung ins Tal bewogen weitsichtige Initianten aus Fiesch in den 60er-Jahren zum Bau der Luftseilbahn Fiesch-Eggishorn.
Rund ums Eggishorn – die schönsten Wanderrouten
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Gleitschirmweltcup in Fiesch Letzte Seite
Dank und Gratulation gebührt den Bergbahnpionieren von Fiesch, die 1957 die Initiative zum Bau der Luftseilbahn aufs Eggishorn ergriffen haben.
Es waren nicht die Mitbürger, die das Vorhaben unterstützten, noch die Gegner des Projektes, welche die grösste Herausforderung darstellten; nein: Es waren die Leute, welche nichts tun wollten. Doch Pioniere haben die Eigenschaft, den einmal eingeschlagenen Weg zielstrebig vorwärts zu gehen. Dank dieser Hartnäckigkeit kam es am 26. Juli 1965 überhaupt zum Spatenstich. Die erste Sektion von Fiesch auf die Fiescheralp wurde ein knappes Jahr später am 2. Juli 1966 in einer feierlichen Zeremonie eingeweiht. Am 2. Juli 2006 wird die LFE somit 40 Jahre alt. Und das wollen wir diesen Sommer feiern.
Innenseite
Vernissage: «Vom Gletscher zum Meer»
Liebe Gäste
Viele schwierige Phasen waren zu meistern und scheinbar unlösbare Probleme mussten überwunden werden.
Innenseite
Klettern leicht gemacht – der neue Klettersteig
EDITORIAL
Der 1930 einsetzende Skiboom löste in den Alpen den Bau von vielen neuen Bahnen aus. So nahm die Corvigliabahn in St. Moritz 1930 speziell für die Skifahrer ihren Betrieb auf. Zwei Jahre später transportierte die über vier Kilometer lange Parsennbahn die ersten Skisportler. Mit Weitsicht und Pioniergeist 1957 gründeten sechzehn Initianten aus Fiesch, Mörel und Goldau ein Komitee mit dem Ziel, den berühmtesten Aussichtsberg des Oberwallis, das Eggishorn, mit einer Bahn für den Tourismus zu erschliessen. Ein für die damalige Zeit sehr ambitiöses Unterfangen. Eine Seilbahn sollte es sein, das wusste man. Wie gross oder wie klein die Bahn bzw. die Gondeln sein sollten, davon konnte man sich zu Beginn noch kein Bild machen. War die Bahn für die Initianten ein Zeichen des Fortschritts und der Möglichkeit, den Tourismus zu entwickeln, begegneten viele Mitbürger und Mitbürgerinnen dem Projekt mit Skepsis.
Chronologie des Bahnbaus Von der Gründung des Initiativ-Komitees 1957 bis zur Gründung der Bahngesellschaft dauerte es noch rund vier Jahre. Mit der konstituierenden Generalversammlung vom 27. April 1963 war es dann so weit, das Projekt kam allmählich ins Rollen. Noch war man sich nicht einig, wie gross die Bahn werden sollte bzw. wie viele Personen transportiert werden sollten. So äusserte sich an der Urversammlung für die Kreditsprechung ein Exponent etwas zurückhaltend, als er sagte, man solle, wenn’s nicht anders gehe, halt eine kleine Bahn bauen, so für 6 bis 8 Personen. Es wurde schlussendlich eine 20 Personen fassende Bahn gebaut. An der Generalversammlung vom 20. Februar 1965 konnte den anwesenden 65 Aktionären mitgeteilt werden, dass mit der Kreditgewährung der ASCOOP im Betrag von 1 Mio. Franken die Finanzierung gesichert war und mit dem Bau der ersten Sektion von Fiesch auf den Kühboden Stafel begonnen werden könne.
Am 26. Juli 1965, bei schönstem Sommerwetter, konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde am 2. Juli 1966 der Bahnbetrieb für die erste Sektion Fiesch – Kühboden Stafel aufgenommen. Noch am gleichen Tag wurden der Bau für die zweite Sektion aufs Eggishorn und der Bau eines Skiliftes auf Kühboden beschlossen. 1968 erfolgte der Weiterausbau der Bahn bis auf das Eggishorn. Finanzierung und Erfolg Mit einem Aktienkapital von 2,3 Mio. Franken erfolgte 1963 der Start zum Bau der Seilbahn und zu einem der wichtigsten Unternehmen im Goms. Waren ursprünglich nicht alle Talbewohner überzeugt, dass so ein Bauwerk nötig sei, sieht man dies heute nach vierzig Jahren erfolgreichen Betriebs natürlich ganz anders und ist froh, dass sich damals der Pioniergeist durchgesetzt hatte und touristischen Aufschwung in Fiesch und Umgebung erst ermöglichte.
Heute repräsentiert die ganze Anlage einen Wert von über 70 Mio. Franken. Die Bilanzsumme beträgt 18 Mio. Franken. Es wurde ein Umsatz von rund 7 Mio. Franken im Geschäftsjahr 2005/06 erzielt. Der Personalbestand umfasst 21 Festangestellte. Im Winter werden zusätzliche Personen für den Betrieb der Skiliftanlagen beschäftigt. Tourismus als Lebensnerv Die Bahn bescherte der Region den nötigen Aufschwung. Der Winter- und Sommertourismus konnte stark entwickelt werden. Zudem wurden neue Impulse an lokale Gewerbe vermittelt, insbesondere ans Baugewerbe. Chalets, Ferienhäuser und weitere Gaststätten schossen wie Pilze aus dem Boden. Heute verfügt Fiesch – dank der touristischen Anziehungskraft der Luftseilbahn – über ein gut entwickeltes und breitabgestütztes einheimisches Gewerbe, das weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Regionen liegt.
