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WHITE PAPER

Bereitstellung von Unternehmensanwendungen, Inhalten und Kommunikationsfunktionen mit der Flash速-Plattform

von Vikrant Karvir

Juni 2005


Copyright © 2005 Macromedia, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen die momentane Sichtweise von Macromedia bezüglich der diskutierten Probleme zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar. Da Macromedia auf sich ändernde Marktverhältnisse reagieren muss, sollte es nicht als eine verpflichtende Erklärung seitens Macromedia gewertet werden, und Macromedia kann für die Genauigkeit oder das Zutreffen der dargestellten Informationen nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht garantieren. Dieses White Paper ist nur für Informationszwecke bestimmt. MACROMEDIA ÜBERNIMMT KEINE GEWÄHRLEISTUNGEN BEZÜGLICH DIESES DOKUMENTS, SEIEN SIE AUSDRÜCKLICHER ODER STILLSCHWEIGENDER NATUR. Macromedia hält unter Umständen Patente, Patentanträge, Marken, Copyright- oder andere Rechte an geistigem Eigentum, die den Inhalt des vorliegenden Dokuments abdecken. Mit Ausnahme der ausdrücklichen Erlaubnis in einer schriftlichen Lizenzvereinbarung mit Macromedia werden Ihnen durch den Inhalt des vorliegenden Dokuments keinerlei Lizenzen an diesen Patenten, Warenzeichen, Copyrights oder anderen Rechten an geistigem Eigentum übertragen. Macromedia, Breeze, Flash, FlashCast, Flex und Flex Builder sind Marken oder eingetragene Marken von Macromedia, Inc. in den USA und/oder anderen Ländern. Andere in diesem Dokument aufgeführte Produkt- und Firmennamen sind möglicherweise Marken der jeweiligen Eigentümer. Macromedia, Inc. 601 Townsend Street San Francisco, CA 94103 +1 415-832–2000


Inhalt Unternehmenstaugliche Rich-Internet-Lösungen für die Anforderungen von heute...............................1 Bewerten von Architekturen für unternehmenstaugliche Lösungen .......................................................3 Die Flash-Plattformarchitektur ..................................................................................................................6 Hochleistungsfähige Server und Datendienste ................................................................................................................... 7 Präsentationsschichtlösung für vorhandene Anwendungsserver ............................................................................ 7 Kommunikationsserver .....................................................................................................................................................9 Bereitstellungsserver für mobile Inhalte.........................................................................................................................9 Belastbares, auf Standards beruhendes Programmiermodell........................................................................................ 10 Umfassender Satz von Entwicklungswerkzeugen............................................................................................................. 11 Authoring-Tool Macromedia® Flash®............................................................................................................................. 11 Macromedia® Flex™ Builder............................................................................................................................................. 11 Client-Laufzeitumgebung....................................................................................................................................................... 13 Einheitliches Benutzererlebnis ...................................................................................................................................... 14 Außergewöhnliche Leistung.......................................................................................................................................... 14 Sicherheit und Datenschutz........................................................................................................................................... 14 Möglichkeiten zur beeindruckenden Gestaltung ....................................................................................................... 15 Vereinfachte Entwicklung............................................................................................................................................... 15 Kommunikationslösungen...................................................................................................................................................... 16 Entwickeln und Bereitstellen von Rich-Internet-Lösungen mit der FlashPlattformarchitektur ................................................................................................................................. 17 Rich-Internet-Inhalte ................................................................................................................................................................17 Rich-Internet-Anwendungen................................................................................................................................................. 18 Multimedia-Kommunikation und -Zusammenarbeit ........................................................................................................20 Multimedia-Erlebnisse für mobile Geräte............................................................................................................................ 21 Für Unternehmen ............................................................................................................................................................. 21 Für Netzbetreiber ............................................................................................................................................................. 21 Bereitstellen und Verwalten der Flash-Plattformarchitektur in einem Unternehmen .......................... 23 Bereitstellung und Administration von Flex ....................................................................................................................... 23 Bereitstellung und Administration von Video-Streaming ............................................................................................... 23 Bereitstellung und Administration der Flash-Client-Laufzeitumgebung ..................................................................... 24 Eine Architektur für die Zukunft.............................................................................................................. 24 Vorteile der Flash-Plattformarchitektur ................................................................................................. 25 Weitere Informationen............................................................................................................................. 26 Quellen ..................................................................................................................................................... 26


Unternehmenstaugliche Rich-Internet-Lösungen für die Anforderungen von heute Die IT-Verantwortlichen in den Unternehmen und die Technologieplaner stehen vor komplexen geschäftlichen Herausforderungen bei der Nutzung der IT-Ressourcen ihrer Unternehmen. Obwohl im Back-Office-Bereich große Summen für Unternehmensanwendungen und Branchenlösungen investiert wurden, bestehen weiterhin viele Probleme im Zusammenhang mit der Benutzerfreundlichkeit und den Zugriffsmöglichkeiten auf die Daten. Häufig resultieren diese Probleme aus schlecht gestalteten Benutzeroberflächen und unhandlichen Navigationsfunktionen. Als direkte Folge leiden die Unternehmen an niedrigerer Produktivität, schlechter Kommunikation und Zusammenarbeit, ungenauen Daten und verpassten Verkaufschancen. All dies beeinträchtigt die Ertragslage. Im Idealfall können die Funktionen für den Zugriff auf Daten und Geschäftsprozesse mithilfe von Unternehmensportalen zusammengefasst und vereinfacht werden. In der Praxis bieten Unternehmensportale jedoch meist nur einen einheitlichen Zugangspunkt für dieselben wenig benutzerfreundlichen Anwendungen. Leider sind schlecht gestaltete Benutzeroberflächen und unhandliche Navigationsfunktionen aber nicht nur bei internen Unternehmensanwendungen anzutreffen. Untersuchungen haben ergeben, dass die für Kunden und Geschäftspartner bestimmten Websites genauso viel Frustrationspotenzial für die Benutzer bergen. Eine IDC-Studie hat gezeigt, dass 61 % der Internetkunden in Westeuropa Schwierigkeiten beim Navigieren und Suchen der gewünschten Produkte im Internet haben. Das Problem der mangelhaften Benutzerfreundlichkeit und Navigation wird dadurch verschärft, dass immer häufiger über andere Geräte als PCs auf die benötigten Informationen zugegriffen wird. Für ihren wachsenden Bedarf an benutzerfreundlicheren internen und externen Anwendungen wäre für die Unternehmen eine integrierte Technologieplattform von Vorteil, mit der vielseitige und leistungsfähige Benutzeroberflächen bereitgestellt werden können. Solche benutzerfreundlicheren Anwendungen bieten den Mitarbeitern der Unternehmen einen sinnvoll gestalteten Zugriff auf Unternehmensdaten und Prozesse, sie unterstützen die interaktive Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und darüber hinaus, und sie schaffen ein ansprechendes interaktives Benutzererlebnis für die Kunden. Im Folgenden werden einige Beispiele für diese neuartigen Anwendungen aufgeführt: • Geführte Shop-Anwendungen: Geführte Online-Shop-Anwendungen bieten den potenziellen Kunden

kontextabhängige, leicht verständliche Informationen, um das richtige Produkt für ihre Anforderungen zu finden und zu kaufen. Diese Form des Online-Shoppings schafft ein deutlich attraktiveres und befriedigenderes Einkaufserlebnis als die typische klickintensive Online-Produktkonfiguration und das heute noch vorherrschende Warenkorbmodell. Beispielsweise werden im Allgemeinen mehr Verkaufsabschlüsse und weniger Retouren erzielt, wenn stark interaktive Produktkonfigurationsmodule eingesetzt werden, mit denen komplexe Produkte in einem einzigen Fenster konfiguriert und vor dem Kauf betrachtet werden können. • Geführte Service-Anwendungen: Bei einer geführten Online-Service-Anwendung werden den Benutzern

schrittweise Anleitungen für komplexe Vorgänge angezeigt, und sie erhalten sofort ein kontextabhängiges Feedback auf ihre Aktionen. Solche Anwendungen können innerhalb von Unternehmen bereitgestellt werden, z. B. zum Verbessern von Prozessen wie der Zeiterfassung und der Spesenverwaltung, oder sie können beim Kundenkontakt verwendet werden, z. B. für die vereinfachte Übermittlung von Versicherungsansprüchen oder zum Buchen von Hotelreservierungen. Wo auch immer sie eingesetzt werden, wird durch geführte Service-Anwendungen die Benutzerfreundlichkeit erhöht, der Administrationsaufwand gesenkt, die Anzahl der Fehler verringert und die Zufriedenheit der Benutzer erhöht.

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• Integration von Geschäftsabläufen: Indem Daten und Geschäftslogiken aus einer Vielzahl verschiedener

Quellen in einer einzigen Online-Oberfläche zusammengeführt werden und der Zugriff auf die Informationen und deren Darstellungsweise anhand bestimmter Benutzerrollen und Aktivitäten gesteuert wird, lässt sich die Anzahl der Fehler im Unternehmen verringern und der interne wie externe Informationsfluss verbessern. Wenn z. B. über eine einzige Benutzeroberfläche auf das Bestellprotokoll (in einer CRM-Lösung gespeichert) und auf die aktuellen Lager- und Fertigungsdaten (in einer ERP-Lösung gespeichert) zugegriffen werden kann, können die Kundendienstmitarbeiter einen Kunden besser und schneller bedienen, denn sie brauchen die nötigen Daten nicht mehr aus mehreren Systemen abzurufen. • Rich-Media-Inhalte: Mit funktionsreichen interaktiven Inhalten lässt sich ein Publikum häufig am besten

erreichen und gewinnen. Allerdings wechseln Kunden schnell zu einer anderen Website, wenn sie zu lange auf den Download und die Wiedergabe des Inhalts warten müssen. Die Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung, attraktive Inhalte zu erstellen, die reibungslos abgespielt werden können, eine einfache Interaktion ermöglichen und einen starken Eindruck hinterlassen. • Grafische Analyse: Zur Förderung einer verbesserten Entscheidungsfindung können die Unternehmens-

mitarbeiter Daten aus verschiedenen Quellen mithilfe von grafischen Methoden online analysieren und mit ihnen interagieren. Beispielsweise können die Mitarbeiter über eine einzige Intranetanwendung, z. B. ein Online-Dashboard zur Darstellung der aggregierten Verkaufszahlen, auf einen Blick erkennen, ob der Umsatz den Absatzzielen entspricht. Drilldown-Funktionen ermöglichen den Mitarbeitern außerdem eine differenzierte Betrachtung von verschiedenen Untermengen der Daten. Durch die verschiedenen Methoden zum Anzeigen und Bearbeiten von Daten über das Internet können neue Chancen leichter von den Unternehmen erkannt und genutzt werden, und bestehende Belastungen und Verpflichtungen lassen sich einfacher aufdecken und bewältigen. • Verbesserte Kommunikation und Zusammenarbeit: Im Zuge der Globalisierung der Märkte müssen die

