Wie kann ich predigen heute an diesen Sonntag in der Mitte von einer Pandemie, in der Mitte eines gesellschaftlichen Protests gegen Rassissmus und soziales Unrecht, in der Mitte einer Faschistischen Bedrohung einer Regierung die mich unheimlich immer mehr an den Ubergriff Hitlers erinnert und das allmaehliche Verschwinden einer Demokratie? Wie kann ich predigen, wenn die Bibel missbraucht wird als ein Symbol von Machtuebernahme nachdem der Presidet Traenengas und Militaergewalt einsetzte gegen friedlich protestierende Buerger? Was kann ich ueber die Trinitaet sagen, in diesen Tagen wo der Schmerz von vielen Generation von farbigen Amerikanern zu einem Ueberlaufspunkt gekommen ist? Der Vorhang ist zur Seite gezogen worden. Die boese und nackte Wahrheit von Rassissmus, Ungerechtkeit und die Gewalt und das Toeten von unschuldigen Menschen nur wegen ihrer Hautfarbe ist fuer alle Welt zu sehen. Was kann ich predigen? Ich bin sprachlos. Ein Teil von mir moechte weglaufen, ganz weit weg. Mich verstecken. Und dann ging ich raus, protestieren mit meinen beiden farbigen Toechtern. Ich schrieb und veroeffentlichte eine klare Deklaration an meiner anderen Arbeitsstelle gegen Rassengewalt. Fuer 23 Jahre lausche ich jeden Abend aengstlich dass die Garage hoch geht und mein Afrikanischer Mann auch heil und gesund nach Hause kommt und nicht von der Polizei gestoppt worden ist. Was predige ich? Was ist hier zu sagen, anders als dass wir uns in einer Liminalen Zeit befinden. Einer Grenzerfahrung, einer Schwellenerfahrung. Liminale Theologie ist die Rede von Gott in der Mitte von Ungewissheit und Ubergang. Daher ist liminale Theologie nicht so sehr eine Position oder eine Methode, es ist mehr eine Perspektive, naemlich eine, welche die mysterische Natur von Gesellschaft, Kultur und Alltaeglichem Leben ernst nimmt.