FREITAG, 28. OKTOBER 2011 NR. 43 53. JAHRGANG
AZA 8820 Wädenswil
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WOCHENZEITUNG FÜR DEN MITTELSTAND PUBLIKATIONSORGAN DER SCHWEIZERISCHEN VOLKSPARTEI SVP DES KANTONS ZÜRICH
NATIONAL- UND STÄNDERATSWAHLEN VOM 23. OKTOBER 2011
Analyse der National- und Ständeratswahlen 2011 Der Parteipräsident Nationalrat Alfred Heer nahm an der Delegiertenversammlung vom 25. Oktober 2011 in Hombrechtikon eine vertiefte Analyse der National- und Ständeratswahlen vor. Der Zürcher Bote druckt das Referat in gekürzter Version ab. NATIONALRAT ALFRED HEER PARTEIPRÄSIDENT SVP KT. ZÜRICH
Die Nationalratswahlen 2011 sind vorbei. Aus der Sicht der SVP und aus Sicht der Unabhängigkeit und Freiheit der Schweiz sind diese sicherlich nicht erfreulich verlaufen. Wir müssen den Rückgang akzeptieren, dürfen aber deswegen nicht in eine Lethargie verfallen. Letztlich wird es in den kommenden vier Jahren darum gehen, die Politik für die Unabhängigkeit unseres Landes fortzusetzen. Die SVP ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Das Wahljahr 2007 war sicherlich geprägt von der Frage, ob Christoph Blocher im Bundesrat verbleiben kann oder nicht. Sie erinnern sich, dass damals die Wogen im Wahlkampf hoch gingen, wovon die SVP überdurchschnittlich profitierte. Im Wahlkampf 2011 ist es der AntiSVP-Koalition unter Führung des Staatsfernsehens und des Staatsradios sowie den anderen Parteien gelungen, den brennenden Fragen, welche unser Land betreffen, auszuweichen. Die EU und der Euro befinden sich in Schieflage. Das Asylwesen läuft aus dem Ruder. Die Schweiz zahlt bereits kräftig
Partei
an die Sanierung von Griechenland mit. Unter anderem über den IWF-Kredit von 18 Mia. Franken. Die Schweiz steht unter Druck seitens der USA und verschiedenen EU-Ländern, welche unseren Finanzplatz mit Machtpolitik kaputt machen wollen. Es geht letztlich darum, der Schweiz Zahlungen abzupressen. Die Wirtschaftslage wird schlechter, Arbeitsplätze werden auch in der Schweiz abgebaut und dies trotz einer hohen Zuwanderung. Das neuste Beispiel von heute ist die Entlassung von 1100 Personen in der Schweiz durch die Novartis. Einer Firma, welche grundsolide und hohe Gewinne erzielt. Auch der Finanzplatz baut Stellen ab. Trotzdem wurden auch die Probleme der Personenfreizügigkeit nicht thematisiert. Die schleichende Integration der Schweiz in die EU, welche durch Frau Calmy-Rey in Brüssel vorangetrieben wird, wird ausgeblendet. Im Gegenteil: Die Medien berichten, dass Frau Calmy-Rey sich schon fast wie eine SVPlerin für die Unabhängigkeit der Schweiz in Brüssel einsetzt. Dass eine Bundespräsidentin sich vor Parlamentariern der EU für eine Fragerunde zur Verfügung stellt, ist ein staatspolitischer Skandal erster Güte oder können sie sich vorstellen, dass ein Staatsoberhaupt eines Landes, sich Schweizer Parlamentariern stellt, um kritische Fragen zu beantworten? Wohl kaum.
Stimmen
Wählende
2011 [%]
2007 - 2011 2011 [%] [Sitze]
2007 - 2011 [Sitze]
SVP
4135959
121646
29.84
-4.08
11
SP
2671328
78568
19.27
-0.54
7
0
FDP
1613851
47466
11.64
-1.51
4
0
GRÜNE
1163522
34221
8.39
-1.98
3
-1
697240
20507
5.03
-2.53
2
-1
1591924
46821
11.49
4.48
4
1
731501
21515
5.28
5.28
2
2
CVP glp BDP
-1
EVP
425520
12515
3.07
-0.61
1
0
AL
174888
5144
1.26
-0.08
0
0
EDU
300540
8839
2.17
0.05
0
0
Piraten
119400
3512
0.86
0.86
0
0
39012
1147
0.28
-0.26
0
0
SD übrige Total
196149
5769
1.42
0.92
0
0
13860834
407671
100.00
0.00
34
0
Tab.: Nationalratswahlen 2011.
