Erarbeitungstipps: Es ist Freitag, 14 Uhr, Rushhour in Rio de Janeiro. Genervte Autofahrer entladen ihren Ärger mit einem Hupkonzert. Doch dieses Hupkonzert ist anders ! Aus anfänglich vereinzelten Hupgeräuschen wird eine groovige „Hupgeräusch-Samba“! Motorengeräusche mischen sich dazu, der Groove verdichtet sich und endet abrupt : die Kolonne fährt los. Nach einem kräftigen Samba-Break geht es weiter im typischen Stop & Go-Rhythmus eines sich stauenden Blechsalats. Als kleiner Seitenhieb auf die Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr versteht sich der darauf folgende „Hust“-Teil. Selbstverständlich wird in Rio auch rhythmisch gehustet. Eine kleine eingängige Melodie, die Wiederholung des Breaks und das abschließende Unisonohusten komplettieren dieses effektvolle Stück. Rushhour in Rio basiert auf einer Vocal Percussion-Samba und den Sounds und Rhythmen brasilianischer Percussioninstrumente wie Surdo, Ganza (Shaker), Agogo Bells, Tamborim, Guica und Caixeta (Woodblock). Erstmals wurden hier einigen Instrumenten konkrete Tonhöhen zugeordnet. In der Sopranstimme werden über weite Strecken Agogo Bells imitiert, wobei diese Teile wenn möglich eine Oktave höher als notiert mit Kopfstimme gesungen werden. Die Stimmen VP 1 und VP 2 sind optional. Sie unterstützen den Samba-Groove mit Shaker-, Caixeta-, SurdoSounds und Trommelwirbeln. Am besten beginnt man die Erarbeitung mit der Vocal Percussion-Samba (Takt 40 – 43). Als nächsten Schritt kann man die Melodie ab Takt 46 dazunehmen. Das richtige Samba-Feeling stellt sich ein, wenn man noch eine kleine Schrittkombination im Viertelpuls dazu ausführt : 1. rechter Fuß : ein kleiner Schritt zurück, dabei wird der Oberkörper leicht nach hinten geneigt 2. linker Fuß : Schritt auf dem Platz 3. rechter Fuß : Schritt vor in Ausgangsposition 4. linker Fuß : Schritt auf dem Platz
Generell sollte leicht, locker und groovig fließend gesungen werden. Denkt man an Rio, Sonne und an das brasilianische Lebensgefühl, gelingt das mit Leichtigkeit. Den Stückanfang kann man mit einer kleinen, den Spaßfaktor erhöhenden chaotischen Choreographie gestalten. Jeder Sänger stellt ein Fahrzeug dar. Die Sänger laufen hupend wild durcheinander, bis sie die „Parkposition“ erreicht haben.
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mouthdrumming oder Zungenschnalzen
Beim „mouthdrumming“ wird mit der ausgestreckten Hand auf die Wange geklopft. Der Mund wird zu einem „O“ geformt. Durch Verändern der Mundform kann die Tonhöhe variiert werden. Alternativ kann man statt des mouthdrummings mit der Zunge schnalzen. Weitere Tipps zur Ausführung der Vocal Percussion-Sounds finden Sie im Heft „Vocal Percussion 2 – Latin“ und auf der DVD „Vocal Percussion Basics“. Eine Demoversion zur Vermittlung eines ersten Eindrucks können Sie gratis auf der Website www.filz.at downloaden.
Gutes Gelingen und viel Spaß wünscht