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A Midsummer Night's Dream

Opera in Three Acts

Als «Firlefanz, der kaum mehr Gehalt hat als ein Traum» beschreibt der Darsteller des Puck den Sommernachtstraum in seiner abschliessenden Rede und wirft zugleich die Frage auf, wer hier eigentlich geträumt hat? Waren es die jungen Verliebten oder die Handwerker, die sich auf der Bühne ins nächtliche Reich der Elfen verirrten? Oder schlummerte auch das Publikum im Saal? – Dass das Theater ein Ort der Träume ist, das führt Shakespeare wohl in keinem anderen Stück so deutlich vor wie in seinem beliebten Dream . Der Komponist Benjamin Britten, der sich in seinen Opern immer wieder mit dem Unterbewussten, dem Verdrängten und dem Tabuisierten auseinandergesetzt hat, konzentrierte sich auch in dieser Kammeroper ganz auf die menschlichen

Schattenseiten: Den ersten Akt von Shakespeares Stück, der in der sonnenhellen Realität am Hof von Athen spielt, hat er ganz gestrichen. Stattdessen führen sphärische Streicherklänge direkt in die Welt der Elfen, die mit einem Koloratursopran, einem Countertenor und Kinderstimmen auch musikalisch eine ganz eigene Farbe bekommt. In dieses mittsommerlich-schwüle Naturreich, in dem das Elfenkönigpaar Oberon und Tytania herrschen, verirren sich nicht nur zwei junge Paare aus der Athener Oberschicht, sondern auch sechs Handwerker, die anlässlich der Hochzeit des Herrscherpaars Theseus und Hippolyta eine tieftragische Komödie einstudieren sollen. Im Auftrag von Oberon, der mit seiner Frau Tytania gestritten hat, und mit Hilfe eines Zaubersafts bringt der Kobold Puck diese nächtliche Gesellschaft vollends durcheinander. Der Spuk kulminiert in den Hochzeitsfeierlichkeiten und der Aufführung der Handwerkerkomödie Pyramus und Thisbe , die Britten als kunstvolle Parodie auf das Genre der italienischen Oper gestaltet hat. Mitglieder des Internationalen Opernstudios bringen das 1960 in Brittens Geburtsort Aldeburgh uraufgeführte Werk nun auf die Bühne des Theaters Winterthur.

Musikalische Leitung Duncan Ward

Inszenierung Rainer Holzapfel

Bühnenbild David Hohmann

Kostüme Lisa Brzonkalla

Lichtgestaltung Hans-Rudolf Kunz

Choreinstudierung Janko Kastelic

Dramaturgie Fabio Dietsche

Mit Sängerinnen und Sängern des Internationalen Opernstudios

Musikkollegium Winterthur

SoprAlti der Oper Zürich

Premiere 4 Mai 2024, Theater Winterthur

Weitere Vorstellungen 8, 12, 15, 17 Mai 2024, Theater Winterthu r

In englischer Sprache mit deutscher Übertitelung

Preise CHF 110, 90, 60, Theater Winterthur

Unterstützt durch die Freunde der Oper Zürich

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