Zugerbieter 20210223

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P.P.A 6002 Luzern, Post CH AG – Nr. 8, Jahrgang 116

Dienstag, 23. Februar 2021

Eine Lokalausgabe der Zuger Presse

KINDERBRILLE inkl. Korrekturgläser ab CHF 195.Laura Dittli

Kantonsrätin, Präsidentin CVP Kt. Zug

«Durch den erhöhten Mieterabzug und persönlichen Abzug ist die Vorlage sozial ausgewogen. Deshalb JA zum Steuerpaket.»

UNABHÄNGIGE WOCHENZEITUNG FÜR BAAR UND ALLENWINDEN

AMTLICHES PUBLIKATIONSORGAN DER GEMEINDE BAAR

abt-holzbau.ch

Schmidiger AG, Fenster Türen Innenausbau, Neuhofstrasse 21c, 6340 Baar Telefon 041-767 71 71, info@schmidiger-fenster.ch, www.schmidiger-fenster.ch

Corona-Krise

Junge Unternehmen brauchen mehr Schnauf Auch junge Selbstständige haben mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. Vier Baarer Unternehmende denken aber nicht ans Aufgeben.

Firmengründungen 2537 Neugründungen im vergangenen Jahr

Franz Lustenberger

Es ist fünf vor zwölf, so eine Redewendung. «Viertel vor Corona», sagt Petra Hürlimann scherzhaft, wenn sie auf den Start ihres Unternehmens Lavur GmbH angesprochen wird. Sie, Nadia Pantaleo, Flavia Korner und Jakob Näf haben vor kurzem den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und sind jetzt mit der Corona-Krise konfrontiert.

Auftragslage ist schwieriger geworden Viele Angestellte arbeiten im Homeoffice; Petra Hürlimann kennt nichts anderes. Ihre Vernetzungstätigkeit als Plattform für Fachkräfte von Personaldienstleistern und Unternehmen auf Mitarbeitersuche geschieht nur online. Derzeit sind es rund 600 ausgewählte Fachkräfte aus der ganzen Deutschschweiz, die über ihre Plattform eine neue Stelle suchen. Auch wenn Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit angestiegen sind, so stellt Petra Hürlimann einen Bedarf nach ihrer Dienstleistung fest: «Gute Fachkräfte braucht es immer.» Sie fügt an, dass im Gegensatz zur ersten Welle, als viele auf ein schnelles Ende der Pandemie hofften, nun in der zweiten Welle doch eine gewisse Zurückhaltung herrsche. In einer ganz anderen Branche sind Flavia Korner und Jakob Näf tätig. Sie sind selbstständige Illustratoren mit Spezialgebiet wissenschaftliche Zeichnungen – von der Natur bis zu historischen Ereignissen. Anzeige

Petra Hürlimann vermittelt Fachkräfte auf ihrer Onlineplattform. Homeoffice ist Teil der Geschäftsphilosophie.

Der kleine Affe Alfredo hilft Nadia Pantaleo beim Kontakt und bei den Gesprächen mit Kindern. Bilder: Franz Lustenberger

Ihr Atelier Cammarus haben sie im Baarer Victoria-Areal: «Es ist in dieser Zeit ein Vorteil, zu zweit zu sein», sagt Flavia Korner. Da können sie sich gegenseitig aufmuntern. Sie haben schon zusammen an der Hochschule Luzern Design und Kunst studiert. Gemeinsam wollen sie die Zeit durchstehen. Jakob Näf: «Die Auftragslage ist derzeit schwierig.» Aufträge seien weggefallen oder auf später verschoben worden. Sie sind beide daran, neue Kunden zu gewinnen, denn als junge Unternehmer können Jakob Näf und Flavia Korner noch nicht auf einen gefestigten Kundenstamm bauen. Auf die Arbeit mit Kindern hat sich Nadia Pantaleo konzentriert: «Wenige Wochen nach der Eröffnung der Coaching-Praxis musste ich wieder schliessen.» Sie überbrückte diese Zeit mit Weiterbildung per Zoom, mit Werbeaktivitäten und dem Ausbau der eigenen Homepage. Seit dem Ende des Lockdowns nach der ersten Welle Mitte Mai habe die Zahl der