Unternehmen heute mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden rund um den Erdball zusammenarbeiten und gleichzeitig die bei Dienstreisen anfallenden Kosten und die damit verbundene Ineffizienz vermeiden. Alle Geschäftseinheiten in Unternehmen profitieren von den leicht zu bedienenden Kommunikations- und Zusammenarbeitsanwendungen, die Live- und On-Demand-Multimedia für Webkonferenzen sowie für Vertriebs-, Ausbildungs- und Kundendienstzwecke unterstützen. In den meisten Unternehmen gibt es Mitarbeiter, die genau ermitteln und beschreiben können, durch welche ansprechenden Kundenerlebnisse und Verbesserungen der Geschäftsprozesse die Wettbewerbsposition gestärkt werden kann. Die Ermittlung der notwendigen Maßnahmen ist jedoch nur der erste Schritt. In den Unternehmen müssen effiziente und kostengünstige Methoden zum Entwickeln, Umsetzen und Bereitstellen dieser neuen Anwendungen und Erlebnisse gefunden werden, die die oft gegensätzlichen Anforderungen von Geschäftsbenutzern, IT-Mitarbeitern und Endbenutzern erfüllen.

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Bewerten von Architekturen für unternehmenstaugliche Lösungen In der Regel ist es die Aufgabe des IT-Architekten im Unternehmen, die IT-Landschaft mithilfe von geeigneten Lösungen an den Unternehmenszielen auszurichten. Die IT-Architekten stehen dabei vor der Herausforderung, Technologien mit möglichst geringen Gesamtkosten für IT-Entwicklung und -Wartung zu implementieren, während sie gleichzeitig neue Wege zu maßstabsetzenden Erlössteigerungen finden müssen. Deshalb bewerten die Architekten Lösungen und suchen dabei nach Produkten, mit denen die folgenden Ziele erreicht werden, ohne die vorhandenen Systeme zu beeinträchtigen oder den Personalbedarf zu erhöhen: • Steigern der Wertschöpfung aus den vorhandenen Systemen durch: • Drastisch verbesserte Benutzerfreundlichkeit der vorhandenen Anwendungen oder Systeme • Eingriffsfreie Integration von Anwendungen, Daten und Prozessen • Bereitstellen von neuen Lösungen mit größtmöglicher Reichweite und hochgradig wirksamem

Benutzererlebnis • Bereitstellen von Echtzeit-Kommunikationslösungen, die die Produktivität verbessern und die

unternehmensinternen und -externen Kommunikationskosten senken Architekten und Entwickler sind sich darüber einig, dass die Lösung für die gerade aufgeführten Ziele in der Präsentationsschicht einer Infrastrukturplattform zu suchen ist. Dort können Anwendungen erstellt werden, die auf Daten aus einer Vielzahl von Quellen zurückgreifen, ohne dass Änderungen an der zugrunde liegenden Infrastruktur erforderlich sind. Leider kann jedoch das Entwickeln effektiver Lösungen für die Präsentationsschicht bei vorhandenen Unternehmenstechnologien recht herausfordernd sein. Hierfür gibt es folgende Gründe: • Schlecht konzipierte oder nicht benutzerorientierte Architektur bei den Anwendungen der zugrunde

liegenden Schicht • Mangel an effektiven Entwicklungswerkzeugen für die Präsentationsschicht sowie fehlendes

Programmiermodell und fehlende Klassenbibliotheken • Fehlen einer unternehmenstauglichen Infrastruktur zum Bereitstellen und Verwalten dieser Lösungen • Fehlende Fokussierung bei Unternehmenslösungen und bei Entwicklern auf die Präsentationsschicht der

Lösung Für die IT-Verantwortlichen und die Technologieplaner im Unternehmen erweist es sich als vorteilhaft, wenn sie bei der Suche nach einer effektiven Lösung für ihr Unternehmen ein ganzheitliches, plattformorientiertes Modell von Lösungen für die Präsentationsschicht verfolgen, dass die wichtigsten geschäftlichen und technologischen Anforderungen berücksichtigt. Eine effektive Plattform von Lösungen für die Präsentationsschicht enthält folgende Elemente: • Server und Datendienste: Eine effektive unternehmenstaugliche Plattform von Lösungen für die

Präsentationsschicht umfasst hochleistungsfähige Anwendungs-, Inhalts- und Datenserver sowie Dienste, die nahtlos in bestehende Umgebungen integriert sind und reibungslos mit der Client-Laufzeitumgebung zusammenarbeiten. Dadurch wird ein außergewöhnliches Benutzererlebnis ermöglicht.

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• Werkzeuge und Programmiermodell: Zur Unterstützung einer unternehmenstauglichen Anwendungs-

entwicklung sollte die Plattform ein ausgereiftes, auf Standards beruhendes Programmiermodell bieten, das vollständig dokumentierte Programmier- und Benutzeroberflächen-Entwicklungssprachen sowie einen umfassenden Satz an Klassenbibliotheken und Objekten enthält. Außerdem sollte das Programmiermodell über das herkömmliche seitenbasierte Modell hinausgehen und das serverbasierte Objektmodell bis zum Endbenutzer erweitern. Auf diese Weise wird ein größeres Maß an Interaktivität ermöglicht, und die Zeit raubenden Serverinteraktionen und Seitenauffrischungen können minimiert werden. Um die Entwicklung im Team zu unterstützen und die Produktivität zu erhöhen, sollte die Lösung über ein vollständig ausgestattetes Toolset für Entwickler und eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) verfügen. Bestehende Investitionen in Entwicklungswerkzeuge sollten genutzt werden können, und darum sollten auch Werkzeuge und IDEs von Drittanbietern unterstützt werden. • Anwendungen, Komponenten und Muster: Es sollte sichergestellt werden, dass sich die Unternehmen

auf die Entwicklung der Lösungen konzentrieren können, die für ihre ganz speziellen Anforderungen erforderlich sind, und sie nicht das Rad neu erfinden müssen. Deshalb sollte eine Unternehmensplattform leistungsfähige und bereits vordefinierte Anwendungen für wichtige Funktionen wie Kommunikation und Zusammenarbeit enthalten. Die in der Architektur enthaltenen vordefinierten Anwendungen und Lösungen sollten jedoch an das Geschäftsmodell des jeweiligen Unternehmens angepasst und entsprechend erweitert werden können. Außerdem sollten wiederverwendbare Bibliotheken für Komponenten und Muster bereitgestellt werden, um die Entwicklungsarbeit zu beschleunigen. • Client-Laufzeitumgebung: Für Inhalte und Anwendungen wird die größtmögliche Reichweite bei

geringstmöglicher Last für den Endbenutzer angestrebt. Deshalb sollte die Client-Laufzeitumgebung so viele Plattformen, Betriebssysteme und Geräte wie möglich unterstützen. Im Idealfall ist die Laufzeitumgebung bereits weit verbreitet, sodass den Benutzern ein nahtloses Benutzererlebnis geboten werden kann, ohne dass neue Software installiert werden muss. Außerdem muss die Client-Laufzeitumgebung bestimmte Anforderungen an die Leistung und Sicherheit erfüllen, damit der Datenschutz für vertrauliche Geschäftsund Unternehmensdaten gewährleistet ist. Schließlich sollte die Client-Laufzeitumgebung ein offenes Dateiformat bereitstellen, damit zum Entwickeln von Anwendungen und Inhalten die am besten geeigneten Werkzeuge verwendet werden können. • Entwicklergemeinschaft: Ein wichtiger Indikator für die langfristigen Erfolgsaussichten einer Plattform ist

das Vorhandensein einer großen und lebendigen Gemeinschaft von Entwicklern. Eine Plattform ist dauerhaft erfolgreich, wenn die Entwicklergemeinschaft deren Architektur nutzt, um ihre eigenen geschäftlichen und technischen Anforderungen zu erfüllen, und sie das Modell aktiv um neue Anwendungen, wiederverwendbare Komponenten und Bibliotheken erweitert. • Unterstützung für Lösungen: Um sicherzustellen, dass die Architektur die größtmögliche Vielfalt an

Anwendungen unterstützt und in der gesamten Branche akzeptiert wird, sollte das Modell auf Standards beruhen und umfassende Möglichkeiten für die Entwicklung von horizontalen und branchenspezifischen Lösungen bieten. Der Anbieter sollte außerdem Unterstützungsprogramme für unabhängige Softwareanbieter und Systemintegrationspartner anbieten, sodass den Unternehmen vielfältige Optionen zur Bereitstellung, Wartung und Entwicklung zur Verfügung stehen. Abbildung 1 zeigt Elemente einer umfassenden unternehmenstauglichen Lösung für die Präsentationsschicht.

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Abbildung 1: Elemente einer umfassenden unternehmenstauglichen Lösung für die Präsentationsschicht

Außerdem sollte die Architektur folgende allgemeine Kriterien erfüllen: • Sicherheit und Datenschutz: Bei einer unternehmenstauglichen Architektur muss die Vertraulichkeit der

Benutzer- und Unternehmensdatan sichergestellt werden. Unternehmen, die diese Anforderung nicht erfüllen, riskieren Strafen für die Nichteinhaltung von Vorschriften, gefährden ihren Ruf auf dem Markt und setzen das Vertrauen der Kunden aufs Spiel. • Einfache Bereitstellung und Wartung: Beim Bewerten von Lösungen sollte darauf geachtet werden, dass

sich die Architektur problemlos bereitstellen, verwalten und warten lässt, ohne dass dafür zusätzliche Ressourcen benötigt werden. • Interoperabilität mit vorhandenen Systemen: Neue Technologien sollten nahtlos mit bestehenden

Systemen zusammenarbeiten können, um deren Funktionen zu verbessern und zu erweitern. Sie sollten aber keine negativen Folgen für die Systemleistung haben. • Langfristige Erfolgsaussichten und Entwicklungsfähigkeit: Die Unternehmen möchten sichergehen,

dass mit ihren Investitionen nicht nur die kurzfristigen Anforderungen erfüllt werden, sondern auch künftige Ziele damit erreicht werden können. Deshalb sollten die IT-Architekten bewerten, ob die Plattform langfristige Stabilität garantiert und auf Wachstum ausgelegt ist.