Unsere politischen Gegner und die Medien sind geschickter geworden. Anstatt über diese die Schweiz in der Existenz bedrohenden Probleme zu berichten, wurde eine rosarote Berichterstattung aufgesetzt, welche zum Hauptteil darin bestand, die Frage x-fach zu beantworten, wer am 14. Dezember in den Bundesrat gewählt werden könnte. Selbstverständlich ist diese Frage durchaus von Bedeutung, aber die Frage wurde hochstilisiert, um den brennenden Themen wie Migration, EU-Beitritt, Eurokrise auszuweichen. Im Weiteren wird über Nebensächlichkeiten berichtet. Darf die SVP Plakate im Bahnhof aufhängen? Wer gibt wie viel Geld für die Wahlen aus? Im Kanton Zürich verging kein Tag, an welchem der Tagi oder der Tagi-Online nicht irgendeine irrelevante Geschichte über die SVP veröffentlichte. Im Internet konnte man selbstverständlich alle SVP-Artikel kommentieren. Ein kleines Beispiel möchte ich nur erwähnen. Als es um die Roaming-Gebühren im Ausland bezüglich Swisscom ging (Motion), bei welcher vier SVP-Vertreter dagegen stimmten (unpopulär), vergingen nur wenige Stunden, bis alle im Tagi als konsumentenfeindlich mit Foto im Internet abgelichtet und zum Kommentar freigegeben wurden. Nicht vergessen werden darf, dass die SVP systematisch kritisch und negativ dargestellt wird. Selbstverständlich mag es Fälle geben, wo die SVP zu Recht kritisiert wird. Wir sind auch nicht fehlerfrei oder perfekt. Wenn aber die SVP jeden Tag dämonisiert wird, ist das Gebot der Fairness nicht mehr gegeben. Wenn die SVP einen Grossanlass in Bern mit mehreren Tausend Personen durchführt, wird dies in den Medien kaum vermerkt. Wenn die BDP oder die GLP aber eine Versammlung in einem Hinterzimmer mit 30 Personen veranstaltet, wird breit und ausführlich in den Zeitungen und im Staatsfernsehen darüber berichtet. Hohle Schlagworte wie Sachpolitik, neue Kraft prägten vornehmlich die seichte Berichterstattung. Stärkung der sogenannten Mitte war angesagt. Als Beispiel mag auch dienen, dass wir am Montag noch als grosse Wahlverlierer dargestellt wurden. Es sind schweizeit nur noch 2,2 statt 3,6 Prozent. Dies ist doch ein wesentlicher Unterschied. Die
FDP verliert gesamtschweizerisch 2,6 Prozent und die CVP 2,2 Prozent. Dies sind massiv grössere Wahlverluste zur proportionalen Grösse. Dass wir trotzdem 8 Sitze verlieren, liegt einerseits daran, dass die Mitteparteien durch Listenverbindungen ihre Sitzzahlen optimieren konnten. Auch die SP hat von Listenverbindungen profitiert und trotz sinkendem Wähleranteil die Sitzzahl ausgebaut. Von den 8 Sitzen haben wir während der Legislatur durch die Abspaltung der BDP bereits 4 Sitze verloren. Der Sitz im Kanton Jura war im 2007 eine glückliche Fügung und war faktisch im vornherein verloren. Der Sitz in Obwalden war ebenso ein glückliches Mandat im 2007, welches unter normalen Umständen nicht zu gewinnen war. So gesehen ist der Verlust der SVP zu relativieren und festzuhalten, dass wir nach wie vor mit Abstand die grösste Partei in der Schweiz sind. Ich bin dagegen, dass wir das Resultat beschönigen. Wir haben Wähleranteile verloren. Aber von einer Wahlschlappe zu sprechen, wie dies die Medien tun, ist völlig übertrieben. Wir sind mit Abstand die grösste Partei und wer uns den 2. Bundesratssitz verwehrt, nimmt die Spielregeln der Konkordanz nicht ernst und schliesst den grössten Teil der Wählerschaft aus der Regierung aus. Diese Tatsache kann keiner bestreiten sogar ein Mitglied der BDP nicht. