Zürcher Bote

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FREITAG, 3. DEZEMBER 2010 NR. 48 52. JAHRGANG

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WOCHENZEITUNG FÜR DEN MITTELSTAND PUBLIKATIONSORGAN DER SCHWEIZERISCHEN VOLKSPARTEI SVP DES KANTONS ZÜRICH

REFERENDUM ZUM BÜRGERRECHTSGESETZ FOLGT AUF DIE AUSSCHAFFUNGSINITIATIVE

Rechtsanspruch auf Einbürgerung statt Integration? Die Abstimmung vom 28. November verlief erfreulich: Die Stimmbürger haben sich nicht von den verzerrten Darstellungen der Medien beeindrucken lassen. Die Ausschaffungsinitiative wurde angenommen, der Gegenentwurf erlitt in allen Kantonen Schiffbruch. Ausländische Straftäter müssen unser Land künftig bei schweren Straftaten nach Verbüssung ihrer Strafe verlassen. Dies ist nun Verfassungsgrundsatz. Doch die Arbeit für die SVP geht weiter: Auf Bundesebene stehen der Entwurf eines Ausführungsgesetzes an und im Kanton Zürich bereits das nächste Referendum. GREGOR A. RUTZ VIZEPRÄSIDENT SVP KT. ZÜRICH

sert wird. Die Protagonisten des Gegenentwurfs sagten immer wieder, ihre Lösung sei besser und umfassender – selbst Raser würden erfasst. Nun haben FDP, CVP und SP die Gelegenheit, im Parlament ein klares und hartes Ausführungsgesetz zu unterstützen. Die SVP lässt sich auf keine Kompromisse ein: Der Auftrag des Souveräns ist klar.

Das Abstimmungsresultat vom 28. November ist unmissverständlich: Während die Volksinitiative für die Ausschaffung krimineller Ausländer angenommen worden ist, hat der Gegenentwurf in sämtlichen Kantonen Schiffbruch erlitten. Die Stimmbürger, Umstrittenes Bürgerrechtsgesetz aber auch die klare Mehrheit der Kan- Während die Stimmbürger auf eidtone unterstützen die SVP bei ihren genössischer Ebene ein klares Signal Bemühungen, klare rechtliche Voraus- gesetzt haben, ist der Kanton Zürich setzungen für die Wegweisung auslän- nach wie vor mit dem Entwurf zum discher Straftäter zu neuen Bürgerrechtsgeschaffen. Die Aussetz und mit den Arbeischaffungsinitiative, ten für ein IntegratiDas neue welche an die alte onsgesetz befasst. BeiBürgerrechtsgesetz strafrechtliche Lande Vorlagen sind von sieht einen rechtlichen desverweisung annicht zu unterschätzenAnspruch auf den knüpft, schafft hierfür der Tragweite. Schweizer Pass vor. eine solide Grundlage: Die SVP hat bereits Die Wegweisung muss im Rahmen der Verkünftig bei schweren nehmlassung Stellung Delikten zwingend erfolgen. Die di- genommen. Sie hat den Entwurf für rekte Anknüpfung an das strafrichterli- ein kantonales Bürgerrecht abgelehnt, che Urteil führt zu schnelleren Verfah- ebenso den Entwurf zum Integrationsren und wird die Zahl der Wegweisun- gesetz. Deutlich hat die SVP darauf gen substantiell erhöhen. hingewiesen, dass sie erwäge, das Referendum gegen das BürgerrechtsgeParlament und Bundesrat setz zu ergreifen, sollten nicht noch gefordert massgebliche Korrekturen angebracht Parlament und Bundesrat haben nun werden. Im Falle des Integrationsgedie Aufgabe, ein Ausführungsgesetz setzes ist die Ausgangslage noch klazum revidierten Artikel 121 der Bun- rer: Es ist unnötig und ordnungspolidesverfassung zu erarbeiten. In diesem tisch falsch, überhaupt ein solches GeGesetz sind die Delikte zu definieren, setz zu erlassen. welche zur Wegweisung aus der Im Rahmen der Behandlungen im Schweiz und zu einer Einreisesperre Kantonsrat gelang es der SVP-Fraktivon mindestens 5 Jahren führen. Die on, Verbesserungen im BürgerrechtsSVP will, dass diese Arbeiten zügig an gesetz anzubringen. So konnten etwa die Hand genommen werden: Der Ge- die im Gesetz genannten Grundvorsetzesentwurf soll dem Parlament spä- aussetzungen zur Einbürgerung vertestens im Sommer 2011 vorgelegt schärft werden. Die hartnäckige und werden können. kompetente Arbeit der SVP-KommisSelbstverständlich werden die SVP sionsmitglieder hat sich gelohnt. und ihre Vertreter in der diesbezügli- Trotzdem: In zwei zentralen Punkten chen Expertenkommission alles daran vermochte sich die SVP-Fraktion nicht setzen, dass die Initiative nicht verwäs- durchzusetzen – namentlich aufgrund