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Die Flash-Plattformarchitektur Seit mehr als einem Jahrzehnt versetzen die branchenführenden Produkte von Macromedia Unternehmensmitarbeiter, Entwickler und Designer in die Lage, wirksame und attraktive Benutzererlebnisse zu gestalten und bereitzustellen. Wie in Abbildung 2 dargestellt, bietet die Flash-Plattform eine belastbare End-to-EndArchitektur zum Bereitstellen von Rich-Internet-Anwendungen (RIAs), Inhalten und Kommunikationsfunktionen über verschiedene Plattformen und Geräte hinweg. Abbildung 2: Die Flash-Plattformarchitektur unterstützt die Bereitstellung von RIAs, Inhalten und Kommunikationsfunktionen

Die Flash-Plattformarchitektur umfasst folgende Elemente: • Hochleistungsfähige Server und Datendienste, die nahtlos mit vorhandenen J2EE- und .NET-Umgebungen

zusammenarbeiten und mit denen auf Flash beruhende Anwendungen, Inhalte und Kommunikationsfunktionen effizient bereitgestellt werden können, ohne den Administrationsaufwand oder die Infrastrukturanforderungen zu erhöhen • Ein belastbares Programmiermodell, das auf Standards beruht und auf die branchenüblichen bewährten

Verfahren zurückgreift • Ein umfassender Satz von Entwicklungswerkzeugen, die die Teamarbeit unterstützen. Diese Werkzeuge

werden von Macromedia und einer Anzahl von Drittanbietern bereitgestellt. • Eine Client-Laufzeitumgebung, mit der ein einheitliches Benutzererlebnis auf einer außerordentlich großen

Zahl von Plattformen und Geräten umgesetzt werden kann

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• Eine flexible Kommunikations- und Zusammenarbeitslösung für die immer komplexer werdenden

Kommunikationsprobleme in modernen Unternehmen • Eine innovative und getestete Methode zum Bereitstellen von Anwendungen, Inhalten und On-Demand-

Datendiensten auf mobilen Geräten Die folgenden Abschnitte enthalten weitere Informationen zu diesen Elementen.

Hochleistungsfähige Server und Datendienste Zu den hochleistungsfähigen Inhalts- und Anwendungsservern von Macromedia zählen der Macromedia® Flex™ Presentation Server für Rich-Internet-Anwendungen und der Macromedia® Flash® Communication Server für das Medien-Streaming. Präsentationsschichtlösung für vorhandene Anwendungsserver Der Flex Presentation Server ist Teil der Präsentationsschichtlösung Macromedia® Flex™ zum Entwickeln und Bereitstellen von Rich-Internet-Anwendungen (RIAs). Er ermöglicht es, die leistungsfähigen Funktionen der Flash-Client-Laufzeitumgebung und die immer auf dem Client stattfindende lokale Verarbeitung auch für Unternehmensanwendungen und RIAs zu nutzen. Ohne die zugrunde liegenden Systeme zu beeinträchtigen, unterstützt der Flex Presentation Server die Entwicklung von Lösungen für die Präsentationsschicht, in denen Daten und Geschäftslogiken aus einer Vielzahl von Quellen zusammengeführt werden. Der Flex Presentation Server ergänzt vorhandene Unternehmenstechnologien und ist technisch gesehen eine native Java-Anwendung, die auf branchenübliche Java-Anwendungsserver aufsetzt, z. B. IBM® WebSphere®, BEA WebLogic, Oracle® 10g, SAP® Netweaver, Macromedia® JRun™ und den Apache Tomcat-ServletContainer. Da der Flex Presentation Server wie jede andere Anwendung auf dem Anwendungsserver ausgeführt wird, lässt er sich nahtlos in eine vorhandene Java-Umgebung integrieren. Abbildung 3 zeigt, wie der Flex Presentation Server in eine vorhandene J2EE- oder .NET-Umgebung integriert wird.

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Abbildung 3: Die Architektur des Flex Presentation Server lässt sich nahtlos in eine vorhandene JavaUmgebung integrieren

Der Flex Presentation Server bietet das im Folgenden beschriebene Paket von Diensten, das für eine möglichst einfache Entwicklung und Bereitstellung von Rich-Internet-Anwendungen ausgelegt ist: • Kompilierung, Zwischenspeicherung und Bereitstellung von Anwendungen: Die Kompilierung von

Flex-Anwendungen erfolgt nach dem Just-in-time-Modell, also ohne Unterbrechung für den Benutzer. Eine Anwendung wird beim ersten Aufruf kompiliert, für nachfolgende Aufrufe zwischengespeichert und dann bei einem Aufruf für die entsprechende Client-Laufzeitumgebung bereitgestellt. • Leistung: Der Flex Presentation Server verwendet AMF (Action Message Format). Dies ist ein asynchrones

binäres Protokoll, mit dem eine schnelle Datenübertragung zwischen clientseitigen Flex-Anwendungen und dem Flex Presentation Server gewährleistet wird. AMF erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit von Anwendungen bei Benutzereingaben. Die asynchrone Kommunikation auf der Clientseite ermöglicht außerdem ein unterbrechungsfreies Benutzererlebnis, weil Bildschirm- und Datenaktualisierungen ohne lästige und Zeit raubende Seitenaktualisierungen auf den Benutzersystemen erfolgen können. • Back-End-Integration: Da alle von den Back-End-Systemen verfügbar gemachten Webdienste unterstützt

werden, ermöglicht der Flex Presentation Server die Integration von Daten und Prozessen zwischen ClientBenutzeranwendungen und Back-End-Geschäftsanwendungen. • Ressourcenintegration für Anwendungsserver: Der Flex Presentation Server wird als Flex-Anwendung

auf dem Unternehmensanwendungsserver ausgeführt. Daher kann er vorhandene Anwendungsserverfunktionen in vollem Umfang ausnutzen, z. B. serverseitige Anwendungslogik, Anwendungsobjekte, Authentifizierung, Sitzungsmanagement und Sicherheit.

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• Unterbrechungsfreies Benutzererlebnis: Flex unterstützt die Erkennung der Flash-Client-Laufzeit-

umgebung sowie Aktualisierungsdienste, um zu gewährleisten, dass die richtige Laufzeitumgebung installiert ist. Dadurch verringert sich der Aufwand für die Benutzer. Zum Verkürzen der Startzeit von einzelnen FlexAnwendungen wird eine verzögerte Instanziierung unterstützt. Dadurch können Elemente bei Bedarf oder zum vom Entwickler vorgesehenen Zeitpunkt geladen werden. Kommunikationsserver Der Flash Communication Server ist eine umfassende Plattform zum Erstellen von qualitativ hochwertigen und ansprechenden Videos und zum Bereitstellen dieser Inhalte über das Internet. Durch eine Reihe von fortschrittlichen Audio- und Videooptionen sowie seine Unterstützung von interaktiven Funktionen eignet sich der Flash Communication Server optimal für folgende Zwecke: • On-Demand-Videos: Mit dem Flash Communication Server können Unternehmen On-Demand-Videos

bereitstellen, die mit anspruchsvollen Funktionsmerkmalen auf sich aufmerksam machen, z. B. sofortige Verfügbarkeit („Instant-On“), Unterstützung von Playlisten und interaktive Multimedia-Funktionen. • Webcasts: Durch Live-Aufzeichnung und -Übertragung von Bild und Ton, eine Echtzeitsteuerung der

Streams sowie Textchat-Funktionen ermöglicht der Flash Communication Server Live-Webcasts mit sehr ansprechenden interaktiven Funktionen. • Kommunikation und Zusammenarbeit in Echtzeit: Dank der Live-Aufzeichnung und -Übertragung von

digitalen Videos, dem Echtzeit-Streaming von Audio- und Videodaten zwischen mehreren Teilnehmern und einer Reihe von Steuerungsmöglichkeiten können mit dem Flash Communication Server Videochat- und Messaging-Funktionen zu einer Website hinzugefügt oder benutzerdefinierte Anwendungen zur Zusammenarbeit entworfen werden. Für Unternehmen, die Streaming-Dienste ohne Investitionen in einen Streaming-Server bereitstellen möchten, steht der Flash Video Streaming Service zur Verfügung. Mit diesem Dienst kann eine redundante Bereitstellung von Flash Communication Server mit Lastausgleich über marktführende Content Delivery Networks (CDNs) verwirklicht werden. Weitere Informationen über diese Optionen finden Sie im Abschnitt „Bereitstellen und Verwalten der Flash-Plattformarchitektur in einem Unternehmen” weiter unten in diesem Dokument. Bereitstellungsserver für mobile Inhalte Der Macromedia® FlashCast™ Server ist eine optimale Lösung für Mobilfunknetzbetreiber, die den Teilnehmern Multimedia-Datendienste anbieten möchten, z. B. kanalbasierte Dienste oder Dienste, bei denen Inhalte im Push-Verfahren auf die Endgeräte übertragen werden. Der Server verwaltet die Teilnehmerkonten, fasst die Kanalaktualisierungen zusammen und übermittelt sie und erzeugt die Abrechnungstransaktionen für die erbrachte Dienstleistung. Um die Netzleistung zu optimieren, die Kosten zu senken und steigende Benutzerzahlen wie auch eine wachsende Größe der Inhalte zu unterstützen, sendet der Server nur Differenzaktualisierungen für die beim entsprechenden Dienst verwendeten Kanäle an die Teilnehmer. FlashCast nutzt vorhandene Mehrwertdienste auf der Basis von WAP, SMS, MMS, J2ME, HTTP, UDP und anderen Technologien. Mit FlashCast können Mobilfunkbetreiber vorhandene Dienste und Investitionen so nutzen, dass den Teilnehmern die vorhandenen Inhalte und Dienste weiterhin zur Verfügung stehen, während gleichzeitig eine stabile Plattform bereitsteht, um völlig neue Dienste auf der Grundlage der Flash-Technologie zu starten. Dabei muss die bestehende Infrastruktur nicht ersetzt werden. Infolgedessen können die Netzbetreiber mit minimalen Änderungen bei der Infrastruktur das Endbenutzererlebnis und die Benutzerfreundlichkeit verbessern, die Nutzung von Datendiensten steigern, die Umsätze in den oberen und unteren Produktsegmenten erhöhen und die Kundenabwanderung verringern.

