P.P.A 6002 Luzern, Post CH AG – Nr. 5, Jahrgang 116
Dienstag, 2. Februar 2021
Eine Lokalausgabe der Zuger Presse
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«Jeder Franken, der zurück in den Wirtschaftskreislauf fliesst statt als Vorrat in die Staatskasse, hilft, die Krise schneller zu überwinden.»
Jubiläum
«Kleine Pfüderi» werden zusammen alt Die Minifodrios lassen den 40. Geburtstag nicht unbeachtet vorbeigehen. Alle Fasnachtsfreunde sind aufgerufen, den Spuren einer der ältesten Baarer Guggen nachzugehen.
Schaufenster-Aktion Gwändli entlang der Umzugsroute
Ernst Bürge
Für Vito Banterle war schon zu seiner Primarschulzeit die Fasnacht wichtig und Guggenmusik noch wichtiger. Mit einem Aufnahmegerät eilte er 1980 einer Gruppe am Baarer Umzug nach und hörte sich zu Hause die schrägen Töne immer wieder an. Da wollte er auch dabei sein, doch spielte er noch kein Instrument. Er fand einen Platz bei der Musikschule Baar und lernte Trompete spielen. Mit viel Üben entlockte er dem Instrument bald auch Töne mit dem Ziel, an der Fasnacht 1981 mit dabei zu sein. Rund zehn Schulkameraden wollten ebenfalls mitmachen, der Sechstklässler organisierte das weitere Vorgehen und eine erste Probe. Doch bei der Diskussion, wer welches Instrument spielen sollte, endete das Vorhaben bereits.
Sie entwickelten im Laufe der Zeit einen eigenen Stil Aber Vito Banterle gab nicht auf. Zusammen mit Guido Hesseling an der Trommel und Guido Banterle an der Tschinelle übten die drei eifrig, bastelten aus Leintüchern ein Gwändli und zogen so an der Fasnacht 1981 von Beiz zu Beiz und spielten auf. Vorne auf ihrem Kostüm prangte bereits der Name Minifodrios, und am Rücken hiess es «Hallo Fan». Die «kleinen Pfüderi», so das übersetzte Wortspiel, hatten Erfolg mit ihren Darbietungen Anzeige
Die Minifodrios an der Inthronisation von Zunftmeister Marcel I. Schmid beim 75-Jahr-Jubiläum der Fröschenzunft Ebel im Jahr 2020. Er und seine Gattin Dorly waren auch Mitglieder der Gugge. Bild: Ernst Bürge und konnten 40 Franken einsammeln. Der Grundstein war gelegt, die Anmeldung für den Kinderumzug des nächsten Jahres eingereicht. Dafür waren allerdings Masken erforderlich. Erste Herstellungsversuche scheiterten. Wer konnte da nicht besser helfen als Geny Hotz, der Baarer Fasnachtsgestalter schlechthin? Dieser war sofort zur Unterstützung bereit. Die Burschen zogen mit ihm in Maler Utigers Werkstatt, und so entstanden die ersten drei Masken, die übrigens immer noch existieren.Am Kinderumzug verteilten ihre Begleiter Werbezettel, und ein Jahr später zählte die Gruppe bereits zehn Mitglieder, wovon heute noch drei aktiv dabei sind. Die Gugge wuchs rasch heran, und 1987 beschlossen die Mitglieder, dass sie nicht mehr als 40 Aktive sein wollten, wobei es dann doch mehr wurden. Heute zählt die Gugge 24 Musikantinnen und Musikanten. Bis auf einen Trompeter sind
Unkonventionell
Inhalt Baar
alle schon mindestens seit zehn Jahren mit dabei. Nachdem anfänglich ausschliesslich einfache Stücke von anderen Guggen nachgespielt worden waren, widmete sich Vito Banterle, der damalige musikalische Leiter, im Laufe der Zeit dem Arrangieren aktueller Musikliteratur aus den Genres Rock, Pop, Latin, Schlager und Jazz. «Nach wie vor pflegen die Minifodrios einen eigenen Sound. Das wollen wir auch weiter beibehalten», so Banterle. Im Repertoire hat das Stück «La colegiala» in der dritten Auflage seit langen Jahren einen festen Platz. Zur Fasnachtszeit reisten die Minifodrios immer wieder an internationale Guggentreffen bis nach Prag,Amsterdam, Rom und Mainz. Dazu kamen verschiedenste Anlässe vor allem in der Schweiz und im süddeutschen Raum. Viele Eindrücke über die unterschiedlichen Arten von Karneval und die Begeisterung des Publikums
2, 3, 7
Forum
4
Zum Gedenken
4
Aus dem Rathaus
5
Schauplatz
8
Kanton
9
Wirtschaft
11
Rätsel
12
Gelegenheit für Fasnächtler
Etwas unkonventionell kommt die Fasnachtsplakette daher. Denn die drei Fasnachtsgesellschaften haben eine gemeinsame Plakette kreiert. Auf dieser lachen ein Frosch, der FaschallKopf und ein Räbegäuggel gemeinsam um die Wette und blicken bereits jetzt optimistisch und voller Vorfreude auf die Fasnacht 2022. Seite 2
Die «kleinen Pfüderi» am Kinderumzug im Jahr 1982. bleiben in bester Erinnerung. «Doch der Fasnachtssonntag, der gehört Baar», sagt die aktuelle Präsidentin Sonja Zeberg. «Das ist ungeschriebenes Gesetz, am Umzug in der Räbenmetropole aktiv dabei zu sein.» Auch die Begleitung des amtierenden Räbevaters bei seinen Besuchen in den Altersheimen und im Pflegeheim gehört seit vielen Jahren zum Programm.