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gestellt bleiben, Bewerber anzuneh- waltungsakt degradiert. Die Gemeinmen oder abzulehnen. Nicht umsonst den hätten kaum mehr eine Möglichwird der Beschluss zur Vergabe des keit, einem Bewerber den Schweizer Schweizer Passes auf kommunaler Pass zu verweigern; ihr Spielraum Ebene gefasst: Hier kennt man die Ge- würde auf ein Minimum reduziert. Im suchsteller in der Regenannten Fall hätte gel persönlich und hat das Bundesgericht den Die SVP ergreift das die besten VoraussetGesuchsteller einbürReferendum unter dem Titel zungen, deren Integragern können – die GeEinbürgerung ist kein tion zu beurteilen und «Kein Recht auf Einbürgerung meinde hätte nichts Verwaltungsakt mehr hinzuzufügen geBereits der erste Gesetzesentwurf sah den richtigen Entfür Verbrecher». habt. Dies jedoch wäre für alle Ausländer einen rechtlichen scheid zu treffen. Dieser Grundsatz grundfalsch: Die KomAnspruch auf das Bürgerrecht vor. Es petenz zur Vergabe des gelang der SVP nicht, diesen Punkt aus wird bereits heute imdem Gesetz zu entfernen: Die Mitte- mer wieder von Gerichten unterlaufen. Bürgerrechts muss ein politischer Entparteien unterstützten in dieser Frage So erkämpfte sich kürzlich ein Maze- scheid bleiben. Zudem soll er auch die Sozialdemokraten. Der vom Rat donier auf gerichtlichem Weg das Ge- weiterhin auf kommunaler Ebene geverabschiedete Gesetzestext sieht vor, meindebürgerrecht. Die Gemeinde fällt werden. dass Ausländer «eingebürgert wer- Küsnacht hatte sein Einbürgerungsgeden», wenn sie die im Gesetz genann- such zwei Mal abgelehnt, weil er nach Keine Verbrecher einbürgern ten Voraussetzungen erfüllen. Richtig Auffassung der lokalen Behörden die Auch die Regelung bezüglich Straftäwäre die Formulierung, dass Auslän- Integrationsvoraussetzungen nicht er- tern ist im neuen Bürgerrechtsgesetz der «eingebürgert werden können», füllte. Der Regierungsrat und letztlich gründlich misslungen. Die SVP verwenn die Voraussetzungen erfüllt sind: das Bundesgericht jedoch gaben dem langte für die Einbürgerung einen taDer definitive Entscheid muss den Mazedonier recht. Aus Lausanne hiess dellosen Leumund. Die anderen Parkommunalen Bürgerrechtskommissio- es, der Mann könne zwar aus gesund- teien bevorzugten eine tolerantere Reheitlichen Gründen gelung: Einzig der Strafregisterauszug nen oder der Gemeinnicht arbeiten, küm- für Privatpersonen soll entscheidend deversammlung oblieVergewaltiger, Räuber mere sich dafür aber sein. Bei bedingten Gefängnisstrafen gen. intensiv um seine fünf wird der Eintrag im Privatauszug beund Einbrecher könnten Im Gegensatz zur Kinder und die ge- reits nach Ablauf der Probezeit – also Einbürgerung von mit dem neuen sundheitlich ange- nach wenigen Jahren – entfernt. Das Schweizern besteht bei Bürgerrechtsgesetz schlagene Frau. Mit heisst: Vergewaltiger, Räuber und Einder Einbürgerung auseingebürgert werden. diesem pädagogischen brecher könnten schon nach kurzer ländischer StaatsanEngagement zeige er, Frist eingebürgert werden. gehöriger bislang kein «dass er ein wesentliDie SVP will auch hier die Bedinrechtlicher Anspruch auf den Schweizer Pass. Ein solches ches Element der schweizerischen gungen verschärften: Verbrecher sollen grundsätzlich nicht eingebürgert Recht wäre ein Novum in der Schweiz. Kultur verinnerlicht» habe. werden können. Sodann soll nicht der Die linken Parteien zögerten nicht, diePrivatauszug, sondern das (für Behörses Signal aus dem Kanton Zürich auf- Einbürgerungen durch Gerichte? zunehmen und auch in anderen Kanto- Nach diesem Entscheid des Bundesge- den einsehbare) Strafregister massgenen entsprechende Vorstösse zu lancie- richts muss die Gemeinde Küsnacht bend sein. Darin bleiben strafrechtliren. Ein geschickter Coup des Justizdi- den Fall noch einmal beurteilen. Der che Verfehlungen länger eingetragen, rektors. Die anderen Parteien haben es Ausgang ist offen, denn die Kompe- was die Wartefrist für Straftäter erhöht. tenz liegt bei der kommunalen Bürgernicht realisiert. rechtskommission. Anders wäre es mit Diese Punkte zeigen: Auch nach dem neuen Bürgerrechtsgesetz. Annahme der Ausschaffungsinitiative Aushebelung der GemeindeDie Schaffung eines gesetzlichen geht der SVP die Arbeit nicht aus. Das autonomie Der Einbürgerungsentscheid war in Anspruchs auf den Schweizer Pass wä- Referendum gegen das Bürgerrechtsder Schweiz immer ein politischer Ent- re verheerend: Der Einbürgerungsent- gesetz ist die nächste Aufgabe. Packen scheid. Jeder Gemeinde muss es frei- scheid würde zu einem einfachen Ver- wir es an! fehlender Unterstützung aus den Reihen von FDP und CVP. So sieht das neue Bürgerrechtsgesetz einen rechtlichen Anspruch auf den Schweizer Pass vor. Andererseits sind die Voraussetzungen bezüglich des Leumunds viel zu lasch.

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