LTE – Long Term Evolution: Mobiles Breitband

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LTE – Long Term Evolution: Mobiles Breitband LTE ermöglicht Grundversorgung Die drei oben genannten Anbieter werden somit tatsächlich zum Erreichen des ersten Ziels von Breitband-in-Hessen, der Herstellung der flächendeckenden Grundversorgung (mindestens 1 Mbit/s im Download), beitragen. Über die Funkmasten kann je nach eingesetzter Hardware ein Datenstrom zwischen 50 und 300 Mbit/s abgeführt werden, wobei sich diese Bandbreite bei LTE als „shared medium“ auf die Nutzer innerhalb einer Funkzelle verteilt. So wurden im Rahmen des Modellversuchs von Vodafone und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung in Hofbieber reale Downloadraten von 6 Mbit/s erreicht. Da unter Alltagsbedingungen aufgrund der Zellgrößen üblicherweise mehr als die im Modellprojekt aktiven 50 Testnutzer auf einen Funkmast zugreifen, ist für den einzelnen Nutzer zukünftig eher von niedrigeren verfügbaren Bandbreiten auszugehen. So vermarktet die DTAG zurzeit für die Nutzer des LTEStandards eine Bandbreite von etwa 3 Mbit/s.

Die Bundesnetzagentur hat im Frühjahr 2010 Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz (bisher durch die Bundeswehr genutzt), 2 GHz (ehemalige Quamund Mobilcom-Lizenzen für UMTS) und 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten versteigert. Die Frequenzen in den Bereichen 800 MHz und 2,6 GHz werden von den vier deutschen Mobilfunkanbietern Deutsche Telekom AG (DTAG), O2, Vodafone und E-Plus für den Betrieb mit dem Funk-Standard Long Termin Evolution (LTE) genutzt werden.

Somit kann LTE höchstens indirekt zum Aufbau von NGA-Netzen beitragen, denn einige der LTE-Masten werden mit Glasfaser an die Backbones der Provider angeschlossen, um den Datenfluss abzuführen. Diese neu entstehenden Glasfasertrassen können von den Mobilfunkanbietern dazu genutzt werden, das bestehende Festnetz zu ergänzen und die Infrastruktur in Richtung FTTH (Fibre To The Home) zu ertüchtigen.

Sowohl die DTAG als auch Vodafone haben bereits eine Vielzahl von LTE-Standorten benannt. Im Gegensatz dazu kann O2 zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genauen Angaben zu seinen LTE-Standorten machen. Während DTAG, Vodafone und O2 verpflichtet sind, Infrastruktur zuerst im ländlichen Raum zur Schließung der weißen Flecken zu errichten, kann E-Plus mit der Funkversorgung direkt in den Ballungsräumen starten, da das von E-Plus ersteigerte Frequenzspektrum frei von Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur ist.

Downlink

Frequenzduplex (FDD) O2

versteigerte Blöcke

Vodafone

Duplexlücke

Kontakt: Wolfram Koch, Hessen-IT Schwerpunkte: Breitband und E- / M-Commerce c/o HA Hessen Agentur GmbH Telefon 0611 774-8472, Fax -8620 wolfram.koch@hessen-agentur.de www.hessen-it.de

Uplink

Telekom

O2

Vodafone

Telekom

bisherige Nutzer Fernsehkanäle (digital) Fernsehkanäle (analog)

60

61

60

61

Funkmikrofone (alt)

62 62

63 63

64

65

64

66

67 67

790–814 MHz

68 68

69 69

838–862 MHz 822–832 MHz

Funkmikrofone (neu) 780

66

65

780

780

780

780

780

780

780

860MHz

Uplink Frequenzduplex (FDD) versteigerte Blöcke Vodafone Telekom E+

Downlink Vodafone Telekom

O2

O2

Uplink + Downlink

Zeitduplex (TDD) versteigerte Blöcke

E+

E+

Vodafone

T O2

MHz 2500 2510 2520 2530 2540 2550 2560 2570 2580 2590 2600 2610 2620 2630 2640 2650 2660 2670 2680 2690

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Hessen-IT NEWS 1| 2011


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