P.P.A 6002 Luzern, Post CH AG – Nr. 2, Jahrgang 24
Dienstag, 14. Januar 2020
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Gemeindebudgets
Kommentar
Steuern sinken dieses Jahr nochmal Die Steuer-Hitliste
Baar Zug Walchwil Risch Cham Oberägeri Steinhausen Unterägeri Neuheim Hünenberg Menzingen
51 (53) 54 (54) 55 (55) 57 (60) 59 (61) 60 (62) 60 (60) 60 (64) 61 (61) 65 (66) 65 (69)
Steuerfuss in Prozentpunkten / Vorjahr in Klammern
Baar ist weiter die steuergünstigste Gemeinde im Kanton. Der Vorsprung zu Zug ist gewachsen. Sieben Gemeinden haben ihre Steuern gesenkt.
Jahr wieder Steuersenkungen verordnet. Dies in den Gemeinden Baar, Risch, Cham, Ober- und Unterägeri, Hünenberg und Menzingen. In den restlichen vier Gemeinden, darunter in der Stadt Zug, bleibt der Steuerfuss, wie er ist.
Florian Hofer
Zuzüger und Unternehmen bringen Geld nach Zug Den kräftigsten Abschlag genehmigten sich Unterägeri und Menzingen, wo die Steuern jeweils um 4 Prozentpunkte nach unten korrigiert wurden. Trotz-
Nachdem bereits im vergangen Jahr in sieben Gemeinden im Kanton Zug die Steuern gesunken sind, haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auch für dieses
dem bleibt Menzingen das Schlusslicht in der SteuerHitliste. Wie schon im Vorjahr betonen die jeweiligen Finanzchefs, die Haushaltslage sei langfristig gesichert. In Zug bleibt eine Steuersenkung aus, obwohl die Stadt vor lauter Überschüssen nicht recht weiss, wohin mit dem Geld. Dafür hat man in Baar, wo die Einnahmen ein ähnliches Bild zeigen, eine kleine Steuersenkung vorgenommen. Wie schon im Vorjahr dürfte Baar damit immer noch zu den
steuergünstigsten Gemeinden der Schweiz gehören. Auch beim Kanton ist die Lage rosig. Offenbar gut betuchte Zuzüger und neue Unternehmen bringen noch mehr Geld in den Kanton. Beim Kanton will man von einer Steuersenkung jedoch nichts wissen. Gerade erst sei eine Steuererhöhung abgewendet worden, so Finanzdirektor Heinz Tännler. Da könne man beim ersten Lichtblick nicht schon wieder von einer Senkung reden. Kommentar und Seite 3
Cham
Zahlreiche Bäume wurden gefällt
Auszeichnung für Sammlung Stefan Sägesser wurde für seine Briefmarkensammlung zur Postgeschichte bis 1900 kürzlich ausgezeichnet. Seine Sammlung enthält unter anderem den ersten Brief von 1707, den Beat Ludwig Zurlauben von Paris in seine Heimat nach Seite 9 Zug schrieb. ar
Im Nostalgiechor lassen 25 Frauen die Zeiten der Belle Epoque aufleben – nicht nur mit ihren Stimmen, sondern auch mit ihrer Kleidung. Dieser besondere Chor wurde in den 1980er-Jahren von einem Pro-Senectute-Mitglied gegründet. ar Seite 5
B
ereits das dritte Jahr in Folge senken die Zuger Einwohnergemeinden schrittweise ihre Steuern. Das ist natürlich auf der einen Seite schön für uns Steuerzahler, denn dann können wir mit dem gesparten Geld etwas anders machen.
Dennoch weiss man ja kaum mehr wohin mit den Überschüssen. In Zug das gleiche Bild. Nur hat dort im Gegensatz zu früheren Jahren niemand mehr an der Senkungsschraube gedreht. Verwunderlich eigentlich, denn Potenzial hätte es gegeben.
Baar
Der Klang der Belle Epoque
Berggemeinden ziehen den Kürzeren
Ob es aber wirklich etwas bringt, wenn die finanzstarken Gemeinden so den Steuerwettbewerb anheizen, ist eine andere Frage. Baar zum Beispiel war schon die günstigste Gemeinde der Schweiz (zumindest in Kombination mit den Kantonssteuern). Eine Senkung bringt in Sachen Wettbewerb kaum mehr etwas.
Die Eschenwelke, der Brandkrustenpilz und der Weidenbohrer machen den Bäumen in Cham zu schaffen. Deswegen mussten einige Bäume gefällt werden. Gerade die Äste der Esche werden durch den Pilz instabil und können zum Sicherheitsrisiko werden. «So schade die Fällungen auch sind, so notwendig sind sie.Wir freuen uns deshalb, dass wir Ersatzpflanzungen vornehmen können und die wertvollen Jungbäume dann ihre Wurzeln schlagen können», sagt Markus Schuler, Leiter Gartenbau der Seite 9 Gemeinde Cham. ar
Kultur
Florian Hofer, Chefredaktor «Zuger Presse»
Bild: pd
Die Fröschenzunft feiert ihren 75. Geburtstag
Im Jahr 1953 zog die Fröschenzunft Ebel am Fasnachtsumzug durch Baar. Damals erstmals mit einem Froschkönig (Mitte). In diesem Amt waltete Hans I. Schicker. Heuer feiert die Inwiler Fasnachtszunft ihr 75-jähriges Bestehen. Als Oberhaupt amtet im Jubiläumsjahr Marcel I. Schmid – heute Zunftmeister genannt. Das grosse Geburtstagsfest findet vom Freitag, 24. Januar, bis Sonntag, 26. Januar, in Inwil statt. ar Seiten 6 und 7
Schwer ist das alles für die kleinen Berggemeinden. Sie werden gezwungen, wenigstens mitzuhalten. Und das, obwohl die Steuereinnahmen niemals deckungsgleich mit den Ausgaben sind. Der Zuger Finanzausgleich sorgt dafür, dass sie von Zug und Baar alimentiert werden, um dann Steuern senken zu können. Immerhin sorgt dieser Mechanismus für eine gewisse Ausgeglichenheit. Das wiederum ist gut für den Zusammenhalt im Kanton. florian.hofer@zugerpresse.ch
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