3. Februar 2006
Power Systems
Energiepolitische Positionen der deutschen Gas- und Dampfturbinenhersteller mit besonderem Blickwinkel auf den Kraftwerkserneuerungsbedarf Vorbemerkung: Basis für die nachfolgenden Positionen bildet das energiepolitische Positionspapier des VDMA (Stand: Oktober 2005). Position I Die Gas- und Dampfturbinenhersteller haben in den vergangenen Jahren die Effizienz ihrer Technologien erheblich steigern können. Die Umsetzung der Effizienzsteigerung in konkrete Kraftwerksprojekte am Standort Deutschland ist prioritäres Ziel. Position II Die energiepolitischen Rahmenbedingungen (z. B. Energiewirtschaftsgesetz, Emissionshandel, etc.) sind über Wahlperioden hinaus festzulegen, um den Investoren Planungssicherheit bei ihren Investitionsentscheidungen geben zu können. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich die derzeitige Auflösung des Investitionsstaus in neue Kraftwerksprojekte weiter fortsetzt. Position III Die Hersteller von Gas- und Dampfturbinen müssen in den politischen Diskussionsprozess für die energiepolitischen Rahmenbedingungen gleichberechtigt mit der Energiewirtschaft einbezogen werden. Position IV Die deutsche Industrie braucht 'Leuchtturmprojekte' in Form von Demonstrationskraftwerken, um die von den Herstellern entwickelte Technologie am Heimatmarkt Deutschland unter Beweis stellen zu können. Dies hilft nicht nur dem Standort Deutschland, sondern verbessert die Exportchancen der deutschen Hersteller. Position V Die Genehmigungsverfahren für neu zu errichtende Kraftwerke sind zu vereinfachen und zu beschleunigen. Position VI Alle verfügbaren Brenn- und Kraftstoffe sind einzusetzen. Dabei ist ebenfalls die Braunkohle als heimischer Energieträger unverzichtbar. Position VII Eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke wird sich angesichts des geringen Ersatzbedarfs in den nächsten Jahren kaum auf die derzeit geplanten Projekte auswirken. Kurzfristig dürften sich sogar günstige Perspektiven für die Nachrüstung und Modernisierung der AKWs ergeben. Mittelfristig ergibt sich aber eine Verschiebung der Investitionen um ca. 10 - 20 Prozent in die Zukunft.