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Durch die Entkoppelung der Kommunikation zwischen Inhalts-Feeds und den Geräten der Kunden gewinnen die Mobilfunkbetreiber ein hohes Maß an Flexibilität und Steuerungsmöglichkeiten für den Dienst. Weitere Informationen über den ganzen Umfang der FlashCast-Lösung zum Erstellen, Bereitstellen und Verwenden von Multimedia-Datendiensten über mobile Geräte finden Sie im Abschnitt „Multimedia-Erlebnisse für mobile Geräte“.

Belastbares, auf Standards beruhendes Programmiermodell Damit die Entwickler in den Unternehmen ihre vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten weiterhin nutzen können, beruht die Flash-Plattformarchitektur auf Macromedia® Flex™, einem robusten, auf Standards aufbauenden Programmiermodell. Es wurde für Entwickler geschaffen, die mit objektorientierten Programmiersprachen wie Java und C# vertraut sind und über fundierte Erfahrungen beim Erstellen serverseitiger Unternehmensanwendungen verfügen. Das Entwicklungsmodell ist dem von JSP, ASP, .NET u. a. ähnlich. Somit erweitert das Programmiermodell das serverbasierte Objektmodell direkt bis zu den ClientSystemen. Dadurch können die Benutzer mit den Anwendungen und Inhalten interagieren, ohne dass uneffektive Seitenauffrischungen zum Aktualisieren der Informationen auf dem Bildschirm nötig sind. Mit Flex können die Vorteile der Flash-Laufzeitumgebung und ihres Funktionsreichtums für Unternehmensmitarbeiter nutzbar gemacht werden. Das Programmiermodell umfasst folgende Hauptelemente: • Programmiersprache ActionScript: ActionScript beruht auf dem Standard ECMA-262 und ist eine streng

typisierte objektorientierte Programmiersprache, die Ähnlichkeiten mit JavaScript aufweist. Mit ActionScript werden u. a. Ereignis-Listener und -Handler definiert, die Werte von Komponenteneigenschaften festgelegt oder abgerufen und Rückruffunktionen behandelt. • Benutzeroberflächensprache MXML: MXML ist eine XML-basierte Markup-Sprache, mit der das Layout

.

für die Benutzeroberfläche einer Anwendung festgelegt werden kann. Sie enthält leistungsfähige Komponenten zum Bearbeiten von strukturierten Daten und großen Datasets. MXML bietet deklarative Abstraktionen für die Logik der Präsentationsschicht und Verknüpfungen zwischen der Benutzeroberfläche und den serverseitigen Daten Fragen der Präsentation werden sauber von denen der Geschäftslogik getrennt. Dadurch trägt MXML zur größtmöglichen Produktivität der Entwickler und zur Wiederverwendbarkeit von Anwendungen bei. • Flex-Klassenbibliothek: Die Macromedia Flex-Klassenbibliothek enthält einen erweiterbaren Satz an

vordefinierten Komponenten (z. B. Container und Steuerelemente) sowie Datenbindungen, Verhaltensweisen und anderen Features. Als Branchenführer im Bereich visuelles Design für komplexe Informationen und Prozesse stellt Macromedia den Entwicklern eine stimmige Sammlung grafischer Hinweise, Interaktionsmuster und Konventionen für die Anwendungsnavigation zur Verfügung. Dies erleichtert das Erstellen von einheitlichen Verhaltensweisen und visuellen Elementen über verschiedene Anwendungen hinweg. Die Entwickler können sich somit auf die Geschäftslogik, den Inhalt und die Daten einer Anwendung konzentrieren, und sie profitieren von der integrierten Unterstützung für die benutzerfreundliche Gestaltung und Navigation sowie Benutzererlebnisse in Flex.

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Umfassender Satz von Entwicklungswerkzeugen Macromedia bietet zwei leistungsfähige Werkzeuge mit vielfältigen Möglichkeiten zum Entwickeln von Multimedia-Inhalten an. Das Authoring-Tool Macromedia® Flash™ eignet sich optimal zum Entwickeln von faszinierenden interaktiven Grafikinhalten, während Macromedia® Flex™ Builder™ eine leistungsfähige integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) für die Entwicklung von Rich-Internet-Anwendungen (RIAs) bereitstellt. Außerdem können Anwendungen für die Flash-Plattformarchitektur auch mit beliebigen anderen Editoren oder IDEs entwickelt werden, z. B. mit Eclipse, Borland® JBuilder®, JetBrains IntelliJ IDEA™, Microsoft® Visual Studio® u. a. Die Entwickler können also die Werkzeuge verwenden, mit denen sie am besten vertraut sind, und die Unternehmen können bisherige Investitionen in Tools und Schulungen in vollem Umfang ausnutzen. Authoring-Tool Macromedia® Flash® Das Authoring-Tool Macromedia Flash enthält alle nötigen Funktionen zum Erstellen von anspruchsvollen interaktiven Inhalten, von Videos in professioneller Qualität und von RIAs für Desktopcomputer und eine Vielzahl von Mobiltelefonen und Geräten. Durch das Authoring-Tool Macromedia Flash wird die Entwicklung beschleunigt, denn es enthält Produktivitätsverbesserungen, die die Erstellung und Einbindung von Animationen, interaktiven Komponenten und Rich-Media-Inhalten vereinfachen. Eine umfangreiche Bibliothek mit Vorlagen für die Oberflächen von verbreiteten Mobiltelefonen und PDAs verkürzt die Entwicklungszeit, und Emulatoren für die Wiedergabe auf den Geräten ermöglichen es, Kompatibilitätsprobleme und Laufzeitkonflikte ohne Bereitstellung eines mobilen Geräts leicht zu erkennen. Damit die Flash-Entwicklergemeinschaft wirklich so flexibel wie irgend möglich agieren kann, macht das FlashAuthoring-Tool eine integrierte JavaScript-API verfügbar, über die die Entwickler von Drittanbietern die wichtigsten Werkzeuge, Effekte, Verhaltensweisen und Befehle des Produkts steuern, automatisieren und erweitern können. Macromedia® Flex™ Builder Macromedia Flex Builder ist die integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) von Macromedia für die Entwicklung von Flex-Anwendungen. Sie ermöglicht es Designern und Entwicklern, beim Erstellen von Rich-InternetAnwendungen mit Flex als Team zusammenzuarbeiten. Mit dieser IDE können die Designer schnell Benutzeroberflächen für Anwendungen erstellen und diese mit Back-End-Datenquellen verknüpfen. Dafür muss kein Code geschrieben werden. Die IDE unterstützt folgende Funktionen: • Layout und Erstellung von Prototypen: Die grafische Entwurfsoberfläche von Flex Builder beschleunigt

die Erstellung von Layouts und Prototypen. Der MXML-Code wird automatisch durch das Anordnen der Anwendungscontainer und -komponenten generiert. Die Entwickler können sowohl den Code als auch das Layout der Anwendung sehen, indem sie zwischen der Entwurfs- und der Codeansicht wechseln oder beide Ansichten gleichzeitig anzeigen. Durch eine automatische Synchronisierungsfunktion wird sichergestellt, dass Änderungen in einer der beiden Ansichten sofort in der jeweils anderen Ansicht widergespiegelt werden. Als zusätzliche Merkmale sind ein Tag-Inspektor, eine Unterstützung für Stile und CSS, Datenkonnektivität, Datenbindung und benutzerdefinierte Komponenten enthalten. • Code-Erstellung: Der Code-Editor von Flex Builder beschleunigt die Lernprozesse bei den Entwicklern und

erhöht die Produktivität durch die Codehinweise, die Vervollständigung von Tags, eine Gültigkeitsprüfung und eine kontextbezogene Hilfe.

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• Debugging: Flex Builder enthält leistungsfähige Debugging-Tools, um den Entwicklern das Auffinden,

Isolieren und Beheben von Programmfehlern zu erleichtern und so die Qualität der erstellten Anwendungen so weit wie möglich zu erhöhen. Zu diesen Tools zählt auch ein ActionScript-Debugger. Darüber hinaus enthält Flex Builder eine Funktion zur Netzwerküberwachung, mit der der Datenverkehr zwischen dem Server und der Flex-Clientanwendung analysiert werden kann. Dadurch lässt sich die Ressourcenverwendung so effektiv wie möglich gestalten. • Bereitstellung: In Flex Builder ist das Verwalten von Dateisätzen für die Entwicklung, das Testen und das

Bereitstellen auf Staging- und Produktionsservern kein Problem. Die Entwickler können sich immmer darauf verlassen, dass der gesamte benötigte Code – einschließlich der abhängigen Dateien, benutzerdefinierten Komponenten und MXML-Komponenten – ordnungsgemäß auf den Zielserver kopiert wird.

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Client-Laufzeitumgebung Die Client-Laufzeitumgebung Flash® Player ist eine schlanke, in sich geschlossene Laufzeitumgebung mit allen Funktionen. Sie kann sehr leicht heruntergeladen oder auf den Endbenutzercomputern bereitgestellt werden und ist auf mehr als 98 % aller internetfähigen PCs, mehr als 50 Modellserien von Mobiltelefonen und einer Vielzahl von anderen elektronischen Geräten installiert. Die Client-Laufzeitumgebung Flash Player kann darum als die am weitesten verbreitete Client-Laufzeitumgebung überhaupt bezeichnet werden (siehe Abbildung 4).

Abbildung 4: Die Client-Laufzeitumgebung Flash Player ist die weltweit am häufigsten bereitgestellte Client-Laufzeitumgebung (NPD Quarterly Flash Player Penetration Survey, März 2005)

Die Client-Laufzeitumgebung Flash Player kann auf verschiedene Art und Weise abgerufen und installiert werden: • Browservermittelte Inline-Installation: Über die Website eines Unternehmens kann automatisch

sichergestellt werden, dass die richtige Version der Flash-Client-Laufzeitumgebung auf den Computern der Websitebesucher installiert wird, ohne dass diese die Site verlassen oder den angezeigten Inhalt ausblenden müssen. • Über Flash Player vermittelte Inline-Installation: Mithilfe dieses Mechanismus kann die Flash-Client-

Laufzeitumgebung sich selbsttätig aktualisieren, wenn für den betreffenden Inhalt eine neuere Version der Laufzeitumgebung erforderlich ist. • Flash Player Download Center: Wenn keine Plattform- und Browsererkennung ausgeführt werden soll und

angepasster Installationscode nicht erforderlich ist, können die Unternehmen die Websitebesucher zum Macromedia Flash Player Download Center umleiten. Dort kann die neueste Version der Flash-ClientLaufzeitumgebung von Macromedia installiert werden. Weitere Informationen über die Vielzahl an Unterstützungsoptionen für die Bereitstellung der Flash-ClientLaufzeitumgebung in einem Unternehmen finden Sie im Abschnitt „Bereitstellen und Warten der FlashPlattformarchitektur in einem Unternehmen“.

