P.P.A 6002 Luzern, Post CH AG – Nr. 16, Jahrgang 116
Dienstag, 20. April 2021
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Rechnung 2020
Jahresabschluss deutlich besser als erwartet Budgetiert war für 2020 ein leichtes Plus von 1,3 Millionen Franken. Doch nun schliesst die Rechnung der Einwohnergemeinde mit 13,7 Millionen Franken Gewinn ab.
Lage beim Kanton
Florian Hofer
Auf den ersten Blick sind diese Zahlen sehr erfreulich, doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass dieses gute Ergebnis nur zustande gekommen ist, weil offenbar viele Grundstücke mit hohen Gewinnen weiterverkauft wurden. Das spülte 20,7 Millionen Franken mehr in die Kasse als gedacht.
Juristische und natürliche Personen zahlen viel weniger Allerdings, das ist die schlechte Nachricht, sind die Steuereinnahmen der natürlichen und der juristischen Personen deutlich unter den Erwartungen geblieben. Sie fielen um je rund 5,1 Millionen Franken tiefer aus als budgetiert. Gegenüber dem Vorjahr verlor die Gemeinde bei den juristischen Personen gar ein Steuersubstrat von 12 Millionen Franken. «Teilweise zeichnete sich dieser Rückgang wegen Wegzügen, Fusionen und Liquidationen von Firmen frühzeitig ab», sagt dazu Finanzvorstand Pirmin Andermatt. Die CoronaKrise hingegen hatte für die Steuererträge 2020 bei den natürlichen Personen einen noch unbedeutenden und bei den juristischen Personen gar keinen Einfluss. Sie wird sich erst ab diesem Jahr steuerlich bemerkbar machen. «Wir gehen zwar davon aus, dass sich die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren erholen wer-
Inhalt Forum Baar
2, 4, 9 3, 7
Zum Gedenken
4
Aus dem Rathaus
5
Impressum
7
Kultur
7
Kanton
11
Das läuft in Baar
12
Das läuft in der Region
13
Rätsel
14
Grundstücke, die mit hohem Gewinn verkauft wurden, haben der Einwohnergemeinde Baar rekordverdächtige Grundstücksgewinnsteuereinnahmen verschafft. Ein Teil des Geldes soll nun wieder in Infrastrukturmassnahmen wie beispielsweise dem Schulbau zugutekommen. Archivbild: Daniel Frischherz den», sagt der Finanzchef. «Doch wann und in welchem Ausmass dies der Fall sein wird, ist kaum abschätzbar.» Das heisst auch: Wären nicht die Grundstückgewinnsteuererträge um 20,7 Millionen Franken höher als budgetiert ausgefallen, hätte die Gemeinde rote Zahlen geschrieben.
Lockdown wirbelt die Planungen durcheinander Zum guten Resultat der Jahresrechnung 2020 hat neben den hohen und nicht vorhersehbaren Grundstückgewinnsteuern der deutlich geringere Aufwand beigetragen. Dieser fiel mit 147,6 Millionen Franken um gut 3 Millionen Franken tiefer aus. Zwar haben die Pandemie und der Lockdown
beispielsweise in der Informatik und bei der Raumpflege zu höheren Ausgaben geführt, wegen zahlreicher Absagen und Schliessungen konnten der Betriebs- und der übrige Sachaufwand dennoch deutlich gesenkt werden. Auch im Personalbereich wurden Kosten eingespart, weil nicht alle offenen Stellen fristgerecht besetzt werden konnten. Die Nettoinvestitionen fielen mit knapp 12,9 Millionen Franken gegenüber den budgetierten 14,8 Millionen Franken tiefer aus. Zum Beispiel wegen Bauverzögerungen oder Einsprachen.