Legendär waren ihre Bälle am Fasnachtsmontag Unvergessen sind die Bälle der Minifodrios am Fasnachtsmontag. Dies war der ruhigste Abend am ganzen Fasnachtswochenende. Die Guggenmusik wollte dem ein Ende setzen und lud 1990 zum ersten Ball ins damalige «Kakophonium» in der Turnhalle Dorfmatt ein. Der Erfolg war so gross, dass
Aussergewöhnlich Von der Exotik in ihren Bann gezogen
Für unsere Gefilde sind Alpakas schon etwas aussergewöhnlich. Die Kamele aus den Anden fühlen sich aber in Baar sichtlich wohl. Seit gut zehn Jahren nennen Ruth und Damian Hotz diese Tiere ihr Eigen. Sie sind mittlerweile auch ein Anziehungspunkt für Spaziergänger, für Familien und vor allem für Kinder. Seite 3
Bild: pd
sie ein Jahr später in den Gemeindesaal zügelten und dort ihre Bälle weiterführten. Eindrücklich, welch gewaltige Bauten dort jedes Jahr entstanden. Wer erinnert sich da nicht an die Westernatmosphäre oder vor allem auch an «The Phantom of the Minifodrios»? 2008 und 2009 fanden die letzten beiden Bälle im Restaurant Maienrisli statt. In den letzten Jahren wurde der «Chappe-Abig» im Restaurant Sport Inn zu einer Attraktion in der Baarer Fasnachtszeit, welcher von einigen besonders tatkräftigen Minifodriösslern ins Leben gerufen worden war. Präsidentin Sonja Zeberg legt schmunzelnd ein Geheimnis offen: «Wir Minifodrios werden zusammen alt!» Somit können wir uns schon jetzt auf weitere Jubiläen freuen!
Speziell Der Souverän wird entscheiden
Eigentlich sind Solaranlagen auf Dächern kein spezielles Unterfangen mehr. So sieht es auch der Gemeinderat. Dennoch eignen sich die Anlagen für den neu erstellten Schulpavillon sowie für den Primarschulpavillon aus dem Jahr 1991 aus wirtschaftlichen Gründen nicht. Für andere Schulanlagen hingegen schon. Seite 7
Das 40-Jahr-Jubiläum kann leider nicht im geplanten Rahmen gefeiert werden, aber es wird sicher nachgeholt. Die Minifodrios haben sich dennoch etwas einfallen lassen zu ihrem Geburtstag: Entlang der üblichen Baarer-FasnachtUmzugsroute (Büelplatz – Kreuzplatz – Bahnhofstrasse – Dorfstrasse) sind in verschiedenen Schaufenstern Erinnerungsstücke und Gwändli aus den letzten 40 Jahren ausgestellt und mit einem Quiz verbunden. In den verschiedenen Schaufenstern der Baarer Geschäfte befindet sich jeweils auch ein Plakat. Wer alle 20 Quizfragen mit dem entsprechenden Buchstaben oder der notwendigen Zahl beantworten kann, findet die Lösung. Diese kann bis 17. Februar an jubi@minifodrios.ch eingesandt werden. Es warten tolle Preise. Für alle, die in fasnächtlicher Verkleidung ein Selfie vor einem Minifodrios-Schaufenster einsenden, gibt es einen Bonuspreis zu gewinnen. So gibt es doch etwas Fasnachtsstimmung im Baarer Dorf. Vergesst nicht , Konfetti mitzunehmen! Die Präsidentin Sonja Zeberg, der musikalische Leiter Markus Vogel und der Gründer der Minifodrios, Vito Banterle, freuen sich zusammen mit allen Mitgliedern der jubilierenden Musik auf viele originelle Selfies. eb www.minifodrios.ch/quiz
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