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Einheitliches Benutzererlebnis Die Flash-Client-Laufzeitumgebung besteht aus verwaltetem clientseitigem Plug-In-Code. Dieser stellt einen voll funktionsfähigen Satz an Rich-Client-Funktionen bereit, die auf den verschiedensten Browsern, Desktopanwendungen, Anwendungsservern, zugrunde liegenden Betriebssystemen und Hardwareplattformen einheitlich ausgeführt werden. Die Unternehmen können daher über ihre auf der Flash-Laufzeitumgebung beruhenden Rich-Internet-Anwendungen und Inhalte ein einheitliches Benutzererlebnis gewährleisten. Anders als bei anderen Media Playern erfolgt die Installation und Aktualisierung der Flash-Client-Laufzeitumgebung automatisiert und benutzerfreundlich. Dabei werden kleine Dateien mit geringen Anforderungen an die Bandbreite verwendet, für die keine zusätzlichen Installationsprogramme benötigt werden. Außergewöhnliche Leistung Von der Flash-Client-Laufzeitumgebung wird zu Recht eine außergewöhnlich gute Unterstützung für immer komplexere Inhalte und Anwendungen erwartet. Deshalb wird Macromedia auch in Zukunft immer wieder Leistungsverbesserungen bereitstellen. Zu den neuesten Verbesserungen zählen Beschleunigungen beim Rendering und bei der Anzeige von Grafiken, eine verbesserte Wiedergabe von Videos, eine schnellere Komponenteninitialisierung sowie eine verbesserte Speicherausnutzung, Zwischenspeicherung und XML-Verarbeitung. Diese Maßnahmen führen zu Verbesserungen in den folgenden Bereichen: • Startzeit der Anwendung und Laden wiederverwendbarer Komponenten • Rendering und Anzeige von Text, Bildern, Audio und Video sowie von großen Datasets • Geschwindigkeit und Reaktionsvermögen von Anwendungen bei Benutzereingaben • Einheitliche Reaktionsgeschwindigkeit beim Arbeiten mit großen Datasets

Außerdem wird die Leistung durch eine verbesserte Kommunikation zwischen der Flash-Client-Laufzeitumgebung und dem Server weiter gesteigert. Dazu trägt insbesondere die Unterstützung für asynchrone bidirektionale Kommunikation bei. Sowohl das Server-Push-Modell als auch das Client-Pull-Modell werden unterstützt, um Komponenten wie z. B. Vektorgrafiken und Videos vom Server zu laden. Dadurch ermöglicht die Laufzeitumgebung den Benutzern eine besser zusammenhängende Betrachtung und Interaktion. Die Elemente werden im Hintergrund aktualisiert, ohne dass der Bildschirm aufgefrischt werden muss. Die Übermittlung über das Netzwerk wurde mithilfe von Bitpacking-Techniken optimiert, sodass die Qualität auch bei Netzwerken mit begrenzter oder unvorhersehbarer Bandbreite gewährleistet bleibt. Sicherheit und Datenschutz Die Flash-Client-Laufzeitumgebung ist so konzipiert, dass ein unberechtigter Zugriff auf Ressourcen und Daten des Hostsystems und auf persönliche oder vertrauliche Benutzerdaten (z. B. Personal- oder Finanzdaten) nicht möglich ist. Der gesamte Inhalt wird innerhalb einer Virtual Machine (VM) ausgeführt, bei der ein SicherheitsSandbox-Modell implementiert wurde. Das bedeutet, dass alle für die Flash-Client-Laufzeitumgebung als bekannt geltenden Ressourcen – einschließlich der Anwendungen, Daten, URLs und anderer Elemente – einer bestimmten Sandbox zugeordnet werden. Die Anwendungen können ohne Beschränkungen mit Ressourcen innerhalb derselben Sandbox interagieren, der Zugriff auf alle anderen Ressourcen wird jedoch kontrolliert. Eine Interaktion zwischen Sandboxes ist zulässig, sofern sie in Übereinstimmung mit bestimmten Sicherheitsregeln erfolgt und die für die Domänen Verantwortlichen eine Berechtigung für diese Interaktion erteilt haben. Standardmäßig werden nicht mehr als 10 KB an persistentem clientseitigen Speicher pro Sandbox reserviert. Sandboxes, die den Zugriff auf Ressourcen und Dateien des lokalen Systems ermöglichen, lassen keinen Netzwerkzugriff zu, und Sandboxes, die einen Netzwerkzugriff zulassen, ermöglichen keinen Zugriff auf Ressourcen und Dateien des lokalen Systems. Infolgedessen können mit der Flash-Client-Laufzeitumgebung keine Anwendungen erstellt werden, die lokale Daten über ein Netzwerk übermitteln. Bereitstellung von Unternehmensanwendungen, Inhalten und Kommunikationsfunktionen mit der Flash®-Plattform

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Als weiteres Sicherheitsfeature lässt die Virtual Machine der Flash-Client-Laufzeitumgebung keine Byte-CodeAnweisungen aus systemeigenen oder betriebssystemeigenen ausführbaren Dateien zu und stellt sicher, dass kein direkter Zugriff auf den Systemspeicher oder auf Systemprozessoren erfolgt. Die Laufzeitumgebung unterstützt auf Domänen beruhende Sicherheitskonfigurationen, konfigurierbare Dateisystem- und Netzwerkzugriffssteuerungen und sichere Netzwerkprotokolle wie HTTPS. Die Benutzer können die Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen über eine leicht verständliche grafische Benutzeroberfläche ändern, während die Unternehmensadministratoren die Sicherheit im gesamten Unternehmen mithilfe von Konfigurationsdateien implementieren und durchsetzen können. Weitere Informationen über das Konfigurieren von Sicherheitseinstellungen in einem Unternehmen finden Sie im Abschnitt „Bereitstellen und Verwalten der Flash-Plattformarchitektur in einem Unternehmen“ Möglichkeiten zur beeindruckenden Gestaltung Das Authoring-Tool Macromedia Flash sowie Flex und die Programmiersprache ActionScript bieten den Entwicklern Zugriff auf APIs, mit denen die Breite und Tiefe des interaktiven Benutzererlebnisses optimal gesteuert werden kann. Solche beeindruckenden Gestaltungen werden durch folgende Funktionsmerkmale umgesetzt: • Leistungsfähiges Rendering-Modul zur effektiven Darstellung verschiedener Medientypen (Text,

Vektorgrafiken, Audio und Video) • Fortschrittliche Compositing-Funktionen für die Integration verschiedener Medientypen • Erweitertes Text-Rendering-Modul, mit dem Text aller Schriftgrößen auf allen Plattformen klar und deutlich

dargestellt werden kann • Erweiterte Video-Codecs (einschließlich Unterstützung für ausgewählte H.263- und VP6-Streams), die die

Erstellung von qualitativ hochwertigen Videos bei effektivster Ausnutzung der Bandbreite ermöglichen • Unterstützung für dynamische Filter zur Umsetzung von Echtzeit-Grafikeffekten • Präzise Anzeigesteuerung von Laufzeitgrafiken für eine größtmögliche Ausweitung der kreativen

Möglichkeiten Vereinfachte Entwicklung Die Flash-Client-Laufzeitumgebung ist so ausgelegt, dass die Unternehmen ohne jedes Risiko Inhalte entwickeln können, die reibungslos auf den vorgesehenen Zielsystemen ausgeführt werden. Die Entwicklungszeit wird verkürzt, weil die Entwickler keinen Code zum Erkennen von Betriebssystemen und Browsern schreiben müssen. Außerdem brauchen die Programmierer beim Entwickeln von Rich-InternetAnwendungen nicht die den Virtual Machines von .NET und Java inhärenten Beschränkungen zu berücksichtigen. Wenn die Entwickler Videoinhalte von der Flash-Client-Laufzeitumgebung wiedergeben lassen, entfällt der Aufwand der Mehrfachprogrammierung von Videos für die verschiedenen Formate wie z. B. RealPlayer, Windows Media Player und QuickTime. Dies führt zu einer schnelleren Entwicklung und kürzeren Testzeiten, und die Ausgaben für den Erwerb und Unterhalt mehrerer Arbeitsstationen zur Codeerstellung werden eingespart. Da Flash-Inhalte in einem offenen, auf Standards beruhenden Dateiformat bereitgestellt werden, können die Entwickler die gewünschten Inhalte mit den Werkzeugen von Macromedia, mit Drittanbieterwerkzeugen oder mit Werkzeugen erstellen, die sie selbst für ihre spezielle Anforderungen geschrieben haben.

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Kommunikationslösungen Macromedia® Breeze™ 5 ist ein Multimedia-Webkommunikationssystem für die Darstellung von überzeugenden Online-Meetings, Schulungen und Päsentationen über die weit verbreitete Flash-ClientLaufzeitumgebung. Die Unternehmen profitieren von der Skalierbarkeit, Flexibilität und Erweiterbarkeit von Breeze, während die Teilnehmer der Meetings und Schulungen den reibungslosen Zugriff auf ansprechende Inhalte ohne Download zusätzlicher Software schätzen werden. Die Architektur von Breeze wird in Abbildung 5 veranschaulicht. Abbildung 5: Breeze bietet eine umfassende unternehmenstaugliche Kommunikations- und Zusammenarbeitslösung

Der Breeze Communication Server bietet Echtzeit- und On-Demand-Kommunikationsfunktionen und kann zur Benutzerverwaltung, Verfolgung von Ergebnissen und Berichterstellung sowie zur integrierten Inhaltsverwaltung für Breeze-Anwendungen verwendet werden. Der Breeze Communication Server ist in einem Maß skalierbar, wie dies für große Unternehmen erforderlich ist, und er unterstützt Umgebungen mit einzelnen Servern genauso wie Server-Cluster, die Tausende von Benutzern gleichzeitig bedienen können. Folgende Anwendungen gehören zu Breeze: • Breeze Training: Als ideale Lösung für das Verwalten, Bereitstellen und Verfolgen von Online-Trainings-

programmen unterstützt Breeze Training das Entwerfen und Übermitteln von Live- und Selbststudienkursen. Dies schließt auch Kurse ein, die mit anderen Authoring-Tools erstellt wurden. Mithilfe von benutzerfreundlichen Dashboardberichten können Sie den Abschluss von Kursen und die erzielten Ergebnisse verfolgen. Darüber hinaus sind auch teilnehmer- oder fragenspezifische Auswertungen möglich.

