Das offizielle Amtsblatt der Stadt Fürth | Auflage 66 100 | Ausgabe [22] 2013 vom 4.12.2013 | 69. Jahrgang
Investor füllt das ehemalige Marktkaufgebäude mit neuem Leben Am 30. September 2010 hatte der frühere Marktkaufkomplex in der Königswarterstraße seine Türen geschlossen. Seitdem gab es zwar viele Absichtserklärungen und langwierige Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümerkonsortium, aber keinen Durchbruch für eine Nachfolgenutzung. Besonders für die Bewohner der Innenstadt war diese Situation wegen mangelnder Nahversorgung mit Lebensmitteln ein großes und oft kritisiertes Problem. Doch nun kommt neues Leben in das rund 11 000 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassende Gebäude. Die Memminger Bauunternehmung Josef Hebel hat es gekauft. Oberbürgermeister Thomas Jung äußerte „große Freude und Dankbarkeit“ darüber, dass eines der „gravierendsten Leerstandprobleme“ in der Innenstadt nun gelöst
Foto: Wunder
Das Memminger Unternehmen Josef Hebel will Leerstand des Gebäudes binnen eines Jahres beseitigen — Edeka als Ankermieter
Große Freude bei allen Beteiligten: OB Thomas Jung (li.) und Wirtschaftsreferent Horst Müller (re.) begrüßten gemeinsam mit Insolvenzverwalter Thomas Warnecke (2. v. re.) den neuen Investor des ehemaligen Marktkaufgebäudes vertreten durch Roland Filippi, Bevollmächtigter der Bauunternehmung Josef Hebel.
werde. „Das wird keine Konkurrenz, sondern eine echte Ergänzung zur Neuen Mitte“, freute sich Wirtschaftsreferent Horst Müller. Und auch Insolvenzverwalter Tho-
mas Warnecke, dessen Aufgabe es ist, die über 150 Immobilien eines 2012 pleitegegangenen britischen Fonds, dem auch das Marktkaufgebäude gehörte, zu veräußern, zeigte
sich sichtlich zufrieden. Seit Ende 2012 stand er in stetem Kontakt mit dem Fürther Wirtschaftsreferenten und potenziellen Käufern. Von zwölf Interessenten kamen schließlich zwei in die engere Auswahl. Die Firma Josef Hebel setzte sich durch. Hier, so sagten Müller und Warnecke übereinstimmend, hätten Konzept und Preis gestimmt. Roland Filippi, Bevollmächtigter von Hebel, sprach neben dem Kaufpreis von weiteren zehn Millionen Euro, die in Umbau und Sanierung der Immobilie fließen. Ihr Innenleben müsse komplett umgekrempelt werden: Nicht nur die Haustechnik, auch Zuschnitte und Wegeverbindungen sollen neu entstehen. Als einer der Hauptmieter hat sich das Handelsunternehmen Edeka bereits das Erdgeschoss für ein E-Center gesichert. Namen weiterer poten>> Fortsetzung auf Seite 2 >>
Comödie Fürth freut sich bis zum Jahr 2027 auf noch mehr Theater
Foto: Sven Grundmann
Beeindruckende Erfolgsgeschichte seit 15 Jahren – Die vier Hausherren sanierten das Berolzheimerianum für fünf Millionen Mark
Die Comödie Fürth ist längt nicht mehr nur Spielstätte der Starkomödianten Volker Heißmann (li.) und Martin Rassau, sondern auch Bühne für Gastspiele.
Sie haben eines der prächtigsten Baudenkmäler Fürths vor dem Verfall gerettet und gleichzeitig eines der erfolgreichsten Privattheater in ganz Bayern etabliert: Volker Heißmann, Martin Rassau, Marcel Gasde und Michael Urban. Seit 15 Jahren sind sie die Hausherren im Berolzheimerianum und – allen voran Heißmann & Rassau – die in ganz Deutschland bekannten und beliebten Köpfe der Comödie Fürth. Jetzt haben die vier Geschäftsführer mit ihrer Unterschrift unter die Vertragsverlängerung mit der Heinrich-Berolzheimer-Jubiläumsstiftung, die die Eigentümerin des Jugendstilgebäudes in der Theresienstraße ist, dafür gesorgt, dass das Theater bis 2027 weitergehen kann. 1998 hatten die vier Freunde das 1906 von Fürths Ehrenbürger Heinrich Berolzheimer als Volksbil-
dungsstätte errichtete Haus für die Dauer von 20 Jahren mietfrei übernommen und im Gegenzug dafür rund fünf Millionen Mark in eine umfassende Sanierung gesteckt. Das Ergebnis war die Wiederbelebung eines architektonischen Schmuckstücks mit einzigartiger Atmosphäre und der Start einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Denn mittlerweile ist die Comödie weit über Fürth nicht nur als Spielstätte der beiden Starkomödianten Volker Heißmann und Martin Rassau in aller Munde, sondern längst auch als Bühne für Gastspiele bekannter Ensembles, Kabarettgrößen wie Django Asül oder Günter Grünwald, als beliebter Ort für Lesungen, Konzerte oder einfach nur zum Feiern in der hauseigenen Gastronomie. >> Fortsetzung auf Seite 2 >>