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Spiezmoos

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Ghei(d

Ghei(d

Wie viele Gauner, Tunichtgute und Verbrecher auf dem Richtplatz im Spiezmoos zu Recht oder zu Unrecht hingerichtet wurden, lässt sich heute nicht mehr ermitteln.

(Quelle: Recht im Mittelalter)

Vermutete Burgstelle und spätere Richtstätte von Spiez. LK 1207 617.30 / 171.40

Im Jahr 1988 erschien in einer Lokalzeitung der Bericht über ausgegrabene Grabstätten im Spiezmoos. Die Tatsache, dass bei einzelnen Skeletten der Schädel an der Seite des Torsos lag, beweist, dass sich hier die ehemalige Richtstätte von Spiez befand.

Schon im Mittelalter führte die Strasse von Thun ins Oberland hier vorbei.

Eine bevorzugte Lage für einen Richtplatz, indem hier die abschreckende Wirkung der zur Schau gestellten Hingerichteten sicher war. Bei weiteren Untersuchungen der Stätte kam Mauerwerk zum Vorschein, was auf eine befestigte Anlage schliessen lässt.

Der Zweck einer früheren Wehranlage oder einer Warte könnte in gleichem Zusammenhang stehen wie der nicht weit entfernte Turm Ghei.

Möglicherweise versuchten die damaligen Landesherren, die offene Uferstrecke am Thunersee zwischen der Strättligburg und Spiez zu verstärken. Ein gleicher Gedanke könnte auch bei der Errichtung der Burg zu Faulensee zugrunde gelegen haben.

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