Überschuss fliesst in Vorfinanzierungen Der Überschuss von knapp 13,7 Millionen Franken soll
einerseits für zusätzliche Abschreibungen des Verwaltungsvermögens (4 Millionen) sowie für die Vorfinanzierung des Neubaus Schule Wiesental (9 Millionen) verwendet werden. Die restlichen Mittel sollen gemäss Vorschlag des Baarer Gemeinderats ins freie Eigenkapital (knapp 480 000) fliessen und für die Unterstützung zusätzlicher Hilfsprojekte im In- und Ausland (200 000) verwendet werden. Das Nettovermögen der Gemeinde Baar hat erneut zugenommen. Pro Einwohnerin und Einwohner weist die Gemeinde ein Vermögen von 7921 Franken aus.Aufgrund einer guten Diversifikation der Barmittel bezahlt Baar weiterhin keine Negativzinsen. Es stehen grosse Investitionen an.Trotz der guten Jahresrech-
nung 2020 ist Finanzvorstand Pirmin Andermatt nicht sorgenfrei. «Die Gemeinde Baar steht vor grossen finanziellen Herausforderungen», erklärt er. «In den nächsten Jahren werden wir gegen 200 Millionen Franken in die Infrastrukturprojekte wie die Dreifachturnhalle Sternmatt 2, die geplante Erweiterung und Sanierung der Schule Sternmatt 1 sowie den Neubau der Schule Wiesental investieren. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt Überschüsse schreiben und für die nächste Generation vorsorgen können.» Ein Lob hat er auch für die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung parat: «Ich danke allen Mitarbeitenden, dass sie sich so konsequent an das Budget gehalten haben.»
Räume
Träume
Schäume
Bäume
Der Ball liegt nun bei der Bevölkerung
Olga Bianchetti arbeitete hart
Im Rahmen des Möglichen geöffnet
Schutznetze gegen gefrässige Käfer
Die Einwohnergemeinde hat eine öffentliche Mitwirkung lanciert. Thema ist die Räumliche Entwicklungsstrategie. Sie legt fest, wie sich die Räume in unserer Gemeinde künftig entwickeln sollen. Es geht letztlich darum, mehrheitsfähige Beschlüsse fassen zu können. Seite 3
Die bald 100-jährige Baarerin seht symbolhaft für eine Generation von Frauen, die in der Baarer Industrie, vor allem in der Spinnerei, ihren Lebensunterhalt verdienten. Die Verwirklichung von Träumen war für diese Frauen kein Thema. Ihr Leben diente vor allem dem Wohl der anderen. Seite 3
Monatelang waren die Träume von Gert Billing nicht mehr als Schäume. Der Galerist konnte aufgrund der Pandemie keine Ausstellung realisieren. Dank den aktuellen Lockerungen ist nun aber wieder möglich, die Werke von Künstlern zu präsentieren. Wenn auch ohne Vernissage. Seite 7
Das Jahr 2020 schliesst der Kanton Zug in finanzieller Hinsicht mit einem Rekordergebnis ab. Die Jahresrechnung weist einen Ertragsüberschuss von sage und schreibe 285,5 Millionen Franken auf. «Mit diesem Überschuss können wir für 2020 die beste Jahresrechnung in der Geschichte unseres Kantons ausweisen», zeigt sich Finanzdirektor Heinz Tännler erfreut. Grund dafür ist unter anderem der kantonale Anteil an der direkten Bundessteuer, der mit 458,9 Millionen Franken um 85,3 Millionen Franken über dem budgetierten Wert liegt. Zudem fiel die Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) mit 39,5 Millionen Franken vier Mal höher aus als budgetiert. Schliesslich liegen die Kantonssteuern mit 792,9 Millionen Franken 5,0 Millionen Franken über dem Budget und somit ziemlich genau im erwarteten Rahmen. Zum guten Ergebnis haben auch die verhältnismässig tiefen Ausgaben geführt. So wurde der budgetierte Gesamtaufwand der Erfolgsrechnung um 33,3 Millionen Franken unterschritten. «Wir hatten letztes Jahr bei allen Positionen tiefe Werte, also sowohl bei den Personalkosten, dem Sach- und Transferaufwand als auch bei den Abschreibungen», so Tännler. Die tieferen Abschreibungen hängen damit zusammen, dass nicht alle Investitionsprojekte vor allem im Tiefbau wie vorgesehen umgesetzt wurden. fh
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Bisher haben die Zuger Waldbesitzer punktuell Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Damit ist jetzt Schluss. Zum Schutz vor der Essigfliege werden neuerdings Netze genutzt; diese werden über die frisch gefällten Bäume gelegt und sollen sie ohne Einsatz von Pestiziden vor Schädlingen schützen.
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JAHRE
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