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• Breeze Presenter: Diese Anwendung unterstützt das Erstellen von Inhalten in Microsoft® PowerPoint®,

und sie enthält einen Drag & Drop-Audio-Editor sowie eine assistentengestützte Test- und Umfrageerstellungsfunktion. Darum können Multimediaspezialisten mit Breeze Presenter sehr einfach ansprechende E-Learning-Kurse und On-Demand-Präsentationen erstellen. Breeze-Kurse können auch mit LearningManagement-Systemen bereitgestellt werden, die mit SCORM 1.2, SCORM 2004 und AICC kompatibel sind. Die Verfolgung von Ergebnissen funktioniert bei diesen Systemen ebenfalls. • Breeze Meeting: Die Anwendung enthält Funktionen für Videokonferenzen mit mehreren Aufnahmestellen

und für den Austausch von Multimediainhalten. Die mit Breeze Meeting übertragenen Echtzeitmeetings und Seminare können problemlos bereitgestellt und verwaltet werden, und die Teilnahme gestaltet sich denkbar einfach. Wiederverwendbare Einstellungen und Inhalte vereinfachen das Erstellen und Verwalten von wiederkehrenden Meetings und Folgemeetings. • Breeze Events: Zum Vereinfachen der Verwaltung großer Online-Seminare und -Präsentationen enthält

Breeze eine Lösung für lückenloses Veranstaltungsmanagement, die die Registrierung und Einstufung der Teilnehmer, automatische E-Mail-Erinnerungen sowie die Verfolgung der Teilnehmeraktivitäten unterstützt. Funktionen zur Anpassung und Berichterstellung sind ebenfalls verfügbar. Die Breeze-Architektur eignet sich für die Integration in bestehende Unternehmenssysteme. Beispielsweise unterstützen die Breeze-Verzeichnisdienste eine anpassungsfreie Integration in Benutzerverwaltungssysteme. Plug-Ins und Integrationsmodule für Microsoft® Outlook®, Microsoft PowerPoint und häufig verwendete Unternehmensanwendungen unterstützen gemeinsam mit verfügbaren APIs und SDKs die Integration von vorhandenen Anwendungen. Diese Integration ermöglicht Aktivitäten wie das Starten eines Meetings direkt aus Outlook, das Auslösen eines Ad-hoc-Meetings aus einem CRM-System (Customer Relationship Management) oder das Starten einer ERP-Anwendung in einem laufenden Meeting, sodass alle Teilnehmer die Daten sehen können. Außerdem wird die Breeze-Lösung als Hosted-Service-Lösung oder als lizenzierte Software für Implementierungen hinter Unternehmensfirewalls angeboten.

Entwickeln und Bereitstellen von Rich-Internet-Lösungen mit der Flash-Plattformarchitektur Die Flash-Plattformarchitektur ist eine optimale Lösung zum Erstellen und Bereitstellen von unternehmenstauglichen Lösungen, wie z. B. Rich-Internet-Anwendungen, Inhalten und Kommunikationsfunktionen. Außerdem ermöglicht die Flash-Plattformarchitektur die Übertragung von Multimedia-Anwendungsinhalten und Datendiensten an eine Reihe von mobilen Geräten.

Rich-Internet-Inhalte Die Verwendungsmöglichkeiten für Rich-Internet-Inhalte in Unternehmen sind schier unbegrenzt. Dazu zählen die Übermittlung von Multimedia-Inhalten, die Anzeige dreidimensionaler Produktansichten, interaktiver Spiele und Simulationen, Video-on-Demand-Anwendungen usw. Die Flash-Plattformarchitektur stellt ein herausragendes Modell zum Bereitstellen von Rich-Media-Inhalten unabhängig von Plattform, Betriebssystem oder Browser dar. Das ist aus folgenden Gründen so: • Sehr weit verbreitete Multimedia-Laufzeitumgebung: Die Flash-Client-Laufzeitumgebung ist auf mehr

als 98 % aller Computer weltweit und auf der Mehrzahl der mobilen und elektronischen Geräte installiert. Über diese Laufzeitumgebung können die Unternehmen ihre Inhalte daher auf denkbar einfache Weise global verbreiten.

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• Hoher Verbreitungsgrad der Entwicklungswerkzeuge: Von Macromedia und von Drittanbietern wird eine

Vielzahl von Werkzeugen zum Entwickeln von Flash-Inhalten angeboten. Deshalb stehen den Entwicklern und Multimediaspezialisten genau die Werkzeuge zur Verfügung, die ihren Ansprüchen bei der Inhaltsentwicklung und ihrem Budget entsprechen. • Eine große, erfahrene Entwicklergemeinschaft: Die beachtliche Anzahl von Flash-Entwicklern sorgt

dafür, dass die Unternehmen leicht die geeigneten Mitarbeiter für die Entwicklung von Flash-Inhalten finden. Die Flash-Plattformarchitektur zeichnet sich durch überlegene Funktionen zum Bereitstellen von Videos aus. Unter anderem werden folgende Übertragungsmöglichkeiten unterstützt: • Eingebettete Videos: Bei diesem Modell wird das Video vollständig in die Flash-Datei eingebettet. Es lässt

sich am leichtesten umsetzen und eignet sich im Allgemeinen für kurze Videoclips. Nachteilig ist, dass das Video erst wiedergegeben wird, nachdem das Flash-Video heruntergeladen wurde. Dies führt zu relativ großen Verzögerungen. Außerdem kann die Videokomponente nicht als solche geändert werden, ohne die gesamte Flash-Datei neu zu erstellen. • Progressiver Download: Bei einem progressiven Download wird das Video getrennt von der Flash-Datei

gespeichert. Das Video wird heruntergeladen, wenn der Flash-Inhalt darauf verweist, und die Wiedergabe beginnt bereits, bevor die Videodatei vollständig heruntergeladen ist. Die Vorteile des progressiven Downloads bestehen in der sofortigen Wiedergabe des Videos, kleineren Flash-Dateien und einer besseren Wiedergabeleistung. Da das Video jedoch heruntergeladen und temporär auf dem Benutzersystem gespeichert wird, bietet der progessive Download u. U. keine ausreichende Sicherheit für eigentums- oder urheberrechtlich geschütztes Material. • Video-Streaming: Beim Streaming von Videos stellen dies Benutzer eine stabile Verbindung mit dem Flash

Communication Server her. Dieser übermittelt das vom Inhalt angeforderte Video in Form eines Streams. Nachdem die Bits wiedergegeben wurden, werden sie sofort verworfen. Das Streaming von Videos eignet sich optimal für lange Videodateien und für die gleichzeitige Übertragung von Videos an viele Benutzer. Es bietet eine Reihe von Vorteilen, z. B. Bandbreitenerkennung, effiziente Ausnutzung der Netzwerkressourcen, Verfolgungs- und Berichtsfunktionen und Schutz der Medieninhalte. Durch die verschiedenen Übertragungsmodelle gewinnen die Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität beim Bereitstellen von Online-Videos, denn sie können problemlos die Methode auswählen, die für die jeweiligen Zwecke am besten geeignet ist.

Rich-Internet-Anwendungen Die Flash-Plattformarchitektur unterstützt die Entwicklung und Bereitstellung von Rich-Internet-Anwendungen, die die Reichweite des Internets mit der Rechenleistung von Desktopcomputern und mobilen Geräten verbinden. Durch diese Kombination können komplexere Interaktionen verwirklicht werden, als sie gegenwärtig durch das Browsermodell unterstützt werden. Flex-Anwendungen erweitern das serverbasierte Objektmodell bis zu den Client-Systemen. Dadurch wird die Interaktivität verbessert, denn die bisher üblichen häufigen Seitenaktualisierungen und Kontextwechsel entfallen. Für Unternehmen bietet sich daher die Möglichkeit, mithilfe von Flex-Anwendungen den Benutzern ein sehr deutlich verbessertes Erlebnis zu vermitteln. Dies umfasst auch Funktionen zum Bearbeiten von Daten und Informationen, die in einer herkömmlichen browserbasierten Umgebung auf diese Weise nicht vorstellbar wären.

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Flex-Anwendungen können z. B. für folgende Zwecke verwendet werden: • Geführte Shop-Anwendungen: Mithilfe der Flash-Plattform können zahlreiche produktorientierte

Anwendungen entworfen und entwickelt werden, z. B. Produktkonfigurations-, Auswahl- und Vergleichsmodule sowie Warenkörbe. Für die Kunden wird so ein integriertes Benutzererlebnis geschaffen, das von der ersten Anfrage bis zum tatsächlichen Kauf reicht. Die Kunden werden direkt zu den gewünschten Artikeln geführt und benötigen dadurch weniger Zeit für die Suche. Auf diese Weise erhöhen geführte ShopAnwendungen die Transaktionsabschlussrate, tragen zur Umsatzsteigerung bei und verringern die Abbruchrate. • Daten-Dashboards: Die Flash-Plattformarchitektur bietet Funktionen zum Darstellen von Daten in

Diagrammen und Grafiken sowie zum Ausführen von Drilldowns. Auf diese Weise können Daten aus verschiedenen Systemen ganz einfach und ohne langsame Seitenaktualisierungen zusammengefasst werden. Für die Unternehmen führt dies zu schnelleren Entscheidungsprozessen und einem verbesserten Zugriff auf Informationen. • Prozess- und Datenintegration: Mithilfe der Flash-Plattformarchitektur können die Unternehmen Daten

und Informationen zusammenfassen und Prozesse so optimieren, wie es für die speziellen Bedürfnisse der Benutzer im Unternehmen und außerhalb am besten ist. Eine automatisierte Prozess- und Datenintegration erhöht die Genauigkeit und Richtigkeit, steigert die Effizienz und verbessert den Kundendienst durch kürzere Reaktionszeiten. Die folgenden, auch in Abbildung 6 dargestellten Elemente werden zum Bereitstellen von unternehmenstauglichen Rich-Internet-Anwendungen benötigt: • Flex Presentation Server: Der Flex Presentation Server ist eine Anwendung, die als Anwendungs- und

Dienstvermittler zwischen Flex-Anwendungen und der vorhandenen Unternehmensanwendung fungiert. Der Flex Presentation Server kann leicht in vorhandene Unternehmensanwendungsserver integriert und mit ihnen gemeinsam ausgeführt werden. Dies hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf die vorhandenen Unternehmens, Transaktions- und Integrationslogiken, diese werden nicht einmal berührt. Als ordentliches Familienmitglied der Anwendungsserverumgebung nutzt der Flex Presentation Server die vorhandenen Ressourcen und Richtlinien für Funktionen wie Bereitstellung, Sitzungsverwaltung und Sicherheit. • Dem Branchenstandard entsprechende IDE: Flex-Anwendungen können mit Macromedia Flex Builder

erstellt und getestet werden, aber sie können auch genauso gut mit einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) von Drittanbietern erstellt werden, z. B. mit Borland® JBuilder®, JetBrains IntelliJ IDEA™, Microsoft® Visual Studio® u. a. • Flash-Client-Laufzeitumgebung: Die Flash-Client-Laufzeitumgebung ist bereits auf mehr als 98 % aller

Computer installiert. Sie stellt die Benutzeroberfläche für die Flex-Anwendungen bereit.