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass auch in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Parteien am Horizont aufgetaucht und wieder verschwunden sind. Die Republikaner, die Nationale Aktion, die Schweizer Demokraten, der Landesring der Unabhängigen und die Autopartei. Der LDU war im Kanton Zürich nicht eine Kleinpartei, sondern eine bedeutende Kraft. Mitte-Links Die Ausgangslage vor den Wahlen war klar. Es galt für den Grossteil der Medien, die SVP zu stoppen, welche gegen einen EU-Beitritt ist, für die Unabhängigkeit einsteht und gegen die Umverteilung und damit für tiefere Steuern, Gebühren und Abgaben kämpft. nun haben sich die Journalisten gefragt, wie kann man einen Linksrutsch in der Schweiz bewirken ohne SP und GP. Dazu hat man zu einer neuen Taktik gegriffen. Ging es früher darum, die Grünen und die SP in den Himmel zu loben, haben die findigen Journalisten bemerkt, dass dies nicht funktioniert. Beide Parteien sind zu wenig attraktiv, um entscheidende Wähleranteile zu gewinnen. Die einen wollen den Kapitalismus überwinden und die Grünen sind noch röter als die Sozialdemokraten. Beide Parteien haben auch Wähleranteile verloren. Die Taktik war simpel und einfach. Mit dem Motto, die sogenannt Vernünftigen, die Brückenbauer und die Neuparteien zu
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unterstützen, hat man das Ziel erreicht, dass das Parlament trotz Verlusten der Linken nach links gerutscht und europafreundlich ist. So wie sich dies Herr de Weck vom SF wünscht. GLP und BDP heisst höhere Energiekosten, höhere Preise, Schädigung des Wirtschaftsstandortes Schweiz. Es heisst Verfassungsrichter, welche über die Demokratie bestimmen sollen. Es heisst, keine Umsetzung von Volksentscheiden bezüglich der Ausschaffungsinitiative, was letztendlich einem Staatsstreich der Regierung gegen das Volk gleichkommt. GLP heisst Annäherung an Europa. Mit Frau Widmer-Schlumpf, welche unbedingt im Bundesrat verbleiben will, hat man eine treue Verbündete, welche linke Wünsche in der Energie- und aber auch in der Steuerpolitik erfüllen wird. Frau Widmer-Schlumpf wird von den Medien als supergute Bundesrätin dargestellt, welche Überdurchschnittliches leistet. Wir wollen sie heute nicht runter machen, nur mal objektiv anschauen, was eigentlich Tatsache ist. Fortsetzung Seite 3 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34
Rickli Natalie Blocher Christoph Mörgeli Christoph Heer Alfred Zuppiger Bruno Binder Max Fehr Hans Bortoluzzi Toni Stahl Jürg Egloff Hans Kaufmann Hans Rutz Gregor A. Schibli Ernst Matter Thomas Steinemann Barbara Schlüer Ulrich Borer Anita Frei Hans Zanetti Claudio Vogt Hans-Ueli Tuena Mauro Walliser Bruno Arnold Martin Lehmann Hans-Ulrich Heinzelmann Bruno Egli-Zimmermann Karin Trachsel Jürg Suter Martin Wyss Orlando Hofer Jacqueline Haab Martin Brunner Susanne Zweifel Karl Burtscher Rochus J.
Tab.: Wahlresultate SVP-Liste 1.
+6 –1 = +5 +3 –1 –1 –4 +1 +5 = +9 –1 + 11 +1 –3 – 15 –4 –2 +4 –3 –2 –4 +2 –3 +2 = +2 –6 –1 = = +1 –1