«Bei acht von zehn Kindern, die zu mir kommen, spielt Corona eine Rolle.» Die sonst so verspielte Fantasiewelt der Kinder sei im Moment etwas weniger bunt. Da hilft ihr der Affe Alfredo, mehr Leichtigkeit und Lockerheit ins Coaching zu bringen. Es braucht einen längeren

Baar

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Zum Gedenken

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Rathauspost

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Aus dem Rathaus Impressum

Klienten zugenommen: «Es hat schnell angezogen.» Einzig, wenn über Verschärfungen diskutiert werde, spüre sie eine gewisse Zurückhaltung. Nadia Pantaleo verspürt die CoronaKrise nicht nur geschäftlich, sie realisiert sie auch bei der täglichen Arbeit mit Kindern.

Halle

Inhalt Forum

Jakob Näf und Flavia Korner können die schwierige Corona-Zeit gemeinsam besser meistern.

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Kanton

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Rätsel

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Zwei Kredite und eine Antwort

In rund drei Wochen wird der Baarer Souverän wieder in die Waldmannhalle in Baar geladen. An der Gemeindeversammlung stehen die Kredite zu einem Landkauf in Inwil und zur Umgestaltung des Freibads Lättich auf der Traktandenliste. Weiter beantwortet der Gemeinderat eine Interpellation der CVP Baar. Seite 3

Stube Ein Welpe mischt die Familie auf

Bei Clara Alves und ihrer Familie ist ein quirliger JackRussel-Terrier eingezogen und flitzt nun durch die Stube. Um dem Bewegungsdrang des Welpen gerecht zu werden, geht die 10-Jährige viel raus mit dem Welpen. Auch der Besuch einer Hundeschule steht für die beiden bald auf der Tagesordnung. Seite 7

Schnauf als ursprünglich gedacht oder geplant, darin sind sich die vier Baarer Jungunternehmerinnen und -unternehmer einig. Unterkriegen lassen sie sich trotzdem nicht. Der Schritt in die Selbstständigkeit möchten sie alle nicht mehr rückgängig machen.

Raum Pandemie hat Folgen für die Belegung

Das Schwesternhaus bietet Raum für Kultur und Begegnung. Jedoch sind längst nicht alle Ateliers und Cliquenräume vermietet. Derzeit kosten die Ateliers je nach Grösse zwischen 275 und 325 Franken pro Monat. Dass nicht alle Räume von Kunstschaffenden und Jugendlichen genutzt werden, hat mehrere Gründe. Seite 9

Ein Start-up gründen, selbstständig arbeiten, eine eigene Firma haben: Der Wunsch ist ungebrochen. Nach Angaben des Handelsregisteramtes des Kantons Zug sind im letzten Jahr im Kanton 2537 Unternehmen neu eingetragen worden – 200 mehr als im Jahr zuvor. Einzig 2018 waren es noch etwas mehr. Das Handelsregisteramt hat auch die Zahl für Baar herausgezogen: In unserer Gemeinde waren es im letzten Jahr 557 Neueintragungen. Der Trend geht weiter. Das Institut für Jungunternehmen im zürcherischen Schlieren hat die Zahlen gesamtschweizerisch für den Januar 2021 ausgewertet . Die Gründungsaktivitäten haben im ersten Monat des laufenden Jahres nochmals um 0,4 Prozent zugenommen, wobei die kantonalen Unterschiede riesig sind. Sie reichen von plus 62,3 Prozent (Solothurn) bis minus 30 Prozent (Appenzell Innerrhoden), wobei die Kleinheit der Kantone und die Monatsbetrachtung die Zahlen stark beeinflussen. Im Kanton Zug wurden im Januar 2021 mit 203 gleich viele Firmen neu gegründet wie im gleichen Monat des Vorjahres. Auch nach Branchen ergeben sich grosse Unterschiede. Die Branchen mit den stärksten prozentualen Zunahmen an Neueinträgen sind der Detailhandel, die Land- und Forstwirtschaft sowie der Bereich Kultur und Gemeinnütziges. fra

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Redaktion: «Zugerbieter», Baarerstrasse 27, 6300 Zug, Telefon 041 725 44 11, redaktion-zugerbieter@chmedia.ch, www.zugerbieter.ch. Inserate: Telefon 041 725 44 56, inserate-zugerbieter@chmedia.ch. Abodienst/Vertrieb: 058 200 55 86, kkczeitschriften@chmedia.ch


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