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Abbildung 6: Die Flash-Plattformarchitektur enthält alle nötigen Elemente für die Bereitstellung von unternehmenstauglichen Rich-Internet-Anwendungen

Unternehmen, die Flex-Anwendungen entwickeln und bereitstellen, berichten über eine Verkürzung der Entwicklungszyklen um mehr als 50 % und eine Senkung des Personalbedarfs um ganze 66 %. Außerdem erzielte ein Einzelhandelsunternehmen nach dem Implementieren eines Extrafensters für den Bezahlvorgang, das auf einer Flex-Anwendung beruht, eine 50 %ige Steigerung der Transaktionsabschlussraten. Ausführlichere Informationen über die Vorteile, die Unternehmen durch die Nutzung von Flex erzielt haben, finden Sie in der Macromedia-Showcase unter http://www.macromedia.com/go/showcase. Folgen Sie dort dem Link für Flex.

Multimedia-Kommunikation und -Zusammenarbeit Die Flash-Plattformarchitektur enthält mit Breeze eine umfassende und benutzerfreundliche Kommunikationsund Zusammenarbeitslösung, die problemlos in jede Unternehmensumgebung integriert werden kann. Bei einer Produktbewertung von InfoWorld wurde Breeze als „Exzellent“ eingestuft. Die Lösung kann z. B. für folgende Zwecke eingesetzt werden: • Aus- und Weiterbildung: Breeze enthält leistungsfähige Werkzeuge zum Erstellen und Verwalten von

Inhalten, eine Integration von Drittanbietersystemen ist möglich, und umfassende Funktionen für Tests sowie Leistungs- und Lernfortschrittskontrollen werden bereitgestellt. Außerdem unterstützt Breeze Branchenstandards wie SCORM und AICC. Darum ist Breeze als Gesamtlösung optimal für Unternehmen, höhere Bildungseinrichtungen und Behörden geeignet.

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• Marketing: Mithilfe von Breeze können die Vertriebszyklen verkürzt werden. Das ist möglich, weil die

Kommunikation im gesamten Vertriebsprozess optimiert wird. Beispiele für solche Verbesserungen sind die Vereinfachung von Markteinführungs- und Kampagnenstartmeetings, die Abhaltung von regelmäßigen Meetings zur laufenden Information der Vertriebsmitarbeiter, die Übermittlung von Präsentationen an potenzielle Kunden zu einem für sie günstigen Zeitpunkt sowie die Unterstützung von Echtzeitkommunikation mit Interessenten (einschließlich der Übermittlung von maßgeschneiderten Angeboten). • Webkonferenzen: Breeze verbessert die interne und externe Zusammenarbeit, denn das Ansetzen und

Durchführen von geplanten oder Ad-hoc-Meetings mit mehreren Teilnehmern ist kinderleicht. Die Unterstützung von Verzeichnisdiensten vereinfacht das Einladen oder Hinzufügen von Meetingteilnehmern. Die Meetingadministratoren können das Layout von Live-Meetingräumen problemlos so konfigurieren, wie es dem Charakter ihrer Präsentation und ihrem Kommunikationsstil entspricht, und sie können die Meetingräume einschließlich des gesamten Inhalts speichern, um die Vorbereitungszeit für wiederkehrende Meetings zu verkürzen. Um die Flexibilität zu erhöhen, wird die Breeze-Lösung als Hosted-Service-Lösung oder als lizenzierte Software für Implementierungen hinter Unternehmensfirewalls angeboten. Das Implementieren von Breeze hat bei verschiedenen Unternehmen u. a. zu folgenden Vorteilen geführt: eine Amortisierung innerhalb von 3 Monaten, eine 10 %ige Steigerung der Benutzerakzeptanz pro Monat, eine einfachere Dokumentation der pflichtgemäß durchgeführten Schulungen und signifikante Kosteneinsparungen gegenüber vorherigen Schulungslösungen. Ausführliche Informationen über die Vorteile, die Unternehmen durch die Nutzung von Breeze erzielt haben, finden Sie in der Macromedia-Showcase unter http://www.macromedia.com/go/showcase. Folgen Sie dort dem Link für Breeze.

Multimedia-Erlebnisse für mobile Geräte Die Flash-Plattformarchitektur bietet eine Gesamtlösung, mit der Multimedia-Inhalte, Anwendungen und Daten für mobile Geräte entworfen, an sie übermittelt und dort angezeigt werden können. Für Unternehmen Unternehmen, die Inhalte auf mobilen Geräten anzeigen möchten, finden in der Flash-Plattformarchitektur zwei entscheidende Elemente: • Flash-Client-Laufzeitumgebung: Die Flash-Client-Laufzeitumgebung für mobile Geräte – eine kompakte,

leistungsfähige und für Mobiltelefone optimierte Laufzeitumgebung – steht bereits auf mehr als 50 Mobiltelefonproduktlinien der größten Hersteller der Welt zur Verfügung. • Entwicklungswerkzeuge: Das Authoring-Tool Macromedia Flash enthält eine Vielfalt von Gerätevorlagen

und -emulatoren, die die Entwicklung von Inhalten für mobile Geräte erleichtern. Für Netzbetreiber Wie in Abbildung 7 dargestellt, bilden die Flash-Plattform und Macromedia® FlashCast™ eine Gesamtlösung, mit der die Mobilfunknetzbetreiber außergewöhnliche interaktive Erlebnisse für ihre Teilnehmer erstellen und bereitstellen können. Dabei kommen Schlüsseltechnologien auf den folgenden drei Ebenen zum Einsatz: • Rendering-Ebene für mobile Geräte: Die Flash-Client-Laufzeitumgebung steht auf den meisten wichtigen

Mobiltelefonen weltweit zur Verfügung. Sie ist kompakt und außerordentlich leistungsfähig, mit ihr können Multimedia-Inhalte, Anwendungen und speziell angepasste Benutzeroberflächen dargestellt werden, und sie unterstützt On-Demand- und Pull-Dienste.

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• Benutzeroberflächenebene für mobile Geräte: Mithilfe des FlashCast-Clients können die Netzbetreiber

benutzerdefinierte und On-Demand-Inhalte über die vorhandene Benutzeroberfläche anzeigen. Außerdem können die Netzbetreiber speziell angepasste Benutzeroberflächen für die mobilen Geräte selbst entwickeln. • Inhalts- und Anwendungsebene für mobile Geräte: Die Netzbetreiber können Flash-Inhalte und -

Anwendungen direkt über die eigenen Netze an mobile Geräte übermitteln. Dabei können die Inhalte und Anwendungen als einzelne Elemente oder als Teil von abonnierten Multimedia-Datendiensten bereitgestellt werden. Innerhalb der Infrastruktur des Netzbetreibers wird ein FlashCast-Server ausgeführt. Dies ist ein mit J2EE kompatibler Server, der die verfügbaren Netzwerkprotokolle für die FlashCast-Daten nutzt und die MultimediaInhalte an die Teilnehmer überträgt. Durch die Entkoppelung der Kommunikation zwischen Inhalts-Feeds und den Geräten der Kunden gewinnen die Mobilfunkbetreiber ein hohes Maß an Flexibilität und Steuerungsmöglichkeiten für den Dienst.

Abbildung 7: Die Flash-Plattformarchitektur bietet eine Gesamtlösung zum Erstellen und Übermitteln von interaktiven Diensten für mobile Geräte

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Bereitstellen und Verwalten der Flash-Plattformarchitektur in einem Unternehmen Die Flash-Plattformarchitektur ist für eine einfache Bereitstellung und Wartung in allen standardbasierten Unternehmensinfrastrukturen ausgelegt.

Bereitstellung und Administration von Flex Da der Flex Presentation Server eine native Java-Anwendung ist, sind Bereitstellung und Wartung so überschaubar und unkompliziert wie die Verwaltung jeder anderen Anwendung. Abbildung 8 zeigt beispielhaft eine Bereitstellung des Flex Presentation Server in einer Clusterumgebung. Die Bereitstellung einzelner FlexAnwendungen auf der J2EE-Plattform erfolgt mithilfe von Java-Webarchivdateien (WAR-Dateien). Für Administratoren bedeutet das XML-Schema- und dateibasierte Flex-Anwendungsmodell, dass einzelne FlexAnwendungen problemlos in vorhandene Verwaltungs- und Anwendungslebenszyklus-Programme eingebunden werden können. Während die Flex-Anwendung in der Flash-Client-Laufzeitumgebung ausgeführt wird, kann sie mit beliebigen serverseitigen Funktionen interagieren, z. B. mit Java-Objekten, SOAPWebdiensten und anderen.

Abbildung 8: Bereitstellung des Flex Presentation Servers in einer Clusterumgebung

Bereitstellung und Administration von Video-Streaming Der Flash Communication Server kann auf verschiedene Art und Weise bereitgestellt werden, um die speziellen Anforderungen eines Unternehmens zu erfüllen: • Eigenständig: Diese Lösung eignet sich am besten für Unternehmen, bei denen nur eine relativ geringe

Anzahl von gleichzeitigen Verbindungen unterstützt werden muss. • Geclustert: Der Flash Communication Server ist skalierbar konzipiert, sodass die Anforderungen von

Unternehmen beliebiger Größe unterstützt werden können, und er funktioniert reibungslos in einer Umgebung mit vernetzten Servern. Beispielsweise kann ein Unternehmen den Flash Communication Server mit einem einzigen Inhaltsserver und mehreren Edge Servern bereitstellen. In einer solchen Umgebung werden die Inhalte repliziert und automatisch je nach den Anforderungen des Lastausgleichssystems übermittelt.