Nach dem Start des Jubiläumsjahres am 22. April 2006 mit Polo Hofer und Roots 66, welche an der Winter-EndParty auftraten, sind diesen Sommer weitere Jubiläums-Angebote geplant. Für alle Gäste der Busunternehmen, Geburtstagskinder mit Jahrgang 1966 und diejenigen, die am Tag ihrer Reise aufs Eggishorn Geburtstag haben, Tagesgäste und Einheimische, unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und selbstverständlich die Aktionäre am 22. Oktober an der GV – ist etwas dabei. Mehr als 40 Jahre ist es her, als die Fiescher Bergführer am Eggishorn sich im Bergsteigen übten. Dieses Übungsgelände bauen wir zusammen mit dem Bergsteigerzentrum Aletsch zum Klettersteig aus. Das Bergsteigen wird somit für alle möglich werden. Die Einweihung findet am 8.Juli 2006 statt. Nach dem Thema «Steine», «Bäume» und «Eis» hat sich der Fotograf Jörg Amsel mit dem Element Wasser befasst. Seine subtile Fotografie hat sich inzwischen auch in den USA herumgesprochen. Die Fotografien werden demnächst in einem Buch über das Wasser veröffentlicht und exklusiv auf dem Eggishorn ausgestellt. Vom «Gletscher zum Meer» haben wir die Ausstellung getauft. Heinz Imhasly Geschäftsführer Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG
JUNGFRAU-STAFETTE 2007
Die einzigartigste polysportive Stafette der Schweiz Die bereits zwischen 1931 und 1939 durchgeführte Jungfrau-Stafette lebt neu auf. Am 2. Juni 2007 fällt der Startschuss zu einem der ausgefallensten Wettkämpfe der Schweiz, der Jungfrau-Stafette, alt Bundesrat Adolf Ogi, UNO-Sonderbeauftragter für Sport, amtet als Schirmherr. In 13 Etappen von Zürich nach Zürich Wenn am 2. Juni 2007 das Zeichen zum Start gegeben wird, liegt vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine der ausgefallensten Wettkampfstrecken, die je lanciert wurden. Start in Zürich (Landesmuseum) – Jungfraujoch – Eggishorn – Sion – Lausanne und wieder zurück nach Zürich (Ziel: Landesmuseum). Dieses weltweit einzigartige, polysportive Rennen wird mit Eindecker-Flugzeugen bis Jahrgang 1950 und Doppeldeckern bis Jahrgang 1960, Motorrädern und Automobilen der Jahrgänge bis 1939 nach vorgeschriebenen Sollzeiten zurückgelegt. Alle übrigen Disziplinen –
Skifahren, Biken und Rennvelo, Laufen Gleitschirmfliegen – haben Renncharakter und werden mit modernsten Sportgeräten durchgeführt. Startberechtigt sind 30 Equipen. Am besten auf dem Eggishorn Am besten kann die Jungfrau-Stafette auf dem Gipfel des Eggishorns mitverfolgt werden. Mit dem Feldstecher verfolgen Sie die Skifahrer auf der hochalpinen Abfahrt zum Konkordiaplatz hinunter. Nach kurzer Zeit erscheint der erste Läufer oder die erste Läuferin auf dem Aletschgletscher. Hautnah erleben Sie die Ankunft des Bergläufers und
den Start der tollkühnen Downhill-Biker hinunter zur Fiescheralp, wo die Gleitschirmpiloten in einem Dreieckskurs nach Fiesch segeln. Ab dem 1. Januar 2007 sind beim Sekretariat der Fiesch-Eggishorn-Bahn die detaillierten Unterlagen für diverse Packages rund ums Eggishorn erhältlich. Informationen und Ausschreibung Teilnahmereglement, Anforderungsprofil sind unter www.jungfrau-stafette.ch herunterzuladen oder bei Jungfrau-Stafette, Postfach 404, CH-6343 Rotkreuz, Tel. 041 790 41 19, anzufordern.
40 Jahre LFE – Jubiläumsangebot Alle Gäste mit Jahrgang 1966 fahren während des ganzen Sommers gratis (hin und zurück) aufs Eggishorn. (Bitte Ausweis vorweisen). Allen Gästen, die an ihrem Geburtstag aufs Eggishorn reisen, offerieren die Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn eine GRATISFAHRT hin und zurück. (Bitte Ausweis vorweisen). Tagesgäste und Einheimische fahren am 2. Juli 2006 «Einfach für Retour» und erhalten zusätzlich ein Panorama-Geschenk. Gruppen und Bushalter Spezial-Packages auf Anfrage Gäste, welche mit dem öffentlichen Verkehr anreisen Spezial Rail-Away-Packages für September und Oktober 2006 Jubiläums GV am 22. Oktober 2006 Uraufführung des LFE-Filmes «Zeitlos»