World Tourism Forum Führungskräfte und Nachwuchstalente treffen sich Mitte April in Luzern zum Austausch. Seite 66
| 31. Januar 2013
Special Weiterbildung inhalt
Universität oder Fachhochschule Beide Hochschultypen fördern hierzulande die Wirtschaftsweiterbildung. Wie sich die Universitäten positionieren, zeigen die Beispiele aus Basel, Bern, St. Gallen und Zürich. Wie sich die Fachhochschulen positioneren, sagt André Haelg, Direktor der School of Management and Law an der ZHAW in Winterthur. Seiten 61/62
Abschluss in Social Media Management Ein Bericht aus dem Klassenzimmer der Hochschule für Wirtschaft Zürich zeigt, dass der Umgang mit Sozialen Medien gelernt werden kann. Doch die neuen Kanäle sind kein Heilmittel für faule Kommunikationsleute oder vergrippte Firmen. Seite 63
Interkulturell zu mehr Erfolg In der heute dreidimensionalen Welt ist interkulturelle Kompetenz (cross culture competence) nicht mehr wegzudenken. Auch global agierende Unternehmen lernen dies und profitieren davon, wie die Schweizer Beispiele von Takeda Pharma und FoamPartner zeigen. Seite 64
Staatssekretär «Super Mauro» Mauro Dell’A mbrogio ist Chef des neuen Schweizer Super-Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Was das Amt für ihn bedeutet und wie er die Entwicklung des Weiterbildungs standorts Schweiz einschätzt, erklärt der Tessiner Jurist im Interview. Seite 67
Von den Affen im Zoo Zürich lernen Fotos: Peter Frommenwiler
Bereits 1999 hat der Biologe Samuel Furrer mit Angstseminaren begonnen, da ging es um Angst vor Spinnen sowie Schlangen. 2009 kam der Kontakt mit dem Psychologen André Angstmann zustande, aus dem sich die ersten Seminare für Manager im zoologischen Garten entwickelten. Seite 74 Kalaidos Bildungsgruppe: 14 Studenten und 3 Dozenten der Kalaidos Fachhochschule Schweiz und der Akad Business über ihre Weiterbildungsmotivation.
Verantwortlich für diesen special: Norman c. Bandi
Ängste der Anbieter
Foto-Serie Die Beilage porträtiert 14 Studenten und 3 Dozenten der Kalaidos Fachhochschule Schweiz und der Akad Business. Sie machen respektive geben Weiterbildung an einem dieser beiden Institute der Kalaidos Bildungsgruppe in Zürich.
Markt Schweiz Das neue Weiterbildungsgesetz lässt immer noch auf sich warten. In der Branche macht sich Unmut breit – zum einen über die Mühlen des Bundes, zum andern über die eigene Intransparenz. Norman C. Bandi
Peter Frommenwiler
Fotos: Peter Frommenwiler
Die Weiterbildungsbranche ist ge spannt und verärgert. Sie wartet auf die revidierte Botschaft des Bundesrats zum neuen Weiterbildungsgesetz. Das Papier ist seit einem Monat überfällig. In Weiterbildungskreisen grassiert be reits das Gerücht, dass der Gesetzesent wurf nicht zu den Prioritäten des jungen Staatssekretariats für B ildung, For schung und Innovation (SBFI) gehört, wie der Dachverband der Weiterbil dung SVEB befürchtet. Er hofft, dass diese Angst unbegründet ist und der Bundesrat die Botschaft zuhanden der eidgenössischen Räte in naher Zukunft doch noch verabschieden wird.
Andere Sorgen kommen in der ak tuellen Anbieterstatistik des SVEB zu tage. Die Institutionen beklagen die m angelnde Übersichtlichkeit des Markts noch immer. Insbesondere Schulen aus der Deutschschweiz sowie grössere Einrichtungen kritisieren die gegen wärtige Intransparenz. In der Umfrage wurden den Teilneh menden denn auch Lösungsansätze zur Beurteilung vorgelegt. Am meisten Zu stimmung finden Qualitätslabels wie «eduQua» und die Regelung von Wei terbildungsabschlüssen als Mittel zur Steigerung der Durchsichtigkeit. Vor schriften oder ein Monitoring durch den Staat finden in der Branche hinge gen wenig Anklang.
Positiver fällt der Blick auf das neue Jahr aus. Viele Anbieter erwarten eine leichte oder mittlere Zunahme des Marktvolumens. Dazu tragen aus ihrer Sicht spezifische und modularisierte Lehrgänge für bestimmte Wirtschafts zweige bei. Die Nachfrage wird generell durch das konjunkturelle Umfeld und das steigende Weiterbildungsbedürfnis der Arbeitnehmenden angekurbelt. Als zunehmend härter beurteilen die Befragten aber die Konkurrenzsituation. Nach ihrer Einschätzung werden nicht alle Anbieter im Markt überleben. Dazu kommt ein stärkerer Druck durch die Wirtschaft, der die Institutionen zwingt, ihre Programme laufend der Nachfrage anzupassen. Parallel dazu müssen sie
den steigenden Kosten- und Spardruck bewältigen. Generell haben mittlere und kleinere Schulen den Eindruck, die grossen Rivalen würden den Markt dominieren – ein Eindruck, den die Grossen selbst jedoch nicht teilen. Bei den Trends sind sich viele Teil nehmende einig, dass Coaching und Beratung sowie Integriertes Lernen und Soziale Medien weiter an Bedeutung gewinnen. Weiterbildungen mit Praxis bezug und anerkannten Abschlüssen werden vermehrt verlangt, weil diese in der Arbeitswelt gefordert werden. Die Anbieterstatistik für 2011 deckt rund ein Drittel des Weiterbildungs marktes in der Schweiz ab. An der Um frage beteiligten sich 207 Schulen.