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• Content Delivery Networks (CDNs) Mitunter möchten Unternehmen Videos im Streaming-Verfahren an

eine sehr große Zielgruppe übermitteln, ohne deshalb in die Einrichtung und Unterhaltung einer Videoübermittlungsinfrastruktur zu investieren. Deshalb hat Macromedia führende Content Delivery Networks (CDNs) als Partner gewonnen und bietet mit ihnen gemeinsam den Flash Video Streaming Service (FVSS) als Hosted-Service-Lösung für die Übermittlung von Flash-Videos über zuverlässige Hochleistungsnetze an. Die FVSS-Kunden profitieren von einem integrierten Lastausgleich und Ausfallschutz, sodass die Videos unabhängig vom Netzwerkverkehr zuverlässig und effektiv übermittelt werden. Bandbreite und Speicherkapazität werden je nach dem konkreten Bedarf des jeweiligen Unternehmens flexibel zugeordnet, und mithilfe von ausgeklügelten Verfolgungs- und Berichtsfunktionen können die Unternehmen die aktuellen Trends beim Videozugriff erkennen.

Bereitstellung und Administration der Flash-Client-Laufzeitumgebung Damit die Unternehmensadministratoren beim Bereitstellen der Flash-Client-Laufzeitumgebung in einer verwalteten Computernetzwerkumgebung oder in einem Intranet so flexibel wie möglich vorgehen können, unterstützt Macromedia eine ganze Bandbreite von üblichen Installationsmethoden, einschließlich von Festplattenabbildern und Remote-Softwareverwaltungssystemen. Zu den unterstützten Bereitstellungsmethoden zählen auch „stumme Installationsprogramme“ für Windows-Plattformen sowie Installationsprogramme mit zugeordneten Zusammenführungsmodulen, bei denen die Flash-Client-Laufzeitumgebung zur Bereitstellung in Installationspakete aufgenommen wird (z. B. Microsoft MSI). Zum Erhöhen der Sicherheit können die Administratoren einzelne Installationen mithilfe von Konfigurationsdateien anpassen. Durch diese Dateien werden die Standardeinstellungen für eine Reihe von Optionen festgelegt.

Eine Architektur für die Zukunft Macromedia wird die Elemente der Flash-Plattformarchitektur auch in Zukunft immer wieder ausbauen und verbessern. Geplant sind u. a. folgende Erweiterungen und Verbesserungen: • Flash-Client-Laufzeitumgebung: Mit jeder neuen Version hat Macromedia die Leistung und

Speichernutzungseffizienz der Flash-Client-Laufzeitumgebung deutlich verbessert. Im Rahmen künftiger Verbesserungen wird die Anwendungsstartzeit weiter verkürzt sowie die Anwendungsreaktionsgeschwindigkeit und die Grafikwiedergabe insgesamt verbessert. Die Entwickler werden Upload- und Downloadfunktionen für Dateien nutzen können, es werden neue Grafikeffekte zur Verfügung stehen, die Schriftwiedergabe wird eine nie gekannte Qualität erreichen, und ein Video-Codec von höherer Qualität wird unterstützt, damit neue Arten von interaktiven Anwendungen und Erlebnissen möglich werden. Administratoren und Benutzer werden über ein höheres Maß an lokalen Steuerungsmöglichkeiten für die Flash-Client-Laufzeitumgebung verfügen, damit der Datenschutz weiter verbessert und das Benutzererlebnis zielgenauer angepasst werden können. Außerdem wird den Benutzern das Installieren des Clients erleichtert, und die Funktionen für die automatische Aktualisierung werden verbessert. • Programmiermodell: Das Programmiermodell der Flash-Plattform wird durch Verbesserungen der

Programmiersprache ActionScript ergänzt, um sie noch besser am ECMAScript-Standard auszurichten. Außerdem sind leistungsfähigere Datenkonnektivitätsoptionen geplant, z. B. binäre Sockets und eine erweiterte Unterstützung für Webdienste. Schließlich wird das Flex-Framework eine ganze Reihe von neuen Benutzeroberflächenkomponenten enthalten und die Anwendung von benutzerdefinierten Skins und Stilen noch besser unterstützen.

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• Entwicklungswerkzeuge: Um die Entwicklung von Rich-Internet-Anwendungen mit dem Flex-Framework

weiterhin auf höchstem Niveau unterstützen zu können, ist Macromedia der Eclipse Foundation beigetreten und entwickelt auf der Grundlage von Eclipse ein neues Entwicklungswerkzeug mit dem Codenamen „Zorn“. In „Zorn“ wird das Entwerfen, Entwickeln und Debuggen von Rich-Internet-Anwendungen vereinigt. Die entstehende Umgebung wird erweiterbar sein, eine größere Stabilität aufweisen und alle Anforderungen bei der Flex-Entwicklung abdecken. • Flex Presentation Server: Bei der nächsten Version von Flex Presentation Server mit dem Codenamen

„Mistral“ wird die schichtübergreifende transparente Datenpersistenz eingeführt, um gelegentlich verbundene Clients und Datensynchronisierung zu unterstützen. Sie wird außerdem eine leistungsfähige Daten-Push-Infrastruktur und eine Auslagerungsfunktion für große Datasets enthalten. Weiterhin ist eine Unterstützung für die Echtzeitzusammenarbeit in Rich-Internet-Anwendungen geplant. • Flash Communication Server: Die nächste vollwertige Version von Flash Communication Server mit dem

Codenamen „Edison“ wird Videos in Hi-Fi-Qualität unterstützen und das Flex-Programmiermodell integrieren, damit Kommunikationselemente in Rich-Internet-Anwendungen schnell ein- und ausgeblendet werden können. • Breeze: Für diese Kommunikationsanwendung sind Verbesserungen in folgenden Bereichen geplant:

Unterstützung für erweiterte Video-Funktionen, Übermittlung von On-Demand-Inhalten und LiveKommunikation, Erweiterung von Zusammenarbeits- und Kommunikationsfunktionen durch Integration in Telekommunikationssysteme und Unternehmensanwendungen, Verbesserung der Live-Kommunikation und der asynchronen Kommunikation durch bessere Erkennung des Online-Status, bessere MulticastUnterstützung für Webcasts und andere große Onlineveranstaltungen. Aus dem gerade umrissenen Fahrplan wird deutlich, dass die Flash-Plattform auch in Zukunft die leistungsfähigsten Funktionen für eindrucksvolle Benutzererlebnisse auf nahezu allen Geräten bieten wird.

Vorteile der Flash-Plattformarchitektur Die Macromedia Flash-Plattformarchitektur bietet eine unternehmenstaugliche Lösung für das Entwerfen und Bereitstellen von Rich-Internet-Anwendungen, Inhalten und Kommunikationslösungen. Sie umfasst leistungsfähige Server, ein ausgereiftes Programmiermodell, einen umfassenden Satz von Entwicklungswerkzeugen und ein Paket von leistungsfähigen Multimedia-Kommunikationslösungen. Eine Gemeinschaft von mehr als einer Million aktiven Flash-Entwicklern arbeitet bereits mit den Elementen dieser Architektur. Unternehmen können auf dieser Grundlage leicht Rich-Internet-Anwendungen, Inhalte und Kommunikationslösungen entwickeln, die ihren ganz speziellen Anforderungen entsprechen. Die vordefinierten erweiterbaren Multimedia-Kommunikationslösungen und eine große Zahl an unabhängigen Softwareanbietern und Systemintegrationspartnern für diese Plattform ermöglichen ein sehr hohes Maß an Flexibilität bei der Bereitstellung von Geschäftslösungen, die mit Flash-Technologien erstellt wurden. Die extrem weit verbreitete Flash-Client-Laufzeitumgebung sorgt für ein nahtloses Benutzererlebnis beim Arbeiten mit den Inhalten und Anwendungen des Unternehmens – jederzeit und überall. Kurz zusammengefasst: Investitionen in die Flash-Plattformarchitektur rentieren sich schnell. Bereits vorhandene Technologien werden ausgenutzt, um die Effizienz zu erhöhen, die Erlössituation zu verbessern und bisher verborgene Möglichkeiten zu erkennen und voll auszuschöpfen. Die Architektur ist von Hause aus skalierbar, erweiterbar und hochgradig flexibel, sie unterstützt die Branchenstandards, enthält eine extrem weit verbreitete Laufzeitumgebung und wird von unabhängigen Softwareanbietern und Systemintegrationspartnern sowie von einer großen und qualifizierten Entwicklergemeinschaft unterstützt. Somit bietet diese Architektur eine zukunftssichere und erfolgversprechende Plattform, mit der Unternehmenslösungen zuverlässig bereitgestellt werden können – heute genauso wie morgen.

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Weitere Informationen Weitere allgemeine Informationen über die Flash-Plattformarchitektur erhalten Sie von einem Vertriebspartner. In den USA und Kanada steht Ihnen hierzu die Telefonnummer 1-888-649-2990 zur Verfügung. Die Telefonnummern für andere Länder finden Sie unter http://www.macromedia.com/international/buy/numbers.html. Wenn Sie Produkte online erwerben möchten, besuchen Sie http://www.macromedia.com/store. Außerdem stehen Ihnen folgende Links zur Verfügung: • Informationen über Flash Player finden Sie unter www.macromedia.com/software/flashplayer/. • Informationen über das Flash-Authoring-Tool finden Sie unter

http://www.macromedia.com/software/flash/. • Weitere Informationen über Flex Builder finden Sie unter

www.macromedia.com/software/flex/flexbuilder/. • Weitere Informationen über den Flex Presentation Server finden Sie unter

www.macromedia.com/software/flex/. • Weitere Informationen über den Flash Communication Server finden Sie unter

www.macromedia.com/software/flashcom/. • Weitere Informationen über die Flash Video Streaming Services finden Sie unter

www.macromedia.com/software/flashcom/fvss/. • Weitere Informationen über Breeze finden Sie unter www.macromedia.com/software/breeze/.

Quellen Die geschäftliche Bedeutung von Rich-Internet-Anwendungen. IDC, Joshua Duhl. April 2003. NPD Quarterly Flash Player Penetration Survey, NPD Research. März 2005. Web conferencing: It's like being there, virtually. InfoWorld, Mike Heck. 9. Mai 2005.

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